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An Occult Physiology
GA 128

27 March 1911, Prague

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Siebenter Vortrag

Siebenter Vortrag

[ 1 ] Wir haben im Verlaufe dieser Vorträge wohl den Eindruck bekommen können, daß sich die verschiedenen Organsysteme und Gliederungen des menschlichen Organismus in der allerverschiedensten Weise beteiligen an dem Gesamtprozesse dieses menschlichen Organismus. Wir haben auf verschiedenes in dieser Richtung hinweisen können und uns schon im Verlaufe der bisherigen Vorträge bemüßigt gesehen, die Tätigkeiten, die in den verschiedenen Organsystemen wirken, vorläufig einmal zuzuteilen höheren, übersinnlichen Gliedern der menschlichen Organisation. So zum Beispiel mußten wir sagen, daß mit dem, was wir das menschliche Ich nennen, in einem innigen Zusammenhange steht der menschliche Blutkreislauf, so daß wir das Blut ansprechen konnten als ein Werkzeug des menschlichen Ich. Wir haben ferner das, was wir Bewußtseinsleben nennen, zuteilen können dem Nervensystem. Wir haben aber auch gezeigt, wie ein besonderer Teil des Nervensystems — das sympathische Nervensystem — in gewisser Weise eine entgegengesetzte Aufgabe hat wie der andere Teil des Nervensystems, eine Aufgabe, welche darin besteht, alles, was in den Tiefen des Organismus des Menschen sich abspielt, was hervorgerufen wird durch die Tätigkeit des inneren Weltsystems, sozusagen zurückzuhalten, so daß es bei normaler körperlicher Verfassung nicht bis zum Horizonte des Ich, also bis ins Tagesbewußtsein heraufdringt. Wir haben gestern ferner versucht, wenigstens annähernd zu erkennen, daß sich dem bewußten Leben des Menschen am meisten das entzieht, was sich in dem festen Knochengerüst aufbaut; wir haben aber doch betonen müssen, wie schon in diesem festen Knochengerüst des Menschen tätig sein muß ein solches Wesenhaftes, das zuletzt den Menschen fähig macht, das Organ seines bewußten Ich-Lebens, den Blutkreislauf, zu entfalten. So können wir auch sagen: die Einlagerung des menschlichen Knochensystems bedeutet für den Gesamtorganismus des Menschen, daß er überhaupt eine menschliche Form erhalten kann und daß alles, was vorgeht innerhalb der Prozesse, die sich in dem festen Knochensystem abspielen, unterhalb der Schwelle des Bewußtseins gehalten wird. Immer haben wir es in der menschlichen Organisation mit etwas ähnlichem zu tun, nämlich damit — wir wollen uns insbesondere in diesem Punkte richtig verstehen —, daß das, was innerhalb dieser menschlichen Organisation ist, gleichsam behütet wird vor den Einflüssen, die in unserem Umkreise und in der großen Welt des Kosmos sich abspielen. Wir haben gesagt, daß die Glieder des iinneren Weltsystems, jene sieben Organe, die gewissermaßen das äußere Planetensystem in unserem Innern spiegeln — insbesondere die Milz -, die äußeren Gesetze dessen, was wir als Nahrung aufnehmen, zurückhalten, gleichsam von diesen Gesetzen befreien, und daß die Nahrungsstoffe so in den menschlichen Organismus aufgenommen werden, daß sie sich als filtriert erweisen, so daß sie nicht in einer solchen Gestalt in den menschlichen Organismus hineinkommen, daß sie innerhalb desselben in einer eigenen Gesetzmäßigkeit und eigenen Regsamkeit walten können. In der, ich möchte sagen, gröbsten Weise haben wir für den Menschen und die höheren Tiere dieses Behüten innerer Vorgänge gegenüber den äußeren Einflüssen ja schon in der Blutwärme gegeben. Diese Blutwärme, die innerhalb enger Temperaturgrenzen liegt, wird durch eine innere Gesetzmäßigkeit erhalten und ist unabhängig von den Wärmevorgängen des Makrokosmos, der großen Welt, die um uns herum sich abspielen. Hier haben Sie recht anschaulich eine Art von Grundphänomen in dieser Konstanz der Blutwärme. So müssen wir immer darauf hinweisen, wie ein Wesentlichstes der inneren Organisation des Menschen darin besteht, daß ein begrenztes Wesenhaftes abgeschlossen wird gegenüber dem Makrokosmos und seine eigenen Regsamkeiten entwickelt.

[ 1 ] Wir haben im Verlaufe dieser Vorträge wohl den Eindruck bekommen können, daß sich die verschiedenen Organsysteme und Gliederungen des menschlichen Organismus in der allerverschiedensten Weise beteiligen an dem Gesamtprozesse dieses menschlichen Organismus. Wir haben auf verschiedenes in dieser Richtung hinweisen können und uns schon im Verlaufe der bisherigen Vorträge bemüßigt gesehen, die Tätigkeiten, die in den verschiedenen Organsystemen wirken, vorläufig einmal zuzuteilen höheren, übersinnlichen Gliedern der menschlichen Organisation. So zum Beispiel mußten wir sagen, daß mit dem, was wir das menschliche Ich nennen, in einem innigen Zusammenhange steht der menschliche Blutkreislauf, so daß wir das Blut ansprechen konnten als ein Werkzeug des menschlichen Ich. Wir haben ferner das, was wir Bewußtseinsleben nennen, zuteilen können dem Nervensystem. Wir haben aber auch gezeigt, wie ein besonderer Teil des Nervensystems — das sympathische Nervensystem — in gewisser Weise eine entgegengesetzte Aufgabe hat wie der andere Teil des Nervensystems, eine Aufgabe, welche darin besteht, alles, was in den Tiefen des Organismus des Menschen sich abspielt, was hervorgerufen wird durch die Tätigkeit des inneren Weltsystems, sozusagen zurückzuhalten, so daß es bei normaler körperlicher Verfassung nicht bis zum Horizonte des Ich, also bis ins Tagesbewußtsein heraufdringt. Wir haben gestern ferner versucht, wenigstens annähernd zu erkennen, daß sich dem bewußten Leben des Menschen am meisten das entzieht, was sich in dem festen Knochengerüst aufbaut; wir haben aber doch betonen müssen, wie schon in diesem festen Knochengerüst des Menschen tätig sein muß ein solches Wesenhaftes, das zuletzt den Menschen fähig macht, das Organ seines bewußten Ich-Lebens, den Blutkreislauf, zu entfalten. So können wir auch sagen: die Einlagerung des menschlichen Knochensystems bedeutet für den Gesamtorganismus des Menschen, daß er überhaupt eine menschliche Form erhalten kann und daß alles, was vorgeht innerhalb der Prozesse, die sich in dem festen Knochensystem abspielen, unterhalb der Schwelle des Bewußtseins gehalten wird. Immer haben wir es in der menschlichen Organisation mit etwas ähnlichem zu tun, nämlich damit — wir wollen uns insbesondere in diesem Punkte richtig verstehen —, daß das, was innerhalb dieser menschlichen Organisation ist, gleichsam behütet wird vor den Einflüssen, die in unserem Umkreise und in der großen Welt des Kosmos sich abspielen. Wir haben gesagt, daß die Glieder des iinneren Weltsystems, jene sieben Organe, die gewissermaßen das äußere Planetensystem in unserem Innern spiegeln — insbesondere die Milz -, die äußeren Gesetze dessen, was wir als Nahrung aufnehmen, zurückhalten, gleichsam von diesen Gesetzen befreien, und daß die Nahrungsstoffe so in den menschlichen Organismus aufgenommen werden, daß sie sich als filtriert erweisen, so daß sie nicht in einer solchen Gestalt in den menschlichen Organismus hineinkommen, daß sie innerhalb desselben in einer eigenen Gesetzmäßigkeit und eigenen Regsamkeit walten können. In der, ich möchte sagen, gröbsten Weise haben wir für den Menschen und die höheren Tiere dieses Behüten innerer Vorgänge gegenüber den äußeren Einflüssen ja schon in der Blutwärme gegeben. Diese Blutwärme, die innerhalb enger Temperaturgrenzen liegt, wird durch eine innere Gesetzmäßigkeit erhalten und ist unabhängig von den Wärmevorgängen des Makrokosmos, der großen Welt, die um uns herum sich abspielen. Hier haben Sie recht anschaulich eine Art von Grundphänomen in dieser Konstanz der Blutwärme. So müssen wir immer darauf hinweisen, wie ein Wesentlichstes der inneren Organisation des Menschen darin besteht, daß ein begrenztes Wesenhaftes abgeschlossen wird gegenüber dem Makrokosmos und seine eigenen Regsamkeiten entwickelt.

[ 2 ] Nun werden wir heute gut tun, um dem menschlichen Organismus noch weiter beizukommen, ein wenig von der anderen Seite auszugehen und auf das bewußte Leben einen kurzen Blick zu werfen. Wir wissen schon aus den vorhergehenden Vorträgen, wie das bewußte Leben des Menschen sich der Werkzeuge des Blutes und des Nervensystems bedient, wir konnten aber noch nicht auf die feineren Vorgänge eingehen. Was ich jetzt sagen werde, ist etwas, was geeignet ist, die äußere Welt, die heute gebräuchliche Wissenschaft — das sei ganz offen gestanden — noch in hohem Grade zu schockieren. Aber ein jeder, der auf dem Boden des echten, wahren Okkultismus wahrhaft steht, wird Ihnen sagen, daß die Tendenz der Wissenschaft dahin geht, daß durch sie im Verlaufe von wenigen Dezennien auch diejenigen Dinge bestätigt und anerkannt werden, die wir heute noch nur aus okkulten Beobachtungen heraus sagen können. Wenn ich statt einer so kurzen Reihe von Vorträgen ein halbes Jahr über diese Dinge hier sprechen könnte, so wäre es möglich, aus den Ergebnissen der heutigen Wissenschaft alles das herbeizutragen, was geeignet ist, auch äußerlich zu belegen, was im heutigen Vortrag gesagt werden soll. Aber ich muß da manches schon dem eigenen guten Willen und den Fähigkeiten der verehrten Zuhörer überlassen. Es ist ja überall möglich, die Wege zu suchen zur äußeren Wissenschaft, die, wenn sie nicht von theoretischen Vorurteilen, sondern von den Tatsachen ausgeht, auch heute schon überall Bestätigungen finden kann für das, was auf dem Felde des Okkultismus gesagt wird. Ich bitte, alle diese Ausführungen in diesem Sinne zu nehmen.

[ 2 ] Nun werden wir heute gut tun, um dem menschlichen Organismus noch weiter beizukommen, ein wenig von der anderen Seite auszugehen und auf das bewußte Leben einen kurzen Blick zu werfen. Wir wissen schon aus den vorhergehenden Vorträgen, wie das bewußte Leben des Menschen sich der Werkzeuge des Blutes und des Nervensystems bedient, wir konnten aber noch nicht auf die feineren Vorgänge eingehen. Was ich jetzt sagen werde, ist etwas, was geeignet ist, die äußere Welt, die heute gebräuchliche Wissenschaft — das sei ganz offen gestanden — noch in hohem Grade zu schockieren. Aber ein jeder, der auf dem Boden des echten, wahren Okkultismus wahrhaft steht, wird Ihnen sagen, daß die Tendenz der Wissenschaft dahin geht, daß durch sie im Verlaufe von wenigen Dezennien auch diejenigen Dinge bestätigt und anerkannt werden, die wir heute noch nur aus okkulten Beobachtungen heraus sagen können. Wenn ich statt einer so kurzen Reihe von Vorträgen ein halbes Jahr über diese Dinge hier sprechen könnte, so wäre es möglich, aus den Ergebnissen der heutigen Wissenschaft alles das herbeizutragen, was geeignet ist, auch äußerlich zu belegen, was im heutigen Vortrag gesagt werden soll. Aber ich muß da manches schon dem eigenen guten Willen und den Fähigkeiten der verehrten Zuhörer überlassen. Es ist ja überall möglich, die Wege zu suchen zur äußeren Wissenschaft, die, wenn sie nicht von theoretischen Vorurteilen, sondern von den Tatsachen ausgeht, auch heute schon überall Bestätigungen finden kann für das, was auf dem Felde des Okkultismus gesagt wird. Ich bitte, alle diese Ausführungen in diesem Sinne zu nehmen.

[ 3 ] Wenn wir von unserem bewußten Leben ausgehen, namentlich wenn wir das Verhältnis unseres bewußten Seelenlebens zu unserem Organismus betrachten, ist es zunächst notwendig, alles das ins Auge zu fassen, was wir unsere Denktätigkeit im umfassendsten Sinne nennen. Wir brauchen uns dabei nicht einzulassen auf feinere logische oder psychologische Unterscheidungen, wir brauchen uns zunächst nur vor unsere Seele zu stellen, daß wir es zu tun haben mit dem denkerischen Leben des Menschen, mit dem Gefühlsleben und mit dem Willensleben des Menschen.

[ 3 ] Wenn wir von unserem bewußten Leben ausgehen, namentlich wenn wir das Verhältnis unseres bewußten Seelenlebens zu unserem Organismus betrachten, ist es zunächst notwendig, alles das ins Auge zu fassen, was wir unsere Denktätigkeit im umfassendsten Sinne nennen. Wir brauchen uns dabei nicht einzulassen auf feinere logische oder psychologische Unterscheidungen, wir brauchen uns zunächst nur vor unsere Seele zu stellen, daß wir es zu tun haben mit dem denkerischen Leben des Menschen, mit dem Gefühlsleben und mit dem Willensleben des Menschen.

[ 4 ] Nun werden Sie unter denjenigen, die auf dem Boden des wahren Okkultismus stehen, niemals einen Widerspruch finden, wenn gesagt wird, daß durch alle solche Prozesse, die sich in unserem Seelenleben im wachen Tagesbewußtsein abspielen und die unter die Kategorien des Denkerischen, des Gefühlsmäßigen oder des Willensimpulsmäßigen fallen, im Organismus wirklich materielle — sei es belebte oder andere — Vorgänge bewirkt werden, so daß wir überall für ein jegliches, was in unserer Seele vorgeht, die entsprechenden materiellen Prozesse in unserem Organismus finden können. Das ist von allerhöchstem Interesse. Denn erst in unserer Zeit wird es aus gewissen Tendenzen, die erst heute in der Wissenschaft vorhanden sind, in den nächsten Jahrzehnten möglich sein, diese Entsprechungen von Seelenvorgängen und physiologischen Vorgängen im Organismus wirklich herauszufinden und das aus dem Okkultismus Gewonnene zu bestätigen.

[ 4 ] Nun werden Sie unter denjenigen, die auf dem Boden des wahren Okkultismus stehen, niemals einen Widerspruch finden, wenn gesagt wird, daß durch alle solche Prozesse, die sich in unserem Seelenleben im wachen Tagesbewußtsein abspielen und die unter die Kategorien des Denkerischen, des Gefühlsmäßigen oder des Willensimpulsmäßigen fallen, im Organismus wirklich materielle — sei es belebte oder andere — Vorgänge bewirkt werden, so daß wir überall für ein jegliches, was in unserer Seele vorgeht, die entsprechenden materiellen Prozesse in unserem Organismus finden können. Das ist von allerhöchstem Interesse. Denn erst in unserer Zeit wird es aus gewissen Tendenzen, die erst heute in der Wissenschaft vorhanden sind, in den nächsten Jahrzehnten möglich sein, diese Entsprechungen von Seelenvorgängen und physiologischen Vorgängen im Organismus wirklich herauszufinden und das aus dem Okkultismus Gewonnene zu bestätigen.

[ 5 ] Jedem denkerischen Vorgange entspricht ein Vorgang in unserem Organismus, ebenso jedem Gefühlsvorgange und ebenso jedem Vorgange, der mit dem Ausdruck Willensimpuls bezeichnet werden muß. Gleichsam könnten wir sagen: Wenn in unserem Seelenleben etwas vorgeht, wird eine Welle angeschlagen, die sich bis hinunter in den physischen Organismus fortpflanzt. - Nehmen wir zunächst den Vorgang des Denkens. Da ist es am besten, einen solchen Gedankenprozeß ins Auge zu fassen, der wie das rein mathematische Denken oder ein ähnliches objektives Denken unsere Gefühle und unseren Willen unbeeinflußt läßt. Solche Gedankenprozesse, die denkerische Prozesse «in Reinkultur» sind, wollen wir zunächst ins Auge fassen. Was geht in unserem Organismus vor, wenn sich solche Gedankenprozesse in unserem Seelenleben abspielen? Jedesmal, wenn wir denken, wenn wir Gedanken fassen, findet in unserem Organismus ein Prozeß statt, den wir vergleichen können - ich sage das nicht als Analogie, sondern als eine Tatsache, der Vergleich soll uns auf Tatsachen führen -, den wir vergleichen können mit dem Prozeß einer Kristallisation. Wenn wir in einem Glase Wasser haben, das bis zu einem gewissen Grade erwärmt ist, und darin irgendein Salz, Steinsalz zum Beispiel, aufgelöst haben und bringen nun durch Abkühlung des Wassers dieses aufgelöste Salz zur Kristallisation, dann vollzieht sich der der Auflösung entgegengesetzte Prozeß. Wenn das Salz ganz aufgelöst ist, ist das Wasser durchsichtig. Wenn aber das Wasser wieder abgekühlt wird und der der Auflösung entgegengesetzte Prozeß im Wasser sich vollzieht, dann wird das Salz wieder herauskristallisiert aus dem Wasser; es geschieht eine Salzrückbildung, eine Salzeinlagerung im Wasser. Der Prozeß stellt sich also so dar, daß wir sehen: In dem vorher warmen Wasser entsteht, wenn wir es abkühlen, ein Festes; es lagert sich im Flüssigen ein Festes ein, eine Salzablagerung. Wie gesagt, ich habe vorausgesetzt, daß durch die Angaben okkulter Resultate derjenige, der nur pedantisch im rein philiströsen Sinne die Tatsachen zugeben will, die von der Wissenschaft registriert sind, zunächst schockiert werden kann.

[ 5 ] Jedem denkerischen Vorgange entspricht ein Vorgang in unserem Organismus, ebenso jedem Gefühlsvorgange und ebenso jedem Vorgange, der mit dem Ausdruck Willensimpuls bezeichnet werden muß. Gleichsam könnten wir sagen: Wenn in unserem Seelenleben etwas vorgeht, wird eine Welle angeschlagen, die sich bis hinunter in den physischen Organismus fortpflanzt. - Nehmen wir zunächst den Vorgang des Denkens. Da ist es am besten, einen solchen Gedankenprozeß ins Auge zu fassen, der wie das rein mathematische Denken oder ein ähnliches objektives Denken unsere Gefühle und unseren Willen unbeeinflußt läßt. Solche Gedankenprozesse, die denkerische Prozesse «in Reinkultur» sind, wollen wir zunächst ins Auge fassen. Was geht in unserem Organismus vor, wenn sich solche Gedankenprozesse in unserem Seelenleben abspielen? Jedesmal, wenn wir denken, wenn wir Gedanken fassen, findet in unserem Organismus ein Prozeß statt, den wir vergleichen können - ich sage das nicht als Analogie, sondern als eine Tatsache, der Vergleich soll uns auf Tatsachen führen -, den wir vergleichen können mit dem Prozeß einer Kristallisation. Wenn wir in einem Glase Wasser haben, das bis zu einem gewissen Grade erwärmt ist, und darin irgendein Salz, Steinsalz zum Beispiel, aufgelöst haben und bringen nun durch Abkühlung des Wassers dieses aufgelöste Salz zur Kristallisation, dann vollzieht sich der der Auflösung entgegengesetzte Prozeß. Wenn das Salz ganz aufgelöst ist, ist das Wasser durchsichtig. Wenn aber das Wasser wieder abgekühlt wird und der der Auflösung entgegengesetzte Prozeß im Wasser sich vollzieht, dann wird das Salz wieder herauskristallisiert aus dem Wasser; es geschieht eine Salzrückbildung, eine Salzeinlagerung im Wasser. Der Prozeß stellt sich also so dar, daß wir sehen: In dem vorher warmen Wasser entsteht, wenn wir es abkühlen, ein Festes; es lagert sich im Flüssigen ein Festes ein, eine Salzablagerung. Wie gesagt, ich habe vorausgesetzt, daß durch die Angaben okkulter Resultate derjenige, der nur pedantisch im rein philiströsen Sinne die Tatsachen zugeben will, die von der Wissenschaft registriert sind, zunächst schockiert werden kann.

[ 6 ] Ein ganz gleicher Prozeß spielt sich nun ab in unserem Organismus, wenn wir denken. Es ist der Prozeß des Denkens entsprechend einem Einlagerungsprozeß von Salzen, der ausgeht von einer Wirkung unseres Blutes und der irritierend zurückwirkt auf unser Nervensystem, ein organischer Prozeß also, der sich abspielt an der Grenze unseres Blutes und unseres Nervensystems. Und geradeso, wie wir beim Anschauen des Wassers in dem Wasserglase das Auskristallisieren des Salzes beobachten können, so können wir sehen, wenn wir einen Menschen beobachten, der in der befriedigenden Lage ist zu denken, wie sich in der Tat — für das hellseherische Auge sehr genau übersinnlich wahrnehmbar - ein solcher Prozeß abspielt. So haben wir das physische Korrelat des Denkprozesses einmal vor unsere Seele hingestellt.

[ 6 ] Ein ganz gleicher Prozeß spielt sich nun ab in unserem Organismus, wenn wir denken. Es ist der Prozeß des Denkens entsprechend einem Einlagerungsprozeß von Salzen, der ausgeht von einer Wirkung unseres Blutes und der irritierend zurückwirkt auf unser Nervensystem, ein organischer Prozeß also, der sich abspielt an der Grenze unseres Blutes und unseres Nervensystems. Und geradeso, wie wir beim Anschauen des Wassers in dem Wasserglase das Auskristallisieren des Salzes beobachten können, so können wir sehen, wenn wir einen Menschen beobachten, der in der befriedigenden Lage ist zu denken, wie sich in der Tat — für das hellseherische Auge sehr genau übersinnlich wahrnehmbar - ein solcher Prozeß abspielt. So haben wir das physische Korrelat des Denkprozesses einmal vor unsere Seele hingestellt.

[ 7 ] Fragen wir uns jetzt: Wie nimmt sich das Entsprechende beim Fühlen aus? — Beim Fühlen haben wir es nicht mit einer Einlagerung von festwerdenden Salzen, also nicht mit einem umgekehrten Auflösungsprozeß zu tun, sondern es finden in unserem Organismus feine Prozesse statt, die sich etwa so abspielen, wie wenn ein Flüssiges halbfest wird. Denken Sie sich: Ein Flüssiges wird so halbfest wie etwa flüssiges Eiweiß, es koaguliert zur Konsistenz von verdicktem Eiweiß; also es findet ein Festwerden eines Flüssigen statt. Während wir es beim Denkprozeß zu tun haben mit einem Herausholen eines Festen, Salzartigen aus einem Flüssigen, das sich ablagert, haben wir es beim Gefühlsmäßigen zu tun mit einem Übergehen gewisser Teilchen im Blut aus einem mehr flüssigen Zustand in einen dichteren Zustand. Die Substanz selber wird durch eine Art Gerinnung in einen dichteren Zustand gebracht. Dem hellseherischen Auge zeigt sich das wie ein Sichbilden kleiner Flöckchen, geradeso, wie Sie in einem Glase, in welchem eine bestimmte Flüssigkeit ist, durch bestimmte Vorgänge einen Prozeß innerer Flockenbildung bewirken können, ein Ausscheiden quellbarer kleiner Tröpfchen aus einer flüssigen Substanz.

[ 7 ] Fragen wir uns jetzt: Wie nimmt sich das Entsprechende beim Fühlen aus? — Beim Fühlen haben wir es nicht mit einer Einlagerung von festwerdenden Salzen, also nicht mit einem umgekehrten Auflösungsprozeß zu tun, sondern es finden in unserem Organismus feine Prozesse statt, die sich etwa so abspielen, wie wenn ein Flüssiges halbfest wird. Denken Sie sich: Ein Flüssiges wird so halbfest wie etwa flüssiges Eiweiß, es koaguliert zur Konsistenz von verdicktem Eiweiß; also es findet ein Festwerden eines Flüssigen statt. Während wir es beim Denkprozeß zu tun haben mit einem Herausholen eines Festen, Salzartigen aus einem Flüssigen, das sich ablagert, haben wir es beim Gefühlsmäßigen zu tun mit einem Übergehen gewisser Teilchen im Blut aus einem mehr flüssigen Zustand in einen dichteren Zustand. Die Substanz selber wird durch eine Art Gerinnung in einen dichteren Zustand gebracht. Dem hellseherischen Auge zeigt sich das wie ein Sichbilden kleiner Flöckchen, geradeso, wie Sie in einem Glase, in welchem eine bestimmte Flüssigkeit ist, durch bestimmte Vorgänge einen Prozeß innerer Flockenbildung bewirken können, ein Ausscheiden quellbarer kleiner Tröpfchen aus einer flüssigen Substanz.

[ 8 ] Wenn wir jetzt übergehen zu dem, was wir unsere Willensimpulse nennen können, so ist das physische Korrelat dafür wiederum anders. Das ist nun sogar leichter zu fassen, denn da kommen wir nach der Seite, wo die Sache schon etwas offenbarer wird. Der unseren Willensimpulsen entsprechende physische Prozeß ist eine Art Erwärmungsprozeß, der Temperaturerhöhungen im Organismus hervorruft, eine Art Heißwerden des Organismus in gewisser Beziehung. Da nun diese Erwärmung eng mit der ganzen Pulsation des Blutes zusammenhängt, so können wir sagen, daß die Willensimpulse mit einer Temperatursteigerung des Blutes verbunden sind. Dazu gehört nicht viel; wenn man nur einigermaßen Sinn hat für wirkliche Beobachtungen, kann man auch schon am tierischen Organismus beobachten, daß die Willensimpulse in der Erwärmung des Blutes ihr physisches Korrelat haben.

[ 8 ] Wenn wir jetzt übergehen zu dem, was wir unsere Willensimpulse nennen können, so ist das physische Korrelat dafür wiederum anders. Das ist nun sogar leichter zu fassen, denn da kommen wir nach der Seite, wo die Sache schon etwas offenbarer wird. Der unseren Willensimpulsen entsprechende physische Prozeß ist eine Art Erwärmungsprozeß, der Temperaturerhöhungen im Organismus hervorruft, eine Art Heißwerden des Organismus in gewisser Beziehung. Da nun diese Erwärmung eng mit der ganzen Pulsation des Blutes zusammenhängt, so können wir sagen, daß die Willensimpulse mit einer Temperatursteigerung des Blutes verbunden sind. Dazu gehört nicht viel; wenn man nur einigermaßen Sinn hat für wirkliche Beobachtungen, kann man auch schon am tierischen Organismus beobachten, daß die Willensimpulse in der Erwärmung des Blutes ihr physisches Korrelat haben.

[ 9 ] So können wir die physischen Korrelate, die sich abspielen bei inneren, seelischen Vorgängen, einigermaßen charakterisieren. Was ich Ihnen jetzt charakterisiert habe, ist natürlich nicht etwas, was sich sehr im groben abspielt, sondern das sind außerordentlich feine, minuziöse Prozesse, Prozesse von einer Feinheit, von welcher man sich allerdings gewöhnlich gar keine Vorstellung machen kann. Aber mit Ausnahme der Erwärmungsprozesse spielen sich diese Prozesse so ab, daß sie in bezug auf alles, was wir an ähnlichen Prozessen in der äußeren physischen Welt kennen, eben eine ungeheure Feinheit darbieten. Alles dieses sind Prozesse, die der Organismus durch seine gesamten Kräfte ausführt, wenn das Ich in Tätigkeit ist, mit Hilfe des Instrumentes des Blutes. Von der Salzablagerung bis zur Quellbarkeit und zur Erwärmung spielen sich diese Prozesse so ab, daß der ganze Organismus ergriffen wird oder auch, zum Beispiel beim denkerischen Prozeß, hauptsächlich ein Teil unseres Organismus, Gehirn und Rückenmarksystem. In der mannigfaltigsten Weise im menschlichen Organismus verteilt sind diese Prozesse, welche Folgen der Einwirkung der seelischen Prozesse sind. Wenn man diese Dinge allmählich als Tatsachen kennenlernt, kommt man dahin, allerdings zugeben zu müssen, daß das, was man Gedanken oder Gefühle oder Willensimpulse nennt, reale Kräfte sind, die reale Wirkungen haben innerhalb des physischen Organismus und sich in realen Wirkungen aussprechen. Wir müssen rein aus der okkulten Beobachtung heraus sprechen von einer realen Wirkung der Seele auf den menschlichen Organismus. Es werden sich diese realen Wirkungen auf den menschlichen Organismus nach und nach in den folgenden Jahrzehnten der Wissenschaft schon enthüllen. Diese feinen Prozesse im Organismus werden den sorgfältigeren und subtileren Untersuchungsmethoden der Wissenschaft schon zugänglich werden; und dann wird jenes Sträuben mehr und mehr von selber aufhören, das heute — nicht aus den Tatsachen, die die Wissenschaft erforscht hat, wohl aber aus gewissen vorurteilsvollen Theorien, die an diese Tatsachen sich anknüpfen - sich erhebt gegen Behauptungen, die aus der okkulten Erkenntnis gemacht werden können.

[ 9 ] So können wir die physischen Korrelate, die sich abspielen bei inneren, seelischen Vorgängen, einigermaßen charakterisieren. Was ich Ihnen jetzt charakterisiert habe, ist natürlich nicht etwas, was sich sehr im groben abspielt, sondern das sind außerordentlich feine, minuziöse Prozesse, Prozesse von einer Feinheit, von welcher man sich allerdings gewöhnlich gar keine Vorstellung machen kann. Aber mit Ausnahme der Erwärmungsprozesse spielen sich diese Prozesse so ab, daß sie in bezug auf alles, was wir an ähnlichen Prozessen in der äußeren physischen Welt kennen, eben eine ungeheure Feinheit darbieten. Alles dieses sind Prozesse, die der Organismus durch seine gesamten Kräfte ausführt, wenn das Ich in Tätigkeit ist, mit Hilfe des Instrumentes des Blutes. Von der Salzablagerung bis zur Quellbarkeit und zur Erwärmung spielen sich diese Prozesse so ab, daß der ganze Organismus ergriffen wird oder auch, zum Beispiel beim denkerischen Prozeß, hauptsächlich ein Teil unseres Organismus, Gehirn und Rückenmarksystem. In der mannigfaltigsten Weise im menschlichen Organismus verteilt sind diese Prozesse, welche Folgen der Einwirkung der seelischen Prozesse sind. Wenn man diese Dinge allmählich als Tatsachen kennenlernt, kommt man dahin, allerdings zugeben zu müssen, daß das, was man Gedanken oder Gefühle oder Willensimpulse nennt, reale Kräfte sind, die reale Wirkungen haben innerhalb des physischen Organismus und sich in realen Wirkungen aussprechen. Wir müssen rein aus der okkulten Beobachtung heraus sprechen von einer realen Wirkung der Seele auf den menschlichen Organismus. Es werden sich diese realen Wirkungen auf den menschlichen Organismus nach und nach in den folgenden Jahrzehnten der Wissenschaft schon enthüllen. Diese feinen Prozesse im Organismus werden den sorgfältigeren und subtileren Untersuchungsmethoden der Wissenschaft schon zugänglich werden; und dann wird jenes Sträuben mehr und mehr von selber aufhören, das heute — nicht aus den Tatsachen, die die Wissenschaft erforscht hat, wohl aber aus gewissen vorurteilsvollen Theorien, die an diese Tatsachen sich anknüpfen - sich erhebt gegen Behauptungen, die aus der okkulten Erkenntnis gemacht werden können.

[ 10 ] Nun haben wir noch darauf hingewiesen, daß das, was wir als eine bewußte Tätigkeit des Ich auffassen, im Grunde genommen nur ein Teil der menschlichen Wesenheit ist und daß unter der Schwelle dessen, was auf diese Art in unseren Bewußtseinshorizont hereindringt, Prozesse sich abspielen, die unterhalb des Bewußtseins liegen und die gleichsam ferngehalten werden von unserem Bewußtsein durch das sympathische Nervensystem. Wir haben von verschiedenen Seiten her darauf hinweisen können, wie das, was wir dergestalt unbewußt in uns tragen, auch in einer gewissen Art im Zusammenhange steht mit unserem Ich. Wir haben von dem Unbewußtesten, von unserem Knochensystem, gesagt, daß es von vornherein so organisiert ist, daß es dem Werkzeuge des bewußten Ich geradezu die Grundlage geben kann. So wächst aus dem Unbewufßten heraus eine unbewußte Ich-Organisation der bewußten Ich-Organisation entgegen. Gleichsam teilt sich für uns der Mensch in zwei Teile: Es wirkt von der einen Seite her die bewußte Ich-Organisation und von der anderen Seite her die unbewußte Ich-Organisation in den Menschen hinein (siehe Zeichnung S. 136). Wir haben in dieser Beziehung gesehen, daß Blutsystem und Knochensystem einen gewissen Gegensatz bewusste Ich-Organisation bilden, sich wie entgegengesetzte Pole ausnehmen. Während das Blut in seiner inneren Regsamkeit als ein schmiegsames Werkzeug der Tätigkeit des Ich folgt, entzieht sich der andere Pol, das Knochensystem, der Regsamkeit des Ich so, daß von allem, was im Knochensystem geschieht, das Ich kein Bewußtsein hat, das heißt, daß alle im Knochensystem vorgehenden Prozesse vollständig unter der Oberfläche der eigentlichen bewußten Ich-Geschehnisse ablaufen. Es sind zwar Prozesse, welche unserer Ich-Tätigkeit entsprechen, aber sie sind ebenso tot, wie unsere Blutprozesse lebendig sind; sie sind damit im Grunde genommen ein Teil solcher Prozesse, die dem Ich unbewußt bleiben, die sich nur stufenweise herauferheben aus dem Unbewußten zum Bewußtsein.

[ 10 ] Nun haben wir noch darauf hingewiesen, daß das, was wir als eine bewußte Tätigkeit des Ich auffassen, im Grunde genommen nur ein Teil der menschlichen Wesenheit ist und daß unter der Schwelle dessen, was auf diese Art in unseren Bewußtseinshorizont hereindringt, Prozesse sich abspielen, die unterhalb des Bewußtseins liegen und die gleichsam ferngehalten werden von unserem Bewußtsein durch das sympathische Nervensystem. Wir haben von verschiedenen Seiten her darauf hinweisen können, wie das, was wir dergestalt unbewußt in uns tragen, auch in einer gewissen Art im Zusammenhange steht mit unserem Ich. Wir haben von dem Unbewußtesten, von unserem Knochensystem, gesagt, daß es von vornherein so organisiert ist, daß es dem Werkzeuge des bewußten Ich geradezu die Grundlage geben kann. So wächst aus dem Unbewufßten heraus eine unbewußte Ich-Organisation der bewußten Ich-Organisation entgegen. Gleichsam teilt sich für uns der Mensch in zwei Teile: Es wirkt von der einen Seite her die bewußte Ich-Organisation und von der anderen Seite her die unbewußte Ich-Organisation in den Menschen hinein (siehe Zeichnung S. 136). Wir haben in dieser Beziehung gesehen, daß Blutsystem und Knochensystem einen gewissen Gegensatz bewusste Ich-Organisation bilden, sich wie entgegengesetzte Pole ausnehmen. Während das Blut in seiner inneren Regsamkeit als ein schmiegsames Werkzeug der Tätigkeit des Ich folgt, entzieht sich der andere Pol, das Knochensystem, der Regsamkeit des Ich so, daß von allem, was im Knochensystem geschieht, das Ich kein Bewußtsein hat, das heißt, daß alle im Knochensystem vorgehenden Prozesse vollständig unter der Oberfläche der eigentlichen bewußten Ich-Geschehnisse ablaufen. Es sind zwar Prozesse, welche unserer Ich-Tätigkeit entsprechen, aber sie sind ebenso tot, wie unsere Blutprozesse lebendig sind; sie sind damit im Grunde genommen ein Teil solcher Prozesse, die dem Ich unbewußt bleiben, die sich nur stufenweise herauferheben aus dem Unbewußten zum Bewußtsein.

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[ 11 ] Wenn wir das Knochensystem in seiner Gesamtfunktion im menschlichen Organismus einmal eingehend betrachten, so muß uns ja überall auffallen, daß es sich allem bewußten Leben entzieht, und zwar am stärksten von allen Organsystemen. Wenn wir aber nun vom Knochensystem übergehen zu den Organsystemen, die wir das innere Weltsystem des Menschen genannt haben, zum Leber-GalleMilzsystem, zum Lungen-Herzsystem und so weiter, so müssen wir nach dem in den früheren Vorträgen hierüber Mitgeteilten sagen: In hohem Grade sind die Vorgänge innerhalb dieser Systeme auch unserem Bewußtsein entzogen, aber doch nicht ganz so, wie die Vorgänge in unserem Knochensystem. An unser Knochensystem brauchen wir doch viel weniger zu denken, auf dasselbe zu achten als auf die Organe, die eben genannt worden sind. Einige dieser genannten Organe geben sich dem Menschen sogar sehr deutlich in ihren Funktionen kund als etwas, was über das Unbewußte herausragt. Es ist etwa so, wie wenn ein Gegenstand, der im Wasser des Meeres schwimmt, teilweise heraufstößt und wie eine Insel über der Oberfläche sichtbar wird. So dringt zum Beispiel manches von dem, was im Herzen vorgeht, in das Bewußtsein herauf. Sie wissen ja aus Erfahrung, wie besonders hypochondrische Naturen — zu ihrem Schaden natürlich — etwas von den Dingen verspüren, die in ihren inneren Organen vorgehen, allerdings wird es ihnen ganz anders bewußt, als es drinnen vorgeht, aber sie empfinden es doch. Ich spreche jetzt nicht davon, wie es ist, wenn ein gewisser Grad von Erkrankung in den Organen schon eingetreten ist. Beim Krankwerden nämlich wird man sich der Organe bewußt; da liegt aber eine wirkliche Ursache vor, wodurch die Wirkungen der inneren Weltsysteme heraufsteigen bis in das Bewußtsein; sondern ich spreche davon, daß lange nicht diese Grenze erreicht zu werden braucht, welche ein gesunder Mensch gegenüber dem Kranksein hat. Diese Grenze verschiebt sich aber leider recht oft. Was oft schon als Krankheit angesprochen wird, kann durchaus als ein geringerer oder höherer Grad des Hinaufdringens innerer Vorgänge in das Bewußtsein angesehen werden. Wir müssen also wirklich die Ursachen der verschiedenen Krankheiten immer so untersuchen, daß wir uns fragen: Liegen die Ursachen der Schmerzen in Krankheiten der Organe, oder haben wir sie anderswo zu suchen? - Wir wissen ja, daß wir vor dem Ins-Bewußtsein-Treten dessen, was sich da unten im Organismus abspielt, geschützt sind durch das sympathische Nervensystem.

[ 11 ] Wenn wir das Knochensystem in seiner Gesamtfunktion im menschlichen Organismus einmal eingehend betrachten, so muß uns ja überall auffallen, daß es sich allem bewußten Leben entzieht, und zwar am stärksten von allen Organsystemen. Wenn wir aber nun vom Knochensystem übergehen zu den Organsystemen, die wir das innere Weltsystem des Menschen genannt haben, zum Leber-GalleMilzsystem, zum Lungen-Herzsystem und so weiter, so müssen wir nach dem in den früheren Vorträgen hierüber Mitgeteilten sagen: In hohem Grade sind die Vorgänge innerhalb dieser Systeme auch unserem Bewußtsein entzogen, aber doch nicht ganz so, wie die Vorgänge in unserem Knochensystem. An unser Knochensystem brauchen wir doch viel weniger zu denken, auf dasselbe zu achten als auf die Organe, die eben genannt worden sind. Einige dieser genannten Organe geben sich dem Menschen sogar sehr deutlich in ihren Funktionen kund als etwas, was über das Unbewußte herausragt. Es ist etwa so, wie wenn ein Gegenstand, der im Wasser des Meeres schwimmt, teilweise heraufstößt und wie eine Insel über der Oberfläche sichtbar wird. So dringt zum Beispiel manches von dem, was im Herzen vorgeht, in das Bewußtsein herauf. Sie wissen ja aus Erfahrung, wie besonders hypochondrische Naturen — zu ihrem Schaden natürlich — etwas von den Dingen verspüren, die in ihren inneren Organen vorgehen, allerdings wird es ihnen ganz anders bewußt, als es drinnen vorgeht, aber sie empfinden es doch. Ich spreche jetzt nicht davon, wie es ist, wenn ein gewisser Grad von Erkrankung in den Organen schon eingetreten ist. Beim Krankwerden nämlich wird man sich der Organe bewußt; da liegt aber eine wirkliche Ursache vor, wodurch die Wirkungen der inneren Weltsysteme heraufsteigen bis in das Bewußtsein; sondern ich spreche davon, daß lange nicht diese Grenze erreicht zu werden braucht, welche ein gesunder Mensch gegenüber dem Kranksein hat. Diese Grenze verschiebt sich aber leider recht oft. Was oft schon als Krankheit angesprochen wird, kann durchaus als ein geringerer oder höherer Grad des Hinaufdringens innerer Vorgänge in das Bewußtsein angesehen werden. Wir müssen also wirklich die Ursachen der verschiedenen Krankheiten immer so untersuchen, daß wir uns fragen: Liegen die Ursachen der Schmerzen in Krankheiten der Organe, oder haben wir sie anderswo zu suchen? - Wir wissen ja, daß wir vor dem Ins-Bewußtsein-Treten dessen, was sich da unten im Organismus abspielt, geschützt sind durch das sympathische Nervensystem.

[ 12 ] Wenn wir im Knochensystem etwas sehen, was den Menschen seiner Form, seiner Gestaltung nach so aufbaut, daß das Blutsystem darin in der entsprechenden Weise ein Werkzeug für sein Ich sein kann, so müssen wir uns nach dem, was eben jetzt gesagt worden ist, darüber klar sein, daß auch die anderen Organsysteme in einer gewissen Weise dem bewußten Leben des Menschen, das sich zuletzt wie eine Blüte entfalten soll, entgegenwachsen. Wir müssen uns klar sein, daß alle diese Organe auch schon, obwohl sie nicht durchdrungen sind von vollbewußtem Leben, das enthalten, was unserem bewußten Seelenleben entgegenwächst, so wie wir gesehen haben, daß unser Knochensystem entgegenwächst dem Ich-Leben.

[ 12 ] Wenn wir im Knochensystem etwas sehen, was den Menschen seiner Form, seiner Gestaltung nach so aufbaut, daß das Blutsystem darin in der entsprechenden Weise ein Werkzeug für sein Ich sein kann, so müssen wir uns nach dem, was eben jetzt gesagt worden ist, darüber klar sein, daß auch die anderen Organsysteme in einer gewissen Weise dem bewußten Leben des Menschen, das sich zuletzt wie eine Blüte entfalten soll, entgegenwachsen. Wir müssen uns klar sein, daß alle diese Organe auch schon, obwohl sie nicht durchdrungen sind von vollbewußtem Leben, das enthalten, was unserem bewußten Seelenleben entgegenwächst, so wie wir gesehen haben, daß unser Knochensystem entgegenwächst dem Ich-Leben.

[ 13 ] Wir müssen uns nun die Frage vorlegen: In welchem Grade wächst denn dieses innere System, das wir als ein inneres Weltsystem bezeichnet haben, dem bewußten Seelenleben des Menschen entgegen? — Wenn wir auf der einen Seite bedenken, daß wir in dem Knochensystem die festeste Stütze in unserem physischen Körper haben, die dem Blutsystem so seine Anordnung gibt, daß es an den richtigen Orten wirkt, um sich als Werkzeug des Ich entfalten zu können, so müssen wir auf der anderen Seite auch sagen, daß das Knochensystem diejenigen Organe stützt und in der richtigen Lage hält, die wir früher als innere Weltsysteme bezeichnet haben. Denn was mit dem Blute geschieht, das kommt auch diesen Organen zugute. Wenn Sie alle diese Organsysteme betrachten, wird Ihnen auffallen, daß Sie in deren Anordnung nichts entdecken können, was so wesentlich und innig mit der äußeren Form des Menschen zusammenhängt wie das Knochensystem. Es ist die Grundlage der menschlichen Form, und was sich um das Knochensystem herum hineinbaut und auflagert, das kann sich nur so hineinbauen und auflagern, weil das Knochensystem die Grundform abgibt. Auch die Haut als äußere Körperbegrenzung ist gleichsam vorgebildet durch die ganze Gestaltung des Knochensystems. Goethe hat das in einem schönen Ausspruch gesagt, nicht bloß vom ästhetischen, sondern auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus: «Es ist nichts in der Haut, was nicht im Knochen ist.» Das heißt, in der äußeren Hautgestaltung drückt sich dasjenige aus, was schon durch das Knochensystem vorgebildet ist. Dasselbe können wir von unserem inneren Weltsystem nicht sagen. Andererseits zeigt aber gerade das Heraufrücken der Wirkungen des inneren Weltsystems zu niederen Graden des Bewußtseins, daß dieses innere Weltsystem etwas zu tun hat mit unserem Astralleib; denn der Astralleib ist der Träger des Bewußtseins. So müssen wir daher sagen, daß zwar dieses innere Weltsystem uns nicht erscheinen kann als ein Ausdruck des unterbewußten Ich, des in tiefen Untergründen gelegenen formbildenden Ich, daß es uns aber als das erscheinen kann, was uns durch den ganzen Weltenprozeß als Ausdruck der Umwelt so eingegliedert ist, daß es einen ähnlichen Bezug hat zu unserem Astralleib, wie das Knochensystem die Grundlage abgibt zu der das Ich umfassenden menschlichen Form. Wir können daher sagen: Wir haben im Knochensystem schon vorgebildet, tief unten im Unterbewußten, das menschliche Ich, und in dem, was wir unser inneres Weltsystem nennen, haben wir dasjenige vorgebildet, was wir unseren Astralleib nennen.

[ 13 ] Wir müssen uns nun die Frage vorlegen: In welchem Grade wächst denn dieses innere System, das wir als ein inneres Weltsystem bezeichnet haben, dem bewußten Seelenleben des Menschen entgegen? — Wenn wir auf der einen Seite bedenken, daß wir in dem Knochensystem die festeste Stütze in unserem physischen Körper haben, die dem Blutsystem so seine Anordnung gibt, daß es an den richtigen Orten wirkt, um sich als Werkzeug des Ich entfalten zu können, so müssen wir auf der anderen Seite auch sagen, daß das Knochensystem diejenigen Organe stützt und in der richtigen Lage hält, die wir früher als innere Weltsysteme bezeichnet haben. Denn was mit dem Blute geschieht, das kommt auch diesen Organen zugute. Wenn Sie alle diese Organsysteme betrachten, wird Ihnen auffallen, daß Sie in deren Anordnung nichts entdecken können, was so wesentlich und innig mit der äußeren Form des Menschen zusammenhängt wie das Knochensystem. Es ist die Grundlage der menschlichen Form, und was sich um das Knochensystem herum hineinbaut und auflagert, das kann sich nur so hineinbauen und auflagern, weil das Knochensystem die Grundform abgibt. Auch die Haut als äußere Körperbegrenzung ist gleichsam vorgebildet durch die ganze Gestaltung des Knochensystems. Goethe hat das in einem schönen Ausspruch gesagt, nicht bloß vom ästhetischen, sondern auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus: «Es ist nichts in der Haut, was nicht im Knochen ist.» Das heißt, in der äußeren Hautgestaltung drückt sich dasjenige aus, was schon durch das Knochensystem vorgebildet ist. Dasselbe können wir von unserem inneren Weltsystem nicht sagen. Andererseits zeigt aber gerade das Heraufrücken der Wirkungen des inneren Weltsystems zu niederen Graden des Bewußtseins, daß dieses innere Weltsystem etwas zu tun hat mit unserem Astralleib; denn der Astralleib ist der Träger des Bewußtseins. So müssen wir daher sagen, daß zwar dieses innere Weltsystem uns nicht erscheinen kann als ein Ausdruck des unterbewußten Ich, des in tiefen Untergründen gelegenen formbildenden Ich, daß es uns aber als das erscheinen kann, was uns durch den ganzen Weltenprozeß als Ausdruck der Umwelt so eingegliedert ist, daß es einen ähnlichen Bezug hat zu unserem Astralleib, wie das Knochensystem die Grundlage abgibt zu der das Ich umfassenden menschlichen Form. Wir können daher sagen: Wir haben im Knochensystem schon vorgebildet, tief unten im Unterbewußten, das menschliche Ich, und in dem, was wir unser inneres Weltsystem nennen, haben wir dasjenige vorgebildet, was wir unseren Astralleib nennen.

[ 14 ] Nun stammt dieses innere Weltsystem in seiner ganzen Organisation, weil es eben noch unter dem Bewußtsein liegt, gar nicht aus dem bewußten Seelenleben; es ist unserem Organismus eingefügt aus dem Makrokosmos. Es ist also damit dem Menschen etwas, was wir ein kosmisches Astrales nennen können, so eingefügt, daß es sich ausdrückt als unser inneres Weltsystem. Und in unserem Knochensystem haben wir wiederum in unseren Organismus etwas eingegliedert bekommen aus unserer Umgebung, aus dem großen Weltsystem, und weil das zusammenhängt mit der gesamten Form unseres physischen Organismus, müssen wir sagen: Dieses Knochensystem ist eigentlich dadurch die Grundlage für unser Ich in unserem physischen Leib, weil es ein makrokosmisches oder schlechtweg ein kosmisches System ist, das uns zu diesem physisch gestalteten Menschen macht. Neben diesem Knochensystem wird uns eingelagert ein makrokosmisches astrales Weltsystem als unser inneres Weltsystem. Insofern unser Ich als bewußtes Ich auftritt, hat es zum Werkzeug das Blutsystem, insofern unser Ich vorgebildet ist als Form und Gestalt, liegt ihm zugrunde ein kosmisches Kraftsystem, das hindrängt zur festen Gestaltung, das sich am dichtesten zum Ausdruck bringt in unserem Knochensystem.

[ 14 ] Nun stammt dieses innere Weltsystem in seiner ganzen Organisation, weil es eben noch unter dem Bewußtsein liegt, gar nicht aus dem bewußten Seelenleben; es ist unserem Organismus eingefügt aus dem Makrokosmos. Es ist also damit dem Menschen etwas, was wir ein kosmisches Astrales nennen können, so eingefügt, daß es sich ausdrückt als unser inneres Weltsystem. Und in unserem Knochensystem haben wir wiederum in unseren Organismus etwas eingegliedert bekommen aus unserer Umgebung, aus dem großen Weltsystem, und weil das zusammenhängt mit der gesamten Form unseres physischen Organismus, müssen wir sagen: Dieses Knochensystem ist eigentlich dadurch die Grundlage für unser Ich in unserem physischen Leib, weil es ein makrokosmisches oder schlechtweg ein kosmisches System ist, das uns zu diesem physisch gestalteten Menschen macht. Neben diesem Knochensystem wird uns eingelagert ein makrokosmisches astrales Weltsystem als unser inneres Weltsystem. Insofern unser Ich als bewußtes Ich auftritt, hat es zum Werkzeug das Blutsystem, insofern unser Ich vorgebildet ist als Form und Gestalt, liegt ihm zugrunde ein kosmisches Kraftsystem, das hindrängt zur festen Gestaltung, das sich am dichtesten zum Ausdruck bringt in unserem Knochensystem.

[ 15 ] Fassen wir die Sache noch von einem anderen Gesichtspunkt ins Auge. Wir wissen ja jetzt, daß alles, was wir als bewußte Denktätigkeit, die vom Ich bewirkt wird, bezeichnet haben, sich zum Ausdruck bringt durch eine Art von feinster Salzablagerung im Blut. Es gibt sich also das bewußte Denken zu erkennen durch eine Art von innerer Salzablagerung. Wir können daher also erwarten, daß da, wo aus dem Kosmischen heraus unser Knochensystem vorgebildet wird, so daß der Organismus die materielle Stütze bilden kann für den Menschen als denkerisches Wesen, wir auch den physischen Prozeß einer Salzablagerung finden müßten. Wir müßten also Salzablagerungen im Knochensystem finden können; und tatsächlich bestehen die Knochen zum Teil aus phosphorsaurem und kohlensaurem Kalk, also aus abgelagerten Kalksalzen.

[ 15 ] Fassen wir die Sache noch von einem anderen Gesichtspunkt ins Auge. Wir wissen ja jetzt, daß alles, was wir als bewußte Denktätigkeit, die vom Ich bewirkt wird, bezeichnet haben, sich zum Ausdruck bringt durch eine Art von feinster Salzablagerung im Blut. Es gibt sich also das bewußte Denken zu erkennen durch eine Art von innerer Salzablagerung. Wir können daher also erwarten, daß da, wo aus dem Kosmischen heraus unser Knochensystem vorgebildet wird, so daß der Organismus die materielle Stütze bilden kann für den Menschen als denkerisches Wesen, wir auch den physischen Prozeß einer Salzablagerung finden müßten. Wir müßten also Salzablagerungen im Knochensystem finden können; und tatsächlich bestehen die Knochen zum Teil aus phosphorsaurem und kohlensaurem Kalk, also aus abgelagerten Kalksalzen.

[ 16 ] So haben wir auch hier die beiden entgegengesetzten Pole. Indem der Mensch denkerisch tätig ist, sind die Gedankenprozesse dasjenige, was uns innerlich zu einem festen Wesen macht. Unsere Gedanken sind in einer gewissen Weise unser inneres Knochengerüst. Der Mensch hat bestimmte scharfumrissene Gedanken; unsere Gefühle dagegen sind unbestimmt, lavierend, bei jedem Menschen mehr oder weniger anders. Die Gedanken bilden feste Einschlüsse im Gefühlssystem. Während diese festen Einschlüsse im bewußten Leben sich ausdrücken im Blut durch eine Art von regsamem, beweglichem Salzablagerungsprozeß, drückt sich das, was das Ich vorbereitet, im Knochensystem so aus, daß der Makrokosmos unser Knochensystem so bildet, daß es zum größten Teil aus abgelagerten Salzen aufgebaut ist. Diese sind nun das ruhende Element in uns, der andere, der entgegengesetzte Pol zu den Vorgängen der inneren Regsamkeit, welche in den Salzablagerungsprozessen im Blut sich abspielen. So werden wir als Menschen von zwei Seiten her in unserer Organisation zum Denker gemacht, von der einen Seite her unbewußt, indem unser Knochensystem aufgebaut wird, von der anderen Seite aus bewußt, indem wir — nach dem Muster unseres Knochenaufbauprozesses — dieselben Prozesse bewußt vollziehen, die sich im Organismus als solche Salzablagerungsprozesse zeigen, von denen wir sagen können, daß sie innerlich regsame sind. Die beim Denken gebildeten Salze müssen sogleich durch den Schlaf wieder aufgelöst, fortgeräumt werden, sonst würden sie etwas wie Zersetzungsprozesse, Auflösungsprozesse im Organismus herbeiführen. Wir haben also im Denken einen wirklichen Zerstörungsprozeß zu sehen. Und durch den wohltätigen Schlaf wird ein Rückbildungsprozeß ausgeübt, der bewirkt, daß das Blut wieder frei wird von Salzablagerungen, so daß wir von neuem bewußte Gedanken im wachen Tagesleben entwickeln können.

[ 16 ] So haben wir auch hier die beiden entgegengesetzten Pole. Indem der Mensch denkerisch tätig ist, sind die Gedankenprozesse dasjenige, was uns innerlich zu einem festen Wesen macht. Unsere Gedanken sind in einer gewissen Weise unser inneres Knochengerüst. Der Mensch hat bestimmte scharfumrissene Gedanken; unsere Gefühle dagegen sind unbestimmt, lavierend, bei jedem Menschen mehr oder weniger anders. Die Gedanken bilden feste Einschlüsse im Gefühlssystem. Während diese festen Einschlüsse im bewußten Leben sich ausdrücken im Blut durch eine Art von regsamem, beweglichem Salzablagerungsprozeß, drückt sich das, was das Ich vorbereitet, im Knochensystem so aus, daß der Makrokosmos unser Knochensystem so bildet, daß es zum größten Teil aus abgelagerten Salzen aufgebaut ist. Diese sind nun das ruhende Element in uns, der andere, der entgegengesetzte Pol zu den Vorgängen der inneren Regsamkeit, welche in den Salzablagerungsprozessen im Blut sich abspielen. So werden wir als Menschen von zwei Seiten her in unserer Organisation zum Denker gemacht, von der einen Seite her unbewußt, indem unser Knochensystem aufgebaut wird, von der anderen Seite aus bewußt, indem wir — nach dem Muster unseres Knochenaufbauprozesses — dieselben Prozesse bewußt vollziehen, die sich im Organismus als solche Salzablagerungsprozesse zeigen, von denen wir sagen können, daß sie innerlich regsame sind. Die beim Denken gebildeten Salze müssen sogleich durch den Schlaf wieder aufgelöst, fortgeräumt werden, sonst würden sie etwas wie Zersetzungsprozesse, Auflösungsprozesse im Organismus herbeiführen. Wir haben also im Denken einen wirklichen Zerstörungsprozeß zu sehen. Und durch den wohltätigen Schlaf wird ein Rückbildungsprozeß ausgeübt, der bewirkt, daß das Blut wieder frei wird von Salzablagerungen, so daß wir von neuem bewußte Gedanken im wachen Tagesleben entwickeln können.

[ 17 ] Es geht aber nicht an, daß man nun einfach sagt: Denken ist ein Salzbildungsprozeß -, denn wenn die Menschen das nicht in der richtigen Weise verstehen, könnte wohl jemand sagen, die Geisteswissenschaft behaupte das dümmste Zeug.

[ 17 ] Es geht aber nicht an, daß man nun einfach sagt: Denken ist ein Salzbildungsprozeß -, denn wenn die Menschen das nicht in der richtigen Weise verstehen, könnte wohl jemand sagen, die Geisteswissenschaft behaupte das dümmste Zeug.

[ 18 ] Gehen wir nun weiter. Wir können uns denken, daß zwischen diesen beiden äußersten Polen der Salzbildung sich alle anderen Prozesse im menschlichen Organismus abspielen, und zwar im wesentlichen diejenigen, auf die wir schon hingewiesen haben. Wie wir regsame Salzbildungsprozesse haben durch das Denken, die ihren Gegenpol haben im Salzbildungsprozeß in den Knochen, der bis zu einem gewissen Grade zur Ruhe gekommen ist, so haben wir auch einen Gegenpol zu demjenigen, was wir bezeichnet haben als den innerlichen Quellungsprozeß, als Koagulation, als Flockenbildungsprozeß, als etwas Ähnliches wie eiweißartige Einschlüsse, welche unter dem Einflusse unseres Gefühlslebens entstehen, als äußeren Ausdruck unseres Gefühlslebens. Dieser Gegenpol zeigt sich in dem, was mehr innere Prozesse unseres Organismus sind, und nimmt teil an einem solchen unbewußten Quellen, an einem Dichterwerden von Substanzen, welche sich bilden und einlagern als Wirkung des makrokosmischen Astralsystems. Es ist der Knochenleim, der teilnimmt an dem Knochenbildungsprozeß und der den anderen Knochensubstanzen eingefügt wird. Das ist der andere Pol des Quellungsprozesses gegenüber dem, was als physisches Korrelat durch unser Gefühl entsteht.

[ 18 ] Gehen wir nun weiter. Wir können uns denken, daß zwischen diesen beiden äußersten Polen der Salzbildung sich alle anderen Prozesse im menschlichen Organismus abspielen, und zwar im wesentlichen diejenigen, auf die wir schon hingewiesen haben. Wie wir regsame Salzbildungsprozesse haben durch das Denken, die ihren Gegenpol haben im Salzbildungsprozeß in den Knochen, der bis zu einem gewissen Grade zur Ruhe gekommen ist, so haben wir auch einen Gegenpol zu demjenigen, was wir bezeichnet haben als den innerlichen Quellungsprozeß, als Koagulation, als Flockenbildungsprozeß, als etwas Ähnliches wie eiweißartige Einschlüsse, welche unter dem Einflusse unseres Gefühlslebens entstehen, als äußeren Ausdruck unseres Gefühlslebens. Dieser Gegenpol zeigt sich in dem, was mehr innere Prozesse unseres Organismus sind, und nimmt teil an einem solchen unbewußten Quellen, an einem Dichterwerden von Substanzen, welche sich bilden und einlagern als Wirkung des makrokosmischen Astralsystems. Es ist der Knochenleim, der teilnimmt an dem Knochenbildungsprozeß und der den anderen Knochensubstanzen eingefügt wird. Das ist der andere Pol des Quellungsprozesses gegenüber dem, was als physisches Korrelat durch unser Gefühl entsteht.

[ 19 ] Unsere Willensimpulse drücken sich ja organisch in einem Wärmeprozeß, in einem inneren Erwärmungsprozeß aus. Verbindungen, die sich bilden und die wir bezeichnen können als Produkte innerer Verbrennungsprozesse, als innere Oxidationsprozesse, finden sich durch unseren ganzen Organismus hindurch. Und insofern sie unter der Schwelle des Bewußtseins verlaufen und nichts zu tun haben mit dem bewußten Leben, gehören sie der anderen Seite an, dem Gegenpol, der abgeschlossen ist von dem, wovon das bewußte Leben Einflüsse erhalten kann. Dadurch ist der Mensch durch einen Teil seines Organismus innerlich geschützt vor Störungen, damit sich innerhalb desselben Prozesse vollziehen können, die von größter Zartheit sind, die von dem Seelenleben veranlaßt sind.

[ 19 ] Unsere Willensimpulse drücken sich ja organisch in einem Wärmeprozeß, in einem inneren Erwärmungsprozeß aus. Verbindungen, die sich bilden und die wir bezeichnen können als Produkte innerer Verbrennungsprozesse, als innere Oxidationsprozesse, finden sich durch unseren ganzen Organismus hindurch. Und insofern sie unter der Schwelle des Bewußtseins verlaufen und nichts zu tun haben mit dem bewußten Leben, gehören sie der anderen Seite an, dem Gegenpol, der abgeschlossen ist von dem, wovon das bewußte Leben Einflüsse erhalten kann. Dadurch ist der Mensch durch einen Teil seines Organismus innerlich geschützt vor Störungen, damit sich innerhalb desselben Prozesse vollziehen können, die von größter Zartheit sind, die von dem Seelenleben veranlaßt sind.

[ 20 ] Wie wir erfahren haben, finden also in unserem Organismus solche physiologische Vorgänge wie Salzbildung, Quellbildung und Wärmebildung statt, die unserem bewußten Leben folgen, und solche Prozesse, die außerhalb unseres bewußten Lebens sich so abspielen, daß sie erst die Grundlage abgeben für das, was sich vorbereitet im menschlichen Organismus, damit das bewußte Leben sich überhaupt entfalten kann. So also ist unser gesamter Organismus ein Durcheinanderweben von Prozessen, die wir als unserem bewußten Leben zugehörig, und solchen, die wir als unserem unbewußten Leben zugehörig zu bezeichnen haben. Das ist eine außerordentlich bedeutungsvolle Tatsache, daß unser Organismus wirklich etwas darstellt wie ein Zusammengehöriges aus zwei Polaritäten: daß sich gleichartige Prozesse einmal so vollziehen, daß sie hereinragen in den Organismus aus dem Makrokosmos und gleichsam im gröberen sich abspielen, und auf der anderen Seite solche Prozesse, welche als Folgen des bewußten Lebens des Menschen im feineren vor sich gehen können.

[ 20 ] Wie wir erfahren haben, finden also in unserem Organismus solche physiologische Vorgänge wie Salzbildung, Quellbildung und Wärmebildung statt, die unserem bewußten Leben folgen, und solche Prozesse, die außerhalb unseres bewußten Lebens sich so abspielen, daß sie erst die Grundlage abgeben für das, was sich vorbereitet im menschlichen Organismus, damit das bewußte Leben sich überhaupt entfalten kann. So also ist unser gesamter Organismus ein Durcheinanderweben von Prozessen, die wir als unserem bewußten Leben zugehörig, und solchen, die wir als unserem unbewußten Leben zugehörig zu bezeichnen haben. Das ist eine außerordentlich bedeutungsvolle Tatsache, daß unser Organismus wirklich etwas darstellt wie ein Zusammengehöriges aus zwei Polaritäten: daß sich gleichartige Prozesse einmal so vollziehen, daß sie hereinragen in den Organismus aus dem Makrokosmos und gleichsam im gröberen sich abspielen, und auf der anderen Seite solche Prozesse, welche als Folgen des bewußten Lebens des Menschen im feineren vor sich gehen können.

[ 21 ] Nun ist im heutigen fertigen Organismus die Sache so, daß alle diese Prozesse durchaus ineinanderspielen und daß wir sie, so wie der Organismus vor uns steht, nicht eigentlich so voneinander trennen können, daß wir überall bestimmte Grenzen zu bezeichnen vermöchten; der eine Prozeß spielt in den anderen hinein. Sie brauchen nur das Blutsystem, das regsamste, feinste Element zu betrachten. Im Blut sehen Sie sowohl den Erreger der Salzablagerungsprozesse wie auch der Prozesse der Koagulierung einer flüssigen Substanz und auch der Erwärmungsprozesse. In ähnlicher Art finden wir diese Prozesse auch bei anderen Organsystemen miteinander in enger Beziehung stehend. Wenn wir zum Beispiel Nahrungsmittel von außen in unseren Verdauungskanal aufnehmen, so haben diese Nahrungsmittel noch das, was ich als ihre äußere Regsamkeit bezeichnet habe. Sie machen eine erste Stufe der Durchsiebung durch, indem sie aufgenommen werden im Munde und durch den Kauprozeß vorbereitet werden für den Verdauungsprozeß im Magen; in weiterer Stufenfolge werden sie verarbeitet durch die Organe, die wir als das innere Weltsystem bezeichnet haben, und endlich werden sie herangeführt bis dahin, wo sie das feinste Instrument des menschlichen Organismus, das Blut, ernähren können. Nachdem wir so in gewisser Beziehung eine Stufenfolge der Durchsiebung der Nahrungsstoffe durch die inneren Organsysteme angedeutet haben, können wir uns jetzt leicht denken, daß in der Tat das feinste System, das Blutsystem, sozusagen die durchgesiebtesten Nahrungsregsamkeiten in sich aufnehmen muß und daß das, was an das Blut herantritt, schon am allerwenigsten von demjenigen enthält, was die Nahrungsstoffe an eigener Regsamkeit in sich hatten, als sie aufgenommen wurden. Wenn die Stoffe aufgenommen werden, haben sie noch ein gut Teil ihrer eigenen Natur und Gesetzmäßigkeit. Sie haben diese im Magen und den weiteren Organsystemen, die sie passierten, aufgeben müssen, und soweit sie sich im Blut befinden, sind sie zu etwas vollständig Neuem geworden. Daher ist das Blut auch dasjenige Organ, das am meisten von allen geschützt ist gegen die Eindrücke der Außenwelt, das seine Prozesse am meisten unabhängig von der Außenwelt vollzieht. Das ist die eine Seite; aber wir haben schon eingehend gezeigt, daß das Blut nach zwei Seiten sich wendet, daß es wie eine Tafel sowohl nach der einen wie nach der anderen Seite hin Einwirkungen ausgesetzt ist. Das Blut wird auf der einen Seite ja zu denjenigen Organen in den tieferen Regionen des menschlichen Organismus hingeführt, wo alles, was an Prozessen vorgeht, durch das sympathische Nervensystem zurückgehalten, abgewehrt wird, so daß es nicht zum Bewußtsein kommt. Nun muß das Blut sich ja auch der anderen Seite zuwenden, den Erlebnissen des bewußten Seelenlebens. Es muß nicht nur die unbewußten Vorgänge aufnehmen, sondern es muß auch das bewußte Ich sich einprägen dem Blut. Unsere bewußten Seelentätigkeiten müssen sich so wandeln können, bis sie das Blut erreichen, damit sie in diesem Blute zum Ausdruck werden für das, was wir um uns haben. Was haben wir denn um uns? Die physisch-sinnliche Welt; denn das, was der Pflanzenwelt eingegliedert ist - der Ätherleib -, das ist für das normale Bewußtsein nicht da. Für das helle Tagesbewußtsein gehört der Mensch nur der physischen Welt an; die Lebenswelt ist für uns unsichtbar.

[ 21 ] Nun ist im heutigen fertigen Organismus die Sache so, daß alle diese Prozesse durchaus ineinanderspielen und daß wir sie, so wie der Organismus vor uns steht, nicht eigentlich so voneinander trennen können, daß wir überall bestimmte Grenzen zu bezeichnen vermöchten; der eine Prozeß spielt in den anderen hinein. Sie brauchen nur das Blutsystem, das regsamste, feinste Element zu betrachten. Im Blut sehen Sie sowohl den Erreger der Salzablagerungsprozesse wie auch der Prozesse der Koagulierung einer flüssigen Substanz und auch der Erwärmungsprozesse. In ähnlicher Art finden wir diese Prozesse auch bei anderen Organsystemen miteinander in enger Beziehung stehend. Wenn wir zum Beispiel Nahrungsmittel von außen in unseren Verdauungskanal aufnehmen, so haben diese Nahrungsmittel noch das, was ich als ihre äußere Regsamkeit bezeichnet habe. Sie machen eine erste Stufe der Durchsiebung durch, indem sie aufgenommen werden im Munde und durch den Kauprozeß vorbereitet werden für den Verdauungsprozeß im Magen; in weiterer Stufenfolge werden sie verarbeitet durch die Organe, die wir als das innere Weltsystem bezeichnet haben, und endlich werden sie herangeführt bis dahin, wo sie das feinste Instrument des menschlichen Organismus, das Blut, ernähren können. Nachdem wir so in gewisser Beziehung eine Stufenfolge der Durchsiebung der Nahrungsstoffe durch die inneren Organsysteme angedeutet haben, können wir uns jetzt leicht denken, daß in der Tat das feinste System, das Blutsystem, sozusagen die durchgesiebtesten Nahrungsregsamkeiten in sich aufnehmen muß und daß das, was an das Blut herantritt, schon am allerwenigsten von demjenigen enthält, was die Nahrungsstoffe an eigener Regsamkeit in sich hatten, als sie aufgenommen wurden. Wenn die Stoffe aufgenommen werden, haben sie noch ein gut Teil ihrer eigenen Natur und Gesetzmäßigkeit. Sie haben diese im Magen und den weiteren Organsystemen, die sie passierten, aufgeben müssen, und soweit sie sich im Blut befinden, sind sie zu etwas vollständig Neuem geworden. Daher ist das Blut auch dasjenige Organ, das am meisten von allen geschützt ist gegen die Eindrücke der Außenwelt, das seine Prozesse am meisten unabhängig von der Außenwelt vollzieht. Das ist die eine Seite; aber wir haben schon eingehend gezeigt, daß das Blut nach zwei Seiten sich wendet, daß es wie eine Tafel sowohl nach der einen wie nach der anderen Seite hin Einwirkungen ausgesetzt ist. Das Blut wird auf der einen Seite ja zu denjenigen Organen in den tieferen Regionen des menschlichen Organismus hingeführt, wo alles, was an Prozessen vorgeht, durch das sympathische Nervensystem zurückgehalten, abgewehrt wird, so daß es nicht zum Bewußtsein kommt. Nun muß das Blut sich ja auch der anderen Seite zuwenden, den Erlebnissen des bewußten Seelenlebens. Es muß nicht nur die unbewußten Vorgänge aufnehmen, sondern es muß auch das bewußte Ich sich einprägen dem Blut. Unsere bewußten Seelentätigkeiten müssen sich so wandeln können, bis sie das Blut erreichen, damit sie in diesem Blute zum Ausdruck werden für das, was wir um uns haben. Was haben wir denn um uns? Die physisch-sinnliche Welt; denn das, was der Pflanzenwelt eingegliedert ist - der Ätherleib -, das ist für das normale Bewußtsein nicht da. Für das helle Tagesbewußtsein gehört der Mensch nur der physischen Welt an; die Lebenswelt ist für uns unsichtbar.

[ 22 ] So stehen wir mit der anderen Seite der Blutstafel der physischsinnlichen Welt gegenüber. Das ganze Seelenleben, wie es verläuft unter den Eindrücken der physisch-sinnlichen Welt, wie es zu Gedanken erregt wird, wie es zu Gefühlen entflammt wird, wie es zu Willensimpulsen angeregt wird, das muß alles im Blutsystem sein Werkzeug finden können, insofern es bewußtes Ich-Leben ist. Das alles muß im Blut pulsieren können. Was heißt das? Das heißt nichts anderes, als daß wir in unserem Blut nicht nur dasjenige haben dürfen, was aus den Nahrungsstoffen ist, nachdem sie in hohem Grade filtriert, ihrer Eigenregsamkeit enteignet, geschützt von allen makrokosmischen Gesetzen sind, sondern es muß — damit das Einschreiben auf die Blutstafel auch von der anderen Seite möglich ist — in dem Blut auch etwas zu finden sein, was verwandt ist mit dem Physisch-Sinnlichen, mit dem Unlebendigen der physisch-sinnlichen Welt. Was das Leben ausmacht, kann ja für das gewöhnliche Bewußtsein nur durch Kombination der physisch-sinnlichen Eindrücke erkannt werden, in seiner Wirklichkeit kann es erst erkannt werden durch das unterste übersinnliche Glied der menschlichen Wesenheit, durch den Ätherleib.

[ 22 ] So stehen wir mit der anderen Seite der Blutstafel der physischsinnlichen Welt gegenüber. Das ganze Seelenleben, wie es verläuft unter den Eindrücken der physisch-sinnlichen Welt, wie es zu Gedanken erregt wird, wie es zu Gefühlen entflammt wird, wie es zu Willensimpulsen angeregt wird, das muß alles im Blutsystem sein Werkzeug finden können, insofern es bewußtes Ich-Leben ist. Das alles muß im Blut pulsieren können. Was heißt das? Das heißt nichts anderes, als daß wir in unserem Blut nicht nur dasjenige haben dürfen, was aus den Nahrungsstoffen ist, nachdem sie in hohem Grade filtriert, ihrer Eigenregsamkeit enteignet, geschützt von allen makrokosmischen Gesetzen sind, sondern es muß — damit das Einschreiben auf die Blutstafel auch von der anderen Seite möglich ist — in dem Blut auch etwas zu finden sein, was verwandt ist mit dem Physisch-Sinnlichen, mit dem Unlebendigen der physisch-sinnlichen Welt. Was das Leben ausmacht, kann ja für das gewöhnliche Bewußtsein nur durch Kombination der physisch-sinnlichen Eindrücke erkannt werden, in seiner Wirklichkeit kann es erst erkannt werden durch das unterste übersinnliche Glied der menschlichen Wesenheit, durch den Ätherleib.

[ 23 ] Das Blut muß also verwandt sein mit der physisch-sinnlichen Welt, so wie diese unmittelbar ist. Wir werden nun sehen, daß sich dem Blute etwas eingliedert, wovon wir sagen können: Das ist nun nicht so in unserem Blut, wie wenn es bestimmt würde durch die Prozesse, die aus unserem Wesen, aus den Tiefen unseres Organismus heraufdringen zum Blut, deren Gesetzmäßigkeit also der unsrigen angepaßt ist, sondern es ist so, als ob es durch die Wirkungen äußerer makrokosmischer Gesetzmäßigkeiten und Regsamkeiten unserem Blut eingegliedert würde. Wir müssen in unserem Blut etwas haben, was so ist und so wirkt wie unmittelbare äußere Prozesse, die aber innerlich sich geradeso abspielen wie äußerlich im Makrokosmos, die also ihre Eigengesetzmäßigkeit nicht verlieren. Es müssen also in unser Blut physische, chemische, anorganische Prozesse hineinspielen; die sind notwendig, damit unser Ich Teilnehmer werden kann an der physischen Welt. Wir werden also in dem Blut solche Stoffe zu suchen haben, die so wirken können, daß ihr physischer Charakter, ihre Eigengesetzmäßigkeit beibehalten wird. Das finden wir in der Tat im Blut. In unseren roten Blutkörperchen ist uns etwas gegeben, das deutlich zeigt, daß es eben erst zu leben anfängt und an dem Punkte ist, wo es vom Leben in die Leblosigkeit übergeht. Auf der anderen Seite haben wir dem Blut eingegliedert einen fortwährenden Erwärmungsprozeß, der sich vergleichen läßt mit einem äußeren Verbrennungsprozeß, wo der Oxidationsprozeß wieder neue Lebensmöglichkeiten gibt. Wir haben also dem Blute eingeordnet dasjenige, was den Menschen zu einem physisch-sinnlichen Wesen macht.

[ 23 ] Das Blut muß also verwandt sein mit der physisch-sinnlichen Welt, so wie diese unmittelbar ist. Wir werden nun sehen, daß sich dem Blute etwas eingliedert, wovon wir sagen können: Das ist nun nicht so in unserem Blut, wie wenn es bestimmt würde durch die Prozesse, die aus unserem Wesen, aus den Tiefen unseres Organismus heraufdringen zum Blut, deren Gesetzmäßigkeit also der unsrigen angepaßt ist, sondern es ist so, als ob es durch die Wirkungen äußerer makrokosmischer Gesetzmäßigkeiten und Regsamkeiten unserem Blut eingegliedert würde. Wir müssen in unserem Blut etwas haben, was so ist und so wirkt wie unmittelbare äußere Prozesse, die aber innerlich sich geradeso abspielen wie äußerlich im Makrokosmos, die also ihre Eigengesetzmäßigkeit nicht verlieren. Es müssen also in unser Blut physische, chemische, anorganische Prozesse hineinspielen; die sind notwendig, damit unser Ich Teilnehmer werden kann an der physischen Welt. Wir werden also in dem Blut solche Stoffe zu suchen haben, die so wirken können, daß ihr physischer Charakter, ihre Eigengesetzmäßigkeit beibehalten wird. Das finden wir in der Tat im Blut. In unseren roten Blutkörperchen ist uns etwas gegeben, das deutlich zeigt, daß es eben erst zu leben anfängt und an dem Punkte ist, wo es vom Leben in die Leblosigkeit übergeht. Auf der anderen Seite haben wir dem Blut eingegliedert einen fortwährenden Erwärmungsprozeß, der sich vergleichen läßt mit einem äußeren Verbrennungsprozeß, wo der Oxidationsprozeß wieder neue Lebensmöglichkeiten gibt. Wir haben also dem Blute eingeordnet dasjenige, was den Menschen zu einem physisch-sinnlichen Wesen macht.

[ 24 ] So zeigt sich uns bis in die Organisation des Blutes hinein, wie bedeutsam die physische, die chemische Untersuchung erleuchtet werden kann durch das, was aus okkulter Anschauung mitgeteilt werden kann, und wie diese erst verständlich macht, was sich dem unmittelbaren äußeren Anblick darbietet.

[ 24 ] So zeigt sich uns bis in die Organisation des Blutes hinein, wie bedeutsam die physische, die chemische Untersuchung erleuchtet werden kann durch das, was aus okkulter Anschauung mitgeteilt werden kann, und wie diese erst verständlich macht, was sich dem unmittelbaren äußeren Anblick darbietet.

[ 25 ] So können wir sagen: Wir haben im menschlichen Organismus, im Blut, Prozesse, die angeregt werden durch die Einwirkung der Außenwelt, die physisch-sinnlicher Art sind; wir haben außerdem aber auch solche Prozesse im Blut, die von der inneren Seite her heraufreichen und die auf der Einlagerung der bis zum äußersten Grade filtrierten und veränderten Nahrungsstoffe beruhen. Wenn wir das ins Auge fassen, so wird uns das Blut erst recht bedeutungsvoll als «ein ganz besonderer Saft» erscheinen, kehrt es doch auf der einen Seite seine Wesenheit dem niedersten, untersten uns bekannten Reiche zu und zeigt sich als eine Materie, die fähig ist, äußere chemische Prozesse auszuführen, um dadurch ein Werkzeug sein zu können für das Ich. Auf der anderen Seite ist das Blut jene Substanz, die am geschütztesten ist, um innerliche Prozesse auszuführen, die sonst nirgends ausgeführt werden können, weil alle übrigen Organprozesse dazu als Voraussetzung notwendig sind.

[ 25 ] So können wir sagen: Wir haben im menschlichen Organismus, im Blut, Prozesse, die angeregt werden durch die Einwirkung der Außenwelt, die physisch-sinnlicher Art sind; wir haben außerdem aber auch solche Prozesse im Blut, die von der inneren Seite her heraufreichen und die auf der Einlagerung der bis zum äußersten Grade filtrierten und veränderten Nahrungsstoffe beruhen. Wenn wir das ins Auge fassen, so wird uns das Blut erst recht bedeutungsvoll als «ein ganz besonderer Saft» erscheinen, kehrt es doch auf der einen Seite seine Wesenheit dem niedersten, untersten uns bekannten Reiche zu und zeigt sich als eine Materie, die fähig ist, äußere chemische Prozesse auszuführen, um dadurch ein Werkzeug sein zu können für das Ich. Auf der anderen Seite ist das Blut jene Substanz, die am geschütztesten ist, um innerliche Prozesse auszuführen, die sonst nirgends ausgeführt werden können, weil alle übrigen Organprozesse dazu als Voraussetzung notwendig sind.

[ 26 ] Die feinsten, die höchsten Prozesse, die angeregt werden aus den Tiefen unseres Organismus, verbinden sich in unserem Blut mit physikalisch-chemischen Prozessen, wie wir sie überall in der Welt vor Augen haben. In keiner anderen Substanz trifft so unmittelbar die physisch-sinnliche materielle Welt mit einer anderen, inneren Welt zusammen, die voraussetzt das Dasein, die Tätigkeit von übersinnlichen Kraftsystemen, wie in unserer Blutsubstanz. Das tritt in keiner anderen Substanz so zutage wie in dem Blut, das unseren Organismus durchfließt. Dieses Blut ist in der Tat etwas, worin sich das Niederste, das der Mensch um sich herum schauen kann, zusammenfügt mit dem Höchsten, das sich in seiner Natur organisch ausbilden kann. Daher wird es uns wohl klar sein, daß wir in bezug auf diese im Blut sich abspielenden komplizierten Vorgänge etwas vor uns haben, das, wenn es etwas unregelmäßig wird oder Störungen eintreten, in einem hohen Maße Unregelmäßigkeiten in unserem Gesamtorganismus hervorrufen muß. Und daß wir da, wo solche Unregelmäßigkeiten sich zeigen, immer überlegen müssen, wie diese entstanden sind. Es wird schwierig sein, auseinanderzuhalten, ob wir diese Unregelmäßigkeiten im einzelnen Falle solchen Prozessen zuzuschreiben haben, die nach dem Muster physischer chemischer Prozesse verlaufen, oder ob sie anderen Prozessen des Blutes entsprechen. Wenn die Unregelmäßigkeiten verlaufen nach dem Muster physisch-chemischer Prozesse, dann müssen wir uns klar sein, daß ihnen begegnet werden muß von der Seite des Bewußtseins her, und zwar in dem Sinne, wie das Bewußtsein mit dem physischen Plan zusammenhängt. Hier eröffnet sich ein therapeutisches Gebiet, dessen Charakteristisches ist, darauf zu achten, ob gewisse Unregelmäßigkeiten zusammenhängen mit solchen Prozessen, die wir als physisch-chemische bezeichnen können. Bei dieser Voraussetzung ist es günstig, einzugreifen durch äußere Impressionen, durch entsprechende Regelung der äußeren Eindrücke, welche diese physisch-chemischen Prozesse hervorrufen können. Damit sind weniger seelisch-geistige Impressionen gemeint, dagegen namentlich alles dasjenige, was wir bewirken können durch eine Regelung des Atmungsprozesses und durch Überwachung der Prozesse der Wechselwirkung des inneren ÖOrganismus mit der Außenwelt durch die Haut.

[ 26 ] Die feinsten, die höchsten Prozesse, die angeregt werden aus den Tiefen unseres Organismus, verbinden sich in unserem Blut mit physikalisch-chemischen Prozessen, wie wir sie überall in der Welt vor Augen haben. In keiner anderen Substanz trifft so unmittelbar die physisch-sinnliche materielle Welt mit einer anderen, inneren Welt zusammen, die voraussetzt das Dasein, die Tätigkeit von übersinnlichen Kraftsystemen, wie in unserer Blutsubstanz. Das tritt in keiner anderen Substanz so zutage wie in dem Blut, das unseren Organismus durchfließt. Dieses Blut ist in der Tat etwas, worin sich das Niederste, das der Mensch um sich herum schauen kann, zusammenfügt mit dem Höchsten, das sich in seiner Natur organisch ausbilden kann. Daher wird es uns wohl klar sein, daß wir in bezug auf diese im Blut sich abspielenden komplizierten Vorgänge etwas vor uns haben, das, wenn es etwas unregelmäßig wird oder Störungen eintreten, in einem hohen Maße Unregelmäßigkeiten in unserem Gesamtorganismus hervorrufen muß. Und daß wir da, wo solche Unregelmäßigkeiten sich zeigen, immer überlegen müssen, wie diese entstanden sind. Es wird schwierig sein, auseinanderzuhalten, ob wir diese Unregelmäßigkeiten im einzelnen Falle solchen Prozessen zuzuschreiben haben, die nach dem Muster physischer chemischer Prozesse verlaufen, oder ob sie anderen Prozessen des Blutes entsprechen. Wenn die Unregelmäßigkeiten verlaufen nach dem Muster physisch-chemischer Prozesse, dann müssen wir uns klar sein, daß ihnen begegnet werden muß von der Seite des Bewußtseins her, und zwar in dem Sinne, wie das Bewußtsein mit dem physischen Plan zusammenhängt. Hier eröffnet sich ein therapeutisches Gebiet, dessen Charakteristisches ist, darauf zu achten, ob gewisse Unregelmäßigkeiten zusammenhängen mit solchen Prozessen, die wir als physisch-chemische bezeichnen können. Bei dieser Voraussetzung ist es günstig, einzugreifen durch äußere Impressionen, durch entsprechende Regelung der äußeren Eindrücke, welche diese physisch-chemischen Prozesse hervorrufen können. Damit sind weniger seelisch-geistige Impressionen gemeint, dagegen namentlich alles dasjenige, was wir bewirken können durch eine Regelung des Atmungsprozesses und durch Überwachung der Prozesse der Wechselwirkung des inneren ÖOrganismus mit der Außenwelt durch die Haut.

[ 27 ] Dann können wir aber auch von der anderen Seite her im Blut die feinsten organischen Vorgänge feststellen, und wir werden uns klar sein müssen, daß wir darin sozusagen die dritte Stufe der Verfeinerung unserer vorverarbeiteten Nahrungsstoffe zu sehen haben. Wenn im Blutorganismus jene feinen Prozesse der Salzbildung, der Quellbarkeit, der Wärme hervorgerufen werden durch äußere Vorgänge, also von außen in ihrem chemischen Verlauf bestimmt werden, so dürfen wir auf der anderen Seite fragen, wodurch die Prozesse im Blut von der inneren Seite her bestimmt werden. Wir müssen da unterscheiden zwischen der Aufgabe, die das Blut hat, und der Tatsache, daß es so ernährt werden muß wie jedes andere Organ auch. Zugleich müssen wir es auch als das Organ erkennen, das auf der höchsten Stufe der organischen Tätigkeit steht. Es kommt hier dasjenige in Betracht, was wir als die innerliche Stütze des menschlichen Lebens bezeichnen können. Das Blut muß vor allen Dingen davor geschützt werden, daß die äußere Welt auf dem Wege der Nahrungsstoffe unmittelbar in das Blut hineinwirkt, es wird sonst seine Tätigkeit als Werkzeug unseres Denkens unterbunden, es wird der Vorgang gestört, den wir als einen Prozeß der Salzablagerung früher bezeichnet haben. Dieser Schutz muß vom Blute selbst ausgehen; es muß imstande sein, nach der geistigen Seite hin gerichtet gleichsam ein geistiges Knochensystem aufzubauen durch die sich täglich wiederholenden Salzablagerungsprozesse. Das ist eine Aufgabe des Blutes, die es unterscheidet von anderen Organen. Von den anderen Organen des menschlichen Organismus erhält es dabei am wenigsten Unterstützung. Am wenigsten spielen die anderen Organe in diesen Salzbildungsprozeß des Blutes herein, so daß das Blut in bezug auf die durch das Denken bedingten Prozesse am meisten verinnerlicht ist, wie Ja in der Tat unsere Gedanken das Innerlichste sind, was wir haben. Mit unseren Gefühlen stehen wir an der Grenze von außen und innen, und mit seinen Willensimpulsen strömt der Mensch so stark nach außen, daß er sich unter Umständen gar nicht wiedererkennt. In seinem Denken wird sich der Mensch immer wiedererkennen, aber in seinen Willensimpulsen nicht. Daß es nicht so klar ist, wie die Willensimpulse entspringen, das können Sie schon daraus sehen, daß in bezug auf Freiheit und Unfreiheit des menschlichen Willens so viel in der Welt gestritten wird. In unserem Denken haben wir also das Innerlichste dessen, was das Blut als Werkzeug des Ich zu verrichten hat. Und weil nun der Prozeß der Salzablagerung am meisten verinnerlicht ist und auch am meisten geschützt sein muß, so kann durch Unregelmäßigkeiten oder Abnormitäten des Blutes auch diese Tätigkeit des Blutes am meisten behindert werden. Und wenn wir merken, daß das Blut so behindert ist, daß es nach dieser Richtung hin seine Tätigkeiten nicht mehr zeigt, so müssen wir uns darüber klar sein, daß es angeregt werden muß zu einer regelmäßigen Tätigkeit, wenn sein Eigenleben unter eine gewisse Grenze heruntergesunken ist.

[ 27 ] Dann können wir aber auch von der anderen Seite her im Blut die feinsten organischen Vorgänge feststellen, und wir werden uns klar sein müssen, daß wir darin sozusagen die dritte Stufe der Verfeinerung unserer vorverarbeiteten Nahrungsstoffe zu sehen haben. Wenn im Blutorganismus jene feinen Prozesse der Salzbildung, der Quellbarkeit, der Wärme hervorgerufen werden durch äußere Vorgänge, also von außen in ihrem chemischen Verlauf bestimmt werden, so dürfen wir auf der anderen Seite fragen, wodurch die Prozesse im Blut von der inneren Seite her bestimmt werden. Wir müssen da unterscheiden zwischen der Aufgabe, die das Blut hat, und der Tatsache, daß es so ernährt werden muß wie jedes andere Organ auch. Zugleich müssen wir es auch als das Organ erkennen, das auf der höchsten Stufe der organischen Tätigkeit steht. Es kommt hier dasjenige in Betracht, was wir als die innerliche Stütze des menschlichen Lebens bezeichnen können. Das Blut muß vor allen Dingen davor geschützt werden, daß die äußere Welt auf dem Wege der Nahrungsstoffe unmittelbar in das Blut hineinwirkt, es wird sonst seine Tätigkeit als Werkzeug unseres Denkens unterbunden, es wird der Vorgang gestört, den wir als einen Prozeß der Salzablagerung früher bezeichnet haben. Dieser Schutz muß vom Blute selbst ausgehen; es muß imstande sein, nach der geistigen Seite hin gerichtet gleichsam ein geistiges Knochensystem aufzubauen durch die sich täglich wiederholenden Salzablagerungsprozesse. Das ist eine Aufgabe des Blutes, die es unterscheidet von anderen Organen. Von den anderen Organen des menschlichen Organismus erhält es dabei am wenigsten Unterstützung. Am wenigsten spielen die anderen Organe in diesen Salzbildungsprozeß des Blutes herein, so daß das Blut in bezug auf die durch das Denken bedingten Prozesse am meisten verinnerlicht ist, wie Ja in der Tat unsere Gedanken das Innerlichste sind, was wir haben. Mit unseren Gefühlen stehen wir an der Grenze von außen und innen, und mit seinen Willensimpulsen strömt der Mensch so stark nach außen, daß er sich unter Umständen gar nicht wiedererkennt. In seinem Denken wird sich der Mensch immer wiedererkennen, aber in seinen Willensimpulsen nicht. Daß es nicht so klar ist, wie die Willensimpulse entspringen, das können Sie schon daraus sehen, daß in bezug auf Freiheit und Unfreiheit des menschlichen Willens so viel in der Welt gestritten wird. In unserem Denken haben wir also das Innerlichste dessen, was das Blut als Werkzeug des Ich zu verrichten hat. Und weil nun der Prozeß der Salzablagerung am meisten verinnerlicht ist und auch am meisten geschützt sein muß, so kann durch Unregelmäßigkeiten oder Abnormitäten des Blutes auch diese Tätigkeit des Blutes am meisten behindert werden. Und wenn wir merken, daß das Blut so behindert ist, daß es nach dieser Richtung hin seine Tätigkeiten nicht mehr zeigt, so müssen wir uns darüber klar sein, daß es angeregt werden muß zu einer regelmäßigen Tätigkeit, wenn sein Eigenleben unter eine gewisse Grenze heruntergesunken ist.

[ 28 ] Es kann aber auch der andere Fall eintreten, daß die innere Regsamkeit des Blutes über ein gewisses Maß hinausgeht, daß dieses Eigenleben stürmischer wird. Das ist der weitaus wichtigere Fall, weil er bei Erkrankungen viel häufiger vorkommt. In den seltensten Fällen haben wir es mit dem Entgegengesetzten zu tun. Meist haben wir es damit zu tun, daß die Tätigkeit der sonst geschützten inneren Organe zu stark angeregt wird und in gleichem Sinne auf das Blutsystem wirkt. Wenn sich das Blut so zeigt, daß es übermäßig nach der Richtung der Willenstätigkeit sich entfalten will, dann muß diesem Drang therapeutisch entgegengewirkt werden. Das können wir tun durch die Zuführung von solchen Substanzen, die zur normalen Salzbildung, zur normalen Salzablagerung im Sinne von seelischgedanklichen Prozessen führen. Das führt uns dazu einzusehen, daß ein gewisses System hineingebracht werden kann in die Art, wie wir solchen Unregelmäßigkeiten unseres Organismus entgegenwirken können. Es kann hier natürlich nur darauf hingewiesen werden, eine genauere Angabe würde über die Grenzen dieses Vortragszyklus hinausgehen.

[ 28 ] Es kann aber auch der andere Fall eintreten, daß die innere Regsamkeit des Blutes über ein gewisses Maß hinausgeht, daß dieses Eigenleben stürmischer wird. Das ist der weitaus wichtigere Fall, weil er bei Erkrankungen viel häufiger vorkommt. In den seltensten Fällen haben wir es mit dem Entgegengesetzten zu tun. Meist haben wir es damit zu tun, daß die Tätigkeit der sonst geschützten inneren Organe zu stark angeregt wird und in gleichem Sinne auf das Blutsystem wirkt. Wenn sich das Blut so zeigt, daß es übermäßig nach der Richtung der Willenstätigkeit sich entfalten will, dann muß diesem Drang therapeutisch entgegengewirkt werden. Das können wir tun durch die Zuführung von solchen Substanzen, die zur normalen Salzbildung, zur normalen Salzablagerung im Sinne von seelischgedanklichen Prozessen führen. Das führt uns dazu einzusehen, daß ein gewisses System hineingebracht werden kann in die Art, wie wir solchen Unregelmäßigkeiten unseres Organismus entgegenwirken können. Es kann hier natürlich nur darauf hingewiesen werden, eine genauere Angabe würde über die Grenzen dieses Vortragszyklus hinausgehen.

[ 29 ] Wie wir Erkrankungen einer zu großen Regsamkeit im Blutsystem zuschreiben mußten, so können wir uns auch fragen, wie wir den Organen unserer inneren astralischen Welt, unseres inneren Weltsystems, Milz, Leber, Galle und so weiter, beikommen können, wenn sie in ihrer Tätigkeit in einer zu großen inneren Regsamkeit sind. Da müssen wir uns vor allen Dingen vor die Seele führen, daß diese Organe ja bestimmt sind, heraufzuwirken bis zur Blutzirkulation, daß sie die Nahrungsstoffe so zu übernehmen haben, wie sie vom Verdauungskanal zugeführt werden, und diese hinzuleiten haben in umgewandelter Regsamkeit bis zum Blut, daß sie also die Vermittler zwischen diesen beiden Systemen sind. Wie das Blutsystem sich als Werkzeug erweist der größten inneren Regsamkeit, des bewußten denkerischen Lebens, so wird es auch zu einer Tätigkeit angeregt, die sich als zusammenhängend zeigt mit unserem Gefühlsleben, das wir schon beschrieben haben als Prozeß des inneren Verdichtens, des inneren Quellens. Hier wird das Blut — abgesehen von äußeren Einwirkungen — angeregt von der Tätigkeit der inneren Weltsysteme, die in ihrer charakteristischen Eigenart ihre Wirkungen in das Blut hineinstrahlen können. Wir haben hier auf eine Tätigkeit im Blut hingewiesen, die schon über das Eigenleben des Blutes hinausgehen, deren Ursache aber dem inneren Weltsystem angehört. Wir können nun die Frage aufwerfen: Können nicht auch diese Organe — Leber, Galle, Milz, Nieren, Lunge, Herz — eine zu große Regsamkeit, ein überquellendes Leben und damit eine unregelmäßige Einwirkung auf das Blut entwickeln? Und wenn sie das tun, wie können wir — in ähnlicher Weise wie beim Blut — die zu große Regsamkeit dieser Organe therapeutisch paralysieren? Da müssen wir — da diese Organe in direktem Zusammenhang stehen mit dem kosmischen Astralsystem — solche Stoffe zuführen, die die Regsamkeit des kosmischen Lebens entfalten. So wie wir durch Zuführen von salzhaltigen Stoffen die innere übertriebene Regsamkeit des Blutes verhindern können, so können wir die krankhafte Regsamkeit der inneren Organe abdämpfen und ihr entgegenwirken, indem wir Stoffe zuführen, deren Energie derjenigen der betreffenden Organe entspricht und die geeignet sind, sie wieder in Zusammenklang zu bringen mit der allgemeinen Gesetzmäßigkeit.

[ 29 ] Wie wir Erkrankungen einer zu großen Regsamkeit im Blutsystem zuschreiben mußten, so können wir uns auch fragen, wie wir den Organen unserer inneren astralischen Welt, unseres inneren Weltsystems, Milz, Leber, Galle und so weiter, beikommen können, wenn sie in ihrer Tätigkeit in einer zu großen inneren Regsamkeit sind. Da müssen wir uns vor allen Dingen vor die Seele führen, daß diese Organe ja bestimmt sind, heraufzuwirken bis zur Blutzirkulation, daß sie die Nahrungsstoffe so zu übernehmen haben, wie sie vom Verdauungskanal zugeführt werden, und diese hinzuleiten haben in umgewandelter Regsamkeit bis zum Blut, daß sie also die Vermittler zwischen diesen beiden Systemen sind. Wie das Blutsystem sich als Werkzeug erweist der größten inneren Regsamkeit, des bewußten denkerischen Lebens, so wird es auch zu einer Tätigkeit angeregt, die sich als zusammenhängend zeigt mit unserem Gefühlsleben, das wir schon beschrieben haben als Prozeß des inneren Verdichtens, des inneren Quellens. Hier wird das Blut — abgesehen von äußeren Einwirkungen — angeregt von der Tätigkeit der inneren Weltsysteme, die in ihrer charakteristischen Eigenart ihre Wirkungen in das Blut hineinstrahlen können. Wir haben hier auf eine Tätigkeit im Blut hingewiesen, die schon über das Eigenleben des Blutes hinausgehen, deren Ursache aber dem inneren Weltsystem angehört. Wir können nun die Frage aufwerfen: Können nicht auch diese Organe — Leber, Galle, Milz, Nieren, Lunge, Herz — eine zu große Regsamkeit, ein überquellendes Leben und damit eine unregelmäßige Einwirkung auf das Blut entwickeln? Und wenn sie das tun, wie können wir — in ähnlicher Weise wie beim Blut — die zu große Regsamkeit dieser Organe therapeutisch paralysieren? Da müssen wir — da diese Organe in direktem Zusammenhang stehen mit dem kosmischen Astralsystem — solche Stoffe zuführen, die die Regsamkeit des kosmischen Lebens entfalten. So wie wir durch Zuführen von salzhaltigen Stoffen die innere übertriebene Regsamkeit des Blutes verhindern können, so können wir die krankhafte Regsamkeit der inneren Organe abdämpfen und ihr entgegenwirken, indem wir Stoffe zuführen, deren Energie derjenigen der betreffenden Organe entspricht und die geeignet sind, sie wieder in Zusammenklang zu bringen mit der allgemeinen Gesetzmäßigkeit.

[ 30 ] Für uns entsteht also jetzt die Frage: Wie können wir auf diese Organe einwirken? Wie können wir den Unregelmäßigkeiten der einzelnen Organsysteme und auch dem Verdauungssystem beikommen? Damit stellt sich die Frage überhaupt: Wie stellt sich uns ein Krankheitsbild im okkult-physiologischen Sinne dar, und wie sind die Krankheitserscheinungen zu heilen? - Wir werden morgen darauf zu antworten haben und dabei auch Rücksicht nehmen zum Beispiel auf das Muskelsystem. Unsere Betrachtungen werden darin ausklingen, daß wir zeigen, wie das, was als bewundernswerter fertiger Organismus uns entgegentritt, sich als werdender Organismus im Keimesleben deutlich ankündigt. Dann wird sich uns ganz von selbst ergeben, wie sich die übersinnlichen Glieder beteiligen an der menschlichen Organisation.

[ 30 ] Für uns entsteht also jetzt die Frage: Wie können wir auf diese Organe einwirken? Wie können wir den Unregelmäßigkeiten der einzelnen Organsysteme und auch dem Verdauungssystem beikommen? Damit stellt sich die Frage überhaupt: Wie stellt sich uns ein Krankheitsbild im okkult-physiologischen Sinne dar, und wie sind die Krankheitserscheinungen zu heilen? - Wir werden morgen darauf zu antworten haben und dabei auch Rücksicht nehmen zum Beispiel auf das Muskelsystem. Unsere Betrachtungen werden darin ausklingen, daß wir zeigen, wie das, was als bewundernswerter fertiger Organismus uns entgegentritt, sich als werdender Organismus im Keimesleben deutlich ankündigt. Dann wird sich uns ganz von selbst ergeben, wie sich die übersinnlichen Glieder beteiligen an der menschlichen Organisation.