Inner and Outer Evolution
GA 91
? August 1904, Graal
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
7. Die drei Naturreiche
7. Die drei Naturreiche
[ 1 ] Wir wollen uns in Beziehung auf die drei Naturreiche noch einige Fragen vorlegen. Wir wissen, dass jedes Wesen durch diese drei Reiche durchgehen muss. Jedem Mineral gehört die Form; aus diesem geformten Naturwesen soll die Pflanze entstehen. Wenn es in derselben Richtung sich weiterentwickeln würde, ohne neuen Antrieb, so bliebe es natürlich immer Mineral — höchstens könnte es als Mineral vollkommener werden.
[ 1 ] Wir wollen uns in Beziehung auf die drei Naturreiche noch einige Fragen vorlegen. Wir wissen, dass jedes Wesen durch diese drei Reiche durchgehen muss. Jedem Mineral gehört die Form; aus diesem geformten Naturwesen soll die Pflanze entstehen. Wenn es in derselben Richtung sich weiterentwickeln würde, ohne neuen Antrieb, so bliebe es natürlich immer Mineral — höchstens könnte es als Mineral vollkommener werden.
[ 2 ] Soll aus dem Mineral eine Pflanze werden, muss dieses Mineral die besondere Kraft zum Pflanzendasein erwerben — die Fähigkeiten, die Organe bilden, um dieses individuelle Leben in sich einzuziehen. Nun bleibt es aber zunächst Mineral; es wird noch immer die Eigenschaft behalten, dass, wenn die Naturkräfte überwunden sind, es zerfällt. Die Form, die es schon hat, kann es nicht auf ein neues Individuum übertragen. Seine Form und die neu errungenen Organe muss es einbeziehen und in einen Keimzustand übergeben. Wenn es nun neuerdings zum Leben übergeht, hat es zu seiner früheren Eigenschaft, Form zu haben, eine neue hinzuerworben, Leben einzuatmen, und wenn es jetzt in Keimzustand übergeht, dies Leben in das seine einzuziehen. Jetzt haben wir pflanzliches Wesen. Das Mineral hat zu seinem eigenen Wesen, das darinnen besteht, Form zu haben, die neue Eigenschaft, Leben zu haben, hinzugefügt. Dies ist das Wesen einer Runde oder eines Zyklus.
[ 2 ] Soll aus dem Mineral eine Pflanze werden, muss dieses Mineral die besondere Kraft zum Pflanzendasein erwerben — die Fähigkeiten, die Organe bilden, um dieses individuelle Leben in sich einzuziehen. Nun bleibt es aber zunächst Mineral; es wird noch immer die Eigenschaft behalten, dass, wenn die Naturkräfte überwunden sind, es zerfällt. Die Form, die es schon hat, kann es nicht auf ein neues Individuum übertragen. Seine Form und die neu errungenen Organe muss es einbeziehen und in einen Keimzustand übergeben. Wenn es nun neuerdings zum Leben übergeht, hat es zu seiner früheren Eigenschaft, Form zu haben, eine neue hinzuerworben, Leben einzuatmen, und wenn es jetzt in Keimzustand übergeht, dies Leben in das seine einzuziehen. Jetzt haben wir pflanzliches Wesen. Das Mineral hat zu seinem eigenen Wesen, das darinnen besteht, Form zu haben, die neue Eigenschaft, Leben zu haben, hinzugefügt. Dies ist das Wesen einer Runde oder eines Zyklus.
[ 3 ] Indem das Pflanzenwesen weiterschreitet, nimmt es das Kama aus der Umgebung, bildet sich Organe. Wir haben pflanzliches Wesen mit der Fähigkeit, Verlangen aufzunehmen, aber dies Wesen, das zwar Verlangen aufnehmen kann, kann es nicht in sich behalten. Es fließt Verlangen ein und aus. Dies geht wieder in den Keimzustand über, und nach der Neubelebung bildet sich tierisches Wesen. Das ist der Prozess eines Zyklus.
[ 3 ] Indem das Pflanzenwesen weiterschreitet, nimmt es das Kama aus der Umgebung, bildet sich Organe. Wir haben pflanzliches Wesen mit der Fähigkeit, Verlangen aufzunehmen, aber dies Wesen, das zwar Verlangen aufnehmen kann, kann es nicht in sich behalten. Es fließt Verlangen ein und aus. Dies geht wieder in den Keimzustand über, und nach der Neubelebung bildet sich tierisches Wesen. Das ist der Prozess eines Zyklus.
[ 4 ] Nun würde ein Mineral immer Mineral bleiben, wenn kein Antrieb sich um dasselbe kümmern würde, Es muss sich etwas um das Mineral kümmern, damit dies alles entsteht, und das ist die monadische Essenz. Sie ist das treibende Element. Würde sie nur den Trieb haben, Pflanze zu sein, würde es hier aufhören. So hoch das Wesen sich entwickeln soll, so hoch muss der Trieb schon sein. Kein Mineral kann in ein Höheres hinaufrücken, als es schon der Anlage nach in sich hat. Das Mineral, das später Pflanze wird, ist schon der Anlage nach Pflanze, latente Pflanze. Das Mineral, das später Tier wird, ist schon latentes Tier. Wir können auch sagen: Das Mineral, das später Pflanze wird, ist dem Geiste nach schon Pflanze; das Mineral, das später Tier wird, ist dem Geiste nach immer Tier gewesen; es war nur nicht der physischen Wirklichkeit nach Tier, sondern Mineral. Jedes Wesen, aus dem etwas wird, muss einen unsichtbaren Geisteskern in sich haben. Was wir jetzt ein Mineral nennen, ist nicht wie Mineralien von dazumal: Jedes hatte einen astralen Körper. Jetzt hat es keinen, befindet sich in einer Sackgasse. Wenn wir davon reden, dass der Mensch einmal durch das Mineralreich gegangen ist, so ist das nicht so zu verstehen, dass er Mineral war wie die heutigen Mineralien; wir dürfen niemals sagen, dass der Mensch Mineral, Pflanze, Tier war wie heute. Daraus folgt: Der Mensch war niemals etwas anderes als Mensch, er hat nur in vorhergehenden Evolutionsperioden immer Teile seiner vollen Wirklichkeit entwickelt, die physischen Teile, und die geistigen hat er zurückbehalten.
[ 4 ] Nun würde ein Mineral immer Mineral bleiben, wenn kein Antrieb sich um dasselbe kümmern würde, Es muss sich etwas um das Mineral kümmern, damit dies alles entsteht, und das ist die monadische Essenz. Sie ist das treibende Element. Würde sie nur den Trieb haben, Pflanze zu sein, würde es hier aufhören. So hoch das Wesen sich entwickeln soll, so hoch muss der Trieb schon sein. Kein Mineral kann in ein Höheres hinaufrücken, als es schon der Anlage nach in sich hat. Das Mineral, das später Pflanze wird, ist schon der Anlage nach Pflanze, latente Pflanze. Das Mineral, das später Tier wird, ist schon latentes Tier. Wir können auch sagen: Das Mineral, das später Pflanze wird, ist dem Geiste nach schon Pflanze; das Mineral, das später Tier wird, ist dem Geiste nach immer Tier gewesen; es war nur nicht der physischen Wirklichkeit nach Tier, sondern Mineral. Jedes Wesen, aus dem etwas wird, muss einen unsichtbaren Geisteskern in sich haben. Was wir jetzt ein Mineral nennen, ist nicht wie Mineralien von dazumal: Jedes hatte einen astralen Körper. Jetzt hat es keinen, befindet sich in einer Sackgasse. Wenn wir davon reden, dass der Mensch einmal durch das Mineralreich gegangen ist, so ist das nicht so zu verstehen, dass er Mineral war wie die heutigen Mineralien; wir dürfen niemals sagen, dass der Mensch Mineral, Pflanze, Tier war wie heute. Daraus folgt: Der Mensch war niemals etwas anderes als Mensch, er hat nur in vorhergehenden Evolutionsperioden immer Teile seiner vollen Wirklichkeit entwickelt, die physischen Teile, und die geistigen hat er zurückbehalten.
[ 5 ] Er war immer in höherer geistiger Weise vorhanden; nur entwickelt er [sich] in der ersten Runde sichtbar im Mineral, [in der] zweiten Runde sichtbar im Pflanzenreich, [in der] dritten Runde sichtbar im Tierreich und [ist] erst in der vierten Runde auch als Mensch sichtbar.
[ 5 ] Er war immer in höherer geistiger Weise vorhanden; nur entwickelt er [sich] in der ersten Runde sichtbar im Mineral, [in der] zweiten Runde sichtbar im Pflanzenreich, [in der] dritten Runde sichtbar im Tierreich und [ist] erst in der vierten Runde auch als Mensch sichtbar.
[ 6 ] Der landläufige Darwinismus sagt: Früher war Mineral, dann Pflanze, dann Tier. Und er erklärt, dass der Mensch hervorgegangen ist aus diesen Dreien. So sieht es aus von einem äußerlichen Gesichtspunkt, für denjenigen, der das Unsichtbare nicht sieht. Der Darwinismus ist eine Halbheit; wenn er aber erkannt wird in seiner richtigen Bedeutung, hat er seinen guten Sinn. Beim Absteigen wird das, was als Fähigkeit erworben ist, in das Wesen aufgenommen. Jetzt sind wir in der aufsteigenden Linie und müssen neue Fähigkeiten erwerben. Das Gedächtnis entwickelt sich, wie wir wissen, bei den Atlantiern. Da fängt der Mensch an, aufzusaugen, was er durch die Vorstellungen empfängt. Die während des aufsteigenden Bogens errungenen Fähigkeiten sind beim absteigenden Bogen neue Teile der Wesenheit. Und da seit der Mitte der atlantischen Zeit der aufsteigende Bogen begonnen ist und auf diesem aufsteigenden Bogen das Denken als Fähigkeit immer mehr entwickelt wird, so wird in der nächsten Runde während des absteigenden Bogens das Denken in der Wesenheit des Menschen aufgenommen sein.
[ 6 ] Der landläufige Darwinismus sagt: Früher war Mineral, dann Pflanze, dann Tier. Und er erklärt, dass der Mensch hervorgegangen ist aus diesen Dreien. So sieht es aus von einem äußerlichen Gesichtspunkt, für denjenigen, der das Unsichtbare nicht sieht. Der Darwinismus ist eine Halbheit; wenn er aber erkannt wird in seiner richtigen Bedeutung, hat er seinen guten Sinn. Beim Absteigen wird das, was als Fähigkeit erworben ist, in das Wesen aufgenommen. Jetzt sind wir in der aufsteigenden Linie und müssen neue Fähigkeiten erwerben. Das Gedächtnis entwickelt sich, wie wir wissen, bei den Atlantiern. Da fängt der Mensch an, aufzusaugen, was er durch die Vorstellungen empfängt. Die während des aufsteigenden Bogens errungenen Fähigkeiten sind beim absteigenden Bogen neue Teile der Wesenheit. Und da seit der Mitte der atlantischen Zeit der aufsteigende Bogen begonnen ist und auf diesem aufsteigenden Bogen das Denken als Fähigkeit immer mehr entwickelt wird, so wird in der nächsten Runde während des absteigenden Bogens das Denken in der Wesenheit des Menschen aufgenommen sein.
[ 7 ] Die Upanischaden rechnen eine Runde als Tag des Brahma. «Was du heute denkst, das wirst du morgen sein.» Das gilt für den Menschen in seiner gegenwärtigen Runde. So können wir uns vorstellen den rhythmischen Gang der Welt, dass ein Wesen aus der Umwelt oder universalen Welt ein Element einsaugt und dann an die Außenwelt abgibt. Der Mensch saugt Denken auf — er wird in der nächsten Runde den Gedanken von sich aussenden. Während der einen Hälfte der Runde saugt ein Wesen das ein, was es während der nächsten ausgibt. Deshalb bezeichnet die esoterische Philosophie eine ganze Runde als ein Ein- und Ausatmen des höchsten Wesens. «Brahma atmet eine Welt ein und aus.»
[ 7 ] Die Upanischaden rechnen eine Runde als Tag des Brahma. «Was du heute denkst, das wirst du morgen sein.» Das gilt für den Menschen in seiner gegenwärtigen Runde. So können wir uns vorstellen den rhythmischen Gang der Welt, dass ein Wesen aus der Umwelt oder universalen Welt ein Element einsaugt und dann an die Außenwelt abgibt. Der Mensch saugt Denken auf — er wird in der nächsten Runde den Gedanken von sich aussenden. Während der einen Hälfte der Runde saugt ein Wesen das ein, was es während der nächsten ausgibt. Deshalb bezeichnet die esoterische Philosophie eine ganze Runde als ein Ein- und Ausatmen des höchsten Wesens. «Brahma atmet eine Welt ein und aus.»
[ 8 ] Es ist nicht ein bloßer Vergleich; was ursprünglich gelehrt wurde, ist der Weltprozess. Die ersten Lehrer haben diese großen Wahrheiten gelehrt — der Mensch hat später seine kleineren Erkenntnisse darangerankt. Der Makrokosmos war zuerst da, die große Natur — dann der Mikrokosmos, die kleine Natur.
[ 8 ] Es ist nicht ein bloßer Vergleich; was ursprünglich gelehrt wurde, ist der Weltprozess. Die ersten Lehrer haben diese großen Wahrheiten gelehrt — der Mensch hat später seine kleineren Erkenntnisse darangerankt. Der Makrokosmos war zuerst da, die große Natur — dann der Mikrokosmos, die kleine Natur.
[ 9 ] Das Wissen der früheren Zeit bezog sich auf die höhere Welt (Brahma atmet ein und aus). Nach dieser geoffenbarten kosmischen Wahrheit benannte man später den Prozess, den man am Menschen bemerkte als Ein- und Ausatmen. Dann haben die Menschen den kosmischen Prozess vergessen und hielten die Benennung mehr für eine bildliche.
[ 9 ] Das Wissen der früheren Zeit bezog sich auf die höhere Welt (Brahma atmet ein und aus). Nach dieser geoffenbarten kosmischen Wahrheit benannte man später den Prozess, den man am Menschen bemerkte als Ein- und Ausatmen. Dann haben die Menschen den kosmischen Prozess vergessen und hielten die Benennung mehr für eine bildliche.
[ 10 ] Noch die Griechen haben ihr Wissen nicht zurückgeführt auf Erfahrung, sondern auf die Offenbarung höherer Wesen.
[ 10 ] Noch die Griechen haben ihr Wissen nicht zurückgeführt auf Erfahrung, sondern auf die Offenbarung höherer Wesen.
[ 11 ] Wenn wir die Evolution uns vor Augen halten, finden wir, dass der Mensch so recht aufsteigend ist seit der atlantischen Zeit. Die Ursemiten sind vom Gedächtnis zum kombinierenden Denken übergegangen. Die arische, die fünfte Wurzelrasse, musste das Denken ausbilden — Wirken von Manas auf Kama. Richtige Gedanken haben auf den Astralkörper eine Wirkung wie höhere Naturkräfte. Am Ende der Runde muss der Astralkörper ausgebildet sein. Am Ende der fünften Rasse muss der Astralkörper regelmäßig ausgebildet sein. In der sechsten Wurzelrasse wird die soziale Liebe ausgebildet sein und der Astralkörper muss veredelt sein; der Zug nach oben, nach dem Geistigen, wird die Errungenschaft sein. Und am Ende der siebten wird er völlig gereinigt sein.
[ 11 ] Wenn wir die Evolution uns vor Augen halten, finden wir, dass der Mensch so recht aufsteigend ist seit der atlantischen Zeit. Die Ursemiten sind vom Gedächtnis zum kombinierenden Denken übergegangen. Die arische, die fünfte Wurzelrasse, musste das Denken ausbilden — Wirken von Manas auf Kama. Richtige Gedanken haben auf den Astralkörper eine Wirkung wie höhere Naturkräfte. Am Ende der Runde muss der Astralkörper ausgebildet sein. Am Ende der fünften Rasse muss der Astralkörper regelmäßig ausgebildet sein. In der sechsten Wurzelrasse wird die soziale Liebe ausgebildet sein und der Astralkörper muss veredelt sein; der Zug nach oben, nach dem Geistigen, wird die Errungenschaft sein. Und am Ende der siebten wird er völlig gereinigt sein.
[ 12 ] Sechste Rasse: Läuterung, Veredelung von Kama-Manas,
[ 12 ] Sechste Rasse: Läuterung, Veredelung von Kama-Manas,
[ 13 ] Siebte Rasse: Geläutertes Kama-Manas.
[ 13 ] Siebte Rasse: Geläutertes Kama-Manas.
[ 14 ] Dadurch, dass der Mensch in dieser Weise aufrückt, ist er fähig, nach und nach sich Fähigkeiten für höhere Welten zu erwerben. Diese Welten, zu denen der Mensch eine Art idealen Bezug sich erwirbt, nennt man:
[ 14 ] Dadurch, dass der Mensch in dieser Weise aufrückt, ist er fähig, nach und nach sich Fähigkeiten für höhere Welten zu erwerben. Diese Welten, zu denen der Mensch eine Art idealen Bezug sich erwirbt, nennt man:
Bhurloka vierte Rasse
Bhuvarloka fünfte Rasse
Svarloka sechste Rasse
Maharloka siebte Rasse
Bhurloka vierte Rasse
Bhuvarloka fünfte Rasse
Svarloka sechste Rasse
Maharloka siebte Rasse
[ 15 ] Diese vier Welten gibt es wirklich, die himmlischen Welten, zu denen wir die irdische bilden. Während der aufsteigenden Evolutionsepoche werden sie als Anlage in den Menschen entwickelt.
[ 15 ] Diese vier Welten gibt es wirklich, die himmlischen Welten, zu denen wir die irdische bilden. Während der aufsteigenden Evolutionsepoche werden sie als Anlage in den Menschen entwickelt.
