The Revelations of Karma
GA 127
26 December 1911, Hanover
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Die Mission der neuen Geistesoffenbarung
16. Die Geburt des Sonnengeistes als Erdengeist
16. Die Geburt des Sonnengeistes als Erdengeist
[ 1 ] Wenn wir in dieser Zeit am Tannenbaum die Lichter anzünden, dann ist es der Menschenseele so, als ob ein Sinnbild eines Ewigen vor ihrem geistigen Auge erstünde und als ob dieses Sinnbild in urfernster Vergangenheit immer dasselbe hätte sein können. Denn wenn im Herbste die Natur draußen allmählich dahinwelkt, wenn die Sonnenwerke im äußeren Lichte sozusagen schlafen gehen und die Menschenseele die äußeren Organe abwenden muß von dem, was die Offenbarungen der Sinneswelt sind, dann hat diese Menschenseele die Gelegenheit, und nicht nur die Gelegenheit, sie fühlt die Aufforderung, in ihr tiefstes Inneres einzukehren, um zu fühlen, zu empfinden: Jetzt ist die Zeit, da das äußere Sonnenlicht am wenigsten scheint, da die äußere Sonnenwärme am wenigsten wärmt, die Zeit, da die Seele sich zurückziehen kann in die äußere Finsternis, dafür aber durch die Wege ihres Inneren das innere geistige Licht finden kann. Denn als Sinnbild dieses inneren geistigen Lichtes, entfacht in der Nacht der äußeren Finsternis, erscheinen uns die Lichter am Weihnachtstannenbaum. Und weil das, was wir so fühlen wie das Hereinscheinen des Geisteslichtes der Seele in die natürliche Finsternis, uns ein Ewiges dünkt, kommt es uns wohl so vor, daß der leuchtende Tannenbaum in der Weihnachtsnacht uns gestrahlt habe in allen Zeiten, die wir zurückwandeln könnten von Inkarnation zu Inkarnation bis in urferne Vergangenheiten.
[ 1 ] Wenn wir in dieser Zeit am Tannenbaum die Lichter anzünden, dann ist es der Menschenseele so, als ob ein Sinnbild eines Ewigen vor ihrem geistigen Auge erstünde und als ob dieses Sinnbild in urfernster Vergangenheit immer dasselbe hätte sein können. Denn wenn im Herbste die Natur draußen allmählich dahinwelkt, wenn die Sonnenwerke im äußeren Lichte sozusagen schlafen gehen und die Menschenseele die äußeren Organe abwenden muß von dem, was die Offenbarungen der Sinneswelt sind, dann hat diese Menschenseele die Gelegenheit, und nicht nur die Gelegenheit, sie fühlt die Aufforderung, in ihr tiefstes Inneres einzukehren, um zu fühlen, zu empfinden: Jetzt ist die Zeit, da das äußere Sonnenlicht am wenigsten scheint, da die äußere Sonnenwärme am wenigsten wärmt, die Zeit, da die Seele sich zurückziehen kann in die äußere Finsternis, dafür aber durch die Wege ihres Inneren das innere geistige Licht finden kann. Denn als Sinnbild dieses inneren geistigen Lichtes, entfacht in der Nacht der äußeren Finsternis, erscheinen uns die Lichter am Weihnachtstannenbaum. Und weil das, was wir so fühlen wie das Hereinscheinen des Geisteslichtes der Seele in die natürliche Finsternis, uns ein Ewiges dünkt, kommt es uns wohl so vor, daß der leuchtende Tannenbaum in der Weihnachtsnacht uns gestrahlt habe in allen Zeiten, die wir zurückwandeln könnten von Inkarnation zu Inkarnation bis in urferne Vergangenheiten.
[ 2 ] Der Weihnachtsbaum selber ist jedoch verhältnismäßig jung. Kaum ein bis zwei Jahrhunderte, daß der Weihnachtsbaum ein Symbolum der Weihnachtsgedanken und des Weihnachtsempfindens der Menschen geworden ist. Ein junges Symbolum ist dieser Weihnachtsbaum, aber er verkündigt den Menschen jedes Jahr aufs neue eine große, ewige Wahrheit. Daher scheint sein Bestand so, als ob er auch in den Zeiten urferner Vergangenheit gewesen wäre. Immerzu klingt uns wiederum, wie vom Weihnachtsbaum selbst als Klang hervorgerufen, was sich in Weltenweiten, in Himmelshöhen an Göttlichem offenbart. Der Mensch kann es fühlen als seiner Seele zuversichtlichste Friedenskräfte, die aus seinem guten Willen hervorsprießen. Und so klang es ja auch, der Weihnachtslegende gemäß, als die Hirten des Kindes Geburtsstätte besuchten, dessen Feier heute am Weihnachtstag begangen wird. Da erklang aus den Wolkenhöhen den besuchenden Hirten: Es offenbaren sich aus Weltenweiten und Himmelshöhen die göttlichen Urkräfte und ziehen ein als der Menschenseele zuversichtlicher Frieden, wenn diese Menschenseele eines guten Willens ist.
[ 2 ] Der Weihnachtsbaum selber ist jedoch verhältnismäßig jung. Kaum ein bis zwei Jahrhunderte, daß der Weihnachtsbaum ein Symbolum der Weihnachtsgedanken und des Weihnachtsempfindens der Menschen geworden ist. Ein junges Symbolum ist dieser Weihnachtsbaum, aber er verkündigt den Menschen jedes Jahr aufs neue eine große, ewige Wahrheit. Daher scheint sein Bestand so, als ob er auch in den Zeiten urferner Vergangenheit gewesen wäre. Immerzu klingt uns wiederum, wie vom Weihnachtsbaum selbst als Klang hervorgerufen, was sich in Weltenweiten, in Himmelshöhen an Göttlichem offenbart. Der Mensch kann es fühlen als seiner Seele zuversichtlichste Friedenskräfte, die aus seinem guten Willen hervorsprießen. Und so klang es ja auch, der Weihnachtslegende gemäß, als die Hirten des Kindes Geburtsstätte besuchten, dessen Feier heute am Weihnachtstag begangen wird. Da erklang aus den Wolkenhöhen den besuchenden Hirten: Es offenbaren sich aus Weltenweiten und Himmelshöhen die göttlichen Urkräfte und ziehen ein als der Menschenseele zuversichtlicher Frieden, wenn diese Menschenseele eines guten Willens ist.
[ 3 ] Man konnte Jahrhunderte und Jahrhunderte hindurch nicht glauben, daß mit dem Weihnachtsfest ein Symbolum in die Welt gestellt ist, welches irgendeinmal einen Anfang genommen habe. Man fühlte die Ewigkeit dieses Sinnbildes. Daher hat auch der christliche Kultus sozusagen das Ewig-Dauernde dessen, was als Sinnbild in der Weihnachtsnacht geschieht, in die Worte gekleidet: Uns ist aufs neue der Christus erstanden! — So wie wenn die Seele jedes Jahr aufs neue dasjenige fühlen sollte, wovon man meinte, daß es sich doch nur einmal abgespielt haben könnte. Das Ewige dieses Symbolums, es tritt so urkräftig vor unsere Seele, wenn wir das Symbolum selbst im richtigen Sinne fühlen. Und doch, noch im Jahre 353 unserer Zeitrechnung nach der Erscheinung des Christus Jesus auf Erden wurde nicht einmal in Rom, in Rom selber, das Jesus-Geburtsfest gefeiert. Denn 354 wurde dieses JesusGeburtsfest, wie wir es jetzt feiern, zum ersten Mal in Rom selber gefeiert — 354. Vorher wurde nicht am 24. beziehungsweise 25. Dezember ein Jesus-Geburtsfest gefeiert. Vorher war als höchste Feier begangen bei denjenigen, die so etwas verstanden wie die tiefe Weisheit des Mysteriums von Golgatha, der 6. Januar: die Erscheinung Christi. Sie wurde wie eine Art Christus-Geburtsfest in den drei ersten christlichen Jahrhunderten gefeiert, und gefeiert als dasjenige Fest, das die menschlichen Seelen an das Herabsteigen des Geistes erinnern sollte, den man als den Christus-Geist bezeichnet, in den Leib des Jesus von Nazareth durch die Johannestaufe am Jordan. Was durch die Johannestaufe am Jordan als Geschehen vorgestellt werden konnte, dessen Andenken wurde wie ein Geburtsfest des Christus am 6. Januar gefeiert bis in das Jahr 353. Denn das, was unter allen Mysterien von der Menschheit am schwierigsten zu verstehen ist, das Einkehren der Christus-Wesenheit in den Leib des Jesus von Nazareth, das ist wenigstens als ein ahnungsvoller Gedanke noch lebendig in den ersten christlichen Jahrhunderten.
[ 3 ] Man konnte Jahrhunderte und Jahrhunderte hindurch nicht glauben, daß mit dem Weihnachtsfest ein Symbolum in die Welt gestellt ist, welches irgendeinmal einen Anfang genommen habe. Man fühlte die Ewigkeit dieses Sinnbildes. Daher hat auch der christliche Kultus sozusagen das Ewig-Dauernde dessen, was als Sinnbild in der Weihnachtsnacht geschieht, in die Worte gekleidet: Uns ist aufs neue der Christus erstanden! — So wie wenn die Seele jedes Jahr aufs neue dasjenige fühlen sollte, wovon man meinte, daß es sich doch nur einmal abgespielt haben könnte. Das Ewige dieses Symbolums, es tritt so urkräftig vor unsere Seele, wenn wir das Symbolum selbst im richtigen Sinne fühlen. Und doch, noch im Jahre 353 unserer Zeitrechnung nach der Erscheinung des Christus Jesus auf Erden wurde nicht einmal in Rom, in Rom selber, das Jesus-Geburtsfest gefeiert. Denn 354 wurde dieses JesusGeburtsfest, wie wir es jetzt feiern, zum ersten Mal in Rom selber gefeiert — 354. Vorher wurde nicht am 24. beziehungsweise 25. Dezember ein Jesus-Geburtsfest gefeiert. Vorher war als höchste Feier begangen bei denjenigen, die so etwas verstanden wie die tiefe Weisheit des Mysteriums von Golgatha, der 6. Januar: die Erscheinung Christi. Sie wurde wie eine Art Christus-Geburtsfest in den drei ersten christlichen Jahrhunderten gefeiert, und gefeiert als dasjenige Fest, das die menschlichen Seelen an das Herabsteigen des Geistes erinnern sollte, den man als den Christus-Geist bezeichnet, in den Leib des Jesus von Nazareth durch die Johannestaufe am Jordan. Was durch die Johannestaufe am Jordan als Geschehen vorgestellt werden konnte, dessen Andenken wurde wie ein Geburtsfest des Christus am 6. Januar gefeiert bis in das Jahr 353. Denn das, was unter allen Mysterien von der Menschheit am schwierigsten zu verstehen ist, das Einkehren der Christus-Wesenheit in den Leib des Jesus von Nazareth, das ist wenigstens als ein ahnungsvoller Gedanke noch lebendig in den ersten christlichen Jahrhunderten.
[ 4 ] Wie empfand man bei denjenigen, die den Geheimnissen des Christentums dazumal nahegestanden waren in den ersten christlichen Jahrhunderten? So etwa empfand man: Da durchwallt und durchwebt der Christus-Geist die Welt, die sich uns durch die Sinne und durch den Menschengeist offenbart. Es offenbarte sich in urferner Vergangenheit dieser Christus-Geist dem Moses, dem er ertönte wie das Geheimnis des menschlichen Ich, so wie es uns aus den symbolischen Lauten hier entgegenklingt am Weihnachtsbaum, wenn wir die Laute IAO — Alpha und Omega, vorher das I gesetzt — in unserer Seele klingen lassen. So etwa klang es in der Mosesseele, als im Dornbusch, dem brennenden, der Christus-Geist erschien. Und dann führte derselbe Christus-Geist den Moses dahin, wo er ihn in seiner wahrsten Wesenheit erkennen sollte, was in der Bibel des Alten Testaments ausgedrückt ist dadurch, daß gesagt wird: Es führte Jahve den Moses auf den Berg Nebo, gegenüber Jericho, und zeigte ihm alles das, was noch zu geschehen hat, bevor dieser Geist selber in einem Menschenleibe sich verkörpern könne. — Als dieser Geist dem Moses gegenüberstand, auf dem Berg Nebo gegenüber Jericho, da sagte er ihm: Du aber, dem ich mich geoffenbart habe vorzeitig, du darfst mit dem, was du in deiner Seele trägst, nicht hinein in diejenige Evolution deines Volkes, die erst vorbereiten soll das, was zu geschehen hat, wenn die Zeiten erfüllt sind.
[ 4 ] Wie empfand man bei denjenigen, die den Geheimnissen des Christentums dazumal nahegestanden waren in den ersten christlichen Jahrhunderten? So etwa empfand man: Da durchwallt und durchwebt der Christus-Geist die Welt, die sich uns durch die Sinne und durch den Menschengeist offenbart. Es offenbarte sich in urferner Vergangenheit dieser Christus-Geist dem Moses, dem er ertönte wie das Geheimnis des menschlichen Ich, so wie es uns aus den symbolischen Lauten hier entgegenklingt am Weihnachtsbaum, wenn wir die Laute IAO — Alpha und Omega, vorher das I gesetzt — in unserer Seele klingen lassen. So etwa klang es in der Mosesseele, als im Dornbusch, dem brennenden, der Christus-Geist erschien. Und dann führte derselbe Christus-Geist den Moses dahin, wo er ihn in seiner wahrsten Wesenheit erkennen sollte, was in der Bibel des Alten Testaments ausgedrückt ist dadurch, daß gesagt wird: Es führte Jahve den Moses auf den Berg Nebo, gegenüber Jericho, und zeigte ihm alles das, was noch zu geschehen hat, bevor dieser Geist selber in einem Menschenleibe sich verkörpern könne. — Als dieser Geist dem Moses gegenüberstand, auf dem Berg Nebo gegenüber Jericho, da sagte er ihm: Du aber, dem ich mich geoffenbart habe vorzeitig, du darfst mit dem, was du in deiner Seele trägst, nicht hinein in diejenige Evolution deines Volkes, die erst vorbereiten soll das, was zu geschehen hat, wenn die Zeiten erfüllt sind.
[ 5 ] Und nachdem die Evolution die Menschheit vorbereitet hatte, Jahrhundert über Jahrhundert, da offenbarte sich derselbe Geist, der den Moses zurückgehalten hatte. Er offenbarte sich, Fleisch werdend, Menschenleib annehmend, in Jesus von Nazareth. Da wurde hinausgeführt die ganze Menschheit von der Stufe der Einweihung, die angedeutet wird durch das Wort Jericho, zu jener Stufe, die angedeutet wird durch das Durchschreiten des Jordan. Da wurde hingestellt durch diejenigen, die in den ersten christlichen Jahrhunderten den eigentlichen Sinn des Christentums verstanden, der im Jordan getauft werdende Jesus von Nazareth, in den sich ergießt der Sonnen-Erdengeist des Christus. Dies wurde als ein Mysterium gefeiert, als die Geburt des Christus, in den ersten christlichen Jahrhunderten. Denn das, wozu wir uns heute durch Anthroposophie wiederum reif machen, wozu wir uns reif machen aus der Weisheit der fünften nachatlantischen Kulturperiode, das leuchtete wie geschaut durch letzte Erbstücke alten Hellsehertums in der Zeit, da sich das Mysterium von Golgatha vollzog, den Gnostikern auf, jenen merkwürdigen Theosophen um die Wende der alten und der neuen Zeit, die auf eine andere Art als wir das Christus-Mysterium durchschauten, aber, indem sie es aussprachen, ihm einen gleichen Inhalt gaben. Was sie sagen durften, sickerte durch, und obwohl man in der breiten Öffentlichkeit nicht verstand, was eigentlich geschehen war in dem Ereignis, das symbolisch angedeutet wird durch die Johannestaufe am Jordan, so ahnte, empfand man, daß dazumal der Sonnengeist als Erdengeist geboren worden ist, daß ein Kosmisches aufleuchtete in einem Erdenmenschen. Und so feierte man in den ersten christlichen Jahrhunderten den 6. Januar als die Geburt des Christus in dem Leibe des Jesus von Nazareth, als die Erscheinung des Christus auf Erden. Aber immer mehr und mehr ging der Menschheit die Einsicht verloren, auch nur die ahnungsvolle Einsicht in dieses tiefe Mysterium. Es kam die Zeit heran, in der man nicht mehr verstehen, nicht mehr begreifen konnte, daß eigentlich das, was man Christus nannte, nur drei Jahre in einem physischen Menschenleib verweilte. Immer mehr und mehr wird es den Menschen aufgehen, daß es zu den schwerstverständlichen, daß es zu den tiefsten Weisheiten gehört, was da drei Jahre in einem physischen Menschenleib einmal durch die ganze Erdenentwikkelung sich vollzogen hat. Zu schwach wurde für die materialistische Zeit, die da kommen sollte, die sich vorbereitende Menschenseele, um vom 4. Jahrhundert ab das große Mysterium zu verstehen, das erst wiederum von unseren Zeiten an immer mehr und mehr verstanden werden wird. So kam es denn, daß in demselben Maße, als das Christentum an äußerer Macht gewann, das innere tiefere Verständnis gerade des Christus-Mysteriums verlorenging, und nicht mehr konnte man der Feier des 6. Januar einen Inhalt geben. Man verlegte zurück um dreizehn Tage die Geburt des Christus und stellte sie so vor, als wenn sie sich vollzogen hätte mit der Geburt des Jesus von Nazareth gleichzeitig. Aber gerade an dieser Tatsache tritt uns eines entgegen, das uns immerdar mit tiefer Beseligung, mit tiefer Befriedigung erfüllen muß. Eigentlich ist festgesetzt dieser 24., 25. Dezember als Christi Geburtstag durch den Verlust einer großen Wahrheit, wie wir eben gesehen haben. Dennoch: gewirkt hat der Irrtum im Grunde genommen wie der Verlust einer großen Wahrheit, aber das ist wiederum geschehen mit solcher weisheitsvoller Tiefe, daß wir — obzwar die Menschen, welche alles das festgesetzt haben, nichts davon wußten — doch die unterbewußte Weisheit bewundern müssen, die da waltete in der Festsetzung dieses Weihnachtstages.
[ 5 ] Und nachdem die Evolution die Menschheit vorbereitet hatte, Jahrhundert über Jahrhundert, da offenbarte sich derselbe Geist, der den Moses zurückgehalten hatte. Er offenbarte sich, Fleisch werdend, Menschenleib annehmend, in Jesus von Nazareth. Da wurde hinausgeführt die ganze Menschheit von der Stufe der Einweihung, die angedeutet wird durch das Wort Jericho, zu jener Stufe, die angedeutet wird durch das Durchschreiten des Jordan. Da wurde hingestellt durch diejenigen, die in den ersten christlichen Jahrhunderten den eigentlichen Sinn des Christentums verstanden, der im Jordan getauft werdende Jesus von Nazareth, in den sich ergießt der Sonnen-Erdengeist des Christus. Dies wurde als ein Mysterium gefeiert, als die Geburt des Christus, in den ersten christlichen Jahrhunderten. Denn das, wozu wir uns heute durch Anthroposophie wiederum reif machen, wozu wir uns reif machen aus der Weisheit der fünften nachatlantischen Kulturperiode, das leuchtete wie geschaut durch letzte Erbstücke alten Hellsehertums in der Zeit, da sich das Mysterium von Golgatha vollzog, den Gnostikern auf, jenen merkwürdigen Theosophen um die Wende der alten und der neuen Zeit, die auf eine andere Art als wir das Christus-Mysterium durchschauten, aber, indem sie es aussprachen, ihm einen gleichen Inhalt gaben. Was sie sagen durften, sickerte durch, und obwohl man in der breiten Öffentlichkeit nicht verstand, was eigentlich geschehen war in dem Ereignis, das symbolisch angedeutet wird durch die Johannestaufe am Jordan, so ahnte, empfand man, daß dazumal der Sonnengeist als Erdengeist geboren worden ist, daß ein Kosmisches aufleuchtete in einem Erdenmenschen. Und so feierte man in den ersten christlichen Jahrhunderten den 6. Januar als die Geburt des Christus in dem Leibe des Jesus von Nazareth, als die Erscheinung des Christus auf Erden. Aber immer mehr und mehr ging der Menschheit die Einsicht verloren, auch nur die ahnungsvolle Einsicht in dieses tiefe Mysterium. Es kam die Zeit heran, in der man nicht mehr verstehen, nicht mehr begreifen konnte, daß eigentlich das, was man Christus nannte, nur drei Jahre in einem physischen Menschenleib verweilte. Immer mehr und mehr wird es den Menschen aufgehen, daß es zu den schwerstverständlichen, daß es zu den tiefsten Weisheiten gehört, was da drei Jahre in einem physischen Menschenleib einmal durch die ganze Erdenentwikkelung sich vollzogen hat. Zu schwach wurde für die materialistische Zeit, die da kommen sollte, die sich vorbereitende Menschenseele, um vom 4. Jahrhundert ab das große Mysterium zu verstehen, das erst wiederum von unseren Zeiten an immer mehr und mehr verstanden werden wird. So kam es denn, daß in demselben Maße, als das Christentum an äußerer Macht gewann, das innere tiefere Verständnis gerade des Christus-Mysteriums verlorenging, und nicht mehr konnte man der Feier des 6. Januar einen Inhalt geben. Man verlegte zurück um dreizehn Tage die Geburt des Christus und stellte sie so vor, als wenn sie sich vollzogen hätte mit der Geburt des Jesus von Nazareth gleichzeitig. Aber gerade an dieser Tatsache tritt uns eines entgegen, das uns immerdar mit tiefer Beseligung, mit tiefer Befriedigung erfüllen muß. Eigentlich ist festgesetzt dieser 24., 25. Dezember als Christi Geburtstag durch den Verlust einer großen Wahrheit, wie wir eben gesehen haben. Dennoch: gewirkt hat der Irrtum im Grunde genommen wie der Verlust einer großen Wahrheit, aber das ist wiederum geschehen mit solcher weisheitsvoller Tiefe, daß wir — obzwar die Menschen, welche alles das festgesetzt haben, nichts davon wußten — doch die unterbewußte Weisheit bewundern müssen, die da waltete in der Festsetzung dieses Weihnachtstages.
[ 6 ] Es waltete göttliche Weisheit auch in dieser Festsetzung. Und wie man die göttliche Weisheit lesen kann draußen in der Natur, wenn man nur richtig zu entziffern versteht, was sich da allüberall offenbart, so kann man ablesen, in der unbewußten Menschenseele wirkend, göttliche Weisheit, wenn man eine Tatsache ins Auge faßt. Man schlägt den Kalender auf und findet am 24. Dezember «Adam und Eva» im Kalender verzeichnet und darauf folgend das Christi-Geburtstagsfest. Das heißt, der Verlust einer alten Wahrheit hat um dreizehn Tage zurückverlegt die Geburt des Christus für die Erde, hat sie identifiziert mit der Geburt des Jesus von Nazareth, aber in Zusammenhang gebracht in wunderbarer Weise die Geburt des Jesus von Nazareth mit dem Gedanken an des Menschen Ursprung selber in der Erdenentwickelung bei Adam und Eva. Und wenn man all die dunklen Gefühle, all die wunderbaren Empfindungen, die da in der Menschenseele gegenüber diesem Jesus-Geburtstagsfest walten, ohne daß das Oberbewußtsein des Menschen davon weiß, wenn man diese Gefühle alle in den Tiefen der Menschenseele erforscht: in der Tat, sie sprechen eine wunderbare Sprache.
[ 6 ] Es waltete göttliche Weisheit auch in dieser Festsetzung. Und wie man die göttliche Weisheit lesen kann draußen in der Natur, wenn man nur richtig zu entziffern versteht, was sich da allüberall offenbart, so kann man ablesen, in der unbewußten Menschenseele wirkend, göttliche Weisheit, wenn man eine Tatsache ins Auge faßt. Man schlägt den Kalender auf und findet am 24. Dezember «Adam und Eva» im Kalender verzeichnet und darauf folgend das Christi-Geburtstagsfest. Das heißt, der Verlust einer alten Wahrheit hat um dreizehn Tage zurückverlegt die Geburt des Christus für die Erde, hat sie identifiziert mit der Geburt des Jesus von Nazareth, aber in Zusammenhang gebracht in wunderbarer Weise die Geburt des Jesus von Nazareth mit dem Gedanken an des Menschen Ursprung selber in der Erdenentwickelung bei Adam und Eva. Und wenn man all die dunklen Gefühle, all die wunderbaren Empfindungen, die da in der Menschenseele gegenüber diesem Jesus-Geburtstagsfest walten, ohne daß das Oberbewußtsein des Menschen davon weiß, wenn man diese Gefühle alle in den Tiefen der Menschenseele erforscht: in der Tat, sie sprechen eine wunderbare Sprache.
[ 7 ] Als man nicht mehr verstand, was eigentlich aus den Weltenweiten der Menschheit zugeströmt ist — denn das hätte man am 6. Januar feiern müssen —, da verfiel man, wie durch verborgen in den Seelentiefen wirkende Kräfte, darauf, vor die Menschheit den Menschenseelengeist hinzustellen, wie er sich darstellt, als er noch nicht vollständig durchgegangen ist durch des Menschen physische Leiblichkeit, wie er dasteht am Ausgangspunkt eines Menschen eben selber, da wo der Menschenseelengeist erst Besitz ergreift von diesem menschlichen physischen Leib. Das Kind bei seiner Geburt, da die Seele noch nicht in sich aufgenommen hat das, was nur hervorgerufen wird durch die Berührung mit der physischen Leiblichkeit, das Kind am Ausgangspunkt des physischen Erdenwerdens steht da, aber nicht bloß das Kind, wie es als Kind für jeden Menschen da ist, sondern das Kind, wie es da war, bevor die Menschen in der Erdenevolution zur allerersten physischen Verkörperung gekommen sind, was die Kabbala genannt hat «Adam Kadmon», den Menschen, der aus göttlich-geistigen Höhen herabgestiegen ist mit alldem, was er sich durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit angeeignet hat. Den Menschen in seiner Geistigkeit am Ausgangspunkt des Erdenwerdens, durch das Jesuskind geboren werdend, das stellte eine wunderbare, eine göttliche Weisheit in dem Jesus-Geburtstagsfest nunmehr vor die Menschen hin. Da wo man nicht verstehen konnte, was da aus Weltenweiten, aus Himmelssphären auf die Erde herab kam, prägte sich in die Menschenseelen die Erinnerung an des Menschen Ursprung ein, die Erinnerung an das, was der Mensch war, bevor die luziferischen Kräfte im Erdenwerden an ihn herangetreten sind. Und als man nicht mehr verstand, daß man im höchsten Sinne sagen konnte zu dem, was bei der Johannestaufe im Jordan herunterdrang zur Menschheit: Aus Weltenweiten und Himmelshöhen dringt in Menschenseelen ein, was sich Göttliches offenbart, um zu wirken als zuversichtlicher Friede der Menschen, die eines guten Willens sind —, als man nicht verstand dieses Symbolum als Festesfeier vor die Menschen hinzustellen, da stellte man statt dessen eine andere Zuversicht hin: die Zuversicht, daß der Mensch, bevor im Beginne des Erdenwerdens die luziferischen Kräfte gewirkt haben, einmal auch auf der Erde eine Natur hatte, eine Wesenheit, auf die er vertrauen kann.
[ 7 ] Als man nicht mehr verstand, was eigentlich aus den Weltenweiten der Menschheit zugeströmt ist — denn das hätte man am 6. Januar feiern müssen —, da verfiel man, wie durch verborgen in den Seelentiefen wirkende Kräfte, darauf, vor die Menschheit den Menschenseelengeist hinzustellen, wie er sich darstellt, als er noch nicht vollständig durchgegangen ist durch des Menschen physische Leiblichkeit, wie er dasteht am Ausgangspunkt eines Menschen eben selber, da wo der Menschenseelengeist erst Besitz ergreift von diesem menschlichen physischen Leib. Das Kind bei seiner Geburt, da die Seele noch nicht in sich aufgenommen hat das, was nur hervorgerufen wird durch die Berührung mit der physischen Leiblichkeit, das Kind am Ausgangspunkt des physischen Erdenwerdens steht da, aber nicht bloß das Kind, wie es als Kind für jeden Menschen da ist, sondern das Kind, wie es da war, bevor die Menschen in der Erdenevolution zur allerersten physischen Verkörperung gekommen sind, was die Kabbala genannt hat «Adam Kadmon», den Menschen, der aus göttlich-geistigen Höhen herabgestiegen ist mit alldem, was er sich durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit angeeignet hat. Den Menschen in seiner Geistigkeit am Ausgangspunkt des Erdenwerdens, durch das Jesuskind geboren werdend, das stellte eine wunderbare, eine göttliche Weisheit in dem Jesus-Geburtstagsfest nunmehr vor die Menschen hin. Da wo man nicht verstehen konnte, was da aus Weltenweiten, aus Himmelssphären auf die Erde herab kam, prägte sich in die Menschenseelen die Erinnerung an des Menschen Ursprung ein, die Erinnerung an das, was der Mensch war, bevor die luziferischen Kräfte im Erdenwerden an ihn herangetreten sind. Und als man nicht mehr verstand, daß man im höchsten Sinne sagen konnte zu dem, was bei der Johannestaufe im Jordan herunterdrang zur Menschheit: Aus Weltenweiten und Himmelshöhen dringt in Menschenseelen ein, was sich Göttliches offenbart, um zu wirken als zuversichtlicher Friede der Menschen, die eines guten Willens sind —, als man nicht verstand dieses Symbolum als Festesfeier vor die Menschen hinzustellen, da stellte man statt dessen eine andere Zuversicht hin: die Zuversicht, daß der Mensch, bevor im Beginne des Erdenwerdens die luziferischen Kräfte gewirkt haben, einmal auch auf der Erde eine Natur hatte, eine Wesenheit, auf die er vertrauen kann.
[ 8 ] Wir wissen aus den bisherigen Darstellungen, daß der Jesusknabe, der uns durch das Lukas-Evangelium, nicht derjenige, der uns durch das Matthäus-Evangelium dargestellt wird, es ist, vor dem wir anbetend die Hirten finden, die in ihrer Seele diesen Spruch von der Offenbarung des Göttlichen aus Weltenweiten und Himmelshöhen zum Frieden der Menschenseele, die eines guten Willens ist, vernehmen. Und so trat für die Jahrhunderte, welche das Höhere nicht verstehen konnten, jene Festesfeier ein, die jedes Jahr aufs neue den Menschen daran erinnern soll: Wenn du auch nicht hinausblicken kannst in die Himmelshöhen, um den großen Sonnengeist zu erkennen, du trägst von deinem Erdenursprung aus in deiner Kinderseele, solange sie unberührt ist von äußerer physischer Verkörperung, die Kräfte, welche dir die Zuversicht geben können, daß du Sieger werden kannst über alles Niedere, was dir anhaftet durch Luzifers Versuchung. — Daher rückte man dieses Jesus-Geburtsfest an die Erinnerung an Adam und Eva heran, hinweisend darauf, daß man sich vorzustellen habe, es werde an dem Ort geboren, den die Hirten besuchen dürfen, eine Menschenseele so, wie die Menschenseele einstmals war, bevor der Mensch die erste irdische Inkarnation durchschritten hatte.
[ 8 ] Wir wissen aus den bisherigen Darstellungen, daß der Jesusknabe, der uns durch das Lukas-Evangelium, nicht derjenige, der uns durch das Matthäus-Evangelium dargestellt wird, es ist, vor dem wir anbetend die Hirten finden, die in ihrer Seele diesen Spruch von der Offenbarung des Göttlichen aus Weltenweiten und Himmelshöhen zum Frieden der Menschenseele, die eines guten Willens ist, vernehmen. Und so trat für die Jahrhunderte, welche das Höhere nicht verstehen konnten, jene Festesfeier ein, die jedes Jahr aufs neue den Menschen daran erinnern soll: Wenn du auch nicht hinausblicken kannst in die Himmelshöhen, um den großen Sonnengeist zu erkennen, du trägst von deinem Erdenursprung aus in deiner Kinderseele, solange sie unberührt ist von äußerer physischer Verkörperung, die Kräfte, welche dir die Zuversicht geben können, daß du Sieger werden kannst über alles Niedere, was dir anhaftet durch Luzifers Versuchung. — Daher rückte man dieses Jesus-Geburtsfest an die Erinnerung an Adam und Eva heran, hinweisend darauf, daß man sich vorzustellen habe, es werde an dem Ort geboren, den die Hirten besuchen dürfen, eine Menschenseele so, wie die Menschenseele einstmals war, bevor der Mensch die erste irdische Inkarnation durchschritten hatte.
[ 9 ] Für den Gott, dessen Geburt man nicht mehr verstand, wurde des Menschen Geburt hingestellt in diese Festeszeit. Denn aus zwei Quellen entspringt im Grunde genommen das, was den Menschen, wenn noch so sehr seine Kräfte zu sinken drohen, wenn noch so sehr seine Schmerzen und Leiden überhand zu nehmen scheinen, aus zwei Quellen kommt das, was ihn immerdar befriedigen, beruhigen, durchkraften kann. Die eine Quelle ist diejenige, die wir verfolgen können, wenn wir in die Weltenweiten hinausschauen, die durchwebt und durchströmt und durchleuchtet und durchwärmt sind von dem, was man den göttlichen Geist nennt. Und wenn der Mensch sich dem Gedanken hingeben kann: Du wirst, wenn du nimmer erlahmen läßt deine Kräfte, dich selber durchdringen können mit der Kraft dieses die Welt durchwebenden Göttlich-Geistigen —, wenn der Mensch diesen Gedanken in seinem Herzen fassen kann, dann faßt er den Ostergedanken, den Gedanken, durch den wir gleichsam aus Weltenweiten saugen Weltenzuversicht. Und die andere Quelle ist diejenige, die aus der dunklen Ahnung hervorgehen kann: Bevor der Mensch von den luziferischen Kräften am Ausgangspunkt des Erdenwerdens befallen wurde, war er als seelischgeistiges Wesen noch ergossen in denselben Geist, den er nun erwartet aus Weltenfernen und Raumesweiten im Ostergedanken. - Wenn da der Mensch sich zur Quelle begibt, die er erschauen kann in seines eigenen Wesens Ursprung vor dem Einfluß der luziferischen Kräfte, kann er sich sagen: Was auch über dich kommen mag, was auch dich quälen mag, was auch dich herabziehen mag von den lichten Sphären des Geistigen, in dir ist göttlicher Ursprung einmal gewesen, er muß in dir verblieben sein, wenn er auch noch so sehr sich in deinen Seelentiefen verbirgt. Erkennst du diese innerste Kraft deiner Seele, dann eröffnet sich dir die Zuversicht, daß du zu den Höhen emporsteigen darfst und kannst. Und wenn du dir alles das nimmst, was du dir als unschuldvolles, noch von des Lebens Versuchungen befreites Kindliches vor die Seele zaubern kannst, und davon alles das entfernst, was durch die vielen Inkarnationen seit dem Beginn des Erdenwerdens auch diejenigen menschlichen Seelen schon befallen hat, die durch solche Inkarnationen gegangen sind, dann erlangst du ein Bild jener Menschenseele, die am Ausgangspunkt des Erdenwerdens war, bevor die irdischen Inkarnationen begonnen haben.
[ 9 ] Für den Gott, dessen Geburt man nicht mehr verstand, wurde des Menschen Geburt hingestellt in diese Festeszeit. Denn aus zwei Quellen entspringt im Grunde genommen das, was den Menschen, wenn noch so sehr seine Kräfte zu sinken drohen, wenn noch so sehr seine Schmerzen und Leiden überhand zu nehmen scheinen, aus zwei Quellen kommt das, was ihn immerdar befriedigen, beruhigen, durchkraften kann. Die eine Quelle ist diejenige, die wir verfolgen können, wenn wir in die Weltenweiten hinausschauen, die durchwebt und durchströmt und durchleuchtet und durchwärmt sind von dem, was man den göttlichen Geist nennt. Und wenn der Mensch sich dem Gedanken hingeben kann: Du wirst, wenn du nimmer erlahmen läßt deine Kräfte, dich selber durchdringen können mit der Kraft dieses die Welt durchwebenden Göttlich-Geistigen —, wenn der Mensch diesen Gedanken in seinem Herzen fassen kann, dann faßt er den Ostergedanken, den Gedanken, durch den wir gleichsam aus Weltenweiten saugen Weltenzuversicht. Und die andere Quelle ist diejenige, die aus der dunklen Ahnung hervorgehen kann: Bevor der Mensch von den luziferischen Kräften am Ausgangspunkt des Erdenwerdens befallen wurde, war er als seelischgeistiges Wesen noch ergossen in denselben Geist, den er nun erwartet aus Weltenfernen und Raumesweiten im Ostergedanken. - Wenn da der Mensch sich zur Quelle begibt, die er erschauen kann in seines eigenen Wesens Ursprung vor dem Einfluß der luziferischen Kräfte, kann er sich sagen: Was auch über dich kommen mag, was auch dich quälen mag, was auch dich herabziehen mag von den lichten Sphären des Geistigen, in dir ist göttlicher Ursprung einmal gewesen, er muß in dir verblieben sein, wenn er auch noch so sehr sich in deinen Seelentiefen verbirgt. Erkennst du diese innerste Kraft deiner Seele, dann eröffnet sich dir die Zuversicht, daß du zu den Höhen emporsteigen darfst und kannst. Und wenn du dir alles das nimmst, was du dir als unschuldvolles, noch von des Lebens Versuchungen befreites Kindliches vor die Seele zaubern kannst, und davon alles das entfernst, was durch die vielen Inkarnationen seit dem Beginn des Erdenwerdens auch diejenigen menschlichen Seelen schon befallen hat, die durch solche Inkarnationen gegangen sind, dann erlangst du ein Bild jener Menschenseele, die am Ausgangspunkt des Erdenwerdens war, bevor die irdischen Inkarnationen begonnen haben.
[ 10 ] Aber in diesem Falle ist nur eine einzige Seele verblieben, jene Seele, von der uns das Lukas-Evangelium spricht als der Seele des einen Jesusknaben, jene Seele, welche in derselben Zeit, wo die anderen Menschenseelen begannen, ihre Verkörperungen durch die Erdenentwickelung zu vollbringen, zurückgehalten wurde in dem geistigen Leben. Eine solche Seele wurde am Ausgangspunkt des Erdenlebens zurückgehalten, aufbewahrt in den heiligsten Mysterien durch die atlantischen Zeiten, durch die nachatlantischen Zeiten bis in die Zeit der Ereignisse von Palästina. Da wurde sie hingesandt in jenen Leib, der sie aufnehmen sollte und der den einen der Jesusknaben gebären sollte: denjenigen Jesusknaben, den uns das Lukas-Evangelium schildert.
[ 10 ] Aber in diesem Falle ist nur eine einzige Seele verblieben, jene Seele, von der uns das Lukas-Evangelium spricht als der Seele des einen Jesusknaben, jene Seele, welche in derselben Zeit, wo die anderen Menschenseelen begannen, ihre Verkörperungen durch die Erdenentwickelung zu vollbringen, zurückgehalten wurde in dem geistigen Leben. Eine solche Seele wurde am Ausgangspunkt des Erdenlebens zurückgehalten, aufbewahrt in den heiligsten Mysterien durch die atlantischen Zeiten, durch die nachatlantischen Zeiten bis in die Zeit der Ereignisse von Palästina. Da wurde sie hingesandt in jenen Leib, der sie aufnehmen sollte und der den einen der Jesusknaben gebären sollte: denjenigen Jesusknaben, den uns das Lukas-Evangelium schildert.
[ 11 ] So wurde aus der Feier des Christus-Geburtstagsfestes die Feier des Jesus-Geburtstagsfestes. Wenn wir sie richtig verstehen, diese Feier, dann müssen wir sagen: Ja, das, von dem wir denken, daß es geboren werde sinnbildlich in jeder Weihnachtsnacht, das ist die ursprüngliche Natur der Menschenseele, das ist der Menschen-Kindheitsgeist, wie er am Ausgangspunkt des Erdenwerdens war. Betrachten wir ihn in der Art, wie er am Ausgangspunkte des Erdenwerdens war, so ruft er uns immer zu, daß er dazumal heruntergestiegen ist als eine Offenbarung aus den Himmelshöhen. Und wenn wir ihn in der Menschenbrust fühlen, dann ergießt sich in die Menschenseele das Gefühl des zuversichtlichen Friedens, der uns zu unseren hohen Zielen tragen kann, wenn unser Wille ein guter ist. Gewaltig also ist der Ton, der zu uns, wenn wir verständig sind, sprechen kann in der Weihnachtsnacht.
[ 11 ] So wurde aus der Feier des Christus-Geburtstagsfestes die Feier des Jesus-Geburtstagsfestes. Wenn wir sie richtig verstehen, diese Feier, dann müssen wir sagen: Ja, das, von dem wir denken, daß es geboren werde sinnbildlich in jeder Weihnachtsnacht, das ist die ursprüngliche Natur der Menschenseele, das ist der Menschen-Kindheitsgeist, wie er am Ausgangspunkt des Erdenwerdens war. Betrachten wir ihn in der Art, wie er am Ausgangspunkte des Erdenwerdens war, so ruft er uns immer zu, daß er dazumal heruntergestiegen ist als eine Offenbarung aus den Himmelshöhen. Und wenn wir ihn in der Menschenbrust fühlen, dann ergießt sich in die Menschenseele das Gefühl des zuversichtlichen Friedens, der uns zu unseren hohen Zielen tragen kann, wenn unser Wille ein guter ist. Gewaltig also ist der Ton, der zu uns, wenn wir verständig sind, sprechen kann in der Weihnachtsnacht.
[ 12 ] Und warum wurde gerade das Christus-Geburtstagsfest um dreizehn Tage zurückversetzt und zum Jesus-Geburtstagsfest gemacht? Da muß man allerdings, wenn man das verstehen will, in tiefe Mysterien der Menschenseele eindringen. Von der äußeren Natur glaubt der Mensch, weil er es mit seinen Augen sieht, daß das, was im Frühling der Sonnenstrahl aus den Tiefen der Erde hervorzaubert, was dieser Sonnenstrahl aus den Tiefen der Erde den Frühling und Sommer hindurch zur schönsten Herrlichkeit entfaltet, daß das immer mehr sich zurückzieht in die Erdentiefen — das ist die Zeit, in welcher die äußere Erdensonnensphäre am dunkelsten ist —, daß in den Tiefen der Erde, in den Keimen sich das vorbereitet, was wiederum im nächsten Jahr heraustreten soll aus diesen Erdentiefen. Ja, vom Pflanzensamen, weil er es sieht, glaubt der Mensch, daß er einen Jahreszyklus durchmacht, daß er hinunterdringen muß in die Erdentiefen, um sich wieder an der Wärme und an dem Licht des Sonnenstrahls im Frühling entfalten zu können. Daß ein solcher Zyklus auch für die Menschenseele selber da sein kann, ja fortwährend da ist, davon merkt der Mensch zunächst nichts. Er merkt es erst, wenn er in die großen Mysterien des Daseins eingeweiht wird. Verbunden, wie die Kraft eines jeglichen Pflanzensamens mit den physischen Erdenkräften, ist mit den geistigen Erdenkräften unser eigenes Seeleninneres. Und wie der Pflanzensame in die Tiefen der Erde in der Zeit heruntersteigt, die wir die Weihnachtszeit nennen, so steigt in tiefe, tiefe Geistesregionen die Menschenseele in diesen Zeiten hinunter, sich ebenso Kraft holend in tiefen Regionen wie der Pflanzensame zum Blühen im Frühling. Das gewöhnliche Menschheitsbewußtsein schaut nichts von dem, was da mit der Seele in der Erde Geistestiefen vorgeht. Für denjenigen aber, dem die geistigen Augen geöffnet werden, für den ist die Zeit der dreizehn Tage und dreizehn Nächte eine tiefe Zeit des geistigen Erlebens.
[ 12 ] Und warum wurde gerade das Christus-Geburtstagsfest um dreizehn Tage zurückversetzt und zum Jesus-Geburtstagsfest gemacht? Da muß man allerdings, wenn man das verstehen will, in tiefe Mysterien der Menschenseele eindringen. Von der äußeren Natur glaubt der Mensch, weil er es mit seinen Augen sieht, daß das, was im Frühling der Sonnenstrahl aus den Tiefen der Erde hervorzaubert, was dieser Sonnenstrahl aus den Tiefen der Erde den Frühling und Sommer hindurch zur schönsten Herrlichkeit entfaltet, daß das immer mehr sich zurückzieht in die Erdentiefen — das ist die Zeit, in welcher die äußere Erdensonnensphäre am dunkelsten ist —, daß in den Tiefen der Erde, in den Keimen sich das vorbereitet, was wiederum im nächsten Jahr heraustreten soll aus diesen Erdentiefen. Ja, vom Pflanzensamen, weil er es sieht, glaubt der Mensch, daß er einen Jahreszyklus durchmacht, daß er hinunterdringen muß in die Erdentiefen, um sich wieder an der Wärme und an dem Licht des Sonnenstrahls im Frühling entfalten zu können. Daß ein solcher Zyklus auch für die Menschenseele selber da sein kann, ja fortwährend da ist, davon merkt der Mensch zunächst nichts. Er merkt es erst, wenn er in die großen Mysterien des Daseins eingeweiht wird. Verbunden, wie die Kraft eines jeglichen Pflanzensamens mit den physischen Erdenkräften, ist mit den geistigen Erdenkräften unser eigenes Seeleninneres. Und wie der Pflanzensame in die Tiefen der Erde in der Zeit heruntersteigt, die wir die Weihnachtszeit nennen, so steigt in tiefe, tiefe Geistesregionen die Menschenseele in diesen Zeiten hinunter, sich ebenso Kraft holend in tiefen Regionen wie der Pflanzensame zum Blühen im Frühling. Das gewöhnliche Menschheitsbewußtsein schaut nichts von dem, was da mit der Seele in der Erde Geistestiefen vorgeht. Für denjenigen aber, dem die geistigen Augen geöffnet werden, für den ist die Zeit der dreizehn Tage und dreizehn Nächte eine tiefe Zeit des geistigen Erlebens.
[ 13 ] Ja, parallel mit dem Erleben des Pflanzensamens in der Erde natürlichen Tiefen geht ein geistiges Erleben in der Erde Geistestiefen — parallel geht es. Und hinuntersteigend kann sich der Seher fühlen, der durch Schulung dies vermag, oder der Seher, dem durch irgendwelche vererbte Seherkräfte dies ermöglicht wird, hineindringend in solche Geistestiefen kann sich der Seher fühlen. Schauen kann in dieser Zeit der dreizehn Tage und der dreizehn Nächte der Sehergeist, was alles über den Menschen deshalb kommen muß, weil dieser Mensch jene Erdeninkarnationen durchgemacht hat, die, so wie sie sind, durch die Kräfte des Luzifer vom Beginn des Erdenwerdens bis in unsere Zeit geworden sind. Was über den Menschen in der geistigen Welt an Kamalokaleiden dadurch kommen muß, daß Luzifer an ihn herantrat, seitdem der Mensch auf der Erde inkarniert wurde, das ist am deutlichsten in den großen, gewaltigen Imaginationen zu schauen, welche der Seele entgegentreten können in jenen dreizehn Tagen und Nächten zwischen dem Weihnachtsfest und dem Feste des 6. Januar, der Erscheinung Christi. Wenn der Pflanzensame da unten seine wichtigste Zeit in den Tiefen hat, hat die Menschenseele ihre tiefsten Erlebnisse in diesen Zeiten. Es schaut die Menschenseele alles das, was der Mensch in geiistigen Welten erleben muß, weil sie sich entfernte unter dem Einfluß Luzifers von den schöpferischen Mächten der Welt. Das alles schaut die Menschenseele am besten in dieser Zeit. Daher ist sie durch dieses Schauen auch am besten vorbereitet zu der Erscheinung jener Imagination, welche wir die Christus-Imagination nennen können, wo wir gewahr werden, wie der Christus der Besieger des Luzifer wird und damit über die Taten der Menschen richtet, die entspringen aus den Inkarnationen, welche unter dem Einfluß des Luzifer stehen. So lebt die Menschenseele, des Sehers Seele, sich von dem Jesus-Geburtstagsfest bis zum Christi-Erscheinungsfeste hin, so daß ihr das Mysterium Christi aufgeht und sie am tiefsten in dieser Zeit erkennen kann, was mit der Johannestaufe im Jordan gemeint ist.
[ 13 ] Ja, parallel mit dem Erleben des Pflanzensamens in der Erde natürlichen Tiefen geht ein geistiges Erleben in der Erde Geistestiefen — parallel geht es. Und hinuntersteigend kann sich der Seher fühlen, der durch Schulung dies vermag, oder der Seher, dem durch irgendwelche vererbte Seherkräfte dies ermöglicht wird, hineindringend in solche Geistestiefen kann sich der Seher fühlen. Schauen kann in dieser Zeit der dreizehn Tage und der dreizehn Nächte der Sehergeist, was alles über den Menschen deshalb kommen muß, weil dieser Mensch jene Erdeninkarnationen durchgemacht hat, die, so wie sie sind, durch die Kräfte des Luzifer vom Beginn des Erdenwerdens bis in unsere Zeit geworden sind. Was über den Menschen in der geistigen Welt an Kamalokaleiden dadurch kommen muß, daß Luzifer an ihn herantrat, seitdem der Mensch auf der Erde inkarniert wurde, das ist am deutlichsten in den großen, gewaltigen Imaginationen zu schauen, welche der Seele entgegentreten können in jenen dreizehn Tagen und Nächten zwischen dem Weihnachtsfest und dem Feste des 6. Januar, der Erscheinung Christi. Wenn der Pflanzensame da unten seine wichtigste Zeit in den Tiefen hat, hat die Menschenseele ihre tiefsten Erlebnisse in diesen Zeiten. Es schaut die Menschenseele alles das, was der Mensch in geiistigen Welten erleben muß, weil sie sich entfernte unter dem Einfluß Luzifers von den schöpferischen Mächten der Welt. Das alles schaut die Menschenseele am besten in dieser Zeit. Daher ist sie durch dieses Schauen auch am besten vorbereitet zu der Erscheinung jener Imagination, welche wir die Christus-Imagination nennen können, wo wir gewahr werden, wie der Christus der Besieger des Luzifer wird und damit über die Taten der Menschen richtet, die entspringen aus den Inkarnationen, welche unter dem Einfluß des Luzifer stehen. So lebt die Menschenseele, des Sehers Seele, sich von dem Jesus-Geburtstagsfest bis zum Christi-Erscheinungsfeste hin, so daß ihr das Mysterium Christi aufgeht und sie am tiefsten in dieser Zeit erkennen kann, was mit der Johannestaufe im Jordan gemeint ist.
[ 14 ] Es ist merkwürdig, wie überall dahin, wo in den christlichen Jahrhunderten die Möglichkeit geistigen Schauens in richtigem Sinn drang, auch dieser merkwürdige Zusammenhang drang von dem Schauen der Seherseele in den dreizehn Nächten, in der eigentlichen Winterwendezeit. Man lernte aus gar mancher Seherseele kennen, die entweder geschult war in den Mysterien der neuen Zeit oder die ererbte Seherkräfte noch hatte, man lernte sehen, wie in der finstersten Winterwendezeit die Seele alles das schauen kann, was der Mensch durchzumachen hat durch seine Entfernung von dem Christus-Geist, und wie diesem Menschen die Ausgleichung werden kann, die Katharsis dadurch, daß das Mysterium der Johannestaufe im Jordan und dann das Mysterium von Golgatha sich vollzogen hat, und wie gekrönt sind die Visionen der Seher in den dreizehn Nächten mit dem 6. Januar durch die Imagination des Christus. So ist es richtig, den 6. Januar als den Geburtstag des Christus anzusetzen, richtig, diese dreizehn Nächte als jene die Menschenseelen-Seherschaft repräsentierende Zeit anzusetzen, wo man alles wahrnimmt, was der Mensch durchmachen muß durch das Leben in den Inkarnationen von Adam und Eva bis zu dem Mysterium von Golgatha.
[ 14 ] Es ist merkwürdig, wie überall dahin, wo in den christlichen Jahrhunderten die Möglichkeit geistigen Schauens in richtigem Sinn drang, auch dieser merkwürdige Zusammenhang drang von dem Schauen der Seherseele in den dreizehn Nächten, in der eigentlichen Winterwendezeit. Man lernte aus gar mancher Seherseele kennen, die entweder geschult war in den Mysterien der neuen Zeit oder die ererbte Seherkräfte noch hatte, man lernte sehen, wie in der finstersten Winterwendezeit die Seele alles das schauen kann, was der Mensch durchzumachen hat durch seine Entfernung von dem Christus-Geist, und wie diesem Menschen die Ausgleichung werden kann, die Katharsis dadurch, daß das Mysterium der Johannestaufe im Jordan und dann das Mysterium von Golgatha sich vollzogen hat, und wie gekrönt sind die Visionen der Seher in den dreizehn Nächten mit dem 6. Januar durch die Imagination des Christus. So ist es richtig, den 6. Januar als den Geburtstag des Christus anzusetzen, richtig, diese dreizehn Nächte als jene die Menschenseelen-Seherschaft repräsentierende Zeit anzusetzen, wo man alles wahrnimmt, was der Mensch durchmachen muß durch das Leben in den Inkarnationen von Adam und Eva bis zu dem Mysterium von Golgatha.
[ 15 ] Es war mir interessant, diesen Gedanken, der Ihnen nur mit etwas anderen Worten entgegenströmt aus so mancherlei Vorträgen, die über das Christus-Mysterium gehalten worden sind, bei meinem letzten vorjährigen Aufenthalt in Kristiania schön verkörpert zu sehen in einer Sage und Legende: der sogenannten Traumlegende, die merkwürdigerweise in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren in Norwegen aufgetaucht ist und in das Volk sich eingelebt hat, welche allerdings auf frühere Zeiten zurückführt. In ganz wunderbarer schöner Weise erzählt uns jene Legende, wie Olaf Ästeson gleichsam durch natürliche Kräfte eingeweiht wird, indem er am Weihnachtsabend einschläft, durch die dreizehn Tage bis zum 6. Januar schläft und alle die Schauer dessen durchmacht, was der Mensch durchleben muß durch die Inkarnationen vom Erdenbeginn bis zum Mysterium von Golgatha. Und wie Olaf Ästeson dann schaut, als er sich nähert der Zeit des 6. Januar, das Eingreifen des Christus-Geistes in der Menschheit, dem der Michael-Geist vorangegangen war. Ich hoffe, wir werden bei einer anderen Gelegenheit noch in diesen Tagen dieses Gedicht von Olaf Ästeson Ihnen vorführen können, damit Sie sehen, wie da heute noch lebt, ja geradezu wieder auflebt das Bewußtsein solcher Seherschaft in den dreizehn Tagen. Nur die eine charakteristische Strophe vom Anfang sei angeführt:
[ 15 ] Es war mir interessant, diesen Gedanken, der Ihnen nur mit etwas anderen Worten entgegenströmt aus so mancherlei Vorträgen, die über das Christus-Mysterium gehalten worden sind, bei meinem letzten vorjährigen Aufenthalt in Kristiania schön verkörpert zu sehen in einer Sage und Legende: der sogenannten Traumlegende, die merkwürdigerweise in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren in Norwegen aufgetaucht ist und in das Volk sich eingelebt hat, welche allerdings auf frühere Zeiten zurückführt. In ganz wunderbarer schöner Weise erzählt uns jene Legende, wie Olaf Ästeson gleichsam durch natürliche Kräfte eingeweiht wird, indem er am Weihnachtsabend einschläft, durch die dreizehn Tage bis zum 6. Januar schläft und alle die Schauer dessen durchmacht, was der Mensch durchleben muß durch die Inkarnationen vom Erdenbeginn bis zum Mysterium von Golgatha. Und wie Olaf Ästeson dann schaut, als er sich nähert der Zeit des 6. Januar, das Eingreifen des Christus-Geistes in der Menschheit, dem der Michael-Geist vorangegangen war. Ich hoffe, wir werden bei einer anderen Gelegenheit noch in diesen Tagen dieses Gedicht von Olaf Ästeson Ihnen vorführen können, damit Sie sehen, wie da heute noch lebt, ja geradezu wieder auflebt das Bewußtsein solcher Seherschaft in den dreizehn Tagen. Nur die eine charakteristische Strophe vom Anfang sei angeführt:
So höre meinen Sang!
Ich will dir singen
Von einem flinken Jüngling:Es war das Olaf Åsteson,
Der einst so lange schlief!
Von ihm will ich dir singen.
Er ging zur Ruh’ am Weihnachtsabend,
Ein starker Schlaf umfing ihn bald,
Und nicht konnt’ er erwachen,
Bevor am dreizehnten Tag
Das Volk zur Kirche ging.Es war das Olaf Åsteson,
Der einst so lange schlief!
Von ihm will ich dir singen.
So höre meinen Sang!
Ich will dir singen
Von einem flinken Jüngling:Es war das Olaf Åsteson,
Der einst so lange schlief!
Von ihm will ich dir singen.
Er ging zur Ruh’ am Weihnachtsabend,
Ein starker Schlaf umfing ihn bald,
Und nicht konnt’ er erwachen,
Bevor am dreizehnten Tag
Das Volk zur Kirche ging.Es war das Olaf Åsteson,
Der einst so lange schlief!
Von ihm will ich dir singen.
[ 16 ] Und das geht dann weiter, bis er geführt wird in seinem Traum der dreizehn Nächte durch all das, was der Mensch in der heute geschilderten Weise zu durchleben hat infolge der Versuchung des Luzifer. Anschaulich wird geschildert, wie Olaf Åsteson durch alle die Gefilde geht, wo die Menschen das erleben, was wir so oft bei unseren Erzählungen von Kamaloka schilderten, wie hereinströmt in dieses geschaute Kamaloka der Christus-Geist, geführt von Michael.
[ 16 ] Und das geht dann weiter, bis er geführt wird in seinem Traum der dreizehn Nächte durch all das, was der Mensch in der heute geschilderten Weise zu durchleben hat infolge der Versuchung des Luzifer. Anschaulich wird geschildert, wie Olaf Åsteson durch alle die Gefilde geht, wo die Menschen das erleben, was wir so oft bei unseren Erzählungen von Kamaloka schilderten, wie hereinströmt in dieses geschaute Kamaloka der Christus-Geist, geführt von Michael.
[ 17 ] So wird sich für die Menschen immer mehr und mehr mit dem, was wir den im Geist kommenden Christus nennen, die Möglichkeit eröffnen, wirklich auch zu erkennen, wie die geistigen Kräfte walten und weben, wie das, was wir Feste nennen, nicht willkürlich festgesetzt worden ist, sondern festgesetzt worden ist durch die den Menschen so oft unbewußte, aber durch die Geschichte waltende Weltenweisheit. Diese Weltenweisheit hat an den Anfang der dreizehn Tage gesetzt das Jesus-Geburtstagsfest. Wenn uns andererseits das Osterfest immer ermahnen kann daran, daß wir in uns die Kräfte finden werden aus der Betrachtung der Weltenweiten und Raumesweiten, Sieger werden zu können über alles Niedrige, so sagt uns der Weihnachtsgedanke, daß wir in uns finden können, wenn wir das Symbolum dieses Menschenursprunges verstehen, dieses Menschen-Gottesursprunges, das Symbolum, das uns als das Jesuskind am Weihnachtstag entgegentritt. Dieser Menschenursprung ruft uns immerdar zu: Mensch, du kannst in dir die starken Kräfte finden, die dir das geben, was man im wahren Sinne des Wortes den Seelenfrieden nennen kann. — Denn der Seelenfrieden ist nur vorhanden, wenn er zuversichtlicher Friede ist, das heißt, wenn er die Kraft darstellt, daß der Mensch immerdar weiß: In dir lebt etwas, was dich hinaufführen kann und muß, wenn du es nur richtig in dir zur Geburt bringst, zu göttlichen Höhen, zu göttlichen Kräften. — Die Lichter hier, Symbole sind sie uns für jenes Licht, das in unserer eigenen Seele erglänzt und erglüht, wenn wir das fassen, was uns symbolisch das Jesuskind in der Weihnachtsnacht aus seinem Unschuldsdasein kündigt: die innerste Wesenheit der Menschenseele selber, die da ist unschuldig, kraftvoll, friedlich für unseren Lebensweg zu den höchsten Erdenzielen. Und wenn wir von diesen Lichtern unserer Seele sagen lassen: Ja, du Menschenseele, wenn du jemals schwach wirst und glaubst, du könntest sie nicht finden, die Erdenziele, so denke an des Menschen Gottesursprung und werde gewahr in dir die Kräfte, die da sind zugleich die Kräfte höchster Liebe. Und bei höchster Kraftentwikkelung werde gewahr in dir die Kräfte, welche dir immerdar Zuversicht und Sicherheit geben in all deinem Wirken, in all deinem Leben jetzt und in fernsten Zukunftszeiten.
[ 17 ] So wird sich für die Menschen immer mehr und mehr mit dem, was wir den im Geist kommenden Christus nennen, die Möglichkeit eröffnen, wirklich auch zu erkennen, wie die geistigen Kräfte walten und weben, wie das, was wir Feste nennen, nicht willkürlich festgesetzt worden ist, sondern festgesetzt worden ist durch die den Menschen so oft unbewußte, aber durch die Geschichte waltende Weltenweisheit. Diese Weltenweisheit hat an den Anfang der dreizehn Tage gesetzt das Jesus-Geburtstagsfest. Wenn uns andererseits das Osterfest immer ermahnen kann daran, daß wir in uns die Kräfte finden werden aus der Betrachtung der Weltenweiten und Raumesweiten, Sieger werden zu können über alles Niedrige, so sagt uns der Weihnachtsgedanke, daß wir in uns finden können, wenn wir das Symbolum dieses Menschenursprunges verstehen, dieses Menschen-Gottesursprunges, das Symbolum, das uns als das Jesuskind am Weihnachtstag entgegentritt. Dieser Menschenursprung ruft uns immerdar zu: Mensch, du kannst in dir die starken Kräfte finden, die dir das geben, was man im wahren Sinne des Wortes den Seelenfrieden nennen kann. — Denn der Seelenfrieden ist nur vorhanden, wenn er zuversichtlicher Friede ist, das heißt, wenn er die Kraft darstellt, daß der Mensch immerdar weiß: In dir lebt etwas, was dich hinaufführen kann und muß, wenn du es nur richtig in dir zur Geburt bringst, zu göttlichen Höhen, zu göttlichen Kräften. — Die Lichter hier, Symbole sind sie uns für jenes Licht, das in unserer eigenen Seele erglänzt und erglüht, wenn wir das fassen, was uns symbolisch das Jesuskind in der Weihnachtsnacht aus seinem Unschuldsdasein kündigt: die innerste Wesenheit der Menschenseele selber, die da ist unschuldig, kraftvoll, friedlich für unseren Lebensweg zu den höchsten Erdenzielen. Und wenn wir von diesen Lichtern unserer Seele sagen lassen: Ja, du Menschenseele, wenn du jemals schwach wirst und glaubst, du könntest sie nicht finden, die Erdenziele, so denke an des Menschen Gottesursprung und werde gewahr in dir die Kräfte, die da sind zugleich die Kräfte höchster Liebe. Und bei höchster Kraftentwikkelung werde gewahr in dir die Kräfte, welche dir immerdar Zuversicht und Sicherheit geben in all deinem Wirken, in all deinem Leben jetzt und in fernsten Zukunftszeiten.
