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The Revelations of Karma
GA 127

23 February 1911, Basel

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Die Mission der neuen Geistesoffenbarung
  1. The Revelations of Karma, tr. SOL

5. Weisheit, Frommigkeit und Lebenssicherheit

5. Weisheit, Frommigkeit und Lebenssicherheit

[ 1 ] Die Geisteswissenschaft gibt Lebenssicherheit und Kraft, wenn sie richtig erkannt wird. Wie kann sie sich fördernd ins Leben hineinstellen? Viele Menschen glauben, daß es für ein wirklich gutes menschliches Leben eher störend als fördernd sei, auf diesem Gebiete etwas zu lernen und geistige Erkenntnisse zu sammeln. Wozu braucht man denn eigentlich so viel Wissenschaft des Geistes, wozu braucht man so vielerlei über die Entwickelung der Erde und eines ganzen Planetensystems zu lernen? Wenn man einfach versucht, sein höheres Selbst in sich zu suchen und dadurch ein guter Mensch zu werden, so ist man im Grunde genommen auch der beste Theosoph. — Anderen, mehr theoretisch angeregten Geistern, gefällt es zu hören, woraus der Mensch besteht, ihren Intellekt daran zu üben, wie die Menschheit sich durch die verschiedenen Kulturperioden entwickelt hat, regelmäßige Zahlenperioden zu wissen, und sie möchten sobald als möglich solche Dinge lernen, am liebsten recht kurz die wichtigsten Lehren aufschreiben und in einer Art von Katechismus verbreiten können.

[ 1 ] Die Geisteswissenschaft gibt Lebenssicherheit und Kraft, wenn sie richtig erkannt wird. Wie kann sie sich fördernd ins Leben hineinstellen? Viele Menschen glauben, daß es für ein wirklich gutes menschliches Leben eher störend als fördernd sei, auf diesem Gebiete etwas zu lernen und geistige Erkenntnisse zu sammeln. Wozu braucht man denn eigentlich so viel Wissenschaft des Geistes, wozu braucht man so vielerlei über die Entwickelung der Erde und eines ganzen Planetensystems zu lernen? Wenn man einfach versucht, sein höheres Selbst in sich zu suchen und dadurch ein guter Mensch zu werden, so ist man im Grunde genommen auch der beste Theosoph. — Anderen, mehr theoretisch angeregten Geistern, gefällt es zu hören, woraus der Mensch besteht, ihren Intellekt daran zu üben, wie die Menschheit sich durch die verschiedenen Kulturperioden entwickelt hat, regelmäßige Zahlenperioden zu wissen, und sie möchten sobald als möglich solche Dinge lernen, am liebsten recht kurz die wichtigsten Lehren aufschreiben und in einer Art von Katechismus verbreiten können.

[ 2 ] Diese beiden Ansichten entsprechen keineswegs dem, was die Geisteswissenschaft dem Menschen sein kann, und was sie demjenigen wird, der sich gerade durch die Geisteswissenschaft in richtiger Weise ins Leben hineinzustellen vermag. Zunächst ist es gewiß wahr, daß wir aus physischem, Ather-, Astralleib und Ich bestehen. Wenn man aber glaubt, daß damit etwas getan ist, wenn man dies aufzählen kann, so irrt man sich. Man weiß nichts als ein Schema. Erst dann weiß man etwas über den Menschen, wenn man ein solches Wissen auf das Leben anwenden kann. Das kann man aber nicht, wenn man sich nicht klar darüber ist, daß es nicht bloß darauf ankommt, die Namen dieser vier Glieder zu kennen, sondern zu wissen, wie diese vier Glieder im Menschen verbunden sind. Ob in einem Menschen der Ätherleib mehr mit dem physischen Leib zusammenhängt oder weniger, ob Ätherleib und Astralleib zueinander hinstreben und enge Verbindung miteinander suchen, oder ob sie mehr lose zusammenhängen, darauf kommt es an. Wenn wir unser Augenmerk darauf richten, so zeigt sich, daß sich im Lauf der Menschheitsentwickelung auf der Erde dieses Verhältnis der Glieder zueinander ändert. Es war in der Vergangenheit anders und wird in der Zukunft anders werden, als es heute ist. Wenn wir auf den alten Ägypter schauen in sehr frühen Jahrtausenden der ägyptischen Kultur, also auf uns selbst in früheren Inkarnationen, so finden wir in diesem alten Ägypter einen Menschen, bei dem der Zusammenhang zwischen physischem, Äther- und Astralleib ein lockerer ist. Schauen wir auf den heutigen Menschen, so finden wir einen viel innigeren, dichteren Zusammenhang. Und in der Zukunft ist es so, daß dieser Zusammenhang immer dichter und dichter wird. Damit bekommt der Durchgang durch die verschiedenen Kulturperioden für uns erst einen Sinn. Wenn wir davon sprechen, daß sich der Mensch so und so oft verkörpert, kann man auch fragen: Warum verkörpert er sich denn wieder? - Wir treffen in der Tat dadurch, daß der Zusammenhang der Hüllenglieder immer anders wird, immer wieder eine andere Art von äußerem Menschen an. Als Chaldäer hatten wir tatsächlich ein ganz anderes Leibesgefüge als heute, und in der Zukunft werden wir wieder andere haben. So machen wir andere Erfahrungen, weil wir andere Menschenhüllen haben.

[ 2 ] Diese beiden Ansichten entsprechen keineswegs dem, was die Geisteswissenschaft dem Menschen sein kann, und was sie demjenigen wird, der sich gerade durch die Geisteswissenschaft in richtiger Weise ins Leben hineinzustellen vermag. Zunächst ist es gewiß wahr, daß wir aus physischem, Ather-, Astralleib und Ich bestehen. Wenn man aber glaubt, daß damit etwas getan ist, wenn man dies aufzählen kann, so irrt man sich. Man weiß nichts als ein Schema. Erst dann weiß man etwas über den Menschen, wenn man ein solches Wissen auf das Leben anwenden kann. Das kann man aber nicht, wenn man sich nicht klar darüber ist, daß es nicht bloß darauf ankommt, die Namen dieser vier Glieder zu kennen, sondern zu wissen, wie diese vier Glieder im Menschen verbunden sind. Ob in einem Menschen der Ätherleib mehr mit dem physischen Leib zusammenhängt oder weniger, ob Ätherleib und Astralleib zueinander hinstreben und enge Verbindung miteinander suchen, oder ob sie mehr lose zusammenhängen, darauf kommt es an. Wenn wir unser Augenmerk darauf richten, so zeigt sich, daß sich im Lauf der Menschheitsentwickelung auf der Erde dieses Verhältnis der Glieder zueinander ändert. Es war in der Vergangenheit anders und wird in der Zukunft anders werden, als es heute ist. Wenn wir auf den alten Ägypter schauen in sehr frühen Jahrtausenden der ägyptischen Kultur, also auf uns selbst in früheren Inkarnationen, so finden wir in diesem alten Ägypter einen Menschen, bei dem der Zusammenhang zwischen physischem, Äther- und Astralleib ein lockerer ist. Schauen wir auf den heutigen Menschen, so finden wir einen viel innigeren, dichteren Zusammenhang. Und in der Zukunft ist es so, daß dieser Zusammenhang immer dichter und dichter wird. Damit bekommt der Durchgang durch die verschiedenen Kulturperioden für uns erst einen Sinn. Wenn wir davon sprechen, daß sich der Mensch so und so oft verkörpert, kann man auch fragen: Warum verkörpert er sich denn wieder? - Wir treffen in der Tat dadurch, daß der Zusammenhang der Hüllenglieder immer anders wird, immer wieder eine andere Art von äußerem Menschen an. Als Chaldäer hatten wir tatsächlich ein ganz anderes Leibesgefüge als heute, und in der Zukunft werden wir wieder andere haben. So machen wir andere Erfahrungen, weil wir andere Menschenhüllen haben.

[ 3 ] Nun handelt es sich darum, daß wir in richtiger Art uns Vorstellungen darüber bilden, wie dieser innere menschliche Wesenskern, der von Verkörperung zu Verkörperung geht, sich eigentlich verhält zu dem, worin wir uns einkleiden, zu dem Astralleib, dem Ätherleib und dem physischen Leib. Die äußere Wissenschaft untersucht im Grunde genommen nur die äußere Hülle. Sie weiß nichts von den tieferen Gesetzen, die da walten von Inkarnation zu Inkarnation. Aber auch die Gesetze der äußeren Hülle verkennt ihrer eigentlichen tieferen Bedeutung nach die äußere Wissenschaft. Davon können wir uns überzeugen, wenn wir solche Zusammenhänge betrachten, an welche die äußere Wissenschaft glaubt, und andere, an welche sie nicht glaubt. Da ist es recht interessant, zu bemerken, daß die Wissenschaft lange Zeit dazu neigte, dem Menschen freien Willen zuzuschreiben. Ich habe aber auch schon darauf hingewiesen, daß die neuere Wissenschaft diesen freien Willen vielfach leugnet. Sie beruft sich auf die äußere Forschung. Diese sagt uns: Seht hin einmal auf den Verlauf des äußeren Lebens. Man kann zum Beispiel durch die Statistik feststellen, wie viele Selbstmorde in einer bestimmten Gegend vorkommen. Eine gewisse Regelmäßigkeit der Selbstmorde kann man feststellen. Die statistischen Angaben ergeben, daß so etwas in einer gewissen Regelmäßigkeit verläuft. Es sind einfach so und so viele Menschen verurteilt, Selbstmord zu begehen. Wie könnte man da noch von freiem Willen reden? - Man könnte noch viel weiter gehen und könnte auf die Versicherungstechnik hinweisen. Diese geht darauf aus, zu berechnen und in Formeln zu fassen, wie viele von so und so viel Menschen nach dreißig Jahren noch leben. Also ist es zahlenmäßig bestimmt, wie viele Menschen von den heute geborenen nach dreißig Jahren noch vorhanden sind. Tod und Leben sind in strenge äußere Naturgesetze gebannt.

[ 3 ] Nun handelt es sich darum, daß wir in richtiger Art uns Vorstellungen darüber bilden, wie dieser innere menschliche Wesenskern, der von Verkörperung zu Verkörperung geht, sich eigentlich verhält zu dem, worin wir uns einkleiden, zu dem Astralleib, dem Ätherleib und dem physischen Leib. Die äußere Wissenschaft untersucht im Grunde genommen nur die äußere Hülle. Sie weiß nichts von den tieferen Gesetzen, die da walten von Inkarnation zu Inkarnation. Aber auch die Gesetze der äußeren Hülle verkennt ihrer eigentlichen tieferen Bedeutung nach die äußere Wissenschaft. Davon können wir uns überzeugen, wenn wir solche Zusammenhänge betrachten, an welche die äußere Wissenschaft glaubt, und andere, an welche sie nicht glaubt. Da ist es recht interessant, zu bemerken, daß die Wissenschaft lange Zeit dazu neigte, dem Menschen freien Willen zuzuschreiben. Ich habe aber auch schon darauf hingewiesen, daß die neuere Wissenschaft diesen freien Willen vielfach leugnet. Sie beruft sich auf die äußere Forschung. Diese sagt uns: Seht hin einmal auf den Verlauf des äußeren Lebens. Man kann zum Beispiel durch die Statistik feststellen, wie viele Selbstmorde in einer bestimmten Gegend vorkommen. Eine gewisse Regelmäßigkeit der Selbstmorde kann man feststellen. Die statistischen Angaben ergeben, daß so etwas in einer gewissen Regelmäßigkeit verläuft. Es sind einfach so und so viele Menschen verurteilt, Selbstmord zu begehen. Wie könnte man da noch von freiem Willen reden? - Man könnte noch viel weiter gehen und könnte auf die Versicherungstechnik hinweisen. Diese geht darauf aus, zu berechnen und in Formeln zu fassen, wie viele von so und so viel Menschen nach dreißig Jahren noch leben. Also ist es zahlenmäßig bestimmt, wie viele Menschen von den heute geborenen nach dreißig Jahren noch vorhanden sind. Tod und Leben sind in strenge äußere Naturgesetze gebannt.

[ 4 ] Das hat die äußere Wissenschaft anerkannt. Aber noch andere Dinge wird sie gezwungen werden anzuerkennen. Schon macht sich geltend, daß Tatsachen zutage gefördert werden, welche die Menschen zwingen werden, geisteswissenschaftlich zu denken. Die Wissenschaft ist im allgemeinen nicht geneigt, sehr rasch etwas Neues aufzunehmen. Sie befolgt da eine eigentümliche Gewohnheit. Man kann große Deklamationen darüber vernehmen, daß es im «finsteren Mittelalter» Menschen gab, welche sich den Entdeckungen des Kopernikus entgegenstemmten. Seine Lehre mußte sich mit aller Mühe gegen die Finsterlinge der damaligen Zeit durchsetzen. Und die am meisten davon reden, verhalten sich geradeso nicht nur gegenüber der Geisteswissenschaft, sondern auch gegenüber solchen Tatsachen der Wissenschaft, die unsere Zeit zwingen, geistige Gesetze zu suchen. Ein Berliner Arzt stellt zum Beispiel gewisse Zahlenverhältnisse im Ablauf des Lebens fest. Dieser Arzt, Wilhelm Fließ, beginnt Aufzeichnungen darüber zu machen, wie in einzelnen Familien die Geburten mit den Todesfällen zusammenhängen. An einem bestimmten Tage stirbt in einer Familie beispielsweise eine weibliche Persönlichkeit. 1428 Tage vorher wurde das erste Enkelkind dieser Person geboren, 1428 Tiage nach dem Tode der zweite Enkel, so daß wir also hier den Tod der Großmutter haben und symmetrisch vor- und rückwärts wird je ein Enkelkind geboren. Damit noch nicht genug. In einem Zeitraum von 7 mal 1428 Tagen nach dem Tode dieser Person wird ein Urenkel geboren. So daß man, wenn man diese Sache verfolgt, immer auf ganz bestimmte Zahlenverhältnisse kommt; auf Zahlenverhältnisse, welche zuletzt in ganz wunderbarer Weise den Zusammenhang der Todes- und Geburtsfälle feststellen. Fließ hat dies in zahlreichen Fällen herausgefunden.

[ 4 ] Das hat die äußere Wissenschaft anerkannt. Aber noch andere Dinge wird sie gezwungen werden anzuerkennen. Schon macht sich geltend, daß Tatsachen zutage gefördert werden, welche die Menschen zwingen werden, geisteswissenschaftlich zu denken. Die Wissenschaft ist im allgemeinen nicht geneigt, sehr rasch etwas Neues aufzunehmen. Sie befolgt da eine eigentümliche Gewohnheit. Man kann große Deklamationen darüber vernehmen, daß es im «finsteren Mittelalter» Menschen gab, welche sich den Entdeckungen des Kopernikus entgegenstemmten. Seine Lehre mußte sich mit aller Mühe gegen die Finsterlinge der damaligen Zeit durchsetzen. Und die am meisten davon reden, verhalten sich geradeso nicht nur gegenüber der Geisteswissenschaft, sondern auch gegenüber solchen Tatsachen der Wissenschaft, die unsere Zeit zwingen, geistige Gesetze zu suchen. Ein Berliner Arzt stellt zum Beispiel gewisse Zahlenverhältnisse im Ablauf des Lebens fest. Dieser Arzt, Wilhelm Fließ, beginnt Aufzeichnungen darüber zu machen, wie in einzelnen Familien die Geburten mit den Todesfällen zusammenhängen. An einem bestimmten Tage stirbt in einer Familie beispielsweise eine weibliche Persönlichkeit. 1428 Tage vorher wurde das erste Enkelkind dieser Person geboren, 1428 Tiage nach dem Tode der zweite Enkel, so daß wir also hier den Tod der Großmutter haben und symmetrisch vor- und rückwärts wird je ein Enkelkind geboren. Damit noch nicht genug. In einem Zeitraum von 7 mal 1428 Tagen nach dem Tode dieser Person wird ein Urenkel geboren. So daß man, wenn man diese Sache verfolgt, immer auf ganz bestimmte Zahlenverhältnisse kommt; auf Zahlenverhältnisse, welche zuletzt in ganz wunderbarer Weise den Zusammenhang der Todes- und Geburtsfälle feststellen. Fließ hat dies in zahlreichen Fällen herausgefunden.

[ 5 ] Aber die Wissenschaft will es heute scheinbar noch nicht anerkennen, es geht heute noch zu sehr gegen ihre Richtung. Selbst die Besserung der Gesundheitsverhältnisse unterliegt dem Zahlenverhältnis. Die Zahl der Todesfälle durch Tuberkulose in einem bestimmten Zeitraum, verglichen mit der Zahl der Todesfälle von Jahrzehnten vorher, findet man geregelt durch bestimmte Zahlen. Die Ärzte sagen, sie hätten die Zahl der Fälle durch hygienische Maßnahmen eingeschränkt. Fließ wies aber nach, daß dies sich nach arithmetischen Verhältnissen berechnen lasse. Das ist der heutigen Wissenschaft zwar sehr unbequem, aber sie wird schon gezwungen werden, das Walten einer objektiven Arithmetik anzuerkennen. Sie wird wiederum auf den alten Satz des Pythagoras zurückkommen: Die Zahl ist etwas, was alles beherrscht, was webt und lebt. -— Während wir in unserer Seele rechnen, haben längst die höheren Geister gerechnet, um in den Ablauf des Lebens hineinzuversetzen, was den Zahlen entspricht. Der Pythagoreische Satz: Gott treibt Mathematik, indem er das Leben ablaufen läßt -, scheint wieder zur Geltung zu kommen. Aber dadurch würde auf der anderen Seite jene Gesinnung der äußeren Wissenschaft wiederum bestärkt, welche das Innere des Menschen ohne Anteil an seinen Lebensschicksalen sein läßt. Wenn es arithmetisch feststeht, wann wir sterben müssen, wenn Geburt und Todesfälle so zusammenhängen, daß sie 7 mal 1428 Tage voneinander entfernt sind, so scheint unser Inneres eingespannt zu sein in äußere gewaltsame Verhältnisse.

[ 5 ] Aber die Wissenschaft will es heute scheinbar noch nicht anerkennen, es geht heute noch zu sehr gegen ihre Richtung. Selbst die Besserung der Gesundheitsverhältnisse unterliegt dem Zahlenverhältnis. Die Zahl der Todesfälle durch Tuberkulose in einem bestimmten Zeitraum, verglichen mit der Zahl der Todesfälle von Jahrzehnten vorher, findet man geregelt durch bestimmte Zahlen. Die Ärzte sagen, sie hätten die Zahl der Fälle durch hygienische Maßnahmen eingeschränkt. Fließ wies aber nach, daß dies sich nach arithmetischen Verhältnissen berechnen lasse. Das ist der heutigen Wissenschaft zwar sehr unbequem, aber sie wird schon gezwungen werden, das Walten einer objektiven Arithmetik anzuerkennen. Sie wird wiederum auf den alten Satz des Pythagoras zurückkommen: Die Zahl ist etwas, was alles beherrscht, was webt und lebt. -— Während wir in unserer Seele rechnen, haben längst die höheren Geister gerechnet, um in den Ablauf des Lebens hineinzuversetzen, was den Zahlen entspricht. Der Pythagoreische Satz: Gott treibt Mathematik, indem er das Leben ablaufen läßt -, scheint wieder zur Geltung zu kommen. Aber dadurch würde auf der anderen Seite jene Gesinnung der äußeren Wissenschaft wiederum bestärkt, welche das Innere des Menschen ohne Anteil an seinen Lebensschicksalen sein läßt. Wenn es arithmetisch feststeht, wann wir sterben müssen, wenn Geburt und Todesfälle so zusammenhängen, daß sie 7 mal 1428 Tage voneinander entfernt sind, so scheint unser Inneres eingespannt zu sein in äußere gewaltsame Verhältnisse.

[ 6 ] Wir müssen scheinbar darauf verzichten, von besonderen Gesetzen, die unser Inneres beherrschen, zu sprechen. Aber man kann schon äußere Gründe anführen, welche uns zeigen, daß die Geschichte doch nicht ganz stimmt. Wenn noch so genau berechnet wird, daß an einem Orte so und so viele Selbstmorde begangen oder so und so viele Diebstähle verübt werden, beweist das denn, daß der Mensch einen Diebstahl begehen muß? Nach den Formeln der Wahrscheinlichkeit kann man berechnen, wie lange die wahrscheinliche Lebensdauer der Menschen ist. Aber ich glaube nicht, daß irgendein Mensch zugeben wird, daß er an dem Tag, den die Arithmetik ausgerechnet hat, durchaus sterben muß. Für die innere Wesenheit folgt gar nichts durch diese Gesetzmäßigkeit der mathematischen Formeln.

[ 6 ] Wir müssen scheinbar darauf verzichten, von besonderen Gesetzen, die unser Inneres beherrschen, zu sprechen. Aber man kann schon äußere Gründe anführen, welche uns zeigen, daß die Geschichte doch nicht ganz stimmt. Wenn noch so genau berechnet wird, daß an einem Orte so und so viele Selbstmorde begangen oder so und so viele Diebstähle verübt werden, beweist das denn, daß der Mensch einen Diebstahl begehen muß? Nach den Formeln der Wahrscheinlichkeit kann man berechnen, wie lange die wahrscheinliche Lebensdauer der Menschen ist. Aber ich glaube nicht, daß irgendein Mensch zugeben wird, daß er an dem Tag, den die Arithmetik ausgerechnet hat, durchaus sterben muß. Für die innere Wesenheit folgt gar nichts durch diese Gesetzmäßigkeit der mathematischen Formeln.

[ 7 ] Wie steht es nun damit, wenn Fließ nachweist, daß 1428 Tage zwischen Todesfall und zwei Geburten verfließen? Beweist das etwas für die innere Gesetzmäßigkeit unserer Ichheit? Es ist nämlich nicht so ohne weiteres einzusehen, wie das Verhältnis dieses inneren Wesenskernes ist zu dem äußeren Laufe des Lebens. Wie stimmt das dazu, daß wir unserem Karma folgen, daß wir unserer inneren Ichheit zu folgen haben? Das ist nicht ganz leicht einzusehen. Durch ein Bild soll es verständlich gemacht werden. Es ist wohl möglich, daß zwei Geschehnisse, zwei Strömungen, zwei Tatsachen, die sehr wohl zueinander in Beziehung stehen, unabhängig voneinander fortlaufen. Bedenken Sie das eine: Wenn Sie von hier nach Zürich kommen wollen, fahren Sie im Eisenbahnzug. Wann der Zug geht, das ersehen Sie aber zunächst aus dem Fahrplan, der auch eine Menge von Zahlen enthält. Sie sind also gewissermaßen innig verknüpft mit den Zahlen. Sie fühlen sich abhängig in dem, was Sie denken, bestreben, innerlich erleben, von den Zahlen des Fahrplans. Geht aber nicht neben dieser Tatsachenreihe, daß Sie den Fahrplan studieren können, die andere mit Ihrer Seelenentwickelung zusammenhängende her, daß Sie einsteigen wollen in die Eisenbahn? Indem man den Fahrplan studiert, wird niemals aus den Zahlen zu entnehmen sein, ob Sie gut oder böse, weise oder töricht sind. Ebenso wie es unwesentlich für das Innere unserer Seele ist, welcher Fahrplan besteht, ebenso wesentlich ist es für das Karma unseres Lebens, welche Zahlen sich ergeben nach den von Fließ angestellten Berechnungen. Wir steigen ein in den Strom des Lebens, der von Gesetzen geregelt ist, welche mit unserer inneren Gesetzmäßigkeit nichts anderes zu tun haben als dasjenige, was wir selbst herbeiführen. Wir müssen uns entschließen, in den Zug einzusteigen. Ebenso wahr ist es, daß wir durch die inneren Gesetze des Karma bestimmen müssen, in einen Strom des Lebens einzusteigen, der dann durch die Gesetze der Arithmetik geregelt ist. Aus welchem Grunde werden all diese Dinge gesagt? — Weil der Geistsuchende sich immer mehr ein Gefühl dafür aneignen soll, daß das Leben kompliziert ist, daß das Leben etwas ist, was man nicht mit den allerbequemsten Gedanken sollte glauben umspannen zu können. Diejenigen haben sehr unrecht, welche finden, daß man das ganze Leben leicht verstehen kann, wenn man ein paar Sätze aus der Geisteswissenschaft weiß. Man muß den Willen haben, immer tiefer in diese Zusammenhänge einzudringen. Man muß ein Gefühl davon bekommen, daß die Gedanken, nach denen die Welt gegliedert ist, auch für den Menschen Geltung haben. Wenn nun gar kein Zusammenhang wäre zwischen den äußeren Gesetzen und dem menschlichen Karma, so würde das ganze Leben auseinanderfallen.

[ 7 ] Wie steht es nun damit, wenn Fließ nachweist, daß 1428 Tage zwischen Todesfall und zwei Geburten verfließen? Beweist das etwas für die innere Gesetzmäßigkeit unserer Ichheit? Es ist nämlich nicht so ohne weiteres einzusehen, wie das Verhältnis dieses inneren Wesenskernes ist zu dem äußeren Laufe des Lebens. Wie stimmt das dazu, daß wir unserem Karma folgen, daß wir unserer inneren Ichheit zu folgen haben? Das ist nicht ganz leicht einzusehen. Durch ein Bild soll es verständlich gemacht werden. Es ist wohl möglich, daß zwei Geschehnisse, zwei Strömungen, zwei Tatsachen, die sehr wohl zueinander in Beziehung stehen, unabhängig voneinander fortlaufen. Bedenken Sie das eine: Wenn Sie von hier nach Zürich kommen wollen, fahren Sie im Eisenbahnzug. Wann der Zug geht, das ersehen Sie aber zunächst aus dem Fahrplan, der auch eine Menge von Zahlen enthält. Sie sind also gewissermaßen innig verknüpft mit den Zahlen. Sie fühlen sich abhängig in dem, was Sie denken, bestreben, innerlich erleben, von den Zahlen des Fahrplans. Geht aber nicht neben dieser Tatsachenreihe, daß Sie den Fahrplan studieren können, die andere mit Ihrer Seelenentwickelung zusammenhängende her, daß Sie einsteigen wollen in die Eisenbahn? Indem man den Fahrplan studiert, wird niemals aus den Zahlen zu entnehmen sein, ob Sie gut oder böse, weise oder töricht sind. Ebenso wie es unwesentlich für das Innere unserer Seele ist, welcher Fahrplan besteht, ebenso wesentlich ist es für das Karma unseres Lebens, welche Zahlen sich ergeben nach den von Fließ angestellten Berechnungen. Wir steigen ein in den Strom des Lebens, der von Gesetzen geregelt ist, welche mit unserer inneren Gesetzmäßigkeit nichts anderes zu tun haben als dasjenige, was wir selbst herbeiführen. Wir müssen uns entschließen, in den Zug einzusteigen. Ebenso wahr ist es, daß wir durch die inneren Gesetze des Karma bestimmen müssen, in einen Strom des Lebens einzusteigen, der dann durch die Gesetze der Arithmetik geregelt ist. Aus welchem Grunde werden all diese Dinge gesagt? — Weil der Geistsuchende sich immer mehr ein Gefühl dafür aneignen soll, daß das Leben kompliziert ist, daß das Leben etwas ist, was man nicht mit den allerbequemsten Gedanken sollte glauben umspannen zu können. Diejenigen haben sehr unrecht, welche finden, daß man das ganze Leben leicht verstehen kann, wenn man ein paar Sätze aus der Geisteswissenschaft weiß. Man muß den Willen haben, immer tiefer in diese Zusammenhänge einzudringen. Man muß ein Gefühl davon bekommen, daß die Gedanken, nach denen die Welt gegliedert ist, auch für den Menschen Geltung haben. Wenn nun gar kein Zusammenhang wäre zwischen den äußeren Gesetzen und dem menschlichen Karma, so würde das ganze Leben auseinanderfallen.

[ 8 ] An zwei Tatsachen soll das erwiesen werden. Man bemüht sich in der Geisteswissenschaft, möglichst gute Gleichnisse zu bringen. In gewisser Weise hängen doch die Zahlen des Fahrplans mit dem praktischen Leben zusammen. Wenn es auch gar nichts mit dem Fahrplan zu tun hat, ob wir überhaupt nach Zürich fahren oder nicht, wenn wir auch gar nichts ersehen von einem Zusammenhang — mit den menschlichen Verhältnissen hängt der Fahrplan doch zusammen. Die Menschen haben ihn so zusammengestellt, daß er nicht allzu ungeschickt den Lebensverhältnissen entspricht. Also ursprünglich ist der Fahrplan dennoch den menschlichen Lebensverhältnissen allgemein angepaßt worden. Etwas ähnliches ist der Fall für unser Karma und den Strom unseres Lebens, der dadurch geregelt ist. Da haben auch die Wesenheiten der höheren Hierarchien den «Fahrplan» bestimmt nach den Zahlenverhältnissen, welche die Statistik findet, wenn sie mit regelmäßigen Zahlen aufrückt, so daß diese äußerlich den allgemeinen menschlichen Verhältnissen entsprechen. Der eine findet, wenn er wieder verkörpert ist, einen bequemen, der andere einen unbequemen Ablauf des Lebens. Es findet nicht in allen Familien dieses Gesetz so statt, daß immer ein Enkelkind 1428 Tage vor dem Tode der Großmutter geboren wird. Wenn wir aber bedenken, daß 1428 auch durch 28 teilbar ist - es ist 51 mal 28 -, so verstehen wir das Zahlenverhältnis etwas besser. Man wird nicht immer bei diesen Berechnungen die Zahl 1428 erhalten, aber es ergibt sich doch in der Regel zwischen dem Tod irgendeines Familienmitgliedes und einer Geburt ein Vielfaches von 28. Das Vervielfachende möge 13 oder 17 oder sonst wie heißen, die Zahl 28 aber ist darinnen, sie ist regelmäßig eingeordnet. So haben wir nach dem Fahrplan die Möglichkeit, in verschiedene Züge einzusteigen. Und so haben wir nach unserem Karma die Möglichkeit, unser Leben einzurichten, bequem oder unbequem.

[ 8 ] An zwei Tatsachen soll das erwiesen werden. Man bemüht sich in der Geisteswissenschaft, möglichst gute Gleichnisse zu bringen. In gewisser Weise hängen doch die Zahlen des Fahrplans mit dem praktischen Leben zusammen. Wenn es auch gar nichts mit dem Fahrplan zu tun hat, ob wir überhaupt nach Zürich fahren oder nicht, wenn wir auch gar nichts ersehen von einem Zusammenhang — mit den menschlichen Verhältnissen hängt der Fahrplan doch zusammen. Die Menschen haben ihn so zusammengestellt, daß er nicht allzu ungeschickt den Lebensverhältnissen entspricht. Also ursprünglich ist der Fahrplan dennoch den menschlichen Lebensverhältnissen allgemein angepaßt worden. Etwas ähnliches ist der Fall für unser Karma und den Strom unseres Lebens, der dadurch geregelt ist. Da haben auch die Wesenheiten der höheren Hierarchien den «Fahrplan» bestimmt nach den Zahlenverhältnissen, welche die Statistik findet, wenn sie mit regelmäßigen Zahlen aufrückt, so daß diese äußerlich den allgemeinen menschlichen Verhältnissen entsprechen. Der eine findet, wenn er wieder verkörpert ist, einen bequemen, der andere einen unbequemen Ablauf des Lebens. Es findet nicht in allen Familien dieses Gesetz so statt, daß immer ein Enkelkind 1428 Tage vor dem Tode der Großmutter geboren wird. Wenn wir aber bedenken, daß 1428 auch durch 28 teilbar ist - es ist 51 mal 28 -, so verstehen wir das Zahlenverhältnis etwas besser. Man wird nicht immer bei diesen Berechnungen die Zahl 1428 erhalten, aber es ergibt sich doch in der Regel zwischen dem Tod irgendeines Familienmitgliedes und einer Geburt ein Vielfaches von 28. Das Vervielfachende möge 13 oder 17 oder sonst wie heißen, die Zahl 28 aber ist darinnen, sie ist regelmäßig eingeordnet. So haben wir nach dem Fahrplan die Möglichkeit, in verschiedene Züge einzusteigen. Und so haben wir nach unserem Karma die Möglichkeit, unser Leben einzurichten, bequem oder unbequem.

[ 9 ] Ich sage das aber nicht nur, um anzudeuten, wie kompliziert diese äußeren Verhältnisse sind, sondern ich möchte zugleich darauf hinweisen, daß wir Menschen aus allen solchen Erkenntnissen eine moralische Konsequenz ziehen können. Und das ist das, was die Geisteswissenschaft uns als so unendlich Wichtiges gibt. Wir können sagen: Ich stehe in dieser Welt, ich finde in dieser Welt die Zahlenverhältnisse, welche zeigen, wie unser äußeres Leben geregelt ist. Lange Zeiten menschlicher Kulturentwickelung hat es bedurft, um dieses herauszufinden. Aber wieviel wissen wir eigentlich von dieser Regelmäßigkeit? — Und da müssen wir sagen: Unendlich wenig wissen wir. Langsam und allmählich haben wir einiges von der göttlichen Weisheit erkundet. Aber gerade wenn wir die schönsten und wichtigsten Dinge der Weisheit aufnehmen, mahnt sie uns zur Demut. Sie zeigt, wie wenig wir das Leben umspannen können mit den Gedanken, die wir haben. Diese Betrachtung ist dann ein Ansporn dafür, weiter zu streben nach dem Lichte.

[ 9 ] Ich sage das aber nicht nur, um anzudeuten, wie kompliziert diese äußeren Verhältnisse sind, sondern ich möchte zugleich darauf hinweisen, daß wir Menschen aus allen solchen Erkenntnissen eine moralische Konsequenz ziehen können. Und das ist das, was die Geisteswissenschaft uns als so unendlich Wichtiges gibt. Wir können sagen: Ich stehe in dieser Welt, ich finde in dieser Welt die Zahlenverhältnisse, welche zeigen, wie unser äußeres Leben geregelt ist. Lange Zeiten menschlicher Kulturentwickelung hat es bedurft, um dieses herauszufinden. Aber wieviel wissen wir eigentlich von dieser Regelmäßigkeit? — Und da müssen wir sagen: Unendlich wenig wissen wir. Langsam und allmählich haben wir einiges von der göttlichen Weisheit erkundet. Aber gerade wenn wir die schönsten und wichtigsten Dinge der Weisheit aufnehmen, mahnt sie uns zur Demut. Sie zeigt, wie wenig wir das Leben umspannen können mit den Gedanken, die wir haben. Diese Betrachtung ist dann ein Ansporn dafür, weiter zu streben nach dem Lichte.

[ 10 ] Dieses moralische Gefühl, diese Ehrfurcht gegenüber der Weltenweisheit ist dasjenige, was wir erwerben können, und was uns zu besseren Menschen macht. Und dieses Gefühl der Weisheit gegenüber erwerben wir uns, das kommt über uns, wenn wir erkennen, daß diese Weisheit uns nahegestanden hat in unserem Zwischenleben zwischen Tod und neuer Geburt. Wenn die Notwendigkeit sich für uns ergibt, zu neuem irdischem Dasein herunterzusteigen, wählen wir, in welchen Zug wir einsteigen müssen, um unser Karma zu erfüllen. Da tritt die Entscheidung an uns heran, und wir entscheiden uns, ob dieses oder jenes Familienband, diese oder jene Eltern zu wählen sind. Aber keine Antwort fänden wir, wenn wir jetzt gefragt würden, welches die bessere Inkarnation für uns sei, ob in dieser oder in jener Familie. Also vor unserer Inkarnation sind wir gescheiter als in unserem physischen Dasein, denn damals, vor unserer Verkörperung, haben wir die richtige Wahl getroffen. Diesem Gefühl, daß wir nach der Inkarnation nicht gescheiter geworden sind als vorher, kann kein Stolz entspringen auf das, was wir errungen haben.

[ 10 ] Dieses moralische Gefühl, diese Ehrfurcht gegenüber der Weltenweisheit ist dasjenige, was wir erwerben können, und was uns zu besseren Menschen macht. Und dieses Gefühl der Weisheit gegenüber erwerben wir uns, das kommt über uns, wenn wir erkennen, daß diese Weisheit uns nahegestanden hat in unserem Zwischenleben zwischen Tod und neuer Geburt. Wenn die Notwendigkeit sich für uns ergibt, zu neuem irdischem Dasein herunterzusteigen, wählen wir, in welchen Zug wir einsteigen müssen, um unser Karma zu erfüllen. Da tritt die Entscheidung an uns heran, und wir entscheiden uns, ob dieses oder jenes Familienband, diese oder jene Eltern zu wählen sind. Aber keine Antwort fänden wir, wenn wir jetzt gefragt würden, welches die bessere Inkarnation für uns sei, ob in dieser oder in jener Familie. Also vor unserer Inkarnation sind wir gescheiter als in unserem physischen Dasein, denn damals, vor unserer Verkörperung, haben wir die richtige Wahl getroffen. Diesem Gefühl, daß wir nach der Inkarnation nicht gescheiter geworden sind als vorher, kann kein Stolz entspringen auf das, was wir errungen haben.

[ 11 ] Warum sind wir denn so viel gescheiter vor der Geburt, wo wir richtig wählen können? Allein wären wir es nicht, sondern in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt werden wir durchdrungen von anderen Kräften als in dem Augenblick, da wir ins physische Dasein eintreten. Beim Eintritt ins physische Dasein werden wir durchdrungen von den Stoffen der Erdenreiche, die um uns herum sind, von Sauerstoff, Stickstoff und so weiter; die nehmen wir in uns auf, die sind dann in unseren Leibeshüllen. Wenn wir den Körper ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen und zwischen Tod und neuer Geburt leben, werden wir von den Wesenheiten der höheren Hierarchien aufgenommen. Wie wir hier in den verschiedenen Reichen leben, mit Tieren, Pflanzen, Mineralien, so leben wir dort mit den Archai, mit Erzengeln und Engeln. In deren Wesen werden wir eingefügt, wie wir hier eingefügt sind in die physischen Stoffe. Wie diese Stoffe hier ihre Gesetze geltend machen, wie das Eisen im Blute pulsiert nach seinen Gesetzen, so sind die Wesenheiten der höheren Hierarchien zwischen Tod und neuer Geburt in uns tätig, und ihre Weisheit schiebt uns hinein in den richtigen Zug des Daseins. Die Wesenheiten der höheren Hierarchien haben die Weisheit in sich, wie wir die physischen Stoffe in uns haben. Und es ist durchaus gerechtfertigt, wenn Demut dasjenige ist, was als moralische Folge über uns kommt; wenn wir uns recht vor Augen führen, welch einen geringen Teil der erhabenen Weisheit dieser Wesen wir bis jetzt im physischen Leben in uns aufgenommen haben. Zwischen Tod und neuer Geburt werden wir in den Schoß dieser Wesenheiten der höheren Hierarchien hineingebettet, wir müssen uns ihnen hingeben. Dies nicht wollen, hieße dasselbe, wie wenn wir leben wollten, ohne die physischen Stoffe Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter in uns aufzunehmen. Absurd wäre es, leben zu wollen ohne volle Hingabe an die Wesenheiten der höheren Hierarchien.

[ 11 ] Warum sind wir denn so viel gescheiter vor der Geburt, wo wir richtig wählen können? Allein wären wir es nicht, sondern in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt werden wir durchdrungen von anderen Kräften als in dem Augenblick, da wir ins physische Dasein eintreten. Beim Eintritt ins physische Dasein werden wir durchdrungen von den Stoffen der Erdenreiche, die um uns herum sind, von Sauerstoff, Stickstoff und so weiter; die nehmen wir in uns auf, die sind dann in unseren Leibeshüllen. Wenn wir den Körper ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen und zwischen Tod und neuer Geburt leben, werden wir von den Wesenheiten der höheren Hierarchien aufgenommen. Wie wir hier in den verschiedenen Reichen leben, mit Tieren, Pflanzen, Mineralien, so leben wir dort mit den Archai, mit Erzengeln und Engeln. In deren Wesen werden wir eingefügt, wie wir hier eingefügt sind in die physischen Stoffe. Wie diese Stoffe hier ihre Gesetze geltend machen, wie das Eisen im Blute pulsiert nach seinen Gesetzen, so sind die Wesenheiten der höheren Hierarchien zwischen Tod und neuer Geburt in uns tätig, und ihre Weisheit schiebt uns hinein in den richtigen Zug des Daseins. Die Wesenheiten der höheren Hierarchien haben die Weisheit in sich, wie wir die physischen Stoffe in uns haben. Und es ist durchaus gerechtfertigt, wenn Demut dasjenige ist, was als moralische Folge über uns kommt; wenn wir uns recht vor Augen führen, welch einen geringen Teil der erhabenen Weisheit dieser Wesen wir bis jetzt im physischen Leben in uns aufgenommen haben. Zwischen Tod und neuer Geburt werden wir in den Schoß dieser Wesenheiten der höheren Hierarchien hineingebettet, wir müssen uns ihnen hingeben. Dies nicht wollen, hieße dasselbe, wie wenn wir leben wollten, ohne die physischen Stoffe Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter in uns aufzunehmen. Absurd wäre es, leben zu wollen ohne volle Hingabe an die Wesenheiten der höheren Hierarchien.

[ 12 ] Wer das bedenkt, daß er jene Zeit zwischen Tod und neuer Geburt hingegeben sein muß an die Wesenheiten der höheren Hierarchien, wird sich fragen: Welches ist die beste Vorbereitung auf jene Zeit? — Und er wird sich die Antwort geben: Die beste Vorbereitung ist, jetzt schon, zwischen Geburt und Tod, dieses Gefühl der Hingabe an die söttlich-geistige Welt zu entfalten. — Verehrung und Hingabe wird dasjenige, was wir aufnehmen, wenn wir uns in rechter Weise mit den richtigen Gefühlen durchdringen. Demut und Hingabe an die geistige Welt wird alle unsere Empfindungen durchdringen.

[ 12 ] Wer das bedenkt, daß er jene Zeit zwischen Tod und neuer Geburt hingegeben sein muß an die Wesenheiten der höheren Hierarchien, wird sich fragen: Welches ist die beste Vorbereitung auf jene Zeit? — Und er wird sich die Antwort geben: Die beste Vorbereitung ist, jetzt schon, zwischen Geburt und Tod, dieses Gefühl der Hingabe an die söttlich-geistige Welt zu entfalten. — Verehrung und Hingabe wird dasjenige, was wir aufnehmen, wenn wir uns in rechter Weise mit den richtigen Gefühlen durchdringen. Demut und Hingabe an die geistige Welt wird alle unsere Empfindungen durchdringen.

[ 13 ] Wenn der Mensch anfängt, so zu denken und zu leben, dann findet er auch das Gleichmaß gegenüber der ihn umgebenden Welt. Diese Gedanken regeln und harmonisieren auch seine übrigen Empfindungen. In die Theosophie werden viele Untugenden der äußeren Welt hereingetragen. Sie kommen nicht von der 'Theosophie her, sondern daher, daß die Menschen sie von draußen hereintragen. Denken wir uns einmal einen Menschen, der draußen in der Welt fleißig und emsig war, aber so, daß diejenigen, die in seiner Umgebung leben, sagen: Es ist Ehrgeiz, was ihn emsig sein läßt, er übernimmt sich, er ruiniert seine Kräfte, er achtet nicht darauf, daß dies Arbeiten eine Grenze haben muß. — Nunmehr kommt er an die Theosophie heran. Da begegnet er ganz anderen Ideen, als er sie vorher gehabt hat. Aber diese allgemeine Eigenschaft, die er draußen hatte, kann er auch in die Theosophie hineintragen. Da hört er etwa, daß ein gewisses Studium notwendig ist, um die Seele vorwärtszubringen. Nun, so studiert er, aber er studiert so wie ein Student, der seinen Kollegen den Rang ablaufen will. Er sollte lernen, Gleichmaß zu üben in seinen Kräften; er sollte beachten lernen, wieviel er nach den ihm karmisch zugeteilten Kräften leisten kann; er sollte nicht im Übermaß theosophische Studien treiben. So hat er vielleicht gehört, daß es für die spirituelle Entwickelung gut sein soll, kein Fleisch zu essen, und er fragt sich nicht: Ist es auch für meinen Körper gut? — Er enthält sich des Fleisches, um seine Entwickelung zu beschleunigen. Aber wir sollen durch die Theosophie lernen: Ich habe erst zu erforschen, ob mein Karma erlaubt, daß ich gleich die höchsten Regeln befolge. - Ruhige und demütige Beobachtung des eigenen Karmas, der eigenen Fähigkeiten und Kräfte eignen wir uns an, wenn wir uns in der richtigen Weise einlassen auf das, was die Geisteswissenschaft uns geben kann. Gerade diejenigen, die okkult am meisten fortgeschritten sind, beobachten die geltende Regel des Gleichmaßes am genauesten. Manchmal geschieht jedoch das Gegenteil: Wenn die äußeren Verhältnisse einer richtigen Schulung widerstreben, so will man sich Zwang antun, man drängt zu dem gesteckten Ziele hin, man rackert sich im Geiste ab, um auf eine Frage, die auftaucht, sogleich eine Antwort zu erhalten. Der Fortgeschrittene tut dies nie. Er wird sich zunächst klarmachen: Diese Frage liegt vor. Dann prüft er sich: Bist du jetzt in diesem Augenblick fähig, volle Antwort auf die Frage zu erlangen? Warte einmal - so sagt er sich —, ob die Wesenheiten aus der geistigen Welt dir diese Antwort zuteil werden lassen. - Wenn er erst zerren und schieben soll, verzichtet er vorläufig. Er weiß, er muß warten. Er kann warten, weil er von der Ewigkeitsdauer des Lebens durchdrungen ist, und weil er weiß, daß das Karma, das er nicht außer acht läßt, jedem gibt, was ihm werden soll. Dann kommt irgendein Zeitpunkt, da bekommt er einen inneren Wink, und die Mächte der geistigen Welt offenbaren ihm die Antwort. Vielleicht geschieht das nach Jahren, vielleicht erst nach mehreren Inkarnationen. Das charakterisiert die richtige Gesinnung: Warten können, Geduld, Gleichmaß entwickeln, nichts übereilen.

[ 13 ] Wenn der Mensch anfängt, so zu denken und zu leben, dann findet er auch das Gleichmaß gegenüber der ihn umgebenden Welt. Diese Gedanken regeln und harmonisieren auch seine übrigen Empfindungen. In die Theosophie werden viele Untugenden der äußeren Welt hereingetragen. Sie kommen nicht von der 'Theosophie her, sondern daher, daß die Menschen sie von draußen hereintragen. Denken wir uns einmal einen Menschen, der draußen in der Welt fleißig und emsig war, aber so, daß diejenigen, die in seiner Umgebung leben, sagen: Es ist Ehrgeiz, was ihn emsig sein läßt, er übernimmt sich, er ruiniert seine Kräfte, er achtet nicht darauf, daß dies Arbeiten eine Grenze haben muß. — Nunmehr kommt er an die Theosophie heran. Da begegnet er ganz anderen Ideen, als er sie vorher gehabt hat. Aber diese allgemeine Eigenschaft, die er draußen hatte, kann er auch in die Theosophie hineintragen. Da hört er etwa, daß ein gewisses Studium notwendig ist, um die Seele vorwärtszubringen. Nun, so studiert er, aber er studiert so wie ein Student, der seinen Kollegen den Rang ablaufen will. Er sollte lernen, Gleichmaß zu üben in seinen Kräften; er sollte beachten lernen, wieviel er nach den ihm karmisch zugeteilten Kräften leisten kann; er sollte nicht im Übermaß theosophische Studien treiben. So hat er vielleicht gehört, daß es für die spirituelle Entwickelung gut sein soll, kein Fleisch zu essen, und er fragt sich nicht: Ist es auch für meinen Körper gut? — Er enthält sich des Fleisches, um seine Entwickelung zu beschleunigen. Aber wir sollen durch die Theosophie lernen: Ich habe erst zu erforschen, ob mein Karma erlaubt, daß ich gleich die höchsten Regeln befolge. - Ruhige und demütige Beobachtung des eigenen Karmas, der eigenen Fähigkeiten und Kräfte eignen wir uns an, wenn wir uns in der richtigen Weise einlassen auf das, was die Geisteswissenschaft uns geben kann. Gerade diejenigen, die okkult am meisten fortgeschritten sind, beobachten die geltende Regel des Gleichmaßes am genauesten. Manchmal geschieht jedoch das Gegenteil: Wenn die äußeren Verhältnisse einer richtigen Schulung widerstreben, so will man sich Zwang antun, man drängt zu dem gesteckten Ziele hin, man rackert sich im Geiste ab, um auf eine Frage, die auftaucht, sogleich eine Antwort zu erhalten. Der Fortgeschrittene tut dies nie. Er wird sich zunächst klarmachen: Diese Frage liegt vor. Dann prüft er sich: Bist du jetzt in diesem Augenblick fähig, volle Antwort auf die Frage zu erlangen? Warte einmal - so sagt er sich —, ob die Wesenheiten aus der geistigen Welt dir diese Antwort zuteil werden lassen. - Wenn er erst zerren und schieben soll, verzichtet er vorläufig. Er weiß, er muß warten. Er kann warten, weil er von der Ewigkeitsdauer des Lebens durchdrungen ist, und weil er weiß, daß das Karma, das er nicht außer acht läßt, jedem gibt, was ihm werden soll. Dann kommt irgendein Zeitpunkt, da bekommt er einen inneren Wink, und die Mächte der geistigen Welt offenbaren ihm die Antwort. Vielleicht geschieht das nach Jahren, vielleicht erst nach mehreren Inkarnationen. Das charakterisiert die richtige Gesinnung: Warten können, Geduld, Gleichmaß entwickeln, nichts übereilen.

[ 14 ] Wer in richtiger Weise die Lehren der Geisteswissenschaft auf sich wirken läßt, wird durch diese Lehren seine Gefühle und Empfindungen so meistern können, daß sie ihn ein solches Gleichmaß, eine solche Harmonie beobachten lassen. Bei dieser Gesinnung durchdringen wir den Astralleib vom Ich aus so, daß dieser Astralleib die Wahrheiten aus der spirituellen Welt in sich aufnimmt, wenn ich einen trivialen Vergleich gebrauchen darf, wie ein Schwamm das Wasser aufnimmt, in das er eingetaucht ist. Die Geist-Erkenntnis geht allmählich in den Astralleib hinein, und der Astralleib wird von ihr durchdrungen. Wir leben heute in einem Zeitalter, wo es notwendig ist und wo es immer mehr notwendig wird, daß wir den Astralleib mit spiritueller Weisheit durchdringen. Immer mehr ändern sich die Zeiten dahingehend, daß der Astralleib des Menschen, der durch die Pforte des Todes schreitet und darnach wieder künftige Inkarnationen antritt, in Finsternis getaucht sein wird, so daß er sich nicht mehr auskennt in der geistigen Welt, falls er jetzt nicht von spiritueller Erkenntnis durchdrungen ist. Wenn er aber durchdrungen sein wird von der Geist-Erkenntnis, die wir jetzt aufnehmen, dann wird er zum Lichtquell werden, er wird die Umgebung durchleuchten. Die Weisheit, die wir hier aufnehmen, wird zum Lichte in der spirituellen Welt.

[ 14 ] Wer in richtiger Weise die Lehren der Geisteswissenschaft auf sich wirken läßt, wird durch diese Lehren seine Gefühle und Empfindungen so meistern können, daß sie ihn ein solches Gleichmaß, eine solche Harmonie beobachten lassen. Bei dieser Gesinnung durchdringen wir den Astralleib vom Ich aus so, daß dieser Astralleib die Wahrheiten aus der spirituellen Welt in sich aufnimmt, wenn ich einen trivialen Vergleich gebrauchen darf, wie ein Schwamm das Wasser aufnimmt, in das er eingetaucht ist. Die Geist-Erkenntnis geht allmählich in den Astralleib hinein, und der Astralleib wird von ihr durchdrungen. Wir leben heute in einem Zeitalter, wo es notwendig ist und wo es immer mehr notwendig wird, daß wir den Astralleib mit spiritueller Weisheit durchdringen. Immer mehr ändern sich die Zeiten dahingehend, daß der Astralleib des Menschen, der durch die Pforte des Todes schreitet und darnach wieder künftige Inkarnationen antritt, in Finsternis getaucht sein wird, so daß er sich nicht mehr auskennt in der geistigen Welt, falls er jetzt nicht von spiritueller Erkenntnis durchdrungen ist. Wenn er aber durchdrungen sein wird von der Geist-Erkenntnis, die wir jetzt aufnehmen, dann wird er zum Lichtquell werden, er wird die Umgebung durchleuchten. Die Weisheit, die wir hier aufnehmen, wird zum Lichte in der spirituellen Welt.

[ 15 ] Wenn wir uns nun fragen, warum die Theosophie erst heute gekommen ist, warum sie nicht schon früher da war, müssen wir sagen: Sie ist deshalb nicht gekommen, weil es früher eine uralte Weisheit gab, die sich dem Menschen einprägte, ohne daß er etwas dazu zu tun brauchte. Sie fand sich wie eine Art von Erbgut, das die Menschen vom alten Monde her bekommen haben. Mit diesem Erbgut konnten sie in die geistige Welt eindringen. Es hielt an bis in die christlichen Zeiten. Dann aber konnte der Mensch nicht mehr länger unmittelbar aufnehmen, was geistige Weisheit ist. Er muß erst die Seele mit der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis durchdringen, und diese wird dann die Macht sein, welche bewirkt, daß der Mensch in der Zukunft mit dem Licht seiner Seele in die geistige Welt eintreten wird. Die menschheitlichen Verhältnisse ändern sich eben von Epoche zu Epoche.

[ 15 ] Wenn wir uns nun fragen, warum die Theosophie erst heute gekommen ist, warum sie nicht schon früher da war, müssen wir sagen: Sie ist deshalb nicht gekommen, weil es früher eine uralte Weisheit gab, die sich dem Menschen einprägte, ohne daß er etwas dazu zu tun brauchte. Sie fand sich wie eine Art von Erbgut, das die Menschen vom alten Monde her bekommen haben. Mit diesem Erbgut konnten sie in die geistige Welt eindringen. Es hielt an bis in die christlichen Zeiten. Dann aber konnte der Mensch nicht mehr länger unmittelbar aufnehmen, was geistige Weisheit ist. Er muß erst die Seele mit der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis durchdringen, und diese wird dann die Macht sein, welche bewirkt, daß der Mensch in der Zukunft mit dem Licht seiner Seele in die geistige Welt eintreten wird. Die menschheitlichen Verhältnisse ändern sich eben von Epoche zu Epoche.

[ 16 ] Aller Okkultismus weiß, daß es eine Weisheit gibt, die vom alten Monde her kommt und in ihren Resten noch wirkte bis ins 15. und 16. Jahrhundert, so daß die Menschen, wenn sie in die geistige Welt kamen, das Licht erschauten, das ohne ihr Zutun leuchtete. Heute aber können wir von dieser alten Weisheit, die als altes Erbgut in der Menschheit überliefert war, soviel wir wollen mit der Seele aufnehmen - sie leuchtet nicht mehr, nachdem die Menschen durch die Pforte des Todes gegangen sind. Nur die Weisheit, welche die Menschen aufnehmen durch Christus, indem sie sagen: Nicht ich, sondern der Christus in mir —, nur diese Weisheit wird ein leuchtendes Licht sein für den künftigen Durchgang des Menschen durch die Pforte des Todes. So nehmen wir die durchchristete Geisteswissenschaft auf, um einen Lichtquell im Astralleib zu haben, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten.

[ 16 ] Aller Okkultismus weiß, daß es eine Weisheit gibt, die vom alten Monde her kommt und in ihren Resten noch wirkte bis ins 15. und 16. Jahrhundert, so daß die Menschen, wenn sie in die geistige Welt kamen, das Licht erschauten, das ohne ihr Zutun leuchtete. Heute aber können wir von dieser alten Weisheit, die als altes Erbgut in der Menschheit überliefert war, soviel wir wollen mit der Seele aufnehmen - sie leuchtet nicht mehr, nachdem die Menschen durch die Pforte des Todes gegangen sind. Nur die Weisheit, welche die Menschen aufnehmen durch Christus, indem sie sagen: Nicht ich, sondern der Christus in mir —, nur diese Weisheit wird ein leuchtendes Licht sein für den künftigen Durchgang des Menschen durch die Pforte des Todes. So nehmen wir die durchchristete Geisteswissenschaft auf, um einen Lichtquell im Astralleib zu haben, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten.

[ 17 ] Wenn wir aber diese durchchristete Geist-Erkenntnis aufnehmen, wenn wir unseren Astralleib mit ihr durchdringen, dann bleibt sie nicht bloße Weisheit, dann durchdringt sie unsere Gefühle. Wir lernen, was auf dem alten Saturn, was auf der alten Sonne und dem alten Monde vor sich gegangen ist und was die Aufgabe der Erde ist. Wenn Sie sich hineinlesen in die Schilderungen, die in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» gegeben sind, werden Sie empfinden, daß die Schilderung beim Saturn einen ganz anderen Grundton aufweist als bei den anderen planetarischen Zuständen. Bei Schilderung des Saturnzustandes ist es so, daß Sie fühlen können, wie die Verhältnisse in einer gewissen Herbigkeit geschildert sind. Das können Sie in der Seele fühlen, und das ist notwendig. Das Sonnendasein können Sie empfinden, als ob blühendes, sprossendes Leben da wäre. Die Mondenschilderung können Sie empfinden, als ob ein gewisser melancholisch düsterer Zug die Menge der da gegebenen Begriffe durchzöge. Ein sensitiver Mensch kann das bis in den Geschmackssinn hinein wahrnehmen, bis auf die Zunge.

[ 17 ] Wenn wir aber diese durchchristete Geist-Erkenntnis aufnehmen, wenn wir unseren Astralleib mit ihr durchdringen, dann bleibt sie nicht bloße Weisheit, dann durchdringt sie unsere Gefühle. Wir lernen, was auf dem alten Saturn, was auf der alten Sonne und dem alten Monde vor sich gegangen ist und was die Aufgabe der Erde ist. Wenn Sie sich hineinlesen in die Schilderungen, die in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» gegeben sind, werden Sie empfinden, daß die Schilderung beim Saturn einen ganz anderen Grundton aufweist als bei den anderen planetarischen Zuständen. Bei Schilderung des Saturnzustandes ist es so, daß Sie fühlen können, wie die Verhältnisse in einer gewissen Herbigkeit geschildert sind. Das können Sie in der Seele fühlen, und das ist notwendig. Das Sonnendasein können Sie empfinden, als ob blühendes, sprossendes Leben da wäre. Die Mondenschilderung können Sie empfinden, als ob ein gewisser melancholisch düsterer Zug die Menge der da gegebenen Begriffe durchzöge. Ein sensitiver Mensch kann das bis in den Geschmackssinn hinein wahrnehmen, bis auf die Zunge.

[ 18 ] Toren werden sagen: Die Schilderungen sind ungleich, der Stil ist nicht festgehalten. Wir sollen aber wissen, daß dies notwendig ist, und aus welchem Grunde. Wir müssen wissen, warum eine Melodie von drei bestimmten Tönen notwendig ist, die jeweils erklingen müssen aus den Worten, und wenn wir es wissen, können wir es auch umwandeln in Gefühle und die Gefühle in die Welt hinaussenden. Die Gefühle, die wir so in uns entzünden, verwandeln sich. Das, was da als Weisheit in den Astralleib aufgenommen wird, verwandelt sich in ein freiwilliges Hingegebensein an die Weltverhältnisse, und das ergreift dann unseren Atherleib. Wenn wir weise sind, bereiten wir den Weg vor. Die Kräfte, mit denen wir heruntersteigen in die nächsten Inkarnationen, formen und durchdringen den Ätherleib. Haben wir den Ätherleib so durchdrungen mit echter, rechter Frömmigkeit, und er wird dann aufgelöst im allgemeinen Weltenäther, so haben wir an das Weltenall einen Atherleib abgegeben, der von Frömmigkeit durchdrungen ist und der ganzen Welt zugute kommt. Sind wir aber unfromm, materialistisch, dann legen wir einen Ätherleib ab, der zersprengend, zerstörend wirkt, wenn er aufgelöst werden soll im allgemeinen Weltenäther. In dem Maße, wie wir weise sind, dienen wir uns zwar unmittelbar selber, aber indirekt auch der Welt. In dem Maße, wie wir fromm sind, dienen wir der Welt unmittelbar, denn die Frömmigkeit wird der ganzen Welt mitgeteilt. Und Geisteswissenschaft kann nicht nur Weisheit und Frömmigkeit geben, sondern auch Sicherheit und Besinnung auf die Lebenskräfte des Leibes. Schon der bewußte Zusammenhang mit der spirituellen Welt gibt solche Lebenskräfte.

[ 18 ] Toren werden sagen: Die Schilderungen sind ungleich, der Stil ist nicht festgehalten. Wir sollen aber wissen, daß dies notwendig ist, und aus welchem Grunde. Wir müssen wissen, warum eine Melodie von drei bestimmten Tönen notwendig ist, die jeweils erklingen müssen aus den Worten, und wenn wir es wissen, können wir es auch umwandeln in Gefühle und die Gefühle in die Welt hinaussenden. Die Gefühle, die wir so in uns entzünden, verwandeln sich. Das, was da als Weisheit in den Astralleib aufgenommen wird, verwandelt sich in ein freiwilliges Hingegebensein an die Weltverhältnisse, und das ergreift dann unseren Atherleib. Wenn wir weise sind, bereiten wir den Weg vor. Die Kräfte, mit denen wir heruntersteigen in die nächsten Inkarnationen, formen und durchdringen den Ätherleib. Haben wir den Ätherleib so durchdrungen mit echter, rechter Frömmigkeit, und er wird dann aufgelöst im allgemeinen Weltenäther, so haben wir an das Weltenall einen Atherleib abgegeben, der von Frömmigkeit durchdrungen ist und der ganzen Welt zugute kommt. Sind wir aber unfromm, materialistisch, dann legen wir einen Ätherleib ab, der zersprengend, zerstörend wirkt, wenn er aufgelöst werden soll im allgemeinen Weltenäther. In dem Maße, wie wir weise sind, dienen wir uns zwar unmittelbar selber, aber indirekt auch der Welt. In dem Maße, wie wir fromm sind, dienen wir der Welt unmittelbar, denn die Frömmigkeit wird der ganzen Welt mitgeteilt. Und Geisteswissenschaft kann nicht nur Weisheit und Frömmigkeit geben, sondern auch Sicherheit und Besinnung auf die Lebenskräfte des Leibes. Schon der bewußte Zusammenhang mit der spirituellen Welt gibt solche Lebenskräfte.

[ 19 ] Ich habe schon öfter erwähnt, daß Fichte, der an der Pforte der Theosophie stand, etwas von diesen Zusammenhängen wußte. In ihm lebte eine solche Lebenssicherheit, daß er sagen konnte, als er über das Wesen des Menschen sprach: «Ich hebe mein Haupt kühn empor zu dem drohenden Felsengebirge und zu dem tobenden Wassersturz und zu den krachenden, in einem Feuermeer schwimmenden Wolken und sage: Ich bin ewig und trotze eurer Macht! Brecht alle herab auf mich, und du Erde und du Himmel vermischt euch im wilden Tumulte, und ihr Elemente alle schäumet und tobet und zerreibet im wilden Kampfe das letzte Sonnenstäubchen des Körpers, den ich mein nenne — mein Wille allein mit seinem festen Plane soll kühn und kalt über den Trümmern des Weltalls schweben. Denn ich habe meine Bestimmung ergriffen, und sie ist dauernder als ihr; sie ist ewig und ich bin ewig wie sie,» — Lebenssicherheit quillt aus dem Bewußtsein, daß der Mensch im Ewigen des Geistes wandelt. Kann ein Mensch schwach werden, der so im Ewigen des Geistes wurzelt? Geist-Erkenntnis ist es, die immer mehr von solcher Kraft in uns hineingießt.

[ 19 ] Ich habe schon öfter erwähnt, daß Fichte, der an der Pforte der Theosophie stand, etwas von diesen Zusammenhängen wußte. In ihm lebte eine solche Lebenssicherheit, daß er sagen konnte, als er über das Wesen des Menschen sprach: «Ich hebe mein Haupt kühn empor zu dem drohenden Felsengebirge und zu dem tobenden Wassersturz und zu den krachenden, in einem Feuermeer schwimmenden Wolken und sage: Ich bin ewig und trotze eurer Macht! Brecht alle herab auf mich, und du Erde und du Himmel vermischt euch im wilden Tumulte, und ihr Elemente alle schäumet und tobet und zerreibet im wilden Kampfe das letzte Sonnenstäubchen des Körpers, den ich mein nenne — mein Wille allein mit seinem festen Plane soll kühn und kalt über den Trümmern des Weltalls schweben. Denn ich habe meine Bestimmung ergriffen, und sie ist dauernder als ihr; sie ist ewig und ich bin ewig wie sie,» — Lebenssicherheit quillt aus dem Bewußtsein, daß der Mensch im Ewigen des Geistes wandelt. Kann ein Mensch schwach werden, der so im Ewigen des Geistes wurzelt? Geist-Erkenntnis ist es, die immer mehr von solcher Kraft in uns hineingießt.

[ 20 ] Was erwächst uns aus dieser Kraft? Weisheit gibt dem Astralleib das, wodurch wir immer mehr über die hemmenden Kräfte hinwegkommen. Frömmigkeit regelt die Kräfte und die richtige Gliederung des Ätherleibes. Was aber so in unseren Leib hineinströmt dadurch, daß wir von unserem Zusammenhang mit dem Ewigen wissen, das ist Lebenssicherheit, und sie teilt sich bis in die Kräfte des physischen Leibes uns selber mit. Wenn wir diese besitzen, dann weichen von uns Maja, Illusion und Täuschung. Illusion ist es, wenn jemand sagt: Unser physischer Leib zerfällt bei unserem Tode nur in Erdenstaub. — Nein. Wie der physische Leib einmal zusammengefügt war, wie der Mensch ihn geformt hat, ist nicht gleichgültig. Wenn eine solche Sicherheit im Ewigen diesen physischen Leib durchzieht, dann geben wir der Erde das zurück, was wir als Sicherheit des Lebens uns angeeignet haben. Wir befestigen unseren Erdenplaneten mit dem, was wir uns während unseres Lebens erwarben. Unsere Lebenssicherheit geben wir durch den physischen Leib der Welt. In dem zerfallenden physischen Leib ist das Zerfallende nur Maja. Wer den physischen Leib durch den Tod verfolgt, sieht, daß der Grad von Lebenssicherheit, den der Mensch während des Lebens erworben hat, in unsere Erde hineinfließt.

[ 20 ] Was erwächst uns aus dieser Kraft? Weisheit gibt dem Astralleib das, wodurch wir immer mehr über die hemmenden Kräfte hinwegkommen. Frömmigkeit regelt die Kräfte und die richtige Gliederung des Ätherleibes. Was aber so in unseren Leib hineinströmt dadurch, daß wir von unserem Zusammenhang mit dem Ewigen wissen, das ist Lebenssicherheit, und sie teilt sich bis in die Kräfte des physischen Leibes uns selber mit. Wenn wir diese besitzen, dann weichen von uns Maja, Illusion und Täuschung. Illusion ist es, wenn jemand sagt: Unser physischer Leib zerfällt bei unserem Tode nur in Erdenstaub. — Nein. Wie der physische Leib einmal zusammengefügt war, wie der Mensch ihn geformt hat, ist nicht gleichgültig. Wenn eine solche Sicherheit im Ewigen diesen physischen Leib durchzieht, dann geben wir der Erde das zurück, was wir als Sicherheit des Lebens uns angeeignet haben. Wir befestigen unseren Erdenplaneten mit dem, was wir uns während unseres Lebens erwarben. Unsere Lebenssicherheit geben wir durch den physischen Leib der Welt. In dem zerfallenden physischen Leib ist das Zerfallende nur Maja. Wer den physischen Leib durch den Tod verfolgt, sieht, daß der Grad von Lebenssicherheit, den der Mensch während des Lebens erworben hat, in unsere Erde hineinfließt.

[ 21 ] So befestigen wir im Astralleib, im Atherleib und im physischen Leib durch Weisheit, Frömmigkeit und Lebenssicherheit dasjenige, was wir als Mensch als unser Bestes erarbeiten können für die ganze Evolution unserer Erde. So arbeiten wir an unserem Erdenplaneten, erwerben wir uns aber auch ein Gefühl dafür, daß der Mensch nicht einzeln, isoliert dasteht, sondern daß das, was er erarbeitet in seiner Seele, Wert und Bedeutung für das Ganze hat. Und wie kein Sonnenstäubchen ist, das die Gesetze des Weltalls nicht in sich trägt, so ist kein Mensch, der nicht durch das, was er tut und läßt, das Weltall aufbaut und zerstört. Wir können ebensoviel dem fortschreitenden Weltprozeß geben, wie wir ihm nehmen, wie wir von ihm herausbröckeln können dadurch, daß wir uns nicht um den Werdegang kümmern, daß wir uns nicht mit Frömmigkeit durchdringen, uns nicht Lebenssicherheit erwerben. Durch diese Unterlassungen wirken wir ebenso an der Zerstörung des Planeten mit, wie wir durch die Aneignung von Weisheit, Frömmigkeit und Lebenssicherheit ihn aufbauen. So ahnen wir allmählich, was die Geisteswissenschaft gefühlsmäßig uns werden kann, wenn sie den ganzen Menschen ergreift.

[ 21 ] So befestigen wir im Astralleib, im Atherleib und im physischen Leib durch Weisheit, Frömmigkeit und Lebenssicherheit dasjenige, was wir als Mensch als unser Bestes erarbeiten können für die ganze Evolution unserer Erde. So arbeiten wir an unserem Erdenplaneten, erwerben wir uns aber auch ein Gefühl dafür, daß der Mensch nicht einzeln, isoliert dasteht, sondern daß das, was er erarbeitet in seiner Seele, Wert und Bedeutung für das Ganze hat. Und wie kein Sonnenstäubchen ist, das die Gesetze des Weltalls nicht in sich trägt, so ist kein Mensch, der nicht durch das, was er tut und läßt, das Weltall aufbaut und zerstört. Wir können ebensoviel dem fortschreitenden Weltprozeß geben, wie wir ihm nehmen, wie wir von ihm herausbröckeln können dadurch, daß wir uns nicht um den Werdegang kümmern, daß wir uns nicht mit Frömmigkeit durchdringen, uns nicht Lebenssicherheit erwerben. Durch diese Unterlassungen wirken wir ebenso an der Zerstörung des Planeten mit, wie wir durch die Aneignung von Weisheit, Frömmigkeit und Lebenssicherheit ihn aufbauen. So ahnen wir allmählich, was die Geisteswissenschaft gefühlsmäßig uns werden kann, wenn sie den ganzen Menschen ergreift.