Inner and Outer Evolution
GA 91
22 August 1904, Graal
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
6. Form, Leben, Bewusstsein
6. Form, Leben, Bewusstsein
[ 1 ] Wir wollen uns genau die Stellung der drei Reiche in der Natur klarmachen, den Unterschied zwischen Mineral, Pflanze und Tier.
[ 1 ] Wir wollen uns genau die Stellung der drei Reiche in der Natur klarmachen, den Unterschied zwischen Mineral, Pflanze und Tier.
[ 2 ] Beginnen wir mit dem Unterschied zwischen dem Wesen eines Minerals und dem einer Pflanze. Dabei bemerken wir, dass die Minerale, Pflanzen und Tiere unseres physischen Planes nicht maßgebend sein können für die Begriffe, die wir uns machen. Wir müssen sie uns auf höheren Planen denken. Was wir auf dem physischen Plan verfolgen können, ist Mischprodukt. Niedere Tiere nennt man vielfach «Pflanzentiere>. In den ersten Stadien waren sie noch viel verbreiteter, damals, als es keine warmblütigen Tiere gab. Sie sind jetzt so klein, die dazumal grandioser und schöner waren, weil sie verkümmert sind durch die Veränderung der Erde. Also, was heute uns begegnet, kann gegen mystische Erklärung keinen Einwand geben, weil Mischungen entstanden sind. Viele Pflanzen haben den Zug zum Tierreich.
[ 2 ] Beginnen wir mit dem Unterschied zwischen dem Wesen eines Minerals und dem einer Pflanze. Dabei bemerken wir, dass die Minerale, Pflanzen und Tiere unseres physischen Planes nicht maßgebend sein können für die Begriffe, die wir uns machen. Wir müssen sie uns auf höheren Planen denken. Was wir auf dem physischen Plan verfolgen können, ist Mischprodukt. Niedere Tiere nennt man vielfach «Pflanzentiere>. In den ersten Stadien waren sie noch viel verbreiteter, damals, als es keine warmblütigen Tiere gab. Sie sind jetzt so klein, die dazumal grandioser und schöner waren, weil sie verkümmert sind durch die Veränderung der Erde. Also, was heute uns begegnet, kann gegen mystische Erklärung keinen Einwand geben, weil Mischungen entstanden sind. Viele Pflanzen haben den Zug zum Tierreich.
[ 3 ] Wir wollen uns nun den Unterschied zwischen richtigem Mineral, Pflanze und Tier klarmachen.
[ 3 ] Wir wollen uns nun den Unterschied zwischen richtigem Mineral, Pflanze und Tier klarmachen.
[ 4 ] Betrachten wir Kochsalz, um zu wissen, was ein Mineral ist. Wir kennen es pulverisiert und als wunderschönen, durchsichtigen Würfel. Diese Würfel bilden sich von selbst, wenn wir Kochsalz in absolut ruhiges warmes Wasser geben. Kochsalz ist also ein Körper, der von Natur aus nicht formlos ist, sondern eine bestimmte Form hat, die des Würfels; das ist die natürliche Form des Minerals. Kochsalz besteht aus zwei Stoffen: Natrium, ein weißes Metall, wenn es frei ist, und Chlor, ein Gas, wenn es frei ist. Am Natrium und Chlor müssen die Kräfte sitzen, die, wenn sie zusammenkommen, den Kristall bilden. Bergkristall besteht aus Silicium und Sauerstoff, bildet einen Hexagon. Pyrit - [Eisen] und Schwefel — chemisch verbunden, bilden einen Oktaeder [oder auch einen Würfel]. Die Form ist die Gestalt, welche einem bestimmten Stoffe gegeben wird. Das Mineral hat Form. Nehmen wir einen Hammer und zerklopfen den Hexaeder, verpulverisieren ihn, dann ist der Salzwürfel zu Ende, und dieselben Kräfte müssen neu die betreffende Form bilden. Es ist keine Rede, dass der Würfel über sich selbst [hinaus] ein bestimmtes Dasein hätte.
[ 4 ] Betrachten wir Kochsalz, um zu wissen, was ein Mineral ist. Wir kennen es pulverisiert und als wunderschönen, durchsichtigen Würfel. Diese Würfel bilden sich von selbst, wenn wir Kochsalz in absolut ruhiges warmes Wasser geben. Kochsalz ist also ein Körper, der von Natur aus nicht formlos ist, sondern eine bestimmte Form hat, die des Würfels; das ist die natürliche Form des Minerals. Kochsalz besteht aus zwei Stoffen: Natrium, ein weißes Metall, wenn es frei ist, und Chlor, ein Gas, wenn es frei ist. Am Natrium und Chlor müssen die Kräfte sitzen, die, wenn sie zusammenkommen, den Kristall bilden. Bergkristall besteht aus Silicium und Sauerstoff, bildet einen Hexagon. Pyrit - [Eisen] und Schwefel — chemisch verbunden, bilden einen Oktaeder [oder auch einen Würfel]. Die Form ist die Gestalt, welche einem bestimmten Stoffe gegeben wird. Das Mineral hat Form. Nehmen wir einen Hammer und zerklopfen den Hexaeder, verpulverisieren ihn, dann ist der Salzwürfel zu Ende, und dieselben Kräfte müssen neu die betreffende Form bilden. Es ist keine Rede, dass der Würfel über sich selbst [hinaus] ein bestimmtes Dasein hätte.
[ 5 ] Das Mineral ist ein Naturwesen, dessen Form immer neu durch die allgemeinen Naturkräfte belebt wird.
[ 5 ] Das Mineral ist ein Naturwesen, dessen Form immer neu durch die allgemeinen Naturkräfte belebt wird.
[ 6 ] Auch die Pflanze hat eine bestimmte Form, natürlich nicht so geometrisch; aber ausgesprochen bei Lilie, Eiche, Nelke und anderen. Es ist ein Grundtypus da, mit Abänderungen für jede einzelne. Wir finden, dass diese Form auf ganz andere Art entsteht als im Mineral, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, einige Salze etc. aus Luft und Boden aufnehmend. Wenn wir auf ähnliche Weise [wie beim Mineral] versuchen würden, eine Pflanze herzustellen, so würde das natürlich nicht gelingen. Das Mineral entsteht aus der allgemeinen Naturkraft; die Pflanze erhält ihre Form durch Abstammung von einer andern Pflanze. Und zwar ist diese Form, die die Pflanze erhält, im Augenblick, in dem sie anfängt, im kleinen Samenkorn enthalten. Wo es keine Naturkräfte findet, welche die Form herauszaubern, zum Beispiel auf schlechtem Boden, da würde nichts kommen; aber auch ohne Samenkorn nichts. Die Pflanze ist ein Naturwesen, dessen Form immer von einer schon bestehenden Form gebildet wird. Das Samenkorn wäre tot ohne allgemeine belebende Naturkräfte: Es muss zur Form hinzutreten das Leben. Die Pflanze muss abfallen vom Stamm, aus dem allgemeinen Leben ihr Leben herausnehmen. Sie ist ein Naturwesen, dessen Leben immer neu durch das allgemeine universelle Naturleben gebildet wird.
[ 6 ] Auch die Pflanze hat eine bestimmte Form, natürlich nicht so geometrisch; aber ausgesprochen bei Lilie, Eiche, Nelke und anderen. Es ist ein Grundtypus da, mit Abänderungen für jede einzelne. Wir finden, dass diese Form auf ganz andere Art entsteht als im Mineral, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, einige Salze etc. aus Luft und Boden aufnehmend. Wenn wir auf ähnliche Weise [wie beim Mineral] versuchen würden, eine Pflanze herzustellen, so würde das natürlich nicht gelingen. Das Mineral entsteht aus der allgemeinen Naturkraft; die Pflanze erhält ihre Form durch Abstammung von einer andern Pflanze. Und zwar ist diese Form, die die Pflanze erhält, im Augenblick, in dem sie anfängt, im kleinen Samenkorn enthalten. Wo es keine Naturkräfte findet, welche die Form herauszaubern, zum Beispiel auf schlechtem Boden, da würde nichts kommen; aber auch ohne Samenkorn nichts. Die Pflanze ist ein Naturwesen, dessen Form immer von einer schon bestehenden Form gebildet wird. Das Samenkorn wäre tot ohne allgemeine belebende Naturkräfte: Es muss zur Form hinzutreten das Leben. Die Pflanze muss abfallen vom Stamm, aus dem allgemeinen Leben ihr Leben herausnehmen. Sie ist ein Naturwesen, dessen Leben immer neu durch das allgemeine universelle Naturleben gebildet wird.
[ 7 ] Vergleichen wir von diesem Gesichtspunkt aus: Das Mineral nimmt für sich nichts in Anspruch als die Form, es lässt das Leben dem allgemeinen Leben.
[ 7 ] Vergleichen wir von diesem Gesichtspunkt aus: Das Mineral nimmt für sich nichts in Anspruch als die Form, es lässt das Leben dem allgemeinen Leben.
[ 8 ] Die Pflanze besondert Form und Leben, und zwar so, dass sich die Form überträgt von der früheren Form.
[ 8 ] Die Pflanze besondert Form und Leben, und zwar so, dass sich die Form überträgt von der früheren Form.
[ 9 ] Drittens: Wenn wir das Tierleben betrachten, finden wir, dass es Form hat und Leben. Das Leben ist beim Tier etwas anders als bei der Pflanze. Beim Tier wird in der Regel das Leben nicht unmittelbar an dem universellen Leben entwickelt, sondern zum Leben eines Tieres ist das Leben eines vorhergehenden Tieres ebenso notwendig wie bei der Pflanzenform die Form der vorhergehenden Pflanze. Schon bei den Vögeln wird zwar der Nachkomme nicht im Körper ausgebildet, aber es ist wenigstens die Lebenswärme des vorhergehenden Tieres notwendig, also das besondere Leben. Das Tier ist ein Naturwesen, dessen Leben immer von einem schon bestehenden Leben gebildet wird. Vererbung des Lebens, wie bei der Pflanze [Vererbung] der Form. Zu Form und Leben kommt beim Tier etwas hinzu, das wir uns klarmachen müssen an dem Verhalten des Tieres zur Außenwelt. Das Leben einer Pflanze ist nur von sich selbst abhängig, die Kraft liegt in der Pflanze selbst. Das Tier richtet sich nach den Verhältnissen. Es hat Leben, Willkür. Die Pflanze zieht Nahrung zu sich, das Tier geht hin. Es entwickelt sich, was bei der Pflanze nicht sein kann: das Verlangen. Das muss bei jedem Tier neu ausgebildet werden, weil es ja dem Wesen selbst gegenübertritt. Das Tier ist ein Naturwesen, dessen Verlangen immer neu durch allgemeine oder universelle Naturverhältnisse gebildet wird. Das Mineral beansprucht nur die Form, überlässt das Leben dem AllLeben, dessen Ausdruck es ist, und weiß nichts vom Verlangen. Die Pflanze saugt aus dem allgemeinen Leben je für sich ein besonderes Leben. Beim Tier haben wir alle drei in Sonderheit: Form, Leben, Verlangen. Das Tier saugt für sich aus dem universellen Verlangen ein besonderes — Daseinsverlangen.
[ 9 ] Drittens: Wenn wir das Tierleben betrachten, finden wir, dass es Form hat und Leben. Das Leben ist beim Tier etwas anders als bei der Pflanze. Beim Tier wird in der Regel das Leben nicht unmittelbar an dem universellen Leben entwickelt, sondern zum Leben eines Tieres ist das Leben eines vorhergehenden Tieres ebenso notwendig wie bei der Pflanzenform die Form der vorhergehenden Pflanze. Schon bei den Vögeln wird zwar der Nachkomme nicht im Körper ausgebildet, aber es ist wenigstens die Lebenswärme des vorhergehenden Tieres notwendig, also das besondere Leben. Das Tier ist ein Naturwesen, dessen Leben immer von einem schon bestehenden Leben gebildet wird. Vererbung des Lebens, wie bei der Pflanze [Vererbung] der Form. Zu Form und Leben kommt beim Tier etwas hinzu, das wir uns klarmachen müssen an dem Verhalten des Tieres zur Außenwelt. Das Leben einer Pflanze ist nur von sich selbst abhängig, die Kraft liegt in der Pflanze selbst. Das Tier richtet sich nach den Verhältnissen. Es hat Leben, Willkür. Die Pflanze zieht Nahrung zu sich, das Tier geht hin. Es entwickelt sich, was bei der Pflanze nicht sein kann: das Verlangen. Das muss bei jedem Tier neu ausgebildet werden, weil es ja dem Wesen selbst gegenübertritt. Das Tier ist ein Naturwesen, dessen Verlangen immer neu durch allgemeine oder universelle Naturverhältnisse gebildet wird. Das Mineral beansprucht nur die Form, überlässt das Leben dem AllLeben, dessen Ausdruck es ist, und weiß nichts vom Verlangen. Die Pflanze saugt aus dem allgemeinen Leben je für sich ein besonderes Leben. Beim Tier haben wir alle drei in Sonderheit: Form, Leben, Verlangen. Das Tier saugt für sich aus dem universellen Verlangen ein besonderes — Daseinsverlangen.
[ 10 ] Wo keine Form ist, ist kein Stein; das Mineral beansprucht nichts als das, ist für sich nur Atma und lässt in der Natur das allgemeine Leben — Budhi —- und Manas. Das Verlangen, den Trieb zum Dasein, zur Manifestation, nennt man Manas.
[ 10 ] Wo keine Form ist, ist kein Stein; das Mineral beansprucht nichts als das, ist für sich nur Atma und lässt in der Natur das allgemeine Leben — Budhi —- und Manas. Das Verlangen, den Trieb zum Dasein, zur Manifestation, nennt man Manas.
[ 11 ] Die Pflanze nimmt für sich Atma und sondert aus für sich noch Budhi, lässt in der Natur Manas.
[ 11 ] Die Pflanze nimmt für sich Atma und sondert aus für sich noch Budhi, lässt in der Natur Manas.
[ 12 ] Das Tier nimmt alle drei für sich in Anspruch: Atma, Budhi, Manas.
[ 12 ] Das Tier nimmt alle drei für sich in Anspruch: Atma, Budhi, Manas.
[ 13 ] Atma als Form in Sonderheit heißt Prana. Das allgemeine Manas als Eigenschaft des besonderen Lebens heißt Kama. Kama ist also Manas, für ein besonderes Wesen in Anspruch genommen, auf ein Besonderes ausgeteilt. Bei den Pflanzen, die schon eine ähnliche Samenart haben wie das Tier, sieht man schon eine astrale Aura, bei den einfachen nicht. Beim höheren Tier flutet schon Kama im Astralen. Die physische Natur des Minerals ist daher im Wesentlichen nichts anderes als Kraftwirkung; dagegen ist die physische Natur der Pflanze der Stoff, aus dem die Zelle gebildet ist, Quellstoff oder Plasma. Dieses Plasma wird erst dann, wenn es mit Kama durchdrungen ist, mit der Fähigkeit begabt, Fleisch zu sein. Die physische Natur des Tieres ist Fleisch. Plasma und Fleisch: Im Grunde sind es dieselben Stoffe. Wodurch unterscheiden sich also Kraftwirkungen? Plasma werden die Stoffe dadurch, dass sie von Leben durchquollen sind; Fleisch dadurch, dass sie von Leben und Kama durchquollen werden.
[ 13 ] Atma als Form in Sonderheit heißt Prana. Das allgemeine Manas als Eigenschaft des besonderen Lebens heißt Kama. Kama ist also Manas, für ein besonderes Wesen in Anspruch genommen, auf ein Besonderes ausgeteilt. Bei den Pflanzen, die schon eine ähnliche Samenart haben wie das Tier, sieht man schon eine astrale Aura, bei den einfachen nicht. Beim höheren Tier flutet schon Kama im Astralen. Die physische Natur des Minerals ist daher im Wesentlichen nichts anderes als Kraftwirkung; dagegen ist die physische Natur der Pflanze der Stoff, aus dem die Zelle gebildet ist, Quellstoff oder Plasma. Dieses Plasma wird erst dann, wenn es mit Kama durchdrungen ist, mit der Fähigkeit begabt, Fleisch zu sein. Die physische Natur des Tieres ist Fleisch. Plasma und Fleisch: Im Grunde sind es dieselben Stoffe. Wodurch unterscheiden sich also Kraftwirkungen? Plasma werden die Stoffe dadurch, dass sie von Leben durchquollen sind; Fleisch dadurch, dass sie von Leben und Kama durchquollen werden.
[ 14 ] Form, Leben, Bewusstsein sind drei Aspekte in der Natur; verteilen sich im Wesentlichen auf Mineral, Tier und Pflanze.
[ 14 ] Form, Leben, Bewusstsein sind drei Aspekte in der Natur; verteilen sich im Wesentlichen auf Mineral, Tier und Pflanze.
