The Influence of
Spiritual Beings upon Man
GA 102
1 June 1908, Berlin
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Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen, 5th ed.
Elfter Vortrag
Elfter Vortrag
[ 1 ] Es war ja ein etwas gewagtes Gebiet, auf das wir uns das letzte Mal begeben haben, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Wesenheiten lenkten, welche innerhalb unserer Wirklichkeit als geistige Wesenheiten durchaus existieren, welche aber doch in einer gewissen Art aus dem regelmäßigen Gang der Evolution herausfallen, und deren eigentliche Bedeutung gerade darin besteht, daß sie in einer gewissen Art aus der Evolution herausfallen. Es war das Gebiet der Elementarwesenheiten. Wir haben die Elementarwesenheiten ins Auge gefaßt, die der aufgeklärte Sinn unserer Gegenwart natürlich als äußersten Aberglauben ansieht, die aber gerade durch die Stellung, die sie im Kosmos einnehmen, in einer nicht allzu fernen Zeit unserer geistigen Entwickelung eine bedeutsame Rolle spielen werden. Wir haben gesehen, wie solche Elementarwesenheiten sich bilden, indem sie gleichsam unregelmäßige, abgeschnürte Teile von Gruppenseelen sind. Wir brauchen uns ja nur an das zu erinnern, was wir am Ende der letzten Betrachtung sagten, und wir werden gleich das Wesen solcher Elementargeschöpfe vor unser geistiges Auge gestellt haben. Wir haben auf eine der zuletzt gebildeten Arten dieser Elementarwesenheiten hingewiesen. Wir haben darauf hingewiesen, wie einer jeden Tierform oder, wenn wir im groben Sinne sprechen wollen, einer Summe von gleichgestalteten Tierwesenheiten, eine Gruppenseele entspricht. Wir haben gesagt, daß diese Gruppenseelen gewissermaßen in der astralischen Welt dieselbe Rolle spielen, wie unsere Menschenseele — insoweit sie ich begabt ist — in der physischen Welt. Eigentlich ist das Menschen-Ich ein von dem Astralplan zum physischen Plan heruntergestiegenes GruppenIch. Dadurch ist es ein individuelles Ich geworden. Die tierischen Iche sind heute noch regelmäßig auf dem astralischen Plan, und was wir als die einzelnen Tierindividuen hier auf dem physischen Plan haben, das hat auf dem physischen Plan nur physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib, und das Ich hat es in der astralischen Welt, aber so, daß gleichgeformte Tiere gleichsam die Glieder des Gruppen-Ich dieser Tiere sind. Wir können uns dadurch auch vorstellen, wie das, was man Geburt und Tod im Menschenleben nennt, für die Tiere nicht dieselbe Bedeutung hat. Denn wenn ein einzelnes Tier stirbt, so bleibt die Gruppenseele oder das Gruppen-Ich lebendig. Es ist gerade so, wie wenn, gesetzt daß das möglich wäre, der Mensch eine Hand verlöre und die Fähigkeit hätte, diese Hand wieder anzusetzen. Sein Ich würde nicht sagen: Ich bin gestorben durch den Verlust der Hand — sondern es würde fühlen, wie es ein Glied erneuert hat. So erneuert das GruppenIch der Löwen ein Glied, wenn ein einzelner individueller Löwe stirbt und durch einen anderen ersetzt wird. So können wir verstehen, daß Geburt und Tod für die Gruppenseele der Tiere gar nicht die Bedeutung haben wie für den Menschen des heutigen Entwickelungszyklus. Die Gruppenseele der Tiere kennt Verwandlungen, Metamorphosen, kennt sozusagen das Abschnüren der Glieder, die sich dann vorstrecken in die physische Welt, den Verlust dieser Glieder und ihre Erneuerung.
[ 1 ] Es war ja ein etwas gewagtes Gebiet, auf das wir uns das letzte Mal begeben haben, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Wesenheiten lenkten, welche innerhalb unserer Wirklichkeit als geistige Wesenheiten durchaus existieren, welche aber doch in einer gewissen Art aus dem regelmäßigen Gang der Evolution herausfallen, und deren eigentliche Bedeutung gerade darin besteht, daß sie in einer gewissen Art aus der Evolution herausfallen. Es war das Gebiet der Elementarwesenheiten. Wir haben die Elementarwesenheiten ins Auge gefaßt, die der aufgeklärte Sinn unserer Gegenwart natürlich als äußersten Aberglauben ansieht, die aber gerade durch die Stellung, die sie im Kosmos einnehmen, in einer nicht allzu fernen Zeit unserer geistigen Entwickelung eine bedeutsame Rolle spielen werden. Wir haben gesehen, wie solche Elementarwesenheiten sich bilden, indem sie gleichsam unregelmäßige, abgeschnürte Teile von Gruppenseelen sind. Wir brauchen uns ja nur an das zu erinnern, was wir am Ende der letzten Betrachtung sagten, und wir werden gleich das Wesen solcher Elementargeschöpfe vor unser geistiges Auge gestellt haben. Wir haben auf eine der zuletzt gebildeten Arten dieser Elementarwesenheiten hingewiesen. Wir haben darauf hingewiesen, wie einer jeden Tierform oder, wenn wir im groben Sinne sprechen wollen, einer Summe von gleichgestalteten Tierwesenheiten, eine Gruppenseele entspricht. Wir haben gesagt, daß diese Gruppenseelen gewissermaßen in der astralischen Welt dieselbe Rolle spielen, wie unsere Menschenseele — insoweit sie ich begabt ist — in der physischen Welt. Eigentlich ist das Menschen-Ich ein von dem Astralplan zum physischen Plan heruntergestiegenes GruppenIch. Dadurch ist es ein individuelles Ich geworden. Die tierischen Iche sind heute noch regelmäßig auf dem astralischen Plan, und was wir als die einzelnen Tierindividuen hier auf dem physischen Plan haben, das hat auf dem physischen Plan nur physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib, und das Ich hat es in der astralischen Welt, aber so, daß gleichgeformte Tiere gleichsam die Glieder des Gruppen-Ich dieser Tiere sind. Wir können uns dadurch auch vorstellen, wie das, was man Geburt und Tod im Menschenleben nennt, für die Tiere nicht dieselbe Bedeutung hat. Denn wenn ein einzelnes Tier stirbt, so bleibt die Gruppenseele oder das Gruppen-Ich lebendig. Es ist gerade so, wie wenn, gesetzt daß das möglich wäre, der Mensch eine Hand verlöre und die Fähigkeit hätte, diese Hand wieder anzusetzen. Sein Ich würde nicht sagen: Ich bin gestorben durch den Verlust der Hand — sondern es würde fühlen, wie es ein Glied erneuert hat. So erneuert das GruppenIch der Löwen ein Glied, wenn ein einzelner individueller Löwe stirbt und durch einen anderen ersetzt wird. So können wir verstehen, daß Geburt und Tod für die Gruppenseele der Tiere gar nicht die Bedeutung haben wie für den Menschen des heutigen Entwickelungszyklus. Die Gruppenseele der Tiere kennt Verwandlungen, Metamorphosen, kennt sozusagen das Abschnüren der Glieder, die sich dann vorstrecken in die physische Welt, den Verlust dieser Glieder und ihre Erneuerung.
[ 2 ] Wir haben aber gesagt, daß es gewisse Tierformen gibt, die in der Abschnürung zu weit gehen, die nicht mehr imstande sind, alles, was sie herunterholen auf den physischen Plan, wiederum zurückzuschikken zum astralischen Plan. Denn bei einem sterbenden Tier muß dasjenige, was da abfällt, ganz aufgehen in der umliegenden Welt. Wogegen das, was das Tier durchgeistigt und durchseelt, zurückströmen muß in die Gruppenseele, um dann wieder neu vorgestreckt zu werden und zu einem neuen Individuum zu wachsen. Nun gibt es eben gewisse Tierformen, die nicht wieder alles zurückschicken können in die Gruppenseele, und diese übriggebliebenen Dinge, die losgeschnürt, losgerissen sind von der Gruppenseele, führen dann ein vereinzeltes Dasein als Elementarwesenheiten. Und da unsere Evolution die verschiedensten Formen und Stufen durchgemacht hat und auf jeder Stufe solche Elementarwesen abgeschnürt worden sind, können Sie sich wohl vorstellen, daß wir eine größere Anzahl solcher Elementarwesen-Arten um uns herum haben in dem, was wir die uns umgebende übersinnliche Welt nennen.
[ 2 ] Wir haben aber gesagt, daß es gewisse Tierformen gibt, die in der Abschnürung zu weit gehen, die nicht mehr imstande sind, alles, was sie herunterholen auf den physischen Plan, wiederum zurückzuschikken zum astralischen Plan. Denn bei einem sterbenden Tier muß dasjenige, was da abfällt, ganz aufgehen in der umliegenden Welt. Wogegen das, was das Tier durchgeistigt und durchseelt, zurückströmen muß in die Gruppenseele, um dann wieder neu vorgestreckt zu werden und zu einem neuen Individuum zu wachsen. Nun gibt es eben gewisse Tierformen, die nicht wieder alles zurückschicken können in die Gruppenseele, und diese übriggebliebenen Dinge, die losgeschnürt, losgerissen sind von der Gruppenseele, führen dann ein vereinzeltes Dasein als Elementarwesenheiten. Und da unsere Evolution die verschiedensten Formen und Stufen durchgemacht hat und auf jeder Stufe solche Elementarwesen abgeschnürt worden sind, können Sie sich wohl vorstellen, daß wir eine größere Anzahl solcher Elementarwesen-Arten um uns herum haben in dem, was wir die uns umgebende übersinnliche Welt nennen.
[ 3 ] Wenn zum Beispiel der aufgeklärte Mensch sagt: Da spricht man uns von Elementarwesenheiten, die man Sylphen, auch Lemuren nennt; solche Dinge gibt es nicht! — so müßte man ihm eine allerdings sonderbare und paradox klingende Antwort geben: Du siehst diese Dinge deswegen nicht, weil du dich der Entwickelung derjenigen Erkenntnisorgane verschließt, die dich zur Anerkennung dieser Wesenheiten bringen würden. Aber frage einmal die Biene oder, mit anderen Worten, die Seele des Bienenkorbes! Die könnte sich dem Dasein von Sylphen oder Lemuren nicht verschließen! Denn die Elementarwesenheiten, die mit diesen Namen bezeichnet werden, halten sich an ganz bestimmten Orten auf, namentlich da, wo eine gewisse Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich stattfindet, und auch da nicht etwa überall, sondern an Orten, wo diese Berührung unter gewissen Verhältnissen stattfindet. Wenn-der Ochs Gras frißt, findet allerdings auch eine Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich statt; aber das ist sozusagen eine nüchtern-reguläre, die ganz im regulären Fortgang der Evolution liegt. Auf einem ganz anderen Blatt der Weltenevolution steht jene Berührung, die zwischen der Biene und der Blüte stattfindet, und zwar deshalb, weil Biene und Blüte in der Organisation viel weiter auseinander sind und nachträglich wieder zusammenkommen, und weil bei der Berührung von Biene und Blüte — allerdings nur für den Okkultisten — eine ganz wunderbare Kraft entwickelt wird. Es gehört — wenn man den Ausdruck gebrauchen darf, aber wir haben ja für diese subtilen Dinge so wenig treffende Ausdrücke — zu den interessanten Beobachtungen der geistig-übersinnlichen Welten jene eigentümliche aurische Hülle, die immer entsteht, wenn eine Biene oder ein anderes solches Insekt an einer Blüte saugt. Das eigentümliche, eigenartige Erlebnis, welches das Bienlein hat, wenn es an der Blüte saugt, ist nicht etwa nur in den Kauwerkzeugen oder in dem Leib der Biene vorhanden; sondern was da als Geschmacksaustausch entsteht zwischen Biene und Blüte, verbreitet etwas wie eine kleine ätherische Aura. Jedesmal, wenn das Bienlein saugt, gibt es eine solche kleine ätherische Aura, und immer, wenn so etwas entsteht in der übersinnlichen Welt, kommen die Wesen, die so etwas brauchen, herbei. Sie werden dadurch angezogen; denn sie finden da, wenn wir es wieder grob ausdrücken wollen, ihre Nahrung.
[ 3 ] Wenn zum Beispiel der aufgeklärte Mensch sagt: Da spricht man uns von Elementarwesenheiten, die man Sylphen, auch Lemuren nennt; solche Dinge gibt es nicht! — so müßte man ihm eine allerdings sonderbare und paradox klingende Antwort geben: Du siehst diese Dinge deswegen nicht, weil du dich der Entwickelung derjenigen Erkenntnisorgane verschließt, die dich zur Anerkennung dieser Wesenheiten bringen würden. Aber frage einmal die Biene oder, mit anderen Worten, die Seele des Bienenkorbes! Die könnte sich dem Dasein von Sylphen oder Lemuren nicht verschließen! Denn die Elementarwesenheiten, die mit diesen Namen bezeichnet werden, halten sich an ganz bestimmten Orten auf, namentlich da, wo eine gewisse Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich stattfindet, und auch da nicht etwa überall, sondern an Orten, wo diese Berührung unter gewissen Verhältnissen stattfindet. Wenn-der Ochs Gras frißt, findet allerdings auch eine Berührung des Tierreiches mit dem Pflanzenreich statt; aber das ist sozusagen eine nüchtern-reguläre, die ganz im regulären Fortgang der Evolution liegt. Auf einem ganz anderen Blatt der Weltenevolution steht jene Berührung, die zwischen der Biene und der Blüte stattfindet, und zwar deshalb, weil Biene und Blüte in der Organisation viel weiter auseinander sind und nachträglich wieder zusammenkommen, und weil bei der Berührung von Biene und Blüte — allerdings nur für den Okkultisten — eine ganz wunderbare Kraft entwickelt wird. Es gehört — wenn man den Ausdruck gebrauchen darf, aber wir haben ja für diese subtilen Dinge so wenig treffende Ausdrücke — zu den interessanten Beobachtungen der geistig-übersinnlichen Welten jene eigentümliche aurische Hülle, die immer entsteht, wenn eine Biene oder ein anderes solches Insekt an einer Blüte saugt. Das eigentümliche, eigenartige Erlebnis, welches das Bienlein hat, wenn es an der Blüte saugt, ist nicht etwa nur in den Kauwerkzeugen oder in dem Leib der Biene vorhanden; sondern was da als Geschmacksaustausch entsteht zwischen Biene und Blüte, verbreitet etwas wie eine kleine ätherische Aura. Jedesmal, wenn das Bienlein saugt, gibt es eine solche kleine ätherische Aura, und immer, wenn so etwas entsteht in der übersinnlichen Welt, kommen die Wesen, die so etwas brauchen, herbei. Sie werden dadurch angezogen; denn sie finden da, wenn wir es wieder grob ausdrücken wollen, ihre Nahrung.
[ 4 ] Ich habe schon einmal bei einer anderen Gelegenheit gesagt, die Frage sollte uns eigentlich gar nicht berühren, die jemand aufwerfen könnte, der sagt: Woher kommen denn alle diese Wesenheiten, von denen ihr sprecht? — Wo die Gelegenheit dazu gegeben ist für bestimmte Wesenheiten, da sind sie immer da. Wenn ein Mensch üble, schlimme Empfindungen von sich aus verbreitet, dann sind diese schlimmen, üblen Empfindungen auch etwas, was um ihn herum lebt, und was Wesenheiten anzieht, die da sind, die nur darauf warten, wie irgendeine physische Wesenheit auf die Nahrung wartet. Ich habe es einmal damit verglichen, daß in einem reinen Zimmer keine Fliegen sind; sind aber alle möglichen Speisereste in dem Zimmer, so sind sie da. So ist es mit den übersinnlichen Wesenheiten: man braucht ihnen nur die Nahrungsmittel zuzuführen. Das Bienlein, das an der Blüte saugt, verbreitet eine kleine ätherische Aura, und da kommen solche Wesenheiten herbei, insbesondere wenn sich irgendwo an einem Baum ein ganzer Bienenschwarm niederläßt und dann abzieht, sozusagen mit der Geschmacksempfindung im Leibe, die da war. Dann ist der ganze Bienenschwarm eingehüllt in diese ätherische Aura, aber auch ganz durchdrungen von diesen geistigen Wesenheiten, die man Sylphen oder Lemuren nennt. Namentlich in solchen Grenzgebieten, wo sozusagen verschiedene Reiche miteinander in Berührung kommen, sind diese Wesenheiten da, und sie spielen wirklich eine Rolle. Sie sind nämlich nicht nur dann da, wenn diese geschilderte feine ätherische Aura entsteht; sondern ich möchte sagen, sie sättigen sich nicht bloß, sondern sie haben auch Hunger, und den Hunger bringen sie dadurch zum Ausdruck, daß sie die betreffenden Tiere nach den betreffenden Stätten hinleiten. Sie sind sozusagen ihre Führer in einer gewissen Weise.
[ 4 ] Ich habe schon einmal bei einer anderen Gelegenheit gesagt, die Frage sollte uns eigentlich gar nicht berühren, die jemand aufwerfen könnte, der sagt: Woher kommen denn alle diese Wesenheiten, von denen ihr sprecht? — Wo die Gelegenheit dazu gegeben ist für bestimmte Wesenheiten, da sind sie immer da. Wenn ein Mensch üble, schlimme Empfindungen von sich aus verbreitet, dann sind diese schlimmen, üblen Empfindungen auch etwas, was um ihn herum lebt, und was Wesenheiten anzieht, die da sind, die nur darauf warten, wie irgendeine physische Wesenheit auf die Nahrung wartet. Ich habe es einmal damit verglichen, daß in einem reinen Zimmer keine Fliegen sind; sind aber alle möglichen Speisereste in dem Zimmer, so sind sie da. So ist es mit den übersinnlichen Wesenheiten: man braucht ihnen nur die Nahrungsmittel zuzuführen. Das Bienlein, das an der Blüte saugt, verbreitet eine kleine ätherische Aura, und da kommen solche Wesenheiten herbei, insbesondere wenn sich irgendwo an einem Baum ein ganzer Bienenschwarm niederläßt und dann abzieht, sozusagen mit der Geschmacksempfindung im Leibe, die da war. Dann ist der ganze Bienenschwarm eingehüllt in diese ätherische Aura, aber auch ganz durchdrungen von diesen geistigen Wesenheiten, die man Sylphen oder Lemuren nennt. Namentlich in solchen Grenzgebieten, wo sozusagen verschiedene Reiche miteinander in Berührung kommen, sind diese Wesenheiten da, und sie spielen wirklich eine Rolle. Sie sind nämlich nicht nur dann da, wenn diese geschilderte feine ätherische Aura entsteht; sondern ich möchte sagen, sie sättigen sich nicht bloß, sondern sie haben auch Hunger, und den Hunger bringen sie dadurch zum Ausdruck, daß sie die betreffenden Tiere nach den betreffenden Stätten hinleiten. Sie sind sozusagen ihre Führer in einer gewissen Weise.
[ 5 ] So sehen wir, daß solche Wesenheiten, die, sagen wir, ihren Zusammenhang aufgegeben haben mit anderen Welten, mit denen sie früher verbunden waren, dadurch einem erkwürdige Rolle eingetauscht haben. Sie sind Wesenheiten geworden, die gut gebraucht werden können in anderen Welten. Allerdings wird, wenn sie so gebraucht werden, eine Art Organisation eingerichtet: sie unterstehen höheren Wesenheiten.
[ 5 ] So sehen wir, daß solche Wesenheiten, die, sagen wir, ihren Zusammenhang aufgegeben haben mit anderen Welten, mit denen sie früher verbunden waren, dadurch einem erkwürdige Rolle eingetauscht haben. Sie sind Wesenheiten geworden, die gut gebraucht werden können in anderen Welten. Allerdings wird, wenn sie so gebraucht werden, eine Art Organisation eingerichtet: sie unterstehen höheren Wesenheiten.
[ 6 ] Es wurde im Anfange der heutigen Betrachtung gesagt, die menschliche Erkenntnis werde in gar nicht zu ferner Zeit sehr wohl nötig haben, von diesen Wesenheiten zu wissen. Es wird in nicht allzu ferner Zukunft die Wissenschaft einen eigentümlichen Gang nehmen. Die Wissenschaft wird immer mehr und mehr sozusagen sinnlich-physisch werden, sich lediglich auf eine Beschreibung der äußeren physisch-sinnlichen Tatsachen beschränken. Die Wissenschaft wird sich auf das Grobmaterielle beschränken, wenn auch heute noch ein merkwürdiger Übergangszustand herrscht. Es hat ja eine Zeit des richtigen groben Materialismus in der Wissenschaft gegeben. Sie ist nicht lange hinter uns. Dieser grobe Materialismus wird heute höchstens von denen, die auf dem allerlaienhaftesten Standpunkte stehen, noch als etwas Mögliches angesehen, obzwar nur wenige denkende Köpfe sich bemühen, an seine Stelle etwas anderes zu setzen. Wir sehen da eine ganze Anzahl von abstrakten Theorien auftreten, wo in einer verschämten Weise auf ein Übersinnliches, auf ein Überleibliches hingedeutet wird. Der Gang der Ereignisse aber und die Gewalt der äußeren sinnlichen Tatsachen wird gerade diese merkwürdigen phantastischen Theorien, welche heute die mit der physischen Wissenschaft Unzufriedenen aufstellen, völlig über den Haufen werfen, und eines Tages werden sich die Gelehrten gegenüber diesen Theorien in einer merkwürdigen Situation befinden. Alles, was da ausspintisiert wird über Allwesen und Allbeseeltheit dieser oder jener Welten, alle diese Spekulationen werden über den Haufen geworfen werden, und die Menschen werden nichts weiter in der Hand haben als die rein physisch-sinnlichen Tatsachen auf den Gebieten der Geologie, Biologie, Astronomie und so weiter. Die Theorien, die heute aufgestellt werden, werden die kurzlebigsten sein; und für den, der ein klein wenig auch in den speziellen Gang der Wissenschaft hineinzuschauen vermag, zeigt sich, daß die absoluteste Ode des rein physischen Horizontes da sein wird.
[ 6 ] Es wurde im Anfange der heutigen Betrachtung gesagt, die menschliche Erkenntnis werde in gar nicht zu ferner Zeit sehr wohl nötig haben, von diesen Wesenheiten zu wissen. Es wird in nicht allzu ferner Zukunft die Wissenschaft einen eigentümlichen Gang nehmen. Die Wissenschaft wird immer mehr und mehr sozusagen sinnlich-physisch werden, sich lediglich auf eine Beschreibung der äußeren physisch-sinnlichen Tatsachen beschränken. Die Wissenschaft wird sich auf das Grobmaterielle beschränken, wenn auch heute noch ein merkwürdiger Übergangszustand herrscht. Es hat ja eine Zeit des richtigen groben Materialismus in der Wissenschaft gegeben. Sie ist nicht lange hinter uns. Dieser grobe Materialismus wird heute höchstens von denen, die auf dem allerlaienhaftesten Standpunkte stehen, noch als etwas Mögliches angesehen, obzwar nur wenige denkende Köpfe sich bemühen, an seine Stelle etwas anderes zu setzen. Wir sehen da eine ganze Anzahl von abstrakten Theorien auftreten, wo in einer verschämten Weise auf ein Übersinnliches, auf ein Überleibliches hingedeutet wird. Der Gang der Ereignisse aber und die Gewalt der äußeren sinnlichen Tatsachen wird gerade diese merkwürdigen phantastischen Theorien, welche heute die mit der physischen Wissenschaft Unzufriedenen aufstellen, völlig über den Haufen werfen, und eines Tages werden sich die Gelehrten gegenüber diesen Theorien in einer merkwürdigen Situation befinden. Alles, was da ausspintisiert wird über Allwesen und Allbeseeltheit dieser oder jener Welten, alle diese Spekulationen werden über den Haufen geworfen werden, und die Menschen werden nichts weiter in der Hand haben als die rein physisch-sinnlichen Tatsachen auf den Gebieten der Geologie, Biologie, Astronomie und so weiter. Die Theorien, die heute aufgestellt werden, werden die kurzlebigsten sein; und für den, der ein klein wenig auch in den speziellen Gang der Wissenschaft hineinzuschauen vermag, zeigt sich, daß die absoluteste Ode des rein physischen Horizontes da sein wird.
[ 7 ] Dann wird aber auch die Zeit gekommen sein, wo die Menschheit in einer größeren Anzahl ihrer Vertreter reif sein wird, um diese übersinnlichen Welten anzuerkennen, von denen heute in der Geisteswissenschaft oder theosophischen Weltanschauung geredet wird. Eine solche Erscheinung wie die des Bienenlebens im Zusammenhange mit dem, was man wissen kann aus den übersinnlichen Welten, bietet wunderbare Antwort auf die großen Daseinsrätsel. Und von einer noch anderen Seite sind diese Dinge von einer großen Wichtigkeit: Es wird für die Menschheit immer unerläßlicher werden, das Wesen der Gruppenseelen zu begreifen. Denn dieses Wesen der Gruppenseelen zu erkennen, wird auch in der rein äußerlichen Entwickelung der Menschheit eine große Rolle spielen. — Wenn wir im Laufe der Zeiten Tausende und Tausende von Jahren zurückgehen, so finden wir den Menschen selbst noch als ein zu einer Gruppenseele gehöriges Wesen. Denn des Menschen Entwickelung auf unserer Erde ist die von der Gruppenseelenhaftigkeit zu der individuellen Seele. Immer mehr rückt der Mensch dadurch vor, daß seine ich begabte Seele herunterrückt in das Physische, und in dem Physischen hat sie Gelegenheit, individuell zu werden. Wir können verschiedene Etappen in der Menschheitsentwickelung betrachten. Da werden wir sehen, wie die Gruppenseele allmählich individuell wird.
[ 7 ] Dann wird aber auch die Zeit gekommen sein, wo die Menschheit in einer größeren Anzahl ihrer Vertreter reif sein wird, um diese übersinnlichen Welten anzuerkennen, von denen heute in der Geisteswissenschaft oder theosophischen Weltanschauung geredet wird. Eine solche Erscheinung wie die des Bienenlebens im Zusammenhange mit dem, was man wissen kann aus den übersinnlichen Welten, bietet wunderbare Antwort auf die großen Daseinsrätsel. Und von einer noch anderen Seite sind diese Dinge von einer großen Wichtigkeit: Es wird für die Menschheit immer unerläßlicher werden, das Wesen der Gruppenseelen zu begreifen. Denn dieses Wesen der Gruppenseelen zu erkennen, wird auch in der rein äußerlichen Entwickelung der Menschheit eine große Rolle spielen. — Wenn wir im Laufe der Zeiten Tausende und Tausende von Jahren zurückgehen, so finden wir den Menschen selbst noch als ein zu einer Gruppenseele gehöriges Wesen. Denn des Menschen Entwickelung auf unserer Erde ist die von der Gruppenseelenhaftigkeit zu der individuellen Seele. Immer mehr rückt der Mensch dadurch vor, daß seine ich begabte Seele herunterrückt in das Physische, und in dem Physischen hat sie Gelegenheit, individuell zu werden. Wir können verschiedene Etappen in der Menschheitsentwickelung betrachten. Da werden wir sehen, wie die Gruppenseele allmählich individuell wird.
[ 8 ] Gehen wir zum Beispiel zurück in die Zeit des ersten Drittels der atlantischen Kulturentwickelung. Da ist das Leben des Menschen ein ganz anderes. In den Leibern, in denen wir dazumal verkörpert waren, erlebten unsere Seelen ganz andere Vorgänge. Einen Vorgang, der ja heute im Leben des Menschen, des einzelnen sowohl als des Menschen als soziales Individuum, eine Rolle spielt, können wir uns vor Augen rücken, der seit jener Zeit eine grandiose Veränderung durchgemacht hat: der Wechsel von Wachen und Schlafen.
[ 8 ] Gehen wir zum Beispiel zurück in die Zeit des ersten Drittels der atlantischen Kulturentwickelung. Da ist das Leben des Menschen ein ganz anderes. In den Leibern, in denen wir dazumal verkörpert waren, erlebten unsere Seelen ganz andere Vorgänge. Einen Vorgang, der ja heute im Leben des Menschen, des einzelnen sowohl als des Menschen als soziales Individuum, eine Rolle spielt, können wir uns vor Augen rücken, der seit jener Zeit eine grandiose Veränderung durchgemacht hat: der Wechsel von Wachen und Schlafen.
[ 9 ] In den alten atlantischen Zeiten würden Sie nicht denselben Wechsel von Wachen und Schlafen erlebt haben wie heute. Was ist denn der charakteristische Unterschied im Vergleich mit der gegenwärtigen Menschheit?
[ 9 ] In den alten atlantischen Zeiten würden Sie nicht denselben Wechsel von Wachen und Schlafen erlebt haben wie heute. Was ist denn der charakteristische Unterschied im Vergleich mit der gegenwärtigen Menschheit?
[ 10 ] Wenn der physische und der ätherische Leib im Bette liegen, der astralische Leib mit dem Ich sich heraushebt, sinkt in dem Maße, wie astralischer Leib und Ich sich herausheben, dasjenige, was man das heutige Bewußtsein nennt, in ein unbestimmtes Dunkel hinunter. Am Morgen, wenn der astralische Leib mit dem Ich wieder hineinzieht in den physischen und den Ätherleib, bedienen sich der astralische Leib und das Ich wieder der physischen Organe, und das Bewußtsein leuchtet auf. Dieser Zustand von täglichem Wachen im Bewußtsein, nächtlichem Schlafen in Bewußtlosigkeit war früher nicht vorhanden. Es war vielmehr so, wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen — es stimmt nicht ganz für die damaligen Verhältnisse; wir brauchen ihn für den Zustand, in dem der Mensch mit seinem physischen Leib verbunden war —, es war so, daß der Mensch bei Tag, wenn er Tag hatte und er in seinen. physischen Leib untertauchte, soweit es damals der Fall war, keineswegs die äußeren physischen Wesenheiten und Dinge in solchen Grenzen sah wie heute; sondern er sah alles mit unbestimmten, nach außen verschwimmenden Konturen, wie wenn Sie an einem Nebelabend in den Straßen gehen und die Laternen mit einer Nebelaura umgeben sehen. So war es für den Menschen der damaligen Zeit mit allen Dingen.
[ 10 ] Wenn der physische und der ätherische Leib im Bette liegen, der astralische Leib mit dem Ich sich heraushebt, sinkt in dem Maße, wie astralischer Leib und Ich sich herausheben, dasjenige, was man das heutige Bewußtsein nennt, in ein unbestimmtes Dunkel hinunter. Am Morgen, wenn der astralische Leib mit dem Ich wieder hineinzieht in den physischen und den Ätherleib, bedienen sich der astralische Leib und das Ich wieder der physischen Organe, und das Bewußtsein leuchtet auf. Dieser Zustand von täglichem Wachen im Bewußtsein, nächtlichem Schlafen in Bewußtlosigkeit war früher nicht vorhanden. Es war vielmehr so, wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen — es stimmt nicht ganz für die damaligen Verhältnisse; wir brauchen ihn für den Zustand, in dem der Mensch mit seinem physischen Leib verbunden war —, es war so, daß der Mensch bei Tag, wenn er Tag hatte und er in seinen. physischen Leib untertauchte, soweit es damals der Fall war, keineswegs die äußeren physischen Wesenheiten und Dinge in solchen Grenzen sah wie heute; sondern er sah alles mit unbestimmten, nach außen verschwimmenden Konturen, wie wenn Sie an einem Nebelabend in den Straßen gehen und die Laternen mit einer Nebelaura umgeben sehen. So war es für den Menschen der damaligen Zeit mit allen Dingen.
[ 11 ] Und wenn so der Tageszustand war, wie war denn der Nachtzustand? Wenn der Mensch während der Nacht hinausging aus dem physischen Leib und Ätherleib, kam nicht absolute Unbewußtheit über ihn. Es war nur eine andere Art des Bewußtseins. In der damaligen Zeit nahm der Mensch auch noch die geistigen Vorgänge und geistigen Wesenheiten um sich herum wahr, nicht mehr genau wie im wirklichen Hellsehen, aber wie in einem letzten Rest, der von dem alten Hellsehen geblieben war. In einer Welt mit verschwommenen, nebulosen Grenzen lebte der Mensch bei Tag. Bei Nacht lebte er unter geistigen Wesenheiten, die um ihn herum waren wie heute die Tagesgegenstände, So war keine strenge Grenze zwischen Tag und Nacht, und das, was Sagen und Mythen enthalten, sind nicht Dinge einer beliebigen Volksphantasie, sondern Erinnerungen an die Erlebnisse, die der alte Mensch in seinem damaligen Bewußtseinszustand in der übersinnlichen Welt hatte. Wotan oder Zeus oder andere übersinnliche geistig-göttliche Wesenheiten, die von diesen oder jenen Völkern anerkannt wurden, sind nicht Erdichtungen der Volksphantasie, wie man am grünen Tisch der Gelehrsamkeit behauptet. Nur der kann so etwas behaupten, der sich niemals mit dem Wesen der Volksphantasie bekanntgemacht hat. Es fällt dem Volke gar nicht ein, so zu personifizieren. Das waren Erfahrungen in alten Zeiten. Wotan und Thor waren Wesen, mit denen der Mensch so umging, wie er heute mit seinem Mitmenschen umgeht, und die Mythen und Sagen sind Erinnerungen an die Zeiten alten Hellsehertums.
[ 11 ] Und wenn so der Tageszustand war, wie war denn der Nachtzustand? Wenn der Mensch während der Nacht hinausging aus dem physischen Leib und Ätherleib, kam nicht absolute Unbewußtheit über ihn. Es war nur eine andere Art des Bewußtseins. In der damaligen Zeit nahm der Mensch auch noch die geistigen Vorgänge und geistigen Wesenheiten um sich herum wahr, nicht mehr genau wie im wirklichen Hellsehen, aber wie in einem letzten Rest, der von dem alten Hellsehen geblieben war. In einer Welt mit verschwommenen, nebulosen Grenzen lebte der Mensch bei Tag. Bei Nacht lebte er unter geistigen Wesenheiten, die um ihn herum waren wie heute die Tagesgegenstände, So war keine strenge Grenze zwischen Tag und Nacht, und das, was Sagen und Mythen enthalten, sind nicht Dinge einer beliebigen Volksphantasie, sondern Erinnerungen an die Erlebnisse, die der alte Mensch in seinem damaligen Bewußtseinszustand in der übersinnlichen Welt hatte. Wotan oder Zeus oder andere übersinnliche geistig-göttliche Wesenheiten, die von diesen oder jenen Völkern anerkannt wurden, sind nicht Erdichtungen der Volksphantasie, wie man am grünen Tisch der Gelehrsamkeit behauptet. Nur der kann so etwas behaupten, der sich niemals mit dem Wesen der Volksphantasie bekanntgemacht hat. Es fällt dem Volke gar nicht ein, so zu personifizieren. Das waren Erfahrungen in alten Zeiten. Wotan und Thor waren Wesen, mit denen der Mensch so umging, wie er heute mit seinem Mitmenschen umgeht, und die Mythen und Sagen sind Erinnerungen an die Zeiten alten Hellsehertums.
[ 12 ] Wir müssen uns aber klar darüber sein, daß mit diesem Hineinleben in die geistig-übersinnlichen Welten etwas anderes verknüpft war. Der Mensch fühlte sich in diesen Welten nicht als individuelles Wesen. Er fühlte sich als Glied geistiger Wesenheiten, er gehörte sozusagen zu höheren geistigen Wesenheiten, wie die Hände zu uns gehören. Das geringe Individualitätsgefühl, das der Mensch dazumal schon hatte, bekam er, wenn er in seinen physischen Leib untertauchte, wenn er sich sozusagen für kurze Zeit emanzipierte von dem Reigen der geistig-göttlichen Wesenheiten. Das war der Anfang seines Individualitätsgefühles. Es war das in einer Zeit, in welcher sich der Mensch durchaus klar darüber war, daß er eine Gruppenseele hat; er fühlte sich untertauchen in die Gruppenseele, wenn er sich aus seinem physischen Leib entfernte und in das übersinnliche Bewußtsein kam. Das war eine alte Zeit, in der im Menschen mit ungeheurer Stärke das Bewußtsein vorhanden war, zu einer Gruppenseele, zu einem Gruppen-Ich zu gehören.
[ 12 ] Wir müssen uns aber klar darüber sein, daß mit diesem Hineinleben in die geistig-übersinnlichen Welten etwas anderes verknüpft war. Der Mensch fühlte sich in diesen Welten nicht als individuelles Wesen. Er fühlte sich als Glied geistiger Wesenheiten, er gehörte sozusagen zu höheren geistigen Wesenheiten, wie die Hände zu uns gehören. Das geringe Individualitätsgefühl, das der Mensch dazumal schon hatte, bekam er, wenn er in seinen physischen Leib untertauchte, wenn er sich sozusagen für kurze Zeit emanzipierte von dem Reigen der geistig-göttlichen Wesenheiten. Das war der Anfang seines Individualitätsgefühles. Es war das in einer Zeit, in welcher sich der Mensch durchaus klar darüber war, daß er eine Gruppenseele hat; er fühlte sich untertauchen in die Gruppenseele, wenn er sich aus seinem physischen Leib entfernte und in das übersinnliche Bewußtsein kam. Das war eine alte Zeit, in der im Menschen mit ungeheurer Stärke das Bewußtsein vorhanden war, zu einer Gruppenseele, zu einem Gruppen-Ich zu gehören.
[ 13 ] Wir betrachten eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung — Zwischenetappen lassen wir fort —, jene Etappe, auf die hingedeuter wird in der Patriarchengeschichte des Alten Testaments. Was da eigentlich zugrunde liegt, haben wir bereits erwähnt. Wir haben den Grund erwähnt, warum die Patriarchen, Adam, Noah und so weiter, eine so lange Lebenszeit hatten. Sie hatten eine so lange Lebenszeit, weil das Gedächtnis dieser Menschen ein ganz anderes als das des heutigen Menschen war. Das Gedächtnis des heutigen Menschen ist eben auch individuell geworden. Der Mensch erinnert sich an das, was er seit der Geburt — mancher auch erst seit einem viel späteren Zeitpunkt — erlebt hat. So war es nicht in alten Zeiten. Damals waren die Dinge, die der Vater zwischen Geburt und Tod erlebte, die Erlebnisse, die der Großvater, der Urgroßvater gehabt hatten, ebenso ein Gegenstand der Erinnerung wie die eigenen Erlebnisse zwischen Geburt und Tod. So sonderbar es sich für den heutigen Menschen ausnimmt, wahr ist es, daß es Zeiten gab, in denen eine solche über das Individuum hinausgehende, die ganze Blutsverwandtschaft hinaufgehende Erinnerung da war. Und wenn wir uns fragen, welche äußerlichen Zeichen es dafür gibt, daß eine solche Erinnerung vorhanden war, so sind es eben solche Namen wie Noah, Adam und so weiter. Damit sind nicht einzelne Individuen gemeint zwischen Geburt und Tod, Der Mensch, der ein Gedächtnis hat, das zwischen Geburt und Tod eingeschlossen ist, gibt diesem einen Individuum einen Namen. Die Namensgebungen gingen früher so weit, wie das Gedächtnis in die Generationen hinaufreichte, so weit, wie das durch die Generationen hindurchfließende Blut ging.
[ 13 ] Wir betrachten eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung — Zwischenetappen lassen wir fort —, jene Etappe, auf die hingedeuter wird in der Patriarchengeschichte des Alten Testaments. Was da eigentlich zugrunde liegt, haben wir bereits erwähnt. Wir haben den Grund erwähnt, warum die Patriarchen, Adam, Noah und so weiter, eine so lange Lebenszeit hatten. Sie hatten eine so lange Lebenszeit, weil das Gedächtnis dieser Menschen ein ganz anderes als das des heutigen Menschen war. Das Gedächtnis des heutigen Menschen ist eben auch individuell geworden. Der Mensch erinnert sich an das, was er seit der Geburt — mancher auch erst seit einem viel späteren Zeitpunkt — erlebt hat. So war es nicht in alten Zeiten. Damals waren die Dinge, die der Vater zwischen Geburt und Tod erlebte, die Erlebnisse, die der Großvater, der Urgroßvater gehabt hatten, ebenso ein Gegenstand der Erinnerung wie die eigenen Erlebnisse zwischen Geburt und Tod. So sonderbar es sich für den heutigen Menschen ausnimmt, wahr ist es, daß es Zeiten gab, in denen eine solche über das Individuum hinausgehende, die ganze Blutsverwandtschaft hinaufgehende Erinnerung da war. Und wenn wir uns fragen, welche äußerlichen Zeichen es dafür gibt, daß eine solche Erinnerung vorhanden war, so sind es eben solche Namen wie Noah, Adam und so weiter. Damit sind nicht einzelne Individuen gemeint zwischen Geburt und Tod, Der Mensch, der ein Gedächtnis hat, das zwischen Geburt und Tod eingeschlossen ist, gibt diesem einen Individuum einen Namen. Die Namensgebungen gingen früher so weit, wie das Gedächtnis in die Generationen hinaufreichte, so weit, wie das durch die Generationen hindurchfließende Blut ging.
[ 14 ] ‚Adam ist nichts anderes als ein Name, der so lange dauerte, als man sich erinnerte. Wer nicht weiß, daß die Namengebung früher eine ganz andere war, wird das Wesen dieser Dinge gar nicht verstehen können. In jenen alten Zeiten war eben ein ganz anderes vermittelndes Grundbewußtsein vorhanden. Denken Sie sich, der Ahnherr hätte zwei Kinder gehabt, jedes von diesen wieder zwei, die nächste Generation wieder zwei und so fort. Bei denen allen reicht das Gedächtnis bis zum Ahnherrn hinauf, und sie fühlten sich eins in dem Gedächtnis, das sich sozusagen da oben in einem Punkt begegnet. Das Volk des Alten Testamentes hat das ja zum Ausdruck gebracht, indem es sagte, und das galt für jeden einzelnen Bekenner des Alten Testamentes: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Da fühlte sich der Einzelne geborgen in dem Bewußtsein der Gruppenseele, in dem «Vater Abraham».
[ 14 ] ‚Adam ist nichts anderes als ein Name, der so lange dauerte, als man sich erinnerte. Wer nicht weiß, daß die Namengebung früher eine ganz andere war, wird das Wesen dieser Dinge gar nicht verstehen können. In jenen alten Zeiten war eben ein ganz anderes vermittelndes Grundbewußtsein vorhanden. Denken Sie sich, der Ahnherr hätte zwei Kinder gehabt, jedes von diesen wieder zwei, die nächste Generation wieder zwei und so fort. Bei denen allen reicht das Gedächtnis bis zum Ahnherrn hinauf, und sie fühlten sich eins in dem Gedächtnis, das sich sozusagen da oben in einem Punkt begegnet. Das Volk des Alten Testamentes hat das ja zum Ausdruck gebracht, indem es sagte, und das galt für jeden einzelnen Bekenner des Alten Testamentes: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Da fühlte sich der Einzelne geborgen in dem Bewußtsein der Gruppenseele, in dem «Vater Abraham».
[ 15 ] Das Bewußtsein, das der Christus der Menschheit geschenkt hat, geht darüber hinaus. Das Ich hängt in seinem Bewußtsein direkt zusammen mit der geistigen Welt, und das kommt zum Ausdruck in dem Satz: «Bevor Abraham war, war das Ich — oder das «Ich bin».» Da kommt der Impuls, das «Ich bin» anzuregen, voll in das einzelne Individuum hinein.
[ 15 ] Das Bewußtsein, das der Christus der Menschheit geschenkt hat, geht darüber hinaus. Das Ich hängt in seinem Bewußtsein direkt zusammen mit der geistigen Welt, und das kommt zum Ausdruck in dem Satz: «Bevor Abraham war, war das Ich — oder das «Ich bin».» Da kommt der Impuls, das «Ich bin» anzuregen, voll in das einzelne Individuum hinein.
[ 16 ] So sehen wir eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung, die Gruppenseelenzeit, die ihren äußeren Ausdruck findet in der Blutsverwandtschaft der Generationen. Ein Volk, das das besonders ausgebildet hat, legt ganz besonderen Wert darauf, immer zu betonen: als Volk haben wir eine gemeinschaftliche Volksgruppenseele. Das war für das Volk des Alten Testamentes durchaus der Fall. Deshalb sträubten sich die Konservativen innerhalb dieses alttestamentlichen Volkes gegen das Betonen des «Ich bin», des individuellen Ich. Wer im Johannes-Evangelium liest, der kann das mit Händen, mit geistigen Händen greifen, daß es so ist. Man braucht nur die Erzählung zu lesen über das Gespräch des Jesus mit der Samariterin am Brunnen. Da ist ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Christus Jesus auch zu denen geht, die nicht blutsverwandt sind, die nicht durch Blutsverwandtschaft zusammengehören. Lesen Sie, wie bemerkenswert darauf hingewiesen wird: «Denn die Juden hielten keine Gemeinschaft mit den Samaritern.» Wer das nach und nach wirklich, und zwar meditativ, durchmachen kann, der wird sehen, wie die Menschheit von der Gruppenseele zu der individuellen Seele vorangeschritten ist.
[ 16 ] So sehen wir eine zweite Etappe der Menschheitsentwickelung, die Gruppenseelenzeit, die ihren äußeren Ausdruck findet in der Blutsverwandtschaft der Generationen. Ein Volk, das das besonders ausgebildet hat, legt ganz besonderen Wert darauf, immer zu betonen: als Volk haben wir eine gemeinschaftliche Volksgruppenseele. Das war für das Volk des Alten Testamentes durchaus der Fall. Deshalb sträubten sich die Konservativen innerhalb dieses alttestamentlichen Volkes gegen das Betonen des «Ich bin», des individuellen Ich. Wer im Johannes-Evangelium liest, der kann das mit Händen, mit geistigen Händen greifen, daß es so ist. Man braucht nur die Erzählung zu lesen über das Gespräch des Jesus mit der Samariterin am Brunnen. Da ist ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Christus Jesus auch zu denen geht, die nicht blutsverwandt sind, die nicht durch Blutsverwandtschaft zusammengehören. Lesen Sie, wie bemerkenswert darauf hingewiesen wird: «Denn die Juden hielten keine Gemeinschaft mit den Samaritern.» Wer das nach und nach wirklich, und zwar meditativ, durchmachen kann, der wird sehen, wie die Menschheit von der Gruppenseele zu der individuellen Seele vorangeschritten ist.
[ 17 ] Die Geschichte wird so, wie sie heute betrieben wird, durchaus äußerlich betrieben. Diese Geschichte ist heute vielfach eine Fable convenue, denn sie wird aus Dokumenten geschrieben. Denken Sie sich, es müßte heute etwas auf Grund von Dokumenten beschrieben werden, und die wichtigsten Dokumente wären verloren! Da wird nun nach den zufällig vorhandenen, zusammengewürfelten Dokumenten berichtet. Für die Dinge, die in der geistigen Wirklichkeit wurzeln, braucht man keine Dokumente; denn die sind in der treuen und nichts verwischenden Akasha-Chronik eingeschrieben. Es ist aber schwierig, in der Akasha-Chronik zu lesen, weil die äußeren Dokumente sogar ein Hindernis sind für ein Lesen geistiger «Schriften». Aber wir können sehen, wie selbst in Zeiten, die den unsrigen sehr naheliegen, jene Fortentwickelung von der Gruppenseele zu der individuellen Seele stattgefunden hat.
[ 17 ] Die Geschichte wird so, wie sie heute betrieben wird, durchaus äußerlich betrieben. Diese Geschichte ist heute vielfach eine Fable convenue, denn sie wird aus Dokumenten geschrieben. Denken Sie sich, es müßte heute etwas auf Grund von Dokumenten beschrieben werden, und die wichtigsten Dokumente wären verloren! Da wird nun nach den zufällig vorhandenen, zusammengewürfelten Dokumenten berichtet. Für die Dinge, die in der geistigen Wirklichkeit wurzeln, braucht man keine Dokumente; denn die sind in der treuen und nichts verwischenden Akasha-Chronik eingeschrieben. Es ist aber schwierig, in der Akasha-Chronik zu lesen, weil die äußeren Dokumente sogar ein Hindernis sind für ein Lesen geistiger «Schriften». Aber wir können sehen, wie selbst in Zeiten, die den unsrigen sehr naheliegen, jene Fortentwickelung von der Gruppenseele zu der individuellen Seele stattgefunden hat.
[ 18 ] Wer die Geschichte geistig betrachtet, wird im frühen Mittelalter einen höchst wichtigen Zeitabschnitt erkennen müssen. Vorher war der Mensch noch, wenn auch nur äußerlich, in irgendwelchen Gruppen eingeschaltet. In viel höherem Maße, als es der heutige Mensch sich träumen läßt, bekam noch in den ersten Zeiten des Mittelalters der Mensch seine Bedeutung und Geltung auch in bezug auf seine Arbeitskraft von der Verwandtschaft und anderen Zusammenhängen. Es ergab sich sozusagen ganz von selbst, daß der Sohn dasselbe tat, was der Vater tat. Nun kam die Zeit der großen Erfindungen und Entdeckungen. Die Welt stellte immer mehr Anforderungen an die rein persönliche Tüchtigkeit des Menschen, und immer mehr wurde dieser aus den alten Zusammenhängen herausgerissen. Den Ausdruck dessen sehen wir im ganzen Mittelalter in den Städtegründungen, die in einem und demselben Typus durch ganz Europa durchgehen. Wir können heute noch die Städte, die nach diesem Typus gebildet sind, unterscheiden von denen, die nach einem anderen Typus herausgebildet sind.
[ 18 ] Wer die Geschichte geistig betrachtet, wird im frühen Mittelalter einen höchst wichtigen Zeitabschnitt erkennen müssen. Vorher war der Mensch noch, wenn auch nur äußerlich, in irgendwelchen Gruppen eingeschaltet. In viel höherem Maße, als es der heutige Mensch sich träumen läßt, bekam noch in den ersten Zeiten des Mittelalters der Mensch seine Bedeutung und Geltung auch in bezug auf seine Arbeitskraft von der Verwandtschaft und anderen Zusammenhängen. Es ergab sich sozusagen ganz von selbst, daß der Sohn dasselbe tat, was der Vater tat. Nun kam die Zeit der großen Erfindungen und Entdeckungen. Die Welt stellte immer mehr Anforderungen an die rein persönliche Tüchtigkeit des Menschen, und immer mehr wurde dieser aus den alten Zusammenhängen herausgerissen. Den Ausdruck dessen sehen wir im ganzen Mittelalter in den Städtegründungen, die in einem und demselben Typus durch ganz Europa durchgehen. Wir können heute noch die Städte, die nach diesem Typus gebildet sind, unterscheiden von denen, die nach einem anderen Typus herausgebildet sind.
[ 19 ] In der Mitte des Mittelalters ist wiederum ein solcher Fortschritt von der Gruppenseele zu der individuellen Seele. Und wenn wir in die Zukunft hineinblicken, dann müssen wir uns sagen, immer mehr und mehr emanzipiert sich der Mensch von allem Gruppenseelenhaften, immer mehr vereinzelt er sich. Wenn Sie zurückblicken könnten auf frühere Entwickelungsphasen der Menschheit, so würden Sie sehen, daß jene Kulturen, zum Beispiel die ägyptische und die römische, wie aus einem Guß sind. Heute gibt es eine solche Kultur aus einem Guß nur in einem sehr geringen Grade. Bis zu dem Punkt ist jetzt die Menschheit heruntergekommen, wo nicht nur die Sitten und Gebräuche individuell sind, sondern sogar auch die Meinungen und Bekenntnisse, und es gibt sogar schon Menschen unter uns, die es für ein hohes Ideal ansehen, daß jeder Mensch seine eigene Religion habe. Es schwebt ja manchem die Idee vor, daß es einmal eine Zeit geben müsse, in welcher es so viele Religionen und Wahrheiten geben könne wie Menschen.
[ 19 ] In der Mitte des Mittelalters ist wiederum ein solcher Fortschritt von der Gruppenseele zu der individuellen Seele. Und wenn wir in die Zukunft hineinblicken, dann müssen wir uns sagen, immer mehr und mehr emanzipiert sich der Mensch von allem Gruppenseelenhaften, immer mehr vereinzelt er sich. Wenn Sie zurückblicken könnten auf frühere Entwickelungsphasen der Menschheit, so würden Sie sehen, daß jene Kulturen, zum Beispiel die ägyptische und die römische, wie aus einem Guß sind. Heute gibt es eine solche Kultur aus einem Guß nur in einem sehr geringen Grade. Bis zu dem Punkt ist jetzt die Menschheit heruntergekommen, wo nicht nur die Sitten und Gebräuche individuell sind, sondern sogar auch die Meinungen und Bekenntnisse, und es gibt sogar schon Menschen unter uns, die es für ein hohes Ideal ansehen, daß jeder Mensch seine eigene Religion habe. Es schwebt ja manchem die Idee vor, daß es einmal eine Zeit geben müsse, in welcher es so viele Religionen und Wahrheiten geben könne wie Menschen.
[ 20 ] Diese Entwickelung' wird die Menschheit nicht nehmen. Sie würde sie nehmen, wenn sie den Impuls weiter verfolgen würde, der heute aus dem Materialismus herauskommt. Das würde zur Disharmonie, zur Zersplitterung der Menschheit in einzelne Individuen führen. Einen solchen Entwickelungsgang wird die Menschheit allerdings nur dann nicht nehmen, wenn eine geistige Bewegung wie die der Geisteswissenschaft von der Menschheit aufgenommen wird. Denn was wird eintreten? Es wird sich die große Wahrheit, das große Gesetz ausleben, daß die individuellsten Wahrheiten, die auf die innerlichste Art gefunden werden, zu gleicher Zeit die allgemein gültigsten sind.
[ 20 ] Diese Entwickelung' wird die Menschheit nicht nehmen. Sie würde sie nehmen, wenn sie den Impuls weiter verfolgen würde, der heute aus dem Materialismus herauskommt. Das würde zur Disharmonie, zur Zersplitterung der Menschheit in einzelne Individuen führen. Einen solchen Entwickelungsgang wird die Menschheit allerdings nur dann nicht nehmen, wenn eine geistige Bewegung wie die der Geisteswissenschaft von der Menschheit aufgenommen wird. Denn was wird eintreten? Es wird sich die große Wahrheit, das große Gesetz ausleben, daß die individuellsten Wahrheiten, die auf die innerlichste Art gefunden werden, zu gleicher Zeit die allgemein gültigsten sind.
[ 21 ] Ich habe schon einmal darauf aufmerksam gemacht: Heute gibt es allgemeine Übereinstimmung eigentlich nur in den mathematischen Wahrheiten; denn das sind die allertrivialsten. Keiner kann sagen, daß er die mathematischen Wahrheiten durch die äußere Erfahrung findet; sondern man findet sie dadurch, daß alles innerlich eingesehen wird. Wenn man zeigen will, daß die drei Winkel eines Dreiecks zusammen 180 Grad betragen, so tut man das dadurch, daß man eine Parallele durch die Spitze zur Grundlinie zieht und die drei Winkel fächerförmig zusammenlegt; da ist Winkel a = d,b = e, c ist sich selbst gleich; und so sind die drei Winkel gleich einem Gestreckten, gleich 180 Grad. Wer das einmal eingesehen hat, der weiß, daß es ein für allemal so sein muß, ebenso wie man weiß, nachdem man es einmal eingesehen hat, daß drei mal drei neun ist; und ich glaube nicht, daß man das durch Induktion finden könnte.
[ 21 ] Ich habe schon einmal darauf aufmerksam gemacht: Heute gibt es allgemeine Übereinstimmung eigentlich nur in den mathematischen Wahrheiten; denn das sind die allertrivialsten. Keiner kann sagen, daß er die mathematischen Wahrheiten durch die äußere Erfahrung findet; sondern man findet sie dadurch, daß alles innerlich eingesehen wird. Wenn man zeigen will, daß die drei Winkel eines Dreiecks zusammen 180 Grad betragen, so tut man das dadurch, daß man eine Parallele durch die Spitze zur Grundlinie zieht und die drei Winkel fächerförmig zusammenlegt; da ist Winkel a = d,b = e, c ist sich selbst gleich; und so sind die drei Winkel gleich einem Gestreckten, gleich 180 Grad. Wer das einmal eingesehen hat, der weiß, daß es ein für allemal so sein muß, ebenso wie man weiß, nachdem man es einmal eingesehen hat, daß drei mal drei neun ist; und ich glaube nicht, daß man das durch Induktion finden könnte.


[ 22 ] Diese trivialsten aller Wahrheiten, die rechnerischen, die geometrischen, wurden im Inneren gefunden, und doch streiten sich die Menschen nicht darum. Darüber herrscht absolute Übereinstimmung, weil der Mensch heute so weit ist, diese Dinge einzusehen. Es herrscht nur so lange keine Übereinstimmung, wie die reine Wahrheit getrübt wird durch die Leidenschaften, durch Sympathie und Antipathie, Es kommt eine Zeit, wenn sie auch noch sehr ferne liegt, wo die Menschheit immer mehr und mehr von der Erkenntnis der innerlichen Wahrheitswelt ergriffen werden wird. Dann wird trotz aller Individualität, trotzdem jeder die Wahrheit einzeln in sich finden wird, Übereinstimmung herrschen. Würden heute die mathematischen Wahrheiten nicht so einfach zutage liegen, so würden die Leidenschaften ihrer Anerkennung noch manches in den Weg legen. Wenn es nach der Habgier ginge, so würde vielleicht noch manche Hausfrau dafür stimmen, daß zwei mal zwei fünf ist, und nicht vier. Diese Dinge sind nur so durchsichtig, so einfach, daß sie nicht mehr getrübt werden können von der Sympathie und Antipathie. Immer größere Gebiete werden von dieser Wahrheitsform erfaßt werden, und immer mehr Frieden wird dadurch in die Menschheit kommen können, wenn die Wahrheit so erfaßt wird. Der Mensch ist herausgewachsen aus dem Gruppenseelentum, und immer mehr emanzipiert er sich davon. Wenn wir die Gruppen betrachten statt der Seelen, so haben wir Familienzusammenhänge, Stammes-, Volkszusammenhänge und endlich zusammengehörige Rassen der Menschen. Der Rasse entspricht eine Gruppenseele. Alle diese Gruppenzusammenhänge der Vormenschheit sind solche, aus denen der Mensch herauswächst, und je mehr wir fortschreiten, desto mehr verliert der Rassenbegriff seine Bedeutung.
[ 22 ] Diese trivialsten aller Wahrheiten, die rechnerischen, die geometrischen, wurden im Inneren gefunden, und doch streiten sich die Menschen nicht darum. Darüber herrscht absolute Übereinstimmung, weil der Mensch heute so weit ist, diese Dinge einzusehen. Es herrscht nur so lange keine Übereinstimmung, wie die reine Wahrheit getrübt wird durch die Leidenschaften, durch Sympathie und Antipathie, Es kommt eine Zeit, wenn sie auch noch sehr ferne liegt, wo die Menschheit immer mehr und mehr von der Erkenntnis der innerlichen Wahrheitswelt ergriffen werden wird. Dann wird trotz aller Individualität, trotzdem jeder die Wahrheit einzeln in sich finden wird, Übereinstimmung herrschen. Würden heute die mathematischen Wahrheiten nicht so einfach zutage liegen, so würden die Leidenschaften ihrer Anerkennung noch manches in den Weg legen. Wenn es nach der Habgier ginge, so würde vielleicht noch manche Hausfrau dafür stimmen, daß zwei mal zwei fünf ist, und nicht vier. Diese Dinge sind nur so durchsichtig, so einfach, daß sie nicht mehr getrübt werden können von der Sympathie und Antipathie. Immer größere Gebiete werden von dieser Wahrheitsform erfaßt werden, und immer mehr Frieden wird dadurch in die Menschheit kommen können, wenn die Wahrheit so erfaßt wird. Der Mensch ist herausgewachsen aus dem Gruppenseelentum, und immer mehr emanzipiert er sich davon. Wenn wir die Gruppen betrachten statt der Seelen, so haben wir Familienzusammenhänge, Stammes-, Volkszusammenhänge und endlich zusammengehörige Rassen der Menschen. Der Rasse entspricht eine Gruppenseele. Alle diese Gruppenzusammenhänge der Vormenschheit sind solche, aus denen der Mensch herauswächst, und je mehr wir fortschreiten, desto mehr verliert der Rassenbegriff seine Bedeutung.
[ 23 ] Heute stehen wir an einem Übergang, und nach und nach wird das, was Rasse ist, ganz verschwinden, und etwas ganz anderes.an die Stelle treten. Die Menschen, welche die geistige Wahrheit, wie es charakterisiert worden ist, wieder erfassen, werden durch freien Willen zusammengeführt werden. Das sind die Zusammenhänge der späteren Zeit. Die Zusammenhänge der früheren Zeit sind so, daß der Mensch in sie hineingeboren wird. In sein Volk, in seine Rasse wird der Mensch hineingeboren. Später werden wir in Zusammenhängen leben, die die Menschen selber machen, indem sie sich nach Gesichtspunkten gruppieren, wo sie unter völliger Wahrung ihrer Freiheit und ihrer Individualität Zusammenhänge bilden. Daß man das einsieht, ist notwendig zur richtigen Erkenntnis einer solchen Sache, wie es die Theosophische Gesellschaft ist. Die Theosophische Gesellschaft soll ein erstes Beispiel sein eines solchen freiwilligen Zusammenhanges, wobei wir davon absehen, daß es heute noch nicht so weit ist. Es soll der Versuch gemacht werden, einen solchen Zusammenhang zu schaffen, in dem die Menschen sich ohne Unterschied der alten Gruppenseelennatur zusammenfinden, und solcher Zusammenhänge wird es in Zukunft viele geben. Dann werden wir nicht mehr von Rassenzusammenhängen, sondern von intellektuell-ethisch-moralischen Gesichtspunkten über die gebildeten Zusammenhänge zu sprechen haben.
[ 23 ] Heute stehen wir an einem Übergang, und nach und nach wird das, was Rasse ist, ganz verschwinden, und etwas ganz anderes.an die Stelle treten. Die Menschen, welche die geistige Wahrheit, wie es charakterisiert worden ist, wieder erfassen, werden durch freien Willen zusammengeführt werden. Das sind die Zusammenhänge der späteren Zeit. Die Zusammenhänge der früheren Zeit sind so, daß der Mensch in sie hineingeboren wird. In sein Volk, in seine Rasse wird der Mensch hineingeboren. Später werden wir in Zusammenhängen leben, die die Menschen selber machen, indem sie sich nach Gesichtspunkten gruppieren, wo sie unter völliger Wahrung ihrer Freiheit und ihrer Individualität Zusammenhänge bilden. Daß man das einsieht, ist notwendig zur richtigen Erkenntnis einer solchen Sache, wie es die Theosophische Gesellschaft ist. Die Theosophische Gesellschaft soll ein erstes Beispiel sein eines solchen freiwilligen Zusammenhanges, wobei wir davon absehen, daß es heute noch nicht so weit ist. Es soll der Versuch gemacht werden, einen solchen Zusammenhang zu schaffen, in dem die Menschen sich ohne Unterschied der alten Gruppenseelennatur zusammenfinden, und solcher Zusammenhänge wird es in Zukunft viele geben. Dann werden wir nicht mehr von Rassenzusammenhängen, sondern von intellektuell-ethisch-moralischen Gesichtspunkten über die gebildeten Zusammenhänge zu sprechen haben.
[ 24 ] Dadurch, daß die Menschen freiwillig ihre Gefühle zusammenstrahlen lassen, wird wiederum etwas über den bloß emanzipierten Menschen hinaus gebildet. Der emanzipierte Mensch hat seine individuelle Seele; die geht niemals wieder verloren, wenn sie einmal errungen ist. Aber dadurch, daß die Menschen sich in freiwilligen Zusammenhängen zusammenfinden, gruppieren sie sich um Mittelpunkte herum. Die Gefühle, die so zu einem Mittelpunkt zusammenströmen, geben nun wiederum Wesenheiten Veranlassung, wie eine Art von Gruppenseele zu wirken, aber in einem ganz anderen Sinne als die alten Gruppenseelen. Alle früheren Gruppenseelen waren Wesenheiten, die den Menschen unfrei machten. Diese neuen Wesenheiten aber sind vereinbar mit der völligen Freiheit und Aufrechterhaltung der Individualität der Menschen. Ja, wir dürfen sagen, sie fristen in einer gewissen Beziehung ihr Dasein von der menschlichen Einigkeit; und es wird in den Seelen der Menschen selbst liegen, ob sie möglichst vielen solcher höheren Seelen Gelegenheit geben, herunterzusteigen zu den Menschen, oder ob sie es nicht tun. Je mehr sich die Menschen zersplittern werden, desto weniger erhabene Seelen werden heruntersteigen in das Gebiet der Menschen. Je mehr Zusammenhänge gebildet werden, und je mehr da Gemeinschaftsgefühle bei völliger Freiheit ausgebildet werden, desto mehr erhabene Wesenheiten werden zu den Menschen heruntersteigen und desto schneller wird der Erdenplaner vergeistigt werden.
[ 24 ] Dadurch, daß die Menschen freiwillig ihre Gefühle zusammenstrahlen lassen, wird wiederum etwas über den bloß emanzipierten Menschen hinaus gebildet. Der emanzipierte Mensch hat seine individuelle Seele; die geht niemals wieder verloren, wenn sie einmal errungen ist. Aber dadurch, daß die Menschen sich in freiwilligen Zusammenhängen zusammenfinden, gruppieren sie sich um Mittelpunkte herum. Die Gefühle, die so zu einem Mittelpunkt zusammenströmen, geben nun wiederum Wesenheiten Veranlassung, wie eine Art von Gruppenseele zu wirken, aber in einem ganz anderen Sinne als die alten Gruppenseelen. Alle früheren Gruppenseelen waren Wesenheiten, die den Menschen unfrei machten. Diese neuen Wesenheiten aber sind vereinbar mit der völligen Freiheit und Aufrechterhaltung der Individualität der Menschen. Ja, wir dürfen sagen, sie fristen in einer gewissen Beziehung ihr Dasein von der menschlichen Einigkeit; und es wird in den Seelen der Menschen selbst liegen, ob sie möglichst vielen solcher höheren Seelen Gelegenheit geben, herunterzusteigen zu den Menschen, oder ob sie es nicht tun. Je mehr sich die Menschen zersplittern werden, desto weniger erhabene Seelen werden heruntersteigen in das Gebiet der Menschen. Je mehr Zusammenhänge gebildet werden, und je mehr da Gemeinschaftsgefühle bei völliger Freiheit ausgebildet werden, desto mehr erhabene Wesenheiten werden zu den Menschen heruntersteigen und desto schneller wird der Erdenplaner vergeistigt werden.
[ 25 ] So sehen wir, daß der Mensch, wenn er überhaupt einen Begriff bekommen kann von der Entwickelung der Zukunft, den Charakter der Gruppenseelenhaftigkeit sehr wohl verstehen muß, weil es sonst passieren kann, daß seine individuelle Seele, wenn sie sich zu lange allein emanzipiert auf der Erde, nicht den Anschluß findet, daß sie den Anschluß verpaßt und dadurch selbst eine Art Elementarwesen wird; und diese Elementarwesen, die aus den Menschen entstehen, würden eine ganz schlimme Art sein. Während die aus früheren Reichen entstandenen Elementarwesenheiten sehr brauchbar sind für unsere Naturordnung, werden die menschlichen Elementarwesenheiten diese Eigenschaft ganz und gar nicht haben.
[ 25 ] So sehen wir, daß der Mensch, wenn er überhaupt einen Begriff bekommen kann von der Entwickelung der Zukunft, den Charakter der Gruppenseelenhaftigkeit sehr wohl verstehen muß, weil es sonst passieren kann, daß seine individuelle Seele, wenn sie sich zu lange allein emanzipiert auf der Erde, nicht den Anschluß findet, daß sie den Anschluß verpaßt und dadurch selbst eine Art Elementarwesen wird; und diese Elementarwesen, die aus den Menschen entstehen, würden eine ganz schlimme Art sein. Während die aus früheren Reichen entstandenen Elementarwesenheiten sehr brauchbar sind für unsere Naturordnung, werden die menschlichen Elementarwesenheiten diese Eigenschaft ganz und gar nicht haben.
[ 26 ] Wir haben darauf hingewiesen, daß in gewissen Grenzgebieten solche abgeschnürte Wesenheiten entstehen, und sie entstehen auch an der Grenze, beim Übergang von dem Gruppenseelentum zu den freien Gruppenzusammenhängen durch ästhetisch-moralisch-intellektuelle Zusammenhänge. Überall, wo solche Zusammenhänge auftreten, sind solche Gruppenwesenheiten da.
[ 26 ] Wir haben darauf hingewiesen, daß in gewissen Grenzgebieten solche abgeschnürte Wesenheiten entstehen, und sie entstehen auch an der Grenze, beim Übergang von dem Gruppenseelentum zu den freien Gruppenzusammenhängen durch ästhetisch-moralisch-intellektuelle Zusammenhänge. Überall, wo solche Zusammenhänge auftreten, sind solche Gruppenwesenheiten da.
[ 27 ] Wenn Sie gewisse Stätten beobachten könnten, zum Beispiel Quellen, wo unten der Stein ist und dann Moos darüber wächst, und so eine Art Wand zwischen der Pflanze und dem Stein sich bildet, und dann das Wasser darüber sickert — das ist auch notwendig —, da würden Sie sehen, daß das, was man Nymphen und Undinen nennt, etwas sehr Reales ist; das zeigt sich da mit besonderer Stärke. Und da, wo Metalle und das sonstige Erdreich zusammenstoßen, liegen ganze Bündel von jenen Wesenheiten, die man Gnomen nennt. Eine vierte Art sind die Salamander. Die sind sozusagen das jüngste Geschlecht in der Reihe dieser ganzen Elementarwesen; sie sind aber trotzdem vielfach vorhanden. Sie sind zum großen Teil Wesenheiten, die ihr Dasein einem Abschnürungsprozeß aus Tiergruppenseelen verdanken. Solche Wesenheiten suchen auch Gelegenheit, Nahrung zu finden, und sie finden sie namentlich da, wo das Menschenreich in manchmal nicht ganz normale, sondern abnorme Beziehungen zum Tierreich tritt. Wer über solche Dinge etwas weiß, dem ist bekannt, daß sich Elementarwesen, und zwar recht gutartige, entwickeln durch jene familiäre Beziehung zwischen dem Reiter und seinem Roß. Insbesondere bilden sich durch die Gemütsbeziehungen gewisser Menschen zu Tiergruppen Gefühle aus, Gedanken und Seelenimpulse, die solchen salamanderartigen Elementarwesenheiten eine gute Nahrung geben. Das kann man besonders bemerken in dem Zusammenleben des Schäfers mit seiner Schafherde, überhaupt der Hirten, die mit ihren Tieren zusammenleben. In den Gefühlen, die sich da durch diese Intimität zwischen Mensch und Tier entwickeln, finden gewisse salamanderartige Elementarwesen ihre Nahrung und halten sich da auf, wo so etwas vorhanden ist. Das sind auch recht kluge Wesenheiten, die eine durchaus natürliche Weisheit haben. Da entwickeln sich durch diese Gefühle bei dem Schäfer Fähigkeiten, wodurch diese Elementarwesen dem Menschen das zuraunen können, was sie wissen; und manches der Rezepte, die aus solchen Quellen stammen, haben ihren Ursprung in dem, was da eben auseinandergesetzt worden ist. Es kann durchaus sein, daß ein Mensch zwischen solchen Verhältnissen wie von feinen geistigen Wesenheiten umgeben ist, die ihn mit einem Wissen ausstatten, wovon unsere heutigen Gescheiten sich gar nichts träumen lassen. Alle diese Dinge haben ihren guten Grund und sind durchaus zu beobachten durch die Methoden, welche die okkulte Weisheit ausbilden kann.
[ 27 ] Wenn Sie gewisse Stätten beobachten könnten, zum Beispiel Quellen, wo unten der Stein ist und dann Moos darüber wächst, und so eine Art Wand zwischen der Pflanze und dem Stein sich bildet, und dann das Wasser darüber sickert — das ist auch notwendig —, da würden Sie sehen, daß das, was man Nymphen und Undinen nennt, etwas sehr Reales ist; das zeigt sich da mit besonderer Stärke. Und da, wo Metalle und das sonstige Erdreich zusammenstoßen, liegen ganze Bündel von jenen Wesenheiten, die man Gnomen nennt. Eine vierte Art sind die Salamander. Die sind sozusagen das jüngste Geschlecht in der Reihe dieser ganzen Elementarwesen; sie sind aber trotzdem vielfach vorhanden. Sie sind zum großen Teil Wesenheiten, die ihr Dasein einem Abschnürungsprozeß aus Tiergruppenseelen verdanken. Solche Wesenheiten suchen auch Gelegenheit, Nahrung zu finden, und sie finden sie namentlich da, wo das Menschenreich in manchmal nicht ganz normale, sondern abnorme Beziehungen zum Tierreich tritt. Wer über solche Dinge etwas weiß, dem ist bekannt, daß sich Elementarwesen, und zwar recht gutartige, entwickeln durch jene familiäre Beziehung zwischen dem Reiter und seinem Roß. Insbesondere bilden sich durch die Gemütsbeziehungen gewisser Menschen zu Tiergruppen Gefühle aus, Gedanken und Seelenimpulse, die solchen salamanderartigen Elementarwesenheiten eine gute Nahrung geben. Das kann man besonders bemerken in dem Zusammenleben des Schäfers mit seiner Schafherde, überhaupt der Hirten, die mit ihren Tieren zusammenleben. In den Gefühlen, die sich da durch diese Intimität zwischen Mensch und Tier entwickeln, finden gewisse salamanderartige Elementarwesen ihre Nahrung und halten sich da auf, wo so etwas vorhanden ist. Das sind auch recht kluge Wesenheiten, die eine durchaus natürliche Weisheit haben. Da entwickeln sich durch diese Gefühle bei dem Schäfer Fähigkeiten, wodurch diese Elementarwesen dem Menschen das zuraunen können, was sie wissen; und manches der Rezepte, die aus solchen Quellen stammen, haben ihren Ursprung in dem, was da eben auseinandergesetzt worden ist. Es kann durchaus sein, daß ein Mensch zwischen solchen Verhältnissen wie von feinen geistigen Wesenheiten umgeben ist, die ihn mit einem Wissen ausstatten, wovon unsere heutigen Gescheiten sich gar nichts träumen lassen. Alle diese Dinge haben ihren guten Grund und sind durchaus zu beobachten durch die Methoden, welche die okkulte Weisheit ausbilden kann.
[ 28 ] Zum Schluß möchte ich noch auf eine andere Erscheinung hinweisen, die Ihnen zeigen kann, wie gewisse Dinge, von denen man heute nur eine ganz abstrakte Erklärung gibt, in vielem einer tieferen Weisheit entsprungen sind. Ich habe vorhin schon gesagt, daß jene älteren Menschen in der atlantischen Zeit, wenn sie aus ihren Leibern herausgegangen sind in der Nachtzeit, unter jenen geistigen Wesenheiten lebten, die sie die Götter nannten. Diese Menschen waren auf dem Wege, in eine physische Körperlichkeit unterzutauchen. Jene Wesenheiten aber, die sie als die Götter verehrten, zum Beispiel Zeus, Wotan, gehen einen anderen Entwickelungsgang. Die gehen nicht bis in physische Leiber herunter; die berühren nicht die physische Welt. Aber auch da kommen gewisse Übergänge vor. Der Mensch ist ja dadurch entstanden, daß sein ganzes seelisches und geistiges Wesen sich verhärtet hat zu seinem physischen Leib. Beim Menschen haben sich die gesamten Gruppenseelen herunterbegeben auf den physischen Plan, und der physische Leib des Menschen ist ein Abdruck geworden der Gruppenseele, Nehmen wir an, ein Wesen wie Zeus, das durchaus einer Wirklichkeit entspricht, habe gleichsam nur ein bißchen den physischen Plan berührt, nur ein wenig hineingeragt. Das ist, wie wenn Sie eine Kugel ins Wasser tauchen und sie unten gerade noch so benetzt wird. So sind gewisse Wesenheiten in der atlantischen Zeit nur berührt worden von der physischen Welt. Die physischen Augen sehen nicht, was als Geistiges, als Astralisch-Ätherisches bleibt. Nur der kleine Teil davon, der ins Physische hineinragt, wird gesehen. Aus solchen Wahrnehmungen heraus entstand die Symbolik in der Mythologie. Wenn Zeus den Adler als Symbolum hat, so rührt das davon her, daß seine Adlernatur die kleine Kuppe ist, wo ein Wesen der höheren Welt die physische Welt berührte. Ein großer Teil der Vogelwelt sind abgeschnürte Teile solcher sich entwickelnden Wesenheiten der übersinnlichen Welt. Und wie mit den Raben des Wotan oder dem Adler des Zeus, so ist es überall, wo die Symbolik auf okkulte Tatsachen zurückgeht. Manches wird Ihnen klarer werden, wenn Sie so auf den verschiedenen Gebieten Wesen, Wirken und Entwickelung der Gruppenseelen in Betracht ziehen.
[ 28 ] Zum Schluß möchte ich noch auf eine andere Erscheinung hinweisen, die Ihnen zeigen kann, wie gewisse Dinge, von denen man heute nur eine ganz abstrakte Erklärung gibt, in vielem einer tieferen Weisheit entsprungen sind. Ich habe vorhin schon gesagt, daß jene älteren Menschen in der atlantischen Zeit, wenn sie aus ihren Leibern herausgegangen sind in der Nachtzeit, unter jenen geistigen Wesenheiten lebten, die sie die Götter nannten. Diese Menschen waren auf dem Wege, in eine physische Körperlichkeit unterzutauchen. Jene Wesenheiten aber, die sie als die Götter verehrten, zum Beispiel Zeus, Wotan, gehen einen anderen Entwickelungsgang. Die gehen nicht bis in physische Leiber herunter; die berühren nicht die physische Welt. Aber auch da kommen gewisse Übergänge vor. Der Mensch ist ja dadurch entstanden, daß sein ganzes seelisches und geistiges Wesen sich verhärtet hat zu seinem physischen Leib. Beim Menschen haben sich die gesamten Gruppenseelen herunterbegeben auf den physischen Plan, und der physische Leib des Menschen ist ein Abdruck geworden der Gruppenseele, Nehmen wir an, ein Wesen wie Zeus, das durchaus einer Wirklichkeit entspricht, habe gleichsam nur ein bißchen den physischen Plan berührt, nur ein wenig hineingeragt. Das ist, wie wenn Sie eine Kugel ins Wasser tauchen und sie unten gerade noch so benetzt wird. So sind gewisse Wesenheiten in der atlantischen Zeit nur berührt worden von der physischen Welt. Die physischen Augen sehen nicht, was als Geistiges, als Astralisch-Ätherisches bleibt. Nur der kleine Teil davon, der ins Physische hineinragt, wird gesehen. Aus solchen Wahrnehmungen heraus entstand die Symbolik in der Mythologie. Wenn Zeus den Adler als Symbolum hat, so rührt das davon her, daß seine Adlernatur die kleine Kuppe ist, wo ein Wesen der höheren Welt die physische Welt berührte. Ein großer Teil der Vogelwelt sind abgeschnürte Teile solcher sich entwickelnden Wesenheiten der übersinnlichen Welt. Und wie mit den Raben des Wotan oder dem Adler des Zeus, so ist es überall, wo die Symbolik auf okkulte Tatsachen zurückgeht. Manches wird Ihnen klarer werden, wenn Sie so auf den verschiedenen Gebieten Wesen, Wirken und Entwickelung der Gruppenseelen in Betracht ziehen.
[ 29 ] Das wollte ich heute hinzufügen zu unseren vorhergehenden Ausführungen, um damit eine abgeschlossene Grundlage zu haben für solche Betrachtungen.
[ 29 ] Das wollte ich heute hinzufügen zu unseren vorhergehenden Ausführungen, um damit eine abgeschlossene Grundlage zu haben für solche Betrachtungen.
