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Color Theory and Light
GA 91

6 August 1903, Berlin

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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
  1. Color Theory and Light, tr. SOL

Farben- und Lichtlehre IV

Farben- und Lichtlehre IV

[ 1 ] Bis zum neunzehnten Jahrhundert galt für die Erklärung der Lichtphänomene die Stofftheorie oder Emissionshypothese — Ausströmung eines Lichtstoffes -, weil man diese Theorie nicht physikalisch durch Experimente widerlegen konnte. Die Richtigkeit der Stofftheorie hängt davon ab, dass Licht zu Licht hinzugebracht größere Helligkeit gibt.

[ 1 ] Bis zum neunzehnten Jahrhundert galt für die Erklärung der Lichtphänomene die Stofftheorie oder Emissionshypothese — Ausströmung eines Lichtstoffes -, weil man diese Theorie nicht physikalisch durch Experimente widerlegen konnte. Die Richtigkeit der Stofftheorie hängt davon ab, dass Licht zu Licht hinzugebracht größere Helligkeit gibt.

[ 2 ] Im neunzehnten Jahrhundert bewies Fresnel durch Experiment, dass Licht eine Bewegung, eine Vibration ist. Licht ist vibrierende Bewegung. Der Beweis liegt darin, dass Licht zu Licht gebracht Dunkelheit ergeben kann.

[ 2 ] Im neunzehnten Jahrhundert bewies Fresnel durch Experiment, dass Licht eine Bewegung, eine Vibration ist. Licht ist vibrierende Bewegung. Der Beweis liegt darin, dass Licht zu Licht gebracht Dunkelheit ergeben kann.

[ 3 ] Das Gesetz der Reflexion ist: Ein Lichtstrahl wird von einer spiegelnden Wand so zurückgeworfen, dass der Einfallswinkel gleich dem Reflexionswinkel ist.

[ 3 ] Das Gesetz der Reflexion ist: Ein Lichtstrahl wird von einer spiegelnden Wand so zurückgeworfen, dass der Einfallswinkel gleich dem Reflexionswinkel ist.

Reflected Light
Reflected Light

[ 4 ] Man findet dieses Gesetz folgendermaßen: Wir stellen ein Licht vor einen Spiegel und empfangen den zurückgeworfenen Strahl in unserem Auge. Zwischen den Linien des hin- und zurückgeworfenen Strahles ziehen wir eine senkrechte Linie und bekommen auf diese Art zwei spitze Winkel. Wir nennen den ersten Winkel (Winkel A) Einfallswinkel, den zweiten (Winkel B) Reflexionswinkel (subjektives Experiment).

[ 4 ] Man findet dieses Gesetz folgendermaßen: Wir stellen ein Licht vor einen Spiegel und empfangen den zurückgeworfenen Strahl in unserem Auge. Zwischen den Linien des hin- und zurückgeworfenen Strahles ziehen wir eine senkrechte Linie und bekommen auf diese Art zwei spitze Winkel. Wir nennen den ersten Winkel (Winkel A) Einfallswinkel, den zweiten (Winkel B) Reflexionswinkel (subjektives Experiment).

The 's reflection in a darkroom
The 's reflection in a darkroom

[ 5 ] Dasselbe Gesetz gilt beim objektiven Experiment: Wir lassen durch eine Öffnung den Lichtstrahl auf den Spiegel einer Dunkelkammer fallen und erhalten auf dem Schirm gegenüber reflektiert die Sonnenscheibe: Am Schnittpunkt ergibt die senkrecht gezogene Linie die zwei gleichen spitzen Winkel: Einfalls- und Reflexionswinkel.

[ 5 ] Dasselbe Gesetz gilt beim objektiven Experiment: Wir lassen durch eine Öffnung den Lichtstrahl auf den Spiegel einer Dunkelkammer fallen und erhalten auf dem Schirm gegenüber reflektiert die Sonnenscheibe: Am Schnittpunkt ergibt die senkrecht gezogene Linie die zwei gleichen spitzen Winkel: Einfalls- und Reflexionswinkel.

[ 6 ] Stellen wir nun zwei Spiegel mit zueinander geneigten Winkeln auf, so wird [von] den beiden Spiegeln das empfangene Lichtbild so zurückgeworfen, dass eine [Sonnenscheibe] mit der anderen zusammenfällt. - Wir können dann entweder hell oder dunkel haben. Licht zu Licht hinzugebracht kann Dunkelheit geben.

[ 6 ] Stellen wir nun zwei Spiegel mit zueinander geneigten Winkeln auf, so wird [von] den beiden Spiegeln das empfangene Lichtbild so zurückgeworfen, dass eine [Sonnenscheibe] mit der anderen zusammenfällt. - Wir können dann entweder hell oder dunkel haben. Licht zu Licht hinzugebracht kann Dunkelheit geben.

[ 7 ] Daraus folgt mit unwiderleglicher Beweiskraft, dass Licht nicht Stoff ist - denn dann würde Stoff auf Stoff gefügt mehr Licht geben -, sondern Bewegung: In der Bewegung können die vibrierenden Teilchen durch einen neuen Impuls in dieselbe Richtung beschleunigt, das heißt verstärkt werden oder gehemmt und zum Stillstand gebracht werden, wenn sic aneinander stoßen. Licht ist vibrierende Bewegung.

[ 7 ] Daraus folgt mit unwiderleglicher Beweiskraft, dass Licht nicht Stoff ist - denn dann würde Stoff auf Stoff gefügt mehr Licht geben -, sondern Bewegung: In der Bewegung können die vibrierenden Teilchen durch einen neuen Impuls in dieselbe Richtung beschleunigt, das heißt verstärkt werden oder gehemmt und zum Stillstand gebracht werden, wenn sic aneinander stoßen. Licht ist vibrierende Bewegung.

[ 8 ] Lassen wir die Lichtstrahlen auf den Spiegel durch ein Gitter fallen, so ergibt die Reflexion auf dem Schirm Hell und Dunkel nebeneinander.

[ 8 ] Lassen wir die Lichtstrahlen auf den Spiegel durch ein Gitter fallen, so ergibt die Reflexion auf dem Schirm Hell und Dunkel nebeneinander.

[ 9 ] Die Bewegung setzt einen Stoff voraus, der in Schwingung gesetzt wird. Dies ist der Äther. Die Sonnenstrahlen schwingen in vier verschiedenen Ätherarten. Sie ergeben Wärme, Licht und chemische Wirkungen - in ihrer feinsten Rate sind sie der Lebensstoff, Prâna. So haben wir in unserer physischen Materie Festes, Flüssiges, Gas und vier Ätherarten. Wir finden sie in der Pflanze:

[ 9 ] Die Bewegung setzt einen Stoff voraus, der in Schwingung gesetzt wird. Dies ist der Äther. Die Sonnenstrahlen schwingen in vier verschiedenen Ätherarten. Sie ergeben Wärme, Licht und chemische Wirkungen - in ihrer feinsten Rate sind sie der Lebensstoff, Prâna. So haben wir in unserer physischen Materie Festes, Flüssiges, Gas und vier Ätherarten. Wir finden sie in der Pflanze:

1. Die Pflanze nimmt Stoff auf und verwandelt sie: chemische Wirkung.
2. Die Pflanze zeigt ihre Teile gefärbt: Lichtäther.
3. Die Pflanze braucht zu ihrer Tätigkeit: Wärmeäther.

1. Die Pflanze nimmt Stoff auf und verwandelt sie: chemische Wirkung.
2. Die Pflanze zeigt ihre Teile gefärbt: Lichtäther.
3. Die Pflanze braucht zu ihrer Tätigkeit: Wärmeäther.