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The Rudolf Steiner Archive

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The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109

25 May 1909, Berlin

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8. Der Gott des Alpha und der Gott des Omega

8. Der Gott des Alpha und der Gott des Omega

[ 1 ] Mit Recht wird oftmals betont, daß Geisteswissenschaft nicht nur eine Theorie über die Welt, das Leben und den Menschen sein soll, sondern daß sie werden soll des Menschen tiefster Seeleninhalt: Lebensgehalt. Wenn man in der richtigen Gesinnung der Geisteswissenschaft gegenübertritt, so wird sie das durchaus im Menschen werden. Ausdrücklich sei betont, daß sie das nach und nach werden wird, denn Geisteswissenschaft gleicht dem, was wächst und sich entwickelt: erst ist der Keim da, der immer größer wird und damit immer wirksamer.

[ 1 ] Mit Recht wird oftmals betont, daß Geisteswissenschaft nicht nur eine Theorie über die Welt, das Leben und den Menschen sein soll, sondern daß sie werden soll des Menschen tiefster Seeleninhalt: Lebensgehalt. Wenn man in der richtigen Gesinnung der Geisteswissenschaft gegenübertritt, so wird sie das durchaus im Menschen werden. Ausdrücklich sei betont, daß sie das nach und nach werden wird, denn Geisteswissenschaft gleicht dem, was wächst und sich entwickelt: erst ist der Keim da, der immer größer wird und damit immer wirksamer.

[ 2 ] Es ist aber so, daß niemand hoffen kann, daß er durch das bloß verstandesmäßige Begreifen der Geisteswissenschaft aus ihr das richtige Leben ziehen könnte. Äußerlich betrachtet erscheint es so, als ob Geisteswissenschaft eine Weltanschauung wäre, allerdings umfassender und großartiger als andere. Aber sie ist noch etwas anderes; denn welche Theorie würde jene umfassenden Anschauungen über Saturn, Sonne und Mond haben können? Welche Weltanschauungen würden heute wagen, ganz bestimmte Aussagen darüber zu machen? Sie bleiben bei abstrakten Begriffen stehen, wenn sie sich über dasjenige erheben, was sinnliche Augen sehen und sinnliche Ohren hören. Solche Weltauffassungen und Theorien haben unbestimmte Begriffe über das Göttliche, das hinter dem Wirklichen webt. Auch in bezug auf andere, weniger hochfliegende Wahrheiten, wie die Lehren von Reinkarnation und Karma, auch darin ist Geistesforschung weit voran alldem, was die Wissenschaft in bezug auf die Entwickelung des Menschen zu sagen wagt. Sie könnte zwar auch zu diesen Lehren kommen; denn wenn man die Konsequenzen der materialistisch-wissenschaftlichen Tatsachen wirklich ziehen wollte, so müßten Reinkarnation und Karma längst populäre Lehren sein. Aber weil man nicht wagt in der heutigen Wissenschaft, diese Konsequenzen zu ziehen, so macht man [davor} halt. Man spricht von naturgeschichtlicher und geschichtlicher Entwickelung, aber von der wahren Entwickelung der menschlichen Individualität, die von Leben zu Leben geht und welche die Menschenseele in die Zukunft hinüberträgt, davon will man nichts hören.

[ 2 ] Es ist aber so, daß niemand hoffen kann, daß er durch das bloß verstandesmäßige Begreifen der Geisteswissenschaft aus ihr das richtige Leben ziehen könnte. Äußerlich betrachtet erscheint es so, als ob Geisteswissenschaft eine Weltanschauung wäre, allerdings umfassender und großartiger als andere. Aber sie ist noch etwas anderes; denn welche Theorie würde jene umfassenden Anschauungen über Saturn, Sonne und Mond haben können? Welche Weltanschauungen würden heute wagen, ganz bestimmte Aussagen darüber zu machen? Sie bleiben bei abstrakten Begriffen stehen, wenn sie sich über dasjenige erheben, was sinnliche Augen sehen und sinnliche Ohren hören. Solche Weltauffassungen und Theorien haben unbestimmte Begriffe über das Göttliche, das hinter dem Wirklichen webt. Auch in bezug auf andere, weniger hochfliegende Wahrheiten, wie die Lehren von Reinkarnation und Karma, auch darin ist Geistesforschung weit voran alldem, was die Wissenschaft in bezug auf die Entwickelung des Menschen zu sagen wagt. Sie könnte zwar auch zu diesen Lehren kommen; denn wenn man die Konsequenzen der materialistisch-wissenschaftlichen Tatsachen wirklich ziehen wollte, so müßten Reinkarnation und Karma längst populäre Lehren sein. Aber weil man nicht wagt in der heutigen Wissenschaft, diese Konsequenzen zu ziehen, so macht man [davor} halt. Man spricht von naturgeschichtlicher und geschichtlicher Entwickelung, aber von der wahren Entwickelung der menschlichen Individualität, die von Leben zu Leben geht und welche die Menschenseele in die Zukunft hinüberträgt, davon will man nichts hören.

[ 3 ] Diejenigen, die das Leben betrachten, müssen rein durch die Konsequenzen dieses Lebens auch zu der Lehre kommen, die durch die hellseherische Forschung bekundet wird: zu der Lehre von den vier Gliedern des Menschen. Aber weil die heutige Zeit in ihrem Denken so mutlos ist, wird diese Lehre nur von der Geisteswissenschaft verkündet. So hat Geisteswissenschaft auch als Lehre vieles voraus vor andern Weltanschauungen und Philosophien, die in der Gegenwart an den Menschen herantreten.

[ 3 ] Diejenigen, die das Leben betrachten, müssen rein durch die Konsequenzen dieses Lebens auch zu der Lehre kommen, die durch die hellseherische Forschung bekundet wird: zu der Lehre von den vier Gliedern des Menschen. Aber weil die heutige Zeit in ihrem Denken so mutlos ist, wird diese Lehre nur von der Geisteswissenschaft verkündet. So hat Geisteswissenschaft auch als Lehre vieles voraus vor andern Weltanschauungen und Philosophien, die in der Gegenwart an den Menschen herantreten.

[ 4 ] Aber alles das ist im Grunde genommen doch nicht die eigentliche Frucht der Geisteswissenschaft. Ihre Frucht besteht nicht darin, daß sie als befriedigende, weittragende Lehre hingenommen wird. Man kann die Frucht nicht haben ohne den Keim. Was wir heute als Frucht der anthroposophischen Weltanschauung entwickeln und was unsere Herzen beseligen und unsere Liebe warm machen kann: diese Frucht geisteswissenschaftlicher Weltanschauung kann man nicht haben ohne den Keim, das heißt die geisteswissenschaftliche Erkenntnis selber. Man sagt etwa: Was brauchen wir diese Vorstellungen über Reinkarnation und Karma, über die Glieder des Menschen und die Entwickelung der Welt? Es handelt sich um Entwickelung der Menschenliebe und einer edlen Gesinnung. - Gewiß handelt es sich darum, aber eine wahre, für die Welt fruchtbare Menschenliebe ist nur möglich auf der Grundlage der Erkenntnis, und zwar der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis.

[ 4 ] Aber alles das ist im Grunde genommen doch nicht die eigentliche Frucht der Geisteswissenschaft. Ihre Frucht besteht nicht darin, daß sie als befriedigende, weittragende Lehre hingenommen wird. Man kann die Frucht nicht haben ohne den Keim. Was wir heute als Frucht der anthroposophischen Weltanschauung entwickeln und was unsere Herzen beseligen und unsere Liebe warm machen kann: diese Frucht geisteswissenschaftlicher Weltanschauung kann man nicht haben ohne den Keim, das heißt die geisteswissenschaftliche Erkenntnis selber. Man sagt etwa: Was brauchen wir diese Vorstellungen über Reinkarnation und Karma, über die Glieder des Menschen und die Entwickelung der Welt? Es handelt sich um Entwickelung der Menschenliebe und einer edlen Gesinnung. - Gewiß handelt es sich darum, aber eine wahre, für die Welt fruchtbare Menschenliebe ist nur möglich auf der Grundlage der Erkenntnis, und zwar der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis.

[ 5 ] Als Erkenntnis hat Geisteswissenschaft vieles vor den andern Weltanschauungen voraus. Wenn sie in uns wahrhaft innerlich erlebt wird, wenn wir uns nicht verdrießen lassen, in unseren Seelen immer wieder diese großen, umfassenden Gedanken zu erwecken, die Gedanken immer in uns herumtragen, dann sehen wir, daß diese Lehre in einem ganz bestimmten Sinn ein Lebensinhalt werden kann. Die geisteswissenschaftliche Lehre ist eine Summe von Ideen, die uns in übersinnliche Welten führen, und wir müssen uns deshalb bei unserem geisteswissenschaftlichen Denken aufschwingen zu höheren Welten. Eine jede geisteswissenschaftliche Stunde ist ein Hinausgreifen der Seele über das Alltägliche. Wir sind mit unserem Denken in dem Augenblick, wo wir uns der Lehre hingeben, hinausentrückt in eine andere Welt. Unser Ich ist dann vereint mit der geistigen Welt, und wenn wir bedenken, daß sie es ist, aus der unser Ich herausgeboren ist, so sind wir dann, wenn wir geisteswissenschaftlich denken, mit unserem Ich in unserer geistigen Heimat, bei dem Urquell, aus dem es stammt.

[ 5 ] Als Erkenntnis hat Geisteswissenschaft vieles vor den andern Weltanschauungen voraus. Wenn sie in uns wahrhaft innerlich erlebt wird, wenn wir uns nicht verdrießen lassen, in unseren Seelen immer wieder diese großen, umfassenden Gedanken zu erwecken, die Gedanken immer in uns herumtragen, dann sehen wir, daß diese Lehre in einem ganz bestimmten Sinn ein Lebensinhalt werden kann. Die geisteswissenschaftliche Lehre ist eine Summe von Ideen, die uns in übersinnliche Welten führen, und wir müssen uns deshalb bei unserem geisteswissenschaftlichen Denken aufschwingen zu höheren Welten. Eine jede geisteswissenschaftliche Stunde ist ein Hinausgreifen der Seele über das Alltägliche. Wir sind mit unserem Denken in dem Augenblick, wo wir uns der Lehre hingeben, hinausentrückt in eine andere Welt. Unser Ich ist dann vereint mit der geistigen Welt, und wenn wir bedenken, daß sie es ist, aus der unser Ich herausgeboren ist, so sind wir dann, wenn wir geisteswissenschaftlich denken, mit unserem Ich in unserer geistigen Heimat, bei dem Urquell, aus dem es stammt.

[ 6 ] Wenn wir dies in richtigem Sinne fassen, dann können wir wahrlich das geisteswissenschaftliche Denken mit demjenigen Bewußtseinszustande vergleichen, den wir - vom geistigen Standpunkte aus - als den Schlaf erkennen. Wenn der Mensch des Abends einschlummert und in eine geistige Welt hineinschläft, dann ist er mit seinem Ich auch in derjenigen Welt, aus der sein Ich herausgeboren ist, aus der es an jedem Morgen heraustritt, um innerhalb des Leibes in die Sinnenwelt hineinzutreten. Einstmals wird die Seele bewußt in dieser geistigen Welt darinnen sein; im normalen Menschenbewußtsein ist das Ich nicht bewußt darinnen. Warum? Deshalb, weil es im Lauf der Zeiten in seinem Bewußtsein für die geistige Welt immer schwächer geworden ist.

[ 6 ] Wenn wir dies in richtigem Sinne fassen, dann können wir wahrlich das geisteswissenschaftliche Denken mit demjenigen Bewußtseinszustande vergleichen, den wir - vom geistigen Standpunkte aus - als den Schlaf erkennen. Wenn der Mensch des Abends einschlummert und in eine geistige Welt hineinschläft, dann ist er mit seinem Ich auch in derjenigen Welt, aus der sein Ich herausgeboren ist, aus der es an jedem Morgen heraustritt, um innerhalb des Leibes in die Sinnenwelt hineinzutreten. Einstmals wird die Seele bewußt in dieser geistigen Welt darinnen sein; im normalen Menschenbewußtsein ist das Ich nicht bewußt darinnen. Warum? Deshalb, weil es im Lauf der Zeiten in seinem Bewußtsein für die geistige Welt immer schwächer geworden ist.

[ 7 ] In der atlantischen Zeit sah sich das Ich im Schlafe umgeben von göttlich-geistigen Wesenheiten. Nach der atlantischen Katastrophe wurde das Ich herausversetzt in die Sinneswelt und verlor immer mehr die Fähigkeit, hineinzuschauen in diejenige Welt, in der es im Schlafe darinnen ist. Denn unsinnig ist der Gedanke, daß es am Abend auslöschen und am Morgen wieder auferstehen würde. Es ist in der geistigen Welt, nur nicht bewußt!

[ 7 ] In der atlantischen Zeit sah sich das Ich im Schlafe umgeben von göttlich-geistigen Wesenheiten. Nach der atlantischen Katastrophe wurde das Ich herausversetzt in die Sinneswelt und verlor immer mehr die Fähigkeit, hineinzuschauen in diejenige Welt, in der es im Schlafe darinnen ist. Denn unsinnig ist der Gedanke, daß es am Abend auslöschen und am Morgen wieder auferstehen würde. Es ist in der geistigen Welt, nur nicht bewußt!

[ 8 ] Geisteswissenschaftliches Denken macht uns stark, um nach und nach uns bewußt zu verbinden mit diesen geistigen Welten. Dadurch, daß uns Anthroposophie wenigstens im Denken in diese Welt hineinführt, hat sie gewisse Eigenschaften - wohltuende Eigenschaften mit dem Schlaf gemein. Im Schlaf hören alle Sorgen und Bekümmernisse auf, die aus den Dingen der Sinnenwelt heraus kommen. Wenn der Mensch schlafen kann und sein Denken ausgelöscht ist, vergißt er alle Sorgen. Das ist die wohltuendste Wirkung des Schlafes und sie beruht darauf, daß das Ich während des Schlafes die Strömungen der geistigen Welt in sich einfließen läßt. Diese Strömungen haben stärkende Kräfte und bringen es dahin, daß nicht nur während des Schlafes Vergessen der Sorgen und Kümmernisse eintritt, sondern daß auch jene Schädigungen unseres Organismus, die wir durch Sorgen und Kümmernisse empfangen, dadurch überwunden werden. Was diese schlimm gemacht haben, löscht jene geistige Macht aus, und daher die Erquickung, die Wiedergeburt, die jeder gesunde Schlaf gibt. Solche Eigenschaften hat geisteswissenschaftliches Denken mit dem Schlaf im höheren Sinn gemein.

[ 8 ] Geisteswissenschaftliches Denken macht uns stark, um nach und nach uns bewußt zu verbinden mit diesen geistigen Welten. Dadurch, daß uns Anthroposophie wenigstens im Denken in diese Welt hineinführt, hat sie gewisse Eigenschaften - wohltuende Eigenschaften mit dem Schlaf gemein. Im Schlaf hören alle Sorgen und Bekümmernisse auf, die aus den Dingen der Sinnenwelt heraus kommen. Wenn der Mensch schlafen kann und sein Denken ausgelöscht ist, vergißt er alle Sorgen. Das ist die wohltuendste Wirkung des Schlafes und sie beruht darauf, daß das Ich während des Schlafes die Strömungen der geistigen Welt in sich einfließen läßt. Diese Strömungen haben stärkende Kräfte und bringen es dahin, daß nicht nur während des Schlafes Vergessen der Sorgen und Kümmernisse eintritt, sondern daß auch jene Schädigungen unseres Organismus, die wir durch Sorgen und Kümmernisse empfangen, dadurch überwunden werden. Was diese schlimm gemacht haben, löscht jene geistige Macht aus, und daher die Erquickung, die Wiedergeburt, die jeder gesunde Schlaf gibt. Solche Eigenschaften hat geisteswissenschaftliches Denken mit dem Schlaf im höheren Sinn gemein.

[ 9 ] Die spirituellen Gedanken sind starke Gedanken, wenn wir sie lebensvoll erfassen. Wenn wir uns hinauferheben zu den Gedanken der Erdenvergangenheit und -zukunft und diese grandiosen Geschehnisse auf uns wirken lassen, dann wird unsere Seele gespannt hingezogen werden zu ihnen und sie wird über die Sorgen des Tages weit hinweggetragen werden. Gedanken, wie aus dem Karma, diesem Schicksalsplan, uns das Ideal unseres eigenen königlichen Willens erwächst, geben uns Mut und Kraft, so daß wir uns sagen: Mögen auch heute diese oder jene Hindernisse in meinem Leben unüberwindlich sein meine Kraft wächst von Inkarnation zu Inkarnation. Immer stärker wird der königliche Wille in mir, und alle Hemmnisse werden mir helfen, diesen Willen immer königlicher zu machen. Ich werde die Hemmnisse überwinden und daran wird sich mein Wille immer mehr entwickeln, meine Energie wird wachsen. Die Kleinlichkeiten des Lebens, all das Minderwertige des Daseins, werden schmelzen wie Reif an der Sonne, jener Sonne, die aufgeht in der Weisheit, die uns im spirituellen Denken durchdringt. Unsere Gefühlswelt wird durchwärmt, durchglüht, durchleuchtet; unser Dasein wird sich weiten und wir werden uns darin beseligt fühlen.

[ 9 ] Die spirituellen Gedanken sind starke Gedanken, wenn wir sie lebensvoll erfassen. Wenn wir uns hinauferheben zu den Gedanken der Erdenvergangenheit und -zukunft und diese grandiosen Geschehnisse auf uns wirken lassen, dann wird unsere Seele gespannt hingezogen werden zu ihnen und sie wird über die Sorgen des Tages weit hinweggetragen werden. Gedanken, wie aus dem Karma, diesem Schicksalsplan, uns das Ideal unseres eigenen königlichen Willens erwächst, geben uns Mut und Kraft, so daß wir uns sagen: Mögen auch heute diese oder jene Hindernisse in meinem Leben unüberwindlich sein meine Kraft wächst von Inkarnation zu Inkarnation. Immer stärker wird der königliche Wille in mir, und alle Hemmnisse werden mir helfen, diesen Willen immer königlicher zu machen. Ich werde die Hemmnisse überwinden und daran wird sich mein Wille immer mehr entwickeln, meine Energie wird wachsen. Die Kleinlichkeiten des Lebens, all das Minderwertige des Daseins, werden schmelzen wie Reif an der Sonne, jener Sonne, die aufgeht in der Weisheit, die uns im spirituellen Denken durchdringt. Unsere Gefühlswelt wird durchwärmt, durchglüht, durchleuchtet; unser Dasein wird sich weiten und wir werden uns darin beseligt fühlen.

[ 10 ] Wenn wir solche Augenblicke wiederholen und auf uns wirken lassen, dann wird eine Stärkung unseres ganzen Daseins nach allen Richtungen hin daraus erfließen. Zwar nicht von heute auf morgen, aber in steter Wiederholung solcher Gedanken werden der Trübsinn, das Wehklagen über unser Schicksal, das trübselige Temperament nach und nach hinschwinden. Ein Heilmittel unserer Seele wird GeistErkenntnis sein! Und wenn sie das wird, wenn sich unser Dasein so weitet, dann pflanzt sie in uns die Gesinnung, welche die Frucht der Geist-Erkenntnis ist. Das, was sie so in uns erstehen läßt, muß betrachtet werden als das geisteswissenschaftliche Ideal. Aller Zwiespalt, alle Disharmonien des Lebens werden gegenüber den harmonischen Gedanken und Gefühlen, die einen energischen Willen nach sich ziehen, fallen. Damit erweist sich die Geistesforschung nicht bloß als Wissen und Lehre, sondern als Kraft des Lebens und als Inhalt unserer Seele. Wenn sie so verstanden wird, dann wird sie imstande sein, im Leben derart zu wirken, daß sie den Menschen allen Sorgen und Kümmernissen entreißt. Und so muß sie wirken in unserer Zeit, denn sie verdankt ihr Dasein nicht einer Willkür, sondern der Erkenntnis, daß sie notwendig ist.

[ 10 ] Wenn wir solche Augenblicke wiederholen und auf uns wirken lassen, dann wird eine Stärkung unseres ganzen Daseins nach allen Richtungen hin daraus erfließen. Zwar nicht von heute auf morgen, aber in steter Wiederholung solcher Gedanken werden der Trübsinn, das Wehklagen über unser Schicksal, das trübselige Temperament nach und nach hinschwinden. Ein Heilmittel unserer Seele wird GeistErkenntnis sein! Und wenn sie das wird, wenn sich unser Dasein so weitet, dann pflanzt sie in uns die Gesinnung, welche die Frucht der Geist-Erkenntnis ist. Das, was sie so in uns erstehen läßt, muß betrachtet werden als das geisteswissenschaftliche Ideal. Aller Zwiespalt, alle Disharmonien des Lebens werden gegenüber den harmonischen Gedanken und Gefühlen, die einen energischen Willen nach sich ziehen, fallen. Damit erweist sich die Geistesforschung nicht bloß als Wissen und Lehre, sondern als Kraft des Lebens und als Inhalt unserer Seele. Wenn sie so verstanden wird, dann wird sie imstande sein, im Leben derart zu wirken, daß sie den Menschen allen Sorgen und Kümmernissen entreißt. Und so muß sie wirken in unserer Zeit, denn sie verdankt ihr Dasein nicht einer Willkür, sondern der Erkenntnis, daß sie notwendig ist.

[ 11 ] Die Individualitäten, die dem normalen Dasein der Menschen weit vorangeschritten sind, die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen haben erkannt, daß Geisteswissenschaft in unsere Kultur einfließen muß, wenn diese nicht verdorren soll. Geisteswissenschaft ist ein neuer Lebenssaft, und die Menschheit muß von Zeit zu Zeit neue Lebenssäfte zugeführt bekommen. Geisteswissenschaft ist eine in unserer Zeit notwendige Strömung. Diejenigen, die ein Gefühl haben für diese großen Wahrheiten, sollen herbeieilen und die Wahrheiten aufnehmen, um eine Art Ferment zu sein für die übrige Menschheit, um Salz zu sein für das Geistesleben der ganzen Menschheit. Das muß der Strebende als eine Art Pflicht empfinden. Unschwer ist es zu erkennen, warum gerade in unserer Zeit von hoher Stelle aus der Ruf nach Geisteswissenschaft ergangen ist, um diejenigen zu sammeln, die offenes Herz und freien Verstand für sie haben. Wir haben an unserer Seele vorüberziehen lassen die nachatlantische Menschheit und haben die Kulturepochen verfolgt von der indischen bis zu unserer Zeit, der fünften Epoche. Wir sahen, wie während dieser Zeit die Menschen Stück für Stück das Bewußtsein der geistigen Welt verloren haben.

[ 11 ] Die Individualitäten, die dem normalen Dasein der Menschen weit vorangeschritten sind, die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen haben erkannt, daß Geisteswissenschaft in unsere Kultur einfließen muß, wenn diese nicht verdorren soll. Geisteswissenschaft ist ein neuer Lebenssaft, und die Menschheit muß von Zeit zu Zeit neue Lebenssäfte zugeführt bekommen. Geisteswissenschaft ist eine in unserer Zeit notwendige Strömung. Diejenigen, die ein Gefühl haben für diese großen Wahrheiten, sollen herbeieilen und die Wahrheiten aufnehmen, um eine Art Ferment zu sein für die übrige Menschheit, um Salz zu sein für das Geistesleben der ganzen Menschheit. Das muß der Strebende als eine Art Pflicht empfinden. Unschwer ist es zu erkennen, warum gerade in unserer Zeit von hoher Stelle aus der Ruf nach Geisteswissenschaft ergangen ist, um diejenigen zu sammeln, die offenes Herz und freien Verstand für sie haben. Wir haben an unserer Seele vorüberziehen lassen die nachatlantische Menschheit und haben die Kulturepochen verfolgt von der indischen bis zu unserer Zeit, der fünften Epoche. Wir sahen, wie während dieser Zeit die Menschen Stück für Stück das Bewußtsein der geistigen Welt verloren haben.

[ 12 ] In der ersten Epoche hatten die Menschen noch ein tiefes Sehnen nach der geistigen Welt. Die Sinnenwelt ist ihnen Maja, Illusion. Dann aber kamen Zeiten, die den Menschen zu äußerer, physischer Arbeit berufen haben. Er muß die Sinneswelt liebgewinnen, denn nur dann kann er sie bearbeiten. Nicht mehr darf der Mensch sagen, die äußere Welt ist nur Maja, sondern er muß sich mit seinen Kräften und seiner Weisheit in sie hineinvertiefen. Dadurch aber verliert er nach und nach das Bewußtsein von der geistigen Welt, und Zarathustra, der Initiator der persischen Kultur, muß seinen Schülern sagen: Die Kraft, die von der Sonne ausstrahlt als physische Kraft, ruft alles Lebende zum Dasein auf. Aber diese physische Kraft ist nicht das einzige. In der Sonne lebt Ahura Mazdao, das geistige Wesen der Sonne. - Es mußte den Menschen gezeigt werden, wie in allem Sinnlichen der äußere Ausdruck eines Geistigen gegeben ist.

[ 12 ] In der ersten Epoche hatten die Menschen noch ein tiefes Sehnen nach der geistigen Welt. Die Sinnenwelt ist ihnen Maja, Illusion. Dann aber kamen Zeiten, die den Menschen zu äußerer, physischer Arbeit berufen haben. Er muß die Sinneswelt liebgewinnen, denn nur dann kann er sie bearbeiten. Nicht mehr darf der Mensch sagen, die äußere Welt ist nur Maja, sondern er muß sich mit seinen Kräften und seiner Weisheit in sie hineinvertiefen. Dadurch aber verliert er nach und nach das Bewußtsein von der geistigen Welt, und Zarathustra, der Initiator der persischen Kultur, muß seinen Schülern sagen: Die Kraft, die von der Sonne ausstrahlt als physische Kraft, ruft alles Lebende zum Dasein auf. Aber diese physische Kraft ist nicht das einzige. In der Sonne lebt Ahura Mazdao, das geistige Wesen der Sonne. - Es mußte den Menschen gezeigt werden, wie in allem Sinnlichen der äußere Ausdruck eines Geistigen gegeben ist.

[ 13 ] So kam es, daß zuerst in der persischen Kultur aufging jene Stimmung: Das, was von der Sonne beleuchtet wird, ist zwar Maja, aber hinter dieser Maja ist der Geist zu suchen. Die geistige Welt ist immer um mich herum, aber mit sinnlichen Augen und Ohren kann ich sie nicht erleben, nur mit übersinnlichem Bewußtsein. Wenn dieses Bewußtsein erweckt wird, dann kann ich auch im sinnlichen Dasein den großen Geist der Sonne mit allen seinen Unterwesen, die zur Sonne gehören, erkennen. Es kommt eine Zeit, wo meine Seele das nicht erkennen wird. —- Aber schwierig war es, dies den Menschen voll zu überliefern. Sie müssen in immer neuen Verkörperungen nach und nach reif gemacht werden, um hinter allem Physischen ein GöttlichGeistiges zu erkennen, um zu erkennen, daß die ganze Natur davon durchdrungen ist.

[ 13 ] So kam es, daß zuerst in der persischen Kultur aufging jene Stimmung: Das, was von der Sonne beleuchtet wird, ist zwar Maja, aber hinter dieser Maja ist der Geist zu suchen. Die geistige Welt ist immer um mich herum, aber mit sinnlichen Augen und Ohren kann ich sie nicht erleben, nur mit übersinnlichem Bewußtsein. Wenn dieses Bewußtsein erweckt wird, dann kann ich auch im sinnlichen Dasein den großen Geist der Sonne mit allen seinen Unterwesen, die zur Sonne gehören, erkennen. Es kommt eine Zeit, wo meine Seele das nicht erkennen wird. —- Aber schwierig war es, dies den Menschen voll zu überliefern. Sie müssen in immer neuen Verkörperungen nach und nach reif gemacht werden, um hinter allem Physischen ein GöttlichGeistiges zu erkennen, um zu erkennen, daß die ganze Natur davon durchdrungen ist.

[ 14 ] Der Mensch konnte in diesem Leben das Göttliche erkennen, aber er konnte nicht dieses Bewußtsein in die Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt hinübernehmen. Denn das war das Eigenartige in dieser Zeit, daß das Bewußtsein des Menschen zwischen Tod und einer neuen Geburt immer dunkler wurde. Nehmen wir eine Seele von einem Inder der alten Zeit. Wenn sie hinüberging durch den Tod und in der andern Welt war, so lebte sie noch in einer verhältnismäßig hellen Welt innerhalb geistiger Wesenheiten. In der persischen Kultur war das schon weniger der Fall. Die Welt zwischen Tod und neuer Geburt war dunkler geworden. Hindernisse türmen sich auf zwischen Seele und Seele, und einsam fühlt sich die Seele. Sie kann sozusagen nicht die Hand hinüberreichen zur andern Seele. Das ist das Schwere und Dunkle dieses Lebens in der geistigen Welt, daß man nicht gemeinsam mit andern gehen kann.

[ 14 ] Der Mensch konnte in diesem Leben das Göttliche erkennen, aber er konnte nicht dieses Bewußtsein in die Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt hinübernehmen. Denn das war das Eigenartige in dieser Zeit, daß das Bewußtsein des Menschen zwischen Tod und einer neuen Geburt immer dunkler wurde. Nehmen wir eine Seele von einem Inder der alten Zeit. Wenn sie hinüberging durch den Tod und in der andern Welt war, so lebte sie noch in einer verhältnismäßig hellen Welt innerhalb geistiger Wesenheiten. In der persischen Kultur war das schon weniger der Fall. Die Welt zwischen Tod und neuer Geburt war dunkler geworden. Hindernisse türmen sich auf zwischen Seele und Seele, und einsam fühlt sich die Seele. Sie kann sozusagen nicht die Hand hinüberreichen zur andern Seele. Das ist das Schwere und Dunkle dieses Lebens in der geistigen Welt, daß man nicht gemeinsam mit andern gehen kann.

[ 15 ] Während der ägyptischen Zeit war schon ein großer Teil der Kraft für die Seele verloren, die sie befähigte, andern Seelen die Hand zu reichen; so viel, daß die ägyptische Seele sich sehnte nach Erhaltung des Leibes. Er sollte in der Mumie erhalten bleiben. Das kam daher, weil die Seele spürte: Die Kraft, die ich mitnehme in dieses Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ist gering. Man will den Leib erhalten, damit die Seele auf ihn herabschauen kann wie auf etwas, das zu ihr gehört und so die Kraft ersetzen, die sie drüben nicht mehr erhielt. Solche Kulturerscheinungen wie die Mumifizierung hängen tief zusammen mit der Entwickelung der menschlichen Seele.

[ 15 ] Während der ägyptischen Zeit war schon ein großer Teil der Kraft für die Seele verloren, die sie befähigte, andern Seelen die Hand zu reichen; so viel, daß die ägyptische Seele sich sehnte nach Erhaltung des Leibes. Er sollte in der Mumie erhalten bleiben. Das kam daher, weil die Seele spürte: Die Kraft, die ich mitnehme in dieses Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ist gering. Man will den Leib erhalten, damit die Seele auf ihn herabschauen kann wie auf etwas, das zu ihr gehört und so die Kraft ersetzen, die sie drüben nicht mehr erhielt. Solche Kulturerscheinungen wie die Mumifizierung hängen tief zusammen mit der Entwickelung der menschlichen Seele.

[ 16 ] Der Ägypter hatte die Vorstellung, daß er sich im Tode mit Osiris vereinigt. Er sagte sich: Einstmals, in alten Zeiten, konnte die Seele drüben schauen. Jetzt hat sie die Kraft verloren, aber sie kann sich dafür einen Ersatz schaffen, wenn sie hier im Leben sich solche Eigenschaften aneignet, daß sie Osiris immer ähnlicher wird. Dann wird sie selbst eine Art Osiris und wird mit ihm nach dem Tode vereint sein. So hatte sich die Seele durch Anklammern an Osiris einen Ersatz zu schaffen versucht für das, was sie nicht mehr aus alten Zeiten erhalten konnte. Aber was Osiris der Seele nicht geben kann, das zeigt die ägyptische Legende, die sagt, daß Osiris einst mit den Menschen zusammen die Erde bewohnte. Dann aber wurde er von seinem bösen Bruder Seth in einen Kasten gesperrt, wie in einen Sarg. Das will sagen, daß Osiris einstmals, als die Menschen noch geistiger waren, mit ihnen zusammen war auf der Erde; doch dann mußte er in der geistigen Welt verbleiben, weil er zu gut war für die physische Menschengestalt. Ein solches Wesen muß die Seele werden, ein Wesen, das zu gut ist für die Menschengestalt, wenn diese Seele sich einen Ersatz verschaffen wollte für die geistige Kraft des Schauens zwischen Tod und neuer Geburt. Durch das Ähnlichwerden mit Osiris konnte die Seele drüben ihre Einsamkeit überwinden, doch sie konnte nicht das, was sie so erhielt in der geistigen Welt durch die Gemeinschaft mit Osiris, wieder mitbringen in eine neue Verkörperung, denn Osiris paßte ja nicht hinein in diese sinnlich-physische Verkörperung. Erträglich machte sich die Seele das Dasein zwischen Tod und neuer Geburt, aber sie konnte nichts von dem mitbringen in eine neue Inkarnation.

[ 16 ] Der Ägypter hatte die Vorstellung, daß er sich im Tode mit Osiris vereinigt. Er sagte sich: Einstmals, in alten Zeiten, konnte die Seele drüben schauen. Jetzt hat sie die Kraft verloren, aber sie kann sich dafür einen Ersatz schaffen, wenn sie hier im Leben sich solche Eigenschaften aneignet, daß sie Osiris immer ähnlicher wird. Dann wird sie selbst eine Art Osiris und wird mit ihm nach dem Tode vereint sein. So hatte sich die Seele durch Anklammern an Osiris einen Ersatz zu schaffen versucht für das, was sie nicht mehr aus alten Zeiten erhalten konnte. Aber was Osiris der Seele nicht geben kann, das zeigt die ägyptische Legende, die sagt, daß Osiris einst mit den Menschen zusammen die Erde bewohnte. Dann aber wurde er von seinem bösen Bruder Seth in einen Kasten gesperrt, wie in einen Sarg. Das will sagen, daß Osiris einstmals, als die Menschen noch geistiger waren, mit ihnen zusammen war auf der Erde; doch dann mußte er in der geistigen Welt verbleiben, weil er zu gut war für die physische Menschengestalt. Ein solches Wesen muß die Seele werden, ein Wesen, das zu gut ist für die Menschengestalt, wenn diese Seele sich einen Ersatz verschaffen wollte für die geistige Kraft des Schauens zwischen Tod und neuer Geburt. Durch das Ähnlichwerden mit Osiris konnte die Seele drüben ihre Einsamkeit überwinden, doch sie konnte nicht das, was sie so erhielt in der geistigen Welt durch die Gemeinschaft mit Osiris, wieder mitbringen in eine neue Verkörperung, denn Osiris paßte ja nicht hinein in diese sinnlich-physische Verkörperung. Erträglich machte sich die Seele das Dasein zwischen Tod und neuer Geburt, aber sie konnte nichts von dem mitbringen in eine neue Inkarnation.

[ 17 ] Das war die schwere Gefahr, in der die Menschheit damals schwebte, daß die Inkarnationen immer schlechter wurden. Denn nichts Neues konnte hinzukommen an geistiger Kraft. Nur das, was aus alter Zeit geblieben war, konnte ausgebildet werden. Das war ausgereift in der griechisch-römischen Zeit. Wie von der Blüte die Frucht trat das zutage in der herrlichen Kunst der Griechen. Das war die schönste Frucht dessen, was der Menschheit als altes Erbgut mitgegeben war aus Urzeiten. Aber damit war verknüpft Dunkelheit und Finsternis in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt, und recht hatte der vornehme Grieche, wenn er sagte: Lieber ein Bettler auf Erden, als ein König im Reich der Schatten! - Jawohl, in dieser Welt der griechischen Lande und der römischen Staaten, wo der Mensch so viel besaß, was seine Sinne beglückte und befriedigte, in dieser Welt war es, wo er nichts mitnehmen konnte in das Leben zwischen Tod und neuer Geburt.

[ 17 ] Das war die schwere Gefahr, in der die Menschheit damals schwebte, daß die Inkarnationen immer schlechter wurden. Denn nichts Neues konnte hinzukommen an geistiger Kraft. Nur das, was aus alter Zeit geblieben war, konnte ausgebildet werden. Das war ausgereift in der griechisch-römischen Zeit. Wie von der Blüte die Frucht trat das zutage in der herrlichen Kunst der Griechen. Das war die schönste Frucht dessen, was der Menschheit als altes Erbgut mitgegeben war aus Urzeiten. Aber damit war verknüpft Dunkelheit und Finsternis in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt, und recht hatte der vornehme Grieche, wenn er sagte: Lieber ein Bettler auf Erden, als ein König im Reich der Schatten! - Jawohl, in dieser Welt der griechischen Lande und der römischen Staaten, wo der Mensch so viel besaß, was seine Sinne beglückte und befriedigte, in dieser Welt war es, wo er nichts mitnehmen konnte in das Leben zwischen Tod und neuer Geburt.

[ 18 ] Dann kam das Ereignis von Golgatha, jenes Ereignis, das nicht nur Bedeutung hat für die äußere physische Welt, sondern für alle die Welten, die der Mensch durchlebt. In dem Augenblick, wo das Blut aus den Wunden des Erlösers floß, als der Leichnam am Kreuze hing, erschien der Christus in der Unterwelt und entfachte das Licht, das wiederum sehend machte die Seelen da unten. Und von jenem Augenblicke an war es, daß die Seele einsehen konnte, daß auch wiederum von da unten Kraft kommen kann für die äußere Welt. Nicht mehr vereint sich die Seele mit dem Osiris, um Ersatz zu haben für das verlorene Schauen, sondern von nun an konnte sie sich sagen: Ich finde auch da unten das Christus-Licht, das, was sich hineinversenkt hat in die Erde, denn der Christus ist der Geist der Erde geworden. Und ich sauge Kraft im Leben zwischen Tod und neuer Geburt aus dem Geistigen heraus, solche Kraft, die ich mitbringen kann, wenn ich zu neuer Geburt auf die Erde zurückkehre. - Was war aber notwendig, damit diese Kraft in richtiger Weise einströme? Dazu war notwendig, daß sich in bezug auf das Sinnliche ein völliger Umschwung vollzog.

[ 18 ] Dann kam das Ereignis von Golgatha, jenes Ereignis, das nicht nur Bedeutung hat für die äußere physische Welt, sondern für alle die Welten, die der Mensch durchlebt. In dem Augenblick, wo das Blut aus den Wunden des Erlösers floß, als der Leichnam am Kreuze hing, erschien der Christus in der Unterwelt und entfachte das Licht, das wiederum sehend machte die Seelen da unten. Und von jenem Augenblicke an war es, daß die Seele einsehen konnte, daß auch wiederum von da unten Kraft kommen kann für die äußere Welt. Nicht mehr vereint sich die Seele mit dem Osiris, um Ersatz zu haben für das verlorene Schauen, sondern von nun an konnte sie sich sagen: Ich finde auch da unten das Christus-Licht, das, was sich hineinversenkt hat in die Erde, denn der Christus ist der Geist der Erde geworden. Und ich sauge Kraft im Leben zwischen Tod und neuer Geburt aus dem Geistigen heraus, solche Kraft, die ich mitbringen kann, wenn ich zu neuer Geburt auf die Erde zurückkehre. - Was war aber notwendig, damit diese Kraft in richtiger Weise einströme? Dazu war notwendig, daß sich in bezug auf das Sinnliche ein völliger Umschwung vollzog.

[ 19 ] Fragen wir uns, was diese alten Inder empfanden, wenn sie sagten: Diese Welt ist Maja, die große Täuschung, und wenn ich durch meine Sinne mich mit ihr verbinde und sie wahrnehme, dann bin ich selbst der großen Täuschung verfallen. Nur wenn ich mich abziehe von ihr und mich erhebe zu dem, was jenseits vom Sinnlichen liegt, wenn ich mich zu dem uralten Geistigen erhebe, dann bin ich in der Welt der Götter! Allein dadurch, daß ich mich von der Außenwelt zurückziehe, komme ich durch mein Inneres, das mir wie ein altes Erbstück geblieben ist von diesen geistigen Welten, zurück zu meiner alten Heimat. Ich muß zurückgehen in dieses uralt heilige Land, aus dem ich hineingeschritten bin in die Sinnenwelt. Ich kann nur dadurch zurückkommen, daß ich mein Geistiges wirken lasse, wenn es den Blick ablenkt von der Außenwelt. - Das konnte man in jener Zeit: man konnte den Schritt zurückwenden. Es war noch so viel in diesem Innern geblieben von der Kraft, zu den alten Göttern aufzuschauen, daß bei Anwendung dieser Kraft der Weg zu den Göttern gefunden werden konnte. So fand der Inder seine Devas, aus denen alles entsprungen ist.

[ 19 ] Fragen wir uns, was diese alten Inder empfanden, wenn sie sagten: Diese Welt ist Maja, die große Täuschung, und wenn ich durch meine Sinne mich mit ihr verbinde und sie wahrnehme, dann bin ich selbst der großen Täuschung verfallen. Nur wenn ich mich abziehe von ihr und mich erhebe zu dem, was jenseits vom Sinnlichen liegt, wenn ich mich zu dem uralten Geistigen erhebe, dann bin ich in der Welt der Götter! Allein dadurch, daß ich mich von der Außenwelt zurückziehe, komme ich durch mein Inneres, das mir wie ein altes Erbstück geblieben ist von diesen geistigen Welten, zurück zu meiner alten Heimat. Ich muß zurückgehen in dieses uralt heilige Land, aus dem ich hineingeschritten bin in die Sinnenwelt. Ich kann nur dadurch zurückkommen, daß ich mein Geistiges wirken lasse, wenn es den Blick ablenkt von der Außenwelt. - Das konnte man in jener Zeit: man konnte den Schritt zurückwenden. Es war noch so viel in diesem Innern geblieben von der Kraft, zu den alten Göttern aufzuschauen, daß bei Anwendung dieser Kraft der Weg zu den Göttern gefunden werden konnte. So fand der Inder seine Devas, aus denen alles entsprungen ist.

[ 20 ] Nun kam die persische Zeit, in der die menschliche Seele nicht mehr so viel hatte von der Kraft, die wie ein Erbgut aus der alten Zeit war. Hätte jetzt die Seele gesagt: Ich lenke meine Schritte zurück, ich will nicht in dieser Welt bleiben -, so würde sie nicht mehr die alten Götter gefunden haben. Dazu reichte die Kraft nicht mehr aus. Das ist mit der Fortentwickelung der Menschheit verbunden. Versuchte jetzt die Seele den Blick hinwegzulenken über die äußere Welt und sie bloß als Maja anzusehen, so hätte das dazu geführt, nicht die hohen Götter zu sehen, sondern nur die untergeordneten Devas, die schlimmen geistigen Wesenheiten, die nicht zu den hohen Göttern gehören, und die in das Böse herabgefallen sind. Dies hätten die Seelen gefunden. Weil diese Gefahr vorlag, mußte der Seele gezeigt werden, wie sie, nicht sich abwendend von der Sinneswelt, sondern ausgehend von ihr, in ihr mehr sehen kann, wie die Sinneswelt ein äußerer Ausdruck für ein Geistiges ist. Wenn sich der Blick zur Sonne emporwendet, so lernt die Seele in ihr nicht bloß die äußere physische Sonnenkraft sehen, sondern Ahura Mazdao, den Sonnengott, und dadurch wird die Seele fähig, auch innerhalb der Sinnenwelt etwas vom GöttlichGeistigen zu wissen.

[ 20 ] Nun kam die persische Zeit, in der die menschliche Seele nicht mehr so viel hatte von der Kraft, die wie ein Erbgut aus der alten Zeit war. Hätte jetzt die Seele gesagt: Ich lenke meine Schritte zurück, ich will nicht in dieser Welt bleiben -, so würde sie nicht mehr die alten Götter gefunden haben. Dazu reichte die Kraft nicht mehr aus. Das ist mit der Fortentwickelung der Menschheit verbunden. Versuchte jetzt die Seele den Blick hinwegzulenken über die äußere Welt und sie bloß als Maja anzusehen, so hätte das dazu geführt, nicht die hohen Götter zu sehen, sondern nur die untergeordneten Devas, die schlimmen geistigen Wesenheiten, die nicht zu den hohen Göttern gehören, und die in das Böse herabgefallen sind. Dies hätten die Seelen gefunden. Weil diese Gefahr vorlag, mußte der Seele gezeigt werden, wie sie, nicht sich abwendend von der Sinneswelt, sondern ausgehend von ihr, in ihr mehr sehen kann, wie die Sinneswelt ein äußerer Ausdruck für ein Geistiges ist. Wenn sich der Blick zur Sonne emporwendet, so lernt die Seele in ihr nicht bloß die äußere physische Sonnenkraft sehen, sondern Ahura Mazdao, den Sonnengott, und dadurch wird die Seele fähig, auch innerhalb der Sinnenwelt etwas vom GöttlichGeistigen zu wissen.

[ 21 ] Die persische Seele war schwach geworden für die geistigen Kräfte, die zu den alten Göttern zurückführten, und sie mußte erst erzogen werden, durch den Schleier des Materiellen, der über dem Geistigen liegt, hindurchzuschauen. In der Außenwelt verbargen sich ihr die schlechten Asuras, aber sie konnte noch nicht die guten geistigen Wesenheiten schauen, die hinter der Maja sind. Deshalb kehrt sich zwischen der indischen und der persischen Kultur alle Namengebung für das Geistige um. Devas sind in der indischen Kultur die guten Wesen, in der persischen sind die Devas die schlechten Götter geworden. Das ist der wahre Grund dieser Umänderung; er lebt in der Fortentwickelung der menschlichen Seele. Sie war immer stärker geworden in bezug auf die äußere, aber immer schwächer in bezug auf die innere Welt. Aber nun wurde von denjenigen, die die Menschheitsentwickelung zu leiten haben, das Kommende vorbereitet.

[ 21 ] Die persische Seele war schwach geworden für die geistigen Kräfte, die zu den alten Göttern zurückführten, und sie mußte erst erzogen werden, durch den Schleier des Materiellen, der über dem Geistigen liegt, hindurchzuschauen. In der Außenwelt verbargen sich ihr die schlechten Asuras, aber sie konnte noch nicht die guten geistigen Wesenheiten schauen, die hinter der Maja sind. Deshalb kehrt sich zwischen der indischen und der persischen Kultur alle Namengebung für das Geistige um. Devas sind in der indischen Kultur die guten Wesen, in der persischen sind die Devas die schlechten Götter geworden. Das ist der wahre Grund dieser Umänderung; er lebt in der Fortentwickelung der menschlichen Seele. Sie war immer stärker geworden in bezug auf die äußere, aber immer schwächer in bezug auf die innere Welt. Aber nun wurde von denjenigen, die die Menschheitsentwickelung zu leiten haben, das Kommende vorbereitet.

[ 22 ] Als Zarathustra gelernt hatte, den Blick zur Sonne emporzuwenden und in der Sonnenaura den Sonnengott zu schauen, da wußte er bereits, daß das kein anderer als der Christus-Geist ist, der sich vorläufig nur von außen offenbaren kann. In seiner Seele auf der Erde konnte der Mensch noch nicht die Christus-Wesenheit erblicken. Was als Ahura Mazdao früher in der Sonne gesehen ward, das muß herabsteigen auf die Erde. Erst dann kann der Mensch lernen, durch sein Inneres wieder einen Deva, ein Göttlich-Geistiges, in sich selber zu sehen. Das Leben im Menschenleibe war in der persischen Zeit noch nicht fähig, den Christus-Geist aufzunehmen und sich damit zu durchdringen. Das mußte langsam und allmählich kommen. Wir müssen uns mit dem Gedanken bekanntmachen, daß sich die Götter nur dem offenbaren können, der sich zu einem Empfänger der Götter bereitet. Nur zu der Menschheit, die sich vorbereitet hatte, konnte der Deva kommen, der durch das Innere geschaut werden konnte.

[ 22 ] Als Zarathustra gelernt hatte, den Blick zur Sonne emporzuwenden und in der Sonnenaura den Sonnengott zu schauen, da wußte er bereits, daß das kein anderer als der Christus-Geist ist, der sich vorläufig nur von außen offenbaren kann. In seiner Seele auf der Erde konnte der Mensch noch nicht die Christus-Wesenheit erblicken. Was als Ahura Mazdao früher in der Sonne gesehen ward, das muß herabsteigen auf die Erde. Erst dann kann der Mensch lernen, durch sein Inneres wieder einen Deva, ein Göttlich-Geistiges, in sich selber zu sehen. Das Leben im Menschenleibe war in der persischen Zeit noch nicht fähig, den Christus-Geist aufzunehmen und sich damit zu durchdringen. Das mußte langsam und allmählich kommen. Wir müssen uns mit dem Gedanken bekanntmachen, daß sich die Götter nur dem offenbaren können, der sich zu einem Empfänger der Götter bereitet. Nur zu der Menschheit, die sich vorbereitet hatte, konnte der Deva kommen, der durch das Innere geschaut werden konnte.

[ 23 ] Alles in der Menschheitsentwickelung geschieht langsam und allmählich; nicht überall schreitet sie in der gleichen Weise vorwärts. Nach der atlantischen Flut waren die Völker nach dem Osten gezogen. Dieser oder jener Teil der atlantischen Nachkommen war in dieser oder jener Gegend geblieben, und diese Völker hatten sich verschieden entwickelt. Wodurch war der Inder fähig geworden, eine lebendige Empfindung zu haben für die geistige Welt? Dadurch, daß die Ich-Entwickelung einen ganz besonderen Gang genommen hat. Das Ich ist tief drinnen geblieben in der geistigen Welt, so daß es geneigt war, wenig Zusammenhang mit der physischen Welt zu finden. Das war die Eigentümlichkeit des Inders, daß er diesen Hang zum Geistigen der Vorzeit hatte und wenig Zusammenhang hatte mit der physischen Welt, mit der er sein Ich nicht in Verbindung bringen wollte. Daher blühen die Errungenschaften der äußeren Kultur nicht im Osten; die Völker dort haben keine Erfindungsgabe dafür. Im Westen hatte der Mensch mehr die Begabung, in der Außenwelt Hand anzulegen, da er die Aufgabe hatte, sie durchzuarbeiten. Persien bildete da gewissermaßen die Grenze zwischen Westen und Osten. Mehr im Osten blieben die Menschen, die den Blick wenig auf das äußere Sinnliche richteten. Daher konnte es kommen, daß sechshundert Jahre vor Christi für den Osten noch eine Lehre notwendig wurde, wie die des Buddha. Er mußte an diesen Punkt der Weltentwickelung hingestellt werden, weil er in den Seelen die Sehnsucht nach den geistigen Welten der Vorzeit wach erhalten sollte. Darum mußte er predigen gegen den Durst, in die physische Welt hineinzukommen. Und darum predigt er in einer Zeit, in der die Seele zwar noch den Hang, aber nicht mehr die Fähigkeit hatte, sich in die geistigen Welten zu erheben. Buddha predigt den Menschen die hohen Wahrheiten über das Leid, und er bringt ihnen die Erkenntnisse, die die Seelen hinwegheben über diese Welt des Leides.

[ 23 ] Alles in der Menschheitsentwickelung geschieht langsam und allmählich; nicht überall schreitet sie in der gleichen Weise vorwärts. Nach der atlantischen Flut waren die Völker nach dem Osten gezogen. Dieser oder jener Teil der atlantischen Nachkommen war in dieser oder jener Gegend geblieben, und diese Völker hatten sich verschieden entwickelt. Wodurch war der Inder fähig geworden, eine lebendige Empfindung zu haben für die geistige Welt? Dadurch, daß die Ich-Entwickelung einen ganz besonderen Gang genommen hat. Das Ich ist tief drinnen geblieben in der geistigen Welt, so daß es geneigt war, wenig Zusammenhang mit der physischen Welt zu finden. Das war die Eigentümlichkeit des Inders, daß er diesen Hang zum Geistigen der Vorzeit hatte und wenig Zusammenhang hatte mit der physischen Welt, mit der er sein Ich nicht in Verbindung bringen wollte. Daher blühen die Errungenschaften der äußeren Kultur nicht im Osten; die Völker dort haben keine Erfindungsgabe dafür. Im Westen hatte der Mensch mehr die Begabung, in der Außenwelt Hand anzulegen, da er die Aufgabe hatte, sie durchzuarbeiten. Persien bildete da gewissermaßen die Grenze zwischen Westen und Osten. Mehr im Osten blieben die Menschen, die den Blick wenig auf das äußere Sinnliche richteten. Daher konnte es kommen, daß sechshundert Jahre vor Christi für den Osten noch eine Lehre notwendig wurde, wie die des Buddha. Er mußte an diesen Punkt der Weltentwickelung hingestellt werden, weil er in den Seelen die Sehnsucht nach den geistigen Welten der Vorzeit wach erhalten sollte. Darum mußte er predigen gegen den Durst, in die physische Welt hineinzukommen. Und darum predigt er in einer Zeit, in der die Seele zwar noch den Hang, aber nicht mehr die Fähigkeit hatte, sich in die geistigen Welten zu erheben. Buddha predigt den Menschen die hohen Wahrheiten über das Leid, und er bringt ihnen die Erkenntnisse, die die Seelen hinwegheben über diese Welt des Leides.

[ 24 ] Für die westliche Welt wäre diese Lehre unmöglich gewesen. Für sie mußte eine solche da sein, die dem Hang zur sinnlichen Welt gewachsen war. Der Westen mußte eine Lehre haben, die da sagte: In der äußeren Welt müßt Ihr so arbeiten, daß die Kräfte dieser Welt in den Dienst der Menschen gestellt werden. Aber Ihr könnt auch die Früchte dieses Lebens hineinnehmen in die geistige Welt nach dem Tode.

[ 24 ] Für die westliche Welt wäre diese Lehre unmöglich gewesen. Für sie mußte eine solche da sein, die dem Hang zur sinnlichen Welt gewachsen war. Der Westen mußte eine Lehre haben, die da sagte: In der äußeren Welt müßt Ihr so arbeiten, daß die Kräfte dieser Welt in den Dienst der Menschen gestellt werden. Aber Ihr könnt auch die Früchte dieses Lebens hineinnehmen in die geistige Welt nach dem Tode.

[ 25 ] Man faßt gewöhnlich das Eigenartige des Christentums nicht richtig auf. In der römischen Welt fand es wenig Anklang bei denen, die die Schätze und Reichtümer dieser Welt genießen konnten, dagegen vielen Anklang bei denen, die die Arbeit in der sinnlichen Welt [zu tun} hatten. Trotz aller Arbeit in dersinnlichen Welt, innerhalb der physischen Welt, wußten diese, daß sie hier etwas entwickeln, was sie mitnehmen können nach dem Tode. Das war das hohe Gefühl, das diejenigen beseelte, die das Christentum annahmen. Die Menschen konnten sich sagen: Indem du den Christus als dein Ideal hinstellst, wirst du etwas entwickeln in dieser Welt, was selbst durch den Tod nicht zerstört werden kann. - Dieses Bewußtsein konnte sich nur dadurch ausbilden, daß der Christus wirklich auf der Erde war, nicht als Devawesenheit, sondern als Wesenheit, die in einem Menschenleib sich verkörperte, so daß ein jeder Mensch sie zum Vorbild und Ideal nehmen konnte. Aber dazu mußten der Impuls und die Kraft geschaffen werden. Und Zarathustra schaffte die Vorbedingungen dafür. Er hatte so viel durchgemacht, daß er vorbereitet war, diese Mission zu übernehmen.

[ 25 ] Man faßt gewöhnlich das Eigenartige des Christentums nicht richtig auf. In der römischen Welt fand es wenig Anklang bei denen, die die Schätze und Reichtümer dieser Welt genießen konnten, dagegen vielen Anklang bei denen, die die Arbeit in der sinnlichen Welt [zu tun} hatten. Trotz aller Arbeit in dersinnlichen Welt, innerhalb der physischen Welt, wußten diese, daß sie hier etwas entwickeln, was sie mitnehmen können nach dem Tode. Das war das hohe Gefühl, das diejenigen beseelte, die das Christentum annahmen. Die Menschen konnten sich sagen: Indem du den Christus als dein Ideal hinstellst, wirst du etwas entwickeln in dieser Welt, was selbst durch den Tod nicht zerstört werden kann. - Dieses Bewußtsein konnte sich nur dadurch ausbilden, daß der Christus wirklich auf der Erde war, nicht als Devawesenheit, sondern als Wesenheit, die in einem Menschenleib sich verkörperte, so daß ein jeder Mensch sie zum Vorbild und Ideal nehmen konnte. Aber dazu mußten der Impuls und die Kraft geschaffen werden. Und Zarathustra schaffte die Vorbedingungen dafür. Er hatte so viel durchgemacht, daß er vorbereitet war, diese Mission zu übernehmen.

[ 26 ] Der Zarathustra, der in Persien in der Sonnenaura den Gott der Sonne erblickte, hatte sich in früheren Verkörperungen wohl vorbereiten müssen, um diesen Gott erblicken zu können. Er hatte schon in der Zeit, die noch erfüllt war von den Lehren der heiligen Rishis, hohe, erhabene Inkarnationserlebnisse hinter sich. Er war eingeweiht in die Lehren der heiligen Rishis. Er hatte sie nach und nach empfangen in sieben aufeinanderfolgenden Inkarnationen. Dann wurde er geboren in einem Leibe, der blind und taub war und möglichst wenig Beziehung zur Außenwelt hatte. Als ein Mensch, der geradezu unempfänglich war für äußere Sinneseindrücke, mußte Zarathustra geboren werden; und da kam ihm aus seinem Innern heraus die Erinnerung an die Lehre der heiligen Rishis, die er einstmals empfangen hatte. Und gerade da konnte der große Sonnengott etwas in ihm anzünden, was über die Lehre der Rishis hinausging. Das erstand wieder bei der nächsten Inkarnation und da war es, wo Ahura Mazdao sich von außen dem Zarathustra offenbarte.

[ 26 ] Der Zarathustra, der in Persien in der Sonnenaura den Gott der Sonne erblickte, hatte sich in früheren Verkörperungen wohl vorbereiten müssen, um diesen Gott erblicken zu können. Er hatte schon in der Zeit, die noch erfüllt war von den Lehren der heiligen Rishis, hohe, erhabene Inkarnationserlebnisse hinter sich. Er war eingeweiht in die Lehren der heiligen Rishis. Er hatte sie nach und nach empfangen in sieben aufeinanderfolgenden Inkarnationen. Dann wurde er geboren in einem Leibe, der blind und taub war und möglichst wenig Beziehung zur Außenwelt hatte. Als ein Mensch, der geradezu unempfänglich war für äußere Sinneseindrücke, mußte Zarathustra geboren werden; und da kam ihm aus seinem Innern heraus die Erinnerung an die Lehre der heiligen Rishis, die er einstmals empfangen hatte. Und gerade da konnte der große Sonnengott etwas in ihm anzünden, was über die Lehre der Rishis hinausging. Das erstand wieder bei der nächsten Inkarnation und da war es, wo Ahura Mazdao sich von außen dem Zarathustra offenbarte.

[ 27 ] So hatte Zarathustra viel durchgemacht, ehe er der Lehrer und Inspirator des persischen Volkes wurde. Dann wissen wir, daß er Moses und Hermes zu Schülern hatte und daß er seinen Astralleib dem Hermes, seinen Ätherleib dem Moses gab. Von Moses geht aus die aus der Akasha-Chronik geflossene Lehre von dem «Ich bin der Ich-bin» Ejeh asher ejeh. So hat Zarathustra sich langsam vorbereitet zu einem noch viel größeren und gewaltigeren Opfer. Als der Astralleib des Zarathustra wieder erschien in Hermes und der Ätherleib in Moses, da konnte sich das Ich, das sich immer weiterentwickelt hatte, bei der neuen Verkörperung einen Astral- und Ätherleib bilden, entsprechend dem vollkommenen Ich. Und Zarathustra wurde innerhalb der alten chaldäischen Lande wiedergeboren, sechshundert Jahre vor Christi, und wurde Lehrer des Pythagoras - als Zarathos oder Nazarathos. Er bereitet dann innerhalb der chaldäischen Kultur vor auf den Impuls, der in die Welt kommen soll. Das finden wir wieder in jener Stimmung, die sich in dem Teil der Bibel ausdrückt, in dem gesagt wird: die Weisen des Morgenlandes kommen den Christus zu begrüßen als den neuen Stern der Weisheit, der aufgegangen war. Zarathustra hat gelehrt, daß der Christus kommen werde, und diejenigen, die als Schüler dieser bedeutsamen Zarathustra-Lehre verblieben, die wußten, wann der Zeitpunkt des großen Impulses von Golgatha kommen werde.

[ 27 ] So hatte Zarathustra viel durchgemacht, ehe er der Lehrer und Inspirator des persischen Volkes wurde. Dann wissen wir, daß er Moses und Hermes zu Schülern hatte und daß er seinen Astralleib dem Hermes, seinen Ätherleib dem Moses gab. Von Moses geht aus die aus der Akasha-Chronik geflossene Lehre von dem «Ich bin der Ich-bin» Ejeh asher ejeh. So hat Zarathustra sich langsam vorbereitet zu einem noch viel größeren und gewaltigeren Opfer. Als der Astralleib des Zarathustra wieder erschien in Hermes und der Ätherleib in Moses, da konnte sich das Ich, das sich immer weiterentwickelt hatte, bei der neuen Verkörperung einen Astral- und Ätherleib bilden, entsprechend dem vollkommenen Ich. Und Zarathustra wurde innerhalb der alten chaldäischen Lande wiedergeboren, sechshundert Jahre vor Christi, und wurde Lehrer des Pythagoras - als Zarathos oder Nazarathos. Er bereitet dann innerhalb der chaldäischen Kultur vor auf den Impuls, der in die Welt kommen soll. Das finden wir wieder in jener Stimmung, die sich in dem Teil der Bibel ausdrückt, in dem gesagt wird: die Weisen des Morgenlandes kommen den Christus zu begrüßen als den neuen Stern der Weisheit, der aufgegangen war. Zarathustra hat gelehrt, daß der Christus kommen werde, und diejenigen, die als Schüler dieser bedeutsamen Zarathustra-Lehre verblieben, die wußten, wann der Zeitpunkt des großen Impulses von Golgatha kommen werde.

[ 28 ] Nun ist zwischen denjenigen, die also in der Welt dastehen - einem Buddha, Zarathustra, Pythagoras -, immer ein gewisser Zusammenhang. Denn was in der Welt wirkt, ist ja eine Kraft, ist Tatsache. Die Geister wirken zusammen, sie werden nicht umsonst zusammen in einem Zeitalter geboren. So greifen ineinander die großen Impulse der Menschheitsentwickelung. Zarathustra wies hin auf denjenigen, der durch das Ereignis von Golgatha bewirken sollte, daß die Menschen die Welt der Devas durch die Kraft ihres eigenen Innern finden können, immer mehr und mehr, je weiter sie sich in die Zukunft hinein entwickeln und die Schritte nach vorwärts richten können. Und zur selben Zeit sagte der Buddha: Ja, es ist eine geistige Welt, der gegenüber alle Sinneswelt Maja ist. Lenkt Eure Schritte zurück in die Welt, in der Ihr waret, bevor der Durst nach irdischem Dasein erwachte, und Ihr werdet finden Nirvana, das Ruhen im Göttlichen! - Das ist der Unterschied in der Lehre des Buddha und des Zarathustra. Der Buddha lehrt, daß der Mensch durch Zurücklenkung der Schritte zum Göttlichen kommen kann, und der Zarathustra lehrt als Zarathos: Es wird die Zeit kommen, da wird das Licht sich verkörpern innerhalb der Erde selbst, und dadurch wird die Seele, wenn sie vorwärtsschreitet, näher dem Göttlichen kommen. — Buddha sagt: Im Zurückschreiten — Zarathustra sagt: Im Vorwärtsschreiten wird die Seele den Gott finden.

[ 28 ] Nun ist zwischen denjenigen, die also in der Welt dastehen - einem Buddha, Zarathustra, Pythagoras -, immer ein gewisser Zusammenhang. Denn was in der Welt wirkt, ist ja eine Kraft, ist Tatsache. Die Geister wirken zusammen, sie werden nicht umsonst zusammen in einem Zeitalter geboren. So greifen ineinander die großen Impulse der Menschheitsentwickelung. Zarathustra wies hin auf denjenigen, der durch das Ereignis von Golgatha bewirken sollte, daß die Menschen die Welt der Devas durch die Kraft ihres eigenen Innern finden können, immer mehr und mehr, je weiter sie sich in die Zukunft hinein entwickeln und die Schritte nach vorwärts richten können. Und zur selben Zeit sagte der Buddha: Ja, es ist eine geistige Welt, der gegenüber alle Sinneswelt Maja ist. Lenkt Eure Schritte zurück in die Welt, in der Ihr waret, bevor der Durst nach irdischem Dasein erwachte, und Ihr werdet finden Nirvana, das Ruhen im Göttlichen! - Das ist der Unterschied in der Lehre des Buddha und des Zarathustra. Der Buddha lehrt, daß der Mensch durch Zurücklenkung der Schritte zum Göttlichen kommen kann, und der Zarathustra lehrt als Zarathos: Es wird die Zeit kommen, da wird das Licht sich verkörpern innerhalb der Erde selbst, und dadurch wird die Seele, wenn sie vorwärtsschreitet, näher dem Göttlichen kommen. — Buddha sagt: Im Zurückschreiten — Zarathustra sagt: Im Vorwärtsschreiten wird die Seele den Gott finden.

[ 29 ] Ob man den Gott sucht im Alpha oder im Omega: man findet ihn. Ob man zurück- oder vorwärtsschreitet: zu Gott kommt man! Aber mit erhöhten menschlichen Kräften sollen die Menschen ihn finden. Diejenigen Kräfte, die nötig sind, den Gott des Alpha zu finden, sind die Urkräfte des Menschen. Die Kräfte aber, die nötig sind, den Gott des Omega zu finden, die muß sich der Mensch selber erringen auf der Erde. Es ist nicht einerlei, ob man zurück zum Alpha oder vorwärts zum Omega geht. Wer nur den Gott finden will, nur hineinkommen will in die geistige Welt, der mag vorwärts- oder rückwärtsgehen, aber wem daran liegt, daß die Menschheit die Erde in einem erhöhten Zustande verlasse, der muß den Weg zum Omega weisen.

[ 29 ] Ob man den Gott sucht im Alpha oder im Omega: man findet ihn. Ob man zurück- oder vorwärtsschreitet: zu Gott kommt man! Aber mit erhöhten menschlichen Kräften sollen die Menschen ihn finden. Diejenigen Kräfte, die nötig sind, den Gott des Alpha zu finden, sind die Urkräfte des Menschen. Die Kräfte aber, die nötig sind, den Gott des Omega zu finden, die muß sich der Mensch selber erringen auf der Erde. Es ist nicht einerlei, ob man zurück zum Alpha oder vorwärts zum Omega geht. Wer nur den Gott finden will, nur hineinkommen will in die geistige Welt, der mag vorwärts- oder rückwärtsgehen, aber wem daran liegt, daß die Menschheit die Erde in einem erhöhten Zustande verlasse, der muß den Weg zum Omega weisen.

[ 30 ] Das tat Zarathustra. Er bahnte den Weg für jene Menschheit, die Hand anlegen sollte an die Kräfte der Erde selber. Das vollste Verständnis brachte Zarathustra dem Buddha entgegen, denn beide suchten ja ein und dasselbe. Was muß Zarathustra tun? Er muß die Möglichkeit herbeiführen, daß der Christus-Impuls zur Erde hinabsteigen kann. Zarathustra wird wiedergeboren als Jesus von Nazareth, und durch das, was in der vorangehenden Inkarnation geschehen war, konnte sich Zarathustra mit mancherlei, was übriggeblieben war durch die spirituelle Ökonomie, vereinigen. Die Welt ist tief und die Wahrheit kompliziert!

[ 30 ] Das tat Zarathustra. Er bahnte den Weg für jene Menschheit, die Hand anlegen sollte an die Kräfte der Erde selber. Das vollste Verständnis brachte Zarathustra dem Buddha entgegen, denn beide suchten ja ein und dasselbe. Was muß Zarathustra tun? Er muß die Möglichkeit herbeiführen, daß der Christus-Impuls zur Erde hinabsteigen kann. Zarathustra wird wiedergeboren als Jesus von Nazareth, und durch das, was in der vorangehenden Inkarnation geschehen war, konnte sich Zarathustra mit mancherlei, was übriggeblieben war durch die spirituelle Ökonomie, vereinigen. Die Welt ist tief und die Wahrheit kompliziert!

[ 31 ] Und einverleibt wurde dem Jesus von Nazareth auch die auf verschiedenen Wegen fortgeführte Wesenheit des Buddha, denn in dem, der viel wirken soll, wirkt viel. Das Ich des Jesus verließ bei der Taufe im Jordan den physischen, Äther- und Astralleib, und der Sonnengott, der Christus-Geist zieht ein und lebt drei Jahre in den Leibern des Jesus von Nazareth. So hatte Zarathustra hingearbeitet darauf, die Menschheit zu einem Empfänger des Christus-Impulses zu machen.

[ 31 ] Und einverleibt wurde dem Jesus von Nazareth auch die auf verschiedenen Wegen fortgeführte Wesenheit des Buddha, denn in dem, der viel wirken soll, wirkt viel. Das Ich des Jesus verließ bei der Taufe im Jordan den physischen, Äther- und Astralleib, und der Sonnengott, der Christus-Geist zieht ein und lebt drei Jahre in den Leibern des Jesus von Nazareth. So hatte Zarathustra hingearbeitet darauf, die Menschheit zu einem Empfänger des Christus-Impulses zu machen.

[ 32 ] Damit war ein wichtiger Moment der Erdenentwickelung gekommen. Es war jetzt möglich geworden, daß die Menschen den Gott in ihrem Innern finden konnten, und sie konnten jetzt etwas mitbringen aus diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt in die neue Verkörperung hinein. Und jetzt sind schon Seelen da, die stark genug empfinden: Ich war in einer Welt, in der das Christus-Licht geleuchtet hat. - Daß das in mancher Seele dunkel geahnt wird, das macht den Menschen fähig, heute das Wort der Geisteswissenschaft zu verstehen. Weil es heute solche Menschen gibt, sagten sich die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen, dürfen wir hoffen, daß sie die Wahrheiten der Geisteswissenschaft empfinden und daß sie dieselben zu ihrem Lebensinhalte machen werden. Weil die Meister dies wissen, übertrugen sie denen, die Verständnis dafür hatten, die Mission, die Anthroposophie in der Gegenwart zu verkünden.

[ 32 ] Damit war ein wichtiger Moment der Erdenentwickelung gekommen. Es war jetzt möglich geworden, daß die Menschen den Gott in ihrem Innern finden konnten, und sie konnten jetzt etwas mitbringen aus diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt in die neue Verkörperung hinein. Und jetzt sind schon Seelen da, die stark genug empfinden: Ich war in einer Welt, in der das Christus-Licht geleuchtet hat. - Daß das in mancher Seele dunkel geahnt wird, das macht den Menschen fähig, heute das Wort der Geisteswissenschaft zu verstehen. Weil es heute solche Menschen gibt, sagten sich die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen, dürfen wir hoffen, daß sie die Wahrheiten der Geisteswissenschaft empfinden und daß sie dieselben zu ihrem Lebensinhalte machen werden. Weil die Meister dies wissen, übertrugen sie denen, die Verständnis dafür hatten, die Mission, die Anthroposophie in der Gegenwart zu verkünden.

[ 33 ] Es ist eine Notwendigkeit, daß Geisteswissenschaft jetzt beginnt, eine geistige Strömung in unserer Gegenwart zu werden. Die Seelen für sie hat der Christus selber vorbereitet, und eine völlige Gewähr für ihr Bleiben ist die Tatsache, daß das Christus-Licht, nachdem es einmal entzündet ist, nicht mehr erlöschen kann. Mit diesem Gefühl der Notwendigkeit der anthroposophischen Geistesströmung erfüllen wir uns, und dann stehen wir im rechten Sinne darinnen und sie wird uns als unverrückbares Ideal vor Augen stehen.

[ 33 ] Es ist eine Notwendigkeit, daß Geisteswissenschaft jetzt beginnt, eine geistige Strömung in unserer Gegenwart zu werden. Die Seelen für sie hat der Christus selber vorbereitet, und eine völlige Gewähr für ihr Bleiben ist die Tatsache, daß das Christus-Licht, nachdem es einmal entzündet ist, nicht mehr erlöschen kann. Mit diesem Gefühl der Notwendigkeit der anthroposophischen Geistesströmung erfüllen wir uns, und dann stehen wir im rechten Sinne darinnen und sie wird uns als unverrückbares Ideal vor Augen stehen.

[ 34 ] Ja, eine menschliche Persönlichkeit mußte sich so weit entwickeln, daß ermöglicht wurde, daß das Licht hinabsteigen und in einem Menschenleibe sagen konnte: «Ich bin das Licht der Welt!»

[ 34 ] Ja, eine menschliche Persönlichkeit mußte sich so weit entwickeln, daß ermöglicht wurde, daß das Licht hinabsteigen und in einem Menschenleibe sagen konnte: «Ich bin das Licht der Welt!»

[ 35 ] Es leuchtete zuerst hinab in die Seele Zarathustras und sprach zu dieser Seele, und diese Seele begriff das Licht der Welt und hat sich für dasselbe hingeopfert, damit es eine Stätte fand, um den Menschen aus einem irdischen Leibe heraus sagen zu können: «Ich bin das Licht der Welt!»

[ 35 ] Es leuchtete zuerst hinab in die Seele Zarathustras und sprach zu dieser Seele, und diese Seele begriff das Licht der Welt und hat sich für dasselbe hingeopfert, damit es eine Stätte fand, um den Menschen aus einem irdischen Leibe heraus sagen zu können: «Ich bin das Licht der Welt!»