Color Theory and Light
GA 91
8 August 1903, Berlin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
Farben- und Lichtlehre V
Farben- und Lichtlehre V
[ 1 ] Die verschiedenen Wirkungen der Lichtstrahlen auf die Materie lassen sich isolieren. Man kann durch Alaunlösung die Wärme von der Leuchtkraft trennen; und umgekehrt durch Schwefelkohlenstoff wirkt die Wärme ohne Lichtwirkung. Gewisse Lichtstrahlen können, getrennt von den andern, in einem Stoff schlummernde Fähigkeiten zur Tätigkeit anregen oder ganz aufheben. Zum Beispiel haben die Strahlen, die auch chemische Wirkungen erzeugen, wie die violetten und ultravioletten, die Fähigkeit, Schwefelcalcium - eine Mischung von Schwefel und einem weißen Metall: Calcium - leuchtend zu machen. Lässt man aber diese Strahlen erst durch eine Äsculin-Lösung hindurchgehen, so wird diese Wirkung aufgehoben, und ein solches Stück Calcium wird seine Fähigkeit der Leuchtkraft ganz verlieren. Die Fähigkeit, Schwefel-Calcium leuchtend zu machen, haben nur diejenigen Strahlenarten, die auch chemische Wirkungen hervorbringen.
[ 1 ] Die verschiedenen Wirkungen der Lichtstrahlen auf die Materie lassen sich isolieren. Man kann durch Alaunlösung die Wärme von der Leuchtkraft trennen; und umgekehrt durch Schwefelkohlenstoff wirkt die Wärme ohne Lichtwirkung. Gewisse Lichtstrahlen können, getrennt von den andern, in einem Stoff schlummernde Fähigkeiten zur Tätigkeit anregen oder ganz aufheben. Zum Beispiel haben die Strahlen, die auch chemische Wirkungen erzeugen, wie die violetten und ultravioletten, die Fähigkeit, Schwefelcalcium - eine Mischung von Schwefel und einem weißen Metall: Calcium - leuchtend zu machen. Lässt man aber diese Strahlen erst durch eine Äsculin-Lösung hindurchgehen, so wird diese Wirkung aufgehoben, und ein solches Stück Calcium wird seine Fähigkeit der Leuchtkraft ganz verlieren. Die Fähigkeit, Schwefel-Calcium leuchtend zu machen, haben nur diejenigen Strahlenarten, die auch chemische Wirkungen hervorbringen.
[ 2 ] Die roten Wärmestrahlen haben eine langsamere Schwingung als die violetten, chemisch wirkenden Strahlen. Die roten haben 400 Billionen Vibrationen in der Sekunde, die blauvioletten 760 Billionen, und mehr noch die ultravioletten; die in der Mitte hellen Lichtstrahlen haben eine mittlere Geschwindigkeit.
[ 2 ] Die roten Wärmestrahlen haben eine langsamere Schwingung als die violetten, chemisch wirkenden Strahlen. Die roten haben 400 Billionen Vibrationen in der Sekunde, die blauvioletten 760 Billionen, und mehr noch die ultravioletten; die in der Mitte hellen Lichtstrahlen haben eine mittlere Geschwindigkeit.
[ 3 ] Nicht etwa die Autovibration der roten Wärmestrahlen ist eine langsamere, nur die dunkle Materie, durch welche die hellen Strahlen hindurchleuchten und Rot erzeugen, ist träger und passiv, sie verdunkelt das Licht und verlangsamt die Geschwindigkeitsfähigkeit der hellen Strahlen.
[ 3 ] Nicht etwa die Autovibration der roten Wärmestrahlen ist eine langsamere, nur die dunkle Materie, durch welche die hellen Strahlen hindurchleuchten und Rot erzeugen, ist träger und passiv, sie verdunkelt das Licht und verlangsamt die Geschwindigkeitsfähigkeit der hellen Strahlen.
[ 4 ] Die violetten Strahlen bewirken, dass die dunkle Materie eine hellere Färbung annimmt, also selbst bewegt wird, und eine Veränderung erleidet und darum die Vibrationen des Lichtes nicht stört, sondern durchlässt. Das Dunkle verändert die hellen Lichtstrahlen, es übt eine Wirkung auf sie aus und verdunkelt sie. Im Gegensatz erhellen die dunklen Strahlen die dunkle Materie und wirken auf dieselbe, bringen sie in Bewegung und verändern sie.
[ 4 ] Die violetten Strahlen bewirken, dass die dunkle Materie eine hellere Färbung annimmt, also selbst bewegt wird, und eine Veränderung erleidet und darum die Vibrationen des Lichtes nicht stört, sondern durchlässt. Das Dunkle verändert die hellen Lichtstrahlen, es übt eine Wirkung auf sie aus und verdunkelt sie. Im Gegensatz erhellen die dunklen Strahlen die dunkle Materie und wirken auf dieselbe, bringen sie in Bewegung und verändern sie.
[ 5 ] Wenn die Lichtstrahlen von einem Gegenstande aufgefangen werden, so entsteht Dunkelheit hinter dem beleuchteten Gegenstand, und dieser wird dann auf einen gegenüber befindlichen Schirm seinen Schatten werfen.
[ 5 ] Wenn die Lichtstrahlen von einem Gegenstande aufgefangen werden, so entsteht Dunkelheit hinter dem beleuchteten Gegenstand, und dieser wird dann auf einen gegenüber befindlichen Schirm seinen Schatten werfen.
[ 6 ] Die Möglichkeit, dass wir von einem Gegenstand seine Farbe wahrnehmen, ist dadurch erzeugt, dass zum Beispiel eine rote Blume den Lichtäther zwischen sich und unserem Auge 400 Billionen Mal in der Sekunde in Vibrationen versetzt, dass der Lichtäther in unserem Auge, in gleiche Vibrationen versetzt, das rote Zäpfchen in unserer Netzhaut erreicht und durch den Sehnerv das auf der Netzhaut abgespiegelte Bild der roten Blume dem Gehirn telegrafiert wird, wodurch dann das Spiegelbild bewusst wahrgenommen wird.
[ 6 ] Die Möglichkeit, dass wir von einem Gegenstand seine Farbe wahrnehmen, ist dadurch erzeugt, dass zum Beispiel eine rote Blume den Lichtäther zwischen sich und unserem Auge 400 Billionen Mal in der Sekunde in Vibrationen versetzt, dass der Lichtäther in unserem Auge, in gleiche Vibrationen versetzt, das rote Zäpfchen in unserer Netzhaut erreicht und durch den Sehnerv das auf der Netzhaut abgespiegelte Bild der roten Blume dem Gehirn telegrafiert wird, wodurch dann das Spiegelbild bewusst wahrgenommen wird.
[ 7 ] Das Astrale hat erst die Fähigkeit, unmittelbar wahrzunehmen durch Einfühlen in die Dinge. Durch Sonderung von den Dingen verliert [der Mensch] diese Fähigkeit der unmittelbaren Wahrnehmung, er stellt sich außerhalb der Dinge. Da erzeugt er aus sich die Organe, um in diesen Organen die Bilder der Dinge zu erzeugen und dann diese Bilder wahrzunehmen, also eben die Dinge mittelbar wahrzunehmen.
[ 7 ] Das Astrale hat erst die Fähigkeit, unmittelbar wahrzunehmen durch Einfühlen in die Dinge. Durch Sonderung von den Dingen verliert [der Mensch] diese Fähigkeit der unmittelbaren Wahrnehmung, er stellt sich außerhalb der Dinge. Da erzeugt er aus sich die Organe, um in diesen Organen die Bilder der Dinge zu erzeugen und dann diese Bilder wahrzunehmen, also eben die Dinge mittelbar wahrzunehmen.
[ 8 ] Der Lichtäther ist nun das Medium, und das Auge hat sich als Wahrnehmungsorgan entwickelt. Das Auge besteht aus dem runden Augapfel, der von der Netzhaut innen ausgekleidet ist, die aus Stäbchen und Zapfen besteht und noch von einer äußeren Hornhaut umschlossen wird. Nach außen ist die offene Pupille und hinter ihr der Ziliarmuskel, der eine durchsichtige Linse hält. Die Akkommodationsfähigkeit bewirkt, im Dunkeln die Lichtöffnung - Pupille- zu erweitern, im Hellen sie zu verkleinern, damit nicht zu viel Licht einströmt, und die Lichtstrahlen in einem Brennpunkt zu sammeln; sie in die Dunkelkammer auf die Netzhaut fallen zu lassen, wo das Spiegelbild erzeugt wird und durch den Nerv, an dem das Auge hängt, nach dem Gehirn telegrafiert wird. Durch Schwingungen im Äther werden Licht und Farbe erzeugt. 400 Billionen Schwingungen rot, bis 760 Billionen [Schwingungen] und darüber in der Sekunde blauviolett.
[ 8 ] Der Lichtäther ist nun das Medium, und das Auge hat sich als Wahrnehmungsorgan entwickelt. Das Auge besteht aus dem runden Augapfel, der von der Netzhaut innen ausgekleidet ist, die aus Stäbchen und Zapfen besteht und noch von einer äußeren Hornhaut umschlossen wird. Nach außen ist die offene Pupille und hinter ihr der Ziliarmuskel, der eine durchsichtige Linse hält. Die Akkommodationsfähigkeit bewirkt, im Dunkeln die Lichtöffnung - Pupille- zu erweitern, im Hellen sie zu verkleinern, damit nicht zu viel Licht einströmt, und die Lichtstrahlen in einem Brennpunkt zu sammeln; sie in die Dunkelkammer auf die Netzhaut fallen zu lassen, wo das Spiegelbild erzeugt wird und durch den Nerv, an dem das Auge hängt, nach dem Gehirn telegrafiert wird. Durch Schwingungen im Äther werden Licht und Farbe erzeugt. 400 Billionen Schwingungen rot, bis 760 Billionen [Schwingungen] und darüber in der Sekunde blauviolett.
[ 9 ] Die Schwingungen der Luft bringen den Ton hervor, nur billionenmal langsamer schwingen die Luftwellen als die Ätherwellen.
[ 9 ] Die Schwingungen der Luft bringen den Ton hervor, nur billionenmal langsamer schwingen die Luftwellen als die Ätherwellen.
[ 10 ] Die Wahrnehmung der Luftvibration als Ton liegt zwischen 16,5 und über 40000 Schwingungen in der Sekunde. Unter 16,5 und über 40000 Schwingungen werden als Ton nicht mehr wahrgenommen.
[ 10 ] Die Wahrnehmung der Luftvibration als Ton liegt zwischen 16,5 und über 40000 Schwingungen in der Sekunde. Unter 16,5 und über 40000 Schwingungen werden als Ton nicht mehr wahrgenommen.
[ 11 ] Zwischen 40 und 40000 Schwingungen in der Sekunde wird der musikalische Ton wahrgenommen.
[ 11 ] Zwischen 40 und 40000 Schwingungen in der Sekunde wird der musikalische Ton wahrgenommen.
[ 12 ] Für die Messung der Tonschwingung der Luft bedienen wir uns einer Drehscheibe mit Löchern versehen: die Sirene. Wird die Scheibe gedreht und schwingt unter sechzehneinhalbmal, das heißt, die Luft wird beim Drehen durch weniger als sechzehn Löcher in der Sekunde getrieben, so werden wir nur Stoßgeräusch, aber nicht Ton vernehmen. Die Tonskala lässt sich fest durch Messungen der Luftschwingungen in Zahlen bestimmen. Wenn wir das Prim C mit dem gestrichenen € vergleichen, so würde sich das eine C zu dem anderen wie 1:2 verhalten, und innerhalb der Oktave könnte man die Schwingungsverhältnisse der übrigen Töne bestimmen.
[ 12 ] Für die Messung der Tonschwingung der Luft bedienen wir uns einer Drehscheibe mit Löchern versehen: die Sirene. Wird die Scheibe gedreht und schwingt unter sechzehneinhalbmal, das heißt, die Luft wird beim Drehen durch weniger als sechzehn Löcher in der Sekunde getrieben, so werden wir nur Stoßgeräusch, aber nicht Ton vernehmen. Die Tonskala lässt sich fest durch Messungen der Luftschwingungen in Zahlen bestimmen. Wenn wir das Prim C mit dem gestrichenen € vergleichen, so würde sich das eine C zu dem anderen wie 1:2 verhalten, und innerhalb der Oktave könnte man die Schwingungsverhältnisse der übrigen Töne bestimmen.
[ 13 ] Nehmen wir an, dass die Schwingungen der Tonskala in der Sekunde folgende wären:
[ 13 ] Nehmen wir an, dass die Schwingungen der Tonskala in der Sekunde folgende wären:
[ 14 ] so bekommen wir folgendes Verhältnis:
[ 14 ] so bekommen wir folgendes Verhältnis:
Die Prim zur Oktave = 1:2 = 1. Prim
Die Prim zur Sekunde = 8:9 = 9/8 Sekunde
Die Prim zur Terz = 5/4 Terz
Die Prim zur Quart = 3:4 = 4/3 Quart
Die Prim zur Quint = 2:3 = 3/2 Quint
Die Prim zur Sext = 3:5 = 5/3 Sext
Die Prim zur Septim = 8:15 = 15/8 Septime
Die Prim zur Prim = 2 Octave
Die Prim zur Oktave = 1:2 = 1. Prim
Die Prim zur Sekunde = 8:9 = 9/8 Sekunde
Die Prim zur Terz = 5/4 Terz
Die Prim zur Quart = 3:4 = 4/3 Quart
Die Prim zur Quint = 2:3 = 3/2 Quint
Die Prim zur Sext = 3:5 = 5/3 Sext
Die Prim zur Septim = 8:15 = 15/8 Septime
Die Prim zur Prim = 2 Octave
[ 15 ] Es verhalten sich die Farbnuancen innerhalb der Farbenskala, wie sich die Tonhöhen innerhalb der Tonskala verhalten; das Verhältnis ist dasselbe, nur schwingt der Lichtäther billionenmal schneller.
[ 15 ] Es verhalten sich die Farbnuancen innerhalb der Farbenskala, wie sich die Tonhöhen innerhalb der Tonskala verhalten; das Verhältnis ist dasselbe, nur schwingt der Lichtäther billionenmal schneller.
400 Billionen Schwingungen rot
450 Billionen Schwingungen orange
500 Billionen Schwingungen gelb
532 Billionen Schwingungen grün
600 Billionen Schwingungen blaugrün
665 Billionen Schwingungen blauindigo
750 Billionen Schwingungen indigo
760 Billionen Schwingungen violett
700 Billionen Schwingungen ultraviolett
400 Billionen Schwingungen rot
450 Billionen Schwingungen orange
500 Billionen Schwingungen gelb
532 Billionen Schwingungen grün
600 Billionen Schwingungen blaugrün
665 Billionen Schwingungen blauindigo
750 Billionen Schwingungen indigo
760 Billionen Schwingungen violett
700 Billionen Schwingungen ultraviolett
[ 16 ] Ein Ultraviolett wäre etwa die Oktave der Prim = Rot. Unser Violett mit 760 Billionen Schwingungen entspricht in der Tonskala einem Ton, der etwas über der Septim liegt.
[ 16 ] Ein Ultraviolett wäre etwa die Oktave der Prim = Rot. Unser Violett mit 760 Billionen Schwingungen entspricht in der Tonskala einem Ton, der etwas über der Septim liegt.
[ 17 ] Es ist eine gewisse Zeit notwendig, die das Licht braucht, um sich durch den Raum fortzupflanzen. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtes beträgt circa 300.000 Kilometer in der Sekunde. Dies ist sowohl astronomisch wie terrestrisch ausgerechnet worden, und die Resultate der Berechnung haben dasselbe Ergebnis gebracht. Die kosmische Berechnung ist von Olaf Romer gemacht worden, und zwar nachdem folgende Beobachtung dazu geführt hat: Man hat die Zeit berechnet, welche die vier Monde brauchen, um sich um den Jupiter zu drehen, und mit dem Fernrohr gewartet, bis die beiden Monde, welche in den Schatten hinter den Jupiter getreten, wieder zum Vorschein kommen. Dabei hat sich die Unregelmäßigkeit ergeben, dass sich die Monde zuweilen verspätet haben - und bis zu 996 Sekunden länger, als sie erwartet wurden. Man hat die Ursache der Verspätung gesucht und dabei die Entdeckung der Gesetze der Lichtfortpflanzungsgeschwindigkeit gemacht.
[ 17 ] Es ist eine gewisse Zeit notwendig, die das Licht braucht, um sich durch den Raum fortzupflanzen. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtes beträgt circa 300.000 Kilometer in der Sekunde. Dies ist sowohl astronomisch wie terrestrisch ausgerechnet worden, und die Resultate der Berechnung haben dasselbe Ergebnis gebracht. Die kosmische Berechnung ist von Olaf Romer gemacht worden, und zwar nachdem folgende Beobachtung dazu geführt hat: Man hat die Zeit berechnet, welche die vier Monde brauchen, um sich um den Jupiter zu drehen, und mit dem Fernrohr gewartet, bis die beiden Monde, welche in den Schatten hinter den Jupiter getreten, wieder zum Vorschein kommen. Dabei hat sich die Unregelmäßigkeit ergeben, dass sich die Monde zuweilen verspätet haben - und bis zu 996 Sekunden länger, als sie erwartet wurden. Man hat die Ursache der Verspätung gesucht und dabei die Entdeckung der Gesetze der Lichtfortpflanzungsgeschwindigkeit gemacht.
[ 18 ] Die Ellipse des Umkreises, den die Erde um die Sonne beschreibt, beträgt 299 Millionen Kilometer. Einen viel größeren Umkreis umschreibt die Ellipse des Jupiters um die Sonne.
[ 18 ] Die Ellipse des Umkreises, den die Erde um die Sonne beschreibt, beträgt 299 Millionen Kilometer. Einen viel größeren Umkreis umschreibt die Ellipse des Jupiters um die Sonne.
[ 19 ] Man hat nun beobachtet, dass die Monde immer genau zur rechten Zeit aus dem Schatten treten, wenn die Erde zwischen Sonne und Jupiter in gerader Linie steht.
[ 19 ] Man hat nun beobachtet, dass die Monde immer genau zur rechten Zeit aus dem Schatten treten, wenn die Erde zwischen Sonne und Jupiter in gerader Linie steht.
[ 20 ] Nun wartete man den Zeitpunkt ab, wann die Erde am entgegengesetzten Punkt angekommen, die ganze Breite ihrer Ellipse durchschritten und die Sonne zwischen sich und Jupiter setzte. Hier ist die Differenz von 996 Sekunden beobachtet worden; folglich ist die Verspätung durch den Raum, welchen die Erde inzwischen zurückgelegt, bewirkt worden. Also braucht das Licht 996 Sekunden, um sich durch einen Raum von 299 Millionen Kilometern fortzupflanzen. In einer Sekunde würde es den 996sten Teil von 299 Millionen Kilometern dazu brauchen. [299000000 : 996] = 300200. Also circa 300000 Kilometer in einer Sekunde.
[ 20 ] Nun wartete man den Zeitpunkt ab, wann die Erde am entgegengesetzten Punkt angekommen, die ganze Breite ihrer Ellipse durchschritten und die Sonne zwischen sich und Jupiter setzte. Hier ist die Differenz von 996 Sekunden beobachtet worden; folglich ist die Verspätung durch den Raum, welchen die Erde inzwischen zurückgelegt, bewirkt worden. Also braucht das Licht 996 Sekunden, um sich durch einen Raum von 299 Millionen Kilometern fortzupflanzen. In einer Sekunde würde es den 996sten Teil von 299 Millionen Kilometern dazu brauchen. [299000000 : 996] = 300200. Also circa 300000 Kilometer in einer Sekunde.
[ 21 ] Die gleiche Berechnung ist von Fizeau mit einem Zahnrad gemacht worden. Wenn man ein Licht hinter sich hat, dasselbe - [von] einem sehr weit entfernten Spiegel zurückgeworfen - im Auge sich reflektiert, und man nun ein Zahnrad zwischen Auge und Spiegel bringt und es durch eine Kurbel in schnelle Rotation setzt, so wird man das Licht durch die Zahnlücken so lange sehen, bis es die Strecke hin und her zurückgelegt hat, dann tritt durch den dichten Zahn das Hindernis, die Verdunklung ein. Wenn man nun die Strecke vom Auge zum Spiegel doppelt misst und die Zeit berechnet, wie lange das Rad sich drehen muss, bis das Licht von der Lücke zum Zahn gelangt, so kann man auch die Zeit berechnen, wie lange das Licht braucht, um sich durch den Raum fortzupflanzen und zurückzukehren. Diese Berechnung stimmt genau mit der astronomischen überein.
[ 21 ] Die gleiche Berechnung ist von Fizeau mit einem Zahnrad gemacht worden. Wenn man ein Licht hinter sich hat, dasselbe - [von] einem sehr weit entfernten Spiegel zurückgeworfen - im Auge sich reflektiert, und man nun ein Zahnrad zwischen Auge und Spiegel bringt und es durch eine Kurbel in schnelle Rotation setzt, so wird man das Licht durch die Zahnlücken so lange sehen, bis es die Strecke hin und her zurückgelegt hat, dann tritt durch den dichten Zahn das Hindernis, die Verdunklung ein. Wenn man nun die Strecke vom Auge zum Spiegel doppelt misst und die Zeit berechnet, wie lange das Rad sich drehen muss, bis das Licht von der Lücke zum Zahn gelangt, so kann man auch die Zeit berechnen, wie lange das Licht braucht, um sich durch den Raum fortzupflanzen und zurückzukehren. Diese Berechnung stimmt genau mit der astronomischen überein.
[ 22 ] Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit ist immer dieselbe, ob Sonnen- oder Kerzenlicht. Das Licht ist eben nichts anderes als Ätherschwingungen, die sich im Raum fortpflanzen.
[ 22 ] Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit ist immer dieselbe, ob Sonnen- oder Kerzenlicht. Das Licht ist eben nichts anderes als Ätherschwingungen, die sich im Raum fortpflanzen.
[ 23 ] In dem Petroleum und der Kerze ist cs immer das Gas, welches brennt; der flüssige oder der feste Körper wird durch den Wärmeäther in Dampf oder Gas verwandelt und beginnt dann zu leuchten.
[ 23 ] In dem Petroleum und der Kerze ist cs immer das Gas, welches brennt; der flüssige oder der feste Körper wird durch den Wärmeäther in Dampf oder Gas verwandelt und beginnt dann zu leuchten.
[ 24 ] Wenn man einen festen oder flüssigen Körper zum Glühen bringt und seine Strahlen durch die Öffnung einer Dunkelkammer, durch ein Prisma ablenkt, so erhält man das kontinuierliche Spektrum. Wenn man anstatt der glühenden, festen oder flüssigen Kugel eine bestimmte Gasflamme durch das Spektroskop leitet, so bekommt man durch das Prisma nur ein einfarbiges Linienspektrum - diskontinuierliches Spektrum - und genau von der Farbe des betreffenden Gases.
[ 24 ] Wenn man einen festen oder flüssigen Körper zum Glühen bringt und seine Strahlen durch die Öffnung einer Dunkelkammer, durch ein Prisma ablenkt, so erhält man das kontinuierliche Spektrum. Wenn man anstatt der glühenden, festen oder flüssigen Kugel eine bestimmte Gasflamme durch das Spektroskop leitet, so bekommt man durch das Prisma nur ein einfarbiges Linienspektrum - diskontinuierliches Spektrum - und genau von der Farbe des betreffenden Gases.
[ 25 ] Man hat nun versucht, in die Strahlen des flüssigen Körpers glühenden Dampf, zum Beispiel Natriumdampf, zu bringen, da fand man im Spektrum anstatt Gelb eine schwarze Linie; das Gelb war ausgelöscht, absorbiert. Bei dieser Gelegenheit entdeckten Kirchhoff und Bunsen 1859 das Absorptionsgesetz: «Jeder glühende Dampf löscht diejenige Lichtsorte aus, die es selbst erzeugt, und lässt alle anderen ungehindert durch sich hindurchgehen.
[ 25 ] Man hat nun versucht, in die Strahlen des flüssigen Körpers glühenden Dampf, zum Beispiel Natriumdampf, zu bringen, da fand man im Spektrum anstatt Gelb eine schwarze Linie; das Gelb war ausgelöscht, absorbiert. Bei dieser Gelegenheit entdeckten Kirchhoff und Bunsen 1859 das Absorptionsgesetz: «Jeder glühende Dampf löscht diejenige Lichtsorte aus, die es selbst erzeugt, und lässt alle anderen ungehindert durch sich hindurchgehen.
[ 26 ] Da nun ein jeder Stoff seine eigene Farbe hat, die er als Gas ausstrahlt und wieder ersetzt, indem er sie aus anderen Lichtstrahlen absorbiert, so kann man nun durch das Spektroskop jeden Stoff analysieren und sogar unbekannte Stoffe entdecken - zum Beispiel Argon in der Luft.
[ 26 ] Da nun ein jeder Stoff seine eigene Farbe hat, die er als Gas ausstrahlt und wieder ersetzt, indem er sie aus anderen Lichtstrahlen absorbiert, so kann man nun durch das Spektroskop jeden Stoff analysieren und sogar unbekannte Stoffe entdecken - zum Beispiel Argon in der Luft.
[ 27 ] So kam man auch zu der Entdeckung der dunklen Linien, die man im Sonnenspektrum fand - die sogenannten Fraunhofer’schen Linien. Man konnte so die Stoffwelt der Sonne analysieren und konstatieren, dass sie von gleicher Beschaffenheit als die unsrige ist. Der glühende Feuerball ist mit einer Atmosphäre umgeben, die durch Verdampfung der glühenden Stoffmassen erzeugt wird, und die Strahlen der flüssigen Massen gehen durch die Gasstrahlen hindurch, die ihre Farben absorbieren und dunkle Linien in dem Spektrum ergeben.
[ 27 ] So kam man auch zu der Entdeckung der dunklen Linien, die man im Sonnenspektrum fand - die sogenannten Fraunhofer’schen Linien. Man konnte so die Stoffwelt der Sonne analysieren und konstatieren, dass sie von gleicher Beschaffenheit als die unsrige ist. Der glühende Feuerball ist mit einer Atmosphäre umgeben, die durch Verdampfung der glühenden Stoffmassen erzeugt wird, und die Strahlen der flüssigen Massen gehen durch die Gasstrahlen hindurch, die ihre Farben absorbieren und dunkle Linien in dem Spektrum ergeben.
[ 28 ] Diese dunklen Linien aber ergeben ein leuchtendes Farbenband, sobald Sonnenfinsternis eintritt und der Mond den feurigen Sonnenball verdeckt.
[ 28 ] Diese dunklen Linien aber ergeben ein leuchtendes Farbenband, sobald Sonnenfinsternis eintritt und der Mond den feurigen Sonnenball verdeckt.
[ 29 ] Durch das Spektroskop wird auch der Entwicklungszustand der Sterne erkannt und der Charakter der Nebelflecken, der durch die Unzulänglichkeit des Fernrohrs zweifelhaft sein kann und die sich als weit entfernte Sterngruppen oft erwiesen haben.
[ 29 ] Durch das Spektroskop wird auch der Entwicklungszustand der Sterne erkannt und der Charakter der Nebelflecken, der durch die Unzulänglichkeit des Fernrohrs zweifelhaft sein kann und die sich als weit entfernte Sterngruppen oft erwiesen haben.
[ 30 ] Nur gasförmige Materie lässt jede Farbe durch und behält nur ihre eigene Farbe zurück. Feste und flüssige Körper absorbieren alle Farben und reflektieren nur die Farbe, welche ihre Eigenschaft ist, sei es eine natürliche oder künstlich erworbene durch Farben.
[ 30 ] Nur gasförmige Materie lässt jede Farbe durch und behält nur ihre eigene Farbe zurück. Feste und flüssige Körper absorbieren alle Farben und reflektieren nur die Farbe, welche ihre Eigenschaft ist, sei es eine natürliche oder künstlich erworbene durch Farben.
[ 31 ] Was uns als Farbe an dem Stoff erscheint, ist nur das Zurückstrahlen derjenigen Lichtstrahlen, welche ihrem Farbencharakter entspricht, alle anderen werden absorbiert.
[ 31 ] Was uns als Farbe an dem Stoff erscheint, ist nur das Zurückstrahlen derjenigen Lichtstrahlen, welche ihrem Farbencharakter entspricht, alle anderen werden absorbiert.
[ 32 ] Farbe ist die Eigenschaft des Stoffes, der lebendige Ausdruck seiner erworbenen Tätigkeit, sein Karma, und gehört dem Weltenkarma an, wie der Mensch Produkt seiner Tätigkeit, sein Karma ist, denn Karma ist Leben, ist Tätigkeit, Erworbenes.
[ 32 ] Farbe ist die Eigenschaft des Stoffes, der lebendige Ausdruck seiner erworbenen Tätigkeit, sein Karma, und gehört dem Weltenkarma an, wie der Mensch Produkt seiner Tätigkeit, sein Karma ist, denn Karma ist Leben, ist Tätigkeit, Erworbenes.
[ 33 ] Ein jeder Stoff oder Körper ist im Grunde nichts anderes als Bewegung, er hat seine eigene Vibrationsart und gibt sich nur durch seine Wirkungen kund, die er auf andere Stoffe ausübt oder durch sie erleidet. — Materie ist immer Leben und hat eine Geschichte, sie verändert sich durch Erfahrungen, wählt und leidet. Jeder einfache Stoff, den wir wahrnehmen, ist an sich sehr differenziert.
[ 33 ] Ein jeder Stoff oder Körper ist im Grunde nichts anderes als Bewegung, er hat seine eigene Vibrationsart und gibt sich nur durch seine Wirkungen kund, die er auf andere Stoffe ausübt oder durch sie erleidet. — Materie ist immer Leben und hat eine Geschichte, sie verändert sich durch Erfahrungen, wählt und leidet. Jeder einfache Stoff, den wir wahrnehmen, ist an sich sehr differenziert.
[ 34 ] Das Licht kann entweder primär — ein selbstleuchtender Körper - oder durch Reflexion polarisiert sein. Im ersteren Falle hat er seine volle Vibrationsfähigkeit noch nicht durch Berührung mit einem anderen Körper eingebüßt. Wenn man zwei Spiegel parallel zueinander stellt und in Berührung mit einem Kerzenlicht bringt, so wird das Licht zweimal in beiden Spiegeln reflektiert werden. Wenn man aber den einen Spiegel senkrecht zu dem anderen stellt und in Beziehung mit einem Kerzenlicht bringt, so wird das Spiegelbild in dem senkrechten ausgelöscht, nicht vorhanden sein.
[ 34 ] Das Licht kann entweder primär — ein selbstleuchtender Körper - oder durch Reflexion polarisiert sein. Im ersteren Falle hat er seine volle Vibrationsfähigkeit noch nicht durch Berührung mit einem anderen Körper eingebüßt. Wenn man zwei Spiegel parallel zueinander stellt und in Berührung mit einem Kerzenlicht bringt, so wird das Licht zweimal in beiden Spiegeln reflektiert werden. Wenn man aber den einen Spiegel senkrecht zu dem anderen stellt und in Beziehung mit einem Kerzenlicht bringt, so wird das Spiegelbild in dem senkrechten ausgelöscht, nicht vorhanden sein.
[ 35 ] Die Ursache ist die, dass das reflektierte Licht anders vibriert als das primäre. Dies vibriert nach allen Richtungen; so wie es nun von einem Spiegelbild aufgefangen wird, verändert dasselbe seine Schwingungsart, indem er [- der Spiegel -] alle anderen Schwingungsrichtungen durchlässt, absorbiert, und nur die parallelen, die seiner Vibrationsart entsprechen, zurückstrahlen lässt. Dieses zurückgestrahlte Licht, das nur noch nach einer Richtung schwingt, wird von dem parallelen Spiegel zurückgeworfen, von dem senkrechten aber nicht. Man nennt den ersten Spiegel den Polariseur, weil er das Licht polarisiert, und den senkrechten Analyseur, weil er das Polarisierte zeigt, indem er es auslöscht.
[ 35 ] Die Ursache ist die, dass das reflektierte Licht anders vibriert als das primäre. Dies vibriert nach allen Richtungen; so wie es nun von einem Spiegelbild aufgefangen wird, verändert dasselbe seine Schwingungsart, indem er [- der Spiegel -] alle anderen Schwingungsrichtungen durchlässt, absorbiert, und nur die parallelen, die seiner Vibrationsart entsprechen, zurückstrahlen lässt. Dieses zurückgestrahlte Licht, das nur noch nach einer Richtung schwingt, wird von dem parallelen Spiegel zurückgeworfen, von dem senkrechten aber nicht. Man nennt den ersten Spiegel den Polariseur, weil er das Licht polarisiert, und den senkrechten Analyseur, weil er das Polarisierte zeigt, indem er es auslöscht.
[ 36 ] Man bedient sich auch einer Turmalinzange, um zu untersuchen, ob ein leuchtender Körper eigenes Licht ausstrahlt oder nur Licht reflektiert. Polarisiertes Licht würde nur bei paralleler Stellung des Turmalins sich spiegeln, bei senkrechter Stellung gäbe es kein Luftbild, und bei schräger gedrehter Stellung würden die Lichtstrahlen teilweise mit dem Turmalin vibrieren, und die verschiedenen Richtungen der Vibrationen würden farbige Figuren bilden, ähnlich den chladnischen Klangfiguren. Dagegen primäres Licht würde bei jeder Stellung der Turmalinzange reflektieren. Auf diese Weise kann man Planeten und Fixsterne an ihrem Licht erkennen.
[ 36 ] Man bedient sich auch einer Turmalinzange, um zu untersuchen, ob ein leuchtender Körper eigenes Licht ausstrahlt oder nur Licht reflektiert. Polarisiertes Licht würde nur bei paralleler Stellung des Turmalins sich spiegeln, bei senkrechter Stellung gäbe es kein Luftbild, und bei schräger gedrehter Stellung würden die Lichtstrahlen teilweise mit dem Turmalin vibrieren, und die verschiedenen Richtungen der Vibrationen würden farbige Figuren bilden, ähnlich den chladnischen Klangfiguren. Dagegen primäres Licht würde bei jeder Stellung der Turmalinzange reflektieren. Auf diese Weise kann man Planeten und Fixsterne an ihrem Licht erkennen.
[ 37 ] Wenn man einen Körper zwischen [die] beiden Metallplatten der Zange bringt, so wird das verdunkelte Licht wieder leuchten, denn die Lichtschwingungen werden durch die eigenen Bewegungen des Körpers wieder reguliert.
[ 37 ] Wenn man einen Körper zwischen [die] beiden Metallplatten der Zange bringt, so wird das verdunkelte Licht wieder leuchten, denn die Lichtschwingungen werden durch die eigenen Bewegungen des Körpers wieder reguliert.
[ 38 ] Wenn man die Sonnenstrahlen ungehindert durch ein Prisma in einer Dunkelkammer auffängt, so zeigt sich auf der gegenüberliegenden Wand eine weiße Scheibe mit einem dunkleren Umkreis, und dieser Halbschatten enthält die prismatischen Farben. Die Strahlen, die durch die enge Öffnung eindringen, überschneiden sich und erscheinen an der Grenze zwischen Hell und Dunkel als Farben; so auch im Spiegelglas sieht man beim Reflektieren des Lichtes Farben.
[ 38 ] Wenn man die Sonnenstrahlen ungehindert durch ein Prisma in einer Dunkelkammer auffängt, so zeigt sich auf der gegenüberliegenden Wand eine weiße Scheibe mit einem dunkleren Umkreis, und dieser Halbschatten enthält die prismatischen Farben. Die Strahlen, die durch die enge Öffnung eindringen, überschneiden sich und erscheinen an der Grenze zwischen Hell und Dunkel als Farben; so auch im Spiegelglas sieht man beim Reflektieren des Lichtes Farben.
[ 39 ] Farbe[n sind] die Inkarnation des Lichtes, die entstehen, wenn die Lichtstrahlen durch eine Materie aufgehalten und zurückgestrahlt werden.
[ 39 ] Farbe[n sind] die Inkarnation des Lichtes, die entstehen, wenn die Lichtstrahlen durch eine Materie aufgehalten und zurückgestrahlt werden.
