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True Aspects of Evolution
GA 132

7 November 1911, Berlin

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Zweiter Vortrag

Zweiter Vortrag

[ 1 ] Aus unseren letzten Auseinandersetzungen werden Sie entnommen haben, daß die Beschreibung jener früheren Zustände unserer Entwickelung, die noch vor der Entstehung unserer Erde selbst liegen, außerordentlich schwierig ist. Denn wir haben gesehen, daß wir uns die Begriffe und Ideen erst heranbilden müssen, durch die wir zu solchen fremdartigen, fernen Zuständen unserer Weltentwickelung kommen können. Ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, daß eine solche Beschreibung, wie sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» von der alten Saturnzeit und auch von den folgenden planetarischen Verkörperungen unserer Erde gegeben wird, nicht nur keine erschöpfende ist, sondern sich in gewissem Sinne damit begnügen muß — damit die Öffentlichkeit, der auch dieses Buch übergeben werden sollte, nicht zu stark schockiert wird -, dasjenige, worauf es eigentlich ankommt, in Bilder zu kleiden, die von Naheliegendem und auch von Gewohntem hergenommen sind. Man gibt damit natürlich nicht eine unrichtige Beschreibung, aber in gewissem Sinne doch eine solche, die sehr bildhaft in Maja, in Illusion getaucht ist, und man muß sich erst durch die Illusion hindurcharbeiten, um immer mehr und mehr in die Wahrheit der Sache eindringen zu können. So ist zum Beispiel die alte Saturnzeit so beschrieben — wie es innerhalb gewisser Grenzen durchaus richtig ist —, daß gesagt wird, der alte Saturn sei ein Himmelskörper gewesen, der im wesentlichen nicht aus den Bestandteilen bestanden hat, die wir alsErde, Wasser oder Luft kennen, sondern nur aus Wärme. Und wenn von «Raum» gesprochen wird, so ist das nur eine bildhafte Beschreibung, denn wir haben das letzte Mal gesehen, daß es auf dem alten Saturn nicht einmal eine «Zeit» gegeben hat. Wenn wir also von Raum sprechen, so ist das auch ein Bildhaftes. Raum gab es auf dem alten Saturn auch nicht in unserem Sinne; und die Zeit entsteht erst auf dem Saturn. Wir sind durchaus, wenn wir uns auf den alten Saturn zurückversetzen, in dem Bereich der raumlosen Ewigkeit. Wenn also doch etwas gesagt wird, was uns ein Bild geben kann, so müssen wir uns klar sein, daß es ein Bild ist.

[ 1 ] Aus unseren letzten Auseinandersetzungen werden Sie entnommen haben, daß die Beschreibung jener früheren Zustände unserer Entwickelung, die noch vor der Entstehung unserer Erde selbst liegen, außerordentlich schwierig ist. Denn wir haben gesehen, daß wir uns die Begriffe und Ideen erst heranbilden müssen, durch die wir zu solchen fremdartigen, fernen Zuständen unserer Weltentwickelung kommen können. Ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, daß eine solche Beschreibung, wie sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» von der alten Saturnzeit und auch von den folgenden planetarischen Verkörperungen unserer Erde gegeben wird, nicht nur keine erschöpfende ist, sondern sich in gewissem Sinne damit begnügen muß — damit die Öffentlichkeit, der auch dieses Buch übergeben werden sollte, nicht zu stark schockiert wird -, dasjenige, worauf es eigentlich ankommt, in Bilder zu kleiden, die von Naheliegendem und auch von Gewohntem hergenommen sind. Man gibt damit natürlich nicht eine unrichtige Beschreibung, aber in gewissem Sinne doch eine solche, die sehr bildhaft in Maja, in Illusion getaucht ist, und man muß sich erst durch die Illusion hindurcharbeiten, um immer mehr und mehr in die Wahrheit der Sache eindringen zu können. So ist zum Beispiel die alte Saturnzeit so beschrieben — wie es innerhalb gewisser Grenzen durchaus richtig ist —, daß gesagt wird, der alte Saturn sei ein Himmelskörper gewesen, der im wesentlichen nicht aus den Bestandteilen bestanden hat, die wir alsErde, Wasser oder Luft kennen, sondern nur aus Wärme. Und wenn von «Raum» gesprochen wird, so ist das nur eine bildhafte Beschreibung, denn wir haben das letzte Mal gesehen, daß es auf dem alten Saturn nicht einmal eine «Zeit» gegeben hat. Wenn wir also von Raum sprechen, so ist das auch ein Bildhaftes. Raum gab es auf dem alten Saturn auch nicht in unserem Sinne; und die Zeit entsteht erst auf dem Saturn. Wir sind durchaus, wenn wir uns auf den alten Saturn zurückversetzen, in dem Bereich der raumlosen Ewigkeit. Wenn also doch etwas gesagt wird, was uns ein Bild geben kann, so müssen wir uns klar sein, daß es ein Bild ist.

[ 2 ] Wenn wir den Raum des alten Saturn betreten hätten, so würden wir nicht einmal eine so feine Substanz gefunden haben, die wir als «Gas» hätten bezeichnen können, sondern nur Wärme und Kälte. In Wirklichkeit ist es so, daß man von dem Kommen aus einem Raumteil in einen anderen nicht sprechen kann, sondern daß nur die Empfindung von dem Ablauf von wärmeren und kälteren Zuständen waltete, so daß also auch der Hellseher, wenn er sich in die alte Saturnzeit zurückversetzt, den Eindruck empfängt von auf und ab flutenden raumlosen Wärmezuständen. Aber das ist nur der äußere Schleier des Saturnzustandes. Denn diese Wärme oder dieses Feuer, wie man im Okkultismus sagt, hat sich uns ja enthüllt in seinen geistigen Untergründen; und wir haben gesehen, daß geistige Taten, geistige Verrichtungen in Wahrheit das waren, was auf dem alten Saturn wirklich vorhanden war. Und wir haben uns ein Bild gemacht von dem, was da an geistigen Taten auf dem Saturn vorhanden war. Wir haben gesagt, daß die Geister des Willens oder die Throne Opfertaten verrichtet haben, so daß, wenn wir zurückschauen auf das, was konkret auf dem Saturn geschah, wir die Cherubim haben und die von den Thronen fließenden Opfer. Opfer fließen von den Thronen zu den Cherubim, und diese Taten des Opfers sind es, die, gleichsam von außen angeschaut, als Wärme erscheinen. Wärmezustände sind der äußere physische Ausdruck, überhaupt der äußere sinnliche Ausdruck für Opfer. Und in der ganzen Welt, wo wir Wärme wahrnehmen, ist Wärme der äußere Ausdruck für das, was hinter der Wärme ist. Wärme ist Illusion; dahinter sind die Opfertaten von Wesenheiten. Wenn wir daher die Wärme in Wahrheit charakterisieren wollen, werden wir sagen müssen: Die Weltenwärme ist die Offenbarung des Weltenopfers oder der Weltenopfertaten.

[ 2 ] Wenn wir den Raum des alten Saturn betreten hätten, so würden wir nicht einmal eine so feine Substanz gefunden haben, die wir als «Gas» hätten bezeichnen können, sondern nur Wärme und Kälte. In Wirklichkeit ist es so, daß man von dem Kommen aus einem Raumteil in einen anderen nicht sprechen kann, sondern daß nur die Empfindung von dem Ablauf von wärmeren und kälteren Zuständen waltete, so daß also auch der Hellseher, wenn er sich in die alte Saturnzeit zurückversetzt, den Eindruck empfängt von auf und ab flutenden raumlosen Wärmezuständen. Aber das ist nur der äußere Schleier des Saturnzustandes. Denn diese Wärme oder dieses Feuer, wie man im Okkultismus sagt, hat sich uns ja enthüllt in seinen geistigen Untergründen; und wir haben gesehen, daß geistige Taten, geistige Verrichtungen in Wahrheit das waren, was auf dem alten Saturn wirklich vorhanden war. Und wir haben uns ein Bild gemacht von dem, was da an geistigen Taten auf dem Saturn vorhanden war. Wir haben gesagt, daß die Geister des Willens oder die Throne Opfertaten verrichtet haben, so daß, wenn wir zurückschauen auf das, was konkret auf dem Saturn geschah, wir die Cherubim haben und die von den Thronen fließenden Opfer. Opfer fließen von den Thronen zu den Cherubim, und diese Taten des Opfers sind es, die, gleichsam von außen angeschaut, als Wärme erscheinen. Wärmezustände sind der äußere physische Ausdruck, überhaupt der äußere sinnliche Ausdruck für Opfer. Und in der ganzen Welt, wo wir Wärme wahrnehmen, ist Wärme der äußere Ausdruck für das, was hinter der Wärme ist. Wärme ist Illusion; dahinter sind die Opfertaten von Wesenheiten. Wenn wir daher die Wärme in Wahrheit charakterisieren wollen, werden wir sagen müssen: Die Weltenwärme ist die Offenbarung des Weltenopfers oder der Weltenopfertaten.

[ 3 ] Dann haben wir gesehen, daß aus dieser Tat des Opfers, das die Throne gegenüber den Cherubim darbringen, gleichsam herausgeboren wird — aber ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, daß es wieder ein modernes Wort ist, das nicht recht paßt -, das, was wir die «Zeit» nennen. Aber die Zeit ist damals noch nicht das «Früher oder Später», nicht jenes Abstraktum, als welches sie heute der Mensch wahrnimmt, sondern eine Summe von geistigen Wesenheiten: das sind die Geister der Persönlichkeit, die wir dann auch kennengelernt haben als die Zeitgeister. Die Zeitgeister sind die wirkliche alte Zeit, und sie sind die Kinder der Throne mit den Cherubim. Aber die Verhältnisse, durch welche die Wesen des Zeitlichen auf dem alten Saturn entstehen, sind Opfer. Wenn gesagt wird: Der alte Saturn besteht in Wärme -, so müssen wir uns, um ein eigentliches Verständnis dafür zu gewinnen, was dahinter liegt, nicht bloß äußere physische Begriffe aneignen — denn «Wärme» ist ein physischer Begriff —, sondern Begriffe, die wir nur aus dem Seelenleben selber gewinnen können, aus dem moralischen, weisheitsvollen Seelenleben. Niemand kann wissen, was Wärme ist, der nicht in der Lage ist, sich eine Vorstellung zu machen von dem, was heißt opferfähige Hingabe dessen, was man besitzt, was man hat, ja nicht nur opferfähige Hingabe dessen, was man hat, sondern dessen, was man selber ist. Die Hinopferung des eigenen Wesens, das SichEntäußern des eigenen Wesens seelisch gefaßt, so daß man es sich zugleich so denkt, daß man bereit ist, sein Bestes hinzugeben zum Heile der Welt; nicht für sich sein Bestes behalten, sondern es gern hinopfern zu wollen auf dem Altar des Weltalls: das als einen lebendigen Begriff gefaßt und mit einem Gefühl unsere Seele durchdringend, führt allmählich zum Verständnisse dessen, was hinter der Erscheinung der Wärme ist. Man vergegenwärtige sich einmal, was im modernen Leben auch heute mit dem Begriff des Opfers verknüpft ist: man kann sich nicht recht denken, daß der, welcher mit Verständnis opfert, dies jemals tut gegen seinen Willen. Wenn jemand opfert gegen seinen Willen, so müßte er dazu aus irgendeinem Grunde gezwungen sein; es müßte ein Zwang walten. Dann aber würden wir es beileibe nicht mit dem zu tun haben, was hier gemeint ist. Hier ist aber gemeint, was als Opfer selbstverständlich fließt aus dem Wesen, das opfert. Und wenn jemand etwas opfert, nicht weil er aus irgendeinem äußeren Grunde dazu gedrängt wird, auch nicht, weil er hofft, etwas zu erringen, sondern weil er sich aus seinem Inneren heraus gedrängt fühlt zu opfern, dann ist es undenkbar, daß er etwas anderes empfindet als innere Wärmeseligkeit. Fühlen wir uns durchglutet mit innerer Wärmeseligkeit, dann haben wir schon das ausgesprochen, was wir nicht anders bezeichnen können als: der Opfernde fühlt sich durchwärmt, durchglutet mit der Seligkeit. Da haben wir die Möglichkeit, selbst zu empfinden, wie die Opferglut uns in der Maja der äußeren Weltenwärme entgegentreten kann. Nur der versteht wirklich, was Wärme ist, der den Gedanken fassen kann: Wenn Wärme in der Welt auftritt, liegt zugrunde in irgendeiner Weise ein Seelisch-Geistiges, das hinter der Wärme ist und das die Wärme bewirkt durch die Seligkeit des Opfers. Wer so die Wärme empfinden kann, der kommt allmählich zu der Realität, welche sich hinter der \Wärmeerscheinung, hinter der Wärmeillusion verbirgt.

[ 3 ] Dann haben wir gesehen, daß aus dieser Tat des Opfers, das die Throne gegenüber den Cherubim darbringen, gleichsam herausgeboren wird — aber ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, daß es wieder ein modernes Wort ist, das nicht recht paßt -, das, was wir die «Zeit» nennen. Aber die Zeit ist damals noch nicht das «Früher oder Später», nicht jenes Abstraktum, als welches sie heute der Mensch wahrnimmt, sondern eine Summe von geistigen Wesenheiten: das sind die Geister der Persönlichkeit, die wir dann auch kennengelernt haben als die Zeitgeister. Die Zeitgeister sind die wirkliche alte Zeit, und sie sind die Kinder der Throne mit den Cherubim. Aber die Verhältnisse, durch welche die Wesen des Zeitlichen auf dem alten Saturn entstehen, sind Opfer. Wenn gesagt wird: Der alte Saturn besteht in Wärme -, so müssen wir uns, um ein eigentliches Verständnis dafür zu gewinnen, was dahinter liegt, nicht bloß äußere physische Begriffe aneignen — denn «Wärme» ist ein physischer Begriff —, sondern Begriffe, die wir nur aus dem Seelenleben selber gewinnen können, aus dem moralischen, weisheitsvollen Seelenleben. Niemand kann wissen, was Wärme ist, der nicht in der Lage ist, sich eine Vorstellung zu machen von dem, was heißt opferfähige Hingabe dessen, was man besitzt, was man hat, ja nicht nur opferfähige Hingabe dessen, was man hat, sondern dessen, was man selber ist. Die Hinopferung des eigenen Wesens, das SichEntäußern des eigenen Wesens seelisch gefaßt, so daß man es sich zugleich so denkt, daß man bereit ist, sein Bestes hinzugeben zum Heile der Welt; nicht für sich sein Bestes behalten, sondern es gern hinopfern zu wollen auf dem Altar des Weltalls: das als einen lebendigen Begriff gefaßt und mit einem Gefühl unsere Seele durchdringend, führt allmählich zum Verständnisse dessen, was hinter der Erscheinung der Wärme ist. Man vergegenwärtige sich einmal, was im modernen Leben auch heute mit dem Begriff des Opfers verknüpft ist: man kann sich nicht recht denken, daß der, welcher mit Verständnis opfert, dies jemals tut gegen seinen Willen. Wenn jemand opfert gegen seinen Willen, so müßte er dazu aus irgendeinem Grunde gezwungen sein; es müßte ein Zwang walten. Dann aber würden wir es beileibe nicht mit dem zu tun haben, was hier gemeint ist. Hier ist aber gemeint, was als Opfer selbstverständlich fließt aus dem Wesen, das opfert. Und wenn jemand etwas opfert, nicht weil er aus irgendeinem äußeren Grunde dazu gedrängt wird, auch nicht, weil er hofft, etwas zu erringen, sondern weil er sich aus seinem Inneren heraus gedrängt fühlt zu opfern, dann ist es undenkbar, daß er etwas anderes empfindet als innere Wärmeseligkeit. Fühlen wir uns durchglutet mit innerer Wärmeseligkeit, dann haben wir schon das ausgesprochen, was wir nicht anders bezeichnen können als: der Opfernde fühlt sich durchwärmt, durchglutet mit der Seligkeit. Da haben wir die Möglichkeit, selbst zu empfinden, wie die Opferglut uns in der Maja der äußeren Weltenwärme entgegentreten kann. Nur der versteht wirklich, was Wärme ist, der den Gedanken fassen kann: Wenn Wärme in der Welt auftritt, liegt zugrunde in irgendeiner Weise ein Seelisch-Geistiges, das hinter der Wärme ist und das die Wärme bewirkt durch die Seligkeit des Opfers. Wer so die Wärme empfinden kann, der kommt allmählich zu der Realität, welche sich hinter der \Wärmeerscheinung, hinter der Wärmeillusion verbirgt.

[ 4 ] Wenn wir nun weiterdringen wollen von dem alten Saturndasein zum alten Sonnendasein, so müssen wir uns erst wieder einen Begriff zurechtlegen, durch den wir von der Substanz der alten Sonne - nicht der jetzigen Sonne — eine Vorstellung bilden können. Denn, was wir in der «Geheimwissenschaft» lesen: Die alte Sonne hat die Wärme heraufgebildet, indem sie hinzugefügt hat zu der Wärme Luft und Licht, das ist wieder nur durch eine äußere Erscheinung dargestellt. Wie wir hinter der Wärme suchen müssen die Opferglut der Geister des Willens, so müssen wir hinter der Luft und dem Licht etwas Moralisches suchen, wenn wir Luft und Licht, die auf der Sonne zu der Wärme hinzukommen, verstehen wollen. Nun können wir nur eine Idee, eine Vorstellung, eine Empfindung davon bekommen, was Luft und Licht auf der alten Sonne waren, wenn wir uns an etwas halten, was wir in uns selbst geistig-seelisch erleben können.

[ 4 ] Wenn wir nun weiterdringen wollen von dem alten Saturndasein zum alten Sonnendasein, so müssen wir uns erst wieder einen Begriff zurechtlegen, durch den wir von der Substanz der alten Sonne - nicht der jetzigen Sonne — eine Vorstellung bilden können. Denn, was wir in der «Geheimwissenschaft» lesen: Die alte Sonne hat die Wärme heraufgebildet, indem sie hinzugefügt hat zu der Wärme Luft und Licht, das ist wieder nur durch eine äußere Erscheinung dargestellt. Wie wir hinter der Wärme suchen müssen die Opferglut der Geister des Willens, so müssen wir hinter der Luft und dem Licht etwas Moralisches suchen, wenn wir Luft und Licht, die auf der Sonne zu der Wärme hinzukommen, verstehen wollen. Nun können wir nur eine Idee, eine Vorstellung, eine Empfindung davon bekommen, was Luft und Licht auf der alten Sonne waren, wenn wir uns an etwas halten, was wir in uns selbst geistig-seelisch erleben können.

[ 5 ] Da gibt es ein Erlebnis, das wir in folgender Weise als ein Seelenerlebnis beschreiben können. Denken wir uns, daß irgendein Mensch sehen würde eine richtige, echte Opfertat, oder daß er sich vorstellen würde, wie wir es das letzte Mal bei der Betrachtung des alten Saturndaseins als Opfertat der Throne geschildert haben, die Throne hinaufsendend ihre Opfer zu den Cherubim, so daß der Mensch angeregt würde durch das Bild des beseligenden Opfers, das er anschaut und das die Seele lebendig machen würde. Was würde unsere Seele fühlen entweder durch den Anblick des opfernden Wesens selbst oder durch das Bild, das wir in unserer Seele recht inbrünstig lebendig machen? Ein solcher Mensch würde, wenn er lebendige Gefühle hat, wenn er nicht mehr oder weniger gefühllos der Opferseligkeit gegenüberstehen würde, eine tiefgehende Anregung empfinden müssen beim Anblick des Opferbildes; er würde in seiner Seele empfinden müssen: das ist die schönste Tat, das schönste Erlebnis, das überhaupt aus unserer Seele hervorgerufen werden kann, Opferseligkeit anzuschauen! Das ist aber auch eine solche Empfindung: man müßte ein Stück Holz sein, wenn nicht da in der Seele der Trieb entstehen würde, mit höchster Ehrfurcht anzuschauen, was Opferseligkeit ist, wenn man nicht davon lernen könnte die Stimmung der völligen Hingabe. Hingabe! — Opfertat ist aktive, in Aktivität sich umsetzende Hingebung. Die Anschauung von dem aktiven, dem tätigen Hingeben kann die Stimmung des Hingegebenseins, des Sich-Verlierens, des Sich-Vergessens in der Anschauung hervorrufen. Denken wir uns diese Stimmung des selbstlosen SichVerlierens in der Anschauung ganz in der Seele ausgegossen, dann haben wir mit dieser Stimmung dasjenige, was insofern uns näher kommen soll für unser Verständnis, als wir ohne eine solche Stimmung, wenigstens ohne eine Ahnung und einen Anklang an eine solche Stimmung, in Wahrheit niemals zu dem kommen könnten, was die höhere Erkenntnis gibt.

[ 5 ] Da gibt es ein Erlebnis, das wir in folgender Weise als ein Seelenerlebnis beschreiben können. Denken wir uns, daß irgendein Mensch sehen würde eine richtige, echte Opfertat, oder daß er sich vorstellen würde, wie wir es das letzte Mal bei der Betrachtung des alten Saturndaseins als Opfertat der Throne geschildert haben, die Throne hinaufsendend ihre Opfer zu den Cherubim, so daß der Mensch angeregt würde durch das Bild des beseligenden Opfers, das er anschaut und das die Seele lebendig machen würde. Was würde unsere Seele fühlen entweder durch den Anblick des opfernden Wesens selbst oder durch das Bild, das wir in unserer Seele recht inbrünstig lebendig machen? Ein solcher Mensch würde, wenn er lebendige Gefühle hat, wenn er nicht mehr oder weniger gefühllos der Opferseligkeit gegenüberstehen würde, eine tiefgehende Anregung empfinden müssen beim Anblick des Opferbildes; er würde in seiner Seele empfinden müssen: das ist die schönste Tat, das schönste Erlebnis, das überhaupt aus unserer Seele hervorgerufen werden kann, Opferseligkeit anzuschauen! Das ist aber auch eine solche Empfindung: man müßte ein Stück Holz sein, wenn nicht da in der Seele der Trieb entstehen würde, mit höchster Ehrfurcht anzuschauen, was Opferseligkeit ist, wenn man nicht davon lernen könnte die Stimmung der völligen Hingabe. Hingabe! — Opfertat ist aktive, in Aktivität sich umsetzende Hingebung. Die Anschauung von dem aktiven, dem tätigen Hingeben kann die Stimmung des Hingegebenseins, des Sich-Verlierens, des Sich-Vergessens in der Anschauung hervorrufen. Denken wir uns diese Stimmung des selbstlosen SichVerlierens in der Anschauung ganz in der Seele ausgegossen, dann haben wir mit dieser Stimmung dasjenige, was insofern uns näher kommen soll für unser Verständnis, als wir ohne eine solche Stimmung, wenigstens ohne eine Ahnung und einen Anklang an eine solche Stimmung, in Wahrheit niemals zu dem kommen könnten, was die höhere Erkenntnis gibt.

[ 6 ] Wer niemals solche Stimmung des Hingegebenseins haben kann, der kann nicht zu höheren Erkenntnissen kommen. Denn, was wäre das Gegenteil dieser Stimmung? Es wäre der Eigenwille, Geltendmachen des Eigenwillens. Das sind überhaupt wie zwei Pole des Seelenlebens: hingegebene Verlorenheit an das, was man anschaut, und eigenwilliges Geltendmachen dessen, was in einem ist. Das sind zwei große Gegensätze. Für wirkliche Erkenntnis, für ein Sich-Durchdringen mit Weisheit ist Eigenwille tötend. Im gewöhnlichen Leben kennt man Eigenwillen nur als Vorurteil, und Vorurteile zerstören immer höhere Einsicht.

[ 6 ] Wer niemals solche Stimmung des Hingegebenseins haben kann, der kann nicht zu höheren Erkenntnissen kommen. Denn, was wäre das Gegenteil dieser Stimmung? Es wäre der Eigenwille, Geltendmachen des Eigenwillens. Das sind überhaupt wie zwei Pole des Seelenlebens: hingegebene Verlorenheit an das, was man anschaut, und eigenwilliges Geltendmachen dessen, was in einem ist. Das sind zwei große Gegensätze. Für wirkliche Erkenntnis, für ein Sich-Durchdringen mit Weisheit ist Eigenwille tötend. Im gewöhnlichen Leben kennt man Eigenwillen nur als Vorurteil, und Vorurteile zerstören immer höhere Einsicht.

[ 7 ] Was hier als Hingegebensein gemeint ist, muß man sich aber gesteigert denken, denn nur durch dies gesteigerte Hingegebensein kann der Mensch sich zu höheren Welten hinaufarbeiten. Da muß er jenes SichVerlieren wenigstens als Stimmung erleben können. Daher muß es immer wieder und wieder betont werden, daß wir nie zu einer höheren Erkenntnis kommen, wenn wir so arbeiten wie die gewöhnliche Wissenschaft oder das alltägliche Denken. Seien wir uns klar: wie die gewöhnliche Wissenschaft und das alltägliche Denken arbeiten, so arbeiten sie aus dem gewöhnlichen Willen des Menschen heraus, durch alles dasjenige, was den Eigenwillen geschaffen hat: durch die vererbten oder anerzogenen Empfindungen, Gefühle und Vorstellungen. Darüber kann man sich sehr täuschen; diese Täuschungen sind eine Alltäglichkeit. Es kommen zum Beispiel Leute und sagen: Da soll man aufnehmen irgendeine Wissenschaft, wie sie geboten wird in der Geisteswissenschaft, aber ich will nichts aufnehmen, als was dem entspricht, was ich mir schon denken kann, ich will nichts ungeprüft aufnehmen! -— Gewiß, ungeprüft soll man nichts aufnehmen. Aber wenn man allem nur sich selbst entgegenbringt, nur das, was man weiß, aufnimmt — damit kommt man auch keinen Schritt weiter! Und der, welcher Hellseher werden will, wird nie sagen, daß er nur das aufnehmen will, was er vorher geprüft hat, sondern er muß vollständig frei werden von allem Eigensüchtigen und muß alles erwarten von dem, was aus der Welt an ihn herantritt, und was man nicht anders bezeichnen kann als mit dem Worte «Gnade». Er erwartet alles von der Gnade, die erleuchtet. Denn wie erwirbt man hellseherische Erkenntnisse? Nur dadurch, daß man alles ausschalten kann, was man jemals gelernt hat. Gewöhnlich denkt der Mensch: Ich habe mein eigenes Urteil. Er müßte sich aber sagen: Das besteht nur daraus, daß du auffrischst, was deine Vorfahren gedacht haben, oder was deine Triebe anregen und so weiter. Denn davon ist nie die Rede, daß dies der Menschen eigene Urteile sind; und die ihre eigenen Urteile am meisten geltend machen, wissen gar nicht, wie sie am Gängelbande, sklavisch am Gängelbande ihrer Vorurteile geführt werden. Das muß alles fort, wenn man zu höheren Erkenntnissen kommen will. Leer muß die Seele werden und ruhig warten können auf das, was sich aus der raum- und zeitfreien, ding- und tatsachenfreien, verborgenen, geheimen Welt an die Seele heranbegeben kann. Und nie dürfen wir glauben, daß wir an uns heranreißen können, was hellseherische Erkenntnis ist, sondern nur, daß wir in uns eine Stimmung reifen lassen, durch die wir entgegennehmen, was sich uns darbietet als Offenbarung oder Erleuchtung. So daf3 wir nie anders als von der Gnade, die an uns herantritt und uns etwas gibt, das erwarten können, was an uns herantreten soll.

[ 7 ] Was hier als Hingegebensein gemeint ist, muß man sich aber gesteigert denken, denn nur durch dies gesteigerte Hingegebensein kann der Mensch sich zu höheren Welten hinaufarbeiten. Da muß er jenes SichVerlieren wenigstens als Stimmung erleben können. Daher muß es immer wieder und wieder betont werden, daß wir nie zu einer höheren Erkenntnis kommen, wenn wir so arbeiten wie die gewöhnliche Wissenschaft oder das alltägliche Denken. Seien wir uns klar: wie die gewöhnliche Wissenschaft und das alltägliche Denken arbeiten, so arbeiten sie aus dem gewöhnlichen Willen des Menschen heraus, durch alles dasjenige, was den Eigenwillen geschaffen hat: durch die vererbten oder anerzogenen Empfindungen, Gefühle und Vorstellungen. Darüber kann man sich sehr täuschen; diese Täuschungen sind eine Alltäglichkeit. Es kommen zum Beispiel Leute und sagen: Da soll man aufnehmen irgendeine Wissenschaft, wie sie geboten wird in der Geisteswissenschaft, aber ich will nichts aufnehmen, als was dem entspricht, was ich mir schon denken kann, ich will nichts ungeprüft aufnehmen! -— Gewiß, ungeprüft soll man nichts aufnehmen. Aber wenn man allem nur sich selbst entgegenbringt, nur das, was man weiß, aufnimmt — damit kommt man auch keinen Schritt weiter! Und der, welcher Hellseher werden will, wird nie sagen, daß er nur das aufnehmen will, was er vorher geprüft hat, sondern er muß vollständig frei werden von allem Eigensüchtigen und muß alles erwarten von dem, was aus der Welt an ihn herantritt, und was man nicht anders bezeichnen kann als mit dem Worte «Gnade». Er erwartet alles von der Gnade, die erleuchtet. Denn wie erwirbt man hellseherische Erkenntnisse? Nur dadurch, daß man alles ausschalten kann, was man jemals gelernt hat. Gewöhnlich denkt der Mensch: Ich habe mein eigenes Urteil. Er müßte sich aber sagen: Das besteht nur daraus, daß du auffrischst, was deine Vorfahren gedacht haben, oder was deine Triebe anregen und so weiter. Denn davon ist nie die Rede, daß dies der Menschen eigene Urteile sind; und die ihre eigenen Urteile am meisten geltend machen, wissen gar nicht, wie sie am Gängelbande, sklavisch am Gängelbande ihrer Vorurteile geführt werden. Das muß alles fort, wenn man zu höheren Erkenntnissen kommen will. Leer muß die Seele werden und ruhig warten können auf das, was sich aus der raum- und zeitfreien, ding- und tatsachenfreien, verborgenen, geheimen Welt an die Seele heranbegeben kann. Und nie dürfen wir glauben, daß wir an uns heranreißen können, was hellseherische Erkenntnis ist, sondern nur, daß wir in uns eine Stimmung reifen lassen, durch die wir entgegennehmen, was sich uns darbietet als Offenbarung oder Erleuchtung. So daf3 wir nie anders als von der Gnade, die an uns herantritt und uns etwas gibt, das erwarten können, was an uns herantreten soll.

[ 8 ] Wie also offenbart sich eine solche Erkenntnis? Wie offenbart sich das, was da herantritt, wenn wir uns genügend vorbereitet haben? Es offenbart sich als die Stimmung des Begnadetwerdens durch die uns entgegenkommende Gabe aus der geistigen Welt. Wenn wir das, was an uns herantritt — sei es als Wesen oder was immer —, um uns gnadenvoll entgegenzukommen und in uns die Erkenntnis einzugießen, bezeichnen wollten, so könnten wir nur den Ausdruck gebrauchen: es ist das, was uns da entgegentritt, ein Gnadewirkendes, ein Schenkendes, ein Gebendes. Fassen wir die Natur eines Wesens, dessen Hauptcharakterzug in dem bestehen würde, was ich jetzt eben mit diesen Worten bezeichnet habe: es ist ein Schenkendes, ein Gebendes, ein Darbietendes; ein solches Wesen, mit dem Hauptcharakterzug des Gnade-umsich-Streuens, des Gnade-von-sich-Ausgießens - fassen wir es so, daß es, um in diese Möglichkeit des Gnadegebens zu kommen, brauchte den Anblick des Opfers der Throne an die Cherubim! Denken wir uns einmal, es würde hinzutreten zu dem, was da geschieht, wenn die Throne den Cherubim opfern, ein Wesen, welches durch diesen Anblick veranlaßt würde zu einem Schenkenden, zu einem seine Gaben in Gnade um sich Ergießenden zu werden. Stellen wir uns das ganz genau vor. Denken wir uns, wir würden eine Rose anschauen und entzückt werden davon, also das Gefühl eines Beseligenden empfinden über das, was wir «schön» nennen. Denken wir, ein anderes Wesen würde durch den Anblick dessen, was beschrieben ist als das Opfer der Throne an die Cherubim, veranlaßt werden, alles, was es hat, um sich herum zu schenken, schenkend in die Welt zu ergießen: dann würden wir damit diejenigen Wesenheiten beschrieben haben, von denen in der «Geheimwissenschaft» die Rede ist als den «Geistern der Weisheit», die auf der Sonne hinzutreten zu denjenigen Wesenheiten, die wir schon auf dem Saturn kennengelernt haben. Würden wir also die Frage aufwerfen: Welches ist der Charakter der Geister der Weisheit, die auf der Sonne auftraten und zu den Saturngeistern hinzutraten? — so müßten wir antworten: Diese Geister haben als ihren Hauptcharakterzug die schenkende, gnadenwirkende, gebende Tugend. - Und wollten wir ein Beiwort haben, so müßten wir sagen: Sie sind die Geister der Weisheit, die großen Schenkenden, die großen Gebenden des Weltalls! - Wie wir von den Thronen gesagt haben: Die großen Opferer —, so müßten wir von den Geistern der Weisheit sagen: Die großen Gebenden, die ihre Gabe so Hingebenden, daß dieselbe von ihnen aus das Weltall durchwebt und durchlebt, indem sie einströmt in das Weltall und in dasselbe erst Ordnung hineinschafft.

[ 8 ] Wie also offenbart sich eine solche Erkenntnis? Wie offenbart sich das, was da herantritt, wenn wir uns genügend vorbereitet haben? Es offenbart sich als die Stimmung des Begnadetwerdens durch die uns entgegenkommende Gabe aus der geistigen Welt. Wenn wir das, was an uns herantritt — sei es als Wesen oder was immer —, um uns gnadenvoll entgegenzukommen und in uns die Erkenntnis einzugießen, bezeichnen wollten, so könnten wir nur den Ausdruck gebrauchen: es ist das, was uns da entgegentritt, ein Gnadewirkendes, ein Schenkendes, ein Gebendes. Fassen wir die Natur eines Wesens, dessen Hauptcharakterzug in dem bestehen würde, was ich jetzt eben mit diesen Worten bezeichnet habe: es ist ein Schenkendes, ein Gebendes, ein Darbietendes; ein solches Wesen, mit dem Hauptcharakterzug des Gnade-umsich-Streuens, des Gnade-von-sich-Ausgießens - fassen wir es so, daß es, um in diese Möglichkeit des Gnadegebens zu kommen, brauchte den Anblick des Opfers der Throne an die Cherubim! Denken wir uns einmal, es würde hinzutreten zu dem, was da geschieht, wenn die Throne den Cherubim opfern, ein Wesen, welches durch diesen Anblick veranlaßt würde zu einem Schenkenden, zu einem seine Gaben in Gnade um sich Ergießenden zu werden. Stellen wir uns das ganz genau vor. Denken wir uns, wir würden eine Rose anschauen und entzückt werden davon, also das Gefühl eines Beseligenden empfinden über das, was wir «schön» nennen. Denken wir, ein anderes Wesen würde durch den Anblick dessen, was beschrieben ist als das Opfer der Throne an die Cherubim, veranlaßt werden, alles, was es hat, um sich herum zu schenken, schenkend in die Welt zu ergießen: dann würden wir damit diejenigen Wesenheiten beschrieben haben, von denen in der «Geheimwissenschaft» die Rede ist als den «Geistern der Weisheit», die auf der Sonne hinzutreten zu denjenigen Wesenheiten, die wir schon auf dem Saturn kennengelernt haben. Würden wir also die Frage aufwerfen: Welches ist der Charakter der Geister der Weisheit, die auf der Sonne auftraten und zu den Saturngeistern hinzutraten? — so müßten wir antworten: Diese Geister haben als ihren Hauptcharakterzug die schenkende, gnadenwirkende, gebende Tugend. - Und wollten wir ein Beiwort haben, so müßten wir sagen: Sie sind die Geister der Weisheit, die großen Schenkenden, die großen Gebenden des Weltalls! - Wie wir von den Thronen gesagt haben: Die großen Opferer —, so müßten wir von den Geistern der Weisheit sagen: Die großen Gebenden, die ihre Gabe so Hingebenden, daß dieselbe von ihnen aus das Weltall durchwebt und durchlebt, indem sie einströmt in das Weltall und in dasselbe erst Ordnung hineinschafft.

[ 9 ] Das ist die Tat auf der Sonne, die Wirkung der Geister der Weisheit auf der Sonne. Das tun sie: schenken ihr eigenes Wesen an ihre Umgebung. Und was ist das, was sich dem äußeren Anblick darbietet, wenn man so hinblickt und wie eine höhere Sinnesempfindung wahrnehmen will, was da auf der Sonne geschieht?

[ 9 ] Das ist die Tat auf der Sonne, die Wirkung der Geister der Weisheit auf der Sonne. Das tun sie: schenken ihr eigenes Wesen an ihre Umgebung. Und was ist das, was sich dem äußeren Anblick darbietet, wenn man so hinblickt und wie eine höhere Sinnesempfindung wahrnehmen will, was da auf der Sonne geschieht?

[ 10 ] Wenn man es ansieht, ist es so, wie es beschrieben ist in der «Geheimwissenschaft»: Die Sonne besteht außer aus Wärme auch noch aus Luft und Licht. Aber wenn man das sagt: Die Sonne besteht außer aus Wärme auch noch aus Luft und Licht -, dann ist es so, wie wenn jemand sagte: In der Ferne sehe ich eine graue Wolke -, und würde er als Maler den Eindruck, den er hat, hinmalen, so würde er eine solche graue Wolke malen; wenn er aber näher hinzuginge, würde er vielleicht statt der grauen Wolke einen Mückenschwarm vor sich haben. In Wirklichkeit ist dann das, was er für eine graue Wolke hielt, eine Summe von lauter lebendigen Wesen. In ähnlicher Weise stehen wir von ferne dem alten Sonnendasein gegenüber: Indem wir es von ferne anschauen, erscheint es als die Illusion eines Luft- und Lichtkörpers; wenn wir es aber näher betrachten, haben wir nicht mehr einen Luft- und Lichtkörper, sondern da erscheint es als die große schenkende Tugend der Geister der Weisheit. Und niemand lernt die Luft richtig kennen, der sie nur ihren äußeren, physischen Eigenschaften nach beschreibt. Das ist nur Maja oder Illusion, das ist nur die äußere Offenbarung. Denn überall wo Luft ist in der Welt, sind die Taten der schenkenden Geister der Weisheit dahinter. Webende, wirkende Luft heißt Offenbarung der schenkenden Tugend der Geister des Makrokosmos. Und nur der sieht die Luft richtig an, der sich sagt: Ich nehme hier Luft wahr, in Wahrheit aber wird da geschenkt von den Geistern der Weisheit an die Umgebung, wird etwas ausgestrahlt an die Umgebung.

[ 10 ] Wenn man es ansieht, ist es so, wie es beschrieben ist in der «Geheimwissenschaft»: Die Sonne besteht außer aus Wärme auch noch aus Luft und Licht. Aber wenn man das sagt: Die Sonne besteht außer aus Wärme auch noch aus Luft und Licht -, dann ist es so, wie wenn jemand sagte: In der Ferne sehe ich eine graue Wolke -, und würde er als Maler den Eindruck, den er hat, hinmalen, so würde er eine solche graue Wolke malen; wenn er aber näher hinzuginge, würde er vielleicht statt der grauen Wolke einen Mückenschwarm vor sich haben. In Wirklichkeit ist dann das, was er für eine graue Wolke hielt, eine Summe von lauter lebendigen Wesen. In ähnlicher Weise stehen wir von ferne dem alten Sonnendasein gegenüber: Indem wir es von ferne anschauen, erscheint es als die Illusion eines Luft- und Lichtkörpers; wenn wir es aber näher betrachten, haben wir nicht mehr einen Luft- und Lichtkörper, sondern da erscheint es als die große schenkende Tugend der Geister der Weisheit. Und niemand lernt die Luft richtig kennen, der sie nur ihren äußeren, physischen Eigenschaften nach beschreibt. Das ist nur Maja oder Illusion, das ist nur die äußere Offenbarung. Denn überall wo Luft ist in der Welt, sind die Taten der schenkenden Geister der Weisheit dahinter. Webende, wirkende Luft heißt Offenbarung der schenkenden Tugend der Geister des Makrokosmos. Und nur der sieht die Luft richtig an, der sich sagt: Ich nehme hier Luft wahr, in Wahrheit aber wird da geschenkt von den Geistern der Weisheit an die Umgebung, wird etwas ausgestrahlt an die Umgebung.

[ 11 ] Jetzt wissen wir, was es eigentlich ist, was wir von der alten Sonne beschrieben haben, indem wir sagten, sie besteht aus Luft. Wir wissen jetzt, daß es Schenken ist: daß die Geister der Weisheit ihr eigenes Wesen ausfließen lassen und daß es äußerlich als Luft erscheint. Aber eine merkwürdige Sache trat nun ein auf der alten Sonne, die sich dem Hellseher darbietet. Wir müssen uns klarmachen, wie wir von dieser schenkenden Tugend eine noch genauere Vorstellung bekommen können aus unserem Seelenleben heraus. Vergegenwärtigen wir uns dazu jenes Gefühl, das wir selbst haben können, wenn es uns gelingt, aus der eben geschilderten Stimmung von Hingabe uns zu durchdringen mit einer Erkenntnis, mit einer Idee. Von einer solchen Idee, die uns dann kommt, haben wir immer eine bestimmte Empfindung. Eine solche Idee ist keine wissenschaftliche; die beste Empfindung davon hat man noch, wenn man das Künstlerische ins Auge faßt, wo die Idee den Drang hat, zum Beispiel Farbe oder Form irgendwie zu bemeistern, also in der Welt auszuströmen, so daß sie ein selbständiges Dasein der Welt geschenkt hat. Das Wesen einer solchen schenkenden Fähigkeit ist damit zu charakterisieren, daß man sagt: Produktivität, Schöpferisches ist damit verbunden, denn dieses Schenken ist selbst schöpferisch. Wer eine Idee hat, von der er empfindet, daß sie der Welt zum Heile gereichen kann und die sich darstellt in Kunstwerken und so weiter, der hat von dieser Produktivität der schenkenden Tugend einen richtigen Begriff. Das ist es, was als Luft die Sonne durchwebt. Wenn wir uns denken die schaffende Idee im Kopfe des Künstlers, wie sie sich einfügt in den Stoff - von allem anderen abgesehen -, dann ist dies das geistige Wesen der Luft. Wo Luft ist, haben wir es mit so etwas zu tun. Aber dadurch, daß diese lebendige Produktivität auf der Sonne da war, stellte sich die folgende Tatsache heraus.

[ 11 ] Jetzt wissen wir, was es eigentlich ist, was wir von der alten Sonne beschrieben haben, indem wir sagten, sie besteht aus Luft. Wir wissen jetzt, daß es Schenken ist: daß die Geister der Weisheit ihr eigenes Wesen ausfließen lassen und daß es äußerlich als Luft erscheint. Aber eine merkwürdige Sache trat nun ein auf der alten Sonne, die sich dem Hellseher darbietet. Wir müssen uns klarmachen, wie wir von dieser schenkenden Tugend eine noch genauere Vorstellung bekommen können aus unserem Seelenleben heraus. Vergegenwärtigen wir uns dazu jenes Gefühl, das wir selbst haben können, wenn es uns gelingt, aus der eben geschilderten Stimmung von Hingabe uns zu durchdringen mit einer Erkenntnis, mit einer Idee. Von einer solchen Idee, die uns dann kommt, haben wir immer eine bestimmte Empfindung. Eine solche Idee ist keine wissenschaftliche; die beste Empfindung davon hat man noch, wenn man das Künstlerische ins Auge faßt, wo die Idee den Drang hat, zum Beispiel Farbe oder Form irgendwie zu bemeistern, also in der Welt auszuströmen, so daß sie ein selbständiges Dasein der Welt geschenkt hat. Das Wesen einer solchen schenkenden Fähigkeit ist damit zu charakterisieren, daß man sagt: Produktivität, Schöpferisches ist damit verbunden, denn dieses Schenken ist selbst schöpferisch. Wer eine Idee hat, von der er empfindet, daß sie der Welt zum Heile gereichen kann und die sich darstellt in Kunstwerken und so weiter, der hat von dieser Produktivität der schenkenden Tugend einen richtigen Begriff. Das ist es, was als Luft die Sonne durchwebt. Wenn wir uns denken die schaffende Idee im Kopfe des Künstlers, wie sie sich einfügt in den Stoff - von allem anderen abgesehen -, dann ist dies das geistige Wesen der Luft. Wo Luft ist, haben wir es mit so etwas zu tun. Aber dadurch, daß diese lebendige Produktivität auf der Sonne da war, stellte sich die folgende Tatsache heraus.

[ 12 ] Halten wir fest, daß auf dem alten Saturn schon die Geister der Zeit geboren waren, daß also auf der Sonne «Zeit» schon sein konnte, denn diese ist herübergekommen von dem Saturn. Zeit ist da. Also es gibt jene Möglichkeit auf der alten Sonne, die es auf dem alten Saturn noch nicht gegeben hätte, daß ein solches Schenken eintrat. Denn denken Sie einmal, was es wäre mit einem Schenken, wenn es keine Zeit gäbe: da könnte man nicht schenken; denn Schenken besteht im Geben und im Entgegennehmen. Ohne das zweite ist das Schenken gar nicht zu denken. Also es muß das Schenken aus zwei Akten bestehen: aus Geben und Nehmen, sonst hat das Schenken keinen Zweck. Auf der Sonne stehen sich aber Geben und Nehmen ganz sonderbar gegenüber, so nämlich, daß, weil nun schon die Zeit da ist, die Gabe, die dargereicht wird auf der alten Sonne an die Umgebung, in der Zeit aufbewahrt wird, gleichsam bewahrt wird in der Zeit, so daß die Geister der Weisheit ihr Geschenktes ausgießen, dann bleibt es in der Zeit. Aber nun muß etwas eintreten, was das nimmt. Das arbeitet im Verhältnis zu den Geistern der Weisheit in einem späteren Augenblick. So daß die Geister der Weisheit im früheren Augenblicke geben, und das, was notwendig damit verbunden sein muß als Nehmen, tritt im späteren Augenblicke ein.

[ 12 ] Halten wir fest, daß auf dem alten Saturn schon die Geister der Zeit geboren waren, daß also auf der Sonne «Zeit» schon sein konnte, denn diese ist herübergekommen von dem Saturn. Zeit ist da. Also es gibt jene Möglichkeit auf der alten Sonne, die es auf dem alten Saturn noch nicht gegeben hätte, daß ein solches Schenken eintrat. Denn denken Sie einmal, was es wäre mit einem Schenken, wenn es keine Zeit gäbe: da könnte man nicht schenken; denn Schenken besteht im Geben und im Entgegennehmen. Ohne das zweite ist das Schenken gar nicht zu denken. Also es muß das Schenken aus zwei Akten bestehen: aus Geben und Nehmen, sonst hat das Schenken keinen Zweck. Auf der Sonne stehen sich aber Geben und Nehmen ganz sonderbar gegenüber, so nämlich, daß, weil nun schon die Zeit da ist, die Gabe, die dargereicht wird auf der alten Sonne an die Umgebung, in der Zeit aufbewahrt wird, gleichsam bewahrt wird in der Zeit, so daß die Geister der Weisheit ihr Geschenktes ausgießen, dann bleibt es in der Zeit. Aber nun muß etwas eintreten, was das nimmt. Das arbeitet im Verhältnis zu den Geistern der Weisheit in einem späteren Augenblick. So daß die Geister der Weisheit im früheren Augenblicke geben, und das, was notwendig damit verbunden sein muß als Nehmen, tritt im späteren Augenblicke ein.

[ 13 ] Davon können wir nur eine richtige Vorstellung bekommen, wenn wir wieder das eigene Seelenerleben zugrunde legen. Stellen Sie sich vor, Sie bemühen sich, irgend etwas zu verstehen, oder irgendeinen Gedanken zu bilden. Jetzt haben Sie diesen Gedanken gebildet. Morgen besinnen Sie sich, machen rein Ihren Geist, damit alles, was Sie gestern an Gedanken gebildet haben, zurückkommen kann in Ihren Geist. Dann ist das, was gestern gebildet worden ist, von Ihnen heute aufgenommen. So ist es auf der alten Sonne, indem das, was früher geschenkt ‚wird, bewahrt bleibt für einen späteren Augenblick und später entgegengenommen wird. Was ist denn dann dieses Entgegennehmen? Es ist auch auf der alten Sonne eine Tat, ein Geschehen, das sich nur dadurch von dem anderen Geschehen unterscheidet, daß es später ist. Das Geben kommt den Geistern der Weisheit zu. Wer nimmt denn nun? Damit jemand nehmen kann, muß erst jemand da sein. In derselben Art wie gleichsam durch einen Geburtsakt, nämlich aus den Opfern der Throne an die Cherubim, die Geister der Zeit auf dem Saturn entstehen, so entstehen durch Schenken an die Welt von seiten der Geister der Weisheit auf der Sonne diejenigen Geister, die wir die Erzengel nennen: Archangeloi. Und sie sind auf der alten Sonne die Nehmenden. Aber sie nehmen auf eine ganz besondere Weise, so nämlich, daß sie, was sie als Gabe erhalten von den Geistern der Weisheit, nicht für sich behalten, sondern es zurückstrahlen, wie der Spiegel Ihr Bild zurückstrahlt. So haben die Erzengel auf der Sonne die Aufgabe, dasjenige, was in einem früheren Zeitpunkt geschenkt worden ist, in einem späteren Zeitpunkte aufzufangen, so daß es in einem späteren Zeitpunkte noch da ist und widergestrahlt wird durch die Erzengel. Wir haben also auf der Sonne ein älteres Geben und ein späteres Nehmen, aber dieses Nehmen als Widerstrahlung dessen, was war in einer früheren Zeit.

[ 13 ] Davon können wir nur eine richtige Vorstellung bekommen, wenn wir wieder das eigene Seelenerleben zugrunde legen. Stellen Sie sich vor, Sie bemühen sich, irgend etwas zu verstehen, oder irgendeinen Gedanken zu bilden. Jetzt haben Sie diesen Gedanken gebildet. Morgen besinnen Sie sich, machen rein Ihren Geist, damit alles, was Sie gestern an Gedanken gebildet haben, zurückkommen kann in Ihren Geist. Dann ist das, was gestern gebildet worden ist, von Ihnen heute aufgenommen. So ist es auf der alten Sonne, indem das, was früher geschenkt ‚wird, bewahrt bleibt für einen späteren Augenblick und später entgegengenommen wird. Was ist denn dann dieses Entgegennehmen? Es ist auch auf der alten Sonne eine Tat, ein Geschehen, das sich nur dadurch von dem anderen Geschehen unterscheidet, daß es später ist. Das Geben kommt den Geistern der Weisheit zu. Wer nimmt denn nun? Damit jemand nehmen kann, muß erst jemand da sein. In derselben Art wie gleichsam durch einen Geburtsakt, nämlich aus den Opfern der Throne an die Cherubim, die Geister der Zeit auf dem Saturn entstehen, so entstehen durch Schenken an die Welt von seiten der Geister der Weisheit auf der Sonne diejenigen Geister, die wir die Erzengel nennen: Archangeloi. Und sie sind auf der alten Sonne die Nehmenden. Aber sie nehmen auf eine ganz besondere Weise, so nämlich, daß sie, was sie als Gabe erhalten von den Geistern der Weisheit, nicht für sich behalten, sondern es zurückstrahlen, wie der Spiegel Ihr Bild zurückstrahlt. So haben die Erzengel auf der Sonne die Aufgabe, dasjenige, was in einem früheren Zeitpunkt geschenkt worden ist, in einem späteren Zeitpunkte aufzufangen, so daß es in einem späteren Zeitpunkte noch da ist und widergestrahlt wird durch die Erzengel. Wir haben also auf der Sonne ein älteres Geben und ein späteres Nehmen, aber dieses Nehmen als Widerstrahlung dessen, was war in einer früheren Zeit.

[ 14 ] Denken Sie einmal, daß die Erde nicht so wäre, wie sie jetzt ist, sondern daß folgendes eintreten würde: daß in dem jetzigen Zeitpunkt widerstrahlen könnte, was in einem früheren Zeitpunkt geschehen ist. Nun wissen wir aber, daß so etwas wirklich geschieht. Wir leben jetzt im fünften nachatlantischen Kulturzeitraum; da strahlen wider die Ereignisse des dritten nachatlantischen Kulturzeitraumes, der alten ägyptisch-chaldäischen Zeit. Was früher da war, wird aufgefangen und strahlt jetzt zurück. Das ist eine Art Wiederholung des Gebens und Nehmens auf der alten Sonne. So haben wir uns gegenüber den Geistern der Weisheit, die in den älteren Sonnenzeiten die Gebenden, Schenkenden sind, in den Erzengeln die Aufnehmenden zu denken. Dadurch wird etwas ganz Besonderes hervorgerufen, was Sie sich nur richtig vorstellen können, wenn Sie sich denken das Bild einer innerlich geschlossenen Kugel, wo vom Mittelpunkte etwas ausgestrahlt wird, was geschenkt wird; das strahlt bis zur Peripherie hin und strahlt von dort zurück zum Mittelpunkte. An der Oberfläche, innen an der Kugel lagern die Erzengel, die strahlen es zurück. Außen brauchen Sie sich nichts vorzustellen. - Wir haben uns also von einem Zentrum ausgehend zu denken das, was von den Geistern der Weisheit kommt: das wird ausgestrahlt nach allen Seiten, wird aufgefangen von den Erzengeln und zurückgestrahlt. Was ist das, was da zurückstrahlt in den Raum hinein, dieses zurückgestrahlte Geschenk der Geister der Weisheit? Was ist die ausgestrahlte Weisheit in sich selbst zurückgeleitet? — Das ist das Licht. Und damit sind die Erzengel zugleich die Schöpfer des Lichtes. Licht ist ebensowenig das, als was es uns in der äußeren Illusion erscheint, sondern wo Licht auftritt, haben wir die zurückgestrahlten Gaben der Geister der Weisheit. Und die Wesen, die wir überall hinter dem Licht vermuten müssen, das sind die Erzengel. Daher müssen wir sagen: Hinter dem flutenden Lichtstrahl, der uns trifft, stecken die Archangeloi; daß sie uns aber Licht zuströmen können, das kommt nur davon her, daß sie zurückstrahlen, was ihnen entgegenstrahlt, nämlich die schenkende Tugend der Geister der Weisheit.

[ 14 ] Denken Sie einmal, daß die Erde nicht so wäre, wie sie jetzt ist, sondern daß folgendes eintreten würde: daß in dem jetzigen Zeitpunkt widerstrahlen könnte, was in einem früheren Zeitpunkt geschehen ist. Nun wissen wir aber, daß so etwas wirklich geschieht. Wir leben jetzt im fünften nachatlantischen Kulturzeitraum; da strahlen wider die Ereignisse des dritten nachatlantischen Kulturzeitraumes, der alten ägyptisch-chaldäischen Zeit. Was früher da war, wird aufgefangen und strahlt jetzt zurück. Das ist eine Art Wiederholung des Gebens und Nehmens auf der alten Sonne. So haben wir uns gegenüber den Geistern der Weisheit, die in den älteren Sonnenzeiten die Gebenden, Schenkenden sind, in den Erzengeln die Aufnehmenden zu denken. Dadurch wird etwas ganz Besonderes hervorgerufen, was Sie sich nur richtig vorstellen können, wenn Sie sich denken das Bild einer innerlich geschlossenen Kugel, wo vom Mittelpunkte etwas ausgestrahlt wird, was geschenkt wird; das strahlt bis zur Peripherie hin und strahlt von dort zurück zum Mittelpunkte. An der Oberfläche, innen an der Kugel lagern die Erzengel, die strahlen es zurück. Außen brauchen Sie sich nichts vorzustellen. - Wir haben uns also von einem Zentrum ausgehend zu denken das, was von den Geistern der Weisheit kommt: das wird ausgestrahlt nach allen Seiten, wird aufgefangen von den Erzengeln und zurückgestrahlt. Was ist das, was da zurückstrahlt in den Raum hinein, dieses zurückgestrahlte Geschenk der Geister der Weisheit? Was ist die ausgestrahlte Weisheit in sich selbst zurückgeleitet? — Das ist das Licht. Und damit sind die Erzengel zugleich die Schöpfer des Lichtes. Licht ist ebensowenig das, als was es uns in der äußeren Illusion erscheint, sondern wo Licht auftritt, haben wir die zurückgestrahlten Gaben der Geister der Weisheit. Und die Wesen, die wir überall hinter dem Licht vermuten müssen, das sind die Erzengel. Daher müssen wir sagen: Hinter dem flutenden Lichtstrahl, der uns trifft, stecken die Archangeloi; daß sie uns aber Licht zuströmen können, das kommt nur davon her, daß sie zurückstrahlen, was ihnen entgegenstrahlt, nämlich die schenkende Tugend der Geister der Weisheit.

[ 15 ] So bekommen wir ein Bild der alten Sonne. Wir denken uns gleichsam einen Zentralsitz, wo vereinigt ist das, was vom alten Saturn herübergekommen ist: die Opfertaten der Throne gegenüber den Cherubim, im Anblick dieser Opfertaten versunken die Geister der Weisheit. Durch den Anblick dieser Opfertaten werden sie veranlaßt, von sich auszustrahlen, was ihr eigenes Wesen ist: strömende, flutende Weisheit als schenkende Tugend. Das aber wird, weil es zeitdurchstrahlt ist, ausgesandt und wieder zurückgesandt, so daß wir einen Globus, einen durch die zurückstrahlende Tugend innerlich erleuchteten Globus haben. Denn wir müssen uns die alte Sonne nicht nach außen, sondern nach innen leuchtend denken. Damit ist ein Neues geschaffen, das wir folgendermaßen beschreiben können. Denken wir uns diese Geister der Weisheit, sitzend im Mittelpunkte der Sonne, im Anblick der opfernden Throne versunken und ausstrahlend, was ihr eigenes Wesen ist, wegen des Anblickes der opfernden Throne, und zurück erhalten sie ihr ausstrahlendes Wesen, indem es ihnen von der Oberfläche zurückstrahlt, so daß sie es als Licht wieder zurückbekommen. Alles ist durchleuchtet. Aber was bekommen sie zurück von denen, die da im Nehmen zurückstrahlen? — Ihr eigenes Wesen wurde, indem sie es hingegeben haben, zum Geschenk an den Makrokosmos, da war es ihr Inneres. Jetzt strahlt es zurück: ihr eigenes Wesen tritt ihnen von außen entgegen. Sie sehen ihr eigenes Inneres in die ganze Welt verteilt und widergestrahlt von außen als Licht, als die Widerspiegelung ihres eigenen Wesens.

[ 15 ] So bekommen wir ein Bild der alten Sonne. Wir denken uns gleichsam einen Zentralsitz, wo vereinigt ist das, was vom alten Saturn herübergekommen ist: die Opfertaten der Throne gegenüber den Cherubim, im Anblick dieser Opfertaten versunken die Geister der Weisheit. Durch den Anblick dieser Opfertaten werden sie veranlaßt, von sich auszustrahlen, was ihr eigenes Wesen ist: strömende, flutende Weisheit als schenkende Tugend. Das aber wird, weil es zeitdurchstrahlt ist, ausgesandt und wieder zurückgesandt, so daß wir einen Globus, einen durch die zurückstrahlende Tugend innerlich erleuchteten Globus haben. Denn wir müssen uns die alte Sonne nicht nach außen, sondern nach innen leuchtend denken. Damit ist ein Neues geschaffen, das wir folgendermaßen beschreiben können. Denken wir uns diese Geister der Weisheit, sitzend im Mittelpunkte der Sonne, im Anblick der opfernden Throne versunken und ausstrahlend, was ihr eigenes Wesen ist, wegen des Anblickes der opfernden Throne, und zurück erhalten sie ihr ausstrahlendes Wesen, indem es ihnen von der Oberfläche zurückstrahlt, so daß sie es als Licht wieder zurückbekommen. Alles ist durchleuchtet. Aber was bekommen sie zurück von denen, die da im Nehmen zurückstrahlen? — Ihr eigenes Wesen wurde, indem sie es hingegeben haben, zum Geschenk an den Makrokosmos, da war es ihr Inneres. Jetzt strahlt es zurück: ihr eigenes Wesen tritt ihnen von außen entgegen. Sie sehen ihr eigenes Inneres in die ganze Welt verteilt und widergestrahlt von außen als Licht, als die Widerspiegelung ihres eigenen Wesens.

[ 16 ] Inneres und Äußeres sind die zwei Gegensätze, die uns jetzt entgegentreten. Das Frühere und Spätere verwandelt sich und wird so, daß es sich verwandelt in Inneres und Äußeres. Der «Raum» ist geboren! Durch die schenkende Tugend der Geister der Weisheit entsteht der Raum auf der alten Sonne. Vorher kann «Raum» nur eine bildliche Bedeutung haben. Jetzt haben wir den Raum, aber zunächst nur in zwei Dimensionen: noch nicht oben und unten, noch nicht rechts und links, sondern nur Äußeres und Inneres. - In Wirklichkeit treten diese beiden Gegensätze schon gegen Ende des alten Saturn auf, aber sie wiederholen sich in ihrer eigentlichen Bedeutung, als raumschaffend auf der alten Sonne.

[ 16 ] Inneres und Äußeres sind die zwei Gegensätze, die uns jetzt entgegentreten. Das Frühere und Spätere verwandelt sich und wird so, daß es sich verwandelt in Inneres und Äußeres. Der «Raum» ist geboren! Durch die schenkende Tugend der Geister der Weisheit entsteht der Raum auf der alten Sonne. Vorher kann «Raum» nur eine bildliche Bedeutung haben. Jetzt haben wir den Raum, aber zunächst nur in zwei Dimensionen: noch nicht oben und unten, noch nicht rechts und links, sondern nur Äußeres und Inneres. - In Wirklichkeit treten diese beiden Gegensätze schon gegen Ende des alten Saturn auf, aber sie wiederholen sich in ihrer eigentlichen Bedeutung, als raumschaffend auf der alten Sonne.

[ 17 ] Und wenn wir jetzt von all diesen Vorgängen wieder eine Vorstellung gewinnen wollen in der Weise, wie wir es das letzte Mal getan haben, wo das Bild der opfernden Throne vor unsere Seele trat, die Zeitgeister gebärend, so werden wir nicht hinmalen einen Körper, der aus Licht besteht, denn nach außen strahlt dieses Licht noch nicht, es ist nur im Widerstrahlen im Inneren vorhanden. Eine Kugel als inneren Raum haben wir uns zu denken, in dem Mittelpunkt zunächst sich wiederholend das Bild des Saturn: die Throne als Geister wie kniend vor den Cherubim, den geflügelten Wesen, opfernd ihr eigenes Wesen; und hinzukommend die Geister der Weisheit, in dem Anblick des Opfers versinkend. Und nun kann man als Anblick haben, daß die Glut, die im Opfer liegt, sich in der Hingabe der Geister der Weisheit verwandelt, so daß sie sinnenfällig vorzustellen ist als Opferrauch, als Luft, die aufsteigt von der Opfertat als Opferrauch. Und wir bekommen ein vollständiges Bild, wenn wir uns vorstellen: Die opfernden Throne kniend vor den Cherubim, und zu dem Opfer hinzukommend wie im Reigen die Geister der Weisheit, hingegeben in ihrer Stimmung dem, was sie erblicken im Mittelpunkte der Sonne an dem Opfer der Throne; dadurch in ihrer Stimmung erwachsend zu dem Bilde des Opferrauches, der sich verbreitet nach allen Seiten, der ausströmt, sich am Ende ballt und aus seinen Wolken herausschafft die Gestalten der Erzengel, die zurückstrahlen von der Peripherie das Geschenk des Opferrauches als Licht, das Innere der Sonne durchleuchtend, das Geschenk der Geister der Weisheit zurückgebend und die Sphäre der Sonne in dieser Weise schaffend. Sie besteht schenkend aus Glut und Opferrauch. An der äußeren Peripherie sitzen die Erzengel, die Schöpfer des Lichtes, die das, was zuerst auf der Sonne da ist, später abbilden; es braucht Zeit, dann aber kommt es zurück als Licht. Was bewahren also die Erzengel? Sie bewahren das Frühere; die Gaben der Geister der Weisheit, die sie nehmen, strahlen sie zurück; aber was in der Zeit war, geben sie zurück als Raum, und indem sie es als Raum zurückstrahlen, geben sie zurück das, was sie selbst durch die Archai, die Anfänge, erhalten haben. Dadurch sind sie die Engel des Anfanges, weil sie das in späteren Zeiten wirksam machen, was früher war. Archangeloi, Boten des Anfanges sind sie!

[ 17 ] Und wenn wir jetzt von all diesen Vorgängen wieder eine Vorstellung gewinnen wollen in der Weise, wie wir es das letzte Mal getan haben, wo das Bild der opfernden Throne vor unsere Seele trat, die Zeitgeister gebärend, so werden wir nicht hinmalen einen Körper, der aus Licht besteht, denn nach außen strahlt dieses Licht noch nicht, es ist nur im Widerstrahlen im Inneren vorhanden. Eine Kugel als inneren Raum haben wir uns zu denken, in dem Mittelpunkt zunächst sich wiederholend das Bild des Saturn: die Throne als Geister wie kniend vor den Cherubim, den geflügelten Wesen, opfernd ihr eigenes Wesen; und hinzukommend die Geister der Weisheit, in dem Anblick des Opfers versinkend. Und nun kann man als Anblick haben, daß die Glut, die im Opfer liegt, sich in der Hingabe der Geister der Weisheit verwandelt, so daß sie sinnenfällig vorzustellen ist als Opferrauch, als Luft, die aufsteigt von der Opfertat als Opferrauch. Und wir bekommen ein vollständiges Bild, wenn wir uns vorstellen: Die opfernden Throne kniend vor den Cherubim, und zu dem Opfer hinzukommend wie im Reigen die Geister der Weisheit, hingegeben in ihrer Stimmung dem, was sie erblicken im Mittelpunkte der Sonne an dem Opfer der Throne; dadurch in ihrer Stimmung erwachsend zu dem Bilde des Opferrauches, der sich verbreitet nach allen Seiten, der ausströmt, sich am Ende ballt und aus seinen Wolken herausschafft die Gestalten der Erzengel, die zurückstrahlen von der Peripherie das Geschenk des Opferrauches als Licht, das Innere der Sonne durchleuchtend, das Geschenk der Geister der Weisheit zurückgebend und die Sphäre der Sonne in dieser Weise schaffend. Sie besteht schenkend aus Glut und Opferrauch. An der äußeren Peripherie sitzen die Erzengel, die Schöpfer des Lichtes, die das, was zuerst auf der Sonne da ist, später abbilden; es braucht Zeit, dann aber kommt es zurück als Licht. Was bewahren also die Erzengel? Sie bewahren das Frühere; die Gaben der Geister der Weisheit, die sie nehmen, strahlen sie zurück; aber was in der Zeit war, geben sie zurück als Raum, und indem sie es als Raum zurückstrahlen, geben sie zurück das, was sie selbst durch die Archai, die Anfänge, erhalten haben. Dadurch sind sie die Engel des Anfanges, weil sie das in späteren Zeiten wirksam machen, was früher war. Archangeloi, Boten des Anfanges sind sie!

[ 18 ] Es ist ganz wunderbar, wenn aus der wirklichen okkulten Erkenntnis heraus ein solches Wort wieder auftaucht und wir uns dann überlegen, wie dieses Wort aus uralten Traditionen — auf dem Wege über die Schule Dionysius’ des Areopagiten, der ein Schüler des Paulus war - uns überkommt. Es ist wunderbar zu sehen, daß dieses Wort so geprägt ist, daß, wenn wir es unabhängig von dem, was da steht, wiederentwickeln, das entsteht, was da war. Das muß mit der größten Ehrfurcht erfüllen, und wir fühlen uns dann verbunden mit den alten heiligen Schulen der Weiheweisheit, der Weihewissenschaft, so daß wir gleichsam fühlen, wie wenn dieses Alte in uns einströmen würde, indem wir es verständnisvoll ergreifen, nachdem wir uns selbst die Möglichkeit geschaffen haben, es unabhängig von dem Alten aufzunehmen. Wer nur ein wenig fühlen kann das Stimmen der alten Ausdrücke, die uns überliefert sind, ohne daß wir auf diese Ausdrücke Rücksicht nehmen, der fühlt sich hineingestellt in das Walten der Zeitengeister durch den Menschengeist hindurch. Es ist eine wunderbare Art des Sich-verbunden-Fühlens mit der ganzen menschlichen Evolution, was da herauskommt; ein Sich-sicher-Fühlen bei diesen Dingen.

[ 18 ] Es ist ganz wunderbar, wenn aus der wirklichen okkulten Erkenntnis heraus ein solches Wort wieder auftaucht und wir uns dann überlegen, wie dieses Wort aus uralten Traditionen — auf dem Wege über die Schule Dionysius’ des Areopagiten, der ein Schüler des Paulus war - uns überkommt. Es ist wunderbar zu sehen, daß dieses Wort so geprägt ist, daß, wenn wir es unabhängig von dem, was da steht, wiederentwickeln, das entsteht, was da war. Das muß mit der größten Ehrfurcht erfüllen, und wir fühlen uns dann verbunden mit den alten heiligen Schulen der Weiheweisheit, der Weihewissenschaft, so daß wir gleichsam fühlen, wie wenn dieses Alte in uns einströmen würde, indem wir es verständnisvoll ergreifen, nachdem wir uns selbst die Möglichkeit geschaffen haben, es unabhängig von dem Alten aufzunehmen. Wer nur ein wenig fühlen kann das Stimmen der alten Ausdrücke, die uns überliefert sind, ohne daß wir auf diese Ausdrücke Rücksicht nehmen, der fühlt sich hineingestellt in das Walten der Zeitengeister durch den Menschengeist hindurch. Es ist eine wunderbare Art des Sich-verbunden-Fühlens mit der ganzen menschlichen Evolution, was da herauskommt; ein Sich-sicher-Fühlen bei diesen Dingen.

[ 19 ] Das Andenken an die Urbeginne bewahren die Erzengel. Was aber auf irgendeinem der Planeten vorhanden war, das wiederholt sich in einer späteren Zeit, nur daß das Spätere immer anderes noch hinzufügt, so daß uns das Wesen der Sonne in gewisser Weise wieder entgegentritt in dem, was uns auf unserer Erde entgegentritt.

[ 19 ] Das Andenken an die Urbeginne bewahren die Erzengel. Was aber auf irgendeinem der Planeten vorhanden war, das wiederholt sich in einer späteren Zeit, nur daß das Spätere immer anderes noch hinzufügt, so daß uns das Wesen der Sonne in gewisser Weise wieder entgegentritt in dem, was uns auf unserer Erde entgegentritt.

[ 20 ] Die ganze Vorstellung, die ganze Empfindung, die wir uns hier aneignen konnten, die uns ein Bild gibt von den opfernden Thronen, von den opferempfangenden Cherubim, von der Glut, die aus dem Opfer ausströmt, von dem Opferrauch, der sich luftartig verbreitet, von dem Licht, das zurückgestrahlt wird von den Erzengeln, die das bewahren, was in den Anfängen geschehen ist, für die späteren Zeiten: diese Empfindung ist etwas, was in uns hervorrufen kann ein richtiges Verständnis alles dessen, was zusammenhängt mit den Schöpfungen, die aus einer solchen Empfindung hervorgehen.

[ 20 ] Die ganze Vorstellung, die ganze Empfindung, die wir uns hier aneignen konnten, die uns ein Bild gibt von den opfernden Thronen, von den opferempfangenden Cherubim, von der Glut, die aus dem Opfer ausströmt, von dem Opferrauch, der sich luftartig verbreitet, von dem Licht, das zurückgestrahlt wird von den Erzengeln, die das bewahren, was in den Anfängen geschehen ist, für die späteren Zeiten: diese Empfindung ist etwas, was in uns hervorrufen kann ein richtiges Verständnis alles dessen, was zusammenhängt mit den Schöpfungen, die aus einer solchen Empfindung hervorgehen.

[ 21 ] So haben wir an diesem Milieu, das ich eben als Seelenmilieu geschildert habe, mehr geistig aufgefaßt, was wir früher an einem mehr physischen Bilde gewonnen haben. Und wir werden nun sehen, daß aus diesem Milieu heraus geboren wird, was auf der Erde als ChristusWesenheit aufgetreten ist; und wir werden nur verstehen, was auf die Erde durch die Christus-Wesenheit gebracht wird, wenn wir uns aneignen den Begriff derschenkenden Tugend, der gnadewirkenden Tugend in ihrer Zurückstrahlung in dem Lichte des Weltenalls in der inneren Substanz des Sonnenmäßigen, die durchdrungen und durchleuchtet ist von diesem Licht. Wenn wir dies zum Bilde erheben, was wir eben beschrieben haben, und in eine Imagination umwandeln und uns denken, daß das alles von diesem Wesen mitgebracht wird auf die Erde, auf der Erde sich auslebt, dann werden wir das eigentliche geistige Wesen des Christus-Impulses wieder noch tiefer empfinden können. Wir werden dann verstehen, welche dunkle Ahnung in der Menschenseele leben kann, wenn diese Menschenseele gegenüber irgendeiner Darstellung empfindet, daß das, was eben beschrieben worden ist, in einer gewissen Weise wieder lebendig werden kann auf der Erde.

[ 21 ] So haben wir an diesem Milieu, das ich eben als Seelenmilieu geschildert habe, mehr geistig aufgefaßt, was wir früher an einem mehr physischen Bilde gewonnen haben. Und wir werden nun sehen, daß aus diesem Milieu heraus geboren wird, was auf der Erde als ChristusWesenheit aufgetreten ist; und wir werden nur verstehen, was auf die Erde durch die Christus-Wesenheit gebracht wird, wenn wir uns aneignen den Begriff derschenkenden Tugend, der gnadewirkenden Tugend in ihrer Zurückstrahlung in dem Lichte des Weltenalls in der inneren Substanz des Sonnenmäßigen, die durchdrungen und durchleuchtet ist von diesem Licht. Wenn wir dies zum Bilde erheben, was wir eben beschrieben haben, und in eine Imagination umwandeln und uns denken, daß das alles von diesem Wesen mitgebracht wird auf die Erde, auf der Erde sich auslebt, dann werden wir das eigentliche geistige Wesen des Christus-Impulses wieder noch tiefer empfinden können. Wir werden dann verstehen, welche dunkle Ahnung in der Menschenseele leben kann, wenn diese Menschenseele gegenüber irgendeiner Darstellung empfindet, daß das, was eben beschrieben worden ist, in einer gewissen Weise wieder lebendig werden kann auf der Erde.

[ 22 ] Denken wir uns einmal, es könnte das, was eben von der Sonne beschrieben worden ist, in eines Wesens Seele ganz und gar sich konzentrieren, könnte sich zusammendrehen und mitgenommen werden, um später wieder zu erscheinen. Und es würde wieder erscheinen auf der Erde und so wirken, daß es aus dem, was aus der uralten Opfertat und dem Opferrauch, der lichtschaffenden Zeit und der schenkenden Tugend geschaffen ist, den Extrakt der Gnadewirkung überbringen und ihn widerspiegeln würde aus dem Weltall der Wärmeseligkeit, der Lichtesherrlichkeit. Denken wir das alles in einer Seele konzentriert, es gebend dem Erdendasein, um sich versammelt die, welche jetzt als Erdenwesen berufen sein sollen, dies wieder zurückzustrahlen, dies zu bewahren für den Rest des Erdendaseins: In der Mitte der aus dem Opfer heraus und durch das Opfer Schenkende, um ihn herum die, welche es empfangen sollen; damit verbunden zugleich das, was das Opfer ist, und alles, was damit zusammenhängt, gleichsam übersetzt in irdisches Dasein. Und andrerseits die Möglichkeit, dieses Opfer zu zerstören, so daß alles, was dem Menschenwesen gegeben werden kann als Gnadewirkung, ebensogut angenommen wie zurückgewiesen werden kann. Denken wir uns das alles in eine Intuition verkörpert, dann kann man eine solche Empfindung haben gegenüber dem «Abendmahl» des Leonardo da Vinci: die ganze Sonne mit den Opferwesen, mit den Wesen der schenkenden Tugend, mit den Wesen der Wärmeseligkeit, der Lichtesherrlichkeit seelisch gefaßt — zurückgestrahlt von denen, die erkoren sind, zu bewahren aus den früheren Zeiten in die späteren Zeiten; für die Erde hergerichtet dadurch, daß es auch zurückgewiesen werden kann in dem Verräter.

[ 22 ] Denken wir uns einmal, es könnte das, was eben von der Sonne beschrieben worden ist, in eines Wesens Seele ganz und gar sich konzentrieren, könnte sich zusammendrehen und mitgenommen werden, um später wieder zu erscheinen. Und es würde wieder erscheinen auf der Erde und so wirken, daß es aus dem, was aus der uralten Opfertat und dem Opferrauch, der lichtschaffenden Zeit und der schenkenden Tugend geschaffen ist, den Extrakt der Gnadewirkung überbringen und ihn widerspiegeln würde aus dem Weltall der Wärmeseligkeit, der Lichtesherrlichkeit. Denken wir das alles in einer Seele konzentriert, es gebend dem Erdendasein, um sich versammelt die, welche jetzt als Erdenwesen berufen sein sollen, dies wieder zurückzustrahlen, dies zu bewahren für den Rest des Erdendaseins: In der Mitte der aus dem Opfer heraus und durch das Opfer Schenkende, um ihn herum die, welche es empfangen sollen; damit verbunden zugleich das, was das Opfer ist, und alles, was damit zusammenhängt, gleichsam übersetzt in irdisches Dasein. Und andrerseits die Möglichkeit, dieses Opfer zu zerstören, so daß alles, was dem Menschenwesen gegeben werden kann als Gnadewirkung, ebensogut angenommen wie zurückgewiesen werden kann. Denken wir uns das alles in eine Intuition verkörpert, dann kann man eine solche Empfindung haben gegenüber dem «Abendmahl» des Leonardo da Vinci: die ganze Sonne mit den Opferwesen, mit den Wesen der schenkenden Tugend, mit den Wesen der Wärmeseligkeit, der Lichtesherrlichkeit seelisch gefaßt — zurückgestrahlt von denen, die erkoren sind, zu bewahren aus den früheren Zeiten in die späteren Zeiten; für die Erde hergerichtet dadurch, daß es auch zurückgewiesen werden kann in dem Verräter.

[ 23 ] Das Wesen der Erde, insofern das Wesen der Sonne auf der Erde wiedererscheint, man kann es so empfinden, Und wenn dies nicht in äußerlicher, intellektueller Weise, sondern in wahrhaft künstlerischer Weise gefühlt wird, dann hat man etwas von dem empfunden, was die eigentlich treibende Kraft in einem so großen Kunstwerke ist, das gleichsam den Extrakt des Erdendaseins wiedergibt. Und wenn wir das nächste Mal sehen werden, wie herauswächst aus dem Sonnenmilieu der Christus, dann werden wir noch besser das verstehen, was schon öfter gesagt ist: Wenn ein Geist aus dem Mars herunterkäme auf die Erde und alles sehen würde, was er nicht verstehen würde, dann würde er vielleicht kein Stück der Erde begreifen, aber er würde die eigentliche Erdenmission verstehen, wenn er das «Abendmahl» von Leonardo da Vinci auf sich wirken lassen könnte. Da würde ein solcher Marsbewohner sehen können, wie das Sonnendasein hineingeheimnißt sein muß in das Erdendasein, und alles, wovon man ihm sagen würde, daß es die Erde bedeutet, würde ihm dadurch klar werden. Daß die Erde etwas bedeutet, das würde er verstehen, und er würde wissen, um was es sich auf der Erde handelt: Er würde sich sagen: Da mag sonst auf der Erde vorgehen, was nur für irgendeinen Winkel des Erdendaseins Bedeutung hat. Aber konnte diese Tat wirklich dargestellt werden - die Tat, die mir hier entgegenstrahlt aus den Farben, wenn ich die Mittelgestalt mit den umgebenden zusammenhalte —, dann fühle ich, was die Geister der Weisheit empfunden haben auf der Sonne, was uns hier wieder entgegentönt in dem Wort: «Dies tut zu meinem Angedenken!» Die Bewahrung des Früheren in dem Späteren: dieses Wort wird uns erst verständlich, wenn wir es begreifen aus dem ganzen Weltenzusammenhange heraus, den wir jetzt kennengelernt haben. — Ich wollte nur andeuten, wie so etwas wie eine künstlerische Tat allerersten Ranges zusammenhängt mit dem ganzen Weltenwerden.

[ 23 ] Das Wesen der Erde, insofern das Wesen der Sonne auf der Erde wiedererscheint, man kann es so empfinden, Und wenn dies nicht in äußerlicher, intellektueller Weise, sondern in wahrhaft künstlerischer Weise gefühlt wird, dann hat man etwas von dem empfunden, was die eigentlich treibende Kraft in einem so großen Kunstwerke ist, das gleichsam den Extrakt des Erdendaseins wiedergibt. Und wenn wir das nächste Mal sehen werden, wie herauswächst aus dem Sonnenmilieu der Christus, dann werden wir noch besser das verstehen, was schon öfter gesagt ist: Wenn ein Geist aus dem Mars herunterkäme auf die Erde und alles sehen würde, was er nicht verstehen würde, dann würde er vielleicht kein Stück der Erde begreifen, aber er würde die eigentliche Erdenmission verstehen, wenn er das «Abendmahl» von Leonardo da Vinci auf sich wirken lassen könnte. Da würde ein solcher Marsbewohner sehen können, wie das Sonnendasein hineingeheimnißt sein muß in das Erdendasein, und alles, wovon man ihm sagen würde, daß es die Erde bedeutet, würde ihm dadurch klar werden. Daß die Erde etwas bedeutet, das würde er verstehen, und er würde wissen, um was es sich auf der Erde handelt: Er würde sich sagen: Da mag sonst auf der Erde vorgehen, was nur für irgendeinen Winkel des Erdendaseins Bedeutung hat. Aber konnte diese Tat wirklich dargestellt werden - die Tat, die mir hier entgegenstrahlt aus den Farben, wenn ich die Mittelgestalt mit den umgebenden zusammenhalte —, dann fühle ich, was die Geister der Weisheit empfunden haben auf der Sonne, was uns hier wieder entgegentönt in dem Wort: «Dies tut zu meinem Angedenken!» Die Bewahrung des Früheren in dem Späteren: dieses Wort wird uns erst verständlich, wenn wir es begreifen aus dem ganzen Weltenzusammenhange heraus, den wir jetzt kennengelernt haben. — Ich wollte nur andeuten, wie so etwas wie eine künstlerische Tat allerersten Ranges zusammenhängt mit dem ganzen Weltenwerden.

[ 24 ] Das nächste Mal wird es unsere Aufgabe sein, das Christus-Wesen aus dem geistigen Wesen der Sonne heraus zu begreifen, um dann überzugehen zu dem geistigen Wesen des Mondes.

[ 24 ] Das nächste Mal wird es unsere Aufgabe sein, das Christus-Wesen aus dem geistigen Wesen der Sonne heraus zu begreifen, um dann überzugehen zu dem geistigen Wesen des Mondes.