The Apocalypse of John
GA 104
24 June 1908, Nuremberg
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Die Apokalypse des Johannes, 9th ed.
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Es hat für den Menschen der Gegenwart immer etwas Bedenkliches, wenn eine prophetische Vorhersagung zukünftiger Ereignisse auftritt. Nun haben wir ja gesehen, daß wir schon bei den sieben Siegeln hinweisen mußten auf gewisse Entwickelungstatsachen der Menschheit, die da eintreten werden, daß wir also sozusagen prophetische Künste üben mußten. Wir werden, wenn wir die Apokalypse des Johannes selbst immer mehr und mehr enthüllen, solche prophetische Künste in ausgiebigstem Maße anzuwenden haben. Nun fragt es sich: Aus welchen Gründen heraus darf man überhaupt über diese Dinge sprechen? — Wir haben zum Teil, was da zugrunde liegt, gleich im Anfange unserer Vorträge erwähnt. Wir haben nämlich gesagt, daß sich auf gewisser Einweihungsstufe dem Eingeweihten in der geistigen Welt das zeigt, was dann heruntersteigt und physisches Ereignis wird. Aber wir haben mit den zwei Betrachtungen, die wir angestellt haben, mit der letzten und vorletzten, noch eine andere Grundlage geschaffen für solche prophetische Künste. Wir haben nämlich dargestellt, wie der Mensch sich aus geistigen Sphären herausentwickelt hat zu seinem heutigen Dasein. Und nun ist alle Zukunft in einer gewissen Beziehung auch eine Wiederholung der Vergangenheit. Nicht so, daß sich die Dinge der Vergangenheit in gleicher Weise noch einmal abspielen, aber in einem veränderten Sinn wiederholen sich vergangene Ereignisse in zukünftigen Zeiten.
[ 1 ] Es hat für den Menschen der Gegenwart immer etwas Bedenkliches, wenn eine prophetische Vorhersagung zukünftiger Ereignisse auftritt. Nun haben wir ja gesehen, daß wir schon bei den sieben Siegeln hinweisen mußten auf gewisse Entwickelungstatsachen der Menschheit, die da eintreten werden, daß wir also sozusagen prophetische Künste üben mußten. Wir werden, wenn wir die Apokalypse des Johannes selbst immer mehr und mehr enthüllen, solche prophetische Künste in ausgiebigstem Maße anzuwenden haben. Nun fragt es sich: Aus welchen Gründen heraus darf man überhaupt über diese Dinge sprechen? — Wir haben zum Teil, was da zugrunde liegt, gleich im Anfange unserer Vorträge erwähnt. Wir haben nämlich gesagt, daß sich auf gewisser Einweihungsstufe dem Eingeweihten in der geistigen Welt das zeigt, was dann heruntersteigt und physisches Ereignis wird. Aber wir haben mit den zwei Betrachtungen, die wir angestellt haben, mit der letzten und vorletzten, noch eine andere Grundlage geschaffen für solche prophetische Künste. Wir haben nämlich dargestellt, wie der Mensch sich aus geistigen Sphären herausentwickelt hat zu seinem heutigen Dasein. Und nun ist alle Zukunft in einer gewissen Beziehung auch eine Wiederholung der Vergangenheit. Nicht so, daß sich die Dinge der Vergangenheit in gleicher Weise noch einmal abspielen, aber in einem veränderten Sinn wiederholen sich vergangene Ereignisse in zukünftigen Zeiten.
[ 2 ] Wenn wir in den letzten Betrachtungen darauf hingewiesen haben, daß der Mensch in der alten atlantischen Zeit eine Art Hellsehen hatte, daß er namentlich während seines Nachtzustandes bewußt hinaufstieg in geistige Welten, so müssen wir uns klar darüber sein, daß dieser Zustand eines gewissen Hellsehens sich für die Menschheit wiederholen wird. Wir haben zwischen dieser atlantischen Zeit und derjenigen, die nach dem Kriege aller gegen alle liegen wird, unseren Zeitraum, den wir ja beschrieben haben. In einer gewissen Weise wird sich nach unserem Zeitraum dasjenige, was vorher war, was in der atlantischen Zeit war, wiederholen, nur mit einem gewaltig großen Unterschied. Damals in der alten atlantischen Zeit hatte der Mensch ein traumhaftes, dämmerhaftes hellseherisches Bewußtsein, und wenn er hinaufstieg in höhere Welten, versank sein helles Selbstbewußtsein; dann fühlte er sich wie in der Gruppenseele darinnen. Nach dem großen Kriege aller gegen alle wird der Mensch wiederum in gewisser Art hineinsehen in die höhere Welt. Das, was er dazumal hatte als dämmerhaftes Hellsehen, wird er wieder haben nach dem großen Kriege, aber er wird zu diesem Hellsehen hinzugefügt haben, was er sich jetzt in der äußeren physischen Welt nach und nach erworben hat.
[ 2 ] Wenn wir in den letzten Betrachtungen darauf hingewiesen haben, daß der Mensch in der alten atlantischen Zeit eine Art Hellsehen hatte, daß er namentlich während seines Nachtzustandes bewußt hinaufstieg in geistige Welten, so müssen wir uns klar darüber sein, daß dieser Zustand eines gewissen Hellsehens sich für die Menschheit wiederholen wird. Wir haben zwischen dieser atlantischen Zeit und derjenigen, die nach dem Kriege aller gegen alle liegen wird, unseren Zeitraum, den wir ja beschrieben haben. In einer gewissen Weise wird sich nach unserem Zeitraum dasjenige, was vorher war, was in der atlantischen Zeit war, wiederholen, nur mit einem gewaltig großen Unterschied. Damals in der alten atlantischen Zeit hatte der Mensch ein traumhaftes, dämmerhaftes hellseherisches Bewußtsein, und wenn er hinaufstieg in höhere Welten, versank sein helles Selbstbewußtsein; dann fühlte er sich wie in der Gruppenseele darinnen. Nach dem großen Kriege aller gegen alle wird der Mensch wiederum in gewisser Art hineinsehen in die höhere Welt. Das, was er dazumal hatte als dämmerhaftes Hellsehen, wird er wieder haben nach dem großen Kriege, aber er wird zu diesem Hellsehen hinzugefügt haben, was er sich jetzt in der äußeren physischen Welt nach und nach erworben hat.
[ 3 ] Der Mensch hat zwischen der atlantischen Flut und dem großen Krieg aller gegen alle eine Zeitlang verzichten müssen auf das Hineinschauen in die geistigen Welten. Er hat sich begnügen müssen damit, nur dasjenige zu sehen, was im sogenannten Tag-Wachbewußtsein für ihn zu sehen ist, was um ihn in der physischen Welt ist. Das ist jetzt der Normalzustand. Dafür aber ist dem Menschen möglich geworden, in dieser Zeit sein Selbstbewußtsein, sein individuelles Ich voll zu entwickeln, sich sozusagen innerhalb seiner Haut als eine abgeschlossene Ich-Persönlichkeit zu fühlen. Das hat er sich erobert. Nun behält er diese Individualität, auch wenn er wieder hinaufsteigt in höhere geistige Welten, und dieses Hinaufsteigen wird ihm möglich sein nach dem großen Kriege aller gegen alle. Aber es würde ihm dieses Hinaufsteigen nicht möglich sein, wenn er nicht in der Mitte unseres in der physischen Welt ablaufenden Zeitraumes teilhaftig geworden wäre jenes großen kosmischen Ereignisses, das wir gestern vor unsere Seele hingestellt haben. Der Mensch hätte in eine Art Abgrund hinuntersinken müssen, wenn er nicht bewahrt worden wäre vor diesem Hinuntersinken durch das Hereintreten des Christus in unsere Welt. Wir müssen uns so vorstellen, daß der Mensch in diesem unserem Zeitraum ganz heruntergestiegen ist in die physische Welt hinein.
[ 3 ] Der Mensch hat zwischen der atlantischen Flut und dem großen Krieg aller gegen alle eine Zeitlang verzichten müssen auf das Hineinschauen in die geistigen Welten. Er hat sich begnügen müssen damit, nur dasjenige zu sehen, was im sogenannten Tag-Wachbewußtsein für ihn zu sehen ist, was um ihn in der physischen Welt ist. Das ist jetzt der Normalzustand. Dafür aber ist dem Menschen möglich geworden, in dieser Zeit sein Selbstbewußtsein, sein individuelles Ich voll zu entwickeln, sich sozusagen innerhalb seiner Haut als eine abgeschlossene Ich-Persönlichkeit zu fühlen. Das hat er sich erobert. Nun behält er diese Individualität, auch wenn er wieder hinaufsteigt in höhere geistige Welten, und dieses Hinaufsteigen wird ihm möglich sein nach dem großen Kriege aller gegen alle. Aber es würde ihm dieses Hinaufsteigen nicht möglich sein, wenn er nicht in der Mitte unseres in der physischen Welt ablaufenden Zeitraumes teilhaftig geworden wäre jenes großen kosmischen Ereignisses, das wir gestern vor unsere Seele hingestellt haben. Der Mensch hätte in eine Art Abgrund hinuntersinken müssen, wenn er nicht bewahrt worden wäre vor diesem Hinuntersinken durch das Hereintreten des Christus in unsere Welt. Wir müssen uns so vorstellen, daß der Mensch in diesem unserem Zeitraum ganz heruntergestiegen ist in die physische Welt hinein.
[ 4 ] Denken Sie sich einmal in einem Strich den physischen Plan und darüber das, was man die geistige, die himmlische Welt nennt. Darunter ist dasjenige, was man nennt den Abgrund. Eigentlich erreicht der Mensch die Linie, welche die geistige Welt vom Abgrund trennt, genau in dem vierten Zeitraum, den wir beschrieben haben.
[ 4 ] Denken Sie sich einmal in einem Strich den physischen Plan und darüber das, was man die geistige, die himmlische Welt nennt. Darunter ist dasjenige, was man nennt den Abgrund. Eigentlich erreicht der Mensch die Linie, welche die geistige Welt vom Abgrund trennt, genau in dem vierten Zeitraum, den wir beschrieben haben.


[ 5 ] Wir haben beschrieben die altindische Zeit; da war der Mensch verhältnismäßig noch in einer geistigen Sphäre. Vorher war er oben in der geistigen Welt. In der Atlantis hatte er noch ein dämmerhaftes Hellsehen. Jetzt kommt er herunter und erreicht die Linie, als von Rom aus das Weltenreich sich ausbreitet und in diesem Weltenreich der Mensch sich voll bewußt wird als äußeres sinnliches Wesen, als Persönlichkeit. Das war dazumal, als der römische Rechtsbegriff in die Welt kam, als jeder eine Einzelpersönlichkeit, ein Einzelbürger sein wollte. Da hatte der Mensch diese Linie erreicht. In diesem Punkt war es möglich, entweder umzukehren oder aber hinunterzusinken.
[ 5 ] Wir haben beschrieben die altindische Zeit; da war der Mensch verhältnismäßig noch in einer geistigen Sphäre. Vorher war er oben in der geistigen Welt. In der Atlantis hatte er noch ein dämmerhaftes Hellsehen. Jetzt kommt er herunter und erreicht die Linie, als von Rom aus das Weltenreich sich ausbreitet und in diesem Weltenreich der Mensch sich voll bewußt wird als äußeres sinnliches Wesen, als Persönlichkeit. Das war dazumal, als der römische Rechtsbegriff in die Welt kam, als jeder eine Einzelpersönlichkeit, ein Einzelbürger sein wollte. Da hatte der Mensch diese Linie erreicht. In diesem Punkt war es möglich, entweder umzukehren oder aber hinunterzusinken.
[ 6 ] Jetzt sind wir in der Tat — und alles, was ich sage, entspricht durchaus der Darstellung der Apokalypse — an einem Punkte der Menschheitsentwickelung angelangt, wo die Menschheit vor einer Entscheidung steht in gewisser Beziehung. Wir haben ja schon gezeigt, wie in unserem Zeitraum ungeheure Geisteskräfte dazu verwendet werden, um für die niedersten Bedürfnisse zu sorgen. Wir haben gezeigt, wie Telephon, Telegraph, Eisenbahn, Dampfschiff und andere Dinge, die noch kommen werden, ungeheure Geisteskräfte absorbiert haben und absorbieren werden, die nur zur bloßen Befriedigung der niederen menschlichen Bedürfnisse verwendet werden. Der Mensch hat aber nur eine gewisse Summe von Geisteskräften. Betrachten Sie einmal folgendes: Der Mensch hat eine ungeheure Summe von Geisteskräften dazu verwendet, um Telegraphen zu erfinden und zu konstruieren, Eisenbahnen, Dampfschiffe, Luftballons und so weiter zu bauen, um die äußere Kultur zu fördern. — Das mußte so sein. Es würde der Menschheit schlecht ergangen sein, wenn es nicht so gekommen wäre. Der Mensch hat diese Geisteskräfte aber noch zu vielem anderen benützt. Denken Sie nur, wie der Mensch nach und nach dazu gekommen ist, auch alle gesellschaftlichen Zusammenhänge in ein ungeheuer feines Verstandesnetz einzuspinnen. Was haben für Geisteskräfte dazu gehört, es so weit zu bringen, daß man einen Scheck ausstellen kann in Amerika und wieder einlösen kann in Japan. Ungeheure Kräfte des Geistes sind hineingeflossen in diese Tätigkeit. Diese Kräfte mußten einmal sozusagen hinuntersteigen unter die Linie des physischen Plans, die das geistige Reich vom Abgrund trennt. Denn tatsächlich ist der Mensch in gewisser Weise schon hineingestiegen in den Abgrund, und wer vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus die Zeit studiert, kann an den profansten Erscheinungen sehen, wie das von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weitergeht, wie immer ein gewisser Punkt erreicht wird, wo gerade noch die Persönlichkeit sich selbst fangen kann. Überläßt sie sich an diesem Punkte dem Hinabsinken, dann verliert sich die Persönlichkeit, dann wird die Persönlichkeit nicht gerettet, um hinaufzusteigen in die geistigen Welten.
[ 6 ] Jetzt sind wir in der Tat — und alles, was ich sage, entspricht durchaus der Darstellung der Apokalypse — an einem Punkte der Menschheitsentwickelung angelangt, wo die Menschheit vor einer Entscheidung steht in gewisser Beziehung. Wir haben ja schon gezeigt, wie in unserem Zeitraum ungeheure Geisteskräfte dazu verwendet werden, um für die niedersten Bedürfnisse zu sorgen. Wir haben gezeigt, wie Telephon, Telegraph, Eisenbahn, Dampfschiff und andere Dinge, die noch kommen werden, ungeheure Geisteskräfte absorbiert haben und absorbieren werden, die nur zur bloßen Befriedigung der niederen menschlichen Bedürfnisse verwendet werden. Der Mensch hat aber nur eine gewisse Summe von Geisteskräften. Betrachten Sie einmal folgendes: Der Mensch hat eine ungeheure Summe von Geisteskräften dazu verwendet, um Telegraphen zu erfinden und zu konstruieren, Eisenbahnen, Dampfschiffe, Luftballons und so weiter zu bauen, um die äußere Kultur zu fördern. — Das mußte so sein. Es würde der Menschheit schlecht ergangen sein, wenn es nicht so gekommen wäre. Der Mensch hat diese Geisteskräfte aber noch zu vielem anderen benützt. Denken Sie nur, wie der Mensch nach und nach dazu gekommen ist, auch alle gesellschaftlichen Zusammenhänge in ein ungeheuer feines Verstandesnetz einzuspinnen. Was haben für Geisteskräfte dazu gehört, es so weit zu bringen, daß man einen Scheck ausstellen kann in Amerika und wieder einlösen kann in Japan. Ungeheure Kräfte des Geistes sind hineingeflossen in diese Tätigkeit. Diese Kräfte mußten einmal sozusagen hinuntersteigen unter die Linie des physischen Plans, die das geistige Reich vom Abgrund trennt. Denn tatsächlich ist der Mensch in gewisser Weise schon hineingestiegen in den Abgrund, und wer vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus die Zeit studiert, kann an den profansten Erscheinungen sehen, wie das von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weitergeht, wie immer ein gewisser Punkt erreicht wird, wo gerade noch die Persönlichkeit sich selbst fangen kann. Überläßt sie sich an diesem Punkte dem Hinabsinken, dann verliert sich die Persönlichkeit, dann wird die Persönlichkeit nicht gerettet, um hinaufzusteigen in die geistigen Welten.
[ 7 ] Selbst in den weltlichsten Dingen kann man das nachweisen. Zum Beispiel könnte ich es Ihnen an den Einzelheiten der Entwickelung des Bankwesens in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts nachweisen. Es ist nämlich vielleicht erst den zukünftigen Geschichtsschreibern vorbehalten, zur Klarheit zu bringen, daß da eine gründliche Veränderung eingetreten ist, die wir damit bezeichnen können: Im Bankwesen ist die Persönlichkeit allmählich zersplittert. — Da würde ich Sie hinweisen müssen auf jenen Zeitpunkt, wo die vier Rothschilds in die Welt ausgezogen sind von Frankfurt aus, der eine nach Wien, der andere nach Neapel, der dritte nach London, der vierte nach Paris, und wie da das ganze Bankwesen durch die eben darauf gerichtete persönliche Begabung in eine persönliche Sphäre hineingebracht worden ist. Da hat sich die Persönlichkeit eingesetzt für das Geldwesen. Heute sehen Sie das ganze Bankwesen unpersönlich werden. Das Kapital geht an die Aktiengesellschaften über, es wird nicht mehr von der Einzelpersönlichkeit verwaltet. Das Kapital fängt an, sich selbst zu verwalten. Wir haben rein objektive Kräfte, die innerhalb des Kapitals wirtschaften, und sogar schon Kräfte innerhalb dieses Gebietes, die allen Willen der Persönlichkeit an sich ziehen, so daß die Persönlichkeit ohnmächtig geworden ist. So kann man mit sehenden Augen bis hinein in diese weltlichen Dinge die Sache verfolgen und wird überall sehen können, wie die Menschheit in bezug auf die Persönlichkeit zu einem tiefsten Punkt herunterstieg.
[ 7 ] Selbst in den weltlichsten Dingen kann man das nachweisen. Zum Beispiel könnte ich es Ihnen an den Einzelheiten der Entwickelung des Bankwesens in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts nachweisen. Es ist nämlich vielleicht erst den zukünftigen Geschichtsschreibern vorbehalten, zur Klarheit zu bringen, daß da eine gründliche Veränderung eingetreten ist, die wir damit bezeichnen können: Im Bankwesen ist die Persönlichkeit allmählich zersplittert. — Da würde ich Sie hinweisen müssen auf jenen Zeitpunkt, wo die vier Rothschilds in die Welt ausgezogen sind von Frankfurt aus, der eine nach Wien, der andere nach Neapel, der dritte nach London, der vierte nach Paris, und wie da das ganze Bankwesen durch die eben darauf gerichtete persönliche Begabung in eine persönliche Sphäre hineingebracht worden ist. Da hat sich die Persönlichkeit eingesetzt für das Geldwesen. Heute sehen Sie das ganze Bankwesen unpersönlich werden. Das Kapital geht an die Aktiengesellschaften über, es wird nicht mehr von der Einzelpersönlichkeit verwaltet. Das Kapital fängt an, sich selbst zu verwalten. Wir haben rein objektive Kräfte, die innerhalb des Kapitals wirtschaften, und sogar schon Kräfte innerhalb dieses Gebietes, die allen Willen der Persönlichkeit an sich ziehen, so daß die Persönlichkeit ohnmächtig geworden ist. So kann man mit sehenden Augen bis hinein in diese weltlichen Dinge die Sache verfolgen und wird überall sehen können, wie die Menschheit in bezug auf die Persönlichkeit zu einem tiefsten Punkt herunterstieg.
[ 8 ] Nun kann sich die Persönlichkeit retten und wieder hinaufsteigen. Sie kann sich dadurch retten, daß sie zum Beispiel durch Stärkung der inneren seelischen Kräfte wirklich lernt, sich auf sich selbst zu stellen, sich unabhängig zu machen von den objektiven Kapitalsmächten. Die Persönlichkeit kann sich aber auch hineinwerfen in diese Kräfte, kann in gewisser Weise hineinsegeln und hinunterdringen in den Abgrund, sich umgarnen lassen von den im Kapital wirksamen Kräften.
[ 8 ] Nun kann sich die Persönlichkeit retten und wieder hinaufsteigen. Sie kann sich dadurch retten, daß sie zum Beispiel durch Stärkung der inneren seelischen Kräfte wirklich lernt, sich auf sich selbst zu stellen, sich unabhängig zu machen von den objektiven Kapitalsmächten. Die Persönlichkeit kann sich aber auch hineinwerfen in diese Kräfte, kann in gewisser Weise hineinsegeln und hinunterdringen in den Abgrund, sich umgarnen lassen von den im Kapital wirksamen Kräften.
[ 9 ] Der wichtigste Punkt, wo die menschliche Persönlichkeit heruntersteigt bis auf die Erde und wo sie umkehren müßte, ist der Punkt der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Der gab der Erde die Kraft, die der Menschheit es möglich machte, wieder hinaufzusteigen. Und in demselben Maße steigt die Menschheit hinauf, als sie Gemeinschaft hat mit Christus Jesus. In dem Maße, wie für einen größeren Teil der Menschheit das Verständnis aufgeht dafür, was dieses Ereignis war, wie für solche Menschen der Christus-Impuls zum eigenen Impuls in ihrer inneren Wesenheit wird, aus dem heraus sie wirken und ihr Dasein weben, in demselben Maße wird die Menschheit nach aufwärts steigen. Immer mehr und mehr muß der Mensch verstehen lernen, was Paulus gesagt hat: Nicht ich bin es, der wirkt, sondern Christus wirkt in mir.
[ 9 ] Der wichtigste Punkt, wo die menschliche Persönlichkeit heruntersteigt bis auf die Erde und wo sie umkehren müßte, ist der Punkt der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Der gab der Erde die Kraft, die der Menschheit es möglich machte, wieder hinaufzusteigen. Und in demselben Maße steigt die Menschheit hinauf, als sie Gemeinschaft hat mit Christus Jesus. In dem Maße, wie für einen größeren Teil der Menschheit das Verständnis aufgeht dafür, was dieses Ereignis war, wie für solche Menschen der Christus-Impuls zum eigenen Impuls in ihrer inneren Wesenheit wird, aus dem heraus sie wirken und ihr Dasein weben, in demselben Maße wird die Menschheit nach aufwärts steigen. Immer mehr und mehr muß der Mensch verstehen lernen, was Paulus gesagt hat: Nicht ich bin es, der wirkt, sondern Christus wirkt in mir.
[ 10 ] Wenn also der Impuls, der damals in der vierten Periode heruntergestiegen ist auf unseren physischen Plan, sich einlebt in die Herzen der Menschen, wenn er zum Antrieb ihres Handelns wird, dann geschieht der Aufstieg nach oben. Und all die Seelen, die diesen Anschluß finden, die den Zusammenschluß mit dem ChristusPrinzip vollziehen, sie finden den Weg nach oben. Alle Seelen aber, die diesen Zusammenschluß nicht finden würden, müßten nach und nach in den Abgrund hinabtauchen. Sie würden das Ich, den Egoismus sich erobert ‚haben, aber nicht imstande sein, mit diesem Ich wiederum hinaufzusteigen in die geistige Welt. Und die Folge für einen solchen Menschen, der keinen Anschluß an das ChristusPrinzip findet, würde sein, daß er sich loslöst von dem geistigen Aufstieg. Er würde, statt hinaufzusteigen, hinuntersteigen und sich immer mehr verhärten in seinem Ich. Statt in der Materie nur die Gelegenheit gefunden zu haben, um das Ich zu erwerben, und dann wiederum hinaufzusteigen, würde er nur immer tiefer hinabtauchen in die Materie.
[ 10 ] Wenn also der Impuls, der damals in der vierten Periode heruntergestiegen ist auf unseren physischen Plan, sich einlebt in die Herzen der Menschen, wenn er zum Antrieb ihres Handelns wird, dann geschieht der Aufstieg nach oben. Und all die Seelen, die diesen Anschluß finden, die den Zusammenschluß mit dem ChristusPrinzip vollziehen, sie finden den Weg nach oben. Alle Seelen aber, die diesen Zusammenschluß nicht finden würden, müßten nach und nach in den Abgrund hinabtauchen. Sie würden das Ich, den Egoismus sich erobert ‚haben, aber nicht imstande sein, mit diesem Ich wiederum hinaufzusteigen in die geistige Welt. Und die Folge für einen solchen Menschen, der keinen Anschluß an das ChristusPrinzip findet, würde sein, daß er sich loslöst von dem geistigen Aufstieg. Er würde, statt hinaufzusteigen, hinuntersteigen und sich immer mehr verhärten in seinem Ich. Statt in der Materie nur die Gelegenheit gefunden zu haben, um das Ich zu erwerben, und dann wiederum hinaufzusteigen, würde er nur immer tiefer hinabtauchen in die Materie.
[ 11 ] Ja, alles wiederholt sich. Der Mensch ist in die Lage gekommen, in unsere physische Welt hereinzutreten. Dadurch, daß er die atlantische Flut überdauert hat, ist ihm die Möglichkeit geworden, sein heutiges Menschenantlitz herauszubilden. Das ist wirklich ein Abbild der im Menschen wohnenden geistigen Ich-Gottheit. Nur dadurch, daß gegen das Ende der atlantischen Zeit der Ätherleib sich mit dem physischen zusammengeschlossen hat und die Kräfte des Ätherleibes in den physischen Kopf eingezogen sind, hat er sein heutiges Menschenantlitz erhalten, das schon den Gottesgeist durchspiegeln läßt. Nehmen wir an, er würde das verleugnen, daß der Geist es ist, der ihm das Menschenantlitz gegeben hat. Dann würde er den Leib nicht benützen als eine Gelegenheit, um zum IchBewußtsein zu kommen und sich wieder zu vergeistigen, sondern er würde mit dem Leibe verwachsen, diesen so liebgewinnen, daß er nur in ihm sich daheim fühlen würde. Er würde verbunden bleiben mit dem Leib und hinuntergehen in den Abgrund, und es würde, weil er nicht benützt hat die Kraft des Geistigen, auch die äußere Gestalt wiederum ähnlich werden der früheren Gestalt. Tierähnlich würde der Mensch werden, der in den Abgrund hinuntersteigt. So wird die Menschheit das vollziehen, was wir schon angedeutet haben: Hinuntersteigen in den Abgrund werden diejenigen, die das Wohnen im Leibe nicht bloß als Gelegenheit benützen, um dadurch zum Ich-Bewußtsein zu kommen, und sie werden die böse Rasse bilden. Sie haben sich abgewendet von dem Impuls des Christus Jesus, und aus der Häßlichkeit ihrer Seele heraus werden sie wiederum die Tiergestalt herausbilden, die der Mensch in früheren Zeiten gehabt hat, und unten im Abgrund wird die Rasse der Bösen mit den wilden Trieben in Tiergestalt sein. Und wenn oben die Vergeistigten, die das Christus-Prinzip in sich aufgenommen haben, verkünden, was sie zu sagen haben in bezug auf ihren Zusammenschluß mit dem Namen Christus Jesus, so werden hier unten ertönen Namen der Lästerung, des Hinwegwollens von dem, was als geistige Verwandlung auftritt.
[ 11 ] Ja, alles wiederholt sich. Der Mensch ist in die Lage gekommen, in unsere physische Welt hereinzutreten. Dadurch, daß er die atlantische Flut überdauert hat, ist ihm die Möglichkeit geworden, sein heutiges Menschenantlitz herauszubilden. Das ist wirklich ein Abbild der im Menschen wohnenden geistigen Ich-Gottheit. Nur dadurch, daß gegen das Ende der atlantischen Zeit der Ätherleib sich mit dem physischen zusammengeschlossen hat und die Kräfte des Ätherleibes in den physischen Kopf eingezogen sind, hat er sein heutiges Menschenantlitz erhalten, das schon den Gottesgeist durchspiegeln läßt. Nehmen wir an, er würde das verleugnen, daß der Geist es ist, der ihm das Menschenantlitz gegeben hat. Dann würde er den Leib nicht benützen als eine Gelegenheit, um zum IchBewußtsein zu kommen und sich wieder zu vergeistigen, sondern er würde mit dem Leibe verwachsen, diesen so liebgewinnen, daß er nur in ihm sich daheim fühlen würde. Er würde verbunden bleiben mit dem Leib und hinuntergehen in den Abgrund, und es würde, weil er nicht benützt hat die Kraft des Geistigen, auch die äußere Gestalt wiederum ähnlich werden der früheren Gestalt. Tierähnlich würde der Mensch werden, der in den Abgrund hinuntersteigt. So wird die Menschheit das vollziehen, was wir schon angedeutet haben: Hinuntersteigen in den Abgrund werden diejenigen, die das Wohnen im Leibe nicht bloß als Gelegenheit benützen, um dadurch zum Ich-Bewußtsein zu kommen, und sie werden die böse Rasse bilden. Sie haben sich abgewendet von dem Impuls des Christus Jesus, und aus der Häßlichkeit ihrer Seele heraus werden sie wiederum die Tiergestalt herausbilden, die der Mensch in früheren Zeiten gehabt hat, und unten im Abgrund wird die Rasse der Bösen mit den wilden Trieben in Tiergestalt sein. Und wenn oben die Vergeistigten, die das Christus-Prinzip in sich aufgenommen haben, verkünden, was sie zu sagen haben in bezug auf ihren Zusammenschluß mit dem Namen Christus Jesus, so werden hier unten ertönen Namen der Lästerung, des Hinwegwollens von dem, was als geistige Verwandlung auftritt.
[ 12 ] Ein Mensch, der nur halb denken würde, könnte jetzt sagen: Ja, es haben aber doch so viele gelebt, die nichts von dem ChristusImpuls erfahren haben, warum sollten diese des Impulses des Christus Jesus nicht teilhaftig geworden sein? — Das wird von materialistisch denkender Seite eingewendet: Warum sollte das Heil erst mit Christus Jesus gekommen sein? — Wenn das die Menschen sagen, welche keine Anthroposophen sind, so ist es begreiflich. Wenn aber die Anthroposophen das sagen, dann ist es unbegreiflich, denn die müßten wissen, daß der Mensch immer wieder und wiederkehrt. Und die Seelen, die vorher gelebt haben, sie werden in der Zeit nach der Erscheinung Christi in neuen Leibern wiederkehren, so daß es keine Menschen gibt, denen das Ereignis des Christus Jesus entgehen könnte. Nur wer nicht an Wiederverkörperung glaubt, kann solche Einwände erheben, wie sie oben gekennzeichnet worden sind.
[ 12 ] Ein Mensch, der nur halb denken würde, könnte jetzt sagen: Ja, es haben aber doch so viele gelebt, die nichts von dem ChristusImpuls erfahren haben, warum sollten diese des Impulses des Christus Jesus nicht teilhaftig geworden sein? — Das wird von materialistisch denkender Seite eingewendet: Warum sollte das Heil erst mit Christus Jesus gekommen sein? — Wenn das die Menschen sagen, welche keine Anthroposophen sind, so ist es begreiflich. Wenn aber die Anthroposophen das sagen, dann ist es unbegreiflich, denn die müßten wissen, daß der Mensch immer wieder und wiederkehrt. Und die Seelen, die vorher gelebt haben, sie werden in der Zeit nach der Erscheinung Christi in neuen Leibern wiederkehren, so daß es keine Menschen gibt, denen das Ereignis des Christus Jesus entgehen könnte. Nur wer nicht an Wiederverkörperung glaubt, kann solche Einwände erheben, wie sie oben gekennzeichnet worden sind.
[ 13 ] So sehen wit, wie die Spaltung sich vollzieht und daß eine Zeit kommen wird, wo diejenigen, die nach Vergeistigung gestrebt haben, fähig sein werden, in der geistigen Welt zu leben; eine Zeit, wo heraustreten wird, was sie sich früher angeeignet haben, wo sie den Namen Christus an ihrer Stirn tragen werden, weil sie gelernt haben, zu ihm aufzuschauen. Nun wird, nachdem die Siegel entsiegelt sein werden, der Mensch in der äußeren Figur das abgebildet haben, was er innerlich im Herzen trägt. Derjenige, der innerlich in der Seele den Christus trägt, wird nach der Entsiegelung in seinem Antlitz das Malzeichen des Christus Jesus tragen, er wird äußerlich in der Gestalt dem Christus Jesus ähnlich sein. Diejenigen aber, die bleiben werden bei den Kulturen, welche vor der Erscheinung des Christus Jesus liegen, die werden anderes erleben müssen. Diese vier Kulturen, die altindische, die altpersische, die assyrisch-babylonisch-chaldäisch-ägyptisch-jüdische und die griechisch-lateinische Kultur, waren vorbereitende Zeiten. Die Seele hat durch die Leiber dieser Kulturen hindurchgehen müssen, um sich vorzubereiten für das große Ereignis der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Damals, in der Zeit der Vorbereitung, waren zwei Kräfte geltend. Die Kräfte, welche die Menschen zusammengeführt haben, das sind Kräfte, die ihre materielle Grundlage in dem Blute haben. Wenn die Menschen einfach in ihrer jetzigen Gestalt hereingestellt worden wären nebeneinander, niemals würde sich das herausgebildet haben, was sich in der Menschheit entwickeln sollte.
[ 13 ] So sehen wit, wie die Spaltung sich vollzieht und daß eine Zeit kommen wird, wo diejenigen, die nach Vergeistigung gestrebt haben, fähig sein werden, in der geistigen Welt zu leben; eine Zeit, wo heraustreten wird, was sie sich früher angeeignet haben, wo sie den Namen Christus an ihrer Stirn tragen werden, weil sie gelernt haben, zu ihm aufzuschauen. Nun wird, nachdem die Siegel entsiegelt sein werden, der Mensch in der äußeren Figur das abgebildet haben, was er innerlich im Herzen trägt. Derjenige, der innerlich in der Seele den Christus trägt, wird nach der Entsiegelung in seinem Antlitz das Malzeichen des Christus Jesus tragen, er wird äußerlich in der Gestalt dem Christus Jesus ähnlich sein. Diejenigen aber, die bleiben werden bei den Kulturen, welche vor der Erscheinung des Christus Jesus liegen, die werden anderes erleben müssen. Diese vier Kulturen, die altindische, die altpersische, die assyrisch-babylonisch-chaldäisch-ägyptisch-jüdische und die griechisch-lateinische Kultur, waren vorbereitende Zeiten. Die Seele hat durch die Leiber dieser Kulturen hindurchgehen müssen, um sich vorzubereiten für das große Ereignis der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Damals, in der Zeit der Vorbereitung, waren zwei Kräfte geltend. Die Kräfte, welche die Menschen zusammengeführt haben, das sind Kräfte, die ihre materielle Grundlage in dem Blute haben. Wenn die Menschen einfach in ihrer jetzigen Gestalt hereingestellt worden wären nebeneinander, niemals würde sich das herausgebildet haben, was sich in der Menschheit entwickeln sollte.
[ 14 ] Vor der Erde war der Mond der Träger unserer Geschöpfe. Dieser alte Mond war der Kosmos der Weisheit, unsere Erde ist der Kosmos der Liebe. Unsere Entwickelung geht darauf hin, die Menschen in Liebe zusammenzuführen. Wenn einstmals die Erde sich auflösen wird, nachdem die siebente Posaune ertönt ist, wenn sie ihre physische Substantialität verlieren und sich in einen astralischen Himmelskörper umwandeln wird, dann wird eingeflößt sein dem ganzen Menschengeschlecht die Liebe, die Kraft der Liebe, die sie entwickelt hat an allem Irdischen. Denn diese Kraft der Liebe ist es, was als die Erdenmission der Menschheit eingeflößt werden muß, geradeso, wie Sie jetzt in ihrer Umgebung die Kraft der Weisheit sehen. Es wurde schon oft darauf hingewiesen: Wenn Sie nur ein Stück Oberschenkelknochen ansehen, welch ein wunderbares Gebilde ist das! Es besteht nicht aus einer kompakten Masse, sondern aus vielen feinen Gerüstfäden, die so wunderbar zusammengeordnet sind, daß unter Aufwand der geringsten Stoffmasse die größte Tragfähigkeit erzielt ist, wie es kein Ingenieur heute imstande wäre herzustellen. Und wenn wir alles durchsuchen würden, wir würden finden, daß dasjenige, was sich der Mensch im Laufe seiner Erdenentwickelung als seine Weisheit erobert, vorher schon der Erde eingeimpft war.
[ 14 ] Vor der Erde war der Mond der Träger unserer Geschöpfe. Dieser alte Mond war der Kosmos der Weisheit, unsere Erde ist der Kosmos der Liebe. Unsere Entwickelung geht darauf hin, die Menschen in Liebe zusammenzuführen. Wenn einstmals die Erde sich auflösen wird, nachdem die siebente Posaune ertönt ist, wenn sie ihre physische Substantialität verlieren und sich in einen astralischen Himmelskörper umwandeln wird, dann wird eingeflößt sein dem ganzen Menschengeschlecht die Liebe, die Kraft der Liebe, die sie entwickelt hat an allem Irdischen. Denn diese Kraft der Liebe ist es, was als die Erdenmission der Menschheit eingeflößt werden muß, geradeso, wie Sie jetzt in ihrer Umgebung die Kraft der Weisheit sehen. Es wurde schon oft darauf hingewiesen: Wenn Sie nur ein Stück Oberschenkelknochen ansehen, welch ein wunderbares Gebilde ist das! Es besteht nicht aus einer kompakten Masse, sondern aus vielen feinen Gerüstfäden, die so wunderbar zusammengeordnet sind, daß unter Aufwand der geringsten Stoffmasse die größte Tragfähigkeit erzielt ist, wie es kein Ingenieur heute imstande wäre herzustellen. Und wenn wir alles durchsuchen würden, wir würden finden, daß dasjenige, was sich der Mensch im Laufe seiner Erdenentwickelung als seine Weisheit erobert, vorher schon der Erde eingeimpft war.
[ 15 ] Immer wieder im Laufe des geschichtlichen Unterrichts wird uns gesagt, wie der Mensch Fortschritt auf Fortschritt gemacht hat, immer weiser und weiser geworden ist. Sie erinnern sich, wie Ihnen die einzelnen Etappen des Weisewerdens vorgeführt worden sind, wie Ihnen zum Beispiel gezeigt worden ist, daß im Beginn der neueren Zeit der Mensch dahin gelangt ist, das Schießpulver zu erfinden, das Leinenpapier, das Holzpapier und so weiter zu erfinden. Da hat sich Ihre Seele gefreut darüber, wie die Menschen aufgestiegen sind. Die Menschen haben aus ihrem Intellekt heraus das Papier bereiten gelernt; sie haben es völlig neu erfunden, so könnte man meinen. Wer aber die Welt in ihrem großen Zusammenhange überschaut, dem erscheint das in anderem Lichte. Die Wespen konnten das schon viel früher, denn das Wespennest ist genau dasselbe wie das Papier. So war Jahrtausende vorher im Wespenneste bereits vorhanden, was sich der Mensch hinterher in seiner subjektiven Weisheit erobert hat. Nicht die einzelne Wespe kann Papier erzeugen, aber die Gruppenseele, das Ich, das die ganze Gruppe der Wespen umfaßt, das ist so weise, wie der Mensch erst geworden ist. Und überall, wohin Sie sehen, wenn Sie nicht blind, sondern sehend sind, wird Ihnen die Weisheit aus den Dingen entgegentreten.
[ 15 ] Immer wieder im Laufe des geschichtlichen Unterrichts wird uns gesagt, wie der Mensch Fortschritt auf Fortschritt gemacht hat, immer weiser und weiser geworden ist. Sie erinnern sich, wie Ihnen die einzelnen Etappen des Weisewerdens vorgeführt worden sind, wie Ihnen zum Beispiel gezeigt worden ist, daß im Beginn der neueren Zeit der Mensch dahin gelangt ist, das Schießpulver zu erfinden, das Leinenpapier, das Holzpapier und so weiter zu erfinden. Da hat sich Ihre Seele gefreut darüber, wie die Menschen aufgestiegen sind. Die Menschen haben aus ihrem Intellekt heraus das Papier bereiten gelernt; sie haben es völlig neu erfunden, so könnte man meinen. Wer aber die Welt in ihrem großen Zusammenhange überschaut, dem erscheint das in anderem Lichte. Die Wespen konnten das schon viel früher, denn das Wespennest ist genau dasselbe wie das Papier. So war Jahrtausende vorher im Wespenneste bereits vorhanden, was sich der Mensch hinterher in seiner subjektiven Weisheit erobert hat. Nicht die einzelne Wespe kann Papier erzeugen, aber die Gruppenseele, das Ich, das die ganze Gruppe der Wespen umfaßt, das ist so weise, wie der Mensch erst geworden ist. Und überall, wohin Sie sehen, wenn Sie nicht blind, sondern sehend sind, wird Ihnen die Weisheit aus den Dingen entgegentreten.
[ 16 ] Glauben Sie nicht, daß diese Weisheit nicht hat entstehen müssen. Oh, die Welt war nicht immer so durchtränkt von Weisheit. Während der Mondentwickelung ist nach und nach diese Weisheit eingeflossen in das, was uns heute umgibt. Während der Mondentwickelung hat sich das, was chaotisch durcheinanderwirkte, so ausgestaltet, daß es weise wurde. Könnten Sie den Blick hinwenden auf den alten Mond, so würden Sie da alles noch sozusagen drunter und drüber finden, gar noch nicht weise. Im Laufe der Mondentwickelung wurde die Weisheit den Wesen und Geschöpfen eingegossen, eingeflößt, und sie war da, als die Erde hervorging aus dem Dämmerdunkel. Jetzt erschienen alle Dinge mit Weisheit getränkt. Und wie der Mensch heute auf seine Umgebung schaut und überall die Weisheit hervorsprießen sieht, so wird er, wenn er auf dem Jupiter angelangt sein wird, alle Wesen, die um ihn herum sind, in einer merkwürdigen Weise schauen: sie werden etwas ausgießen wie den Duft beseligender Liebe. Liebe wird aus allen Dingen strömen, und es ist die Mission der Erdenentwickelung, diese Liebe zu entfalten. Liebe wird dann durch alle Dinge fließen, wie jetzt Weisheit in allen Dingen waltet. Und diese Liebe wird eingegossen der Erdenentwickelung dadurch, daß der Mensch nach und nach die Liebe entwickeln lernte. |
[ 16 ] Glauben Sie nicht, daß diese Weisheit nicht hat entstehen müssen. Oh, die Welt war nicht immer so durchtränkt von Weisheit. Während der Mondentwickelung ist nach und nach diese Weisheit eingeflossen in das, was uns heute umgibt. Während der Mondentwickelung hat sich das, was chaotisch durcheinanderwirkte, so ausgestaltet, daß es weise wurde. Könnten Sie den Blick hinwenden auf den alten Mond, so würden Sie da alles noch sozusagen drunter und drüber finden, gar noch nicht weise. Im Laufe der Mondentwickelung wurde die Weisheit den Wesen und Geschöpfen eingegossen, eingeflößt, und sie war da, als die Erde hervorging aus dem Dämmerdunkel. Jetzt erschienen alle Dinge mit Weisheit getränkt. Und wie der Mensch heute auf seine Umgebung schaut und überall die Weisheit hervorsprießen sieht, so wird er, wenn er auf dem Jupiter angelangt sein wird, alle Wesen, die um ihn herum sind, in einer merkwürdigen Weise schauen: sie werden etwas ausgießen wie den Duft beseligender Liebe. Liebe wird aus allen Dingen strömen, und es ist die Mission der Erdenentwickelung, diese Liebe zu entfalten. Liebe wird dann durch alle Dinge fließen, wie jetzt Weisheit in allen Dingen waltet. Und diese Liebe wird eingegossen der Erdenentwickelung dadurch, daß der Mensch nach und nach die Liebe entwickeln lernte. |
[ 17 ] Aber der Mensch hat nicht gleich die geistige Liebe haben können, ihm mußte zuerst diese Liebe auf dem untersten Gebiete eingepflanzt werden. Einen materiellen Träger mußte die Liebe haben: das ist die Blutsverwandtschaft. Die Liebe auf dem Gebiete der Blutsverwandtschaft zu üben, das war die erste Schule. Dadurch wurden die getrennten Menschen zusammengeführt, daß dasjenige, was als gemeinsames Blut in den Adern rann, sich liebte. Das war die Vorschule der Liebe, das war die große Schule der Liebe. Und der große Impuls, der diese Liebe vergeistigt, der sie nicht nur da läßt, wo sie physisch wirkt als dessen Grundlage, sondern sie dem Seelischen mitteilt, das ist der Christus-Impuls in der Welt.
[ 17 ] Aber der Mensch hat nicht gleich die geistige Liebe haben können, ihm mußte zuerst diese Liebe auf dem untersten Gebiete eingepflanzt werden. Einen materiellen Träger mußte die Liebe haben: das ist die Blutsverwandtschaft. Die Liebe auf dem Gebiete der Blutsverwandtschaft zu üben, das war die erste Schule. Dadurch wurden die getrennten Menschen zusammengeführt, daß dasjenige, was als gemeinsames Blut in den Adern rann, sich liebte. Das war die Vorschule der Liebe, das war die große Schule der Liebe. Und der große Impuls, der diese Liebe vergeistigt, der sie nicht nur da läßt, wo sie physisch wirkt als dessen Grundlage, sondern sie dem Seelischen mitteilt, das ist der Christus-Impuls in der Welt.
[ 18 ] Nun würde es die ganze Vorzeit hindurch dem Menschen sonderbar gegangen sein, wenn nur dieser eine Impuls der Liebesgemeinschaft im Blute gewirkt hätte. Die Wesenheiten, welche die Lenker der alten Zeiten waren, vor allen Dingen Jahve, führten die Menschen in Liebe zusammen, daß sie sich vereinigten in der Blutsverwandtschaft. Wenn aber der Mensch vor der Erscheinung des Christus Jesus nur vereinigt worden wäre durch die Blutsverwandtschaft, so hätte der einzelne nie zur Persönlichkeit fortschreiten können. Der einzelne wäre im Volk untergegangen. Es ist ja auch der einzelne tatsächlich recht sehr untergegangen in dem Ganzen. Wirklich war das Bewußtsein, daß man Einzelmensch ist, etwas, was sich erst nach und nach heranbildete. In der atlantischen Zeit konnte noch keine Rede davon sein, daß der Mensch als einzelner sich fühlte, aber auch später klang das noch nach. Die Menschen verstehen nur nicht die alte Namengebung, sonst würden sie darauf kommen, wie die Menschen sich fühlten. Denken Sie an die Bekenner des Alten Testaments: sie fühlten in der vorchristlichen Zeit ihr Ich, wenn sie es so recht fühlen wollten, gar nicht in ihrer Einzelpersönlichkeit. Jeder, der ganz fühlte den Impuls, der aus dem Alten Testamente strömt, der sagte sich: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Denn er fühlte sich geborgen in dieser Gemeinschaft, die hinaufreichte bis Abraham, dessen Blut bis herunter zum jüngsten Gliede durch alle Adern floß. Und da sagte er: Da fühle ich, daß ich nicht ein verlorenes Glied bin, wenn ich spüre, daß mein Blut dasselbe ist wie das des Vaters Abraham.
[ 18 ] Nun würde es die ganze Vorzeit hindurch dem Menschen sonderbar gegangen sein, wenn nur dieser eine Impuls der Liebesgemeinschaft im Blute gewirkt hätte. Die Wesenheiten, welche die Lenker der alten Zeiten waren, vor allen Dingen Jahve, führten die Menschen in Liebe zusammen, daß sie sich vereinigten in der Blutsverwandtschaft. Wenn aber der Mensch vor der Erscheinung des Christus Jesus nur vereinigt worden wäre durch die Blutsverwandtschaft, so hätte der einzelne nie zur Persönlichkeit fortschreiten können. Der einzelne wäre im Volk untergegangen. Es ist ja auch der einzelne tatsächlich recht sehr untergegangen in dem Ganzen. Wirklich war das Bewußtsein, daß man Einzelmensch ist, etwas, was sich erst nach und nach heranbildete. In der atlantischen Zeit konnte noch keine Rede davon sein, daß der Mensch als einzelner sich fühlte, aber auch später klang das noch nach. Die Menschen verstehen nur nicht die alte Namengebung, sonst würden sie darauf kommen, wie die Menschen sich fühlten. Denken Sie an die Bekenner des Alten Testaments: sie fühlten in der vorchristlichen Zeit ihr Ich, wenn sie es so recht fühlen wollten, gar nicht in ihrer Einzelpersönlichkeit. Jeder, der ganz fühlte den Impuls, der aus dem Alten Testamente strömt, der sagte sich: «Ich und der Vater Abraham sind eins.» Denn er fühlte sich geborgen in dieser Gemeinschaft, die hinaufreichte bis Abraham, dessen Blut bis herunter zum jüngsten Gliede durch alle Adern floß. Und da sagte er: Da fühle ich, daß ich nicht ein verlorenes Glied bin, wenn ich spüre, daß mein Blut dasselbe ist wie das des Vaters Abraham.
[ 19 ] Und noch weiter hinauf versuchte man zurückzuverfolgen die Gemeinschaft. In der Gruppenseele fühlte man sich geborgen. Man wies hin auf Noah, auf Adam. Die Menschen wissen nicht mehr, was diese Namen bedeuten. Sie wissen nicht, daß in jenen alten Zeiten noch immer das Bewußtsein der Menschen anders war als heute. Der Mensch kann sich heute zur Not an das erinnern, was in seine Kindheit zurückreicht, und sicher reißt alle Erinnerung mit der Geburt ab. Dazumal, in der Patriarchenzeit, in der Zeit der alten Erzväter, war das nicht so. Da erinnerte sich der Mensch nicht nur an das, was er selbst, sondern was sein Vater, Großvater, Urgroßvater erlebt hatte. Das war ihm so in der Erinnerung wie Ihnen die Erinnerung Ihrer Kindheit. Er wußte nicht, daß sein Leben besonders anfing mit seiner Geburt. Durch Jahrhunderte ging das Gedächtnis hinauf. Man gab dem abgesonderten Bewußtsein keinen Namen, man hätte darin keinen Sinn gefunden. Weil man sich erinnerte an Vater, Großvater, Urgroßvater und so weiter, so umfaßte ein Gesamtname die ganze Kette. «Adam», «Noah» bedeuten die Erinnerung durch die Generationen. Soweit man sich erinnerte an Noah, nannte man die Kette Noah. Das war ein innerer Mensch, ein geistiges Wesen, das durch die Generationen lebte. Dem äußeren Menschen einen Namen zu geben, hätte man sinnlos gefunden. So umfaßt der Name Adam ein geistiges Wesen.
[ 19 ] Und noch weiter hinauf versuchte man zurückzuverfolgen die Gemeinschaft. In der Gruppenseele fühlte man sich geborgen. Man wies hin auf Noah, auf Adam. Die Menschen wissen nicht mehr, was diese Namen bedeuten. Sie wissen nicht, daß in jenen alten Zeiten noch immer das Bewußtsein der Menschen anders war als heute. Der Mensch kann sich heute zur Not an das erinnern, was in seine Kindheit zurückreicht, und sicher reißt alle Erinnerung mit der Geburt ab. Dazumal, in der Patriarchenzeit, in der Zeit der alten Erzväter, war das nicht so. Da erinnerte sich der Mensch nicht nur an das, was er selbst, sondern was sein Vater, Großvater, Urgroßvater erlebt hatte. Das war ihm so in der Erinnerung wie Ihnen die Erinnerung Ihrer Kindheit. Er wußte nicht, daß sein Leben besonders anfing mit seiner Geburt. Durch Jahrhunderte ging das Gedächtnis hinauf. Man gab dem abgesonderten Bewußtsein keinen Namen, man hätte darin keinen Sinn gefunden. Weil man sich erinnerte an Vater, Großvater, Urgroßvater und so weiter, so umfaßte ein Gesamtname die ganze Kette. «Adam», «Noah» bedeuten die Erinnerung durch die Generationen. Soweit man sich erinnerte an Noah, nannte man die Kette Noah. Das war ein innerer Mensch, ein geistiges Wesen, das durch die Generationen lebte. Dem äußeren Menschen einen Namen zu geben, hätte man sinnlos gefunden. So umfaßt der Name Adam ein geistiges Wesen.
[ 20 ] Es war also der Einzelmensch sich noch nicht seines Ichs bewußt. Er wäre aufgegangen in der Gemeinschaft, wenn nicht Impulse dagewesen wären, die fortwährend Angriffe richteten gegen dieses Verschwimmen in der Gemeinschaft, die darauf hinarbeiteten, den Menschen herauszureißen aus den Blutsbanden, die ihn zur Selbständigkeit bringen sollten. In seinen Astralleib haben sich eingenistet solche geistige Wesenheiten, die ihm die Impulse gaben, sein Bewußtsein nicht verschwimmen zu lassen. Diese Wesenheiten sind die luziferischen Wesenheiten. Sie waren es, die in der vorchristlichen Zeit entgegengewirkt haben der eigentlichen Vereinheitlichung, denen der Mensch seine Selbständigkeit, die werdende Persönlichkeit verdankt. Es ist durchaus wichtig, einzusehen, daß dasjenige, was zusammenstrebte, dem Jahve zu verdanken ist, und das, was auseinanderstrebte, den luziferischen Geistern.
[ 20 ] Es war also der Einzelmensch sich noch nicht seines Ichs bewußt. Er wäre aufgegangen in der Gemeinschaft, wenn nicht Impulse dagewesen wären, die fortwährend Angriffe richteten gegen dieses Verschwimmen in der Gemeinschaft, die darauf hinarbeiteten, den Menschen herauszureißen aus den Blutsbanden, die ihn zur Selbständigkeit bringen sollten. In seinen Astralleib haben sich eingenistet solche geistige Wesenheiten, die ihm die Impulse gaben, sein Bewußtsein nicht verschwimmen zu lassen. Diese Wesenheiten sind die luziferischen Wesenheiten. Sie waren es, die in der vorchristlichen Zeit entgegengewirkt haben der eigentlichen Vereinheitlichung, denen der Mensch seine Selbständigkeit, die werdende Persönlichkeit verdankt. Es ist durchaus wichtig, einzusehen, daß dasjenige, was zusammenstrebte, dem Jahve zu verdanken ist, und das, was auseinanderstrebte, den luziferischen Geistern.
[ 21 ] In den ersten Zeiten des Christentums hatte man einen Spruch, der lautete: «Christus verus Lucifer», Christus ist der wahre Lichtträger —, denn Lucifer heißt Lichtträger. Warum wird Christus der wahre Lichtträger genannt? Weil jetzt durch ihn berechtigt worden ist, was früher unberechtigt war. Früher war es ein Auseinanderreißen; die Menschen waren noch nicht reif zur Selbständigkeit. Jetzt waren die Menschen durch den Ich-Impuls, den sie durch den Christus Jesus bekommen haben, so weit, daß sie trotz des Ichs sich in Liebe zueinander entwickeln konnten. So wurde das, was Luzifer sozusagen vorausnehmend der Menschheit geben wollte, als diese noch unreif war, durch den wahren Lichtträger, durch den Christus Jesus, der Menschheit gebracht. Er brachte den Impuls zur Verselbständigung, aber auch die geistige Liebe, die zusammenführt, was nicht blutsverwandt ist. Durch ihn kam die Epoche, wo die Menschheit heranreifte zu dem, was Luzifer früher schon bewirken wollte. Dieser Ausspruch: «Christus verus Lucifer» ist später nicht mehr verstanden worden. Derjenige allein, der ihn richtig versteht, lernt die ersten Lehren des Christentums kennen.
[ 21 ] In den ersten Zeiten des Christentums hatte man einen Spruch, der lautete: «Christus verus Lucifer», Christus ist der wahre Lichtträger —, denn Lucifer heißt Lichtträger. Warum wird Christus der wahre Lichtträger genannt? Weil jetzt durch ihn berechtigt worden ist, was früher unberechtigt war. Früher war es ein Auseinanderreißen; die Menschen waren noch nicht reif zur Selbständigkeit. Jetzt waren die Menschen durch den Ich-Impuls, den sie durch den Christus Jesus bekommen haben, so weit, daß sie trotz des Ichs sich in Liebe zueinander entwickeln konnten. So wurde das, was Luzifer sozusagen vorausnehmend der Menschheit geben wollte, als diese noch unreif war, durch den wahren Lichtträger, durch den Christus Jesus, der Menschheit gebracht. Er brachte den Impuls zur Verselbständigung, aber auch die geistige Liebe, die zusammenführt, was nicht blutsverwandt ist. Durch ihn kam die Epoche, wo die Menschheit heranreifte zu dem, was Luzifer früher schon bewirken wollte. Dieser Ausspruch: «Christus verus Lucifer» ist später nicht mehr verstanden worden. Derjenige allein, der ihn richtig versteht, lernt die ersten Lehren des Christentums kennen.
[ 22 ] So also haben wir diesen Impuls aufzufassen, so haben wir einzusehen, wie die Menschheit vorbereitet wurde zu dem Standpunkt, zu dem sie gelangen sollte. So waren diese vier Zeiten, die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische, Zeiten der Vorbereitung, der Hinweisung auf das große christliche Ereignis. Es ist aber möglich für den Menschen, sich sozusagen zu versteifen. Denken wir uns einen Menschen zur Zeit des Christus Jesus lebend, und stellen wir uns vor, er könnte mit Bewußtsein entscheiden über das, was er will. Da könnte er, wenn der Christus Jesus käme, so sprechen: Oh, mir ist das genügend, was vorher war. Ich will nichts von ihm wissen, ich will keine Gemeinschaft haben mit dem Christus Jesus. — Da würde er in seiner Seele haben diejenigen Kräfte, diejenigen Impulse, die man in der Zeit vor dem Christus Jesus gewinnen konnte. Er würde alle Impulse haben, die man durch die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische Kultur erlangen konnte. Aber man darf im kosmischen Werdegang solche Impulse nur so lange haben, bis ein neuer Impuls kommt. Bleibt man stehen, dann bleibt man eben auf dieser Stufe zurück. Also darf man nicht Unverständnis für die geschichtliche Entwickelung an den Tag legen, man darf nicht sagen: Es ist in allen Kulturen dasselbe Prinzip. — Nicht umsonst wird eine Kultur auf der anderen aufgebaut.
[ 22 ] So also haben wir diesen Impuls aufzufassen, so haben wir einzusehen, wie die Menschheit vorbereitet wurde zu dem Standpunkt, zu dem sie gelangen sollte. So waren diese vier Zeiten, die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische, Zeiten der Vorbereitung, der Hinweisung auf das große christliche Ereignis. Es ist aber möglich für den Menschen, sich sozusagen zu versteifen. Denken wir uns einen Menschen zur Zeit des Christus Jesus lebend, und stellen wir uns vor, er könnte mit Bewußtsein entscheiden über das, was er will. Da könnte er, wenn der Christus Jesus käme, so sprechen: Oh, mir ist das genügend, was vorher war. Ich will nichts von ihm wissen, ich will keine Gemeinschaft haben mit dem Christus Jesus. — Da würde er in seiner Seele haben diejenigen Kräfte, diejenigen Impulse, die man in der Zeit vor dem Christus Jesus gewinnen konnte. Er würde alle Impulse haben, die man durch die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische Kultur erlangen konnte. Aber man darf im kosmischen Werdegang solche Impulse nur so lange haben, bis ein neuer Impuls kommt. Bleibt man stehen, dann bleibt man eben auf dieser Stufe zurück. Also darf man nicht Unverständnis für die geschichtliche Entwickelung an den Tag legen, man darf nicht sagen: Es ist in allen Kulturen dasselbe Prinzip. — Nicht umsonst wird eine Kultur auf der anderen aufgebaut.
[ 23 ] Nehmen wir an, es hätte so jemand verschlafen wollen die christliche Entwickelung, dann würde er hinüberleben in die zukünftige Zeit bis nach dem großen Kriege aller gegen alle. Da aber würde er nichts haben von dem großen Liebe-Prinzip des Christus, das die Iche zusammenführt, das aus den Menschen Gemeinschaften macht. Er würde alles das haben, was die Iche gerade hinunterführt in den Abgrund. Er würde die auseinandertreibenden Kräfte haben, die auseinandersplitternden Kräfte. Und das zeigt uns der eine Umstand, der uns zu der Frage führen kann: Warum gibt uns die Enthüllung der ersten vier Siegel ein so trostloses Bild? — Weil da herauskommen diejenigen Menschen, die stehenbleiben wollen bei diesen vier vorbereitenden Kulturen, in denen die alte Form des Luzifer drinnen ist, die sie auseinandertreibt. Daher wird uns gezeigt durch die Enthüllung der Siegel, wie sie auch die Gestalt bekommen, die sie sich erworben haben. Sie haben verschlafen das Ereignis des Christus Jesus, sie werden wiedergeboren in den Gestalten, die ihnen gegeben werden können ohne den Einfluß des Christus-Prinzipes. Daher erscheint wieder dasjenige, was die bloße Intelligenz, den bloßen Verstand anzeigt: Viermal hintereinander erscheint das Pferd! — Es erscheint die alte Gestalt des Menschen, die er dadurch bekommen hat, daß er die Pferdenatur angenommen hat. Diese Gestalt erscheint bei der Entsiegelung der ersten vier Siegel.
[ 23 ] Nehmen wir an, es hätte so jemand verschlafen wollen die christliche Entwickelung, dann würde er hinüberleben in die zukünftige Zeit bis nach dem großen Kriege aller gegen alle. Da aber würde er nichts haben von dem großen Liebe-Prinzip des Christus, das die Iche zusammenführt, das aus den Menschen Gemeinschaften macht. Er würde alles das haben, was die Iche gerade hinunterführt in den Abgrund. Er würde die auseinandertreibenden Kräfte haben, die auseinandersplitternden Kräfte. Und das zeigt uns der eine Umstand, der uns zu der Frage führen kann: Warum gibt uns die Enthüllung der ersten vier Siegel ein so trostloses Bild? — Weil da herauskommen diejenigen Menschen, die stehenbleiben wollen bei diesen vier vorbereitenden Kulturen, in denen die alte Form des Luzifer drinnen ist, die sie auseinandertreibt. Daher wird uns gezeigt durch die Enthüllung der Siegel, wie sie auch die Gestalt bekommen, die sie sich erworben haben. Sie haben verschlafen das Ereignis des Christus Jesus, sie werden wiedergeboren in den Gestalten, die ihnen gegeben werden können ohne den Einfluß des Christus-Prinzipes. Daher erscheint wieder dasjenige, was die bloße Intelligenz, den bloßen Verstand anzeigt: Viermal hintereinander erscheint das Pferd! — Es erscheint die alte Gestalt des Menschen, die er dadurch bekommen hat, daß er die Pferdenatur angenommen hat. Diese Gestalt erscheint bei der Entsiegelung der ersten vier Siegel.
[ 24 ] Und in dem Augenblick, wo das fünfte Siegel entsiegelt wird, worauf werden wir da aufmerksam gemacht? Auf diejenigen, die im vorhergehenden Zeitraum erfassen gelernt haben das Ereignis des Christus Jesus. Sie sind mit weißen Kleidern angetan, sie sind unberücksichtigt geblieben, sie sind bildlich erwürgt worden, sie sind diejenigen, die aufbewahrt werden für die Vergeistigung der Welt. So ist es die Verbindung mit dem Christus Jesus-Prinzip, welche die Menschen dahin bringt, diese weißen Kleider anzuhaben und zu erscheinen, wenn das fünfte Siegel gelöst wird. Da sehen wir, wie uns klar und deutlich angedeutet wird, daß in diesem Zeitpunkt, wo der Christus Jesus erscheint, eine wichtige Epoche der Menschheit ist, jene Epoche, die da bewirkt, daß nach dem Kriege aller gegen alle die vier Zeiträume wieder erscheinen, wo diejenigen, die zurückgeblieben sind, geplagt werden von der Materialität, die mit der Entwickelung mitgegangen ist und an die sie sich gefesselt haben, wo sie geplagt werden von all den Übeln und Qualen der verhärteten, in sich vergröberten Materialität. Und alles, was uns nun weiter beschrieben wird bei der Enthüllung der Siegel, stellt nichts anderes dar als das Hineingehen in den Abgrund. Während wir im fünften Zeitraum nur kurz hingewiesen werden auf diejenigen, die auserwählt sind, werden uns im übrigen alle jene gezeigt, die in der Materialität bleiben, die in den Abgrund hineingehen, die jene Gestalten, die vorher da waren, annehmen, weil sie nicht mitgekommen sind, weil sie nicht die Kraft in sich aufgenommen haben, diese Gestalten umzuwandeln.
[ 24 ] Und in dem Augenblick, wo das fünfte Siegel entsiegelt wird, worauf werden wir da aufmerksam gemacht? Auf diejenigen, die im vorhergehenden Zeitraum erfassen gelernt haben das Ereignis des Christus Jesus. Sie sind mit weißen Kleidern angetan, sie sind unberücksichtigt geblieben, sie sind bildlich erwürgt worden, sie sind diejenigen, die aufbewahrt werden für die Vergeistigung der Welt. So ist es die Verbindung mit dem Christus Jesus-Prinzip, welche die Menschen dahin bringt, diese weißen Kleider anzuhaben und zu erscheinen, wenn das fünfte Siegel gelöst wird. Da sehen wir, wie uns klar und deutlich angedeutet wird, daß in diesem Zeitpunkt, wo der Christus Jesus erscheint, eine wichtige Epoche der Menschheit ist, jene Epoche, die da bewirkt, daß nach dem Kriege aller gegen alle die vier Zeiträume wieder erscheinen, wo diejenigen, die zurückgeblieben sind, geplagt werden von der Materialität, die mit der Entwickelung mitgegangen ist und an die sie sich gefesselt haben, wo sie geplagt werden von all den Übeln und Qualen der verhärteten, in sich vergröberten Materialität. Und alles, was uns nun weiter beschrieben wird bei der Enthüllung der Siegel, stellt nichts anderes dar als das Hineingehen in den Abgrund. Während wir im fünften Zeitraum nur kurz hingewiesen werden auf diejenigen, die auserwählt sind, werden uns im übrigen alle jene gezeigt, die in der Materialität bleiben, die in den Abgrund hineingehen, die jene Gestalten, die vorher da waren, annehmen, weil sie nicht mitgekommen sind, weil sie nicht die Kraft in sich aufgenommen haben, diese Gestalten umzuwandeln.
[ 25 ] Sie können sich ein Bild davon machen: Denken Sie sich heute alle Ihre Menschengestalten aus Kautschuk und innerhalb dieser Kautschuk-Menschenleiber Ihre innere Seelenkraft, die diesen Kautschukleibern Ihre Menschengestalt gibt. Denken Sie sich, wir nehmen die Seelenkraft heraus: Da würden die Kautschukleiber zusammenschrumpfen, Tiergestalten würden die Menschen erhalten. — In dem Augenblicke, wo Sie die Seele herausziehen aus dem Menschen-Kautschukleibe, da würde der Mensch Ihnen die Tiergestalt zeigen. Was der Mensch sich errungen hat, ist wie etwas, was er durch seine eigene Kraft heute hervorbringt. Wenn Sie das, was er früher im astralischen Leib erzeugt hat, betrachten könnten, dann würden Sie sehen, wie diese Tierähnlichkeit vorhanden ist. Es ist wirklich etwas wie solch eine innerliche Kraft, die dem Kautschukmenschen die heutige Gestalt gibt. Denken Sie sich diese Kraft entfernt, denken Sie sich den Menschen nicht befruchtet von der Christus-Kraft — und der Mensch zuckt zurück in die Tiergestalt. So wird es solchen ergehen, die zurückfallen. Die werden nachher eine Welt bilden, die sozusagen unter der heutigen Welt liegt, eine Welt des Abgrundes, wo der Mensch wiederum Tiergestalt angenommen haben wird.
[ 25 ] Sie können sich ein Bild davon machen: Denken Sie sich heute alle Ihre Menschengestalten aus Kautschuk und innerhalb dieser Kautschuk-Menschenleiber Ihre innere Seelenkraft, die diesen Kautschukleibern Ihre Menschengestalt gibt. Denken Sie sich, wir nehmen die Seelenkraft heraus: Da würden die Kautschukleiber zusammenschrumpfen, Tiergestalten würden die Menschen erhalten. — In dem Augenblicke, wo Sie die Seele herausziehen aus dem Menschen-Kautschukleibe, da würde der Mensch Ihnen die Tiergestalt zeigen. Was der Mensch sich errungen hat, ist wie etwas, was er durch seine eigene Kraft heute hervorbringt. Wenn Sie das, was er früher im astralischen Leib erzeugt hat, betrachten könnten, dann würden Sie sehen, wie diese Tierähnlichkeit vorhanden ist. Es ist wirklich etwas wie solch eine innerliche Kraft, die dem Kautschukmenschen die heutige Gestalt gibt. Denken Sie sich diese Kraft entfernt, denken Sie sich den Menschen nicht befruchtet von der Christus-Kraft — und der Mensch zuckt zurück in die Tiergestalt. So wird es solchen ergehen, die zurückfallen. Die werden nachher eine Welt bilden, die sozusagen unter der heutigen Welt liegt, eine Welt des Abgrundes, wo der Mensch wiederum Tiergestalt angenommen haben wird.
[ 26 ] So lernen wir begreifen, wie in der Tat die Entwickelung sein wird. Stück um Stück wird dasjenige herauskommen, was jetzt vorbereitet wird, wie in unserer Zeit auch Stück für Stück herausgekommen ist, was in der atlantischen Zeit sich veranlagt hat. Ich habe erzählt, daß im letzten Drittel der atlantischen Zeit sich eine kleine Kolonie gebildet hat, von der unsere Kulturen sich abgeleitet haben, von denen auch noch die späteren zwei Kulturen, die folgen werden, abstammen. Für den nächsten Zeitraum, der alle diese Kulturen ablösen wird, wird das etwas anders sein. Da wird nicht eine auf einen Ort beschränkte Kolonie sein, sondern es werden aus der gesamten Masse der Menschen sich überall diejenigen herausrekrutieren, die reif sind, die gute, die edle, die schöne Seite der nächsten Kultur nach dem Kriege aller gegen alle zu bilden. Das ist wiederum der Fortschritt gegenüber der früheren atlantischen Zeit, daß damals an einem kleinen Orte die Kolonie sich entwickelte, bei uns aber die Möglichkeit gegeben ist, daß über die ganze Erde hin aus allen Stämmen sich diejenigen herausrekrutieren, die wirklich den Ruf der Erdenmission verstehen, die es verstehen, den Christus in sich lebendig zu machen, das Prinzip der Bruderliebe zu entfalten über die ganze Erde hin, und zwar entfalten im richtigen Sinn, nicht im Sinne der christlichen Konfessionen, sondern im Sinne des wahren esoterischen Christentums, das aus allen Kulturen hervorgehen kann. Diejenigen, die dieses christliche Prinzip verstehen, die werden da sein in jener Zeit, die dem großen Kriege aller gegen alle folgen wird. Auf unsere jetzige Kultur, auf unsere reine Verstandeskultur, auf alles das, was sich in der Gegenwart immer mehr und mehr nach dem Abgrund des Verstandes hin entwickelt — und das können Sie auf allen Gebieten des Lebens erfahren —, wird eine Zeit kommen, in welcher der Mensch ein Sklave der Intelligenz sein wird, in der er als Persönlichkeit untergehen wird. Es gibt heute nur ein einziges Mittel, die Persönlichkeit zu bewahren, das ist die Spiritualisierung. Diejenigen, die es verstehen, das spirituelle Leben zu entwickeln, werden zu dem Häuflein der Wohlversiegelten aus allen Nationen und Stämmen gehören, welche erscheinen werden in den weißen Kleidern nach dem großen Kriege aller gegen alle.
[ 26 ] So lernen wir begreifen, wie in der Tat die Entwickelung sein wird. Stück um Stück wird dasjenige herauskommen, was jetzt vorbereitet wird, wie in unserer Zeit auch Stück für Stück herausgekommen ist, was in der atlantischen Zeit sich veranlagt hat. Ich habe erzählt, daß im letzten Drittel der atlantischen Zeit sich eine kleine Kolonie gebildet hat, von der unsere Kulturen sich abgeleitet haben, von denen auch noch die späteren zwei Kulturen, die folgen werden, abstammen. Für den nächsten Zeitraum, der alle diese Kulturen ablösen wird, wird das etwas anders sein. Da wird nicht eine auf einen Ort beschränkte Kolonie sein, sondern es werden aus der gesamten Masse der Menschen sich überall diejenigen herausrekrutieren, die reif sind, die gute, die edle, die schöne Seite der nächsten Kultur nach dem Kriege aller gegen alle zu bilden. Das ist wiederum der Fortschritt gegenüber der früheren atlantischen Zeit, daß damals an einem kleinen Orte die Kolonie sich entwickelte, bei uns aber die Möglichkeit gegeben ist, daß über die ganze Erde hin aus allen Stämmen sich diejenigen herausrekrutieren, die wirklich den Ruf der Erdenmission verstehen, die es verstehen, den Christus in sich lebendig zu machen, das Prinzip der Bruderliebe zu entfalten über die ganze Erde hin, und zwar entfalten im richtigen Sinn, nicht im Sinne der christlichen Konfessionen, sondern im Sinne des wahren esoterischen Christentums, das aus allen Kulturen hervorgehen kann. Diejenigen, die dieses christliche Prinzip verstehen, die werden da sein in jener Zeit, die dem großen Kriege aller gegen alle folgen wird. Auf unsere jetzige Kultur, auf unsere reine Verstandeskultur, auf alles das, was sich in der Gegenwart immer mehr und mehr nach dem Abgrund des Verstandes hin entwickelt — und das können Sie auf allen Gebieten des Lebens erfahren —, wird eine Zeit kommen, in welcher der Mensch ein Sklave der Intelligenz sein wird, in der er als Persönlichkeit untergehen wird. Es gibt heute nur ein einziges Mittel, die Persönlichkeit zu bewahren, das ist die Spiritualisierung. Diejenigen, die es verstehen, das spirituelle Leben zu entwickeln, werden zu dem Häuflein der Wohlversiegelten aus allen Nationen und Stämmen gehören, welche erscheinen werden in den weißen Kleidern nach dem großen Kriege aller gegen alle.
[ 27 ] Jetzt fangen wir an, aus unserer unmittelbar gegenwärtigen Kultur des Verstandes heraus die geistige Welt zu begreifen. Das ist das wahre anthroposophische Streben, aus der heutigen Verstandeskultur heraus zu begreifen die spirituelle Welt, zu sammeln die Menschen, die den Ruf nach Spiritualisierung der Welt verstehen können. Nicht eine abgeschlossene Kolonie werden diese bilden, sondern aus allen Nationen heraus werden sie sein, und nach und nach werden sie hinüberleben in den sechsten Zeitraum, also noch nicht etwa über den großen Krieg hinüber, sondern zunächst in den sechsten Zeitraum hinein. Da sind vorläufig noch immer Notwendigkeiten vorhanden, die mit alten Rassennotwendigkeiten zusammenhängen. In unserem Zeitraum spielen ja Rasse- und Kulturepoche noch durcheinander. Der eigentliche Rassebegriff hat seine Bedeutung verloren, aber er spielt noch immer hinein. Es ist keineswegs möglich, daß eine jede Mission in gleichwertiger Weise von einem jeden Volk bei uns schon ausgeübt wird. Manches Volk ist besonders dazu prädestiniert.
[ 27 ] Jetzt fangen wir an, aus unserer unmittelbar gegenwärtigen Kultur des Verstandes heraus die geistige Welt zu begreifen. Das ist das wahre anthroposophische Streben, aus der heutigen Verstandeskultur heraus zu begreifen die spirituelle Welt, zu sammeln die Menschen, die den Ruf nach Spiritualisierung der Welt verstehen können. Nicht eine abgeschlossene Kolonie werden diese bilden, sondern aus allen Nationen heraus werden sie sein, und nach und nach werden sie hinüberleben in den sechsten Zeitraum, also noch nicht etwa über den großen Krieg hinüber, sondern zunächst in den sechsten Zeitraum hinein. Da sind vorläufig noch immer Notwendigkeiten vorhanden, die mit alten Rassennotwendigkeiten zusammenhängen. In unserem Zeitraum spielen ja Rasse- und Kulturepoche noch durcheinander. Der eigentliche Rassebegriff hat seine Bedeutung verloren, aber er spielt noch immer hinein. Es ist keineswegs möglich, daß eine jede Mission in gleichwertiger Weise von einem jeden Volk bei uns schon ausgeübt wird. Manches Volk ist besonders dazu prädestiniert.
[ 28 ] Die Nationen, die heute die Kulturträger des Westens sind, waren ausersehen, den fünften Zeitraum auf die Höhe zu führen. Das waren die Nationen, die den Verstand ausbilden sollten. Daher haben wir da, wo diese westliche Kultur sich ausbreitet, vorzugsweise die Verstandeskultur, und die ist noch nicht zu Ende. Diese Intelligenz wird sich noch ausbreiten. Noch mit viel mehr geistigen Kräften werden die Menschen das, was für des Leibes Notdurft ist, erringen, mit viel mehr geistigen Kräften werden sie sich gegenseitig erwürgen vor dem großen Kriege aller gegen alle. Viele Entdeckungen werden gemacht werden, um die Kriege besser führen zu können, unendliche Intelligenz wird aufgeboten werden, um den niedrigen Trieben Genüge zu leisten. Aber es bereitet sich mittendrinnen doch dasjenige vor, wozu gewisse Nationen des Ostens, des nördlichen Ostens veranlagt sind. Es bereiten sich Nationen vor, aus einer gewissen Stumpfheit aufzuerstehen und in großen gewaltigen Impulsen zu bringen, was ein spiritueller Impuls sein wird, etwas wie der entgegengesetzte Pol zur Intelligenz. Wir werden vor dem sechsten Kulturzeitraum, der repräsentiert ist durch die Gemeinde zu Philadelphia, etwas erleben wie eine gewaltige Völkerehe, eine Ehe zwischen Intelligenz und Verstand und Spiritualität. Heute erleben wir erst die Morgenröte dieser Ehe, und niemand soll das, was eben gesagt wird, wie ein Loblied auf unsere Zeit auffassen, denn man singt nicht Loblieder auf die Sonne, wenn erst die ersten Anzeichen der Morgenröte da sind. Aber wir haben doch merkwürdige Erscheinungen, wenn wir Osten und Westen vergleichen, wenn wir da in die Tiefen und Untiefen und Untergründe der Nationen hineinschauen.
[ 28 ] Die Nationen, die heute die Kulturträger des Westens sind, waren ausersehen, den fünften Zeitraum auf die Höhe zu führen. Das waren die Nationen, die den Verstand ausbilden sollten. Daher haben wir da, wo diese westliche Kultur sich ausbreitet, vorzugsweise die Verstandeskultur, und die ist noch nicht zu Ende. Diese Intelligenz wird sich noch ausbreiten. Noch mit viel mehr geistigen Kräften werden die Menschen das, was für des Leibes Notdurft ist, erringen, mit viel mehr geistigen Kräften werden sie sich gegenseitig erwürgen vor dem großen Kriege aller gegen alle. Viele Entdeckungen werden gemacht werden, um die Kriege besser führen zu können, unendliche Intelligenz wird aufgeboten werden, um den niedrigen Trieben Genüge zu leisten. Aber es bereitet sich mittendrinnen doch dasjenige vor, wozu gewisse Nationen des Ostens, des nördlichen Ostens veranlagt sind. Es bereiten sich Nationen vor, aus einer gewissen Stumpfheit aufzuerstehen und in großen gewaltigen Impulsen zu bringen, was ein spiritueller Impuls sein wird, etwas wie der entgegengesetzte Pol zur Intelligenz. Wir werden vor dem sechsten Kulturzeitraum, der repräsentiert ist durch die Gemeinde zu Philadelphia, etwas erleben wie eine gewaltige Völkerehe, eine Ehe zwischen Intelligenz und Verstand und Spiritualität. Heute erleben wir erst die Morgenröte dieser Ehe, und niemand soll das, was eben gesagt wird, wie ein Loblied auf unsere Zeit auffassen, denn man singt nicht Loblieder auf die Sonne, wenn erst die ersten Anzeichen der Morgenröte da sind. Aber wir haben doch merkwürdige Erscheinungen, wenn wir Osten und Westen vergleichen, wenn wir da in die Tiefen und Untiefen und Untergründe der Nationen hineinschauen.
[ 29 ] Fassen wir das nicht auf wie ein Partei-Ergreifen-Wollen. So fern wie nur möglich sind diese Vorträge, die objektiv sein wollen, von irgendeinem Partei-Ergreifen. Aber objektiv können Sie vergleichen das, was im europäischen Westen als Wissenschaft, als Philosophie erreicht wird, mit demjenigen, was im Osten auftaucht, sagen wir bei Tolstoi. Man braucht nicht Anhänger von Tolstoi zu sein, aber das eine ist wahr: In einem solchen Buch wie Tolstois Buch «Über das Leben» können Sie eine Seite lesen, wenn Sie zu lesen verstehen, und das vergleichen mit ganzen Bibliotheken im westlichen Europa. Und Sie können sich dann folgendes sagen: In Westeuropa macht man mit dem Verstande geistige Kultur, man ziseliert aus Einzelheiten zusammen irgendwelche Dinge, welche die Welt verständlich machen sollen. Und in dieser Beziehung hat die westeuropäische Kultur solches geleistet, daß es kein Zeitalter mehr überbieten wird. Aber Sie können das, was durch dreißig Bände solcher westeuropäischer Bibliotheken gesagt werden kann, manchmal in zehn Zeilen zusammengedrängt erhalten, wenn Sie so ein Buch wie «Über das Leben» von Tolstoi verstehen. Da wird mit primitiver Kraft etwas gesagt, aber da haben wenige Zeilen Stoßkraft, die gleichkommt demjenigen, was dort aus den Einzelheiten zusammenziseliert wird. — Da muß man beurteilen können, was aus der Tiefe des Geistes dringt, was spirituelle Untergründe hat und was nicht. Geradeso wie überreife Kulturen etwas Verdorrendes haben, so haben solche aufgehende Kulturen frisches Leben und neue Stoßkraft in sich. Tolstoi ist ja eine vorzeitige Blüte einer solchen Kultur, viel früher gekommen, als daß es möglich wäre, jetzt schon ausgebildet werden zu können. Daher ist er mit allen Fehlern einer unzeitigen Geburt behaftet. All das, was er aufbringt an grotesker Darstellung mancher westeuropäischer Dinge, was unbegründet ist, alles das, was er auch aufbringt an törichten Urteilen, zeigt eben, daß große Erscheinungen die Fehler ihrer Tugenden haben, daß große Gescheitheit die Torheit ihrer Weisheit hat.
[ 29 ] Fassen wir das nicht auf wie ein Partei-Ergreifen-Wollen. So fern wie nur möglich sind diese Vorträge, die objektiv sein wollen, von irgendeinem Partei-Ergreifen. Aber objektiv können Sie vergleichen das, was im europäischen Westen als Wissenschaft, als Philosophie erreicht wird, mit demjenigen, was im Osten auftaucht, sagen wir bei Tolstoi. Man braucht nicht Anhänger von Tolstoi zu sein, aber das eine ist wahr: In einem solchen Buch wie Tolstois Buch «Über das Leben» können Sie eine Seite lesen, wenn Sie zu lesen verstehen, und das vergleichen mit ganzen Bibliotheken im westlichen Europa. Und Sie können sich dann folgendes sagen: In Westeuropa macht man mit dem Verstande geistige Kultur, man ziseliert aus Einzelheiten zusammen irgendwelche Dinge, welche die Welt verständlich machen sollen. Und in dieser Beziehung hat die westeuropäische Kultur solches geleistet, daß es kein Zeitalter mehr überbieten wird. Aber Sie können das, was durch dreißig Bände solcher westeuropäischer Bibliotheken gesagt werden kann, manchmal in zehn Zeilen zusammengedrängt erhalten, wenn Sie so ein Buch wie «Über das Leben» von Tolstoi verstehen. Da wird mit primitiver Kraft etwas gesagt, aber da haben wenige Zeilen Stoßkraft, die gleichkommt demjenigen, was dort aus den Einzelheiten zusammenziseliert wird. — Da muß man beurteilen können, was aus der Tiefe des Geistes dringt, was spirituelle Untergründe hat und was nicht. Geradeso wie überreife Kulturen etwas Verdorrendes haben, so haben solche aufgehende Kulturen frisches Leben und neue Stoßkraft in sich. Tolstoi ist ja eine vorzeitige Blüte einer solchen Kultur, viel früher gekommen, als daß es möglich wäre, jetzt schon ausgebildet werden zu können. Daher ist er mit allen Fehlern einer unzeitigen Geburt behaftet. All das, was er aufbringt an grotesker Darstellung mancher westeuropäischer Dinge, was unbegründet ist, alles das, was er auch aufbringt an törichten Urteilen, zeigt eben, daß große Erscheinungen die Fehler ihrer Tugenden haben, daß große Gescheitheit die Torheit ihrer Weisheit hat.
[ 30 ] Das sollte nur als Symptom hingestellt werden für die zukünftige Zeit, wo sich zusammenschließen werden das Spirituelle des Ostens und das Intellektuelle des Westens. Aus diesem Zusammenfluß wird hervorgehen die Zeit von Philadelphia. Alle diejenigen werden sich in diese Ehe hineinfinden, die in sich aufnehmen den Impuls des Christus Jesus, und sie werden die große Bruderschaft bilden, welche hinüberleben wird über den großen Krieg, welche angefeindet sein wird, die mannigfaltigsten Verfolgungen erleben wird, aber die Grundlage abgeben wird zu der guten Rasse. Nachdem dieser große Krieg gebracht haben. wird den Aufgang der Tierheit innerhalb derer, die in den alten Formen geblieben sind, wird diese gute Rasse erstehen. Sie werden hinübertragen in die künftige Zeit dasjenige, was die geistig erhöhte Kultur dieser künftigen Zeit sein soll. So werden wir auch erleben, daß in unserer Zeit zwischen der großen atlantischen Flut und dem großen Kriege aller gegen alle, in dem Zeitraum, der durch die Gemeinde zu Philadelphia repräsentiert wird, eine Kolonie sich bildet, die nicht auswandern wird, sondern überall sein wird, so daß überall im Sinn der Gemeinde von Philadelphia, im Sinn des Zusammenschlusses der Menschheit, im Sinne des christlichen Prinzips gewirkt werden wird.
[ 30 ] Das sollte nur als Symptom hingestellt werden für die zukünftige Zeit, wo sich zusammenschließen werden das Spirituelle des Ostens und das Intellektuelle des Westens. Aus diesem Zusammenfluß wird hervorgehen die Zeit von Philadelphia. Alle diejenigen werden sich in diese Ehe hineinfinden, die in sich aufnehmen den Impuls des Christus Jesus, und sie werden die große Bruderschaft bilden, welche hinüberleben wird über den großen Krieg, welche angefeindet sein wird, die mannigfaltigsten Verfolgungen erleben wird, aber die Grundlage abgeben wird zu der guten Rasse. Nachdem dieser große Krieg gebracht haben. wird den Aufgang der Tierheit innerhalb derer, die in den alten Formen geblieben sind, wird diese gute Rasse erstehen. Sie werden hinübertragen in die künftige Zeit dasjenige, was die geistig erhöhte Kultur dieser künftigen Zeit sein soll. So werden wir auch erleben, daß in unserer Zeit zwischen der großen atlantischen Flut und dem großen Kriege aller gegen alle, in dem Zeitraum, der durch die Gemeinde zu Philadelphia repräsentiert wird, eine Kolonie sich bildet, die nicht auswandern wird, sondern überall sein wird, so daß überall im Sinn der Gemeinde von Philadelphia, im Sinn des Zusammenschlusses der Menschheit, im Sinne des christlichen Prinzips gewirkt werden wird.
