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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109

10 June 1909, Budapest

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17. Die Entwickelungsstadien unserer Erde. Lemurische, atlantische, nachatlantische Epoche

17. Die Entwickelungsstadien unserer Erde. Lemurische, atlantische, nachatlantische Epoche

[ 1 ] Gestern sind wir in unseren Betrachtungen bis zu dem Zeitalter gekommen, das man das lemurische unserer Erdenentwickelung nennt. In jener Zeit haben wir ein großes kosmisches Ereignis zu verzeichnen: den Austritt des Mondes aus unserer Erdensubstanz. Gerade dadurch kam das richtige Tempo in die Entwickelungsmöglichkeit des Menschen. Damals war unsere Erde weit verschieden in Gestalt und Temperatur von unserer heutigen Erde. Viel höher war die Temperatur, so daß heutige Menschen auf dieser Erde nicht hätten leben können. Wesentlich anders war auch die Gestalt. Ganz allmählich hat sich die Erde dann so verdichtet, daß sich feste Substanzen auf ihr bildeten. Und wenn wir gestern davon gesprochen haben, daß sich die Leiber verhärteten, so ist das nicht physisch, sondern in bezug auf Stärke und Qualität aufzufassen. Gewisse Stofflichkeiten lösten sich auf. Die ganze Erde war in feurig-flüssigem Zustand und wurde erst allmählich fester und fester. Das ist aber nicht so aufzufassen, als ob sie im heutigen physischen Sinne hart und dick geworden wäre, sondern es hat eben Bezug auf die Stärke und Qualität. Diese Kräfte sind solche, daß sie den Menschen mumifiziert hätten. Aus dem feuerflüssigen Zustand der Erde gliederten sich dann inselartige Gebilde heraus, und die Wesen darauf haben eine entfernte Ähnlichkeit mit unseren heutigen Tieren und Pflanzen. Der Mensch selber aber wohnte während der ersten Hälfte des lemurischen Zeitalters nicht unmittelbar auf der Erde, sondern in der Sphäre über der Erde in einer dünnen, feinen Leiblichkeit; geistigere Menschen waren das. Es hatte der Mensch im Anfang des lemurischen Zeitalters noch nicht die spätere Körperlichkeit und nahm nicht die festere Art Nahrung zu sich. Ja, selbst noch am Ende der Lemuria würden Sie die Formen des Menschenleibes, der schon am dichtesten in der Substanz geworden war, nicht mit den heutigen Knochen behaftet finden. Die Substanz, aus welcher der physische Menschenleib bestand, war noch weich, gallertartig, so daß sie sich äußerlich kaum von der übrigen Substanz unterschied. Diejenigen Seelen, die zu früh auf die Erde heruntergestiegen waren, die nahmen in ihren Leibern diese Art von dichterer Erdensubstanz auf. Es lebten dann die Menschen, die am wenigsten geistig waren, schon auf der Erde, die andern noch über der Erde.

[ 1 ] Gestern sind wir in unseren Betrachtungen bis zu dem Zeitalter gekommen, das man das lemurische unserer Erdenentwickelung nennt. In jener Zeit haben wir ein großes kosmisches Ereignis zu verzeichnen: den Austritt des Mondes aus unserer Erdensubstanz. Gerade dadurch kam das richtige Tempo in die Entwickelungsmöglichkeit des Menschen. Damals war unsere Erde weit verschieden in Gestalt und Temperatur von unserer heutigen Erde. Viel höher war die Temperatur, so daß heutige Menschen auf dieser Erde nicht hätten leben können. Wesentlich anders war auch die Gestalt. Ganz allmählich hat sich die Erde dann so verdichtet, daß sich feste Substanzen auf ihr bildeten. Und wenn wir gestern davon gesprochen haben, daß sich die Leiber verhärteten, so ist das nicht physisch, sondern in bezug auf Stärke und Qualität aufzufassen. Gewisse Stofflichkeiten lösten sich auf. Die ganze Erde war in feurig-flüssigem Zustand und wurde erst allmählich fester und fester. Das ist aber nicht so aufzufassen, als ob sie im heutigen physischen Sinne hart und dick geworden wäre, sondern es hat eben Bezug auf die Stärke und Qualität. Diese Kräfte sind solche, daß sie den Menschen mumifiziert hätten. Aus dem feuerflüssigen Zustand der Erde gliederten sich dann inselartige Gebilde heraus, und die Wesen darauf haben eine entfernte Ähnlichkeit mit unseren heutigen Tieren und Pflanzen. Der Mensch selber aber wohnte während der ersten Hälfte des lemurischen Zeitalters nicht unmittelbar auf der Erde, sondern in der Sphäre über der Erde in einer dünnen, feinen Leiblichkeit; geistigere Menschen waren das. Es hatte der Mensch im Anfang des lemurischen Zeitalters noch nicht die spätere Körperlichkeit und nahm nicht die festere Art Nahrung zu sich. Ja, selbst noch am Ende der Lemuria würden Sie die Formen des Menschenleibes, der schon am dichtesten in der Substanz geworden war, nicht mit den heutigen Knochen behaftet finden. Die Substanz, aus welcher der physische Menschenleib bestand, war noch weich, gallertartig, so daß sie sich äußerlich kaum von der übrigen Substanz unterschied. Diejenigen Seelen, die zu früh auf die Erde heruntergestiegen waren, die nahmen in ihren Leibern diese Art von dichterer Erdensubstanz auf. Es lebten dann die Menschen, die am wenigsten geistig waren, schon auf der Erde, die andern noch über der Erde.

[ 2 ] Jetzt erst, während der lemurischen Zeit, entsteht, sozusagen durch das Herausfallen feiner Aschenmassen, feuerflüssiger Metallmassen, der erste Bodensatz von Mineralischem. Diese Massen, sie bilden gleichsam den Anfang von Inseln. Es ist das mehr bildlich ausgedrückt, aber dem hellseherischen Blick stellt sich diese allmähliche Verdichtung so dar. Dann kommt aus dieser Masse heraus das, was wir nennen können ein Pflanzenreich, später bildet sich dann erst das Tierreich. Es würde zu weit führen, wenn ich Ihnen ausführlich erzählen wollte, wie sich allmählich das Physische verdichtet. Es steigt wirklich alles herunter aus höheren Sphären, auch die sich verdichtenden Kontinente. Das aber, was heute der Mensch ist, das hielt sich zunächst noch auf sozusagen in einer Sphäre über der Erde. Darinnen lebten die Menschen und bildeten in dieser weichen Sphäre ihre weichen, feinen Leiber aus. Des Menschen Ätherleib und Astralleib waren da noch nicht mit dem physischen Leibe in so starkem Zusammenhang, noch waren sie mehr frei. Aber mit der Verfestigung des physischen Leibes, der nun immer dichter und dichter wird, wurde auch die Verbindung mit dem Ätherleib und Astralleib eine engere, und der Mensch wurde aus einem schwebenden, schwimmenden Wesen nun ein Wesen, das jetzt die Erde betrat.

[ 2 ] Jetzt erst, während der lemurischen Zeit, entsteht, sozusagen durch das Herausfallen feiner Aschenmassen, feuerflüssiger Metallmassen, der erste Bodensatz von Mineralischem. Diese Massen, sie bilden gleichsam den Anfang von Inseln. Es ist das mehr bildlich ausgedrückt, aber dem hellseherischen Blick stellt sich diese allmähliche Verdichtung so dar. Dann kommt aus dieser Masse heraus das, was wir nennen können ein Pflanzenreich, später bildet sich dann erst das Tierreich. Es würde zu weit führen, wenn ich Ihnen ausführlich erzählen wollte, wie sich allmählich das Physische verdichtet. Es steigt wirklich alles herunter aus höheren Sphären, auch die sich verdichtenden Kontinente. Das aber, was heute der Mensch ist, das hielt sich zunächst noch auf sozusagen in einer Sphäre über der Erde. Darinnen lebten die Menschen und bildeten in dieser weichen Sphäre ihre weichen, feinen Leiber aus. Des Menschen Ätherleib und Astralleib waren da noch nicht mit dem physischen Leibe in so starkem Zusammenhang, noch waren sie mehr frei. Aber mit der Verfestigung des physischen Leibes, der nun immer dichter und dichter wird, wurde auch die Verbindung mit dem Ätherleib und Astralleib eine engere, und der Mensch wurde aus einem schwebenden, schwimmenden Wesen nun ein Wesen, das jetzt die Erde betrat.

[ 3 ] In dieser Zeit machte sich beim Menschen ein Einfluß geltend, der sehr wichtig ist. Was wäre ohne diesen Einfluß mit dem Menschen geschehen? Er wäre noch lange, lange ein Wesen geblieben ohne Initiative, ohne innere Selbständigkeit, ein Automat wäre er geblieben, der von höheren geistigen Wesenheiten, von deren Kräften gezogen worden wäre. In den physischen Leib, Ätherleib und Astralleib strömten fortwährend geistige Kräfte von den geistigen Wesenheiten ein. Da waren nun auch solche Wesenheiten darunter, die vorzugsweise in seinem Astralleib wirkten, und die selbst in ihrer Entwickelung zurückgeblieben waren: das sind die luziferischen Wesenheiten. Die zogen den Menschen noch rascher auf den physischen Plan herunter als die guten, in ihrer Entwickelung normalen geistigen Wesenheiten.

[ 3 ] In dieser Zeit machte sich beim Menschen ein Einfluß geltend, der sehr wichtig ist. Was wäre ohne diesen Einfluß mit dem Menschen geschehen? Er wäre noch lange, lange ein Wesen geblieben ohne Initiative, ohne innere Selbständigkeit, ein Automat wäre er geblieben, der von höheren geistigen Wesenheiten, von deren Kräften gezogen worden wäre. In den physischen Leib, Ätherleib und Astralleib strömten fortwährend geistige Kräfte von den geistigen Wesenheiten ein. Da waren nun auch solche Wesenheiten darunter, die vorzugsweise in seinem Astralleib wirkten, und die selbst in ihrer Entwickelung zurückgeblieben waren: das sind die luziferischen Wesenheiten. Die zogen den Menschen noch rascher auf den physischen Plan herunter als die guten, in ihrer Entwickelung normalen geistigen Wesenheiten.

[ 4 ] Die luziferischen Wesenheiten waren Geister, die eigentlich auf dem Monde ihr Pensum hätten absolvieren sollen. Hätten sie dort ihren Einfluß auf den Menschen geltend gemacht, dann hätten sie nur auf den Astralleib wirken können, denn er war das höchste Glied der menschlichen Wesenheit auf dem Monde. Aber das konnten sie auf dem Monde nicht, weil sie zurückgebliebene Wesenheiten waren. Und auf das Ich konnten sie nicht wirken, da sie das auf dem Monde nicht gelernt hatten. Jetzt waren die luziferischen Wesenheiten so weit, daß sie auf den Astralkörper des Menschen zu wirken vermochten. Aber der Mensch war inzwischen fortgeschritten und hatte sein Ich eingegliedert erhalten. Auf das Ich konnten die luziferischen Wesenheiten noch nicht wirken; auf das Ich wirkten höhere Wesenheiten ein, auch auf den Astralleib, aber nur durch das Ich hindurch. Direkt auf den Astralleib zu wirken, hätten sie sich sozusagen nicht erlaubt, das war eine Aufgabe, die diese höheren Wesenheiten schon während der Mondenentwickelung erfüllt hatten. Hätten nun die luziferischen Wesenheiten keinen Einfluß auf den Menschen bekommen, dann hätten die höheren Wesenheiten allein gewirkt auf den Astralleib durch das Ich und so den Astralleib gereinigt. Statt dessen wirkten nun während der lemurischen Zeit die luziferischen Wesenheiten von allen Seiten auf den Astralleib direkt ein, und dadurch wurde der menschliche Astralleib all den Einflüssen ausgesetzt, die eigentlich schon auf dem Monde hätten zu Ende gewirkt haben sollen. Es wurden dadurch bestimmte Triebe, Begierden und Leidenschaften dem Menschen eingepflanzt, die er nicht erhalten hätte, wenn die höheren Wesenheiten allein auf ihn gewirkt hätten. Die Götter hätten diese Einflüsse einfach nicht hereingelassen. Zweierlei erhielt der Mensch durch den luziferischen Einfluß: Erstens konnte er zu einer gewissen Rage, einem gewissen Enthusiasmus, einer Begeisterung entflammt werden, dieses oder jenes zu tun; aber diese Begeisterung wurde nicht von seinem Ich aus gelenkt, nicht von den höheren Wesen im Menschen beeinflußt. Zweitens erhielt er die Möglichkeit, von den höheren Wesen abzufallen, das Böse zu tun, aber auch die Möglichkeit der Freiheit. So war die Initiative, der Enthusiasmus, die Freiheit das, was der Mensch den luziferischen Wesenheiten verdankte, aber gleichzeitig entstand in ihm die Möglichkeit des Bösen. So schlichen sich die luziferischen Wesenheiten in den Astralleib des Menschen ein und sind im Grunde genommen heute noch darinnen, denn sie sind es, die ihn einerseits frei machen, andererseits zum Übel hinreißen. Dadurch, daß des Menschen Astralleib von den luziferischen Wesenheiten durchsetzt war, wurde der Mensch früher, zu früh aus der Atmosphäre über der Erde auf die Erde heruntergeführt. Daran sind im wesentlichen die luziferischen Wesenheiten schuld. Der Astralleib des Menschen wurde durch sie verschlechtert und dadurch zu bald verdichtet, sonst wäre er noch lange in dieser Atmosphäre geblieben, die man das Paradies in der Bibel nennt. Also die Austreibung aus dem Paradiese geschah durch den Einfluß der Götter. Stellen Sie sich also die Erde vor in ihrem feuerflüssigen Zustande und dann den Menschen, wie er durch die luziferischen Wesenheiten - zu früh - auf die Erde heruntergeführt wird, auf der sich eben Kontinente bilden. Damals hatte nun der Astralleib des Menschen noch einen viel größeren Einfluß auf seine Umgebung, der Mensch hatte größere magische Kräfte als später, es war noch keine so strenge Trennung zwischen Naturgesetz und Menschenwille. Heute könnte in dieser Beziehung ein böser Mensch nichts Besonderes anrichten. Es würde in der Natur heute nichts erfolgen durch ihn. Damals war das anders. Böse Gelüste in der Seele des Menschen hatten eine sichtbare magische Naturwirkung, sie zogen die Kräfte des Feuers über und auf der Erde an, und der Mensch entflammte die Naturkräfte durch seine bösen Gelüste, seinen magischen Willen. Heute blitzt es nicht mehr dadurch; damals aber blitzte das Feuer durch die Luft, wenn die Menschen böse wurden.

[ 4 ] Die luziferischen Wesenheiten waren Geister, die eigentlich auf dem Monde ihr Pensum hätten absolvieren sollen. Hätten sie dort ihren Einfluß auf den Menschen geltend gemacht, dann hätten sie nur auf den Astralleib wirken können, denn er war das höchste Glied der menschlichen Wesenheit auf dem Monde. Aber das konnten sie auf dem Monde nicht, weil sie zurückgebliebene Wesenheiten waren. Und auf das Ich konnten sie nicht wirken, da sie das auf dem Monde nicht gelernt hatten. Jetzt waren die luziferischen Wesenheiten so weit, daß sie auf den Astralkörper des Menschen zu wirken vermochten. Aber der Mensch war inzwischen fortgeschritten und hatte sein Ich eingegliedert erhalten. Auf das Ich konnten die luziferischen Wesenheiten noch nicht wirken; auf das Ich wirkten höhere Wesenheiten ein, auch auf den Astralleib, aber nur durch das Ich hindurch. Direkt auf den Astralleib zu wirken, hätten sie sich sozusagen nicht erlaubt, das war eine Aufgabe, die diese höheren Wesenheiten schon während der Mondenentwickelung erfüllt hatten. Hätten nun die luziferischen Wesenheiten keinen Einfluß auf den Menschen bekommen, dann hätten die höheren Wesenheiten allein gewirkt auf den Astralleib durch das Ich und so den Astralleib gereinigt. Statt dessen wirkten nun während der lemurischen Zeit die luziferischen Wesenheiten von allen Seiten auf den Astralleib direkt ein, und dadurch wurde der menschliche Astralleib all den Einflüssen ausgesetzt, die eigentlich schon auf dem Monde hätten zu Ende gewirkt haben sollen. Es wurden dadurch bestimmte Triebe, Begierden und Leidenschaften dem Menschen eingepflanzt, die er nicht erhalten hätte, wenn die höheren Wesenheiten allein auf ihn gewirkt hätten. Die Götter hätten diese Einflüsse einfach nicht hereingelassen. Zweierlei erhielt der Mensch durch den luziferischen Einfluß: Erstens konnte er zu einer gewissen Rage, einem gewissen Enthusiasmus, einer Begeisterung entflammt werden, dieses oder jenes zu tun; aber diese Begeisterung wurde nicht von seinem Ich aus gelenkt, nicht von den höheren Wesen im Menschen beeinflußt. Zweitens erhielt er die Möglichkeit, von den höheren Wesen abzufallen, das Böse zu tun, aber auch die Möglichkeit der Freiheit. So war die Initiative, der Enthusiasmus, die Freiheit das, was der Mensch den luziferischen Wesenheiten verdankte, aber gleichzeitig entstand in ihm die Möglichkeit des Bösen. So schlichen sich die luziferischen Wesenheiten in den Astralleib des Menschen ein und sind im Grunde genommen heute noch darinnen, denn sie sind es, die ihn einerseits frei machen, andererseits zum Übel hinreißen. Dadurch, daß des Menschen Astralleib von den luziferischen Wesenheiten durchsetzt war, wurde der Mensch früher, zu früh aus der Atmosphäre über der Erde auf die Erde heruntergeführt. Daran sind im wesentlichen die luziferischen Wesenheiten schuld. Der Astralleib des Menschen wurde durch sie verschlechtert und dadurch zu bald verdichtet, sonst wäre er noch lange in dieser Atmosphäre geblieben, die man das Paradies in der Bibel nennt. Also die Austreibung aus dem Paradiese geschah durch den Einfluß der Götter. Stellen Sie sich also die Erde vor in ihrem feuerflüssigen Zustande und dann den Menschen, wie er durch die luziferischen Wesenheiten - zu früh - auf die Erde heruntergeführt wird, auf der sich eben Kontinente bilden. Damals hatte nun der Astralleib des Menschen noch einen viel größeren Einfluß auf seine Umgebung, der Mensch hatte größere magische Kräfte als später, es war noch keine so strenge Trennung zwischen Naturgesetz und Menschenwille. Heute könnte in dieser Beziehung ein böser Mensch nichts Besonderes anrichten. Es würde in der Natur heute nichts erfolgen durch ihn. Damals war das anders. Böse Gelüste in der Seele des Menschen hatten eine sichtbare magische Naturwirkung, sie zogen die Kräfte des Feuers über und auf der Erde an, und der Mensch entflammte die Naturkräfte durch seine bösen Gelüste, seinen magischen Willen. Heute blitzt es nicht mehr dadurch; damals aber blitzte das Feuer durch die Luft, wenn die Menschen böse wurden.

[ 5 ] Dadurch nun, daß Massen von Menschen böse wurden und der Mensch sich gar zu sehr dem Einfluß der luziferischen Wesenheiten hingab, zum Bösen sich neigte, wurden auf den Kontinenten der Lemuria die Feuerkräfte entflammt, und die Lemuria ging unter durch die wütenden Feuermassen, durch die Schlechtigkeit eines großen Teiles seiner Bewohner. Die Menschen, die gerettet wurden, gingen nach Westen auf einen Kontinent, der zwischen dem heutigen Afrika, Europa und Amerika sich befand, der Atlantis. In langen, langen Zeitepochen setzte sich dort die Menschheitsentwickelung fort. Es vermehrte sich allmählich die Menschheit wieder, und auf diesen Kontinent stiegen die Seelen herunter, die nach dem Jupiter, dem Mars und so weiter in der Zeit der Verödung gegangen waren. Das nahm lange Zeit in Anspruch. Und so bildeten sich in der alten Atlantis die Rassenbegriffe heraus. Man sagt im Okkultismus: In der alten Atlantis waren Menschen, deren Körper Seelen bewohnten, die früher auf dem Mars, Jupiter, Venus und so weiter waren. Marsmenschen, Jupitermenschen und so weiter nannte man sie. Auch die äußerlichen Gestalten der Leiber wurden dadurch voneinander verschieden. In der ganzen ersten Hälfte der Atlantis war der Menschenleib noch von viel weicherer Masse, er gab den Kräften der Seele nach. Diese Seelenkräfte waren wesentlich stärker als heute und bewältigten, formten den physischen Leib. Ein Mensch von der alten Atlantis hätte, sagen wir, eine Eisenbahnschiene mit Leichtigkeit zerbrechen können, nicht weil seine physischen Kräfte sehr stark waren, denn er hatte noch nicht einmal sein Knochensystem ausgebildet, sondern vermöge seiner magisch-psychischen Kräfte. Eine Flintenkugel zum Beispiel wäre an dieser psychischen Kraft abgeprallt. Die Dichtigkeit der fleischlichen Materie bildete sich erst später aus. Wir finden heute noch eine ähnliche Erscheinung bei gewissen Wahnsinnigen, die durch das Freiwerden starker psychischer Kräfte — weil in dem Zustande der physische Leib nicht in der richtigen Verbindung mit den höheren Leibern ist- schwere Gegenstände heben und werfen können.

[ 5 ] Dadurch nun, daß Massen von Menschen böse wurden und der Mensch sich gar zu sehr dem Einfluß der luziferischen Wesenheiten hingab, zum Bösen sich neigte, wurden auf den Kontinenten der Lemuria die Feuerkräfte entflammt, und die Lemuria ging unter durch die wütenden Feuermassen, durch die Schlechtigkeit eines großen Teiles seiner Bewohner. Die Menschen, die gerettet wurden, gingen nach Westen auf einen Kontinent, der zwischen dem heutigen Afrika, Europa und Amerika sich befand, der Atlantis. In langen, langen Zeitepochen setzte sich dort die Menschheitsentwickelung fort. Es vermehrte sich allmählich die Menschheit wieder, und auf diesen Kontinent stiegen die Seelen herunter, die nach dem Jupiter, dem Mars und so weiter in der Zeit der Verödung gegangen waren. Das nahm lange Zeit in Anspruch. Und so bildeten sich in der alten Atlantis die Rassenbegriffe heraus. Man sagt im Okkultismus: In der alten Atlantis waren Menschen, deren Körper Seelen bewohnten, die früher auf dem Mars, Jupiter, Venus und so weiter waren. Marsmenschen, Jupitermenschen und so weiter nannte man sie. Auch die äußerlichen Gestalten der Leiber wurden dadurch voneinander verschieden. In der ganzen ersten Hälfte der Atlantis war der Menschenleib noch von viel weicherer Masse, er gab den Kräften der Seele nach. Diese Seelenkräfte waren wesentlich stärker als heute und bewältigten, formten den physischen Leib. Ein Mensch von der alten Atlantis hätte, sagen wir, eine Eisenbahnschiene mit Leichtigkeit zerbrechen können, nicht weil seine physischen Kräfte sehr stark waren, denn er hatte noch nicht einmal sein Knochensystem ausgebildet, sondern vermöge seiner magisch-psychischen Kräfte. Eine Flintenkugel zum Beispiel wäre an dieser psychischen Kraft abgeprallt. Die Dichtigkeit der fleischlichen Materie bildete sich erst später aus. Wir finden heute noch eine ähnliche Erscheinung bei gewissen Wahnsinnigen, die durch das Freiwerden starker psychischer Kräfte — weil in dem Zustande der physische Leib nicht in der richtigen Verbindung mit den höheren Leibern ist- schwere Gegenstände heben und werfen können.

[ 6 ] Weil der physische Leib nun in der Atlantis noch weich war, so konnte er sich leichter den Seelenvorgängen anschmiegen; es konnte die physische Gestalt kleiner oder größer werden. Wenn zum Beispiel der Mensch der Atlantis dumm war oder sinnlich und so weiter, dann fiel er sozusagen in die Materie hinein und wurde ein Riese an Gestalt. Die mehr geistigen Menschen gliederten sich feiner heraus und waren kleiner an Gestalt, die Dummen waren groß. Die äußere Gestalt in ihrer weichen Materie richtete sich viel, viel mehr nach den seelischen Kräften als heute, wo die Materie starr geworden ist. Die Körper also bildeten sich nach den Eigenschaften der Seele, darum waren auch die Rassen so verschieden.

[ 6 ] Weil der physische Leib nun in der Atlantis noch weich war, so konnte er sich leichter den Seelenvorgängen anschmiegen; es konnte die physische Gestalt kleiner oder größer werden. Wenn zum Beispiel der Mensch der Atlantis dumm war oder sinnlich und so weiter, dann fiel er sozusagen in die Materie hinein und wurde ein Riese an Gestalt. Die mehr geistigen Menschen gliederten sich feiner heraus und waren kleiner an Gestalt, die Dummen waren groß. Die äußere Gestalt in ihrer weichen Materie richtete sich viel, viel mehr nach den seelischen Kräften als heute, wo die Materie starr geworden ist. Die Körper also bildeten sich nach den Eigenschaften der Seele, darum waren auch die Rassen so verschieden.

[ 7 ] Wenn die Mythen und Sagen die Zwerge als klug, die Riesen als dumm geschildert haben, so sehen wir wieder einen tiefen okkulten Zug sich darin widerspiegeln. Wenn eine solche Seele also vom Mars jetzt wieder auf die Erde herunterkam, so hatten die dortigen Eigenschaften, mit denen sie verwandt war, noch lange Einfluß auf sie und den Körper, den sie bewohnte. Aus dieser Tatsache erklären sich die Rassenverschiedenheiten und Eigentümlichkeiten.

[ 7 ] Wenn die Mythen und Sagen die Zwerge als klug, die Riesen als dumm geschildert haben, so sehen wir wieder einen tiefen okkulten Zug sich darin widerspiegeln. Wenn eine solche Seele also vom Mars jetzt wieder auf die Erde herunterkam, so hatten die dortigen Eigenschaften, mit denen sie verwandt war, noch lange Einfluß auf sie und den Körper, den sie bewohnte. Aus dieser Tatsache erklären sich die Rassenverschiedenheiten und Eigentümlichkeiten.

[ 8 ] Wäre die Menschheitsentwickelung bis zur Mitte deratlantischen Zeit ohne den Einfluß von Luzifer gegangen, dann hätte der Mensch bis dahin ein in hohem Grade hellscherisches Bilderbewußtsein entwickelt. In seiner Seele wäre etwas gewesen, wasdurchseineKraftihm die Außenwelt in innern Bildern geoffenbart hätte; nicht durch sein Auge hätte er da die äußeren Gegenstände wahrgenommen. Durch den luziferischen Einfluß nun hat der Mensch die physische Welt früher gesehen, aber nicht richtig, sondern wie durch einen Schleier sieht er die Außenwelt. Vorgesehen war von den göttlich-geistigen Wesenheiten für ihn die Entwickelung so, daß er an Stelle der bei dumpfem hellseherischem Bewußtsein im Bilde wahrgenommenen Innenwelt die Außenwelt wahrgenommen hätte, aber so, daß hinter jedem Sinnlichen ein Geistiges sich befindet. Den realen Geist hinter der physischen Welt hätte er gesehen. Mit einem Schlage - bitte, das nicht wörtlich zu nehmen, es hätte immerhin einige Zeit gedauert - wäre, ohne Luzifer, dem Menschen zu einer gewissen Zeit die Außenwelt erschienen; er wäre erwacht. Die Innenwelt wäre plötzlich verschwunden gewesen, aber das Bewußtsein vom Geiste, aus dem sie stammt, wäre geblieben. Der Mensch hätte nicht nur die Pflanzen, Tiere und so weiter gesehen, sondern gleichzeitig auch den Geist, aus dem sie herausgewachsen sind. Weil nun die luziferischen Wesenheiten den Menschen zu früh auf die Erde heruntergezogen haben, ist die Außenwelt dem Menschen so geworden, daß ihm die Welt des Geistes dahinter zugedeckt ist, und er das Physische undurchsichtig sieht, sonst würde er durch sie hindurch den geistigen Urgrund der Welt sehen. Weil der Mensch zu früh in die Materie hinunterkam, wurde diese Materie für ihn zu dicht. Er konnte sie nicht mehr durchdringen. Aber andere, zurückgebliebene geistige Wesenheiten, konnten sich von der Mitte der atlantischen Zeit an in diese Materie mischen, so daß sie wie von Rauch durchzogen wurde, getrübt wurde, und der Mensch das Geistige nicht mehr schauen konnte. Das sind die ahrimanischen oder mephistophelischen Wesenheiten. Mephistopheles-Ahriman ist etwas anderes als Luzifer. Durch eine Unwahrheit - Lügner nennt ihn Zarathustra — trübt er den reinen menschlichen Geist, verbirgt ihm das Geistige. Ahriman folgt dem Luzifer, er bringt dem Menschen die Illusion bei, daß die Materie etwas für sich ist. So hat also der Mensch bei seinem Fortschreiten, während die göttlich-geistigen Wesenheiten mit ihrem Einfluß auf ihn wirken wollten, zwei andere Einflüsse auf sich wirken lassen: Luzifer, der im Innern, im Astralleib den Menschen angreift und zu beirren sucht, und Ahriman, der von außen her dem Menschen etwas weis macht, der ihm die Außenwelt als Maja, als Materie erscheinen läßt. Luzifer müssen wir ansprechen als den Geist, der im Innern tätig ist, Ahriman dagegen ist der Geist, der die Materie wie einen Schleier über das Geistige breitet und das Erkennen der geistigen Welt unmöglich macht. Und diese beiden Geister halten den Menschen in seiner Entwickelung zur Spiritualität zurück. Und namentlich der ahrimanische Einfluß war es, der sich im Menschen geltend machte und bewirkte, daß ein Teil der Erde zugrunde ging: die Atlantis.

[ 8 ] Wäre die Menschheitsentwickelung bis zur Mitte deratlantischen Zeit ohne den Einfluß von Luzifer gegangen, dann hätte der Mensch bis dahin ein in hohem Grade hellscherisches Bilderbewußtsein entwickelt. In seiner Seele wäre etwas gewesen, wasdurchseineKraftihm die Außenwelt in innern Bildern geoffenbart hätte; nicht durch sein Auge hätte er da die äußeren Gegenstände wahrgenommen. Durch den luziferischen Einfluß nun hat der Mensch die physische Welt früher gesehen, aber nicht richtig, sondern wie durch einen Schleier sieht er die Außenwelt. Vorgesehen war von den göttlich-geistigen Wesenheiten für ihn die Entwickelung so, daß er an Stelle der bei dumpfem hellseherischem Bewußtsein im Bilde wahrgenommenen Innenwelt die Außenwelt wahrgenommen hätte, aber so, daß hinter jedem Sinnlichen ein Geistiges sich befindet. Den realen Geist hinter der physischen Welt hätte er gesehen. Mit einem Schlage - bitte, das nicht wörtlich zu nehmen, es hätte immerhin einige Zeit gedauert - wäre, ohne Luzifer, dem Menschen zu einer gewissen Zeit die Außenwelt erschienen; er wäre erwacht. Die Innenwelt wäre plötzlich verschwunden gewesen, aber das Bewußtsein vom Geiste, aus dem sie stammt, wäre geblieben. Der Mensch hätte nicht nur die Pflanzen, Tiere und so weiter gesehen, sondern gleichzeitig auch den Geist, aus dem sie herausgewachsen sind. Weil nun die luziferischen Wesenheiten den Menschen zu früh auf die Erde heruntergezogen haben, ist die Außenwelt dem Menschen so geworden, daß ihm die Welt des Geistes dahinter zugedeckt ist, und er das Physische undurchsichtig sieht, sonst würde er durch sie hindurch den geistigen Urgrund der Welt sehen. Weil der Mensch zu früh in die Materie hinunterkam, wurde diese Materie für ihn zu dicht. Er konnte sie nicht mehr durchdringen. Aber andere, zurückgebliebene geistige Wesenheiten, konnten sich von der Mitte der atlantischen Zeit an in diese Materie mischen, so daß sie wie von Rauch durchzogen wurde, getrübt wurde, und der Mensch das Geistige nicht mehr schauen konnte. Das sind die ahrimanischen oder mephistophelischen Wesenheiten. Mephistopheles-Ahriman ist etwas anderes als Luzifer. Durch eine Unwahrheit - Lügner nennt ihn Zarathustra — trübt er den reinen menschlichen Geist, verbirgt ihm das Geistige. Ahriman folgt dem Luzifer, er bringt dem Menschen die Illusion bei, daß die Materie etwas für sich ist. So hat also der Mensch bei seinem Fortschreiten, während die göttlich-geistigen Wesenheiten mit ihrem Einfluß auf ihn wirken wollten, zwei andere Einflüsse auf sich wirken lassen: Luzifer, der im Innern, im Astralleib den Menschen angreift und zu beirren sucht, und Ahriman, der von außen her dem Menschen etwas weis macht, der ihm die Außenwelt als Maja, als Materie erscheinen läßt. Luzifer müssen wir ansprechen als den Geist, der im Innern tätig ist, Ahriman dagegen ist der Geist, der die Materie wie einen Schleier über das Geistige breitet und das Erkennen der geistigen Welt unmöglich macht. Und diese beiden Geister halten den Menschen in seiner Entwickelung zur Spiritualität zurück. Und namentlich der ahrimanische Einfluß war es, der sich im Menschen geltend machte und bewirkte, daß ein Teil der Erde zugrunde ging: die Atlantis.

[ 9 ] In Lemurien wirkten die Menschen mit ihren magischen Kräften sehr stark auf die Natur. Sie konnten zum Beispiel das Feuer beherrschen. Die Atlantier konnten das schon nicht mehr. Aber sie konnten mit ihrem Willen beherrschen die Samenkräfte, in denen tiefe Geheimnisse verborgen liegen, die Luft- und Wasserkräfte; das Feuer war ihnen entzogen. Machen wir uns klar, daß, wenn wir heute eine Lokomotive schen, die der Mensch gebaut hat und nun beherrscht, da etwas ganz anderes vorliegt. Der Mensch versteht heute, die in der Steinkohle verborgenen Kräfte sich dienstbar zu machen, sie in eine fortbewegende Kraft umzuwandeln. Dieser Vorgang bedeutet, daß er die leblose, die mineralische Kraft, die darinnen wohnt, beherrscht; aber der Atlantier beherrschte die Lebenskraft selbst, die im Samen wohnt. Denken Sie sich, daß die Kraft, die als lebendige Kraft den Halm aus der Erde sprießen läßt, vom Atlantier aus dem Samen herausgelockt und nutzbar gemacht werden konnte. Bei ihren Magazinen, wo die Atlantier ihre Fahrzeuge hatten, da hatten sie riesige Samenmengen lagern, so wie wir heute Kohlenlager haben. Und mit der darin aufgespeicherten Kraft bewegten sie ihre Fahrzeuge vorwärts. Wenn der Hellseher zurückblickt bis in jene Zeit, so sieht er diese Fahrzeuge in der Nähe der Erde in der noch festeren Luft, der dichteren Atmosphäre, sich mit einer Art Steuerung versehen erheben und bewegen. Diese lebendigen Kräfte meisterten die Atlantier. Nun ist es aber undenkbar, sich vorzustellen, daß man solche Kräfte, die in den Pflanzen sind, also seelische Kräfte, magisch verwenden kann, ohne gleichzeitig auf die Kräfte von Luft und Wasser zu wirken. Und als nun der Wille der Atlantier böse wurde und diese seelischen Kräfte zu egoistischen Zwecken verwendete, da rief er zugleich auch die Kräfte des Wassers und der Luft auf, entfesselte sie, und dadurch ging die alte Atlantis zugrunde. Die Kontinente sind entstanden durch das Zusammenwirken der Elemente und Menschen. Jetzt aber konnte der ahrimanische Einfluß allmählich so stark werden, daß der Mensch das Geistige nicht mehr sehen konnte. Er konnte hinter der physischen Materie nichts anderes mehr erkennen als das Mineralische, das Unorganische, und damit schwanden dem Menschen immer mehr die magischen Kräfte.

[ 9 ] In Lemurien wirkten die Menschen mit ihren magischen Kräften sehr stark auf die Natur. Sie konnten zum Beispiel das Feuer beherrschen. Die Atlantier konnten das schon nicht mehr. Aber sie konnten mit ihrem Willen beherrschen die Samenkräfte, in denen tiefe Geheimnisse verborgen liegen, die Luft- und Wasserkräfte; das Feuer war ihnen entzogen. Machen wir uns klar, daß, wenn wir heute eine Lokomotive schen, die der Mensch gebaut hat und nun beherrscht, da etwas ganz anderes vorliegt. Der Mensch versteht heute, die in der Steinkohle verborgenen Kräfte sich dienstbar zu machen, sie in eine fortbewegende Kraft umzuwandeln. Dieser Vorgang bedeutet, daß er die leblose, die mineralische Kraft, die darinnen wohnt, beherrscht; aber der Atlantier beherrschte die Lebenskraft selbst, die im Samen wohnt. Denken Sie sich, daß die Kraft, die als lebendige Kraft den Halm aus der Erde sprießen läßt, vom Atlantier aus dem Samen herausgelockt und nutzbar gemacht werden konnte. Bei ihren Magazinen, wo die Atlantier ihre Fahrzeuge hatten, da hatten sie riesige Samenmengen lagern, so wie wir heute Kohlenlager haben. Und mit der darin aufgespeicherten Kraft bewegten sie ihre Fahrzeuge vorwärts. Wenn der Hellseher zurückblickt bis in jene Zeit, so sieht er diese Fahrzeuge in der Nähe der Erde in der noch festeren Luft, der dichteren Atmosphäre, sich mit einer Art Steuerung versehen erheben und bewegen. Diese lebendigen Kräfte meisterten die Atlantier. Nun ist es aber undenkbar, sich vorzustellen, daß man solche Kräfte, die in den Pflanzen sind, also seelische Kräfte, magisch verwenden kann, ohne gleichzeitig auf die Kräfte von Luft und Wasser zu wirken. Und als nun der Wille der Atlantier böse wurde und diese seelischen Kräfte zu egoistischen Zwecken verwendete, da rief er zugleich auch die Kräfte des Wassers und der Luft auf, entfesselte sie, und dadurch ging die alte Atlantis zugrunde. Die Kontinente sind entstanden durch das Zusammenwirken der Elemente und Menschen. Jetzt aber konnte der ahrimanische Einfluß allmählich so stark werden, daß der Mensch das Geistige nicht mehr sehen konnte. Er konnte hinter der physischen Materie nichts anderes mehr erkennen als das Mineralische, das Unorganische, und damit schwanden dem Menschen immer mehr die magischen Kräfte.

[ 10 ] In dem atlantischen Zeitalter konnte der Mensch die Lebenskraft beherrschen. In der lemurischen Zeit gehörte es zu den Kräften des Menschen, die tierischen Samenkräfte zu beherrschen, und es kam sogar dazu, daß der Mensch, der Lemurier, diese tierischen Samenkräfte dazu verwandte, tierische Formen in menschliche umzuwandeln. Mit jeder solchen magischen Wirkung des Menschen auf die Samenkräfte ist verbunden eine Einwirkung, eine Entfesselung der Feuerkräfte. Wenn nun solcher Wille böse wird, dann werden die schlimmsten Kräfte der schwarzen Magie entfaltet und aufgerufen. Und heute noch werden die schlimmsten Kräfte auf der Erde dadurch entfesselt, daß schwarze Magier Unfug treiben mit solchen Kräften, die im allgemeinen der Menschheit entzogen sind. Kräfte sind das, gewaltige und heilige, die in den weisen Händen würdiger Lenker zum höchsten und reinsten Dienste der Menschheit verwendet werden können.

[ 10 ] In dem atlantischen Zeitalter konnte der Mensch die Lebenskraft beherrschen. In der lemurischen Zeit gehörte es zu den Kräften des Menschen, die tierischen Samenkräfte zu beherrschen, und es kam sogar dazu, daß der Mensch, der Lemurier, diese tierischen Samenkräfte dazu verwandte, tierische Formen in menschliche umzuwandeln. Mit jeder solchen magischen Wirkung des Menschen auf die Samenkräfte ist verbunden eine Einwirkung, eine Entfesselung der Feuerkräfte. Wenn nun solcher Wille böse wird, dann werden die schlimmsten Kräfte der schwarzen Magie entfaltet und aufgerufen. Und heute noch werden die schlimmsten Kräfte auf der Erde dadurch entfesselt, daß schwarze Magier Unfug treiben mit solchen Kräften, die im allgemeinen der Menschheit entzogen sind. Kräfte sind das, gewaltige und heilige, die in den weisen Händen würdiger Lenker zum höchsten und reinsten Dienste der Menschheit verwendet werden können.

[ 11 ] Der Mensch verliert jetzt allmählich die Fähigkeit, seinen Leib zu formen. Knorpel und Knochen, die harten Teile gliedern sich ein, und immer ähnlicher wurde der Mensch seiner heutigen Gestalt. Das vorher Geschilderte geschah erst in der atlantischen Zeit. Es ist daher begreiflich, daß für den Forscher der alte Atlantier nicht zu finden ist. Auch die Hoffnung der Gelehrten, Spuren solcher alten Zeiten menschlicher Entwickelung doch noch zu finden, wird sich nie erfüllen, denn der Mensch war damals ein Wesen, dessen Teile stofflich noch weich waren. Solch ein Körper kann sich nicht erhalten, ebensowenig wie von den heutigen Weichtieren nach hundert Jahren noch etwas zu finden sein wird. Tierüberreste sind noch aus solchen alten Perioden zu finden, denn die Tiere waren ja schon verhärtet, als der Mensch noch weich war. Die Tiere sind zu früh in die Materie gestiegen, sie haben nicht warten können. Aus den frühesten Menschengestalten, die zu früh physisch geworden sind, sind die verkümmertsten Menschenbildungen entstanden. Die edelsten sind am längsten oben geblieben, weich geblieben; sie haben gewartet, bis sie nicht mehr in eine Zeit gefallen sind, wo sie auf einer Verhärtungsstufe hätten stehenbleiben müssen, wie dies bei den Tieren der Fall war. Die Tiere sind auf einer versteiften, verhärteten Stufe stehengeblieben, weil sie nicht haben warten können.

[ 11 ] Der Mensch verliert jetzt allmählich die Fähigkeit, seinen Leib zu formen. Knorpel und Knochen, die harten Teile gliedern sich ein, und immer ähnlicher wurde der Mensch seiner heutigen Gestalt. Das vorher Geschilderte geschah erst in der atlantischen Zeit. Es ist daher begreiflich, daß für den Forscher der alte Atlantier nicht zu finden ist. Auch die Hoffnung der Gelehrten, Spuren solcher alten Zeiten menschlicher Entwickelung doch noch zu finden, wird sich nie erfüllen, denn der Mensch war damals ein Wesen, dessen Teile stofflich noch weich waren. Solch ein Körper kann sich nicht erhalten, ebensowenig wie von den heutigen Weichtieren nach hundert Jahren noch etwas zu finden sein wird. Tierüberreste sind noch aus solchen alten Perioden zu finden, denn die Tiere waren ja schon verhärtet, als der Mensch noch weich war. Die Tiere sind zu früh in die Materie gestiegen, sie haben nicht warten können. Aus den frühesten Menschengestalten, die zu früh physisch geworden sind, sind die verkümmertsten Menschenbildungen entstanden. Die edelsten sind am längsten oben geblieben, weich geblieben; sie haben gewartet, bis sie nicht mehr in eine Zeit gefallen sind, wo sie auf einer Verhärtungsstufe hätten stehenbleiben müssen, wie dies bei den Tieren der Fall war. Die Tiere sind auf einer versteiften, verhärteten Stufe stehengeblieben, weil sie nicht haben warten können.

[ 12 ] Wir haben die Erdenentwickelung beschrieben bis dahin, wo die Kräfte des Wassers entfesselt wurden und die alte Atlantis zugrunde ging. Die Menschen, die sich von der Atlantis retteten, zogen einerseits nach Amerika, andererseits nach dem heutigen Europa, Asien und Afrika. Diese Wanderungen, große Wanderzüge, fanden statt, nahmen lange Zeiträume in Anspruch.

[ 12 ] Wir haben die Erdenentwickelung beschrieben bis dahin, wo die Kräfte des Wassers entfesselt wurden und die alte Atlantis zugrunde ging. Die Menschen, die sich von der Atlantis retteten, zogen einerseits nach Amerika, andererseits nach dem heutigen Europa, Asien und Afrika. Diese Wanderungen, große Wanderzüge, fanden statt, nahmen lange Zeiträume in Anspruch.

[ 13 ] Nun wollen wir uns noch einmal anschauen die alte atlantische Kultur. In der ältesten atlantischen Zeit hatte der Mensch starke magische Kräfte. Mit denen beherrschte er die Samenkräfte, beherrschte die Naturkräfte und konnte in einer gewissen Weise noch hineinschauen in die geistige Welt. Allmählich war dann das Hellsehen eingeschlummert, denn die Menschen sollten ja die Erdenkultur begründen; sie sollten wirklich auf die Erde heruntersteigen. So gab es am Ende der Atlantis zweierlei Arten von Menschen innerhalb all der Völker und Rassen: erstens Hellseher, große Magier, die auf der Höhe der atlantischen Kultur standen, und die durch magische Kräfte wirken und hineinschauen konnten in die geistige Welt. Daneben gab es solche, die sich vorbereiteten, die heutige Menschheit zu begründen. Sie hatten schon die Anlagen zu den Fähigkeiten des heutigen Menschen. Sie konnten gar nichts mehr bewirken im Sinne des alten Atlantiers, aber sie bereiteten die Intelligenz, die Urteilskraft vor. Sie besaßen die Anfänge des Rechnens, des Zählens, des Kombinierens und so weiter. Sie waren diejenigen, welche die heutige Intelligenz entwickelten, aber die magischen Kräfte, welche die alten atlantischen Magier verwendeten in der Zeit, wo ihre Anwendung schon gefährlich war wegen des großen ahrimanischen Einflusses, nicht mehr gebrauchten. Sie waren die «Anderen», die Verachteten, etwa wie die heutigen Theosophen, die sich in kleinen Konventikeln vereinen, oder wie die ersten Christen im alten Rom, die in Katakomben zusammenkamen.

[ 13 ] Nun wollen wir uns noch einmal anschauen die alte atlantische Kultur. In der ältesten atlantischen Zeit hatte der Mensch starke magische Kräfte. Mit denen beherrschte er die Samenkräfte, beherrschte die Naturkräfte und konnte in einer gewissen Weise noch hineinschauen in die geistige Welt. Allmählich war dann das Hellsehen eingeschlummert, denn die Menschen sollten ja die Erdenkultur begründen; sie sollten wirklich auf die Erde heruntersteigen. So gab es am Ende der Atlantis zweierlei Arten von Menschen innerhalb all der Völker und Rassen: erstens Hellseher, große Magier, die auf der Höhe der atlantischen Kultur standen, und die durch magische Kräfte wirken und hineinschauen konnten in die geistige Welt. Daneben gab es solche, die sich vorbereiteten, die heutige Menschheit zu begründen. Sie hatten schon die Anlagen zu den Fähigkeiten des heutigen Menschen. Sie konnten gar nichts mehr bewirken im Sinne des alten Atlantiers, aber sie bereiteten die Intelligenz, die Urteilskraft vor. Sie besaßen die Anfänge des Rechnens, des Zählens, des Kombinierens und so weiter. Sie waren diejenigen, welche die heutige Intelligenz entwickelten, aber die magischen Kräfte, welche die alten atlantischen Magier verwendeten in der Zeit, wo ihre Anwendung schon gefährlich war wegen des großen ahrimanischen Einflusses, nicht mehr gebrauchten. Sie waren die «Anderen», die Verachteten, etwa wie die heutigen Theosophen, die sich in kleinen Konventikeln vereinen, oder wie die ersten Christen im alten Rom, die in Katakomben zusammenkamen.

[ 14 ] Nun gab es in der Atlantis auch mächtige leitende Kultur- und Kultusstätten — wir wollen sie die atlantischen Orakel nennen -, in denen gepflegt wurde, was man die atlantische Weisheit nennt. Nach den Seelen der Menschen, die ja verschieden waren, da sie von den verschiedenen Himmelskörpern heruntergestiegen sind, mußte es auch verschiedene Orakelstätten geben für die andersgearteten Menschen. Es gab ein Marsorakel, ein Jupiterorakel, ein Venusorakel und so weiter. Solche Orakel gab es. Sie waren führende Kultstätten, in denen die Eingeweihten, die Weisen bis zu einer gewissen Höhe, die Marsrasse, die Jupiterrasse und so weiter lenkten und leiteten. Alle diese Orakel wurden aber wieder geleitet von einem mächtigeren Orakel, dem Sonnenorakel. Das war die leitende Mysterienstätte, von der die Kultur für die andern ausging. Daneben wurden alle Marsmenschen geleitet von der Stätte, wo der Eingeweihte des Marsorakels mit seinen Schülern lebte; alle Merkurseelen vom Merkurorakel aus, alle Jupiterseelen vom Jupiterorakel aus und so weiter. Alle diese Orakelstätten aber unterstanden dem großen Eingeweihten des Sonnenorakels.

[ 14 ] Nun gab es in der Atlantis auch mächtige leitende Kultur- und Kultusstätten — wir wollen sie die atlantischen Orakel nennen -, in denen gepflegt wurde, was man die atlantische Weisheit nennt. Nach den Seelen der Menschen, die ja verschieden waren, da sie von den verschiedenen Himmelskörpern heruntergestiegen sind, mußte es auch verschiedene Orakelstätten geben für die andersgearteten Menschen. Es gab ein Marsorakel, ein Jupiterorakel, ein Venusorakel und so weiter. Solche Orakel gab es. Sie waren führende Kultstätten, in denen die Eingeweihten, die Weisen bis zu einer gewissen Höhe, die Marsrasse, die Jupiterrasse und so weiter lenkten und leiteten. Alle diese Orakel wurden aber wieder geleitet von einem mächtigeren Orakel, dem Sonnenorakel. Das war die leitende Mysterienstätte, von der die Kultur für die andern ausging. Daneben wurden alle Marsmenschen geleitet von der Stätte, wo der Eingeweihte des Marsorakels mit seinen Schülern lebte; alle Merkurseelen vom Merkurorakel aus, alle Jupiterseelen vom Jupiterorakel aus und so weiter. Alle diese Orakelstätten aber unterstanden dem großen Eingeweihten des Sonnenorakels.

[ 15 ] Dieser große Führer des Sonnenorakels nun, der größte Eingeweihte der Atlantis, er lenkte seine Aufmerksamkeit überall auf jene Schichten von Menschen, die sich von der landläufigen Bevölkerung in der alten Atlantis unterschieden. Das waren schlichte Leute, die gar keine magischen Kräfte mehr besaßen; sie sammelte der große Eingeweihte, jene Verachteten, welche die neuen Fähigkeiten, wenn auch nur primitiv, in sich entwickelt hatten, von denen Verständnis für die neue Zeit zu erwarten war. Das gute Material für die Zukunft nahm er, dazu auch diejenigen alten Eingeweihten oder Magier, die nicht egoistisch an den alten Formen hängen blieben. Wir können unsere heutige Zeit, die ein ähnliches Bild bietet wie jene dazumal in der Atlantis, mit der damaligen Zeit vergleichen. Auch heute gibt es einerseits die Tonangebenden in der herrschenden ausgebreiteten Kultur, die in ihrer Art Magier sind, die nur mit dem Unorganischen arbeiten, andererseits gibt es die Verachteten, die für die Zukunft arbeiten wollen, auch heute. Damals, auf der Atlantis, schauten die ‚Angehörigen ihrer Kultur, die alten Magier, auch mit Verachtung auf die kleine Zahl derer herab, welche die neue Fähigkeit in sich entwickelt hatten, eine Fähigkeit, die ja auf der alten Atlantis zu nichts zu gebrauchen war. Nur der große Eingeweihte des Sonnenorakels verachtete sie nicht. Und so schauen heute die großen Träger unserer Kultur auf ein kleines Häuflein von Menschen herab, auf die Theosophen, die da in kleinen Konventikeln zusammenkommen und allerlei verrücktes Zeug treiben, die im allgemeinen Laien sind und die Zukunft heraufführen sollen. Sie sind es, sind die Leute, die heute eine Fähigkeit in sich entwickeln und vorbereiten, die den andern nutzlos erscheint, die aber geeignet ist, aus der Ahnung der Zukunft heraus wieder einen Zusammenhang mit der geistigen, der spirituellen Welt zu schaffen. Damals auf der Atlantis galt es, den Zusammenhang mit der physischen Welt, dem Sinnlichen zu finden, heute ist die Aufgabe, daß das Geistige, das Spirituelle wiedergefunden werde. Und so wie damals der alte Eingeweihte örtlich seine Schar sammelte, seinen Ruf ergehen ließ an die Verachteten, die Schlichten, so ergeht heute wiederum, unter andern Bedingungen, nicht lokal, ein Ruf von den großen Meistern der Weisheit, die ein gewisses spirituelles Gut von Weisheit hineinfließen lassen in die Menschheit. Und diejenigen folgen diesem Ruf, die in einer gewissen Weise dazu veranlagt sind, wie es damals jene waren, welche die primitiven Eigenschaften des Rechnens, des Zählens und so weiter in sich veranlagt hatten. Nicht bloß, um mit dem Verstande theosophische Dogmen zu begreifen, werden diese Lehren erteilt, sondern um mit dem Herzen sie zu erfassen. Dadurch erhält man dann die Kraft, zu wissen, warum Theosophie heute da ist. Sie ist da, um einer großen Forderung der Menschheitsentwickelung zu entsprechen. Und wer das weiß, der findet auch die Kraft, die Widerstände zu besiegen, was auch kommen möge; er geht seine Bahn, weil er weiß, daß das geschehen muß, was geschehen soll durch die ’Theosophie zur Weiterentwickelung der Menschheit auf dem spirituellen Pfade.

[ 15 ] Dieser große Führer des Sonnenorakels nun, der größte Eingeweihte der Atlantis, er lenkte seine Aufmerksamkeit überall auf jene Schichten von Menschen, die sich von der landläufigen Bevölkerung in der alten Atlantis unterschieden. Das waren schlichte Leute, die gar keine magischen Kräfte mehr besaßen; sie sammelte der große Eingeweihte, jene Verachteten, welche die neuen Fähigkeiten, wenn auch nur primitiv, in sich entwickelt hatten, von denen Verständnis für die neue Zeit zu erwarten war. Das gute Material für die Zukunft nahm er, dazu auch diejenigen alten Eingeweihten oder Magier, die nicht egoistisch an den alten Formen hängen blieben. Wir können unsere heutige Zeit, die ein ähnliches Bild bietet wie jene dazumal in der Atlantis, mit der damaligen Zeit vergleichen. Auch heute gibt es einerseits die Tonangebenden in der herrschenden ausgebreiteten Kultur, die in ihrer Art Magier sind, die nur mit dem Unorganischen arbeiten, andererseits gibt es die Verachteten, die für die Zukunft arbeiten wollen, auch heute. Damals, auf der Atlantis, schauten die ‚Angehörigen ihrer Kultur, die alten Magier, auch mit Verachtung auf die kleine Zahl derer herab, welche die neue Fähigkeit in sich entwickelt hatten, eine Fähigkeit, die ja auf der alten Atlantis zu nichts zu gebrauchen war. Nur der große Eingeweihte des Sonnenorakels verachtete sie nicht. Und so schauen heute die großen Träger unserer Kultur auf ein kleines Häuflein von Menschen herab, auf die Theosophen, die da in kleinen Konventikeln zusammenkommen und allerlei verrücktes Zeug treiben, die im allgemeinen Laien sind und die Zukunft heraufführen sollen. Sie sind es, sind die Leute, die heute eine Fähigkeit in sich entwickeln und vorbereiten, die den andern nutzlos erscheint, die aber geeignet ist, aus der Ahnung der Zukunft heraus wieder einen Zusammenhang mit der geistigen, der spirituellen Welt zu schaffen. Damals auf der Atlantis galt es, den Zusammenhang mit der physischen Welt, dem Sinnlichen zu finden, heute ist die Aufgabe, daß das Geistige, das Spirituelle wiedergefunden werde. Und so wie damals der alte Eingeweihte örtlich seine Schar sammelte, seinen Ruf ergehen ließ an die Verachteten, die Schlichten, so ergeht heute wiederum, unter andern Bedingungen, nicht lokal, ein Ruf von den großen Meistern der Weisheit, die ein gewisses spirituelles Gut von Weisheit hineinfließen lassen in die Menschheit. Und diejenigen folgen diesem Ruf, die in einer gewissen Weise dazu veranlagt sind, wie es damals jene waren, welche die primitiven Eigenschaften des Rechnens, des Zählens und so weiter in sich veranlagt hatten. Nicht bloß, um mit dem Verstande theosophische Dogmen zu begreifen, werden diese Lehren erteilt, sondern um mit dem Herzen sie zu erfassen. Dadurch erhält man dann die Kraft, zu wissen, warum Theosophie heute da ist. Sie ist da, um einer großen Forderung der Menschheitsentwickelung zu entsprechen. Und wer das weiß, der findet auch die Kraft, die Widerstände zu besiegen, was auch kommen möge; er geht seine Bahn, weil er weiß, daß das geschehen muß, was geschehen soll durch die ’Theosophie zur Weiterentwickelung der Menschheit auf dem spirituellen Pfade.

[ 16 ] Der große Eingeweihte des Sonnenorakels führte das kleine Häuflein und bildete in Asien eine Art Kulturzentrum. Er zog sich diese Menschen in einer gewissen Beziehung so heran, daß sie die nachatlantische Kultur begründen konnten. Bei den großen Wanderzügen war alles das, was auf der Atlantis entstanden war, zusammengewürfelt worden, durcheinandergemischt. Man sollte daher in der nachatlantischen Zeit nicht mehr von Rassen sprechen, sondern von Kulturen.

[ 16 ] Der große Eingeweihte des Sonnenorakels führte das kleine Häuflein und bildete in Asien eine Art Kulturzentrum. Er zog sich diese Menschen in einer gewissen Beziehung so heran, daß sie die nachatlantische Kultur begründen konnten. Bei den großen Wanderzügen war alles das, was auf der Atlantis entstanden war, zusammengewürfelt worden, durcheinandergemischt. Man sollte daher in der nachatlantischen Zeit nicht mehr von Rassen sprechen, sondern von Kulturen.

[ 17 ] Nun wollen wir die in der nachatlantischen Zeit aufeinanderfolgenden Kulturen betrachten. Die erste Kultur ist die uralt indische. Ein merkwürdiges Völkergemisch hatte sich nach der atlantischen Katastrophe da herübergerettet und zusammengefunden im uralten Indien. Die Menschen, die dort lebten, sie hatten noch die tiefste, die eminenteste Sehnsucht nach der geistigen Welt, von der sie wußten, daß sie aus ihr herausgeboren sind und daß sie nun sie verloren haben. Dorthin sendet der große Eingeweihte des Sonnenorakels die sieben heiligen Rishis. Lebendig empfand der Inder mit schmerzlicher Sehnsucht: unwahr ist die Sinneswelt, wahr allein ist die Welt, aus der wir heruntergestiegen sind, die geistige Welt. Leicht ward es daher den heiligen Rishis, das, was sie zu sagen hatten von der Urweltweisheit, von den Mysterien, denen zu lehren, die die Sehnsucht nach der geistigen Welt noch in sich hatten. Maja oder Illusion, die große Täuschung, war den alten Indern die sinnliche Welt.

[ 17 ] Nun wollen wir die in der nachatlantischen Zeit aufeinanderfolgenden Kulturen betrachten. Die erste Kultur ist die uralt indische. Ein merkwürdiges Völkergemisch hatte sich nach der atlantischen Katastrophe da herübergerettet und zusammengefunden im uralten Indien. Die Menschen, die dort lebten, sie hatten noch die tiefste, die eminenteste Sehnsucht nach der geistigen Welt, von der sie wußten, daß sie aus ihr herausgeboren sind und daß sie nun sie verloren haben. Dorthin sendet der große Eingeweihte des Sonnenorakels die sieben heiligen Rishis. Lebendig empfand der Inder mit schmerzlicher Sehnsucht: unwahr ist die Sinneswelt, wahr allein ist die Welt, aus der wir heruntergestiegen sind, die geistige Welt. Leicht ward es daher den heiligen Rishis, das, was sie zu sagen hatten von der Urweltweisheit, von den Mysterien, denen zu lehren, die die Sehnsucht nach der geistigen Welt noch in sich hatten. Maja oder Illusion, die große Täuschung, war den alten Indern die sinnliche Welt.

[ 18 ] Schon ein anderer Geist war es, der da waltete in der zweiten nachatlantischen Kultur, in der uralt persischen. Westliches Denken und westliche Forschung im Physischen lernt erkennen, daß dieses Physische, diese wundervoll nach so harmonischen Gesetzen aufgebaute Welt es wert ist, sie mit dem Geiste zu durchdringen. Solch ein Volk, dem dafür eine Ahnung aufging, war das Volk des Zarathustra. Wer dieses uralt persische Volk kennt, der wird genau unterscheiden können zwischen diesem Volke und dem Volke der Inder. Maja, Illusion war diesen alles, was sie umgab; wahr und erstrebenswert war ihnen nur die geistige Welt, nur sie durchdrungen von dem höchsten Selbst. Erobern konnte man mit solcher Gesinnung nicht die physische Welt. Das war erst möglich mit der Kultur des Zarathustra, dem großen Schüler des großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Er wußte und lehrte, daß das Äußere nicht Maja, sondern der Ausdruck eines Göttlich-Geistigen ist, daß dahinter dasjenige ruht, was Ahriman dem Menschen verdeckt hatte. Dieses, was da hinter der Sinneswelt liegt, das sollte enthüllt werden. Dahin wirkt der Zarathustra: im Sinnlichen den Geist zu finden. Das ist seine Mission. In Ormuzd und ‚Ahriman stehen sich Licht und Finsternis gegenüber.

[ 18 ] Schon ein anderer Geist war es, der da waltete in der zweiten nachatlantischen Kultur, in der uralt persischen. Westliches Denken und westliche Forschung im Physischen lernt erkennen, daß dieses Physische, diese wundervoll nach so harmonischen Gesetzen aufgebaute Welt es wert ist, sie mit dem Geiste zu durchdringen. Solch ein Volk, dem dafür eine Ahnung aufging, war das Volk des Zarathustra. Wer dieses uralt persische Volk kennt, der wird genau unterscheiden können zwischen diesem Volke und dem Volke der Inder. Maja, Illusion war diesen alles, was sie umgab; wahr und erstrebenswert war ihnen nur die geistige Welt, nur sie durchdrungen von dem höchsten Selbst. Erobern konnte man mit solcher Gesinnung nicht die physische Welt. Das war erst möglich mit der Kultur des Zarathustra, dem großen Schüler des großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Er wußte und lehrte, daß das Äußere nicht Maja, sondern der Ausdruck eines Göttlich-Geistigen ist, daß dahinter dasjenige ruht, was Ahriman dem Menschen verdeckt hatte. Dieses, was da hinter der Sinneswelt liegt, das sollte enthüllt werden. Dahin wirkt der Zarathustra: im Sinnlichen den Geist zu finden. Das ist seine Mission. In Ormuzd und ‚Ahriman stehen sich Licht und Finsternis gegenüber.

[ 19 ] In der dritten Epoche, der ägyptisch-chaldäisch-assyrisch-babylonischen, da hat der Mensch schon mehr den Anschluß an die physische Welt gefunden. In der gewaltigen Sternenschrift des Firmaments, da sieht er die Taten, die Weisheit der Götter eingegraben, und er lenkt den Blick hinauf und sucht sie zu verstehen, zu ergründen. Die wunderbare Sternenweisheit der chaldäischen Priesterweisen ist ein Denkmal dafür.

[ 19 ] In der dritten Epoche, der ägyptisch-chaldäisch-assyrisch-babylonischen, da hat der Mensch schon mehr den Anschluß an die physische Welt gefunden. In der gewaltigen Sternenschrift des Firmaments, da sieht er die Taten, die Weisheit der Götter eingegraben, und er lenkt den Blick hinauf und sucht sie zu verstehen, zu ergründen. Die wunderbare Sternenweisheit der chaldäischen Priesterweisen ist ein Denkmal dafür.

[ 20 ] Die vierte Kultur, die griechisch-römische, sie führt den Menschen vollends herab auf den physischen Plan. So lieb hat er ihn jetzt gewonnen, daß er ganz vergessen hat, woher er gekommen ist. Das Verständnis für die geistige Welt ist ihm verlorengegangen. Tief zeigt dieses der Ausspruch des griechischen Helden Achilles: Lieber ein Bettler in der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. - Die wundervolle Plastik der Griechen und der römische Bürger sind die charakteristischen Merkmale dieser Kultur. Die fünfte Kultur ist die unsrige. Der Materialismus und das Warenhaus drücken ihr einen gewissen Stempel auf.

[ 20 ] Die vierte Kultur, die griechisch-römische, sie führt den Menschen vollends herab auf den physischen Plan. So lieb hat er ihn jetzt gewonnen, daß er ganz vergessen hat, woher er gekommen ist. Das Verständnis für die geistige Welt ist ihm verlorengegangen. Tief zeigt dieses der Ausspruch des griechischen Helden Achilles: Lieber ein Bettler in der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. - Die wundervolle Plastik der Griechen und der römische Bürger sind die charakteristischen Merkmale dieser Kultur. Die fünfte Kultur ist die unsrige. Der Materialismus und das Warenhaus drücken ihr einen gewissen Stempel auf.

[ 21 ] Der Sinn all dieser Kulturen ist ja der, daß immer mehr und mehr vom Menschen der physische Plan erobert wird, und zwei Strömungen, zwei Grundstimmungen kommen da zum Ausdruck in den Kulturen, die sich bis heute erhalten haben. Es stehen sich heute gegenüber die östliche und die westliche Welt, ihre Anschauungen und Gefühlsströmungen. Maja oder Illusion nennt die östliche Welt den physischen Plan, und sie will sich nicht mit ihm verquicken in ihrem Denken, in ihrem Handeln und ihrem Gefühlsleben. Hineinarbeiten in diese Sinnenwelt, Hand an sie anlegen, das ist der Grundsatz der westlichen Weltanschauung. Äußerlich mag es daher zu einer Kollision kommen, jede aber hat ihre volle Berechtigung. Möge die westliche in die äußere Kultur hineinarbeiten und so die Kräfte der Seele entfalten, und möge die östliche ihren Weg gehen: der Gipfel führt sie beide zusammen.

[ 21 ] Der Sinn all dieser Kulturen ist ja der, daß immer mehr und mehr vom Menschen der physische Plan erobert wird, und zwei Strömungen, zwei Grundstimmungen kommen da zum Ausdruck in den Kulturen, die sich bis heute erhalten haben. Es stehen sich heute gegenüber die östliche und die westliche Welt, ihre Anschauungen und Gefühlsströmungen. Maja oder Illusion nennt die östliche Welt den physischen Plan, und sie will sich nicht mit ihm verquicken in ihrem Denken, in ihrem Handeln und ihrem Gefühlsleben. Hineinarbeiten in diese Sinnenwelt, Hand an sie anlegen, das ist der Grundsatz der westlichen Weltanschauung. Äußerlich mag es daher zu einer Kollision kommen, jede aber hat ihre volle Berechtigung. Möge die westliche in die äußere Kultur hineinarbeiten und so die Kräfte der Seele entfalten, und möge die östliche ihren Weg gehen: der Gipfel führt sie beide zusammen.

[ 22 ] So haben wir den Inder, der ein Leben geistig in sich führt, abgewandt von der äußeren sinnlichen Welt, und den Perser, der etwas Feindliches in der Materie noch sieht, aber schon in sie den Geist hineinarbeitet. Wir haben den Ägypter, der ihre Gesetze studiert, den Chaldäer, der in dem Gang der Sterne die Handschrift des Gottes im Raume sieht, der die Sternenweisheit als Ausdruck der göttlich-geistigen Wesenheiten verehrt. Vor uns steht der Grieche, der das Ideal der Schönheit und Vollkommenheit dessen, was die Natur geschaffen hat, dem Stoffe selbst einzuprägen verstanden hat; mit ihm die Zeit, wo wir die Ehe zwischen dem Geiste und der Materie in den physischen Wunderwerken der Kunst bestaunen können. Ein tiefer okkulter Hintergrund ist hier zu erwähnen. Betrachten Sie den griechischen Tempel in seiner herrlichen Reinheit und Schöne: der Gott wohnt wirklich darinnen. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Werken der Architektonik und Plastik und denen anderer Kulturepochen ist der, daß der griechische Tempel in seiner reinen Form schon vom rein architektonischen, künstlerischen Standpunkte aus so hoch in der Vollkommenheit der Linien steht, daß nichts ihn erreichen kann. Vertieft sich die Seele darein - in den Ruinen des Tempels von Paestum können Sie das noch wahrnehmen -, betrachtet sie einen dorischen Tempel, einen ionischen, und hat sie etwas von dem in sich, was man Raumbewußtsein nennt, so spürt sie, wie diese Linien förmlich in den Raum hineingegossen sind. Sie wissen, daß gewisse Strömungen im Raum vorhanden sind. Die Notwendigkeit dieser Strömungen benutzend, sie physisch darstellend, erbildet sich der griechische Tempel. Das, was er schon im Raume findet, das schafft der Grieche im Raum. Beim griechischen Tempel ist die Hauptsache, daß der Gott selbst darinnen ist; zum gotischen Dom gehört die gläubige Gemeinde. Der griechische Tempel ist ein Ganzes an sich, der gotische Dom mit seinen Spitzbogenfenstern ist nur denkbar mit der Gemeinde, deren andächtig gefaltete Hände seine Formen widerspiegeln und mit ihm zusammen ein Ganzes bilden. In dem griechischen Tempel war wirklich die Geistigkeit darinnen, er gab den Geistwesen eine Gelegenheit, daß sie heruntersteigen und darin Wohnung nehmen konnten.

[ 22 ] So haben wir den Inder, der ein Leben geistig in sich führt, abgewandt von der äußeren sinnlichen Welt, und den Perser, der etwas Feindliches in der Materie noch sieht, aber schon in sie den Geist hineinarbeitet. Wir haben den Ägypter, der ihre Gesetze studiert, den Chaldäer, der in dem Gang der Sterne die Handschrift des Gottes im Raume sieht, der die Sternenweisheit als Ausdruck der göttlich-geistigen Wesenheiten verehrt. Vor uns steht der Grieche, der das Ideal der Schönheit und Vollkommenheit dessen, was die Natur geschaffen hat, dem Stoffe selbst einzuprägen verstanden hat; mit ihm die Zeit, wo wir die Ehe zwischen dem Geiste und der Materie in den physischen Wunderwerken der Kunst bestaunen können. Ein tiefer okkulter Hintergrund ist hier zu erwähnen. Betrachten Sie den griechischen Tempel in seiner herrlichen Reinheit und Schöne: der Gott wohnt wirklich darinnen. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Werken der Architektonik und Plastik und denen anderer Kulturepochen ist der, daß der griechische Tempel in seiner reinen Form schon vom rein architektonischen, künstlerischen Standpunkte aus so hoch in der Vollkommenheit der Linien steht, daß nichts ihn erreichen kann. Vertieft sich die Seele darein - in den Ruinen des Tempels von Paestum können Sie das noch wahrnehmen -, betrachtet sie einen dorischen Tempel, einen ionischen, und hat sie etwas von dem in sich, was man Raumbewußtsein nennt, so spürt sie, wie diese Linien förmlich in den Raum hineingegossen sind. Sie wissen, daß gewisse Strömungen im Raum vorhanden sind. Die Notwendigkeit dieser Strömungen benutzend, sie physisch darstellend, erbildet sich der griechische Tempel. Das, was er schon im Raume findet, das schafft der Grieche im Raum. Beim griechischen Tempel ist die Hauptsache, daß der Gott selbst darinnen ist; zum gotischen Dom gehört die gläubige Gemeinde. Der griechische Tempel ist ein Ganzes an sich, der gotische Dom mit seinen Spitzbogenfenstern ist nur denkbar mit der Gemeinde, deren andächtig gefaltete Hände seine Formen widerspiegeln und mit ihm zusammen ein Ganzes bilden. In dem griechischen Tempel war wirklich die Geistigkeit darinnen, er gab den Geistwesen eine Gelegenheit, daß sie heruntersteigen und darin Wohnung nehmen konnten.

[ 23 ] Aber in dieser Zeit, die es so sehr verstanden hat, die Erde mit solchen Wunderwerken zu schmücken, da verloren die Menschen immer mehr den Zusammenhang mit der geistigen Welt. Licht und hell war es in der physischen Welt für den Menschen, aber wenn er durch den Tod ging, dann war es in der geistigen Welt für ihn zur Zeit der griechisch-lateinischen Kultur öde und kalt und finster. Erobert hatte sich der Mensch die physische Welt in der nachatlantischen Zeit, aber in der geistigen Welt war es für ihn traurig und trübe, und auch die Eingeweihten, die ja hier wie dort Lehrer der Menschheit sind, sie konnten keinen Trost bringen. Denn wenn sie denen, die in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, von dem erzählten, was in der physischen Welt geschah, so wurden sie ja, jene Menschenseelen, nur noch unglücklicher, denn sie hingen ja mit allen Fasern ihrer Seele an dieser sinnlichen Welt, die ihnen nun genommen war. Eine Änderung ist auch hier eingetreten durch das Ereignis von Golgatha und die Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Er stieg nach seinem Tode am Kreuze in die Unterwelt hinab - man nennt das die Höllenfahrt - und er verkündete auch denen, die nicht mehr im physischen Leibe lebten, daß das Leben wirklich den Tod besiegt hat. Dadurch war den Seelen wieder die Möglichkeit des Aufstiegs in der geistigen Welt gegeben.

[ 23 ] Aber in dieser Zeit, die es so sehr verstanden hat, die Erde mit solchen Wunderwerken zu schmücken, da verloren die Menschen immer mehr den Zusammenhang mit der geistigen Welt. Licht und hell war es in der physischen Welt für den Menschen, aber wenn er durch den Tod ging, dann war es in der geistigen Welt für ihn zur Zeit der griechisch-lateinischen Kultur öde und kalt und finster. Erobert hatte sich der Mensch die physische Welt in der nachatlantischen Zeit, aber in der geistigen Welt war es für ihn traurig und trübe, und auch die Eingeweihten, die ja hier wie dort Lehrer der Menschheit sind, sie konnten keinen Trost bringen. Denn wenn sie denen, die in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, von dem erzählten, was in der physischen Welt geschah, so wurden sie ja, jene Menschenseelen, nur noch unglücklicher, denn sie hingen ja mit allen Fasern ihrer Seele an dieser sinnlichen Welt, die ihnen nun genommen war. Eine Änderung ist auch hier eingetreten durch das Ereignis von Golgatha und die Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Er stieg nach seinem Tode am Kreuze in die Unterwelt hinab - man nennt das die Höllenfahrt - und er verkündete auch denen, die nicht mehr im physischen Leibe lebten, daß das Leben wirklich den Tod besiegt hat. Dadurch war den Seelen wieder die Möglichkeit des Aufstiegs in der geistigen Welt gegeben.