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The Rudolf Steiner Archive

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Cosmos, Earth and Man
GA 105

7 August 1908, Stuttgart

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Vierter Vortrag

Fourth Lecture

[ 1 ] Wir haben gestern von all den verschiedenen geistigen Wesenheiten gesprochen, welche wie eine Art Ergänzung zu dem gehören, was uns in der physischen Welt umgibt. Wir haben gesehen, wie auch die Steine, die Pflanzen ihr Ich haben, ihren Astralleib, und unser geistiger Blick hat sich erweitert über eine Fülle von Realitäten außer denen, die das physische Auge sieht, und die man mit dem physischen Verstande begreifen kann. Wir haben ferner gesehen, wie höhere Wesen sozusagen tätig sind in dem, was der Mensch innerhalb unserer Erdenentwickelung vollbringt; schon in bezug auf den einzelnen Menschen sahen wir, daß eine höhere Wesensgattung einzugreifen hat. Wir betrachten im Sinne der Geisteswissenschaft den einzelnen Menschen ja zunächst als vollständigen Herrn seiner inneren Welt und der Welt seiner Taten, seines Willens, zwischen seiner physischen Geburt und seinem Tode. Wir wissen aber, daß die eigentliche innere Wesenheit des Menschen viele Inkarnationen durchgemacht hat, und daß der Mensch in seiner gegenwärtigen normalen Entwickelung noch nicht fähig ist, hinauszuwirken über die eine Inkarnation, daß da vielmehr höhere Wesenheiten eingreifen müssen, um diejenigen Richtungskräfte zu geben, welche nicht nur zwischen Geburt und Tod wirken, sondern über den Tod hinaus, von Inkarnation zu Inkarnation. Wir haben gesehen, daß diese geistigen Wesenheiten in der christlichen Esoterik Engel oder Angeloi genannt werden, und daß man sie im theosophischen Sprachgebrauch auch die Geister des Zwielichts oder der Dämmerung nennt; man kann sie auch im Sinne der rosenkreuzerischen Geisteswissenschaft die Söhne des Lebens nennen, alle diese Bezeichnungen werden uns im Laufe der Zeit immer klarer werden. Dann haben wir betrachtet, wie die Menschengemeinschaften, wie die Rassen und Völker von einer Art von Geistern dirigiert werden, die wir Erzengel oder Feuergeister nennen; und endlich sahen wir, wie dasjenige, was über die engeren Volksgemeinschaften hinübergreift, was als Zeitgeist zum Ausdruck kommt, dirigiert wird von den Urkräften, die man auch Archai oder Geister der Persönlichkeit nennt oder Asuras in der theosophischen Ausdrucksweise. So wirken überall da, wo wir sind, geistige Wesenheiten in unsere Welt herein, und wir sehen die Reiche, die uns zunächst umgeben, damit um drei vermehrt. Wir wollen uns nun auch eine Vorstellung davon machen, wie es denn mit der mehr äußerlichen Manifestation dieser Wesen aussieht.

[ 1 ] Yesterday we spoke about all the different spiritual beings that belong, as it were, as a supplement to what surrounds us in the physical world. We saw how even stones and plants have their own ego, their astral body, and our spiritual vision expanded to encompass a wealth of realities beyond those that the physical eye can see and the physical mind can comprehend. We have also seen how higher beings are, so to speak, active in what human beings accomplish within our earthly evolution; already in relation to the individual human being, we saw that a higher species of being has to intervene. In the sense of spiritual science, we regard the individual human being as the complete master of his inner world and the world of his deeds and his will between his physical birth and his death. But we know that the actual inner being of the human being has undergone many incarnations, and that the human being in his present normal development is not yet capable of working beyond one incarnation, but that higher beings must intervene to provide those guiding forces that work not only between birth and death, but beyond death, from incarnation to incarnation. We have seen that these spiritual beings are called angels or angeloi in Christian esotericism, and that in theosophical usage they are also called the spirits of twilight or dawn; in the sense of Rosicrucian spiritual science, they can also be called the sons of life. All these designations will become clearer to us in the course of time. Then we considered how human communities, races, and peoples are directed by a kind of spirit that we call archangels or fire spirits; and finally we saw how that which extends beyond the narrower communities, which is expressed as the spirit of the age, is directed by the primordial forces which are also called archai or spirits of personality, or asuras in theosophical terminology. Thus, wherever we are, spiritual beings are working in our world, and we see the realms that initially surround us multiplied by three. Let us now try to form an idea of what the more external manifestation of these beings looks like.

[ 2 ] Wenn wir sie vom gewöhnlichen physisch-materiellen Standpunkt unserer Erde betrachten, dann sehen wir sie zusammengesetzt aus dem, was wir Erde, Wasser, Luft und Feuer nennen. Das sind, wie wir schon gehört haben, zunächst vier Zustände der äußeren Materie. Das, was wir gewöhnlich in der Geisteswissenschaft Erde nennen, bezeichnet man heute als Festes; alles, was fest ist, ist in der Geisteswissenschaft einfach mit dem Namen Erde belegt. Alles, was flüssig ist, nicht nur Wasser, sondern auch Quecksilber und so weiter, bezeichnen wir als Wasser; alles Gas- und Luftförmige als Luft; und alles, was von uns mit irgendeinem Grade von Wärme empfunden wird, wird so gedacht, daß es durchdrungen ist von etwas, was wir substantielle Wärme nennen, die nicht für uns eine äußere Eigenschaft ist, sondern die von den eben genannten Formzuständen eine Fortsetzung darstellt und die gleichberechtigt zu solcher Benennung ist. So haben wir das, was uns materiell umgibt, zuerst einmal vor unser Auge hingestellt.

[ 2 ] When we look at them from the ordinary physical-material standpoint of our earth, we see them composed of what we call earth, water, air, and fire. As we have already heard, these are initially four states of external matter. What we usually call earth in spiritual science is today referred to as solid; everything that is solid is simply given the name earth in spiritual science. Everything that is liquid, not only water but also mercury and so on, we call water; everything gaseous and airy we call air; and everything that we perceive with any degree of warmth is thought of as being permeated by something we call substantial warmth, which is not an external property for us, but rather a continuation of the states of form just mentioned and equally deserving of such a name. Thus, we have first of all placed before our eyes that which surrounds us materially.

[ 3 ] Nun leben aber in diesen verschiedenen materiellen Elementen als in ihrer äußerlichen Leiblichkeit die verschiedenen Wesenheiten, von denen wir gesprochen haben. Für denjenigen, der mit hellseherischem Blick die Welt betrachtet, ist deshalb das, was man als flüssiges Element kennt, besonders das Wasser, nicht etwa nur von den Wesenheiten belebt und durchsetzt, die wir als Wasserwesen, Fische und so weiter kennen; sondern ein solcher weiß, daß trotz der sozusagen verfließenden Gestalt des Flüssigen, trotzdem keine feste Form in diesem wäßrigen Element festgehalten wird, daß trotzdem geistige Wesenheiten darin wohnen. Und zwar wohnen sie darin richtig verkörpert in dem wäßrigen Element, in verfließender, fortwährend sich verändernder Gestalt, die man deshalb auch mit dem äußeren Auge nicht unterscheiden kann. Da leben sie, diese Wesenheiten, die wir als Engel, als Geister des Zwielichts bezeichnet haben. Sie haben wirklich ihren physischen Leib so, daß er nicht eine festumrissene Körperlichkeit darstellt; und wenn die alten Mythen und Sagen von solchen Wasserwesen erzählen, so ist das keine Phantasie, sondern entspricht einer Tatsächlichkeit. Weiter leben in dem, was wir als das Luftelement kennen und vorzugsweise in unserer Luft diejenigen Wesenheiten, die wir die Erzengel nennen. Und es ist durchaus nicht ein Märchen oder eine bloße Sage, wenn wir in der dahinströmenden Luft, in dem dahinbrausenden Sturme die leibliche Offenbarung dieser geistigen Reiche sehen. Wenn vorhin gesagt wurde, daß die Engelwesen in dem Wasser leben, so ist es vorzugsweise jenes Wasser, das unsere Luft wie ein Wasserdampf durchdringt, das flüchtig ist, in einzelne Atome zerstiebend, in welchem der hellseherische Blick die Verleiblichung dessen wahrnimmt, was wir als die Erzengel bezeichnen. Und in dem, was man als Wärme empfindet, haben wir die Verleiblichung derjenigen Wesenheiten, die wir als die Geister der Persönlichkeit, als die Urkräfte kennen. Daher werden Sie auch verstehen, daß der Mensch zusammengefügt ist aus diesen vier Elementen: Erde, Wasser, Luft und Feuer, und zwar so, daß in dem Menschen nicht nur die vier Elemente gemischt sind, sondern durchaus untereinander gemischt diejenigen Wesenheiten, welche wir eben genannt haben; sie füllen seinen Leib gewissermaßen ebenso aus wie das Materielle, sie ziehen in den physischen Leib des Menschen ein und aus,

[ 3 ] Now, however, the various entities of which we have spoken live in these different material elements as in their external corporeality. For those who view the world with clairvoyant vision, what we know as liquid elements, especially water, are not merely animated and permeated by the entities we know as water beings, fish, and so on; rather, such a person knows that despite the flowing nature of liquids, no fixed form is retained in this watery element, and that spiritual beings nevertheless dwell within it. They dwell there in a truly embodied form in the watery element, in a flowing, constantly changing form that cannot be distinguished with the outer eye. There they live, these beings whom we have called angels, spirits of twilight. They really have a physical body, but it is not a solid physicality; and when the ancient myths and legends tell of such water beings, this is not fantasy, but corresponds to reality. Furthermore, in what we know as the air element, and preferably in our air, live those beings we call archangels. And it is by no means a fairy tale or mere legend when we see in the flowing air, in the rushing storm, the physical manifestation of these spiritual realms. When it was said earlier that angelic beings live in water, it is primarily the water that permeates our air like water vapor, which is fleeting, dispersing into individual atoms, in which clairvoyant vision perceives the embodiment of what we call archangels. And in what we perceive as warmth, we have the embodiment of those beings whom we know as the spirits of personality, as the primal forces. You will therefore also understand that human beings are composed of these four elements: earth, water, air, and fire, in such a way that not only are the four elements mixed together in human beings, but the entities we have just mentioned are also thoroughly mixed together; they fill the body in the same way as the material, they flow in and out of the physical body of human beings.

[ 4 ] Nun ist aber die Reihe der Wesenheiten, die mit dem Menschen zu tun haben, damit nicht erschöpft. Wir haben noch höhere Wesenheiten, die mit Erde, Welt und Menschen zu tun haben, Wesenheiten, die auf noch höherer Stufe stehen als die Geister der Persönlichkeit, die Urbeginne. Da haben wir zum Beispiel jene Wesenheiten, die uns im Lichte entgegenstrahlen; und das Licht ist für uns wieder ein feinerer Zustand als die Wärme. Überall, wo etwas aufleuchtet, da haben wir in dem Lichte das Kleid von hohen Wesenheiten, die in der christlichen Esoterik als Gewalten, als Exusiai bezeichnet werden. Man nennt sie auch die Geister der Form, denn es sind diejenigen Wesen, welche für alles, was um uns herum ist, die Form geben. Wo immer Sie etwas in einer bestimmten, abgegrenzten Form sehen, da sind es diese Geister, welche tätig sind. Wir haben gesehen, daß dasjenige, was in unserer Erdentwickelung als die verschiedenen Zeitgeister tätig ist, von den Geistern der Persönlichkeit beherrscht wird; die Geister der Form haben nun eine noch höhere Aufgabe. Wir werden uns das am besten verständlich machen, wenn wir bedenken, daß vom Beginn der eigentlichen Menschheitsentwickelung an, das heißt seit jenem Zeitpunkt, wo der Mensch seine erste Inkarnation durchgemacht hat, der Zeitgeist sich immer verändert hat, daß aus der Schar der Geister der Persönlichkeit heraus immer andere Dirigenten gekommen sind. Aber übergreifend über alles das, was durch den Zeitgeist bewirkt wird, ist etwas, was durch die ganze Erdenmenschheit hindurchgeht. Als der Mensch auf der Erde seine menschliche Erdenmission begann, haben geistige Wesenheiten in diese Erdenmenschheit eingegriffen, und ihnen verdanken wir es, daß wir als Erdenmenschheit tätig sein können. Und was auch als Geister der Persönlichkeit im Zeitgeiste, als Erzengel in den einzelnen Gemeinschaften oder als Engel in bezug auf die einzelnen Menschen aufgetreten ist: jene Geister, die wir die Geister der Form genannt haben, dirigieren seit dem Beginn der Erdenmission gleichsam in einem höheren Reiche, und lenken und leiten im Großen alles, was diese geistigen Wesenheiten tun. Diese Gewalten, sie hatten die Aufgabe, in der Erdenmission als Ganzes zu wirken, sie hatten eine planetarische Aufgabe. Wir sehen also: wenn wir über den Zeitgeist hinausschreiten zu dem Geiste der ganzen Menschheit, dann haben wir diese Gewalten, diese Geister der Form.

[ 4 ] But the series of beings that have to do with human beings is not exhausted by this. We have even higher beings that have to do with the earth, the world, and human beings, beings that stand on an even higher level than the spirits of personality, the primordial beginnings. There, for example, we have those beings that shine toward us in the light; and light is again a more subtle state for us than warmth. Wherever something glows, we have in the light the garment of high beings, which in Christian esotericism are called powers, or exusiai. They are also called the spirits of form, for they are the beings who give form to everything around us. Wherever you see something in a definite, delimited form, it is these spirits who are at work. We have seen that what is active in our Earth's development as the various spirits of the times is governed by the spirits of personality; the spirits of form now have an even higher task. We can understand this best if we consider that from the beginning of actual human development, that is, from the moment when human beings underwent their first incarnation, the spirit of the age has always been changing, and that different leaders have always emerged from the host of personality spirits. But superimposed on everything that is brought about by the spirit of the age is something that passes through the whole of humanity on earth. When human beings began their human mission on earth, spiritual beings intervened in this human community, and it is to them that we owe the fact that we can be active as human beings on earth. And whatever has appeared as spirits of personality in the spirit of the times, as archangels in individual communities, or as angels in relation to individual human beings: those spirits, which we have called the spirits of form, have been directing everything that these spiritual beings do in a higher realm since the beginning of the earthly mission, guiding and directing everything in the great scheme of things. These powers had the task of working in the Earth mission as a whole; they had a planetary task. So we see that when we go beyond the spirit of the age to the spirit of the whole of humanity, we have these powers, these spirits of form.

[ 5 ] Nun wissen Sie ja, daß unsere Erde als Planet ebenso wie der Mensch dem Gesetze der Wiederverkörperung untersteht. Unsere Erde war früher das, was wir den alten Mond nennen. Da war das, was wir heute die Erdenmission nennen, noch nicht in der Weise wie auf der Erde vorhanden. Der Mond hatte eine andere Mission, jeder Planetenzustand hat seine eigene Mission im Weltenzusammenhange zu leisten; nichts wiederholt sich in gleicher Weise, alles unterliegt der Evolution, der Entwickelung. Damals, während jener Verkörperung der Erde, die wir den alten Mond nennen, hatten eine ähnliche Aufgabe, wie sie hier auf der Erde die Geister der Form haben, jene Wesenheiten, die wir im Sinne der christlichen Esoterik als die Mächte, Dynameis oder auch als die Geister der Bewegung bezeichnen. Gehen wir noch weiter in der Entwickelung zurück, so kommen wir zu demjenigen planetarischen Zustande unserer Erde, der dem alten Mondzustande voranging, wir kommen dann zu dem uralten Sonnenzustand, der, wie Sie ja wissen, nichts mit dem zu tun hat, was wir heute als Sonne am Himmel sehen. Auf dieser alten Sonne herrschten, wie auf der Erde die Geister der Form, wie auf dem Monde die Geister der Bewegung, auch hohe Wesenheiten, diejenigen, welche in der christlichen Esoterik als Kyriotetes bezeichnet werden oder auch als Herrschaften, Herrlichkeiten, auch Geister der Weisheit. Das sind also diejenigen Geister, die sozusagen die Aufsicht während des Sonnenzustandes hatten. - Und nun kommen wir zu dem letzten Planetenzustand, zu dem alten Saturn. Die Wesenheiten, die hier in ähnlicher Weise die Leitung führten, nennen wir die Throne, die Geister des Willens. So sind wir zu immer höheren Stufen geistiger Wesenheiten hinaufgeschritten bis zu Wesenheiten, welche nicht bloß die Dirigenten sind von so etwas, was sich wie der Zeitgeist verändert, sondern von dem, was mit der Mission planetarischer Zustände zu tun hat, was erst von Planet zu Planet wechselt.

[ 5 ] Now you know that our Earth as a planet, just like human beings, is subject to the law of reincarnation. Our Earth was formerly what we call the old moon. At that time, what we now call the Earth mission did not yet exist in the same way as it does on Earth. The moon had a different mission; every planetary state has its own mission to fulfill in the context of the world; nothing repeats itself in the same way, everything is subject to evolution, to development. At that time, during the incarnation of the Earth that we call the old moon, those beings whom we refer to in Christian esotericism as the powers, dynameis, or spirits of movement had a task similar to that of the spirits of form here on Earth. If we go back even further in evolution, we come to the planetary state of our Earth that preceded the old Moon state, and then we come to the ancient Sun state, which, as you know, has nothing to do with what we see today as the Sun in the sky. On this ancient sun, as on the Earth, the spirits of form reigned, as on the moon the spirits of movement, and also high beings, those who in Christian esotericism are called Kyriotetes or also Lordships, Glories, or spirits of wisdom. These are the spirits who, so to speak, were in charge during the sun state. And now we come to the last planetary state, the old Saturn. The beings who ruled here in a similar way are called the Thrones, the spirits of will. Thus we have ascended to ever higher levels of spiritual beings, to beings who are not merely the conductors of something that changes like the spirit of the times, but of that which has to do with the mission of planetary states, which first changes from planet to planet.

[ 6 ] Die Throne, die Geister der Weisheit, die Geister der Bewegung und die Geister der Form, sie alle sind fortwährend noch in irgendeiner Verbindung mit uns, wenn auch nicht in einer so nahen, unmittelbar wahrnehmbaren Verbindung wie die anderen, niedrigeren geistigen Wesenheiten. An einem Beispiel wollen wir uns einmal klarmachen, wie solche Wesenheiten in unsere Erdentwickelung hineinwirken. Dazu ist es aber notwendig, daß wir vorher die Entwickelung derjenigen Wesen betrachten, die wir als die Engel, die Erzengel und die Geister der Persönlichkeit kennen. Diese Wesenheiten sind alle höher als der heutige Mensch. Aber unser gegenwärtiger Mensch wird auch einstmals höhere Stufen in seiner Entwickelung erreichen. Schon in der nächsten Verkörperung unserer Erde, im Jupiterzustande, wird der Mensch so hoch stehen wie heute die Engel; ein fortwährendes Aufsteigen zu immer höheren Stufen der Vollkommenheit macht der Mensch durch. Aber so war auch die Entwickelung der anderen Wesenheiten; sie waren nicht immer das, was sie jetzt sind, auch sie haben niedrigere Stufen der Entwickelung durchgemacht. Nehmen wir zum Beispiel die Engelwesenheiten. Auch sie haben in früheren Zeiten ihre Menschheitsstufe durchgemacht, wie wir es jetzt auf unserer Erde tun; das war auf dem alten Monde, und dadurch, daß sie damals an sich gearbeitet haben, wurden sie jene höheren Wesenheiten, die sie heute sind. Und ebenso haben die Erzengel oder Feuergeister ihre Menschheitsstufe auf der alten Sonne durchgemacht; damals waren sie Wesen wie wir, heute stehen sie zwei Stufen höher. Und die Geister der Persönlichkeit haben ihre Menschheitsstufe auf dem alten Saturn gehabt. Sie waren eine Stufe höher als diejenigen Wesen, die ihre Menschheit auf der alten Sonne durchmachten, und sind heute um drei Stufen höher als der Mensch auf unserer Erde.

[ 6 ] The Thrones, the Spirits of Wisdom, the Spirits of Movement, and the Spirits of Form are all still in some connection with us, even if not in such a close, immediately perceptible connection as the other, lower spiritual beings. Let us take an example to clarify how such beings work into our Earth's development. To do this, however, it is necessary to first consider the development of those beings we know as angels, archangels, and spirits of personality. These beings are all higher than the human being of today. But our present human being will also one day reach higher stages in its development. Already in the next incarnation of our Earth, in the Jupiter state, human beings will be as high as the angels are today; human beings will undergo a continuous ascent to ever higher stages of perfection. But the development of the other beings was also like this; they were not always what they are now, they too went through lower stages of development. Take, for example, the angelic beings. They too went through their human stage in earlier times, as we are doing now on our Earth; that was on the old Moon, and by working on themselves at that time, they became the higher beings they are today. And likewise, the archangels or fire spirits went through their human stage on the old Sun; at that time they were beings like us, today they are two stages higher. And the spirits of personality had their human stage on the old Saturn. They were one stage higher than those beings who went through their humanity on the old Sun, and today they are three stages higher than human beings on our Earth.

[ 7 ] Diejenigen Wesenheiten aber, die wir als die Geister der Form oder Gewalten bezeichnen, zu denen wir als zu hoch, hoch erhabenen Wesen aufblicken, sie haben in einer nicht zu denkenden Vergangenheit ihre Menschheitsstufe durchgemacht; und als die erste Verkörperung unserer Erde begann, als die Erde Saturn war, da hatten sie schon ihre Menschheitsentwickelung hinter sich. Daran können wir ermessen, welch hohe Gefühle in uns leben müssen, wenn wir zu diesen geistigen Wesenheiten emporschauen. Aber auch sie unterstehen dem Gesetze der Entwickelung, und wenn sie auch schon auf dem Saturn höhere Wesenheiten waren als der heutige Mensch, so haben sie doch durch die Sonne und den Mond hindurch bis in unsere Erde hinein immer höhere und höhere Stufen durchgemacht. Und so sind sie endlich zu einem Grade von Erhabenheit gelangt, daß sie ein so großes Wirkungsfeld haben können, daß sie nicht mehr einen Planeten brauchen, um darin die Substanzen zu finden, durch die sie da sein können. Denn die anderen Wesenheiten brauchen in gewisser Beziehung unsere Erde; die Engel brauchen das Wasser, die Erzengel die Luft und die Geister der Persönlichkeit das Feuer; aber die Geister der Form brauchen nicht mehr unseren planetarischen Zustand; sie hatten daher einen anderen Wohnplatz nötig, als unsere Erde ihre Entwickelung begann, und das war der Grund, warum sie sich von unserer Erde trennten.

[ 7 ] But those beings whom we call the spirits of form or powers, whom we look up to as high, exalted beings, have passed through their human stage in an unimaginable past; and when the first embodiment of our Earth began, when the Earth was Saturn, they had already completed their human development. From this we can gauge what high feelings must live within us when we look up to these spiritual beings. But they too are subject to the law of development, and even though they were already higher beings than today's human beings on Saturn, they have passed through ever higher and higher stages through the Sun and the Moon and into our Earth. And so they have finally attained a degree of sublimity that they can have such a large sphere of activity that they no longer need a planet in order to find the substances through which they can exist. For the other beings need our Earth in a certain respect; the angels need water, the archangels need air, and the spirits of personality need fire; but the spirits of form no longer need our planetary state; they therefore needed another place to live when our Earth began its development, and that was the reason why they separated from our Earth.

[ 8 ] Ich habe Ihnen gesagt, daß es einen Zeitpunkt gab, wo unsere Erde mit der Sonne einen Leib bildete. Damals waren auch noch diejenigen Wesen mit unserer Erde vereint, die wir die Geister der Form nennen. Aber ihre Entwickelung war zu weit schon vorgeschritten, sie brauchten eine feinere Substanz, als die Erde sie ihnen hätte bieten können, deshalb zogen sie die feinere Substanz und die feineren Wesenheiten heraus aus der Erde und gingen sozusagen mit der Sonne fort. Das ist der geistige Grund, weshalb Erde und Sonne sich getrennt haben. Es ist nicht bloß ein mechanisches Auseinandersplittern der Materie, sondern Weltenkörper trennen sich, um der Wohnplatz für geistige Wesenheiten zu werden. Die Geister der Form haben die feine Substanz aus der Erde herausgerissen, und der Sonnenball ist entstanden, der nun der Erde von außen her das Licht zusendet. Und in dem Sonnenlichte strömt uns die geistige Wesenheit der Gewalten zu; daher habe ich Ihnen vorhin gesagt, daß das Licht das Kleid dieser Gewalten ist. Wenn wir im Sinne der Geisteswissenschaft emporblicken zur Sonne und das helle Sonnenlicht zu uns herunterstrahlen sehen, dann wird uns dieses Licht das Kleid für die Geister, die ihre leitenden und lenkenden Kräfte herunter zur Erde senden; von der Sonne aus lenken sie die Erdenmission.

[ 8 ] I have told you that there was a time when our Earth formed a body with the Sun. At that time, the beings we call the spirits of form were also united with our Earth. But their development had already progressed too far; they needed a finer substance than the Earth could offer them, so they drew the finer substance and the finer beings out of the Earth and, so to speak, departed with the Sun. That is the spiritual reason why the Earth and the Sun separated. It is not merely a mechanical splitting of matter, but world bodies separate in order to become the dwelling place for spiritual beings. The spirits of form tore the fine substance out of the earth, and the sun ball came into being, which now sends light to the earth from outside. And in the sunlight, the spiritual beings of the forces flow toward us; that is why I told you earlier that light is the garment of these forces. When we look up at the sun in the sense of spiritual science and see the bright sunlight shining down upon us, then this light becomes the garment for the spirits who send their guiding and directing forces down to the earth; from the sun they direct the earth's mission.

[ 9 ] Wenn wir so verstehen lernen, daß solche kosmischen Abspaltungen ihre Ursache in den geistigen Wesenheiten haben, die mit der Materie verbunden sind, dann wird uns noch eine andere Tatsache verständlich, die sonst schwer zu erklären ist. Sie wissen, die Naturforschung weist auf einen Anfangszustand unseres Systems hin, auf eine Art von Urnebel. Zwar ist die sogenannte Kant-Laplacesche Theorie heute von gewissen Forschern wie Arrhenius etwas modifiziert worden, aber um diese Kleinigkeiten brauchen wir uns hier nicht zu kümmern. Wir nehmen einmal das an, was gewöhnlich angenommen wird: daß sich nämlich aus dem Urnebel die Sonne und die anderen Planeten, die die Sonne umkreisen, herausballten; alles, was heute dicht ist, war also einstmals in diesem Urnebel vorhanden; der ist dann in Rotation gekommen und hat dadurch unsere Sonne und die anderen Planeten abgespalten. Was nun die Geisteswissenschaft dazu zu sagen hat, widerspricht in keiner Weise dem, was hier als Hypothese gelehrt wird. Wenn sozusagen jemand einen Stuhl in den Weltenraum gestellt hätte, um durch Jahrmillionen hindurch zu verfolgen, wie sich diese Differenzierung des Urnebels zu den heutigen Planetengebilden vollzogen hätte: es würde sich wirklich nicht viel anders darstellen, als die wissenschaftliche Hypothese es darstellt. Aber wir wollen einmal sehen, wie das geistige Auge des Hellsehers diesen Urnebel anschaut.

[ 9 ] When we learn to understand that such cosmic divisions have their cause in the spiritual beings connected with matter, then another fact becomes understandable to us which is otherwise difficult to explain. You know that natural science points to an initial state of our system, to a kind of primordial nebula. Although the so-called Kant-Laplace theory has been modified somewhat by certain researchers such as Arrhenius, we need not concern ourselves with these details here. Let us assume what is commonly assumed: namely, that the sun and the other planets orbiting the sun emerged from the primordial nebula; everything that is dense today was therefore once present in this primordial nebula, which then began to rotate and thereby split off our sun and the other planets. What spiritual science has to say about this does not in any way contradict what is taught here as a hypothesis. If, so to speak, someone had placed a chair in outer space in order to observe, over millions of years, how this differentiation of the primordial nebula into the present planetary bodies took place, it would really not appear much different from what the scientific hypothesis describes. But let us see how the spiritual eye of the clairvoyant views this primordial nebula.

[ 10 ] Auch für ihn ist er ein großer, gewaltiger Ball in ganz feinem Zustande, in dem noch nicht unterschieden ist irgendeine Sonne oder Erde oder Jupiter; aber dieser Urnebel hat sich für ihn nicht, man weiß nicht woher, gebildet, sondern er hat eine Vergangenheit, und diese Vergangenheit liegt auf dem alten Monde: ihn müssen Sie als den Vorgänger unserer Erde betrachten. Diesen alten Mond müssen Sie sich ebenso wie unsere Erde als einen Weltenkörper vorstellen, und zuletzt hat er, wenn wir so sagen dürfen, einen Zustand der Vergeistigung durchgemacht. Was damals schon differenziert war, wurde sozusagen wieder durcheinandergerührt und wieder in einen undifferenzierten Zustand zurückgeführt. Dann ging das alles durch eine Art von kosmischem Schlaf hindurch, und dann tauchte auf aus dem Schoße des Kosmos jener Nebelätherball, der die Wiedergeburt des alten Mondes ist. Er ist für uns nicht bloß eine materielle Masse, sondern in diesem Balle leben alle die geistigen Wesenheiten, in ihm leben in einem besonderen Zustande jene gewaltigen Wesenheiten, die wir als die Geister der Bewegung, der Form und so weiter bezeichnet haben. Der Mensch lebte nur als Keim darin, denn er hatte auf dem Monde noch kein Ich, das erhielt er ja erst auf der Erde; aber all die geistigen Wesenheiten, die schon gewisse Entwickelungsgrade hinter sich hatten, die waren mit diesem Urnebel in inniger Verbindung.

[ 10 ] For him, too, it is a large, powerful ball in a very fine state, in which no sun or earth or Jupiter can yet be distinguished; but this primordial nebula did not form for him out of nowhere; it has a past, and this past lies on the old moon: you must regard it as the predecessor of our earth. You must imagine this old moon, just like our Earth, as a world body, and finally, if we may say so, it underwent a state of spiritualization. What was already differentiated at that time was, so to speak, stirred up again and returned to an undifferentiated state. Then everything went through a kind of cosmic sleep, and then that nebula, which is the rebirth of the old moon, emerged from the womb of the cosmos. For us, it is not merely a material mass, but in this ball live all the spiritual beings, and in it live, in a special state, those powerful beings whom we have called the spirits of movement, of form, and so on. Human beings lived only as germs within it, for they did not yet have an ego on the moon; they only acquired it on Earth. But all the spiritual beings that had already undergone certain stages of development were intimately connected with this primordial nebula.

[ 11 ] Was tut denn die materialistische physikalische Hypothese, wenn sie erklären will, wie sich aus dieser Urnebelmasse das Sonnensystem herausgebildet hat? Erinnern Sie sich an ein Experiment, das man häufig in der Schule darstellt, um diesen Entwickelungsgang zu veranschaulichen: Man bringt eine Olkugel in einer gleich schweren Flüssigkeit mittels einer einfachen mechanischen Vorrichtung zum Rotieren. Man kann alsdann beobachten, wie sich diese Kugel abplattet, wie sich von ihr Tropfen losreißen, die sich wiederum zu Kugeln formen und die Hauptkugel umkreisen; und auf diese Weise sieht man im Kleinen eine Art Planetensystem durch das Rotieren entstehen. Das wirkt ungeheuer suggestiv. Warum sollte man sich das nicht in der Welt ebenso vorstellen? Man sieht es hier ja förmlich, wie durch die Rotation ein Planetensystem entsteht, man hat es ja vor sich! Man vergißt dabei nur eines! Manchmal ist es ja recht schön, dies eine zu vergessen, aber in diesem Falle nicht: man vergißt dabei nämlich sich selbst. Wenn man dieses Experiment macht und nicht als Mensch dabeistehen würde und die Kurbel drehen, dann würde das ganze Planetensystem nicht entstehen. Aber so ist es ja überhaupt Usus im materialistischen Denken, daß man immer nur einen Teil dessen nimmt, was man vor sich hat. Dächte man richtig und logisch, dann müßte man sich im Weltenraum einen riesigen Menschen denken, der an einer gewaltigen Kurbel die Achse in Bewegung setzte. Nun ist ein solcher Riese im Weltenraum freilich nicht vorhanden, aber etwas anderes ist da. Der Weltennebel ist ja nicht bloß Materie, er ist durchgeistigt und durchsetzt von jenen Wesenheiten, von denen wir gesprochen haben, die gewisse Bedürfnisse und Sehnsuchten haben, von denen die eine Gattung diese, die andere jene Materie belebt. Und die sind es, die nach einem gewissen Reifungszustande die Spaltung vornehmen, so daß die höheren Wesen sich mit der Sonne hinausbegeben, und dasjenige, was die Erdenstoffe und -kräfte braucht, auf der Erde zurückbleibt. In dieser brodelnden Urmasse sind alle diese geistigen Wesenheiten tätig und gliedern nach und nach heraus, was wir gegenwärtig als unser Planetensystem kennen. So zum Beispiel gab es gewisse Wesenheiten, die nicht das Ziel ganz erreicht hatten, welches die Geister der Form zu erreichen hatten, Wesenheiten, welche in der Entwickelung zurückgeblieben waren. Diese Wesenheiten waren zu weit vorgeschritten, um die Erde als ihren Schauplatz zu haben, aber nicht reif genug, um zu der feineren Substanz der Sonne zu ziehen. Vorzugsweise zwei Klassen solcher Wesenheiten gab es, und wir werden sie in ihrer Wirkung auf die Erde noch kennenlernen. Denn so wie die fertigen und gereiften Gewalten als Geister der Form im Sonnenlichte herunterscheinen auf unsere Erde und sie von der Sonne aus dirigieren, so dirigieren auch diese Zwischenwesen die Erde, aber sozusagen von einem niedrigeren Gesichtskreis aus, der freilich dem menschlichen gegenüber ein erhabener ist. Diese Wesenheiten nahmen sich Stoffe heraus, die für sie paßten, und machten sie zu Weltenkörpern zwischen Sonne und Erde; und so entstand die Venus und der Merkur zwischen Sonne und Erde, bewohnt von Wesenheiten, die auf einer Zwischenstufe stehen. Und so haben auch die anderen Planeten unseres Systems sich abgegliedert dadurch, daß andere Wesenheiten sie zu ihrem Schauplatz brauchten.

[ 11 ] What does the materialistic physical hypothesis do when it attempts to explain how the solar system was formed from this primordial nebula? Remember an experiment that is often performed in school to illustrate this process of development: a glass ball is made to rotate in a liquid of equal weight by means of a simple mechanical device. One can then observe how this sphere flattens, how drops break away from it, which in turn form spheres and orbit the main sphere; and in this way one sees a kind of planetary system emerging on a small scale through rotation. This is incredibly suggestive. Why shouldn't one imagine the same thing happening in the world? Here you can literally see how a planetary system is created by rotation; you have it right in front of you! But you forget one thing! Sometimes it is quite nice to forget this one thing, but not in this case: you forget yourself. If you were to carry out this experiment without being there as a human being to turn the crank, the entire planetary system would not come into being. But this is common practice in materialistic thinking, that one always takes only a part of what one has before one's eyes. If one thought correctly and logically, one would have to imagine a giant human being in outer space, turning a huge crank to set the axis in motion. Now, of course, there is no such giant in outer space, but there is something else. The world nebula is not merely matter; it is imbued with spirit and permeated by those beings we have spoken of, who have certain needs and longings, some of whom animate this matter and others that matter. And it is they who, after a certain stage of maturation, carry out the division, so that the higher beings depart with the sun, and that which is needed by the earthly substances and forces remains on earth. In this seething primordial mass, all these spiritual beings are active and gradually form what we now know as our planetary system. For example, there were certain beings that had not quite reached the goal that the spirits of form had to achieve, beings that had lagged behind in their development. These beings were too advanced to have the earth as their scene of activity, but not mature enough to move on to the finer substance of the sun. There were two main classes of such beings, and we will learn more about them and their effect on the Earth later on. For just as the finished and mature forces shine down on our Earth as spirits of form in the light of the Sun and direct it from the Sun, so these intermediate beings also direct the Earth, but from a lower sphere, which is nevertheless higher than the human sphere. These beings took substances that suited them and made them into world bodies between the sun and the earth; and thus Venus and Mercury came into being between the sun and the earth, inhabited by beings who stand on an intermediate stage. And so the other planets of our system also separated themselves by means of other beings who needed them as their scene of activity.

[ 12 ] Nun lassen Sie uns noch einmal den Zeitpunkt ins Auge fassen, wo die Sonne eben mit ihren Wesenheiten hinausgeht; da bleibt die Erde zurück mit all den Keimen, die später sich auf ihr entwickelt haben, darunter die Menschen der Gegenwart, die aber damals noch nicht auf der heutigen Menschheitsstufe waren. Auch andere Wesen, aus dem Tier- und Pflanzenreiche, sind vorhanden, die schon in vorherigen Verkörperungen der Erde ihre Entwickelung gefunden haben und die nun keimhaft hervorkommen. Betrachten wir zunächst nur den Menschen!

[ 12 ] Now let us once again consider the moment when the sun departs with its beings; the earth remains behind with all the seeds that later developed on it, including the people of the present, who at that time were not yet at the present stage of humanity. Other beings from the animal and plant kingdoms are also present, which have already found their development in previous incarnations of the Earth and are now emerging in a germ-like form. Let us first consider only human beings!

[ 13 ] Früher, als die Sonne noch mit der Erde vereint war, waren auch jene gewaltigen Kräfte, die von den hohen Sonnenwesen ausgingen, noch mit der Erde verbunden und wirkten auf den Menschen vom Inneren der Erde aus. Der Mensch war aber so, wie er vom Monde herübergekommen war, gleichsam aus seinem Keime aufgegangen und anfangs nur mit dem physischen, dem ätherischen und dem astralischen Leibe begabt. Der physische Leib war noch nicht so dicht wie heute, sondern ätherisch, feiner. Das Ich aber war noch nicht ausgebildet zu jener Zeit. Dadurch nun, daß die Sonne die Erde von außen her beschien und die Sonnenwesen auf die Erde hereinwirkten, veränderten sich für den Menschen die Verhältnisse auf der Erde gänzlich. Sie müssen sich das so vorstellen: Solange die Erde mit der Sonne noch verbunden war, waren jene hohen Wesenheiten, die später mit der Sonne hinausgegangen sind, in ihrer eigenen Entwickelung und daher auch in ihrer Macht und in ihrer Regierungsgewalt durch die groben Kräfte der Erde gehemmt. Jetzt waren sie frei geworden, konnten sich frei bewegen, jetzt konnten sie ein ganz anderes Tempo ihrer Entwickelung anschlagen als früher, wo sie noch das ganze schwere Gewicht der Erdenmasse mittragen mußten. Sie befreiten sich in ihrer eigenen Entwickelung um so mehr von der Erde, als sie dadurch Kräfte und Gewalten bekamen, um von außen bedeutsamer auf den Menschen zu wirken. Die Menschen, die früher unter der Gewalt der Sonnengeister standen, die noch durch das Zusammensein mit der Erde gehemmt waren in ihren Kräften, kamen nun unter die Wirkung der frei und mächtig sich entwickelnden Sonnenwesen, die von außen herein auf die Erde wirkten. Dadurch aber würde sich die Entwickelung in ungeheuerster Weise beschleunigt haben, das Menschenleben wäre in einer ungeheuer raschen Weise zum Ablauf gebracht worden, wenn nicht etwas anderes hinzugetreten wäre. Der Mensch konnte dies Tempo nicht mitmachen, und deshalb ist aus der Gesamtheit der Geister, die früher da waren, einer mit seinen Scharen ausgeschieden: er blieb mit der Erde vereint. Und dieser Geist der Form hatte die Aufgabe, dasjenige, was die Sonnenkräfte mit einer ungeheuren Beschleunigung geleistet hätten, aufzuhalten und zu hemmen, so daß also nicht diese Sonnengeister allein wirkten. Wäre aber dieser Geist mit der Erde verbunden geblieben, hätte er immer in der Erde gewirkt, dann wäre die ganze Erde in einen Erstarrungszustand gekommen, denn seine Macht, sein Einfluß wäre zu stark gewesen. Was geschah deshalb? Er nahm die gröbsten Stoffe und Kräfte und fuhr aus der Erde heraus. Das, was da herausgefahren ist, das ist der heutige Mond. So bleibt also jetzt mit dem Monde verbunden dieser Geist, der die Aufgabe übernommen hatte, die zu schnelle Entwickelung zu hemmen und zurückzuhalten. Die Entwickelung geht weiter. Die Erden- und Mondwesen spalten sich ab. Die Erdenwesen kommen nun vorzugsweise unter den Einfluß von zwei Kräften: die einen kommen von der Sonne her, die anderen vom Monde. Würde der Mensch bloß unter dem Einflusse der Sonnenkräfte stehen, so würde er schon alt sein, kaum daß er geboren wäre; unter dem alleinigen Einfluß des Mondes wäre er erstarrt, verhärtet, mumifiziert. Er kann sich nur entwickeln, indem sich Sonnen- und Mondkräfte die Waage halten. Der Mensch ist auf die Erde gestellt, und von außen wirken auf ihn im geistigen Sinne Wesenheiten und Kräfte, damit er seine gegenwärtige Evolution auf der Erde durchmachen kann. Wir haben gesehen, daß der Mensch von Inkarnation zu Inkarnation durch diejenigen Wesenheiten gelenkt wird, die wir die Engel nennen. Aber diese Engel haben im großen Kosmos keine Selbständigkeit, sie haben höhere Dirigenten, die die Bewohner der Sonne sind. Unter der Einwirkung dieser Sonnengeister allein würde sich alles zusammendrängen in eine Inkarnation; unter der Einwirkung des Mondes allein würde überhaupt nichts zustande kommen. So aber, im Zusammenwirken geht das Feste, das Formende von den Mondenkräften aus; das aber, was die Formen zerstört und das Bleibende über die Inkarnationen hinüberführt, das kommt von der Sonne her. Und so begreifen wir, daß, wenn wir es nur geistig betrachten, alles in der Welt seine Aufgabe hat.

[ 13 ] In earlier times, when the Sun was still united with the Earth, the mighty forces emanating from the high Sun beings were also connected with the Earth and worked upon human beings from within the Earth. But human beings were as they had come over from the Moon, as if they had sprung from their germ, and were initially endowed only with the physical, etheric, and astral bodies. The physical body was not yet as dense as it is today, but more ethereal, more refined. The ego, however, was not yet developed at that time. Now, because the sun shone on the earth from outside and the sun beings worked upon the earth, the conditions on earth changed completely for human beings. You must imagine it like this: As long as the Earth was still connected to the Sun, those high beings who later left with the Sun were hindered in their own development, and therefore also in their power and authority, by the coarse forces of the Earth. Now they had become free, could move freely, and could now set a completely different pace for their development than before, when they still had to carry the entire heavy weight of the Earth's mass. They freed themselves from the Earth in their own development, gaining powers and forces that enabled them to have a more significant effect on humans from outside. Humans, who had previously been under the power of the sun spirits, whose powers were still inhibited by their connection with the Earth, now came under the influence of the freely and powerfully developing sun beings, who acted on the Earth from outside. This would have accelerated development in an enormous way, and human life would have been brought to an end in a very rapid manner, if something else had not happened. Human beings could not keep up with this pace, and therefore one of the spirits that had been there earlier separated with his hosts: he remained united with the earth. And this spirit of form had the task of holding back and restraining what the solar forces would have accomplished with tremendous acceleration, so that these solar spirits would not have acted alone. But if this spirit had remained connected to the earth, it would have continued to work within the earth, and the whole earth would have come to a standstill, for its power, its influence, would have been too strong. What happened then? It took the coarsest substances and forces and left the Earth. What left the Earth is what we now call the Moon. So now this spirit, which had taken on the task of hindering and holding back too rapid development, remains connected to the Moon. Development continues. The Earth and Moon beings split off. The Earth beings now come primarily under the influence of two forces: one comes from the Sun, the other from the Moon. If human beings were under the influence of the Sun's forces alone, they would be old as soon as they were born; under the sole influence of the Moon, they would be frozen, hardened, mummified. He can only develop when the forces of the sun and moon are in balance. Man is placed on the earth, and beings and forces act upon him from outside in a spiritual sense so that he can undergo his present evolution on earth. We have seen that from incarnation to incarnation, human beings are guided by those beings we call angels. But these angels have no independence in the great cosmos; they have higher directors who are the inhabitants of the sun. Under the influence of these sun spirits alone, everything would be crowded together into one incarnation; under the influence of the moon alone, nothing at all would come into being. But in this way, in their interaction, the solid, formative forces emanate from the lunar forces; but that which destroys forms and carries over what is lasting beyond incarnations comes from the sun. And so we understand that, when we consider it purely spiritually, everything in the world has its task.

[ 14 ] Und nun wollen wir uns einmal das, was sich da auf der Erde abgespielt hat, ein wenig konkreter vor die Seele stellen. Wir wissen ja: Als der Mensch von dem alten Monde herüberkam, hatte er nur seinen physischen Leib, seinen Atherleib und seinen Astralleib. Der physische Leib war damals, als die Sonne sich loslöste, noch nicht so weit, daß die Sinnesorgane schon einen äußern Gegenstand hätten anschauen können. Sie waren ja seit dem Saturn vorhanden, aber äußere Gegenstände konnten sie nicht wahrnehmen. Es waren diejenigen Organe, die auf dem alten Monde von innen heraus Bilder erzeugten. Das war ungefähr so: Denken Sie sich, ein Mensch hätte sich dem anderen genähert; die äußere Form hätte der Mensch nicht wahrnehmen können. Aber es stieg dann etwas wie ein Traumbild in ihm auf; und wenn dieses Bild gewisse Formen, gewisse Färbung hatte, dann wußte er, daß es ein Feind war, und er konnte fliehen. Es war das ein Bilderbewußtsein, das zu den seelischen Eigenschaften der Umgebung in einer realen Beziehung stand. Das Gegenstandsbewußtsein trat erst nach und nach auf der Erde ein; als die Sonne schon draußen als ein Weltkörper war, konnte der Mensch sie immer noch nicht sehen, nur ein inneres Licht in seinen Bildern nahm er wahr. Er sah allerdings in einer gewissen Beziehung geistig-seelisch die wohltätige Wirkung, die ihm die Geister der Sonne herunterschickten, er spürte das sozusagen, er sah es in aurischen Bildern aufstrahlen; aber das hat mit der heutigen äußeren Anschauung gar nichts zu tun. Es gab also eine Zeit, wo die Sonnengewalten ihr Licht dem Menschen zuströmten, der Mensch aber die äußere Sonne nicht sah.

[ 14 ] And now let us try to picture a little more concretely what has taken place on Earth. We know that when human beings came over from the old moon, they only had their physical body, their etheric body, and their astral body. When the sun detached itself, the physical body was not yet developed enough for the sense organs to be able to perceive external objects. They had existed since Saturn, but they could not perceive external objects. These were organs that produced images from within on the old moon. It was something like this: imagine that one human being approached another; the outer form would not have been perceptible to the human being. But then something like a dream image arose within him, and if this image had certain forms, certain colors, then he knew that it was an enemy, and he could flee. It was a picture consciousness that stood in a real relationship to the soul qualities of the environment. Object consciousness only gradually emerged on Earth; when the sun was already outside as a world body, human beings still could not see it, they only perceived an inner light in their pictures. He did, however, perceive in a certain spiritual-soul relationship the beneficial effect that the spirits of the sun sent down to him; he felt it, so to speak, he saw it shining in auric images; but this has nothing to do with today's external perception. There was therefore a time when the forces of the sun streamed their light to human beings, but human beings did not see the external sun.

[ 15 ] Das Herausgehen des Mondes geschah etwas später. Erst in dem Augenblicke, als der Mond von der Erde fortging, wurde der Mensch fähig, ein Ich-Bewußtsein in seiner allerersten Anlage aufzunehmen, da begann er erst, sich sozusagen als ein besonderes Wesen zu fühlen. Vorher fühlte er sich im Schoße von anderen Wesenheiten. Und nun erst begann für ihn die Möglichkeit, äußeres Physisches in seinen ersten Anflügen mit dem Ich-Bewußtsein wahrzunehmen. Sie können sich sehr leicht klarmachen, daß dies äußere Sehen mit dem Ich-Bewußtsein zusammenhängt; denn solange man sich nicht von dem Äußeren unterscheiden kann, so lange ist man kein Ich. Die erste Fähigkeit, das erste Aufblitzen des Ich-Bewußtseins fällt deshalb zusammen mit dem Öffnen der Augen nach außen, Das ist auch mit dem Hinausgehen des Mondes verknüpft. Früher, als der Mond noch mit der Erde verbunden war, leitete er in der Erde die Wachstumskräfte des einzelnen Menschen von der Geburt an bis zum Tode, so wie er es auch jetzt noch, aber von außen her, tut. Damit aber der Mensch nicht nur zwischen Geburt und Tod eingeschlossen sei, mußten von außen her diejenigen Kräfte kommen, welche von der Sonne hereinwirkten. Fortwährend war also mit der Erdentwickelung verbunden ein Zusammenwirken der inneren Mondenkräfte und der äußeren Sonnenkräfte. Und jetzt versuchen Sie sich recht lebhaft und genau vorzustellen, was da geschah.

[ 15 ] The moon’s departure occurred somewhat later. It was only at the moment when the moon moved away from the Earth that human beings became capable of developing the very first glimmer of self-awareness; it was then that they began, so to speak, to feel themselves as distinct beings. Before that, they felt themselves to be in the bosom of other beings. And only now did the possibility arise for them to perceive the external physical world in its first glimmers through self-consciousness. You can very easily see that this external seeing is connected with self-consciousness; for as long as one cannot distinguish oneself from the external world, one is not a self. The first ability, the first flash of ego-consciousness, therefore coincides with the opening of the eyes to the outside world. This is also linked to the moon’s departure. Earlier, when the moon was still connected to the Earth, it guided the growth forces of the individual human being within the Earth from birth to death, just as it still does now, but from the outside. But so that the human being would not be confined solely between birth and death, the forces acting in from the Sun had to come from the outside. Thus, the development of the Earth was continually accompanied by an interplay of the inner lunar forces and the outer solar forces. And now try to imagine quite vividly and precisely what happened there.

[ 16 ] Solange die Sonne schon abgespalten, der Mond aber noch mit der Erde verknüpft war, sah der Mensch in innerlichen Bildern die Wirkung der Sonnenkräfte; er spürte das Wohltätige der Sonnenkräfte, denn diese verbanden sich immer mit den Mondkräften innerhalb des Erdenkörpers, und das bewirkte den Menschen in seiner Konstitution; aber sehen konnte er die Sonnenkräfte nicht. Jetzt ging auch der Mond heraus. Der Mensch erhielt seine Sinne geöffnet, dadurch verschwand für ihn die Möglichkeit, das Seelisch-Geistige der Sonnenkräfte wahrzunehmen. Denken Sie sich den Moment, wo sozusagen die geistigseelische Wahrnehmung in Bildern entschwindet und die ersten Anfänge einer äußeren Anschauung der Sonne, eines wirklichen Sehens beginnen. Aber in Wahrheit konnte der Mensch die Sonne noch nicht sehen, denn die Erde war mit dichten Dämpfen bedeckt. Gegenüber dem früheren dumpf-hellseherischen Spüren dieser Sonnenkräfte wäre er jetzt in der Lage gewesen, die Sonne, wenn auch erst allmählich, äußerlich zu sehen, wenn sie ihm nicht durch die dunstige, dichte Atmosphäre verhüllt gewesen wäre. So ist also dem Menschen durch seine Höherentwickelung die wohltuende Wirkung der Sonne entschwunden. Die alten Ägypter, indem sie sich an diesen Zustand erinnerten, nannten die Kräfte der Sonne, die reinen Strahlen, die der Mensch einst im dumpfen Hellsehen wahrnahm, Osiris. Dieses Wahrnehmen des Osiris verschwand, und durch die Wolkenhülle war auch ein äußerliches Wahrnehmen noch nicht möglich: tot war, was der Mensch früher gesehen hatte. «Der Gegner Typhon hat den Osiris getötet», und diejenigen Kräfte, die als Mond herausgegangen waren, die zwischen Geburt und Tod wirkenden Kräfte, sie suchten jetzt sehnsüchtig den alten Osiris.

[ 16 ] As long as the sun had already separated but the moon was still connected to the earth, human beings saw the effects of the sun's forces in inner images; they felt the beneficial effects of the sun's forces, for these were always connected with the moon's forces within the earth's body, and this had an effect on human beings in their constitution; but they could not see the sun's forces. Now the moon also left. Human beings' senses were opened, and with that, the possibility of perceiving the soul-spiritual nature of the sun's forces disappeared. Imagine the moment when, so to speak, spiritual-soul perception in images disappears and the first beginnings of an external perception of the sun, of real seeing, begin. But in truth, human beings could not yet see the sun, for the earth was covered with dense vapors. Compared to the earlier dull clairvoyant perception of these solar forces, they would now have been able to see the sun externally, albeit only gradually, if it had not been veiled by the hazy, dense atmosphere. Thus, through their higher development, the beneficial effects of the sun disappeared for human beings. Remembering this state, the ancient Egyptians called the forces of the sun, the pure rays that humans once perceived in dim clairvoyance, Osiris. This perception of Osiris disappeared, and through the cloud cover, external perception was no longer possible: what humans had once seen was dead. “The enemy Typhon has killed Osiris,” and those forces that had emerged as the moon, the forces acting between birth and death, now sought the old Osiris with longing.

[ 17 ] Und nach und nach verzog sich der Nebel; freilich lange, lange Zeiten dauerte das, bis hinein in die spätatlantische Zeit. Und der Mensch fing an, die Sonne wiederum zu sehen, aber nicht mehr wie früher, wo er in einem gemeinsamen Bewußtsein war, sondern in jedes einzelne Auge fielen die Strahlen der Sonne, als der Mensch die Sonne nun sah: der zerstückelte Osiris.

[ 17 ] And little by little the fog cleared; of course, this took a long, long time, until the late Atlantean period. And man began to see the sun again, but not as before, when he was in a collective consciousness; now, when man saw the sun, its rays fell into each individual eye: the dismembered Osiris.

[ 18 ] Da haben wir einen gewaltigen kosmischen Vorgang. Und während wir verkörpert waren in der alten ägyptischen Zeit, haben wir ihn in der Wiederholung erkannt. Das war es, was die ägyptischen Priesterweisen ursprünglich im Sinne hatten, und sie kleideten es in ein Bild. Sie sagten: Damals, als der Mond und die Sonne zuerst draußen standen, da war der Mensch in der Mitte, wie im Gleichgewicht gehalten von den Sonnen- und Mondenkräften. Früher gab es noch keine geschlechtliche Fortpflanzung, es wirkte dasjenige, was man eine jungfräuliche Fortpflanzung nennt. Diejenigen Kräfte, die unsere Erde beherrschten, gingen über aus dem Zeichen der Jungfrau durch die Waage, die Gleichgewichtslage, in das Zeichen des Skorpions; daher sagte der ägyptische Priesterweise: Als die Sonne im Zeichen des Skorpions stand, als die Erde in der Waage war und die Strahlen als Stachel wirkten, indem sie die Sinnesorgane durchstachen — dieses Eintreten der äußeren Gegenständlichkeit, das ist der Skorpionstachel, der trat als etwas Neues auf gegenüber der alten jungfräulichen Fortpflanzung -, da wurde Osiris getötet. Und da tritt das Suchen, die Sehnsucht der Menschheit nach der alten Kraft, nach der Anschauung des Osiris ein.

[ 18 ] Here we have a tremendous cosmic process. And while we were embodied in ancient Egyptian times, we recognized it in its repetition. That was what the Egyptian priest-wise men originally meant, and they clothed it in an image. They said: Back then, when the moon and the sun first appeared outside, man was in the middle, as if held in balance by the forces of the sun and moon. In the past, there was no sexual reproduction; what was called virgin reproduction took place. The forces that ruled our Earth passed from the sign of Virgo through Libra, the sign of balance, into the sign of Scorpio; hence the Egyptian priestly sage said: When the sun was in the sign of Scorpio, when the earth was in Libra and the rays acted like stings, piercing the sense organs — this emergence of external objectivity, which is the sting of the scorpion, appeared as something new in contrast to the old virgin reproduction — then Osiris was killed. And then the search, the longing of humanity for the old power, for the vision of Osiris, begins.

[ 19 ] Sie sehen, wir dürfen nicht bloß irgend etwas Astronomisches suchen in einem solchen Mythos wie die Osirissage, sondern wir müssen in ihm erblicken das Ergebnis tiefer, hellseherischer Einsicht der alten ägyptischen Priesterweisen. In einen solchen Mythos haben sie hiineinverkörpert, was sie über die Erden- und Menschenentwickelung wußten.

[ 19 ] You see, we must not merely look for something astronomical in a myth such as the Osiris myth, but we must see in it the result of the deep, clairvoyant insight of the ancient Egyptian priestly sages. They embodied in such a myth what they knew about the development of the earth and of humanity.

[ 20 ] Allen Mythen liegen reale Tatsachen der höheren geistigen Welten zugrunde. Heute sollte Ihnen vorgeführt werden, wie dem Osirismythos eine solche Tatsache zugrunde liegt.

[ 20 ] All myths are based on real facts of the higher spiritual worlds. Today, I would like to show you how such a fact underlies the Osiris myth.