Cosmogony
GA 94
2 June 1906, Paris
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Kosmogonie, 2nd ed.
Neunter Vortrag
Neunter Vortrag
[ 1 ] Was hat man unter dem Astralplan, der anderen Welt, zu verstehen? Man unterscheidet im Okkultismus drei Welten: Erstens die physische Welt - die Welt in der wir leben. Zweitens die Astralwelt. Sie enthält einen Bereich, der dem Fegefeuer entspricht. Drittens die geistige oder, nach der Bezeichnung im Sanskrit, die devachanische Welt. Sie entspricht dem christlichen Himmel.
[ 1 ] Was hat man unter dem Astralplan, der anderen Welt, zu verstehen? Man unterscheidet im Okkultismus drei Welten: Erstens die physische Welt - die Welt in der wir leben. Zweitens die Astralwelt. Sie enthält einen Bereich, der dem Fegefeuer entspricht. Drittens die geistige oder, nach der Bezeichnung im Sanskrit, die devachanische Welt. Sie entspricht dem christlichen Himmel.
[ 2 ] Es gibt auch noch andere Welten diesseits und jenseits von diesen, mit denen wir uns aber in diesen Vorträgen nicht beschäftigen wollen. Sie befinden sich außerdem jenseits aller menschlichen Wahrnehmung. Nur die allergrößten Eingeweihten können eine entfernte Ahnung von ihnen haben. Hier wollen wir uns nur mit der planetarischen Evolution innerhalb unseres Sonnensystems beschäftigen.
[ 2 ] Es gibt auch noch andere Welten diesseits und jenseits von diesen, mit denen wir uns aber in diesen Vorträgen nicht beschäftigen wollen. Sie befinden sich außerdem jenseits aller menschlichen Wahrnehmung. Nur die allergrößten Eingeweihten können eine entfernte Ahnung von ihnen haben. Hier wollen wir uns nur mit der planetarischen Evolution innerhalb unseres Sonnensystems beschäftigen.
[ 3 ] Der physische Plan schließt uns in die kurze Daseinsspanne ein, die zwischen Leben und Tod verläuft. Zwischen zwei Verkörperungen bewegen wir uns auf dem Astralplan und im Devachan. Aber der Wesenskern des Menschen bleibt unveränderlich. Er wird wiedergeboren, doch nicht in alle Ewigkeit, denn der Rhythmus von Verkörperung und Wiederverkörperung hat einmal begonnen und wird auch wieder enden. Der Mensch hat einen Ursprung und ein Ziel.
[ 3 ] Der physische Plan schließt uns in die kurze Daseinsspanne ein, die zwischen Leben und Tod verläuft. Zwischen zwei Verkörperungen bewegen wir uns auf dem Astralplan und im Devachan. Aber der Wesenskern des Menschen bleibt unveränderlich. Er wird wiedergeboren, doch nicht in alle Ewigkeit, denn der Rhythmus von Verkörperung und Wiederverkörperung hat einmal begonnen und wird auch wieder enden. Der Mensch hat einen Ursprung und ein Ziel.
[ 4 ] Die Astralwelt ist kein Ort, sondern ein Zustand. Sie umgibt uns, wir lassen uns ständig von ihr auf dieser Erde umspülen. Wir leben in ihr wie die Blindgeborenen, die sich tastend vorwärtsbewegen. Gebt ihnen das Augenlicht durch eine Operation: sie werden weiter in den gleichen Räumen sein, aber sie werden darin zum ersten Mal Farben und Formen wahrnehmen.
[ 4 ] Die Astralwelt ist kein Ort, sondern ein Zustand. Sie umgibt uns, wir lassen uns ständig von ihr auf dieser Erde umspülen. Wir leben in ihr wie die Blindgeborenen, die sich tastend vorwärtsbewegen. Gebt ihnen das Augenlicht durch eine Operation: sie werden weiter in den gleichen Räumen sein, aber sie werden darin zum ersten Mal Farben und Formen wahrnehmen.
[ 5 ] Ebenso öffnet sich die Astralwelt durch die Hellsichtigkeit. Es ist dies ein anderer Bewußtseinszustand. In den wissenschaftlichen Arbeiten Goethes findet sich eine bemerkenswerte Stelle über das Wesen des Lichts, betrachtet als Sprache der Natur. «Eigentlich», so äußert er sich, «unternehmen wir umsonst, das Wesen eines Dinges auszudrücken. Wirkungen werden wir gewahr, und eine vollständige Geschichte dieser Wirkungen umfaßte wohl allenfalls das Wesen jenes Dinges. Vergebens bemühen wir uns, den Charakter eines Menschen zu schildern; man stelle dagegen seine Handlungen, seine Taten zusammen, und ein Bild seines Charakters wird uns entgegentreten.
[ 5 ] Ebenso öffnet sich die Astralwelt durch die Hellsichtigkeit. Es ist dies ein anderer Bewußtseinszustand. In den wissenschaftlichen Arbeiten Goethes findet sich eine bemerkenswerte Stelle über das Wesen des Lichts, betrachtet als Sprache der Natur. «Eigentlich», so äußert er sich, «unternehmen wir umsonst, das Wesen eines Dinges auszudrücken. Wirkungen werden wir gewahr, und eine vollständige Geschichte dieser Wirkungen umfaßte wohl allenfalls das Wesen jenes Dinges. Vergebens bemühen wir uns, den Charakter eines Menschen zu schildern; man stelle dagegen seine Handlungen, seine Taten zusammen, und ein Bild seines Charakters wird uns entgegentreten.
[ 6 ] Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genauesten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken; denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.
[ 6 ] Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genauesten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken; denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.
[ 7 ] Eben so entdeckt sich die ganze Natur einem andern Sinne. Man schließe das Auge, man schärfe das Ohr, und vom leisesten Hauch bis zum wildesten Geräusch, vom einfachsten Klang bis zur höchsten Zusammenstimmung, von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Verhältnisse offenbart, so daß ein Blinder, dem das unendlich Sichtbare versagt ist, im Hörbaren ein unendlich Lebendiges fassen kann.
[ 7 ] Eben so entdeckt sich die ganze Natur einem andern Sinne. Man schließe das Auge, man schärfe das Ohr, und vom leisesten Hauch bis zum wildesten Geräusch, vom einfachsten Klang bis zur höchsten Zusammenstimmung, von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Verhältnisse offenbart, so daß ein Blinder, dem das unendlich Sichtbare versagt ist, im Hörbaren ein unendlich Lebendiges fassen kann.
[ 8 ] So spricht die Natur hinabwärts zu andern Sinnen, zu bekannten, verkannten, unbekannten Sinnen; so spricht sie mit sich selbst und zu uns durch tausend Erscheinungen. Dem Aufmerksamen ist sie nirgends tot noch stumm; ja, dem starren Erdkörper hat sie einen Vertrauten zugegeben, ein Metall, an dessen kleinsten Teilen wir dasjenige, was in der ganzen Masse vorgeht, gewahr werden sollten.»
[ 8 ] So spricht die Natur hinabwärts zu andern Sinnen, zu bekannten, verkannten, unbekannten Sinnen; so spricht sie mit sich selbst und zu uns durch tausend Erscheinungen. Dem Aufmerksamen ist sie nirgends tot noch stumm; ja, dem starren Erdkörper hat sie einen Vertrauten zugegeben, ein Metall, an dessen kleinsten Teilen wir dasjenige, was in der ganzen Masse vorgeht, gewahr werden sollten.»
[ 9 ] Versuchen wir nun also die Astralwelt zu beschreiben. Da muß man sich an eine ganze andere Art des Sehens gewöhnen.
[ 9 ] Versuchen wir nun also die Astralwelt zu beschreiben. Da muß man sich an eine ganze andere Art des Sehens gewöhnen.
[ 10 ] Das erste, worüber man sich Rechenschaft geben muß, das ist, daß sie uns alles, was existiert, wie in einem Spiegel zeigt, daß also alles umgekehrt ist. Liest man also die Zahl 365 im Astrallicht, so muß man sie von hinten her lesen: 563. Spielt sich ein Ereignis vor uns ab, so geschieht es in der umgekehrten Reihenfolge, die es auf der Erde hat. In der Astralwelt kommt die Ursache nach der Wirkung, während in unserer Welt die Wirkung nach der Ursache kommt. In der Astralwelt erscheint die Wirkung als die Ursache. Das beweist, daß die Wirkung und die Ursache identische Dinge sind, wirksam im umgekehrten Sinn, je nach der Lebenssphäre, in der wir uns befinden. Das Hellsehen löst also auf experimentellem Wege das teleologische Problem, das keine Metaphysik durch den abstrakten Gedanken lösen konnte.
[ 10 ] Das erste, worüber man sich Rechenschaft geben muß, das ist, daß sie uns alles, was existiert, wie in einem Spiegel zeigt, daß also alles umgekehrt ist. Liest man also die Zahl 365 im Astrallicht, so muß man sie von hinten her lesen: 563. Spielt sich ein Ereignis vor uns ab, so geschieht es in der umgekehrten Reihenfolge, die es auf der Erde hat. In der Astralwelt kommt die Ursache nach der Wirkung, während in unserer Welt die Wirkung nach der Ursache kommt. In der Astralwelt erscheint die Wirkung als die Ursache. Das beweist, daß die Wirkung und die Ursache identische Dinge sind, wirksam im umgekehrten Sinn, je nach der Lebenssphäre, in der wir uns befinden. Das Hellsehen löst also auf experimentellem Wege das teleologische Problem, das keine Metaphysik durch den abstrakten Gedanken lösen konnte.
[ 11 ] Eine andere Anwendung dieser gegensätzlichen Entsprechung der Dinge auf dem Astralplan besteht darin, daß sie den Menschen lehrt, sich selbst zu erkennen. Die Gefühle und die Leidenschaften drücken sich auf diesem Plan durch pflanzliche und tierische Formen aus. Wenn der Mensch beginnt, seine Leidenschaften auf dem Astralplan wahrzunehmen, sieht er sie in tierischen Gestalten, aber diese Gestalten, die von ihm ausgehen, sieht er im umgekehrten Sinne: als ob sie ihn anspringen würden. Das kommt daher, daß er im Zustand des Bild-Erlebens schon außerhalb seiner selbst ist; anders könnte er nicht sich selbst sehen. Hier allein, auf dem Astralplan, lernt der Mensch sich wahrhaft erkennen, indem er die Bilder seiner Leidenschaften betrachtet im Bilde von Tieren, die sich auf ihn stürzen. So erscheint ein Haßgefühl, das man gegen ein Wesen der Außenwelt gehegt hat, als ein Dämon, der sich auf uns stürzt.
[ 11 ] Eine andere Anwendung dieser gegensätzlichen Entsprechung der Dinge auf dem Astralplan besteht darin, daß sie den Menschen lehrt, sich selbst zu erkennen. Die Gefühle und die Leidenschaften drücken sich auf diesem Plan durch pflanzliche und tierische Formen aus. Wenn der Mensch beginnt, seine Leidenschaften auf dem Astralplan wahrzunehmen, sieht er sie in tierischen Gestalten, aber diese Gestalten, die von ihm ausgehen, sieht er im umgekehrten Sinne: als ob sie ihn anspringen würden. Das kommt daher, daß er im Zustand des Bild-Erlebens schon außerhalb seiner selbst ist; anders könnte er nicht sich selbst sehen. Hier allein, auf dem Astralplan, lernt der Mensch sich wahrhaft erkennen, indem er die Bilder seiner Leidenschaften betrachtet im Bilde von Tieren, die sich auf ihn stürzen. So erscheint ein Haßgefühl, das man gegen ein Wesen der Außenwelt gehegt hat, als ein Dämon, der sich auf uns stürzt.
[ 12 ] Diese astrale Kenntnis, die man von sich selbst erhält, stellt sich in anormaler Weise bei denen ein, die an seelischen Krankheiten leiden, durch die sie sich ohne Unterlaß von tierhaften Wesen, von verzerrten Gestalten verfolgt sehen. Sie ahnen nicht, daß, was sie sehen, nur der Reflex ihrer Emotionen und Leidenschaften ist.
[ 12 ] Diese astrale Kenntnis, die man von sich selbst erhält, stellt sich in anormaler Weise bei denen ein, die an seelischen Krankheiten leiden, durch die sie sich ohne Unterlaß von tierhaften Wesen, von verzerrten Gestalten verfolgt sehen. Sie ahnen nicht, daß, was sie sehen, nur der Reflex ihrer Emotionen und Leidenschaften ist.
[ 13 ] Die echte Initiation verursacht keine psychische Störung, aber der vorzeitige, plötzliche Einbruch der Astralwelt in den menschlichen Organismus kann den Wahnsinn hervorrufen. Denn im Zustand des Hellsehens löst sich der Mensch von seinem physischen Körper. Von daher können Gefahren für Verstand und Gehirn desjenigen erwachsen, dem das seelische Gleichgewicht und die nötige Schulung fehlen.
[ 13 ] Die echte Initiation verursacht keine psychische Störung, aber der vorzeitige, plötzliche Einbruch der Astralwelt in den menschlichen Organismus kann den Wahnsinn hervorrufen. Denn im Zustand des Hellsehens löst sich der Mensch von seinem physischen Körper. Von daher können Gefahren für Verstand und Gehirn desjenigen erwachsen, dem das seelische Gleichgewicht und die nötige Schulung fehlen.
[ 14 ] Der ganze rosenkreuzerische Einweihungsweg beruhte auf einer Schulung, die gerade darauf abzielte, den Menschen sich selbst gegenüber objektiv zu machen, ihm ein objektives Ich heranzubilden. Sie beginnt damit: sich selbst objektiv zu sehen. Diese Vorstellung seiner selbst erlaubt es, daß der Astralleib sich aus dem physischen Leib herauslöst.
[ 14 ] Der ganze rosenkreuzerische Einweihungsweg beruhte auf einer Schulung, die gerade darauf abzielte, den Menschen sich selbst gegenüber objektiv zu machen, ihm ein objektives Ich heranzubilden. Sie beginnt damit: sich selbst objektiv zu sehen. Diese Vorstellung seiner selbst erlaubt es, daß der Astralleib sich aus dem physischen Leib herauslöst.
[ 15 ] Was ereignet sich im Augenblick des Todes? Wenn nach dem Tod der Ätherleib, der Astralleib und das Ich des Menschen sich vom physischen Leib abgelöst haben, bleibt in der physischen Welt einzig der Leichnam zurück. Kurz darauf bilden der Ätherleib und der Astralleib noch ein Ganzes. Der Ätherleib drückt in den Astralleib die ganze Erinnerung an das zurückgelegte Leben ab, dann löst er sich langsam in sein Element auf, und der Astralleib geht allein in die Astralwelt ein.
[ 15 ] Was ereignet sich im Augenblick des Todes? Wenn nach dem Tod der Ätherleib, der Astralleib und das Ich des Menschen sich vom physischen Leib abgelöst haben, bleibt in der physischen Welt einzig der Leichnam zurück. Kurz darauf bilden der Ätherleib und der Astralleib noch ein Ganzes. Der Ätherleib drückt in den Astralleib die ganze Erinnerung an das zurückgelegte Leben ab, dann löst er sich langsam in sein Element auf, und der Astralleib geht allein in die Astralwelt ein.
[ 16 ] Der Astralleib birgt nun in sich alle im Leben erzeugten Wünsche, ohne die Mittel, sie zu befriedigen, da ein physischer Leib nicht mehr vorhanden ist. Das erzeugt in ihm das Gefühl eines verzehrenden Durstes. Daher rührt in der griechischen Mythologie das Bild von den Qualen des Tantalus. Man hat auch die Empfindung von einer Feuersglut, in die man getaucht ist. Dem entspricht die Gehenna, das Fegefeuer. Die Idee vom Feuer, vom Purgatorium, über das die Materialisten spotten, drückt wahrheitsgemäß den subjektiven Zustand des Menschen nach dem Tode aus. Im Gegensatz dazu gibt der Durst nach nicht vollbrachter Tat der Seele ein Kältegefühl. Der tatsächliche Zustand drückt sich aus in der Kälte, die der Seele entströmt. Es ist die Kälte, die geboren ist aus den auf Erden nicht verwirklichten Taten. Dies verspüren auch die Spiritisten in ihren medialen Sitzungen. Die an diesen Astralleib gebundene Seele muß sich von ihren physischen Relikten lösen und sich neue Organe erwerben, um in der Astralwelt leben zu lernen.
[ 16 ] Der Astralleib birgt nun in sich alle im Leben erzeugten Wünsche, ohne die Mittel, sie zu befriedigen, da ein physischer Leib nicht mehr vorhanden ist. Das erzeugt in ihm das Gefühl eines verzehrenden Durstes. Daher rührt in der griechischen Mythologie das Bild von den Qualen des Tantalus. Man hat auch die Empfindung von einer Feuersglut, in die man getaucht ist. Dem entspricht die Gehenna, das Fegefeuer. Die Idee vom Feuer, vom Purgatorium, über das die Materialisten spotten, drückt wahrheitsgemäß den subjektiven Zustand des Menschen nach dem Tode aus. Im Gegensatz dazu gibt der Durst nach nicht vollbrachter Tat der Seele ein Kältegefühl. Der tatsächliche Zustand drückt sich aus in der Kälte, die der Seele entströmt. Es ist die Kälte, die geboren ist aus den auf Erden nicht verwirklichten Taten. Dies verspüren auch die Spiritisten in ihren medialen Sitzungen. Die an diesen Astralleib gebundene Seele muß sich von ihren physischen Relikten lösen und sich neue Organe erwerben, um in der Astralwelt leben zu lernen.
[ 17 ] Deshalb beginnt sie nun, ihr Leben von rückwärts her aufzurollen: vom Ende her bis zur Kindheit. Erst dann, wenn sie im Rückblick auf ihr Leben bis zur Geburt durch das reinigende Feuer durchgegangen ist, ist sie reif für die geistige Welt, für Devachan. Das ist der Sinn des Christus-Wortes zu den Aposteln: «Wahrlich, ich sage euch: es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen.»
[ 17 ] Deshalb beginnt sie nun, ihr Leben von rückwärts her aufzurollen: vom Ende her bis zur Kindheit. Erst dann, wenn sie im Rückblick auf ihr Leben bis zur Geburt durch das reinigende Feuer durchgegangen ist, ist sie reif für die geistige Welt, für Devachan. Das ist der Sinn des Christus-Wortes zu den Aposteln: «Wahrlich, ich sage euch: es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen.»
[ 18 ] Wenn der Mensch herabsteigt, um sich auf der Erde zu inkarnieren, wird er durch sein eigenes Verlangen getrieben, und dies Verlangen hat seinen guten Grund. Es ist die Absicht, zu lernen. Wir lernen durch alle unsere Erfahrungen, und wir bereichern unseren Erfahrungsschatz. Aber damit der Mensch auf der Erde lernen kann, wird er notwendigerweise durch den Sinnengenuß angezogen.
[ 18 ] Wenn der Mensch herabsteigt, um sich auf der Erde zu inkarnieren, wird er durch sein eigenes Verlangen getrieben, und dies Verlangen hat seinen guten Grund. Es ist die Absicht, zu lernen. Wir lernen durch alle unsere Erfahrungen, und wir bereichern unseren Erfahrungsschatz. Aber damit der Mensch auf der Erde lernen kann, wird er notwendigerweise durch den Sinnengenuß angezogen.
[ 19 ] Wenn nun die Seele, nach dem Tode auf dem Astralplan angekommen, ihr Leben nach rückwärts durchlebt, handelt es sich im Gegenteil darum, den Sinnengenuß hinter sich zu lassen und einzig die Erfahrung zu verarbeiten. Ihr Durchgang durch den Astralplan ist also eine Reinigung, durch welche sie das Hängen an den physischen Genüssen verliert.
[ 19 ] Wenn nun die Seele, nach dem Tode auf dem Astralplan angekommen, ihr Leben nach rückwärts durchlebt, handelt es sich im Gegenteil darum, den Sinnengenuß hinter sich zu lassen und einzig die Erfahrung zu verarbeiten. Ihr Durchgang durch den Astralplan ist also eine Reinigung, durch welche sie das Hängen an den physischen Genüssen verliert.
[ 20 ] Das ist die Reinigung im Kamaloka der Inder, im verzehrenden Feuer. Der Mensch muß sich abgewöhnen, einen Körper zu haben.
[ 20 ] Das ist die Reinigung im Kamaloka der Inder, im verzehrenden Feuer. Der Mensch muß sich abgewöhnen, einen Körper zu haben.
[ 21 ] Der Tod erzeugt in ihm zuerst die Wirkung einer ungeheuren Leere. Bei gewaltsamem Tod und bei Selbstmord sind diese Gefühle der Leere, des Durstes und des Brennens noch viel schrecklicher. Der Astralleib, nicht dazu vorbereitet, außerhalb des physischen Leibes zu leben, reißt sich unter Schmerzen von ihm los, während beim natürlichen Tode der reif gewordene Astralleib sich leicht löst. Beim gewaltsamen Tod, der nicht vom Willen des Menschen verursacht ist, ist die Loslösung immerhin weniger schmerzhaft als im Fall des Selbstmords.
[ 21 ] Der Tod erzeugt in ihm zuerst die Wirkung einer ungeheuren Leere. Bei gewaltsamem Tod und bei Selbstmord sind diese Gefühle der Leere, des Durstes und des Brennens noch viel schrecklicher. Der Astralleib, nicht dazu vorbereitet, außerhalb des physischen Leibes zu leben, reißt sich unter Schmerzen von ihm los, während beim natürlichen Tode der reif gewordene Astralleib sich leicht löst. Beim gewaltsamen Tod, der nicht vom Willen des Menschen verursacht ist, ist die Loslösung immerhin weniger schmerzhaft als im Fall des Selbstmords.
[ 22 ] Es kann auch während des Lebens eine Art geistigen Todes vorkommen, der durch die verfrühte Trennung von Geist und Körper verursacht wird, wenn Astralplan und physischer Plan durcheinander geraten. Nietzsche ist ein Beispiel dafür. In seiner Schrift «Jenseits von Gut und Böse» hat Nietzsche, ohne es zu wissen, den Astralplan auf den physischen Plan heruntergeholt. Daraus entstand eine Verwirrung und Umkehrung aller Begriffe und in der Folge Irrtum, Wahnsinn und Tod.
[ 22 ] Es kann auch während des Lebens eine Art geistigen Todes vorkommen, der durch die verfrühte Trennung von Geist und Körper verursacht wird, wenn Astralplan und physischer Plan durcheinander geraten. Nietzsche ist ein Beispiel dafür. In seiner Schrift «Jenseits von Gut und Böse» hat Nietzsche, ohne es zu wissen, den Astralplan auf den physischen Plan heruntergeholt. Daraus entstand eine Verwirrung und Umkehrung aller Begriffe und in der Folge Irrtum, Wahnsinn und Tod.
[ 23 ] Der dämmerhafte Zustand einer großen Zahl von Medien ist ein analoges Phänomen. Unfehlbar verliert das Medium die Orientierung zwischen den verschiedenen Welten und kann nicht mehr zwischen Wahr und Falsch unterscheiden.
[ 23 ] Der dämmerhafte Zustand einer großen Zahl von Medien ist ein analoges Phänomen. Unfehlbar verliert das Medium die Orientierung zwischen den verschiedenen Welten und kann nicht mehr zwischen Wahr und Falsch unterscheiden.
[ 24 ] Die Lüge auf dem physischen Plan wird zur Zerstörung auf dem Astralplan. Die Lüge ist ein Mord auf dem Astralplan. Dieses Phänomen ist der Ursprung der schwarzen Magie. Das Gebot auf dem physischen Plan: Töte nicht! — läßt sich daher für den Astralplan übersetzen: Lüge nicht! - Auf dem physischen Plan ist die Lüge nur ein Wort, eine Vorstellung, eine Illusion. Sie kann viel Unheil anrichten, aber sie zerstört nichts. Auf dem Astralplan sind alle Gefühle, alle Gedanken sichtbare Gebilde, lebendige Kräfte. Auf dem Astralplan führt die Lüge einen Zusammenstoß zwischen der falschen und der wahren Form herbei; sie töten sich gegenseitig.
[ 24 ] Die Lüge auf dem physischen Plan wird zur Zerstörung auf dem Astralplan. Die Lüge ist ein Mord auf dem Astralplan. Dieses Phänomen ist der Ursprung der schwarzen Magie. Das Gebot auf dem physischen Plan: Töte nicht! — läßt sich daher für den Astralplan übersetzen: Lüge nicht! - Auf dem physischen Plan ist die Lüge nur ein Wort, eine Vorstellung, eine Illusion. Sie kann viel Unheil anrichten, aber sie zerstört nichts. Auf dem Astralplan sind alle Gefühle, alle Gedanken sichtbare Gebilde, lebendige Kräfte. Auf dem Astralplan führt die Lüge einen Zusammenstoß zwischen der falschen und der wahren Form herbei; sie töten sich gegenseitig.
[ 25 ] Der weiße Magier will den anderen Seelen das geistige Leben geben, das er in sich selbst trägt. Der Schwarzmagier dürstet danach, zu töten, Leere um sich her zu schaffen in der Astralwelt, weil diese Leere um ihn her das Feld für ihn schafft, auf dem er seine egoistischen Leidenschaften entfalten kann. Dazu bedarf er der Kraft, derer er sich bemächtigt, indem er die Lebenskraft alles Lebendigen an sich reißt, das heißt, indem er tötet.
[ 25 ] Der weiße Magier will den anderen Seelen das geistige Leben geben, das er in sich selbst trägt. Der Schwarzmagier dürstet danach, zu töten, Leere um sich her zu schaffen in der Astralwelt, weil diese Leere um ihn her das Feld für ihn schafft, auf dem er seine egoistischen Leidenschaften entfalten kann. Dazu bedarf er der Kraft, derer er sich bemächtigt, indem er die Lebenskraft alles Lebendigen an sich reißt, das heißt, indem er tötet.
[ 26 ] Deshalb lautet das erste Gesetz der schwarzen Magie: Man muß das Leben besiegen. Daher lehrt man in gewissen schwarzmagischen Schulen die Schüler die abscheuliche, grausame Praktik, lebenden Tieren Messerstiche zu versetzen, mit genauer Angabe der Körperstelle des Tieres, die in dem, der das Opfer vollzieht, diese oder jene Kraft erwachsen läßt. Äußerlich gesehen, kann man Gemeinsamkeiten zwischen der schwarzen Magie und der Vivisektion konstatieren. Die heutige Wissenschaft ist infolge ihres Materialismus auf die Vivisektion angewiesen. Die Gegenströmung gegen die Vivisektion entspringt tief moralischen Gründen. Aber man wird in der Wissenschaft so lange nicht zur Abschaffung der Vivisektion gelangen, als die Medizin nicht das höhere Schauen wiedergewonnen hat. Nur weil sie die Hellsichtigkeit verloren hat, hat die Medizin zur Vivisektion ihre Zuflucht nehmen müssen. Wenn wir aufs neue die Astralwelt erobert haben werden, die sich von uns zurückgezogen hat, wird die Hellsichtigkeit dem Arzt gestatten, sich auf geistige Weise in den inneren Zustand der kranken Organe zu versenken, und die Vivisektion wird als überflüssig unterlassen werden.
[ 26 ] Deshalb lautet das erste Gesetz der schwarzen Magie: Man muß das Leben besiegen. Daher lehrt man in gewissen schwarzmagischen Schulen die Schüler die abscheuliche, grausame Praktik, lebenden Tieren Messerstiche zu versetzen, mit genauer Angabe der Körperstelle des Tieres, die in dem, der das Opfer vollzieht, diese oder jene Kraft erwachsen läßt. Äußerlich gesehen, kann man Gemeinsamkeiten zwischen der schwarzen Magie und der Vivisektion konstatieren. Die heutige Wissenschaft ist infolge ihres Materialismus auf die Vivisektion angewiesen. Die Gegenströmung gegen die Vivisektion entspringt tief moralischen Gründen. Aber man wird in der Wissenschaft so lange nicht zur Abschaffung der Vivisektion gelangen, als die Medizin nicht das höhere Schauen wiedergewonnen hat. Nur weil sie die Hellsichtigkeit verloren hat, hat die Medizin zur Vivisektion ihre Zuflucht nehmen müssen. Wenn wir aufs neue die Astralwelt erobert haben werden, die sich von uns zurückgezogen hat, wird die Hellsichtigkeit dem Arzt gestatten, sich auf geistige Weise in den inneren Zustand der kranken Organe zu versenken, und die Vivisektion wird als überflüssig unterlassen werden.
[ 27 ] Die Erkenntnis des Lebens in der Astralwelt wird uns zu der grundlegenden Erkenntnis führen, daß die physische Welt das Produkt der astralen Welt ist.
[ 27 ] Die Erkenntnis des Lebens in der Astralwelt wird uns zu der grundlegenden Erkenntnis führen, daß die physische Welt das Produkt der astralen Welt ist.
[ 28 ] Man kann ein Beispiel unter tausenden anführen. Es ist genommen aus der Wechselbeziehung der menschlichen Sünden und der Ereignisse in der Astralwelt, ebenso wie der Rückwirkung der in der Astralwelt verursachten Sünden auf die Erdenwelt: die Epidemien, die hauptsächlich im Mittelalter wüteten. Der Aussatz ist das Resultat des Schreckens, der durch die Einfälle der Hunnen und der asiatischen Horden in der europäischen Bevölkerung ausgelöst wurde. In der Tat waren die mongolischen Völkerschaften, Nachkommen der Atlantier, Träger von Niedergangskeimen. Die Berührung mit ihnen rief zuerst als moralischen Defekt die Furcht im menschlichen Astralleib hervor; die Substanz des Astralleibes zersetzte sich, und dieses Feld der seelischen Zersetzung wurde eine Art Nährboden, auf dem sich die Bakterien entwickelten, die auf der Erde Krankheiten wie den Aussatz hervorriefen.
[ 28 ] Man kann ein Beispiel unter tausenden anführen. Es ist genommen aus der Wechselbeziehung der menschlichen Sünden und der Ereignisse in der Astralwelt, ebenso wie der Rückwirkung der in der Astralwelt verursachten Sünden auf die Erdenwelt: die Epidemien, die hauptsächlich im Mittelalter wüteten. Der Aussatz ist das Resultat des Schreckens, der durch die Einfälle der Hunnen und der asiatischen Horden in der europäischen Bevölkerung ausgelöst wurde. In der Tat waren die mongolischen Völkerschaften, Nachkommen der Atlantier, Träger von Niedergangskeimen. Die Berührung mit ihnen rief zuerst als moralischen Defekt die Furcht im menschlichen Astralleib hervor; die Substanz des Astralleibes zersetzte sich, und dieses Feld der seelischen Zersetzung wurde eine Art Nährboden, auf dem sich die Bakterien entwickelten, die auf der Erde Krankheiten wie den Aussatz hervorriefen.
[ 29 ] Was wir heute von uns auf den Astralplan abwälzen, erscheint morgen auf dem physischen Plan. Was wir so auf dem Astralplan säen, ernten wir auf Erden in künftigen Zeiten. Wir ernten demnach heute die Früchte der engstirnigen materialistischen Mentalität, die unsere Vorfahren auf dem Astralplan gesät haben.
[ 29 ] Was wir heute von uns auf den Astralplan abwälzen, erscheint morgen auf dem physischen Plan. Was wir so auf dem Astralplan säen, ernten wir auf Erden in künftigen Zeiten. Wir ernten demnach heute die Früchte der engstirnigen materialistischen Mentalität, die unsere Vorfahren auf dem Astralplan gesät haben.
[ 30 ] Man kann daraus die fundamentale Bedeutung geistiger Wahrheiten ersehen. Würde die Wissenschaft die Gaben der Geisteswissenschaft, und sei es nur als Hypothesen, annehmen, die Welt würde sich verändern. Der Materialismus hat den Menschen in derartige Finsternisse versinken lassen, daß es eines unerhörten Kraftaufwandes bedarf, um die Menschheit daraus herauszuziehen. Der Mensch gerät unter den Einfluß von Erkrankungen des Nervensystems, die sich zu wahren psychischen Epidemien auswachsen. Was wir auf der Erde Gefühl nennen und was sich auf dem Astralplan findet, das kommt auf die Erde zurück als Realität, als tatsächliches Ereignis. Vom Astralplan kommen die nervösen Störungen, welche die Menschen erschöpfen.
[ 30 ] Man kann daraus die fundamentale Bedeutung geistiger Wahrheiten ersehen. Würde die Wissenschaft die Gaben der Geisteswissenschaft, und sei es nur als Hypothesen, annehmen, die Welt würde sich verändern. Der Materialismus hat den Menschen in derartige Finsternisse versinken lassen, daß es eines unerhörten Kraftaufwandes bedarf, um die Menschheit daraus herauszuziehen. Der Mensch gerät unter den Einfluß von Erkrankungen des Nervensystems, die sich zu wahren psychischen Epidemien auswachsen. Was wir auf der Erde Gefühl nennen und was sich auf dem Astralplan findet, das kommt auf die Erde zurück als Realität, als tatsächliches Ereignis. Vom Astralplan kommen die nervösen Störungen, welche die Menschen erschöpfen.
[ 31 ] Aus diesem Grunde hat die okkulte Bruderschaft sich entschlossen, offen aufzutreten und die verborgenen menschlichen Wahrheiten zu enthüllen. Denn die Menschheit geht durch eine Krise, und sie bedarf der Hilfe, um die Gesundheit, das Gleichgewicht zurückzuerobern. Und diese Gesundheit, dieses Gleichgewicht, sie können nur durch die Geisteswissenschaft zurückgewonnen werden.
[ 31 ] Aus diesem Grunde hat die okkulte Bruderschaft sich entschlossen, offen aufzutreten und die verborgenen menschlichen Wahrheiten zu enthüllen. Denn die Menschheit geht durch eine Krise, und sie bedarf der Hilfe, um die Gesundheit, das Gleichgewicht zurückzuerobern. Und diese Gesundheit, dieses Gleichgewicht, sie können nur durch die Geisteswissenschaft zurückgewonnen werden.
