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The Rudolf Steiner Archive

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The Gospel of Luke
GA 114

18 September 1909, Basel

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Vierter Vortrag

Vierter Vortrag

[ 1 ] Die Tatsachen, welche den Evangelien zugrunde liegen, und namentlich dem Lukas-Evangelium, werden für die nächsten Tage immer subtiler werden. Daher bitte ich, diesmal mehr noch als sonst zu berücksichtigen, daß die Vorträge fortlaufend sind, daß der Inhalt wirklich von einem Vortrage zum anderen hinübergeht und daß man einen einzelnen Vortrag oder auch einige derselben nicht verstehen kann, wenn man sie nicht im Zusammenhange betrachtet mit den anderen Vorträgen. Insbesondere gilt das für den heutigen und den morgigen Vortrag; und auch dafür gilt es, daß Sie erst morgen sich fragen sollen, wie die verschiedenen Dinge, die da vorgebracht werden, mit dem zusammenhängen, was in anderen Vortragszyklen, dieses Thema bereits streifend, gesagt worden ist.

[ 1 ] Die Tatsachen, welche den Evangelien zugrunde liegen, und namentlich dem Lukas-Evangelium, werden für die nächsten Tage immer subtiler werden. Daher bitte ich, diesmal mehr noch als sonst zu berücksichtigen, daß die Vorträge fortlaufend sind, daß der Inhalt wirklich von einem Vortrage zum anderen hinübergeht und daß man einen einzelnen Vortrag oder auch einige derselben nicht verstehen kann, wenn man sie nicht im Zusammenhange betrachtet mit den anderen Vorträgen. Insbesondere gilt das für den heutigen und den morgigen Vortrag; und auch dafür gilt es, daß Sie erst morgen sich fragen sollen, wie die verschiedenen Dinge, die da vorgebracht werden, mit dem zusammenhängen, was in anderen Vortragszyklen, dieses Thema bereits streifend, gesagt worden ist.

[ 2 ] Wir haben gestern damit geschlossen, daß gesagt worden ist: Der Nirmanakaya des Buddha hat sich unserer Welt gezeigt in dem Momente, der durch das Lukas-Evangelium ausgedrückt wird als die Verkündigung an die Hirten. Und wir haben gestern angedeutet, daß jene Verjüngung der buddhistischen Weltanschauung, die in das Christentum eingeflossen ist und damit der Welt gegeben worden ist, dadurch zustande gekommen ist, daß jener astralische Mutterleib, der sich von dem sich entwickelnden Menschen mit der Geschlechtsreife trennt, der also verbunden war mit dem Kinde Jesus, aufgenommen worden ist von dem Nirmanakaya des Buddha, eins mit ihm geworden ist im zwölften Jahre des Jesus-Lebens. Daher haben wir es von diesem Augenblicke an nunmehr mit einer bestimmten Wesenheit zu tun, die eigentlich zu sammengefügt ist aus dem Nirmanakaya, dem Geistleib des Buddha, und aus jenem astralischen Mutterleibe, der sich wie eine astralische Mutterhülle von dem bis zum zwölften Jahre herangewachsenen Jesuskinde losgelöst hat.

[ 2 ] Wir haben gestern damit geschlossen, daß gesagt worden ist: Der Nirmanakaya des Buddha hat sich unserer Welt gezeigt in dem Momente, der durch das Lukas-Evangelium ausgedrückt wird als die Verkündigung an die Hirten. Und wir haben gestern angedeutet, daß jene Verjüngung der buddhistischen Weltanschauung, die in das Christentum eingeflossen ist und damit der Welt gegeben worden ist, dadurch zustande gekommen ist, daß jener astralische Mutterleib, der sich von dem sich entwickelnden Menschen mit der Geschlechtsreife trennt, der also verbunden war mit dem Kinde Jesus, aufgenommen worden ist von dem Nirmanakaya des Buddha, eins mit ihm geworden ist im zwölften Jahre des Jesus-Lebens. Daher haben wir es von diesem Augenblicke an nunmehr mit einer bestimmten Wesenheit zu tun, die eigentlich zu sammengefügt ist aus dem Nirmanakaya, dem Geistleib des Buddha, und aus jenem astralischen Mutterleibe, der sich wie eine astralische Mutterhülle von dem bis zum zwölften Jahre herangewachsenen Jesuskinde losgelöst hat.

[ 3 ] Nun müssen wir uns die folgende Frage vorlegen. Wenn im gewöhnlichen Leben bei der Entwickelung des Menschen dieser astralische Mutterleib sich loslöst, wenn der eigentliche astralische Leib des Menschen geboren wird, so wird dabei die astralische Mutterhülle aufgelöst in der allgemeinen astralischen Welt. So, wie das beim gewöhnlichen Menschen in unserm Entwickelungszyklus ist, wäre diese astralische Mutterhülle nicht brauchbar, um einer so hohen Wesenheit einverleibt zu werden, wie es der Buddha in seinem Nirmanakaya war. Es mußte also etwas ganz Besonderes mit dieser astralischen Mutterhülle vorliegen, die da abgestreift worden ist und durch ihre Verbindung mit dem Nirmanakaya des Buddha den ganzen Buddhismus verjüngt hat. Mit anderen Worten, es mußte in dem Jesuskinde eine ganz besondere Wesenheit enthalten sein; es mußte in diesem Leibe des Jesus inkarniert sein eine ganz besondere Wesenheit, damit von ihr in den ersten zwölf Jahren des Lebens jene Kräfte ausstrahlen konnten, die dann von der astralischen Mutterhülle aufgenommen wurden, damit diese jene verJüngenden Kräfte haben konnte, auf die wir gestern hindeuteten. Also nicht um eine gewöhnliche menschliche Wesenheit, sondern um eine ganz besondere Wesenheit mußte es sich handeln, die da von der Geburt bis zum zwölften Jahre in dem Jesuskinde heranwuchs und dann imstande war, in das, was abgestreift wurde, alle die Kräfte hinauszustrahlen, die jene Verjüngung bewirkt haben.

[ 3 ] Nun müssen wir uns die folgende Frage vorlegen. Wenn im gewöhnlichen Leben bei der Entwickelung des Menschen dieser astralische Mutterleib sich loslöst, wenn der eigentliche astralische Leib des Menschen geboren wird, so wird dabei die astralische Mutterhülle aufgelöst in der allgemeinen astralischen Welt. So, wie das beim gewöhnlichen Menschen in unserm Entwickelungszyklus ist, wäre diese astralische Mutterhülle nicht brauchbar, um einer so hohen Wesenheit einverleibt zu werden, wie es der Buddha in seinem Nirmanakaya war. Es mußte also etwas ganz Besonderes mit dieser astralischen Mutterhülle vorliegen, die da abgestreift worden ist und durch ihre Verbindung mit dem Nirmanakaya des Buddha den ganzen Buddhismus verjüngt hat. Mit anderen Worten, es mußte in dem Jesuskinde eine ganz besondere Wesenheit enthalten sein; es mußte in diesem Leibe des Jesus inkarniert sein eine ganz besondere Wesenheit, damit von ihr in den ersten zwölf Jahren des Lebens jene Kräfte ausstrahlen konnten, die dann von der astralischen Mutterhülle aufgenommen wurden, damit diese jene verJüngenden Kräfte haben konnte, auf die wir gestern hindeuteten. Also nicht um eine gewöhnliche menschliche Wesenheit, sondern um eine ganz besondere Wesenheit mußte es sich handeln, die da von der Geburt bis zum zwölften Jahre in dem Jesuskinde heranwuchs und dann imstande war, in das, was abgestreift wurde, alle die Kräfte hinauszustrahlen, die jene Verjüngung bewirkt haben.

[ 4 ] Wenn wir uns eine Vorstellung davon machen wollen, wie so etwas überhaupt sein kann, daß ein Kind ganz anders auf seine Hüllen wirkt, als es im normalen Zustande der Fall ist, so können wir uns zunächst nur vergleichsweise jener Tatsache nähern, die da vorliegt. Ich will Ihnen also durch einen Vergleich anschaulich machen, was eigentlich damals vorgegangen war.

[ 4 ] Wenn wir uns eine Vorstellung davon machen wollen, wie so etwas überhaupt sein kann, daß ein Kind ganz anders auf seine Hüllen wirkt, als es im normalen Zustande der Fall ist, so können wir uns zunächst nur vergleichsweise jener Tatsache nähern, die da vorliegt. Ich will Ihnen also durch einen Vergleich anschaulich machen, was eigentlich damals vorgegangen war.

[ 5 ] Wenn wir ein Menschenleben verfolgen, wie es sich von der Geburt bis in die späteren Altersstufen hinauf entwickelt, bis zum zwanzigsten, dreißigsten, vierzigsten Jahre, wenn es normal verläuft, so können wir uns vor die Seele führen, wie die einzelnen Kräfte, die in der Keimanlage und bei der Geburt erst veranlagt sind, nach und nach zum Vorschein kommen. Das Kind wächst physisch heran, das Kind wächst aber auch geistig heran. Nach und nach entwickeln sich seine Seelenkräfte. - Wie das geschieht, können Sie nachlesen in meiner Schrift «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft». — Versuchen Sie sich vor Augen zu führen, wie allmählich die Gemüts- und die intellektuellen Kräfte aus dem Kinde herauswachsen, wie mit dem siebenten, mit dem vierzehnten oder einundzwanzigsten Jahre diese oder jene Kräfte da sind, die früher nicht vorhanden waren, oder wie die vorhandenen in größerem Maßstabe da sind und so weiter. Versuchen Sie also sich vorzustellen, wie das im normalen Verlaufe des Menschenlebens geschieht, und denken Sie sich jetzt, wir wollten einmal einen «Lebensversuch» machen, wir wollten einem Menschen, der eben geboren wird, die Möglichkeit geben, sich nicht ganz so normal und durchschnittsgemäß zu entwickeln, wie es nun einmal in unserem Entwickelungszyklus der Fall ist und wie es im normalen Leben auch der Fall sein muß, sondern wir würden einem Menschen künstlich Gelegenheit geben, daß er das, was ein anderer normalerweise zum Beispiel vom zwölften bis achtzehnten Jahre lernt, mit einer gewissen Frische auffaßt, daß er es seiner Seele nicht so zu eigen macht, wie es gewöhnlich geschieht, sondern daß es die Seele mit einer besonderen Frische ergreift, so daß also die Seele sich das nicht in der Weise aneignet, wie es die anderen Menschen tun, sondern mit einer gewissen erfinderischen Kraft fortschaffend an den Dingen wirken kann. Und nehmen wir an, wir wollten künstlich diesen Menschen zu einem besonders produktiven machen. Wir dürften dann das Kind nicht so heranwachsen lassen, wie andere Kinder gewöhnlich heranwachsen.

[ 5 ] Wenn wir ein Menschenleben verfolgen, wie es sich von der Geburt bis in die späteren Altersstufen hinauf entwickelt, bis zum zwanzigsten, dreißigsten, vierzigsten Jahre, wenn es normal verläuft, so können wir uns vor die Seele führen, wie die einzelnen Kräfte, die in der Keimanlage und bei der Geburt erst veranlagt sind, nach und nach zum Vorschein kommen. Das Kind wächst physisch heran, das Kind wächst aber auch geistig heran. Nach und nach entwickeln sich seine Seelenkräfte. - Wie das geschieht, können Sie nachlesen in meiner Schrift «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft». — Versuchen Sie sich vor Augen zu führen, wie allmählich die Gemüts- und die intellektuellen Kräfte aus dem Kinde herauswachsen, wie mit dem siebenten, mit dem vierzehnten oder einundzwanzigsten Jahre diese oder jene Kräfte da sind, die früher nicht vorhanden waren, oder wie die vorhandenen in größerem Maßstabe da sind und so weiter. Versuchen Sie also sich vorzustellen, wie das im normalen Verlaufe des Menschenlebens geschieht, und denken Sie sich jetzt, wir wollten einmal einen «Lebensversuch» machen, wir wollten einem Menschen, der eben geboren wird, die Möglichkeit geben, sich nicht ganz so normal und durchschnittsgemäß zu entwickeln, wie es nun einmal in unserem Entwickelungszyklus der Fall ist und wie es im normalen Leben auch der Fall sein muß, sondern wir würden einem Menschen künstlich Gelegenheit geben, daß er das, was ein anderer normalerweise zum Beispiel vom zwölften bis achtzehnten Jahre lernt, mit einer gewissen Frische auffaßt, daß er es seiner Seele nicht so zu eigen macht, wie es gewöhnlich geschieht, sondern daß es die Seele mit einer besonderen Frische ergreift, so daß also die Seele sich das nicht in der Weise aneignet, wie es die anderen Menschen tun, sondern mit einer gewissen erfinderischen Kraft fortschaffend an den Dingen wirken kann. Und nehmen wir an, wir wollten künstlich diesen Menschen zu einem besonders produktiven machen. Wir dürften dann das Kind nicht so heranwachsen lassen, wie andere Kinder gewöhnlich heranwachsen.

[ 6 ] Wir wollen also eine Art hypothetischen Lebensversuch machen. Ich bemerke aber ausdrücklich, daß dieses Beispiel nur hypothetisch gewählt ist und nicht etwa so gemeint ist, daß es auch gleich ausgeführt werden sollte; ich gebrauche es, um etwas vergleichsweise zu sagen, und es soll nicht als ein Erziehungsideal anempfohlen werden. — Also wir wollten einen Menschen zu einem besonders erfinderischen Geist machen, der die Denkfähigkeit nicht nur belebt, sondern der schöpferisch fortfahren kann, diese Fähigkeiten dann im Alter zu einer höheren Produktivität auszubilden. Dann müßten wir vor allen Dingen ein solches Kind von dem sechsten, siebenten Jahre an davor bewahren, daß es in derselben Weise lernt, wie andere Kinder lernen, daß es ja nicht dieselben Schulgegenstände zu lernen beginnt, wie es die anderen Kinder tun, sondern daß es von dieser Zeit an so wenig wie möglich von dem beigebracht erhält, was die anderen Kinder beigebracht erhalten. Wir müßten es bis zum zehnten, elften Jahre womöglich beim kindlichen Spiel erhalten und ihm möglichst wenig von Schulgegenständen beibringen, so daß es womöglich mit neun Jahren noch nicht addieren kann, mit acht Jahren vielleicht noch schlecht liest. Dann müßten wir mit allem, womit ein Kind sonst im sechsten, siebenten Jahre beginnt, erst im achten oder neunten Jahre beginnen. Da haben sich die Kräfte eines Menschen ganz anders entwickelt; da macht die Seele mit dem, was ihr beigebracht wird, etwas ganz anderes. Ein solches Kind würde sich dann die kindlichen Kräfte, die sonst durch den normalen Unterricht unterdrückt werden, bis zum zehnten, elften Jahre bewahren und würde dann mit einer viel feurigeren Seelenkraft über die Dinge kommen, die ihm gelehrt werden, und sie in einer ganz anderen Weise ergreifen. Dadurch würden seine Fähigkeiten zu besonders produktiven umgewandelt. Man müßte also ein Kind möglichst lange kindlich erhalten; dann würde der Hellseher bemerken, daß jene astralische Hülle, die sich bei der Geschlechtsreife loslöst, in der Tat ganz andere Kräfte hat, als es sonst der Fall ist, daß sie jugendliche, frische Kräfte hat. Und diese astralische Hülle würde dann brauchbar sein für eine solche Wesenheit wie in unserem Falle für den Nirmanakaya des Buddha. — Durch ein solches Experiment würde man nicht nur eine Verlängerung der Jugendzeit erreichen, sondern auch, daß gewisse kindliche, jugendliche Kräfte hineingehen in die astralische Mutterhülle und dann wieder in der Welt verwendet werden können, so daß ein Wesen, das aus geistigen Höhen heruntersteigt, sich von diesen Kräften nähren und sich verjüngen kann.

[ 6 ] Wir wollen also eine Art hypothetischen Lebensversuch machen. Ich bemerke aber ausdrücklich, daß dieses Beispiel nur hypothetisch gewählt ist und nicht etwa so gemeint ist, daß es auch gleich ausgeführt werden sollte; ich gebrauche es, um etwas vergleichsweise zu sagen, und es soll nicht als ein Erziehungsideal anempfohlen werden. — Also wir wollten einen Menschen zu einem besonders erfinderischen Geist machen, der die Denkfähigkeit nicht nur belebt, sondern der schöpferisch fortfahren kann, diese Fähigkeiten dann im Alter zu einer höheren Produktivität auszubilden. Dann müßten wir vor allen Dingen ein solches Kind von dem sechsten, siebenten Jahre an davor bewahren, daß es in derselben Weise lernt, wie andere Kinder lernen, daß es ja nicht dieselben Schulgegenstände zu lernen beginnt, wie es die anderen Kinder tun, sondern daß es von dieser Zeit an so wenig wie möglich von dem beigebracht erhält, was die anderen Kinder beigebracht erhalten. Wir müßten es bis zum zehnten, elften Jahre womöglich beim kindlichen Spiel erhalten und ihm möglichst wenig von Schulgegenständen beibringen, so daß es womöglich mit neun Jahren noch nicht addieren kann, mit acht Jahren vielleicht noch schlecht liest. Dann müßten wir mit allem, womit ein Kind sonst im sechsten, siebenten Jahre beginnt, erst im achten oder neunten Jahre beginnen. Da haben sich die Kräfte eines Menschen ganz anders entwickelt; da macht die Seele mit dem, was ihr beigebracht wird, etwas ganz anderes. Ein solches Kind würde sich dann die kindlichen Kräfte, die sonst durch den normalen Unterricht unterdrückt werden, bis zum zehnten, elften Jahre bewahren und würde dann mit einer viel feurigeren Seelenkraft über die Dinge kommen, die ihm gelehrt werden, und sie in einer ganz anderen Weise ergreifen. Dadurch würden seine Fähigkeiten zu besonders produktiven umgewandelt. Man müßte also ein Kind möglichst lange kindlich erhalten; dann würde der Hellseher bemerken, daß jene astralische Hülle, die sich bei der Geschlechtsreife loslöst, in der Tat ganz andere Kräfte hat, als es sonst der Fall ist, daß sie jugendliche, frische Kräfte hat. Und diese astralische Hülle würde dann brauchbar sein für eine solche Wesenheit wie in unserem Falle für den Nirmanakaya des Buddha. — Durch ein solches Experiment würde man nicht nur eine Verlängerung der Jugendzeit erreichen, sondern auch, daß gewisse kindliche, jugendliche Kräfte hineingehen in die astralische Mutterhülle und dann wieder in der Welt verwendet werden können, so daß ein Wesen, das aus geistigen Höhen heruntersteigt, sich von diesen Kräften nähren und sich verjüngen kann.

[ 7 ] Dieses Experiment sollten die Menschen aber doch nicht machen. Es ist kein Erziehungsideal. Gewisse Dinge müssen die Menschen eben heute noch sozusagen den Göttern überlassen. Die Götter können es; die Menschen können es noch nicht richtig ausführen. Und wenn Sie irgendwo hören, daß irgendeine bestimmte Persönlichkeit, die auf einem bestimmten Gebiete befruchtend wirken sollte, sich lange Zeit unbegabt zeigte, lange Jahre hindurch für dumm gehalten wurde und daß ihr dann erst später der «Knopf aufgegangen» ist, dann haben die Götter dieses Experiment angestellt, haben die Kindlichkeit eines solchen Menschen über jene Jahre hinaus bewahrt und haben ihn für das, was man sonst im normalen Leben früher lernt, erst in einer späteren Lebenszeit fähig gemacht. Das wird sich besonders dann zeigen, wenn aufgeweckte Kinder leicht auffassen, was man ihnen erzählt, und wenn sie dann in die Schule kommen, dort eigentlich nichts lernen wollen. Da machen die Götter mit ihnen diesen Lebensversuch, von dem wir eben gesprochen haben.

[ 7 ] Dieses Experiment sollten die Menschen aber doch nicht machen. Es ist kein Erziehungsideal. Gewisse Dinge müssen die Menschen eben heute noch sozusagen den Göttern überlassen. Die Götter können es; die Menschen können es noch nicht richtig ausführen. Und wenn Sie irgendwo hören, daß irgendeine bestimmte Persönlichkeit, die auf einem bestimmten Gebiete befruchtend wirken sollte, sich lange Zeit unbegabt zeigte, lange Jahre hindurch für dumm gehalten wurde und daß ihr dann erst später der «Knopf aufgegangen» ist, dann haben die Götter dieses Experiment angestellt, haben die Kindlichkeit eines solchen Menschen über jene Jahre hinaus bewahrt und haben ihn für das, was man sonst im normalen Leben früher lernt, erst in einer späteren Lebenszeit fähig gemacht. Das wird sich besonders dann zeigen, wenn aufgeweckte Kinder leicht auffassen, was man ihnen erzählt, und wenn sie dann in die Schule kommen, dort eigentlich nichts lernen wollen. Da machen die Götter mit ihnen diesen Lebensversuch, von dem wir eben gesprochen haben.

[ 8 ] Etwas Ähnliches, nur in einem unendlich weiteren Maßstabe, mußte bei jenem Kinde der Fall sein, das als der Jesus heranwuchs und das dann an den Nirmanakaya des Buddha eine so unendlich fruchtbare astralische Mutterhülle abgeben sollte. Und das war auch der Fall. Hier kommen wir zu einer geheimnisvollen Tatsache, der gegenüber es jedem frei steht, zu glauben oder nicht zu glauben, die aber heute vor den vorbereiteten Anthroposophen hingestellt werden kann und die auch geprüft werden kann. Prüfen Sie an allen den Tatsachen, die Ihnen im äußeren Evangelium oder in der äußeren Geschichte zur Verfügung stehen, und Sie werden alles bewahrheitet finden durch die äußeren Tatsachen des physischen Planes, wenn Sie nur richtig die Tatsachen heranziehen und nicht vorschnell urteilen wollen. Was der Okkultist sagt und was ja aus den höheren Welten heraus gegebene Tatsachen sind, das übergibt er wie ein Unterpfand an die Menschheit; und wenn er es aus den richtigen Quellen hat, dann sagt er: Ihr könnt es prüfen, so strenge, wie ihr wollt; ihr werdet es, wenn ihr es in der richtigen Weise prüft, überall bewahrheitet finden durch das, was ihr durch schriftliche Dokumente oder durch andere naturwissenschaftliche Tatsachen in der physischen Welt erfahren könnt. — Also, es mußte jenem Elternpaare, von dem im Lukas-Evangelium die Rede ist, ein Kind geboren werden, das ganz besonderer Art war, ein Kind, das Jugendkraft, das Kindheitskräfte von ganz besonderer Art schon mitbrachte und dieselben in der Stärke, in der es sie mitgebracht hat, frisch und gesund nach jeder Richtung erhielt. Das mußte geschehen.

[ 8 ] Etwas Ähnliches, nur in einem unendlich weiteren Maßstabe, mußte bei jenem Kinde der Fall sein, das als der Jesus heranwuchs und das dann an den Nirmanakaya des Buddha eine so unendlich fruchtbare astralische Mutterhülle abgeben sollte. Und das war auch der Fall. Hier kommen wir zu einer geheimnisvollen Tatsache, der gegenüber es jedem frei steht, zu glauben oder nicht zu glauben, die aber heute vor den vorbereiteten Anthroposophen hingestellt werden kann und die auch geprüft werden kann. Prüfen Sie an allen den Tatsachen, die Ihnen im äußeren Evangelium oder in der äußeren Geschichte zur Verfügung stehen, und Sie werden alles bewahrheitet finden durch die äußeren Tatsachen des physischen Planes, wenn Sie nur richtig die Tatsachen heranziehen und nicht vorschnell urteilen wollen. Was der Okkultist sagt und was ja aus den höheren Welten heraus gegebene Tatsachen sind, das übergibt er wie ein Unterpfand an die Menschheit; und wenn er es aus den richtigen Quellen hat, dann sagt er: Ihr könnt es prüfen, so strenge, wie ihr wollt; ihr werdet es, wenn ihr es in der richtigen Weise prüft, überall bewahrheitet finden durch das, was ihr durch schriftliche Dokumente oder durch andere naturwissenschaftliche Tatsachen in der physischen Welt erfahren könnt. — Also, es mußte jenem Elternpaare, von dem im Lukas-Evangelium die Rede ist, ein Kind geboren werden, das ganz besonderer Art war, ein Kind, das Jugendkraft, das Kindheitskräfte von ganz besonderer Art schon mitbrachte und dieselben in der Stärke, in der es sie mitgebracht hat, frisch und gesund nach jeder Richtung erhielt. Das mußte geschehen.

[ 9 ] Unter den gewöhnlichen Verhältnissen konnte sich nun kein Kind und auch kein Elternpaar finden, bei dem jene Kindheits- und Jugendkräfte in solcher Frische vorhanden gewesen wären, wie sie damals vorhanden sein mußten. Im ganzen weiten Umkreise der damaligen Menschheit hätte man, wenn man nur die normalen Verhältnisse in Betracht gezogen hätte, nirgends die Individualität und das Elternpaar finden können, die zu einer solchen Inkarnation notwendig gewesen wären, wenn nicht noch etwas ganz Besonderes möglich gewesen wäre. Was da möglich gewesen wäre, das können wir nur verstehen, wenn wir uns an mancherlei erinnern, was wir durch unsere anthroposophische Vorbereitung schon kennen.

[ 9 ] Unter den gewöhnlichen Verhältnissen konnte sich nun kein Kind und auch kein Elternpaar finden, bei dem jene Kindheits- und Jugendkräfte in solcher Frische vorhanden gewesen wären, wie sie damals vorhanden sein mußten. Im ganzen weiten Umkreise der damaligen Menschheit hätte man, wenn man nur die normalen Verhältnisse in Betracht gezogen hätte, nirgends die Individualität und das Elternpaar finden können, die zu einer solchen Inkarnation notwendig gewesen wären, wenn nicht noch etwas ganz Besonderes möglich gewesen wäre. Was da möglich gewesen wäre, das können wir nur verstehen, wenn wir uns an mancherlei erinnern, was wir durch unsere anthroposophische Vorbereitung schon kennen.

[ 10 ] Wir wissen, daß unsere heutige Menschheit durch verschiedene Epochen hindurch auf eine Urmenschheit zurückgeht, die wir als die Menschheit der alten atlantischen Zeit bezeichnen; und diese Menschheit geht wiederum zurück auf eine Menschheit, die wir als die Menschheit der lemurischen Zeit bezeichnen. Die Geisteswissenschaft kann uns ganz andere Tatsachen über den Entwickelungsgang der Menschheit aufzeigen als die äußere Naturwissenschaft, die nur an die sinnlichen Tatsachen sich hängen kann. Die Geisteswissenschaft zeigt uns, daß die Menschheit durchgegangen ist durch ein Stadium der griechisch-lateinischen Kulturentwickelung, dem voranging das ägyptisch-chaldäische, das urpersische und das altindische Kultursystem. Damit kommen wir zurück bis zu jener großen, gewaltigen Katastrophe, die einmal über unsere Erde dahingegangen ist und ihr Antlitz ganz verändert hat. Vorher war ein weit ausgebreiteter Kontinent in denjenigen Gegenden vorhanden, in denen heute der Atlantische Ozean sich ausdehnt: das war die alte Atlantis. Und in den Gegenden, welche heute von der europäischen, asiatischen und afrikanischen Menschheit bewohnt werden, war damals zum großen Teil noch Meeresgebiet. Durch jene große atlantische Katastrophe, die sich in dem Wasserelement der Erde abgespielt hat, änderte sich das Antlitz der Erde. Die Menschheit war vorher in der Atlantis drüben hauptsächlich ansässig. Dort entwickelte sie sich. Das waren Menschen, die anders als die heutigen Menschen organisiert waren. Das ist öfters beschrieben worden. Als dann die Zeit der atlantischen Katastrophe herannahte, da sahen die großen hellseherischen Führer und Priester der Menschheit das voraus, und sie lenkten daher die Menschen nach dem Osten, zum Teil auch nach dem Westen hinüber. Diejenigen, welche sie nach dem Westen hinüberleiteten, bildeten dort die Vorfahrenschaft der späteren amerikanischen Menschheit. So müssen wir die Vorfahren unserer Menschheit unter den alten Atlantiern suchen. — Diese Menschen, welche in der Atlantis wohnten, waren wieder die Nachkommenschaft noch früherer Menschen, die wieder ganz anders ausgesehen haben als die atlantischen Menschen; sie wohnten auf einem Kontinent zwischen dem heutigen Asien, Afrika und Australien, im alten Lemurien. Sie werden eine Darstellung bis ins einzelne in meiner demnächst erscheinenden «Geheimwissenschaft» finden; ich will von allem daher jetzt nur das herausheben, was ich brauche.

[ 10 ] Wir wissen, daß unsere heutige Menschheit durch verschiedene Epochen hindurch auf eine Urmenschheit zurückgeht, die wir als die Menschheit der alten atlantischen Zeit bezeichnen; und diese Menschheit geht wiederum zurück auf eine Menschheit, die wir als die Menschheit der lemurischen Zeit bezeichnen. Die Geisteswissenschaft kann uns ganz andere Tatsachen über den Entwickelungsgang der Menschheit aufzeigen als die äußere Naturwissenschaft, die nur an die sinnlichen Tatsachen sich hängen kann. Die Geisteswissenschaft zeigt uns, daß die Menschheit durchgegangen ist durch ein Stadium der griechisch-lateinischen Kulturentwickelung, dem voranging das ägyptisch-chaldäische, das urpersische und das altindische Kultursystem. Damit kommen wir zurück bis zu jener großen, gewaltigen Katastrophe, die einmal über unsere Erde dahingegangen ist und ihr Antlitz ganz verändert hat. Vorher war ein weit ausgebreiteter Kontinent in denjenigen Gegenden vorhanden, in denen heute der Atlantische Ozean sich ausdehnt: das war die alte Atlantis. Und in den Gegenden, welche heute von der europäischen, asiatischen und afrikanischen Menschheit bewohnt werden, war damals zum großen Teil noch Meeresgebiet. Durch jene große atlantische Katastrophe, die sich in dem Wasserelement der Erde abgespielt hat, änderte sich das Antlitz der Erde. Die Menschheit war vorher in der Atlantis drüben hauptsächlich ansässig. Dort entwickelte sie sich. Das waren Menschen, die anders als die heutigen Menschen organisiert waren. Das ist öfters beschrieben worden. Als dann die Zeit der atlantischen Katastrophe herannahte, da sahen die großen hellseherischen Führer und Priester der Menschheit das voraus, und sie lenkten daher die Menschen nach dem Osten, zum Teil auch nach dem Westen hinüber. Diejenigen, welche sie nach dem Westen hinüberleiteten, bildeten dort die Vorfahrenschaft der späteren amerikanischen Menschheit. So müssen wir die Vorfahren unserer Menschheit unter den alten Atlantiern suchen. — Diese Menschen, welche in der Atlantis wohnten, waren wieder die Nachkommenschaft noch früherer Menschen, die wieder ganz anders ausgesehen haben als die atlantischen Menschen; sie wohnten auf einem Kontinent zwischen dem heutigen Asien, Afrika und Australien, im alten Lemurien. Sie werden eine Darstellung bis ins einzelne in meiner demnächst erscheinenden «Geheimwissenschaft» finden; ich will von allem daher jetzt nur das herausheben, was ich brauche.

[ 11 ] Wenn wir so durch die Akasha-Chronik bis in die ältesten Zeiten zurückblicken, so liefert uns merkwürdigerweise die Akasha-Chronik auch wunderbare Belege für alles, was wir sonst in der biblischen Urkunde finden, was wir überhaupt in den religiösen Urkunden finden. Wir lernen dann erst diese religiösen Urkunden in der richtigen Weise verstehen. Was war es zum Beispiel für die äußere Wissenschaft für eine Frage, ob es denn wirklich eine Wahrheit ist, was man in der Bibel liest über ein «einziges Menschenpaar», Adam und Eva, von dem die ganze Menschheit abstammen sollte! Das war eine Frage, die ganz besonders die Zeit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vom naturwissenschaftlichen Standpunkte aus viel beschäftigt hat.

[ 11 ] Wenn wir so durch die Akasha-Chronik bis in die ältesten Zeiten zurückblicken, so liefert uns merkwürdigerweise die Akasha-Chronik auch wunderbare Belege für alles, was wir sonst in der biblischen Urkunde finden, was wir überhaupt in den religiösen Urkunden finden. Wir lernen dann erst diese religiösen Urkunden in der richtigen Weise verstehen. Was war es zum Beispiel für die äußere Wissenschaft für eine Frage, ob es denn wirklich eine Wahrheit ist, was man in der Bibel liest über ein «einziges Menschenpaar», Adam und Eva, von dem die ganze Menschheit abstammen sollte! Das war eine Frage, die ganz besonders die Zeit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vom naturwissenschaftlichen Standpunkte aus viel beschäftigt hat.

[ 12 ] Wir wissen — wenn wir zusammenfassen, was uns die AkashaChronik sagt -—, daß die Erde eine lange Vorzeit hat, daß auch der lemurischen Zeit eine andere Epoche vorangegangen ist. Wir wissen, daß die Erde die Wiederverkörperung anderer planetarischer Zustände ist, des alten Mondes, der alten Sonne und des alten Saturn. Wir wissen weiter, daß die Erde, wie sie sich nach und nach entwickelt hat, dazu berufen war, zu den drei Leibern, die sich der Mensch nach und nach während der früheren Verkörperungen der Erde herausgebildet hat — auf dem Saturn den physischen Leib, auf der Sonne den Ätherleib und auf dem Monde den astralischen Leib -, auf der Erde das Ich, das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, hinzuzusetzen. Alles, was der lemurischen Zeit vorangegangen ist, war nur eine Vorbereitung dieser Erdenmission. Damals, in der lemurischen Zeit, gestaltete sich der Mensch so, daß er fähig wurde, das vierte Glied, die Ichheit, auszubilden. Damals fing der erste Keim sich zu bilden an, um in den drei Gliedern, die der Mensch sich allmählich erworben hatte, ein Ich auszubilden. Daher können wir sagen: Durch jene Veränderungen, die sich auf der Erde zugetragen haben, wurde auf den Menschen so gewirkt, daß er ein Ich-Träger werden konnte. Vor der lemurischen Zeit war die Erde auch bevölkert. Menschen waren auf der Erde in einer ganz anderen Form. Das aber waren Menschen, die noch keine Ich-Träger waren, die eigentlich nur das entwickelt hatten, was sie sich von Saturn, Sonne und Mond herübergebracht hatten als physischen Leib, Ätherleib und Astralleib; und wir wissen, welches die Vorgänge im ganzen Weltall sind, die dazu geführt haben, daß der Mensch bis zu dieser Reife seiner Entwickelung gebracht wurde.

[ 12 ] Wir wissen — wenn wir zusammenfassen, was uns die AkashaChronik sagt -—, daß die Erde eine lange Vorzeit hat, daß auch der lemurischen Zeit eine andere Epoche vorangegangen ist. Wir wissen, daß die Erde die Wiederverkörperung anderer planetarischer Zustände ist, des alten Mondes, der alten Sonne und des alten Saturn. Wir wissen weiter, daß die Erde, wie sie sich nach und nach entwickelt hat, dazu berufen war, zu den drei Leibern, die sich der Mensch nach und nach während der früheren Verkörperungen der Erde herausgebildet hat — auf dem Saturn den physischen Leib, auf der Sonne den Ätherleib und auf dem Monde den astralischen Leib -, auf der Erde das Ich, das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, hinzuzusetzen. Alles, was der lemurischen Zeit vorangegangen ist, war nur eine Vorbereitung dieser Erdenmission. Damals, in der lemurischen Zeit, gestaltete sich der Mensch so, daß er fähig wurde, das vierte Glied, die Ichheit, auszubilden. Damals fing der erste Keim sich zu bilden an, um in den drei Gliedern, die der Mensch sich allmählich erworben hatte, ein Ich auszubilden. Daher können wir sagen: Durch jene Veränderungen, die sich auf der Erde zugetragen haben, wurde auf den Menschen so gewirkt, daß er ein Ich-Träger werden konnte. Vor der lemurischen Zeit war die Erde auch bevölkert. Menschen waren auf der Erde in einer ganz anderen Form. Das aber waren Menschen, die noch keine Ich-Träger waren, die eigentlich nur das entwickelt hatten, was sie sich von Saturn, Sonne und Mond herübergebracht hatten als physischen Leib, Ätherleib und Astralleib; und wir wissen, welches die Vorgänge im ganzen Weltall sind, die dazu geführt haben, daß der Mensch bis zu dieser Reife seiner Entwickelung gebracht wurde.

[ 13 ] Wir wissen, daß die Erde im Beginne unserer jetzigen Entwickelung vereinigt war mit der Sonne und mit dem Monde, daß sich dann zunächst die Sonne abgetrennt hat und einen planetarischen Körper zurückgelassen hat, der die heutige Erde und den heutigen Mond zusammengefaßt hat. Wir wissen aber auch, daß, wenn die Erde mit dem Monde zusammengeblieben wäre, alles, was an Menschenwesen da war, verhärtet, mumifiziert worden wäre, in einen verholzten Zustand übergegangen wäre. Um das zu verhüten, mußte alles, was in dem Monde an Substanzen und Wesenheiten war, erst herausgestoßen werden. Dadurch wurde die Menschengestalt vor der Verhärtung gerettet, es wurde dem Menschen möglich, die jetzige Gestalt anzunehmen, und erst nach der Mondentrennung wurde ihm die Möglichkeit gegeben, ein Ich-Träger zu werden. Aber das alles ging nicht auf einmal vonstatten. Wir könnten sagen, es trennte sich erst die Sonne langsam von der Erde heraus. Es gab also, während der Mond noch in der Erde enthalten war, einen solchen Zustand, welcher die weitere Menschheitsentwickelung nicht gestattete. Die physische Materie wurde immer dichter und dichter, so daß der Mensch tatsächlich einen Anlauf zu einer Verhärtung nahm. Was damals Menschenseelen auf einer untergeordneten Stufe waren, das ging auch schon einen ähnlichen Weg wie heute die Menschenseele, ging auch durch Inkarnationen, durch aufeinanderfolgende Verkörperungen hindurch, wo also das Innere des Menschen die äußere Verkörperung verläßt, durch eine geistige Welt durchgeht, um in einer neuen Verkörperung wieder zu erscheinen.

[ 13 ] Wir wissen, daß die Erde im Beginne unserer jetzigen Entwickelung vereinigt war mit der Sonne und mit dem Monde, daß sich dann zunächst die Sonne abgetrennt hat und einen planetarischen Körper zurückgelassen hat, der die heutige Erde und den heutigen Mond zusammengefaßt hat. Wir wissen aber auch, daß, wenn die Erde mit dem Monde zusammengeblieben wäre, alles, was an Menschenwesen da war, verhärtet, mumifiziert worden wäre, in einen verholzten Zustand übergegangen wäre. Um das zu verhüten, mußte alles, was in dem Monde an Substanzen und Wesenheiten war, erst herausgestoßen werden. Dadurch wurde die Menschengestalt vor der Verhärtung gerettet, es wurde dem Menschen möglich, die jetzige Gestalt anzunehmen, und erst nach der Mondentrennung wurde ihm die Möglichkeit gegeben, ein Ich-Träger zu werden. Aber das alles ging nicht auf einmal vonstatten. Wir könnten sagen, es trennte sich erst die Sonne langsam von der Erde heraus. Es gab also, während der Mond noch in der Erde enthalten war, einen solchen Zustand, welcher die weitere Menschheitsentwickelung nicht gestattete. Die physische Materie wurde immer dichter und dichter, so daß der Mensch tatsächlich einen Anlauf zu einer Verhärtung nahm. Was damals Menschenseelen auf einer untergeordneten Stufe waren, das ging auch schon einen ähnlichen Weg wie heute die Menschenseele, ging auch durch Inkarnationen, durch aufeinanderfolgende Verkörperungen hindurch, wo also das Innere des Menschen die äußere Verkörperung verläßt, durch eine geistige Welt durchgeht, um in einer neuen Verkörperung wieder zu erscheinen.

[ 14 ] Aber es trat, bevor der Mond aus der Erde herausgegangen war, etwas ganz Besonderes ein, sozusagen ein schwieriger Zustand für die Fortentwickelung der Erde trat ein. Es trat das ein, daß gewisse Menschenseelen, die ihren Leib verlassen hatten, in die geistige Welt hineingegangen waren und sich wiederum neu jetzt verkörpern wollten, jetzt unten eine Menschensubstanz vorfanden, die ihnen zu hart, zu verholzt war, so daß sie sich nicht verkörpern konnten. Es trat eine Zeit ein, in welcher die Seelen wieder auf die Erde herunterkommen wollten, aber keine Möglichkeit fanden, sich wiederum zu verkörpern, weil die Erdenleiber für sie nicht geeignet waren. Nur die stärksten Seelen konnten die mittlerweile verhärtete Materie und Substanz bezwingen, um sich auf der Erde zu verkörpern. Die anderen mußten wiederum in die geistige Welt zurück, konnten nicht hinunter. Solche Zeiten gab es vor der Mondentrennung. Aber immer weniger und weniger wurden jene starken Seelen, die imstande waren, die Materie zu bewältigen und die Erde zu bevölkern. Vor der lemurischen Zeit gab es also eine Zeit, in welcher die Erde im weitesten Umkreise verödete, wo die Menschen immer weniger und weniger auf der Erde wurden, weil die Seelen, welche herunter wollten, keine geeigneten Leiber fanden.

[ 14 ] Aber es trat, bevor der Mond aus der Erde herausgegangen war, etwas ganz Besonderes ein, sozusagen ein schwieriger Zustand für die Fortentwickelung der Erde trat ein. Es trat das ein, daß gewisse Menschenseelen, die ihren Leib verlassen hatten, in die geistige Welt hineingegangen waren und sich wiederum neu jetzt verkörpern wollten, jetzt unten eine Menschensubstanz vorfanden, die ihnen zu hart, zu verholzt war, so daß sie sich nicht verkörpern konnten. Es trat eine Zeit ein, in welcher die Seelen wieder auf die Erde herunterkommen wollten, aber keine Möglichkeit fanden, sich wiederum zu verkörpern, weil die Erdenleiber für sie nicht geeignet waren. Nur die stärksten Seelen konnten die mittlerweile verhärtete Materie und Substanz bezwingen, um sich auf der Erde zu verkörpern. Die anderen mußten wiederum in die geistige Welt zurück, konnten nicht hinunter. Solche Zeiten gab es vor der Mondentrennung. Aber immer weniger und weniger wurden jene starken Seelen, die imstande waren, die Materie zu bewältigen und die Erde zu bevölkern. Vor der lemurischen Zeit gab es also eine Zeit, in welcher die Erde im weitesten Umkreise verödete, wo die Menschen immer weniger und weniger auf der Erde wurden, weil die Seelen, welche herunter wollten, keine geeigneten Leiber fanden.

[ 15 ] Was geschah nun mit diesen Seelen, welche keine Leiber finden konnten? Sie wurden entrückt nach den anderen Planeten, die sich inzwischen aus der gemeinsamen Substanz herausgebildet hatten. So gab es gewisse Seelen, die nach dem Saturn entrückt wurden, andere, die nach dem Jupiter, Mars, Venus oder Merkur entrückt wurden; so daß es eine Erdenzeit gab, in welcher nur die stärksten Seelen während des großen Erdenwinters auf die Erde kommen konnten. Die schwächeren Seelen mußten von den anderen zu unserem Sonnensystem gehörenden Planeten in Obhut genommen werden.

[ 15 ] Was geschah nun mit diesen Seelen, welche keine Leiber finden konnten? Sie wurden entrückt nach den anderen Planeten, die sich inzwischen aus der gemeinsamen Substanz herausgebildet hatten. So gab es gewisse Seelen, die nach dem Saturn entrückt wurden, andere, die nach dem Jupiter, Mars, Venus oder Merkur entrückt wurden; so daß es eine Erdenzeit gab, in welcher nur die stärksten Seelen während des großen Erdenwinters auf die Erde kommen konnten. Die schwächeren Seelen mußten von den anderen zu unserem Sonnensystem gehörenden Planeten in Obhut genommen werden.

[ 16 ] Während der lemurischen Epoche gab es in der Tat eine Zeit, von der man — wenigstens annähernd — sagen kann: Es war ein einziges Menschenpaar, ein Hauptpaar vorhanden, welches sich die Stärke behalten hatte, diese widerspenstige Menschensubstanz zu bezwingen und sich auf der Erde zu verkörpern, gleichsam durchzuhalten durch die ganze Erdenzeit. Das war aber auch die Zeit, als sich der Mond von der Erde trennte. Und durch diese Mondentrennung wurde es wieder möglich, daß sich die Menschensubstanz verfeinerte und sich wieder geeignet machte, Menschenseelen aufzunehmen, die schwächer waren, so daß die Nachkommen dieses einen Hauptpaares wieder in der Lage waren, in weicherer Substanz zu sein als diejenigen, welche vor der Mondentrennung gelebt hatten. Da kamen dann nach und nach alle die Seelen, welche nach dem Mars, Jupiter, Venus und so weiter hinauf entrückt waren, wieder auf die Erde zurück, und mit der Vermehrung der Menschen von dem einen Hauptpaare aus geschah das, daß die Seelen nach und nach aus dem Weltenraume auf die Erde zurückkehrten und sich als die Nachkommen des ersten Hauptpaares bildeten.

[ 16 ] Während der lemurischen Epoche gab es in der Tat eine Zeit, von der man — wenigstens annähernd — sagen kann: Es war ein einziges Menschenpaar, ein Hauptpaar vorhanden, welches sich die Stärke behalten hatte, diese widerspenstige Menschensubstanz zu bezwingen und sich auf der Erde zu verkörpern, gleichsam durchzuhalten durch die ganze Erdenzeit. Das war aber auch die Zeit, als sich der Mond von der Erde trennte. Und durch diese Mondentrennung wurde es wieder möglich, daß sich die Menschensubstanz verfeinerte und sich wieder geeignet machte, Menschenseelen aufzunehmen, die schwächer waren, so daß die Nachkommen dieses einen Hauptpaares wieder in der Lage waren, in weicherer Substanz zu sein als diejenigen, welche vor der Mondentrennung gelebt hatten. Da kamen dann nach und nach alle die Seelen, welche nach dem Mars, Jupiter, Venus und so weiter hinauf entrückt waren, wieder auf die Erde zurück, und mit der Vermehrung der Menschen von dem einen Hauptpaare aus geschah das, daß die Seelen nach und nach aus dem Weltenraume auf die Erde zurückkehrten und sich als die Nachkommen des ersten Hauptpaares bildeten.

[ 17 ] So bevölkerte sich die Erde wiederum. Und während der letzten lemurischen Zeit bis weit in die atlantische Zeit hinein kamen immer mehr Seelen herunter, die auf den anderen Planeten gewartet hatten, bis es auf der Erde wiederum Zeit sein würde, sich zu verkörpern. Dann stiegen sie wieder herunter in einen Erdenleib. Auf diese Art wurde die Erde wieder bevölkert. Und auf diese Art entstand jene atlantische Bevölkerung, welche geführt wurde von den atlantischen Eingeweihten in den atlantischen Orakeln. Diese atlantischen Orakel habe ich folgendermaßen charakterisiert.

[ 17 ] So bevölkerte sich die Erde wiederum. Und während der letzten lemurischen Zeit bis weit in die atlantische Zeit hinein kamen immer mehr Seelen herunter, die auf den anderen Planeten gewartet hatten, bis es auf der Erde wiederum Zeit sein würde, sich zu verkörpern. Dann stiegen sie wieder herunter in einen Erdenleib. Auf diese Art wurde die Erde wieder bevölkert. Und auf diese Art entstand jene atlantische Bevölkerung, welche geführt wurde von den atlantischen Eingeweihten in den atlantischen Orakeln. Diese atlantischen Orakel habe ich folgendermaßen charakterisiert.

[ 18 ] Es gab große Führerstätten in der alten Atlantis. Sie waren so eingestellt, daß man die einen nennen konnte die Marsorakel, andere die Jupiterorakel, die Saturnorakel und so weiter. Solche verschiedene Orakelstätten gab es deshalb, weil die Menschen eben verschieden waren. Für jene Menschenseelen, die früher auf dem Mars gewartet hatten, mußte man Unterricht und Führerschaft schaffen in den Marsorakeln, für die, welche auf dem Jupiter gewartet hatten, in den Jupiterorakeln und so weiter. Nur wenige Auserlesene konnten in der atlantischen Zeit in dem zentralen, in dem großen Sonnenorakel unterwiesen werden. Das waren die, welche in der Nachkommenschaft jenem Hauptpaare am nächsten standen, das sich durch die Erdenkrisis durch erhalten hatte, jenem starken Stammpaar, das uns in der Bibel angedeutet wird unter dem Namen Adam und Eva. Da blicken wir in der Bibel hindurch auf etwas, was sich mit den Tatsachen der AkashaChronik deckt, so daß sich die Bibel auch dort bewahrheitet, wo sie scheinbar so Unwahrscheinliches bringt. Und an der Spitze des großen Orakels, das die Oberaufsicht über die übrigen hatte und das man das Sonnenorakel nennt, stand der größte der atlantischen Eingeweihten, der große Sonnen-Eingeweihte, der zu gleicher Zeit der Manu, der Führer der atlantischen Bevölkerung war. Er war derjenige, welcher sich, als die atlantische Katastrophe heranrückte, die Aufgabe zu stellen hatte, mit den Menschen, die er für brauchbar fand, hinüberzuziehen nach dem Osten und eine Ausgangsstätte zu begründen für die nachatlantische Kultur. Vor allem hatte aber dieser Eingeweihte unter den verschiedenen Menschen, die er unmittelbar um seine Person versammelte, immer auch solche, die möglichst unmittelbar von jenen Stammseelen abstammten, die den Erdenwinter überdauert hatten, die sozusagen die direkten Nachkommen waren von Adam und Eva, vom ersten Hauptpaare. Sie wurden insbesondere gehegt und gepflegt in der Umgebung des großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Ihre ganze Unterweisung wurde so gelenkt und geleitet, daß man in den entsprechenden Zeitpunkten der Menschheitsentwickelung immer die Möglichkeit hatte, von der Stätte, welche der Eingeweihte des Sonnenorakels, der große Manu, leitete, die richtigen Einflüsse hinausfließen zu lassen.

[ 18 ] Es gab große Führerstätten in der alten Atlantis. Sie waren so eingestellt, daß man die einen nennen konnte die Marsorakel, andere die Jupiterorakel, die Saturnorakel und so weiter. Solche verschiedene Orakelstätten gab es deshalb, weil die Menschen eben verschieden waren. Für jene Menschenseelen, die früher auf dem Mars gewartet hatten, mußte man Unterricht und Führerschaft schaffen in den Marsorakeln, für die, welche auf dem Jupiter gewartet hatten, in den Jupiterorakeln und so weiter. Nur wenige Auserlesene konnten in der atlantischen Zeit in dem zentralen, in dem großen Sonnenorakel unterwiesen werden. Das waren die, welche in der Nachkommenschaft jenem Hauptpaare am nächsten standen, das sich durch die Erdenkrisis durch erhalten hatte, jenem starken Stammpaar, das uns in der Bibel angedeutet wird unter dem Namen Adam und Eva. Da blicken wir in der Bibel hindurch auf etwas, was sich mit den Tatsachen der AkashaChronik deckt, so daß sich die Bibel auch dort bewahrheitet, wo sie scheinbar so Unwahrscheinliches bringt. Und an der Spitze des großen Orakels, das die Oberaufsicht über die übrigen hatte und das man das Sonnenorakel nennt, stand der größte der atlantischen Eingeweihten, der große Sonnen-Eingeweihte, der zu gleicher Zeit der Manu, der Führer der atlantischen Bevölkerung war. Er war derjenige, welcher sich, als die atlantische Katastrophe heranrückte, die Aufgabe zu stellen hatte, mit den Menschen, die er für brauchbar fand, hinüberzuziehen nach dem Osten und eine Ausgangsstätte zu begründen für die nachatlantische Kultur. Vor allem hatte aber dieser Eingeweihte unter den verschiedenen Menschen, die er unmittelbar um seine Person versammelte, immer auch solche, die möglichst unmittelbar von jenen Stammseelen abstammten, die den Erdenwinter überdauert hatten, die sozusagen die direkten Nachkommen waren von Adam und Eva, vom ersten Hauptpaare. Sie wurden insbesondere gehegt und gepflegt in der Umgebung des großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Ihre ganze Unterweisung wurde so gelenkt und geleitet, daß man in den entsprechenden Zeitpunkten der Menschheitsentwickelung immer die Möglichkeit hatte, von der Stätte, welche der Eingeweihte des Sonnenorakels, der große Manu, leitete, die richtigen Einflüsse hinausfließen zu lassen.

[ 19 ] Nehmen wir einmal an, es wäre zu irgendeinem Zeitpunkte der Menschheitsentwickelung notwendig geworden, daß eine Verjüngung der Kultur eintrat, daß sozusagen das, was die Menschheit eine Zeitlang als Tradition bewahrt hatte und was alt geworden war, einen neuen Einschlag erhielt, daß ein neues Kulturelement der Menschheit gegeben wurde. Zu diesem Ziele mußte unmittelbar in der Stätte des Eingeweihten des Sonnenorakels Vorsorge getroffen werden, und das wurde in der verschiedensten Weise getan.

[ 19 ] Nehmen wir einmal an, es wäre zu irgendeinem Zeitpunkte der Menschheitsentwickelung notwendig geworden, daß eine Verjüngung der Kultur eintrat, daß sozusagen das, was die Menschheit eine Zeitlang als Tradition bewahrt hatte und was alt geworden war, einen neuen Einschlag erhielt, daß ein neues Kulturelement der Menschheit gegeben wurde. Zu diesem Ziele mußte unmittelbar in der Stätte des Eingeweihten des Sonnenorakels Vorsorge getroffen werden, und das wurde in der verschiedensten Weise getan.

[ 20 ] In der ersten Zeit der nachatlantischen Kulturentwickelung wurden direkt Menschen, die dazu vorbereitet worden waren, da oder dorthin geschickt, um als Ergebnis ihrer sorgfältigen Erziehung das hinauszutragen, was gerade bei diesem oder jenem Volke gebraucht wurde. Immer wurde in dieser Orakelstätte, die sich in einer gewissen Gegend Asiens verborgen hatte, dafür gesorgt, daß die einzelnen Kulturen in der entsprechenden Weise beeinflußt werden konnten.

[ 20 ] In der ersten Zeit der nachatlantischen Kulturentwickelung wurden direkt Menschen, die dazu vorbereitet worden waren, da oder dorthin geschickt, um als Ergebnis ihrer sorgfältigen Erziehung das hinauszutragen, was gerade bei diesem oder jenem Volke gebraucht wurde. Immer wurde in dieser Orakelstätte, die sich in einer gewissen Gegend Asiens verborgen hatte, dafür gesorgt, daß die einzelnen Kulturen in der entsprechenden Weise beeinflußt werden konnten.

[ 21 ] Dann aber, fünf bis sechs Jahrhunderte nach dem Auftreten des großen Buddha, war eine ganz besondere Zeit gekommen. Die Notwendigkeit war gekommen, den Buddhismus zu verjüngen. Was als eine alte, reife Weltanschauung, als eine Weltanschauung auf höchster Höhe durch den großen Buddha verkündet worden war, sollte durch einen Jungbrunnen durchgelenkt werden, so daß es in einer jugendfrischen Gestalt vor die Menschheit hintreten konnte. Ganz besondere Jugendkräfte mußten der Menschheit zugeführt werden. Diese Jugendkräfte waren eben nicht enthalten bei irgendeiner Individualität, die sonst draußen in der Welt gearbeitet hat.

[ 21 ] Dann aber, fünf bis sechs Jahrhunderte nach dem Auftreten des großen Buddha, war eine ganz besondere Zeit gekommen. Die Notwendigkeit war gekommen, den Buddhismus zu verjüngen. Was als eine alte, reife Weltanschauung, als eine Weltanschauung auf höchster Höhe durch den großen Buddha verkündet worden war, sollte durch einen Jungbrunnen durchgelenkt werden, so daß es in einer jugendfrischen Gestalt vor die Menschheit hintreten konnte. Ganz besondere Jugendkräfte mußten der Menschheit zugeführt werden. Diese Jugendkräfte waren eben nicht enthalten bei irgendeiner Individualität, die sonst draußen in der Welt gearbeitet hat.

[ 22 ] Wer für die Welt wirkt, der nutzt seine Kräfte ab, und Abnutzen der Kräfte heißt eben alt werden. Wir könnten in der Zeit zurückgehen und würden finden, wie Kultur nach Kultur aufsteigt: erst die alte indische Kultur, darauf die urpersische, dann die ägyptisch-chaldäische und so weiter, und wir würden sehen, daß immer große, bedeutende Menschheitsführer da waren. Diese Menschheitsführer alle haben ihre besten Kräfte hingegeben, um das Menschengeschlecht vorwärtszubringen. Die großen heiligen Rishis haben ihre besten Kräfte hingegeben; Zarathustra, der Inaugurator der persischen Kultur, hat seine besten Kräfte hingegeben; Hermes, Moses und die Führer der chaldäischen Kultur, sie alle haben ihre besten Kräfte hingegeben. Sie alle waren in einer gewissen Beziehung durch das, was sie wirken konnten, die richtigen und besten Leiter und Lenker ihrer Zeiten. Nehmen wir irgendeine Persönlichkeit im alten Indien. Sie hatte sich immer wieder und wieder verkörpert, war in dieser oder jener Inkarnation wiedererschienen, in der persischen, in derägyptisch-chaldäischen Kulturepoche, und indem sie wiedererschienen war, war ihre Seele immer älter geworden, immer reifer und reifer; sie hatte sich hinauferhoben zu immer reiferen Kräften, aber die frischen Jugendkräfte hatte sie verloren. Man kann heranreifen, kann Ungeheures leisten, wenn man eine alte Seele geworden ist, welche durch viele Inkarnationen hindurch an sich gearbeitet hat, aber die Seele ist eine alte Seele geworden. Man kann Großes lehren, viel leisten für die Menschheit, aber die Jugendfrische und die Jugendkraft mußte man notwendigerweise dareingeben, wenn man sich so hinaufentwickelt hatte.

[ 22 ] Wer für die Welt wirkt, der nutzt seine Kräfte ab, und Abnutzen der Kräfte heißt eben alt werden. Wir könnten in der Zeit zurückgehen und würden finden, wie Kultur nach Kultur aufsteigt: erst die alte indische Kultur, darauf die urpersische, dann die ägyptisch-chaldäische und so weiter, und wir würden sehen, daß immer große, bedeutende Menschheitsführer da waren. Diese Menschheitsführer alle haben ihre besten Kräfte hingegeben, um das Menschengeschlecht vorwärtszubringen. Die großen heiligen Rishis haben ihre besten Kräfte hingegeben; Zarathustra, der Inaugurator der persischen Kultur, hat seine besten Kräfte hingegeben; Hermes, Moses und die Führer der chaldäischen Kultur, sie alle haben ihre besten Kräfte hingegeben. Sie alle waren in einer gewissen Beziehung durch das, was sie wirken konnten, die richtigen und besten Leiter und Lenker ihrer Zeiten. Nehmen wir irgendeine Persönlichkeit im alten Indien. Sie hatte sich immer wieder und wieder verkörpert, war in dieser oder jener Inkarnation wiedererschienen, in der persischen, in derägyptisch-chaldäischen Kulturepoche, und indem sie wiedererschienen war, war ihre Seele immer älter geworden, immer reifer und reifer; sie hatte sich hinauferhoben zu immer reiferen Kräften, aber die frischen Jugendkräfte hatte sie verloren. Man kann heranreifen, kann Ungeheures leisten, wenn man eine alte Seele geworden ist, welche durch viele Inkarnationen hindurch an sich gearbeitet hat, aber die Seele ist eine alte Seele geworden. Man kann Großes lehren, viel leisten für die Menschheit, aber die Jugendfrische und die Jugendkraft mußte man notwendigerweise dareingeben, wenn man sich so hinaufentwickelt hatte.

[ 23 ] Nehmen wir selbst einen Größten, der im Laufe der Menschheitsentwickelung gewirkt hat: Zarathustra. Er war es, der aus so großen Tiefen der spirituellen Welt heraus seiner Zeit die große Botschaft von dem Sonnengeiste bringen konnte, er war es, der seine Menschheit hinaufweisen konnte zu dem großen Geist, der später als der Christus erschien. Er war es, der da sagte: In der Sonne ist er enthalten, Ahura Mazdao; er wird sich der Erde nähern. Und er sprach von ihm große, bedeutsame Worte. Nur die tiefste spirituelle Erkenntnis, das große entwickelte Hellsehen des Zarathustra konnte jene Wesenheit schauen, von welcher die heiligen Rishis noch sagten, Vishva Karman liege jenseits ihrer Sphäre, jene Wesenheit, welche er, Zarathustra, Ahura Mazdao nannte und deren Bedeutung für die Menschheitsentwickelung er verkündete. Ein ungeheuer reifer Geist gehörte in die Zarathustra-Körperlichkeit hinein schon damals, als Zarathustra die urpersische Kultur begründete.

[ 23 ] Nehmen wir selbst einen Größten, der im Laufe der Menschheitsentwickelung gewirkt hat: Zarathustra. Er war es, der aus so großen Tiefen der spirituellen Welt heraus seiner Zeit die große Botschaft von dem Sonnengeiste bringen konnte, er war es, der seine Menschheit hinaufweisen konnte zu dem großen Geist, der später als der Christus erschien. Er war es, der da sagte: In der Sonne ist er enthalten, Ahura Mazdao; er wird sich der Erde nähern. Und er sprach von ihm große, bedeutsame Worte. Nur die tiefste spirituelle Erkenntnis, das große entwickelte Hellsehen des Zarathustra konnte jene Wesenheit schauen, von welcher die heiligen Rishis noch sagten, Vishva Karman liege jenseits ihrer Sphäre, jene Wesenheit, welche er, Zarathustra, Ahura Mazdao nannte und deren Bedeutung für die Menschheitsentwickelung er verkündete. Ein ungeheuer reifer Geist gehörte in die Zarathustra-Körperlichkeit hinein schon damals, als Zarathustra die urpersische Kultur begründete.

[ 24 ] Wir können uns denken, daß diese Individualität durch ihre folgenden Inkarnationen immer höher gestiegen ist, immer reifer, immer älter geworden ist — und immer fähiger zu den größten Opfern für die Menschheit. Diejenigen von Ihnen, welche andere Vorträge von mir gehört haben, werden wissen, wie Zarathustra seinen Astralleib abgegeben hat, der später wieder auflebte in dem Führer der ägyptischen Kultur, in Hermes, und wie er seinen Ätherleib abgegeben hat an den Führer des althebräischen Volkes, an Moses. Das alles kann man nur tun, wenn man eine mächtig entwickelte Seele hat. Dann kann man eine so hoch entwickelte Individualität werden wie Zarathustra, der dann sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung in der Zeit, als der Buddha in Indien gewirkt hat, in Chaldäa aufgetreten ist und als der große Lehrer Nazarathos oder Zarathas wirken konnte, der auch der Lehrer des Pythagoras war. Das alles konnte jene große Seele werden, die der Führer und Inaugurator der persischen Kultur war. Sie war bis zu diesem Punkte immer reifer und reifer geworden.

[ 24 ] Wir können uns denken, daß diese Individualität durch ihre folgenden Inkarnationen immer höher gestiegen ist, immer reifer, immer älter geworden ist — und immer fähiger zu den größten Opfern für die Menschheit. Diejenigen von Ihnen, welche andere Vorträge von mir gehört haben, werden wissen, wie Zarathustra seinen Astralleib abgegeben hat, der später wieder auflebte in dem Führer der ägyptischen Kultur, in Hermes, und wie er seinen Ätherleib abgegeben hat an den Führer des althebräischen Volkes, an Moses. Das alles kann man nur tun, wenn man eine mächtig entwickelte Seele hat. Dann kann man eine so hoch entwickelte Individualität werden wie Zarathustra, der dann sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung in der Zeit, als der Buddha in Indien gewirkt hat, in Chaldäa aufgetreten ist und als der große Lehrer Nazarathos oder Zarathas wirken konnte, der auch der Lehrer des Pythagoras war. Das alles konnte jene große Seele werden, die der Führer und Inaugurator der persischen Kultur war. Sie war bis zu diesem Punkte immer reifer und reifer geworden.

[ 25 ] Aber was nun notwendig war, als der Buddhismus verjüngt werden sollte, das konnte, wie Sie aus alledem ersehen werden, diese Seele nicht. Sie konnte unmöglich ganz jugendfrische Kräfte abgeben, die sich gerade dadurch auszeichnen sollten, daß sie sich bis zur Geschlechtsreife in ihrer Kindheit entwickelten, damit sie dann an den Nirmanakaya des Buddha abgegeben werden konnten. Das hätte die Zarathustra-Wesenheit nimmermehr vermocht, gerade weil sie von Inkarnation zu Inkarnation so hoch gestiegen war, so weit aufgestiegen war. Deshalb wäre es ihr nicht möglich gewesen, sich in einem Kinde zu Beginn unserer Zeitrechnung so zu entwickeln, daß damit dasjenige möglich geworden wäre, was notwendig geworden war.

[ 25 ] Aber was nun notwendig war, als der Buddhismus verjüngt werden sollte, das konnte, wie Sie aus alledem ersehen werden, diese Seele nicht. Sie konnte unmöglich ganz jugendfrische Kräfte abgeben, die sich gerade dadurch auszeichnen sollten, daß sie sich bis zur Geschlechtsreife in ihrer Kindheit entwickelten, damit sie dann an den Nirmanakaya des Buddha abgegeben werden konnten. Das hätte die Zarathustra-Wesenheit nimmermehr vermocht, gerade weil sie von Inkarnation zu Inkarnation so hoch gestiegen war, so weit aufgestiegen war. Deshalb wäre es ihr nicht möglich gewesen, sich in einem Kinde zu Beginn unserer Zeitrechnung so zu entwickeln, daß damit dasjenige möglich geworden wäre, was notwendig geworden war.

[ 26 ] Wenn wir also unter all den Individualitäten, die sich damals entfaltet haben, Umschau halten, so finden wir nirgends einen Menschen, der jetzt geboren werden konnte, der die Kraft hatte, sich so zu entfalten, daß er im zwölften Jahre die jugendfrischen Kräfte abgeben konnte, die den Buddhismus verjüngen sollten. Wir haben gerade den Blick gelenkt auf die große, einzigartige Zarathustra-Individualität, um etwas Außerordentliches zu erwähnen, und wir können uns sagen: Auch die Zarathustra-Individualität war ungeeignet, um den Leib des Jesus bis zu der Zeit zu beleben, da die astralische Mutterhülle abgestreift wurde, damit diese sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigen konnte. |

[ 26 ] Wenn wir also unter all den Individualitäten, die sich damals entfaltet haben, Umschau halten, so finden wir nirgends einen Menschen, der jetzt geboren werden konnte, der die Kraft hatte, sich so zu entfalten, daß er im zwölften Jahre die jugendfrischen Kräfte abgeben konnte, die den Buddhismus verjüngen sollten. Wir haben gerade den Blick gelenkt auf die große, einzigartige Zarathustra-Individualität, um etwas Außerordentliches zu erwähnen, und wir können uns sagen: Auch die Zarathustra-Individualität war ungeeignet, um den Leib des Jesus bis zu der Zeit zu beleben, da die astralische Mutterhülle abgestreift wurde, damit diese sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigen konnte. |

[ 27 ] Woher also kam die große belebende Kraft des Jesusleibes? Sie kam aus der großen Mutterloge der Menschheit, die der große SonnenEingeweihte, der Manu, lenkt. In das Kind, das dem Elternpaare geboren wurde, das im Lukas-Evangelium Joseph und Maria genannt wird, wurde hineingesenkt eine große individuelle Kraft, die gehegt und gepflegt worden war in der großen Mutterloge, in dem großen Sonnenorakel. Es wurde in dieses Kind hineingesenkt die beste, die stärkste jener Individualitäten. Welche Individualität?

[ 27 ] Woher also kam die große belebende Kraft des Jesusleibes? Sie kam aus der großen Mutterloge der Menschheit, die der große SonnenEingeweihte, der Manu, lenkt. In das Kind, das dem Elternpaare geboren wurde, das im Lukas-Evangelium Joseph und Maria genannt wird, wurde hineingesenkt eine große individuelle Kraft, die gehegt und gepflegt worden war in der großen Mutterloge, in dem großen Sonnenorakel. Es wurde in dieses Kind hineingesenkt die beste, die stärkste jener Individualitäten. Welche Individualität?

[ 28 ] Wenn wir die Individualität, die in das Kind Jesus damals hineinversenkt wurde, kennenlernen wollen, so müssen wir weit zurückgehen, bis in die Zeit vor dem luziferischen Einfluß auf die Menschheit, bevor sich in den Astralleib der Menschen der luziferische Einfluß hineinerstreckt hat. Dieser luziferische Einfluß kam an die Menschen heran in derselben Zeit, als das Urmenschenpaar, das menschliche Hauptpaar die Erde bevölkerte. Dieses menschliche Hauptpaar war zwar stark genug, um die Menschensubstanz sozusagen zu überwinden, so daß es sich verkörpern konnte, aber es war nicht stark genug, um dem luziferischen Einfluß Widerstand zu leisten. Der luziferische Einfluß kam heran, erstreckte seine Wirkungen auch in den astralischen Leib dieses Hauptpaares, und die Folge war, daß es unmöglich war, alle die Kräfte, die in Adam und Eva waren, auch herunterfließen zu lassen in die Nachkommen, durch das Blut der Nachkommen. Den physischen Leib mußte man durch alle die Geschlechter herunter sich fortpflanzen lassen, aber von dem Ätherleib behielt man in der Leitung der Menschheit etwas zurück. Das drückte man eben dadurch aus, daß man sagte: Die Menschen haben genossen von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, das heißt, was von dem luziferischen Einfluß kam; aber es wurde auch gesagt: Jetzt müssen wir ihnen die Möglichkeit nehmen, auch zu genießen von dem Baume des Lebens! Das heißt, es wurde eine gewisse Summe von Kräften des Ätherleibes zurückbehalten. Die flossen jetzt nicht auf die Nachkommen herunter. Es war also in Adam eine gewisse Summe von Kräften, die ihm nach dem Sündenfalle genommen wurden. Dieser noch unschuldige Teil des Adam wurde aufbewahrt in der großen Mutterloge der Menschheit, wurde dort gehegt und gepflegt. Das war sozusagen die Adam-Seele, die noch nicht berührt war von der menschlichen Schuld, die noch nicht verstrickt war in das, wodurch die Menschen zu Fall gekommen sind. Diese Urkräfte der Adam-Individualität wurden aufbewahrt. Sie waren da, und sie wurden jetzt als «provisorisches Ich» dahin geleitet, wo dem Joseph und der Maria das Kind geboren wurde, und in den ersten Jahren hatte dieses Jesuskind die Kraft des ursprünglichen Stammvaters der Erdenmenschheit in sich.

[ 28 ] Wenn wir die Individualität, die in das Kind Jesus damals hineinversenkt wurde, kennenlernen wollen, so müssen wir weit zurückgehen, bis in die Zeit vor dem luziferischen Einfluß auf die Menschheit, bevor sich in den Astralleib der Menschen der luziferische Einfluß hineinerstreckt hat. Dieser luziferische Einfluß kam an die Menschen heran in derselben Zeit, als das Urmenschenpaar, das menschliche Hauptpaar die Erde bevölkerte. Dieses menschliche Hauptpaar war zwar stark genug, um die Menschensubstanz sozusagen zu überwinden, so daß es sich verkörpern konnte, aber es war nicht stark genug, um dem luziferischen Einfluß Widerstand zu leisten. Der luziferische Einfluß kam heran, erstreckte seine Wirkungen auch in den astralischen Leib dieses Hauptpaares, und die Folge war, daß es unmöglich war, alle die Kräfte, die in Adam und Eva waren, auch herunterfließen zu lassen in die Nachkommen, durch das Blut der Nachkommen. Den physischen Leib mußte man durch alle die Geschlechter herunter sich fortpflanzen lassen, aber von dem Ätherleib behielt man in der Leitung der Menschheit etwas zurück. Das drückte man eben dadurch aus, daß man sagte: Die Menschen haben genossen von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, das heißt, was von dem luziferischen Einfluß kam; aber es wurde auch gesagt: Jetzt müssen wir ihnen die Möglichkeit nehmen, auch zu genießen von dem Baume des Lebens! Das heißt, es wurde eine gewisse Summe von Kräften des Ätherleibes zurückbehalten. Die flossen jetzt nicht auf die Nachkommen herunter. Es war also in Adam eine gewisse Summe von Kräften, die ihm nach dem Sündenfalle genommen wurden. Dieser noch unschuldige Teil des Adam wurde aufbewahrt in der großen Mutterloge der Menschheit, wurde dort gehegt und gepflegt. Das war sozusagen die Adam-Seele, die noch nicht berührt war von der menschlichen Schuld, die noch nicht verstrickt war in das, wodurch die Menschen zu Fall gekommen sind. Diese Urkräfte der Adam-Individualität wurden aufbewahrt. Sie waren da, und sie wurden jetzt als «provisorisches Ich» dahin geleitet, wo dem Joseph und der Maria das Kind geboren wurde, und in den ersten Jahren hatte dieses Jesuskind die Kraft des ursprünglichen Stammvaters der Erdenmenschheit in sich.

[ 29 ] Oh, diese Seele war sehr jung erhalten geblieben. Sie war nicht durchgeleitet worden durch die verschiedenen Inkarnationen, sie war zurückbehalten worden auf einer sehr weit zurückgebliebenen Stufe, wie wenn wir das Kind bei unserem hypothetischen Erziehungsversuche künstlich so zurückhalten. Wer also lebte auf in dem Kindlein, das dem Paare Joseph und Maria geboren war? Der Stammvater der Menschheit, der «alte Adam» als ein «neuer Adam». Das hat schon Paulus gewußt (1. Korinther 15, 45); das liegt in dem, was sich hinter seinen Worten verbirgt. Und das hat auch Lukas, der Schreiber des Lukas-Evangeliums, der ein Paulus-Schüler war, gewußt. Daher spricht Lukas davon in einer ganz besonderen Weise. Er wußte, daß etwas Besonderes notwendig war, um überhaupt diese Geistessubstanz herunterzuleiten auf die Menschheit, er wußte, daß eine Blutsverwandtschaft bis zu Adam hinauf notwendig war. Daher gibt er für den Joseph ein Geschlechtsregister, das bis hinauf zu Adam führt, der unmittelbar aus der geistigen Welt selbst hervorgeht, daher in der Redeweise des Lukas von Gott stammt, er ist ein «Sohn Gottes». Bis zu Gott hinauf wird bei Lukas die Geschlechterfolge gegeben (Lukas 3, 23-38).

[ 29 ] Oh, diese Seele war sehr jung erhalten geblieben. Sie war nicht durchgeleitet worden durch die verschiedenen Inkarnationen, sie war zurückbehalten worden auf einer sehr weit zurückgebliebenen Stufe, wie wenn wir das Kind bei unserem hypothetischen Erziehungsversuche künstlich so zurückhalten. Wer also lebte auf in dem Kindlein, das dem Paare Joseph und Maria geboren war? Der Stammvater der Menschheit, der «alte Adam» als ein «neuer Adam». Das hat schon Paulus gewußt (1. Korinther 15, 45); das liegt in dem, was sich hinter seinen Worten verbirgt. Und das hat auch Lukas, der Schreiber des Lukas-Evangeliums, der ein Paulus-Schüler war, gewußt. Daher spricht Lukas davon in einer ganz besonderen Weise. Er wußte, daß etwas Besonderes notwendig war, um überhaupt diese Geistessubstanz herunterzuleiten auf die Menschheit, er wußte, daß eine Blutsverwandtschaft bis zu Adam hinauf notwendig war. Daher gibt er für den Joseph ein Geschlechtsregister, das bis hinauf zu Adam führt, der unmittelbar aus der geistigen Welt selbst hervorgeht, daher in der Redeweise des Lukas von Gott stammt, er ist ein «Sohn Gottes». Bis zu Gott hinauf wird bei Lukas die Geschlechterfolge gegeben (Lukas 3, 23-38).

[ 30 ] Es verbirgt sich ein bedeutendes Mysterium gerade in dem, was wir das Geschlechtskapitel des Lukas nennen: daß gemeinsames Blut hinunterfließen mußte durch die Generationen und in ununterbrochener Folge bewahrt wurde bis zu dem spätesten Nachkommen, damit, wenn die Zeit erfüllt wäre, auch der Geist hinuntergeleitet werden könnte auf die Nachkommen. - So verband sich mit dem Leibe, der dem Joseph und der Maria geboren wurde, dieser unendlich jugendliche Geist, dieser von allen Erdenschicksalen unberührte Geist, diese junge Seele, deren Kräfte, wenn wir sie suchen wollten, im alten Lemurien gesucht werden müßten. Dieser Geist allein war stark genug, um ganz hineinzustrahlen in den astralischen Mutterleib und, als dieser abgestreift wurde, ihm die Kräfte zu überlassen, die er brauchte, um sich in fruchtbarer Weise mit dem Nirmanakaya des Buddha zu vereinigen.

[ 30 ] Es verbirgt sich ein bedeutendes Mysterium gerade in dem, was wir das Geschlechtskapitel des Lukas nennen: daß gemeinsames Blut hinunterfließen mußte durch die Generationen und in ununterbrochener Folge bewahrt wurde bis zu dem spätesten Nachkommen, damit, wenn die Zeit erfüllt wäre, auch der Geist hinuntergeleitet werden könnte auf die Nachkommen. - So verband sich mit dem Leibe, der dem Joseph und der Maria geboren wurde, dieser unendlich jugendliche Geist, dieser von allen Erdenschicksalen unberührte Geist, diese junge Seele, deren Kräfte, wenn wir sie suchen wollten, im alten Lemurien gesucht werden müßten. Dieser Geist allein war stark genug, um ganz hineinzustrahlen in den astralischen Mutterleib und, als dieser abgestreift wurde, ihm die Kräfte zu überlassen, die er brauchte, um sich in fruchtbarer Weise mit dem Nirmanakaya des Buddha zu vereinigen.

[ 31 ] Wir dürfen also fragen: Was schildert uns denn eigentlich das Lukas-Evangelium, indem es zu reden beginnt über den Jesus von Nazareth? Es schildert uns erstens einen Menschen, der in der Blutsverwandtschaft seinen physischen Leib hinaufleitete bis zu Adam, bis zu den Zeiten, in welchen innerhalb der Erdenverödung durch ein Hauptpaar auf der Erde die Menschheit gerettet worden ist. Und es schildert uns weiter, sich ganz auf den Gesichtspunkt der Wiederverkörperung stellend, die Wiederverkörperung einer Seele, die am längsten gewartet hatte vor ihren Wiederverkörperungen. Die Adam-Seele vor dem Sündenfall, die am längsten gewartet hatte, finden wir wieder in dem Jesusknaben. Wir dürfen also, so phantastisch es für die heutige Menschheit klingen wird, sagen, daß jene Individualität, welche durch die große Mutterloge der Menschheit hineingeleitet wurde in das Jesuskindlein, nicht nur abstammte von den physisch ältesten Geschlechtern der Menschheit, sondern sie ist auch die Wiederverkörperung des ersten Mitgliedes der Menschheit überhaupt. — Jetzt wissen wir, wer derjenige war, der da im Tempel dargestellt und dem Simeon gezeigt wurde, wer der «Sohn Gottes» war nach Lukas. Nicht von dem gegenwärtigen Menschen spricht er, sondern er bezeugt, daß dieser Mensch die Wiederverkörperung von dem ist, der früher da war, der als der allerälteste Blutsstammvater aller der Geschlechter da war.

[ 31 ] Wir dürfen also fragen: Was schildert uns denn eigentlich das Lukas-Evangelium, indem es zu reden beginnt über den Jesus von Nazareth? Es schildert uns erstens einen Menschen, der in der Blutsverwandtschaft seinen physischen Leib hinaufleitete bis zu Adam, bis zu den Zeiten, in welchen innerhalb der Erdenverödung durch ein Hauptpaar auf der Erde die Menschheit gerettet worden ist. Und es schildert uns weiter, sich ganz auf den Gesichtspunkt der Wiederverkörperung stellend, die Wiederverkörperung einer Seele, die am längsten gewartet hatte vor ihren Wiederverkörperungen. Die Adam-Seele vor dem Sündenfall, die am längsten gewartet hatte, finden wir wieder in dem Jesusknaben. Wir dürfen also, so phantastisch es für die heutige Menschheit klingen wird, sagen, daß jene Individualität, welche durch die große Mutterloge der Menschheit hineingeleitet wurde in das Jesuskindlein, nicht nur abstammte von den physisch ältesten Geschlechtern der Menschheit, sondern sie ist auch die Wiederverkörperung des ersten Mitgliedes der Menschheit überhaupt. — Jetzt wissen wir, wer derjenige war, der da im Tempel dargestellt und dem Simeon gezeigt wurde, wer der «Sohn Gottes» war nach Lukas. Nicht von dem gegenwärtigen Menschen spricht er, sondern er bezeugt, daß dieser Mensch die Wiederverkörperung von dem ist, der früher da war, der als der allerälteste Blutsstammvater aller der Geschlechter da war.

[ 32 ] Wenn wir alles das zusammenfassen, so müssen wir jetzt das Folgende sagen. Es hat im fünften, sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Indien der große Bodhisattva gelebt, der die Mission hatte, der Menschheit die Wahrheiten zu bringen, welche nach und nach innerhalb der Menschheit selbst geboren werden sollten. Die Anregung dazu hat er gegeben. Er ist dadurch damals zum Buddha geworden. Daher tritt er in einem ferneren Erdenleibe, der seiner Individualität vollständig entspricht, nicht wieder auf. Er erscheint aber wieder in dem Nirmanakaya, dem Leib der Verwandlungen, aber nur bis zur ätherisch-astralischen Welt. In der Form der Engelscharen sehen ihn da die Hirten, die für einen Moment hellsichtig werden, weil sie sehen sollen, was ihnen verkündet wird. Er neigt sich über das Kind, das dem Joseph und der Maria geboren wird. Und es hat einen Zweck, daß er sich gerade über dieses Kind neigt.

[ 32 ] Wenn wir alles das zusammenfassen, so müssen wir jetzt das Folgende sagen. Es hat im fünften, sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Indien der große Bodhisattva gelebt, der die Mission hatte, der Menschheit die Wahrheiten zu bringen, welche nach und nach innerhalb der Menschheit selbst geboren werden sollten. Die Anregung dazu hat er gegeben. Er ist dadurch damals zum Buddha geworden. Daher tritt er in einem ferneren Erdenleibe, der seiner Individualität vollständig entspricht, nicht wieder auf. Er erscheint aber wieder in dem Nirmanakaya, dem Leib der Verwandlungen, aber nur bis zur ätherisch-astralischen Welt. In der Form der Engelscharen sehen ihn da die Hirten, die für einen Moment hellsichtig werden, weil sie sehen sollen, was ihnen verkündet wird. Er neigt sich über das Kind, das dem Joseph und der Maria geboren wird. Und es hat einen Zweck, daß er sich gerade über dieses Kind neigt.

[ 33 ] Was der große Buddha der Menschheit hat bringen können, das mußte in einer reifen Gestalt vorhanden sein; es ist schwierig zu verstehen, es steht auf bedeutenden Geisteshöhen. Damit es allgemein fruchtbar werden konnte, mußte in das, was sich der Buddha bis dahin erobert hatte, eine Kraft einfließen, die ganz jugendfrisch war. Er mußte diese Kraft aus der Erde heraufsaugen, indem er sich zu einem Menschenkinde herabneigte, von dem er alle die Jugendkräfte aus dem sich ablösenden astralischen Mutterleibe aufnehmen konnte. Dieser Mensch wurde ihm dadurch geboren, daß aus der Bluts-, aus der Generationsfolge ein Kind geboren wurde, das er, der es am besten wußte, zurückverfolgen konnte bis zu dem Stammvater der Menschheit, das er aber auch zurückführte bis zu der alt-jungen Seele der Menschheit während der lemurischen Zeit und das er aufzeigen konnte als den wiederverkörperten neuen Adam. Dieses Kind, das eine Seele hatte, welche die Mutterseele der Menschheit war, die jung erhalten worden war durch die Epochen hindurch, es lebte so, daß es alle frischen Kräfte hineinstrahlte in den astralischen Leib, der sich dann loslöste, hinaufstieg und sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigte.

[ 33 ] Was der große Buddha der Menschheit hat bringen können, das mußte in einer reifen Gestalt vorhanden sein; es ist schwierig zu verstehen, es steht auf bedeutenden Geisteshöhen. Damit es allgemein fruchtbar werden konnte, mußte in das, was sich der Buddha bis dahin erobert hatte, eine Kraft einfließen, die ganz jugendfrisch war. Er mußte diese Kraft aus der Erde heraufsaugen, indem er sich zu einem Menschenkinde herabneigte, von dem er alle die Jugendkräfte aus dem sich ablösenden astralischen Mutterleibe aufnehmen konnte. Dieser Mensch wurde ihm dadurch geboren, daß aus der Bluts-, aus der Generationsfolge ein Kind geboren wurde, das er, der es am besten wußte, zurückverfolgen konnte bis zu dem Stammvater der Menschheit, das er aber auch zurückführte bis zu der alt-jungen Seele der Menschheit während der lemurischen Zeit und das er aufzeigen konnte als den wiederverkörperten neuen Adam. Dieses Kind, das eine Seele hatte, welche die Mutterseele der Menschheit war, die jung erhalten worden war durch die Epochen hindurch, es lebte so, daß es alle frischen Kräfte hineinstrahlte in den astralischen Leib, der sich dann loslöste, hinaufstieg und sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigte.

[ 34 ] Das sind aber nicht alle Tatsachen, durch die wir das wunderbare Mysterium von Palästina verstehen können, das ist nur eine Seite. Wir verstehen: jetzt, wer in Bethlehem geboren worden ist, nachdem von Nazareth Joseph und Maria dorthin gereist sind, und wer den Hirten verkündet worden ist. Aber das ist noch nicht alles. In der Zeit am Beginne unserer Zeitrechnung geschah so mancherlei Seltsames und Bedeutungsvolles, um das größte Ereignis der Menschheitsentwickelung zustande zu bringen. Um das verständlich zu machen, was allmählich zu diesem großen Ereignisse hinaufführte, müssen wir folgendes noch betrachten.

[ 34 ] Das sind aber nicht alle Tatsachen, durch die wir das wunderbare Mysterium von Palästina verstehen können, das ist nur eine Seite. Wir verstehen: jetzt, wer in Bethlehem geboren worden ist, nachdem von Nazareth Joseph und Maria dorthin gereist sind, und wer den Hirten verkündet worden ist. Aber das ist noch nicht alles. In der Zeit am Beginne unserer Zeitrechnung geschah so mancherlei Seltsames und Bedeutungsvolles, um das größte Ereignis der Menschheitsentwickelung zustande zu bringen. Um das verständlich zu machen, was allmählich zu diesem großen Ereignisse hinaufführte, müssen wir folgendes noch betrachten.

[ 35 ] Es gab innerhalb des althebräischen Volkes das David-Geschlecht. Diejenigen, welche wir die «davidischen Geschlechter» nennen, leiteten sich alle auf ihren Stammvater David zurück. Sie können es nun aus der Bibel ersehen, daß David zwei Söhne hatte, Salomo und Nathan (2. Samuelis 5, 14). Zwei Geschlechterfolgen, die salomonische Linie und die nathanische Linie, stammen also von David ab. Wenn wir daher die Zwischenglieder unberücksichtigt lassen, können wir sagen: In der Zeit, als unsere Zeitrechnung beginnt, sind in Palästina vorhanden die Nachkommen sowohl der salomonischen Linie wie auch der nathanischen Linie des davidischen Geschlechtes. Und es lebt als ein Nachkomme aus derjenigen Linie, die wir die nathanische Linie des davidischen Geschlechtes nennen, ein Mann unter dem Namen Joseph in Nazareth. Er hat zu seiner Gemahlin eine Maria. Und es lebt ein Nachkomme der salomonischen Linie des David-Geschlechtes in Bethlehem, der auch Joseph heißt. Es ist nicht weiter wunderbar, daß da zwei Menschen leben aus dem Geschlechte Davids, welche beide Joseph heißen, und daß beide mit einer Maria, wie sie die Bibel nennt, vermählt sind. Wir haben also zwei Elternpaare im Beginne unserer Zeitrechnung in Palästina; beide tragen die Namen Joseph und Maria. Das eine Elternpaar führt seine Abkunft auf die salomonische Linie des Geschlechtes David zurück, das heißt auf die «königliche Linie»; das andere Elternpaar, dasjenige in Nazareth, führt seine Abkunft zurück auf die nathanische Linie, das heißt auf die «priesterliche Linie». Dieses letztere Elternpaar aus der nathanischen Linie nun hatte das Kind, das ich Ihnen gestern und heute geschildert habe. Und dieses Kind lieferte einen solchen astralischen Mutterleib, der hinaufgenommen werden konnte von dem Nirmanakaya des Buddha. Dieses Elternpaar aus der nathanischen Linie ging damals, als das Kind geboren werden sollte, von Nazareth nach Bethlehem — wie Lukas sagt — «zur Schätzung» (Lukas 2, 4-5). Das schildert uns das Geschlechtsregister des Lukas-Evangeliums.

[ 35 ] Es gab innerhalb des althebräischen Volkes das David-Geschlecht. Diejenigen, welche wir die «davidischen Geschlechter» nennen, leiteten sich alle auf ihren Stammvater David zurück. Sie können es nun aus der Bibel ersehen, daß David zwei Söhne hatte, Salomo und Nathan (2. Samuelis 5, 14). Zwei Geschlechterfolgen, die salomonische Linie und die nathanische Linie, stammen also von David ab. Wenn wir daher die Zwischenglieder unberücksichtigt lassen, können wir sagen: In der Zeit, als unsere Zeitrechnung beginnt, sind in Palästina vorhanden die Nachkommen sowohl der salomonischen Linie wie auch der nathanischen Linie des davidischen Geschlechtes. Und es lebt als ein Nachkomme aus derjenigen Linie, die wir die nathanische Linie des davidischen Geschlechtes nennen, ein Mann unter dem Namen Joseph in Nazareth. Er hat zu seiner Gemahlin eine Maria. Und es lebt ein Nachkomme der salomonischen Linie des David-Geschlechtes in Bethlehem, der auch Joseph heißt. Es ist nicht weiter wunderbar, daß da zwei Menschen leben aus dem Geschlechte Davids, welche beide Joseph heißen, und daß beide mit einer Maria, wie sie die Bibel nennt, vermählt sind. Wir haben also zwei Elternpaare im Beginne unserer Zeitrechnung in Palästina; beide tragen die Namen Joseph und Maria. Das eine Elternpaar führt seine Abkunft auf die salomonische Linie des Geschlechtes David zurück, das heißt auf die «königliche Linie»; das andere Elternpaar, dasjenige in Nazareth, führt seine Abkunft zurück auf die nathanische Linie, das heißt auf die «priesterliche Linie». Dieses letztere Elternpaar aus der nathanischen Linie nun hatte das Kind, das ich Ihnen gestern und heute geschildert habe. Und dieses Kind lieferte einen solchen astralischen Mutterleib, der hinaufgenommen werden konnte von dem Nirmanakaya des Buddha. Dieses Elternpaar aus der nathanischen Linie ging damals, als das Kind geboren werden sollte, von Nazareth nach Bethlehem — wie Lukas sagt — «zur Schätzung» (Lukas 2, 4-5). Das schildert uns das Geschlechtsregister des Lukas-Evangeliums.

[ 36 ] Das andere Elternpaar, das gar nicht in Nazareth ursprünglich wohnte - man muß die Evangelien nur wörtlich nehmen -, lebte in : Bethlehem, und das wird uns geschildert von dem Schreiber des Matthäus-Evangeliums (Matthäus 2, 1). Die Evangelien schildern immer die Wahrheit — man braucht gar nicht zu klügeln -, und die Menschen werden durch die Anthroposophie schon wieder dahin kommen, die Evangelien wörtlich zu nehmen. Diesem Elternpaar der salomonischen Linie wird ein Kind geboren, das auch Jesus heißt. Dieses Kind hat auch eine mächtige Individualität innerhalb seines Leibes. Aber dieses Kind hatte zuerst eine andere Aufgabe — die Weisheit der Welt ist tief —, dieses Kind sollte nicht dazu berufen sein, dem astralischen Mutterleibe die jugendfrischen Kräfte abzugeben, sondern es war dazu berufen, dasjenige der Menschheit zu bringen, was man nur bringen kann, wenn man eine reife Seele ist. Dieses Kind wurde durch alle Kräfte, die dabei in Betracht kamen, so gelenkt, daß es die Verkörperung jener Individualität sein konnte, die einstmals in Persien den Ahura Mazdao gelehrt hat, die einstmals ihren Astralleib abgeben konnte an Hermes und ihren Ätherleib an Moses und die wiedererschien als der große Lehrer des Pythagoras, als Zarathas oder Nazarathos, der große Lehrer im alten Chaldäa: es ist keine andere Individualität als die Zarathustra-Individualität. Die Ichheit des Zarathustra wurde wiederverkörpert in dem Kinde, von dem uns der Matthäus-Evangelist erzählt, daß es geboren wurde von einem Elternpaare Joseph und Maria, welches aus der königlichen Linie, aus der salomonischen Linie des davidischen Geschlechtes stammte und ursprünglich schon in Bethlehem wohnte.

[ 36 ] Das andere Elternpaar, das gar nicht in Nazareth ursprünglich wohnte - man muß die Evangelien nur wörtlich nehmen -, lebte in : Bethlehem, und das wird uns geschildert von dem Schreiber des Matthäus-Evangeliums (Matthäus 2, 1). Die Evangelien schildern immer die Wahrheit — man braucht gar nicht zu klügeln -, und die Menschen werden durch die Anthroposophie schon wieder dahin kommen, die Evangelien wörtlich zu nehmen. Diesem Elternpaar der salomonischen Linie wird ein Kind geboren, das auch Jesus heißt. Dieses Kind hat auch eine mächtige Individualität innerhalb seines Leibes. Aber dieses Kind hatte zuerst eine andere Aufgabe — die Weisheit der Welt ist tief —, dieses Kind sollte nicht dazu berufen sein, dem astralischen Mutterleibe die jugendfrischen Kräfte abzugeben, sondern es war dazu berufen, dasjenige der Menschheit zu bringen, was man nur bringen kann, wenn man eine reife Seele ist. Dieses Kind wurde durch alle Kräfte, die dabei in Betracht kamen, so gelenkt, daß es die Verkörperung jener Individualität sein konnte, die einstmals in Persien den Ahura Mazdao gelehrt hat, die einstmals ihren Astralleib abgeben konnte an Hermes und ihren Ätherleib an Moses und die wiedererschien als der große Lehrer des Pythagoras, als Zarathas oder Nazarathos, der große Lehrer im alten Chaldäa: es ist keine andere Individualität als die Zarathustra-Individualität. Die Ichheit des Zarathustra wurde wiederverkörpert in dem Kinde, von dem uns der Matthäus-Evangelist erzählt, daß es geboren wurde von einem Elternpaare Joseph und Maria, welches aus der königlichen Linie, aus der salomonischen Linie des davidischen Geschlechtes stammte und ursprünglich schon in Bethlehem wohnte.

[ 37 ] So finden wir bei Matthäus den einen Teil der Wahrheit, bei Lukas den anderen Teil der Wahrheit. Wörtlich müssen wir beide nehmen, denn die Wahrheit der Welt ist kompliziert. Jetzt wissen wir, was geboren wurde aus der priesterlichen Linie des Hauses David. Jetzt wissen wir aber auch, daß aus der königlichen Linie jene Individualität geboren wurde, welche als Zarathustra einstmals in Persien gewirkt hat und dort die Magie des alten Perserreiches, die königliche Magie, begründet hat. So lebten nebeneinander die zwei Individualitäten: die junge Adam-Individualität in dem Kinde aus der priesterlichen Linie des Hauses David und die Zarathustra-Individualität in dem Kinde aus der königlichen Linie des Geschlechtes David.

[ 37 ] So finden wir bei Matthäus den einen Teil der Wahrheit, bei Lukas den anderen Teil der Wahrheit. Wörtlich müssen wir beide nehmen, denn die Wahrheit der Welt ist kompliziert. Jetzt wissen wir, was geboren wurde aus der priesterlichen Linie des Hauses David. Jetzt wissen wir aber auch, daß aus der königlichen Linie jene Individualität geboren wurde, welche als Zarathustra einstmals in Persien gewirkt hat und dort die Magie des alten Perserreiches, die königliche Magie, begründet hat. So lebten nebeneinander die zwei Individualitäten: die junge Adam-Individualität in dem Kinde aus der priesterlichen Linie des Hauses David und die Zarathustra-Individualität in dem Kinde aus der königlichen Linie des Geschlechtes David.

[ 38 ] Wie und warum das alles geschah, und wie die Entwickelung weitergelenkt wurde, davon morgen weiter.

[ 38 ] Wie und warum das alles geschah, und wie die Entwickelung weitergelenkt wurde, davon morgen weiter.