Spiritual Entities
in Heavenly Bodies and Nature Realms
GA 136
4 April 1912, Helsinki
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Spiritual Entities in Heavenly Bodies and Nature Realms, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Gestern abend versuchte ich zunächst, den Weg zu zeigen, der die menschliche Seele hinführt zur Beobachtung jener geistigen Welt, die unmittelbar hinter unserer sinnlich-physischen Welt verborgen ist, und ich versuchte aufmerksam zu machen auf zwei Klassen, auf zwei Kategorien von geistigen Wesenheiten, welche der okkulte Blick findet, wenn er in der gestern geschilderten Art den Schleier hinweghebt von der Sinneswelt. Es sollen zunächst heute noch zwei andere Arten, Kategorien von Naturgeistern besprochen werden. Die eine Art, also eine besondere Kategorie, ergibt sich für den okkult geschulten Blick dann, wenn man beobachtet das allmähliche Hinwelken und Absterben, sagen wir, der Pflanzenwelt im Spätsommer oder im Herbst, überhaupt das Absterben der natürlichen Wesenheiten. Schon wenn die Pflanzen beginnen, Früchte zu entwickeln in ihren Blüten, kann man dieses Entwickeln der Früchte so auf die Seele wirken lassen, wie wir es gestern geschildert haben. Und auf dieselbe Weise, wie das gestern geschildert worden ist, erhält man dann für seine Imagination den Eindruck von geistigen Wesenheiten, welche etwas zu tun haben mit dem Absterben, mit dem Hinwelken der natürlichen Wesenheiten. So wie wir gestern schildern konnten, daß die Pflanzen im Frühling gleichsam herausgezogen werden aus der Erde von gewissen Wesenheiten, die einer fortwährenden Metamorphose unterliegen, so können wir sagen: Wenn die Pflanzen zum Beispiel sich allmählich heranentwickelt haben und wiederum die Notwendigkeit beginnt, daß sie welken, dann greifen andere Wesenheiten ein, Wesenheiten, von denen wir nicht einmal sagen können, daß sie ihre Gestalten fortwährend verwandeln, denn wir können eigentlich von ihnen nur sagen, daß sie keine rechte Gestalt haben. Blitzartig aufleuchtend, wie kleine Meteore aufleuchtend und wieder verschwindend, so erscheinen sie uns, wieder aufblitzend und wieder verschwindend, so daß sie eigentlich gar keine bestimmte Gestalt haben, sondern wie über unsere Erde hinhuschend, meteor- oder irrlichtartig aufleuchtend und verglimmend sind. Diese Wesenheiten hängen zunächst zusammen mit dem Heranreifen alles dessen, was in den Reichen der Natur vorhanden ist. Damit Wesenheiten in den Naturreichen reif werden können, sind diese Kräfte oder Wesenheiten vorhanden. Für den okkulten Blick sind diese Wesenheiten eigentlich nur dann wahrnehmbar, wenn er sich einzig und allein auf die Luft selber richtet, und zwar auf eine möglichst reine Luft. Wir haben die zweite Art von Naturwesenheiten gestern so schildern müssen, daß wir das versprühende oder sich wieder sammelnde Wasser auf uns wirken lassen, das in den Wolkengebilden oder sonstwie unserer Betrachtung sich darbietet. Möglichst wasserreine Luft, die vom Sonnenlicht und von der Sonnenwärme durchspielt wird, muß auf die Seele wirken, wenn man die Imagination von diesen meteorisch aufleuchtenden und wieder verglimmenden Wesenheiten erhalten will, welche gleichsam unsichtbar in der wasserreinen Luft leben und gierig einsaugen das Licht, von dem die Luft durchdrungen ist und das sie aufglänzen und aufleuchten läßt. Diese Wesenheiten sind es, die sich dann niedersenken zum Beispiel auf die Pflanzenwelt oder auch auf die tierische Welt und das Reifen besorgen.
[ 1 ] Last night I first attempted to show the path that leads the human soul to the observation of that spiritual world which lies hidden immediately behind our sensory-physical world, and I sought to draw attention to two classes, two categories of spiritual beings, which the occult gaze encounters when it lifts the veil from the sensory world in the manner described yesterday. Today we shall first discuss two other types, or categories, of nature spirits. One type—that is, a particular category—reveals itself to the occultly trained eye when one observes the gradual withering and dying off, let us say, of the plant world in late summer or autumn, or indeed the dying off of natural beings in general. Even when the plants begin to develop fruit in their blossoms, one can allow this development of the fruit to affect the soul in the way we described yesterday. And in the same way as was described yesterday, one then receives in one’s imagination the impression of spiritual beings who have something to do with the dying off, with the withering of natural beings. Just as we were able to describe yesterday that in spring the plants are, as it were, drawn out of the earth by certain beings who are subject to a continuous metamorphosis, so we can say: When, for example, the plants have gradually developed and the necessity arises once again for them to wither, then other beings intervene—beings of whom we cannot even say that they are constantly transforming their forms, for we can really only say of them that they have no distinct form. Flashing like lightning, appearing and disappearing like small meteors, they appear to us, flashing up and vanishing again, so that they actually have no definite form at all, but rather flit across our earth, flashing and fading like meteors or will-o’-the-wisps. These beings are initially connected with the maturing of everything that exists in the realms of nature. These forces or beings exist so that beings in the natural realms can mature. To the occult eye, these beings are actually perceptible only when it is directed solely at the air itself, and specifically at air that is as pure as possible. Yesterday we had to describe the second type of nature entities in such a way that we allow the water—whether spraying or gathering again—present in cloud formations or otherwise before our eyes to act upon us. Air as pure as water, permeated by sunlight and solar warmth, must act upon the soul if one wishes to retain the imagination of these beings that flare up and fade away like meteors, which live, as it were, invisibly in the water-pure air and greedily suck in the light that permeates the air and causes it to glisten and shine. It is these beings that then descend, for example, into the plant world or even the animal world and bring about maturation.
[ 2 ] Wir sehen schon aus der Art, wie wir zu diesen Wesenheiten kommen, daß sie in einer gewissen Beziehung stehen zu dem, was man im Okkultismus von altersher die Elemente nennt. Was wir gestern als die erste Art solcher Wesenheiten geschildert haben, findet man ja, wenn man in die Tiefen der Erde hinuntersteigt, wenn man in das Feste unseres Planeten eindringt; da ergeben sich für unsere Imagination Wesenheiten von einer bestimmten Form, so daß wir diese Wesenheiten auch nennen können die Naturgeister des Festen oder die Naturgeister der Erde. Die zweite Kategorie, die wir gestern schilderten, fanden wir im sich zusammenziehenden und auseinanderstiebenden Wasser; daher können wir diese geistigen Wesenheiten in Zusammenhang bringen mit dem, was der Okkultismus von altersher das flüssige oder Wasserelement nennt. Darinnen metamorphosieren sie sich, übernehmen gleichzeitig die Rolle, alles das, was wächst, was hervorsprießt, aus dem Erdboden herauszuziehen. Und mit dem Element der möglichst wasserfreien Luft stehen diejenigen Wesenheiten in Zusammenhang, von denen wir heute sprechen konnten. So daß wir reden können von Naturgeistern der Erde, des Wassers und der Luft.
[ 2 ] We can already see from the way we come to understand these beings that they bear a certain relationship to what has been called the elements in occultism since ancient times. What we described yesterday as the first type of such beings can indeed be found when one descends into the depths of the earth, when one penetrates the solid core of our planet; there, beings of a certain form arise in our imagination, so that we can also call these beings the nature spirits of the solid core or the nature spirits of the earth. The second category, which we described yesterday, we found in water as it contracts and disperses; therefore, we can associate these spiritual beings with what occultism has traditionally called the liquid or water element. Within it they metamorphose, simultaneously taking on the role of drawing up from the earth’s soil everything that grows and sprouts. And the entities we were able to speak of today are connected with the element of air that is as free of water as possible. So that we can speak of nature spirits of the earth, of water, and of air.
[ 3 ] Noch eine vierte Kategorie von solchen geistigen Wesenheiten können wir ins Auge fassen. Der okkulte Blick kann sich bekannt machen mit dieser vierten Kategorie, wenn er wartet, bis eine Blüte es zur Frucht und zum Keim gebracht hat, und dann beobachtet, wie der Keim allmählich heranwächst zu einer neuen Pflanze. Nur bei dieser Gelegenheit kann man leicht — sonst ist es schwierig — die vierte Art dieser Wesenheiten beobachten, denn die vierte Art, das sind die Bewahrer aller Keime, aller Samen innerhalb unserer Naturreiche. Sie tragen als die Hüter den Samen von einer Generation von Pflanzen oder auch anderen Naturwesen hinüber zu der nächsten Generation. Und beobachten können wir, daß diese Wesenheiten, welche die Bewahrer der Samen oder der Keime sind und es dadurch möglich machen, daß immer wieder dieselben Wesen auf unserer Erde auftauchen, daß diese Wesenheiten zusammenleben mit der Wärme unseres Planeten, mit dem, was man von altersher genannt hat das Element des Feuers oder das Element der Wärme. Deshalb sind auch die Samenkräfte verbunden mit einem bestimmten Wärmegrad, mit einer bestimmten Temperatur. Und wenn der okkulte Blick ganz genau beobachtet, dann findet er eben, daß die nötige Umwandlung der Wärme der Umgebung in eine solche Wärme, wie sie der Same oder der Keim braucht, um heranzureifen, daß diese Umwandlung der leblosen Wärme in die lebendige Wärme besorgt wird von solchen Wesenheiten. Daher kann man diese Wesenheiten auch als die Naturgeister der Wärme oder des Feuers bezeichnen. So daß wir nun zunächst — das Genauere werden wir schon in den nächsten Vorträgen hören — vier Kategorien von Naturgeistern kennengelernt haben, welche eine gewisse Beziehung haben zu dem, was man die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer nennt, gleichsam als ob diese geistigen Wesenheiten ihren Bezirk, ihr Territorium hätten in diesen Elementen, wie der Mensch selber seinen Bezirk, sein Territorium auf dem ganzen Planeten hat. Wie er da heimisch ist gegenüber dem Weltenall, so haben diese Wesenheiten ihr Territorium je in einem der genannten Elemente.
[ 3 ] We can also consider a fourth category of such spiritual beings. The occult eye can become acquainted with this fourth category by waiting until a flower has produced fruit and a seed, and then observing how the seed gradually grows into a new plant. Only on this occasion can one easily—otherwise it is difficult—observe the fourth type of these beings, for the fourth type consists of the guardians of all seeds and all sprouts within our natural kingdoms. As guardians, they carry the seed from one generation of plants or other natural beings over to the next generation. And we can observe that these beings, who are the guardians of the seeds or the germs and thereby make it possible for the same beings to appear again and again on our Earth, that these beings live in harmony with the warmth of our planet, with what has been called since ancient times the element of fire or the element of warmth. That is why the seed forces are also connected to a certain degree of warmth, to a certain temperature. And when the occult gaze observes very closely, it finds that the necessary transformation of the ambient heat into the kind of heat that the seed or germ needs to mature—that this transformation of lifeless heat into living heat is carried out by such beings. Therefore, these beings can also be described as the nature spirits of heat or fire. So that we have now first—we will hear the details in the next lectures—become acquainted with four categories of nature spirits that have a certain relationship to what are called the elements earth, water, air, and fire, as if these spiritual beings had their domain, their territory, in these elements, just as human beings themselves have their domain, their territory, on the entire planet. Just as human beings are at home in relation to the universe, so do these beings have their territory in one of the aforementioned elements.
[ 4 ] Wir haben schon gestern darauf aufmerksam gemacht, daß diese verschiedenen Wesenheiten für unsere gesamte Erde mit ihren Naturreichen, also für unsere irdische, physische Welt, dasjenige bedeuten, was für den einzelnen Menschen der ätherische Körper oder Lebenskörper oder Lebensleib bedeutet. Nur, haben wir gesagt, ist dieser Lebensleib eine Einheit, während der Ätherkörper der Erde aus vielen, vielen solchen Naturgeistern besteht, die noch dazu in vier Kategorien zerfallen. In dem lebendigen Zusammenwirken dieser Naturgeister besteht der ätherische oder Lebensleib der Erde. Der ist also keine Einheit, sondern der ist eine Vielheit, eine Mannigfaltigkeit. Wenn man diesen ätherischen Körper der Erde erkennen will mit dem okkulten Blick, dann muß man, wie es gestern geschildert worden ist, die physische Welt moralisch auf sich wirken lassen und dadurch den Schleier der physischen "Welt hinwegziehen. Dann wird gleichsam das, was unmittelbar unter diesem Schleier liegt, dieser ätherische Leib der Erde, sichtbar.
[ 4 ] We pointed out yesterday that these various entities represent for our entire Earth, with its natural kingdoms—that is, for our earthly, physical world—what the etheric body, or Life-Body, represents for the individual human being. However, as we said, this Life-Body is a unity, whereas the Earth’s etheric body consists of many, many such nature spirits, which are further divided into four categories. The Earth’s etheric or Life-Body consists of the living interplay of these nature spirits. It is therefore not a unity, but a multiplicity, a diversity. If one wishes to perceive this etheric body of the Earth with the occult gaze, then, as was described yesterday, one must allow the physical world to have a moral effect upon oneself and thereby draw back the veil of the physical world. Then, as it were, what lies immediately beneath this veil—this etheric body of the Earth—becomes visible.
[ 5 ] Wie ist es nun, wenn man auch das hinwegzieht, was als solcher ätherischer Leib der Erde zu bezeichnen ist? Wir wissen ja, daß als drittes Glied der menschlichen Wesenheit hinter dem ätherischen Körper der astralische Leib, der astralische Körper ist, der Körper, welcher der Träger unserer Begierden, unserer Wünsche, unserer Leidenschaften ist. So daß wir, wenn wir von den höheren Gliedern der Menschennatur absehen, sagen können: Wir haben zuerst am Menschen den physischen Leib, dann hinter dem physischen Leib den ätherischen und hinter dem ätherischen den astralischen Leib. Geradeso ist es bei der äußeren Natur: Wenn wir das Physische hinwegziehen, kommen wir allerdings auf eine Vielheit, aber diese stellt uns dar den ätherischen Leib unserer gesamten Erde mit allen ihren Naturreichen. Können wir nun auch von einer Art astralischem Leib der Erde sprechen, von etwas, was in bezug auf die ganze Erde, in bezug auf alle Reiche unserer Erde dem astralischen Leib des Menschen entspricht? Man kann allerdings nicht so leicht zu diesem astralischen Leib der Erde vorrücken wie zu dem ätherischen Körper. Wir haben gesehen, daß man einfach zu dem ätherischen Leib vorrückt, wenn man die Erscheinungen der Welt nicht bloß durch die Sinneseindrücke, sondern moralisch auf sich wirken läßt. Will man aber weiterdringen, dann sind für den Menschen tiefere okkulte Übungen notwendig, wie Sie sie zum Teil, soweit sie in einer äußeren Publikation mitgeteilt werden können, beschrieben finden in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» Bei einem bestimmten Punkt der esoterischen oder okkulten Entwickelung, wie Sie dort nachlesen können, beginnt ja der Mensch auch in der Zeit, in welcher er sonst bewußtlos ist, nämlich vom Einschlafen bis zum Aufwachen, bewußt zu werden. Wir wissen ja, daß der gewöhnliche bewußtlose Zustand, der gewöhnliche Schlafzustand des Menschen darauf beruht, daß der Mensch im Bette liegenläßt seinen physischen Leib und Ätherleib und den astralischen Leib und das andere, was zu ihm gehört, herauszieht: aber dann ist der Mensch auch für den normalen Zustand bewußtlos. Wenn er immer mehr und mehr sich jenen Übungen hingibt, die in Meditation und Konzentration und so weiter liegen, wenn er die schlummernden verborgenen Kräfte seiner Seele immer kräftiger macht, dann kann er einen bewußten Schlafzustand herstellen, so daß der Mensch nicht bewußtlos ist, wenn er seinen astralischen Leib aus dem physischen und Ätherleib herausgeholt hat, sondern daß er dann um sich herum hat allerdings nicht die physische Welt, auch nicht die Welt, die bisher geschildert worden ist, die Welt der Naturgeister, sondern eine andere, eine noch spirituellere, eine geistigere Welt als die bisher geschilderte. Wenn der Augenblick eintritt für den Menschen, daß er sein Bewußtsein aufleuchten fühlt, nachdem er sich freigemacht hat von seinem physischen und seinem ätherischen Leib, dann nimmt er eine ganz neue Art von geistigen Wesenheiten wahr.
[ 5 ] What happens, then, if we also remove what might be described as the Earth’s etheric body? We know, of course, that the third member of the human being, following the etheric body, is the astral body—the body that is the vehicle of our desires, our wishes, and our passions. So that, if we disregard the higher members of human nature, we can say: In human beings we first have the physical body, then behind the physical body the etheric body, and behind the etheric body the astral body. It is just the same with external nature: when we strip away the physical, we do indeed arrive at a multiplicity, but this presents us with the etheric body of our entire Earth with all its natural kingdoms. Can we now also speak of a kind of astral body of the Earth, of something that, in relation to the whole Earth, in relation to all the kingdoms of our Earth, corresponds to the astral body of the human being? However, one cannot advance to this astral body of the Earth as easily as to the etheric body. We have seen that one simply advances to the etheric body when one allows the phenomena of the world to affect oneself not merely through sensory impressions, but morally. But if one wishes to go further, deeper occult exercises are necessary for the human being, as you will find them described in part—insofar as they can be communicated in a public publication—in my book *How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?* At a certain point in esoteric or occult development, as you can read there, a person begins to become conscious even during the time when they are otherwise unconscious—namely, from falling asleep until waking up. We know, of course, that the ordinary unconscious state, the ordinary state of sleep in humans, is based on the fact that when a person lies in bed, they withdraw their physical body, etheric body, astral body, and everything else that belongs to them; but then the person is also unconscious of the normal state. If he devotes himself more and more to those exercises that lie in meditation and concentration and so on, if he makes the slumbering, hidden powers of his soul ever stronger, then he can bring about a conscious state of sleep, so that the person is not unconscious when they have drawn their astral body out of the physical and etheric bodies, but rather that they then have around them—admittedly not the physical world, nor the world described so far, the world of nature spirits—but another, an even more spiritual, a more ethereal world than the one described so far. When the moment comes for a person to feel their consciousness awaken after they have freed themselves from their physical and etheric bodies, they perceive an entirely new kind of spiritual beings.
[ 6 ] Das nächste, was dem okkulten Blick, der so weit geschult ist, auffällt, das ist, daß diese neue Art von Geistern, die er jetzt wahrnimmt, gleichsam die Befehlshaber der Naturgeister sind. Machen wir uns klar, inwieweit sie die Befehlshaber sind. Sehen Sie, ich habe Ihnen gesagt, daß diejenigen Wesenheiten, die wir nennen können die Naturgeister des Wassers, besonders bei der heraussprießenden, aus dem Boden hervorquellenden Pflanzenwelt wirken. Diejenigen Naturgeister, die wir nennen können die Naturgeister der Luft, spielen mehr eine Rolle, wenn im Spätsommer und im Herbst die Pflanzen verwelken, hinsterben sollen. Da senken sich die meteorartigen Luftgeister über die Pflanzenwelt herunter und ersättigen sich gleichsam an der Pflanzenwelt, indem sie diese in ihren Sommergestaltungen und Frühlingsgestaltungen hinwelken lassen. Diese Ordnung, daß in der Hauptsache einmal die Geister des Wassers, das andere Mal die Geister der Luft auf diesem oder jenem Erdengebiet wirken, diese Dinge ändern sich ja nach den verschiedenen Erdengebieten; auf der nördlichen Erdhälfte ist es selbstverständlich ganz anders als auf der südlichen. Diese Anordnung, zu dem richtigen Zeitpunkt die entsprechenden Naturgeister zu ihrer Beschäftigung gleichsam hinzudirigieren, treffen diejenigen geistigen Wesenheiten, die man erst erkennen lernt, wenn der okkulte Blick so weit geschult ist, daß der Mensch, wenn er sich von seinem Ätherleib und seinem physischen Leib befreit hat, auch noch in seiner Umgebung etwas wahrnehmen kann. So daß wir zum Beispiel sagen können: Es wirken mit unserer Erde, mit unserem Erdenplaneten im Zusammenhang geistige Wesenheiten, welche die Arbeiten der Naturgeister auf die Jahreszeiten verteilen, welche also den Wechsel der Jahreszeiten dadurch herbeiführen für die verschiedenen Gegenden der Erde, daß sie die Arbeiten der Naturgeister verteilen. Diese geistigen Wesenheiten stellen dasjenige dar, was wir nennen könnten den Astralleib der Erde. Sie sind auch dieselben, in welche der Mensch des Abends, wenn er einschläft, mit seinem eigenen astralischen Leib untertaucht. Mit der Erde verbunden ist dieser astralische Leib, der aus höheren Geistern besteht, und in das Gebiet dieser höheren Geister, die da umspielen den Erdplaneten und ihn durchdringen wie eine geistige Atmosphäre, taucht der eigene Astralleib des Menschen während der Nachtzeit unter.
[ 6 ] The next thing that strikes the occult eye, which has been trained to this degree, is that this new kind of spirit it now perceives is, as it were, the commander of the nature spirits. Let us clarify to what extent they are the commanders. You see, I have told you that those beings we might call the nature spirits of water are particularly active in the plant world as it sprouts and wells up from the ground. Those nature spirits we might call the nature spirits of the air play a greater role when, in late summer and autumn, the plants are to wither and die. Then the meteor-like air spirits descend upon the plant world and, as it were, sate themselves on the plant world by causing it to wither in its summer and spring forms. This order—that in general the spirits of water act in one region of the Earth, and the spirits of air in another—varies according to the different regions of the Earth; in the northern hemisphere, of course, it is quite different from the southern. This arrangement—directing the appropriate nature spirits to their tasks at the right time, as it were—is carried out by those spiritual beings whom one only comes to recognize once the occult gaze has been trained to such an extent that, having freed oneself from one’s etheric body and physical body, one can still perceive something in one’s surroundings. So that we can say, for example: Spiritual beings are at work in connection with our Earth, with our Earth planet, who distribute the work of the nature spirits across the seasons; who thus bring about the change of seasons for the various regions of the Earth by distributing the work of the nature spirits. These spiritual beings represent what we might call the astral body of the Earth. They are also the same beings into which the human being, in the evening when he falls asleep, plunges with his own astral body. This astral body, consisting of higher spirits, is connected to the Earth, and during the night the human being’s own astral body plunges into the realm of these higher spirits, who play around the Earth and permeate it like a spiritual atmosphere.
[ 7 ] Nun besteht für die okkulte Beobachtung ein großer Unterschied zwischen den zuerst beschriebenen Kategorien von Naturgeistern, den Geistern der Erde, den Geistern des Wassers und so weiter, und diesen Geistern, welche die Naturgeister wiederum dirigieren. Die Naturgeister beschäftigen sich damit, die Naturwesen reifen zu lassen, verwelken zu lassen, also Leben hineinzubringen in das gesamte planetarische Erdgebiet. Anders ist das bei diesen geistigen Wesenheiten, die wir in ihrer Gesamtheit als den astralischen Leib der Erde bezeichnen können. Diese geistigen Wesenheiten sind so, daß der Mensch, wenn er mit seinem okkulten Blick sich mit ihnen bekannt machen kann, sie schon empfindet als Wesenheiten, welche mit seiner eigenen Seele, mit seinem eigenen Astralleib etwas zu tun haben, Wesenheiten, welche so wirken auf den astralischen Leib des Menschen und auch auf den astralischen Leib der Tiere, daß wir nicht bloß von einer belebenden Wirkung sprechen können, sondern von einer Wirkung, wie die Wirkung von Gefühlen, von Gedanken auf unsere eigene Seele ist. Die Naturgeister des Wassers, der Luft, die beobachtet man und man kann sagen, sie seien in der Umgebung; diese geistigen Wesenheiten, von denen wir jetzt sprechen, von denen kann man nicht sagen, sie seien in unserer Umgebung, sondern man ist eigentlich immer mit ihnen vereint, wie in sie ergossen, wenn man sie wahrnimmt. Man geht in ihnen auf, und sie sprechen zu einem im Geiste. Es ist so, wie wenn man aus der Umgebung Gedanken und Gefühle wahrnehmen würde, und auch Willensimpulse, Sympathien und Antipathien kommen zum Ausdruck in demjenigen, was da diese Wesenheiten uns an Gedanken, an Gefühlen, an Willensimpulsen zufließen lassen. So daß wir, man möchte sagen, schon den menschlichen Seelen ähnliche Wesen in dieser Art, in dieser Kategorie von Geistern zu sehen haben.
[ 7 ] From an occult perspective, there is a significant difference between the categories of nature spirits described earlier—the spirits of the earth, the spirits of water, and so on—and these spirits who, in turn, direct the nature spirits. The nature spirits are concerned with causing natural beings to mature and wither, that is, with bringing life into the entire planetary sphere of the Earth. The situation is different with these spiritual beings, whom we can collectively refer to as the astral body of the Earth. These spiritual beings are such that when a person is able to become acquainted with them through occult vision, he already perceives them as beings that have something to do with his own soul, with his own astral body—beings that act upon the human astral body and also upon the astral bodies of animals in such a way that we cannot merely speak of a vitalizing effect, but of an effect akin to the way feelings and thoughts affect our own soul. The nature spirits of water and air—one observes them and can say they are in the environment; but these spiritual beings of whom we are now speaking—one cannot say they are in our environment, but rather one is actually always united with them, as if poured into them, when one perceives them. One merges with them, and they speak to one in the spirit. It is as if one were perceiving thoughts and feelings from the surroundings, and impulses of will, sympathies, and antipathies are also expressed in what these beings allow to flow to us in the form of thoughts, feelings, and impulses of will. So that we, one might say, already have to regard beings similar to human souls in this manner, in this category of spirits.
[ 8 ] Wenn wir noch einmal zurückblicken auf das, was wir angeführt haben, so können wir sagen, daß auch alle Arten von Anordnungen in der Zeit, von Verteilung in den Zeit- und Raumverhältnissen mit diesen Wesenheiten zusammenhängen. Daher ist uns im Okkultismus ein altes Wort erhalten zur Bezeichnung von diesen Wesenheiten, die wir in der Gesamtheit erkennen als den astralischen Leib der Erde, und dieses Wort würde, im Deutschen ausgedrückt, heißen: Geister der Umlaufszeiten. So daß also nicht nur der regelmäßige Jahresumlauf im Wachsen und Verwelken der Pflanzen, sondern auch der regelmäßige Umlauf, der sich in bezug auf den Erdplaneten in Tag und Nacht ausdrückt, von solchen Geistern bewirkt wird, welche zum astralischen Leib der Erde zu rechnen sind. Mit anderen Worten, alles, was mit rhythmischer Wiederkehr, rhythmischer Abwechslung, was mit dem Wechsel der Zeitverhältnisse und der Wiederholung der Zeitgeschehnisse zusammenhängt, das wird angeordnet von geistigen Wesenheiten, die alle zusammen zum astralischen Leib der Erde gehören und auf welche anwendbar ist der Name «Geister der Umlaufszeiten unseres Planeten». Und dasjenige, was der Astronom durch seine Berechnungen herausfindet von dem Umdrehen der Erde um ihre Achse, das ist dem okkulten Blick dadurch wahrnehmbar, daß er um die ganze Erde herum verteilt weiß diese Geister der Umlaufszeiten, welche wirklich die Träger der Kräfte sind, die die Erde um ihre Achse herum drehen. Es ist außerordentlich wichtig, daß man in dem astralischen Leib der Erde alles dasjenige sieht, was mit dem gewöhnlichen Wechsel zusammenhängt, mit dem Aufblühen und Verblühen der Pflanzen, aber auch alles das, was mit dem Wechsel, bis zu Tag und Nacht hin, in den Jahreszeiten, in den Tageszeiten und so weiter zusammenhängt. Alles das, was so geschieht, ruft in dem Beobachter, der so weit gekommen ist, daß er mit seinem astralischen Leib aus seinem physischen und Ätherleib herausgehen und doch bewußt bleiben kann, den Eindruck von geistigen Wesenheiten hervor, die eben zu den Geistern der Umlaufszeiten gehören.
[ 8 ] If we look back once more at what we have discussed, we can say that all kinds of arrangements in time, of distribution within the relationships of time and space, are also connected with these beings. Therefore, in occultism, an ancient term has been preserved to designate these entities, which we recognize in their entirety as the astral body of the Earth, and this term, expressed in German, would be: Spirits of the Cycles. Thus, not only the regular annual cycle in the growth and withering of plants, but also the regular cycle expressed in relation to the Earth as day and night, is brought about by such spirits, which are to be counted among the astral body of the Earth. In other words, everything connected with rhythmic recurrence, rhythmic alternation, with the change in temporal conditions and the repetition of temporal events, is ordered by spiritual beings who all together belong to the astral body of the Earth and to whom the name “Spirits of the Cyclical Times of our Planet” applies. And what the astronomer discovers through his calculations regarding the Earth’s rotation around its axis is perceptible to the occult eye in that he knows these spirits of the orbital periods to be distributed all around the Earth; they are truly the bearers of the forces that cause the Earth to rotate around its axis. It is of the utmost importance that one sees in the astral body of the Earth everything connected with the ordinary cycle of change—the blooming and withering of plants—but also everything connected with the alternation, extending even to day and night, in the seasons, in the times of day, and so on. All that which occurs in this way evokes in the observer—who has progressed to the point where he can step out of his physical and etheric bodies with his astral body while remaining conscious—the impression of spiritual beings who belong precisely to the spirits of the cycles.
[ 9 ] Damit haben wir gleichsam den zweiten Schleier hinweggezogen, den Schleier, der gewoben wird aus den Naturgeistern. Wir könnten sagen: Den ersten Schleier, der gewoben ist aus den sinnlich-physischen Eindrücken, den ziehen wir hinweg und kommen zum Ätherleib der Erde, zu den Naturgeistern. Dann können wir einen zweiten Schleier hinwegziehen und kommen zu den Geistern der Umlaufszeiten, die alles das, was in periodischer Weise wiederkehrt, was einem rhythmischen Wechsel unterworfen ist, regeln und anordnen.
[ 9 ] In doing so, we have, as it were, drawn back the second veil, the veil woven from the nature spirits. We could say: We draw back the first veil, woven from sensory-physical impressions, and arrive at the etheric body of the Earth, at the nature spirits. Then we can draw back a second veil and arrive at the spirits of the cycles, who govern and order all that which recurs periodically, all that which is subject to rhythmic change.
[ 10 ] Nun wissen wir, daß in unseren eigenen Astralleibern wiederum eingebettet ist das, was wir die höheren Glieder der Menschennatur nennen können und was wir zunächst zusammenfassen als das in unseren astralischen Leib eingebettete Ich. Von unserem astralischen Leib haben wir schon gesagt, daß er in das Gebiet der Geister der Umlaufszeiten, gleichsam in das wogende Meer der Geister der Umlaufszeiten untertaucht: unser Ich, das schläft eigentlich für das normale Bewußtsein noch mehr als der astralische Leib. Daß dieses Ich noch mehr schläft, das wird derjenige Mensch, der sich in einer okkulten Entwickelung befindet, der esoterisch sich weiterbringt, dadurch gewahr, daß er zuerst eindringen lernt in die Wahrnehmungen des astralischen Leibes, in die geistige Welt, in die er untertaucht und die da besteht aus den Geistern der Umlaufszeiten. Dieses Wahrnehmen ist eigentlich in gewisser Beziehung eine gefährliche Klippe der esoterischen Entwickelung. Denn der astralische Leib des Menschen ist wiederum eine Einheit, alles das aber, was im Gebiet der Geister der Umlaufszeiten ist, das ist im Grunde genommen eine Vielheit, eine Mannigfaltigkeit. Und da der Mensch, wie geschildert wurde, vereinigt ist mit dieser Mannigfaltigkeit, untergetaucht ist in diese Mannigfaltigkeit, so fühlt er sich, wenn er mit seinem Ich noch schläft und mit seinem astralischen Leib aufgewacht ist, wie zerstückelt innerhalb der Welt der Geister der Umlaufszeiten. Das muß auch bei einer regelrechten esoterischen Entwickelung vermieden werden. Daher werden von denjenigen, die Anweisung geben können zu einer solchen regelrechten Entwickelung, Maßregeln getroffen, daß der Mensch womöglich sein Ich gar nicht zum Einschlafen bringt, wenn sein astralischer Leib schon aufgewacht ist. Der Mensch würde nämlich, wenn sein Ich schlafend bliebe, während sein astralischer Leib schon aufgewacht ist, seinen inneren Zusammenhalt verlieren und würde sich zerspalten wie Dionysos vorkommen in der ganzen astralischen Welt der Erde, welche aus den Geistern der Umlaufszeiten besteht. Bei einer richtigen esoterischen Entwickelung werden also Maßregeln getroffen, daß dies nicht geschieht. Diese Maßregeln bestehen darin, daß man Sorge trägt, daß derjenige, welcher durch Meditation, Konzentration oder durch andere esoterische Übungen bis zur Hellsichtigkeit getrieben werden soll, in das ganze Gebiet der hellsichtigen, der okkulten Beobachtung hinein zwei Dinge behält, zwei Dinge ja nicht verliert. Das ist außerordentlich wichtig, daß in jeder esoterischen Entwickelung alles so eingerichtet wird, daß zwei Dinge nicht verlorengehen, die der Mensch im gewöhnlichen Leben hat, die er allerdings leicht verlieren kann in der esoterischen Entwickelung, wenn sie nicht richtig dirigiert wird. Wird sie aber richtig dirigiert, dann wird er sie nicht verlieren. Das erste ist, daß der Mensch nicht verliert die Erinnerung an alle Erlebnisse der gegenwärtigen Inkarnation, wie er sie sonst hat in seinem Gedächtnis. Der Zusammenhalt des Gedächtnisses darf nicht zerstört werden. Mit diesem Zusammenhalt des Gedächtnisses meint man auf dem Gebiet des Okkultismus noch viel mehr als im gewöhnlichen Leben. Im gewöhnlichen Leben versteht man mit diesem Gedächtnis eigentlich nur, daß man zurückblicken kann und wichtige Ereignisse seines Lebens nicht gerade aus dem Bewußtsein verloren hat. Im Okkultismus meint man unter richtigem Gedächtnis auch noch, daß der Mensch mit seiner Empfindung, mit seinem Gefühl nur auf das etwas gibt, was er schon in der Vergangenheit geleistet hat, so daß sich der Mensch keinen anderen Wert beimißt als den Wert, den ihm die Taten seiner Vergangenheit geben.
[ 10 ] We now know that embedded within our own astral bodies is what we might call the higher aspects of human nature, which we may initially summarize as the “I” embedded within our astral body. We have already said that our astral body plunges into the realm of the spirits of the cycles, as it were, into the surging sea of the spirits of the cycles: our ego actually sleeps even more than the astral body in relation to normal consciousness. That this ‘I’ sleeps even more deeply becomes apparent to the person engaged in occult development, who is making esoteric progress, as they first learn to penetrate the perceptions of the astral body, into the spiritual world into which they submerge and which consists of the spirits of the cycles of time. This perception is actually, in a certain sense, a dangerous pitfall of esoteric development. For the human astral body is, in turn, a unity, whereas everything that lies within the realm of the spirits of the cycles is, in essence, a multiplicity, a diversity. And since the human being, as described, is united with this manifoldness, is immersed in this manifoldness, he feels, when his I is still asleep and his astral body has awakened, as if fragmented within the world of the spirits of the cycles. This must also be avoided in the course of proper esoteric development. Therefore, those who can provide guidance for such proper development take measures to ensure that the human being, if possible, does not allow his ego to fall asleep at all when his astral body has already awakened. For if the human being’s ego were to remain asleep while his astral body is already awake, he would lose his inner cohesion and would appear, like Dionysus, fragmented throughout the entire astral world of the Earth, which consists of the spirits of the cycles of time. In proper esoteric development, therefore, measures are taken to ensure that this does not happen. These measures consist in ensuring that the person who is to be led to clairvoyance through meditation, concentration, or other esoteric exercises retains two things within the entire realm of clairvoyant, occult observation—that they do not lose these two things. It is of the utmost importance that in every esoteric development, everything be arranged so that two things are not lost—things that a person possesses in ordinary life but which they can easily lose in esoteric development if it is not properly guided. But if it is properly guided, then they will not lose them. The first is that the individual must not lose the memory of all the experiences of the present incarnation, as they otherwise remain in his memory. The coherence of memory must not be destroyed. In the field of occultism, this coherence of memory means much more than it does in ordinary life. In ordinary life, this memory is understood to mean only that one can look back and has not lost important events of one’s life from one’s consciousness. In occultism, true memory also means that a person, through their perception and feelings, attaches value only to what they have already accomplished in the past, so that a person attributes no other value to themselves than the value conferred by their past deeds.
[ 11 ] Verstehen wir uns da nur ganz richtig, meine lieben Freunde! Es ist damit etwas außerordentlich Wichtiges gesagt. Wenn ein Mensch durch seine okkulte Entwickelung dahin getrieben würde, sich plötzlich zu sagen: Ich bin die Verkörperung dieses oder jenes Geistes —, ohne daß irgendwie eine Berechtigung dazu vorliegen würde durch alles das, was er bisher geleistet hat, was schon da ist in dieser physischen Welt von ihm, dann würde im okkulten Sinn sein Gedächtnis unterbrochen sein. Ein wichtiger Grundsatz in der okkulten Entwickelung ist der, sich keinen anderen Wert beizumessen als denjenigen, der da kommt aus den Leistungen in der physischen Welt innerhalb der gegenwärtigen Inkarnation. Das ist außerordentlich wichtig. Jeder andere Wert muß erst auf Grundlage einer höheren Entwickelung kommen, die sich erst dann ergeben kann, wenn man zunächst feststeht auf dem Boden, daß man sich für nichts anderes hält, als was man in dieser Inkarnation hat leisten können. Es ist das auch natürlich, wenn man die Sache objektiv betrachtet, denn das, was man geleistet hat in der gegenwärtigen Inkarnation, ist das Ergebnis auch der früheren Inkarnationen; es ist das, was Karma bisher aus uns gemacht hat. Was Karma noch aus uns macht, müssen wir erst machen lassen, das dürfen wir nicht in unseren Wert hineinrechnen. Kurz, wir werden, wenn wir uns selber bewerten sollen, dies bei der beginnenden esoterischen Entwickelung nur in der richtigen Weise tun, wenn wir uns unseren Wert nur von dem beilegen lassen, was sich in der Erinnerung als unser Vergangenes darbietet. Das ist das eine Element, das uns erhalten bleiben muß, damit unser Ich nicht einschläft, während unser astralischer Leib aufwacht.
[ 11 ] Let us be perfectly clear on this point, my dear friends! This is an extraordinarily important point. If a person were driven by their occult development to suddenly say to themselves: “I am the embodiment of this or that spirit”—without any justification for doing so based on all that they have accomplished so far, on what already exists of them in this physical world—then, in the occult sense, their memory would be severed. An important principle in occult development is to attribute no other value to oneself than that which arises from one’s achievements in the physical world within the present incarnation. This is extraordinarily important. Any other value must first arise on the basis of a higher development, which can only come about once one has firmly established oneself on the ground that one considers oneself to be nothing other than what one has been able to accomplish in this incarnation. This is also natural, of course, when one views the matter objectively, for what one has accomplished in the present incarnation is also the result of previous incarnations; it is what karma has made of us so far. What karma will yet make of us, we must first allow to happen; we must not include that in our self-assessment. In short, when we are to evaluate ourselves at the beginning of our esoteric development, we will do so correctly only if we allow our value to be determined solely by what presents itself in our memory as our past. This is the one element that must remain with us so that our ego does not fall asleep while our astral body awakens.
[ 12 ] Das zweite, was uns als gegenwärtiger Mensch auch nicht verlorengehen darf, ist der Grad unseres Gewissens, den wir in der äußeren physischen Welt besitzen. Hier ist wiederum etwas, was außerordentlich wichtig ist, zu beachten. Sie werden schon öfter erfahren haben, daß da oder dort irgend jemand eine okkulte Entwickelung durchmacht. Wenn sie nicht in der richtigen Weise gelenkt und geleitet ist, dann kann man oftmals die Erfahrung machen, daß der Mensch die Dinge in bezug auf Gewissensfragen leichter nimmt als vor seiner okkulten Entwickelung. Vorher haben ihn Erziehung, sozialer Zusammenhang geleitet, daß er dies oder jenes tun oder nicht tun durfte. Nach Beginn einer okkulten Entwickelung fängt sogar mancher, der früher nicht gelogen hätte, zu lügen an, nimmt die Dinge in bezug auf Gewissensfragen leichter, als er sie früher genommen hatte. Keinen Grad des uns angeeigneten Gewissens dürfen wir verlieren. Gedächtnis so, daß wir uns unseren Wert nur geben lassen aus der Betrachtung dessen, was wir schon geworden sind, nicht durch irgendeine Anleihe auf die Zukunft, auf das, was wir noch tun werden, Gewissen in dem Grade, wie wir es uns erworben haben in der ganz gewöhnlichen physischen Welt bisher, das müssen wir uns erhalten. Wenn wir diese zwei Elemente in unserem Bewußtsein erhalten, unser gesundes Gedächtnis, das uns nicht vorgaukelt, etwas anderes zu sein als das, was sich als in unseren Leistungen gelegen ergeben hat, und unser Gewissen, das uns die Dinge moralisch nicht leichter nehmen läßt, als wir sie bisher genommen haben, womöglich noch schwerer —, wenn wir uns diese erhalten haben, dann kann niemals unser Ich einschlafen, wenn unser astralischer Leib aufgewacht ist. Dann tragen wir den Zusammenhalt unseres Ich hinein in die Welt, in der wir aufwachen mit unserem astralischen Leib, wenn wir gleichsam wachend schlafen, wenn wir unser Bewußtsein hinüberretten in den Zustand, in dem wir mit unserem astralischen Leib von dem physischen und ätherischen Leib befreit sind. Und dann, wenn wir mit unserem Ich aufwachen, dann fühlen wir nicht nur unseren astralischen Leib verbunden mit all den geistigen Wesenheiten, die wir heute geschildert haben als die Geister der Umlaufszeiten unseres Planeten, sondern dann fühlen wir in einer ganz eigenartigen Weise, daß wir eigentlich nicht mehr eine unmittelbare Beziehung haben zu dem einzelnen Menschen, der Träger dieses physischen Leibes, dieses ätherischen Leibes ist, in dem wir uns gewöhnlich befinden. Wir fühlen sozusagen alles dasjenige, was nur als Eigenschaften unseres physischen Leibes, unseres ätherischen Leibes sich ergibt, wie von uns genommen. Wir fühlen daher dann auch von uns genommen alles das, was nur äußerlich leben kann auf irgendeinem Territorium unseres Planeten, denn was auf einem Territorium unseres Planeten lebt, hängt eben zusammen mit den Geistern der Umlaufszeiten. Jetzt aber fühlen wir, wenn wir mit unserem Ich aufwachen, nicht nur uns ergossen in die ganze Welt der Geister der Umlaufszeiten, sondern wir fühlen uns eins mit dem ganzen einheitlichen Geist des Planeten selber; wir wachen in dem einheitlichen Geist des Planeten selber auf.
[ 12 ] The second thing that we, as modern human beings, must not lose sight of is the degree of conscience we possess in the external physical world. Here again is something that is extremely important to note. You will have often heard that here or there someone is undergoing occult development. If this is not properly guided and directed, one often finds that the person takes matters of conscience less seriously than before their occult development. Previously, upbringing and social context had guided them in knowing what they were or were not permitted to do. After the onset of occult development, even some who would not have lied before begin to lie, taking matters of conscience less seriously than they did previously. We must not lose any degree of the conscience we have acquired. Memory in such a way that we derive our self-worth solely from contemplating what we have already become, not through any borrowing from the future, from what we will yet do; conscience to the extent that we have acquired it in the ordinary physical world thus far—this is what we must preserve. If we preserve these two elements in our consciousness—our sound memory, which does not delude us into thinking we are something other than what has emerged from our achievements, and our conscience, which does not allow us to take things morally any more lightly than we have hitherto, if anything even more seriously— if we have preserved these, then our ego can never fall asleep when our astral body has awakened. Then we carry the cohesion of our ego into the world in which we awaken with our astral body, when we sleep while awake, so to speak, when we carry our consciousness over into the state in which we are freed from the physical and etheric bodies with our astral body. And then, when we awaken with our I, we not only feel our astral body connected to all the spiritual beings we have described today as the spirits of our planet’s cycles, but we also feel in a very peculiar way that we no longer have a direct relationship to the individual human being, who is the bearer of this physical body, this etheric body, in which we usually find ourselves. We feel, so to speak, everything that arises merely as properties of our physical body, our etheric body, as having been taken from us. We therefore also feel, as having been taken from us, everything that can live only externally on any territory of our planet, for what lives on a territory of our planet is precisely connected with the spirits of the planetary cycles. But now, when we awaken with our I, we feel not only that we are poured out into the entire world of the spirits of the cycles, but we feel at one with the entire unified spirit of the planet itself; we awaken within the unified spirit of the planet itself.
[ 13 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß wir uns fühlen wie zum ganzen Planeten gehörig. Es drückt sich zum Beispiel, um eine Einzelheit zu sagen, für den genügend aufgewachten okkulten Blick dieses Leben mit dem Planeten so aus, daß der Mensch dann, wenn er so weit gekommen ist, daß sein Ich und sein astralischer Leib zugleich aufwachen, allerdings während des Tagwachens, wenn er in der Sinneswelt ist, die Sonne verfolgt, wie sie über den Himmel hin zieht von der Morgen- bis zur Abenddämmerung, daß ihm aber die Sonne nicht entschwindet, wenn er einschläft. Wenn er einschläft, bleibt die Sonne mit ihm verbunden. Sie hört nicht auf zu leuchten, nur nimmt sie einen geistigen Charakter an. So daß der Mensch, wenn er nun wirklich während der Nacht dann schläft, die Sonne auch während der Nacht verfolgt. Der Mensch ist eben so, daß. er mit den wechselnden Zuständen des Planeten nur insofern etwas zu tun hat, als er in seinem astralischen Leib lebt. Mit diesen wechselnden Zuständen des Planeten hat er aber dann nichts zu tun, wenn er sich seines Ich bewußt wird. Da wird er sich aller Zustände bewußt, die sein Planet durchmachen kann. Er, der Mensch, ergießt sich dann in die ganze Substanz des Planetengeistes.
[ 13 ] It is of the utmost importance that we feel we belong to the entire planet. To give a specific example, for the sufficiently awakened occult eye, this connection between this life and the planet manifests itself in such a way that when a person has reached the point where their ego and astral body awaken simultaneously, though during waking hours, when he is in the sensory world, he follows the sun as it moves across the sky from dawn to dusk, yet the sun does not disappear from him when he falls asleep. When he falls asleep, the sun remains connected to him. It does not cease to shine; it merely takes on a spiritual character. So that when the human being is truly asleep during the night, he follows the sun even during the night. The human being is such that he has something to do with the changing states of the planet only insofar as he lives in his astral body. But he has nothing to do with these changing states of the planet when he becomes conscious of his ego. Then he becomes aware of all the states his planet can undergo. He, the human being, then pours himself into the entire substance of the planetary spirit.
[ 14 ] Sie dürfen, indem ich dieses so ausspreche, nicht etwa glauben, daß mit dem Ausspruch: Der Mensch ist eins geworden mit dem Planetengeist, lebt in Einheit mit diesem Planetengeist — schon etwas Ungeheures in bezug auf Hellsichtigkeit gesagt ist. Es ist dies doch zunächst so, wie es hier gemeint ist, nur ein Anfang. Denn wenn der Mensch in der geschilderten Weise aufwacht, dann ist es so, daß er eigentlich nur den Planetengeist wie im allgemeinen miterlebt, während dieser Planetengeist aus vielen, vielen Einzelheiten, aus wunderbaren einzelnen geistigen Wesenheiten besteht, wie wir in den folgenden Vorträgen hören werden. Die Einzelheiten des Planetengeistes, die besonderen Mannigfaltigkeiten dieses Geistes nimmt der Mensch noch nicht wahr. Was er wahrnimmt, ist, daß er zunächst weiß: Ich lebe in dem Planetengeist eingetaucht wie in dem Meere, das eben den ganzen Erdplaneten geistig umspült und der Geist der Erde also selber ist. — Man kann ungeheuer lange Entwickelungen durchmachen, um dieses Einswerden mit dem Planetengeist immer weiter und weiter zu erleben, aber der Anfang ist mit dem gemacht, was geschildert worden ist. So wie wir beim Menschen also sagen: hinter seinem astralischen Leib ist sein Ich, so sprechen wir davon, daß hinter all dem, was wir die Gesamtheit der Geister der Umlaufszeiten nennen, verborgen ist der Geist des Planeten selbst, der Planetengeist. Während die Geister der Umlaufszeiten die Naturgeister der Elemente dirigieren, um auf dem Erdenplaneten rhythmischen Wechsel, Wiederholungen in der Zeit, Abwechselung im Raum hervorzurufen, hat der Geist der Erde eine andere Aufgabe. Dieser Geist der Erde hat die Aufgabe, die Erde selber in Wechselbeziehung zu bringen zu den übrigen Himmelskörpern der Umgebung, sie so zu dirigieren und zu lenken, daß sie im Laufe der Zeiten in die richtigen Stellungen kommt zu den anderen Himmelskörpern. Dieser Geist der Erde ist gleichsam der große Sinnesapparat der Erde, durch den die Erde, der Erdenplanet, in das richtige Verhältnis zu der Umwelt kommt.
[ 14 ] You must not, when I say this, think that the statement: “Man has become one with the planetary spirit, lives in unity with this planetary spirit”—already implies something extraordinary in terms of clairvoyance. For, as it is meant here, this is, after all, only a beginning. For when a person awakens in the manner described, it is actually the case that they merely experience the planetary spirit in a general sense, whereas this planetary spirit consists of many, many details, of wonderful individual spiritual beings, as we shall hear in the following lectures. The details of the planetary spirit, the particular diversities of this spirit, are not yet perceived by the person. What they perceive is that they first know: I live immersed in the planetary spirit as in the sea that spiritually washes around the entire Earth and is thus the spirit of the Earth itself. — One can undergo immensely long processes of development to experience this becoming one with the planetary spirit further and further, but the beginning is made with what has been described. Just as we say of the human being: behind his astral body is his I, so we speak of the fact that hidden behind all that we call the totality of the spirits of the cycles is the spirit of the planet itself, the planetary spirit. While the spirits of the cycles direct the elemental spirits to bring about rhythmic changes, repetitions in time, and alternations in space on the Earth, the Spirit of the Earth has a different task. This Spirit of the Earth has the task of bringing the Earth itself into interaction with the other celestial bodies in its vicinity, directing and guiding it so that, over the course of time, it assumes the correct positions relative to the other celestial bodies. This Spirit of the Earth is, as it were, the Earth’s great sensory apparatus, through which the Earth, the Earth planet, comes into the right relationship with its environment.
[ 15 ] Wenn ich also die Aufeinanderfolge jener geistigen Wesenheiten, mit denen wir es zunächst auf unserer Erde zu tun haben und zu denen wir den Weg finden können durch eine allmähliche okkulte Entwickelung, zusammenfassen soll, so muß ich sagen: Wir haben als den äußersten Schleier die Sinnenwelt mit aller ihrer Mannigfaltigkeit, mit demjenigen, was wir ausgebreitet sehen für unsere Sinne, was wir mit dem Verstand des Menschen begreifen können. Wir haben dann hinter der Sinneswelt liegen die Welt der Naturgeister. Hinter der Welt der Naturgeister haben wir liegen die Welt der Geister der Umlaufszeiten und dahinter den Planetengeist.
[ 15 ] If, then, I am to summarize the succession of those spiritual beings with whom we first come into contact on our Earth—and to whom we can find our way through a gradual occult development—I must say: We have, as the outermost veil, the sensory world with all its diversity, with that which we see spread out before our senses, that which we can comprehend with the human intellect. Behind the sensory world lies the world of nature spirits. Behind the world of nature spirits lies the world of the spirits of the cycles, and behind that, the planetary spirit.
[ 16 ] Wenn Sie dasjenige, was für das normale Bewußtsein von diesem Weltenaufbau vorliegt, vergleichen wollen mit diesem Weltenaufbau selber, dann können Sie sich das etwa so klarmachen: der äußerste Schleier der Welt wäre diese Welt der Sinne, dahinter die Welt der Naturgeister, die Welt der Geister der Umlaufszeiten und dahinter der Planetengeist. Nun müssen wir aber sagen, daß der Planetengeist sich in seiner Wirksamkeit in einer gewissen Beziehung durchdrückt bis zur Sinneswelt, so daß man in der Sinneswelt sein Abbild in gewisser Weise wahrnehmen kann, ebenso die Geister der Umlaufszeiten, ebenso die Naturgeister. So daß wir, wenn wir die Sinneswelt selber mit dem normalen Bewußtsein beobachten, in dieser Sinneswelt gleichsam wie in einem Aufdruck von hinten die Spur dieser Welten haben, die dahinter liegen, etwa so, wie wenn wir in der obersten Haut, die wir als die Sinneswelt weggezogen haben, eben die hinter dieser stufenweise wirksamen geistigen Wesenheiten hätten. Das normale Bewußtsein nimmt die Sinneswelt als ihre Wahrnehmungen wahr; die Welt der Naturgeister, die drückt sich in den Wahrnehmungen als das ab, was man die Naturkräfte nennt. Wo die Wissenschaft von Naturkräften spricht, da haben wir eigentlich nichts Wirkliches. Für den Okkultisten sind die Naturkräfte nichts Wirkliches, sondern sie sind die Maja, sie sind die Abprägung der Naturgeister, die hinter der Sinneswelt wirken.
[ 16 ] If you wish to compare what is apparent to ordinary consciousness regarding this structure of the world with the structure of the world itself, you can picture it roughly as follows: the outermost veil of the world would be the sensory world; behind it lies the world of nature spirits, the world of the spirits of the cycles of time, and behind that, the planetary spirit. Now, however, we must say that the planetary spirit, in its activity, penetrates in a certain sense all the way to the sensory world, so that one can perceive its image in the sensory world in a certain way, just as one can perceive the spirits of the cycles and the nature spirits. So that when we observe the sensory world itself with normal consciousness, we have in this sensory world, as it were, an imprint from behind of the trace of these worlds that lie behind it, much as if, in the outermost layer that we have peeled away as the sensory world, we were to find precisely those spiritual beings that are active in stages behind it. Normal consciousness perceives the sensory world as its perceptions; the world of nature spirits expresses itself in these perceptions as what is called the forces of nature. Where science speaks of forces of nature, we actually have nothing real. For the occultist, the forces of nature are not real, but rather they are maya; they are the imprint of the nature spirits that work behind the sensory world.


[ 17 ] Der Abdruck wiederum der Geister der Umlaufszeiten ist das, was man gewöhnlich für das normale Bewußtsein die Naturgesetze nennt. Alle Naturgesetze sind im Grunde genommen dadurch vorhanden, daß die Geister der Umlaufszeiten dirigierend als Mächte wirken. Naturgesetze sind nichts Wirkliches für den Okkultisten. Wenn der gewöhnliche Naturforscher von Naturgesetzen spricht und sie äußerlich kombiniert, so weiß der Okkultist, daß diese Naturgesetze in ihrer Wahrheit sich enthüllen, wenn der Mensch bei aufgewachtem Astralleib hinlauscht auf das, was die Geister der Umlaufszeiten sagen und wie sie die Naturgeister anordnen, dirigieren. Das drückt sich in der Maja, im äußeren Schein, in den Naturgesetzen aus. Und weiter geht gewöhnlich das normale Bewußtsein nicht. Zu dem Abdruck des Planetengeistes in der äußeren Welt geht gewöhnlich das normale Bewußtsein nicht. Das normale Bewußtsein der heutigen Menschheit spricht von der äußeren Wahrnehmungswelt, von den Tatsachen, die man wahrnimmt, spricht von den Naturkräften: Licht, Wärme, Magnetismus, Elektrizität und so weiter, Anziehungskraft, Abstoßungskraft, Schwere und so weiter. Das sind diejenigen Wahrnehmungen in der Welt der Maja, denen in Wirklichkeit die Welt der Naturgeister zugrunde liegt, der Ätherleib der Erde. Dann spricht die äußere Wissenschaft von Naturgesetzen. Das ist wiederum eine Maja. Es liegt zugrunde das, was wir heute geschildert haben als die Welt der Geister der Umlaufszeiten. Erst dann, wenn man noch weiter vordringt, kommt man auch zu der Ausprägung des Planetengeistes selber in der äußeren Sinneswelt. Die Wissenschaft tut das heute nicht. Diejenigen, die das heute noch tun, denen glaubt man nicht mehr so recht. Die Dichter, die Künstler tun es, sie suchen noch einen Sinn hinter den Dingen. Warum blüht die Pflanzenwelt? Warum entstehen und vergehen die tierischen Gattungen und Arten? Warum belebt der Mensch die Erde? Wenn man so fragt nach dem Sinn der Naturerscheinungen und diesen Sinn zergliedern will, kombinieren will aus den äußeren Tatsachen, wie manchmal auch die tiefere Philosophie noch versucht, dann nähert man sich der Ausprägung des Planetengeistes selber in der physischen Welt. Aber man glaubt heute nicht mehr recht diesem Suchen nach dem Sinn des Daseins. Das Gefühl glaubt manchmal noch ein wenig, aber die Wissenschaft will nicht mehr viel wissen von etwas, was man über die Naturgesetze hinaus finden könnte in der Erscheinungen Flucht. Wenn man über den Naturgesetzen in den Dingen der Welt, wie man sie mit den Sinnen wahrnimmt, noch einen Sinn sucht, dann würde man diesen Sinn als den Abdruck des Planetengeistes in der Sinneswelt wahrnehmen können. Das wäre die äußere Maja. Zunächst ist eine äußere Maja die Sinneswelt selber, denn sie ist das, was hervortreibt aus sich selbst der Ätherleib der Erde, die Substanz der Naturgeister. Eine zweite Maja ist das, was den Menschen von den Naturgeistern in den Naturkräften erscheint; eine dritte Maja, was als Naturgesetze erscheint von den Geistern der Umlaufszeiten, und eine vierte Maja etwas, was trotz seiner Maja-Natur zu der Seele des Menschen spricht, weil der Mensch in der Wahrnehmung des Sinnes der Natur sich wenigstens verbunden fühlt mit dem Geist des ganzen Planeten, der den Planeten durch den Weltenraum führt und eben dem ganzen Planeten einen Sinn gibt. In dieser Maja liegt unmittelbar der Abdruck des Planetengeistes selber.
[ 17 ] The imprint of the spirits of the cycles is what is commonly referred to as the laws of nature in ordinary consciousness. All laws of nature essentially exist because the spirits of the cycles act as guiding forces. Laws of nature are not real for the occultist. When the ordinary natural scientist speaks of laws of nature and combines them externally, the occultist knows that these laws of nature reveal their truth when a person, with an awakened astral body, listens to what the spirits of the cycles say and how they direct and command the nature spirits. This is expressed in maya, in outward appearance, in the laws of nature. And normal consciousness usually does not go any further. Normal consciousness usually does not go beyond the imprint of the planetary spirit in the outer world. The normal consciousness of humanity today speaks of the external world of perception, of the facts one perceives, speaks of the forces of nature: light, heat, magnetism, electricity, and so on; forces of attraction, repulsion, gravity, and so on. These are the perceptions in the world of Maya that are in reality based on the world of nature spirits, the etheric body of the Earth. Then external science speaks of laws of nature. This, in turn, is a maya. Underlying it is what we have described today as the world of the spirits of the cycles of time. Only when one penetrates even further does one arrive at the manifestation of the planetary spirit itself in the external sensory world. Science does not do this today. Those who still do so today are no longer really believed. The poets, the artists do it; they still seek a meaning behind things. Why does the plant world bloom? Why do animal genera and species arise and perish? Why does humanity enliven the Earth? When one asks such questions about the meaning of natural phenomena and seeks to analyze this meaning, to piece it together from external facts—as even deeper philosophy sometimes still attempts—then one approaches the manifestation of the planetary spirit itself in the physical world. But today, people no longer really believe in this search for the meaning of existence. The feeling still believes a little, but science no longer wants to know much about anything that might be found beyond the laws of nature in the flow of phenomena. If one seeks a meaning beyond the laws of nature in the things of the world as perceived by the senses, then one would be able to perceive this meaning as the imprint of the planetary spirit in the sensory world. That would be the outer maya. First of all, an outer maya is the sensory world itself, for it is what the etheric body of the Earth, the substance of the nature spirits, drives forth from itself. A second maya is what appears to human beings from the nature spirits in the forces of nature; a third maya is what appears as natural laws from the spirits of the cycles of time, and a fourth maya is something that, despite its maya nature, speaks to the human soul, because in the perception of nature’s meaning, the human being feels at least connected to the spirit of the entire planet, which guides the planet through the cosmos and gives the entire planet a meaning. In this maya lies the direct imprint of the planetary spirit itself.
[ 18 ] So können wir sagen: Wir sind heute aufgestiegen bis zu dem einheitlichen Geist des Planeten. Und wollen wir wiederum dasjenige, was wir hier für den Planeten gefunden haben, mit dem Menschen parallelisieren, so können wir sagen: Es entspricht die Sinnenwelt dem physischen Leib des Menschen, die Welt der Naturgeister dem ätherischen Leib, die Welt der Geister der Umlaufszeiten dem astralischen Leib und der Planetengeist dem Ich des Menschen. So wie das Ich des Menschen die physische Erdenumgebung wahrnimmt, so nimmt der Planetengeist wahr alles dasjenige, was im Umkreis und überhaupt in der Raumeswelt außerhalb des Planeten ist und richtet die Taten des Planeten und auch das Fühlen des Planeten, von dem wir morgen sprechen werden, ein nach diesen Wahrnehmungen aus dem Weltenraum. Denn das, was ein Planet tut außerhalb im Raum, indem er seinen Weg durch die Weltenweiten geht, und das, was er bewirkt in seinem eigenen Leib, in seinen Elementen, aus denen er besteht, das ist wiederum das Ergebnis der Beobachtungen des Planetengeistes gegenüber der äußeren Welt. Wie die einzelne menschliche Seele auf der Welt der Erde neben anderen Menschen lebt, sich nach ihnen richtet, so lebt der Planetengeist in seinem Planetenleib, der eben der Boden ist, auf dem wir stehen; aber dieser Planetengeist lebt in der Gesellschaft anderer Planetengeister, anderer Geister der Himmelskörper überhaupt.
[ 18 ] So we can say: Today we have ascended to the unified spirit of the planet. And if we wish to draw a parallel between what we have found here for the planet and the human being, we can say: The sensory world corresponds to the physical body of the human being, the world of nature spirits to the etheric body, the world of the spirits of the cycles to the astral body, and the planetary spirit to the human being’s I. Just as the human ego perceives the physical environment of the Earth, so the planetary spirit perceives everything that is in the surrounding space and in the wider cosmos outside the planet, and directs the planet’s actions and also the planet’s feelings—which we will discuss tomorrow—according to these perceptions from the cosmos. For what a planet does out in space as it travels through the vastness of the cosmos, and what it brings about within its own body—in the elements of which it is composed—is in turn the result of the Planetary Spirit’s observations of the external world. Just as the individual human soul lives on the Earth alongside other human beings and aligns itself with them, so does the planetary spirit live within its planetary body, which is precisely the ground upon which we stand; but this planetary spirit lives in the company of other planetary spirits, of other spirits of the celestial bodies in general.
