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The Rudolf Steiner Archive

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The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118

20 February 1910, Düsseldorf

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4. Das neue spirituelle Zeitalter und die Wiederkunft Christi

The New Spiritual Age and the Return of the Christ

[ 1 ] Wenn der Mensch als Anthroposoph zuweilen von dem alltäglichen Leben absehend, hinausblickend über dasjenige, was er im alltäglichen Leben zu tun hat, sich fragen würde: Gibt es außer dem, was das alltägliche Leben ist, außer dem, was des Tages Mühen und Lasten dem Menschen bringen, noch etwas, was mit Menschenglück, mit Menschenbestreben zusammenhängt? - dann würde er als Anthroposoph sich eine reiche Antwort geben können. Er weiß zum Beispiel, daß er alles, was er durch die Anthroposophie aufnimmt, nicht aufnimmt, um der Seele gleichsam eine Beschäftigung zu geben, weil sie sich unbefriedigt fühlt im alltäglichen Leben, sondern daß das, was er durch die Empfindung aus der Anthroposophie aufnimmt, Kraft werden kann in seiner Seele. Er ist jederzeit imstande, sich zu sagen: Als Mensch bin ich noch etwas anderes als das, was ich bin in der äußeren Welt.

[ 1 ] If a Theosophist, withdrawing for a moment from the immediate concerns of daily life, thinks about his tasks and duties in the external world and asks himself: Is there something that has to do with human happiness and human aspirations over and above the daily round of life?—then as a Theosophist he will have an ample answer. He knows that he does not study Theosophy merely in order to occupy his mind because daily life leaves his soul dissatisfied. He knows that what he gets from Theosophy in his feelings can become a real force in his soul. For he is able at all times to say to himself, “In my inmost being as man I am something else than what I am in the external world.”

[ 2 ] Bei solchen Gedanken sollen wir uns ganz tief in unser Inneres schreiben, daß wir als Menschen immer in zwei Strömungen darinnenstehen: In einer Strömung, die uns in das Alltagsleben hineinstellt, und in einer andern Strömung, durch die die Seele hinaufblickt in ein Reich der Zukunft, wodurch sie erst das bedeuten kann, was sie im ganzen Zusammenhang bedeuten soll. Diese Idee soll uns niemals dazu führen, irgendeine vielleicht wenig ansprechende äußere Beschäftigung für weniger bedeutsam zu halten für das ganze Weltenleben als irgendeinen andern Beruf. Wir müssen uns klar darüber sein, daß von einem gewissen Gesichtspunkt aus das Kleinste und Größte, was wir verrichten können, gleich wichtig ist für das Ganze. Das Leben stellt sich dar als ein Mosaikbild, das aus einzelnen Steinchen zusammengefügt ist. Der ein einzelnes Steinchen hineinfügt, ist nicht weniger wichtig als der, der den Plan zu dem Mosaikbild ausgedacht hat. In bezug auf das, was man göttlich-geistige Weltenordnung nennen kann, ist das Kleinste ebenso bedeutsam wie das Größte. Wenn wir das einsehen, so wird uns das vor mancher Unzufriedenheit bewahren können, welche sonst leicht im Leben kommen könnte.

[ 2 ] Together with such thoughts we should realise, deep in our inmost being, that as human beings we live all the time within two streams—one of which gives us our place in everyday life, and another which enables the soul to gaze into a world of the future, to assume its rightful place within the whole setting of cosmic life. This idea should never lead us to regard an external occupation as less important for cosmic life as a whole than some different kind of calling. We must realise that from a certain point of view the smallest and the greatest achievement of which we are capable are of equal importance for the whole. Life is a mosaic, composed of tiny pieces of stone. The man who places one little piece into the mosaic is not less important than the man who thought out the plan of the mosaic. As far as the divine spiritual world order is concerned, the smallest is just as significant as the greatest. Insight into this truth will avert any feelings of dissatisfaction which might otherwise so easily occur in life.

[ 3 ] Nur eine solche Stimmung gegenüber dem, was wir im Leben zu tun haben, kann uns das richtige Verständnis geben für unsere innere Arbeit in der Seele. Erst dann können wir uns zu dem höchsten geistigen Streben in der richtigen Art verhalten. Solch eine Sache sollte für Anthroposophen niemals ein bloßer Gedanke, niemals nur Theorie sein. Der Anthroposoph tut vielmehr gut, wenn er sich öfters selber in innerer Versenkung klarmacht, wie wenig angemessen es in der großen Weltenordnung wäre, wenn aus irgendeiner Stellung im Leben ihm Unzufriedenheit fließen möchte. Das ganze Wesen der Weltentwickelung könnte nicht seinen Gang nehmen, wenn wir nicht das scheinbar Unbedeutendste im Leben richtig ausführen würden. Dann werden wir auch die richtigen Empfindungen erhalten gegenüber den großen Erscheinungen des Daseins. Dann wird uns erst das Große und Bedeutsame aufleuchten, das in dem Satze liegt: Ein jeder von uns soll außer dem, was er darstellt auf dem physischen Plan, im Sinne der Weisheit der Welt so viel als möglich aus sich selber machen. Wir sollen die anthroposophische Entwickelung selber als etwas Notwendiges ansehen. Mancher sagt: Was nützt die anthroposophische Entwickelung, wenn ich mich nicht dadurch im Leben nützlich machen kann? - Bedenken wir aber: Was wir im Leben zu tun bekommen sollen, wird uns das Lebenskarma zeigen, wenn wir erst die Winke des Lebenskarmas verstehen lernen. Wir haben nicht nur die Aufgabe, dies oder jenes zu tun, sondern wir haben wirklich die Aufgabe, aus uns selber so viel als möglich zu machen. Wir müssen uns aufschwingen zu dem Gedanken: In uns sind unendliche Kräfte und Fähigkeiten; wir dürfen sie nicht verkommen lassen in unserer Seele. Was die göttlich-geistige Weltenordnung mit dem, was wir aus unserer Seele gemacht haben, anfangen wird, müssen wir der göttlichgeistigen Weltenordnung überlassen. Wenn wir an unserer Seele arbeiten und auf die Winke des Karma achten, werden wir sehen, was wir da und dort zu tun haben.

[ 3 ] This is the only attitude to our tasks in life that can give us a true understanding of the inner work that must be performed within our soul. It is the only true attitude to adopt to spiritual endeavour. For the Theosophist, such ideas should never remain a mere thought, never only theory. The Theosophist does well to bring home to himself over and over again in inner contemplation how little in keeping it would be with the great world order if some position in life left him unsatisfied. World-evolution could not take its course if we did not carry out in the right way what seem to be most insignificant details in life. This attitude will give us the right feeling for the great revelations of existence and we shall understand the significance of the teaching that each one of us, over and above what we represent in the physical world, should make as much of himself as possible, in line with the wisdom of worlds. We must regard spiritual development in itself as absolutely essential. Many people say: What is the good of spiritual development if it does not make me useful in life? If we learn to recognise the beginnings of karma, our tasks in life will become clear to us. Not only is it our task to do this thing or that; it is indeed our task to make of ourselves as much as possible. We must rise to the thought that we have within us countless forces, countless faculties which we we must not let go to waste in our soul. That the divine spiritual world order will do with what we have made of our soul must be left to the divine spiritual world order. If we work at our soul development and pay heed to the beckoning of karma, we shall realise what our duties are.

[ 4 ] Wir sollen nicht Theorien ausspinnen. Man könnte leicht denken, daß derjenige der beste Anthroposoph ist, der eine Zeitlang an sich arbeitet und dann eine äußere, segenbringende Tätigkeit entfaltet. Aber es kann sein, daß wir in unserer äußeren Lebensstellung nicht imstande sind, das in der Welt anzuwenden, was wir in der Seele erarbeiten. Dieser Gedanke, daß nur der ein guter Anthroposoph ist, der das Erlernte auch in der Welt verwertet, könnte der falscheste sein, den es nur geben könnte. Es könnte zum Beispiel sein, daß wir Jahrzehnte nicht in der Lage wären, irgend etwas von dem, was anthroposophischer Impuls in uns ist, anzuwenden. Vielleicht kommen wir dann auf einem Bahnhof mit jemand zusammen und können dem gerade ein wichtiges Wort sagen, was wir sonst nicht hätten sagen können. Diese einzige Handlung könnte für den Zusammenhang des Lebens vielleicht wichtiger sein als eine umfangreiche Handlung. Wir müssen uns klarmachen, was wir tun können, und daß uns die Verwertung davon in der rechten Stunde von einem Wink des Karma gebracht werden wird.

[ 4 ] We should not theorize. It might be thought that the best kind of Theosophist is one who works at his development for a time and then engages in some external, beneficent activity. But it may be that our position in external life does not enable us to put into application in the world what we elaborate in the soul. There may be no greater fallacy than to imagine that a man can be a good Theosophist only if he actually turns to account in the world what he has learnt inwardly. For decades we may not be in a position to put into application any of the Spiritual Science impulses that are now within us. Then one day we may happen to be meeting someone at a railway station and are able to say something of significance which otherwise we should have had no opportunity of saying. This single action may be more significant in life than one of much wider scope. We must realise clearly what we are capable of doing and that through a twist of karma, the opportunity for turning it to account will be given us at the right moment.

[ 5 ] Wenn man das fühlt und empfindet, dann wird die Anthroposophie etwas, nach dessen Zweck man zunächst gar nicht frägt, weil es absolut wertvoll ist. Dann bekommt man erst die rechte Stellung zu dem, was uns verbindet mit den großen, einschlagenden Ereignissen des Lebens. Manchmal wird angenommen, daß alle Entwickelung nur Schritt für Schritt vor sich gehe. Aber das Leben der Gesamtheit verläuft nicht etwa so, daß man sagen kann, die Natur macht keine Sprünge. So ist das nicht richtig. Die Natur macht fortwährend Sprünge. Betrachten wir eine Pflanze. Sie macht in ihrer Entwickelung fortwährend Sprünge: bei dem Übergang von der Wurzel zum Blatt, vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zur Blüte und von der Blüte zur Frucht. So wie hier sind rasche Übergänge vorhanden im Einzelleben und auch im Gesamtleben der Menschheit. Überall finden wir, daß die Menschheit eine Weile sukzessive fortlebt und sich entwickelt, wie Blatt für Blatt an der Pflanze. Dann kommt die Zeit, wo die Menschheit einen gewaltigen Sprung vorwärts macht, wie die Pflanze vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zum Blumenblatt, vom Blumenblatt zur Frucht. So geschehen überall rasche Übergänge, Sprünge im Entwickelungsgang der Menschheit. Der gewaltigste Sprung in der Erdenmenschheit ist der Sprung, der geschehen ist durch die Ereignisse in Palästina. Da geschah ein ganz gewaltiger Sprung nach vorwärts.

[ 5 ] When this is felt and experienced, Spiritual Science becomes something whose purpose one doesn’t ask about at first, because it is absolutely valuable. The feeling described is the only one that can give us the right attitude to what connects us to the great and incisive happenings of life. It is often assumed that evolution, wherever it takes place, only progresses step by step. But the course taken by life in its totality is not such that we can say: Nature makes no jumps—that would not be correct. For in fact nature is continually making jumps. A plant, as it grows, is always making jumps—from the root to the leaf, from the leaf to the calyx, from the calyx to the blossom and from the blossom to the fruit. Sudden transitions occur in the life of every individual and in the life of humanity as a whole. Everywhere we find humanity progressing steadily for a time, developing as the leaves develop on a plant. Then the moment comes when a tremendous step forward is taken by mankind, just as happens in the plant from leaf to calyx, from calyx to blossom, from blossom to fruit. In the evolutionary process of humanity such rapid transitions and jumps are constantly occurring. The greatest leap of all in the history of Earth-humanity is the one brought about through the events in Palestine. There has been quite a tremendous leap forward.

[ 6 ] Wir werden uns erinnern müssen, daß die Seele des Menschen, wie sie heute ist, sich erst langsam und allmählich entwickelt hat. Heute lebt der Mensch so, daß er durch die Sinne eine Anregung aus der äußeren Welt erhält. Selbst solch ein Mensch wie Helen Keller konnte eine Entwickelung nur dadurch durchmachen, daß sie eine äußere Anregung empfing. Der Mensch lebt heute durchaus so, daß er mit der ganzen Entwickelung seiner Seele auf äußere Anregung durch die Sinne angewiesen ist. Für sein Urteil und die Ideenentwickelung ist er auf das Instrument des Gehirns angewiesen. So war der Mensch nicht immer. Es gab einmal ein Leben der Seele, wo der Mensch nicht auf solche äußere Eindrücke angewiesen war, wo er ein altes, dunkles, traumhaftes Hellsehen hatte. Damals stiegen hellseherisch Bilder in seinem Innern auf, die eine äußere Wirklichkeit wiedergaben und ausdrückten, aber nicht eine solche äußere Wirklichkeit, wie wir sie heute um uns herum haben. Alles, was wir da um uns herum haben an Pflanzen und Tieren, an Luft und Wasser, an Wolken und Bergen, war für die damalige Menschheit noch nicht mit Grenzen vorhanden; höchstens sahen die Menschen damals die Dinge wie durch einen Nebel hindurch. Damals blickte der Mensch während des traumhaft dämmerhaften Bewußtseins zu dem nächsten Reich, dem Reich der Engel auf. In einem noch höheren Bewußtsein blickte man auf zu dem Reich der Erzengel und zu dem Reich der Geister der Persönlichkeit. Wie wir heute auf das Steinteich hinblicken, so blickte der Mensch damals zu den Hierarchien auf, die er in seinem traumhaft dämmerhaften Bewußtsein wahrnahm. So wie der Mensch heute weiß, daß er zusammengesetzt ist aus den mineralischen Substanzen, so wußte er damals: meine Seele ist heruntergestiegen aus dem Reich der Geister der Persönlichkeit und zusammengesetzt aus den Substanzen des Reiches der Erzengel und Engel. Er blickte auf zu dem, was über ihm stand, als zu seiner geistigen Heimat. Von da ist er heruntergestiegen zu dem Werden in der physischen Welt und zum Wahrnehmen der physischen Außenwelt. Zuerst verlor sich sein Blick für die Geister der Persönlichkeit, und er wurde ansichtig des Tierreiches. Dann verlor er den Blick für die Erzengel, und er wurde ansichtig des Pflanzenteichs; dann verlor er den Blick für das Engelreich, und er wurde ansichtig des Mineralreichs. Lange noch konnten Menschen zu gewissen Zeiten hinaufschauen und sie wußten, daß es solche höhere Wesenheiten gibt. Langsam und allmählich erst wurde der Blick auf die bloße äußere Welt gelenkt. Das Tor wurde zugeschlossen gegenüber der geistigen Welt. Das war aber nicht das einzige.

[ 6 ] It must be remembered that the human soul has evolved slowly and by degrees. Man's life today is such that stimuli come to him from the external world through the senses. Even a person like Helen Keller needed a stimulus from outside before any development was possible. The human being lives today in such a way that the whole development of the human soul is dependent upon stimuli received through the senses. Man is obliged to depend upon the instrument of his brain for the forming of judgments and ideas. Man was not always like this. But there was a time in the life of the soul when he was not dependent upon these impressions from outside, when he possessed an old, dim, dreamlike clairvoyance. Back then, clairvoyant pictures welled up from within him, pictures which presented and gave expression to an outer reality but not the same kind of reality as we have around us today. Everything around us today—plants, animals, air, water, clouds, mountains—none of this was seen by man at that time with sharp outlines, but as it were through a mist. With his dreamlike consciousness man looked to the realm immediately above him, the realm of the Angeloi. With still higher consciousness he looked up to the realm of the Archangeloi and to the realm of the Spirits of Personality. We today look at the mineral kingdom but in those days man looked right up to the Hierarchies, that he perceived in his dreamlike dim consciousness. Just as today he knows that he is composed of mineral substances, so, in those olden times, he knew: My soul has come down from the realm of the Spirits of Personality and has been formed out of the substances of the realms of Archangeloi and Angeloi. He looked up to what was above him—and beheld there his spiritual home. From thence he has descended to existence in the physical world and to perception of the physical outer world. First of all he lost his vision of the Spirits of Personality, and beheld the animal kingdom. Then he lost vision of the Archangeloi and beheld the plant kingdom. Then he lost vision of the Angeloi and beheld the mineral kingdom. But for a long time still, men were able at certain times to look upwards, knowing of the reality of these higher Beings. Only slowly and by degrees did their gaze come to be directed to the purely external world. The gate to the spiritual world was closed. But this was not the only thing.

[ 7 ] Für die Menschen, die noch selber in die geistigen Welten hineinsahen, bedeutete Krankheit und Gesundheit etwas ganz anderes als heute für uns. Wenn in jenen Zeiten irgendeine Krankheit den Menschen befiel, dann war es dem Menschen möglich, jenen Zustand einen Zwischenzustand zwischen Wachen und Schlafen - hervorzurufen, durch den er hellsichtig wurde für die geistige Welt. In solchen hellfühlenden und hellsichtigen Zuständen war er durchdrungen von dem Geistigen. Dies Durchdrungensein von dem Geistigen wirkte als Heilmittel, als gesundend. Der Kranke mußte sich ganz durchsetzen mit der Kraft des Geistigen; das wirkte durchaus gesundend auf seine Krankheit. Heute ist der Mensch heruntergestiegen in die physische Welt. Dadurch hat der physische Leib die größte Kraft bekommen, aber die Seele dagegen ist ohnmächtig geworden gegenüber dem physischen Leib. Man vergleiche einmal weiches Wachs und derb gewordenes Wachs. Letzteres kann man schwer eindrücken. Das andere ist plastisch. Der physische Menschenleib war in alten Zeiten ein plastisches Material, das die Seele formen konnte. Wenn die Seele sich in Verbindung setzte mit dem Geistigen, konnte sie das Physische formen. Eine starke Hingabe an das Geistige kann bewirken, daß das Geistige gesundend wirkt. In alten Zeiten war es so, daß der Mensch nicht nur zum Behufe der Erkenntnis, sondern zum Behufe der Heilung sich durchdringen konnte mit dem Geistigen. In alten Zeiten waren die Menschen in Gemeinschaft hoher geistiger Wesenheiten. Als die Menschen herunterstiegen, aber doch noch Zusammenhang hatten mit den geistigen Welten, konnten sich die Menschen nicht schützen vor schädlichen geistigen Wesenheiten. Sie konnten da auch durchsetzt werden mit den schlimmen geistigen Mächten, zum Beispiel mit denen, die als Elementarwesen auf dem Astralplane wohnen. Der Mensch konnte damals sich den guten geistigen Einflüssen hingeben, aber er war auch schlimmen geistigen Wesenheiten ausgesetzt. Heute hat man es weniger mit solchen schlimmen, dämonischen Wesenheiten zu tun. In alten Zeiten wirkten die dämonischen Wesenheiten so in dem plastischen Material, daß sie die Menschen besessen machten. Das war alles deshalb, weil ja der Mensch heruntersteigen mußte auf den physischen Plan, um zum Selbstbewußtsein zu kommen. Zum wirklichen Selbstbewußtsein hätte der Mensch nicht kommen können, wenn er immer hingegeben gewesen wäre an die geistige Welt. Er war dann außer sich. Schon seit alten Zeiten arbeitete das Ich an der Menschennatur. Vollbewußt sollte sich der Mensch erst wissen, wissen, was das Ich bedeutet, durch den Christus-Impuls. Der Christus-Impuls zeigte sich zuerst in dem Blitzesfeuer, in dem Jehova dem Moses erschien. Er zeigte sich gespiegelt im Blitzesfeuer, wie das Mondlicht abspiegelt das Sonnenlicht. Jehova ist nichts anderes als der widergespiegelte Christus, der sich zuerst wie eine Spiegelung zeigt.

[ 7 ] For people who still looked into the spiritual world themselves, illness and health had quite different meanings than they have for us today. There were intermediate states of consciousness between waking and sleeping and when some illness befell a man, it was possible for him to evoke a state of consciousness in which he had clairvoyant vision of the spiritual world. In such clairvoyant and clairsentient states he was permeated through and through by the spiritual and this worked as a remedy, as a healing power. The sick person had to be completely permeated with the power of the spirit; this definitely had a healing effect on his sickness. Today, when man has come down into the physical world, the physical body has become overpoweringly strong and the soul has become weak compared to the physical body. Think of soft wax and wax that has hardened. It is difficult to make any impression upon hard wax, whereas soft wax is pliable. In olden times the physical body of man was pliable material that the soul was able to shape and mould. When the soul connected itself with the Spiritual, it was able to mould the physical. Intense devotion to the Spiritual can help the Spiritual to be a healing force. In olden times, man was able to permeate himself with the Spiritual, not for the purpose of knowledge alone but for the purpose of healing. In those olden times men lived in communion with higher Spiritual Beings. When they had descended to the physical plane but were still in connection with the spiritual worlds, they could not ward off the harmful spiritual Beings. They could be permeated with evil spiritual powers, for example by elementary beings inhabiting the astral plane. A man could lend himself to the good spiritual influences but he was also exposed to evil spiritual beings. Today he is less subject to these evil demonic beings which in olden times worked with such strength in the more pliable material that men might be possessed by them. The reason for all this was because it was man's destiny to descend to the physical plane and gain self-consciousness. Man would not have been able to obtain real self-consciousness, if he would have been forever devoted to the spiritual world. he was then outside of himself. His “I” (Ego) had long been working upon his human nature. But it was only through the Christ Impulse that man could become fully conscious of the Ego and its purpose. The Christ Impulse was revealed, first of all, in reflection, in the lightning in which Jehovah appeared to Moses, just as the light of the Moon reflects the light of the Sun. Jehovah is nothing but a reflection of Christ. The first revelation of Christ is in reflection.

[ 8 ] Das Johannes-Evangelium können wir nur dann verstehen, wenn wir einsehen, daß eigentlich der Christus-Impuls die bedeutendste Arbeit innerhalb der menschlichen Evolution an dem Ich-Bewußtsein ist.

[ 8 ] We cannot understand the Gospel of St. John until we realise that the Christ Impulse is the essential, all-important factor in the human development of Ego-consciousness.

[ 9 ] Der Mensch sollte entzogen werden den Einflüssen, die in ihn hereinfließen ohne sein Selbstbewußtsein. Dadurch konnte er sein Ich-Bewußtsein erwerben und sich vorbereiten zu einer Wiedererlangung des Hellsehens alter Zeit. Aber er sollte frei werden von den dämonischen Einflüssen. Je mehr er Gewalt hat in seinem Ich, desto mehr kann er sich freihalten von dämonischen Einflüssen. So kann man erst die Dämonenheilungen verstehen. Eine Anzahl Kranker wurde in die Nähe des Christus gebracht gerade in der Zeit, als der geistige Christus am stärksten wirken konnte. Nicht das physische Sonnenlicht - das Kleid des geistigen Lichtes - sollte wirken, sondern das geistige Licht. Als die Sonne untergegangen war, brachte man jene Kranken zu Christus. Nun müssen wir uns den realen Vorgang der Heilung so vorstellen: Die Menschen, die da kamen, hatten den festen Glauben, die feste Überzeugung, durch den Christus wirke jener Impuls, der die Dämonen zurücktreiben kann. Wäre dies durch ein äußeres Mittel geschehen, dann hätte der Christus nicht durch das Ich gewirkt. Erst dann erkennt man den Christus, wenn er alle Gewalt entfaltet in dem eigenen Innern. Erst da kann er wirken, wo diese Kraft im menschlichen Ich zum Ausdruck kommt. Aus alldem sehen wir, daß damals in jener wichtigen Zeit die Menschheit vor einem gewaltigen Wendepunkte stand. Es war der letzte Ausklang einer alten Zeit und gleichsam das Hereindringen eines gewaltigen Impulses, der die Menschen in eine neue Zeit hineinführte. Da konnte der Mensch zurückschauen und sehen: Früher war der Mensch mit der geistigen Welt noch mehr verbunden. Er konnte durch die Ekstase den Weg zur geistigen Welt finden. Jetzt aber müssen wir in dem Ich den Anknüpfungspunkt finden, um in die geistige Welt hineinzukommen. Dieser Impuls wurde gegeben durch den gewaltigen Ruf des Täufers und durch den Christus selber: «Ändert euere Seelenverfassung, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. » In euch selber muß gesucht werden das Band, das euch verbindet mit dem Reiche der Himmel.

[ 9 ] Man was destined to be drawn away from influences which stream into him without consciousness on his part. This made it possible for him to unfold Ego-Consciousness and prepare for the re-attainment of the old clairvoyance. But he should become free from the influences of demonic beings. The more power there is in his Ego, the better is he able to keep the influences of demons at bay. The healing from demons, from demonic possession, can only be understood in the light of this knowledge. A number of sick people were brought to Christ at the time of the day when Christ could work most strongly as a spiritual power. It was the spiritual light which was to work—not the physical sunlight (which is only the garment of the spiritual light). It was when the sun had set that the sick were brought to Christ. We must picture to ourselves how the healing actually took place. The people who came to Christ had the firm faith and conviction that the impulse which can drive away the demons was working through Him. If the expulsion of the demons had been achieved through some external means, the Christ would not have been working through the Ego. A man can only know Christ by developing his own inner strength. And Christ can work only when this strength comes to expression in the Ego of man. All this shows us that in that significant moment of time, mankind was standing at a great turning-point. It was the last echoing of an ancient epoch and also the moment of the coming of a mighty impulse whereby men were led into a new age. Here man could look back and see: In earlier times man had been in much closer connection with the spiritual world. In states of ecstasy he could find the way to the spiritual world. But entry into the spiritual world now was to be through the Ego. This impulse was given in the mighty call of John the Baptist and through Christ Himself: ‘Change the disposition of your souls, for the kingdom of heaven is at hand. The link that connected you with the kingdom of Heaven must now be sought and found within you!’

[ 10 ] Denjenigen, denen man ganz tief das sagen konnte, konnte man sagen: Früher gab es eine Zeit, da waren die Menschenseelen so, daß, wenn sie aus ihrem Ich herausstiegen, sie in ein geistiges Reich hineinkamen. Da wurde ihnen das Geistige geschenkt für ihre Heilung. Sie waren Reiche, das heißt, Besitzende des Geistes geworden. Da kam ein Wendepunkt. Jetzt sind gerade solche berufen, in das Reich des Himmels hineinzukommen, die Bettler um Geist geworden sind. Gottinnig, selig können jetzt die werden, die da Bettler sind um Geist. Geistig Arme werden in sich aufnehmen das Reich der Himmel.

[ 10 ] To those who understood deeply, it could be said: There was once a time when human souls, rising above the Ego, came into a world of spirit and the spiritual was bestowed upon them for their healing. They became ‘rich in spirit’, possessors of the spirit. Then came a turning-point. Those who are beggars for the spirit are now summoned to enter the kingdom of heaven. Those who are beggars in the spirit can now become ‘blessed’—God-filled in their inmost being. Beggars for the spirit, those who yearn and long for the spirit—they will receive into themselves the kingdom of heaven.

[ 11 ] Selig oder gottinnig werden auch die werden, welche leidend sind, wenn sie den Christus-Impuls aufnehmen. Dadurch, daß sie in ihrem Ich das Band zu der geistigen Welt suchen, werden sie geheilt werden. Die früher aus ihren Leidenschaften heraus tobten, konnten früher besänftigt werden, wenn sie in der Ekstase sich vergeistigten. Dadurch, daß sie jetzt in sich, im Ich, das Band mit dem Christus finden, sollen sie die tobenden Leidenschaften, die wilden Triebe besänftigen. Das Los der Erdenmission ist, daß sie denen zufällt, die durch das Ich ihre Leidenschaften dämpfen. Die Leidtragenden werden das Leid verlieren dadurch, daß sie in dem Ich den Christus aufnehmen; gleichmütig können die werden, die den Christus im Ich aufnehmen, und sie werden die Erde beherrschen.

[ 11 ] Those who suffer, who mourn, they too will be ‘blessed’ when they receive the Christ Impulse. Through searching in their own Ego for the link with the spiritual world, they will be healed. Those whose passions made them violent, could in earlier times be calmed when in states of ecstasy, they were permeated by the Spiritual. By finding the connection with the Christ within their Ego they will calm down the raging passions and wild urges. The mission of the earth is to be fulfilled by those who quell their passions through the power of the Ego. Those who suffer will cease to suffer if, in the Ego, they receive Christ. Those who receive Christ in the Ego, can be calmed, can be meek; and they will rule over the Earth.

[ 12 ] Der erste Satz der Bergpredigt bezieht sich auf den physischen Leib, der zweite Satz auf den Ätherleib, der dritte auf den Astralleib, der vierte, der Satz, daß der Mensch nicht ein solches Gewissen entwickeln soll, das nur auf das Physische geht, auf die Empfindungsseele. Die in der Empfindungsseele dürsten und hungern nach der Gerechtigkeit, die können jetzt gottinnig oder selig werden.

[ 12 ] The first verse of the Sermon on the Mount has to do with the physical body. The second verse has to do with the etheric body. The third verse has to do with the astral body.The fourth verse has to do with the Sentient Soul. Man's conscience should not apply only to the physical realm. Those who in the Sentient Soul hunger and thirst after righteousness can now be blessed.

[ 13 ] Was der Mensch finden kann in der Verstandes- oder Gemütsseele, das ist ausgedrückt in dem Satz: Gottinnig können die werden, die barmherzig sind. Was muß eintreten, wenn wir von der Empfindungsseele zur Verstandes- oder Gemütsseele heraufsteigen? Da steigt zuerst das Ich auf. Das muß der Mensch entwickeln, dadurch daß er sich selber als Ich empfindet und jeden andern als ein Ich empfindet, dadurch daß das, was in der Seele lebt, von Ich zu Ich geleitet wird. Das, was vom Menschen zum Menschen geht, das Subjekt und Prädikat müssen gleich sein. In den ersten Sätzen der Seligpreisungen ist das Subjekt von dem Prädikat verschieden. Jetzt finden wir in dem Satz, der sich auf die Verstandes- oder Gemütsseele bezieht, daß Subjekt und Prädikat gleich sind. «Selig sind, die barmherzig sind, denn sie werden Barmherzigkeit oder Liebe empfangen.»

[ 13 ] What a man can become in the Intellectual or Mind Soul is expressed in the verse: Blessed are the merciful. What needs to happens for us to ascend from the Sentient Soul to the Intellectual or Mind Soul. The Ego, the ‘I’ ascends first. Man must develop himself so that he can feel himself as an Ego and every other human being as well. What lives in the soul needs to be passed from Ego to Ego; What passed from one human to another, subject and predicate, must be equal. In the first sentences of the Beatitudes the subject is different from the predicate. Now we find that in the sentence that relates to the Sentient Soul, the subject and the predicate are equal: ‘Blessed are the merciful for they shall receive mercy or love.’

[ 14 ] Wir sehen hier ein Dokument, das so großartig ist, daß es kaum ein anderes Dokument gibt, das so tief ist. Es ist geprägt im Sinne jenes gewaltigen Übergangs, der durch den Christus eintrat. Da hatte schon 3000 Jahre das Kali Yuga, das finstere Zeitalter gedauert. Das Kali Yuga im engsten Sinn hat 3101 vor Christi Geburt eingesetzt. Das ist jenes Jahr, wo das Zuschließen der geistigen Welt beginnt. Vor dem Jahre 3101 finden wir noch ein unmittelbares Bewußtsein für die geistigen Welten. Dann hat sich die geistige Welt immer mehr verfinstert. Nachdem das Kali Yuga 3101 Jahre gewaltet hat, da geschieht jener Impuls, wodurch der Mensch wieder hineingeführt wird in die geistige Welt. Aber wodurch konnte jener Impuls geschehen? Nur dadurch, daß ein Gott herabstieg in die physische Welt. Da wird der Anlauf genommen zu dem Zurückkehren in die geistige Welt. Ein gewaltiger Sprung in der Entwickelung der Menschheit wurde gemacht dadurch, daß die Menschheit die Möglichkeit gewann, vom Ich aus wieder aufzusteigen in die geistige Welt. Die Menschheit brauchte sozusagen den Christus, weil sie bis zu ihrem Ich aufgestiegen war. Das Herabsteigen des Christus war notwendig, damit das menschliche Ich nicht verödete, nicht herausfiel aus der Entwickelung.

[ 14 ] The Sermon on the Mount is a record unequalled in statement concerning the mighty transition inaugurated by Christ. Kali Yuga, the Dark Age, had already lasted for 3,000 years. It began in the year 3,101 BC That is the year when the spiritual world began to darken, to be shut off from men. Prior to the year 3,101, men still had direct consciousness of the spiritual worlds. After the Kali Yuga had lasted for 3,101 years there came the impulse whereby man is led once again into the spiritual world. But how did this impulse came about? This impulse was possible only because a God descended into the physical world. This was the initial impulse for the return to the Spiritual world. The evolution of humanity took a great forward jump because men were able henceforth, out of the Ego itself, to ascend again into the spiritual world. Humanity needed the Christ because it had risen to its “I”. The descent of Christ was necessary in order that the human Ego should not waste away through inertia and fall out of the onward stream of evolution.

[ 15 ] Wir sehen es, daß eine Anzahl von Menschen lange nichts gewußt hat davon, daß drüben in dem kleinen Ländchen Palästina der Christus gelebt hat. Zum Beispiel Tacitus weiß nur wenig davon. Ungefähr hundert Jahre nachher erzählte man, daß in Rom eine Sekte lebe in einem Gäßchen, die über Jesus lehre. An vielen Menschen ging damals dieser mächtigste Impuls, der Christus-Impuls, vorbei. Er hätte an allen Menschen vorbeigehen können. Das ist aber nicht geschehen. Die Menschheit hat damals den Christus-Impuls aufgenommen. Wenn wieder ein ähnlicher Impuls in der Menschheit stattfindet, dann muß die Menschheit imstande sein, einen solchen Sprung in der Menschheitsentwickelung nicht unbeachtet vorübergehen zu lassen.

[ 15 ] For a very considerable time there were only a few men who knew that Christ had lived in Palestine. Tacitus, for example, knew very little of it. About 100 years later, people spoke of a sect living in a poor quarter of Rome and teaching of Jesus. This, the mightiest of all impulses, the Christ Impulse, was practically unknown. It might have remained unknown altogether but in fact it did not. The Christ Impulse was received into humanity. And when a similar impulse is given mankind must be in a position not to let such a jump happen in evolution without noticing it.

[ 16 ] 1899 war das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, abgelaufen. Die Menschheit bewegt sich in einer aufsteigenden Linie. 5000 Jahre dauerte das finstere Zeitalter. Heute leben wir am Anfang eines Zeitalters, in dem ganz neue Kräfte und Fähigkeiten in der Menschheit sich entwickeln. Bevor die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts abgelaufen sein wird, wird sich zeigen, daß eine Anzahl Menschen durch die natürliche Entwickelung besondere Fähigkeiten haben. Mit dem ‚Ablauf des Kali Yuga, von 1899 an, entwickelt sich in der Menschheit ein gewisses Äthersehen. Zwischen dem Jahre 1930 und 1940 wird für eine Anzahl Menschen dieses Äthersehen ausgebildet sein. Zweierlei kann dann möglich sein. Die Menschheit kann weiterleben im materialistischen Sumpf. Der Materialismus kann alles überfluten. Die Menschheit kann dieses Ereignis so versäumen, wie sie hätte versäumen können das Christus-Ereignis. Wenn Menschen dieses Äthersehen nicht erleben, so wird es dahin kommen, daß die Menschen im materialistischen Sumpf versinken werden. Oder es wird eine genügend große Anzahl von Menschen durch 2500 Jahre hindurch sich so entwickeln, daß sie äthersehend werden. Das ist der Anfang des Hellsehens, das sich die Menschen wieder hinzuerobern werden zu dem Ich-Bewußtsein.

[ 16 ] In 1899 the Dark Age, Kali Yuga, came to an end, having lasted for 5,000 years. Humanity moves in an ascending line. We are living today at the beginning of an epoch when quite new forces and faculties will develop in man. Before the first half of the century has run its course, a number of people, simply through natural development, will possess unusual faculties. From the end of Kali Yuga, from the year 1899 onwards, a certain faculty of etheric sight unfolds in mankind, and this will have developed in a number of people between 1930 and 1940. There will then be two possibilities. Mankind may sink more deeply still into the morass of materialism; everything may be flooded by materialism. This awakening of etheric sight may be ignored, just as the Christ Event was ignored. But if men do not experience this awakening, they will be submerged in the materialistic morass. Or, in the course of 2,500 years a sufficiently large number of human beings will develop etheric sight. This is the beginning of the clairvoyance that man will again achieve and add to his Ego consciousness.

[ 17 ] Hierzu kommt noch etwas. Wenn eine Anzahl Menschen durch geisteswissenschaftliches Verständnis ein Gefühl dafür entwickelt haben, dann wird das eintreten, daß sich diese Menschen werden ebensogut überzeugen können von der Wahrheit des ChristusEreignisses, wie sich Paulus beim Ereignis von Damaskus davon hat überzeugen können. Zwischen 1930 und 1940 wird es eine kleine Anzahl von Menschen geben, die diese Fähigkeit entwickeln, und dann während 2500 Jahren werden immer mehr Menschen den Christus sehen im Ätherleibe. Die Menschen werden, wenn sie sich heraufentwickeln zum Äthersehen, den Christus im Ätherleibe sehen, wozu sie aber nur gelangen können durch geisteswissenschaftliches Verständnis und Gefühl. Das ist das neue Herabsteigen des Christus zu den Erdenmenschen. In Wahrheit ist es vielmehr ein Heraufsteigen, denn es wird nicht mehr sein, daß der Christus sich im Fleische verkörpern wird. Aber die Menschen, welche sich zu ihm hinaufentwickeln, werden imstande sein, ihn im Ätherleibe wahrzunehmen. Sie werden aus der unmittelbaren Erfahrung heraus wissen, daß Christus lebt. Für die, die den Christus erkennen wollen, wird er wieder erscheinen in seinem ätherischen Leibe. Sie werden durch Schauen wissen von dem Christus.

[ 17 ] Something else will also happen. When a number of human beings through Spiritual Science have developed an understanding for it, then those will be able to convince themselves of the truth of the Christ Event exactly as Paul became convinced of it at Damascus. Between 1930 and 1940 there will be a small number of people who will develop this capability, and then during a period of 2500 years, when more and more people have developed etheric sight they will be able to behold Christ in an etheric body. But they will only be able to get there through understanding and feeling obtained by way of Spiritual Science. This is Christ's new descent to the men of Earth. In reality, however, it is an ascent, for Christ will never again incarnate in the flesh. Those people who have developed up to Him, will be able to behold the Christ in the etheric body and will know from direct experience that the Christ lives. For those who want to recognise the Christ, he will reappear in his etheric body. They will know about the Christ through beholding him.

[ 18 ] Gerade durch die Seelenentwickelung werden wir ein Verständnis gewinnen für das, was das wichtigste Ereignis für die Menschheit unserer Zeit ist. Würde die Geisteswissenschaft nicht die Menschheit dazu führen, so würde dieses Ereignis unbeachtet an der Menschheit vorübergehen. Geisteswissenschaft soll uns vorbereiten, dieses größte Ereignis nach Ablauf des Kali Yuga fruchtbar zu machen. Diejenigen Menschen werden wichtig sein, gleichviel in welchem Beruf sie tätig sind, die sich vorbereitet haben, das Ereignis wahrzunehmen. Wichtig aber wird das Ereignis auch für diejenigen, die sich befinden in jener Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Denn dieses Ereignis wirkt auch hinein in die geistigen Welten, aber nur dadurch, daß man hier auf Erden sich vorbereitet hat. Hier auf der Erde müssen wir uns gerade auf jenes Ereignis vorbereiten und die Organe dazu schaffen. Das neue Christus-Ereignis des 20. Jahrhunderts, das verkünden wir jetzt. Nachher wird es erklärt werden als ein Ereignis, das fortwirkt für die ganze Menschheit. Das wird in nächster Zeit verkündet werden. Es wird dies ein Prüfstein sein für die Theosophie. Es könnte sein, daß Materialismus in die theosophische Auffassung des Christus-Ereignisses selber hineingetragen wird. Nur materialistisches Bewußtsein könnte glauben, der Christus könne in einer fleischlichen Gestalt wiederkommen. Es wird sich zeigen, ob man die Theosophie verstanden hat, wenn das Ereignis kommt. Wir werden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen, wie falsche Messiasse sich da und dort geltend machen. In unserem Zeitalter würde es schlimm sein, wenn die Menschen nicht so weit sich zu einer spirituellen Anschauung aufschwingen könnten, daß der Christus in seiner ätherischen Gestalt wieder erscheinen wird. Es wäre keine Entwickelung der Menschheit vorhanden, wenn der Christus wieder im Fleisch erscheinen würde.

[ 18 ] Through soul-development we will begin to understand this most important event for mankind of our time. If Spiritual Science did not develop understanding in men, this event might pass by unheeded. Spiritual Science should prepare us in such a way that we can make this greatest Event since the close of Kali Yuga bear fruit in mankind. No matter what their activities may be, those men will be of importance who have prepared themselves to see this etheric happening. But this happening will also be of importance to those who are living between death and rebirth. It has its effects in the spiritual worlds too, but only through preparation here on Earth. Here on Earth we must prepare for this event and develop the organs for perceiving it. We ourselves now proclaim the new Christ Event of the 20th century. Later on it will be proclaimed as an Event whose effects work on for the whole of humanity. This will be announced in the near future. It will become a testing stone for Theosophy. But it may be that materialism will be introduced even into the theosophical conception of the new Christ Event. Only a materialistic consciousness could imagine that Christ could come again in the flesh. When the Event takes place it will be obvious whether or not Theosophy has understood it. In the first half of the 20th century, false Messiahs will assert themselves here and there. In our age it would be bad, if human beings could not rise themselves up to the spiritual view, that the Christ will reappear in its etheric form. No progress for humanity would exist if the Christ would reappear in the flesh.

[ 19 ] Die Menschheit entwickelt sich, um mit höheren Fähigkeiten den Messias wahrzunehmen. Das wird der Prüfstein sein, ob Theosophie wirklich den Menschen dazu geführt hat, dies Ereignis richtig zu verstehen, so daß der Mensch sich soviel zum Spirituellen emporgeschwungen hat, um die Wiederkunft des Christus in der wahren Gestalt zu verstehen. Für eine Anzahl Menschen, die Vorläufer sein werden, wird er in diesem Jahrhundert wiederkommen, wie er einst gekommen ist im Ereignis von Damaskus für den Paulus.

[ 19 ] Mankind develops in order to be able to recognise the Messiah with higher faculties. The test will be whether Theosophy has enabled men to understand this Event aright, has led them to the Spiritual in such a way that they can understand the Return of Christ in its true form. In this century, Christ will come again for a number of men, who will be forerunners, just as he once came to Paul at Damascus.

[ 20 ] Immer verbreiteter und verbreiteter wird der Unglaube durch die Kritik der historischen Urkunden. Je mehr die historischen Zeugnisse an Gewalt für die Menschen verlieren werden, desto mehr wird in den Menschen die Fähigkeit heranwachsen, durch die der Christus gesehen werden kann. Der Christus in Wirklichkeit wird den Menschen gegeben werden, die sich durch die Geisteswissenschaft hinaufschwingen können zum Verständnis, zum Schauen der wahren Wiederkunft des Christus.

[ 20 ] Unbelief becomes more and more widespread as the result of literary criticism of the original records. The more the historical evidences lose importance for men, the more will the faculty ripen through which the Christ can be seen. The real Christ will be revealed to those men who through Spiritual Science can unfold the understanding, the vision of the true Return of Christ.