Human Development and Christ-Knowledge
GA 100
17 November 1907, Basel
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Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis, 2nd ed.
Das Johannes-Evangelium II
Das Johannes-Evangelium II
[ 1 ] Der Mensch, wie er vor uns steht, wird von der Geisteswissenschaft in sieben Teile zerlegt. Der unseren Sinnesorganen wahrnehmbare physische Körper ist nur ein Teil der menschlichen Wesenheit. Diesen physischen Leib hat der Mensch gemeinschaftlich mit der ganzen uns umgebenden mineralischen Natur. Die in unserem physischen Körper wirkenden Kräfte sind die gleichen wie in der scheinbar unbelebten Natur.
[ 1 ] Der Mensch, wie er vor uns steht, wird von der Geisteswissenschaft in sieben Teile zerlegt. Der unseren Sinnesorganen wahrnehmbare physische Körper ist nur ein Teil der menschlichen Wesenheit. Diesen physischen Leib hat der Mensch gemeinschaftlich mit der ganzen uns umgebenden mineralischen Natur. Die in unserem physischen Körper wirkenden Kräfte sind die gleichen wie in der scheinbar unbelebten Natur.
[ 2 ] Dieser physische Körper ist aber noch durchdrungen von höheren Kräften, ähnlich wie ein Schwamm von Wasser durchdrungen sein kann. Der Unterschied zwischen unbelebten und belebten Körpern ist folgender: Im unbelebten Körper folgen die ihn bildenden Stoffe lediglich den physischen, chemischen Gesetzen. Im belebten Körper dagegen sind die Stoffe in sehr komplizierter Weise miteinander verkettet, und nur unter Einwirkung des Ätherleibes können sie sich in dieser ihnen unnatürlichen, aufgedrungenen Gruppierung halten. In jedem Moment will der physische Stoff sich seiner Natur gemäß gruppieren, was einen Zerfall des lebendigen Körpers bedeutet, und in jedem Moment kämpft der Ätherleib gegen diesen Zerfall an. Wenn sich der Ätherkörper aus dem physischen Körper entfernt, so gruppieren sich die Stoffe des physischen Körpers in der für sie natürlichen Weise, und der Körper zerfällt, wird ein Leichnam. Der Ätherleib ist also der fortwährende Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes.
[ 2 ] Dieser physische Körper ist aber noch durchdrungen von höheren Kräften, ähnlich wie ein Schwamm von Wasser durchdrungen sein kann. Der Unterschied zwischen unbelebten und belebten Körpern ist folgender: Im unbelebten Körper folgen die ihn bildenden Stoffe lediglich den physischen, chemischen Gesetzen. Im belebten Körper dagegen sind die Stoffe in sehr komplizierter Weise miteinander verkettet, und nur unter Einwirkung des Ätherleibes können sie sich in dieser ihnen unnatürlichen, aufgedrungenen Gruppierung halten. In jedem Moment will der physische Stoff sich seiner Natur gemäß gruppieren, was einen Zerfall des lebendigen Körpers bedeutet, und in jedem Moment kämpft der Ätherleib gegen diesen Zerfall an. Wenn sich der Ätherkörper aus dem physischen Körper entfernt, so gruppieren sich die Stoffe des physischen Körpers in der für sie natürlichen Weise, und der Körper zerfällt, wird ein Leichnam. Der Ätherleib ist also der fortwährende Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes.
[ 3 ] Jedes Organ hat diesen Ätherleib zu seiner Grundkraft. Der Mensch hat ein Ätherherz, ein Äthergehirn und so weiter zum Zusammenhalten der betreffenden physischen Organe. Man ist leicht versucht, sich den Ätherleib in materieller Weise vorzustellen, etwa als einen ganz feinen Nebel. In Wahrheit ist der Ätherleib eine Summe von Kraftströmungen. Für den Hellseher erscheinen im Ätherleib des Menschen gewisse Strömungen, die von sehr großer Wichtigkeit sind. Es steigt zum Beispiel ein Strom vom linken Fuße nach der Stirne, an eine Stelle, die zwischen den Augen, etwa ein Zentimeter tief im Gehirn liegt, kehrt dann in den andern Fuß hinunter, von dort in die entgegengesetzte Hand, von dort durch das Herz in die andere Hand und von dort an ihren Ausgangspunkt zurück. Es bildet sich in dieser Weise ein Pentagramm von Kraftströmungen.
[ 3 ] Jedes Organ hat diesen Ätherleib zu seiner Grundkraft. Der Mensch hat ein Ätherherz, ein Äthergehirn und so weiter zum Zusammenhalten der betreffenden physischen Organe. Man ist leicht versucht, sich den Ätherleib in materieller Weise vorzustellen, etwa als einen ganz feinen Nebel. In Wahrheit ist der Ätherleib eine Summe von Kraftströmungen. Für den Hellseher erscheinen im Ätherleib des Menschen gewisse Strömungen, die von sehr großer Wichtigkeit sind. Es steigt zum Beispiel ein Strom vom linken Fuße nach der Stirne, an eine Stelle, die zwischen den Augen, etwa ein Zentimeter tief im Gehirn liegt, kehrt dann in den andern Fuß hinunter, von dort in die entgegengesetzte Hand, von dort durch das Herz in die andere Hand und von dort an ihren Ausgangspunkt zurück. Es bildet sich in dieser Weise ein Pentagramm von Kraftströmungen.


[ 4 ] Diese Kraftströmung ist nicht etwa die einzige im Ätherleibe, sondern es gibt deren noch sehr viele. Speziell dieser Kraftströmung verdankt der Mensch seine aufrechte Stellung. Das Tier ist mit seinen vorderen Gliedmaßen an die Erde gebunden, und im Tiere sehen wir eine solche Strömung nicht. In bezug auf Gestalt und Form und Größe des menschlichen Ätherleibes kann man sagen, daß derselbe in seinen oberen Partien ein vollständiges Ebenbild des physischen Leibes ist. Anders ist es mit seinen unteren Partien, welche nicht mit dem physischen Körper übereinstimmen. Dem Verhältnis von Ätherleib und physischem Leibe liegt ein großes Geheimnis zugrunde, das tief hineinleuchtet in die Menschennatur: der Ätherleib des Mannes ist weiblich, derjenige des Weibes ist männlich. Dadurch wird die Tatsache erklärt, daß wir in jeder Mannesnatur viel Weibliches, und in jeder Frauennatur viel Männliches finden. Bei den Tieren ist der Ätherleib größer als der physische Leib. So sieht der Hellseher zum Beispiel beim Pferd über dem Kopf den Ätherkopf in Form einer Kappe herausragen.
[ 4 ] Diese Kraftströmung ist nicht etwa die einzige im Ätherleibe, sondern es gibt deren noch sehr viele. Speziell dieser Kraftströmung verdankt der Mensch seine aufrechte Stellung. Das Tier ist mit seinen vorderen Gliedmaßen an die Erde gebunden, und im Tiere sehen wir eine solche Strömung nicht. In bezug auf Gestalt und Form und Größe des menschlichen Ätherleibes kann man sagen, daß derselbe in seinen oberen Partien ein vollständiges Ebenbild des physischen Leibes ist. Anders ist es mit seinen unteren Partien, welche nicht mit dem physischen Körper übereinstimmen. Dem Verhältnis von Ätherleib und physischem Leibe liegt ein großes Geheimnis zugrunde, das tief hineinleuchtet in die Menschennatur: der Ätherleib des Mannes ist weiblich, derjenige des Weibes ist männlich. Dadurch wird die Tatsache erklärt, daß wir in jeder Mannesnatur viel Weibliches, und in jeder Frauennatur viel Männliches finden. Bei den Tieren ist der Ätherleib größer als der physische Leib. So sieht der Hellseher zum Beispiel beim Pferd über dem Kopf den Ätherkopf in Form einer Kappe herausragen.
[ 5 ] Es gibt etwas im Menschen, was ihm viel nähersteht als Blut, Muskeln, Nerven und so weiter. Dies sind die Empfindungen von Lust und Leid, Freude und Schmerz, kurz alles das, was der Mensch sein Inneres nennt. Dies wird in der Geheimwissenschaft der Astralleib genannt, den der Mensch nur mit dem Tier gemein hat.
[ 5 ] Es gibt etwas im Menschen, was ihm viel nähersteht als Blut, Muskeln, Nerven und so weiter. Dies sind die Empfindungen von Lust und Leid, Freude und Schmerz, kurz alles das, was der Mensch sein Inneres nennt. Dies wird in der Geheimwissenschaft der Astralleib genannt, den der Mensch nur mit dem Tier gemein hat.
[ 6 ] So wie ein Blindgeborener die ihn umgebende Welt nur unvollständig kennt und die Welt der Farben und des Lichtes für ihn nicht existiert, so ist der durchschnittliche Mensch in der gleichen Lage der Astralwelt gegenüber. Sie ist ebenso vorhanden, durchdringt und umgibt die physische Welt, wird aber von ihm nicht wahrgenommen. Wenn der astralische Sinn bei einem Menschen eröffnet wird, so wird ihm die Astralwelt sichtbar. Die Bedeutung und Wichtigkeit dieses Momentes der menschlichen Entwickelung ist aber noch viel größer, als wenn ein Blindgeborener durch eine Operation das Augenlicht erlangt. Aber ein jeder von uns kennt diese astrale Welt, wenn auch unvollkommen, denn jede Nacht wird unser Astralleib in diese Welt versetzt. Wir ruhen in der Astralwelt, um die Harmonie des Astralleibes wiederherzustellen, denn die Ermüdung ist vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet nur eine Disharmonie im physischen und Astralleibe. Ein Gleichnis könnte das Verhältnis des physischen zum Astralleibe beleuchten. Nehmen wir einen Schwamm, zerschneiden ihn in tausend Stücke und lassen den Inhalt von einem Glas Wasser von diesen kleinen Stücken aufsaugen, so haben wir ein Gleichnis für den wachenden Durchschnittsmenschen. Pressen wir die Schwämmchen aus und sammeln wir das Wasser wieder in seinen Behälter, so schließt es sich zu einer gleichmäßigen Masse zusammen. So treten die menschlichen Astralkörper, die tagsüber wie die aufgesogenen Wassertropfen individualisiert waren, in die gemeinsame Astralsubstanz ein und stärken und kräftigen sich in derselben. Dies erkennt man am Morgen daran, daß die Ermüdung beseitigt ist. Solange der Mensch kein Seher ist, vermischt sich sein im Schlafe herausgetretener Astralleib mit den übrigen Astralleibern. Beim Seher liegen die Verhältnisse jedoch anders.
[ 6 ] So wie ein Blindgeborener die ihn umgebende Welt nur unvollständig kennt und die Welt der Farben und des Lichtes für ihn nicht existiert, so ist der durchschnittliche Mensch in der gleichen Lage der Astralwelt gegenüber. Sie ist ebenso vorhanden, durchdringt und umgibt die physische Welt, wird aber von ihm nicht wahrgenommen. Wenn der astralische Sinn bei einem Menschen eröffnet wird, so wird ihm die Astralwelt sichtbar. Die Bedeutung und Wichtigkeit dieses Momentes der menschlichen Entwickelung ist aber noch viel größer, als wenn ein Blindgeborener durch eine Operation das Augenlicht erlangt. Aber ein jeder von uns kennt diese astrale Welt, wenn auch unvollkommen, denn jede Nacht wird unser Astralleib in diese Welt versetzt. Wir ruhen in der Astralwelt, um die Harmonie des Astralleibes wiederherzustellen, denn die Ermüdung ist vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet nur eine Disharmonie im physischen und Astralleibe. Ein Gleichnis könnte das Verhältnis des physischen zum Astralleibe beleuchten. Nehmen wir einen Schwamm, zerschneiden ihn in tausend Stücke und lassen den Inhalt von einem Glas Wasser von diesen kleinen Stücken aufsaugen, so haben wir ein Gleichnis für den wachenden Durchschnittsmenschen. Pressen wir die Schwämmchen aus und sammeln wir das Wasser wieder in seinen Behälter, so schließt es sich zu einer gleichmäßigen Masse zusammen. So treten die menschlichen Astralkörper, die tagsüber wie die aufgesogenen Wassertropfen individualisiert waren, in die gemeinsame Astralsubstanz ein und stärken und kräftigen sich in derselben. Dies erkennt man am Morgen daran, daß die Ermüdung beseitigt ist. Solange der Mensch kein Seher ist, vermischt sich sein im Schlafe herausgetretener Astralleib mit den übrigen Astralleibern. Beim Seher liegen die Verhältnisse jedoch anders.
[ 7 ] Die einzelnen Pflanzen haben keinen eigenen Astralleib, sondern die ganze Pflanzenwelt besitzt einen gemeinsamen Astralleib, denjenigen der Erde. Die Erde ist ein lebendes Wesen, die Pflanzen sind ihre Glieder.
[ 7 ] Die einzelnen Pflanzen haben keinen eigenen Astralleib, sondern die ganze Pflanzenwelt besitzt einen gemeinsamen Astralleib, denjenigen der Erde. Die Erde ist ein lebendes Wesen, die Pflanzen sind ihre Glieder.
[ 8 ] Das vierte Glied des Menschen ist das Ich. Das Wort «Ich» kann der Mensch nur zu sich selber sprechen. Niemals kann dieses Wort von außen an unser Ohr klingen, um uns damit zu bezeichnen. Wenn dieses Ich in einem Wesen erklingt, dann spricht sich der Gott in ihm aus. Die Tierwelt, die Pflanzen- und Mineralwelt sind in bezug auf das Ich in einer andern Lage. Ein Tier zum Beispiel kann zu sich ebensowenig «Ich» sagen, wie ein Finger unserer Hand zu sich «Ich» sagen kann. Der Finger müßte, wenn er sein Ich bezeichnen wollte, auf das Ich des Menschen hinweisen; ebenso müßte das Tier auf ein Ich hinweisen, das einer in der Astralwelt lebenden Wesenheit angehört. Alle Löwen, alle Elefanten und so weiter haben ein gemeinschaftliches Gruppen-Ich, also ein Löwen-Ich, ein Elefanten-Ich und so weiter.
[ 8 ] Das vierte Glied des Menschen ist das Ich. Das Wort «Ich» kann der Mensch nur zu sich selber sprechen. Niemals kann dieses Wort von außen an unser Ohr klingen, um uns damit zu bezeichnen. Wenn dieses Ich in einem Wesen erklingt, dann spricht sich der Gott in ihm aus. Die Tierwelt, die Pflanzen- und Mineralwelt sind in bezug auf das Ich in einer andern Lage. Ein Tier zum Beispiel kann zu sich ebensowenig «Ich» sagen, wie ein Finger unserer Hand zu sich «Ich» sagen kann. Der Finger müßte, wenn er sein Ich bezeichnen wollte, auf das Ich des Menschen hinweisen; ebenso müßte das Tier auf ein Ich hinweisen, das einer in der Astralwelt lebenden Wesenheit angehört. Alle Löwen, alle Elefanten und so weiter haben ein gemeinschaftliches Gruppen-Ich, also ein Löwen-Ich, ein Elefanten-Ich und so weiter.
[ 9 ] Wollte die Pflanze auf ihr Ich zeigen, so müßte sie hinweisen auf ein gemeinschaftliches Ich im Mittelpunkt der Erde, in der Mentalwelt. Es ist bekannt, daß wenn man ein Tier sticht, dieses Tier Schmerz empfindet. Bei der Pflanze ist es anders, und der Seher kann uns berichten, daß das Pflücken der Blumen oder das Schneiden des Kornes für die Erde dasselbe wohlige Gefühl bedeutet wie für die Kuh die Entnahme der Milch beim Säugen. Wird aber die Pflanze mit der Wurzel ausgerissen, so ist es so, wie wenn man einem Tier ein Stück seines Fleisches herausschneiden würde. Dieses Ausreißen wird in der Astralwelt als Schmerz empfunden.
[ 9 ] Wollte die Pflanze auf ihr Ich zeigen, so müßte sie hinweisen auf ein gemeinschaftliches Ich im Mittelpunkt der Erde, in der Mentalwelt. Es ist bekannt, daß wenn man ein Tier sticht, dieses Tier Schmerz empfindet. Bei der Pflanze ist es anders, und der Seher kann uns berichten, daß das Pflücken der Blumen oder das Schneiden des Kornes für die Erde dasselbe wohlige Gefühl bedeutet wie für die Kuh die Entnahme der Milch beim Säugen. Wird aber die Pflanze mit der Wurzel ausgerissen, so ist es so, wie wenn man einem Tier ein Stück seines Fleisches herausschneiden würde. Dieses Ausreißen wird in der Astralwelt als Schmerz empfunden.
[ 10 ] Wenn man fragen wollte: Wo ist das Ich der Gesteinswelt? — so würde man nicht mehr imstande sein, ein solches einen Mittelpunkt bildendes Wesen in der Geisteswelt zu finden. Als Kraft des ganzen Kosmos überall verbreitet, ist das Ich der Mineralien in der übergeistigen Welt, theosophisch höhere Devachanwelt genannt, zu finden.
[ 10 ] Wenn man fragen wollte: Wo ist das Ich der Gesteinswelt? — so würde man nicht mehr imstande sein, ein solches einen Mittelpunkt bildendes Wesen in der Geisteswelt zu finden. Als Kraft des ganzen Kosmos überall verbreitet, ist das Ich der Mineralien in der übergeistigen Welt, theosophisch höhere Devachanwelt genannt, zu finden.
[ 11 ] In der christlichen Geheimlehre bezeichnet man die Welt, in welcher sich das Ich der Tiere befindet, die Astralwelt, als die Welt des Heiligen Geistes; die Welt, in der das Ich der Pflanzen ist, die geistige oder devachanische Welt, als die Welt des Sohnes. Wenn der Seher anfängt, in dieser Welt zu fühlen, so spricht zu ihm das «Wort», der Logos. Die Welt des mineralischen Ich, die übergeistige Welt, wird in der Geheimlehre die Welt des Vatergeistes genannt.
[ 11 ] In der christlichen Geheimlehre bezeichnet man die Welt, in welcher sich das Ich der Tiere befindet, die Astralwelt, als die Welt des Heiligen Geistes; die Welt, in der das Ich der Pflanzen ist, die geistige oder devachanische Welt, als die Welt des Sohnes. Wenn der Seher anfängt, in dieser Welt zu fühlen, so spricht zu ihm das «Wort», der Logos. Die Welt des mineralischen Ich, die übergeistige Welt, wird in der Geheimlehre die Welt des Vatergeistes genannt.
[ 12 ] Der Mensch ist ein in fortwährender Entwickelung begriffenes Wesen; wir haben nun alle vier Glieder seiner Natur kennengelernt. Sie sind das, was Pythagoras in seiner Schule als die niedere Vierheit bezeichnet. Der Wilde, der Zivilisierte, der Idealist, der Heilige: alle haben diese vier Teile. Der Wilde aber ist der Sklave seiner Leidenschaften; der Zivilisierte folgt nicht mehr wahllos seinen Trieben und Begierden; der Idealist tut dies noch weniger, und der Heilige ist völlig Herr über dieselben geworden.
[ 12 ] Der Mensch ist ein in fortwährender Entwickelung begriffenes Wesen; wir haben nun alle vier Glieder seiner Natur kennengelernt. Sie sind das, was Pythagoras in seiner Schule als die niedere Vierheit bezeichnet. Der Wilde, der Zivilisierte, der Idealist, der Heilige: alle haben diese vier Teile. Der Wilde aber ist der Sklave seiner Leidenschaften; der Zivilisierte folgt nicht mehr wahllos seinen Trieben und Begierden; der Idealist tut dies noch weniger, und der Heilige ist völlig Herr über dieselben geworden.
[ 13 ] Das Ich arbeitet am Astralleib und gliedert einen Teil aus ihm heraus. Dieser Teil wird im Laufe der menschlichen Entwickelung immer größer, während der ererbte Teil immer kleiner wird. In einem Franz von Assisi ist der gesamte Astralleib vom Ich aus durchgearbeiter und umgewandelt worden. Dieser vom Ich umgewandelte Astralleib bildet. das fünfte Glied der menschlichen Natur: das Geistselbst oder Manas.
[ 13 ] Das Ich arbeitet am Astralleib und gliedert einen Teil aus ihm heraus. Dieser Teil wird im Laufe der menschlichen Entwickelung immer größer, während der ererbte Teil immer kleiner wird. In einem Franz von Assisi ist der gesamte Astralleib vom Ich aus durchgearbeiter und umgewandelt worden. Dieser vom Ich umgewandelte Astralleib bildet. das fünfte Glied der menschlichen Natur: das Geistselbst oder Manas.
[ 14 ] Das Ich kann aber auch Herr werden über den Ätherleib oder Lebensleib. Der vom Ich umgewandelte Teil des Ätherleibes heißt Lebensgeist oder Buddhi. Umwandelnd auf den Ätherleib wirken die Impulse der Kunst und der Religion, letztere in ganz besonders starkem Maße, weil sie sich täglich wiederholen; und Wiederholung ist die Zauberkraft, welche den Ätherleib umwandelt. Am stärksten wirkt in diesem Sinne die bewußte Arbeit in der Geheimschulung, und Meditation und Konzentration sind die Mittel, welche hier angewandt werden. Die Geschwindigkeit der Umwandlung des Ätherleibes und des Astralleibes zeigen ein Ähnliches Verhältnis wie bei der Uhr der Gang des Stundenzeigers zum Gang des Minutenzeigers. Wenn es gelungen ist, im Temperament, welches von den Verhältnissen des Ätherleibes abhängig ist, das Geringste zu ändern, so ist dies mehr wert als das Aneignen von noch so vielen geistreichen Theorien.
[ 14 ] Das Ich kann aber auch Herr werden über den Ätherleib oder Lebensleib. Der vom Ich umgewandelte Teil des Ätherleibes heißt Lebensgeist oder Buddhi. Umwandelnd auf den Ätherleib wirken die Impulse der Kunst und der Religion, letztere in ganz besonders starkem Maße, weil sie sich täglich wiederholen; und Wiederholung ist die Zauberkraft, welche den Ätherleib umwandelt. Am stärksten wirkt in diesem Sinne die bewußte Arbeit in der Geheimschulung, und Meditation und Konzentration sind die Mittel, welche hier angewandt werden. Die Geschwindigkeit der Umwandlung des Ätherleibes und des Astralleibes zeigen ein Ähnliches Verhältnis wie bei der Uhr der Gang des Stundenzeigers zum Gang des Minutenzeigers. Wenn es gelungen ist, im Temperament, welches von den Verhältnissen des Ätherleibes abhängig ist, das Geringste zu ändern, so ist dies mehr wert als das Aneignen von noch so vielen geistreichen Theorien.
[ 15 ] Die stärkste Kraft ist notwendig, um den physischen Leib bewußt umzuändern. Die Mittel dazu werden nur in der Geheimschule gegeben. Angedeutet kann nur werden, daß die Regelung des Atmens den Beginn dieser Umwandlung bildet. Den vom Ich in bewußter Weise umgestalteten physischen Leib nennt man Geistesmensch oder Atma. Die Kraft zur Umgestaltung des Astralleibes flutet uns zu aus der Welt des Heiligen Geistes. Die Kraft zur Umgestaltung des Ätherleibes flutet uns zu aus der Welt des Sohnes oder des Wortes. Die Kraft zur Umgestaltung des physischen Leibes flutet uns zu aus der Welt des Vatergeistes oder des göttlichen Vaters.
[ 15 ] Die stärkste Kraft ist notwendig, um den physischen Leib bewußt umzuändern. Die Mittel dazu werden nur in der Geheimschule gegeben. Angedeutet kann nur werden, daß die Regelung des Atmens den Beginn dieser Umwandlung bildet. Den vom Ich in bewußter Weise umgestalteten physischen Leib nennt man Geistesmensch oder Atma. Die Kraft zur Umgestaltung des Astralleibes flutet uns zu aus der Welt des Heiligen Geistes. Die Kraft zur Umgestaltung des Ätherleibes flutet uns zu aus der Welt des Sohnes oder des Wortes. Die Kraft zur Umgestaltung des physischen Leibes flutet uns zu aus der Welt des Vatergeistes oder des göttlichen Vaters.
