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Basic Elements of Esotericism
GA 93a

30 September 1905, Berlin

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V

V

[ 1 ] Es wird immer betont, daß man, um okkult vorwärtszukommen, möglichst positiv und möglichst wenig negativ sein soll, daß man weniger sprechen soll von dem, was nicht ist, als von dem, was ist. Wenn das im gewöhnlichen Leben gefördert wird, so ist das eine Vorbereitung für die Arbeit im Okkulten. Der Okkultist muß nicht fragen: Hat der Stein Leben? -, sondern: Wo ist das Leben des Steins, wo ist das Bewußtsein des Mineralreiches zu finden? — Das ist die höchste Form des Nichtkritisierens. Gerade den höchsten Fragen gegenüber muß man diese Gesinnung ausbilden.

[ 1 ] Es wird immer betont, daß man, um okkult vorwärtszukommen, möglichst positiv und möglichst wenig negativ sein soll, daß man weniger sprechen soll von dem, was nicht ist, als von dem, was ist. Wenn das im gewöhnlichen Leben gefördert wird, so ist das eine Vorbereitung für die Arbeit im Okkulten. Der Okkultist muß nicht fragen: Hat der Stein Leben? -, sondern: Wo ist das Leben des Steins, wo ist das Bewußtsein des Mineralreiches zu finden? — Das ist die höchste Form des Nichtkritisierens. Gerade den höchsten Fragen gegenüber muß man diese Gesinnung ausbilden.

[ 2 ] Im gewöhnlichen Leben unterscheidet man drei Zustände der Körper: das Feste, das Flüssige und das Gas- oder Luftförmige. Fest muß man unterscheiden von mineralisch. Auch Luft und Wasser sind mineralisch. In den theosophischen Schriften rechnet man noch vier andere feinere Stoffarten dazu. Das nächste nämlich, was feiner ist als die Luft, ist dasjenige Element, das sie ausdehnt, sie dem Rauminhalt nach immer größer macht. Was die Luft so auseinandertreibt, ist die Wärme; es ist eigentlich ein feiner ätherischer Stoff, der erste Äthergrad, der Wärmeäther. Nun folgt als zweite Ätherart der Lichtäther. Körper, die leuchten, senden einen Stoff aus, den man in der Theosophie als Lichtäther bezeichnet. Die dritte Ätherart ist der Träger alles dessen, was die feinsten Stoffe formt, der formende Äther, auch chemischer Äther genannt. Daß sich Sauerstoff und Wasserstoff verbinden, bewirkt dieser Äther. Und der allerfeinste Äther ist der, der das Leben bildet: Prana oder Lebensäther.

[ 2 ] Im gewöhnlichen Leben unterscheidet man drei Zustände der Körper: das Feste, das Flüssige und das Gas- oder Luftförmige. Fest muß man unterscheiden von mineralisch. Auch Luft und Wasser sind mineralisch. In den theosophischen Schriften rechnet man noch vier andere feinere Stoffarten dazu. Das nächste nämlich, was feiner ist als die Luft, ist dasjenige Element, das sie ausdehnt, sie dem Rauminhalt nach immer größer macht. Was die Luft so auseinandertreibt, ist die Wärme; es ist eigentlich ein feiner ätherischer Stoff, der erste Äthergrad, der Wärmeäther. Nun folgt als zweite Ätherart der Lichtäther. Körper, die leuchten, senden einen Stoff aus, den man in der Theosophie als Lichtäther bezeichnet. Die dritte Ätherart ist der Träger alles dessen, was die feinsten Stoffe formt, der formende Äther, auch chemischer Äther genannt. Daß sich Sauerstoff und Wasserstoff verbinden, bewirkt dieser Äther. Und der allerfeinste Äther ist der, der das Leben bildet: Prana oder Lebensäther.

[ 3 ] Die Wissenschaft wirft alle vier Ätherarten zusammen. Aber sie wird sie allmählich doch in dieser Weise herausfinden. Unsere Bezeichnung ist die im Sinne der Rosenkreuzer, während die indische Literatur von vier verschiedenen Graden des Äthers spricht.

[ 3 ] Die Wissenschaft wirft alle vier Ätherarten zusammen. Aber sie wird sie allmählich doch in dieser Weise herausfinden. Unsere Bezeichnung ist die im Sinne der Rosenkreuzer, während die indische Literatur von vier verschiedenen Graden des Äthers spricht.

[ 4 ] Nehmen wir zunächst alles das, was fest ist. Was fest ist, hat scheinbar kein Leben. Wenn man sich mit dem Leben in das Feste hineinversetzt, was dadurch geschieht, daß man wach in dem Zustand lebt, den man als Traumwelt bezeichnet und dann das Feste aufsucht, zum Beispiel sich in eine felsige Gebirgslandschaft hineinversetzt, dann fühlt man in sich selbst das eigene Leben verändert, man fühlt sich von einem Leben durchrieselt. Man ist nicht mit dem Bewußtsein dort, sondern mit dem eigenen Leben, dem Ätherkörper; man ist dann an einem Ort, in einem Zustande, den man den Mahaparinirvanaplan nennt. Auf diesem Mahaparinirvanaplan ist das Leben des Festen. Dieser Plan ist der andere Pol des Festen. Daß man dann mit dem Leben auf dem Mahaparinirvanaplan war, kann man aus anderen Wirkungen wahrnehmen. Wenn man von dort zurückkommt, hat man die Einwirkung von Wesen im Mahaparinirvana-Zustande erfahren. Dort hat der feste Stein sein Leben.

[ 4 ] Nehmen wir zunächst alles das, was fest ist. Was fest ist, hat scheinbar kein Leben. Wenn man sich mit dem Leben in das Feste hineinversetzt, was dadurch geschieht, daß man wach in dem Zustand lebt, den man als Traumwelt bezeichnet und dann das Feste aufsucht, zum Beispiel sich in eine felsige Gebirgslandschaft hineinversetzt, dann fühlt man in sich selbst das eigene Leben verändert, man fühlt sich von einem Leben durchrieselt. Man ist nicht mit dem Bewußtsein dort, sondern mit dem eigenen Leben, dem Ätherkörper; man ist dann an einem Ort, in einem Zustande, den man den Mahaparinirvanaplan nennt. Auf diesem Mahaparinirvanaplan ist das Leben des Festen. Dieser Plan ist der andere Pol des Festen. Daß man dann mit dem Leben auf dem Mahaparinirvanaplan war, kann man aus anderen Wirkungen wahrnehmen. Wenn man von dort zurückkommt, hat man die Einwirkung von Wesen im Mahaparinirvana-Zustande erfahren. Dort hat der feste Stein sein Leben.

[ 5 ] Als zweites folgt das Flüssige, das Wasser. Wenn man sich im Traumzustand ins Meer versetzt, als ob man selbst Meer wäre, dann versetzt man sich mit dem Leben des Flüssigen auf den Parinirvanaplan. Durch diese Prozedur weiß man etwas von den verschiedenen Planen.

[ 5 ] Als zweites folgt das Flüssige, das Wasser. Wenn man sich im Traumzustand ins Meer versetzt, als ob man selbst Meer wäre, dann versetzt man sich mit dem Leben des Flüssigen auf den Parinirvanaplan. Durch diese Prozedur weiß man etwas von den verschiedenen Planen.

[ 6 ] Drittens, wenn man sich in das Luftförmige versetzt im Traum, so befindet man sich auf dem Nirvanaplan. Nirvana heißt wörtlich «verlöschen», in Luft verlöschen, so wie man ein Feuer auslöscht. Wenn man darin das Leben sucht, ist man mit dem eigenen Leben auf dem Nirvanaplan. Der Mensch atmet Luft ein. Wenn er das Leben der Luft in sich erlebt, dann ist das der Weg, um auf den Nirvanaplan zu kommen. Daher die Atemübungen der Jogis. Niemand kann den Nirvanaplan erreichen, wenn er nicht wirklich Atemübungen macht. Es sind nur dann Hathajoga-Übungen, wenn sie auf der falschen Stufe gemacht werden. Sonst sind sie Rajajoga-Übungen. Man atmet tatsächlich das Leben ein, den Nirvanaplan.

[ 6 ] Drittens, wenn man sich in das Luftförmige versetzt im Traum, so befindet man sich auf dem Nirvanaplan. Nirvana heißt wörtlich «verlöschen», in Luft verlöschen, so wie man ein Feuer auslöscht. Wenn man darin das Leben sucht, ist man mit dem eigenen Leben auf dem Nirvanaplan. Der Mensch atmet Luft ein. Wenn er das Leben der Luft in sich erlebt, dann ist das der Weg, um auf den Nirvanaplan zu kommen. Daher die Atemübungen der Jogis. Niemand kann den Nirvanaplan erreichen, wenn er nicht wirklich Atemübungen macht. Es sind nur dann Hathajoga-Übungen, wenn sie auf der falschen Stufe gemacht werden. Sonst sind sie Rajajoga-Übungen. Man atmet tatsächlich das Leben ein, den Nirvanaplan.

[ 7 ] Viertens: Unter dem Nirvanaplan ist der Buddhi- oder Shushuptiplan. Da hat die Wärme das Leben. Wenn Buddhi im Menschen entwickelt wird, wird alles Kama in Selbstlosigkeit, in Liebe umgewandelt. Diejenigen Tiere, welche keine Wärme entwickeln, sind auch leidenschaftslos. Auf höheren Stufen muß der Mensch diese Leidenschaftslosigkeit wieder erreichen, weil er sein Leben auf dem Shushuptiplan hat. Fünftens kommt der Devachan- oder Mentalplan. Da hat der Lichtäther sein Leben. Das Sonnenlicht lebt auf dem Devachanplan; daher die innere Beziehung zwischen Weisheit und Licht. Wenn man das Licht im Traumbewußtsein erlebt, so erlebt man darin die Weisheit. Immer, wenn Gott sich im Lichte offenbarte, ist das der Fall gewesen. Im brennenden Dornbusch, das heißt im Licht, erschien Jehova dem Moses, um die Weisheit zu offenbaren.

[ 7 ] Viertens: Unter dem Nirvanaplan ist der Buddhi- oder Shushuptiplan. Da hat die Wärme das Leben. Wenn Buddhi im Menschen entwickelt wird, wird alles Kama in Selbstlosigkeit, in Liebe umgewandelt. Diejenigen Tiere, welche keine Wärme entwickeln, sind auch leidenschaftslos. Auf höheren Stufen muß der Mensch diese Leidenschaftslosigkeit wieder erreichen, weil er sein Leben auf dem Shushuptiplan hat. Fünftens kommt der Devachan- oder Mentalplan. Da hat der Lichtäther sein Leben. Das Sonnenlicht lebt auf dem Devachanplan; daher die innere Beziehung zwischen Weisheit und Licht. Wenn man das Licht im Traumbewußtsein erlebt, so erlebt man darin die Weisheit. Immer, wenn Gott sich im Lichte offenbarte, ist das der Fall gewesen. Im brennenden Dornbusch, das heißt im Licht, erschien Jehova dem Moses, um die Weisheit zu offenbaren.

[ 8 ] Der sechste ist der Astralplan. Auf dem lebt der chemische Äther. Wenn man somnambul ist, nimmt man auf dem Astralplan die Eigenschaften der Chemikalien, die chemischen Eigenschaften wahr, weil auf dem Astralplan der chemische Äther wirklich sein Leben hat.

[ 8 ] Der sechste ist der Astralplan. Auf dem lebt der chemische Äther. Wenn man somnambul ist, nimmt man auf dem Astralplan die Eigenschaften der Chemikalien, die chemischen Eigenschaften wahr, weil auf dem Astralplan der chemische Äther wirklich sein Leben hat.

[ 9 ] Der siebente ist der physische Plan. Da lebt der Lebensäther in seinem eigentlichen Elemente. Beim Lebensäther nimmt man das Leben wahr. Der Lebensäther wird auch atomistischer Äther genannt, weil er auf diesem Plan sein eigenes Leben, seinen eigenen Mittelpunkt hat. Was auf demselben Plan lebt, hat auf demselben Plan seinen Mittelpunkt.

[ 9 ] Der siebente ist der physische Plan. Da lebt der Lebensäther in seinem eigentlichen Elemente. Beim Lebensäther nimmt man das Leben wahr. Der Lebensäther wird auch atomistischer Äther genannt, weil er auf diesem Plan sein eigenes Leben, seinen eigenen Mittelpunkt hat. Was auf demselben Plan lebt, hat auf demselben Plan seinen Mittelpunkt.

[ 10 ] Tatsächlich enthält alles, was wir um uns haben, die sieben Plane. Sie sind tatsächlich um uns. Man muß nur fragen: Wo hat das Feste, wo das Gasförmige sein Leben? - und so weiter.

[ 10 ] Tatsächlich enthält alles, was wir um uns haben, die sieben Plane. Sie sind tatsächlich um uns. Man muß nur fragen: Wo hat das Feste, wo das Gasförmige sein Leben? - und so weiter.

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[ 11 ] Wir haben nun gehört, daß die Wärme ihr eigenes Leben auf dem Buddhi- oder Shushuptiplan hat. So bestehen bestimmte Beziehungen zwischen allen Dingen. Auffällig ist die Beziehung zwischen dem Ohr und dem Sprechen. Das Ohr war in der Evolution viel früher vorhanden als das Sprechen. Das Ohr ist das Aufnahmeorgan, die Sprache ist das Hervorbringungsorgan für den Ton. Diese zwei Dinge, Ohr und Sprache, gehören im wesentlichen zusammen. Der Ton, wie er erscheint, ist die Wiedergabe von Schwingungen in der Luft, und ein jeder Ton entspringt einer besonderen Schwingung. Die Pythagoreer sagten: Wenn ihr studiert, was draußen, außer euch im Ton ist, dann studiert ihr die Arithmetik der Luft. - Der gleichförmige Raum wäre ein tonloser, der arithmetisch durchorganisierte ist ein tönender Raum. Da hat man ein Beispiel, wie man hineinblicken kann in die Akasha-Chronik. Kann man sich aufschwingen, die innere Arithmetik, die vom Ton im Raume bleibt, wahrzunehmen, so kann man jederzeit einen Ton wiederhören, den ein Mensch gesprochen hat. Zum Beispiel kann man hören, was Cäsar beim Übergang über den Rubikon gesprochen hat. Die innere Arithmetik des Tones bleibt vorhanden in der Akasha-Chronik. Dem Ton entspricht etwas von dem, was man Manas nennt. Was dem Ohr Ton ist, ist Weisheit der Welt. Man hört die Weisheit der Welt, indem man den Ton wahrnimmt. Man bringt die Weisheit der Welt hervor, indem man selber spricht. Das, was in unserem Sprechen arithmetisch ist, bleibt in der AkashaChronik vorhanden. Der Mensch drückt sich unmittelbar in der Weisheit aus, wenn er hört oder spricht. Das Denken ist die Form, in der der Mensch jetzt seinen Willen in der Sprache zum Ausdruck bringen kann. Nur im Denken können wir jetzt den Willen entfalten. Erst später kann der Mensch über das Denken hinaus seinen Willen im Wort entfalten.

[ 11 ] Wir haben nun gehört, daß die Wärme ihr eigenes Leben auf dem Buddhi- oder Shushuptiplan hat. So bestehen bestimmte Beziehungen zwischen allen Dingen. Auffällig ist die Beziehung zwischen dem Ohr und dem Sprechen. Das Ohr war in der Evolution viel früher vorhanden als das Sprechen. Das Ohr ist das Aufnahmeorgan, die Sprache ist das Hervorbringungsorgan für den Ton. Diese zwei Dinge, Ohr und Sprache, gehören im wesentlichen zusammen. Der Ton, wie er erscheint, ist die Wiedergabe von Schwingungen in der Luft, und ein jeder Ton entspringt einer besonderen Schwingung. Die Pythagoreer sagten: Wenn ihr studiert, was draußen, außer euch im Ton ist, dann studiert ihr die Arithmetik der Luft. - Der gleichförmige Raum wäre ein tonloser, der arithmetisch durchorganisierte ist ein tönender Raum. Da hat man ein Beispiel, wie man hineinblicken kann in die Akasha-Chronik. Kann man sich aufschwingen, die innere Arithmetik, die vom Ton im Raume bleibt, wahrzunehmen, so kann man jederzeit einen Ton wiederhören, den ein Mensch gesprochen hat. Zum Beispiel kann man hören, was Cäsar beim Übergang über den Rubikon gesprochen hat. Die innere Arithmetik des Tones bleibt vorhanden in der Akasha-Chronik. Dem Ton entspricht etwas von dem, was man Manas nennt. Was dem Ohr Ton ist, ist Weisheit der Welt. Man hört die Weisheit der Welt, indem man den Ton wahrnimmt. Man bringt die Weisheit der Welt hervor, indem man selber spricht. Das, was in unserem Sprechen arithmetisch ist, bleibt in der AkashaChronik vorhanden. Der Mensch drückt sich unmittelbar in der Weisheit aus, wenn er hört oder spricht. Das Denken ist die Form, in der der Mensch jetzt seinen Willen in der Sprache zum Ausdruck bringen kann. Nur im Denken können wir jetzt den Willen entfalten. Erst später kann der Mensch über das Denken hinaus seinen Willen im Wort entfalten.

[ 12 ] Die nächste Stufe hängt zusammen mit der Wärme. Die Aktivität des Menschen haben wir zu suchen in dem, was er als innere Wärme ausstrahlt. Aus dem, was aus der Wärme folgt: Leidenschaften, Triebe, Instinkte, Begierden, Wünsche und so weiter, entsteht das Karma. Wie nun das Parallelorgan zum Ohr das Sprechorgan ist, so ist zu der Wärme des Herzens das Parallelorgan der Schleimkörper, die Hypophyse. Das Herz nimmt von außen die Wärme auf, wie das Ohr den Ton. Dadurch nimmt es die Wärme der Welt wahr. Das entsprechende Organ, das wir haben müssen, damit wir bewußt die Wärme hervorbringen können, ist der Schleimkörper im Kopfe, der jetzt nur am Anfange seiner Entwickelung steht. So wie man mit dem Ohr wahrnimmt und mit dem Kehlkopfe hervorbringt, nimmt man die Wärme der Welt auf im Herzen und strömt sie wieder aus durch den Schleimkörper im Gehirn. Ist diese Fähigkeit erworben, dann ist das Herz zu dem Organ geworden, wozu es eigentlich werden soll. Darauf beziehen sich die Worte in «Licht auf den Weg»: «Eh’ vor den Meistern stehen kann die Seele, muß ihres Herzens Blut die Füße netzen.» Dann strömt unser Herzblut aus, wie jetzt unsere Worte die Welt überfluten. Später wird die Seelenwärme die Menschen überfluten.

[ 12 ] Die nächste Stufe hängt zusammen mit der Wärme. Die Aktivität des Menschen haben wir zu suchen in dem, was er als innere Wärme ausstrahlt. Aus dem, was aus der Wärme folgt: Leidenschaften, Triebe, Instinkte, Begierden, Wünsche und so weiter, entsteht das Karma. Wie nun das Parallelorgan zum Ohr das Sprechorgan ist, so ist zu der Wärme des Herzens das Parallelorgan der Schleimkörper, die Hypophyse. Das Herz nimmt von außen die Wärme auf, wie das Ohr den Ton. Dadurch nimmt es die Wärme der Welt wahr. Das entsprechende Organ, das wir haben müssen, damit wir bewußt die Wärme hervorbringen können, ist der Schleimkörper im Kopfe, der jetzt nur am Anfange seiner Entwickelung steht. So wie man mit dem Ohr wahrnimmt und mit dem Kehlkopfe hervorbringt, nimmt man die Wärme der Welt auf im Herzen und strömt sie wieder aus durch den Schleimkörper im Gehirn. Ist diese Fähigkeit erworben, dann ist das Herz zu dem Organ geworden, wozu es eigentlich werden soll. Darauf beziehen sich die Worte in «Licht auf den Weg»: «Eh’ vor den Meistern stehen kann die Seele, muß ihres Herzens Blut die Füße netzen.» Dann strömt unser Herzblut aus, wie jetzt unsere Worte die Welt überfluten. Später wird die Seelenwärme die Menschen überfluten.

[ 13 ] Etwas tiefer in der Evolution als das Wärmeorgan, steht das Sehorgan. In der Entwickelung folgten aufeinander Hörorgan, Wärmeorgan, Sehorgan. Das Sehorgan ist noch ganz auf der Stufe, daß es nur aufnehmen kann. Das Ohr nimmt schon aus dem Ton, zum Beispiel aus dem Glockenton, das innerste Wesen wahr. Die Wärme muß uns von dem Wesen selbst zuströmen. Das Auge hat nur ein Bild, das Ohr hat die Wahrnehmung des innersten Wesens. Das Wahrnehmen der Wärme ist ein Aufnehmen einer Ausstrahlung. Ein Organ wird nun auch das aktive Organ zum Auge werden. Das ist heute veranlagt in der Zirbeldrüse, Epiphyse, welches Organ den Bildern, die das Auge heute erzeugt, Wirklichkeit verleihen wird. Diese beiden Organe, Zirbeldrüse und Schleimkörper, müssen sich als aktive Organe zum Sehorgan (Auge) und Wärmeorgan (Herz) hinzuentwikkeln. Die Phantasie ist heute die Anlage zu dem späteren Schaffen. Jetzt hat der Mensch höchstens die Imagination. Später wird er magische Kraft haben. Das ist die Kriyashakti. Diese Kraft entwickelt sich in demselben Maße, in dem sich physisch die Zirbeldrüse entwickelt.

[ 13 ] Etwas tiefer in der Evolution als das Wärmeorgan, steht das Sehorgan. In der Entwickelung folgten aufeinander Hörorgan, Wärmeorgan, Sehorgan. Das Sehorgan ist noch ganz auf der Stufe, daß es nur aufnehmen kann. Das Ohr nimmt schon aus dem Ton, zum Beispiel aus dem Glockenton, das innerste Wesen wahr. Die Wärme muß uns von dem Wesen selbst zuströmen. Das Auge hat nur ein Bild, das Ohr hat die Wahrnehmung des innersten Wesens. Das Wahrnehmen der Wärme ist ein Aufnehmen einer Ausstrahlung. Ein Organ wird nun auch das aktive Organ zum Auge werden. Das ist heute veranlagt in der Zirbeldrüse, Epiphyse, welches Organ den Bildern, die das Auge heute erzeugt, Wirklichkeit verleihen wird. Diese beiden Organe, Zirbeldrüse und Schleimkörper, müssen sich als aktive Organe zum Sehorgan (Auge) und Wärmeorgan (Herz) hinzuentwikkeln. Die Phantasie ist heute die Anlage zu dem späteren Schaffen. Jetzt hat der Mensch höchstens die Imagination. Später wird er magische Kraft haben. Das ist die Kriyashakti. Diese Kraft entwickelt sich in demselben Maße, in dem sich physisch die Zirbeldrüse entwickelt.

[ 14 ] In dem gegenseitigen Verhältnis von Ohr und Kehlkopf haben wir ein Vorbild. Das Denken wird dann später durchdrungen von der Wärme, und noch später lernt der Mensch selbst schaffen. Zuerst lernt er ein Bild schaffen; dann Ausstrahlung schaffen, hinaussenden; dann Wesenheiten schaffen. Die Freimaurerei nennt diese drei Kräfte: Weisheit, Schein (Schönheit) und Gewalt. (Siehe Goethes «Märchen».)

[ 14 ] In dem gegenseitigen Verhältnis von Ohr und Kehlkopf haben wir ein Vorbild. Das Denken wird dann später durchdrungen von der Wärme, und noch später lernt der Mensch selbst schaffen. Zuerst lernt er ein Bild schaffen; dann Ausstrahlung schaffen, hinaussenden; dann Wesenheiten schaffen. Die Freimaurerei nennt diese drei Kräfte: Weisheit, Schein (Schönheit) und Gewalt. (Siehe Goethes «Märchen».)

[ 15 ] Die Wärme hat ihr Leben auf dem Shushuptiplan. Diese in bewußter Weise zu verwerten, ist dem möglich, der das Leben der Wärme kennt und beherrscht, wie der Mensch heute das Leben der Luft in gewisser Weise beherrscht. In der Entwickelung muß sich der Mensch jetzt nähern den Kräften des Shushuptiplanes (BuddhiManas). Die fünfte Unterrasse (Kulturperiode) hat hauptsächlich die Aufgabe, Kama-Manas zu entwickeln. Manas findet man in allem, was in den Dienst des Menschengeistes gestellt ist. Doch im Grunde genommen steht alles dies jetzt im Dienste von Kama. Die höchsten Errungenschaften des Geistes sind in den Dienst von Kama gestellt. Unsere Zeit hat die höchsten Kräfte in den Dienst dieser Bedürfnisse gestellt, die das Tier auch ohne diese Errungenschaften befriedigt.

[ 15 ] Die Wärme hat ihr Leben auf dem Shushuptiplan. Diese in bewußter Weise zu verwerten, ist dem möglich, der das Leben der Wärme kennt und beherrscht, wie der Mensch heute das Leben der Luft in gewisser Weise beherrscht. In der Entwickelung muß sich der Mensch jetzt nähern den Kräften des Shushuptiplanes (BuddhiManas). Die fünfte Unterrasse (Kulturperiode) hat hauptsächlich die Aufgabe, Kama-Manas zu entwickeln. Manas findet man in allem, was in den Dienst des Menschengeistes gestellt ist. Doch im Grunde genommen steht alles dies jetzt im Dienste von Kama. Die höchsten Errungenschaften des Geistes sind in den Dienst von Kama gestellt. Unsere Zeit hat die höchsten Kräfte in den Dienst dieser Bedürfnisse gestellt, die das Tier auch ohne diese Errungenschaften befriedigt.

[ 16 ] Jetzt muß aber auch schon Buddhi-Manas entwickelt werden. Der Mensch muß etwas mehr lernen als Sprechen. Es muß sich mit dem Sprechen eine andere Kraft verbinden, wie wir das in den Schriften von Tolstoj finden. Es kommt dabei nicht so sehr auf das an, was er sagt, sondern daß hinter dem, was er sagt, eine elementare Kraft steht, die etwas von dem Buddhi-Manas hat, das in unsere Kultur hineinkommen muß. Tolstojs Schriften wirken deshalb so stark, weil sie in bewußtem Gegensatz zu westeuropäischer Kultur etwas Neues, Elementares enthalten. Die Art Barbarei, die noch darin liegt, wird später ausgeglichen werden. Tolstoj ist bloß ein ganz kleines Werkzeug einer höheren geistigen Kraft, die auch hinter dem gotischen Initiierten Ulfilas stand. Diese geistige Kraft gebraucht Tolstoj als ihr Werkzeug.

[ 16 ] Jetzt muß aber auch schon Buddhi-Manas entwickelt werden. Der Mensch muß etwas mehr lernen als Sprechen. Es muß sich mit dem Sprechen eine andere Kraft verbinden, wie wir das in den Schriften von Tolstoj finden. Es kommt dabei nicht so sehr auf das an, was er sagt, sondern daß hinter dem, was er sagt, eine elementare Kraft steht, die etwas von dem Buddhi-Manas hat, das in unsere Kultur hineinkommen muß. Tolstojs Schriften wirken deshalb so stark, weil sie in bewußtem Gegensatz zu westeuropäischer Kultur etwas Neues, Elementares enthalten. Die Art Barbarei, die noch darin liegt, wird später ausgeglichen werden. Tolstoj ist bloß ein ganz kleines Werkzeug einer höheren geistigen Kraft, die auch hinter dem gotischen Initiierten Ulfilas stand. Diese geistige Kraft gebraucht Tolstoj als ihr Werkzeug.