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The Influence of
Spiritual Beings upon Man
GA 102

1 June 1908, Berlin

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Elfter Vortrag

Eleventh Lecture

[ 1 ] Es war ja ein etwas gewagtes Gebiet, auf das wir uns das letzte Mal begeben haben, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Wesenheiten lenkten, welche innerhalb unserer Wirklichkeit als geistige Wesenheiten durchaus existieren, welche aber doch in einer gewissen Art aus dem regelmäßigen Gang der Evolution herausfallen, und deren eigentliche Bedeutung gerade darin besteht, daß sie in einer gewissen Art aus der Evolution herausfallen. Es war das Gebiet der Elementarwesenheiten. Wir haben die Elementarwesenheiten ins Auge gefaßt, die der aufgeklärte Sinn unserer Gegenwart natürlich als äußersten Aberglauben ansieht, die aber gerade durch die Stellung, die sie im Kosmos einnehmen, in einer nicht allzu fernen Zeit unserer geistigen Entwickelung eine bedeutsame Rolle spielen werden. Wir haben gesehen, wie solche Elementarwesenheiten sich bilden, indem sie gleichsam unregelmäßige, abgeschnürte Teile von Gruppenseelen sind. Wir brauchen uns ja nur an das zu erinnern, was wir am Ende der letzten Betrachtung sagten, und wir werden gleich das Wesen solcher Elementargeschöpfe vor unser geistiges Auge gestellt haben. Wir haben auf eine der zuletzt gebildeten Arten dieser Elementarwesenheiten hingewiesen. Wir haben darauf hingewiesen, wie einer jeden Tierform oder, wenn wir im groben Sinne sprechen wollen, einer Summe von gleichgestalteten Tierwesenheiten, eine Gruppenseele entspricht. Wir haben gesagt, daß diese Gruppenseelen gewissermaßen in der astralischen Welt dieselbe Rolle spielen, wie unsere Menschenseele — insoweit sie ich begabt ist — in der physischen Welt. Eigentlich ist das Menschen-Ich ein von dem Astralplan zum physischen Plan heruntergestiegenes GruppenIch. Dadurch ist es ein individuelles Ich geworden. Die tierischen Iche sind heute noch regelmäßig auf dem astralischen Plan, und was wir als die einzelnen Tierindividuen hier auf dem physischen Plan haben, das hat auf dem physischen Plan nur physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib, und das Ich hat es in der astralischen Welt, aber so, daß gleichgeformte Tiere gleichsam die Glieder des Gruppen-Ich dieser Tiere sind. Wir können uns dadurch auch vorstellen, wie das, was man Geburt und Tod im Menschenleben nennt, für die Tiere nicht dieselbe Bedeutung hat. Denn wenn ein einzelnes Tier stirbt, so bleibt die Gruppenseele oder das Gruppen-Ich lebendig. Es ist gerade so, wie wenn, gesetzt daß das möglich wäre, der Mensch eine Hand verlöre und die Fähigkeit hätte, diese Hand wieder anzusetzen. Sein Ich würde nicht sagen: Ich bin gestorben durch den Verlust der Hand — sondern es würde fühlen, wie es ein Glied erneuert hat. So erneuert das GruppenIch der Löwen ein Glied, wenn ein einzelner individueller Löwe stirbt und durch einen anderen ersetzt wird. So können wir verstehen, daß Geburt und Tod für die Gruppenseele der Tiere gar nicht die Bedeutung haben wie für den Menschen des heutigen Entwickelungszyklus. Die Gruppenseele der Tiere kennt Verwandlungen, Metamorphosen, kennt sozusagen das Abschnüren der Glieder, die sich dann vorstrecken in die physische Welt, den Verlust dieser Glieder und ihre Erneuerung.

[ 1 ] It was, after all, somewhat of a risky territory that we ventured into last time, by directing our attention to certain entities that certainly exist within our reality as spiritual beings, but which nevertheless, in a certain sense, fall outside the regular course of evolution, and whose actual significance lies precisely in the fact that they fall outside of evolution in a certain sense. It was the realm of the elemental beings. We have considered the elemental beings, whom the enlightened mind of our present age naturally regards as the height of superstition, but who, precisely because of the position they occupy in the cosmos, will play a significant role in a not-too-distant future of our spiritual development. We have seen how such elemental beings are formed, being, as it were, irregular, offshoots of group souls. We need only recall what we said at the end of the last lecture, and we will immediately have the nature of such elemental beings before our mind’s eye. We have pointed to one of the most recently formed types of these elemental beings. We have pointed out how a group soul corresponds to every animal form or, if we wish to speak in a rough sense, to a sum of similarly formed animal beings. We have said that these group souls play, so to speak, the same role in the astral world as our human soul—insofar as it is endowed with an “I”—does in the physical world. In fact, the human “I” is a group “I” that has descended from the astral plane to the physical plane. Through this, it has become an individual “I.” The animal “I’s” are still regularly found on the astral plane today, and what we have here on the physical plane as individual animal beings possesses only a physical body, an etheric body, and an astral body on the physical plane, while the ego resides in the astral world—but in such a way that animals of the same form are, so to speak, the members of the group-ego of these animals. We can thus also imagine how what is called birth and death in human life does not have the same meaning for animals. For when an individual animal dies, the group soul or the group-I remains alive. It is just as if, assuming that were possible, a human being were to lose a hand and have the ability to reattach that hand. His ego would not say: I have died through the loss of the hand—but rather it would feel as though it had renewed a limb. In the same way, the group-I of the lions renews a limb when a single individual lion dies and is replaced by another. Thus we can understand that birth and death do not have the same significance for the group soul of animals as they do for human beings in the present cycle of development. The group soul of animals experiences transformations, metamorphoses, knows, so to speak, the severing of limbs that then extend into the physical world, the loss of these limbs, and their renewal.

[ 2 ] Wir haben aber gesagt, daß es gewisse Tierformen gibt, die in der Abschnürung zu weit gehen, die nicht mehr imstande sind, alles, was sie herunterholen auf den physischen Plan, wiederum zurückzuschikken zum astralischen Plan. Denn bei einem sterbenden Tier muß dasjenige, was da abfällt, ganz aufgehen in der umliegenden Welt. Wogegen das, was das Tier durchgeistigt und durchseelt, zurückströmen muß in die Gruppenseele, um dann wieder neu vorgestreckt zu werden und zu einem neuen Individuum zu wachsen. Nun gibt es eben gewisse Tierformen, die nicht wieder alles zurückschicken können in die Gruppenseele, und diese übriggebliebenen Dinge, die losgeschnürt, losgerissen sind von der Gruppenseele, führen dann ein vereinzeltes Dasein als Elementarwesenheiten. Und da unsere Evolution die verschiedensten Formen und Stufen durchgemacht hat und auf jeder Stufe solche Elementarwesen abgeschnürt worden sind, können Sie sich wohl vorstellen, daß wir eine größere Anzahl solcher Elementarwesen-Arten um uns herum haben in dem, was wir die uns umgebende übersinnliche Welt nennen.

[ 2 ] But we have said that there are certain animal forms that go too far in this severing, that are no longer capable of sending back to the astral plane everything they bring down to the physical plane. For in a dying animal, that which falls away must be completely absorbed into the surrounding world. Whereas that which spiritualizes and animates the animal must flow back into the group soul, so that it may then be extended anew and grow into a new individual. Now, there are certain animal forms that cannot send everything back to the group soul, and these remaining elements, which have been severed and torn away from the group soul, then lead an isolated existence as elemental beings. And since our evolution has passed through the most diverse forms and stages, and such elemental beings have been severed at every stage, you can well imagine that we have a large number of such types of elemental beings around us in what we call the supersensible world surrounding us.

[ 3 ] Wenn zum Beispiel der aufgeklärte Mensch sagt: Da spricht man uns von Elementarwesenheiten, die man Sylphen, auch Lemuren nennt; solche Dinge gibt es nicht! — so müßte man ihm eine allerdings sonderbare und paradox klingende Antwort geben: Du siehst diese Dinge deswegen nicht, weil du dich der Entwickelung derjenigen Erkenntnisorgane verschließt, die dich zur Anerkennung dieser Wesenheiten bringen würden. Aber frage einmal die Biene oder, mit anderen Worten, die Seele des Bienenkorbes! Die könnte sich dem Dasein von Sylphen oder Lemuren nicht verschließen! Denn die Elementarwesenheiten, die mit diesen Namen bezeichnet werden, halten sich an ganz bestimmten Orten auf, namentlich da, wo eine gewisse Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich stattfindet, und auch da nicht etwa überall, sondern an Orten, wo diese Berührung unter gewissen Verhältnissen stattfindet. Wenn-der Ochs Gras frißt, findet allerdings auch eine Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich statt; aber das ist sozusagen eine nüchtern-reguläre, die ganz im regulären Fortgang der Evolution liegt. Auf einem ganz anderen Blatt der Weltenevolution steht jene Berührung, die zwischen der Biene und der Blüte stattfindet, und zwar deshalb, weil Biene und Blüte in der Organisation viel weiter auseinander sind und nachträglich wieder zusammenkommen, und weil bei der Berührung von Biene und Blüte — allerdings nur für den Okkultisten — eine ganz wunderbare Kraft entwickelt wird. Es gehört — wenn man den Ausdruck gebrauchen darf, aber wir haben ja für diese subtilen Dinge so wenig treffende Ausdrücke — zu den interessanten Beobachtungen der geistig-übersinnlichen Welten jene eigentümliche aurische Hülle, die immer entsteht, wenn eine Biene oder ein anderes solches Insekt an einer Blüte saugt. Das eigentümliche, eigenartige Erlebnis, welches das Bienlein hat, wenn es an der Blüte saugt, ist nicht etwa nur in den Kauwerkzeugen oder in dem Leib der Biene vorhanden; sondern was da als Geschmacksaustausch entsteht zwischen Biene und Blüte, verbreitet etwas wie eine kleine ätherische Aura. Jedesmal, wenn das Bienlein saugt, gibt es eine solche kleine ätherische Aura, und immer, wenn so etwas entsteht in der übersinnlichen Welt, kommen die Wesen, die so etwas brauchen, herbei. Sie werden dadurch angezogen; denn sie finden da, wenn wir es wieder grob ausdrücken wollen, ihre Nahrung.

[ 3 ] If, for example, an enlightened person says: People speak to us of elemental beings called sylphs or lemures; such things do not exist! — one would have to give him a rather strange and paradoxical-sounding answer: You do not see these things because you close yourself off from the development of those organs of perception that would lead you to recognize these beings. But ask the bee, or, in other words, the soul of the beehive! It could not close itself off from the existence of Sylphs or Lemures! For the elemental beings designated by these names dwell in very specific places, namely where a certain contact between the animal kingdom and the plant kingdom takes place, and even there not just anywhere, but in places where this contact occurs under certain conditions. When the ox eats grass, there is indeed also a contact between the animal kingdom and the plant kingdom; but this is, so to speak, a sober, regular one, which lies entirely within the regular course of evolution. On an entirely different page of world evolution lies the interaction that takes place between the bee and the flower, precisely because the bee and the flower are much further apart in their organization and subsequently come together again, and because in the interaction of bee and flower—though only for the occultist—a truly wondrous power is developed. It belongs—if one may use the expression, though we have so few apt terms for these subtle things—to the interesting observations of the spiritual-supernatural worlds: that peculiar auric sheath which always arises when a bee or another such insect sucks on a flower. The peculiar, strange experience that the little bee has when it sucks on the flower is not merely present in the bee’s chewing apparatus or in its body; rather, what arises there as an exchange of flavors between the bee and the flower spreads something like a small ethereal aura. Every time the little bee sips, such a small ethereal aura is present, and whenever something like this arises in the supersensible world, the beings who need such things come near. They are drawn to it; for they find there, to put it crudely once again, their nourishment.

[ 4 ] Ich habe schon einmal bei einer anderen Gelegenheit gesagt, die Frage sollte uns eigentlich gar nicht berühren, die jemand aufwerfen könnte, der sagt: Woher kommen denn alle diese Wesenheiten, von denen ihr sprecht? — Wo die Gelegenheit dazu gegeben ist für bestimmte Wesenheiten, da sind sie immer da. Wenn ein Mensch üble, schlimme Empfindungen von sich aus verbreitet, dann sind diese schlimmen, üblen Empfindungen auch etwas, was um ihn herum lebt, und was Wesenheiten anzieht, die da sind, die nur darauf warten, wie irgendeine physische Wesenheit auf die Nahrung wartet. Ich habe es einmal damit verglichen, daß in einem reinen Zimmer keine Fliegen sind; sind aber alle möglichen Speisereste in dem Zimmer, so sind sie da. So ist es mit den übersinnlichen Wesenheiten: man braucht ihnen nur die Nahrungsmittel zuzuführen. Das Bienlein, das an der Blüte saugt, verbreitet eine kleine ätherische Aura, und da kommen solche Wesenheiten herbei, insbesondere wenn sich irgendwo an einem Baum ein ganzer Bienenschwarm niederläßt und dann abzieht, sozusagen mit der Geschmacksempfindung im Leibe, die da war. Dann ist der ganze Bienenschwarm eingehüllt in diese ätherische Aura, aber auch ganz durchdrungen von diesen geistigen Wesenheiten, die man Sylphen oder Lemuren nennt. Namentlich in solchen Grenzgebieten, wo sozusagen verschiedene Reiche miteinander in Berührung kommen, sind diese Wesenheiten da, und sie spielen wirklich eine Rolle. Sie sind nämlich nicht nur dann da, wenn diese geschilderte feine ätherische Aura entsteht; sondern ich möchte sagen, sie sättigen sich nicht bloß, sondern sie haben auch Hunger, und den Hunger bringen sie dadurch zum Ausdruck, daß sie die betreffenden Tiere nach den betreffenden Stätten hinleiten. Sie sind sozusagen ihre Führer in einer gewissen Weise.

[ 4 ] I have said on another occasion that the question posed by someone who asks, “Where do all these beings you speak of come from?” should not really concern us at all. — Wherever the opportunity arises for certain beings, they are always there. When a person spreads evil, terrible feelings of their own accord, then these terrible, evil feelings are also something that lives around them and attracts beings who are there, waiting just as any physical being waits for food. I once compared it to the fact that there are no flies in a clean room; but if there are all kinds of food scraps in the room, then they are there. So it is with the supersensible beings: one need only provide them with the food. The little bee that sips from the flower spreads a small ethereal aura, and such beings are drawn to it, especially when a whole swarm of bees settles on a tree somewhere and then departs, so to speak, carrying within them the sensation of taste that was there. Then the entire swarm of bees is enveloped in this ethereal aura, but also completely permeated by these spiritual beings, which are called sylphs or lemures. Especially in such border regions, where, so to speak, different realms come into contact with one another, these beings are present, and they truly play a role. For they are not only present when this described fine ethereal aura arises; rather, I would say, they do not merely satisfy themselves, but they also have hunger, and they express this hunger by guiding the animals in question to the relevant sites. They are, so to speak, their guides in a certain sense.

[ 5 ] So sehen wir, daß solche Wesenheiten, die, sagen wir, ihren Zusammenhang aufgegeben haben mit anderen Welten, mit denen sie früher verbunden waren, dadurch einem erkwürdige Rolle eingetauscht haben. Sie sind Wesenheiten geworden, die gut gebraucht werden können in anderen Welten. Allerdings wird, wenn sie so gebraucht werden, eine Art Organisation eingerichtet: sie unterstehen höheren Wesenheiten.

[ 5 ] Thus we see that such beings, who have, so to speak, given up their connection with other worlds to which they were formerly linked, have thereby taken on a strange role. They have become beings who can be put to good use in other worlds. However, when they are used in this way, a kind of organization is established: they are subject to higher beings.

[ 6 ] Es wurde im Anfange der heutigen Betrachtung gesagt, die menschliche Erkenntnis werde in gar nicht zu ferner Zeit sehr wohl nötig haben, von diesen Wesenheiten zu wissen. Es wird in nicht allzu ferner Zukunft die Wissenschaft einen eigentümlichen Gang nehmen. Die Wissenschaft wird immer mehr und mehr sozusagen sinnlich-physisch werden, sich lediglich auf eine Beschreibung der äußeren physisch-sinnlichen Tatsachen beschränken. Die Wissenschaft wird sich auf das Grobmaterielle beschränken, wenn auch heute noch ein merkwürdiger Übergangszustand herrscht. Es hat ja eine Zeit des richtigen groben Materialismus in der Wissenschaft gegeben. Sie ist nicht lange hinter uns. Dieser grobe Materialismus wird heute höchstens von denen, die auf dem allerlaienhaftesten Standpunkte stehen, noch als etwas Mögliches angesehen, obzwar nur wenige denkende Köpfe sich bemühen, an seine Stelle etwas anderes zu setzen. Wir sehen da eine ganze Anzahl von abstrakten Theorien auftreten, wo in einer verschämten Weise auf ein Übersinnliches, auf ein Überleibliches hingedeutet wird. Der Gang der Ereignisse aber und die Gewalt der äußeren sinnlichen Tatsachen wird gerade diese merkwürdigen phantastischen Theorien, welche heute die mit der physischen Wissenschaft Unzufriedenen aufstellen, völlig über den Haufen werfen, und eines Tages werden sich die Gelehrten gegenüber diesen Theorien in einer merkwürdigen Situation befinden. Alles, was da ausspintisiert wird über Allwesen und Allbeseeltheit dieser oder jener Welten, alle diese Spekulationen werden über den Haufen geworfen werden, und die Menschen werden nichts weiter in der Hand haben als die rein physisch-sinnlichen Tatsachen auf den Gebieten der Geologie, Biologie, Astronomie und so weiter. Die Theorien, die heute aufgestellt werden, werden die kurzlebigsten sein; und für den, der ein klein wenig auch in den speziellen Gang der Wissenschaft hineinzuschauen vermag, zeigt sich, daß die absoluteste Ode des rein physischen Horizontes da sein wird.

[ 6 ] It was said at the beginning of today’s discussion that human knowledge will, in the not-too-distant future, very much need to know about these beings. In the not-too-distant future, science will take a peculiar course. Science will become more and more, so to speak, sensory-physical, limiting itself solely to a description of external physical-sensory facts. Science will confine itself to the gross material, even though a peculiar transitional state still prevails today. There has indeed been a time of true gross materialism in science. It is not long past. This crude materialism is today regarded as a possibility at most by those who hold the most layman-like views, although only a few thinking minds are striving to replace it with something else. We see a whole host of abstract theories emerging here, in which a coy allusion is made to the supersensible, to the non-physical. The course of events, however, and the force of external sensory facts will completely overturn precisely these strange, fantastical theories that are currently being put forward by those dissatisfied with physical science, and one day scholars will find themselves in a peculiar situation regarding these theories. All the speculations spun about the universality and animacy of this or that world, all these speculations will be swept aside, and people will have nothing left in their hands but the purely physical and sensory facts in the fields of geology, biology, astronomy, and so on. The theories put forward today will be the most short-lived; and for anyone who is able to glimpse even a little into the specific course of science, it becomes clear that the most absolute ode to the purely physical horizon will be there.

[ 7 ] Dann wird aber auch die Zeit gekommen sein, wo die Menschheit in einer größeren Anzahl ihrer Vertreter reif sein wird, um diese übersinnlichen Welten anzuerkennen, von denen heute in der Geisteswissenschaft oder theosophischen Weltanschauung geredet wird. Eine solche Erscheinung wie die des Bienenlebens im Zusammenhange mit dem, was man wissen kann aus den übersinnlichen Welten, bietet wunderbare Antwort auf die großen Daseinsrätsel. Und von einer noch anderen Seite sind diese Dinge von einer großen Wichtigkeit: Es wird für die Menschheit immer unerläßlicher werden, das Wesen der Gruppenseelen zu begreifen. Denn dieses Wesen der Gruppenseelen zu erkennen, wird auch in der rein äußerlichen Entwickelung der Menschheit eine große Rolle spielen. — Wenn wir im Laufe der Zeiten Tausende und Tausende von Jahren zurückgehen, so finden wir den Menschen selbst noch als ein zu einer Gruppenseele gehöriges Wesen. Denn des Menschen Entwickelung auf unserer Erde ist die von der Gruppenseelenhaftigkeit zu der individuellen Seele. Immer mehr rückt der Mensch dadurch vor, daß seine ich begabte Seele herunterrückt in das Physische, und in dem Physischen hat sie Gelegenheit, individuell zu werden. Wir können verschiedene Etappen in der Menschheitsentwickelung betrachten. Da werden wir sehen, wie die Gruppenseele allmählich individuell wird.

[ 7 ] But then the time will also have come when a greater number of humanity’s representatives will be ready to acknowledge these supersensible worlds of which spiritual science or the theosophical worldview speaks today. A phenomenon such as that of the life of bees, in connection with what can be known from the supersensible worlds, offers a wonderful answer to the great mysteries of existence. And from yet another perspective, these things are of great importance: it will become increasingly indispensable for humanity to comprehend the nature of the group souls. For recognizing this nature of group souls will also play a major role in the purely external development of humanity. — If we go back thousands and thousands of years in the course of time, we find that human beings themselves were still beings belonging to a group soul. For the development of the human being on our Earth is a progression from group-soul existence to the individual soul. Humanity advances more and more as the soul, endowed with an “I,” descends into the physical realm, and in the physical realm it has the opportunity to become individual. We can observe various stages in human development. There we will see how the group soul gradually becomes individual.

[ 8 ] Gehen wir zum Beispiel zurück in die Zeit des ersten Drittels der atlantischen Kulturentwickelung. Da ist das Leben des Menschen ein ganz anderes. In den Leibern, in denen wir dazumal verkörpert waren, erlebten unsere Seelen ganz andere Vorgänge. Einen Vorgang, der ja heute im Leben des Menschen, des einzelnen sowohl als des Menschen als soziales Individuum, eine Rolle spielt, können wir uns vor Augen rücken, der seit jener Zeit eine grandiose Veränderung durchgemacht hat: der Wechsel von Wachen und Schlafen.

[ 8 ] Let us go back, for example, to the time of the first third of Atlantean cultural development. There, human life was quite different. In the bodies in which we were incarnated at that time, our souls experienced entirely different processes. We can bring to mind a process that plays a role in human life today—both for the individual and for humanity as a social entity—and which has undergone a tremendous change since that time: the alternation of waking and sleeping.

[ 9 ] In den alten atlantischen Zeiten würden Sie nicht denselben Wechsel von Wachen und Schlafen erlebt haben wie heute. Was ist denn der charakteristische Unterschied im Vergleich mit der gegenwärtigen Menschheit?

[ 9 ] In the ancient Atlantean times, you would not have experienced the same alternation of waking and sleeping as you do today. What, then, is the characteristic difference compared to present-day humanity?

[ 10 ] Wenn der physische und der ätherische Leib im Bette liegen, der astralische Leib mit dem Ich sich heraushebt, sinkt in dem Maße, wie astralischer Leib und Ich sich herausheben, dasjenige, was man das heutige Bewußtsein nennt, in ein unbestimmtes Dunkel hinunter. Am Morgen, wenn der astralische Leib mit dem Ich wieder hineinzieht in den physischen und den Ätherleib, bedienen sich der astralische Leib und das Ich wieder der physischen Organe, und das Bewußtsein leuchtet auf. Dieser Zustand von täglichem Wachen im Bewußtsein, nächtlichem Schlafen in Bewußtlosigkeit war früher nicht vorhanden. Es war vielmehr so, wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen — es stimmt nicht ganz für die damaligen Verhältnisse; wir brauchen ihn für den Zustand, in dem der Mensch mit seinem physischen Leib verbunden war —, es war so, daß der Mensch bei Tag, wenn er Tag hatte und er in seinen. physischen Leib untertauchte, soweit es damals der Fall war, keineswegs die äußeren physischen Wesenheiten und Dinge in solchen Grenzen sah wie heute; sondern er sah alles mit unbestimmten, nach außen verschwimmenden Konturen, wie wenn Sie an einem Nebelabend in den Straßen gehen und die Laternen mit einer Nebelaura umgeben sehen. So war es für den Menschen der damaligen Zeit mit allen Dingen.

[ 10 ] When the physical and etheric bodies lie in bed and the astral body with the I rises, what is called modern consciousness sinks into an indeterminate darkness to the extent that the astral body and the I rise. In the morning, when the astral body and the I re-enter the physical and etheric bodies, the astral body and the I once again make use of the physical organs, and consciousness brightens. This state of daily waking in consciousness and nightly sleeping in unconsciousness did not exist in the past. Rather, if we may use the expression—it does not quite apply to the conditions of that time; we need it for the state in which the human being was connected to his physical body—it was the case that during the day, when he had a day and he was immersed in his physical body, to the extent that was the case back then, by no means saw the external physical entities and things within such boundaries as we do today; rather, he saw everything with indefinite contours blurring outward, as if you were walking through the streets on a foggy evening and saw the streetlights surrounded by a misty aura. That is how it was for the human being of that time with all things.

[ 11 ] Und wenn so der Tageszustand war, wie war denn der Nachtzustand? Wenn der Mensch während der Nacht hinausging aus dem physischen Leib und Ätherleib, kam nicht absolute Unbewußtheit über ihn. Es war nur eine andere Art des Bewußtseins. In der damaligen Zeit nahm der Mensch auch noch die geistigen Vorgänge und geistigen Wesenheiten um sich herum wahr, nicht mehr genau wie im wirklichen Hellsehen, aber wie in einem letzten Rest, der von dem alten Hellsehen geblieben war. In einer Welt mit verschwommenen, nebulosen Grenzen lebte der Mensch bei Tag. Bei Nacht lebte er unter geistigen Wesenheiten, die um ihn herum waren wie heute die Tagesgegenstände, So war keine strenge Grenze zwischen Tag und Nacht, und das, was Sagen und Mythen enthalten, sind nicht Dinge einer beliebigen Volksphantasie, sondern Erinnerungen an die Erlebnisse, die der alte Mensch in seinem damaligen Bewußtseinszustand in der übersinnlichen Welt hatte. Wotan oder Zeus oder andere übersinnliche geistig-göttliche Wesenheiten, die von diesen oder jenen Völkern anerkannt wurden, sind nicht Erdichtungen der Volksphantasie, wie man am grünen Tisch der Gelehrsamkeit behauptet. Nur der kann so etwas behaupten, der sich niemals mit dem Wesen der Volksphantasie bekanntgemacht hat. Es fällt dem Volke gar nicht ein, so zu personifizieren. Das waren Erfahrungen in alten Zeiten. Wotan und Thor waren Wesen, mit denen der Mensch so umging, wie er heute mit seinem Mitmenschen umgeht, und die Mythen und Sagen sind Erinnerungen an die Zeiten alten Hellsehertums.

[ 11 ] And if that was the state of the day, what was the state of the night? When a person went out of the physical body and etheric body during the night, absolute unconsciousness did not come over them. It was merely a different kind of consciousness. In those days, people still perceived the spiritual processes and spiritual beings around them, no longer exactly as in true clairvoyance, but as a last remnant of the old clairvoyance. People lived in a world with blurred, nebulous boundaries during the day. At night they lived among spiritual beings that surrounded them just as everyday objects do today. Thus there was no strict boundary between day and night, and what legends and myths contain are not products of arbitrary popular imagination, but memories of the experiences that ancient humans had in the supersensible world during their state of consciousness at that time. Wotan or Zeus or other supernatural, spiritual-divine beings recognized by this or that people are not figments of the folk imagination, as is claimed at the armchair of scholarship. Only someone who has never familiarized themselves with the nature of the folk imagination can make such a claim. It does not even occur to the people to personify things in this way. These were experiences in ancient times. Wotan and Thor were beings with whom people interacted just as they interact with their fellow human beings today, and the myths and legends are memories of the times of ancient clairvoyance.

[ 12 ] Wir müssen uns aber klar darüber sein, daß mit diesem Hineinleben in die geistig-übersinnlichen Welten etwas anderes verknüpft war. Der Mensch fühlte sich in diesen Welten nicht als individuelles Wesen. Er fühlte sich als Glied geistiger Wesenheiten, er gehörte sozusagen zu höheren geistigen Wesenheiten, wie die Hände zu uns gehören. Das geringe Individualitätsgefühl, das der Mensch dazumal schon hatte, bekam er, wenn er in seinen physischen Leib untertauchte, wenn er sich sozusagen für kurze Zeit emanzipierte von dem Reigen der geistig-göttlichen Wesenheiten. Das war der Anfang seines Individualitätsgefühles. Es war das in einer Zeit, in welcher sich der Mensch durchaus klar darüber war, daß er eine Gruppenseele hat; er fühlte sich untertauchen in die Gruppenseele, wenn er sich aus seinem physischen Leib entfernte und in das übersinnliche Bewußtsein kam. Das war eine alte Zeit, in der im Menschen mit ungeheurer Stärke das Bewußtsein vorhanden war, zu einer Gruppenseele, zu einem Gruppen-Ich zu gehören.

[ 12 ] We must, however, be clear that something else was connected with this immersion into the spiritual-supernatural worlds. In these worlds, human beings did not feel themselves to be individual beings. They felt themselves to be members of spiritual entities; they belonged, so to speak, to higher spiritual entities just as our hands belong to us. The slight sense of individuality that human beings already possessed at that time arose when they immersed themselves in their physical body, when they, so to speak, emancipated themselves for a short time from the circle of spiritual-divine beings. That was the beginning of their sense of individuality. It was at a time in which human beings were quite clear that they possessed a group soul; they felt themselves sinking into the group soul when they withdrew from their physical body and entered the supersensible consciousness. That was an ancient time in which the consciousness of belonging to a group soul, to a group-I, was present in human beings with tremendous strength.

[ 13 ] Wir betrachten eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung — Zwischenetappen lassen wir fort —, jene Etappe, auf die hingedeuter wird in der Patriarchengeschichte des Alten Testaments. Was da eigentlich zugrunde liegt, haben wir bereits erwähnt. Wir haben den Grund erwähnt, warum die Patriarchen, Adam, Noah und so weiter, eine so lange Lebenszeit hatten. Sie hatten eine so lange Lebenszeit, weil das Gedächtnis dieser Menschen ein ganz anderes als das des heutigen Menschen war. Das Gedächtnis des heutigen Menschen ist eben auch individuell geworden. Der Mensch erinnert sich an das, was er seit der Geburt — mancher auch erst seit einem viel späteren Zeitpunkt — erlebt hat. So war es nicht in alten Zeiten. Damals waren die Dinge, die der Vater zwischen Geburt und Tod erlebte, die Erlebnisse, die der Großvater, der Urgroßvater gehabt hatten, ebenso ein Gegenstand der Erinnerung wie die eigenen Erlebnisse zwischen Geburt und Tod. So sonderbar es sich für den heutigen Menschen ausnimmt, wahr ist es, daß es Zeiten gab, in denen eine solche über das Individuum hinausgehende, die ganze Blutsverwandtschaft hinaufgehende Erinnerung da war. Und wenn wir uns fragen, welche äußerlichen Zeichen es dafür gibt, daß eine solche Erinnerung vorhanden war, so sind es eben solche Namen wie Noah, Adam und so weiter. Damit sind nicht einzelne Individuen gemeint zwischen Geburt und Tod, Der Mensch, der ein Gedächtnis hat, das zwischen Geburt und Tod eingeschlossen ist, gibt diesem einen Individuum einen Namen. Die Namensgebungen gingen früher so weit, wie das Gedächtnis in die Generationen hinaufreichte, so weit, wie das durch die Generationen hindurchfließende Blut ging.

[ 13 ] We are considering a second stage of human development—we will omit the intermediate stages—that stage to which the history of the patriarchs in the Old Testament points. We have already mentioned what actually underlies this. We have mentioned the reason why the patriarchs—Adam, Noah, and so on—had such long lifespans. They had such long lifespans because the memory of these people was quite different from that of modern humans. The memory of modern humans has, in fact, also become individual. People remember what they have experienced since birth—some only from a much later point in time. It was not like that in ancient times. Back then, the things the father experienced between birth and death, the experiences the grandfather and great-grandfather had had, were just as much a subject of memory as one’s own experiences between birth and death. As strange as it may seem to modern humans, it is true that there were times when such a memory existed—one that extended beyond the individual and encompassed the entire bloodline. And if we ask ourselves what external signs there are that such a memory existed, they are precisely names like Noah, Adam, and so on. This does not refer to individual human beings between birth and death. The human being who possesses a memory confined to the span between birth and death gives a name to this individual. In the past, the naming extended as far as memory reached back through the generations, as far as the blood flowing through the generations went.

[ 14 ] ‚Adam ist nichts anderes als ein Name, der so lange dauerte, als man sich erinnerte. Wer nicht weiß, daß die Namengebung früher eine ganz andere war, wird das Wesen dieser Dinge gar nicht verstehen können. In jenen alten Zeiten war eben ein ganz anderes vermittelndes Grundbewußtsein vorhanden. Denken Sie sich, der Ahnherr hätte zwei Kinder gehabt, jedes von diesen wieder zwei, die nächste Generation wieder zwei und so fort. Bei denen allen reicht das Gedächtnis bis zum Ahnherrn hinauf, und sie fühlten sich eins in dem Gedächtnis, das sich sozusagen da oben in einem Punkt begegnet. Das Volk des Alten Testamentes hat das ja zum Ausdruck gebracht, indem es sagte, und das galt für jeden einzelnen Bekenner des Alten Testamentes: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Da fühlte sich der Einzelne geborgen in dem Bewußtsein der Gruppenseele, in dem «Vater Abraham».

[ 14 ] “Adam is nothing other than a name that lasted as long as people remembered. Anyone who does not know that naming used to be quite different will not be able to understand the nature of these things at all. In those ancient times, a completely different mediating fundamental consciousness existed. Imagine that the forefather had two children, each of whom had two in turn, the next generation two again, and so on. For all of them, memory extends back to the forefather, and they felt at one in that memory, which, so to speak, converges at a single point up there. The people of the Old Testament expressed this by saying—and this applied to every single adherent of the Old Testament—“I and Father Abraham are one.” There, the individual felt secure in the consciousness of the group soul, in “Father Abraham.”

[ 15 ] Das Bewußtsein, das der Christus der Menschheit geschenkt hat, geht darüber hinaus. Das Ich hängt in seinem Bewußtsein direkt zusammen mit der geistigen Welt, und das kommt zum Ausdruck in dem Satz: «Bevor Abraham war, war das Ich — oder das «Ich bin».» Da kommt der Impuls, das «Ich bin» anzuregen, voll in das einzelne Individuum hinein.

[ 15 ] The consciousness that Christ has bestowed upon humanity goes beyond this. In its consciousness, the “I” is directly connected to the spiritual world, and this is expressed in the sentence: “Before Abraham was, the ‘I’—or the ‘I am’—was.” Here, the impulse to awaken the “I am” enters fully into the individual.

[ 16 ] So sehen wir eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung, die Gruppenseelenzeit, die ihren äußeren Ausdruck findet in der Blutsverwandtschaft der Generationen. Ein Volk, das das besonders ausgebildet hat, legt ganz besonderen Wert darauf, immer zu betonen: als Volk haben wir eine gemeinschaftliche Volksgruppenseele. Das war für das Volk des Alten Testamentes durchaus der Fall. Deshalb sträubten sich die Konservativen innerhalb dieses alttestamentlichen Volkes gegen das Betonen des «Ich bin», des individuellen Ich. Wer im Johannes-Evangelium liest, der kann das mit Händen, mit geistigen Händen greifen, daß es so ist. Man braucht nur die Erzählung zu lesen über das Gespräch des Jesus mit der Samariterin am Brunnen. Da ist ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Christus Jesus auch zu denen geht, die nicht blutsverwandt sind, die nicht durch Blutsverwandtschaft zusammengehören. Lesen Sie, wie bemerkenswert darauf hingewiesen wird: «Denn die Juden hielten keine Gemeinschaft mit den Samaritern.» Wer das nach und nach wirklich, und zwar meditativ, durchmachen kann, der wird sehen, wie die Menschheit von der Gruppenseele zu der individuellen Seele vorangeschritten ist.

[ 16 ] Thus we see a second stage in human development, the era of the group soul, which finds its outward expression in the blood kinship of generations. A people that has developed this particularly strongly attaches great importance to always emphasizing: as a people, we have a shared national group soul. This was certainly the case for the people of the Old Testament. That is why the conservatives within this Old Testament people resisted the emphasis on the “I am,” the individual self. Anyone who reads the Gospel of John can grasp this with their hands—with spiritual hands—that this is so. One need only read the account of Jesus’ conversation with the Samaritan woman at the well. There it is explicitly pointed out that Christ Jesus also goes to those who are not blood relatives, who do not belong together through blood ties. Read how remarkably this is pointed out: “For the Jews had no fellowship with the Samaritans.” Whoever can truly go through this step by step, and indeed meditatively, will see how humanity has progressed from the group soul to the individual soul.

[ 17 ] Die Geschichte wird so, wie sie heute betrieben wird, durchaus äußerlich betrieben. Diese Geschichte ist heute vielfach eine Fable convenue, denn sie wird aus Dokumenten geschrieben. Denken Sie sich, es müßte heute etwas auf Grund von Dokumenten beschrieben werden, und die wichtigsten Dokumente wären verloren! Da wird nun nach den zufällig vorhandenen, zusammengewürfelten Dokumenten berichtet. Für die Dinge, die in der geistigen Wirklichkeit wurzeln, braucht man keine Dokumente; denn die sind in der treuen und nichts verwischenden Akasha-Chronik eingeschrieben. Es ist aber schwierig, in der Akasha-Chronik zu lesen, weil die äußeren Dokumente sogar ein Hindernis sind für ein Lesen geistiger «Schriften». Aber wir können sehen, wie selbst in Zeiten, die den unsrigen sehr naheliegen, jene Fortentwickelung von der Gruppenseele zu der individuellen Seele stattgefunden hat.

[ 17 ] History, as it is practiced today, is conducted entirely on the external level. This history is often a fable convenue today, for it is written from documents. Imagine if something had to be described today based on documents, and the most important documents were lost! Then reports would be based on whatever random, haphazardly assembled documents happened to be available. For things rooted in spiritual reality, no documents are needed; for they are inscribed in the faithful and unalterable Akashic Records. However, it is difficult to read the Akashic Records, because the external documents actually serve as an obstacle to reading spiritual “writings.” But we can see how, even in times very close to our own, that development from the group soul to the individual soul took place.

[ 18 ] Wer die Geschichte geistig betrachtet, wird im frühen Mittelalter einen höchst wichtigen Zeitabschnitt erkennen müssen. Vorher war der Mensch noch, wenn auch nur äußerlich, in irgendwelchen Gruppen eingeschaltet. In viel höherem Maße, als es der heutige Mensch sich träumen läßt, bekam noch in den ersten Zeiten des Mittelalters der Mensch seine Bedeutung und Geltung auch in bezug auf seine Arbeitskraft von der Verwandtschaft und anderen Zusammenhängen. Es ergab sich sozusagen ganz von selbst, daß der Sohn dasselbe tat, was der Vater tat. Nun kam die Zeit der großen Erfindungen und Entdeckungen. Die Welt stellte immer mehr Anforderungen an die rein persönliche Tüchtigkeit des Menschen, und immer mehr wurde dieser aus den alten Zusammenhängen herausgerissen. Den Ausdruck dessen sehen wir im ganzen Mittelalter in den Städtegründungen, die in einem und demselben Typus durch ganz Europa durchgehen. Wir können heute noch die Städte, die nach diesem Typus gebildet sind, unterscheiden von denen, die nach einem anderen Typus herausgebildet sind.

[ 18 ] Anyone who views history spiritually will have to recognize the early Middle Ages as a highly significant period. Previously, human beings were still, if only outwardly, integrated into various groups. To a far greater extent than modern people can imagine, even in the early Middle Ages, human beings derived their significance and standing—including in relation to their labor—from kinship and other social ties. It followed, so to speak, quite naturally that the son did the same as the father. Now came the age of great inventions and discoveries. The world placed ever greater demands on the purely personal competence of the individual, and people were increasingly torn away from their old ties. We see an expression of this throughout the Middle Ages in the founding of cities, which follow one and the same pattern throughout Europe. Even today, we can distinguish the cities formed according to this pattern from those developed according to a different one.

[ 19 ] In der Mitte des Mittelalters ist wiederum ein solcher Fortschritt von der Gruppenseele zu der individuellen Seele. Und wenn wir in die Zukunft hineinblicken, dann müssen wir uns sagen, immer mehr und mehr emanzipiert sich der Mensch von allem Gruppenseelenhaften, immer mehr vereinzelt er sich. Wenn Sie zurückblicken könnten auf frühere Entwickelungsphasen der Menschheit, so würden Sie sehen, daß jene Kulturen, zum Beispiel die ägyptische und die römische, wie aus einem Guß sind. Heute gibt es eine solche Kultur aus einem Guß nur in einem sehr geringen Grade. Bis zu dem Punkt ist jetzt die Menschheit heruntergekommen, wo nicht nur die Sitten und Gebräuche individuell sind, sondern sogar auch die Meinungen und Bekenntnisse, und es gibt sogar schon Menschen unter uns, die es für ein hohes Ideal ansehen, daß jeder Mensch seine eigene Religion habe. Es schwebt ja manchem die Idee vor, daß es einmal eine Zeit geben müsse, in welcher es so viele Religionen und Wahrheiten geben könne wie Menschen.

[ 19 ] In the middle of the Middle Ages, there is again such a progression from the group soul to the individual soul. And when we look into the future, we must tell ourselves that human beings are emancipating themselves more and more from everything related to the group soul; they are becoming increasingly isolated. If you could look back at earlier phases of human development, you would see that those cultures, such as the Egyptian and Roman cultures, are as if cast from a single mold. Today, such a unified culture exists only to a very limited extent. Humanity has now degenerated to the point where not only customs and traditions are individual, but even opinions and beliefs are, and there are even people among us who regard it as a lofty ideal that every person should have their own religion. Indeed, the idea floats in the minds of many that there must one day be a time when there can be as many religions and truths as there are people.

[ 20 ] Diese Entwickelung' wird die Menschheit nicht nehmen. Sie würde sie nehmen, wenn sie den Impuls weiter verfolgen würde, der heute aus dem Materialismus herauskommt. Das würde zur Disharmonie, zur Zersplitterung der Menschheit in einzelne Individuen führen. Einen solchen Entwickelungsgang wird die Menschheit allerdings nur dann nicht nehmen, wenn eine geistige Bewegung wie die der Geisteswissenschaft von der Menschheit aufgenommen wird. Denn was wird eintreten? Es wird sich die große Wahrheit, das große Gesetz ausleben, daß die individuellsten Wahrheiten, die auf die innerlichste Art gefunden werden, zu gleicher Zeit die allgemein gültigsten sind.

[ 20 ] Humanity will not take this path of development. It would take it if it were to continue following the impulse that arises today from materialism. That would lead to disharmony, to the fragmentation of humanity into isolated individuals. However, humanity will only avoid such a course of development if a spiritual movement like that of spiritual science is embraced by humanity. For what will come to pass? The great truth, the great law, will be realized: that the most individual truths, found in the most innermost way, are at the same time the most universally valid ones.

[ 21 ] Ich habe schon einmal darauf aufmerksam gemacht: Heute gibt es allgemeine Übereinstimmung eigentlich nur in den mathematischen Wahrheiten; denn das sind die allertrivialsten. Keiner kann sagen, daß er die mathematischen Wahrheiten durch die äußere Erfahrung findet; sondern man findet sie dadurch, daß alles innerlich eingesehen wird. Wenn man zeigen will, daß die drei Winkel eines Dreiecks zusammen 180 Grad betragen, so tut man das dadurch, daß man eine Parallele durch die Spitze zur Grundlinie zieht und die drei Winkel fächerförmig zusammenlegt; da ist Winkel a = d,b = e, c ist sich selbst gleich; und so sind die drei Winkel gleich einem Gestreckten, gleich 180 Grad. Wer das einmal eingesehen hat, der weiß, daß es ein für allemal so sein muß, ebenso wie man weiß, nachdem man es einmal eingesehen hat, daß drei mal drei neun ist; und ich glaube nicht, daß man das durch Induktion finden könnte.

[ 21 ] I have already pointed this out before: Today, there is general agreement only in mathematical truths; for these are the most trivial of all. No one can say that they find mathematical truths through external experience; rather, one finds them by perceiving everything inwardly. If one wishes to show that the three angles of a triangle add up to 180 degrees, one does so by drawing a parallel line through the apex to the base and folding the three angles together in a fan shape; then angle a = d, b = e, c is equal to itself; and thus the three angles are equal to a straight line, equal to 180 degrees. Anyone who has once grasped this knows that it must be so once and for all, just as one knows, once one has grasped it, that three times three is nine; and I do not believe that this could be discovered by induction.

[ 22 ] Diese trivialsten aller Wahrheiten, die rechnerischen, die geometrischen, wurden im Inneren gefunden, und doch streiten sich die Menschen nicht darum. Darüber herrscht absolute Übereinstimmung, weil der Mensch heute so weit ist, diese Dinge einzusehen. Es herrscht nur so lange keine Übereinstimmung, wie die reine Wahrheit getrübt wird durch die Leidenschaften, durch Sympathie und Antipathie, Es kommt eine Zeit, wenn sie auch noch sehr ferne liegt, wo die Menschheit immer mehr und mehr von der Erkenntnis der innerlichen Wahrheitswelt ergriffen werden wird. Dann wird trotz aller Individualität, trotzdem jeder die Wahrheit einzeln in sich finden wird, Übereinstimmung herrschen. Würden heute die mathematischen Wahrheiten nicht so einfach zutage liegen, so würden die Leidenschaften ihrer Anerkennung noch manches in den Weg legen. Wenn es nach der Habgier ginge, so würde vielleicht noch manche Hausfrau dafür stimmen, daß zwei mal zwei fünf ist, und nicht vier. Diese Dinge sind nur so durchsichtig, so einfach, daß sie nicht mehr getrübt werden können von der Sympathie und Antipathie. Immer größere Gebiete werden von dieser Wahrheitsform erfaßt werden, und immer mehr Frieden wird dadurch in die Menschheit kommen können, wenn die Wahrheit so erfaßt wird. Der Mensch ist herausgewachsen aus dem Gruppenseelentum, und immer mehr emanzipiert er sich davon. Wenn wir die Gruppen betrachten statt der Seelen, so haben wir Familienzusammenhänge, Stammes-, Volkszusammenhänge und endlich zusammengehörige Rassen der Menschen. Der Rasse entspricht eine Gruppenseele. Alle diese Gruppenzusammenhänge der Vormenschheit sind solche, aus denen der Mensch herauswächst, und je mehr wir fortschreiten, desto mehr verliert der Rassenbegriff seine Bedeutung.

[ 22 ] These most trivial of all truths—the arithmetic and geometric ones—were discovered internally, and yet people do not dispute them. There is absolute agreement on this, because people today have reached the point where they can understand these things. There is no consensus only as long as pure truth is clouded by passions, by sympathy and antipathy. A time will come—even if it is still very far off—when humanity will be increasingly gripped by the realization of the inner world of truth. Then, despite all individuality, and even though each person will find the truth within themselves individually, consensus will prevail. If mathematical truths were not so readily apparent today, passions would still stand in the way of their recognition. If it were up to greed, perhaps some housewives would still vote that two times two is five, and not four. These things are so transparent, so simple, that they can no longer be clouded by sympathy and antipathy. Ever larger spheres will be encompassed by this form of truth, and ever more peace will be able to come to humanity as a result, when truth is grasped in this way. Humanity has outgrown the group soul, and is increasingly emancipating itself from it. If we consider the groups instead of the souls, we have family connections, tribal and national connections, and finally related human races. A group soul corresponds to a race. All these group connections of pre-humanity are ones from which humanity grows out of, and the more we progress, the more the concept of race loses its significance.

[ 23 ] Heute stehen wir an einem Übergang, und nach und nach wird das, was Rasse ist, ganz verschwinden, und etwas ganz anderes.an die Stelle treten. Die Menschen, welche die geistige Wahrheit, wie es charakterisiert worden ist, wieder erfassen, werden durch freien Willen zusammengeführt werden. Das sind die Zusammenhänge der späteren Zeit. Die Zusammenhänge der früheren Zeit sind so, daß der Mensch in sie hineingeboren wird. In sein Volk, in seine Rasse wird der Mensch hineingeboren. Später werden wir in Zusammenhängen leben, die die Menschen selber machen, indem sie sich nach Gesichtspunkten gruppieren, wo sie unter völliger Wahrung ihrer Freiheit und ihrer Individualität Zusammenhänge bilden. Daß man das einsieht, ist notwendig zur richtigen Erkenntnis einer solchen Sache, wie es die Theosophische Gesellschaft ist. Die Theosophische Gesellschaft soll ein erstes Beispiel sein eines solchen freiwilligen Zusammenhanges, wobei wir davon absehen, daß es heute noch nicht so weit ist. Es soll der Versuch gemacht werden, einen solchen Zusammenhang zu schaffen, in dem die Menschen sich ohne Unterschied der alten Gruppenseelennatur zusammenfinden, und solcher Zusammenhänge wird es in Zukunft viele geben. Dann werden wir nicht mehr von Rassenzusammenhängen, sondern von intellektuell-ethisch-moralischen Gesichtspunkten über die gebildeten Zusammenhänge zu sprechen haben.

[ 23 ] Today we stand at a turning point, and little by little, the concept of race will disappear entirely, to be replaced by something entirely different. People who once again grasp spiritual truth, as it has been characterized, will be brought together through free will. These are the relationships of the future. The relationships of earlier times are such that a person is born into them. A person is born into their people, into their race. Later, we will live in relationships that people create themselves by grouping according to certain criteria, where they form relationships while fully preserving their freedom and individuality. Understanding this is necessary for a proper understanding of an entity such as the Theosophical Society. The Theosophical Society is intended to be a first example of such a voluntary association, although we acknowledge that we have not yet reached that stage today. An attempt should be made to create such a community in which people come together without regard to the old group-soul nature, and there will be many such communities in the future. Then we will no longer speak of racial communities, but of communities formed on the basis of intellectual, ethical, and moral principles.

[ 24 ] Dadurch, daß die Menschen freiwillig ihre Gefühle zusammenstrahlen lassen, wird wiederum etwas über den bloß emanzipierten Menschen hinaus gebildet. Der emanzipierte Mensch hat seine individuelle Seele; die geht niemals wieder verloren, wenn sie einmal errungen ist. Aber dadurch, daß die Menschen sich in freiwilligen Zusammenhängen zusammenfinden, gruppieren sie sich um Mittelpunkte herum. Die Gefühle, die so zu einem Mittelpunkt zusammenströmen, geben nun wiederum Wesenheiten Veranlassung, wie eine Art von Gruppenseele zu wirken, aber in einem ganz anderen Sinne als die alten Gruppenseelen. Alle früheren Gruppenseelen waren Wesenheiten, die den Menschen unfrei machten. Diese neuen Wesenheiten aber sind vereinbar mit der völligen Freiheit und Aufrechterhaltung der Individualität der Menschen. Ja, wir dürfen sagen, sie fristen in einer gewissen Beziehung ihr Dasein von der menschlichen Einigkeit; und es wird in den Seelen der Menschen selbst liegen, ob sie möglichst vielen solcher höheren Seelen Gelegenheit geben, herunterzusteigen zu den Menschen, oder ob sie es nicht tun. Je mehr sich die Menschen zersplittern werden, desto weniger erhabene Seelen werden heruntersteigen in das Gebiet der Menschen. Je mehr Zusammenhänge gebildet werden, und je mehr da Gemeinschaftsgefühle bei völliger Freiheit ausgebildet werden, desto mehr erhabene Wesenheiten werden zu den Menschen heruntersteigen und desto schneller wird der Erdenplaner vergeistigt werden.

[ 24 ] Through the fact that people voluntarily allow their feelings to converge, something is formed that goes beyond the merely emancipated human being. The emancipated human being has an individual soul; once attained, it is never lost again. But by coming together in voluntary communities, people group themselves around focal points. The feelings that thus flow together toward a center now in turn give rise to entities that act as a kind of group soul, but in a completely different sense than the old group souls. All earlier group souls were entities that made people unfree. These new entities, however, are compatible with complete freedom and the preservation of human individuality. Indeed, we may say that, in a certain sense, they derive their existence from human unity; and it will depend on the souls of human beings themselves whether they give as many of these higher souls as possible the opportunity to descend to humanity, or whether they do not. The more human beings become fragmented, the fewer exalted souls will descend into the realm of humanity. The more connections are formed, and the more a sense of community is cultivated amidst complete freedom, the more exalted beings will descend to humanity, and the faster the Earth plane will become spiritualized.

[ 25 ] So sehen wir, daß der Mensch, wenn er überhaupt einen Begriff bekommen kann von der Entwickelung der Zukunft, den Charakter der Gruppenseelenhaftigkeit sehr wohl verstehen muß, weil es sonst passieren kann, daß seine individuelle Seele, wenn sie sich zu lange allein emanzipiert auf der Erde, nicht den Anschluß findet, daß sie den Anschluß verpaßt und dadurch selbst eine Art Elementarwesen wird; und diese Elementarwesen, die aus den Menschen entstehen, würden eine ganz schlimme Art sein. Während die aus früheren Reichen entstandenen Elementarwesenheiten sehr brauchbar sind für unsere Naturordnung, werden die menschlichen Elementarwesenheiten diese Eigenschaft ganz und gar nicht haben.

[ 25 ] Thus we see that if human beings are to gain any conception at all of future development, they must thoroughly understand the nature of group soulhood; for otherwise it may happen that their individual souls, if they emancipate themselves too long on Earth in isolation, will fail to find their place, will miss the connection, and thereby become a kind of elemental being themselves; and these elemental beings arising from human beings would be of a very evil kind. While the elemental beings arising from earlier kingdoms are very useful for our natural order, the human elemental beings will lack this quality entirely.

[ 26 ] Wir haben darauf hingewiesen, daß in gewissen Grenzgebieten solche abgeschnürte Wesenheiten entstehen, und sie entstehen auch an der Grenze, beim Übergang von dem Gruppenseelentum zu den freien Gruppenzusammenhängen durch ästhetisch-moralisch-intellektuelle Zusammenhänge. Überall, wo solche Zusammenhänge auftreten, sind solche Gruppenwesenheiten da.

[ 26 ] We have pointed out that such isolated entities arise in certain border regions, and they also arise at the boundary, at the transition from group soulhood to free group connections through aesthetic-moral-intellectual connections. Wherever such connections occur, such group entities are present.

[ 27 ] Wenn Sie gewisse Stätten beobachten könnten, zum Beispiel Quellen, wo unten der Stein ist und dann Moos darüber wächst, und so eine Art Wand zwischen der Pflanze und dem Stein sich bildet, und dann das Wasser darüber sickert — das ist auch notwendig —, da würden Sie sehen, daß das, was man Nymphen und Undinen nennt, etwas sehr Reales ist; das zeigt sich da mit besonderer Stärke. Und da, wo Metalle und das sonstige Erdreich zusammenstoßen, liegen ganze Bündel von jenen Wesenheiten, die man Gnomen nennt. Eine vierte Art sind die Salamander. Die sind sozusagen das jüngste Geschlecht in der Reihe dieser ganzen Elementarwesen; sie sind aber trotzdem vielfach vorhanden. Sie sind zum großen Teil Wesenheiten, die ihr Dasein einem Abschnürungsprozeß aus Tiergruppenseelen verdanken. Solche Wesenheiten suchen auch Gelegenheit, Nahrung zu finden, und sie finden sie namentlich da, wo das Menschenreich in manchmal nicht ganz normale, sondern abnorme Beziehungen zum Tierreich tritt. Wer über solche Dinge etwas weiß, dem ist bekannt, daß sich Elementarwesen, und zwar recht gutartige, entwickeln durch jene familiäre Beziehung zwischen dem Reiter und seinem Roß. Insbesondere bilden sich durch die Gemütsbeziehungen gewisser Menschen zu Tiergruppen Gefühle aus, Gedanken und Seelenimpulse, die solchen salamanderartigen Elementarwesenheiten eine gute Nahrung geben. Das kann man besonders bemerken in dem Zusammenleben des Schäfers mit seiner Schafherde, überhaupt der Hirten, die mit ihren Tieren zusammenleben. In den Gefühlen, die sich da durch diese Intimität zwischen Mensch und Tier entwickeln, finden gewisse salamanderartige Elementarwesen ihre Nahrung und halten sich da auf, wo so etwas vorhanden ist. Das sind auch recht kluge Wesenheiten, die eine durchaus natürliche Weisheit haben. Da entwickeln sich durch diese Gefühle bei dem Schäfer Fähigkeiten, wodurch diese Elementarwesen dem Menschen das zuraunen können, was sie wissen; und manches der Rezepte, die aus solchen Quellen stammen, haben ihren Ursprung in dem, was da eben auseinandergesetzt worden ist. Es kann durchaus sein, daß ein Mensch zwischen solchen Verhältnissen wie von feinen geistigen Wesenheiten umgeben ist, die ihn mit einem Wissen ausstatten, wovon unsere heutigen Gescheiten sich gar nichts träumen lassen. Alle diese Dinge haben ihren guten Grund und sind durchaus zu beobachten durch die Methoden, welche die okkulte Weisheit ausbilden kann.

[ 27 ] If you could observe certain places, for example springs where there is stone at the bottom and moss grows over it, forming a sort of wall between the plant and the stone, and then the water seeps over it—which is also necessary—you would see that what are called nymphs and undines are something very real; this manifests itself there with particular intensity. And where metals and the rest of the earth meet, there lie whole clusters of those beings called gnomes. A fourth type are the salamanders. They are, so to speak, the youngest generation in the series of all these elemental beings; yet they are nevertheless present in great numbers. For the most part, they are beings who owe their existence to a process of separation from animal group souls. Such beings also seek opportunities to find nourishment, and they find it particularly where the human realm enters into relationships with the animal realm that are sometimes not quite normal, but rather abnormal. Anyone who knows anything about such matters is aware that elemental beings—and quite benign ones at that—develop through that familial relationship between the rider and his horse. In particular, the emotional bonds of certain people with groups of animals give rise to feelings, thoughts, and soul impulses that provide good nourishment for such salamander-like elemental beings. This can be observed particularly in the coexistence of the shepherd with his flock of sheep, and indeed of all herders who live alongside their animals. In the feelings that develop through this intimacy between human and animal, certain salamander-like elemental beings find their nourishment and dwell where such conditions exist. These are also quite intelligent beings who possess a thoroughly natural wisdom. Through these feelings, the shepherd develops abilities whereby these elemental beings can whisper to him what they know; and many of the remedies that originate from such sources have their roots in what has just been explained. It is quite possible that a person is surrounded by such conditions—by subtle spiritual beings who endow him with a knowledge of which our modern intellectuals cannot even dream. All these things have their good reason and can certainly be observed through the methods that occult wisdom can teach.

[ 28 ] Zum Schluß möchte ich noch auf eine andere Erscheinung hinweisen, die Ihnen zeigen kann, wie gewisse Dinge, von denen man heute nur eine ganz abstrakte Erklärung gibt, in vielem einer tieferen Weisheit entsprungen sind. Ich habe vorhin schon gesagt, daß jene älteren Menschen in der atlantischen Zeit, wenn sie aus ihren Leibern herausgegangen sind in der Nachtzeit, unter jenen geistigen Wesenheiten lebten, die sie die Götter nannten. Diese Menschen waren auf dem Wege, in eine physische Körperlichkeit unterzutauchen. Jene Wesenheiten aber, die sie als die Götter verehrten, zum Beispiel Zeus, Wotan, gehen einen anderen Entwickelungsgang. Die gehen nicht bis in physische Leiber herunter; die berühren nicht die physische Welt. Aber auch da kommen gewisse Übergänge vor. Der Mensch ist ja dadurch entstanden, daß sein ganzes seelisches und geistiges Wesen sich verhärtet hat zu seinem physischen Leib. Beim Menschen haben sich die gesamten Gruppenseelen herunterbegeben auf den physischen Plan, und der physische Leib des Menschen ist ein Abdruck geworden der Gruppenseele, Nehmen wir an, ein Wesen wie Zeus, das durchaus einer Wirklichkeit entspricht, habe gleichsam nur ein bißchen den physischen Plan berührt, nur ein wenig hineingeragt. Das ist, wie wenn Sie eine Kugel ins Wasser tauchen und sie unten gerade noch so benetzt wird. So sind gewisse Wesenheiten in der atlantischen Zeit nur berührt worden von der physischen Welt. Die physischen Augen sehen nicht, was als Geistiges, als Astralisch-Ätherisches bleibt. Nur der kleine Teil davon, der ins Physische hineinragt, wird gesehen. Aus solchen Wahrnehmungen heraus entstand die Symbolik in der Mythologie. Wenn Zeus den Adler als Symbolum hat, so rührt das davon her, daß seine Adlernatur die kleine Kuppe ist, wo ein Wesen der höheren Welt die physische Welt berührte. Ein großer Teil der Vogelwelt sind abgeschnürte Teile solcher sich entwickelnden Wesenheiten der übersinnlichen Welt. Und wie mit den Raben des Wotan oder dem Adler des Zeus, so ist es überall, wo die Symbolik auf okkulte Tatsachen zurückgeht. Manches wird Ihnen klarer werden, wenn Sie so auf den verschiedenen Gebieten Wesen, Wirken und Entwickelung der Gruppenseelen in Betracht ziehen.

[ 28 ] Finally, I would like to point out another phenomenon that can show you how certain things, for which only a very abstract explanation is given today, have in many respects sprung from a deeper wisdom. I mentioned earlier that those ancient people in the Atlantean era, when they left their bodies at night, lived among those spiritual beings whom they called the gods. These people were on the path to descending into physical embodiment. But those beings whom they worshipped as gods—for example, Zeus and Wotan—follow a different course of development. They do not descend into physical bodies; they do not touch the physical world. But even there, certain transitions occur. Humanity came into being, after all, because its entire soul and spiritual being solidified into its physical body. In the case of human beings, the entire group souls have descended onto the physical plane, and the human physical body has become an imprint of the group soul. Let us suppose that a being like Zeus, who certainly corresponds to a reality, has, so to speak, only touched the physical plane a little, only reached into it a little. It is as if you were to dip a ball into water and it were just barely moistened at the bottom. In this way, certain beings in the Atlantean era were only touched by the physical world. The physical eyes do not see what remains as spiritual, as astral-etheric. Only the small part of it that extends into the physical is seen. The symbolism in mythology arose from such perceptions. If Zeus has the eagle as his symbol, this stems from the fact that his eagle-nature is the small tip where a being of the higher world touched the physical world. A large part of the bird world consists of severed parts of such developing beings from the supersensible world. And just as with Wotan’s ravens or Zeus’s eagle, so it is everywhere where symbolism is rooted in occult facts. Much will become clearer to you if you consider the beings, workings, and development of the group souls in this way across the various fields.

[ 29 ] Das wollte ich heute hinzufügen zu unseren vorhergehenden Ausführungen, um damit eine abgeschlossene Grundlage zu haben für solche Betrachtungen.

[ 29 ] I wanted to add this today to our previous remarks in order to have a complete foundation for such considerations.