Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

Support the Archive

Human Development and Christ-Knowledge
GA 100

18 June 1907, Kassel

Translate the original German text into any language:

Theosophie und Rosenkreuzertum III

Theosophie und Rosenkreuzertum III

[ 1 ] Ein Allerheiligstes im Menschen ist dasjenige, was mit seinem Selbstbewußtsein bezeichnet wird. Wer sich das in der richtigen Weise klarmacht, der sieht ohne weiteres ein, daß mit diesem Worte «Selbstbewußtsein» eigentlich der Sinn des menschlichen Daseins ausgedrückt wird. Selbstbewußtsein ist die Fähigkeit, sich als ein Ich zu wissen.

[ 1 ] Ein Allerheiligstes im Menschen ist dasjenige, was mit seinem Selbstbewußtsein bezeichnet wird. Wer sich das in der richtigen Weise klarmacht, der sieht ohne weiteres ein, daß mit diesem Worte «Selbstbewußtsein» eigentlich der Sinn des menschlichen Daseins ausgedrückt wird. Selbstbewußtsein ist die Fähigkeit, sich als ein Ich zu wissen.

[ 2 ] Sie kommen am besten zu einer Vorstellung davon, wenn Sie daran denken, daß es im ganzen Umkreis der deutschen Sprache einen Namen gibt, der sich grundsätzlich unterscheidet von allen andern: das ist das Wort Ich. Den Tisch kann jeder Tisch nennen, aber «Ich» kann jeder nur für sich selbst sagen, für jeden andern ist man ein Du. Niemals kann das Wort Ich von außen an mein Ohr klingen, wenn es mich selbst bedeuten soll. Das hat alle Geisteswissenschaft empfunden. Die hebräische Religion sprach zum Beispiel, wenn sie von diesem Wesen des menschlichen Inneren sprach, so, daß sie das den unaussprechlichen Namen Gottes nannte. Man sagte nämlich: Wenn das Ich ausgesprochen werden soll, muß es aus dem Mittelpunkt des Wesens selbst heraustönen. Kein äußeres Wesen kann den Namen aussprechen. Es war daher wie ein Schauer, der durch die ganze Versammlung ging, wenn der Priester das Wort Jahve, «Ich bin der ich bin» aussprach. Da beginnt der Gott im Menschen zu sprechen. Das ist die reine, ursprüngliche Bedeutung des hebräischen Gottesnamens. Sie werden noch andere Namen kennenlernen, aber alle stehen in einem gewissen Verhältnis zu diesem einen Namen. Und mit diesem Ich bezeichnen wir das vierte Glied der menschlichen Wesenheit. Von diesem Ich aus durcharbeitet der Mensch die andern Glieder seiner Wesenheit: den Astralleib, den Ätherleib und auch den physischen Leib. So weit wir auch zurückgehen in der Entwickelungsgeschichte der menschlichen Wesenheit, die vier Glieder waren immer im Menschen vorhanden; und dadurch unterscheidet er sich gerade von den Tieren.

[ 2 ] Sie kommen am besten zu einer Vorstellung davon, wenn Sie daran denken, daß es im ganzen Umkreis der deutschen Sprache einen Namen gibt, der sich grundsätzlich unterscheidet von allen andern: das ist das Wort Ich. Den Tisch kann jeder Tisch nennen, aber «Ich» kann jeder nur für sich selbst sagen, für jeden andern ist man ein Du. Niemals kann das Wort Ich von außen an mein Ohr klingen, wenn es mich selbst bedeuten soll. Das hat alle Geisteswissenschaft empfunden. Die hebräische Religion sprach zum Beispiel, wenn sie von diesem Wesen des menschlichen Inneren sprach, so, daß sie das den unaussprechlichen Namen Gottes nannte. Man sagte nämlich: Wenn das Ich ausgesprochen werden soll, muß es aus dem Mittelpunkt des Wesens selbst heraustönen. Kein äußeres Wesen kann den Namen aussprechen. Es war daher wie ein Schauer, der durch die ganze Versammlung ging, wenn der Priester das Wort Jahve, «Ich bin der ich bin» aussprach. Da beginnt der Gott im Menschen zu sprechen. Das ist die reine, ursprüngliche Bedeutung des hebräischen Gottesnamens. Sie werden noch andere Namen kennenlernen, aber alle stehen in einem gewissen Verhältnis zu diesem einen Namen. Und mit diesem Ich bezeichnen wir das vierte Glied der menschlichen Wesenheit. Von diesem Ich aus durcharbeitet der Mensch die andern Glieder seiner Wesenheit: den Astralleib, den Ätherleib und auch den physischen Leib. So weit wir auch zurückgehen in der Entwickelungsgeschichte der menschlichen Wesenheit, die vier Glieder waren immer im Menschen vorhanden; und dadurch unterscheidet er sich gerade von den Tieren.

[ 3 ] Machen wir uns einmal einen Begriff davon, wie sich in bezug auf diese vier Glieder der Entwickelte zum Unentwickelten verhält. Betrachten Sie einmal daraufhin einen von den Wildesten, der den andern Mitmenschen noch auffrißt, mit einem europäischen Durchschnittsmenschen, und diesen wieder mit einem Hochentwickelten, zum Beispiel Goethe, Schiller oder Franz von Assisi. Jener Wilde folgt unmittelbar seinen Trieben und Leidenschaften, wie sie in seinem Astralleib enthalten sind. Er hat zwar schon das Ich, aber das ist noch ganz in der Gewalt des Astralleibes. Der heutige Durchschnittsmensch unterscheidet schon, was gut und nicht gut ist. Das kommt daher, daß dieser Mensch schon an seinem Astralleibe gearbeitet hat. Er hat daran gearbeitet und sogar einige Triebe schon umgestaltet zu sogenannten Idealen. Eine um so höhere Entwickelungsstufe hat der Mensch erreicht, je mehr er von seinem Ich aus an seinem Astralleibe umgearbeitet hat. Der heutige europäische Durchschnittsmensch hat schon viel umgearbeitet. Eine Individualität wie Schiller oder Goethe hat bereits den weit größeren Teil seines Astralleibes umgearbeitet. Ein Mensch aber, der alle Leidenschaften schon unter seinen Willen gezwungen hat, wie zum Beispiel Franz von Assisi, hat schon einen Astralleib, der bereits ganz umgearbeitet ist vom Ich; es ist nichts mehr darin, was nicht unter der Herrschaft des Ich stände. So viel als der Mensch von seinem Astralleib derart umgearbeitet hat, so viel nennen wir sein Manas oder Geistselbst; das ist das fünfte Glied seiner Wesenheit. Wir können also sagen: Im Ich liegt der Keim zur Umarbeitung des Astralleibes in Manas, Geistselbst.

[ 3 ] Machen wir uns einmal einen Begriff davon, wie sich in bezug auf diese vier Glieder der Entwickelte zum Unentwickelten verhält. Betrachten Sie einmal daraufhin einen von den Wildesten, der den andern Mitmenschen noch auffrißt, mit einem europäischen Durchschnittsmenschen, und diesen wieder mit einem Hochentwickelten, zum Beispiel Goethe, Schiller oder Franz von Assisi. Jener Wilde folgt unmittelbar seinen Trieben und Leidenschaften, wie sie in seinem Astralleib enthalten sind. Er hat zwar schon das Ich, aber das ist noch ganz in der Gewalt des Astralleibes. Der heutige Durchschnittsmensch unterscheidet schon, was gut und nicht gut ist. Das kommt daher, daß dieser Mensch schon an seinem Astralleibe gearbeitet hat. Er hat daran gearbeitet und sogar einige Triebe schon umgestaltet zu sogenannten Idealen. Eine um so höhere Entwickelungsstufe hat der Mensch erreicht, je mehr er von seinem Ich aus an seinem Astralleibe umgearbeitet hat. Der heutige europäische Durchschnittsmensch hat schon viel umgearbeitet. Eine Individualität wie Schiller oder Goethe hat bereits den weit größeren Teil seines Astralleibes umgearbeitet. Ein Mensch aber, der alle Leidenschaften schon unter seinen Willen gezwungen hat, wie zum Beispiel Franz von Assisi, hat schon einen Astralleib, der bereits ganz umgearbeitet ist vom Ich; es ist nichts mehr darin, was nicht unter der Herrschaft des Ich stände. So viel als der Mensch von seinem Astralleib derart umgearbeitet hat, so viel nennen wir sein Manas oder Geistselbst; das ist das fünfte Glied seiner Wesenheit. Wir können also sagen: Im Ich liegt der Keim zur Umarbeitung des Astralleibes in Manas, Geistselbst.

[ 4 ] Nun ist aber auch die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch nicht nur seinen Astralleib, sondern auch seinen Ätherleib umarbeitet, so daß das Ich auch Herr wird über den Ätherleib. Nur müssen Sie sich klarmachen, daß dieses viel schwieriger ist und langsamer vor sich geht. Der Unterschied der Umarbeitung von Astralleib und Ätherleib ist folgender: Bedenken Sie einmal, was Sie mit acht Jahren gewußt haben, und was Sie seit Ihrer Jugend sich alles angeeignet haben! Der Träger aller dieser Umwandlungen ist der Astralleib; er verändert sich also sozusagen tagtäglich ganz wesentlich durch alles das, was Sie an äußeren Eindrücken in sich aufnehmen. Anders aber ist es mit dem Ätherleib. Wollen Sie sich davon eine Vorstellung machen, dann stellen Sie sich folgendes vor: Waren Sie mit acht Jahren ein jähzorniges Kind, dann sind Sie wahrscheinlich auch heute noch manchmal jähzornig. Nur wenigen Menschen gelingt es, sich so zu verändern, daß sie auch ihre Gewohnheiten, ihre Neigungen, ihr Temperament, ihren Charakter umwandeln. Darin liegt durchaus kein Widerspruch mit dem oben Gesagten. Der Astralleib hat zwar zu tun mit Lust und Leid und unseren Leidenschaften; sind diese Leidenschaften aber zur Gewohnheit, zu sogenannten Charaktereigenschaften geworden, dann liegen sie verankert im Ätherleib; und wenn wir solche Gewohnheiten umwandeln wollen, dann muß sich der Ätherleib umwandeln, denn dieser ist der Träger aller Gewohnheiten und Charaktereigenschaften.

[ 4 ] Nun ist aber auch die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch nicht nur seinen Astralleib, sondern auch seinen Ätherleib umarbeitet, so daß das Ich auch Herr wird über den Ätherleib. Nur müssen Sie sich klarmachen, daß dieses viel schwieriger ist und langsamer vor sich geht. Der Unterschied der Umarbeitung von Astralleib und Ätherleib ist folgender: Bedenken Sie einmal, was Sie mit acht Jahren gewußt haben, und was Sie seit Ihrer Jugend sich alles angeeignet haben! Der Träger aller dieser Umwandlungen ist der Astralleib; er verändert sich also sozusagen tagtäglich ganz wesentlich durch alles das, was Sie an äußeren Eindrücken in sich aufnehmen. Anders aber ist es mit dem Ätherleib. Wollen Sie sich davon eine Vorstellung machen, dann stellen Sie sich folgendes vor: Waren Sie mit acht Jahren ein jähzorniges Kind, dann sind Sie wahrscheinlich auch heute noch manchmal jähzornig. Nur wenigen Menschen gelingt es, sich so zu verändern, daß sie auch ihre Gewohnheiten, ihre Neigungen, ihr Temperament, ihren Charakter umwandeln. Darin liegt durchaus kein Widerspruch mit dem oben Gesagten. Der Astralleib hat zwar zu tun mit Lust und Leid und unseren Leidenschaften; sind diese Leidenschaften aber zur Gewohnheit, zu sogenannten Charaktereigenschaften geworden, dann liegen sie verankert im Ätherleib; und wenn wir solche Gewohnheiten umwandeln wollen, dann muß sich der Ätherleib umwandeln, denn dieser ist der Träger aller Gewohnheiten und Charaktereigenschaften.

[ 5 ] Ich habe schon öfter die Veränderungen von Astralleib und Ätherleib verglichen mit dem Gang des Minuten- und Stundenzeigers einer Uhr.

[ 5 ] Ich habe schon öfter die Veränderungen von Astralleib und Ätherleib verglichen mit dem Gang des Minuten- und Stundenzeigers einer Uhr.

[ 6 ] "Wir werden später von der Entwickelung des fortgeschrittenen Schülers sprechen. Ein solcher Schüler ist dies nicht im Sinne des gewöhnlichen Lebens, nicht einer, der bloß etwas lernt. Gewiß, ein solcher Schüler muß auch viel lernen, aber unendlich wichtiger als das Lernen ist dies oben geschilderte Hineinarbeiten in den Ätherleib: daß er es fertig bringt, Jähzorn in Sanftmut zu verwandeln. Gerade dafür gibt die Geheimwissenschaft dem Schüler die Anleitung.

[ 6 ] "Wir werden später von der Entwickelung des fortgeschrittenen Schülers sprechen. Ein solcher Schüler ist dies nicht im Sinne des gewöhnlichen Lebens, nicht einer, der bloß etwas lernt. Gewiß, ein solcher Schüler muß auch viel lernen, aber unendlich wichtiger als das Lernen ist dies oben geschilderte Hineinarbeiten in den Ätherleib: daß er es fertig bringt, Jähzorn in Sanftmut zu verwandeln. Gerade dafür gibt die Geheimwissenschaft dem Schüler die Anleitung.

[ 7 ] Eine hohe Stufe der Entwickelung hat derjenige erlangt, der es in der Hand hat, eine Gewohnheit, also eine Eigenschaft seines Ätherleibes, von heute auf morgen zu ändern. Eine solche Umwandlung des Ätherleibes muß Hand in Hand gehen mit dem, was der Schüler der Geheimwissenschaft sonst lernt. Aber auch wenn der Mensch nichts von einer solchen Schulung weiß, ändert er doch von selbst -— wenn auch langsam und allmählich, durch viele Verkörperungen hindurch — seinen Ätherleib. Und so viel nun von diesem Ätherleibe umgewandelt ist, so viel nennen wir Buddhi oder Lebensgeist; und das bildet das sechste Glied der menschlichen Wesenheit.

[ 7 ] Eine hohe Stufe der Entwickelung hat derjenige erlangt, der es in der Hand hat, eine Gewohnheit, also eine Eigenschaft seines Ätherleibes, von heute auf morgen zu ändern. Eine solche Umwandlung des Ätherleibes muß Hand in Hand gehen mit dem, was der Schüler der Geheimwissenschaft sonst lernt. Aber auch wenn der Mensch nichts von einer solchen Schulung weiß, ändert er doch von selbst -— wenn auch langsam und allmählich, durch viele Verkörperungen hindurch — seinen Ätherleib. Und so viel nun von diesem Ätherleibe umgewandelt ist, so viel nennen wir Buddhi oder Lebensgeist; und das bildet das sechste Glied der menschlichen Wesenheit.

[ 8 ] Und dann gibt es noch die Stufe, die aber viel, viel höher liegt, auf welcher der Mensch auch lernt, in seinen physischen Leib hineinzuarbeiten und diesen umzugestalten. So viel er nun an Herrschaft über den physischen Leib gewonnen hat, so viel nennt man Atma oder Geistesmensch; es ist das siebente Glied seiner Wesenheit. Atma hängt zusammen mit dem Worte «atmen», weil es der Atmungsprozeß ist, von dem diese Umwandlung ausgeht. Was das heißt, bewußt seinen physischen Leib vom Ich aus zu beherrschen, davon macht man sich erst eine Vorstellung, wenn man bedenkt, wie wenig man eigentlich von seinem physischen Leibe weiß. Dieses Wissen hat nichts zu tun mit dem, was die heutige Anatomie über den physischen Körper zu sagen hat. Lange bevor es eine heutige Anatomie gab, gab es uralte Lehren, die allerdings nicht öffentlich bekanntgeworden sind, in welchen Sie aber ein Wissen über das Innere des Menschen finden. Dadurch konnten diese alten Weisen zum Beispiel die Strömungen des Lebens und des Blutes verfolgen; sie waren dadurch in der Lage, sich selbst innerlich anzuschauen, den physischen Körper zu beobachten in allen seinen Organen. Wenn wir uns so weit entwickelt haben, dann ist es möglich, daß kein Teilchen in unserem Leibe sich bewegt ohne unseren Willen. Das ist die Umwandlung in Atma, Geistesmensch.

[ 8 ] Und dann gibt es noch die Stufe, die aber viel, viel höher liegt, auf welcher der Mensch auch lernt, in seinen physischen Leib hineinzuarbeiten und diesen umzugestalten. So viel er nun an Herrschaft über den physischen Leib gewonnen hat, so viel nennt man Atma oder Geistesmensch; es ist das siebente Glied seiner Wesenheit. Atma hängt zusammen mit dem Worte «atmen», weil es der Atmungsprozeß ist, von dem diese Umwandlung ausgeht. Was das heißt, bewußt seinen physischen Leib vom Ich aus zu beherrschen, davon macht man sich erst eine Vorstellung, wenn man bedenkt, wie wenig man eigentlich von seinem physischen Leibe weiß. Dieses Wissen hat nichts zu tun mit dem, was die heutige Anatomie über den physischen Körper zu sagen hat. Lange bevor es eine heutige Anatomie gab, gab es uralte Lehren, die allerdings nicht öffentlich bekanntgeworden sind, in welchen Sie aber ein Wissen über das Innere des Menschen finden. Dadurch konnten diese alten Weisen zum Beispiel die Strömungen des Lebens und des Blutes verfolgen; sie waren dadurch in der Lage, sich selbst innerlich anzuschauen, den physischen Körper zu beobachten in allen seinen Organen. Wenn wir uns so weit entwickelt haben, dann ist es möglich, daß kein Teilchen in unserem Leibe sich bewegt ohne unseren Willen. Das ist die Umwandlung in Atma, Geistesmensch.

[ 9 ] Nun könnte einer einwenden: Der physische Leib ist doch das niedrigste Glied der menschlichen Wesenheit, weshalb ist denn die Umwandlung desselben zum höchsten Gliede möglich? — Gerade weil der physische Leib das unterste Glied ist, braucht es die höchste Kraftanstrengung des Menschen, um diesen Körper in die eigene Gewalt zu bekommen. Mit der Umarbeitung dieses physischen Leibes geht Hand in Hand die Erlangung der Gewalt über Kräfte, die den ganzen Kosmos durchfluten. Und die Herrschaft über diese kosmischen Kräfte ist das, was man als Magie bezeichnet.

[ 9 ] Nun könnte einer einwenden: Der physische Leib ist doch das niedrigste Glied der menschlichen Wesenheit, weshalb ist denn die Umwandlung desselben zum höchsten Gliede möglich? — Gerade weil der physische Leib das unterste Glied ist, braucht es die höchste Kraftanstrengung des Menschen, um diesen Körper in die eigene Gewalt zu bekommen. Mit der Umarbeitung dieses physischen Leibes geht Hand in Hand die Erlangung der Gewalt über Kräfte, die den ganzen Kosmos durchfluten. Und die Herrschaft über diese kosmischen Kräfte ist das, was man als Magie bezeichnet.

[ 10 ] So besteht der Mensch seinem wahren inneren Wesen nach aus sieben Teilen, aber diese sieben Teile gehen vollständig ineinander über. Man wird von dieser gegenseitigen Durchdringung aller sieben Teile sich nur dann eine rechte Vorstellung machen, wenn man sie vergleicht mit den sieben Farben des Regenbogens, die alle auch im Sonnenlicht enthalten sind. Wie das Licht aus diesen sieben Farben besteht, so auch der Mensch aus seinen sieben Gliedern.

[ 10 ] So besteht der Mensch seinem wahren inneren Wesen nach aus sieben Teilen, aber diese sieben Teile gehen vollständig ineinander über. Man wird von dieser gegenseitigen Durchdringung aller sieben Teile sich nur dann eine rechte Vorstellung machen, wenn man sie vergleicht mit den sieben Farben des Regenbogens, die alle auch im Sonnenlicht enthalten sind. Wie das Licht aus diesen sieben Farben besteht, so auch der Mensch aus seinen sieben Gliedern.

[ 11 ] Nun wollen wir eingehen auf die Bedeutung dieser Gliederung für die Erkenntnis des ganzen Lebensweges des Menschen. Wir haben schon gestern gehört, welches die Natur des Schlafes ist. Im Bette liegt der physische Leib und der Ätherleib; es dauert fort, als die Lebensäußerung dieses Ätherleibes, Atmung und Blutkreislauf; aber alles, was zum Astralleib gehört, ist mit dem Ich aus physischem Leib und Ätherleib herausgehoben.

[ 11 ] Nun wollen wir eingehen auf die Bedeutung dieser Gliederung für die Erkenntnis des ganzen Lebensweges des Menschen. Wir haben schon gestern gehört, welches die Natur des Schlafes ist. Im Bette liegt der physische Leib und der Ätherleib; es dauert fort, als die Lebensäußerung dieses Ätherleibes, Atmung und Blutkreislauf; aber alles, was zum Astralleib gehört, ist mit dem Ich aus physischem Leib und Ätherleib herausgehoben.

[ 12 ] Im Tode tritt im Gegensatz dazu etwas anderes ein. Während in der ganzen Zeit zwischen Geburt und Tod der physische und der Ätherleib ein Ganzes bleiben, trennt sich im Tode nicht nur wie im Schlafe der Astralleib, sondern auch der Ätherleib von dem physischen Leib. Dieser physische Leib ist nun aber — erinnern wir uns an das gestern Gesagte — so kompliziert, daß er, auf sich allein angewiesen, zerfallen muß. Betrachten wir nun einmal mit hellseherischem Blick den Menschen unmittelbar nach dem Tode: vor uns liegt lediglich der physische Leib, und darüber schweben Astralleib und Ätherleib. Da tritt nun unmittelbar nach dem Tode eine eigenartige Erscheinung in der Empfindung des so dahingegangenen Menschen auf: In dem Moment des Todes ersteht nämlich in dem Felde der menschlichen Erinnerung wie ein ausgebreitetes Tableau sein ganzer Lebensgang. Jede kleine, selbst kleinste Begebenheit zieht in Bildern an ihm vorüber. Das kommt ganz naturgemäß daher, weil ja der Ätherleib, neben der oben geschilderten Eigenschaft der Verhinderung einer Zersetzung des physischen Leibes, auch noch der Träger des Gedächtnisses ist. In demselben Moment, wo dieser Ätherleib seiner ersteren Aufgabe enthoben ist, lebt er sich ganz intensiv in diese zweite Aufgabe hinein. Da aber während des Lebens ein jedes Ereignis mit Lust und Schmerz, Freude und Leid verbunden war, infolge der Durchdringung mit dem Astralleibe, erlebt der Mensch jetzt, da sich ja auch der Astralleib von ihm gelöst hat, diese Erinnerungsbilder, das heißt sein ganzes verflossenes Dasein, ohne Empfindung, ohne Gefühl, wie in einem großen Panorama.

[ 12 ] Im Tode tritt im Gegensatz dazu etwas anderes ein. Während in der ganzen Zeit zwischen Geburt und Tod der physische und der Ätherleib ein Ganzes bleiben, trennt sich im Tode nicht nur wie im Schlafe der Astralleib, sondern auch der Ätherleib von dem physischen Leib. Dieser physische Leib ist nun aber — erinnern wir uns an das gestern Gesagte — so kompliziert, daß er, auf sich allein angewiesen, zerfallen muß. Betrachten wir nun einmal mit hellseherischem Blick den Menschen unmittelbar nach dem Tode: vor uns liegt lediglich der physische Leib, und darüber schweben Astralleib und Ätherleib. Da tritt nun unmittelbar nach dem Tode eine eigenartige Erscheinung in der Empfindung des so dahingegangenen Menschen auf: In dem Moment des Todes ersteht nämlich in dem Felde der menschlichen Erinnerung wie ein ausgebreitetes Tableau sein ganzer Lebensgang. Jede kleine, selbst kleinste Begebenheit zieht in Bildern an ihm vorüber. Das kommt ganz naturgemäß daher, weil ja der Ätherleib, neben der oben geschilderten Eigenschaft der Verhinderung einer Zersetzung des physischen Leibes, auch noch der Träger des Gedächtnisses ist. In demselben Moment, wo dieser Ätherleib seiner ersteren Aufgabe enthoben ist, lebt er sich ganz intensiv in diese zweite Aufgabe hinein. Da aber während des Lebens ein jedes Ereignis mit Lust und Schmerz, Freude und Leid verbunden war, infolge der Durchdringung mit dem Astralleibe, erlebt der Mensch jetzt, da sich ja auch der Astralleib von ihm gelöst hat, diese Erinnerungsbilder, das heißt sein ganzes verflossenes Dasein, ohne Empfindung, ohne Gefühl, wie in einem großen Panorama.

[ 13 ] Solange dieser Ätherleib mit dem physischen Leibe verbunden bleibt, ist das Instrument, dessen er sich bedienen muß, das Gehirn, etwas, was macht, daß unsere Erinnerungen nie vollständig sind; nur Bruchstücke der Lebenseindrücke behalten wir in der Erinnerung. Daran ist die Mangelhaftigkeit dieses physischen Gehirns schuld, während sich im Moment der Befreiung vom physischen Gehirn dieser Ätherleib an alles erinnert. Ein Analogon zu diesem Zustande findet sich schon im gewöhnlichen Leben beim Schock, den man zum Beispiel im Augenblick des Ertrinkens, des Abstürzens und so weiter erfährt. Das rührt ganz einfach davon her, daß in einem solchen Augenblick der Ätherleib gewaltsam gelockert wird vom physischen Leibe, was auch zum Beispiel in leichterer Art beim Einschlafen der Glieder geschieht, auch bei der Hypnose, bei welcher der Hellseher den Ätherleib zu beiden Seiten des Kopfes heraushängen sieht. Die materialistische Physiologie wendet ja ein, daß eine materielle Veränderung im Blute da vorliegt, aber das ist eine Verwechslung von Ursache und Wirkung.

[ 13 ] Solange dieser Ätherleib mit dem physischen Leibe verbunden bleibt, ist das Instrument, dessen er sich bedienen muß, das Gehirn, etwas, was macht, daß unsere Erinnerungen nie vollständig sind; nur Bruchstücke der Lebenseindrücke behalten wir in der Erinnerung. Daran ist die Mangelhaftigkeit dieses physischen Gehirns schuld, während sich im Moment der Befreiung vom physischen Gehirn dieser Ätherleib an alles erinnert. Ein Analogon zu diesem Zustande findet sich schon im gewöhnlichen Leben beim Schock, den man zum Beispiel im Augenblick des Ertrinkens, des Abstürzens und so weiter erfährt. Das rührt ganz einfach davon her, daß in einem solchen Augenblick der Ätherleib gewaltsam gelockert wird vom physischen Leibe, was auch zum Beispiel in leichterer Art beim Einschlafen der Glieder geschieht, auch bei der Hypnose, bei welcher der Hellseher den Ätherleib zu beiden Seiten des Kopfes heraushängen sieht. Die materialistische Physiologie wendet ja ein, daß eine materielle Veränderung im Blute da vorliegt, aber das ist eine Verwechslung von Ursache und Wirkung.

[ 14 ] Das erste Schicksal des Menschen nach dem Tode ist also dieser Rückblick auf das verflossene Leben, der verschieden lang ist und durchschnittlich etwa dreieinhalb Tage dauert. Dann kommt eine Art zweiten Sterbens, indem sich das Ätherische vollkommen auch vom Astralleib löst, und dann eine Art Ätherleichnam zurückbleibt. Dieser Ätherleichnam löst sich sehr bald, wenn auch bei jedem Menschen verschieden schnell, im allgemeinen Weltenäther auf, jedoch nicht vollständig; eine Art Essenz aus dem verflossenen Leben bleibt, die das Ich mitnimmt und die ein unvergängliches Gut ist, das dem Menschen verbleibt für alle folgenden Verkörperungen. Nach einer jeden Verkörperung fügt sich gleichsam ein neues Blatt zu den vorangegangenen. Man nennt das in der Theosophie den Kausalkörper, und in der Qualität dieses Kausalkörpers liegt die Ursache dafür, wie sich die späteren Verkörperungen gestalten.

[ 14 ] Das erste Schicksal des Menschen nach dem Tode ist also dieser Rückblick auf das verflossene Leben, der verschieden lang ist und durchschnittlich etwa dreieinhalb Tage dauert. Dann kommt eine Art zweiten Sterbens, indem sich das Ätherische vollkommen auch vom Astralleib löst, und dann eine Art Ätherleichnam zurückbleibt. Dieser Ätherleichnam löst sich sehr bald, wenn auch bei jedem Menschen verschieden schnell, im allgemeinen Weltenäther auf, jedoch nicht vollständig; eine Art Essenz aus dem verflossenen Leben bleibt, die das Ich mitnimmt und die ein unvergängliches Gut ist, das dem Menschen verbleibt für alle folgenden Verkörperungen. Nach einer jeden Verkörperung fügt sich gleichsam ein neues Blatt zu den vorangegangenen. Man nennt das in der Theosophie den Kausalkörper, und in der Qualität dieses Kausalkörpers liegt die Ursache dafür, wie sich die späteren Verkörperungen gestalten.

[ 15 ] Nun ist der Astralleib allein. Wie unterscheidet sich dieser Zustand vom Schlaf, wo er ja auch aus den andern Gliedern, dem physischen und Ätherleib herausgetreten, wo er also auch allein war? Die Kräfte, die er im Schlaf verwenden mußte zur Ausarbeitung und Ausbesserung des physischen Körpers, die sind dadurch, daß dieser physische Körper definitiv abgelegt ist, frei geworden; die verwendet der Astralleib jetzt für sich und wird sich dessen bewußt. In diesem Eigenbewußtseinszustand macht der Astralleib jetzt eine Zeit durch, die Sie sich am besten klarmachen, wenn Sie folgende Erwägung anstellen.

[ 15 ] Nun ist der Astralleib allein. Wie unterscheidet sich dieser Zustand vom Schlaf, wo er ja auch aus den andern Gliedern, dem physischen und Ätherleib herausgetreten, wo er also auch allein war? Die Kräfte, die er im Schlaf verwenden mußte zur Ausarbeitung und Ausbesserung des physischen Körpers, die sind dadurch, daß dieser physische Körper definitiv abgelegt ist, frei geworden; die verwendet der Astralleib jetzt für sich und wird sich dessen bewußt. In diesem Eigenbewußtseinszustand macht der Astralleib jetzt eine Zeit durch, die Sie sich am besten klarmachen, wenn Sie folgende Erwägung anstellen.

[ 16 ] Denken Sie einmal an den Genuß einer leckeren Speise; der Mensch genießt sie und hat seine Lust an diesem Genusse. Dieser Genuß sitzt nicht im physischen, sondern im Astralleibe; aber daß dieser Genuß zustande kommen kann, dazu braucht er das Werkzeug, nämlich eine Zunge, einen Gaumen; also liefert der physische Leib das Werkzeug für die Genüsse des Astralleibes. Wie ist das nun nach dem Tode, wo doch dieser physische Leib abgeworfen ist? Das Instrument, der Vermittler des Genusses fehlt, nicht aber hat der Astralleib die Sehnsucht, das Verlangen nach dem Genuß verloren. Stellen Sie sich einmal möglichst lebendig diesen Zustand vor. Es ist ein Zustand, wie ihn etwa der Durstende in der Wüste empfindet. Nach dem Tode wird eben der Astralleib die Begierde noch haben nach Genuß, und zwar in dem Maße, wie er es von dem verflossenen Leben her gewöhnt gewesen ist. Darum also ist für alle Menschen diese Zeit nach dem Tode eine Zeit des unbefriedigten Verlangens. Diesen Zustand nennt man Kamaloka; Kama bedeutet Begierde, locus: Ort. Es ist der gleiche Zustand, den wir geschildert finden in zahlreichen Mythen, zum Beispiel in den Qualen des Tantalus, oder im Fegefeuer. Natürlich ist dieser Zustand nicht nur ein qualvoller; qualvoll ist er nur so lange, bis sich dieser Astralleib das Verlangen nach Genuß abgewöhnt hat. Je mehr also der Astralleib hier im physischen Leben Bedürfnisse hatte, um so länger dauert dieser Zustand. Daraus können Sie aber schon entnehmen, daß je nach der Qualität der Bedürfnisse, die ein Mensch im verflossenen Leben gehabt hat, nicht nur Qualvolles, sondern auch unter Umständen etwas sehr Gutes und Angenehmes dem Astralleib im Kamaloka begegnen kann. So zum Beispiel erlebt er dann angenehm eine jede Freude, die er an der schönen Natur gehabt hat. Um diese Freude an der schönen Natur zu genießen, müssen wir zwar Augen haben zum Sehen, aber Schönheit ist etwas, was hinausgeht über das Physische, und deshalb ist auch im Kamalokaleben dieser Zustand die Quelle erhöhten Genusses. Solche Dinge sind die Ursachen von den großen Freuden und wundervollen Erlebnissen auch während der Kamalokazeit. Diese Zeit kann sich also der Mensch schon verschönern, wenn er sich frei macht vom Kleben an rein physischen Genüssen. Wenn Sie das bedenken, werden Sie manches im Leben verstehen, zum Beispiel in bezug auf alles, was Kunst heißt. Je idealer die Kunst ist, je mehr das Ideale durchleuchtet, um so stärker und um so erhebender wirkt das Kunstwerk über das Leben hinaus. Ihr Element ist das Geistige. Nur die materialistische Kurzsichtigkeit hat zum Naturalismus in der Kunst geführt. - Nach dem Durchleben dieser Kamalokazeit sind wir also an dem Punkte angekommen, wo der Mensch sich alle seine materiellen Genüsse abgewöhnt hat, und dieser Zeitpunkt bedeutet das Durchmachen eines ganz neuen Zustandes. Da legt die Seele nun auch alles das vom Astralleib ab, woran der Mensch, das heißt das Ich, noch nicht gearbeitet hat; und diese nun abgelegte Astralhülle ist somit der dritte Leichnam, den der Mensch dann zurückläßt.

[ 16 ] Denken Sie einmal an den Genuß einer leckeren Speise; der Mensch genießt sie und hat seine Lust an diesem Genusse. Dieser Genuß sitzt nicht im physischen, sondern im Astralleibe; aber daß dieser Genuß zustande kommen kann, dazu braucht er das Werkzeug, nämlich eine Zunge, einen Gaumen; also liefert der physische Leib das Werkzeug für die Genüsse des Astralleibes. Wie ist das nun nach dem Tode, wo doch dieser physische Leib abgeworfen ist? Das Instrument, der Vermittler des Genusses fehlt, nicht aber hat der Astralleib die Sehnsucht, das Verlangen nach dem Genuß verloren. Stellen Sie sich einmal möglichst lebendig diesen Zustand vor. Es ist ein Zustand, wie ihn etwa der Durstende in der Wüste empfindet. Nach dem Tode wird eben der Astralleib die Begierde noch haben nach Genuß, und zwar in dem Maße, wie er es von dem verflossenen Leben her gewöhnt gewesen ist. Darum also ist für alle Menschen diese Zeit nach dem Tode eine Zeit des unbefriedigten Verlangens. Diesen Zustand nennt man Kamaloka; Kama bedeutet Begierde, locus: Ort. Es ist der gleiche Zustand, den wir geschildert finden in zahlreichen Mythen, zum Beispiel in den Qualen des Tantalus, oder im Fegefeuer. Natürlich ist dieser Zustand nicht nur ein qualvoller; qualvoll ist er nur so lange, bis sich dieser Astralleib das Verlangen nach Genuß abgewöhnt hat. Je mehr also der Astralleib hier im physischen Leben Bedürfnisse hatte, um so länger dauert dieser Zustand. Daraus können Sie aber schon entnehmen, daß je nach der Qualität der Bedürfnisse, die ein Mensch im verflossenen Leben gehabt hat, nicht nur Qualvolles, sondern auch unter Umständen etwas sehr Gutes und Angenehmes dem Astralleib im Kamaloka begegnen kann. So zum Beispiel erlebt er dann angenehm eine jede Freude, die er an der schönen Natur gehabt hat. Um diese Freude an der schönen Natur zu genießen, müssen wir zwar Augen haben zum Sehen, aber Schönheit ist etwas, was hinausgeht über das Physische, und deshalb ist auch im Kamalokaleben dieser Zustand die Quelle erhöhten Genusses. Solche Dinge sind die Ursachen von den großen Freuden und wundervollen Erlebnissen auch während der Kamalokazeit. Diese Zeit kann sich also der Mensch schon verschönern, wenn er sich frei macht vom Kleben an rein physischen Genüssen. Wenn Sie das bedenken, werden Sie manches im Leben verstehen, zum Beispiel in bezug auf alles, was Kunst heißt. Je idealer die Kunst ist, je mehr das Ideale durchleuchtet, um so stärker und um so erhebender wirkt das Kunstwerk über das Leben hinaus. Ihr Element ist das Geistige. Nur die materialistische Kurzsichtigkeit hat zum Naturalismus in der Kunst geführt. - Nach dem Durchleben dieser Kamalokazeit sind wir also an dem Punkte angekommen, wo der Mensch sich alle seine materiellen Genüsse abgewöhnt hat, und dieser Zeitpunkt bedeutet das Durchmachen eines ganz neuen Zustandes. Da legt die Seele nun auch alles das vom Astralleib ab, woran der Mensch, das heißt das Ich, noch nicht gearbeitet hat; und diese nun abgelegte Astralhülle ist somit der dritte Leichnam, den der Mensch dann zurückläßt.

[ 17 ] Und jetzt, nachdem das Ich mit dem, was es aus den andern Leibern erobert hat, also mit der oben geschilderten Essenz des Ätherleibes und nun auch mit jener des Astralleibes eins geworden ist, geht es hinüber in das Geisterland. Und das ist jene Zeit, welche die Seele von da an bis zu einer neuen Geburt durchlebt.

[ 17 ] Und jetzt, nachdem das Ich mit dem, was es aus den andern Leibern erobert hat, also mit der oben geschilderten Essenz des Ätherleibes und nun auch mit jener des Astralleibes eins geworden ist, geht es hinüber in das Geisterland. Und das ist jene Zeit, welche die Seele von da an bis zu einer neuen Geburt durchlebt.

[ 18 ] Das wollen wir dann morgen besprechen. Heute möchte ich nur das eine nochmals betonen: daß alle diese geistigen Welten fortwährend um uns herum und nicht in einem Jenseits räumlich von uns getrennt sind, so daß sie für das Auge des Sehers jederzeit sichtbar sind. Und derjenige, welcher in diese geistigen Welten hineinschauen kann, kann auch jederzeit diese Schatten oder Schemen — denn das sind jene Leichname — sehen. Diese Leichname sind es gerade, die dann sehr häufig in die spiritistischen Sitzungen sich hineindrängen. Wenn aber die Teilnehmer an einer solchen spiritistischen Sitzung einen derartigen Astralleichnam für die betreffende Individualität selbst halten, so ist das ebenso töricht, als wenn man den physischen Leichnam für den Menschen selbst ansehen würde. Daher zeigt dieser Astralleichnam — denn es ist ja gerade das, was das Ich nicht gebrauchen kann - bei solchen spiritistischen Sitzungen sehr oft lächerliche Züge.

[ 18 ] Das wollen wir dann morgen besprechen. Heute möchte ich nur das eine nochmals betonen: daß alle diese geistigen Welten fortwährend um uns herum und nicht in einem Jenseits räumlich von uns getrennt sind, so daß sie für das Auge des Sehers jederzeit sichtbar sind. Und derjenige, welcher in diese geistigen Welten hineinschauen kann, kann auch jederzeit diese Schatten oder Schemen — denn das sind jene Leichname — sehen. Diese Leichname sind es gerade, die dann sehr häufig in die spiritistischen Sitzungen sich hineindrängen. Wenn aber die Teilnehmer an einer solchen spiritistischen Sitzung einen derartigen Astralleichnam für die betreffende Individualität selbst halten, so ist das ebenso töricht, als wenn man den physischen Leichnam für den Menschen selbst ansehen würde. Daher zeigt dieser Astralleichnam — denn es ist ja gerade das, was das Ich nicht gebrauchen kann - bei solchen spiritistischen Sitzungen sehr oft lächerliche Züge.