Initiation from Eternity and the Present
GA 138
30 August 1912, Munich
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Von der Initiation Von Ewigkeit und Augenblick, 4th ed.
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Aus den bisher gehaltenen Vorträgen wird Ihnen vielleicht ersichtlich geworden sein, wie nötig es ist, seine Vorstellungen beweglich, wandelbar zu machen, wenn eine richtige Charakteristik von den verschiedenen Welten, von denen man sprechen kann und von denen das Sinnensein, unsere gewöhnliche Sinneswelt doch nur die eine ist, entgegengenommen werden soll. Aus vielem Gesagten kann Ihnen hervorgehen, daß man geradezu eine andere Sprache menschlicher Vorstellungen sprechen muß, wenn man von der einen Welt in die andere den Übergang herbeiführen will. Das ist die eine Seite der Sache. Aber es gibt eine andere Seite der Sache: daß alle diese Welten wieder zusammenwirken und daß in der einen Welt immer gewissermaßen der Abglanz, die Hineinwirkungen der übrigen Welten wahrzunehmen sind. In jeder Welt hat man es damit zu tun, daß einem die Erscheinungen und Wesenheiten dieser Welt selbst entgegentreten und dann wieder alles dasjenige, was von den anderen Welten in diese besondere Welt hineinwirkt. Dieses alles muß sorgfältig berücksichtigt werden, wenn man verstehen will, was die Geheimnisse der Initiation sind, welches die Beziehungen des Augenblickes zur Ewigkeit, des Lebensdunkels zum Geisteslichte sind. Es gibt — wie Sie dargestellt finden in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» — gewisse Regeln, gewisse Anweisungen, welchen sich die Seele unterwerfen kann, um den Aufstieg in die übersinnlichen Welten zu bewirken. Solche Regeln sind selbstverständlich nicht nur nützlich, sondern demjenigen unentbehrlich, der wirklich die ersten oder die weiteren Schritte der Initiation unternehmen will. Aber insbesondere in unserer Zeit muß auf eines aufmerksam gemacht werden.
[ 1 ] Aus den bisher gehaltenen Vorträgen wird Ihnen vielleicht ersichtlich geworden sein, wie nötig es ist, seine Vorstellungen beweglich, wandelbar zu machen, wenn eine richtige Charakteristik von den verschiedenen Welten, von denen man sprechen kann und von denen das Sinnensein, unsere gewöhnliche Sinneswelt doch nur die eine ist, entgegengenommen werden soll. Aus vielem Gesagten kann Ihnen hervorgehen, daß man geradezu eine andere Sprache menschlicher Vorstellungen sprechen muß, wenn man von der einen Welt in die andere den Übergang herbeiführen will. Das ist die eine Seite der Sache. Aber es gibt eine andere Seite der Sache: daß alle diese Welten wieder zusammenwirken und daß in der einen Welt immer gewissermaßen der Abglanz, die Hineinwirkungen der übrigen Welten wahrzunehmen sind. In jeder Welt hat man es damit zu tun, daß einem die Erscheinungen und Wesenheiten dieser Welt selbst entgegentreten und dann wieder alles dasjenige, was von den anderen Welten in diese besondere Welt hineinwirkt. Dieses alles muß sorgfältig berücksichtigt werden, wenn man verstehen will, was die Geheimnisse der Initiation sind, welches die Beziehungen des Augenblickes zur Ewigkeit, des Lebensdunkels zum Geisteslichte sind. Es gibt — wie Sie dargestellt finden in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» — gewisse Regeln, gewisse Anweisungen, welchen sich die Seele unterwerfen kann, um den Aufstieg in die übersinnlichen Welten zu bewirken. Solche Regeln sind selbstverständlich nicht nur nützlich, sondern demjenigen unentbehrlich, der wirklich die ersten oder die weiteren Schritte der Initiation unternehmen will. Aber insbesondere in unserer Zeit muß auf eines aufmerksam gemacht werden.
[ 2 ] Unsere Zeit hat eine gewisse Eigentümlichkeit, die zusammenhängt mit der ganzen Eigenart des Weltenzyklus, in dem wir leben; unsere Zeit hat etwas Lehrhaftes, etwas Thheoretisierendes. Und wie sehr man sich auch bemüht, da oder dort den Hang zum Theoretisieren abzulegen, er sitzt gewissermaßen doch dem Menschen der Gegenwart in den Seelengründen. Das bewirkt, daß diese Menschen der Gegenwart, wenn es sich um den Aufstieg zu den höheren Welten handelt, zunächst vor allen Dingen erwarten, daß ihnen unter allen Umständen gesagt werde, wie sich jeder einzelne verhalten solle, wenn die Seele in die höheren Welten hinaufgelangen will. Gegenüber dem wirklichen Erleben des Übersinnlichen stellt sich aber doch etwas ein, was man in gewisser Beziehung mißlich nennen möchte in all denjenigen Darstellungen, welche — man möchte sagen — einen normalen Weg, eine normale Marschroute angeben, um in die höheren Welten hinaufzueilen. Denn das Leben ist etwas Kompliziertes. Und jede Seele in irgendeiner Lebenslage, in der sie sich befindet — und jedesmal muß man von einer bestimmten Lebenslage ausgehen, wenn man den Aufstieg in die höheren Welten unternehmen will —, steht in einem bestimmten Karma drinnen, hat einen bestimmten Ausgangspunkt. Keine Seele ist in derselben Lage wie die andere. Daher ist im Grunde genommen auch der Weg in die übersinnlichen Welten hinauf für jede Seele ein individueller, ein solcher, welcher sich je nach der betreffenden Seele beim Ausgangspunkt richtet. Man kann nicht sagen, wenn man im richtigen Sinne sprechen will: so muß nach einem normalen Prinzip unmittelbar jede Seele den Aufstieg in die höheren Welten, die Initiation, durchmachen. Daher das Bedürfnis, nicht nur in kurzen Broschüren oder dergleichen — was ja leichter wäre — Anweisungen zu geben: so und so soll es die Seele machen, um den Glauben zu erwecken, man könne, wenn man solche Regeln befolgt, unter allen Umständen in der gleichen Art wie jede andere Seele in die höheren Welten hinaufsteigen. Daher das Mißliche solcher Dinge. Deshalb namentlich habe ich versucht, in dem Büchelchen «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» etwas zu zeigen, was individuell ist und doch einer jeden Seele nützlich sein kann. Aber deshalb ergab sich auch die Notwendigkeit, die Mannigfaltigkeit und die Variabilität des Initiationsweges zu zeigen. Und ohne selbst etwa irgendwie Erklärungen liefern zu wollen über das, was getan worden ist, möchte ich Sie nur darauf hinweisen, wie sich die Notwendigkeiten zu den drei Gestalten ergeben, welche in den drei Mysterienversuchen — «Die Pforte der Einweihung, «Die Prüfung der Seele» und «Der Hüter der Schwelle» vor Ihre Seele hintreten als Johannes Thomasius, Capesius und Strader. Sie zeigen Ihnen den Weg der ersten Schritte zur Initiation gleichsam in drei verschiedenen Aspekten. Man kann von keinem dieser Wege sagen, daß er besser oder schlechter sei als der Weg des anderen; sondern man muß von jedem dieser Wege sagen, daß er sich ergeben mußte je nach dem Karma der betreffenden Individualitäten. Man kann nur sagen: eine Seele, welche so ist wie Johannes Thomasius, oder welche so ist wie Capesius, muß eben solche Wege gehen, wie sie versucht worden sind, nicht in Theorien, nicht lehrhaft, sondern in Gestalten zu zeigen. Daher das Bedürfnis, solche Gestalten zu zeigen. Und immer notwendiger und notwendiger wird es werden, hinwegzuführen von dem Glauben, daß man mit ein paar Regeln in diesen Dingen auskomme, immer notwendiger wird es sein, gerade auf spirituellem Gebiete von dem Lehrhaften auf das Gestaltete hinzuweisen. Weil die Beziehungen der Welten so mannigfaltige sind, deshalb müssen auch die Wege der einzelnen Individualitäiten so mannigfaltige sein. Wenn man aber erst dazu kommt, gewisse Individualitäten oder Wesenheiten der höheren Welten ernsthaft ins Auge zu fassen und deren Anteil an dem Menschen zu prüfen, dann muß man erst recht die Notwendigkeit fühlen, diese Gestalten lebendig zu zeigen, sie in ihrer Mannigfaltigkeit hinzustellen, nicht bloß Definitionen von ihnen zu geben.
[ 2 ] Unsere Zeit hat eine gewisse Eigentümlichkeit, die zusammenhängt mit der ganzen Eigenart des Weltenzyklus, in dem wir leben; unsere Zeit hat etwas Lehrhaftes, etwas Thheoretisierendes. Und wie sehr man sich auch bemüht, da oder dort den Hang zum Theoretisieren abzulegen, er sitzt gewissermaßen doch dem Menschen der Gegenwart in den Seelengründen. Das bewirkt, daß diese Menschen der Gegenwart, wenn es sich um den Aufstieg zu den höheren Welten handelt, zunächst vor allen Dingen erwarten, daß ihnen unter allen Umständen gesagt werde, wie sich jeder einzelne verhalten solle, wenn die Seele in die höheren Welten hinaufgelangen will. Gegenüber dem wirklichen Erleben des Übersinnlichen stellt sich aber doch etwas ein, was man in gewisser Beziehung mißlich nennen möchte in all denjenigen Darstellungen, welche — man möchte sagen — einen normalen Weg, eine normale Marschroute angeben, um in die höheren Welten hinaufzueilen. Denn das Leben ist etwas Kompliziertes. Und jede Seele in irgendeiner Lebenslage, in der sie sich befindet — und jedesmal muß man von einer bestimmten Lebenslage ausgehen, wenn man den Aufstieg in die höheren Welten unternehmen will —, steht in einem bestimmten Karma drinnen, hat einen bestimmten Ausgangspunkt. Keine Seele ist in derselben Lage wie die andere. Daher ist im Grunde genommen auch der Weg in die übersinnlichen Welten hinauf für jede Seele ein individueller, ein solcher, welcher sich je nach der betreffenden Seele beim Ausgangspunkt richtet. Man kann nicht sagen, wenn man im richtigen Sinne sprechen will: so muß nach einem normalen Prinzip unmittelbar jede Seele den Aufstieg in die höheren Welten, die Initiation, durchmachen. Daher das Bedürfnis, nicht nur in kurzen Broschüren oder dergleichen — was ja leichter wäre — Anweisungen zu geben: so und so soll es die Seele machen, um den Glauben zu erwecken, man könne, wenn man solche Regeln befolgt, unter allen Umständen in der gleichen Art wie jede andere Seele in die höheren Welten hinaufsteigen. Daher das Mißliche solcher Dinge. Deshalb namentlich habe ich versucht, in dem Büchelchen «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» etwas zu zeigen, was individuell ist und doch einer jeden Seele nützlich sein kann. Aber deshalb ergab sich auch die Notwendigkeit, die Mannigfaltigkeit und die Variabilität des Initiationsweges zu zeigen. Und ohne selbst etwa irgendwie Erklärungen liefern zu wollen über das, was getan worden ist, möchte ich Sie nur darauf hinweisen, wie sich die Notwendigkeiten zu den drei Gestalten ergeben, welche in den drei Mysterienversuchen — «Die Pforte der Einweihung, «Die Prüfung der Seele» und «Der Hüter der Schwelle» vor Ihre Seele hintreten als Johannes Thomasius, Capesius und Strader. Sie zeigen Ihnen den Weg der ersten Schritte zur Initiation gleichsam in drei verschiedenen Aspekten. Man kann von keinem dieser Wege sagen, daß er besser oder schlechter sei als der Weg des anderen; sondern man muß von jedem dieser Wege sagen, daß er sich ergeben mußte je nach dem Karma der betreffenden Individualitäten. Man kann nur sagen: eine Seele, welche so ist wie Johannes Thomasius, oder welche so ist wie Capesius, muß eben solche Wege gehen, wie sie versucht worden sind, nicht in Theorien, nicht lehrhaft, sondern in Gestalten zu zeigen. Daher das Bedürfnis, solche Gestalten zu zeigen. Und immer notwendiger und notwendiger wird es werden, hinwegzuführen von dem Glauben, daß man mit ein paar Regeln in diesen Dingen auskomme, immer notwendiger wird es sein, gerade auf spirituellem Gebiete von dem Lehrhaften auf das Gestaltete hinzuweisen. Weil die Beziehungen der Welten so mannigfaltige sind, deshalb müssen auch die Wege der einzelnen Individualitäiten so mannigfaltige sein. Wenn man aber erst dazu kommt, gewisse Individualitäten oder Wesenheiten der höheren Welten ernsthaft ins Auge zu fassen und deren Anteil an dem Menschen zu prüfen, dann muß man erst recht die Notwendigkeit fühlen, diese Gestalten lebendig zu zeigen, sie in ihrer Mannigfaltigkeit hinzustellen, nicht bloß Definitionen von ihnen zu geben.
[ 3 ] In unserer Zeit ist es insbesondere für diejenigen, die spirituelle Erkenntnis anstreben, wichtig, solche Gestalten wie Luzifer und Ahriman, denen man auf dem Wege zur Initiation ja immer begegnet, einmal gerade in ihrer Vielartigkeit, in ihrer Variabilität ins Auge zu fassen. Dann wird sich zeigen, wie merkwürdig die Beziehungen und Verkettungen der einen Welt mit der anderen sind. Es zeigt sich an vielen Zeichen unserer Zeit, daß allmählich Verständnis wachgerufen werden kann für das Hereinspielen der einen Welt in die andere. Ich möchte da zunächst von etwas Naheliiegendem ausgehen, das nur nicht immer naheliegend genug empfunden wird. In unserer Zeit besteht in den weitesten Kreisen das lebhafteste Bedürfnis, die Naturordnung, die Naturgesetze kennenzulernen, die durch alles — auch durch alles Wesenhafte — hindurchwirken, das uns im Sinnensein entgegentritt. Und es besteht der Hang, nicht zu achten auf alles, was etwa von anderen Welten her über den Menschen und das Weltendasein gesagt werden kann, sondern nur sozusagen aus der einen Welt heraus eine gesamte Weltanschauung aufzubauen. Das gibt ja die mehr oder weniger monistischen oder auch als materialistisch bezeichneten Weltanschauungen der Gegenwart. Man möchte sagen, gleichsam wie ein wohltätiger Gegenschlag gegen dieses Bestreben haben sich in unserer Zeit andere Bestrebungen geltend gemacht, welche innerhalb der Welt, in der wir leben, solche Erscheinungen aufsuchen, welche von anderen Gesetzen beherrscht sind als die Welt der Naturordnung, diejenigen Erscheinungen in ihrer Mannigfaltigkeit aufsuchen, welche als widersprechend dieser Naturordnung von dem materialistischen Sinn empfunden werden. Man sollte wohl achten auf alles, was im Sinne ernster Wissenschaftlichkeit auf diesem Gebiete gearbeitet wird. Denn indem in unserer Zeit dem rein materialistischen Forschen — wenn auch wenig beachtet — ein anderes Forschen entgegentritt, welches andere Zusammenhänge in unserem Sinnensein sucht, als das Sinnensein selber darbietet, wird ja nichts Geringeres getan, als das Hereinspielen ganz anderer Welten mit anderen Daseinsgesetzen schon innerhalb der Forschungsmethoden des Sinnenseins selbst zu suchen. In dieser Beziehung ist es außerordentlich wünschenswert, daß namentlich der Theosoph immer darauf achten sollte, was in dieser Richtung geleistet wird — geleistet wird, indem die wissenschaftlichen Methoden ausgedehnt werden auf das Hereinspielen übersinnlicher Welten in unser Sinnensein. Für kleinere Kreise habe ich schon darauf hingewiesen; für diesen größeren Kreis will ich es heute tun.
[ 3 ] In unserer Zeit ist es insbesondere für diejenigen, die spirituelle Erkenntnis anstreben, wichtig, solche Gestalten wie Luzifer und Ahriman, denen man auf dem Wege zur Initiation ja immer begegnet, einmal gerade in ihrer Vielartigkeit, in ihrer Variabilität ins Auge zu fassen. Dann wird sich zeigen, wie merkwürdig die Beziehungen und Verkettungen der einen Welt mit der anderen sind. Es zeigt sich an vielen Zeichen unserer Zeit, daß allmählich Verständnis wachgerufen werden kann für das Hereinspielen der einen Welt in die andere. Ich möchte da zunächst von etwas Naheliiegendem ausgehen, das nur nicht immer naheliegend genug empfunden wird. In unserer Zeit besteht in den weitesten Kreisen das lebhafteste Bedürfnis, die Naturordnung, die Naturgesetze kennenzulernen, die durch alles — auch durch alles Wesenhafte — hindurchwirken, das uns im Sinnensein entgegentritt. Und es besteht der Hang, nicht zu achten auf alles, was etwa von anderen Welten her über den Menschen und das Weltendasein gesagt werden kann, sondern nur sozusagen aus der einen Welt heraus eine gesamte Weltanschauung aufzubauen. Das gibt ja die mehr oder weniger monistischen oder auch als materialistisch bezeichneten Weltanschauungen der Gegenwart. Man möchte sagen, gleichsam wie ein wohltätiger Gegenschlag gegen dieses Bestreben haben sich in unserer Zeit andere Bestrebungen geltend gemacht, welche innerhalb der Welt, in der wir leben, solche Erscheinungen aufsuchen, welche von anderen Gesetzen beherrscht sind als die Welt der Naturordnung, diejenigen Erscheinungen in ihrer Mannigfaltigkeit aufsuchen, welche als widersprechend dieser Naturordnung von dem materialistischen Sinn empfunden werden. Man sollte wohl achten auf alles, was im Sinne ernster Wissenschaftlichkeit auf diesem Gebiete gearbeitet wird. Denn indem in unserer Zeit dem rein materialistischen Forschen — wenn auch wenig beachtet — ein anderes Forschen entgegentritt, welches andere Zusammenhänge in unserem Sinnensein sucht, als das Sinnensein selber darbietet, wird ja nichts Geringeres getan, als das Hereinspielen ganz anderer Welten mit anderen Daseinsgesetzen schon innerhalb der Forschungsmethoden des Sinnenseins selbst zu suchen. In dieser Beziehung ist es außerordentlich wünschenswert, daß namentlich der Theosoph immer darauf achten sollte, was in dieser Richtung geleistet wird — geleistet wird, indem die wissenschaftlichen Methoden ausgedehnt werden auf das Hereinspielen übersinnlicher Welten in unser Sinnensein. Für kleinere Kreise habe ich schon darauf hingewiesen; für diesen größeren Kreis will ich es heute tun.
[ 4 ] In seinem Buche «Das Mysterium des Menschen», das ich Ihnen ganz besonders-empfehlen möchte, hat unser lieber Freund Ludwig Deinhard sich der dankenswerten Aufgabe unterzogen, in dem ersten Teil eine sehr übersichtliche Zusammenstellung und Charakterisierung alles dessen zu bringen, was in unserer Zeit mit den wissenschaftlichen Methoden, die heute anerkannt sind — aber so, wie sie angewendet sind, eben noch mit Vorurteil angewendet werden —, innerhalb der Welt, die jeder betreten kann, untersucht werden kann über das Hereinspielen einer übersinnlichen Welt. Dies einmal übersichtlich vor sich zu haben, ist eine dankenswerte Aufgabe gewesen, und ist etwas, was jeder kennenlernen sollte, der sich gerade von diesem Gesichtspunkt aus dafür interessiert, wie man auf Schritt und Tritt, wenn man nur die Tatsachen nimmt, das Herausspringen des Übersinnlichen aus dem Sinnensein finden kann. So sehen wir also gerade mit einer wichtigen Aufgabe dieses Buch in der letzten Zeit unter uns, und ich darf wohl auch hier an diesem Orte auf dieses Buch «Das Mysterium des Menschen» von Ludwig Deinhard hinweisen.
[ 4 ] In seinem Buche «Das Mysterium des Menschen», das ich Ihnen ganz besonders-empfehlen möchte, hat unser lieber Freund Ludwig Deinhard sich der dankenswerten Aufgabe unterzogen, in dem ersten Teil eine sehr übersichtliche Zusammenstellung und Charakterisierung alles dessen zu bringen, was in unserer Zeit mit den wissenschaftlichen Methoden, die heute anerkannt sind — aber so, wie sie angewendet sind, eben noch mit Vorurteil angewendet werden —, innerhalb der Welt, die jeder betreten kann, untersucht werden kann über das Hereinspielen einer übersinnlichen Welt. Dies einmal übersichtlich vor sich zu haben, ist eine dankenswerte Aufgabe gewesen, und ist etwas, was jeder kennenlernen sollte, der sich gerade von diesem Gesichtspunkt aus dafür interessiert, wie man auf Schritt und Tritt, wenn man nur die Tatsachen nimmt, das Herausspringen des Übersinnlichen aus dem Sinnensein finden kann. So sehen wir also gerade mit einer wichtigen Aufgabe dieses Buch in der letzten Zeit unter uns, und ich darf wohl auch hier an diesem Orte auf dieses Buch «Das Mysterium des Menschen» von Ludwig Deinhard hinweisen.
[ 5 ] Dieses Hereinspielen anderer Welten in die Sinneswelt erzeugt innerhalb der letzteren etwas, was sich nun in allen Welten wiederholt, was in allen Welten auftritt, was aber ganz besonders notwendig macht, daß wir uns bekannt machen mit der Notwendigkeit, nicht pedantisch, einseitig, streng geformt uns Dogmen oder Urteile zu bilden dahin lautend: dieses sei so, jenes so, Luzifer so, Ahriman so, Luziferisches müsse man fliehen, Ahrimanisches müsse man fliehen oder dergleichen. Eingelaufen ist unsere gestrige Betrachtung gerade in solche Dinge.
[ 5 ] Dieses Hereinspielen anderer Welten in die Sinneswelt erzeugt innerhalb der letzteren etwas, was sich nun in allen Welten wiederholt, was in allen Welten auftritt, was aber ganz besonders notwendig macht, daß wir uns bekannt machen mit der Notwendigkeit, nicht pedantisch, einseitig, streng geformt uns Dogmen oder Urteile zu bilden dahin lautend: dieses sei so, jenes so, Luzifer so, Ahriman so, Luziferisches müsse man fliehen, Ahrimanisches müsse man fliehen oder dergleichen. Eingelaufen ist unsere gestrige Betrachtung gerade in solche Dinge.
[ 6 ] Nehmen wir an, derjenige, der die ersten Schritte auf dem Wege zur Initiation durchgemacht hat, begegnet, weil er in seinem Seelenleben durch das Sich-Öffnen der Seelenaugen hellseherisch geworden ist, jener Gestalt, die wir als Luzifer in den übersinnlichen Welten bezeichnen. Als was konnten wir gestern diese Gestalt bezeichnen? Sie tritt der Seele als das entgegen, was immerzu bestrebt ist, das Ewige, das sonst in immerwährender Beweglichkeit und Veränderlichkeit ist, zur Beständigkeit, zum Zeitlichen, zum Augenblicklichen zu machen, so daß es als Individuelles sich erfreuen, groß werden könne. Und tritt man als Seele Luzifer in den übersinnlichen Welten entgegen, so erscheint er dort als der große Lichtträger, welcher einen gleichsam dazu führt — ja, wahrhaftig dazu führt, alle die Schätze, all das Wesenhafte, das da in den spirituellen Welten ist, herunterzutragen in die Sinneswelt und in der Sinneswelt davon Abglanz und Offenbarung zu schaffen. Und folgt man Luzifer in den übersinnlichen Welten in diesem seinem Bestreben, dann wirkt man dazu, daß die urewige Weltaufgabe erfüllt werde, daß alles Unoffenbare offenbar werde, daß alles Ewige dem Augenblicke anvertraut werde, daß alles, was verfließt im unbestimmten Ewigen, in der innerlichen Größe des individuellen Augenblickes festgehalten werden könne.
[ 6 ] Nehmen wir an, derjenige, der die ersten Schritte auf dem Wege zur Initiation durchgemacht hat, begegnet, weil er in seinem Seelenleben durch das Sich-Öffnen der Seelenaugen hellseherisch geworden ist, jener Gestalt, die wir als Luzifer in den übersinnlichen Welten bezeichnen. Als was konnten wir gestern diese Gestalt bezeichnen? Sie tritt der Seele als das entgegen, was immerzu bestrebt ist, das Ewige, das sonst in immerwährender Beweglichkeit und Veränderlichkeit ist, zur Beständigkeit, zum Zeitlichen, zum Augenblicklichen zu machen, so daß es als Individuelles sich erfreuen, groß werden könne. Und tritt man als Seele Luzifer in den übersinnlichen Welten entgegen, so erscheint er dort als der große Lichtträger, welcher einen gleichsam dazu führt — ja, wahrhaftig dazu führt, alle die Schätze, all das Wesenhafte, das da in den spirituellen Welten ist, herunterzutragen in die Sinneswelt und in der Sinneswelt davon Abglanz und Offenbarung zu schaffen. Und folgt man Luzifer in den übersinnlichen Welten in diesem seinem Bestreben, dann wirkt man dazu, daß die urewige Weltaufgabe erfüllt werde, daß alles Unoffenbare offenbar werde, daß alles Ewige dem Augenblicke anvertraut werde, daß alles, was verfließt im unbestimmten Ewigen, in der innerlichen Größe des individuellen Augenblickes festgehalten werden könne.
[ 7 ] Nun sitzt es in jeder Menschenseele wie ein Nachklang aus der geistigen Welt, daß dieses Streben, das Unoffenbare offenbar zu machen, das Ewige im Augenblick zu fixieren, auch wirklich geschehe. Daher ist es, wenn der Mensch entweder durch die Initiation oder durch den Tod die übersinnlichen Welten beschreitet, daß in ihm Luzifer als Lichtesträger wirklich wirkt, und die Gefahren, denen der Mensch in den höheren Welten gegenüber Luzifer ausgesetzt ist, sind nur dann eigentlich vorhanden, wenn der Mensch das, was seine Stellung innerhalb des Sinnenseins zu Luzifer ausmachen soll, in einem zu hohen Maße in die höheren Welten hinein mitbringt. Luzifer ist nur gefährlich beim Wandeln in den höheren Welten, wenn man zu sehr die Natur und Wesenhaftigkeit des Sinnesmenschen in diese höheren Welten hinein mitbringt. Aber wie steht es innerhalb des Sinnenseins selbst, da ja die übersinnlichen Welten immer ins Sinnensein hereinspielen, mit Luzifer? Denn zunächst haben wir es im historischen Gange der Menschheit im Sinnensein und seiner Evolution mit dem Hereinspielen der höheren Welten zu tun, die wirksame Impulse abgeben, damit das eine hinter dem andern im Sinnensein geschehe, wie es in der Geschichte der Menschheit durch das Erdensein hindurch sich abspielt.
[ 7 ] Nun sitzt es in jeder Menschenseele wie ein Nachklang aus der geistigen Welt, daß dieses Streben, das Unoffenbare offenbar zu machen, das Ewige im Augenblick zu fixieren, auch wirklich geschehe. Daher ist es, wenn der Mensch entweder durch die Initiation oder durch den Tod die übersinnlichen Welten beschreitet, daß in ihm Luzifer als Lichtesträger wirklich wirkt, und die Gefahren, denen der Mensch in den höheren Welten gegenüber Luzifer ausgesetzt ist, sind nur dann eigentlich vorhanden, wenn der Mensch das, was seine Stellung innerhalb des Sinnenseins zu Luzifer ausmachen soll, in einem zu hohen Maße in die höheren Welten hinein mitbringt. Luzifer ist nur gefährlich beim Wandeln in den höheren Welten, wenn man zu sehr die Natur und Wesenhaftigkeit des Sinnesmenschen in diese höheren Welten hinein mitbringt. Aber wie steht es innerhalb des Sinnenseins selbst, da ja die übersinnlichen Welten immer ins Sinnensein hereinspielen, mit Luzifer? Denn zunächst haben wir es im historischen Gange der Menschheit im Sinnensein und seiner Evolution mit dem Hereinspielen der höheren Welten zu tun, die wirksame Impulse abgeben, damit das eine hinter dem andern im Sinnensein geschehe, wie es in der Geschichte der Menschheit durch das Erdensein hindurch sich abspielt.
[ 8 ] Ja, in dieses Sinnensein spielen herein diejenigen Bestrebungen, die wir als menschlich egoistische, als selbstsüchtige Bestrebungen jeder Seele betrachten. Wir wissen ja, daß jede Seelenentwickelung vom Egoismus ausgehen muß. Das ist natürlich. Wir wissen aber auch, daß wieder ein Herausarbeiten aus dem Egoismus stattfinden kann. In all das, was jemals Seelen aus dem Egoismus heraus auf der Erde haben tun können, fällt das hinein, was man nennen kann: Offenbarung des Ewigen in dem Augenblick. In das, was in der individuellen Seele fixiert ist, spielen fortwährend luziferische Kräfte hinein. Aber noch in etwas anderes spielen sie hinein, nämlich in all das, was der einzelne Mensch gerade für die gesamte Weltenordnung, für das Weltendasein dadurch tun kann, daß er eine Egoität ist und hat, daß er in sich innerliche Größe entwickeln kann, die aus seinem Innern hervorsprudelt. Was ist denn das individuelle Große in der einzelnen Seele anderes als das, was der Keim des Großen in aller Weltenentwickelung der Menschheit ist? Wodurch haben Homer, Shakespeare, Dante, Goethe auf die Menschheit gewirkt? Dadurch, daß sie Egoitäten waren, daß in ihrem Innern ganze Welten waren, Welten, die nur aus ihrem Innern, aus ihrer Egoität herausgekommen sind. Dadurch aber werden — auf dem Umwege durch die Egoitäten — die Impulse des geistigen Lebens hereingetragen, welche von Epoche zu Epoche gerade die größten, nämlich die geistigen Taten der Menschheit vermitteln. Da ist wieder Luzifer drinnen. Da ist er der Lichtträger, der Impuls und die Macht alles Großen, welches aus der großen punktuellen, aus der einzelnen Menschenseele sprudelnden Ewigkeitskraft in die Menschheitsevolution ausstrahlt.
[ 8 ] Ja, in dieses Sinnensein spielen herein diejenigen Bestrebungen, die wir als menschlich egoistische, als selbstsüchtige Bestrebungen jeder Seele betrachten. Wir wissen ja, daß jede Seelenentwickelung vom Egoismus ausgehen muß. Das ist natürlich. Wir wissen aber auch, daß wieder ein Herausarbeiten aus dem Egoismus stattfinden kann. In all das, was jemals Seelen aus dem Egoismus heraus auf der Erde haben tun können, fällt das hinein, was man nennen kann: Offenbarung des Ewigen in dem Augenblick. In das, was in der individuellen Seele fixiert ist, spielen fortwährend luziferische Kräfte hinein. Aber noch in etwas anderes spielen sie hinein, nämlich in all das, was der einzelne Mensch gerade für die gesamte Weltenordnung, für das Weltendasein dadurch tun kann, daß er eine Egoität ist und hat, daß er in sich innerliche Größe entwickeln kann, die aus seinem Innern hervorsprudelt. Was ist denn das individuelle Große in der einzelnen Seele anderes als das, was der Keim des Großen in aller Weltenentwickelung der Menschheit ist? Wodurch haben Homer, Shakespeare, Dante, Goethe auf die Menschheit gewirkt? Dadurch, daß sie Egoitäten waren, daß in ihrem Innern ganze Welten waren, Welten, die nur aus ihrem Innern, aus ihrer Egoität herausgekommen sind. Dadurch aber werden — auf dem Umwege durch die Egoitäten — die Impulse des geistigen Lebens hereingetragen, welche von Epoche zu Epoche gerade die größten, nämlich die geistigen Taten der Menschheit vermitteln. Da ist wieder Luzifer drinnen. Da ist er der Lichtträger, der Impuls und die Macht alles Großen, welches aus der großen punktuellen, aus der einzelnen Menschenseele sprudelnden Ewigkeitskraft in die Menschheitsevolution ausstrahlt.
[ 9 ] Zwischen zwei Pole ist die Menschenseele hereingestellt, die einfach der Abdruck und der Abglanz all der Welten sind, in denen die Menschenseele wirklich steht: daß sie sich in sich verhärtet, sich in ihrer Egoität völlig einspinnt und nur das will, was ihr selber dient, was sie selber befriedigt; und daß die Menschenseele aus ihren Tiefen heraus die Kräfte holt, die einstrahlen können in das ganze Leben der Menschheit? Wann tritt nun diese Egoität des Menschen zutage? — Gerade dann, wenn man denkt, wie notwendig es ist, daß ein jeder Mensch das Seinige, was sein Individuellstes ist, was das tiefste Eigentum seiner Egoität ist, den anderen Menschen darbringt. In allem aber, was der Mensch für den Menschen aus seiner Egoität heraus tun kann, lebt wieder Luzifer, der andere Pol des Luzifer. Und in dem, was der Mensch so unter dem Einfluß des Lichtträgers für die Menschheit leisten kann, liegt ein Abglanz dessen, was Luzifer in den höheren Welten wirklich ist, liegt ein Abglanz der schöpferischen Tätigkeit des Luzifer: das Unoffenbare zu dem Offenbaren zu machen. Kann man also sagen, Luzifer sei böse, oder kann man etwa sagen, Luzifer sei gut? — Man kann nur sagen: Wer behaupten will, Luzifer sei böse und müsse geflohen werden, der müßte auch sagen, das Feuer müsse geflohen werden, weil das Leben unter Umständen im Feuer ersterben muß. Man findet auf dem Wege zur Initiation, daß die Ausdrücke gut und böse gar nicht in dieser Art anwendbar sind, sobald man das Wesen der übersinnlichen Weltenordnung charakterisieren will. Das Feuer ist gut, wenn es unter guten Umständen wirkt; es ist schlecht, wenn es unter schlechten Umständen wirkt; an sich ist es nicht gut und nicht schlecht. So ist es mit Luzifer. Er übt einen guten Einfluß auf die Menschenseele aus, wenn er der Anreger wird zum Herausholen alles dessen aus der Menschenseele, was der Mensch als sein Individuelles hinopfern kann am Altare der Menschheitsevolution. Luzifer wird ein böses Wesen, das heißt, was er tut, wird böse, wenn er solche Impulse der Menschenseele gibt, daß diese nur alles zur Selbstbefriedigung in sich hineinführen will. Wie die Taten der Wesen wirken in der Welt, das muß man verfolgen, wenn man auf diese Wesenheiten hingewiesen worden ist. Die Wirkungen der übersinnlichen Wesenheiten kann man bezeichnen als gute und böse; die Wesenheiten selber nimmermehr.
[ 9 ] Zwischen zwei Pole ist die Menschenseele hereingestellt, die einfach der Abdruck und der Abglanz all der Welten sind, in denen die Menschenseele wirklich steht: daß sie sich in sich verhärtet, sich in ihrer Egoität völlig einspinnt und nur das will, was ihr selber dient, was sie selber befriedigt; und daß die Menschenseele aus ihren Tiefen heraus die Kräfte holt, die einstrahlen können in das ganze Leben der Menschheit? Wann tritt nun diese Egoität des Menschen zutage? — Gerade dann, wenn man denkt, wie notwendig es ist, daß ein jeder Mensch das Seinige, was sein Individuellstes ist, was das tiefste Eigentum seiner Egoität ist, den anderen Menschen darbringt. In allem aber, was der Mensch für den Menschen aus seiner Egoität heraus tun kann, lebt wieder Luzifer, der andere Pol des Luzifer. Und in dem, was der Mensch so unter dem Einfluß des Lichtträgers für die Menschheit leisten kann, liegt ein Abglanz dessen, was Luzifer in den höheren Welten wirklich ist, liegt ein Abglanz der schöpferischen Tätigkeit des Luzifer: das Unoffenbare zu dem Offenbaren zu machen. Kann man also sagen, Luzifer sei böse, oder kann man etwa sagen, Luzifer sei gut? — Man kann nur sagen: Wer behaupten will, Luzifer sei böse und müsse geflohen werden, der müßte auch sagen, das Feuer müsse geflohen werden, weil das Leben unter Umständen im Feuer ersterben muß. Man findet auf dem Wege zur Initiation, daß die Ausdrücke gut und böse gar nicht in dieser Art anwendbar sind, sobald man das Wesen der übersinnlichen Weltenordnung charakterisieren will. Das Feuer ist gut, wenn es unter guten Umständen wirkt; es ist schlecht, wenn es unter schlechten Umständen wirkt; an sich ist es nicht gut und nicht schlecht. So ist es mit Luzifer. Er übt einen guten Einfluß auf die Menschenseele aus, wenn er der Anreger wird zum Herausholen alles dessen aus der Menschenseele, was der Mensch als sein Individuelles hinopfern kann am Altare der Menschheitsevolution. Luzifer wird ein böses Wesen, das heißt, was er tut, wird böse, wenn er solche Impulse der Menschenseele gibt, daß diese nur alles zur Selbstbefriedigung in sich hineinführen will. Wie die Taten der Wesen wirken in der Welt, das muß man verfolgen, wenn man auf diese Wesenheiten hingewiesen worden ist. Die Wirkungen der übersinnlichen Wesenheiten kann man bezeichnen als gute und böse; die Wesenheiten selber nimmermehr.
[ 10 ] Denken Sie einmal, irgendwo — verzeihen Sie das Paradoxon —, ich will nicht sagen, wo es sein könnte, nehmen Sie an, auf irgendeiner Insel sei eine Menschheit, welche die Anschauung hätte, man müsse sich vor Luzifer unter allen Umständen hüten, man müsse ihn so weit weghalten von den Menschen, als es nur irgend möglich ist. Das würde nicht bezeugen, daß die Menschen dieser Insel die beste Erkenntnis von Luzifer hätten, aber es würde etwas anderes bezeugen, daß nämlich diese Menschen durch ihre eigentümliche Anlage nur in der Lage wären, alles, was Luzifer ihnen geben kann, ins Böse zu verwandeln. Die Anschauungen, die man auf dieser Insel über Luzifer haben würde, wären nur charakteristisch für die Menschen auf dieser Insel, nimmermehr für Luzifer! Ich will nicht sagen, ob es diese Insel gibt. Suchen Sie sie sich selber in der Weltenentwickelung auf.
[ 10 ] Denken Sie einmal, irgendwo — verzeihen Sie das Paradoxon —, ich will nicht sagen, wo es sein könnte, nehmen Sie an, auf irgendeiner Insel sei eine Menschheit, welche die Anschauung hätte, man müsse sich vor Luzifer unter allen Umständen hüten, man müsse ihn so weit weghalten von den Menschen, als es nur irgend möglich ist. Das würde nicht bezeugen, daß die Menschen dieser Insel die beste Erkenntnis von Luzifer hätten, aber es würde etwas anderes bezeugen, daß nämlich diese Menschen durch ihre eigentümliche Anlage nur in der Lage wären, alles, was Luzifer ihnen geben kann, ins Böse zu verwandeln. Die Anschauungen, die man auf dieser Insel über Luzifer haben würde, wären nur charakteristisch für die Menschen auf dieser Insel, nimmermehr für Luzifer! Ich will nicht sagen, ob es diese Insel gibt. Suchen Sie sie sich selber in der Weltenentwickelung auf.
[ 11 ] Was das Luziferische ist, das müssen wir also suchen in dem Wesen, das uns als Luzifer in der übersinnlichen Welt entgegentritt. Wie Luzifer wirkt, müssen wir in der Modifikation suchen, welche seine Kräfte annehmen, wenn sie zum Beispiel auf eine solche Insel wirken, in einer solchen Insel ihre Wirkungsstrahlen betätigen.
[ 11 ] Was das Luziferische ist, das müssen wir also suchen in dem Wesen, das uns als Luzifer in der übersinnlichen Welt entgegentritt. Wie Luzifer wirkt, müssen wir in der Modifikation suchen, welche seine Kräfte annehmen, wenn sie zum Beispiel auf eine solche Insel wirken, in einer solchen Insel ihre Wirkungsstrahlen betätigen.
[ 12 ] Ahrimanisch — was ist denn das nun? Wenn wir Ahriman gegenübertreten in der übersinnlichen Welt, ist es anders mit seiner Eigenart als mit der Luzifers. Um zu Luzifer in der übersinnlichen Welt in ein Verhältnis zu kommen, braucht man sich im Grunde nur von allen Schlacken unrichtiger Egoität geläutert und gereinigt zu haben, von allen Egoismen im Sinnensein, dann wird einem Luzifer ein sehr guter Führer gerade in den übersinnlichen Welten sein, man wird ihm sozusagen nicht leicht verfallen können. Mit Ahriman steht die Sache anders. Ahriman hat in der Weltenevolution eine andere Aufgabe. Während Luzifer alles Unoffenbare offenbar werden läßt, hat Ahriman die Aufgabe, die sich für unsere Sinneswelt etwa so charakterisieren läßt, daß man sagt: wo unsere Sinneswelt ist, wo sie sichtbar werden kann, da ist auch Ahriman. Nur ist er die Sinneswelt unsichtbar, übersinnlich durchdringend. Wozu hilft Ahriman? Innerhalb der Sinneswelt hilft er gar sehr, er hilft jeder Seele. Er hilft jeder Seele nämlich dazu, daß möglichst viel aus der Sinneswelt, was sich dort abspielt und sich nur innerhalb der Sinneswelt abspielen kann, hinaufgetragen wird in die höheren Welten. Die Sinneswelt ist Ja zu etwas da, sie ist nicht bloß eine Maja. Sie ist dazu da, daß sich auf ihr Ereignisse abspielen, daß die Wesenheiten Erlebnisse haben. Was sich abspielt, was erlebt wird, das muß hinaufgetragen werden in die übersinnliche Welt. Und die Kraft, um das Wertvolle aus der Sinneswelt in die Ewigkeiten hinaufzutragen, ist die Kraft Ahrimans. Den Augenblick der Ewigkeit wieder zurückzugeben, das ist die Kraft Ahrimans. Hier aber macht sich dem Ahriman gegenüber etwas ganz anderes geltend für die einzelne Menschenseele. Was die Menschen zunächst im Sinnensein erleben, ist ihnen unendlich wertvoll, und ich glaube nicht, daß ich auf viel Widerspruch stoße, wenn ich sage: die Leidenschaft, der Hang, dasjenige, was man im Sinnensein erlebt, ja recht gut zu bewahren, womöglich viel davon für die Ewigkeiten aufzusparen, ist im allgemeinen viel größer als der andere Hang, möglichst viel aus den unoffenbarten Welten, aus den geistigen Welten hinunterzutragen in die Sinneswelt. Der Mensch liebt das Sinnensein auf eine ganz natürliche, begreifliche Weise und möchte möglichst viel daraus in die geistige Welt hinauftragen. Gewisse Konfessionen sagen ihren Leuten, um sie möglichst zu beruhigen, daß man alles, was in der Sinneswelt ist, hübsch mitnehmen kann in das geistige Dasein. Sie sagen es wohl, weil sie unbewußt wissen, wie der Mensch liebt, was er im Sinnensein hat. Und danach trachtet des Ahriman Kraft, daß alles, was man da hat, auch mit einem hinaufsteige in die übersinnlichen Welten. Dieser Hang, dieser Trieb, das Sinnliche in die übersinnliche Welt hinaufzutragen, ist stark, ist kraftvoll in der Seele. Das bekommt man nicht so leicht los, wenn man aus der Sinneswelt durch die Initiation oder durch den Tod hinaufsteigt in die höheren Welten. Daher hat man es in sich, wenn man ein Wesen der höheren Welt geworden ist. Und begegnet man dort dem Ahriman, so ist er gerade gefährlich in den höheren Welten, weil er einem hilft — was er so gern tut — das, was man im Sinnensein gewonnen und erfahren hat, in die übersinnliche Welt hinaufzutragen. Keinen lieberen Genossen als Ahriman gibt es für die, welche jeden Augenblick bewahren möchten für die Ewigkeit. Viele Menschen beginnen recht sehr, sobald sie die Pforte zur übersinnlichen Welt überschritten haben, Ahriman als einen sehr bequemen Genossen zu empfinden, denn er ist immer bestrebt, was sich auf der Erde abspielt, zu Anteilen der höheren Welt zu machen und es dort für sich und für seine Wirkungsgenossen in Anspruch zu nehmen. Aber das Schlimmste ist es noch nicht, denn man kommt ja nicht in die übersinnliche Welt hinein, wenn man nicht in einer gewissen Beziehung die Egoität abgestreift hat. Würde man mit der gewöhnlichen normalen Triebkraft hineingelassen werden in die übersinnlichen Welten, dann würde man sehr bald den Ahriman am Rockzipfel fassen und ihn als einen sehr bequemen Gesellen empfinden. Aber man kann nicht hinein, wenn man so ist. Indem man hineinkommt, hat man eben schon die Eigenschaft, ihn ein wenig göttlich zu erkennen, indem er — mit einer ungeheuren Tragik — die Erdenevolution gerade im Sinnensein durchdringt und immer bestrebt ist, das Sinnensein so umzugestalten, daß es ein Geistessein werde. Das ist die tiefe Tragik des Ahriman! Er möchte alles, was irgendwie jemals im Sinnlichen erschienen ist, unmittelbar in ein Geistiges umwandeln, und er kämpft in der Weltenordnung für die Läuterung und Reinigung, für das Durch-das-Feuer-Gehen alles Sinnlichen. Das ist in seinem Sinne gut. Aber es wäre sehr schlimm im Sinne der göttlich-geistigen Wesenheiten, deren Gegner Ahriman in der Weltenordnung ist, wenn er alle seine Absichten ausführen könnte. Da muß vieles anders behandelt werden, als er möchte.
[ 12 ] Ahrimanisch — was ist denn das nun? Wenn wir Ahriman gegenübertreten in der übersinnlichen Welt, ist es anders mit seiner Eigenart als mit der Luzifers. Um zu Luzifer in der übersinnlichen Welt in ein Verhältnis zu kommen, braucht man sich im Grunde nur von allen Schlacken unrichtiger Egoität geläutert und gereinigt zu haben, von allen Egoismen im Sinnensein, dann wird einem Luzifer ein sehr guter Führer gerade in den übersinnlichen Welten sein, man wird ihm sozusagen nicht leicht verfallen können. Mit Ahriman steht die Sache anders. Ahriman hat in der Weltenevolution eine andere Aufgabe. Während Luzifer alles Unoffenbare offenbar werden läßt, hat Ahriman die Aufgabe, die sich für unsere Sinneswelt etwa so charakterisieren läßt, daß man sagt: wo unsere Sinneswelt ist, wo sie sichtbar werden kann, da ist auch Ahriman. Nur ist er die Sinneswelt unsichtbar, übersinnlich durchdringend. Wozu hilft Ahriman? Innerhalb der Sinneswelt hilft er gar sehr, er hilft jeder Seele. Er hilft jeder Seele nämlich dazu, daß möglichst viel aus der Sinneswelt, was sich dort abspielt und sich nur innerhalb der Sinneswelt abspielen kann, hinaufgetragen wird in die höheren Welten. Die Sinneswelt ist Ja zu etwas da, sie ist nicht bloß eine Maja. Sie ist dazu da, daß sich auf ihr Ereignisse abspielen, daß die Wesenheiten Erlebnisse haben. Was sich abspielt, was erlebt wird, das muß hinaufgetragen werden in die übersinnliche Welt. Und die Kraft, um das Wertvolle aus der Sinneswelt in die Ewigkeiten hinaufzutragen, ist die Kraft Ahrimans. Den Augenblick der Ewigkeit wieder zurückzugeben, das ist die Kraft Ahrimans. Hier aber macht sich dem Ahriman gegenüber etwas ganz anderes geltend für die einzelne Menschenseele. Was die Menschen zunächst im Sinnensein erleben, ist ihnen unendlich wertvoll, und ich glaube nicht, daß ich auf viel Widerspruch stoße, wenn ich sage: die Leidenschaft, der Hang, dasjenige, was man im Sinnensein erlebt, ja recht gut zu bewahren, womöglich viel davon für die Ewigkeiten aufzusparen, ist im allgemeinen viel größer als der andere Hang, möglichst viel aus den unoffenbarten Welten, aus den geistigen Welten hinunterzutragen in die Sinneswelt. Der Mensch liebt das Sinnensein auf eine ganz natürliche, begreifliche Weise und möchte möglichst viel daraus in die geistige Welt hinauftragen. Gewisse Konfessionen sagen ihren Leuten, um sie möglichst zu beruhigen, daß man alles, was in der Sinneswelt ist, hübsch mitnehmen kann in das geistige Dasein. Sie sagen es wohl, weil sie unbewußt wissen, wie der Mensch liebt, was er im Sinnensein hat. Und danach trachtet des Ahriman Kraft, daß alles, was man da hat, auch mit einem hinaufsteige in die übersinnlichen Welten. Dieser Hang, dieser Trieb, das Sinnliche in die übersinnliche Welt hinaufzutragen, ist stark, ist kraftvoll in der Seele. Das bekommt man nicht so leicht los, wenn man aus der Sinneswelt durch die Initiation oder durch den Tod hinaufsteigt in die höheren Welten. Daher hat man es in sich, wenn man ein Wesen der höheren Welt geworden ist. Und begegnet man dort dem Ahriman, so ist er gerade gefährlich in den höheren Welten, weil er einem hilft — was er so gern tut — das, was man im Sinnensein gewonnen und erfahren hat, in die übersinnliche Welt hinaufzutragen. Keinen lieberen Genossen als Ahriman gibt es für die, welche jeden Augenblick bewahren möchten für die Ewigkeit. Viele Menschen beginnen recht sehr, sobald sie die Pforte zur übersinnlichen Welt überschritten haben, Ahriman als einen sehr bequemen Genossen zu empfinden, denn er ist immer bestrebt, was sich auf der Erde abspielt, zu Anteilen der höheren Welt zu machen und es dort für sich und für seine Wirkungsgenossen in Anspruch zu nehmen. Aber das Schlimmste ist es noch nicht, denn man kommt ja nicht in die übersinnliche Welt hinein, wenn man nicht in einer gewissen Beziehung die Egoität abgestreift hat. Würde man mit der gewöhnlichen normalen Triebkraft hineingelassen werden in die übersinnlichen Welten, dann würde man sehr bald den Ahriman am Rockzipfel fassen und ihn als einen sehr bequemen Gesellen empfinden. Aber man kann nicht hinein, wenn man so ist. Indem man hineinkommt, hat man eben schon die Eigenschaft, ihn ein wenig göttlich zu erkennen, indem er — mit einer ungeheuren Tragik — die Erdenevolution gerade im Sinnensein durchdringt und immer bestrebt ist, das Sinnensein so umzugestalten, daß es ein Geistessein werde. Das ist die tiefe Tragik des Ahriman! Er möchte alles, was irgendwie jemals im Sinnlichen erschienen ist, unmittelbar in ein Geistiges umwandeln, und er kämpft in der Weltenordnung für die Läuterung und Reinigung, für das Durch-das-Feuer-Gehen alles Sinnlichen. Das ist in seinem Sinne gut. Aber es wäre sehr schlimm im Sinne der göttlich-geistigen Wesenheiten, deren Gegner Ahriman in der Weltenordnung ist, wenn er alle seine Absichten ausführen könnte. Da muß vieles anders behandelt werden, als er möchte.
[ 13 ] In einem Vergleich möchte ich mich darüber aussprechen. Aber indem Sie den Vergleich anwenden auf die ganze Weltenordnung, werden Sie empfinden können, wie Ahriman für sich das, was er gut nennen kann, anstrebt, wie es aber unmöglich ist, dieses Gute in seiner Gesamtheit der Weltenordnung einzufügen. Nehmen Sie irgendein tierisches Wesen, das zu seiner fortschreitenden Entwickelung im Sinnensein sich häuten muß, das von Zeit zu Zeit die Haut ablegen muß wie ein Abbild seiner selbst und in einer neuen Daseinsform weiter fortschreiten muß. Da muß etwas abgestreift werden zu einer neuen Daseinsmöglichkeit des betreffenden Wesens. Ahriman möchte alles retten, möchte keine Schlange sich häuten lassen, sondern alles verarbeiten, was da im Sinne der Weltenordnung abgestreift werden muß. Aber der Mensch möchte das auch im Sinnensein; er möchte vieles nicht lassen, sondern es mitnehmen, trotzdem es im Sinne einer höheren Weltenordnung für das Zeitliche, für den Augenblick bestimmt ist. Und wenn der Mensch es könnte, so würde er — weil der Hang dazu in ihm so stark ist — im Sinnensein immerdar unter all den Fragen, die er nach unbekannten oder sonstigen Wegen stellt, am meisten sich erkundigen: Wo findet man Ahriman, wo kann einem Ahriman wieder helfen, um das, was der Augenblick enthält, in die Ewigkeit hinaufzutragen? Da ist es das eine Gute, daß der Mensch in der Sinneswelt nicht Ahriman finden kann, weil er unsichtbar, übersinnlich in ihr ist. Und dies gehört zu den Obliegenheiten des Hüters der Schwelle, daß Ahriman möglichst stark unsichtbar in der sinnlichen Welt bleibt, so daß der Mensch nur das, was in seinen eigenen Kräften liegt, zur Bewahrung des Augenblickes in der Ewigkeit entfalten kann und sich nicht unbewußterweise von Ahriman helfen lassen kann. Gutes und Schlimmes spielen da wieder als zwei Pole in das Sinnensein des Menschen herein. Der Mensch schreitet als Seele durch die Menschheitsevolution. Eine Aufgabe innerhalb derselben, die gut und echt und wahr ist, ist diejenige, alles, was Ewigkeitswert hat, hinauszutragen aus der Sinneswelt und einzuverleiben dem Reiche der Ewigkeit. Das ist es ja gerade, was uns obliegt: die wertvollen Schätze der Augenblicke zu nehmen und hinzuopfern am Altare der Ewigkeit. Wenn wir uns für die wertvollen Schätze der Zeitlichkeit von Ahriman helfen lassen, so ist das gut. Wenn wir Ahriman in dem Augenblicke, wo wir die übersinnliche Welt betreten — vorher können wir ihn ja nicht sehen —, kennenlernen und ihm den Hang zeigen, der uns noch verblieben sein kann, auch Wertloses aus der Sinneswelt hinaufzutragen in die übersinnliche Welt, dann ist das ja für ihn ein Wertvolles — für seine Gegner ist es ein Wertloses. Da sind wir gute Werkzeuge für ihn, um aus der Sinneswelt in die Ewigkeit überzuleiten, was hier geliebt wird, und was dadurch, daß es von uns geliebt wird, auch seinerseits in diese Ewigkeit hineingestellt wird.
[ 13 ] In einem Vergleich möchte ich mich darüber aussprechen. Aber indem Sie den Vergleich anwenden auf die ganze Weltenordnung, werden Sie empfinden können, wie Ahriman für sich das, was er gut nennen kann, anstrebt, wie es aber unmöglich ist, dieses Gute in seiner Gesamtheit der Weltenordnung einzufügen. Nehmen Sie irgendein tierisches Wesen, das zu seiner fortschreitenden Entwickelung im Sinnensein sich häuten muß, das von Zeit zu Zeit die Haut ablegen muß wie ein Abbild seiner selbst und in einer neuen Daseinsform weiter fortschreiten muß. Da muß etwas abgestreift werden zu einer neuen Daseinsmöglichkeit des betreffenden Wesens. Ahriman möchte alles retten, möchte keine Schlange sich häuten lassen, sondern alles verarbeiten, was da im Sinne der Weltenordnung abgestreift werden muß. Aber der Mensch möchte das auch im Sinnensein; er möchte vieles nicht lassen, sondern es mitnehmen, trotzdem es im Sinne einer höheren Weltenordnung für das Zeitliche, für den Augenblick bestimmt ist. Und wenn der Mensch es könnte, so würde er — weil der Hang dazu in ihm so stark ist — im Sinnensein immerdar unter all den Fragen, die er nach unbekannten oder sonstigen Wegen stellt, am meisten sich erkundigen: Wo findet man Ahriman, wo kann einem Ahriman wieder helfen, um das, was der Augenblick enthält, in die Ewigkeit hinaufzutragen? Da ist es das eine Gute, daß der Mensch in der Sinneswelt nicht Ahriman finden kann, weil er unsichtbar, übersinnlich in ihr ist. Und dies gehört zu den Obliegenheiten des Hüters der Schwelle, daß Ahriman möglichst stark unsichtbar in der sinnlichen Welt bleibt, so daß der Mensch nur das, was in seinen eigenen Kräften liegt, zur Bewahrung des Augenblickes in der Ewigkeit entfalten kann und sich nicht unbewußterweise von Ahriman helfen lassen kann. Gutes und Schlimmes spielen da wieder als zwei Pole in das Sinnensein des Menschen herein. Der Mensch schreitet als Seele durch die Menschheitsevolution. Eine Aufgabe innerhalb derselben, die gut und echt und wahr ist, ist diejenige, alles, was Ewigkeitswert hat, hinauszutragen aus der Sinneswelt und einzuverleiben dem Reiche der Ewigkeit. Das ist es ja gerade, was uns obliegt: die wertvollen Schätze der Augenblicke zu nehmen und hinzuopfern am Altare der Ewigkeit. Wenn wir uns für die wertvollen Schätze der Zeitlichkeit von Ahriman helfen lassen, so ist das gut. Wenn wir Ahriman in dem Augenblicke, wo wir die übersinnliche Welt betreten — vorher können wir ihn ja nicht sehen —, kennenlernen und ihm den Hang zeigen, der uns noch verblieben sein kann, auch Wertloses aus der Sinneswelt hinaufzutragen in die übersinnliche Welt, dann ist das ja für ihn ein Wertvolles — für seine Gegner ist es ein Wertloses. Da sind wir gute Werkzeuge für ihn, um aus der Sinneswelt in die Ewigkeit überzuleiten, was hier geliebt wird, und was dadurch, daß es von uns geliebt wird, auch seinerseits in diese Ewigkeit hineingestellt wird.
[ 14 ] So sehen wir wieder, wie das, was von Ahriman ausgeht, absolut an sich — nicht gut und nicht böse genannt werden darf, sondern wie es gut oder böse wird je nachdem, wie sich der Mensch ihm unterstellt, je nachdem, wie der Mensch mit ihm in ein Verhältnis tritt. Daraus sehen wir aber überhaupt, wie oberflächlich leicht Beschreibungen werden können, welche den bequemen Fragen dienen möchten: wie ist Ahriman, wie ist Luzifer? Sprache, Antworten auf solche Fragen gibt es im Grunde genommen nicht in denjenigen Welten, wo solche Wesenheiten allein charakterisiert werden sollen: in den höheren Welten. So ist der Mensch eingesponnen in das Lebenslabyrinth. Sowohl Ahriman wie Luzifer wirken in das Lebenslabyrinth herein, und der Mensch hat den Weg zu suchen, um sich in der richtigen Weise zu solchen Mächten zu stellen. Das macht es gerade, daß wir uns entwickeln können, weil wir dadurch zu den Wesen der übersinnlichen Welten Verhältnisse suchen müssen. Und die Beziehungen zu der übersinnlichen Welt werden weniger durch eine nach dem Muster der Sinneserkenntnis angestrebte Erkenntnis erhalten, als dadurch, daß man sich im Sinne des Charakterisierten Beziehungen verschafft zu diesen übersinnlichen Wesenheiten. Deshalb muß der Mensch im Lebensdunkel sein, denn in dasselbe spielen die Wesenheiten herein, welche sowohl gut wie böse sein können, und gut oder böse in ihren Wirkungen werden können, je nachdem wir uns zu ihnen stellen. Das macht das Lebensdunkel aus. Das bewirkt es, daß Lebenslicht, Geisteslicht in dieses Lebensdunkel nur dadurch hereinleuchtet, daß wir zu den einzelnen Mächten der übersinnlichen Welt, die in unsere physische Welt hereinspielen, die richtigen Verhältnisse gewinnen, daß wir uns damit bekannt machen, daß sich unsere Vorstellungen und Begriffe wandeln müssen, wenn wir von den übersinnlichen Welten sprechen wollen. An einem anderen Beispiele möchte ich Ihnen noch vor die Seele führen, wie wir anders denken müssen, wenn wir die Beziehungen der Sinneswelt zu dem Übersinnlichen richtig finden wollen.
[ 14 ] So sehen wir wieder, wie das, was von Ahriman ausgeht, absolut an sich — nicht gut und nicht böse genannt werden darf, sondern wie es gut oder böse wird je nachdem, wie sich der Mensch ihm unterstellt, je nachdem, wie der Mensch mit ihm in ein Verhältnis tritt. Daraus sehen wir aber überhaupt, wie oberflächlich leicht Beschreibungen werden können, welche den bequemen Fragen dienen möchten: wie ist Ahriman, wie ist Luzifer? Sprache, Antworten auf solche Fragen gibt es im Grunde genommen nicht in denjenigen Welten, wo solche Wesenheiten allein charakterisiert werden sollen: in den höheren Welten. So ist der Mensch eingesponnen in das Lebenslabyrinth. Sowohl Ahriman wie Luzifer wirken in das Lebenslabyrinth herein, und der Mensch hat den Weg zu suchen, um sich in der richtigen Weise zu solchen Mächten zu stellen. Das macht es gerade, daß wir uns entwickeln können, weil wir dadurch zu den Wesen der übersinnlichen Welten Verhältnisse suchen müssen. Und die Beziehungen zu der übersinnlichen Welt werden weniger durch eine nach dem Muster der Sinneserkenntnis angestrebte Erkenntnis erhalten, als dadurch, daß man sich im Sinne des Charakterisierten Beziehungen verschafft zu diesen übersinnlichen Wesenheiten. Deshalb muß der Mensch im Lebensdunkel sein, denn in dasselbe spielen die Wesenheiten herein, welche sowohl gut wie böse sein können, und gut oder böse in ihren Wirkungen werden können, je nachdem wir uns zu ihnen stellen. Das macht das Lebensdunkel aus. Das bewirkt es, daß Lebenslicht, Geisteslicht in dieses Lebensdunkel nur dadurch hereinleuchtet, daß wir zu den einzelnen Mächten der übersinnlichen Welt, die in unsere physische Welt hereinspielen, die richtigen Verhältnisse gewinnen, daß wir uns damit bekannt machen, daß sich unsere Vorstellungen und Begriffe wandeln müssen, wenn wir von den übersinnlichen Welten sprechen wollen. An einem anderen Beispiele möchte ich Ihnen noch vor die Seele führen, wie wir anders denken müssen, wenn wir die Beziehungen der Sinneswelt zu dem Übersinnlichen richtig finden wollen.
[ 15 ] Da leben wir im Sinnensein, leben so, daß wir um uns und mit uns spielen fühlen das, was wir unser Lebensschicksal nennen. Da ist uns manches sympathisch, manches antipathisch an diesem Lebensschicksal. Und wer eine richtige Selbstbesinnung sich verschaffen kann, der weiß, daß Mitfühlen und Mitempfinden, Sympathie und Antipathie haben mit den Geschicken des Lebens zu den stärksten Empfindungen gehört, die wir überhaupt haben können, die sich am tiefsten in die Seele eingraben. Nun geht es aber so — warum, brauche ich hier nicht zu wiederholen, weil es in den anfänglichen Vorträgen so oft gesagt wird —, daß wir es in unserem übergeordneten Ich, das sich im Sinne des gestrigen und vorgestrigen Vortrages an das gewöhnliche Ich nur erinnert, es nur wie eine Erinnerung in sich hat, selber sind, die sich zum Beispiel auch dasjenige Schicksal, das uns dann vielleicht ein ganzes Leben hindurch martert und peinigt, zubereiten. Gibt esnicht Menschen, welche die Reinkarnationsidee gerade deshalb ableugnen, weil sie kein Begehren haben, ein neues Dasein sich zurechtzuzimmern, nachdem sie dieses eine durchlebt haben? Warum denken solche Menschen so? Weil sie in dem Glauben befangen sind, daß es in den Welten, in denen der Mensch nach dem Tode ist, ebenso zugehe wie in der Sinneswelt. Hier kann uns manches gefallen, manches mißfallen. Aber so zu empfinden wie hier, fällt uns gar nicht ein, wenn wir in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt sind. Dort empfinden wir ganz anders, wenn wir auch hier nichts davon wissen. Wenn wir nach dem Tode in die geistige Welt kommen, dann sehen wir zum Beispiel: Du hast gelebt auf der Erde in einem Sinnensein, du hast eine bestimmte Fähigkeit gehabt, aber diese Fähigkeit kam sehr einseitig bei dir heraus, du hast sie vielleicht auch mißbraucht. Du mußt jetzt in einem neuen Erdensein in einer anderen Körperlichkeit dich so ausgestalten, daß das Einseitige ausgeglichen wird und daß eine Unvollkommenheit vollkommener werde. Du mußt — mit anderen Worten — das, was du in unvollkommener Gestalt an dir gehabt hast, in einer anderen Unvollkommenheit dir aneignen, damit durch das gegenseitige Wirken die Sache ausgeglichen und harmonisiert werde. Da beginnt dann eine Zeit beim Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt bis zur neuen Geburt hin, wo sich der Mensch sagt: Ich will so geboren werden, daß ich in einem neuen Leben ganz unfähig bin — beispielsweise —, mich in der Malerei zu betätigen, weil ich mich vorher darin betätigt habe und großes Geschick dabei gehabt habe. Denn dadurch, daß ich nun in der Malerei ungeschickt sein werde, werde ich in die Lage kommen, nie ein Urteil in meine Seele einfließen zu lassen, wie wenn ich selber male, sondern nur so, wie es sein muß, wenn ich mich selber vor die Sache stellen muß. Da werde ich mir andere Kräfte aneignen müssen, weil das heilsam sein kann, um das, was ich früher gehabt habe, zu harmonisieren, auszugleichen. So kann man zurückschauen auf ein Leben zwischen Geburt und Tod, auf etwas, was man glücklich durchlaufen hat, sagt sich aber, wenn man seine gesamte Evolution nur so einrichten würde, daß man sein Leben so erlebt, so hätte man es nicht ausgekostet. Was erfolgen muß aus Kräften, die gerade in dieser Weise sich ergeben, ist daher die Begierde: was du vorher im Glück erlebt hast, das mußt du jetzt im Leid erleben. Und man richtet nun alles so ein, daß man aus einer Sehnsucht heraus auf einem bestimmten Gebiete Leiden erleben muß, deren Durchmachen einen wieder weiterbringt im Dasein. Dann liegt die Tatsache vor, daß man im Übersinnlichen verlangt hat nach Leiden und Schmerzen und sie im Sinnensein als etwas empfindet, was man wegtun möchte. Da wird wahrhaftig der Unterschied zwischen dem Leben im Sinnensein und dem Leben in den übersinnlichen Welten zwischen Tod und neuer Geburt praktisch bedeutsam. Ganz andere Kräfte wirken in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt, als uns dann sympathisch oder unsympathisch sind im Leben zwischen Geburt und Tod. Was tut nun der, welcher etwa das Leben in den übersinnlichen Welten beurteilen würde nach seinen Sympathien und Antipathien im Sinnensein? Er verpflanzt das, was er im Sinnensein hat, perspektivisch hinein in die übersinnliche Welt. Es ist richtig so, wie wenn Sie auf irgendeine Glastafel aufzeichnen oder aufmalen zum Beispiel eine Rose; dann schauen Sie die Glastafel an, das Glas sehen Sie nicht — Sie schauen durch das Glas durch, aber die Malerei projiziert sich hinten auf eine Riesenwand, und Sie glauben, das ist wirklich. Es ist aber gar nicht wirklich, sondern Sie haben es nur dort hinausversetzt. In dieser Weise kann der Mensch, wenn er die übersinnliche Welt beurteilen will nach Sympathien und Antipathien im Sinnensein, in die übersinnliche Welt etwas hineinprojizieren wie Schatten, was dann im Übersinnlichen auch eine Gültigkeit haben kann. Es hat schon eine Wirkung, eine Gültigkeit. Wenn man es nicht sieht, projiziert sich etwas wie ein Nebel auf das, was da drinnen vor dem Betrachter steht.
[ 15 ] Da leben wir im Sinnensein, leben so, daß wir um uns und mit uns spielen fühlen das, was wir unser Lebensschicksal nennen. Da ist uns manches sympathisch, manches antipathisch an diesem Lebensschicksal. Und wer eine richtige Selbstbesinnung sich verschaffen kann, der weiß, daß Mitfühlen und Mitempfinden, Sympathie und Antipathie haben mit den Geschicken des Lebens zu den stärksten Empfindungen gehört, die wir überhaupt haben können, die sich am tiefsten in die Seele eingraben. Nun geht es aber so — warum, brauche ich hier nicht zu wiederholen, weil es in den anfänglichen Vorträgen so oft gesagt wird —, daß wir es in unserem übergeordneten Ich, das sich im Sinne des gestrigen und vorgestrigen Vortrages an das gewöhnliche Ich nur erinnert, es nur wie eine Erinnerung in sich hat, selber sind, die sich zum Beispiel auch dasjenige Schicksal, das uns dann vielleicht ein ganzes Leben hindurch martert und peinigt, zubereiten. Gibt esnicht Menschen, welche die Reinkarnationsidee gerade deshalb ableugnen, weil sie kein Begehren haben, ein neues Dasein sich zurechtzuzimmern, nachdem sie dieses eine durchlebt haben? Warum denken solche Menschen so? Weil sie in dem Glauben befangen sind, daß es in den Welten, in denen der Mensch nach dem Tode ist, ebenso zugehe wie in der Sinneswelt. Hier kann uns manches gefallen, manches mißfallen. Aber so zu empfinden wie hier, fällt uns gar nicht ein, wenn wir in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt sind. Dort empfinden wir ganz anders, wenn wir auch hier nichts davon wissen. Wenn wir nach dem Tode in die geistige Welt kommen, dann sehen wir zum Beispiel: Du hast gelebt auf der Erde in einem Sinnensein, du hast eine bestimmte Fähigkeit gehabt, aber diese Fähigkeit kam sehr einseitig bei dir heraus, du hast sie vielleicht auch mißbraucht. Du mußt jetzt in einem neuen Erdensein in einer anderen Körperlichkeit dich so ausgestalten, daß das Einseitige ausgeglichen wird und daß eine Unvollkommenheit vollkommener werde. Du mußt — mit anderen Worten — das, was du in unvollkommener Gestalt an dir gehabt hast, in einer anderen Unvollkommenheit dir aneignen, damit durch das gegenseitige Wirken die Sache ausgeglichen und harmonisiert werde. Da beginnt dann eine Zeit beim Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt bis zur neuen Geburt hin, wo sich der Mensch sagt: Ich will so geboren werden, daß ich in einem neuen Leben ganz unfähig bin — beispielsweise —, mich in der Malerei zu betätigen, weil ich mich vorher darin betätigt habe und großes Geschick dabei gehabt habe. Denn dadurch, daß ich nun in der Malerei ungeschickt sein werde, werde ich in die Lage kommen, nie ein Urteil in meine Seele einfließen zu lassen, wie wenn ich selber male, sondern nur so, wie es sein muß, wenn ich mich selber vor die Sache stellen muß. Da werde ich mir andere Kräfte aneignen müssen, weil das heilsam sein kann, um das, was ich früher gehabt habe, zu harmonisieren, auszugleichen. So kann man zurückschauen auf ein Leben zwischen Geburt und Tod, auf etwas, was man glücklich durchlaufen hat, sagt sich aber, wenn man seine gesamte Evolution nur so einrichten würde, daß man sein Leben so erlebt, so hätte man es nicht ausgekostet. Was erfolgen muß aus Kräften, die gerade in dieser Weise sich ergeben, ist daher die Begierde: was du vorher im Glück erlebt hast, das mußt du jetzt im Leid erleben. Und man richtet nun alles so ein, daß man aus einer Sehnsucht heraus auf einem bestimmten Gebiete Leiden erleben muß, deren Durchmachen einen wieder weiterbringt im Dasein. Dann liegt die Tatsache vor, daß man im Übersinnlichen verlangt hat nach Leiden und Schmerzen und sie im Sinnensein als etwas empfindet, was man wegtun möchte. Da wird wahrhaftig der Unterschied zwischen dem Leben im Sinnensein und dem Leben in den übersinnlichen Welten zwischen Tod und neuer Geburt praktisch bedeutsam. Ganz andere Kräfte wirken in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt, als uns dann sympathisch oder unsympathisch sind im Leben zwischen Geburt und Tod. Was tut nun der, welcher etwa das Leben in den übersinnlichen Welten beurteilen würde nach seinen Sympathien und Antipathien im Sinnensein? Er verpflanzt das, was er im Sinnensein hat, perspektivisch hinein in die übersinnliche Welt. Es ist richtig so, wie wenn Sie auf irgendeine Glastafel aufzeichnen oder aufmalen zum Beispiel eine Rose; dann schauen Sie die Glastafel an, das Glas sehen Sie nicht — Sie schauen durch das Glas durch, aber die Malerei projiziert sich hinten auf eine Riesenwand, und Sie glauben, das ist wirklich. Es ist aber gar nicht wirklich, sondern Sie haben es nur dort hinausversetzt. In dieser Weise kann der Mensch, wenn er die übersinnliche Welt beurteilen will nach Sympathien und Antipathien im Sinnensein, in die übersinnliche Welt etwas hineinprojizieren wie Schatten, was dann im Übersinnlichen auch eine Gültigkeit haben kann. Es hat schon eine Wirkung, eine Gültigkeit. Wenn man es nicht sieht, projiziert sich etwas wie ein Nebel auf das, was da drinnen vor dem Betrachter steht.
[ 16 ] Das kann uns — wieder von einer anderen Seite her — empfindungsgemäß hinweisen auf das, was wir das Lebensdunkel nennen können. Warum leben wir im Lebensdunkel zwischen Geburt und Tod? Weil berechtigt und selbstverständlich für das Leben zwischen Geburt und Tod Urteile, Wertungen des Lebens sind, die ungültig sein müssen für dasjenige Dasein, das wir selbst verbringen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Wir brauchen für das Sinnensein ein Seelenleben, das keine Gültigkeit für die übersinnliche Welt hat. Wir müssen daher durch die Erkenntnisse, durch dasjenige, was erforscht werden kann in den übersinnlichen Welten, hereinleuchten lassen das Geisteslicht aus den übersinnlichen Welten, damit wir zu einer Gesamterfassung der Welt kommen. Der größte Fehler, den die Menschen in bezug auf Weltanschauungen machen können, ist der, wenn sie glauben, das, was sie gewonnen haben an Begriffen und Ideen in der Sinneswelt, ausdehnen zu können auf die übersinnliche Welt, wenn sie nicht die Geduld und Ausdauer haben, aus der wirklichen Erforschung des Übersinnlichen heraus sich die Beschreibungen geben zu lassen von demjenigen, was als Geisteslicht aus den übersinnlichen Welten hereinleuchtet in das Lebensdunkel des Sinnenseins. Hier stehen wir allerdings vor der Frage: Ist dann nur derjenige imstande, dieses Geisteslicht der übersinnlichen Welten auf sich wirken zu lassen, der selber schauen kann in den übersinnlichen Welten, der also die Initiation genossen hat? — Dieser Glaube ist vielfach in der Welt verbreitet. Vielfach hört man sagen: Wie kann man etwas von den übersinnlichen Welten begreifen, wenn man nicht selber die Initiation durchgemacht hat? Und man hört dann darauf hinweisen, wie das einzig Wahre nur das Durchmachen der Schritte zur Initiation sein kann, das eigentliche Hinaufsteigen in die übersinnliche Welt.
[ 16 ] Das kann uns — wieder von einer anderen Seite her — empfindungsgemäß hinweisen auf das, was wir das Lebensdunkel nennen können. Warum leben wir im Lebensdunkel zwischen Geburt und Tod? Weil berechtigt und selbstverständlich für das Leben zwischen Geburt und Tod Urteile, Wertungen des Lebens sind, die ungültig sein müssen für dasjenige Dasein, das wir selbst verbringen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Wir brauchen für das Sinnensein ein Seelenleben, das keine Gültigkeit für die übersinnliche Welt hat. Wir müssen daher durch die Erkenntnisse, durch dasjenige, was erforscht werden kann in den übersinnlichen Welten, hereinleuchten lassen das Geisteslicht aus den übersinnlichen Welten, damit wir zu einer Gesamterfassung der Welt kommen. Der größte Fehler, den die Menschen in bezug auf Weltanschauungen machen können, ist der, wenn sie glauben, das, was sie gewonnen haben an Begriffen und Ideen in der Sinneswelt, ausdehnen zu können auf die übersinnliche Welt, wenn sie nicht die Geduld und Ausdauer haben, aus der wirklichen Erforschung des Übersinnlichen heraus sich die Beschreibungen geben zu lassen von demjenigen, was als Geisteslicht aus den übersinnlichen Welten hereinleuchtet in das Lebensdunkel des Sinnenseins. Hier stehen wir allerdings vor der Frage: Ist dann nur derjenige imstande, dieses Geisteslicht der übersinnlichen Welten auf sich wirken zu lassen, der selber schauen kann in den übersinnlichen Welten, der also die Initiation genossen hat? — Dieser Glaube ist vielfach in der Welt verbreitet. Vielfach hört man sagen: Wie kann man etwas von den übersinnlichen Welten begreifen, wenn man nicht selber die Initiation durchgemacht hat? Und man hört dann darauf hinweisen, wie das einzig Wahre nur das Durchmachen der Schritte zur Initiation sein kann, das eigentliche Hinaufsteigen in die übersinnliche Welt.
[ 17 ] Wie es sich auf diesem Gebiete verhält, wie Begreifen zum Schauen steht in den übersinnlichen Welten, wieviel man von Lebenstrost und Lebenskraft durch das Begreifen des Geisteslichtes im Lebensdunkel haben kann, das soll der Ausgangspunkt sein für die morgige Betrachtung, die uns noch einige Schritte weiter in die Probleme, die wir in diesem Zyklus betrachten wollen, hineinführen soll.
[ 17 ] Wie es sich auf diesem Gebiete verhält, wie Begreifen zum Schauen steht in den übersinnlichen Welten, wieviel man von Lebenstrost und Lebenskraft durch das Begreifen des Geisteslichtes im Lebensdunkel haben kann, das soll der Ausgangspunkt sein für die morgige Betrachtung, die uns noch einige Schritte weiter in die Probleme, die wir in diesem Zyklus betrachten wollen, hineinführen soll.
