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The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118

20 February 1910, Düsseldorf

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4. Das neue spirituelle Zeitalter und die Wiederkunft Christi

4. Das neue spirituelle Zeitalter und die Wiederkunft Christi

[ 1 ] Wenn der Mensch als Anthroposoph zuweilen von dem alltäglichen Leben absehend, hinausblickend über dasjenige, was er im alltäglichen Leben zu tun hat, sich fragen würde: Gibt es außer dem, was das alltägliche Leben ist, außer dem, was des Tages Mühen und Lasten dem Menschen bringen, noch etwas, was mit Menschenglück, mit Menschenbestreben zusammenhängt? - dann würde er als Anthroposoph sich eine reiche Antwort geben können. Er weiß zum Beispiel, daß er alles, was er durch die Anthroposophie aufnimmt, nicht aufnimmt, um der Seele gleichsam eine Beschäftigung zu geben, weil sie sich unbefriedigt fühlt im alltäglichen Leben, sondern daß das, was er durch die Empfindung aus der Anthroposophie aufnimmt, Kraft werden kann in seiner Seele. Er ist jederzeit imstande, sich zu sagen: Als Mensch bin ich noch etwas anderes als das, was ich bin in der äußeren Welt.

[ 1 ] Wenn der Mensch als Anthroposoph zuweilen von dem alltäglichen Leben absehend, hinausblickend über dasjenige, was er im alltäglichen Leben zu tun hat, sich fragen würde: Gibt es außer dem, was das alltägliche Leben ist, außer dem, was des Tages Mühen und Lasten dem Menschen bringen, noch etwas, was mit Menschenglück, mit Menschenbestreben zusammenhängt? - dann würde er als Anthroposoph sich eine reiche Antwort geben können. Er weiß zum Beispiel, daß er alles, was er durch die Anthroposophie aufnimmt, nicht aufnimmt, um der Seele gleichsam eine Beschäftigung zu geben, weil sie sich unbefriedigt fühlt im alltäglichen Leben, sondern daß das, was er durch die Empfindung aus der Anthroposophie aufnimmt, Kraft werden kann in seiner Seele. Er ist jederzeit imstande, sich zu sagen: Als Mensch bin ich noch etwas anderes als das, was ich bin in der äußeren Welt.

[ 2 ] Bei solchen Gedanken sollen wir uns ganz tief in unser Inneres schreiben, daß wir als Menschen immer in zwei Strömungen darinnenstehen: In einer Strömung, die uns in das Alltagsleben hineinstellt, und in einer andern Strömung, durch die die Seele hinaufblickt in ein Reich der Zukunft, wodurch sie erst das bedeuten kann, was sie im ganzen Zusammenhang bedeuten soll. Diese Idee soll uns niemals dazu führen, irgendeine vielleicht wenig ansprechende äußere Beschäftigung für weniger bedeutsam zu halten für das ganze Weltenleben als irgendeinen andern Beruf. Wir müssen uns klar darüber sein, daß von einem gewissen Gesichtspunkt aus das Kleinste und Größte, was wir verrichten können, gleich wichtig ist für das Ganze. Das Leben stellt sich dar als ein Mosaikbild, das aus einzelnen Steinchen zusammengefügt ist. Der ein einzelnes Steinchen hineinfügt, ist nicht weniger wichtig als der, der den Plan zu dem Mosaikbild ausgedacht hat. In bezug auf das, was man göttlich-geistige Weltenordnung nennen kann, ist das Kleinste ebenso bedeutsam wie das Größte. Wenn wir das einsehen, so wird uns das vor mancher Unzufriedenheit bewahren können, welche sonst leicht im Leben kommen könnte.

[ 2 ] Bei solchen Gedanken sollen wir uns ganz tief in unser Inneres schreiben, daß wir als Menschen immer in zwei Strömungen darinnenstehen: In einer Strömung, die uns in das Alltagsleben hineinstellt, und in einer andern Strömung, durch die die Seele hinaufblickt in ein Reich der Zukunft, wodurch sie erst das bedeuten kann, was sie im ganzen Zusammenhang bedeuten soll. Diese Idee soll uns niemals dazu führen, irgendeine vielleicht wenig ansprechende äußere Beschäftigung für weniger bedeutsam zu halten für das ganze Weltenleben als irgendeinen andern Beruf. Wir müssen uns klar darüber sein, daß von einem gewissen Gesichtspunkt aus das Kleinste und Größte, was wir verrichten können, gleich wichtig ist für das Ganze. Das Leben stellt sich dar als ein Mosaikbild, das aus einzelnen Steinchen zusammengefügt ist. Der ein einzelnes Steinchen hineinfügt, ist nicht weniger wichtig als der, der den Plan zu dem Mosaikbild ausgedacht hat. In bezug auf das, was man göttlich-geistige Weltenordnung nennen kann, ist das Kleinste ebenso bedeutsam wie das Größte. Wenn wir das einsehen, so wird uns das vor mancher Unzufriedenheit bewahren können, welche sonst leicht im Leben kommen könnte.

[ 3 ] Nur eine solche Stimmung gegenüber dem, was wir im Leben zu tun haben, kann uns das richtige Verständnis geben für unsere innere Arbeit in der Seele. Erst dann können wir uns zu dem höchsten geistigen Streben in der richtigen Art verhalten. Solch eine Sache sollte für Anthroposophen niemals ein bloßer Gedanke, niemals nur Theorie sein. Der Anthroposoph tut vielmehr gut, wenn er sich öfters selber in innerer Versenkung klarmacht, wie wenig angemessen es in der großen Weltenordnung wäre, wenn aus irgendeiner Stellung im Leben ihm Unzufriedenheit fließen möchte. Das ganze Wesen der Weltentwickelung könnte nicht seinen Gang nehmen, wenn wir nicht das scheinbar Unbedeutendste im Leben richtig ausführen würden. Dann werden wir auch die richtigen Empfindungen erhalten gegenüber den großen Erscheinungen des Daseins. Dann wird uns erst das Große und Bedeutsame aufleuchten, das in dem Satze liegt: Ein jeder von uns soll außer dem, was er darstellt auf dem physischen Plan, im Sinne der Weisheit der Welt so viel als möglich aus sich selber machen. Wir sollen die anthroposophische Entwickelung selber als etwas Notwendiges ansehen. Mancher sagt: Was nützt die anthroposophische Entwickelung, wenn ich mich nicht dadurch im Leben nützlich machen kann? - Bedenken wir aber: Was wir im Leben zu tun bekommen sollen, wird uns das Lebenskarma zeigen, wenn wir erst die Winke des Lebenskarmas verstehen lernen. Wir haben nicht nur die Aufgabe, dies oder jenes zu tun, sondern wir haben wirklich die Aufgabe, aus uns selber so viel als möglich zu machen. Wir müssen uns aufschwingen zu dem Gedanken: In uns sind unendliche Kräfte und Fähigkeiten; wir dürfen sie nicht verkommen lassen in unserer Seele. Was die göttlich-geistige Weltenordnung mit dem, was wir aus unserer Seele gemacht haben, anfangen wird, müssen wir der göttlichgeistigen Weltenordnung überlassen. Wenn wir an unserer Seele arbeiten und auf die Winke des Karma achten, werden wir sehen, was wir da und dort zu tun haben.

[ 3 ] Nur eine solche Stimmung gegenüber dem, was wir im Leben zu tun haben, kann uns das richtige Verständnis geben für unsere innere Arbeit in der Seele. Erst dann können wir uns zu dem höchsten geistigen Streben in der richtigen Art verhalten. Solch eine Sache sollte für Anthroposophen niemals ein bloßer Gedanke, niemals nur Theorie sein. Der Anthroposoph tut vielmehr gut, wenn er sich öfters selber in innerer Versenkung klarmacht, wie wenig angemessen es in der großen Weltenordnung wäre, wenn aus irgendeiner Stellung im Leben ihm Unzufriedenheit fließen möchte. Das ganze Wesen der Weltentwickelung könnte nicht seinen Gang nehmen, wenn wir nicht das scheinbar Unbedeutendste im Leben richtig ausführen würden. Dann werden wir auch die richtigen Empfindungen erhalten gegenüber den großen Erscheinungen des Daseins. Dann wird uns erst das Große und Bedeutsame aufleuchten, das in dem Satze liegt: Ein jeder von uns soll außer dem, was er darstellt auf dem physischen Plan, im Sinne der Weisheit der Welt so viel als möglich aus sich selber machen. Wir sollen die anthroposophische Entwickelung selber als etwas Notwendiges ansehen. Mancher sagt: Was nützt die anthroposophische Entwickelung, wenn ich mich nicht dadurch im Leben nützlich machen kann? - Bedenken wir aber: Was wir im Leben zu tun bekommen sollen, wird uns das Lebenskarma zeigen, wenn wir erst die Winke des Lebenskarmas verstehen lernen. Wir haben nicht nur die Aufgabe, dies oder jenes zu tun, sondern wir haben wirklich die Aufgabe, aus uns selber so viel als möglich zu machen. Wir müssen uns aufschwingen zu dem Gedanken: In uns sind unendliche Kräfte und Fähigkeiten; wir dürfen sie nicht verkommen lassen in unserer Seele. Was die göttlich-geistige Weltenordnung mit dem, was wir aus unserer Seele gemacht haben, anfangen wird, müssen wir der göttlichgeistigen Weltenordnung überlassen. Wenn wir an unserer Seele arbeiten und auf die Winke des Karma achten, werden wir sehen, was wir da und dort zu tun haben.

[ 4 ] Wir sollen nicht Theorien ausspinnen. Man könnte leicht denken, daß derjenige der beste Anthroposoph ist, der eine Zeitlang an sich arbeitet und dann eine äußere, segenbringende Tätigkeit entfaltet. Aber es kann sein, daß wir in unserer äußeren Lebensstellung nicht imstande sind, das in der Welt anzuwenden, was wir in der Seele erarbeiten. Dieser Gedanke, daß nur der ein guter Anthroposoph ist, der das Erlernte auch in der Welt verwertet, könnte der falscheste sein, den es nur geben könnte. Es könnte zum Beispiel sein, daß wir Jahrzehnte nicht in der Lage wären, irgend etwas von dem, was anthroposophischer Impuls in uns ist, anzuwenden. Vielleicht kommen wir dann auf einem Bahnhof mit jemand zusammen und können dem gerade ein wichtiges Wort sagen, was wir sonst nicht hätten sagen können. Diese einzige Handlung könnte für den Zusammenhang des Lebens vielleicht wichtiger sein als eine umfangreiche Handlung. Wir müssen uns klarmachen, was wir tun können, und daß uns die Verwertung davon in der rechten Stunde von einem Wink des Karma gebracht werden wird.

[ 4 ] Wir sollen nicht Theorien ausspinnen. Man könnte leicht denken, daß derjenige der beste Anthroposoph ist, der eine Zeitlang an sich arbeitet und dann eine äußere, segenbringende Tätigkeit entfaltet. Aber es kann sein, daß wir in unserer äußeren Lebensstellung nicht imstande sind, das in der Welt anzuwenden, was wir in der Seele erarbeiten. Dieser Gedanke, daß nur der ein guter Anthroposoph ist, der das Erlernte auch in der Welt verwertet, könnte der falscheste sein, den es nur geben könnte. Es könnte zum Beispiel sein, daß wir Jahrzehnte nicht in der Lage wären, irgend etwas von dem, was anthroposophischer Impuls in uns ist, anzuwenden. Vielleicht kommen wir dann auf einem Bahnhof mit jemand zusammen und können dem gerade ein wichtiges Wort sagen, was wir sonst nicht hätten sagen können. Diese einzige Handlung könnte für den Zusammenhang des Lebens vielleicht wichtiger sein als eine umfangreiche Handlung. Wir müssen uns klarmachen, was wir tun können, und daß uns die Verwertung davon in der rechten Stunde von einem Wink des Karma gebracht werden wird.

[ 5 ] Wenn man das fühlt und empfindet, dann wird die Anthroposophie etwas, nach dessen Zweck man zunächst gar nicht frägt, weil es absolut wertvoll ist. Dann bekommt man erst die rechte Stellung zu dem, was uns verbindet mit den großen, einschlagenden Ereignissen des Lebens. Manchmal wird angenommen, daß alle Entwickelung nur Schritt für Schritt vor sich gehe. Aber das Leben der Gesamtheit verläuft nicht etwa so, daß man sagen kann, die Natur macht keine Sprünge. So ist das nicht richtig. Die Natur macht fortwährend Sprünge. Betrachten wir eine Pflanze. Sie macht in ihrer Entwickelung fortwährend Sprünge: bei dem Übergang von der Wurzel zum Blatt, vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zur Blüte und von der Blüte zur Frucht. So wie hier sind rasche Übergänge vorhanden im Einzelleben und auch im Gesamtleben der Menschheit. Überall finden wir, daß die Menschheit eine Weile sukzessive fortlebt und sich entwickelt, wie Blatt für Blatt an der Pflanze. Dann kommt die Zeit, wo die Menschheit einen gewaltigen Sprung vorwärts macht, wie die Pflanze vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zum Blumenblatt, vom Blumenblatt zur Frucht. So geschehen überall rasche Übergänge, Sprünge im Entwickelungsgang der Menschheit. Der gewaltigste Sprung in der Erdenmenschheit ist der Sprung, der geschehen ist durch die Ereignisse in Palästina. Da geschah ein ganz gewaltiger Sprung nach vorwärts.

[ 5 ] Wenn man das fühlt und empfindet, dann wird die Anthroposophie etwas, nach dessen Zweck man zunächst gar nicht frägt, weil es absolut wertvoll ist. Dann bekommt man erst die rechte Stellung zu dem, was uns verbindet mit den großen, einschlagenden Ereignissen des Lebens. Manchmal wird angenommen, daß alle Entwickelung nur Schritt für Schritt vor sich gehe. Aber das Leben der Gesamtheit verläuft nicht etwa so, daß man sagen kann, die Natur macht keine Sprünge. So ist das nicht richtig. Die Natur macht fortwährend Sprünge. Betrachten wir eine Pflanze. Sie macht in ihrer Entwickelung fortwährend Sprünge: bei dem Übergang von der Wurzel zum Blatt, vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zur Blüte und von der Blüte zur Frucht. So wie hier sind rasche Übergänge vorhanden im Einzelleben und auch im Gesamtleben der Menschheit. Überall finden wir, daß die Menschheit eine Weile sukzessive fortlebt und sich entwickelt, wie Blatt für Blatt an der Pflanze. Dann kommt die Zeit, wo die Menschheit einen gewaltigen Sprung vorwärts macht, wie die Pflanze vom Blatt zum Kelch, vom Kelch zum Blumenblatt, vom Blumenblatt zur Frucht. So geschehen überall rasche Übergänge, Sprünge im Entwickelungsgang der Menschheit. Der gewaltigste Sprung in der Erdenmenschheit ist der Sprung, der geschehen ist durch die Ereignisse in Palästina. Da geschah ein ganz gewaltiger Sprung nach vorwärts.

[ 6 ] Wir werden uns erinnern müssen, daß die Seele des Menschen, wie sie heute ist, sich erst langsam und allmählich entwickelt hat. Heute lebt der Mensch so, daß er durch die Sinne eine Anregung aus der äußeren Welt erhält. Selbst solch ein Mensch wie Helen Keller konnte eine Entwickelung nur dadurch durchmachen, daß sie eine äußere Anregung empfing. Der Mensch lebt heute durchaus so, daß er mit der ganzen Entwickelung seiner Seele auf äußere Anregung durch die Sinne angewiesen ist. Für sein Urteil und die Ideenentwickelung ist er auf das Instrument des Gehirns angewiesen. So war der Mensch nicht immer. Es gab einmal ein Leben der Seele, wo der Mensch nicht auf solche äußere Eindrücke angewiesen war, wo er ein altes, dunkles, traumhaftes Hellsehen hatte. Damals stiegen hellseherisch Bilder in seinem Innern auf, die eine äußere Wirklichkeit wiedergaben und ausdrückten, aber nicht eine solche äußere Wirklichkeit, wie wir sie heute um uns herum haben. Alles, was wir da um uns herum haben an Pflanzen und Tieren, an Luft und Wasser, an Wolken und Bergen, war für die damalige Menschheit noch nicht mit Grenzen vorhanden; höchstens sahen die Menschen damals die Dinge wie durch einen Nebel hindurch. Damals blickte der Mensch während des traumhaft dämmerhaften Bewußtseins zu dem nächsten Reich, dem Reich der Engel auf. In einem noch höheren Bewußtsein blickte man auf zu dem Reich der Erzengel und zu dem Reich der Geister der Persönlichkeit. Wie wir heute auf das Steinteich hinblicken, so blickte der Mensch damals zu den Hierarchien auf, die er in seinem traumhaft dämmerhaften Bewußtsein wahrnahm. So wie der Mensch heute weiß, daß er zusammengesetzt ist aus den mineralischen Substanzen, so wußte er damals: meine Seele ist heruntergestiegen aus dem Reich der Geister der Persönlichkeit und zusammengesetzt aus den Substanzen des Reiches der Erzengel und Engel. Er blickte auf zu dem, was über ihm stand, als zu seiner geistigen Heimat. Von da ist er heruntergestiegen zu dem Werden in der physischen Welt und zum Wahrnehmen der physischen Außenwelt. Zuerst verlor sich sein Blick für die Geister der Persönlichkeit, und er wurde ansichtig des Tierreiches. Dann verlor er den Blick für die Erzengel, und er wurde ansichtig des Pflanzenteichs; dann verlor er den Blick für das Engelreich, und er wurde ansichtig des Mineralreichs. Lange noch konnten Menschen zu gewissen Zeiten hinaufschauen und sie wußten, daß es solche höhere Wesenheiten gibt. Langsam und allmählich erst wurde der Blick auf die bloße äußere Welt gelenkt. Das Tor wurde zugeschlossen gegenüber der geistigen Welt. Das war aber nicht das einzige.

[ 6 ] Wir werden uns erinnern müssen, daß die Seele des Menschen, wie sie heute ist, sich erst langsam und allmählich entwickelt hat. Heute lebt der Mensch so, daß er durch die Sinne eine Anregung aus der äußeren Welt erhält. Selbst solch ein Mensch wie Helen Keller konnte eine Entwickelung nur dadurch durchmachen, daß sie eine äußere Anregung empfing. Der Mensch lebt heute durchaus so, daß er mit der ganzen Entwickelung seiner Seele auf äußere Anregung durch die Sinne angewiesen ist. Für sein Urteil und die Ideenentwickelung ist er auf das Instrument des Gehirns angewiesen. So war der Mensch nicht immer. Es gab einmal ein Leben der Seele, wo der Mensch nicht auf solche äußere Eindrücke angewiesen war, wo er ein altes, dunkles, traumhaftes Hellsehen hatte. Damals stiegen hellseherisch Bilder in seinem Innern auf, die eine äußere Wirklichkeit wiedergaben und ausdrückten, aber nicht eine solche äußere Wirklichkeit, wie wir sie heute um uns herum haben. Alles, was wir da um uns herum haben an Pflanzen und Tieren, an Luft und Wasser, an Wolken und Bergen, war für die damalige Menschheit noch nicht mit Grenzen vorhanden; höchstens sahen die Menschen damals die Dinge wie durch einen Nebel hindurch. Damals blickte der Mensch während des traumhaft dämmerhaften Bewußtseins zu dem nächsten Reich, dem Reich der Engel auf. In einem noch höheren Bewußtsein blickte man auf zu dem Reich der Erzengel und zu dem Reich der Geister der Persönlichkeit. Wie wir heute auf das Steinteich hinblicken, so blickte der Mensch damals zu den Hierarchien auf, die er in seinem traumhaft dämmerhaften Bewußtsein wahrnahm. So wie der Mensch heute weiß, daß er zusammengesetzt ist aus den mineralischen Substanzen, so wußte er damals: meine Seele ist heruntergestiegen aus dem Reich der Geister der Persönlichkeit und zusammengesetzt aus den Substanzen des Reiches der Erzengel und Engel. Er blickte auf zu dem, was über ihm stand, als zu seiner geistigen Heimat. Von da ist er heruntergestiegen zu dem Werden in der physischen Welt und zum Wahrnehmen der physischen Außenwelt. Zuerst verlor sich sein Blick für die Geister der Persönlichkeit, und er wurde ansichtig des Tierreiches. Dann verlor er den Blick für die Erzengel, und er wurde ansichtig des Pflanzenteichs; dann verlor er den Blick für das Engelreich, und er wurde ansichtig des Mineralreichs. Lange noch konnten Menschen zu gewissen Zeiten hinaufschauen und sie wußten, daß es solche höhere Wesenheiten gibt. Langsam und allmählich erst wurde der Blick auf die bloße äußere Welt gelenkt. Das Tor wurde zugeschlossen gegenüber der geistigen Welt. Das war aber nicht das einzige.

[ 7 ] Für die Menschen, die noch selber in die geistigen Welten hineinsahen, bedeutete Krankheit und Gesundheit etwas ganz anderes als heute für uns. Wenn in jenen Zeiten irgendeine Krankheit den Menschen befiel, dann war es dem Menschen möglich, jenen Zustand einen Zwischenzustand zwischen Wachen und Schlafen - hervorzurufen, durch den er hellsichtig wurde für die geistige Welt. In solchen hellfühlenden und hellsichtigen Zuständen war er durchdrungen von dem Geistigen. Dies Durchdrungensein von dem Geistigen wirkte als Heilmittel, als gesundend. Der Kranke mußte sich ganz durchsetzen mit der Kraft des Geistigen; das wirkte durchaus gesundend auf seine Krankheit. Heute ist der Mensch heruntergestiegen in die physische Welt. Dadurch hat der physische Leib die größte Kraft bekommen, aber die Seele dagegen ist ohnmächtig geworden gegenüber dem physischen Leib. Man vergleiche einmal weiches Wachs und derb gewordenes Wachs. Letzteres kann man schwer eindrücken. Das andere ist plastisch. Der physische Menschenleib war in alten Zeiten ein plastisches Material, das die Seele formen konnte. Wenn die Seele sich in Verbindung setzte mit dem Geistigen, konnte sie das Physische formen. Eine starke Hingabe an das Geistige kann bewirken, daß das Geistige gesundend wirkt. In alten Zeiten war es so, daß der Mensch nicht nur zum Behufe der Erkenntnis, sondern zum Behufe der Heilung sich durchdringen konnte mit dem Geistigen. In alten Zeiten waren die Menschen in Gemeinschaft hoher geistiger Wesenheiten. Als die Menschen herunterstiegen, aber doch noch Zusammenhang hatten mit den geistigen Welten, konnten sich die Menschen nicht schützen vor schädlichen geistigen Wesenheiten. Sie konnten da auch durchsetzt werden mit den schlimmen geistigen Mächten, zum Beispiel mit denen, die als Elementarwesen auf dem Astralplane wohnen. Der Mensch konnte damals sich den guten geistigen Einflüssen hingeben, aber er war auch schlimmen geistigen Wesenheiten ausgesetzt. Heute hat man es weniger mit solchen schlimmen, dämonischen Wesenheiten zu tun. In alten Zeiten wirkten die dämonischen Wesenheiten so in dem plastischen Material, daß sie die Menschen besessen machten. Das war alles deshalb, weil ja der Mensch heruntersteigen mußte auf den physischen Plan, um zum Selbstbewußtsein zu kommen. Zum wirklichen Selbstbewußtsein hätte der Mensch nicht kommen können, wenn er immer hingegeben gewesen wäre an die geistige Welt. Er war dann außer sich. Schon seit alten Zeiten arbeitete das Ich an der Menschennatur. Vollbewußt sollte sich der Mensch erst wissen, wissen, was das Ich bedeutet, durch den Christus-Impuls. Der Christus-Impuls zeigte sich zuerst in dem Blitzesfeuer, in dem Jehova dem Moses erschien. Er zeigte sich gespiegelt im Blitzesfeuer, wie das Mondlicht abspiegelt das Sonnenlicht. Jehova ist nichts anderes als der widergespiegelte Christus, der sich zuerst wie eine Spiegelung zeigt.

[ 7 ] Für die Menschen, die noch selber in die geistigen Welten hineinsahen, bedeutete Krankheit und Gesundheit etwas ganz anderes als heute für uns. Wenn in jenen Zeiten irgendeine Krankheit den Menschen befiel, dann war es dem Menschen möglich, jenen Zustand einen Zwischenzustand zwischen Wachen und Schlafen - hervorzurufen, durch den er hellsichtig wurde für die geistige Welt. In solchen hellfühlenden und hellsichtigen Zuständen war er durchdrungen von dem Geistigen. Dies Durchdrungensein von dem Geistigen wirkte als Heilmittel, als gesundend. Der Kranke mußte sich ganz durchsetzen mit der Kraft des Geistigen; das wirkte durchaus gesundend auf seine Krankheit. Heute ist der Mensch heruntergestiegen in die physische Welt. Dadurch hat der physische Leib die größte Kraft bekommen, aber die Seele dagegen ist ohnmächtig geworden gegenüber dem physischen Leib. Man vergleiche einmal weiches Wachs und derb gewordenes Wachs. Letzteres kann man schwer eindrücken. Das andere ist plastisch. Der physische Menschenleib war in alten Zeiten ein plastisches Material, das die Seele formen konnte. Wenn die Seele sich in Verbindung setzte mit dem Geistigen, konnte sie das Physische formen. Eine starke Hingabe an das Geistige kann bewirken, daß das Geistige gesundend wirkt. In alten Zeiten war es so, daß der Mensch nicht nur zum Behufe der Erkenntnis, sondern zum Behufe der Heilung sich durchdringen konnte mit dem Geistigen. In alten Zeiten waren die Menschen in Gemeinschaft hoher geistiger Wesenheiten. Als die Menschen herunterstiegen, aber doch noch Zusammenhang hatten mit den geistigen Welten, konnten sich die Menschen nicht schützen vor schädlichen geistigen Wesenheiten. Sie konnten da auch durchsetzt werden mit den schlimmen geistigen Mächten, zum Beispiel mit denen, die als Elementarwesen auf dem Astralplane wohnen. Der Mensch konnte damals sich den guten geistigen Einflüssen hingeben, aber er war auch schlimmen geistigen Wesenheiten ausgesetzt. Heute hat man es weniger mit solchen schlimmen, dämonischen Wesenheiten zu tun. In alten Zeiten wirkten die dämonischen Wesenheiten so in dem plastischen Material, daß sie die Menschen besessen machten. Das war alles deshalb, weil ja der Mensch heruntersteigen mußte auf den physischen Plan, um zum Selbstbewußtsein zu kommen. Zum wirklichen Selbstbewußtsein hätte der Mensch nicht kommen können, wenn er immer hingegeben gewesen wäre an die geistige Welt. Er war dann außer sich. Schon seit alten Zeiten arbeitete das Ich an der Menschennatur. Vollbewußt sollte sich der Mensch erst wissen, wissen, was das Ich bedeutet, durch den Christus-Impuls. Der Christus-Impuls zeigte sich zuerst in dem Blitzesfeuer, in dem Jehova dem Moses erschien. Er zeigte sich gespiegelt im Blitzesfeuer, wie das Mondlicht abspiegelt das Sonnenlicht. Jehova ist nichts anderes als der widergespiegelte Christus, der sich zuerst wie eine Spiegelung zeigt.

[ 8 ] Das Johannes-Evangelium können wir nur dann verstehen, wenn wir einsehen, daß eigentlich der Christus-Impuls die bedeutendste Arbeit innerhalb der menschlichen Evolution an dem Ich-Bewußtsein ist.

[ 8 ] Das Johannes-Evangelium können wir nur dann verstehen, wenn wir einsehen, daß eigentlich der Christus-Impuls die bedeutendste Arbeit innerhalb der menschlichen Evolution an dem Ich-Bewußtsein ist.

[ 9 ] Der Mensch sollte entzogen werden den Einflüssen, die in ihn hereinfließen ohne sein Selbstbewußtsein. Dadurch konnte er sein Ich-Bewußtsein erwerben und sich vorbereiten zu einer Wiedererlangung des Hellsehens alter Zeit. Aber er sollte frei werden von den dämonischen Einflüssen. Je mehr er Gewalt hat in seinem Ich, desto mehr kann er sich freihalten von dämonischen Einflüssen. So kann man erst die Dämonenheilungen verstehen. Eine Anzahl Kranker wurde in die Nähe des Christus gebracht gerade in der Zeit, als der geistige Christus am stärksten wirken konnte. Nicht das physische Sonnenlicht - das Kleid des geistigen Lichtes - sollte wirken, sondern das geistige Licht. Als die Sonne untergegangen war, brachte man jene Kranken zu Christus. Nun müssen wir uns den realen Vorgang der Heilung so vorstellen: Die Menschen, die da kamen, hatten den festen Glauben, die feste Überzeugung, durch den Christus wirke jener Impuls, der die Dämonen zurücktreiben kann. Wäre dies durch ein äußeres Mittel geschehen, dann hätte der Christus nicht durch das Ich gewirkt. Erst dann erkennt man den Christus, wenn er alle Gewalt entfaltet in dem eigenen Innern. Erst da kann er wirken, wo diese Kraft im menschlichen Ich zum Ausdruck kommt. Aus alldem sehen wir, daß damals in jener wichtigen Zeit die Menschheit vor einem gewaltigen Wendepunkte stand. Es war der letzte Ausklang einer alten Zeit und gleichsam das Hereindringen eines gewaltigen Impulses, der die Menschen in eine neue Zeit hineinführte. Da konnte der Mensch zurückschauen und sehen: Früher war der Mensch mit der geistigen Welt noch mehr verbunden. Er konnte durch die Ekstase den Weg zur geistigen Welt finden. Jetzt aber müssen wir in dem Ich den Anknüpfungspunkt finden, um in die geistige Welt hineinzukommen. Dieser Impuls wurde gegeben durch den gewaltigen Ruf des Täufers und durch den Christus selber: «Ändert euere Seelenverfassung, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. » In euch selber muß gesucht werden das Band, das euch verbindet mit dem Reiche der Himmel.

[ 9 ] Der Mensch sollte entzogen werden den Einflüssen, die in ihn hereinfließen ohne sein Selbstbewußtsein. Dadurch konnte er sein Ich-Bewußtsein erwerben und sich vorbereiten zu einer Wiedererlangung des Hellsehens alter Zeit. Aber er sollte frei werden von den dämonischen Einflüssen. Je mehr er Gewalt hat in seinem Ich, desto mehr kann er sich freihalten von dämonischen Einflüssen. So kann man erst die Dämonenheilungen verstehen. Eine Anzahl Kranker wurde in die Nähe des Christus gebracht gerade in der Zeit, als der geistige Christus am stärksten wirken konnte. Nicht das physische Sonnenlicht - das Kleid des geistigen Lichtes - sollte wirken, sondern das geistige Licht. Als die Sonne untergegangen war, brachte man jene Kranken zu Christus. Nun müssen wir uns den realen Vorgang der Heilung so vorstellen: Die Menschen, die da kamen, hatten den festen Glauben, die feste Überzeugung, durch den Christus wirke jener Impuls, der die Dämonen zurücktreiben kann. Wäre dies durch ein äußeres Mittel geschehen, dann hätte der Christus nicht durch das Ich gewirkt. Erst dann erkennt man den Christus, wenn er alle Gewalt entfaltet in dem eigenen Innern. Erst da kann er wirken, wo diese Kraft im menschlichen Ich zum Ausdruck kommt. Aus alldem sehen wir, daß damals in jener wichtigen Zeit die Menschheit vor einem gewaltigen Wendepunkte stand. Es war der letzte Ausklang einer alten Zeit und gleichsam das Hereindringen eines gewaltigen Impulses, der die Menschen in eine neue Zeit hineinführte. Da konnte der Mensch zurückschauen und sehen: Früher war der Mensch mit der geistigen Welt noch mehr verbunden. Er konnte durch die Ekstase den Weg zur geistigen Welt finden. Jetzt aber müssen wir in dem Ich den Anknüpfungspunkt finden, um in die geistige Welt hineinzukommen. Dieser Impuls wurde gegeben durch den gewaltigen Ruf des Täufers und durch den Christus selber: «Ändert euere Seelenverfassung, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. » In euch selber muß gesucht werden das Band, das euch verbindet mit dem Reiche der Himmel.

[ 10 ] Denjenigen, denen man ganz tief das sagen konnte, konnte man sagen: Früher gab es eine Zeit, da waren die Menschenseelen so, daß, wenn sie aus ihrem Ich herausstiegen, sie in ein geistiges Reich hineinkamen. Da wurde ihnen das Geistige geschenkt für ihre Heilung. Sie waren Reiche, das heißt, Besitzende des Geistes geworden. Da kam ein Wendepunkt. Jetzt sind gerade solche berufen, in das Reich des Himmels hineinzukommen, die Bettler um Geist geworden sind. Gottinnig, selig können jetzt die werden, die da Bettler sind um Geist. Geistig Arme werden in sich aufnehmen das Reich der Himmel.

[ 10 ] Denjenigen, denen man ganz tief das sagen konnte, konnte man sagen: Früher gab es eine Zeit, da waren die Menschenseelen so, daß, wenn sie aus ihrem Ich herausstiegen, sie in ein geistiges Reich hineinkamen. Da wurde ihnen das Geistige geschenkt für ihre Heilung. Sie waren Reiche, das heißt, Besitzende des Geistes geworden. Da kam ein Wendepunkt. Jetzt sind gerade solche berufen, in das Reich des Himmels hineinzukommen, die Bettler um Geist geworden sind. Gottinnig, selig können jetzt die werden, die da Bettler sind um Geist. Geistig Arme werden in sich aufnehmen das Reich der Himmel.

[ 11 ] Selig oder gottinnig werden auch die werden, welche leidend sind, wenn sie den Christus-Impuls aufnehmen. Dadurch, daß sie in ihrem Ich das Band zu der geistigen Welt suchen, werden sie geheilt werden. Die früher aus ihren Leidenschaften heraus tobten, konnten früher besänftigt werden, wenn sie in der Ekstase sich vergeistigten. Dadurch, daß sie jetzt in sich, im Ich, das Band mit dem Christus finden, sollen sie die tobenden Leidenschaften, die wilden Triebe besänftigen. Das Los der Erdenmission ist, daß sie denen zufällt, die durch das Ich ihre Leidenschaften dämpfen. Die Leidtragenden werden das Leid verlieren dadurch, daß sie in dem Ich den Christus aufnehmen; gleichmütig können die werden, die den Christus im Ich aufnehmen, und sie werden die Erde beherrschen.

[ 11 ] Selig oder gottinnig werden auch die werden, welche leidend sind, wenn sie den Christus-Impuls aufnehmen. Dadurch, daß sie in ihrem Ich das Band zu der geistigen Welt suchen, werden sie geheilt werden. Die früher aus ihren Leidenschaften heraus tobten, konnten früher besänftigt werden, wenn sie in der Ekstase sich vergeistigten. Dadurch, daß sie jetzt in sich, im Ich, das Band mit dem Christus finden, sollen sie die tobenden Leidenschaften, die wilden Triebe besänftigen. Das Los der Erdenmission ist, daß sie denen zufällt, die durch das Ich ihre Leidenschaften dämpfen. Die Leidtragenden werden das Leid verlieren dadurch, daß sie in dem Ich den Christus aufnehmen; gleichmütig können die werden, die den Christus im Ich aufnehmen, und sie werden die Erde beherrschen.

[ 12 ] Der erste Satz der Bergpredigt bezieht sich auf den physischen Leib, der zweite Satz auf den Ätherleib, der dritte auf den Astralleib, der vierte, der Satz, daß der Mensch nicht ein solches Gewissen entwickeln soll, das nur auf das Physische geht, auf die Empfindungsseele. Die in der Empfindungsseele dürsten und hungern nach der Gerechtigkeit, die können jetzt gottinnig oder selig werden.

[ 12 ] Der erste Satz der Bergpredigt bezieht sich auf den physischen Leib, der zweite Satz auf den Ätherleib, der dritte auf den Astralleib, der vierte, der Satz, daß der Mensch nicht ein solches Gewissen entwickeln soll, das nur auf das Physische geht, auf die Empfindungsseele. Die in der Empfindungsseele dürsten und hungern nach der Gerechtigkeit, die können jetzt gottinnig oder selig werden.

[ 13 ] Was der Mensch finden kann in der Verstandes- oder Gemütsseele, das ist ausgedrückt in dem Satz: Gottinnig können die werden, die barmherzig sind. Was muß eintreten, wenn wir von der Empfindungsseele zur Verstandes- oder Gemütsseele heraufsteigen? Da steigt zuerst das Ich auf. Das muß der Mensch entwickeln, dadurch daß er sich selber als Ich empfindet und jeden andern als ein Ich empfindet, dadurch daß das, was in der Seele lebt, von Ich zu Ich geleitet wird. Das, was vom Menschen zum Menschen geht, das Subjekt und Prädikat müssen gleich sein. In den ersten Sätzen der Seligpreisungen ist das Subjekt von dem Prädikat verschieden. Jetzt finden wir in dem Satz, der sich auf die Verstandes- oder Gemütsseele bezieht, daß Subjekt und Prädikat gleich sind. «Selig sind, die barmherzig sind, denn sie werden Barmherzigkeit oder Liebe empfangen.»

[ 13 ] Was der Mensch finden kann in der Verstandes- oder Gemütsseele, das ist ausgedrückt in dem Satz: Gottinnig können die werden, die barmherzig sind. Was muß eintreten, wenn wir von der Empfindungsseele zur Verstandes- oder Gemütsseele heraufsteigen? Da steigt zuerst das Ich auf. Das muß der Mensch entwickeln, dadurch daß er sich selber als Ich empfindet und jeden andern als ein Ich empfindet, dadurch daß das, was in der Seele lebt, von Ich zu Ich geleitet wird. Das, was vom Menschen zum Menschen geht, das Subjekt und Prädikat müssen gleich sein. In den ersten Sätzen der Seligpreisungen ist das Subjekt von dem Prädikat verschieden. Jetzt finden wir in dem Satz, der sich auf die Verstandes- oder Gemütsseele bezieht, daß Subjekt und Prädikat gleich sind. «Selig sind, die barmherzig sind, denn sie werden Barmherzigkeit oder Liebe empfangen.»

[ 14 ] Wir sehen hier ein Dokument, das so großartig ist, daß es kaum ein anderes Dokument gibt, das so tief ist. Es ist geprägt im Sinne jenes gewaltigen Übergangs, der durch den Christus eintrat. Da hatte schon 3000 Jahre das Kali Yuga, das finstere Zeitalter gedauert. Das Kali Yuga im engsten Sinn hat 3101 vor Christi Geburt eingesetzt. Das ist jenes Jahr, wo das Zuschließen der geistigen Welt beginnt. Vor dem Jahre 3101 finden wir noch ein unmittelbares Bewußtsein für die geistigen Welten. Dann hat sich die geistige Welt immer mehr verfinstert. Nachdem das Kali Yuga 3101 Jahre gewaltet hat, da geschieht jener Impuls, wodurch der Mensch wieder hineingeführt wird in die geistige Welt. Aber wodurch konnte jener Impuls geschehen? Nur dadurch, daß ein Gott herabstieg in die physische Welt. Da wird der Anlauf genommen zu dem Zurückkehren in die geistige Welt. Ein gewaltiger Sprung in der Entwickelung der Menschheit wurde gemacht dadurch, daß die Menschheit die Möglichkeit gewann, vom Ich aus wieder aufzusteigen in die geistige Welt. Die Menschheit brauchte sozusagen den Christus, weil sie bis zu ihrem Ich aufgestiegen war. Das Herabsteigen des Christus war notwendig, damit das menschliche Ich nicht verödete, nicht herausfiel aus der Entwickelung.

[ 14 ] Wir sehen hier ein Dokument, das so großartig ist, daß es kaum ein anderes Dokument gibt, das so tief ist. Es ist geprägt im Sinne jenes gewaltigen Übergangs, der durch den Christus eintrat. Da hatte schon 3000 Jahre das Kali Yuga, das finstere Zeitalter gedauert. Das Kali Yuga im engsten Sinn hat 3101 vor Christi Geburt eingesetzt. Das ist jenes Jahr, wo das Zuschließen der geistigen Welt beginnt. Vor dem Jahre 3101 finden wir noch ein unmittelbares Bewußtsein für die geistigen Welten. Dann hat sich die geistige Welt immer mehr verfinstert. Nachdem das Kali Yuga 3101 Jahre gewaltet hat, da geschieht jener Impuls, wodurch der Mensch wieder hineingeführt wird in die geistige Welt. Aber wodurch konnte jener Impuls geschehen? Nur dadurch, daß ein Gott herabstieg in die physische Welt. Da wird der Anlauf genommen zu dem Zurückkehren in die geistige Welt. Ein gewaltiger Sprung in der Entwickelung der Menschheit wurde gemacht dadurch, daß die Menschheit die Möglichkeit gewann, vom Ich aus wieder aufzusteigen in die geistige Welt. Die Menschheit brauchte sozusagen den Christus, weil sie bis zu ihrem Ich aufgestiegen war. Das Herabsteigen des Christus war notwendig, damit das menschliche Ich nicht verödete, nicht herausfiel aus der Entwickelung.

[ 15 ] Wir sehen es, daß eine Anzahl von Menschen lange nichts gewußt hat davon, daß drüben in dem kleinen Ländchen Palästina der Christus gelebt hat. Zum Beispiel Tacitus weiß nur wenig davon. Ungefähr hundert Jahre nachher erzählte man, daß in Rom eine Sekte lebe in einem Gäßchen, die über Jesus lehre. An vielen Menschen ging damals dieser mächtigste Impuls, der Christus-Impuls, vorbei. Er hätte an allen Menschen vorbeigehen können. Das ist aber nicht geschehen. Die Menschheit hat damals den Christus-Impuls aufgenommen. Wenn wieder ein ähnlicher Impuls in der Menschheit stattfindet, dann muß die Menschheit imstande sein, einen solchen Sprung in der Menschheitsentwickelung nicht unbeachtet vorübergehen zu lassen.

[ 15 ] Wir sehen es, daß eine Anzahl von Menschen lange nichts gewußt hat davon, daß drüben in dem kleinen Ländchen Palästina der Christus gelebt hat. Zum Beispiel Tacitus weiß nur wenig davon. Ungefähr hundert Jahre nachher erzählte man, daß in Rom eine Sekte lebe in einem Gäßchen, die über Jesus lehre. An vielen Menschen ging damals dieser mächtigste Impuls, der Christus-Impuls, vorbei. Er hätte an allen Menschen vorbeigehen können. Das ist aber nicht geschehen. Die Menschheit hat damals den Christus-Impuls aufgenommen. Wenn wieder ein ähnlicher Impuls in der Menschheit stattfindet, dann muß die Menschheit imstande sein, einen solchen Sprung in der Menschheitsentwickelung nicht unbeachtet vorübergehen zu lassen.

[ 16 ] 1899 war das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, abgelaufen. Die Menschheit bewegt sich in einer aufsteigenden Linie. 5000 Jahre dauerte das finstere Zeitalter. Heute leben wir am Anfang eines Zeitalters, in dem ganz neue Kräfte und Fähigkeiten in der Menschheit sich entwickeln. Bevor die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts abgelaufen sein wird, wird sich zeigen, daß eine Anzahl Menschen durch die natürliche Entwickelung besondere Fähigkeiten haben. Mit dem ‚Ablauf des Kali Yuga, von 1899 an, entwickelt sich in der Menschheit ein gewisses Äthersehen. Zwischen dem Jahre 1930 und 1940 wird für eine Anzahl Menschen dieses Äthersehen ausgebildet sein. Zweierlei kann dann möglich sein. Die Menschheit kann weiterleben im materialistischen Sumpf. Der Materialismus kann alles überfluten. Die Menschheit kann dieses Ereignis so versäumen, wie sie hätte versäumen können das Christus-Ereignis. Wenn Menschen dieses Äthersehen nicht erleben, so wird es dahin kommen, daß die Menschen im materialistischen Sumpf versinken werden. Oder es wird eine genügend große Anzahl von Menschen durch 2500 Jahre hindurch sich so entwickeln, daß sie äthersehend werden. Das ist der Anfang des Hellsehens, das sich die Menschen wieder hinzuerobern werden zu dem Ich-Bewußtsein.

[ 16 ] 1899 war das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, abgelaufen. Die Menschheit bewegt sich in einer aufsteigenden Linie. 5000 Jahre dauerte das finstere Zeitalter. Heute leben wir am Anfang eines Zeitalters, in dem ganz neue Kräfte und Fähigkeiten in der Menschheit sich entwickeln. Bevor die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts abgelaufen sein wird, wird sich zeigen, daß eine Anzahl Menschen durch die natürliche Entwickelung besondere Fähigkeiten haben. Mit dem ‚Ablauf des Kali Yuga, von 1899 an, entwickelt sich in der Menschheit ein gewisses Äthersehen. Zwischen dem Jahre 1930 und 1940 wird für eine Anzahl Menschen dieses Äthersehen ausgebildet sein. Zweierlei kann dann möglich sein. Die Menschheit kann weiterleben im materialistischen Sumpf. Der Materialismus kann alles überfluten. Die Menschheit kann dieses Ereignis so versäumen, wie sie hätte versäumen können das Christus-Ereignis. Wenn Menschen dieses Äthersehen nicht erleben, so wird es dahin kommen, daß die Menschen im materialistischen Sumpf versinken werden. Oder es wird eine genügend große Anzahl von Menschen durch 2500 Jahre hindurch sich so entwickeln, daß sie äthersehend werden. Das ist der Anfang des Hellsehens, das sich die Menschen wieder hinzuerobern werden zu dem Ich-Bewußtsein.

[ 17 ] Hierzu kommt noch etwas. Wenn eine Anzahl Menschen durch geisteswissenschaftliches Verständnis ein Gefühl dafür entwickelt haben, dann wird das eintreten, daß sich diese Menschen werden ebensogut überzeugen können von der Wahrheit des ChristusEreignisses, wie sich Paulus beim Ereignis von Damaskus davon hat überzeugen können. Zwischen 1930 und 1940 wird es eine kleine Anzahl von Menschen geben, die diese Fähigkeit entwickeln, und dann während 2500 Jahren werden immer mehr Menschen den Christus sehen im Ätherleibe. Die Menschen werden, wenn sie sich heraufentwickeln zum Äthersehen, den Christus im Ätherleibe sehen, wozu sie aber nur gelangen können durch geisteswissenschaftliches Verständnis und Gefühl. Das ist das neue Herabsteigen des Christus zu den Erdenmenschen. In Wahrheit ist es vielmehr ein Heraufsteigen, denn es wird nicht mehr sein, daß der Christus sich im Fleische verkörpern wird. Aber die Menschen, welche sich zu ihm hinaufentwickeln, werden imstande sein, ihn im Ätherleibe wahrzunehmen. Sie werden aus der unmittelbaren Erfahrung heraus wissen, daß Christus lebt. Für die, die den Christus erkennen wollen, wird er wieder erscheinen in seinem ätherischen Leibe. Sie werden durch Schauen wissen von dem Christus.

[ 17 ] Hierzu kommt noch etwas. Wenn eine Anzahl Menschen durch geisteswissenschaftliches Verständnis ein Gefühl dafür entwickelt haben, dann wird das eintreten, daß sich diese Menschen werden ebensogut überzeugen können von der Wahrheit des ChristusEreignisses, wie sich Paulus beim Ereignis von Damaskus davon hat überzeugen können. Zwischen 1930 und 1940 wird es eine kleine Anzahl von Menschen geben, die diese Fähigkeit entwickeln, und dann während 2500 Jahren werden immer mehr Menschen den Christus sehen im Ätherleibe. Die Menschen werden, wenn sie sich heraufentwickeln zum Äthersehen, den Christus im Ätherleibe sehen, wozu sie aber nur gelangen können durch geisteswissenschaftliches Verständnis und Gefühl. Das ist das neue Herabsteigen des Christus zu den Erdenmenschen. In Wahrheit ist es vielmehr ein Heraufsteigen, denn es wird nicht mehr sein, daß der Christus sich im Fleische verkörpern wird. Aber die Menschen, welche sich zu ihm hinaufentwickeln, werden imstande sein, ihn im Ätherleibe wahrzunehmen. Sie werden aus der unmittelbaren Erfahrung heraus wissen, daß Christus lebt. Für die, die den Christus erkennen wollen, wird er wieder erscheinen in seinem ätherischen Leibe. Sie werden durch Schauen wissen von dem Christus.

[ 18 ] Gerade durch die Seelenentwickelung werden wir ein Verständnis gewinnen für das, was das wichtigste Ereignis für die Menschheit unserer Zeit ist. Würde die Geisteswissenschaft nicht die Menschheit dazu führen, so würde dieses Ereignis unbeachtet an der Menschheit vorübergehen. Geisteswissenschaft soll uns vorbereiten, dieses größte Ereignis nach Ablauf des Kali Yuga fruchtbar zu machen. Diejenigen Menschen werden wichtig sein, gleichviel in welchem Beruf sie tätig sind, die sich vorbereitet haben, das Ereignis wahrzunehmen. Wichtig aber wird das Ereignis auch für diejenigen, die sich befinden in jener Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Denn dieses Ereignis wirkt auch hinein in die geistigen Welten, aber nur dadurch, daß man hier auf Erden sich vorbereitet hat. Hier auf der Erde müssen wir uns gerade auf jenes Ereignis vorbereiten und die Organe dazu schaffen. Das neue Christus-Ereignis des 20. Jahrhunderts, das verkünden wir jetzt. Nachher wird es erklärt werden als ein Ereignis, das fortwirkt für die ganze Menschheit. Das wird in nächster Zeit verkündet werden. Es wird dies ein Prüfstein sein für die Theosophie. Es könnte sein, daß Materialismus in die theosophische Auffassung des Christus-Ereignisses selber hineingetragen wird. Nur materialistisches Bewußtsein könnte glauben, der Christus könne in einer fleischlichen Gestalt wiederkommen. Es wird sich zeigen, ob man die Theosophie verstanden hat, wenn das Ereignis kommt. Wir werden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen, wie falsche Messiasse sich da und dort geltend machen. In unserem Zeitalter würde es schlimm sein, wenn die Menschen nicht so weit sich zu einer spirituellen Anschauung aufschwingen könnten, daß der Christus in seiner ätherischen Gestalt wieder erscheinen wird. Es wäre keine Entwickelung der Menschheit vorhanden, wenn der Christus wieder im Fleisch erscheinen würde.

[ 18 ] Gerade durch die Seelenentwickelung werden wir ein Verständnis gewinnen für das, was das wichtigste Ereignis für die Menschheit unserer Zeit ist. Würde die Geisteswissenschaft nicht die Menschheit dazu führen, so würde dieses Ereignis unbeachtet an der Menschheit vorübergehen. Geisteswissenschaft soll uns vorbereiten, dieses größte Ereignis nach Ablauf des Kali Yuga fruchtbar zu machen. Diejenigen Menschen werden wichtig sein, gleichviel in welchem Beruf sie tätig sind, die sich vorbereitet haben, das Ereignis wahrzunehmen. Wichtig aber wird das Ereignis auch für diejenigen, die sich befinden in jener Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Denn dieses Ereignis wirkt auch hinein in die geistigen Welten, aber nur dadurch, daß man hier auf Erden sich vorbereitet hat. Hier auf der Erde müssen wir uns gerade auf jenes Ereignis vorbereiten und die Organe dazu schaffen. Das neue Christus-Ereignis des 20. Jahrhunderts, das verkünden wir jetzt. Nachher wird es erklärt werden als ein Ereignis, das fortwirkt für die ganze Menschheit. Das wird in nächster Zeit verkündet werden. Es wird dies ein Prüfstein sein für die Theosophie. Es könnte sein, daß Materialismus in die theosophische Auffassung des Christus-Ereignisses selber hineingetragen wird. Nur materialistisches Bewußtsein könnte glauben, der Christus könne in einer fleischlichen Gestalt wiederkommen. Es wird sich zeigen, ob man die Theosophie verstanden hat, wenn das Ereignis kommt. Wir werden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen, wie falsche Messiasse sich da und dort geltend machen. In unserem Zeitalter würde es schlimm sein, wenn die Menschen nicht so weit sich zu einer spirituellen Anschauung aufschwingen könnten, daß der Christus in seiner ätherischen Gestalt wieder erscheinen wird. Es wäre keine Entwickelung der Menschheit vorhanden, wenn der Christus wieder im Fleisch erscheinen würde.

[ 19 ] Die Menschheit entwickelt sich, um mit höheren Fähigkeiten den Messias wahrzunehmen. Das wird der Prüfstein sein, ob Theosophie wirklich den Menschen dazu geführt hat, dies Ereignis richtig zu verstehen, so daß der Mensch sich soviel zum Spirituellen emporgeschwungen hat, um die Wiederkunft des Christus in der wahren Gestalt zu verstehen. Für eine Anzahl Menschen, die Vorläufer sein werden, wird er in diesem Jahrhundert wiederkommen, wie er einst gekommen ist im Ereignis von Damaskus für den Paulus.

[ 19 ] Die Menschheit entwickelt sich, um mit höheren Fähigkeiten den Messias wahrzunehmen. Das wird der Prüfstein sein, ob Theosophie wirklich den Menschen dazu geführt hat, dies Ereignis richtig zu verstehen, so daß der Mensch sich soviel zum Spirituellen emporgeschwungen hat, um die Wiederkunft des Christus in der wahren Gestalt zu verstehen. Für eine Anzahl Menschen, die Vorläufer sein werden, wird er in diesem Jahrhundert wiederkommen, wie er einst gekommen ist im Ereignis von Damaskus für den Paulus.

[ 20 ] Immer verbreiteter und verbreiteter wird der Unglaube durch die Kritik der historischen Urkunden. Je mehr die historischen Zeugnisse an Gewalt für die Menschen verlieren werden, desto mehr wird in den Menschen die Fähigkeit heranwachsen, durch die der Christus gesehen werden kann. Der Christus in Wirklichkeit wird den Menschen gegeben werden, die sich durch die Geisteswissenschaft hinaufschwingen können zum Verständnis, zum Schauen der wahren Wiederkunft des Christus.

[ 20 ] Immer verbreiteter und verbreiteter wird der Unglaube durch die Kritik der historischen Urkunden. Je mehr die historischen Zeugnisse an Gewalt für die Menschen verlieren werden, desto mehr wird in den Menschen die Fähigkeit heranwachsen, durch die der Christus gesehen werden kann. Der Christus in Wirklichkeit wird den Menschen gegeben werden, die sich durch die Geisteswissenschaft hinaufschwingen können zum Verständnis, zum Schauen der wahren Wiederkunft des Christus.