The World of the Senses
and
The World of the Spirit
GA 134
1 January 1912, Hannover
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Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes, 6th ed.
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Sie werden vielleicht gerade aus diesen Vorträgen haben entnehmen können, ein wie kompliziertes Wesen der Mensch eigentlich ist und von wie vielerlei Seiten man den Menschen betrachten muß, wenn man seinem Wesen beikommen will. Es soll in diesem Augenblicke nur noch auf eine Tatsache hingewiesen werden, die sich gewissermaßen als eine der bedeutendsten Entwickelungstatsachen ergibt, wenn man an der Hand hellseherischer Forschung des Menschen Werdegang von sehr alten Zeiten bis heute und seine Aussichten in die Zukunft des Menschengeschlechtes hinein betrachtet. Ich habe Sie ja im Verlaufe der Vorträge darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn man sein Erkenntnisvermögen, seinen Erkenntnistrieb so erzieht, daß die menschliche Seele, während sie die Erkenntnis anstrebt, aufnimmt die Zustände, die wir bezeichnen können als Staunen, Verehrung, weisheitsvollen Einklang mit den Weltereignissen und Ergebenheit gegenüber allem Weltgeschehen, dann die Erkenntnis sich allmählich dazu aufschwingen kann, überall in dem, was uns umgibt, zu unterscheiden: Hier habe ich es mit einem Werdenden zu tun, mit einem, das erst in der Zukunft seine Vollkommenheit erlangen wird, und auf der anderen Seite habe ich es mit einem allmählich Ersterbenden, Hinschwindenden zu tun. In der Region des Entstehens und Vergehens nehmen wir ja solche Dinge wahr. Und es ist insbesondere darauf hingewiesen worden, wie der menschliche Kehlkopf eigentlich ein Zukunftsorgan ist, wie er dazu berufen ist, in der Zukunft etwas ganz und gar anderes zu sein, als er heute ist. Heute teilt er nur unsere inneren Zustände durch das Wort der Außenwelt mit, während er in der Zukunft mitteilen wird alles das, was wir selbst sind, das heißt, was zur Hervorbringung des ganzen Menschen dienen wird. Er wird das zukünftige Reproduktionsorgan sein. Der Mensch wird in der Zukunft nicht nur die Verfassung seines Gemütes durch das Wort zum Ausdruck bringen mit Hilfe des Kehlkopfes, sondern er wird sich selbst in die Welt hinein durch den Kehlkopf zur Darstellung bringen; das heißt, die Vermehrung des Menschen wird an das Organ des Kehlkopfes gebunden sein.
[ 1 ] Sie werden vielleicht gerade aus diesen Vorträgen haben entnehmen können, ein wie kompliziertes Wesen der Mensch eigentlich ist und von wie vielerlei Seiten man den Menschen betrachten muß, wenn man seinem Wesen beikommen will. Es soll in diesem Augenblicke nur noch auf eine Tatsache hingewiesen werden, die sich gewissermaßen als eine der bedeutendsten Entwickelungstatsachen ergibt, wenn man an der Hand hellseherischer Forschung des Menschen Werdegang von sehr alten Zeiten bis heute und seine Aussichten in die Zukunft des Menschengeschlechtes hinein betrachtet. Ich habe Sie ja im Verlaufe der Vorträge darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn man sein Erkenntnisvermögen, seinen Erkenntnistrieb so erzieht, daß die menschliche Seele, während sie die Erkenntnis anstrebt, aufnimmt die Zustände, die wir bezeichnen können als Staunen, Verehrung, weisheitsvollen Einklang mit den Weltereignissen und Ergebenheit gegenüber allem Weltgeschehen, dann die Erkenntnis sich allmählich dazu aufschwingen kann, überall in dem, was uns umgibt, zu unterscheiden: Hier habe ich es mit einem Werdenden zu tun, mit einem, das erst in der Zukunft seine Vollkommenheit erlangen wird, und auf der anderen Seite habe ich es mit einem allmählich Ersterbenden, Hinschwindenden zu tun. In der Region des Entstehens und Vergehens nehmen wir ja solche Dinge wahr. Und es ist insbesondere darauf hingewiesen worden, wie der menschliche Kehlkopf eigentlich ein Zukunftsorgan ist, wie er dazu berufen ist, in der Zukunft etwas ganz und gar anderes zu sein, als er heute ist. Heute teilt er nur unsere inneren Zustände durch das Wort der Außenwelt mit, während er in der Zukunft mitteilen wird alles das, was wir selbst sind, das heißt, was zur Hervorbringung des ganzen Menschen dienen wird. Er wird das zukünftige Reproduktionsorgan sein. Der Mensch wird in der Zukunft nicht nur die Verfassung seines Gemütes durch das Wort zum Ausdruck bringen mit Hilfe des Kehlkopfes, sondern er wird sich selbst in die Welt hinein durch den Kehlkopf zur Darstellung bringen; das heißt, die Vermehrung des Menschen wird an das Organ des Kehlkopfes gebunden sein.
[ 2 ] Nun gibt es in diesem komplizierten Mikrokosmos, in dieser komplizierten kleinen Welt, die wir als den Menschen bezeichnen, für ein jegliches Organ, das in dieser Weise gleichsam in seinem Samenzustande ist und in der Zukunft dann einen höheren Vollkommenheitsgrad erreichen wird, ein anderes Organ, welches dafür — sagen wir — in allmählicher Abnahme, im Hinsterben ist. Für den menschlichen Kehlkopf ist nun das entsprechende hinschwindende Organ der Gehörapparat. Und in demselben Maße, in dem der Gehörapparat für den Menschen immer mehr dahinschwinden wird, immer mehr abnehmen wird, in demselben Maße wird der Kehlkopf immer vollkommener und vollkommener werden, ein immer bedeutungsvolleres Organ werden. Die ganze Größe dieser Tatsache können wir nur dann ermessen, wenn wir sozusagen mit Hilfe der AkashaChronik in eine weite Vergangenheit des Menschen zurückblicken und dann aus dem, was wir da erforschen können, uns eine Vorstellung zu bilden in der Lage sind, was denn der Gehörapparat, das Ohr, einmal eigentlich war. Ungeheuer aufschließend für die Erkenntnis des menschlichen Wesens ist es, gerade das Ohr zurückzuverfolgen. Denn in seinem jetzigen Zustand ist dieser Gehörapparat des Menschen eigentlich, man möchte sagen, wirklich nur noch ein Schatten dessen, was er war. Dieser menschliche Gehörapparat hört heute nur die Töne oder die in Tönen sich ausdrückenden Worte des physischen Planes. Das ist gewissermaßen ein letzter Rest dessen, was durch das Gehör in den Menschen eingeflossen ist, ein letzter Rest davon; denn es flossen einstmals durch diesen Apparat ein die gewaltigen Bewegungen des ganzen Universums. Und wie wir heute nur irdische Musik durch das Ohr hören, so floß in den Menschen herein in alten Zeiten Weltenmusik, Sphärenmusik. Und wie wir heute die Worte in die Töne kleiden, so kleidete sich einstmals in die Sphärenmusik das göttliche Weltenwort, dasjenige, wovon das Johannes-Evangelium als dem göttlichen Weltenworte, dem Logos, kündet. Aus der geistigen Welt floß ein in alles, was im alten Sinn als Gehör bezeichnet werden kann, wie jetzt nur das menschliche Wort und die irdische Musik, so einst die himmlische, die Sphärenmusik, und innerhalb der Sphärenmusik das, was die göttlichen Geister sprachen. Und wie heute der Mensch durch sein Wort und durch seinen Gesang, durch seinen Ton die Luft in Formen zwingt, in Formen bringt, so brachten die göttlichen Worte und die göttliche Musik Formen hervor.
[ 2 ] Nun gibt es in diesem komplizierten Mikrokosmos, in dieser komplizierten kleinen Welt, die wir als den Menschen bezeichnen, für ein jegliches Organ, das in dieser Weise gleichsam in seinem Samenzustande ist und in der Zukunft dann einen höheren Vollkommenheitsgrad erreichen wird, ein anderes Organ, welches dafür — sagen wir — in allmählicher Abnahme, im Hinsterben ist. Für den menschlichen Kehlkopf ist nun das entsprechende hinschwindende Organ der Gehörapparat. Und in demselben Maße, in dem der Gehörapparat für den Menschen immer mehr dahinschwinden wird, immer mehr abnehmen wird, in demselben Maße wird der Kehlkopf immer vollkommener und vollkommener werden, ein immer bedeutungsvolleres Organ werden. Die ganze Größe dieser Tatsache können wir nur dann ermessen, wenn wir sozusagen mit Hilfe der AkashaChronik in eine weite Vergangenheit des Menschen zurückblicken und dann aus dem, was wir da erforschen können, uns eine Vorstellung zu bilden in der Lage sind, was denn der Gehörapparat, das Ohr, einmal eigentlich war. Ungeheuer aufschließend für die Erkenntnis des menschlichen Wesens ist es, gerade das Ohr zurückzuverfolgen. Denn in seinem jetzigen Zustand ist dieser Gehörapparat des Menschen eigentlich, man möchte sagen, wirklich nur noch ein Schatten dessen, was er war. Dieser menschliche Gehörapparat hört heute nur die Töne oder die in Tönen sich ausdrückenden Worte des physischen Planes. Das ist gewissermaßen ein letzter Rest dessen, was durch das Gehör in den Menschen eingeflossen ist, ein letzter Rest davon; denn es flossen einstmals durch diesen Apparat ein die gewaltigen Bewegungen des ganzen Universums. Und wie wir heute nur irdische Musik durch das Ohr hören, so floß in den Menschen herein in alten Zeiten Weltenmusik, Sphärenmusik. Und wie wir heute die Worte in die Töne kleiden, so kleidete sich einstmals in die Sphärenmusik das göttliche Weltenwort, dasjenige, wovon das Johannes-Evangelium als dem göttlichen Weltenworte, dem Logos, kündet. Aus der geistigen Welt floß ein in alles, was im alten Sinn als Gehör bezeichnet werden kann, wie jetzt nur das menschliche Wort und die irdische Musik, so einst die himmlische, die Sphärenmusik, und innerhalb der Sphärenmusik das, was die göttlichen Geister sprachen. Und wie heute der Mensch durch sein Wort und durch seinen Gesang, durch seinen Ton die Luft in Formen zwingt, in Formen bringt, so brachten die göttlichen Worte und die göttliche Musik Formen hervor.
[ 3 ] Und die kostbarste dieser Formen, die kann uns in der folgenden Weise vor die Seele treten. Betrachten Sie einmal, wenn Sie heute irgendein Wort, meinetwillen auch nur einen Vokal aussprechen, zum Beispiel das A, wie dann durch dieses A in die Luft eindringt die Möglichkeit, in dieser Luft eine Form zu bilden. So drang heraus aus dem Weltenwort in die Welt herein die Form, und die kostbarste dieser Formen ist der Mensch selber. Der Mensch selber in seinem Urzustande wurde erzeugt dadurch, daß er aus dem göttlichen Worte ausgesprochen wurde. Die Götter sprachen — und wie heute die Luft in Formen kommt durch des Menschen Wort, so kam unsere Welt in ihre Form hinein durch das Wort der Götter. Und der Mensch ist die kostbarste dieser Formen. Da war allerdings das Gehörorgan ein viel, viel komplizierteres noch. Jetzt ist es zusammengeschrumpft. Denn das, was Sie heute als äußeres Gehörorgan haben, was nur bis zu einer gewissen Tiefe in das Gehirn eindringt, das breitete sich von außen nach innen aus über die ganze menschliche Wesenheit. Und überall im Innern der menschlichen Wesenheit breiteten sich aus die Wellengänge, die den Menschen aus dem Gotteswort heraus in die Welt hineinsprachen. So ist der Mensch, als er noch spirituell erzeugt wurde, erzeugt worden durch das Gehörorgan, und so wird in der Zukunft der Mensch, wenn er wieder aufgestiegen sein wird, ein ganz rudimentäres, ein ganz zusammengeschrumpftes Ohr haben. Der Sinn des Ohres, er wird ganz und gar vergangen sein. Das Ohr ist in absteigender Bewegung; dafür aber wird zu höherem Glanze und höherer Vollkommenheit sich entwickelt haben das, was heute erst im Samenzustande ist, der Kehlkopf. Und in seiner Vollkommenheit wird es hinaussprechen das, was der Mensch für die Welt als die Wiederholung seines Wesens hervorbringen kann, wie die Götter den Menschen als ihr Geschöpf auf die Erde hereingesprochen haben. So kehrt sich der Weltengang in einer gewissen Weise um. Dieser ganze Mensch, wie wir ihn haben betrachten können, er ist so, eben wie er vor uns steht, das Produkt einer absteigenden Entwickelung, und wenn wir ein solches Organ wie das Ohr betrachten, so müssen wir uns überall sagen: Dieses Ohr, das es schon bis zu der inneren Verdichtung des Knochigen in den Gehörknöchelchen gebracht hat, dieses Ohr ist sozusagen im letzten Stadium absteigender Entwickelung. Der Sinn als solcher schwindet hin, der Mensch aber entwickelt sich in die Welt der Geistigkeit hinein, und seine aufsteigenden Organe sind die Brücken, die ihn hinaufleiten in die Geistigkeit. So verhält sich die Welt der Sinne zu der Welt des Geistes, indem die Welt der Sinne uns angezeigt wird durch lauter absterbende Organe, die Welt des Geistes durch aufsteigende Organe.
[ 3 ] Und die kostbarste dieser Formen, die kann uns in der folgenden Weise vor die Seele treten. Betrachten Sie einmal, wenn Sie heute irgendein Wort, meinetwillen auch nur einen Vokal aussprechen, zum Beispiel das A, wie dann durch dieses A in die Luft eindringt die Möglichkeit, in dieser Luft eine Form zu bilden. So drang heraus aus dem Weltenwort in die Welt herein die Form, und die kostbarste dieser Formen ist der Mensch selber. Der Mensch selber in seinem Urzustande wurde erzeugt dadurch, daß er aus dem göttlichen Worte ausgesprochen wurde. Die Götter sprachen — und wie heute die Luft in Formen kommt durch des Menschen Wort, so kam unsere Welt in ihre Form hinein durch das Wort der Götter. Und der Mensch ist die kostbarste dieser Formen. Da war allerdings das Gehörorgan ein viel, viel komplizierteres noch. Jetzt ist es zusammengeschrumpft. Denn das, was Sie heute als äußeres Gehörorgan haben, was nur bis zu einer gewissen Tiefe in das Gehirn eindringt, das breitete sich von außen nach innen aus über die ganze menschliche Wesenheit. Und überall im Innern der menschlichen Wesenheit breiteten sich aus die Wellengänge, die den Menschen aus dem Gotteswort heraus in die Welt hineinsprachen. So ist der Mensch, als er noch spirituell erzeugt wurde, erzeugt worden durch das Gehörorgan, und so wird in der Zukunft der Mensch, wenn er wieder aufgestiegen sein wird, ein ganz rudimentäres, ein ganz zusammengeschrumpftes Ohr haben. Der Sinn des Ohres, er wird ganz und gar vergangen sein. Das Ohr ist in absteigender Bewegung; dafür aber wird zu höherem Glanze und höherer Vollkommenheit sich entwickelt haben das, was heute erst im Samenzustande ist, der Kehlkopf. Und in seiner Vollkommenheit wird es hinaussprechen das, was der Mensch für die Welt als die Wiederholung seines Wesens hervorbringen kann, wie die Götter den Menschen als ihr Geschöpf auf die Erde hereingesprochen haben. So kehrt sich der Weltengang in einer gewissen Weise um. Dieser ganze Mensch, wie wir ihn haben betrachten können, er ist so, eben wie er vor uns steht, das Produkt einer absteigenden Entwickelung, und wenn wir ein solches Organ wie das Ohr betrachten, so müssen wir uns überall sagen: Dieses Ohr, das es schon bis zu der inneren Verdichtung des Knochigen in den Gehörknöchelchen gebracht hat, dieses Ohr ist sozusagen im letzten Stadium absteigender Entwickelung. Der Sinn als solcher schwindet hin, der Mensch aber entwickelt sich in die Welt der Geistigkeit hinein, und seine aufsteigenden Organe sind die Brücken, die ihn hinaufleiten in die Geistigkeit. So verhält sich die Welt der Sinne zu der Welt des Geistes, indem die Welt der Sinne uns angezeigt wird durch lauter absterbende Organe, die Welt des Geistes durch aufsteigende Organe.
[ 4 ] Und so ist es in aller Welt, insofern uns diese Welt gegeben ist. In aller Welt können wir verfolgen in einer gewissen Weise Werden und Vergehen. Und lehrreich ist es, anzuwenden die Idee, die uns über Werden und Vergehen gegeben wird, wichtig ist es, bedeutungsvoll, sie anzuwenden auf die übrige Welt. So ist uns zum Beispiel in der Welt des Mineralischen etwas gegeben, das auch in einer gewissen Weise in einer aufsteigenden Entwickelung ist, das jetzt in einer Art von Samenzustand ist. Und das ist das Quecksilber. Das Quecksilber ist ein Metall, das Verwandlungen durchmachen wird, aber Verwandlungen zum Vollkommenen. Das Quecksilber hat als Metall noch nicht alle diejenigen Kräfte pulverisiert, die ein jeder Stoff im Geistigen hat, bevor er Stoff wird. Es wird in der Zukunft noch Wesentliches aus seiner Spiritualität heraussetzen können und wird noch andere Formen annehmen können, so daß in der Welt des Mineralischen in gewisser Weise das Quecksilber dem menschlichen Kehlkopfe entspricht und auch in einer gewissen Weise dem Organ, dessen Anhangsorgan der Kehlkopf ist, der Lunge. Andere Metalle, sagen wir zum Beispiel das Kupfer, das ist dafür in einer Art absteigender Entwickelung. Das wird in der Zukunft so sich zeigen: Es hat nicht mehr innere spirituelle Kräfte, die es heraussetzen kann, sondern es muß immer mehr und mehr sich bloß zersplittern, bloß zerfallen, bloß zum Weltenstaube werden. Solche Zusammenhänge, wie sie jetzt eben angeführt worden sind mehr beispielsweise, die werden immer mehr und mehr von unserer jetzigen Zeit ab studiert werden. Man wird immer mehr die Verwandtschaft im Entstehen und Vergehen in den einzelnen Reichen der Natur studieren, wird darauf kommen, wie zum Beispiel nicht bloß durch Probieren, sondern durch die imaginative Erkenntnis eine gewisse Verwandtschaft metallischer Stoffe zu gewissen Organen des menschlichen Leibes gefunden werden kann, woraus sich dann ergeben wird, daß man diese Stoffe, deren Wirksamkeit ja aus der äußeren Erfahrung zum Teil bekannt ist, aus der Imagination heraus gerade in ihrer Heilkraft, in ihrer reproduktiven und restituierenden Kraft auch für den menschlichen Leib wird erkennen lernen. Überhaupt Verwandtschaften der einzelnen Wesenheiten werden sich in der mannigfaltigsten Art ergeben.
[ 4 ] Und so ist es in aller Welt, insofern uns diese Welt gegeben ist. In aller Welt können wir verfolgen in einer gewissen Weise Werden und Vergehen. Und lehrreich ist es, anzuwenden die Idee, die uns über Werden und Vergehen gegeben wird, wichtig ist es, bedeutungsvoll, sie anzuwenden auf die übrige Welt. So ist uns zum Beispiel in der Welt des Mineralischen etwas gegeben, das auch in einer gewissen Weise in einer aufsteigenden Entwickelung ist, das jetzt in einer Art von Samenzustand ist. Und das ist das Quecksilber. Das Quecksilber ist ein Metall, das Verwandlungen durchmachen wird, aber Verwandlungen zum Vollkommenen. Das Quecksilber hat als Metall noch nicht alle diejenigen Kräfte pulverisiert, die ein jeder Stoff im Geistigen hat, bevor er Stoff wird. Es wird in der Zukunft noch Wesentliches aus seiner Spiritualität heraussetzen können und wird noch andere Formen annehmen können, so daß in der Welt des Mineralischen in gewisser Weise das Quecksilber dem menschlichen Kehlkopfe entspricht und auch in einer gewissen Weise dem Organ, dessen Anhangsorgan der Kehlkopf ist, der Lunge. Andere Metalle, sagen wir zum Beispiel das Kupfer, das ist dafür in einer Art absteigender Entwickelung. Das wird in der Zukunft so sich zeigen: Es hat nicht mehr innere spirituelle Kräfte, die es heraussetzen kann, sondern es muß immer mehr und mehr sich bloß zersplittern, bloß zerfallen, bloß zum Weltenstaube werden. Solche Zusammenhänge, wie sie jetzt eben angeführt worden sind mehr beispielsweise, die werden immer mehr und mehr von unserer jetzigen Zeit ab studiert werden. Man wird immer mehr die Verwandtschaft im Entstehen und Vergehen in den einzelnen Reichen der Natur studieren, wird darauf kommen, wie zum Beispiel nicht bloß durch Probieren, sondern durch die imaginative Erkenntnis eine gewisse Verwandtschaft metallischer Stoffe zu gewissen Organen des menschlichen Leibes gefunden werden kann, woraus sich dann ergeben wird, daß man diese Stoffe, deren Wirksamkeit ja aus der äußeren Erfahrung zum Teil bekannt ist, aus der Imagination heraus gerade in ihrer Heilkraft, in ihrer reproduktiven und restituierenden Kraft auch für den menschlichen Leib wird erkennen lernen. Überhaupt Verwandtschaften der einzelnen Wesenheiten werden sich in der mannigfaltigsten Art ergeben.
[ 5 ] So wird man erkennen, daß an der Pflanze alles das, was im Samen ruht, was in der Samenkraft darinnen ist, in anderer Weise mit dem Menschen verwandt ist als das, was zum Beispiel in der Wurzel der Pflanze enthalten ist. Alles das, was in der Wurzel der Pflanze enthalten ist, das entspricht in einer gewissen Weise dem menschlichen Gehirn und dem sich anschließenden Nervensystem (siehe die Übersicht auf Seite 108). Und das geht so weit, daß in der Tat auch der Genuß von all dem, was in den Pflanzenwurzeln enthalten ist, eine gewisse Verwandtschaft hat mit den Prozessen, die sich in Gehirn und Nervensystem abspielen. So daß in einer gewissen Weise der Mensch, wenn er will, daß sein Gehirn und Nervensystem als physische Werkzeuge des Geisteslebens physisch beeinflußt werden sollen, dann dasjenige, was als Kräfte in den Wurzeln ist, mit den Nahrungsmitteln zu sich nimmt. Er läßt dann dasjenige, was er in sich aufnimmt, in einer gewissen Weise in sich denken, in sich geistige Arbeit verrichten, während er, wenn er weniger dazu neigt, sagen wir das wurzelhafte Wesen aufzunehmen, es dann mehr selber sein wird, seine Geistigkeit, welche das Gehirn und Nervensystem benutzt. Daraus ersehen Sie, daß viel Wurzel-Genuß den Menschen in bezug auf sein seelisch-geistiges Erleben unselbständig macht, weil das Objektive, das Äußere, durch ihn arbeitet, weil sozusagen das Gehirn und Nervensystem verselbständigt werden. Wenn der Mensch also in einem höheren Maße es selbst sein will, was in ihm arbeitet, dann muß er sich beschränken in bezug auf den Wurzel-Genuß. Meine lieben Freunde, das sind keine Anweisungen zu irgendeiner Diät, sondern nur Mitteilungen über die Tatsachen der Natur. Denn ich ermahne Sie ausdrücklich, sich nicht ohne weiteres an solche Regeln zu halten. Nicht jeder Mensch ist so weit, daß er nicht nötig hat, sich die Kraft des Denkens von dem Objektiven abnehmen zu lassen, und es kann sehr leicht geschehen, daß der Mensch, der noch nicht reif ist, sich die Kraft des Denkens und Empfindens von dem objektiven Seelenleben abnehmen zu lassen, dann, wenn er den Genuß von Wurzeln aus dem Pflanzenreich vermeidet, in eine Art schlafmützigen Zustand kommt, weil sein Spirituell-Psychisches noch nicht stark genug ist, um in sich die Kräfte aus dem Geistigen heraus zu entwickeln, die sonst eben objektiv, ohne Zutun des SpirituellPsychischen im Menschen entwickelt werden. So liegt die Sache. Alle Diät ist ganz individuell und ganz und gar abhängig von der Art und Weise, wie der Mensch in dieser oder jener Weise entwickelt ist.
[ 5 ] So wird man erkennen, daß an der Pflanze alles das, was im Samen ruht, was in der Samenkraft darinnen ist, in anderer Weise mit dem Menschen verwandt ist als das, was zum Beispiel in der Wurzel der Pflanze enthalten ist. Alles das, was in der Wurzel der Pflanze enthalten ist, das entspricht in einer gewissen Weise dem menschlichen Gehirn und dem sich anschließenden Nervensystem (siehe die Übersicht auf Seite 108). Und das geht so weit, daß in der Tat auch der Genuß von all dem, was in den Pflanzenwurzeln enthalten ist, eine gewisse Verwandtschaft hat mit den Prozessen, die sich in Gehirn und Nervensystem abspielen. So daß in einer gewissen Weise der Mensch, wenn er will, daß sein Gehirn und Nervensystem als physische Werkzeuge des Geisteslebens physisch beeinflußt werden sollen, dann dasjenige, was als Kräfte in den Wurzeln ist, mit den Nahrungsmitteln zu sich nimmt. Er läßt dann dasjenige, was er in sich aufnimmt, in einer gewissen Weise in sich denken, in sich geistige Arbeit verrichten, während er, wenn er weniger dazu neigt, sagen wir das wurzelhafte Wesen aufzunehmen, es dann mehr selber sein wird, seine Geistigkeit, welche das Gehirn und Nervensystem benutzt. Daraus ersehen Sie, daß viel Wurzel-Genuß den Menschen in bezug auf sein seelisch-geistiges Erleben unselbständig macht, weil das Objektive, das Äußere, durch ihn arbeitet, weil sozusagen das Gehirn und Nervensystem verselbständigt werden. Wenn der Mensch also in einem höheren Maße es selbst sein will, was in ihm arbeitet, dann muß er sich beschränken in bezug auf den Wurzel-Genuß. Meine lieben Freunde, das sind keine Anweisungen zu irgendeiner Diät, sondern nur Mitteilungen über die Tatsachen der Natur. Denn ich ermahne Sie ausdrücklich, sich nicht ohne weiteres an solche Regeln zu halten. Nicht jeder Mensch ist so weit, daß er nicht nötig hat, sich die Kraft des Denkens von dem Objektiven abnehmen zu lassen, und es kann sehr leicht geschehen, daß der Mensch, der noch nicht reif ist, sich die Kraft des Denkens und Empfindens von dem objektiven Seelenleben abnehmen zu lassen, dann, wenn er den Genuß von Wurzeln aus dem Pflanzenreich vermeidet, in eine Art schlafmützigen Zustand kommt, weil sein Spirituell-Psychisches noch nicht stark genug ist, um in sich die Kräfte aus dem Geistigen heraus zu entwickeln, die sonst eben objektiv, ohne Zutun des SpirituellPsychischen im Menschen entwickelt werden. So liegt die Sache. Alle Diät ist ganz individuell und ganz und gar abhängig von der Art und Weise, wie der Mensch in dieser oder jener Weise entwickelt ist.
[ 6 ] Dasjenige, was zum Beispiel in den Blättern der Pflanze ist, das steht in einer ähnlichen Weise in einem Zusammenhange mit dem, was wir als Lunge ansehen können, und all dem, was zum Lungensystem gehört. Hier haben wir schon etwas, das uns darauf hinweist, wie eine Art Bilanz geschaffen werden kann in einem Menschen, von dem zum Beispiel gesagt werden kann, daß sein Atmungssystem durch seine vererbten Anlagen oder durch sonstige Verhältnisse im Übermaß von innen her erhalten ist. Bei dem wäre es gut, ihm abzuraten, in seiner Nahrung vorzugsweise das zu genießen, was die Blätter der Pflanze liefern. Demjenigen aber, dem: wir nachhelfen wollen in bezug auf sein Atmungssystem, sein Lungensystem, dem tun wir gut, anzuraten, möglichst viel Blättriges zu genießen. Diese Dinge hängen dann wieder zusammen mit den Heilkräften, die in der Welt in den einzelnen Reichen draußen sind, denn diejenigen Teile der einzelnen Pflanze, welche eine bestimmte Verwandtschaft zu solchen Organen haben, diese Teile der Pflanze sind es vorzugsweise, welche auch für diese Sphären, für diese Gebiete des menschlichen Organismus die Heilkräfte enthalten. So daß also Wurzeln von Pflanzen viele Heilkräfte enthalten in bezug auf das Nervensystem, Blätter viele Heilkräfte enthalten in bezug auf das Lungensystem. Blüten der Pflanzen enthalten viele Heilkräfte in bezug auf das Nierensystem zum Beispiel, und Samen der Pflanzen enthalten in einer gewissen Weise Heilkräfte in bezug auf das Herz, aber nur so in bezug auf das Herz, daß heilkräftig die Samenkräfte sind, wenn sozusagen das Herz sich der Blutzirkulation zu stark widersetzt. Wenn es der Blutzirkulation zu stark nachgibt, dann sind mehr die Kräfte, die in den Früchten sind, in dem ausgereiften Samen also, in Betracht zu ziehen.
[ 6 ] Dasjenige, was zum Beispiel in den Blättern der Pflanze ist, das steht in einer ähnlichen Weise in einem Zusammenhange mit dem, was wir als Lunge ansehen können, und all dem, was zum Lungensystem gehört. Hier haben wir schon etwas, das uns darauf hinweist, wie eine Art Bilanz geschaffen werden kann in einem Menschen, von dem zum Beispiel gesagt werden kann, daß sein Atmungssystem durch seine vererbten Anlagen oder durch sonstige Verhältnisse im Übermaß von innen her erhalten ist. Bei dem wäre es gut, ihm abzuraten, in seiner Nahrung vorzugsweise das zu genießen, was die Blätter der Pflanze liefern. Demjenigen aber, dem: wir nachhelfen wollen in bezug auf sein Atmungssystem, sein Lungensystem, dem tun wir gut, anzuraten, möglichst viel Blättriges zu genießen. Diese Dinge hängen dann wieder zusammen mit den Heilkräften, die in der Welt in den einzelnen Reichen draußen sind, denn diejenigen Teile der einzelnen Pflanze, welche eine bestimmte Verwandtschaft zu solchen Organen haben, diese Teile der Pflanze sind es vorzugsweise, welche auch für diese Sphären, für diese Gebiete des menschlichen Organismus die Heilkräfte enthalten. So daß also Wurzeln von Pflanzen viele Heilkräfte enthalten in bezug auf das Nervensystem, Blätter viele Heilkräfte enthalten in bezug auf das Lungensystem. Blüten der Pflanzen enthalten viele Heilkräfte in bezug auf das Nierensystem zum Beispiel, und Samen der Pflanzen enthalten in einer gewissen Weise Heilkräfte in bezug auf das Herz, aber nur so in bezug auf das Herz, daß heilkräftig die Samenkräfte sind, wenn sozusagen das Herz sich der Blutzirkulation zu stark widersetzt. Wenn es der Blutzirkulation zu stark nachgibt, dann sind mehr die Kräfte, die in den Früchten sind, in dem ausgereiften Samen also, in Betracht zu ziehen.


[ 7 ] Dies, sehen Sie, sind einzelne Andeutungen, die sich dann ergeben, wenn wir Rücksicht darauf nehmen, daß in dem Augenblick, wo wir vom Menschen hinausdringen in die uns umgebende Natur, dasjenige, was in dieser uns umgebenden Natur den Sinnen erscheint, was zur Sinneswelt gehört, eigentlich nur die Oberfläche ist. An den Pflanzen ist also das, was zur Sinneswelt gehört, nur das Oberflächliche; hinter dem, was dem Auge, dem Geschmacke, dem Geruche an der Pflanze erscheint, sind erst die geistig-seelischen Kräfte der Pflanze. Aber diese geistig-seelischen Kräfte der Pflanze sind nicht so in der Pflanze enthalten, daß wir etwa davon sprechen könnten, jede einzelne Pflanze wäre beseelt, wie jeder einzelne Mensch etwa beseelt ist. Das ist nicht der Fall. Derjenige, der glauben würde, jede einzelne Pflanze sei beseelt, der würde sich demselben Irrtum hingeben wie der, welcher glauben würde, jedes einzelne Haar oder das Ohrläppchen oder die Nase oder ein Zahn im Menschen sei beseelt. Der ganze Mensch ist beseelt, und wir erlangen einen Einblick in das Seelische des Menschen erst dann, wenn wir von seinen Teilen zum Ganzen gehen. Das müssen wir aber bei jeglichem Wesen tun. Wir müssen spirituell bei jeglichem Wesen sorgfältig darauf kommen, ob es Teil oder ob es in einer gewissen Weise Ganzes ist. Die sämtlichen Pflanzen der Erde sind nun keineswegs für sich ein Ganzes, sondern sie sind Teile, Glieder, und eigentlich sprechen wir von einem Wirklichen nur, wenn wir von dem sprechen, zu dem die Pflanzen als Teile, als Glieder gehören. Beim Menschen sehen wir das auch physisch, wozu seine Zähne, wozu sein Ohrläppchen, wozu seine Finger gehören, wir sehen es physisch als den Gesamtorganismus. Bei den Pflanzen sehen wir das, wozu die einzelnen Pflanzen gehören, nicht mit dem physischen Auge, nehmen es nicht wahr mit einem physischen Organ, sondern da gelangen wir gleich vom Teil zum Ganzen, da kommen wir gleich ins Geistige hinein. Und im wesentlichen müssen wir sagen: Das Seelische der Pflanzenwelt ist ein solches, welches in den Pflanzen nur seine einzelnen Organe hat. Und eigentlich sind es nur wenige Wesen in unserem Erdenganzen, die gleichsam zusammengestopft in der Erde sind und die als ihre einzelnen Teile die Pflanzen haben, wie der Mensch seine Haare an sich trägt.
[ 7 ] Dies, sehen Sie, sind einzelne Andeutungen, die sich dann ergeben, wenn wir Rücksicht darauf nehmen, daß in dem Augenblick, wo wir vom Menschen hinausdringen in die uns umgebende Natur, dasjenige, was in dieser uns umgebenden Natur den Sinnen erscheint, was zur Sinneswelt gehört, eigentlich nur die Oberfläche ist. An den Pflanzen ist also das, was zur Sinneswelt gehört, nur das Oberflächliche; hinter dem, was dem Auge, dem Geschmacke, dem Geruche an der Pflanze erscheint, sind erst die geistig-seelischen Kräfte der Pflanze. Aber diese geistig-seelischen Kräfte der Pflanze sind nicht so in der Pflanze enthalten, daß wir etwa davon sprechen könnten, jede einzelne Pflanze wäre beseelt, wie jeder einzelne Mensch etwa beseelt ist. Das ist nicht der Fall. Derjenige, der glauben würde, jede einzelne Pflanze sei beseelt, der würde sich demselben Irrtum hingeben wie der, welcher glauben würde, jedes einzelne Haar oder das Ohrläppchen oder die Nase oder ein Zahn im Menschen sei beseelt. Der ganze Mensch ist beseelt, und wir erlangen einen Einblick in das Seelische des Menschen erst dann, wenn wir von seinen Teilen zum Ganzen gehen. Das müssen wir aber bei jeglichem Wesen tun. Wir müssen spirituell bei jeglichem Wesen sorgfältig darauf kommen, ob es Teil oder ob es in einer gewissen Weise Ganzes ist. Die sämtlichen Pflanzen der Erde sind nun keineswegs für sich ein Ganzes, sondern sie sind Teile, Glieder, und eigentlich sprechen wir von einem Wirklichen nur, wenn wir von dem sprechen, zu dem die Pflanzen als Teile, als Glieder gehören. Beim Menschen sehen wir das auch physisch, wozu seine Zähne, wozu sein Ohrläppchen, wozu seine Finger gehören, wir sehen es physisch als den Gesamtorganismus. Bei den Pflanzen sehen wir das, wozu die einzelnen Pflanzen gehören, nicht mit dem physischen Auge, nehmen es nicht wahr mit einem physischen Organ, sondern da gelangen wir gleich vom Teil zum Ganzen, da kommen wir gleich ins Geistige hinein. Und im wesentlichen müssen wir sagen: Das Seelische der Pflanzenwelt ist ein solches, welches in den Pflanzen nur seine einzelnen Organe hat. Und eigentlich sind es nur wenige Wesen in unserem Erdenganzen, die gleichsam zusammengestopft in der Erde sind und die als ihre einzelnen Teile die Pflanzen haben, wie der Mensch seine Haare an sich trägt.
[ 8 ] Wir können, wenn wir wollen, davon sprechen, daß, wenn wir über die Pflanze, insofern sie unseren Sinnen erscheint, hinausgehen, wir dann zu den Gruppenseelen der Pflanzen kommen, die sich zur Pflanze so verhalten wie das Ganze zum Teil. Im großen und ganzen gibt es sieben Gruppenseelen, die als Pflanzenseelen zur Erde gehören und alle im Erdmittelpunkt in einer gewissen Weise den Mittelpunkt ihres eigenen Wesens haben. So daß wir uns die Erde nicht nur als diesen physischen Ball vorstellen können, sondern diese Erde ist durchdrungen von sieben solchen mehr oder weniger großen oder kleinen Sphären, die alle im Mittelpunkt der Erde etwas haben wie einen eigenen geistigen Mittelpunkt. Und dann treiben diese geistigen Wesen die Pflanzen heraus aus der Erde. Die Wurzel wächst dem Mittelpunkt der Erde zu, weil sie eigentlich dahin will und nur durch die übrige Erdenmaterie abgehalten wird, bis zum Mittelpunkt vorzudringen. Jede Pflanzenwurzel hat das Bestreben, bis zum Mittelpunkte der Erde vorzudringen, wo der Mittelpunkt des geistigen Wesens ist, zu dem die Pflanze gehört. |
[ 8 ] Wir können, wenn wir wollen, davon sprechen, daß, wenn wir über die Pflanze, insofern sie unseren Sinnen erscheint, hinausgehen, wir dann zu den Gruppenseelen der Pflanzen kommen, die sich zur Pflanze so verhalten wie das Ganze zum Teil. Im großen und ganzen gibt es sieben Gruppenseelen, die als Pflanzenseelen zur Erde gehören und alle im Erdmittelpunkt in einer gewissen Weise den Mittelpunkt ihres eigenen Wesens haben. So daß wir uns die Erde nicht nur als diesen physischen Ball vorstellen können, sondern diese Erde ist durchdrungen von sieben solchen mehr oder weniger großen oder kleinen Sphären, die alle im Mittelpunkt der Erde etwas haben wie einen eigenen geistigen Mittelpunkt. Und dann treiben diese geistigen Wesen die Pflanzen heraus aus der Erde. Die Wurzel wächst dem Mittelpunkt der Erde zu, weil sie eigentlich dahin will und nur durch die übrige Erdenmaterie abgehalten wird, bis zum Mittelpunkt vorzudringen. Jede Pflanzenwurzel hat das Bestreben, bis zum Mittelpunkte der Erde vorzudringen, wo der Mittelpunkt des geistigen Wesens ist, zu dem die Pflanze gehört. |
[ 9 ] So sehen wir also, daß wir etwas außerordentlich Wichtiges haben in dem Grundsatz, daß wir immer zu dem Ganzen gehen müssen, daß wir bei einem jeden Wesen darauf sehen müssen, ob es 'Teil oder Ganzes ist. In der neueren Zeit sehen einige Naturforscher die Pflanzen wohl als beseelt an, aber sie sehen die einzelnen Pflanzen als beseelt an. Das ist nicht geistreicher, als wenn man einen Zahn einen Menschen nennen würde; das steht auf derselben geistigen Höhe. Und alles das, wovon gerade heute viele sagen: Das ist schon ganz Anthroposophie, denn die sehen die Pflanzen als beseelt an — das ist für die Zukunft nichts weiter als wissenschaftliche Makulatur. Denn in den Pflanzen einzelne individuelle Seelen suchen, das würde eben heißen: Ich reiße einem Menschen einen Zahn aus und suche darin die Menschenseele. Die Pflanzenseele haben wir nicht zu suchen in der einzelnen Pflanze, sondern so, daß sogar ihr Wichtigstes im Mittelpunkte der Erde ist, nach welchem die Wurzel als die nach dem geistigsten Teile des Pflanzendaseins strebende Kraft hinzielt.
[ 9 ] So sehen wir also, daß wir etwas außerordentlich Wichtiges haben in dem Grundsatz, daß wir immer zu dem Ganzen gehen müssen, daß wir bei einem jeden Wesen darauf sehen müssen, ob es 'Teil oder Ganzes ist. In der neueren Zeit sehen einige Naturforscher die Pflanzen wohl als beseelt an, aber sie sehen die einzelnen Pflanzen als beseelt an. Das ist nicht geistreicher, als wenn man einen Zahn einen Menschen nennen würde; das steht auf derselben geistigen Höhe. Und alles das, wovon gerade heute viele sagen: Das ist schon ganz Anthroposophie, denn die sehen die Pflanzen als beseelt an — das ist für die Zukunft nichts weiter als wissenschaftliche Makulatur. Denn in den Pflanzen einzelne individuelle Seelen suchen, das würde eben heißen: Ich reiße einem Menschen einen Zahn aus und suche darin die Menschenseele. Die Pflanzenseele haben wir nicht zu suchen in der einzelnen Pflanze, sondern so, daß sogar ihr Wichtigstes im Mittelpunkte der Erde ist, nach welchem die Wurzel als die nach dem geistigsten Teile des Pflanzendaseins strebende Kraft hinzielt.
[ 10 ] Wenn Sie nun ein solches Reich ins Auge fassen, dann wird Ihnen vom Standpunkte der heutigen Naturanschauung allerdings schon etwas entgegentreten, was uns in einer gewissen Weise so weit an die Pforte der Wahrheit bringen kann, wie Mephistopheles den Faust ins Reich der Mütter bringt, nämlich just bis zum alleräußersten Tor, nicht hinein in das Reich der Mütter. Denn ebensowenig, wie Mephistopheles mit dem Faust in das Reich der Mütter herunter kann, ebensowenig kann die heutige Naturwissenschaft in das Geistige hinein. Aber wie in gewisser Weise der Mephistopheles den Schlüssel gibt, gibt die Naturwissenschaft schon auch den Schlüssel. Sie will nur nicht selber hinein, wie Mephistopheles selber auch nicht hinein will in das Reich der Mütter. Also in gewisser Weise gibt uns Naturwissenschaft heute Anhaltspunkte, die dann, wenn Sie das so erkennen, wie wir es charakterisiert haben in diesen Vorträgen, dieses Erkennen oftmals an die Pforte des Wahren bringen können.
[ 10 ] Wenn Sie nun ein solches Reich ins Auge fassen, dann wird Ihnen vom Standpunkte der heutigen Naturanschauung allerdings schon etwas entgegentreten, was uns in einer gewissen Weise so weit an die Pforte der Wahrheit bringen kann, wie Mephistopheles den Faust ins Reich der Mütter bringt, nämlich just bis zum alleräußersten Tor, nicht hinein in das Reich der Mütter. Denn ebensowenig, wie Mephistopheles mit dem Faust in das Reich der Mütter herunter kann, ebensowenig kann die heutige Naturwissenschaft in das Geistige hinein. Aber wie in gewisser Weise der Mephistopheles den Schlüssel gibt, gibt die Naturwissenschaft schon auch den Schlüssel. Sie will nur nicht selber hinein, wie Mephistopheles selber auch nicht hinein will in das Reich der Mütter. Also in gewisser Weise gibt uns Naturwissenschaft heute Anhaltspunkte, die dann, wenn Sie das so erkennen, wie wir es charakterisiert haben in diesen Vorträgen, dieses Erkennen oftmals an die Pforte des Wahren bringen können.
[ 11 ] So spricht die Naturwissenschaft der Gegenwart, indem sie sich von Darwin hat anregen lassen, bloß aus der Welt der Sinne einen wichtigen naturwissenschaftlichen Grundsatz abzuleiten, von dem sogenannten Kampf ums Dasein. Wer wollte diesen Kampf ums Dasein nicht überall bemerken, wenn er nur das, was zunächst die äußere Sinneswelt darbietet, ins Auge faßt? Oh, dieser Kampf ums Dasein tritt uns ja überall entgegen! Wir brauchen nur zu beachten, wie, sagen wir, unzählige Keime von Meerestieren in das Meer oder an den Strand abgelegt werden, wie viele da zugrunde gehen und wie wenige zu wirklichen Tieren sich auswachsen, wie wenig Keime also wiederum Tiere werden und wie die anderen alle zugrunde gehen. Da schon beginnt sozusagen ein scheinbar furchtbarer Kampf ums Dasein, und man könnte nun anfangen zu lamentieren, wenn man bloß auf die Welt der Sinne hörte, und sagen: Von den Millionen und Abermillionen Keimen gehen im Kampf ums Dasein so viele zugrunde und nur wenige kommen fort. — Aber dies ist nur die eine Seite eines Gedankens. Denn fassen wir diesen Gedanken einmal an einem anderen Ende an. Gleichsam um Ihr Denken in eine gewisse Richtung zu bringen, möchte ich Sie ermahnen, den Gedanken am anderen Ende anzufassen. Sie können auch in der folgenden Weise lamentieren über den Kampf ums Dasein: Sie können Ihren Blick richten auf ein Getreidefeld, wo so und so viele Ähren mit so und so vielen Körnern stehen, und können sich jetzt fragen: Wieviel geht von diesen Körnern, die in den Getreideähren sind, in irgendeiner Weise für sein eigentliches Ziel verloren, und wie wenig davon wird wiederum in die Erde gesenkt, um Neues zu werden in demselben Sinne, wie es das Alte war? — Wir senden also unseren Blick über ein Ährenfeld hin, das in üppiger Fruchtbarkeit sproßt und sprießt, und sagen uns: Wieviel von dem, was da sproßt und sprießt, wird vergehen, ohne seinen Zweck erreicht zu haben, und nur weniges wird in die Erde gesenkt, so daß neue Pflanzen der gleichen Art entstehen. Es ist da also auch so, nur ein wenig auf einem anderen Gebiete, wie bei den Meerestieren, wo auch nur wenig Keime zur Entfaltung kommen.
[ 11 ] So spricht die Naturwissenschaft der Gegenwart, indem sie sich von Darwin hat anregen lassen, bloß aus der Welt der Sinne einen wichtigen naturwissenschaftlichen Grundsatz abzuleiten, von dem sogenannten Kampf ums Dasein. Wer wollte diesen Kampf ums Dasein nicht überall bemerken, wenn er nur das, was zunächst die äußere Sinneswelt darbietet, ins Auge faßt? Oh, dieser Kampf ums Dasein tritt uns ja überall entgegen! Wir brauchen nur zu beachten, wie, sagen wir, unzählige Keime von Meerestieren in das Meer oder an den Strand abgelegt werden, wie viele da zugrunde gehen und wie wenige zu wirklichen Tieren sich auswachsen, wie wenig Keime also wiederum Tiere werden und wie die anderen alle zugrunde gehen. Da schon beginnt sozusagen ein scheinbar furchtbarer Kampf ums Dasein, und man könnte nun anfangen zu lamentieren, wenn man bloß auf die Welt der Sinne hörte, und sagen: Von den Millionen und Abermillionen Keimen gehen im Kampf ums Dasein so viele zugrunde und nur wenige kommen fort. — Aber dies ist nur die eine Seite eines Gedankens. Denn fassen wir diesen Gedanken einmal an einem anderen Ende an. Gleichsam um Ihr Denken in eine gewisse Richtung zu bringen, möchte ich Sie ermahnen, den Gedanken am anderen Ende anzufassen. Sie können auch in der folgenden Weise lamentieren über den Kampf ums Dasein: Sie können Ihren Blick richten auf ein Getreidefeld, wo so und so viele Ähren mit so und so vielen Körnern stehen, und können sich jetzt fragen: Wieviel geht von diesen Körnern, die in den Getreideähren sind, in irgendeiner Weise für sein eigentliches Ziel verloren, und wie wenig davon wird wiederum in die Erde gesenkt, um Neues zu werden in demselben Sinne, wie es das Alte war? — Wir senden also unseren Blick über ein Ährenfeld hin, das in üppiger Fruchtbarkeit sproßt und sprießt, und sagen uns: Wieviel von dem, was da sproßt und sprießt, wird vergehen, ohne seinen Zweck erreicht zu haben, und nur weniges wird in die Erde gesenkt, so daß neue Pflanzen der gleichen Art entstehen. Es ist da also auch so, nur ein wenig auf einem anderen Gebiete, wie bei den Meerestieren, wo auch nur wenig Keime zur Entfaltung kommen.
[ 12 ] Aber jetzt möchte ich Sie einmal fragen, was mit den Menschen, die etwas essen müssen, werden sollte, wenn alle Getreidekörner wiederum in die Erde gesenkt würden? Nehmen wir an, es könnte sein — theoretisch kann man ja alles annehmen —, daß so viel wächst, daß alle Getreidekörner wieder aufgehen könnten. Aber denken wir dann, was mit denjenigen Wesen geschehen würde, welche sich vom Getreide ernähren müssen! Hier, sehen Sie, kommen wir an etwas sehr Merkwürdiges; hier kommen wir zu einer Erschütterung in bezug auf einen Glauben, der uns berechtigt erscheinen könnte, wenn wir die Welt der Sinne anschauen. Es könnte uns berechtigt erscheinen, wenn wir, sagen wir in bezug auf rein sinnliches Dasein ein Ährenfeld anschauen, daß ein jegliches Korn wieder eine ganze Pflanze werde. Aber der Gesichtspunkt ist vielleicht falsch. Vielleicht ist es im Gesamtzusammenhange der Welt gar nicht so, daß wir richtig denken, wenn wir einem jeglichen Samenkorn den Zweck zuschreiben, wiederum eine ganze Pflanze zu werden, sondern vielleicht ist es so, daß uns nichts berechtigt zu sagen, daß irgendwie diejenigen Körner ihren Weltenzweck verfehlt haben, welche anderen Wesen zur Nahrung dienen, ebensowenig, wie uns irgend etwas zwingt zu sagen, daß die Samen der Meeresfische ihren Zweck verfehlt haben, die nicht wiederum zu Fischen geworden sind. Es ist nämlich wirklich nur ein menschliches Vorurteil, daß ein jeglicher Same wiederum zu demselben Wesen werden solle. Denn die Aufgaben der Einzelwesen können wir nur ermessen, wenn wir wiederum den Blick auf das Ganze richten. Und wenn das, was alljährlich in millionenfacher Weise an Samen im Meere zugrunde geht, auch nicht zu Fischen wird, so dient es dafür anderen Wesenheiten, die der Mensch jetzt nur nicht überschaut, zur Nahrung, gibt sich anderen Wesenheiten hin. Und wahrhaftig, diejenigen geistigen Substanzen, die sich ins Dasein ringen in den scheinbar zugrunde gehenden Meeressamen, die lamentieren nicht, daß sie ihr Ziel nicht erreichen — um Nahrung zu sein für andere Wesen, aufgenommen zu werden von diesen anderen Wesen. Der Mensch, der ja mit seinem Verstande außen steht, der glaubt, daß nur alles das eine Bedeutung habe, was sozusagen zu dem Ziele hinstrebt, das er durch seine Sinne als das letzte Ziel ansehen muß. Ein vorurteilslos auf die Natur gerichteter Blick sieht in jedem Stadium eines jeden Wesens etwas Vollkommenes, und solche Vollkommenheit ruht nicht erst in dem, zu dem ein Wesen wird, sondern in dem, was es ist.
[ 12 ] Aber jetzt möchte ich Sie einmal fragen, was mit den Menschen, die etwas essen müssen, werden sollte, wenn alle Getreidekörner wiederum in die Erde gesenkt würden? Nehmen wir an, es könnte sein — theoretisch kann man ja alles annehmen —, daß so viel wächst, daß alle Getreidekörner wieder aufgehen könnten. Aber denken wir dann, was mit denjenigen Wesen geschehen würde, welche sich vom Getreide ernähren müssen! Hier, sehen Sie, kommen wir an etwas sehr Merkwürdiges; hier kommen wir zu einer Erschütterung in bezug auf einen Glauben, der uns berechtigt erscheinen könnte, wenn wir die Welt der Sinne anschauen. Es könnte uns berechtigt erscheinen, wenn wir, sagen wir in bezug auf rein sinnliches Dasein ein Ährenfeld anschauen, daß ein jegliches Korn wieder eine ganze Pflanze werde. Aber der Gesichtspunkt ist vielleicht falsch. Vielleicht ist es im Gesamtzusammenhange der Welt gar nicht so, daß wir richtig denken, wenn wir einem jeglichen Samenkorn den Zweck zuschreiben, wiederum eine ganze Pflanze zu werden, sondern vielleicht ist es so, daß uns nichts berechtigt zu sagen, daß irgendwie diejenigen Körner ihren Weltenzweck verfehlt haben, welche anderen Wesen zur Nahrung dienen, ebensowenig, wie uns irgend etwas zwingt zu sagen, daß die Samen der Meeresfische ihren Zweck verfehlt haben, die nicht wiederum zu Fischen geworden sind. Es ist nämlich wirklich nur ein menschliches Vorurteil, daß ein jeglicher Same wiederum zu demselben Wesen werden solle. Denn die Aufgaben der Einzelwesen können wir nur ermessen, wenn wir wiederum den Blick auf das Ganze richten. Und wenn das, was alljährlich in millionenfacher Weise an Samen im Meere zugrunde geht, auch nicht zu Fischen wird, so dient es dafür anderen Wesenheiten, die der Mensch jetzt nur nicht überschaut, zur Nahrung, gibt sich anderen Wesenheiten hin. Und wahrhaftig, diejenigen geistigen Substanzen, die sich ins Dasein ringen in den scheinbar zugrunde gehenden Meeressamen, die lamentieren nicht, daß sie ihr Ziel nicht erreichen — um Nahrung zu sein für andere Wesen, aufgenommen zu werden von diesen anderen Wesen. Der Mensch, der ja mit seinem Verstande außen steht, der glaubt, daß nur alles das eine Bedeutung habe, was sozusagen zu dem Ziele hinstrebt, das er durch seine Sinne als das letzte Ziel ansehen muß. Ein vorurteilslos auf die Natur gerichteter Blick sieht in jedem Stadium eines jeden Wesens etwas Vollkommenes, und solche Vollkommenheit ruht nicht erst in dem, zu dem ein Wesen wird, sondern in dem, was es ist.
[ 13 ] Das sind solche aus dem Okkultismus heraus gewonnene Gedanken, die in Ihnen angeschlagen werden müssen. Und wenn Sie jetzt von der Außenwelt zurückblicken auf die eigene Seele, dann werden Sie wahrnehmen, daß in dieser eigenen Seele eine Fülle von Gedanken ist, die fortwährend in diese Seele hereinströmen, fortwährend in dieser Seele aufleben, und wenige von diesen Gedanken nur werden klar gefaßt, wenige nur werden ein bewußter Teil der menschlichen Seele. Machen Sie irgendeinen Weg durch die Stadt und denken Sie daran, wie vieles da durch Ihre Sinne hereinfällt in Ihre Seele und wie wenig Sie es so beachten, daß es dann ein bleibender Bestandteil Ihres Seelenlebens wird. Sie nehmen fortwährend Eindrücke auf, und die Masse dieser Eindrücke, die Sie aufnehmen, verhält sich zu dem, was dann ein bleibender bewußter Besitz Ihrer Seele wird, geradeso, wie die große Menge der jährlich entstehenden Fischkeime im Meere sich zu dem verhält, was wirkliche, ausgewachsene Fische wird. Auch in Ihrem inneren Seelenleben müssen Sie auf dem Grund und Boden eines weiten Gebietes fortwährend die Prozedur ausführen, weniges nur zur Entfaltung kommen zu lassen. Und wenn der Mensch nur ein klein wenig dahinter kommt, aus welchem Flutenmeere von Phantasiegebilden und Vorstellungsgebilden er auftaucht, wenn er aus dem Schlafe auftaucht, wenn manchem Menschen noch der Traum eine letzte Spur zeigt von diesem ungeheuer reichen Leben, das der Mensch im Schlafzustande führt, dann kann er auch darauf kommen, daß es eine Bedeutung hat, wenn er so vieles in sich aufnimmt, was nicht zum deutlichen Bewußtsein kommt. Denn was zu einem deutlichen Bewußtsein kommt, das ist für die innere Arbeit des Menschen verloren, das arbeitet nicht mehr an dem System der Sinnesorgane, an dem System der Drüsenorgane, an dem System der Verdauung, an dem Nerven-, Muskel-, Knochensystem usw. Das, was in der Seele bewußt wird, was der heutige Mensch als bewußten inneren Seelengehalt in sich trägt, das arbeitet nicht mehr, das ist gerade dadurch charakterisiert, daß es losgerissen ist von dem Mutterboden des Gesamtmenschen und dadurch dem Menschen zum Bewußtsein kommt. Das, was sich verhält zu diesen bewußten Vorstellungen wie die vielen Samen zu den wenigen, die Fische werden, was da hereinkommt an ungeheuer vielen äußeren Eindrücken, aber nicht ins Bewußtsein hereinkommt, das arbeitet an dem Gesamtmenschen.
[ 13 ] Das sind solche aus dem Okkultismus heraus gewonnene Gedanken, die in Ihnen angeschlagen werden müssen. Und wenn Sie jetzt von der Außenwelt zurückblicken auf die eigene Seele, dann werden Sie wahrnehmen, daß in dieser eigenen Seele eine Fülle von Gedanken ist, die fortwährend in diese Seele hereinströmen, fortwährend in dieser Seele aufleben, und wenige von diesen Gedanken nur werden klar gefaßt, wenige nur werden ein bewußter Teil der menschlichen Seele. Machen Sie irgendeinen Weg durch die Stadt und denken Sie daran, wie vieles da durch Ihre Sinne hereinfällt in Ihre Seele und wie wenig Sie es so beachten, daß es dann ein bleibender Bestandteil Ihres Seelenlebens wird. Sie nehmen fortwährend Eindrücke auf, und die Masse dieser Eindrücke, die Sie aufnehmen, verhält sich zu dem, was dann ein bleibender bewußter Besitz Ihrer Seele wird, geradeso, wie die große Menge der jährlich entstehenden Fischkeime im Meere sich zu dem verhält, was wirkliche, ausgewachsene Fische wird. Auch in Ihrem inneren Seelenleben müssen Sie auf dem Grund und Boden eines weiten Gebietes fortwährend die Prozedur ausführen, weniges nur zur Entfaltung kommen zu lassen. Und wenn der Mensch nur ein klein wenig dahinter kommt, aus welchem Flutenmeere von Phantasiegebilden und Vorstellungsgebilden er auftaucht, wenn er aus dem Schlafe auftaucht, wenn manchem Menschen noch der Traum eine letzte Spur zeigt von diesem ungeheuer reichen Leben, das der Mensch im Schlafzustande führt, dann kann er auch darauf kommen, daß es eine Bedeutung hat, wenn er so vieles in sich aufnimmt, was nicht zum deutlichen Bewußtsein kommt. Denn was zu einem deutlichen Bewußtsein kommt, das ist für die innere Arbeit des Menschen verloren, das arbeitet nicht mehr an dem System der Sinnesorgane, an dem System der Drüsenorgane, an dem System der Verdauung, an dem Nerven-, Muskel-, Knochensystem usw. Das, was in der Seele bewußt wird, was der heutige Mensch als bewußten inneren Seelengehalt in sich trägt, das arbeitet nicht mehr, das ist gerade dadurch charakterisiert, daß es losgerissen ist von dem Mutterboden des Gesamtmenschen und dadurch dem Menschen zum Bewußtsein kommt. Das, was sich verhält zu diesen bewußten Vorstellungen wie die vielen Samen zu den wenigen, die Fische werden, was da hereinkommt an ungeheuer vielen äußeren Eindrücken, aber nicht ins Bewußtsein hereinkommt, das arbeitet an dem Gesamtmenschen.
[ 14 ] Es arbeitet also fortwährend an dem Gesamtmenschen dasjenige, was in seiner Umgebung ist. Sehen Sie, der Traum kann Sie manchmal auch darüber belehren, wie in der T’at nicht nur das in die Seele hereinzieht, was dann als bewußte Vorstellung fortlebt, sondern wie auch andere Eindrücke in die Seele hereinziehen. Sie brauchen nur zu achten auf solche Dinge, die sich tausendfach im Leben finden. Sie träumen irgendeine Situation: Sie stehen einem Menschen gegenüber, der mit einem anderen Menschen spricht. Sie stehen als Dritter da. Sie träumen ganz genau das Antlitz des betreffenden Menschen und so weiter. Sie sagen sich: Woher dieser Traum? Er macht so den Eindruck, als ob er sich mit Personen befaßte, die ich kenne im physischen Leben, er geht also auf den physischen Plan hinaus in seiner Anregung. Woher aber der Traum? Ich habe das nicht gehört, nicht gesehen. Und nun forschen Sie nach, und wenn Sie genau forschen, so können Sie finden, daß Sie vor ein paar Tagen doch den Menschen gegenübergestanden sind in einem Eisenbahnwagen, nur ist es damals unbewußt an Ihnen vorbeigegangen. Aber es lebt sich doch ein. Nur Ungenauigkeit in der Beobachtung macht es, daß die Menschen so etwas nicht wissen.
[ 14 ] Es arbeitet also fortwährend an dem Gesamtmenschen dasjenige, was in seiner Umgebung ist. Sehen Sie, der Traum kann Sie manchmal auch darüber belehren, wie in der T’at nicht nur das in die Seele hereinzieht, was dann als bewußte Vorstellung fortlebt, sondern wie auch andere Eindrücke in die Seele hereinziehen. Sie brauchen nur zu achten auf solche Dinge, die sich tausendfach im Leben finden. Sie träumen irgendeine Situation: Sie stehen einem Menschen gegenüber, der mit einem anderen Menschen spricht. Sie stehen als Dritter da. Sie träumen ganz genau das Antlitz des betreffenden Menschen und so weiter. Sie sagen sich: Woher dieser Traum? Er macht so den Eindruck, als ob er sich mit Personen befaßte, die ich kenne im physischen Leben, er geht also auf den physischen Plan hinaus in seiner Anregung. Woher aber der Traum? Ich habe das nicht gehört, nicht gesehen. Und nun forschen Sie nach, und wenn Sie genau forschen, so können Sie finden, daß Sie vor ein paar Tagen doch den Menschen gegenübergestanden sind in einem Eisenbahnwagen, nur ist es damals unbewußt an Ihnen vorbeigegangen. Aber es lebt sich doch ein. Nur Ungenauigkeit in der Beobachtung macht es, daß die Menschen so etwas nicht wissen.
[ 15 ] Nun sind allerdings solche Vorstellungen, die in dieser Weise der Traum uns vor Augen bringt, nicht die allerwichtigsten, die als Eindrücke auf die Seele wirken, sondern ganz andere. Denken Sie einmal daran, daß das, was Ihnen gestern vorgeführt worden ist, ja fortwährend geschehen ist in der Menschheitsentwickelung. Durch sein Knochensystem hat der Mensch fortwährend Imaginationen hervorgebracht, durch sein Muskelsystem fortwährend Inspirationen in die Welt geschickt, durch sein Nervensystem fortwährend Intuitionen. Das alles ist in der Welt. Das, was böse ist, muß der Mensch wiederum zurücknehmen und durch sein Schicksal abtragen. Aber das andere baut draußen auf und gestaltet, ist fortwährend in der Umgebung des Menschen da. Tatsächlich ist auch alles das, was, sagen wir, nur seit der atlantischen Katastrophe der Mensch an Imaginationen, an Inspirationen und Intuitionen in die Erdenwelt hinausgegeben hat, vorhanden und gehört zu unserer Umgebung. Das alles, insofern es ein Gutes war, was da die Menschen hervorgebracht haben, das brauchen die einzelnen Menschen nicht wieder in ihrem Karmaverlauf zurückzunehmen. Aber was sie so durch Jahrhunderte und Aberjahrhunderte in den aufeinanderfolgenden Epochen gleichsam hinausgesendet haben in die geistige Erdenatmosphäre, das ist wahrhaft für die Menschen, die jetzt weiterleben, ebenso vorhanden, wie die Luft für den physischen Menschen vorhanden ist. Wie der Mensch die physische Luft atmet, wie die Luft von seiner Umgebung in sein physisches Inneres dringt, so dringen in den Menschen herein die Dinge, die sich da entwickelt haben als Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen, und der Mensch nimmt mit seinem SeelischGeistigen teil an alledem. Und nun ist das Wichtige, daß der Mensch nicht wesenlos dem gegenüberstehe, was er also in den früheren Epochen seines Erdendaseins der Erde selber mitgeteilt hat, daß er nicht unverwandt dem gegenüberstehen soll. Verwandt aber kann der Mensch nur werden dem, was er also als geistigen Inhalt der Erde einverleibt hat, wenn er sich allmählich die Fähigkeit erwirbt, in seine Seele diese Dinge hereinzunehmen.
[ 15 ] Nun sind allerdings solche Vorstellungen, die in dieser Weise der Traum uns vor Augen bringt, nicht die allerwichtigsten, die als Eindrücke auf die Seele wirken, sondern ganz andere. Denken Sie einmal daran, daß das, was Ihnen gestern vorgeführt worden ist, ja fortwährend geschehen ist in der Menschheitsentwickelung. Durch sein Knochensystem hat der Mensch fortwährend Imaginationen hervorgebracht, durch sein Muskelsystem fortwährend Inspirationen in die Welt geschickt, durch sein Nervensystem fortwährend Intuitionen. Das alles ist in der Welt. Das, was böse ist, muß der Mensch wiederum zurücknehmen und durch sein Schicksal abtragen. Aber das andere baut draußen auf und gestaltet, ist fortwährend in der Umgebung des Menschen da. Tatsächlich ist auch alles das, was, sagen wir, nur seit der atlantischen Katastrophe der Mensch an Imaginationen, an Inspirationen und Intuitionen in die Erdenwelt hinausgegeben hat, vorhanden und gehört zu unserer Umgebung. Das alles, insofern es ein Gutes war, was da die Menschen hervorgebracht haben, das brauchen die einzelnen Menschen nicht wieder in ihrem Karmaverlauf zurückzunehmen. Aber was sie so durch Jahrhunderte und Aberjahrhunderte in den aufeinanderfolgenden Epochen gleichsam hinausgesendet haben in die geistige Erdenatmosphäre, das ist wahrhaft für die Menschen, die jetzt weiterleben, ebenso vorhanden, wie die Luft für den physischen Menschen vorhanden ist. Wie der Mensch die physische Luft atmet, wie die Luft von seiner Umgebung in sein physisches Inneres dringt, so dringen in den Menschen herein die Dinge, die sich da entwickelt haben als Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen, und der Mensch nimmt mit seinem SeelischGeistigen teil an alledem. Und nun ist das Wichtige, daß der Mensch nicht wesenlos dem gegenüberstehe, was er also in den früheren Epochen seines Erdendaseins der Erde selber mitgeteilt hat, daß er nicht unverwandt dem gegenüberstehen soll. Verwandt aber kann der Mensch nur werden dem, was er also als geistigen Inhalt der Erde einverleibt hat, wenn er sich allmählich die Fähigkeit erwirbt, in seine Seele diese Dinge hereinzunehmen.
[ 16 ] Wie aber wird das gemacht? Sehen Sie, wenn man in den geistigen Sinn der Erdenentwickelung eindringt, dann zeigt sich, daß in den Zeiten, in denen die Menschen der nachatlantischen Zeit noch etwas von altem Hellsehen hatten, Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen in einem ganz umfassenden Sinne der geistigen Erdatmosphäre mitgeteilt worden sind. Da war vorzugsweise die Zeit der Ausgabe von solchen spirituellen Substanzen. Seit der vierten nachatlantischen Periode, insbesondere aber von unserer Gegenwart an, kommen wir immer mehr und mehr dazu, weniger auszusenden, aber mehr darauf angewiesen zu sein, das Alte als ein uns Verwandtes aufzunehmen, das, was hinausgesendet worden ist, wiederum in uns hereinzunehmen. Das heißt, der Mensch ist angewiesen darauf, gleichsam einem früheren geistigen Ausatmungsprozeß einen geistigen Einatmungsprozeß entgegenzusetzen. Der Mensch muß immer empfindlicher und empfänglicher werden für das Geistige, das in der Welt vorhanden ist. |
[ 16 ] Wie aber wird das gemacht? Sehen Sie, wenn man in den geistigen Sinn der Erdenentwickelung eindringt, dann zeigt sich, daß in den Zeiten, in denen die Menschen der nachatlantischen Zeit noch etwas von altem Hellsehen hatten, Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen in einem ganz umfassenden Sinne der geistigen Erdatmosphäre mitgeteilt worden sind. Da war vorzugsweise die Zeit der Ausgabe von solchen spirituellen Substanzen. Seit der vierten nachatlantischen Periode, insbesondere aber von unserer Gegenwart an, kommen wir immer mehr und mehr dazu, weniger auszusenden, aber mehr darauf angewiesen zu sein, das Alte als ein uns Verwandtes aufzunehmen, das, was hinausgesendet worden ist, wiederum in uns hereinzunehmen. Das heißt, der Mensch ist angewiesen darauf, gleichsam einem früheren geistigen Ausatmungsprozeß einen geistigen Einatmungsprozeß entgegenzusetzen. Der Mensch muß immer empfindlicher und empfänglicher werden für das Geistige, das in der Welt vorhanden ist. |
[ 17 ] Die alten Zeiten hatten das noch nicht so notwendig, weil sie Geistiges aus ihrem Innern heraussetzen konnten, sie hatten einen Reservefonds. Der ist aber seit der vierten nachatlantischen Kulturepoche so weit erschöpft, daß in der Zukunft nur immer das in gewisser Weise herausgesetzt werden kann, was zuerst eingeatmet, eingesogen wurde. Daß der Mensch in diese neue Mission seines Erdendaseins sich verständnisvoll hineinfinden könne, dazu ist ja gerade Anthroposophie oder Geisteswissenschaft da, welche den Menschen, die heute schon einen Zug zu ihr hin haben, wahrhaftig nicht aus dem Grunde gefällt, weil unter anderen Marotten eben auch diese geisteswissenschaftliche Marotte einmal in die Welt gekommen ist; sondern Geisteswissenschaft oder Anthroposophie hängt im Innersten zusammen mit der ganzen Erdenentwickelung, hängt damit zusammen, daß der Mensch darauf angewiesen ist, nach und nach Verständnis für das Geistige um sich herum zu entwickeln. Denn die Menschen, die von unserer jetzigen Zeit ab kein Verständnis entwickeln werden für den Geist hinter den Sinnen, für die geistige Welt hinter der Sinneswelt, sie werden denen gleichen, welche im physischen Leibe ihr Atmungssystem so verdorben haben, daß sie keine Luft bekommen können zum Atmen, daß sie an Atemnot leiden. Heute ist es’ noch so, weil ein gewisses Erbgut uralter menschlicher Weisheit in Begriffen geblieben ist, daß die Menschen von diesen alten Begriffen zehren. Wer aber mit geistigen Augen die Entwickelung der Menschheit in der letzten Zeit betrachtet, der wird wahrnehmen: Wieviel auch im äußeren Materiellen die Erfindungen und Entdeckungen sich häufen, geistiger Inhalt ist in einer gewissen Weise merkwürdig der Erschöpfung entgegengegangen. Neue Begriffe, neue Ideen, sie sprießen der Menschheit immer weniger. Nur diejenigen, welche die alten Ideen nicht kennen und immer das Alte gerade für sich wiederum entdecken, das heißt, die in gewisser Weise ihr ganzes Leben lang etwas unreif bleiben, nur die können glauben, daß jetzt neue Ideen als solche reifen können. Nein, die Welt der abstrakten Ideen, die Welt der Verstandesideen, sie hat sich erschöpft. Neue Ideen sprießen nicht mehr.
[ 17 ] Die alten Zeiten hatten das noch nicht so notwendig, weil sie Geistiges aus ihrem Innern heraussetzen konnten, sie hatten einen Reservefonds. Der ist aber seit der vierten nachatlantischen Kulturepoche so weit erschöpft, daß in der Zukunft nur immer das in gewisser Weise herausgesetzt werden kann, was zuerst eingeatmet, eingesogen wurde. Daß der Mensch in diese neue Mission seines Erdendaseins sich verständnisvoll hineinfinden könne, dazu ist ja gerade Anthroposophie oder Geisteswissenschaft da, welche den Menschen, die heute schon einen Zug zu ihr hin haben, wahrhaftig nicht aus dem Grunde gefällt, weil unter anderen Marotten eben auch diese geisteswissenschaftliche Marotte einmal in die Welt gekommen ist; sondern Geisteswissenschaft oder Anthroposophie hängt im Innersten zusammen mit der ganzen Erdenentwickelung, hängt damit zusammen, daß der Mensch darauf angewiesen ist, nach und nach Verständnis für das Geistige um sich herum zu entwickeln. Denn die Menschen, die von unserer jetzigen Zeit ab kein Verständnis entwickeln werden für den Geist hinter den Sinnen, für die geistige Welt hinter der Sinneswelt, sie werden denen gleichen, welche im physischen Leibe ihr Atmungssystem so verdorben haben, daß sie keine Luft bekommen können zum Atmen, daß sie an Atemnot leiden. Heute ist es’ noch so, weil ein gewisses Erbgut uralter menschlicher Weisheit in Begriffen geblieben ist, daß die Menschen von diesen alten Begriffen zehren. Wer aber mit geistigen Augen die Entwickelung der Menschheit in der letzten Zeit betrachtet, der wird wahrnehmen: Wieviel auch im äußeren Materiellen die Erfindungen und Entdeckungen sich häufen, geistiger Inhalt ist in einer gewissen Weise merkwürdig der Erschöpfung entgegengegangen. Neue Begriffe, neue Ideen, sie sprießen der Menschheit immer weniger. Nur diejenigen, welche die alten Ideen nicht kennen und immer das Alte gerade für sich wiederum entdecken, das heißt, die in gewisser Weise ihr ganzes Leben lang etwas unreif bleiben, nur die können glauben, daß jetzt neue Ideen als solche reifen können. Nein, die Welt der abstrakten Ideen, die Welt der Verstandesideen, sie hat sich erschöpft. Neue Ideen sprießen nicht mehr.
[ 18 ] Bei Thales begann ein gewisses Entstehen der Verstandesideen für das abendländische Denken. Jetzt sind wir in gewisser Weise am Ende, und Philosophie ist als solche, als Ideenwissenschaft, am Ende. Der Mensch muß sich erheben lernen zu dem, was jenseits der Ideen und Gedanken, die ja auch nur dem physischen Plane angehören, was jenseits dieser Welt der Ideen liegt. Zunächst wird er sich erheben zu den Imaginationen. Die werden wiederum etwas Reales für ihn werden. Dann wird eine neue Befruchtung eintreten für das Geistige der Menschheit. Daher erfließen uns in der Geisteswissenschaft Imaginationen für wichtige Weltenvorgänge. Sehen Sie sich an, wie sich die Beschreibung von Saturn, Sonne und Mond von anderen Dingen unterscheidet, wie sich diese verhält zu den abstrakten Begriffen der anderen Wissenschaft. Bildhaft muß man alles geben, so daß es in der äußeren sinnlichen Welt nicht unmittelbar realisierbar ist. Von dem alten Saturn sagen wir, daß er einen bloßen Wärmezustand hat. Das ist Unsinn für die heutige Welt der Sinne, denn eine bloße Wärmesubstanz gibt es nirgends für die Welt der Sinne. Was aber Unsinn ist für die Welt der Sinne, ist Wahrheit für die Welt des Geistes, und hinein sich zu leben in die Welt des Geistes ist das, was dem Menschen unmittelbar obliegt in die nächste Zukunft hinein. Denn diejenigen, die sich nicht entschließen werden, die Luft des Geistes zu atmen, für welche die Menschenseele. durch Geisteswissenschaft, durch eine Wissenschaft, die über die der bloßen Sinne hinausgeht, empfänglich gemacht werden soll, diejenigen, die sich nicht empfänglich machen wollen für die geistige Wissenschaft, sie werden wirklich einem Zustande entgegengehen, den man in gewisser Weise für viele heute schon herankommen sieht: einer geistigen Atemnot und damit einer geistigen Erschöpfung, die dann weiterführt zu einer geistigen Auszehrung, zu einer geistigen Schwindsucht.
[ 18 ] Bei Thales begann ein gewisses Entstehen der Verstandesideen für das abendländische Denken. Jetzt sind wir in gewisser Weise am Ende, und Philosophie ist als solche, als Ideenwissenschaft, am Ende. Der Mensch muß sich erheben lernen zu dem, was jenseits der Ideen und Gedanken, die ja auch nur dem physischen Plane angehören, was jenseits dieser Welt der Ideen liegt. Zunächst wird er sich erheben zu den Imaginationen. Die werden wiederum etwas Reales für ihn werden. Dann wird eine neue Befruchtung eintreten für das Geistige der Menschheit. Daher erfließen uns in der Geisteswissenschaft Imaginationen für wichtige Weltenvorgänge. Sehen Sie sich an, wie sich die Beschreibung von Saturn, Sonne und Mond von anderen Dingen unterscheidet, wie sich diese verhält zu den abstrakten Begriffen der anderen Wissenschaft. Bildhaft muß man alles geben, so daß es in der äußeren sinnlichen Welt nicht unmittelbar realisierbar ist. Von dem alten Saturn sagen wir, daß er einen bloßen Wärmezustand hat. Das ist Unsinn für die heutige Welt der Sinne, denn eine bloße Wärmesubstanz gibt es nirgends für die Welt der Sinne. Was aber Unsinn ist für die Welt der Sinne, ist Wahrheit für die Welt des Geistes, und hinein sich zu leben in die Welt des Geistes ist das, was dem Menschen unmittelbar obliegt in die nächste Zukunft hinein. Denn diejenigen, die sich nicht entschließen werden, die Luft des Geistes zu atmen, für welche die Menschenseele. durch Geisteswissenschaft, durch eine Wissenschaft, die über die der bloßen Sinne hinausgeht, empfänglich gemacht werden soll, diejenigen, die sich nicht empfänglich machen wollen für die geistige Wissenschaft, sie werden wirklich einem Zustande entgegengehen, den man in gewisser Weise für viele heute schon herankommen sieht: einer geistigen Atemnot und damit einer geistigen Erschöpfung, die dann weiterführt zu einer geistigen Auszehrung, zu einer geistigen Schwindsucht.
[ 19 ] Das würde das Los der Menschen auf Erden sein, die nur bei der Sinneswelt verbleiben wollten, daß sie an geistiger Schwindsucht zugrunde gehen würden. So wird sich in der Zukunft die Kultur entwickeln, daß es Menschen geben wird voller Empfänglichkeit und Seelenhaftigkeit und Herz für die geistige Welt, für das, was zunächst als Geisteswissenschaft gegeben wird, für das, was dann ganz von selbst in den menschlichen Seelen entspringen wird als die Welt der Imagination, Inspiration und Intuition. So wird es sein mit dem einen Teil der Menschheit, daß er ein Verständnis und eine Hingabe haben wird für diese Welt des Geistes. Das werden diejenigen Menschen sein, welche die Aufgabe, die der Erde zunächst gesetzt ist, erfüllen werden. Andere Menschen werden vielleicht bleiben bei der Welt der Sinne, nicht vorrücken wollen über die Welt der Sinne und über das bloße Schattenbild der Sinneswelt, das in den philosophischen Begriffen, das in der äußeren Wissenschaft gegeben werden kann. Diese gehen entgegen geistiger Atemnot, geistiger Auszehrung, geistigem Siechtum, die vertrocknen innerhalb des Erdendaseins und erreichen nicht das, was der Erdenentwickelung als Ziel gestellt ist. Es muß aber die Entwickelung so geschehen, daß ein jeglicher die eigene Seele fragen muß: Welchen Weg wählst du? Gleichsam zur Linken und zur Rechten werden die Menschen stehen in der Zukunft — diejenigen, für die allein die Welt der Sinne Wahrheit sein wird, und diejenigen, für welche die Welt des Geistigen, des Spirituellen Wahrheit sein wird.
[ 19 ] Das würde das Los der Menschen auf Erden sein, die nur bei der Sinneswelt verbleiben wollten, daß sie an geistiger Schwindsucht zugrunde gehen würden. So wird sich in der Zukunft die Kultur entwickeln, daß es Menschen geben wird voller Empfänglichkeit und Seelenhaftigkeit und Herz für die geistige Welt, für das, was zunächst als Geisteswissenschaft gegeben wird, für das, was dann ganz von selbst in den menschlichen Seelen entspringen wird als die Welt der Imagination, Inspiration und Intuition. So wird es sein mit dem einen Teil der Menschheit, daß er ein Verständnis und eine Hingabe haben wird für diese Welt des Geistes. Das werden diejenigen Menschen sein, welche die Aufgabe, die der Erde zunächst gesetzt ist, erfüllen werden. Andere Menschen werden vielleicht bleiben bei der Welt der Sinne, nicht vorrücken wollen über die Welt der Sinne und über das bloße Schattenbild der Sinneswelt, das in den philosophischen Begriffen, das in der äußeren Wissenschaft gegeben werden kann. Diese gehen entgegen geistiger Atemnot, geistiger Auszehrung, geistigem Siechtum, die vertrocknen innerhalb des Erdendaseins und erreichen nicht das, was der Erdenentwickelung als Ziel gestellt ist. Es muß aber die Entwickelung so geschehen, daß ein jeglicher die eigene Seele fragen muß: Welchen Weg wählst du? Gleichsam zur Linken und zur Rechten werden die Menschen stehen in der Zukunft — diejenigen, für die allein die Welt der Sinne Wahrheit sein wird, und diejenigen, für welche die Welt des Geistigen, des Spirituellen Wahrheit sein wird.
[ 20 ] Da aber die Sinne, wie das Ohr des Menschen, dahinschwinden, da dem Menschen am Erdenende alle Erdensinne hingeschwunden sein werden, so können Sie jetzt eine Vorstellung davon bekommen, wie real jene Schwindsucht und Auszehrung zu verstehen ist. Verlassen wir uns auf die Welt der Sinne, so verlassen wir uns auf etwas, was den Menschen verläßt in der Zukunft der Erdenentwickelung. Dringen wir zur Welt des Geistes vor, so entwickeln wir uns zu dem, was immer mehr und mehr an den Menschen herankommen will in der Zukunft der Erdenentwickelung. Wenn wir ein Symbolum gebrauchen wollen, so können wir sagen: Der Mensch kann einmal dastehen am Ende der Erdenentwickelung und sprechen wie Faust, nachdem Faust äußerlich erblindet ist — denn er wird nicht nur dastehen, der Mensch, äußerlich erblindet, sondern äußerlich taub, äußerlich ohne Geschmack, äußerlich ohne Geruch — :: doch im Innern leuchtet helles Licht, doch im Innern tönt herrlichstes Menschentönen und Menschenwort. So wird der Mensch sagen können, der sich der Welt des Geistes zuwendet. Aber der andere, der bei der Welt der Sinne stehen bleiben wollte, wäre ein solcher Faust, der, nachdem er äußerlich erblindet ist, sich sagen müßte: Blind bist du im Äußeren geworden, doch im Innern leuchtet kein geistiges Licht, Finsternis nimmt dich allein auf. Zwischen diesen zwei Faustnaturen hat die Menschheit in bezug auf die Erdenzukunft zu wählen. Denn der erste Faust hätte sich zugewendet der Welt des Geistes, der andere Faust aber hätte sich zugewendet der Welt der Sinne und wäre damit verwandt geworden, verwandt mit dem, was der Mensch empfinden muß als das Wesenlose, das ihm all sein Wesen raubt. So nimmt sich das, was wir aus okkulten Höhen herunterholen wollen, für das unmittelbare Leben des Menschen aus. Und ich denke, man kann sich ersparen, in Worte zu fassen, was an moralischen Grundsätzen, was an Willensantrieben aus einem wirklichen Verständnis der okkulten Wissenschaft für die Menschen der Gegenwart erwachsen kann. Denn aus der richtig verstandenen Weisheit wird die richtig verstandene Tugend in dem Menschenherzen schon geboren werden. Streben wir nach wirklichem Verständnis der Weltentwickelung, suchen wir nach Weisheit, und es wird nicht fehlen, daß das Kind der Weisheit die Liebe sein wird. Das sollte in diesen Vorträgen auseinandergesetzt werden.
[ 20 ] Da aber die Sinne, wie das Ohr des Menschen, dahinschwinden, da dem Menschen am Erdenende alle Erdensinne hingeschwunden sein werden, so können Sie jetzt eine Vorstellung davon bekommen, wie real jene Schwindsucht und Auszehrung zu verstehen ist. Verlassen wir uns auf die Welt der Sinne, so verlassen wir uns auf etwas, was den Menschen verläßt in der Zukunft der Erdenentwickelung. Dringen wir zur Welt des Geistes vor, so entwickeln wir uns zu dem, was immer mehr und mehr an den Menschen herankommen will in der Zukunft der Erdenentwickelung. Wenn wir ein Symbolum gebrauchen wollen, so können wir sagen: Der Mensch kann einmal dastehen am Ende der Erdenentwickelung und sprechen wie Faust, nachdem Faust äußerlich erblindet ist — denn er wird nicht nur dastehen, der Mensch, äußerlich erblindet, sondern äußerlich taub, äußerlich ohne Geschmack, äußerlich ohne Geruch — :: doch im Innern leuchtet helles Licht, doch im Innern tönt herrlichstes Menschentönen und Menschenwort. So wird der Mensch sagen können, der sich der Welt des Geistes zuwendet. Aber der andere, der bei der Welt der Sinne stehen bleiben wollte, wäre ein solcher Faust, der, nachdem er äußerlich erblindet ist, sich sagen müßte: Blind bist du im Äußeren geworden, doch im Innern leuchtet kein geistiges Licht, Finsternis nimmt dich allein auf. Zwischen diesen zwei Faustnaturen hat die Menschheit in bezug auf die Erdenzukunft zu wählen. Denn der erste Faust hätte sich zugewendet der Welt des Geistes, der andere Faust aber hätte sich zugewendet der Welt der Sinne und wäre damit verwandt geworden, verwandt mit dem, was der Mensch empfinden muß als das Wesenlose, das ihm all sein Wesen raubt. So nimmt sich das, was wir aus okkulten Höhen herunterholen wollen, für das unmittelbare Leben des Menschen aus. Und ich denke, man kann sich ersparen, in Worte zu fassen, was an moralischen Grundsätzen, was an Willensantrieben aus einem wirklichen Verständnis der okkulten Wissenschaft für die Menschen der Gegenwart erwachsen kann. Denn aus der richtig verstandenen Weisheit wird die richtig verstandene Tugend in dem Menschenherzen schon geboren werden. Streben wir nach wirklichem Verständnis der Weltentwickelung, suchen wir nach Weisheit, und es wird nicht fehlen, daß das Kind der Weisheit die Liebe sein wird. Das sollte in diesen Vorträgen auseinandergesetzt werden.
