Esoteric Christianity and the
Spiritual Guidance of Humanity
GA 130
20 November 1911, Munich
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Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit, 5th ed.
10. Der Christus-Impuls als Reales Leben II
10. Der Christus-Impuls als Reales Leben II
[ 1 ] Der Christus-Impuls, der in die Menschheitsentwicklung eingetreten ist, war von so durchgreifender Kraft, dass seine Wellen in die künftigen Epochen weiter hineinschlagen. In der vierten Kulturepoche hat er sich dadurch dargelebt, dass Christus sich in einem physischen Menschenleibe verkörpert hat. Und jetzt gehen wir einem Zeitalter entgegen, in welchem der Impuls sich so ausleben wird, dass die Menschen auf dem astralen Plan den Christus wahrnehmen werden als Äthergestalt.
[ 1 ] Der Christus-Impuls, der in die Menschheitsentwicklung eingetreten ist, war von so durchgreifender Kraft, dass seine Wellen in die künftigen Epochen weiter hineinschlagen. In der vierten Kulturepoche hat er sich dadurch dargelebt, dass Christus sich in einem physischen Menschenleibe verkörpert hat. Und jetzt gehen wir einem Zeitalter entgegen, in welchem der Impuls sich so ausleben wird, dass die Menschen auf dem astralen Plan den Christus wahrnehmen werden als Äthergestalt.
[ 2 ] Gestern haben wir gehört, dass in noch späteren Zeitaltern er in noch höheren Formen in der ästhetischen und moralischen Sphäre wahrnehmbar sein wird. Wenn wir aber so vom Christus-Impuls sprechen, so haben wir es wirklich zu tun mit Ideen, gegen die sich gerade die christlichen Kirchen am abweisendsten verhalten werden. Um den Christus-Impuls allmählich verständlich zu machen, waren und sind innerhalb der fortschreitenden Menschheitsentwicklung wichtige Veranstaltungen notwendig. Es mangelte ja bisher gerade an dem, dass die Menschen Verständnis dafür gewinnen konnten. Und wer die neueren Theologien ins Auge fasst, der wird sehen, wie hilflos auf der einen Seite die Gegner des Christentums sind, wie hilflos aber auch diejenigen sind, die glauben, auf dem Boden des Christentums zu stehen. Die abendländische theosophische Bewegung hätte die moderne Geistesströmung werden müssen, die aus den richtigen und wahrhaftigen Quellen heraus ein Verständnis für das Christentum erweckt. Die heftigsten Widerstände erwuchsen ihr bei diesem Bestreben.
[ 2 ] Gestern haben wir gehört, dass in noch späteren Zeitaltern er in noch höheren Formen in der ästhetischen und moralischen Sphäre wahrnehmbar sein wird. Wenn wir aber so vom Christus-Impuls sprechen, so haben wir es wirklich zu tun mit Ideen, gegen die sich gerade die christlichen Kirchen am abweisendsten verhalten werden. Um den Christus-Impuls allmählich verständlich zu machen, waren und sind innerhalb der fortschreitenden Menschheitsentwicklung wichtige Veranstaltungen notwendig. Es mangelte ja bisher gerade an dem, dass die Menschen Verständnis dafür gewinnen konnten. Und wer die neueren Theologien ins Auge fasst, der wird sehen, wie hilflos auf der einen Seite die Gegner des Christentums sind, wie hilflos aber auch diejenigen sind, die glauben, auf dem Boden des Christentums zu stehen. Die abendländische theosophische Bewegung hätte die moderne Geistesströmung werden müssen, die aus den richtigen und wahrhaftigen Quellen heraus ein Verständnis für das Christentum erweckt. Die heftigsten Widerstände erwuchsen ihr bei diesem Bestreben.
[ 3 ] Wir müssen uns eine Vorstellung machen über die Quellen des Christentums selber. Alle diese Quellen können ja hier wegen Zeitmangel nicht erwähnt werden. Es soll heute nur hingewiesen werden auf jene, welche sich der Menschheit seit dem dreizehnten Jahrhundert erschlossen haben. Seit dem dreizehnten Jahrhundert ist in das Geistesleben der Menschheit eingefügt die spirituelle Bewegung, welche anknüpft an den Namen Christian Rosenkreutz. Damit das, was an diesen Namen anknüpft, überhaupt in die Geistesbewegung der neueren Zeit hat hereinkommen können, war im dreizehnten Jahrhundert eine ganz bestimmte spirituelle Veranstaltung notwendig geworden. Damals, als für das Schauen der Menschen die geistige Welt durchaus verschlossen war, hat sich zusammengefunden ein bedeutsames Kollegium von zwölf weisen Männern. Dieses vereinigte, gleichsam in verschiedene Ressorts abgeteilt, alles das, was an spirituellem Einblick in die Weltzusammenhänge überhaupt damals zusammenzutragen war. Sieben von diesen Zwölfen hatten durch gewisse okkulte Vorgänge dasjenige gewissermaßen wie überkommen erhalten, was von den heiligen Rishis als Weisheit des Menschentums von der Atlantis herübergekommen war. Vier von diesen weisen Männern hatten durch die entsprechenden okkulten Vorgänge das in sich vereint, was sich bezog auf die heiligen Geheimnisse der Inder, der Perser, der Ägypter und der griechisch-lateinischen Zeit. Und was der fünfte nachatlantische Zeitraum bis dahin hatte hervorbringen können, das war die Weisheit des Zwölften. Der ganze Umfang des spirituellen Lebens war diesen Zwölfen erschlossen.
[ 3 ] Wir müssen uns eine Vorstellung machen über die Quellen des Christentums selber. Alle diese Quellen können ja hier wegen Zeitmangel nicht erwähnt werden. Es soll heute nur hingewiesen werden auf jene, welche sich der Menschheit seit dem dreizehnten Jahrhundert erschlossen haben. Seit dem dreizehnten Jahrhundert ist in das Geistesleben der Menschheit eingefügt die spirituelle Bewegung, welche anknüpft an den Namen Christian Rosenkreutz. Damit das, was an diesen Namen anknüpft, überhaupt in die Geistesbewegung der neueren Zeit hat hereinkommen können, war im dreizehnten Jahrhundert eine ganz bestimmte spirituelle Veranstaltung notwendig geworden. Damals, als für das Schauen der Menschen die geistige Welt durchaus verschlossen war, hat sich zusammengefunden ein bedeutsames Kollegium von zwölf weisen Männern. Dieses vereinigte, gleichsam in verschiedene Ressorts abgeteilt, alles das, was an spirituellem Einblick in die Weltzusammenhänge überhaupt damals zusammenzutragen war. Sieben von diesen Zwölfen hatten durch gewisse okkulte Vorgänge dasjenige gewissermaßen wie überkommen erhalten, was von den heiligen Rishis als Weisheit des Menschentums von der Atlantis herübergekommen war. Vier von diesen weisen Männern hatten durch die entsprechenden okkulten Vorgänge das in sich vereint, was sich bezog auf die heiligen Geheimnisse der Inder, der Perser, der Ägypter und der griechisch-lateinischen Zeit. Und was der fünfte nachatlantische Zeitraum bis dahin hatte hervorbringen können, das war die Weisheit des Zwölften. Der ganze Umfang des spirituellen Lebens war diesen Zwölfen erschlossen.
[ 4 ] Nun wusste man in der damaligen Zeit, dass wiedergeboren werden musste als Kind eine Individualität, die mitgemacht hatte die Zeit des Mysteriums von Golgatha. Diese Individualität hatte inzwischen in verschiedenen Inkarnationen die tiefste Inbrunst und Hingabe und Liebe entwickelt. Das Kollegium der zwölf weisen Männer nahm dieses Kind, bald nachdem es geboren war, in Pflege. Abgeschlossen von der exoterischen Außenwelt stand es einzig und allein unter ihrem Einfluss, sie waren seine Erzieher, auch was die leibliche Pflege betrifft. Das Kind entwickelte sich auf eine ganz eigenartige Weise, sodass sich auch das, was es als hohe Geistigkeit aus vielen Inkarnationen in sich trug, in der äußeren Körperlichkeit ausdrückte. Zwar schwach und kränklich, aber wunderbar durchsichtig wurde sein Körper. Es wuchs heran und enrfaltete sich zu jener Sonderbarkeit, dass ein leuchtender, glänzender Geist in einem durchsichtigen Körper wohnte. Durch Vorgänge einer ungeheuer weisen Erziehung wurde eingestrahlt in seine Seele dasjenige, was aus den vor- und nachatlantischen Zeiten von den zwölf weisen Männern herkommen konnte. Durch die tieferen Seelenkräfte, nicht durch den Intellekt, waren alle Weisheitsschätze in der Seele dieses Kindes vereint. Dann kam ein ganz besonderer Zustand über dieses Kind. Es hörte in einer ganz bestimmten Zeit auf zu essen, es zeigte sich wie eine Lähmung aller äußeren Lebenstätigkeiten, und es strahlte wie zurück auf die Männer die ganze vom Kinde empfangene Weisheit. Jeder bekam das zurück, was er gegeben hatte, aber in umgewandelter Gestalt. Da empfanden die zwölf Männer: Jetzt haben wir erst die zwölf Religionen und Weltanschauungen als eine zusammenhängende Einheit empfangen! Und es lebte von da an in den zwölf Männern dasjenige, was wir nennen das rosenkreuzerische Christentum.
[ 4 ] Nun wusste man in der damaligen Zeit, dass wiedergeboren werden musste als Kind eine Individualität, die mitgemacht hatte die Zeit des Mysteriums von Golgatha. Diese Individualität hatte inzwischen in verschiedenen Inkarnationen die tiefste Inbrunst und Hingabe und Liebe entwickelt. Das Kollegium der zwölf weisen Männer nahm dieses Kind, bald nachdem es geboren war, in Pflege. Abgeschlossen von der exoterischen Außenwelt stand es einzig und allein unter ihrem Einfluss, sie waren seine Erzieher, auch was die leibliche Pflege betrifft. Das Kind entwickelte sich auf eine ganz eigenartige Weise, sodass sich auch das, was es als hohe Geistigkeit aus vielen Inkarnationen in sich trug, in der äußeren Körperlichkeit ausdrückte. Zwar schwach und kränklich, aber wunderbar durchsichtig wurde sein Körper. Es wuchs heran und enrfaltete sich zu jener Sonderbarkeit, dass ein leuchtender, glänzender Geist in einem durchsichtigen Körper wohnte. Durch Vorgänge einer ungeheuer weisen Erziehung wurde eingestrahlt in seine Seele dasjenige, was aus den vor- und nachatlantischen Zeiten von den zwölf weisen Männern herkommen konnte. Durch die tieferen Seelenkräfte, nicht durch den Intellekt, waren alle Weisheitsschätze in der Seele dieses Kindes vereint. Dann kam ein ganz besonderer Zustand über dieses Kind. Es hörte in einer ganz bestimmten Zeit auf zu essen, es zeigte sich wie eine Lähmung aller äußeren Lebenstätigkeiten, und es strahlte wie zurück auf die Männer die ganze vom Kinde empfangene Weisheit. Jeder bekam das zurück, was er gegeben hatte, aber in umgewandelter Gestalt. Da empfanden die zwölf Männer: Jetzt haben wir erst die zwölf Religionen und Weltanschauungen als eine zusammenhängende Einheit empfangen! Und es lebte von da an in den zwölf Männern dasjenige, was wir nennen das rosenkreuzerische Christentum.
[ 5 ] Nur kurze Zeit noch lebte das Kind. In der äußeren Welt nennen wir diese Individualität Christian Rosenkreutz. Genannt wurde sie erst so im vierzehnten Jahrhundert. Im vierzehnten Jahrhundert kam diese Individualität wieder und wurde da über hundert Jahre alt. Auch dann, wenn sie nicht im Fleisch verkörpert war, wirkte sie durch den Ätherleib, und zwar immer in dem Sinne, dass durch ihren Einfluss das wahre Christentum sich weiter entwickeln soll, dass es die Synthesis von allen großen Weltanschauungen und Religionen werden soll. Und bis in unsere Zeit hinein wirkte er, entweder als Mensch oder von seinem Ätherleib aus, erleuchtend in dasjenige hinein, was ins Abendland floss als Begründung der Synthesis der großen Religionen. Heute wird sein Einfluss immer größer. Mancher, dem wir es nicht ansehen, ist ein Auserwählter dieses Christian Rosenkreutz. Wir können heute schon ein Zeichen anführen, durch welches Christian Rosenkreutz sich überall seine Bekenner auswählt. Dieses Zeichen können viele Menschen in ihrem Lebensgang entdecken. Es kann sich auf tausenderlei Weise äußern, aber diese verschiedenen Arten werden alle auf einen Typus zurückgehen, den wir mit der folgenden Schilderung charakterisieren können.
[ 5 ] Nur kurze Zeit noch lebte das Kind. In der äußeren Welt nennen wir diese Individualität Christian Rosenkreutz. Genannt wurde sie erst so im vierzehnten Jahrhundert. Im vierzehnten Jahrhundert kam diese Individualität wieder und wurde da über hundert Jahre alt. Auch dann, wenn sie nicht im Fleisch verkörpert war, wirkte sie durch den Ätherleib, und zwar immer in dem Sinne, dass durch ihren Einfluss das wahre Christentum sich weiter entwickeln soll, dass es die Synthesis von allen großen Weltanschauungen und Religionen werden soll. Und bis in unsere Zeit hinein wirkte er, entweder als Mensch oder von seinem Ätherleib aus, erleuchtend in dasjenige hinein, was ins Abendland floss als Begründung der Synthesis der großen Religionen. Heute wird sein Einfluss immer größer. Mancher, dem wir es nicht ansehen, ist ein Auserwählter dieses Christian Rosenkreutz. Wir können heute schon ein Zeichen anführen, durch welches Christian Rosenkreutz sich überall seine Bekenner auswählt. Dieses Zeichen können viele Menschen in ihrem Lebensgang entdecken. Es kann sich auf tausenderlei Weise äußern, aber diese verschiedenen Arten werden alle auf einen Typus zurückgehen, den wir mit der folgenden Schilderung charakterisieren können.
[ 6 ] Es kann zum Beispiel die Auswahl in der folgenden Art geschehen. Nehmen wir an, da sei jemand, der irgendetwas unternimmt. Er strebt nach dem Gelingen dieser Unternehmung hin und steuert darauf los, um ans Ziel zu kommen. Und während er so in die Welt hinausstürmt — es kann ein ganz materiell gesinnter Mensch sein da hört er plötzlich eine Stimme: Halt ein mit dem, was du willst! Und er wird gewahr werden: Das war keine physische Stimme. Aber nehmen wir an, er sei zurückgetreten, hätte das Vorhaben unterlassen - und nun kann er gewahr werden: Wenn er losgestürmt wäre auf sein Ziel, wäre er ganz sicher in den Tod gegangen.
[ 6 ] Es kann zum Beispiel die Auswahl in der folgenden Art geschehen. Nehmen wir an, da sei jemand, der irgendetwas unternimmt. Er strebt nach dem Gelingen dieser Unternehmung hin und steuert darauf los, um ans Ziel zu kommen. Und während er so in die Welt hinausstürmt — es kann ein ganz materiell gesinnter Mensch sein da hört er plötzlich eine Stimme: Halt ein mit dem, was du willst! Und er wird gewahr werden: Das war keine physische Stimme. Aber nehmen wir an, er sei zurückgetreten, hätte das Vorhaben unterlassen - und nun kann er gewahr werden: Wenn er losgestürmt wäre auf sein Ziel, wäre er ganz sicher in den Tod gegangen.
[ 7 ] Diese zwei Elemente sind notwendig, dass man klar erkennt: Erstens dass das, was einen gewarnt hat, aus der geistigen Welt kam, und zweitens, dass dann der Tod gekommen wäre, wenn man das Unternehmen wirklich durchgeführt hätte. Es zeigt sich dem künftigen Schüler also: Du bist eigentlich gerettet worden, und zwar durch eine Warnung aus einer Welt heraus, in der du zunächst nicht bist. Du bist in Wahrheit durch die Verhältnisse dieser irdischen Welt, in der du bist, eigentlich schon gestorben, und du hast dein weiteres Leben als eine Gabe, die dir aus der geistigen Welt heraus geschenkt worden ist, anzusehen, das Leben ist dir geschenkt worden. - Und wenn nun der betreffende Mensch auf all das kommt, dann wird er den Entschluss fassen, in einer spirituellen Bewegung zu arbeiten. Wird dieser Entschluss gefasst, so ist die Erwählung geschehen. So beginnt Christian Rosenkreutz sich seine Bekenner zu sammeln, und viele würden bei genügender Aufmerksamkeit auf ein solches inneres Ereignis kommen.
[ 7 ] Diese zwei Elemente sind notwendig, dass man klar erkennt: Erstens dass das, was einen gewarnt hat, aus der geistigen Welt kam, und zweitens, dass dann der Tod gekommen wäre, wenn man das Unternehmen wirklich durchgeführt hätte. Es zeigt sich dem künftigen Schüler also: Du bist eigentlich gerettet worden, und zwar durch eine Warnung aus einer Welt heraus, in der du zunächst nicht bist. Du bist in Wahrheit durch die Verhältnisse dieser irdischen Welt, in der du bist, eigentlich schon gestorben, und du hast dein weiteres Leben als eine Gabe, die dir aus der geistigen Welt heraus geschenkt worden ist, anzusehen, das Leben ist dir geschenkt worden. - Und wenn nun der betreffende Mensch auf all das kommt, dann wird er den Entschluss fassen, in einer spirituellen Bewegung zu arbeiten. Wird dieser Entschluss gefasst, so ist die Erwählung geschehen. So beginnt Christian Rosenkreutz sich seine Bekenner zu sammeln, und viele würden bei genügender Aufmerksamkeit auf ein solches inneres Ereignis kommen.
[ 8 ] Die Menschen, von denen man sagen kann, dass sie auf eine solche Weise mit Christian Rosenkreutz verbunden waren oder es jetzt werden, das sind diejenigen, in welchen zuerst entstehen sollte eine tiefere Auffassung des esoterischen Christentums. Aus dieser geistigen Strömung, die anknüpft an Christian Rosenkreutz, geht die mächtigste Hilfe hervor für ein Verständlich-Machen des Christus-Impulses in unserer gegenwärtigen Zeit. Angebahnt wurde das schon viel früher: Ein Jahrhundert vor dem Mysterium von Golgatha durch Jeshu ben Pandira, dessen Hauptmission es war, auf den Christus vorzubereiten. Er hatte einen Schüler, Mathai, dessen Namen sich später übertrug auf seinen Nachfolger, der zur Zeit des Jesus von Nazareth lebte. Das Wichtigste, was dieser Jeshu ben Pandira getan hat, bestand darin, dass er vorbereitet hat das Matthäus-Evangelium. Das, was sich darauf bezieht, ist einem Einweihungs-Ritual alter Zeiten entnommen. Die Niederschrift ist so verfasst, dass der Inhalt herübergenommen wurde aus alten Mysterien, so zum Beispiel was sich bezog auf die Versuchung und anderes. Alle diese innerhalb der Menschheitsentwicklung vorgehenden Vorgänge sollten sich auch auf dem physischen Plan abspielen. Das wurde dann skizzenhaft aufgeschrieben von seinem Schüler.
[ 8 ] Die Menschen, von denen man sagen kann, dass sie auf eine solche Weise mit Christian Rosenkreutz verbunden waren oder es jetzt werden, das sind diejenigen, in welchen zuerst entstehen sollte eine tiefere Auffassung des esoterischen Christentums. Aus dieser geistigen Strömung, die anknüpft an Christian Rosenkreutz, geht die mächtigste Hilfe hervor für ein Verständlich-Machen des Christus-Impulses in unserer gegenwärtigen Zeit. Angebahnt wurde das schon viel früher: Ein Jahrhundert vor dem Mysterium von Golgatha durch Jeshu ben Pandira, dessen Hauptmission es war, auf den Christus vorzubereiten. Er hatte einen Schüler, Mathai, dessen Namen sich später übertrug auf seinen Nachfolger, der zur Zeit des Jesus von Nazareth lebte. Das Wichtigste, was dieser Jeshu ben Pandira getan hat, bestand darin, dass er vorbereitet hat das Matthäus-Evangelium. Das, was sich darauf bezieht, ist einem Einweihungs-Ritual alter Zeiten entnommen. Die Niederschrift ist so verfasst, dass der Inhalt herübergenommen wurde aus alten Mysterien, so zum Beispiel was sich bezog auf die Versuchung und anderes. Alle diese innerhalb der Menschheitsentwicklung vorgehenden Vorgänge sollten sich auch auf dem physischen Plan abspielen. Das wurde dann skizzenhaft aufgeschrieben von seinem Schüler.
[ 9 ] Dem Jeshu ben Pandira wurde das Schwere nicht verziehen, das er voraussagte, er wurde gesteinigt und dann ans Kreuz gehängt. Für einige Bekenner blieb - wenn auch tief verborgen - dieses Urkundenbuch erhalten. Was nun später damit geschehen ist, wird uns am besten klar dadurch, dass wir wissen, was Hieronymus, der große Kirchenvater, selbst darüber erzählt hat: Er habe das Matthäus-Evangelium aus einer christlichen Sekte erhalten. Es hat damals einen kleinen Kreis gegeben, in welchem das Buch geheim gehalten wurde, und durch besondere Verhältnisse kam es an Hieronymus. Dieser erhielt von seinem Bischof den Auftrag, es zu übersetzen. Er erzählt das selbst. Er sagte aber auch zugleich, es sei so geschrieben, dass es nicht an die außenstehenden Menschen kommen solle. Er wolle es trotzdem so übersetzen, dass das darin Verhüllte weiter verhüllt bleibe. Ferner sagt er, dass er es auch nicht verstehe. - Dasjenige, was in dieser Weise zustande kam, war in solchen Charakteren geschrieben, dass der eine es so, der andere es anders in profaner Sprache ausdrücken konnte. Es ist auch in dieser Art auf die Nachwelt herübergekommen. Es verhält sich also damit so, dass die Welt eigentlich die Evangelien noch gar nicht hat. So ist es denn wohl berechtigt, wenn heute aus der Theosophic heraus die Evangelien neu erklärt werden, wenn auf die Akasha-Chronik zurückgegangen wird, weil dort allein ihre ursprüngliche Gestalt zu finden ist.
[ 9 ] Dem Jeshu ben Pandira wurde das Schwere nicht verziehen, das er voraussagte, er wurde gesteinigt und dann ans Kreuz gehängt. Für einige Bekenner blieb - wenn auch tief verborgen - dieses Urkundenbuch erhalten. Was nun später damit geschehen ist, wird uns am besten klar dadurch, dass wir wissen, was Hieronymus, der große Kirchenvater, selbst darüber erzählt hat: Er habe das Matthäus-Evangelium aus einer christlichen Sekte erhalten. Es hat damals einen kleinen Kreis gegeben, in welchem das Buch geheim gehalten wurde, und durch besondere Verhältnisse kam es an Hieronymus. Dieser erhielt von seinem Bischof den Auftrag, es zu übersetzen. Er erzählt das selbst. Er sagte aber auch zugleich, es sei so geschrieben, dass es nicht an die außenstehenden Menschen kommen solle. Er wolle es trotzdem so übersetzen, dass das darin Verhüllte weiter verhüllt bleibe. Ferner sagt er, dass er es auch nicht verstehe. - Dasjenige, was in dieser Weise zustande kam, war in solchen Charakteren geschrieben, dass der eine es so, der andere es anders in profaner Sprache ausdrücken konnte. Es ist auch in dieser Art auf die Nachwelt herübergekommen. Es verhält sich also damit so, dass die Welt eigentlich die Evangelien noch gar nicht hat. So ist es denn wohl berechtigt, wenn heute aus der Theosophic heraus die Evangelien neu erklärt werden, wenn auf die Akasha-Chronik zurückgegangen wird, weil dort allein ihre ursprüngliche Gestalt zu finden ist.
[ 10 ] Wir müssen uns klar sein, dass das Christentum in seiner wahren Gestalt erst aus dem Schutt herausgeholt werden muss. Wie notwendig das ist, zeigt uns unter anderem auch die Tatsache, dass zum Beispiel 1873 in Frankreich gezählt worden sind diejenigen, von denen man noch sagen konnte, dass sie dem Innern nach noch dem Katholizismus angehörten. Ein Drittel fand sich, zwei Drittel hängen nicht mehr damit zusammen. Und das waren gewiss nicht solche, die überhaupt kein Bedürfnis nach Religion gehabt hätten. Wir leben eben so, dass die religiösen Sehnsüchten nach dem Christus hintendieren, aber es müssen die wahren Quellen des Christentums wiedergefunden werden. Und nach diesem Ziel hin sehen wir zusammenfließen die geistige Strömung, die ausgeht von Jeshu ben Pandira, und jene, die im Beginn des dreizehnten Jahrhunderts an Christian Rosenkreutz anknüpft.
[ 10 ] Wir müssen uns klar sein, dass das Christentum in seiner wahren Gestalt erst aus dem Schutt herausgeholt werden muss. Wie notwendig das ist, zeigt uns unter anderem auch die Tatsache, dass zum Beispiel 1873 in Frankreich gezählt worden sind diejenigen, von denen man noch sagen konnte, dass sie dem Innern nach noch dem Katholizismus angehörten. Ein Drittel fand sich, zwei Drittel hängen nicht mehr damit zusammen. Und das waren gewiss nicht solche, die überhaupt kein Bedürfnis nach Religion gehabt hätten. Wir leben eben so, dass die religiösen Sehnsüchten nach dem Christus hintendieren, aber es müssen die wahren Quellen des Christentums wiedergefunden werden. Und nach diesem Ziel hin sehen wir zusammenfließen die geistige Strömung, die ausgeht von Jeshu ben Pandira, und jene, die im Beginn des dreizehnten Jahrhunderts an Christian Rosenkreutz anknüpft.
[ 11 ] Notwendig ist noch zu wissen: Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Verkörperungen des Bodhisattva, dass man ihn in seinen Jugendjahren nicht erkennen kann. Zwischen seinem dreißigsten und dreiunddreißigsten Jahre geschieht eine gewaltige Umwälzung, wodurch diese Persönlichkeit eine ganz andere wird. Es kann zum Beispiel eine Moses- oder Abraham-Individualität in dieser Zeit Besitz ergreifen von einer solchen Bodhisattva-Persönlichkeit.
[ 11 ] Notwendig ist noch zu wissen: Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Verkörperungen des Bodhisattva, dass man ihn in seinen Jugendjahren nicht erkennen kann. Zwischen seinem dreißigsten und dreiunddreißigsten Jahre geschieht eine gewaltige Umwälzung, wodurch diese Persönlichkeit eine ganz andere wird. Es kann zum Beispiel eine Moses- oder Abraham-Individualität in dieser Zeit Besitz ergreifen von einer solchen Bodhisattva-Persönlichkeit.
[ 12 ] Ungefähr dreitausend Jahre nach unserer Zeit wird dieser Bodhisattva erhoben zum Maitreya-Buddha. Und er wird dann von der geistigen Welt aus so wirken, dass es wie magische Moralität in die Herzen der Menschen einfließt. So wirken zusammen die Strömung des Maitreya-Buddha mit der abendländischen Strömung, die anknüpft an Christian Rosenkreutz.
[ 12 ] Ungefähr dreitausend Jahre nach unserer Zeit wird dieser Bodhisattva erhoben zum Maitreya-Buddha. Und er wird dann von der geistigen Welt aus so wirken, dass es wie magische Moralität in die Herzen der Menschen einfließt. So wirken zusammen die Strömung des Maitreya-Buddha mit der abendländischen Strömung, die anknüpft an Christian Rosenkreutz.
