Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Earthly and Cosmic Man
GA 133

18 June 1912, Berlin

Translate the original German text into any language:

Achter Vortrag

Achter Vortrag

[ 1 ] Es soll heute meine Aufgabe sein, einige Ausführungen zu machen über den Menschen, damit wir dann mit diesen Ausführungen das nächste Mal in einige Betrachtungen eintreten können, welche zum Verständnisse der ganzen menschlichen Entwickelung einiges beitragen können.

[ 1 ] Es soll heute meine Aufgabe sein, einige Ausführungen zu machen über den Menschen, damit wir dann mit diesen Ausführungen das nächste Mal in einige Betrachtungen eintreten können, welche zum Verständnisse der ganzen menschlichen Entwickelung einiges beitragen können.

[ 2 ] Der Ausgangspunkt soll von dem genommen werden, was zunächst für die Betrachtung des Menschen, so wie er auf der Erde vor uns steht, wichtig und bedeutsam ist. Voraus muß ich bemerken, daß Sie ja wissen, daß der Mensch, so wie er vor uns steht, nicht bloß ein Erdengeschöpf ist, sondern einen Ursprung hat, den wir, wenn wir ihn voll verstehen wollen, auch auf vorhergehende Zustände der Erdenentwickelung selber zurückführen müssen. Sie finden es in den verschiedenen Schriften dargestellt, und es ist oftmals davon auch hier Erwähnung geschehen, daß wir mit den Mitteln der geisteswissenschaftlichen Forschung die vorhergehenden Entwickelungszustände, gleichsam die Vorherverkörperungen unseres Erdenplaneten verfolgen können und daß wir sie unterscheiden nach den Benennungen, die sich uns in mannigfaltiger Weise als zulässig ergeben haben als den vorirdischen Saturnzustand der Erde, als den vorirdischen Sonnenzustand und als den vorirdischen Mondenzustand. Und wir wissen, daß das, was an Kräften im heutigen Gesamtmenschen drinnen ist, nicht bloß von dem herrührt, was auf der Erde wirksam war, sondern daß im Menschen drinnenstecken die Erbstücke aus den früheren Verkörperungen unseres Erdenplaneten. Sie sind geblieben, sie wirken in der menschlichen Natur. Und den gesamten Menschen verstehen wir nur, wenn wir zum Beispiel wissen, daß der physische Leib seine erste Anlage auf dem alten Saturn erhalten hat, während der alten Sonnenzeit und der alten Mondenzeit sich dann weiterentwickelt hat, und daß die gegenwärtige Form des menschlichen Leibes erst ein Erdenprodukt ist. Ebenso wissen wir von den andern Gliedern der Menschennatur, daß nicht bloß das in ihnen tätig ist, was auf der Erde an Kräften erst entstanden ist, sondern was durchaus Erbschaft ist aus vorirdischen Zeiten. Heute aber wollen wir zunächst dasjenige in Betracht ziehen, was am Menschen insofern ins Auge gefaßt werden muß, als der Mensch ein Erdengeschöpf ist, als er hier auf dieser Erde lebt. Das ist sozusagen dasjenige, was vermöge der Mission der Erde dem Menschen während dieser Erdenzeit einverleibt wird.

[ 2 ] Der Ausgangspunkt soll von dem genommen werden, was zunächst für die Betrachtung des Menschen, so wie er auf der Erde vor uns steht, wichtig und bedeutsam ist. Voraus muß ich bemerken, daß Sie ja wissen, daß der Mensch, so wie er vor uns steht, nicht bloß ein Erdengeschöpf ist, sondern einen Ursprung hat, den wir, wenn wir ihn voll verstehen wollen, auch auf vorhergehende Zustände der Erdenentwickelung selber zurückführen müssen. Sie finden es in den verschiedenen Schriften dargestellt, und es ist oftmals davon auch hier Erwähnung geschehen, daß wir mit den Mitteln der geisteswissenschaftlichen Forschung die vorhergehenden Entwickelungszustände, gleichsam die Vorherverkörperungen unseres Erdenplaneten verfolgen können und daß wir sie unterscheiden nach den Benennungen, die sich uns in mannigfaltiger Weise als zulässig ergeben haben als den vorirdischen Saturnzustand der Erde, als den vorirdischen Sonnenzustand und als den vorirdischen Mondenzustand. Und wir wissen, daß das, was an Kräften im heutigen Gesamtmenschen drinnen ist, nicht bloß von dem herrührt, was auf der Erde wirksam war, sondern daß im Menschen drinnenstecken die Erbstücke aus den früheren Verkörperungen unseres Erdenplaneten. Sie sind geblieben, sie wirken in der menschlichen Natur. Und den gesamten Menschen verstehen wir nur, wenn wir zum Beispiel wissen, daß der physische Leib seine erste Anlage auf dem alten Saturn erhalten hat, während der alten Sonnenzeit und der alten Mondenzeit sich dann weiterentwickelt hat, und daß die gegenwärtige Form des menschlichen Leibes erst ein Erdenprodukt ist. Ebenso wissen wir von den andern Gliedern der Menschennatur, daß nicht bloß das in ihnen tätig ist, was auf der Erde an Kräften erst entstanden ist, sondern was durchaus Erbschaft ist aus vorirdischen Zeiten. Heute aber wollen wir zunächst dasjenige in Betracht ziehen, was am Menschen insofern ins Auge gefaßt werden muß, als der Mensch ein Erdengeschöpf ist, als er hier auf dieser Erde lebt. Das ist sozusagen dasjenige, was vermöge der Mission der Erde dem Menschen während dieser Erdenzeit einverleibt wird.

[ 3 ] Nun können wir das, was der Mensch vorzugsweise von der Erde hat, zunächst in drei Glieder bringen, in drei Teile bringen. Das erste, was der Mensch von der Erde hat, was er den gegenwärtigen Kräften der Erde verdankt, ist sein gegenwärtiges Erdenbewußtsein, also dasjenige, was dem Menschen zunächst, so wie er heute unter uns wandelt, das Allerallernächste ist. Und es mußten die Ereignisse, die Tatsachen, die im Laufe der Erdenentwickelung geschehen sind, sich alle so abspielen, wie sie sich eben abgespielt haben und wie wir sie des öfteren beschrieben haben, damit sich der Mensch hier auf der Erde sein eben gegenwärtiges Bewußtsein erwerben konnte. Dieses Bewußtsein ist sozusagen das Ihnen allen Allerbekannteste, das Bekannteste, von dem Sie wissen: es ist dasjenige, in dem Sie leben vom Aufwachen bis zum Einschlafen; es ist dasjenige, in dem Ihre Gedanken, Ihre Empfindungen, Ihre Gefühle, Ihre Willensimpulse ablaufen, insofern Sie ein wacher Mensch sind. Dieses Bewußtsein, das Sie alle sehr gut kennen, hatte als solches der Mensch in den vorirdischen Zuständen noch nicht, hatte es auch nicht in der ersten Zeit der Erdenentwickelung, die ja nur ein Wiederholen vorirdischer Zustände war. Er hat es sich nach und nach erworben, oder vielmehr, es ist ihm von den schöpferischen Weltenmächten und Weltenkräften verliehen worden.

[ 3 ] Nun können wir das, was der Mensch vorzugsweise von der Erde hat, zunächst in drei Glieder bringen, in drei Teile bringen. Das erste, was der Mensch von der Erde hat, was er den gegenwärtigen Kräften der Erde verdankt, ist sein gegenwärtiges Erdenbewußtsein, also dasjenige, was dem Menschen zunächst, so wie er heute unter uns wandelt, das Allerallernächste ist. Und es mußten die Ereignisse, die Tatsachen, die im Laufe der Erdenentwickelung geschehen sind, sich alle so abspielen, wie sie sich eben abgespielt haben und wie wir sie des öfteren beschrieben haben, damit sich der Mensch hier auf der Erde sein eben gegenwärtiges Bewußtsein erwerben konnte. Dieses Bewußtsein ist sozusagen das Ihnen allen Allerbekannteste, das Bekannteste, von dem Sie wissen: es ist dasjenige, in dem Sie leben vom Aufwachen bis zum Einschlafen; es ist dasjenige, in dem Ihre Gedanken, Ihre Empfindungen, Ihre Gefühle, Ihre Willensimpulse ablaufen, insofern Sie ein wacher Mensch sind. Dieses Bewußtsein, das Sie alle sehr gut kennen, hatte als solches der Mensch in den vorirdischen Zuständen noch nicht, hatte es auch nicht in der ersten Zeit der Erdenentwickelung, die ja nur ein Wiederholen vorirdischer Zustände war. Er hat es sich nach und nach erworben, oder vielmehr, es ist ihm von den schöpferischen Weltenmächten und Weltenkräften verliehen worden.

[ 4 ] Nun wissen wir, daß der Mensch, um dieses Bewußtsein zu haben, aufwachen muß und daß es notwendig ist, daß er sich seiner Sinne bedienen muß, das heißt der Werkzeuge des gegenwärtigen menschlichen Leibes. Er muß sich dazu auch anderer Werkzeuge als der Sinne im gegenwärtigen menschlichen Leibe bedienen, insbesondere wenn wir nicht bloß auf die Gedanken und Vorstellungen blicken, die sich der Mensch bildet, sondern auch darauf sehen, daß der Mensch auch Empfindungen, Gefühle und Willensimpulse in diesem alltäglichen Bewußtsein hat. Dann aber wissen wir, daß all dieser Inhalt des Bewußtseins, alles dieses, was unser Bewußtsein ausfüllt und bildet, den äußeren physischen Leib, wie er ein Erdenleib ist, braucht. Es lebt und kann nur leben im äußeren physischen Leibe. So daß eine Vorstellung, die wir uns bilden, dadurch gebildet wird, daß sich das, was eigentlich nun der geistig-seelische Mensch ist, der Werkzeuge seines physischen Leibes bedient. Daraus werden Sie sich nun leicht den Gedanken bilden können, daß dieses besondere Bewußtsein, zu dem der Mensch an jedem Morgen aufwacht, eben abhängig ist vom Erdenleibe. Sie werden auch leicht begreifen können, daß der Mensch so, wie er in diesem gewöhnlichen Bewußtsein vorstellt, fühlt oder will, nur vorstellen, fühlen und wollen kann, wenn er den physischen Erdenleib als ein Werkzeug hat.

[ 4 ] Nun wissen wir, daß der Mensch, um dieses Bewußtsein zu haben, aufwachen muß und daß es notwendig ist, daß er sich seiner Sinne bedienen muß, das heißt der Werkzeuge des gegenwärtigen menschlichen Leibes. Er muß sich dazu auch anderer Werkzeuge als der Sinne im gegenwärtigen menschlichen Leibe bedienen, insbesondere wenn wir nicht bloß auf die Gedanken und Vorstellungen blicken, die sich der Mensch bildet, sondern auch darauf sehen, daß der Mensch auch Empfindungen, Gefühle und Willensimpulse in diesem alltäglichen Bewußtsein hat. Dann aber wissen wir, daß all dieser Inhalt des Bewußtseins, alles dieses, was unser Bewußtsein ausfüllt und bildet, den äußeren physischen Leib, wie er ein Erdenleib ist, braucht. Es lebt und kann nur leben im äußeren physischen Leibe. So daß eine Vorstellung, die wir uns bilden, dadurch gebildet wird, daß sich das, was eigentlich nun der geistig-seelische Mensch ist, der Werkzeuge seines physischen Leibes bedient. Daraus werden Sie sich nun leicht den Gedanken bilden können, daß dieses besondere Bewußtsein, zu dem der Mensch an jedem Morgen aufwacht, eben abhängig ist vom Erdenleibe. Sie werden auch leicht begreifen können, daß der Mensch so, wie er in diesem gewöhnlichen Bewußtsein vorstellt, fühlt oder will, nur vorstellen, fühlen und wollen kann, wenn er den physischen Erdenleib als ein Werkzeug hat.

[ 5 ] Wir haben öfter davon gesprochen, und Sie können es auch in der «Geheimwissenschaft im Umriß» lesen, daß die Bewußtseinszustände zwischen dem Tode und der neuen Geburt wesentlich andere sind als die irdischen Bewußtseinszustände. Denn das Bewußtsein ändert sich nach seinem Instrument, und zwischen dem Tode und der neuen Geburt stehen eben dem Menschen andere Werkzeuge zur Verfügung für sein eigentliches Geistes- und Seelenwesen, als wenn er im physischen Leibe ist. Nun wissen wir, daß dieser physische Leib, aus dem die Werkzeuge des gewöhnlichen, alltäglichen Bewußtseins gebildet sind, mit dem Tode zerfällt. Im Sinne der Geisteswissenschaft würde es besser sein, statt «zerfällt», zu sagen, daß er übergeben wird dem allgemeinen Naturelement. Denn, was Auflösung des physischen Leibes ist und als solche der äußeren Beobachtung erscheint, ist nur eine Illusion, eine Maja. Es liegt ein ganz großer, gewaltiger Prozeß gerade dem zugrunde, was man Verwesen oder Auflösen des menschlichen Leibes nennt. Das Natürliche wird Mächten übergeben, die hinter dem Dasein stehen. Aber dem Menschen, wie er als Erdenmensch ist, entschlüpft, entfällt sein physischer Leib mit dem Tode. So daß wir, insofern wir über den Menschen als Erdenmenschen sprechen, nur sagen können: das Werkzeug des alltäglichen Bewußtseins entfällt ihm mit dem Tode.

[ 5 ] Wir haben öfter davon gesprochen, und Sie können es auch in der «Geheimwissenschaft im Umriß» lesen, daß die Bewußtseinszustände zwischen dem Tode und der neuen Geburt wesentlich andere sind als die irdischen Bewußtseinszustände. Denn das Bewußtsein ändert sich nach seinem Instrument, und zwischen dem Tode und der neuen Geburt stehen eben dem Menschen andere Werkzeuge zur Verfügung für sein eigentliches Geistes- und Seelenwesen, als wenn er im physischen Leibe ist. Nun wissen wir, daß dieser physische Leib, aus dem die Werkzeuge des gewöhnlichen, alltäglichen Bewußtseins gebildet sind, mit dem Tode zerfällt. Im Sinne der Geisteswissenschaft würde es besser sein, statt «zerfällt», zu sagen, daß er übergeben wird dem allgemeinen Naturelement. Denn, was Auflösung des physischen Leibes ist und als solche der äußeren Beobachtung erscheint, ist nur eine Illusion, eine Maja. Es liegt ein ganz großer, gewaltiger Prozeß gerade dem zugrunde, was man Verwesen oder Auflösen des menschlichen Leibes nennt. Das Natürliche wird Mächten übergeben, die hinter dem Dasein stehen. Aber dem Menschen, wie er als Erdenmensch ist, entschlüpft, entfällt sein physischer Leib mit dem Tode. So daß wir, insofern wir über den Menschen als Erdenmenschen sprechen, nur sagen können: das Werkzeug des alltäglichen Bewußtseins entfällt ihm mit dem Tode.

[ 6 ] Da hätten wir das erste Glied des Erdenmenschen: sein Bewußtsein. Wenn wir nun den Erdenmenschen ganz betrachten, was er ist, so müssen wir von dem, was man im gewöhnlichen Sinnensein Bewußtsein nennt, etwas ganz davon loslösen, was durchaus nicht in demselben Sinne zum Bewußtsein zu rechnen ist, wie das gewöhnliche Vorstellen, Fühlen und Wollen. Wir müssen dasjenige loslösen, was wir mit dem Ausdruck Gedächtnis zusammenfassen. Diejenigen Vorstellungen und Gefühle, die wir aus dem Schatze unseres Gedächtnisses, unserer Erinnerungen hervorholen, sind nicht denselben Gesetzen unterworfen wie das Bewußtsein, von dem soeben gesprochen worden ist. Denn dieses Bewußtsein braucht, damit es überhaupt bestehen kann, die Erhaltung des physischen Leibes in der Form, wie er einmal ist. Und Sie wissen aus mancherlei Darstellungen, die gegeben worden sind, daß in bezug auf seine Substanz der physische Leib sich fortwährend erneuert, daß nach sieben, acht Jahren ganz andere physische Substanzen in uns sind als vorher, daß also die physischen Substanzen ausgewechselt werden. Aber die Form bleibt. Und sie muß bleiben. Denn so wie sie ist, so ist sie Werkzeug für das gewöhnliche Bewußtsein. Und so lange können wir das gewöhnliche Bewußtsein für Denken, Fühlen und Wollen entfalten, als wir den physischen Leib in der entsprechenden Form haben. Aber das Gedächtnis, die Erinnerungen würden uns, wenn sie an den physischen Leib gebunden wären, nicht lange standhalten können. Das würden sie höchstens so lange können, als die einzelnen Substanzen des physischen Leibes uns standhalten können. Das heißt, wir würden uns höchstens sechs, sieben Jahre zurückerinnern können, wenn das Gedächtnis an den physischen Leib gebunden wäre. Das ist es aber nicht. Der physische Leib ist nicht Werkzeug des Gedächtnisses, sondern Werkzeug des Gedächtnisses ist für den Erdenmenschen der ätherische Leib, der Äther- oder Lebensleib. Und dieser ist es gerade, der im Erdenmenschen immer arbeitet. So daß immer — von unserem ersten Bewußtseinsaugenblicke an bis zu unserem Tode — dasjenige bleiben kann, was wir eben in unser Gedächtnis aufgenommen haben. Dieser Äther- oder Lebensleib ist es also, der unsere Erinnerungen, unsere Gedächtnisvorstellungen von einer Lebensepoche in die andere hinüberträgt. Für das irdische Bewußtsein bedienen wir uns also als eines Werkzeuges des Erdenleibes; für die Erinnerungen bedienen wir uns als eines Werkzeuges des ätherischen Leibes. Wir würden nicht durch die Zeit, die zwischen dem Tode und der neuen Geburt verläuft, die Erinnerungen an unser Leben über diese Zeit hinübertragen können, wenn nicht etwas ganz Bestimmtes eintreten würde: wenn wir nicht eine Zeitlang, nachdem wir mit dem Tode den physischen Leib verlassen haben, im Äther- oder Lebensleibe bleiben würden. Das ist eben die Zeit — ich habe es oft beschrieben —, in welcher das verflossene Leben nach unserem Tode vor uns liegt wie ein großes Panorama, wie ein großes Tableau. Wir haben oft von diesem Lebenstableau gesprochen. Dasselbe kann uns nur dadurch erscheinen, daß wir unsern Ätherleib noch eine Zeitlang nach dem Tode haben. Denn dieser Ätherleib ist durchaus eben das Werkzeug für die Erinnerungen. Würden wir ihn sogleich im Tode oder nach dem Tode verlieren, so würden wir dieses Tableau nicht haben können. Wir müssen uns dieses Ätherleibes oder Lebensleibes als eines Werkzeuges bedienen können, und es geschieht etwas, während wir dieses Lebenstableau haben. Während wir dieses Lebenstableau nach unserem Tode in unserer Seele haben, wird dieses ganze Lebenstableau eingetragen, eingraviert gleichsam — wenn ich mich dieses Ausdruckes bedienen darf — in den allgemeinen, den Raum durchdringenden Lebensäther. Nun ist es da drinnen. Was wir erst einige Tage hindurch hielten, ist nun gleichsam aufgezeichnet in den allgemeinen Lebensäther, in dem wir leben, in dem wir immer sind. Dadurch, daß es da aufgezeichnet ist, daß es da drinnen ist, ist es für unser weiteres Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt eben vorhanden. Und wir nehmen einen Extrakt aus unserem Ätherleibe mit, das wissen wit, damit wir immer eine Verbindung herstellen können zwischen uns selbst und diesem in den allgemeinen Lebensäther eingetragenen Lebenstableau. Das ist gleichsam unser fortlaufendes Organ, wodurch wir die Erinnerungen an unser letztes Leben immer haben können.

[ 6 ] Da hätten wir das erste Glied des Erdenmenschen: sein Bewußtsein. Wenn wir nun den Erdenmenschen ganz betrachten, was er ist, so müssen wir von dem, was man im gewöhnlichen Sinnensein Bewußtsein nennt, etwas ganz davon loslösen, was durchaus nicht in demselben Sinne zum Bewußtsein zu rechnen ist, wie das gewöhnliche Vorstellen, Fühlen und Wollen. Wir müssen dasjenige loslösen, was wir mit dem Ausdruck Gedächtnis zusammenfassen. Diejenigen Vorstellungen und Gefühle, die wir aus dem Schatze unseres Gedächtnisses, unserer Erinnerungen hervorholen, sind nicht denselben Gesetzen unterworfen wie das Bewußtsein, von dem soeben gesprochen worden ist. Denn dieses Bewußtsein braucht, damit es überhaupt bestehen kann, die Erhaltung des physischen Leibes in der Form, wie er einmal ist. Und Sie wissen aus mancherlei Darstellungen, die gegeben worden sind, daß in bezug auf seine Substanz der physische Leib sich fortwährend erneuert, daß nach sieben, acht Jahren ganz andere physische Substanzen in uns sind als vorher, daß also die physischen Substanzen ausgewechselt werden. Aber die Form bleibt. Und sie muß bleiben. Denn so wie sie ist, so ist sie Werkzeug für das gewöhnliche Bewußtsein. Und so lange können wir das gewöhnliche Bewußtsein für Denken, Fühlen und Wollen entfalten, als wir den physischen Leib in der entsprechenden Form haben. Aber das Gedächtnis, die Erinnerungen würden uns, wenn sie an den physischen Leib gebunden wären, nicht lange standhalten können. Das würden sie höchstens so lange können, als die einzelnen Substanzen des physischen Leibes uns standhalten können. Das heißt, wir würden uns höchstens sechs, sieben Jahre zurückerinnern können, wenn das Gedächtnis an den physischen Leib gebunden wäre. Das ist es aber nicht. Der physische Leib ist nicht Werkzeug des Gedächtnisses, sondern Werkzeug des Gedächtnisses ist für den Erdenmenschen der ätherische Leib, der Äther- oder Lebensleib. Und dieser ist es gerade, der im Erdenmenschen immer arbeitet. So daß immer — von unserem ersten Bewußtseinsaugenblicke an bis zu unserem Tode — dasjenige bleiben kann, was wir eben in unser Gedächtnis aufgenommen haben. Dieser Äther- oder Lebensleib ist es also, der unsere Erinnerungen, unsere Gedächtnisvorstellungen von einer Lebensepoche in die andere hinüberträgt. Für das irdische Bewußtsein bedienen wir uns also als eines Werkzeuges des Erdenleibes; für die Erinnerungen bedienen wir uns als eines Werkzeuges des ätherischen Leibes. Wir würden nicht durch die Zeit, die zwischen dem Tode und der neuen Geburt verläuft, die Erinnerungen an unser Leben über diese Zeit hinübertragen können, wenn nicht etwas ganz Bestimmtes eintreten würde: wenn wir nicht eine Zeitlang, nachdem wir mit dem Tode den physischen Leib verlassen haben, im Äther- oder Lebensleibe bleiben würden. Das ist eben die Zeit — ich habe es oft beschrieben —, in welcher das verflossene Leben nach unserem Tode vor uns liegt wie ein großes Panorama, wie ein großes Tableau. Wir haben oft von diesem Lebenstableau gesprochen. Dasselbe kann uns nur dadurch erscheinen, daß wir unsern Ätherleib noch eine Zeitlang nach dem Tode haben. Denn dieser Ätherleib ist durchaus eben das Werkzeug für die Erinnerungen. Würden wir ihn sogleich im Tode oder nach dem Tode verlieren, so würden wir dieses Tableau nicht haben können. Wir müssen uns dieses Ätherleibes oder Lebensleibes als eines Werkzeuges bedienen können, und es geschieht etwas, während wir dieses Lebenstableau haben. Während wir dieses Lebenstableau nach unserem Tode in unserer Seele haben, wird dieses ganze Lebenstableau eingetragen, eingraviert gleichsam — wenn ich mich dieses Ausdruckes bedienen darf — in den allgemeinen, den Raum durchdringenden Lebensäther. Nun ist es da drinnen. Was wir erst einige Tage hindurch hielten, ist nun gleichsam aufgezeichnet in den allgemeinen Lebensäther, in dem wir leben, in dem wir immer sind. Dadurch, daß es da aufgezeichnet ist, daß es da drinnen ist, ist es für unser weiteres Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt eben vorhanden. Und wir nehmen einen Extrakt aus unserem Ätherleibe mit, das wissen wit, damit wir immer eine Verbindung herstellen können zwischen uns selbst und diesem in den allgemeinen Lebensäther eingetragenen Lebenstableau. Das ist gleichsam unser fortlaufendes Organ, wodurch wir die Erinnerungen an unser letztes Leben immer haben können.

[ 7 ] Daraus schen Sie, daß wir in unserem Bewußtsein immer nur ein Gegenwärtiges haben können und daß unser Sein mit dem gegenwärtigen Augenblick eigentlich verschwinden würde, wenn wir nur das Bewußtsein mit unserem Denken, Fühlen und Wollen als Erdenmenschen entfalten könnten. Daß wir dasjenige, was in Denken, Fühlen und Wollen lebt, aufbewahren können, das verdanken wir dem Ätherleibe; und wir bewahren es dann sogar auf nach dem Tode in dem allgemeinen Lebensäther. Da haben wir das zweite Glied des menschlichen irdischen Daseins, dasjenige, was nicht wie das Erdenbewußtsein mit dem Augenblicke verläuft, sondern welches bestehen bleibt, welches sozusagen erhalten bleibt im allgemeinen Lebensäther. Wir haben also nunmehr schon für den Erdenmenschen zwei Glieder zu unterscheiden: sein Erdenbewußtsein und sein Gedächtnis oder seine Erinnerungen, die man nicht einfach mit dem Bewußtsein identifizieren darf. Was ist denn nun das dritte Glied?

[ 7 ] Daraus schen Sie, daß wir in unserem Bewußtsein immer nur ein Gegenwärtiges haben können und daß unser Sein mit dem gegenwärtigen Augenblick eigentlich verschwinden würde, wenn wir nur das Bewußtsein mit unserem Denken, Fühlen und Wollen als Erdenmenschen entfalten könnten. Daß wir dasjenige, was in Denken, Fühlen und Wollen lebt, aufbewahren können, das verdanken wir dem Ätherleibe; und wir bewahren es dann sogar auf nach dem Tode in dem allgemeinen Lebensäther. Da haben wir das zweite Glied des menschlichen irdischen Daseins, dasjenige, was nicht wie das Erdenbewußtsein mit dem Augenblicke verläuft, sondern welches bestehen bleibt, welches sozusagen erhalten bleibt im allgemeinen Lebensäther. Wir haben also nunmehr schon für den Erdenmenschen zwei Glieder zu unterscheiden: sein Erdenbewußtsein und sein Gedächtnis oder seine Erinnerungen, die man nicht einfach mit dem Bewußtsein identifizieren darf. Was ist denn nun das dritte Glied?

[ 8 ] Das zweite Glied unterscheidet sich von dem ersten dadurch, daß es die Dinge, die erlebt werden, nicht einfach vorübergehen läßt, sondern sie aufbewahrt. Das dritte Glied des irdischen Menschen unterscheidet sich wiederum von dem zweiten in beträchtlicher Art. Wenn Sie Ihre Gedanken, insofern sie Erinnerungen werden, ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Eine ganz bestimmte Eigentümlichkeit haben diese Gedanken, welche Erinnerungen geworden sind. — Eine Eigentümlichkeit hat alles, was dem Gedächtnis anvertraut worden ist, nämlich, daß es während des Lebens Ihr persönliches Gut ist, daß es Ihr persönlicher Inhalt ist. Sie tragen das, was Sie als Erinnerung durch das Leben und bis zum Tode hin tragen, als Ihr innerstes Besitztum in sich, tragen es als Besitztum in Ihrer Persönlichkeit bis zum Tode hin in sich. Und Sie werden sich leicht den Gedanken bilden können, der ja nahe liegt, daß dies, was Sie da in Ihrem Gedächtnis, in Ihren Erinnerungen mit sich tragen, zunächst solange Sie leben, nichts in der Außenwelt bedeutet, nichts in der äußeren Welt ist. Es ist in Ihnen und es beginnt erst, nachdem Sie durch den Tod hindurchgegangen sind, etwas in der Außenwelt zu sein: da wird es in den allgemeinen Lebensäther eingetragen. Aber was ist es in dem allgemeinen Lebensäther? Dort ist es die Notiz von Ihrer Persönlichkeit. Es ist das, was von Ihrer Persönlichkeit bleibt als das, was während des Lebens inneres Erlebnis ist, und nach dem Tode ist es für die zunächstige Ewigkeit in dem Lebensäther Eingetragenes für Ihre Persönlichkeit. Da steht es aufgeschrieben. Was der Mensch im Leben innerlich erlebt hat, wird für den Lebensäther äußerliches Erlebnis nach dem Tode des Menschen. Es ist also mit unsern Erinnerungen so, daß wir diese Erinnerungen, dieses Gedächtnis in uns selber als unser inneres Gut bis zum Tode tragen dürfen, und daß es vom Tode an — sozusagen als offenbares Geheimnis — in den Lebensäther eingeschrieben ist und darinnen lebt und daß wir mit ihm verbunden bleiben, weil wir einen Extrakt aus dem Lebensleib mitgenommen haben und immer zurückschauen können auf das, was wir da erlebt haben. So ist in einer gewissen Beziehung die Welt unserer Erlebnisse durch die Erinnerungen, durch das Gedächtnis während unseres Erdenlebens in uns; so sind wir mit unserem Erdenleben in dem Weltenäther nach dem Tode.

[ 8 ] Das zweite Glied unterscheidet sich von dem ersten dadurch, daß es die Dinge, die erlebt werden, nicht einfach vorübergehen läßt, sondern sie aufbewahrt. Das dritte Glied des irdischen Menschen unterscheidet sich wiederum von dem zweiten in beträchtlicher Art. Wenn Sie Ihre Gedanken, insofern sie Erinnerungen werden, ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Eine ganz bestimmte Eigentümlichkeit haben diese Gedanken, welche Erinnerungen geworden sind. — Eine Eigentümlichkeit hat alles, was dem Gedächtnis anvertraut worden ist, nämlich, daß es während des Lebens Ihr persönliches Gut ist, daß es Ihr persönlicher Inhalt ist. Sie tragen das, was Sie als Erinnerung durch das Leben und bis zum Tode hin tragen, als Ihr innerstes Besitztum in sich, tragen es als Besitztum in Ihrer Persönlichkeit bis zum Tode hin in sich. Und Sie werden sich leicht den Gedanken bilden können, der ja nahe liegt, daß dies, was Sie da in Ihrem Gedächtnis, in Ihren Erinnerungen mit sich tragen, zunächst solange Sie leben, nichts in der Außenwelt bedeutet, nichts in der äußeren Welt ist. Es ist in Ihnen und es beginnt erst, nachdem Sie durch den Tod hindurchgegangen sind, etwas in der Außenwelt zu sein: da wird es in den allgemeinen Lebensäther eingetragen. Aber was ist es in dem allgemeinen Lebensäther? Dort ist es die Notiz von Ihrer Persönlichkeit. Es ist das, was von Ihrer Persönlichkeit bleibt als das, was während des Lebens inneres Erlebnis ist, und nach dem Tode ist es für die zunächstige Ewigkeit in dem Lebensäther Eingetragenes für Ihre Persönlichkeit. Da steht es aufgeschrieben. Was der Mensch im Leben innerlich erlebt hat, wird für den Lebensäther äußerliches Erlebnis nach dem Tode des Menschen. Es ist also mit unsern Erinnerungen so, daß wir diese Erinnerungen, dieses Gedächtnis in uns selber als unser inneres Gut bis zum Tode tragen dürfen, und daß es vom Tode an — sozusagen als offenbares Geheimnis — in den Lebensäther eingeschrieben ist und darinnen lebt und daß wir mit ihm verbunden bleiben, weil wir einen Extrakt aus dem Lebensleib mitgenommen haben und immer zurückschauen können auf das, was wir da erlebt haben. So ist in einer gewissen Beziehung die Welt unserer Erlebnisse durch die Erinnerungen, durch das Gedächtnis während unseres Erdenlebens in uns; so sind wir mit unserem Erdenleben in dem Weltenäther nach dem Tode.

[ 9 ] Anders ist es nun mit dem, was nicht bloß unser inneres Erlebnis bleibt, was nicht bloß unsere Erinnerung, unser Gedächtnis bleibt, sondern was von uns schon während unseres Lebens äußere Tatsache geworden ist. Äußere Tatsache wird von unserem Leben während dieses Erdenlebens im Grunde genommen jeder Schritt. Denn nicht nur, daß wir den Schritt machen und uns dann daran erinnern können, sondern indem wir den Schritt machen, drücken wir unsere Spur in das Erdreich ein. Wir durcheilen die Luft. Ich möchte sagen, schon im äußeren physischen Sinne ist unser ganzes äußeres Leben zugleich äußere Tat. Äußere Wirklichkeit wird unser ganzes Leben. Aber wie wird unser Leben erst äußere Wirklichkeit, wenn wir aufblicken von unserem äußeren physischen Dasein zu unserem moralischen Dasein! Ob wir ein gutes Herz haben und diese oder jene gute Tat verrichten, das wird gar sehr äußere Tatsache. Wenn wir ein gutes Herz haben und diese oder jene Tat des Mitleides, diese oder jene Tat der Mitfreude verrichten, so ist das, was wir getan haben, nicht bloß etwas, das in uns fortlebt, sondern das fortlebt in den andern Menschen, in unserer ganzen Umgebung. Wir drücken fortwährend die Spuren unseres Daseins in unserem Erdenleben dem ganzen Dasein auf. Der Mensch, mit dem wir zusammen waren, demgegenüber wir eine Tat des Mitleides oder der Mitfreude verrichtet haben, er trägt die Wirkung unseres Tuns mit sich fort. Was wir gefühlt und getan haben, lebt außerhalb unser in dem andern Menschen fort. Wenn Sie sich diesen Gedanken überlegen, finden Sie heraus, wie das, was der Mensch darlebt, nicht nur ihm gehört, wie ihm seine Erinnerungsvorstellungen gehören, sondern was er innerlich erlebt, geht fortwährend in die äußere Welt über, das wird fortwährend Wirkung in der Außenwelt.

[ 9 ] Anders ist es nun mit dem, was nicht bloß unser inneres Erlebnis bleibt, was nicht bloß unsere Erinnerung, unser Gedächtnis bleibt, sondern was von uns schon während unseres Lebens äußere Tatsache geworden ist. Äußere Tatsache wird von unserem Leben während dieses Erdenlebens im Grunde genommen jeder Schritt. Denn nicht nur, daß wir den Schritt machen und uns dann daran erinnern können, sondern indem wir den Schritt machen, drücken wir unsere Spur in das Erdreich ein. Wir durcheilen die Luft. Ich möchte sagen, schon im äußeren physischen Sinne ist unser ganzes äußeres Leben zugleich äußere Tat. Äußere Wirklichkeit wird unser ganzes Leben. Aber wie wird unser Leben erst äußere Wirklichkeit, wenn wir aufblicken von unserem äußeren physischen Dasein zu unserem moralischen Dasein! Ob wir ein gutes Herz haben und diese oder jene gute Tat verrichten, das wird gar sehr äußere Tatsache. Wenn wir ein gutes Herz haben und diese oder jene Tat des Mitleides, diese oder jene Tat der Mitfreude verrichten, so ist das, was wir getan haben, nicht bloß etwas, das in uns fortlebt, sondern das fortlebt in den andern Menschen, in unserer ganzen Umgebung. Wir drücken fortwährend die Spuren unseres Daseins in unserem Erdenleben dem ganzen Dasein auf. Der Mensch, mit dem wir zusammen waren, demgegenüber wir eine Tat des Mitleides oder der Mitfreude verrichtet haben, er trägt die Wirkung unseres Tuns mit sich fort. Was wir gefühlt und getan haben, lebt außerhalb unser in dem andern Menschen fort. Wenn Sie sich diesen Gedanken überlegen, finden Sie heraus, wie das, was der Mensch darlebt, nicht nur ihm gehört, wie ihm seine Erinnerungsvorstellungen gehören, sondern was er innerlich erlebt, geht fortwährend in die äußere Welt über, das wird fortwährend Wirkung in der Außenwelt.

[ 10 ] Was wir auf diese Weise schon während unseres Lebens der Außenwelt mitteilen, ist nicht wie unsere Erinnerungsvorstellungen in unserem Ätherleibe eingeschrieben. Unser Ätherleib gehört zu innig, zu intensiv zusammen mit unserer ganzen Persönlichkeit, als daß diese Taten, diese Wirkungen des menschlichen Erlebens in ihm eingeschrieben werden könnten. Es würde dem Menschen auch während des Erdenlebens nicht gar gut bekommen. Denn, würde zum Beispiel irgendeine mitleidlose Tat oder irgendeine schlechte Tat dem Ätherleibe unmittelbar eingeschrieben, so würde der Mensch sein ganzes Leben hindurch verspüren müssen, daß er diese Tat getan hat. Dann würde dies in seinem Ätherleibe eine Kraft bedeuten, und er würde unter Umständen unter dieser schlechten Tat dadurch leiden müssen, daß sie sich in seine Lebenskräfte hineinbohrt, das heißt aber, daß sie ihn krank, unzufrieden machen würde, ihn lähmen würde und so weiter. Wenn unsere Taten dasselbe tun würden in unserem Ätherleibe wie unsere Gedanken, so wäre das Leben des Erdenmenschen unmöglich. Aber ebenso wie der Ätherleib das Werkzeug für unsere Gedanken ist, insofern sie Erinnerungen werden und dem Gedächtnis einverleibt werden, ebenso ist unser astralischer Leib das Werkzeug für unsere Taten. Sie entspringen aus unserem Astralleib. Alles was der Mensch tut, und so, wie ich es beschrieben habe, als Wirkung der Außenwelt einverleibt, ist gebunden an das Werkzeug des menschlichen Astralleibes. Wie sein alltägliches Bewußtsein an den physischen Leib, wie seine Erinnerungen und sein Gedächtnis an den Ätherleib gebunden sind, so ist, wenn der astralische Leib auch noch so fein ist, alles was der Mensch tut, was Wirkung ist in der Außenwelt, getan durch den menschlichen Astralleib. Die Folge davon ist, daß es auch in einer gewissen Beziehung mit diesem Astralleib verbunden bleibt, wie das Gedächtnis verbunden bleibt mit dem Ätherleib. Wenn wir, wie wir gesehen haben, nach dem Tode in unserem Ätherleibe noch leben, dann bildet sich das Erinnerungstableau; das heißt, an unseren Ätherleib bleiben die Erinnerungen an unser eben vergangenes Leben gebunden. Wenn wir unseren Ätherleib dann einige Zeit nach dem Tode abgelegt haben und in den allgemeinen Lebensäther eingetragen ist, was unsere Persönlichkeit zuerst an Erinnerungen, an Gedächtnisinhalt bewahrt hat, dann leben wir aber noch ganz in unserem Astralleib. Wir haben das oftmals beschrieben, wie der Mensch noch lange in seinem Astralleib zu leben hat. In diesem Astralleib sind wir tatsächlich — wie das auch öfter beschrieben worden ist — mit den äußeren Wirkungen unseres Lebens verbunden. Es zeigt sich das auch äußerlich dadurch, daß der Mensch nach dem Tode rückwärts zu durchleben hat seine Tatenwelt, alles was er überhaupt an anderen Wesen auf der Erde getan oder verrichtet hat. Er fühlt sich in einer Zeit, von der wir gesagt haben, daß sie ungefähr ein Drittel seines vergangenen Lebens beträgt, wie hindurchgehend in seinem Astralleib durch seine Erdentatsachen, durch alles, was er auf der Erde verrichtet hat. Und ebenso wie — nachdem wir unseren Ätherleib wenige Tage nach dem Tode abgelegt haben — unsere persönlichen Erinnerungen in den allgemeinen Lebensäther eingeschrieben sind, so werden in der Zeit, in welcher wir noch mit dem Astralleib verbunden sind, alle unsere Taten in die allgemeine Weltenastralität eingeschrieben. Da stehen sie drinnen und wir bleiben mit ihnen ebenso verbunden, wie wir mit den Erinnerungen unserer Persönlichkeit verbunden bleiben, die als eine bleibende Notiz in den Weltenäther eingeschrieben sind, nur werden unsere Taten gleichsam in eine andere Weltennotiz eingetragen. Während wir die Taten unseres letzten Lebens zurückerleben, wird das alles in die allgemeine Weltenastralität eingetragen und wir bleiben damit verbunden. Durch unseren Astralleib gehören wir also bleibend unseren Taten an, insofern wir Erdenmenschen sind.

[ 10 ] Was wir auf diese Weise schon während unseres Lebens der Außenwelt mitteilen, ist nicht wie unsere Erinnerungsvorstellungen in unserem Ätherleibe eingeschrieben. Unser Ätherleib gehört zu innig, zu intensiv zusammen mit unserer ganzen Persönlichkeit, als daß diese Taten, diese Wirkungen des menschlichen Erlebens in ihm eingeschrieben werden könnten. Es würde dem Menschen auch während des Erdenlebens nicht gar gut bekommen. Denn, würde zum Beispiel irgendeine mitleidlose Tat oder irgendeine schlechte Tat dem Ätherleibe unmittelbar eingeschrieben, so würde der Mensch sein ganzes Leben hindurch verspüren müssen, daß er diese Tat getan hat. Dann würde dies in seinem Ätherleibe eine Kraft bedeuten, und er würde unter Umständen unter dieser schlechten Tat dadurch leiden müssen, daß sie sich in seine Lebenskräfte hineinbohrt, das heißt aber, daß sie ihn krank, unzufrieden machen würde, ihn lähmen würde und so weiter. Wenn unsere Taten dasselbe tun würden in unserem Ätherleibe wie unsere Gedanken, so wäre das Leben des Erdenmenschen unmöglich. Aber ebenso wie der Ätherleib das Werkzeug für unsere Gedanken ist, insofern sie Erinnerungen werden und dem Gedächtnis einverleibt werden, ebenso ist unser astralischer Leib das Werkzeug für unsere Taten. Sie entspringen aus unserem Astralleib. Alles was der Mensch tut, und so, wie ich es beschrieben habe, als Wirkung der Außenwelt einverleibt, ist gebunden an das Werkzeug des menschlichen Astralleibes. Wie sein alltägliches Bewußtsein an den physischen Leib, wie seine Erinnerungen und sein Gedächtnis an den Ätherleib gebunden sind, so ist, wenn der astralische Leib auch noch so fein ist, alles was der Mensch tut, was Wirkung ist in der Außenwelt, getan durch den menschlichen Astralleib. Die Folge davon ist, daß es auch in einer gewissen Beziehung mit diesem Astralleib verbunden bleibt, wie das Gedächtnis verbunden bleibt mit dem Ätherleib. Wenn wir, wie wir gesehen haben, nach dem Tode in unserem Ätherleibe noch leben, dann bildet sich das Erinnerungstableau; das heißt, an unseren Ätherleib bleiben die Erinnerungen an unser eben vergangenes Leben gebunden. Wenn wir unseren Ätherleib dann einige Zeit nach dem Tode abgelegt haben und in den allgemeinen Lebensäther eingetragen ist, was unsere Persönlichkeit zuerst an Erinnerungen, an Gedächtnisinhalt bewahrt hat, dann leben wir aber noch ganz in unserem Astralleib. Wir haben das oftmals beschrieben, wie der Mensch noch lange in seinem Astralleib zu leben hat. In diesem Astralleib sind wir tatsächlich — wie das auch öfter beschrieben worden ist — mit den äußeren Wirkungen unseres Lebens verbunden. Es zeigt sich das auch äußerlich dadurch, daß der Mensch nach dem Tode rückwärts zu durchleben hat seine Tatenwelt, alles was er überhaupt an anderen Wesen auf der Erde getan oder verrichtet hat. Er fühlt sich in einer Zeit, von der wir gesagt haben, daß sie ungefähr ein Drittel seines vergangenen Lebens beträgt, wie hindurchgehend in seinem Astralleib durch seine Erdentatsachen, durch alles, was er auf der Erde verrichtet hat. Und ebenso wie — nachdem wir unseren Ätherleib wenige Tage nach dem Tode abgelegt haben — unsere persönlichen Erinnerungen in den allgemeinen Lebensäther eingeschrieben sind, so werden in der Zeit, in welcher wir noch mit dem Astralleib verbunden sind, alle unsere Taten in die allgemeine Weltenastralität eingeschrieben. Da stehen sie drinnen und wir bleiben mit ihnen ebenso verbunden, wie wir mit den Erinnerungen unserer Persönlichkeit verbunden bleiben, die als eine bleibende Notiz in den Weltenäther eingeschrieben sind, nur werden unsere Taten gleichsam in eine andere Weltennotiz eingetragen. Während wir die Taten unseres letzten Lebens zurückerleben, wird das alles in die allgemeine Weltenastralität eingetragen und wir bleiben damit verbunden. Durch unseren Astralleib gehören wir also bleibend unseren Taten an, insofern wir Erdenmenschen sind.

[ 11 ] Was ich jetzt eben beschrieben habe, was uns mit unseren Taten verbindet, das ist Karma. Das ist in Wirklichkeit das Karma: was von unseren Lebenstaten eingetragen ist in die allgemeine Weltenastralität. Sie können daraus auch entnehmen, daß ein starker moralischer Antrieb in einem solchen Wissen liegt, wie überhaupt es nur eine Art von Verleumdung wäre, wenn man sagen würde, daß Geisteswissenschaft nicht die allermoralischste Lebensgrundlage bieten würde. Inwiefern liegt in solchen Erkenntnisgrundlagen, wie sie eben ausgesprochen sind, ein starker moralischer Impuls? Sie haben ja gesehen, daß letztlich unsere Taten während des Lebens nach dem Tode eingetragen werden in die allgemeine Weltenastralität. Wenn wir irgend etwas Unrichtiges getan haben während unseres Lebens, und wir es nicht karmisch, soweit wir die Macht dazu haben, noch in diesem Leben gutmachen — denn angenommen, wir bemühten uns also, irgendein Unmoralisches schon im irdischen Leben auszugleichen, dann würden wir uns die Eintragung in das Karma ersparen —, dann wird alles, was wir nicht ausgleichen können, nach dem Tode in das Karma eingetragen und es bleibt mit uns verbunden. Insofern wir als Erdenmenschen den irdischen Astralleib haben, haben wir als Menschen unser Karma,

[ 11 ] Was ich jetzt eben beschrieben habe, was uns mit unseren Taten verbindet, das ist Karma. Das ist in Wirklichkeit das Karma: was von unseren Lebenstaten eingetragen ist in die allgemeine Weltenastralität. Sie können daraus auch entnehmen, daß ein starker moralischer Antrieb in einem solchen Wissen liegt, wie überhaupt es nur eine Art von Verleumdung wäre, wenn man sagen würde, daß Geisteswissenschaft nicht die allermoralischste Lebensgrundlage bieten würde. Inwiefern liegt in solchen Erkenntnisgrundlagen, wie sie eben ausgesprochen sind, ein starker moralischer Impuls? Sie haben ja gesehen, daß letztlich unsere Taten während des Lebens nach dem Tode eingetragen werden in die allgemeine Weltenastralität. Wenn wir irgend etwas Unrichtiges getan haben während unseres Lebens, und wir es nicht karmisch, soweit wir die Macht dazu haben, noch in diesem Leben gutmachen — denn angenommen, wir bemühten uns also, irgendein Unmoralisches schon im irdischen Leben auszugleichen, dann würden wir uns die Eintragung in das Karma ersparen —, dann wird alles, was wir nicht ausgleichen können, nach dem Tode in das Karma eingetragen und es bleibt mit uns verbunden. Insofern wir als Erdenmenschen den irdischen Astralleib haben, haben wir als Menschen unser Karma,

[ 12 ] So haben wir das dritte Glied des irdischen Menschen. Das erste ist das Bewußtsein, das als Werkzeug den physischen Leib hat. Das zweite ist Erinnerung und Gedächtnis, das als Werkzeug den Ätherleib oder Lebensleib hat. Und das dritte, das zum irdischen Menschen ebenso gehört, wie im physischen Erdenleibe sein Bewußtsein zu ihm gehört, das ist das Karma. Aus drei Gliedern besteht in dieser Beziehung der irdische Mensch: aus seinem Erdenbewußtsein, aus seinem Gedächtnis und aus seinem Karma, und ohne diese drei Glieder ist der Erdenmensch kein Erdenmensch. Ein Wesen, das auf der Erde herumgehen würde und im physischen Leibe kein solches Bewußtsein entwickeln würde wie der Erdenmensch, wäre kein Mensch. Und ein Wesen auf der Erde, das auf der Erde kein solches Gedächtnis ausbilden würde wie der Erdenmensch, wäre kein Mensch. Und ein Mensch, der herumgehen würde und durch das Leben im Erdenleibe kein Karma machen würde, wäre kein Erdenmensch. Das macht den eigentlichen irdischen Menschen aus: daß er ein Bewußtsein entwickelt durch den physischen Leib, daß er Gedächtnis und Erinnerung entwickelt durch den Äther- oder Lebensleib und daß er Karma macht durch den Astralleib. So haben wir gleichsam herausgeschält, was am Menschen Erdenmensch ist. Wir müssen ein Viertes hinzurechnen, von dem wir wissen, daß es erst auf der Erde aufgeleuchtet hat: das Ich selbst, jenes Ich, von dem wir wissen, daß es von Inkarnation zu Inkarnation geht, von dem wir also wissen, daß es drinnensteckt in uns, wenn wir unser Erdenbewußtsein entwickeln, daß es drinnensteckt in uns, wenn wir im Gedächtnis aufbewahren Erinnerungsvorstellung auf Erinnerungsvorstellung, daß es aber auch in uns drinnensteckt, wenn wir von Inkarnation zu Inkarnation Karma aufhäufen. Überall steckt das Ich darinnen. Aber es steckt in diesen drei Gliedern des Erdenmenschen drinnen. Wie also können wir diesen Erdenmenschen noch charakterisieren?

[ 12 ] So haben wir das dritte Glied des irdischen Menschen. Das erste ist das Bewußtsein, das als Werkzeug den physischen Leib hat. Das zweite ist Erinnerung und Gedächtnis, das als Werkzeug den Ätherleib oder Lebensleib hat. Und das dritte, das zum irdischen Menschen ebenso gehört, wie im physischen Erdenleibe sein Bewußtsein zu ihm gehört, das ist das Karma. Aus drei Gliedern besteht in dieser Beziehung der irdische Mensch: aus seinem Erdenbewußtsein, aus seinem Gedächtnis und aus seinem Karma, und ohne diese drei Glieder ist der Erdenmensch kein Erdenmensch. Ein Wesen, das auf der Erde herumgehen würde und im physischen Leibe kein solches Bewußtsein entwickeln würde wie der Erdenmensch, wäre kein Mensch. Und ein Wesen auf der Erde, das auf der Erde kein solches Gedächtnis ausbilden würde wie der Erdenmensch, wäre kein Mensch. Und ein Mensch, der herumgehen würde und durch das Leben im Erdenleibe kein Karma machen würde, wäre kein Erdenmensch. Das macht den eigentlichen irdischen Menschen aus: daß er ein Bewußtsein entwickelt durch den physischen Leib, daß er Gedächtnis und Erinnerung entwickelt durch den Äther- oder Lebensleib und daß er Karma macht durch den Astralleib. So haben wir gleichsam herausgeschält, was am Menschen Erdenmensch ist. Wir müssen ein Viertes hinzurechnen, von dem wir wissen, daß es erst auf der Erde aufgeleuchtet hat: das Ich selbst, jenes Ich, von dem wir wissen, daß es von Inkarnation zu Inkarnation geht, von dem wir also wissen, daß es drinnensteckt in uns, wenn wir unser Erdenbewußtsein entwickeln, daß es drinnensteckt in uns, wenn wir im Gedächtnis aufbewahren Erinnerungsvorstellung auf Erinnerungsvorstellung, daß es aber auch in uns drinnensteckt, wenn wir von Inkarnation zu Inkarnation Karma aufhäufen. Überall steckt das Ich darinnen. Aber es steckt in diesen drei Gliedern des Erdenmenschen drinnen. Wie also können wir diesen Erdenmenschen noch charakterisieren?

[ 13 ] Wir wissen, daß der Erdenmensch das Ich aufleuchten gefunden hat erst auf der Erde. Aber wir wissen, daß sein physischer Leib sich zuerst gebildet hat während der alten Saturnzeit der Erde und daß die Erdenzeit zwar den physischen Erdenleib anders gemacht hat nach der Mondenentwickelung, doch ist der physische Leib nicht ein Erdenprodukt. Wir wissen dieses aber auch vom Ätherleibe, der die erste Anlage während der alten Sonnenzeit erhalten hat, und auch vom astralischen Leib, der ja seine erste Anlage auf dem alten Mond erhalten hat. Also stellen wir uns diesen Menschen vor: er kam herüber, als die Erde begann, aus einer vorirdischen Entwickelung, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib. Aus dem, was er im Laufe der Erdenevolution geworden ist, gestaltete sich um sein physischer Leib zum Instrument des Erdenbewußtseins, sein Ätherleib zum Instrument des persönlichen Gedächtnisses und sein Astralleib zum Träger des Karma. Da haben wir gleichsam herausgeschält, was die früheren Zustände dem Menschen gegeben haben in seinem physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, und das, was die Erde erst durch ihre Mission in diesen dreigliedrigen Menschen hineingearbeitet hat. Halten wir einmal das recht genau auseinander. Sagen wir uns: dieser physische Leib des Menschen ist ja eine wunderbare Sache, etwas ganz Wunderbares. Er ist so wunderbar geworden, weil er dreimal eigentlich seinen Zustand verändert hat mit den vorirdischen Erdenverkörperungen. Er wäre, wenn er so geblieben wäre, wie er nach Ablauf der alten Mondenzeit war, mit allen denjenigen inneren Eigenschaften behaftet, die er hat; nur wäre er nicht so umgestaltet, daß er in sich erzeugen könnte die Werkzeuge des irdischen Menschenbewußtseins. Das ist also zum physischen Leib hinzugekommen, daß er nicht nur die Vollkommenheit hat, die er hatte nach der Mondenentwickelung, sondern noch umgestaltet worden ist zum Träger des menschlichen Erdenbewußtseins. Ebenso hat der Ätherleib alle Vollkommenheiten, die er sonst schon in sich hatte, aber innerhalb der Erdenentwickelung hat er erst diejenigen Kräfte ausgebildet, die ihn zum Träger des menschlichen persönlichen Gedächtnisses machen. Der Astralleib hat sich auf dem alten Monde manche Vollkommenheiten angeeignet, aber dar er das Instrument geworden ist für das Schaffen von Karma, das hat er sich erst während der irdischen Vorgänge angeeignet. Das Ich, das ist allein beim Menschen sozusagen mit seinen Kräften, mit alledem, was es ist, während der Erdenmission ausgestattet worden. Im Ich allein können wir also sozusagen alles das beobachten, was die Erde selber am Menschen erarbeitet hat.

[ 13 ] Wir wissen, daß der Erdenmensch das Ich aufleuchten gefunden hat erst auf der Erde. Aber wir wissen, daß sein physischer Leib sich zuerst gebildet hat während der alten Saturnzeit der Erde und daß die Erdenzeit zwar den physischen Erdenleib anders gemacht hat nach der Mondenentwickelung, doch ist der physische Leib nicht ein Erdenprodukt. Wir wissen dieses aber auch vom Ätherleibe, der die erste Anlage während der alten Sonnenzeit erhalten hat, und auch vom astralischen Leib, der ja seine erste Anlage auf dem alten Mond erhalten hat. Also stellen wir uns diesen Menschen vor: er kam herüber, als die Erde begann, aus einer vorirdischen Entwickelung, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib. Aus dem, was er im Laufe der Erdenevolution geworden ist, gestaltete sich um sein physischer Leib zum Instrument des Erdenbewußtseins, sein Ätherleib zum Instrument des persönlichen Gedächtnisses und sein Astralleib zum Träger des Karma. Da haben wir gleichsam herausgeschält, was die früheren Zustände dem Menschen gegeben haben in seinem physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, und das, was die Erde erst durch ihre Mission in diesen dreigliedrigen Menschen hineingearbeitet hat. Halten wir einmal das recht genau auseinander. Sagen wir uns: dieser physische Leib des Menschen ist ja eine wunderbare Sache, etwas ganz Wunderbares. Er ist so wunderbar geworden, weil er dreimal eigentlich seinen Zustand verändert hat mit den vorirdischen Erdenverkörperungen. Er wäre, wenn er so geblieben wäre, wie er nach Ablauf der alten Mondenzeit war, mit allen denjenigen inneren Eigenschaften behaftet, die er hat; nur wäre er nicht so umgestaltet, daß er in sich erzeugen könnte die Werkzeuge des irdischen Menschenbewußtseins. Das ist also zum physischen Leib hinzugekommen, daß er nicht nur die Vollkommenheit hat, die er hatte nach der Mondenentwickelung, sondern noch umgestaltet worden ist zum Träger des menschlichen Erdenbewußtseins. Ebenso hat der Ätherleib alle Vollkommenheiten, die er sonst schon in sich hatte, aber innerhalb der Erdenentwickelung hat er erst diejenigen Kräfte ausgebildet, die ihn zum Träger des menschlichen persönlichen Gedächtnisses machen. Der Astralleib hat sich auf dem alten Monde manche Vollkommenheiten angeeignet, aber dar er das Instrument geworden ist für das Schaffen von Karma, das hat er sich erst während der irdischen Vorgänge angeeignet. Das Ich, das ist allein beim Menschen sozusagen mit seinen Kräften, mit alledem, was es ist, während der Erdenmission ausgestattet worden. Im Ich allein können wir also sozusagen alles das beobachten, was die Erde selber am Menschen erarbeitet hat.

[ 14 ] Was kommt denn also eigentlich durch dieses Ich zum Menschen noch hinzu? Nehmen wir an, der Mensch hätte alle die Dinge, die ihm die Erdenmission gegeben hat, bekommen, aber das Ich wäre nicht aufgeleuchtet. Es ist das, was ich jetzt sage, eine unmögliche Hypothese, selbstverständlich, denn es mußte das Ich zum Menschen hinzukommen. Aber nehmen wir an, ein Wesen hätte, ohne das Ich zu entwickeln, die Eigenschaften erhalten können, die wir eben ausgesprochen haben als irdische Eigenschaften von physischem Leib, Ätherleib und Astralleib. Wenn es auch nicht auf der Erde möglich gewesen wäre, solche Eigenschaften im physischen, ätherischen und astralischen Leib zu entwickeln, so ist eine solche Entwickelung immerhin möglich gewesen auf anderen Planeten, und für die geistige Wissenschaft ist es möglich, solche Zustände auf anderen Planeten sogar in ihrer Realität zu studieren. Es würde also das ein Wesen sein, das ein solches Bewußtsein entwickeln kann, wie der Mensch es entwickelt, wenn er aufwacht, ein Wesen, das vorstellt, fühlt, will, nur würde es nicht die Vorstellungen einem Ich zuschreiben, würde nicht die Empfindungen, die Gefühle einem Ich zuschreiben und die Willensimpulse ebenfalls nicht. Aber immerhin, es wäre möglich, daß ein solches Wesen ein Bewußtsein hätte wie die Erdenmenschen, daß es auch Erinnerungen hätte, daß die Vorstellungen in der Erinnerung blieben und daß es ein Karma hätte. Vom Erdenmenschen wäre das nicht möglich, aber nehmen wir an, daß wir uns ein solches Wesen vorstellen könnten. Was würde also alles dasein? Bewußtsein, Erinnerung und Karma. Nun sind aber beim Menschen diese drei Dinge vorhanden: Bewußtsein, Erinnerung, Karma. Aber es ist außerdem noch das Ich vorhanden. Was geschieht denn durch dieses Ich? Da Karma wesentlich durch den astralischen Leib bewirkt wird, was geschieht durch das Ich selber, dadurch daß es in seinem Karma eben drinnensteckt?

[ 14 ] Was kommt denn also eigentlich durch dieses Ich zum Menschen noch hinzu? Nehmen wir an, der Mensch hätte alle die Dinge, die ihm die Erdenmission gegeben hat, bekommen, aber das Ich wäre nicht aufgeleuchtet. Es ist das, was ich jetzt sage, eine unmögliche Hypothese, selbstverständlich, denn es mußte das Ich zum Menschen hinzukommen. Aber nehmen wir an, ein Wesen hätte, ohne das Ich zu entwickeln, die Eigenschaften erhalten können, die wir eben ausgesprochen haben als irdische Eigenschaften von physischem Leib, Ätherleib und Astralleib. Wenn es auch nicht auf der Erde möglich gewesen wäre, solche Eigenschaften im physischen, ätherischen und astralischen Leib zu entwickeln, so ist eine solche Entwickelung immerhin möglich gewesen auf anderen Planeten, und für die geistige Wissenschaft ist es möglich, solche Zustände auf anderen Planeten sogar in ihrer Realität zu studieren. Es würde also das ein Wesen sein, das ein solches Bewußtsein entwickeln kann, wie der Mensch es entwickelt, wenn er aufwacht, ein Wesen, das vorstellt, fühlt, will, nur würde es nicht die Vorstellungen einem Ich zuschreiben, würde nicht die Empfindungen, die Gefühle einem Ich zuschreiben und die Willensimpulse ebenfalls nicht. Aber immerhin, es wäre möglich, daß ein solches Wesen ein Bewußtsein hätte wie die Erdenmenschen, daß es auch Erinnerungen hätte, daß die Vorstellungen in der Erinnerung blieben und daß es ein Karma hätte. Vom Erdenmenschen wäre das nicht möglich, aber nehmen wir an, daß wir uns ein solches Wesen vorstellen könnten. Was würde also alles dasein? Bewußtsein, Erinnerung und Karma. Nun sind aber beim Menschen diese drei Dinge vorhanden: Bewußtsein, Erinnerung, Karma. Aber es ist außerdem noch das Ich vorhanden. Was geschieht denn durch dieses Ich? Da Karma wesentlich durch den astralischen Leib bewirkt wird, was geschieht durch das Ich selber, dadurch daß es in seinem Karma eben drinnensteckt?

[ 15 ] Was durch das Ich selber geschieht, ist nun, man möchte sagen, etwas viel Schwerwiegenderes noch als das menschliche Karma. Denn Karma, was als Karma bleibt, bleibt mit uns verbunden. Und wenn wir in irgendeinem Leben Taten getan haben, so bleiben diese als unser Karma bestehen und wir können sie im späteren Leben ausgleichen. Unser astralischer Leib ist es eigentlich, der es bewirkt, daß unser Karma bestehen bleibt. Unser Ich ist auch eine geistige Potenz, eine geistige Wesenheit. Was dieses Ich nun aus sich herausbringt, so wie der astralische Leib das Karma aus sich herausbringt, sind nun nicht Dinge, die immer mit dem Menschen verbunden bleiben, sondern das sind Dinge, die sich von dem Menschen loslösen. Wir haben auch öfter schon darauf aufmerksam machen können: es sind die Gedankenformen, die sich von dem Menschen loslösen. Während das, was sich in unser Karma einschreibt, mit uns verbunden bleibt und eingegraben wird in den späteren Erdenzustand, gibt es noch etwas Besonderes, was im speziellen durch das menschliche Ich hervorgerufen wird und ebenso hinübergeht in die andere Welt, wie unsere Erinnerungen in den allgemeinen Lebensäther übergehen. Wie unser Karma in die allgemeine Weltenastralität eingeschrieben wird, so geht in die Welt hinaus, was unser Ich nun bildet und was wir kennen als Gedanken- und Gefühlsformen. Die sind noch etwas Besonderes neben dem Karma. Karma ist etwas, was wir behalten als mit uns zusammenhängend. Es gibt aber auch noch solche Erzeugnisse, die sich von uns loslösen, allerdings zunächst nur als Formen, so daß sie als geistige Formen sich loslösen und draußen weiterleben.

[ 15 ] Was durch das Ich selber geschieht, ist nun, man möchte sagen, etwas viel Schwerwiegenderes noch als das menschliche Karma. Denn Karma, was als Karma bleibt, bleibt mit uns verbunden. Und wenn wir in irgendeinem Leben Taten getan haben, so bleiben diese als unser Karma bestehen und wir können sie im späteren Leben ausgleichen. Unser astralischer Leib ist es eigentlich, der es bewirkt, daß unser Karma bestehen bleibt. Unser Ich ist auch eine geistige Potenz, eine geistige Wesenheit. Was dieses Ich nun aus sich herausbringt, so wie der astralische Leib das Karma aus sich herausbringt, sind nun nicht Dinge, die immer mit dem Menschen verbunden bleiben, sondern das sind Dinge, die sich von dem Menschen loslösen. Wir haben auch öfter schon darauf aufmerksam machen können: es sind die Gedankenformen, die sich von dem Menschen loslösen. Während das, was sich in unser Karma einschreibt, mit uns verbunden bleibt und eingegraben wird in den späteren Erdenzustand, gibt es noch etwas Besonderes, was im speziellen durch das menschliche Ich hervorgerufen wird und ebenso hinübergeht in die andere Welt, wie unsere Erinnerungen in den allgemeinen Lebensäther übergehen. Wie unser Karma in die allgemeine Weltenastralität eingeschrieben wird, so geht in die Welt hinaus, was unser Ich nun bildet und was wir kennen als Gedanken- und Gefühlsformen. Die sind noch etwas Besonderes neben dem Karma. Karma ist etwas, was wir behalten als mit uns zusammenhängend. Es gibt aber auch noch solche Erzeugnisse, die sich von uns loslösen, allerdings zunächst nur als Formen, so daß sie als geistige Formen sich loslösen und draußen weiterleben.

[ 16 ] Was lebt denn alles von uns weiter? Von uns lebt weiter: erstens unser persönliches Gedächtnis selbst, zweitens unser Karma, drittens die Formen unserer Gedanken. Während wir aber mit den beiden ersten verbunden bleiben, ist es für das letzte so, daß sich diese Formen von uns loslösen, daß sie selbständig werden als Form. Also wie gleichsarn leblose Formen, die hinausgehen als Formen, so leben die Erzeugnisse unseres Ich in der äußeren Welt weiter. An diesem Punkte werden wir das nächste Mal anknüpfen und diese Betrachtungen fortsetzen.

[ 16 ] Was lebt denn alles von uns weiter? Von uns lebt weiter: erstens unser persönliches Gedächtnis selbst, zweitens unser Karma, drittens die Formen unserer Gedanken. Während wir aber mit den beiden ersten verbunden bleiben, ist es für das letzte so, daß sich diese Formen von uns loslösen, daß sie selbständig werden als Form. Also wie gleichsarn leblose Formen, die hinausgehen als Formen, so leben die Erzeugnisse unseres Ich in der äußeren Welt weiter. An diesem Punkte werden wir das nächste Mal anknüpfen und diese Betrachtungen fortsetzen.