Inner and Outer Evolution
GA 91
10 September 1904, Graal
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
15. Begriffe von Übergängen von der atlantischen zu unserer Rasse
15. Begriffe von Übergängen von der atlantischen zu unserer Rasse
[ 1 ] Nehmen wir Begriffe vergleichsweise vom Menschen selbst. Wenn Sie etwas sagen zu Ihrer Schwester, können Sie in diesem Mitteilen drei aufeinanderfolgende Stufen unterscheiden. Erstens: ein dunkles Gefühl, dass Sie etwas sagen [wollen], zum Beispiel etwas Liebes; das Zweite ist der Gedanke, wie Sie mitteilen wollen dies Gefühl, davon weiß der andere nicht; drittens, wenn man den Gedanken ausdrückt durch das Wort. Also drei Stufen: Gefühl, Gedanke, Wort. Gefühl lebte ganz im Innern. Der Gedanke kleidet Ihr Gefühl in eine solche Form, dass sich dies Gefühl ausdrücken kann, und erst das Wort ist wirklicher Ausdruck davon. Da geht etwas in Ihnen vor. Sie sagen, wenn Sie diese drei Zustände charakterisieren: Ich fühle, ich denke, ich worte.
[ 1 ] Nehmen wir Begriffe vergleichsweise vom Menschen selbst. Wenn Sie etwas sagen zu Ihrer Schwester, können Sie in diesem Mitteilen drei aufeinanderfolgende Stufen unterscheiden. Erstens: ein dunkles Gefühl, dass Sie etwas sagen [wollen], zum Beispiel etwas Liebes; das Zweite ist der Gedanke, wie Sie mitteilen wollen dies Gefühl, davon weiß der andere nicht; drittens, wenn man den Gedanken ausdrückt durch das Wort. Also drei Stufen: Gefühl, Gedanke, Wort. Gefühl lebte ganz im Innern. Der Gedanke kleidet Ihr Gefühl in eine solche Form, dass sich dies Gefühl ausdrücken kann, und erst das Wort ist wirklicher Ausdruck davon. Da geht etwas in Ihnen vor. Sie sagen, wenn Sie diese drei Zustände charakterisieren: Ich fühle, ich denke, ich worte.
[ 2 ] So lebt sich, was im Innern ist, vom Ich nach auswärts: Sie fühlen, denken, worten. Nachdem wir uns diese drei Begriffe einmal angeeignet, wollen wir uns noch einen anderen Begriff aneignen. Ein Mensch oder Tier sieht einen Apfel, er beißt in den Apfel hinein, weil er oder es Verlangen hatte nach Apfel. Was dazu treibt, hineinzubeißen, nennen wir Kama — Körper des Verlangens. Hätte das Tier kein Kama, würde es vorbeigehen. Würde ein Tier sich ausdrücken können, würde es sagen: Ich verlange nach dem Apfel. Sehen wir vom Tier ab und auf den Apfel: Der hat sicher kein Verlangen, verzehrt zu werden. Sie können daher das, was im Tiere vorgeht, vom Standpunkt des Tieres dadurch ausdrücken, dass Sie sagen: Ich verlange. Das können Sie nicht vom Apfel sagen. Kehren wir den Fall um. Denken wir, ein Apfel wäre das bewusste Lebewesen und blickte auf das Tier hin und drückte das ganze Verlangen [des Tieres] aus, würde Apfel vom Tiere sagen: Es verlangt. Das ist eine Tatsache von zwei Gesichtspunkten ausgedrückt: «Ich verlange.» — Standpunkt des Tieres. «Es verlangt.» — Standpunkt der Pflanze.
[ 2 ] So lebt sich, was im Innern ist, vom Ich nach auswärts: Sie fühlen, denken, worten. Nachdem wir uns diese drei Begriffe einmal angeeignet, wollen wir uns noch einen anderen Begriff aneignen. Ein Mensch oder Tier sieht einen Apfel, er beißt in den Apfel hinein, weil er oder es Verlangen hatte nach Apfel. Was dazu treibt, hineinzubeißen, nennen wir Kama — Körper des Verlangens. Hätte das Tier kein Kama, würde es vorbeigehen. Würde ein Tier sich ausdrücken können, würde es sagen: Ich verlange nach dem Apfel. Sehen wir vom Tier ab und auf den Apfel: Der hat sicher kein Verlangen, verzehrt zu werden. Sie können daher das, was im Tiere vorgeht, vom Standpunkt des Tieres dadurch ausdrücken, dass Sie sagen: Ich verlange. Das können Sie nicht vom Apfel sagen. Kehren wir den Fall um. Denken wir, ein Apfel wäre das bewusste Lebewesen und blickte auf das Tier hin und drückte das ganze Verlangen [des Tieres] aus, würde Apfel vom Tiere sagen: Es verlangt. Das ist eine Tatsache von zwei Gesichtspunkten ausgedrückt: «Ich verlange.» — Standpunkt des Tieres. «Es verlangt.» — Standpunkt der Pflanze.
[ 3 ] Denken Sie, beide Wesenheiten — Tier und Apfel — folgen dem, was wir ausgesprochen haben. Wenn ein Tier folgt, schafft es sich eine Befriedigung; verwirklicht sich das, wovon der Apfel sagt ‹Es verlangt›, verschafft der Apfel sich keine Befriedigung. Im Gegenteil: Er gibt sich hin. Dasjenige, was ‹es› sagt und sich dem entsprechend verhält, opfert sich; was ‹ich› sagt, befriedigt sich. Deshalb sagt die esoterische Lehre, dass der Mensch das niedere Ich in sein höheres Ich umkehrt, wenn aus ‹Ich› ein ‹Es› wird, wenn es sich auf den Standpunkt stellt nicht des Verlangens, sondern des Opfers; nicht Befriedigung, sondern Hingebung. So wird es umgekehrt. Nehmen wir die drei ‹Ich denke›, ‹Ich fühle›, ‹Ich worte› und kehren wir um, so müssen wir vom Letzten anfangen: ‹Es wortet›, — was hereinkommt in den Menschen, wenn wir umkehren; ‹Es denkt›; ‹Es fühlt›.
[ 3 ] Denken Sie, beide Wesenheiten — Tier und Apfel — folgen dem, was wir ausgesprochen haben. Wenn ein Tier folgt, schafft es sich eine Befriedigung; verwirklicht sich das, wovon der Apfel sagt ‹Es verlangt›, verschafft der Apfel sich keine Befriedigung. Im Gegenteil: Er gibt sich hin. Dasjenige, was ‹es› sagt und sich dem entsprechend verhält, opfert sich; was ‹ich› sagt, befriedigt sich. Deshalb sagt die esoterische Lehre, dass der Mensch das niedere Ich in sein höheres Ich umkehrt, wenn aus ‹Ich› ein ‹Es› wird, wenn es sich auf den Standpunkt stellt nicht des Verlangens, sondern des Opfers; nicht Befriedigung, sondern Hingebung. So wird es umgekehrt. Nehmen wir die drei ‹Ich denke›, ‹Ich fühle›, ‹Ich worte› und kehren wir um, so müssen wir vom Letzten anfangen: ‹Es wortet›, — was hereinkommt in den Menschen, wenn wir umkehren; ‹Es denkt›; ‹Es fühlt›.
[ 4 ] Nun drückt die christliche Esoterik alles dasjenige, was fühlen kann, aus mit ‹das Fleisch›. Tisch und Pflanze können nicht fühlen, also kein Fleisch; Mensch und Tier ja. Ein Ding, das fühlen kann, heißt ‹Fleisch›. Was in der Bibel ‹Fleisch› genannt wird, damit müssen wir den Begriff verbinden: ‹Das ist ein fühlendes Wesen.› Wenn Sie nun genau dasselbe auf das ‹Es denkt» anwenden: Jedes Wesen, das denkt, heißt die Bibel einen ‹Engel› — ein Wesen, das denkt. Jedes Wesen, das wortet, das ist eben das ‹Wort› oder der ‹Logos›.
[ 4 ] Nun drückt die christliche Esoterik alles dasjenige, was fühlen kann, aus mit ‹das Fleisch›. Tisch und Pflanze können nicht fühlen, also kein Fleisch; Mensch und Tier ja. Ein Ding, das fühlen kann, heißt ‹Fleisch›. Was in der Bibel ‹Fleisch› genannt wird, damit müssen wir den Begriff verbinden: ‹Das ist ein fühlendes Wesen.› Wenn Sie nun genau dasselbe auf das ‹Es denkt» anwenden: Jedes Wesen, das denkt, heißt die Bibel einen ‹Engel› — ein Wesen, das denkt. Jedes Wesen, das wortet, das ist eben das ‹Wort› oder der ‹Logos›.
[ 5 ] Nehmen wir den wichtigen Zeitpunkt in Mitte der lemurischen Rasse. Da ist etwas geschehen, was die Bibel mit einem ganz bestimmten Satz ausdrückt. Sie sagt: Unserer Erdperiode ging eine Mondperiode voran. In der Mondperiode war ‹Fleisch› fühlender Stoff, weiter kam es nicht. In der Mitte der lemurischen Zeit kam es weiter, da wurde der Stoff denkend; daher drückt dies die Bibel aus: ‹Und der Gedanke war Fleisch geworden.›
[ 5 ] Nehmen wir den wichtigen Zeitpunkt in Mitte der lemurischen Rasse. Da ist etwas geschehen, was die Bibel mit einem ganz bestimmten Satz ausdrückt. Sie sagt: Unserer Erdperiode ging eine Mondperiode voran. In der Mondperiode war ‹Fleisch› fühlender Stoff, weiter kam es nicht. In der Mitte der lemurischen Zeit kam es weiter, da wurde der Stoff denkend; daher drückt dies die Bibel aus: ‹Und der Gedanke war Fleisch geworden.›
[ 6 ] Und was wird das nächste große Ereignis sein? Dass nicht nur das Gefühl, sondern das Wort Fleisch wird. Diese Tatsache, worauf die Menschheit hinsteuert, ist, dass die ganze Menschheit wird Wort geworden sein.
[ 6 ] Und was wird das nächste große Ereignis sein? Dass nicht nur das Gefühl, sondern das Wort Fleisch wird. Diese Tatsache, worauf die Menschheit hinsteuert, ist, dass die ganze Menschheit wird Wort geworden sein.
[ 7 ] Gedanke als Wesen ist Engel. Daher sieht die Bibel jeden Menschen als Engel an; dann wird später der Mensch nicht nur Engel, sondern Logos, ein Wort. Und der Vorherverkündiger, der zuerst das Ziel bestimmt hat, ist der Christus. Der Erste, in dem das Wort Fleisch geworden ist. Der Christus ist also die Offenbarung des Fleisch gewordenen Wortes.
[ 7 ] Gedanke als Wesen ist Engel. Daher sieht die Bibel jeden Menschen als Engel an; dann wird später der Mensch nicht nur Engel, sondern Logos, ein Wort. Und der Vorherverkündiger, der zuerst das Ziel bestimmt hat, ist der Christus. Der Erste, in dem das Wort Fleisch geworden ist. Der Christus ist also die Offenbarung des Fleisch gewordenen Wortes.
[ 8 ] Wenn Ihre Schwester da sitzt und es dunkel ist, sieht man sie nicht; dass man [sie] sieht, dazu trägt das Licht bei. Sie haben es also zu tun mit dem Licht, von dem sie bestrahlt wird und von dem sie zurückgibt. Wenn sie selbst leuchten würde, würde man sie immer sehen. In der Mitte der lemurischen Zeit wäre sie kein geistiges Wesen, denn sie würde keinen Geist zurückstrahlen können. Diese fühlenden Wesen mussten erst Geist in sich aufnehmen, um ihn wieder zurückstrahlen zu können. Daher nennt man den Geist ‹Licht des Menschen›. Der Mensch wurde geistig sichtbar.
[ 8 ] Wenn Ihre Schwester da sitzt und es dunkel ist, sieht man sie nicht; dass man [sie] sieht, dazu trägt das Licht bei. Sie haben es also zu tun mit dem Licht, von dem sie bestrahlt wird und von dem sie zurückgibt. Wenn sie selbst leuchten würde, würde man sie immer sehen. In der Mitte der lemurischen Zeit wäre sie kein geistiges Wesen, denn sie würde keinen Geist zurückstrahlen können. Diese fühlenden Wesen mussten erst Geist in sich aufnehmen, um ihn wieder zurückstrahlen zu können. Daher nennt man den Geist ‹Licht des Menschen›. Der Mensch wurde geistig sichtbar.
[ 9 ] Denken Sie, Ihre Schwester wäre trotz des Lichts und trotz der Gestalt selbst nicht da, sondern eine fein nachgemachte Wachspuppe. Es würde alles so ausschauen. Wie unterscheiden Sie? Durch ihr Gefühl, indem sie Ihnen ihr Ich zuruft. Da kommen wir von dem Äußeren in das Innere. Der Geist könnte nicht da sein, wenn er nicht ursprünglich vom Worte käme. Das Wort muss da sein, damit vom fühlenden Wesen das Licht oder der Geist zurückstrahlen. Im Uranfange war das Wort. Das war ganz vorher, liegt in den Uranfängen; dann kam die Mitte der lemurischen Zeit: Es stellte sich heraus, dass das Wort das Licht der Menschen ist. Zweite und dritte Stufe ist, dass das Wort im Menschen Fleisch wird. Das sind die drei großen Stufen, in denen das für das Irdische sich offenbarende Göttliche sich öffnet, als Wort, als Gedankenlicht und als Fleisch gewordenes Wort.
[ 9 ] Denken Sie, Ihre Schwester wäre trotz des Lichts und trotz der Gestalt selbst nicht da, sondern eine fein nachgemachte Wachspuppe. Es würde alles so ausschauen. Wie unterscheiden Sie? Durch ihr Gefühl, indem sie Ihnen ihr Ich zuruft. Da kommen wir von dem Äußeren in das Innere. Der Geist könnte nicht da sein, wenn er nicht ursprünglich vom Worte käme. Das Wort muss da sein, damit vom fühlenden Wesen das Licht oder der Geist zurückstrahlen. Im Uranfange war das Wort. Das war ganz vorher, liegt in den Uranfängen; dann kam die Mitte der lemurischen Zeit: Es stellte sich heraus, dass das Wort das Licht der Menschen ist. Zweite und dritte Stufe ist, dass das Wort im Menschen Fleisch wird. Das sind die drei großen Stufen, in denen das für das Irdische sich offenbarende Göttliche sich öffnet, als Wort, als Gedankenlicht und als Fleisch gewordenes Wort.
[ 10 ] Wenn wir das Johannes-Evangelium zu lesen verstehen, haben wir das eben Auseinandergesetzte. Das Johannes-Evangelium fasst die drei großen Epochen zusammen, in denen das Wort sich offenbart hat: das Wort, Licht und Fleisch.
[ 10 ] Wenn wir das Johannes-Evangelium zu lesen verstehen, haben wir das eben Auseinandergesetzte. Das Johannes-Evangelium fasst die drei großen Epochen zusammen, in denen das Wort sich offenbart hat: das Wort, Licht und Fleisch.
[ 11 ] Das Alte Testament schildert den Makrokosmos, das heißt das Werden der Welt bis zum Menschen; und die Heiligung der Menschen schildert das mikrokosmische Evangelium von Johannes. Daher, um den Parallelismus zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos zu erklären, stehen dieselben Worte im Anfang: En arché.
[ 11 ] Das Alte Testament schildert den Makrokosmos, das heißt das Werden der Welt bis zum Menschen; und die Heiligung der Menschen schildert das mikrokosmische Evangelium von Johannes. Daher, um den Parallelismus zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos zu erklären, stehen dieselben Worte im Anfang: En arché.
