The Revelations of Karma
GA 120
27 May 1910, Hamburg
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Manifestations of Karma, tr. Unknown
Zehnter Vortrag
10. Free Will and Karma in the Future of Human Evolution
[ 1 ] Gewisse tiefere Fragen des karmischen Zusammenhanges, die sich namentlich auf unseren menschlichen Einfluß auf das Karma und besonders auf das Karma anderer Menschen beziehen, solche Fragen also, die sich auf eine Richtungsänderung des Karma im Kleinen und im Großen beziehen, kann man nicht beantworten, auch nicht eine Vorstellung hervorrufen, wie sie beantwortet werden müssen, wenn man nicht in der Weise, wie wir es heute tun wollen, gewisse bedeutsame Geheimnisse unseres Weltendaseins berührt. Solche Fragen können sich vielleicht dann für jeden aus dem Gesagten ergeben, wenn Sie diesen oder jenen Gedanken, der angeschlagen und von der einen oder andern Seite beleuchtet worden ist, für sich selber weiter ausführen.
[ 1 ] There are certain deeper questions of karmic connection concerning more especially our human influence upon karma, particularly upon that of other people, and concerning also the changing of the direction of karma, be it to a greater or less extent. Such questions as these one can neither answer nor even give an idea of how they ought to be answered, without touching, as we shall today, upon certain important secrets of our world existence. They may perhaps arise out of what has been said, if we follow up what has been broached and had light thrown upon it from one side or another.
[ 2 ] So kann sich die Frage aufwerfen: Was geschieht, wenn im karmischen Zusammenhange eines Menschen durch das, was er früher erlebt und getan hat, ein Krankheitsprozeß zur Hinwegschaffung dieser karmischen Tatsache notwendig ist und wenn diesem Menschen durch Heilmittel oder durch einen andern Eingriff in der Weise geholfen wird, daß er durch menschliche Hilfe wirklich geheilt wird? Was liegt da vor, und wie verhält sich eine solche Tatsache zu den tieferen Auffassungen von der karmischen Gesetzmäßigkeit?
[ 2 ] We may ask what happens in a person's karma when by reason of his previous acts or experiences there has arisen a necessity for illness to compensate for these acts and experiences, and this person is really healed through human assistance by means of remedies or other intervention. What does this signify and in what way is such a fact related to a deeper conception of karmic law?
[ 3 ] Nun bemerke ich von vornherein: Um überhaupt auch nur einige wesentlichere Lichter auf diese Frage zu werfen, müssen Dinge berührt werden, die der heutigen Wissenschaft und dem heutigen Denken der Menschen ganz fern liegen und welche auch nur sozusagen unter Theosophen besprochen werden können, die sich für solche Dinge schon dadurch vorbereitet haben, daß sie mancherlei Wahrheiten aufgenommen haben, die sich auf tiefere Untergründe des Daseins beziehen, und die sich auch ein Gefühl dafür erworben haben, wie Dinge, welche heute nur angedeutet werden können, sich doch voll begründen lassen. Dennoch möchte ich bei dieser Gelegenheit eine Bitte einfügen: Was ich genötigt bin zu sagen über die tieferen Untergründe des Erdendaseins, zum Beispiel was ich mich bemühen werde, in der präzisesten Form auszusprechen, und was sogleich falsch sein würde, wenn es in anderem Zusammenhang oder gar ohne Zusammenhang gesagt würde und deshalb zu Mißverständnissen Veranlassung geben würde, davon bitte ich, daß es nicht anders behandelt werde als so, daß man es eben aufnimmt. Auch ich muß daher gerade bei diesen Dingen darauf halten, daß niemand sie als ein Lehrgut betrachten sollte, das er irgendwie weitergeben könnte, weil nur der Zusammenhang eine solche Darstellung rechtfertigt und weil eine solche Darstellung nur gerechtfertigt ist, wenn dahinter das Bewußtsein liegt, wie man solche Worte zu prägen hat, um derartiges in Gedanken zum Ausdruck zu bringen.
[ 3 ] Now I will begin by saying that in order to throw any important light at all upon this question, things must be touched upon which are far removed from the science and the present thought of today and which may, so to say, only be spoken of amongst Anthroposophists who, having absorbed some of the truths relating to the deeper foundations of existence, have already prepared themselves for such things, and have acquired a perception of how things which today can only be indicated, may nevertheless be fully proved. I should like, however, to take this opportunity of asking one thing of you. I am today compelled to talk about the deeper foundations of the earth's existence which I shall endeavour to express as precisely as possible. But this would be wrong if it were used in another connection or spoken of without any connection at all, and would lead to one misunderstanding after another. I ask you for the present just to accept it only, and make no other use of it. I must also make a point, regarding these things, that they should not be handed on; that no one should consider them as a teaching which may in any way spread further; for only the connection justifies such a statement, and such a statement is justifiable only when it is backed by the consciousness that can coin suitable words to express thoughts of this kind.
[ 4 ] Um was es sich nun handelt, das ist die Frage nach dem tieferen Wesen des materiellen Daseins auf der einen Seite und nach dem Wesen des seelischen Daseins auf der andern Seite. Eine tiefere Auffassung vom Seelischen und Materiellen werden wir uns heute notwendig aneignen müssen, und zwar werden wir es nötig haben aus einem ganz bestimmten Grunde heraus, aus dem Grunde, weil wir in den verflossenen Vorträgen angeführt haben, daß das Seelische des Menschen mehr oder weniger tief hineindringen kann in das Materielle. Ja, wir haben gestern das Wesen des Männlichen dadurch charakterisieren können, daß wir sagten, beim Manne dringe das Seelische tiefer in das Materielle hinein, präge sich tiefer ein, während das Seelische beim Weiblichen in gewisser Beziehung sich mehr zurückzieht und sich mehr ein selbständiges Dasein gegenüber dem Materiellen aneignet. So haben wir gesehen, daß vieles im karmischen Ausleben darauf beruht, wie die Durchdringung des Seelischen und des Materiellen stattfindet. Wir haben auch gesehen, wie ein gewisser Krankheitsprozeß, der in einer Inkarnation auftritt, sich darstellt als die karmische Folge von Verfehlungen, welche die Seele in früheren Verkörperungen begangen hat, indem die Seele damals ihre Taten, Erlebnisse und Impulse in sich verarbeitet und dann auf dem Wege zwischen Tod und neuer Geburt die Tendenz aufgenommen hat, dasjenige, was früher bloß als ein Merkmal, als ein Einfluß des Seelischen sich abgespielt hat, hineinzudrängen in das Körperliche, in das Materielle. Und indem dann die menschliche Wesenheit durchtränkt wird von einem solchen Seelischen, das den luziferischen oder ahrimanischen Einfluß in sich aufgenommen hat, wird gerade dadurch das menschliche Materielle verdorben. Darinnen liegt ja dann der Krankheitsverlauf. Daher können wir sagen: In einem kranken Leibe steckt ein verdorbenes Seelisches, das einen unrichtigen Einfluß erfahren hat, einen luziferischen oder ahrimanischen Einfluß; und in dem Augenblick, wo wir den luziferischen oder ahrimanischen Einfluß aus dem Seelischen herausbringen könnten, würde die richtige Durchdringung von Seele und Leib eintreten, das heißt, es würde Gesundheit eintreten. — Wir müssen also fragen: Wie verhält es sich mit diesen zwei Wesensgliedern des irdischen menschlichen Daseins, welche uns da vor Augen treten, mit der Materie und dem Seelischen? Was sind sie in ihrem tieferen Wesen?
[ 4 ] We are now speaking, on the one hand, of the deeper nature of material existence, and on the other, of the nature of soul existence. We must today acquire a deeper comprehension of what pertains to the soul and to the material world. This is, indeed, necessary for a quite definite reason—for the reason given in the previous lectures when we said that the soul of man can penetrate more or less deeply into matter. We described yesterday the nature of the male by saying that in a man the soul penetrates deeper into matter, while in the female the soul holds back in a certain way and is more independent of matter. We saw that much of karmic experience depends upon how the penetration of the soul into matter takes place. We saw also how certain illnesses in one incarnation appear as the karmic consequences of errors made by the soul in former incarnations when it worked at its deeds, experiences and impulses. Then on the way between death and a new birth the soul acquired the tendency to transform into matter that which was formerly only a characteristic, a mere influence in the soul; so it now permeates the body. Because the human being is then permeated by a soul which has also absorbed either the luciferic or ahrimanic influence, the human substance will in consequence be damaged. Here is to be found the cause of illness, and we may therefore say: In a sick body there dwells a damaged soul which has come under a wrong influence—a luciferic or ahrimanic influence; and the moment we are able to remove these influences from the soul, the normal relationship of soul and the body should come about, and health should be re-established. What then is the relation between these two members of the earthly human existence of which we are now speaking, matter and soul? What are they in their deeper nature?
[ 5 ] Wenn diese Frage aufgeworfen wird, so hat der heutige Mensch gewöhnlich die Meinung, daß die Antwort auf die Frage: Was ist Materie? Was ist Seele? — überall in der Welt gleich ausfallen müßte; und ich glaube nicht, daß es einem Menschen leicht würde, sich mit der Meinung bekanntzumachen, daß für Wesen, welche auf dem alten Monde gelebt haben, die Antwort auf die Frage: Was ist Materie? Was ist Seele? — ganz anders hätte ausfallen müssen als für Wesen, welche auf der Erde leben. Aber das Dasein ist so sehr in Entwickelung, daß sich selbst solche Dinge ändern wie die Vorstellungen, welche sich ein Wesen machen kann von den tieferen Grundlagen seines eigenen Wesens. Und so ändert sich auch dasjenige, was als Antwort gegeben werden muß auf die Frage: Was ist Materie? Was ist Seele? Es ist daher von vornherein zu betonen, daß die Antworten, die gegeben werden, nur Antworten sind, welche der Erdenmensch geben kann und die nur für diesen Erdenmenschen eine Bedeutung haben.
[ 5 ] The man of the present day is generally of the opinion that the answer to the question, ‘Of what does matter consist? What is the soul?’—if it could be given at all—must prove to be the same all over the world. I do not think it would be easy for him to understand that for the beings who lived upon the old Moon, the answer to these questions must be quite different from those of beings who live upon the Earth. For existence is so much in the throes of evolution, that even the ideas may alter which a being may have about the deeper foundations of his own nature; so that the answer to this question, ‘What is matter, what is the soul?’ must also vary. It must at once be emphasised that the answers which will be given are only those which the earth-man can make, and are of significance only to the earth-man.
[ 6 ] «Materie» wird ja der Mensch zunächst nach dem beurteilen, was ihm in der Außenwelt an den verschiedenen Wesenheiten und Dingen entgegentritt und was auf ihn in irgendeiner Weise Eindruck macht. Der Mensch findet dann, daß es verschiedene Arten von Materien gibt, und ich brauche ja darin nicht sehr weit auszuholen, denn was darüber zu sagen wäre, wenn wir mehr Zeit hätten, können Sie in allen entsprechenden Trivialschriften finden. Ich sage daher für jetzt genug, wenn ich darauf hinweise, daß sich Materie verschieden darstellt für den Menschen, indem er die verschiedenen Metalle sieht, Gold, Kupfer, Blei und so weiter, oder wenn er dasjenige sieht, was nicht in die Reihe der Metalle gehört. Sie wissen auch, daß die Chemie diese Materien nach und nach zurückgeführt hat auf gewisse Grundstoffe der Materie, die sie Elemente nennt. Diese Elemente wurden ja noch bis ins 19. Jahrhundert hinein so angesehen, daß sie Materien sind, die sich nicht weiter zerlegen lassen. Während wir irgendeine Substanz, welche uns als Materie entgegentritt, zum Beispiel Wasser, trennen können in Wasserstoff und Sauerstoff, haben wir in Wasserstoff und Sauerstoff solche Materie vor uns, die nach der Meinung der Chemie des 19. Jahrhunderts nicht weiter zerlegt werden kann. Bis siebzig solcher Elemente hat man unterschieden. Und Sie wissen wohl auch, daß durch die Erscheinungen, welche in Anknüpfung an einige besondere Elemente, zum Beispiel Radium, haben angestellt werden können, oder daß auch in Anknüpfung an mancherlei Erscheinungen der Elektrizitätslehre der Begriff der Elemente verschiedentlich erschüttert worden ist, daß man zu der Ansicht gekommen ist, daß es nur eine vorläufige Grenze der Materie sei, was man als die etwa siebzig Elemente kennt, und daß man die Zerlegbarkeit weiter zurückführen kann auf eine einzige Grundmaterie, die dann nur durch die innere Kombination, durch das innere Wesenselement, das eine Mal sich zu Gold, das andere Mal zu Kalium, Kalzium und so weiter spezialisiert.
[ 6 ] A person will at first judge ‘matter’ according to what confronts him in the external world in the shape of different beings and things, and everything which makes an impression upon him in any way. Then he discovers that there are different sorts of matter. But I need not go very far into that, for you may find in all the ordinary books those expositions which could be given here if we had time enough. These differences in matter present themselves to man when he sees the different metals, gold, copper, lead, and so on, or when he sees anything that does not belong to this category. You know, too, that chemistry traces these different materials back to certain fundamental substances of matter, called ‘elements.’ These elements, even in the nineteenth century, were still considered to be substances possessing certain properties which did not admit of being further divided. But in the case of a substance such as water, we are able to separate it into hydrogen and oxygen, yet in hydrogen and oxygen themselves we have substances which, according to the chemistry of the nineteenth century, were incapable of being further divided. One could distinguish about seventy such elements. You will doubtless also know that owing to phenomena which have been produced in connection with a few special elements—radium, for instance—and also owing to various phenomena produced in the study of electricity, the idea of the elements has been shaken in many ways. One has come to the conclusion that the seventy elements were only temporary limitations of matter, and that one could trace back the possibility of subdivision to a fundamental substance, which then through inner combinations, through the nature of its inner elementary being, manifests at one time as gold, at another time as potash, lime, and so on.
[ 7 ] Das sind veränderliche wissenschaftliche Theorien. Und geradeso wie sich die wissenschaftlichen Theorien im Laufe von je fünfzig Jahren im 19. Jahrhundert verändert haben, wie es dahin kommen konnte, daß gewisse Physiker in dem, was Materie sein soll, etwas mit Entitäten, mit Wesenheiten zu Bezeichnendes sahen, etwas, was von der Elektrizität hergenommen ist, wie jetzt die Ionentheorie — das sind wissenschaftliche Moden —, ebenso werden in gar nicht so ferner Zeit andere wissenschaftliche Moden existieren, und man wird sich die Materie anders konstituiert denken. Das sind Tatsachen. Die wissenschaftlichen Meinungen sind veränderlich, müssen auch veränderlich sein, denn sie hängen ganz ab von den jeweiligen Tatsachen, die gerade auf ein Zeitalter besonders signifikant wirken. Dagegen hat die geisteswissenschaftliche Lehre durch alle Epochen hindurchgehend, so lange es Erdenkulturen gibt — und sie wird so lange hindurchgehen, solange es eine Erdenkultur geben wird —, immer eine einheitliche, gleiche Anschauung gehabt über das Wesen des materiellen Daseins, über die Materie. Um Sie auf das zu führen, was die Geisteswissenschaft als das Wesentliche der Materie, des Materiellen ansieht, möchte ich folgendes sagen:
[ 7 ] These scientific theories vary; and just as the scientific theories changed in ‘each fifty years’ of the nineteenth century, so it came about that certain physicists saw in matter certain entities which are charged with electricity; just as the ionic theory is now in fashion—for there are fashions in science—in the same way at no distant future other scientific methods will exist, and our idea of the constitution of matter will be quite different. These are facts. Scientific opinions are changeable, and must be changeable, for they depend altogether upon those facts which are of significance for one particular epoch. The teachings of Spiritual Science on the other hand continue through all ages—as long as there are civilisations on the earth—and will continue as long as these civilisations exist. It has always had the same comprehensive view regarding the nature of material existence and matter; and in order to lead you on to what Spiritual Science looks upon as the essential part of matter and of substance, I should like to say the following:
[ 8 ] Sie kennen den ganz gewöhnlichen Vorgang: wenn wir Eis haben, ist das ein fester Körper, eine feste Materie. Diese Materie ist nicht fest durch ihre eigentliche Wesenheit, sondern sie ist eine feste Materie nur durch äußere Umstände. Sie ist sofort keine feste Materie mehr, wenn wir die Temperatur in entsprechender Weise erhöhen; da ist sie eine flüssige Materie. Wie sich eine Materie in der äußeren Welt darlebt, das hängt also nicht ab von dem, was in ihr selber ist, sondern von den ganzen Verhältnissen des umgebenden Weltalls. — Dann können wir weiter dieser Materie Wärme zuführen, und aus dem Wasser wird von einem bestimmten Punkt ab Dampf. So haben wir Eis, Wasser, Dampf und haben durch die Erhöhung der Temperatur der Umgebung etwas herbeigeführt, was wir bezeichnen können als «die Materie in den verschiedensten Formen». So haben wir an der Materie, wie sie sich uns darstellt, nicht nach einer innerlichen, sie konstituierenden Wesensart zu unterscheiden, sondern wir müssen uns klar sein, daß die Art, wie Materie uns entgegentritt, von der Art der Gesamtkonstitution des Weltalls abhängt und daß man nichts vom ganzen Weltall in einzelne Materien trennen darf.
[ 8 ] You all know that ice is a solid body—not through its own nature, but through external circumstances. It at once ceases to be a solid if we raise the temperature sufficiently; it then becomes a fluid substance. Therefore it does not depend upon what is in a substance itself as to what form it takes in the external world, but upon the entire conditions of the universe surrounding it. We can then further bring heat to this substance, and out of the water we can, after a certain point, produce steam. We have ice, water, steam, and through the raising of the temperature we have caused what we may describe as ‘the appearance of matter in manifold forms.’ Thus we have to distinguish in matter that the appearance it presents to us does not come out of an inner constitution, but that the manner in which it confronts us depends upon the general constitution of the universe, and that one must not isolate any part of the whole universe into individual substances.
[ 9 ] Nun liegen allerdings die Dinge so, daß die Methoden der heutigen Wissenschaft überhaupt nicht ausreichen, um zu dem zu kommen, wozu Geisteswissenschaft kommen kann. Es kann die heutige Wissenschaft mit ihren Mitteln die Materie, die in der Form eines Stückes Eis durch Temperaturerhöhung erst flüssig und dann dampfförmig wird, niemals so weit führen, daß sie bis zu dem auf der Erde als letzten erreichbaren Zustand kommt, in welchen jede Materie überzuführen ist. Es ist nicht möglich, heute mit wissenschaftlichen Mitteln solche Verhältnisse herbeizuführen, wodurch etwa gezeigt werden könnte: Wenn du Gold nimmst und es immer weiter verdünnst, so weit als du es nur auf der Erde verdünnen kannst, dann kommst du zuletzt zu diesem oder jenem Zustand. Wenn du mit Silber dasselbe machst, ist es ebenso, bei Kupfer auch, und so weiter. — Die Geisteswissenschaft kann das, weil sie zuletzt fußt auf den hellseherischen Forschungsmethoden. Dadurch ist sie imstande, eines zu beobachten: Wie in den, man könnte sagen, Zwischenräumen unserer Materien immer sich ein Gleiches überall findet, ein Gleiches, welches in der Tat die äußerste Grenze darstellt, zu dem überhaupt Materie gebracht werden könnte, was für eine Materie es auch immer sein mag. Es gibt wirklich einen für hellseherische Forschung erreichbaren Auflösungszustand aller Materie, wo sich alle Materie in einem dabei Gleichen zeigt; nur ist das, was da auftritt, nicht mehr Materie, sondern etwas, was jenseits aller spezialisierten Materien liegt, die uns umgeben. Und jede einzelne Materie stellt sich dann dar als ein aus dieser Grundmaterie — es ist ja keine Materie mehr — Kondensiertes, Verdichtetes, ob Sie Gold, Silber oder was immer für eine Materie haben. Es gibt ein Grundwesen unseres materiellen Erdenseins, von dem alles Materielle nur durch Verdichtung zustande gekommen ist. Und auf die Frage: Was ist das für eine Grundmaterie unseres Erdendaseins? — antwortet die Geisteswissenschaft: Jede Materie auf der Erde ist kondensiertes Licht! Es gibt nichts im materiellen Dasein, was etwas anderes wäre als in irgendeiner Form verdichtetes Licht. Daher sehen Sie, daß es für denjenigen, der die Tatsachen kennt, nicht eine Theorie zu begründen gibt wie etwa die Schwingungshypothese des 19. Jahrhunderts, in welcher man versuchte, Licht darzustellen mit Mitteln, die selber gröber sind als das Licht. Licht ist nicht auf etwas anderes in unserem materiellen Dasein zurückzuführen. Wo Sie hingreifen und eine Materie anfühlen, da haben Sie überall kondensiertes, zusammengepreßtes Licht. Materie ist ihrem Wesen nach Licht.
[ 9 ] Now the methods of modern science cannot reach where Spiritual Science is able to reach. The science of today can never, by means of the methods at its disposal, bring the substance of ice—which, when the temperature is increased, is first made fluidic and then turned into steam—into the final condition attainable on earth, into which every substance can be transmuted. It is not possible today, by scientific means, to bring about conditions which show that ‘if you take gold and rarefy it as far as it can be rarefied upon the earth, you will bring it at last to a state which could equally be reached by silver or by copper.’ Spiritual Science can do this because it is based upon the methods of spiritual research; is thus able to observe how, in the spaces between substances, there is always a uniform substance everywhere which represents the extreme limit to which all matter is reducible. Spiritual research discovers a condition of dissolution in which all materials are reduced to a common basis, but what then appears there is no longer matter, but something which lies beyond all the specialised forms of matter around us. Every single substance, be it gold, silver, or any other substance, is there seen to be a condensation of this fundamental substance, which is really no longer matter. There is a fundamental essence of our material earth existence out of which all matter only comes into being by a condensing process, and to the question: What is this fundamental substance of our earth existence, Spiritual Science gives the answer: ‘Every substance upon the earth is condensed light.’ There is nothing in material existence in any form whatever which is anything but condensed light. Hence you see that to those who know the facts, there can be no necessity for such a theory as that of the ‘vibration hypothesis’ of the nineteenth century. Therein one sought to find light by methods which themselves are coarser than the light itself. Light cannot be traced back to anything else in our material existence. Wherever you reach out and touch a substance, there you have condensed, compressed light. All matter is, in its essence, light.
[ 10 ] Damit haben wir vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus auf die eine Seite der Sache hingewiesen. Wir haben also dasjenige, was allem materiellen Dasein zugrunde liegt, im Lichte zu sehen. Und wenn wir den materiellen Menschenleib ansehen, so ist auch er, insofern er materiell ist, nichts anderes als aus Licht Gewobenes. Insofern der Mensch ein materielles Wesen ist, ist er aus Licht gewoben.
[ 10 ] We have thus indicated one side of the question from the point of view of Spiritual Science. We have seen that light is the foundation of all material existence. If we look at the material human body, that also, inasmuch as it consists of matter, is nothing but a substance woven out of light. Inasmuch as man is a material being, he is composed of light.
[ 11 ] Nunmehr nehmen wir die andere Frage: Was ist das Wesen des Seelischen? — Wenn wir in ähnlicher Weise mit geisteswissenschaftlichen Mitteln das Substantielle, das wirkliche Grundwesen des Seelischen erforschen würden, so würde sich uns darstellen — so wie alles Materielle nur zusammengepreßtes Licht ist —, daß alle noch so verschiedenen seelischen Erscheinungen auf der Erde sich uns ergeben als Modifikationen, als mannigfaltige Umformungen dessen, was genannt werden muß, wenn wir die Grundbedeutung dieses Wortes wirklich erfassen: Liebe. Jede Regung seelischer Art, wo sie auch immer auftritt, ist in irgendeiner Weise modifizierte Liebe. Und wenn wir Inneres und Äußeres beim Menschen gleichsam ineinandergesteckt haben, ineinandergeprägt haben, so haben wir seine äußere Leiblichkeit gewoben aus Licht, sein inneres Seelisches haben wir gewoben in einer vergeistigten Weise aus Liebe. Liebe und Licht sind in der Tat in allen Erscheinungen unseres Erdendaseins irgendwie ineinandergewoben. Und wer geisteswissenschaftlich die Dinge zu begreifen hat, der fragt in allererster Linie: Wie sind in irgendeinem Grade Liebe und Licht ineinander verwoben?
[ 11 ] Let us now consider the other question: ‘Of what does the soul consist?’ If we were to make research in the same way, by means of the methods of Spiritual Science, into the substance, into the really fundamental essence of the soul, then it would appear that just as all matter is compressed light, so all the different phenomena of the soul upon earth are modifications, are manifold transformations of that which must be called, if we truly realise the fundamental meaning of the word: love. Every stirring of the soul, wherever it appears, is in some way a modification of love, and if the inner and the outer are, as it were, intermingled, impressed into one another in man, we find also that his outer bodily part is woven out of light, and his inner soul is woven spiritually out of love. Love and light are, indeed, in some way interwoven in all the phenomena of our earth existence, and anyone who wishes to understand things as explained by Spiritual Science, will first of all ask: To what extent are love and light interwoven?
[ 12 ] Liebe und Licht sind die zwei Elemente, die zwei Komponenten, die alles Erdendasein durchsetzen: Liebe als seelisches Erdendasein, Licht als äußeres materielles Erdendasein.
[ 12 ] Love and light are the two elements, the two component parts of all earthly existence: love as the soul part, and light as the outer material part.
[ 13 ] Nun aber tritt gerade jetzt dasjenige ein, daß für die beiden Elemente Licht und Liebe, die sonst eigentlich nach dem großen Gange des Weltendaseins nebeneinanderstehen würden, ein Vermittler da sein muß, der das eine Element in das andere hineinverwebt, der Licht in Liebe hineinverwebt. Das muß eine Macht sein, welche sozusagen kein besonderes Interesse hat an der Liebe, die also hineinverwebt in das Element der Liebe das Licht — die nur Interesse daran hat, dem Lichte die größtmögliche Ausbreitung zu geben, die also Licht hineinstrahlen läßt in das Element der Liebe. Eine solche Macht kann keine Erdenmacht sein, denn die Erde ist gerade der Kosmos der Liebe. Die Erde hat die Mission, die Liebe überall hineinzuverweben. Also alles, was mit dem Erdendasein so recht verknüpft ist, hat kein Interesse, das nicht irgendwie von der Liebe berührt sein würde.
[ 13 ] Now, however, another fact comes in. For both these elements, light and love, which would otherwise be side by side throughout the great course of the world existence, there must be found an intermediary, weaving the one element into the other—light into love. This must needs be a power which has no particular interest in love, which thus weaves light into the element of love—a power which is interested only in causing the light to be spread abroad to as great an extent as possible, and therefore causes light to stream into the element of love. Such a power cannot be terrestrial for the earth is the Cosmos of Love; and its mission is to weave love in everywhere. Anything, therefore, which is bound up with the earth existence can have no interest which is not to some degree influenced by love.
[ 14 ] Ein solches Interesse aber haben die luziferischen Wesenheiten; die sind gerade auf dem Monde zurückgeblieben, auf dem Kosmos der Weisheit. Sie haben besonders das Interesse, Licht in Liebe hineinzuweben. Daher sind in der Tat die luziferischen Wesenheiten überall am Werke, wo unser Inneres, das eigentlich aus Liebe gewoben ist, irgendwie in Zusammenhang tritt mit dem Lichte, wo es in. irgendeiner Form vorhanden ist; und Licht tritt uns ja in allem materiellen Dasein entgegen. Kommen wir nur irgendwie mit dem Licht in Zusammenhang, so treten die luziferischen Wesenheiten auf, und es verwebt sich das Luziferische in die Liebe. Dadurch ist der Mensch im Laufe der Verkörperungen überhaupt erst in das luziferische Element hineingekommen: Luzifer hat sich verwoben mit dem Elemente der Liebe. So daß in dasjenige, was aus Liebe gewoben ist, sich hineinpreßt das Element des Luzifer, das uns allein dasjenige bringen kann, was die Liebe nicht nur eine restlose Hingabe sein läßt, sondern was die Liebe durchsetzt mit Weisheit, so daß sie eine aus einem Innersten mit Weisheit durchsetzte Liebe ist. Denn sonst, ohne diese Weisheit, wäre die Liebe eine selbstverständliche Kraft, für die der Mensch nicht verantwortlich sein könnte.
[ 14 ] It is the luciferic beings which act here—for they remained behind upon the Moon upon the Cosmos of Wisdom. They are particularly interested in weaving light into love. The luciferic beings are everywhere at work when our inner part which is actually woven out of love comes into any sort of connection with light, in whatsoever form it may be found; and we are confronted with light in all material existence. Wheresoever we come into connection with light, the luciferic beings enter, and the luciferic influence becomes woven into love. In that way man first, in the course of his incarnations, entered the luciferic element. Lucifer has woven himself into the element of love; and all that is formed from love has the impress of Lucifer, which alone can bring us what causes love to be not merely a self-abandonment, but permeates it in its innermost being with wisdom. Otherwise, without this wisdom, love would be an impersonal force in man for which he could not be responsible.
[ 15 ] So aber wird die Liebe zur eigentlichen Ich-Kraft, in die hineinverwoben wird das luziferische Element, das sonst nur draußen im Materiellen war. Dadurch wird es erst möglich, daß unser Inneres, dem im Erdendasein das Merkmal der Liebe in allem Umfange zukommen müßte, durchsetzt wird von all dem andern, was wir als ein Wirken des Luzifer bezeichnen können und was von dieser Seite her zu einer Durchdringung des äußeren Materiellen führt, so daß Liebe nicht nur von dem durchwoben wird, was vom Licht gewoben ist, sondern daß solche Liebe entsteht, die von Luzifer durchzogen ist. Indem der Mensch das luziferische Element aufnimmt, durchwebt er das materielle Dasein in seiner eigenen Leiblichkeit mit einem solchen Seelischen, das zwar aus Liebe gewoben ist, wo aber hineinverwoben ist das luziferische Element. Die mit dem luziferischen Element durchsetzte Liebe, die sich in das Materielle hineinimprägniert, das ist die von innen heraus wirkende Krankheitsursache. Und in Anknüpfung an alles, was wir früher angeführt haben als eine notwendige Folge der aus dem luziferischen Element herrührenden Erkrankung, dürfen wir jetzt sagen: Was wir als eine solche Folge im Schmerz zu sehen haben — wir haben ja gesehen, wie der Schmerz eine Folge des luziferischen Elementes ist —, das zeigt uns die Wirkung der karmischen Gesetzmäßigkeit in der Weise, daß die Wirkung einer Tat oder einer Versuchung, die von Luzifer her Fu. rührt, sich karmisch dergestalt auslebt, daß im Schmerz sich kundgibt, was zur Überwindung der betreffenden Wirkung führen soll.
[ 15 ] But in this way love becomes the essential force of the Ego where that luciferic element is woven, which otherwise is only to be found outside in matter. Thus it becomes possible for our inner being which, during earth existence, should receive the attribute of love in its fullness, to be permeated besides by everything that may be described as an activity of Lucifer, and from this side leads to a penetration of external matter; so that which is woven out of light is not interwoven with love alone, but with love that is permeated by Lucifer. When man takes up the luciferic—element, he interweaves into the material part of his own body a soul which is, it is true, woven out of love, but into which the luciferic element is interwoven. It is that love which is permeated with the luciferic element, which impregnates matter and is the cause of illness working out from within. In connection with what we have already mentioned as being a necessary consequence of an illness proceeding from a luciferic element, we may say that the ensuing pain, which we have seen is a consequence of the Luciferic element, shows us the effect of the working of the karmic law. So the consequences of an act or a temptation coming from Lucifer are experienced karmically and the pain itself indicates what should lead to the overcoming of the consequences in question.
[ 16 ] Wie ist es nun aber damit, ob wir in einem solchen Falle helfen dürfen? Dürfen wir hier helfen? Dürfen wir alles, was sich aus dem luziferischen Element hineingedrängt hat mit seinen ganzen Folgen in den Schmerz, in irgendeiner Weise beseitigen?
[ 16 ] Now ought we to help in such a case or not? Ought we in any way to cancel what has pressed in from the luciferic element with all its consequences working out in pain?
[ 17 ] Nach der Antwort auf die Frage nach dem Wesen des Seelischen ergibt sich uns als Notwendigkeit, daß wir das nur tun dürfen, wenn wir für einen Menschen, der das luziferische Element als Krankheitsursache in sich hat, das Mittel finden, um das Luziferische in der entsprechenden Weise zu vertreiben. Was ist das für ein Mittel allein, was stärker wirken muß, damit das luziferische Element in der richtigen Weise entfernt wird? Was ist verunreinigt durch das luziferische Element unserer Erde? — Die Liebe! Daher können wir nur durch Zuführung von Liebe wirkliche Hilfeleistung haben, damit das karmische Element sich in der entsprechend richtigen Weise abspielt. So haben wir letzten Endes bei allem, was in dieser Richtung zu Krankheitsursachen wird, in dem Element der Liebe, das beeinträchtigt worden ist im Seelischen durch den luziferischen Einfluß, etwas zu sehen, dem wir etwas zuführen müssen. Wir müssen Liebe einflößen, damit das, was als Liebestat einfließt, eine Hilfe sein kann. Diesen Charakter zugeführter Liebe haben alle diejenigen Heilungstaten, die sich mehr oder weniger auf das stützen, was man psychische Heilungsprozesse nennen kann. In irgendeiner Form hängt das, was bei psychischen Heilungsprozessen angewendet wird, zusammen mit der Zuführung von Liebe. Liebe ist es, was wir als Balsam dem andern Menschen einflößen. Auf Liebe muß es zuletzt zurückgeführt werden können. Und das kann es auch. Auf Liebe kann es zurückgeführt werden, wenn wir einfache psychische Faktoren in Bewegung setzen, wenn wir einen andern veranlassen, vielleicht auch nur sein herabgedrücktes Gemüt in Ordnung zu bringen. Das muß alles seinen Impuls in der Liebe haben, von einfachen Heilprozessen ausgehend bis zu dem, was heute oft in laienhafter Weise mit dem Namen «Magnetisieren» benannt wird.
[ 17 ] Remembering the answer to our question as to the nature of the soul, it follows of necessity that we have the right to do this only if we find the means, in the case of a man who has the luciferic element in him which caused his illness, to expel that luciferic element in the right way. What is the remedy which exerts a stronger action, so that the luciferic element is driven out. What is it which has been defiled by the luciferic element on our earth? It is love! Hence only by means of love can we give real help for karma to work out in the right way. Finally we must see in that element of love which has been psychically influenced by Lucifer resulting in illness, a force which must be affected by another force. We must pour in love. All those acts of healing dependent upon what we may call a ‘psychic healing process’ must have the characteristic that love is part of the process. In some form or other all psychic healing depends on a stream of love, which we pour into another person as a balsam. All that is done in this domain must finally be traced back to love; and this can be done. Even if we set simple psychic factors in action; if we assist another, perhaps, only to overcome depression, this can be traced back to love. All arises from the impulse of love, from simpler processes of healing, to that which is often, in amateur fashion called ‘magnetic healing.’
[ 18 ] Was wird dabei in Wirklichkeit von dem Heiler demjenigen mitgeteilt, der geheilt werden soll? Es ist — wenn wir mit einem Ausdruck der Physik sprechen wollen — ein «Austausch von Spannungen». Was in dem Heiler lebt, namentlich gewisse Prozesse im Ätherleibe, das wird dadurch, daß es in ein gewisses Verhältnis tritt zu dem, der geheilt werden soll, in eine Art Polarität gebracht zu dem zu Heilenden. Polarität wird hervorgerufen gerade so, wie Sie sonst in einem abstrakteren Sinne Polarität hervorrufen, wenn Sie die eine Art von Elektrizität, die positive, hervorrufen und die entsprechend andere, die negative, in einer gewissen Weise erscheint. Es werden Polaritäten hervorgerufen. Und das ist im eminentesten Sinne als eine Opfertat aufzufassen. Man ruft in sich selber in der Tat einen Prozeß hervor, der nicht nur dazu. bestimmt ist, in uns selber eine Bedeutung zu haben — sonst ruft man nur einen Prozeß hervor; in diesem Fall soll aber der Prozeß dazu bestimmt sein, in dem andern eine Polarität zu dem ersten Prozesse hervorzurufen. Und diese Polarität, die natürlich davon abhängt, daß der Heiler und der zu Heilende in irgendeinem Sinne in Zusammenhang gebracht werden, diesen andern Prozeß in dem andern hervorzurufen, ist im eminentesten Sinne die Hinopferung einer Kraft, die nichts anderes ist als umgewandelte Liebeskraft, Liebestat in irgendeiner Form. Das ist das eigentlich Wirkende bei solchen psychischen Heilungen: die in irgendeine Form umgewandelte Liebeskraft. Und wir müssen uns daher klar sein, daß ohne die zugrunde liegende Liebeskraft die Sache immer etwas haben wird, was nicht zu dem richtigen Ziele führen kann. Aber Liebesprozesse brauchen ja nicht immer nur so zu verlaufen, daß sich der Mensch dessen im gewöhnlichen Tagesbewußtsein vollständig bewußt ist; sie verlaufen auch in den unterbewußten Schichten. Sogar in dem, was als Technik der Heilprozesse angesehen werden kann, selbst in der Art, wie man zum Beispiel die Handstriche macht, wie sie technisch in ein System gebracht werden, auch da liegt schon darinnen, daß sie ein Abbild sind einer Opfertat. Also selbst da, wo wir nicht unmittelbar in einem Heilprozesse den Zusammenhang erblicken, wo wir nicht sehen, was getan wird, liegt doch vor eine Liebestat, wenn sie auch ganz und gar in Technik umgewandelt ist.
[ 18 ] What does the healer communicate to the one to be healed? It is, to use an expression of physics, an ‘interchange of tensions.’ Certain processes in the etheric body of the healer create with the person to be healed a sort of polarity. Polarity arises just as it would arise in an abstract sense, when one kind of electricity, say positive, is produced and then the corresponding electricity—the negative—appears. Thus polarities are created, and this act must be conceived as emanating from sacrifice. One evokes in oneself a process which is not intended to be significant to oneself only, for then one would call forth one process only; in this case, however, the process is intended in addition to induce a polarity in another person, and this polarity, which naturally depends upon a contact between the healer and the person to be healed, is, in the fullest sense of the word, the sacrifice of a force which is no other than the transmuted action of love. That is what is really active in these psychic healings—a transmuted power of love. We must clearly understand that without this fundamental love-force the healing will not lead to the right goal. But these processes of love need not always run their course [so] that the person is fully aware of them with his ordinary day-consciousness; they run their course also in the region of the subconscious. In that which is considered as the technique of the healing process, even to the way in which the movements of the hands are made, and technically reduced to a system, we have the reflection of a sacrificial act. Therefore even where we do not see the direct connection in a process of healing, when we do not see what is being done, we have, nevertheless, before us an act of love, although the action may be completely transformed to a mere technique.
[ 19 ] So sehen wir, daß wir deshalb, weil das Seelische im Grundwesen Liebe ist, mit psychischen Heilfaktoren eingreifen können, die scheinbar sehr nach der Peripherie des menschlichen Wesens liegende Prozesse sein können, und daß durch solche Heilfaktoren das, was im Grundwesen Liebe ist, sich bereichert mit dem, was es braucht als Liebe. Da sehen wir die Hilfe von der einen Seite, die Hilfe, die wir leisten dürfen, weil wir dem Menschen Beistand gewähren müssen, damit er, nachdem er in die Fangarme Luzifers gekommen ist, sich auch wieder aus ihnen befreien kann. Weil das Grundwesen des Seelischen Liebe ist, dürfen wir sehr wohl das Karma in seiner Richtung beeinflussen.
[ 19 ] Since the soul consists fundamentally of love, we can assist with psychic factors. And these processes apparently lie very near the periphery of human nature, and by such factors of healing that which in its essence consists of love is enriched by what it requires in the way of love. Thus on the one side we see how we can help, so that, after being caught in the toils of Lucifer, the sufferer is able to free himself again. Because love is the fundamental essence of the soul, we may, indeed, influence the direction of karma.
[ 20 ] Nun — nach der andern Seite — fragen wir, was ist geworden aus dem aus Licht gewobenen Materiellen, wo das Seelische darinnensteckt? Was ist geschehen mit dem aus Licht gewobenen Materiellen des Menschen?
[ 20 ] On the other hand, we may ask, what has become of the substance woven from light in which the soul dwells?
[ 21 ] Nehmen wir die Körperlichkeit eines Menschen, den äußeren Menschen in seiner materiellen Leiblichkeit. Würde nicht aus dem Seelischen heraus durch den karmischen Prozeß in das Materielle eingeprägt sein eine solche Liebessubstanz, die von Luzifer oder Ahriman durchsetzt wäre, würde nur eine reine Liebessubstanz einfließen, dann würden wir diese Liebessubstanz nicht als verunreinigend, als verschlechternd empfinden können für die aus Licht gewobene Materie. Würde bloß Liebe einfließen in die Materie, so würde sie so einfließen in die menschliche Leiblichkeit, daß diese nicht verschlechtert werden könnte; nur weil Liebe einfließen kann, welche luziferische oder ahrimanische Kräfte aufgenommen hat, kann die aus Licht gewobene Materie schlechter werden, als sie ursprünglich sein sollte. Also kann es nur herrühren von den während der aufeinanderfolgenden Inkarnationen in die Menschen eingeflossenen luziferischen oder ahrimanischen Schädigungen, daß wir in der menschlichen Organisation etwas vor uns haben, was nicht so ist, wie es sein sollte. Wäre es so, wie es sein sollte, so würde es die gesunde Menschenmaterie darstellen; aber da es die Wirkungen Ahrimans und Luzifers in sich aufgenommen hat, kann es krankes Leibliches sein.
[ 21 ] Take the body—the outer man in his material part. If through a karmic process there had not been imprinted from out of the soul into matter a love substance such as is permeated by Lucifer or Ahriman; if a pure love substance only had poured in, it would not have been impurifying, or damaging to the substance woven out of light. If love alone were to flow into matter, it would then so flow into the human body that the latter could not be damaged. It is only because a love which has absorbed luciferic or ahrimanic forces can penetrate that the substance woven out of light becomes less perfect than it was originally intended to be. Therefore it is only through pouring into man of the luciferic or ahrimanic influences during his consecutive incarnations, that the human organisation is not what it might be. If it were as it ought to be, it would manifest healthy human substance; but because it has absorbed the activities of Lucifer and Ahriman, sickness and disease result.
[ 22 ] Wie können wir nun von außen herausbringen die entsprechenden Einflüsse, die von innen durch ein nicht richtiges Seelisches, durch eine nicht richtige Liebessubstanz eingeflossen sind? Was geschieht denn mit dem Leiblichen dadurch, daß etwas Unrichtiges einfließt? Für die Geisteswissenschaft geschieht dadurch etwas, was aus gewobenem Lichte in irgendeiner Weise sein Gegenteil macht. Licht hat sein Gegenteil in einer irgendwie gearteten Finsternis. Alles, was sich real — so sonderbar es auch klingt — als die Verunreinigung dessen darstellt, das aus Licht gewoben ist, ist eine aus ahrimanischem oder luziferischem Einfluß hineingewobene Finsternis oder Dunkelheit. So sehen wir im menschlichen Materiellen hineingewobene Finsternis. Aber diese Finsternis wurde erst dadurch hineinverwoben, daß diese menschliche Leiblichkeit Träger wurde von dem, was sich als «Ich» durch die Inkarnationen hindurchlebt. Das war früher nicht darinnen. Nur ein menschliches Leibliches kann gerade spezifisch diese Verschlechterungen haben. Die waren früher nicht in dem, was das Licht gewoben hat.
[ 22 ] How can we draw from outside those influences which have flowed in from an imperfect soul, that is, from a wrong love substance? What happens to the body by this influx of something which is faulty? According to Spiritual Science something happens which turns light in some way into its opposite. Light has its opposite in darkness or obscurity. Everything really presenting itself—strange as it may sound—as the defilement of that which is woven out of light, is a darkness woven out of a luciferic or ahrimanic influence. Thus we see darkness woven into the human substance. But this darkness was only thus interwoven because the human body has become the bearer of the Ego that lives on through the incarnations. This was formerly not there. Only a human body can be subject to this corruption, for such a corruption was formerly not contained in that which was woven out of light.
[ 23 ] Nun nimmt der Mensch heute die Grundlage zum Materiellen aus dem, was er im Verlaufe der Entwickelung nach und nach aus sich herausgesetzt hat. Das ist das Tierreich, das pflanzliche und das mineralische Reich. Diese enthalten auch die verschiedenen Materien, das heißt für das Erdendasein aus Licht Gewobenes. Aber in all diesen Materien ist noch nicht das darinnen, was im Verlaufe des menschlichen Karma hat vom Inneren des Menschen hineinkommen können in das menschliche materielle Dasein. Wir haben also in den drei Reichen um uns herum etwas, auf das der Mensch durch seinen luziferischen oder ahrimanischen Einfluß von sich aus, insofern er von seiner Liebessubstanz aus wirkt, niemals hat verunreinigend wirken können. Da drinnen ist nichts von ihm, so daß in seiner Reinheit hat ausgebreitet werden können dasjenige, was in bezug auf seine Reinheit beim Menschen verunreinigt ist. Wenn wir zum Beispiel draußen eine mineralische Materie haben, ein Salz oder etwas anderes, so ist das eine Materie, die der Mensch auch in sich trägt oder tragen kann; bei ihm ist sie aber durchwoben von dem, was wir die von Ahriman oder Luzifer verunreinigte Liebessubstanz nennen können. Draußen aber ist sie rein. So unterscheidet sich jede Substanz draußen von dem, was der Mensch als Substanz in sich trägt. Draußen ist es immer anders, als es im Menschen ist, weil es bei ihm durchwoben ist vom ahrimanischen und luziferischen Einfluß. Das ist der Grund, warum für alles, was der Mensch mehr oder weniger an seiner äußeren Substantialität verderben kann, draußen etwas zu finden sein muß, was das Entsprechende im reinen Zustande darstellt, ohne daß die menschliche Schädigung darinnen ist. Was draußen existiert in der Welt ohne Schädigung, das ist das äußere Heilmittel für das entsprechend Geschädigte. Führen Sie das der menschlichen Wesenheit zu in richtiger Weise, dann haben Sie das Spezifikum für die entsprechende Schädigung.
[ 23 ] Man today draws the base of his material life out of what he has gradually rejected in the course of evolution—that is, the animal kingdom, the vegetable kingdom, and the mineral kingdom. These also contain the different substances woven out of light for earth existence. But in none of these substances are there any of the influences which, in the course of human karma have acted on the organism through the soul. In the three kingdoms around us, therefore, man cannot through his luciferic or ahrimanic influence, as emanating from his love forces, have a defiling effect. Nothing of him is here. And what in man has been defiled is spread around him in all its purity. Let us consider a mineral substance, a salt or any other substance which man has also within him, or might have within him. But in him it is interwoven with the love substance defiled by Lucifer or Ahriman. Outside, however, it is pure. Thus every substance outside is distinguished from that which man bears within him. Externally it is always different from what it is in man, because in him it is interwoven with the ahrimanic or luciferic influence. That is the reason why, for everything of external substance which can be more or less defiled by man, there must be something which can be found externally representing the same thing in its pure condition. That which exists in the world in its purity, is the external cure for the corresponding substance in its damaged state. If you apply this in the right way to the human being, you then have the specific for the corresponding injury.
[ 24 ] Da haben Sie ganz objektiv dasjenige, was Sie dem menschlichen Leib als Heilmittel zuführen. Da haben Sie charakterisiert die Schädigung als spezifizierte Dunkelheit, dasjenige, was noch nicht dunkel ist, als das außen gewobene reine Licht — und Sie sehen, warum Sie die im Menschen befindliche Dunkelheit, die dunkle Materie, aufheben können, wenn Sie ihm reine, aus Licht gewobene Materie beibringen können. So haben wir in der reinen, aus Licht gewobenen Materie ein spezifisches Heilmittel gegen die Schädigung.
[ 24 ] Thus we find in quite an objective way, what may be applied to the human body as a remedy. Here is the injury characterised as a form of darkness—and that which is not yet dark as the outer woven pure light; and we see why we are able to remove the darkness to be found in man if we bring pure substance woven from light to bear upon him. Thus we have a specific remedy for the injury.
[ 25 ] Es handelt sich nun darum — und oft wurde darauf aufmerksam gemacht, daß es ein Irrtum ist, dem gerade die Theosophie nicht verfallen darf — ,daß es eine Engherzigkeit wäre, wenn man leugnen wollte, daß es eigentlich doch in solchen Fällen etwas gibt, was man bei dieser oder jener Schädigung als ein auf dieses oder jenes Organ wirksames spezifisches Heilmittel verabreichen kann. Es wurde freilich oft gesagt, daß der Organismus die Kräfte habe, sich zu helfen; aber wenn auch das richtig ist, was die Wiener Schule der nihilistischen Therapie geltend gemacht hat: durch die Aufrufung der Gegenkräfte den Heilprozeß einzuleiten —,so können wir dennoch durch spezifische Mittel dem Heilprozeß entgegenkommen. Hier sehen wir einen Parallelismus herrschen, den man aus der Geisteswissenschaft heraus schildern kann.
[ 25 ] Now attention has often been drawn to the fact that Anthroposophists in particular should not fall into the narrow-minded error of denying that in such cases there really is a specific remedy against this or that injury, or which beneficially affects this or the other organ. It has often been said that the organism has within it the forces with which to help itself. Even although the Vienna School of Nihilistic Therapeutics may be right in its assertion that by calling up the opposing forces we can bring about a cure, we may nevertheless help on the cure by specific remedies. Here we see a parallel which one may describe from Spiritual Science.
[ 26 ] Aus dem, was ich geschildert habe zum Beispiel über Diphtherie, können Sie entnehmen, daß es sich dabei um etwas handelt, was ganz besonders in der karmischen Ursache den astralischen Leib getroffen hat. Nun finden wir etwas, was diesem astralischen Leib am nächsten verwandt ist, in der Umgebung des Menschen, in dem Tierreich. Daher werden Sie bei denjenigen Krankheitsformen, die dem astralischen Leib eminent nahe stehen, immer finden, daß die Heilwissenschaft unbewußt, aus einem dunklen Triebe heraus, nach Mitteln sucht, die aus dem Tierreich hergenommen sind. Bei solchen Krankheiten, deren Ursache im Ätherleib liegt, greift die Heilwissenschaft nach Mitteln aus dem Pflanzenreich. Und es könnte jetzt ein interessanter Vortrag gehalten werden zum Beispiel über die Beziehung der Digitalis purpurea zu gewissen Herzkrankheiten. Das sind Dinge, die, insofern sie auf Wirklichkeit beruhen, nicht bloß fünf Jahre richtig sind und dann anfangen falsch zu werden, wie ein Mediziner sagte und wie es tatsächlich der Fall ist, wenn nur aus äußeren Symptomen geschlossen wird. Aber es gibt einen gewissen Schatz von Heilmitteln, der immer auf irgendeinen Zusammenhang mit der Geisteswissenschaft zurückgeht, der sich vererbt hat, ohne daß die Leute wissen, woher er gekommen ist. Ebenso wie es heute die Astronomen nicht wissen, daß die Kant-Laplacesche Theorie aus den Geheimschulen des Mittelalters gekommen ist, so wissen es die Leute nicht, woher die eigentlichen Heilschätze oft stammen. — Und Krankheitsursachen, die mit der Wesenheit des physischen Leibes zusammenhängen, führen dann zur Anwendung von Heilmitteln aus dem Mineralreich.
[ 26 ] From what I have said about diphtheria, for instance, you may gather that the karmic causes have in this case particularly affected the astral body. Now closely related to the astral body is the animal kingdom You will always find in those forms of illness closer connected with the astral body, that medical science, unconsciously driven by a dim impulse, seeks for remedies from the animal kingdom. For such illnesses whose causes lie in the etheric body, science seeks for remedies out of the vegetable kingdom. An interesting lecture might be given about the relation of the purple foxglove to certain illnesses of the heart. These are things which, inasmuch as they are based on truth, are not right for five years only—as one doctor states—and then begin to be wrong—as in the case when only external symptoms are taken into consideration. But there is a certain treasure of remedies which can always in some way be traced back to some connection with Spiritual Science, which have been inherited without any knowledge whence they came. Just as today the astronomers do not know that the theory of Kant and Laplace came from the mystery schools of the Middle Ages, so people do not know whence came these real valuable remedies. Causes of illness, which are connected with the nature of the physical body, lead to the use of remedies from the mineral kingdom.
[ 27 ] Selbst durch diese analogen Anschauungen kann also ein Fingerzeig auf die Sache gegeben werden. Daher ist für den Menschen durch den Zusammenhang mit der uns umgebenden Welt die Möglichkeit vorhanden, daß ihm von zwei Seiten her geholfen wird: indem man ihm auf der einen Seite modifizierte Liebe beibringt in den psychischen Heilprozessen, oder anderseits in der verschiedensten Weise modifiziertes Licht bei jenen Prozessen, die irgendwie mit äußeren Heilprozessen zusammenhängen. Alles, was getan werden kann, wird entweder mit inneren psychischen Mitteln, mit Liebe, oder mit äußeren Mitteln, mit irgendwie verdichtetem Licht, geleistet. Und wenn einmal die Wissenschaft so weit sein wird, daß sie lernen wird, an das Übersinnliche zu glauben und an den Satz: Materie ist irgendwie kondensiertes Licht —, dann wird von diesem Grundsatz aus ein geistiges Licht geworfen werden auf das systematische Suchen nach der Art, wonach mit äußeren Mitteln dem Menschen geholfen werden kann. Daraus sehen wir, wie in dem, was während langer Zeiträume aus den Geheimschulen des alten Ägypten und des alten Griechenland heraus nach und nach dem Heilschatze zugefügt worden ist, nicht nur ein bloßer Unsinn steckt, sondern daß in den Sachen überall ein gesunder Kern vorhanden ist. Theosophie ist nicht dazu da, um eine gewisse Partei zu ergreifen, um etwa zu sagen: Das ist eine Richtung, die bringt dem Menschen Gift bei! — Das Wort Gift wirkt ja heute geradezu suggestiv, und die Leute denken nicht daran, wie relativ dieses Wort ist. Was ist denn eigentlich ein Gift? Jeder Stoff kann ein Gift sein. Es kommt nur auf die Heilweise an und auf die Menge, die auf einmal genossen wird. Wasser ist ein starkes Gift, wenn man zehn Liter auf einmal genießt. Diese Wirkung, innerlich chemisch erfaßt, unterscheidet sich gar nicht besonders davon, daß man dem Menschen irgendeinen andern Stoff zuführt. Es kommt immer auf die Menge an, denn alle diese Begriffe sind relativ.
[ 27 ] A simple consideration of these analogous views will provide a fingerpost for these matters. Through his connection with the surrounding world, man can be helped from two different sides: on the one hand bringing him transmuted love from the psychic method of healing and on the other hand by bringing him transmuted light in various ways by those processes which are connected with external methods of healing. Everything which can be done is brought about either by inner psychic means—by love—or by the external means of densified light. When one day science has advanced so far as to learn to believe in the super-sensible and in the saying: ‘Matter is a form of condensed light,’ then a spiritual light will be thrown by these words upon the systematic research on external remedies. Hence we see that what during long ages, from the mystery schools of old Egypt and old Greece, was gradually added to the treasure of healing is not mere nonsense, but that in all these things there is a sound kernel. Anthroposophy does not exist in order to attack a certain school of medicine, and to say, ‘There they give people poisons!’ The word poison today works as a suggestion, and people do not reflect how relative this word is. For what is ‘poison’? Every substance may be a poison. It is only a question of the methods of healing and of how much is taken at a time. Water is a strong poison, if one takes ten bucketfuls at one time. The results of this, considered chemically, are not very different from what they would be if one gave a person any other substance. It depends always upon the quantity, for all these ideas are relative.
[ 28 ] Aus dem, was wir heute durchschaut haben, können wir sagen: Wir können froh sein, daß selbst für das, was sich der Mensch an Schädigung einverleiben kann, in alledem, was uns als Natur umgibt — wie wir jetzt den Weltprozeß ansehen —, das Gesundende sich irgendwie finden muß, so daß der Mensch die Schädigung wieder überwinden kann. Und das ist auch ein schönes Gefühl, das wir gegenüber der Außenwelt haben können: Wir können uns nicht nur über die Außenwelt freuen, weil sie uns sprießende Blumen schenkt oder uns im Lichtglanz die Berge erstrahlen läßt, sondern wir können uns auch deshalb über sie freuen, weil alles um uns herum in einer so innigen Beziehung steht zu dem, was im Menschen selbst als gut oder böse bezeichnet werden kann. Wir können uns in der Natur nicht nur über das freuen, was uns zunächst anspricht; sondern je tiefer wir eindringen in das, was sich bis zum äußeren materiellen Dasein verdichtet hat, desto mehr werden wir finden: Diese uns erfreuende Natur hat in sich zugleich den mächtigen Heiler für alles, was sich der Mensch als Schädigung zuführen kann, irgendwie ist der Heiler in der Natur verborgen. Es handelt sich nur darum, die Sprache des Heilers nicht bloß zu verstehen, sondern ihr auch zu gehorchen und sie wirklich auszuführen. Und heute haben wir in den meisten Fällen aus dem Grunde nicht die Möglichkeit, der Sprache der heilenden Natur zu gehorchen, weil die Verkennung des Lichtes, weil die Finsternis, die sich auch in die Erkenntnis hineingemischt hat, in vieler Beziehung Zustände herbeigeführt hat, welche es nicht gestatten, der reinen Sprache der Natur zu folgen. Und so müssen wir uns darüber klar sein: Wo in einem Falle keine Hilfe geleistet, wo ein Leiden wegen karmischer Zusammenhänge nicht gemildert werden kann, würde das nicht bedeuten, daß es absolut nicht gemildert werden könnte.
[ 28 ] From what we have gone into today, we can be glad that for every injury we can do to injure our body, there is to be found in surrounding nature, which now appears to us as the world, that which will make it whole again. It is also a beautiful relationship that we have for the external world, and we may rejoice not only because we see the beautiful flowers and the mountains glowing in the sunlight, but also because our surroundings are so intimately connected with what is in man himself, good or bad. We can rejoice in nature, not only for what appeals at first sight, but the deeper we go into what has condensed into external material existence, the more we shall find that this nature which causes us to rejoice has within it at the same time the mighty healer for all the damage man can cause himself. Somewhere in nature the remedy is concealed. It is a question, not only of understanding the language of the healer, but also of obeying it and really carrying it out. Today it is in most cases impossible for us to hear the voice of healing nature because our misunderstanding of light, and the darkness which has penetrated into knowledge has in many respects brought about conditions preventing us from hearing. Therefore we must clearly understand that where in one case no help can properly be given, where, on account of karmic connections, some suffering may not properly be lessened, this does not mean that it absolutely could not be done.
[ 29 ] So sehen wir auch hier wieder einen merkwürdigen Zusammenhang, der uns doch wieder die ganze große Welt einschließlich des Menschen ais ein Wesen erscheinen läßt. In dem Satze: Materie ist gewobenes Licht, Seelisches ist in irgendeiner Weise verdünnte Liebe —, liegen die Schlüssel für unzählige Geheimnisse des Erdendaseins. Die gelten aber nur für das Erdendasein und für kein anderes Gebiet des Weltendaseins. Damit haben wir ja nichts Geringeres gezeigt, als daß wir, wenn wir dem Karma irgendeine Richtungsänderung geben, uns in dem einen oder andern Falle mit dem verbinden, was gerade die zusammensetzenden Elemente unseres Erdendaseins sind: auf der einen Seite mit dem zur Materie gewordenen Licht, auf der andern Seite mit der zum Seelischen gewordenen Liebe. Wir entnehmen das Heilmittel entweder aus der Umgebung, aus dem dichtgewordenen Licht oder aus unserer eigenen Seele, aus der heilenden Liebestat, Opfertat, und heilen dann mit der aus der Liebe gewonnenen seelischen Kraft. Wir verbinden uns mit dem, was auf der Erde im tiefsten Inneren berechtigt ist, wenn wir uns auf der einen Seite verbinden mit dem Licht, auf der andern Seite mit der Liebe, Alle Erdenzustände sind irgendwie Gleichgewichtszustände zwischen Licht und Liebe. Und ungesund ist eine Störung in dem Gleichgewicht zwischen Licht und Liebe. Ist irgendwo die Störung in der Liebe, so können wir helfen, indem wir die Kraft der Liebe selbst entfalten; und ist die Störung im Lichte, so können wir helfen, indem wir uns im Weltall irgendwie dasjenige Licht verschaffen, welches die Finsternis in uns aufheben kann.
[ 29 ] Here again we see a remarkable connection which allows us to perceive the whole great world, inclusive of mankind, as One Being. In the sayings: ‘Matter is woven light,’ and ‘the soul is in some way or other diluted love,’ are to be found the keys of innumerable secrets of earth existence. But these hold good only for the earth existence, and would not concern any other domain of the world existence. Thus we have shown nothing less than that we, if in any way we alter the direction of karma, unite ourselves in one or the other case with the elements composing our earth existence: on the one side with light which has become matter—and on the other side with love which has become soul. We either draw the remedies out of our surroundings, out of the condensed light, or out of our own soul by the healing loving act, the sacrificial act, and we then heal with the soul-forces obtained from love. We unite ourselves with what is most deeply justified upon the earth, when, on the one hand, we unite ourselves with light and on the other with love. All earth conditions are in some way conditions of balance between light and love and everything unhealthy is a disturbance of that balance. If the disturbance is in love, we can then help by unfolding the forces of love; and if the disturbance is in light, we can then help by somehow providing for ourselves, out of the universe, that light which is able to dissolve the darkness within us.
[ 30 ] Da haben Sie die Grundelemente des menschlichen Helfens. Sie zeigen, wie alles im Erdendasein auf Gleichgewichtslagen beruht von einander entgegengesetzten oder einander gegenüberstehenden Elementen. Licht und Liebe sind eigentlich sich gegenüberstehende Elemente. Aber auf ihrem Ineinanderverwobensein beruht zuletzt alles, was in unserem Erdenleben an Seelischem und an Materiellem vor sich geht. Daher dürfen wir uns nicht wundern, wenn auf allen Gebieten des Menschenlebens von Epoche zu Epoche die Fortentwickelung so geschieht, daß gleichsam die Gleichgewichtslage nach der einen Seite besonders ausschlägt und dann nach der andern Seite wieder versucht wird, sie einzurenken, wenn also unsere Entwickelung so verläuft, daß sie einem Wellenschlage gleicht. In der Tat gleicht unsere Entwickelung einer Art Wellenschlag: sie geht herunter und sie geht hinauf, und es wird immer der gestörte Gleichgewichtszustand ausgeglichen durch das, was nach der andern Seite wieder den entsprechend andern, über die Gleichgewichtslage hinausgehenden Pendelschlag bedeutet. Wenn Sie darauf eingehen, daß es sich im Menschenleben überall handelt um eine Störung des Gleichgewichtes nach der einen oder andern Richtung, dann werden Sie finden, wie Sie dadurch selbst die intimsten Kulturprozesse in irgendeiner Weise beleuchten können. Wenn Sie eine Zeitepoche betrachten, wo in der menschlichen Entwickelung gewisse Schädigungen dadurch eingetreten sind, daß die Menschen nur auf das Innere gesehen haben und nicht auch auf das Äußere, wie zum Beispiel im Mittelalter, wo bei der starken Blüte der Mystik das Äußere unberücksichtigt geblieben ist und auch zu Mißverständnissen nicht nur im Erkennen, sondern auch im Handeln geführt hat, so sehen Sie dann auf der andern Seite jene Zeit folgen, in welcher man die Mystik absolut nicht ertragen kann, dafür aber den Blick in die Außenwelt richtet, um alles zu tun, was das Pendel wieder nach der andern Seite ausschlagen läßt. Da haben Sie Übergänge zwischen Mittelalter und neuerer Zeit. Und Sie werden in der mannigfaltigsten Art solche Störungen der Gleichgewichtslage finden können.
[ 30 ] These are the fundamental ways of help, and we see again how everything depends upon the balance of opposites. Light and love are polar opposites and on their being interwoven depend ultimately all the psychic and material processes of our life. Therefore in all the spheres of human life, evolution continues from epoch to epoch with the balance inclining first to one side and then swinging back to the other, so that evolution resembles the surging of waves. This motion of an unstable equilibrium throws light even on the most complex processes of civilisation. Take a period when certain injuries entered into the evolution of mankind because man contemplated only [the] inner and neglected the outer, for example, in the Middle Ages. It was then that through the blossoming of the mystical side, the external remained unheeded and errors occurred not only in knowledge but in action. Then followed the age that was repelled by mysticism, and was attracted by the outer world so as to make the pendulum swing to the opposite side. Here is the transition from the Middle Ages to modern times and many such disturbances of the balance, manifest in different ways.
[ 31 ] Dabei möchte ich anführen, daß in der Tat in solchen Zeiten wie den unsrigen eine charakteristische Eigenschaft vieler Menschen sich darin zeigt, daß sie völlig vergessen und ganz aus der Aufmerksamkeit verlieren, was man nennen könnte ein Bewußtsein von einer übersinnlichen Welt. Das heißt, es gibt in unserer Zeit zahlreiche Menschen, die völlig außer acht lassen, daß es eine geistige Welt gibt, und die also die Gedanken an die geistige Welt ablehnen. In einer solchen Zeit — und überhaupt in solchen Zeiten — ist immer auch in einer gewissen Beziehung das Gegenbild davon vorhanden. Ich möchte das in einer ganz einfachen Weise charakterisieren.
[ 31 ] In this connection I should like to note that just in such times as our own, a characteristic in many people is that they completely forget, and pay no attention to, that which one may call ‘the consciousness of a super-sensible world.’ They pay no attention whatever to the fact that there is a spiritual world, and they therefore turn away their thoughts from it. In such an age—or in all such ages—there is always in certain respects a counterpart to be found. I should like to show you this in a very simple manner.
[ 32 ] Wenn es Menschen auf dem physischen Plane gibt, die sich so sehr in das Physische verstricken, daß sie das Geistige ganz und gar vergessen, dann haben jene Menschen, die zwischen Tod und neuer Geburt in der geistigen Welt leben, auf der andern Seite dafür den entgegengesetzten Drang, der hervorgerufen ist wie durch ein Karma, das vom physischen Plan hinüberwirkt auf den geistigen Plan: den Drang nämlich, in irgendeiner Weise sich mit Dingen zu beschäftigen, die aus der geistigen Welt in die physische hineinspielen. Das liegt in der Tat zugrunde mancherlei Hereinwirkungen in die physische Welt von seiten von Menschen, die in der Zeit vor einer neuen Geburt stehen. In die physische Welt wirken dann diese Menschen so hinein, wie sich eben gerade die Mittel ergeben, auf dem Umwege über solche Menschen, die im höheren Maße diesen Einflüssen aus der geistigen Welt zugänglich sind. — Hat man auf diesen Gebieten Klarheit zu bringen, so wird man ja vieles ablehnen müssen, was von dieser oder jener Seite her erzählt wird als Offenbarungen der geistigen Welt von Menschen, die zwischen Tod und neuer Geburt stehen. Und man wird die charakteristischen Fälle gut heraussondern können, wo die Toten — um das Pendel nach der andern Seite ausschlagen zu machen — sehr stark darauf verfallen, irgendwie den Menschen handgreiflich zu zeigen: Es gibt doch eine geistige Welt! Dafür, daß es in unserer Zeit Menschen gibt, die völlig umnachtet sind, die so viel Finsternis in ihr Geistiges hineinverwoben haben, daß sie gar nichts wissen wollen von der geistigen Welt, dafür gibt es Tote, welche aus diesem Mangel heraus den Drang haben, hineinzuwirken in die physische Welt. Am meisten geschehen solche Dinge, wenn von den Menschen auf dem physischen Plan gar nichts dazu getan wird. Und am charakteristischsten sind die Dinge, die sich ohne künstliche Versuche anbieten, die sozusagen auftreten als Kundgebungen aus der geistigen Welt. Daher der Zusammenhang von Menschen auf dem materialistischen Felde auf der einen Seite, und der Drang, der besteht, von der geistigen Welt aus belehrend hereinzuwirken auf der andern Seite.
[ 32 ] When there are people upon the physical plane who are so absorbed in the physical that they completely forget the spiritual, then a contrary tendency appears among those souls who are living in the spiritual world between death and a new birth—a tendency which works over from the physical into the spiritual plane—impelling them to occupy themselves with the influences which act out of the spiritual world into the physical. It is this which brings about in the physical world the intervention by souls who are still in that state before birth. These souls work down into the physical world according to the means which offer and they are able to work indirectly through persons who are more sensitive to such influence from the spiritual world. In order to make this clearer, one must not accept everything that purports to be a revelation from a Spiritual world. We must distinguish the real characteristic cases in which the dead are anxious show in a palpable manner that there is indeed a spiritual world. Because there are so many people completely in the dark, who have woven so much darkness into themselves that they wish to know nothing about the spiritual world, there are, on the other hand, among the dead many who have the impulse to work into the physical world. Such things generally occur when nothing is done deliberately to bring them about on the physical plane and they occur without special preparation.
[ 33 ] Sie werden vieles, was dafür Beleg sein kann, finden in dem Buche unseres Freundes Ludwig Deinhard «Das Mysterium des Menschen». Da ist vieles zusammengestellt und systematisiert von dem, was Sie gerade brauchen und was heute in der Literatur, wo sie wissenschaftlich ist, so zerstreut ist, daß nicht für jeden möglich ist, es sich zusammenzuholen. Daher ist es sehr schön, daß Sie in diesem Buche eine Zusammenstellung haben gerade dieser Seite der geisteswissenschaftlichen Tatsachen, die, wie Sie jetzt sehen, im eminenten Sinne sogar charakteristisch sind für unsere Zeit. Insbesondere finden Sie darin mit großem Glück verzeichnet eine charakteristische Tatsache von einem Forscher, welcher in seinem hiesigen Erdenleben alles mögliche versuchte, um auf dem Wege der materialistischen Methode zum Beweise von der geistigen Welt zu kommen — der verstorbene Frederick Myers und der dann nach seinem Tode den starken Drang fühlte, dasjenige, was er hier angestrebt hat, durch Hereinstrahlungen aus der geistigen Welt, mit Hilfen aus der geistigen Welt, hier den Menschen zu zeigen.
[ 33 ] You will find much proof of these things collected in the book by our friend, Ludwig Deinhard, Das Mysterium des Menschen (The Mystery of Man). Here much has been collected and systematised which is just what one needs, and which in the scientific literature of to-day is so scattered that it is impossible for everyone to gather it together. Therefore it is a good thing to have in this book a collection of these spiritual facts, which, as you now see, are eminently characteristic of one aspect of our age. You will find very aptly described in this book the characteristic fact of an investigator, who by materialistic methods had in his earth life endeavoured to give every possible proof of the spiritual world—I mean the late Frederick Myers—and who after his death was strongly impelled to show to mankind by means of radiations from the spiritual world and by the help of the spiritual world, what he had endeavoured to do when here.
[ 34 ] Das sollte eine Illustration sein zu dem Satze, daß wir in der Welt und dem Weltendasein zu sehen haben fortwährende Störungen von Gleichgewichten und wiederum das Suchen von Gleichgewichten. Im Erdendasein haben wir als tiefste Elemente dieses sich immerfort störenden und wiederherstellenden Gleichgewichtes die beiden Elemente Licht und Liebe. Und im menschlichen Karma wirken nun von Inkarnation zu Inkarnation die beiden Elemente Licht und Liebe ausgleichend auf die gestörten Gleichgewichtslagen. Denn im Grunde genommen haben wir in dem durch alle Inkarnationen sich durchschlängelnden Karma gestörte Gleichgewichtslagen, und in Licht und Liebe haben wir den fortwährenden Versuch, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Bis einst in ferner Zukunft der Mensch in dem Durchgehen durch seine Inkarnationen endlich dahin gekommen sein wird, einen letzten, durch die Erde erreichbaren Gleichgewichtszustand auszubilden, der dahin führen wird, daß die Menschheit die Erdenmission erfüllt haben wird und das Erdendasein sich in eine neue planetarische Form hinüberentwickeln wird.
[ 34 ] This is intended to illustrate how in the world and in world affairs we see continual disturbances of the balance, and then again the efforts for the restoring of the balance. This continual disturbance and restoration of the balance between the two elements of light and love is fundamental for us; and in human karma, from incarnation to incarnation, both work to restore the disturbed condition. Karma, working its serpentine way through incarnations is just such a disturbed balance, until man, after all his incarnations, shall at last create the final balance which can be reached upon earth. Having fulfilled his mission on earth, he evolves then into a new planetary form.
[ 35 ] So habe ich versucht, etwas auseinanderzusetzen, ohne das eine tiefere Begründung der karmischen Zusammenhänge und Gesetze nicht möglich ist. Ich habe mich darum auch nicht gescheut, die geheimnisvollen Grundlagen, für die unsere heutige Wissenschaft noch lange nicht reif sein wird, einmal heute abzuhandeln: daß Materie in Wahrheit verwobenes Licht ist und daß Seelisches in irgendeiner Beziehung verdünnte Liebe ist. Das sind alte okkulte Sätze, aber Sätze, die für alle folgenden Zeiten wahr bleiben werden und die sich fruchtbar erweisen werden in der Menschheitsentwickelung nicht nur für die Erkenntnis, sondern auch für das menschliche Wirken und Handeln.
[ 35 ] I have endeavoured to set forth a few facts, without which a deeper establishment of karmic connections and laws would be impossible. I have not shrunk from touching to-day upon those mysteries for which our modern science will not for a long time be ripe: Matter is in reality woven light, and that which belongs to the soul is in some way or other refined love. These are ancient occult sayings, but they are sayings which will for all time remain true and will prove fruitful for human evolution, not only for knowledge, but also for human work and action.
