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Initiation from Eternity and the Present
GA 138

31 August 1912, Munich

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Siebenter Vortrag

Siebenter Vortrag

[ 1 ] Die gestrige Betrachtung konnten wir damit schließen, daß ein Hinweis gegeben wurde auf die Stellung des einzelnen Menschen zu dem, was Beschreibung der übersinnlichen Welt genannt werden kann, was aus den Forschungen, aus den Beobachtungen, aus den Erlebnissen der Initiation kommt. Und es ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß sehr leicht das Urteil zustande kommen könnte, ein Wert und eine Bedeutung für das Seelenleben mit den Ergebnissen der Initiation könnte doch eigentlich nur für denjenigen verbunden sein, der selber die ersten Schritte zur Initiation gemacht hat und imstande ist, durch eigenes Schauen in das Erleben, in die Beobachtung der höheren Welten hineinzudringen. Es ist schon öfter betont worden, daß dies nicht so ist, daß man allerdings nur dann anschauen, beobachten, erkunden und erforschen kann, was in den höheren Welten vorgeht, wenn man das eigene Selbst, die eigene Seele so umgestaltet hat, daß man in jene anderen Welten hineinblicken kann, die zwar ganz anders sind als unser Sinnensein, die aber mit unserem Sinnensein — wie gestern erwähnt worden ist doch in dieser oder jener Beziehung zusammenhängen, vor allem aber als seine Grundlage anzusehen sind. Was dagegen das Begreifen, das Verstehen dieser anderen Welten betrifft, so wäre es ein falsches Urteil, wenn man behaupten wollte, zu dem Verstehen, zu dem Begreifen, zu dem Entgegennehmen dessen, was derjenige geben kann, der die ersten oder die weiteren Schritte zur Initiation gemacht hat, gehöre selber Erleben. Vielmehr muß immer wieder und wieder betont werden, daß jeder Mensch, der nur unbefangen sich dem hingibt, was von den eigentlichen Geistesforschern in den übersinnlichen Welten erkundet wird, der unbefangen ihre Beschreibungen, Erfahrungen und Mitteilungen aufnimmt und wirklich unbefangenes Urteil, unbefangene Verstandestätigkeit walten läßt, alles, was ihm gegeben werden kann, auch begreifen kann. Für das Sinnensein sind wir in einem ganz anderen Fall. Es ist durchaus berechtigt zu sagen, daß kaum ein Mensch aus einer Beschreibung heraus begreifen wird, was die Sixtinische Madonna ist oder was eine ferne, fremde Landschaft ist. Man wird sich, wenn man eine lebendige Phantasie hat, aus einer solchen Beschreibung eine Vorstellung bilden können, aber berechtigt bleibt doch der Ausspruch, daß der erst das, was im Sinnensein ist, begreift, der selbst zum Anschauen kommen kann, so daß für das Sinnensein das Begreifen dem Anschauen nachfolgen muß. Das ist für die höheren Welten durchaus nicht so. Da kann durch die Forscher, was sie erkunden, aus den höheren Welten herausgeholt werden, kann in die Formen und Begriffe menschl:cher Ideen gebracht werden und so der Welt gegeben werden. Da kann man dann selbstverständlich in matertalistischen oder sonstigen Dogmen befangen sein, oder man kann überhaupt keinen Willen haben zur unbefangenen Hingabe an das, was da mitgeteilt wird; dann wird man es nicht begreifen. Es kann durchaus sein, daß man gar keine Schuld daran hat, daß man es nicht begreifen kann, weil einem das bisherige Leben und die bisherige Erziehung nicht die Möglichkeit gegeben haben, sich unbefangen diesen Dingen hinzugeben. Aber jeder, der in der Lage ist, sich diesen Dingen unbefangen hinzugeben, unbefangen alles zusammenzuhalten, was gesunde Vernunft und gesundes Urteil gibt, wird sich zuletzt sagen: wenn auch die Dinge zuerst noch so unglaublich scheinen, gerade gesundes, umfassendes und allseitiges Denken führt zum Begreifen derselben, wenn man auch noch nicht das Allergeringste aus den höheren Welten zu schauen vermag.

[ 1 ] Die gestrige Betrachtung konnten wir damit schließen, daß ein Hinweis gegeben wurde auf die Stellung des einzelnen Menschen zu dem, was Beschreibung der übersinnlichen Welt genannt werden kann, was aus den Forschungen, aus den Beobachtungen, aus den Erlebnissen der Initiation kommt. Und es ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß sehr leicht das Urteil zustande kommen könnte, ein Wert und eine Bedeutung für das Seelenleben mit den Ergebnissen der Initiation könnte doch eigentlich nur für denjenigen verbunden sein, der selber die ersten Schritte zur Initiation gemacht hat und imstande ist, durch eigenes Schauen in das Erleben, in die Beobachtung der höheren Welten hineinzudringen. Es ist schon öfter betont worden, daß dies nicht so ist, daß man allerdings nur dann anschauen, beobachten, erkunden und erforschen kann, was in den höheren Welten vorgeht, wenn man das eigene Selbst, die eigene Seele so umgestaltet hat, daß man in jene anderen Welten hineinblicken kann, die zwar ganz anders sind als unser Sinnensein, die aber mit unserem Sinnensein — wie gestern erwähnt worden ist doch in dieser oder jener Beziehung zusammenhängen, vor allem aber als seine Grundlage anzusehen sind. Was dagegen das Begreifen, das Verstehen dieser anderen Welten betrifft, so wäre es ein falsches Urteil, wenn man behaupten wollte, zu dem Verstehen, zu dem Begreifen, zu dem Entgegennehmen dessen, was derjenige geben kann, der die ersten oder die weiteren Schritte zur Initiation gemacht hat, gehöre selber Erleben. Vielmehr muß immer wieder und wieder betont werden, daß jeder Mensch, der nur unbefangen sich dem hingibt, was von den eigentlichen Geistesforschern in den übersinnlichen Welten erkundet wird, der unbefangen ihre Beschreibungen, Erfahrungen und Mitteilungen aufnimmt und wirklich unbefangenes Urteil, unbefangene Verstandestätigkeit walten läßt, alles, was ihm gegeben werden kann, auch begreifen kann. Für das Sinnensein sind wir in einem ganz anderen Fall. Es ist durchaus berechtigt zu sagen, daß kaum ein Mensch aus einer Beschreibung heraus begreifen wird, was die Sixtinische Madonna ist oder was eine ferne, fremde Landschaft ist. Man wird sich, wenn man eine lebendige Phantasie hat, aus einer solchen Beschreibung eine Vorstellung bilden können, aber berechtigt bleibt doch der Ausspruch, daß der erst das, was im Sinnensein ist, begreift, der selbst zum Anschauen kommen kann, so daß für das Sinnensein das Begreifen dem Anschauen nachfolgen muß. Das ist für die höheren Welten durchaus nicht so. Da kann durch die Forscher, was sie erkunden, aus den höheren Welten herausgeholt werden, kann in die Formen und Begriffe menschl:cher Ideen gebracht werden und so der Welt gegeben werden. Da kann man dann selbstverständlich in matertalistischen oder sonstigen Dogmen befangen sein, oder man kann überhaupt keinen Willen haben zur unbefangenen Hingabe an das, was da mitgeteilt wird; dann wird man es nicht begreifen. Es kann durchaus sein, daß man gar keine Schuld daran hat, daß man es nicht begreifen kann, weil einem das bisherige Leben und die bisherige Erziehung nicht die Möglichkeit gegeben haben, sich unbefangen diesen Dingen hinzugeben. Aber jeder, der in der Lage ist, sich diesen Dingen unbefangen hinzugeben, unbefangen alles zusammenzuhalten, was gesunde Vernunft und gesundes Urteil gibt, wird sich zuletzt sagen: wenn auch die Dinge zuerst noch so unglaublich scheinen, gerade gesundes, umfassendes und allseitiges Denken führt zum Begreifen derselben, wenn man auch noch nicht das Allergeringste aus den höheren Welten zu schauen vermag.

[ 2 ] Wie ich Ihnen in diesen Tagen mitteilen konnte, daß der, welcher zu einem Schauen der geistigen Welt kommt, in seinem Innensein die Abbilder dessen trägt, was er selbst in seinem Innern hat, ja, zuerst geführt wird durch das, was er in sich zuerst als Bilder hat, so ist es mit dem Begreifen der Dinge der übersinnlichen Welten: das Begreifen geht dem Schauen voran und ist in keiner Weise beeinflußt vom Schauen, noch beeinflußt es selbst das Schauen. Das vorherige Begreifen braucht nicht im geringsten Maße zu beeinflussen, was den Menschen dann zum völlig unbefangenen, wahrheitsgetreuen Schauen bringt. Ein vorheriges Begreifen, ein Erfassen mit allseitiger Urteilskraft — zu dem allerdings unsere Zeit in den weitesten Kreisen durchaus keine Neigung hat — wird dagegen die Seele, das Gemüt vorbereiten, um auch in der entsprechenden Art in das Schauen eintreten zu können. Daher muß immer wieder und wieder gesagt werden: Wahrer Okkultismus, wahre Geisteswissenschaft, die es ernst und ehrlich meint, wird sich niemals zurückziehen vor der Aufforderung, man begreife, man verstehe unbefangen das, was gesagt ist. Man suche darin einzudringen mit dem gesunden Menschenverstand, mit der sich in alle Gebiete frei ergießenden Urteilskraft, und man wird es können. Mancherlei über diese Sachen finden Sie in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen», in der manches zur Ergänzung dieser Vorträge enthalten sein wird. Aber insbesondere soll es erwähnt werden, daß ein Bedeutendes beigetragen werden kann zur Läuterung, zur Reinigung der Seele, wenn vor allen Dingen diejenigen, welche den Weg zur Geisteswissenschaft aus dem Lebensdunkel heraus suchen, objektiv zu verstehen, objektiv zu begreifen versuchen mit dem, was jedem Menschen, wenn er nur will, als eine gesunde Urteilskraft zur Verfügung stehen kann. Dieser Weg des gesunden Begreifens, des Ablehnens einer jeglichen Autorität und eines jeglichen Autoritätenglaubens gewinnt noch dazu ein besonderes Licht, wenn man eingeht auf gewisse Feinheiten der okkulten Beobachtung.

[ 2 ] Wie ich Ihnen in diesen Tagen mitteilen konnte, daß der, welcher zu einem Schauen der geistigen Welt kommt, in seinem Innensein die Abbilder dessen trägt, was er selbst in seinem Innern hat, ja, zuerst geführt wird durch das, was er in sich zuerst als Bilder hat, so ist es mit dem Begreifen der Dinge der übersinnlichen Welten: das Begreifen geht dem Schauen voran und ist in keiner Weise beeinflußt vom Schauen, noch beeinflußt es selbst das Schauen. Das vorherige Begreifen braucht nicht im geringsten Maße zu beeinflussen, was den Menschen dann zum völlig unbefangenen, wahrheitsgetreuen Schauen bringt. Ein vorheriges Begreifen, ein Erfassen mit allseitiger Urteilskraft — zu dem allerdings unsere Zeit in den weitesten Kreisen durchaus keine Neigung hat — wird dagegen die Seele, das Gemüt vorbereiten, um auch in der entsprechenden Art in das Schauen eintreten zu können. Daher muß immer wieder und wieder gesagt werden: Wahrer Okkultismus, wahre Geisteswissenschaft, die es ernst und ehrlich meint, wird sich niemals zurückziehen vor der Aufforderung, man begreife, man verstehe unbefangen das, was gesagt ist. Man suche darin einzudringen mit dem gesunden Menschenverstand, mit der sich in alle Gebiete frei ergießenden Urteilskraft, und man wird es können. Mancherlei über diese Sachen finden Sie in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen», in der manches zur Ergänzung dieser Vorträge enthalten sein wird. Aber insbesondere soll es erwähnt werden, daß ein Bedeutendes beigetragen werden kann zur Läuterung, zur Reinigung der Seele, wenn vor allen Dingen diejenigen, welche den Weg zur Geisteswissenschaft aus dem Lebensdunkel heraus suchen, objektiv zu verstehen, objektiv zu begreifen versuchen mit dem, was jedem Menschen, wenn er nur will, als eine gesunde Urteilskraft zur Verfügung stehen kann. Dieser Weg des gesunden Begreifens, des Ablehnens einer jeglichen Autorität und eines jeglichen Autoritätenglaubens gewinnt noch dazu ein besonderes Licht, wenn man eingeht auf gewisse Feinheiten der okkulten Beobachtung.

[ 3 ] Aus dem ganzen Sinn und Geist dieser Vorträge ist ja hervorgegangen, daß es sich bei den Schritten, die zur Initiation gemacht werden, immer mehr und mehr für jeden Menschen darum handelt, daß er unabhängig wird in seinem Erleben von dem, wozu ihm sein physischer Leib als Werkzeug dienen kann, daß er zu erleben lernt in seinen höheren Leibern, in seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, in seinem astralischen Leibe, auch in dem, was man seinen Ich- oder Gedankenleib nennen kann. Auf dieses Sich-Fähigmachen, um in seinen höheren Leibern wahrzunehmen, kommt es insbesondere bei allen Schritten der Initiation an. Dabei ist es aber notwendig, daß der Mensch etwas dazu tut, um sich freizumachen vom sinnlich-physischen Leibe, daß er bewußt alles dasjenige von sich abstreift, von sich abzieht, was ihn so mit der Welt in Zusammenhang hält, wie dieser Zusammenhang sich nur durch das Werkzeug des physischen Leibes ergibt. Das ist natürlich namentlich in einem Zeitalter, das so materialistisch ist wie das heutige, nicht für alle Menschen möglich, besonders für die, welche sich heute auch ein Urteil über die Weltenrätsel, über die Weltenerscheinungen zuschreiben, und die durch die sonderbare heutige Erziehungsweise zu dem Glauben verzogen werden, daß man in frühester Jugend schon ein umfassendes Urteil — nicht bloß ein Streben — über die Welterscheinungen gewinnen könne. Warum wird heute durch unreife, durch rein aus der Leidenschaft und Emotion herausgeborene Urteile in der Welt soviel Unheil angerichtet? Wenn man die Welterscheinungen überschaut, dann sieht man, daß der Druckmarkt mit den unreifsten Dingen überschwemmt wird, die aus nichts anderem herausgeboren sind als aus Sympathien und Antipathien. Warum das? Man kann die Frage aufwerfen: Hat es nicht früher auch Menschen gegeben, die den reinen Errungenschaften übersinnlicher Forschung mit Haß und Abscheu aus ihrem Lebensdunkel heraus gegenüberstanden wie in unserer Zeit? Hat es nicht Dunkelmänner gegeben, wie es die heutigen Materialisten sind, die alle möglichen Mittel, welche Haß, Unwissenheit und Finsternis eingeben, anwandten? Ja, die hat es immer gegeben. Aber in der Weise, wie sie heute wirken, haben sie nicht gewirkt. Warum nicht? Solche Dinge muß man sich auch manchmal ins Gewissen schreiben. Die Menschen waren da, die die höheren Welten und unbefangenes Eindringen in diese Welten gehaßt haben, weil eben das unbefangene Eindringen in die höheren Welten zuweilen für die Menschen recht unangenehme Tatsachen zutage bringt. Aber diese Menschen haben oftmals nicht schreiben und lesen gekonnt. Ihr Bildungsniveau entsprach dem Nichtschreiben- und Nichtlesenkönnen. Heute müssen die, welche so denken, vermöge ihrer Bildung schreiben und lesen können, und das große Publikum hat kein Unterscheidungsvermögen, um das, was auf dem Büchermarkt erscheint, wirklich richtig auffassen zu können, und es ist auch nicht viel Wille vorhanden zu einem solchen Unterscheidungsvermögen, um erkennen zu können, daß hier sichtend und klärend das Urteil einer okkultistisch-geisteswissenschaftlichen Bewegung in unserer Zeit eingreifen muß. Man wird da manches lernen müssen, was den Menschen hart ist zu lernen. Einfach aus den Tatsachen, die sich aus der übersinnlichen Welt heraus ergeben, wird man manches lernen müssen.

[ 3 ] Aus dem ganzen Sinn und Geist dieser Vorträge ist ja hervorgegangen, daß es sich bei den Schritten, die zur Initiation gemacht werden, immer mehr und mehr für jeden Menschen darum handelt, daß er unabhängig wird in seinem Erleben von dem, wozu ihm sein physischer Leib als Werkzeug dienen kann, daß er zu erleben lernt in seinen höheren Leibern, in seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, in seinem astralischen Leibe, auch in dem, was man seinen Ich- oder Gedankenleib nennen kann. Auf dieses Sich-Fähigmachen, um in seinen höheren Leibern wahrzunehmen, kommt es insbesondere bei allen Schritten der Initiation an. Dabei ist es aber notwendig, daß der Mensch etwas dazu tut, um sich freizumachen vom sinnlich-physischen Leibe, daß er bewußt alles dasjenige von sich abstreift, von sich abzieht, was ihn so mit der Welt in Zusammenhang hält, wie dieser Zusammenhang sich nur durch das Werkzeug des physischen Leibes ergibt. Das ist natürlich namentlich in einem Zeitalter, das so materialistisch ist wie das heutige, nicht für alle Menschen möglich, besonders für die, welche sich heute auch ein Urteil über die Weltenrätsel, über die Weltenerscheinungen zuschreiben, und die durch die sonderbare heutige Erziehungsweise zu dem Glauben verzogen werden, daß man in frühester Jugend schon ein umfassendes Urteil — nicht bloß ein Streben — über die Welterscheinungen gewinnen könne. Warum wird heute durch unreife, durch rein aus der Leidenschaft und Emotion herausgeborene Urteile in der Welt soviel Unheil angerichtet? Wenn man die Welterscheinungen überschaut, dann sieht man, daß der Druckmarkt mit den unreifsten Dingen überschwemmt wird, die aus nichts anderem herausgeboren sind als aus Sympathien und Antipathien. Warum das? Man kann die Frage aufwerfen: Hat es nicht früher auch Menschen gegeben, die den reinen Errungenschaften übersinnlicher Forschung mit Haß und Abscheu aus ihrem Lebensdunkel heraus gegenüberstanden wie in unserer Zeit? Hat es nicht Dunkelmänner gegeben, wie es die heutigen Materialisten sind, die alle möglichen Mittel, welche Haß, Unwissenheit und Finsternis eingeben, anwandten? Ja, die hat es immer gegeben. Aber in der Weise, wie sie heute wirken, haben sie nicht gewirkt. Warum nicht? Solche Dinge muß man sich auch manchmal ins Gewissen schreiben. Die Menschen waren da, die die höheren Welten und unbefangenes Eindringen in diese Welten gehaßt haben, weil eben das unbefangene Eindringen in die höheren Welten zuweilen für die Menschen recht unangenehme Tatsachen zutage bringt. Aber diese Menschen haben oftmals nicht schreiben und lesen gekonnt. Ihr Bildungsniveau entsprach dem Nichtschreiben- und Nichtlesenkönnen. Heute müssen die, welche so denken, vermöge ihrer Bildung schreiben und lesen können, und das große Publikum hat kein Unterscheidungsvermögen, um das, was auf dem Büchermarkt erscheint, wirklich richtig auffassen zu können, und es ist auch nicht viel Wille vorhanden zu einem solchen Unterscheidungsvermögen, um erkennen zu können, daß hier sichtend und klärend das Urteil einer okkultistisch-geisteswissenschaftlichen Bewegung in unserer Zeit eingreifen muß. Man wird da manches lernen müssen, was den Menschen hart ist zu lernen. Einfach aus den Tatsachen, die sich aus der übersinnlichen Welt heraus ergeben, wird man manches lernen müssen.

[ 4 ] So wird man zum Beispiel lernen müssen, daß — auch dann, wenn man in die höheren Welten eindringt durch gewisse partielle Schulung oder Zubereitung seines seelischen und sonstigen Organismus — noch mancherlei zurückbleiben kann in bezug auf jenen Zusammenhang mit der Außenwelt, der nur auf dem Umwege durch den physisch-sinnlichen Leib zustande kommt. Alles, was so in einem geistigen Schauer, wenn man die Grenze überschritten hat, die zwischen dem Sinnensein und dem Geistessein so fest gezogen ist, von gewissen berechtigten Schwächen des Sinnenseins zurückbleibt, hüllt uns in Finsternis und Maja, wenn wir es erleben beim höheren geistigen Schauen. Nur wer unablässig mit sich zu Rate geht, wie er das, was er im Sinnensein haben muß, weil er ein Wesen der Sinneswelt ist, für jene Zeiten, da er geistig schauen muß, völlig ausschalten kann, und wie er es dazu bringen kann, daß beim geistigen Schauen nichts von dem hereinspielt, was ihn in der Sinneswelt umgibt, nur der kann wirklich rein und majalos die geistige übersinnliche Welt schauen.

[ 4 ] So wird man zum Beispiel lernen müssen, daß — auch dann, wenn man in die höheren Welten eindringt durch gewisse partielle Schulung oder Zubereitung seines seelischen und sonstigen Organismus — noch mancherlei zurückbleiben kann in bezug auf jenen Zusammenhang mit der Außenwelt, der nur auf dem Umwege durch den physisch-sinnlichen Leib zustande kommt. Alles, was so in einem geistigen Schauer, wenn man die Grenze überschritten hat, die zwischen dem Sinnensein und dem Geistessein so fest gezogen ist, von gewissen berechtigten Schwächen des Sinnenseins zurückbleibt, hüllt uns in Finsternis und Maja, wenn wir es erleben beim höheren geistigen Schauen. Nur wer unablässig mit sich zu Rate geht, wie er das, was er im Sinnensein haben muß, weil er ein Wesen der Sinneswelt ist, für jene Zeiten, da er geistig schauen muß, völlig ausschalten kann, und wie er es dazu bringen kann, daß beim geistigen Schauen nichts von dem hereinspielt, was ihn in der Sinneswelt umgibt, nur der kann wirklich rein und majalos die geistige übersinnliche Welt schauen.

[ 5 ] Nehmen wir einen bestimmten Fall, ohne daß dabei auf irgend etwas angespielt werden soll. Irgend jemand, der die Schritte zur Initiation durchmachen will oder schon durchgemacht hat, habe ein persönliches, auf unmittelbare persönliche Gefühle, persönliche Emotionen beruhendes Verhältnis zu einem anderen Menschen. Nehmen wir an, in einem solchen Verhältnis eines geistigen Erschauers, eines erst zu Initiierenden oder schon mit gewissen Schritten der Initiation Ausgestatteten wäre es so, daß er von Mensch zu Mensch ein bestimmtes persönliches Verhältnis hätte, ein Verhältnis, das auf Zuneigung beruht, auf solcher Zuneigung, welche im Sinnensein geschlossen wird, sagen wir auf einer zutraulichen Liebe, die im Sinnensein erwacht, die von Leib zu Leib spielt — im höheren Sinne, nicht nur im niederen Sinne, denke ich dabei. Nehmen wir an, so etwas wäre vorhanden und ein solcher geistiger Schauer würde nun etwas erforschen wollen von der Persönlichkeit, zu der er eine persönliche Zuneigung hat, die sich im Sinnensein gebildet hat, und nehmen wir an, er wäre nicht in der Lage, alles von sich abzustreifen, was von im Sinnensein erschaffener Liebe zu der betreffenden Persönlichkeit da ist, dann ist es fast ganz unmöglich, die Wahrheit in bezug auf das übersinnliche Sein einer solchen Persönlichkeit zu erfahren. Oh, es ist notwendig, auf Schritt und Tritt zu versuchen — und wenn man noch so sehr liebt und noch so sehr persönliche Zuneigung hat im Sinnensein —, alles abzustreifen für die Zeiten, wo man das übersinnliche Dasein betrachten will. Es ist möglich, daß man eine solche persönliche Zuneigung hat und nicht abstreift, daß man in der Weise, wie es im Sinnensein ist, die betreffende Persönlichkeit gern hat. Dann stellen sich einem solchen geistigen Schauer zum Beispiel über Vergangenheit und Zukunft dieser Persönlichkeit Bilder vor Augen, die unter allen Umständen falsch sein müssen, dann kann eine ganze Fülle von Maja auftauchen. Darum kann der, welcher es ernst und verantwortungsvoll mit dem nimmt, was der Welt auf dem Felde geistiger Weisheit gegeben werden soll, nicht vorsichtig genug sein, vor allen Dingen etwas der Welt zu verkünden, was im Umkreise des Familiären, des unmittelbar Bekannten stattfindet. Man kann sich überall sichern in der Weise, daß, wenn auf okkulte Ergebnisse hingewiesen wird, die sich auf etwas beziehen, das den unmittelbar persönlichen Umkreis des Untersuchers betrifft, diese im höchsten Maße demjenigen zweifelhaft erscheinen sollten, der sie entgegennehmen soll.

[ 5 ] Nehmen wir einen bestimmten Fall, ohne daß dabei auf irgend etwas angespielt werden soll. Irgend jemand, der die Schritte zur Initiation durchmachen will oder schon durchgemacht hat, habe ein persönliches, auf unmittelbare persönliche Gefühle, persönliche Emotionen beruhendes Verhältnis zu einem anderen Menschen. Nehmen wir an, in einem solchen Verhältnis eines geistigen Erschauers, eines erst zu Initiierenden oder schon mit gewissen Schritten der Initiation Ausgestatteten wäre es so, daß er von Mensch zu Mensch ein bestimmtes persönliches Verhältnis hätte, ein Verhältnis, das auf Zuneigung beruht, auf solcher Zuneigung, welche im Sinnensein geschlossen wird, sagen wir auf einer zutraulichen Liebe, die im Sinnensein erwacht, die von Leib zu Leib spielt — im höheren Sinne, nicht nur im niederen Sinne, denke ich dabei. Nehmen wir an, so etwas wäre vorhanden und ein solcher geistiger Schauer würde nun etwas erforschen wollen von der Persönlichkeit, zu der er eine persönliche Zuneigung hat, die sich im Sinnensein gebildet hat, und nehmen wir an, er wäre nicht in der Lage, alles von sich abzustreifen, was von im Sinnensein erschaffener Liebe zu der betreffenden Persönlichkeit da ist, dann ist es fast ganz unmöglich, die Wahrheit in bezug auf das übersinnliche Sein einer solchen Persönlichkeit zu erfahren. Oh, es ist notwendig, auf Schritt und Tritt zu versuchen — und wenn man noch so sehr liebt und noch so sehr persönliche Zuneigung hat im Sinnensein —, alles abzustreifen für die Zeiten, wo man das übersinnliche Dasein betrachten will. Es ist möglich, daß man eine solche persönliche Zuneigung hat und nicht abstreift, daß man in der Weise, wie es im Sinnensein ist, die betreffende Persönlichkeit gern hat. Dann stellen sich einem solchen geistigen Schauer zum Beispiel über Vergangenheit und Zukunft dieser Persönlichkeit Bilder vor Augen, die unter allen Umständen falsch sein müssen, dann kann eine ganze Fülle von Maja auftauchen. Darum kann der, welcher es ernst und verantwortungsvoll mit dem nimmt, was der Welt auf dem Felde geistiger Weisheit gegeben werden soll, nicht vorsichtig genug sein, vor allen Dingen etwas der Welt zu verkünden, was im Umkreise des Familiären, des unmittelbar Bekannten stattfindet. Man kann sich überall sichern in der Weise, daß, wenn auf okkulte Ergebnisse hingewiesen wird, die sich auf etwas beziehen, das den unmittelbar persönlichen Umkreis des Untersuchers betrifft, diese im höchsten Maße demjenigen zweifelhaft erscheinen sollten, der sie entgegennehmen soll.

[ 6 ] Das ist nicht etwas, was mit Anspielung auf diese oder jene Tatsache gesagt werden soll, sondern was gesagt werden soll, weil es eine objektive Tatsache für jeden Okkultisten ist. Damit hängen aber Dinge zusammen, welche durchaus, man möchte sagen, in höhere Gebiete hinaufspielen. Damit hängt zusammen, daß der, welcher in den übersinnlichen Welten forschen will, wenig geeignet ist, eine gewisse Grundvorstellung richtiger Art in bezug auf religiöse Fragen zu erhalten, wenn er mit seinen Vorurteilen, mit seinen persönliichen Gefühlen irgendeiner besonderen Religionsgemeinschaft zugetan ist, wenn er eine Religionsgemeinschaft mehr liebt als die andere oder sich gar zum propagandistischen Träger einer Religionsgemeinschaft macht. Wer zur persönlichen Propaganda neigt, kann nicht zugleich objektiver Okkultist sein! Das ist ein Satz, der auch einmal in aller Schärfe ausgesprochen werden muß. Es sind Bedingungen da, die wir mit unserem Karma der abendländischen Kultur in Zusammenhang bringen dürfen, Bedingungen, welche es in einer gewissen Weise dem Abendländer, wenn er sich ein wenig bekannt macht mit den Grundanforderungen des übersinnlichen Lebens, doch nicht gar zu schwer machen, ein objektives Urteil zu gewinnen gerade über die Hineinstellung des größten Ereignisses in die Menschheitsevolution, das wir das Mysterium von Golgatha nennen. Wodurch kommt denn in das religiöse Leben und in seine Auffassung so manches Lebensdunkel hinein? Wodurch kommt das hinein, was nur mit dem Augenblick zu tun haben will und sich nicht zu Geisteslicht und Ewigkeit gerade im religiösen Leben erheben will’ Das kommt davon her, weil mit alledem, was menschliche Egoismen sind — und nun nicht bloß Egoismen der einzelnen, sondern auch Egoismen der Stämme, der Rassen, der Völker —, dasjenige innig zusammenhängt, was sich auf das religiöse Leben bezieht. Von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie auf eine Erscheinung aufmerksam machen, denn notwendig ist es, daß man diese Dinge völlig unbefangen betrachtet.

[ 6 ] Das ist nicht etwas, was mit Anspielung auf diese oder jene Tatsache gesagt werden soll, sondern was gesagt werden soll, weil es eine objektive Tatsache für jeden Okkultisten ist. Damit hängen aber Dinge zusammen, welche durchaus, man möchte sagen, in höhere Gebiete hinaufspielen. Damit hängt zusammen, daß der, welcher in den übersinnlichen Welten forschen will, wenig geeignet ist, eine gewisse Grundvorstellung richtiger Art in bezug auf religiöse Fragen zu erhalten, wenn er mit seinen Vorurteilen, mit seinen persönliichen Gefühlen irgendeiner besonderen Religionsgemeinschaft zugetan ist, wenn er eine Religionsgemeinschaft mehr liebt als die andere oder sich gar zum propagandistischen Träger einer Religionsgemeinschaft macht. Wer zur persönlichen Propaganda neigt, kann nicht zugleich objektiver Okkultist sein! Das ist ein Satz, der auch einmal in aller Schärfe ausgesprochen werden muß. Es sind Bedingungen da, die wir mit unserem Karma der abendländischen Kultur in Zusammenhang bringen dürfen, Bedingungen, welche es in einer gewissen Weise dem Abendländer, wenn er sich ein wenig bekannt macht mit den Grundanforderungen des übersinnlichen Lebens, doch nicht gar zu schwer machen, ein objektives Urteil zu gewinnen gerade über die Hineinstellung des größten Ereignisses in die Menschheitsevolution, das wir das Mysterium von Golgatha nennen. Wodurch kommt denn in das religiöse Leben und in seine Auffassung so manches Lebensdunkel hinein? Wodurch kommt das hinein, was nur mit dem Augenblick zu tun haben will und sich nicht zu Geisteslicht und Ewigkeit gerade im religiösen Leben erheben will’ Das kommt davon her, weil mit alledem, was menschliche Egoismen sind — und nun nicht bloß Egoismen der einzelnen, sondern auch Egoismen der Stämme, der Rassen, der Völker —, dasjenige innig zusammenhängt, was sich auf das religiöse Leben bezieht. Von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie auf eine Erscheinung aufmerksam machen, denn notwendig ist es, daß man diese Dinge völlig unbefangen betrachtet.

[ 7 ] Welche Rolle spielt das religiöse Leben bei einem Orientalen in bezug auf seinen Religionsstifter, wenn er den Zusammenhang seiner Rassen- oder nationalen Evolution in Betracht zieht? Untersuchen Sie einmal, ob ein Orientale oder irgendein Nichtabendländer so leicht geschichtlich denken kann über den geschichtlichen Verlauf, in den er hineingestellt ist, ohne dieses geschichtliche Leben anzuknüpfen an Krishna, Buddha, Mahomet, Konfuzius oder dergleichen? Überall sehen wir ganz selbstverständlich das, was im religiösen Leben sich abspielt, mit dem verbunden, was im profanen äußeren Leben geschieht und in den Gemütern der Leute fließt. Man kann sich eine Geschichtsschreibung eines Buddhisten zum Beispiel nicht denken, ohne daß er in den Mittelpunkt derselben den Buddha stellt. Das sei nicht als eine Kritik gesagt, sondern weil es für diese Menschen richtig ist, die solchen Kulturentwickelungen angehören. Jetzt gehen wir ins Abendland und sehen nicht auf Dogmen, sondern auf Tatsachen. Ich greife heraus einen anerkannten Geschichtsschreiber des Abendlandes: Leopold von Ranke, der in aller Welt bekannt ist durch seine Objektivität, seine ruhige Würdigung, seine ganz besondere Art, sich objektiv zu den Dingen zu stellen. Ranke hat manches Kapitel der geschichtlichen Entwickelung geschrieben. Doch von Ranke ist etwas sehr Merkwürdiges bekannt geworden. Einem Freunde gegenüber hat er sich darüber geäußert, daß er doch den geschichtlichen Verlauf so dargestellt hat, daß er nirgends in Betracht zieht den Christus und die Tatsachen, die sich unmittelbar an den Christus anschließen! Ranke hat sich bemüht, durch seine Objektivität eine Geschichte des Abendlandes zu schreiben, ohne daß er den Christus hat hineinspielen lassen. Und es hat ihm manche schwere Gewissenspein im Alter gemacht, daß er sich sagen mußte: Ja, wenn nun doch in das Geschehen jene Taten hineinfließen würden, über die keine Dokumente und Urkunden vorhanden sind, ist dann diese Geschichte wahr? — Nicht darum soll das hier angeführt werden, um auseinanderzusetzen, ob sie wahr oder falsch ist — denn ich halte sie in hohem Maße für berechtigt —, sondern weil es eine der besten Geschichten eines der anerkannten Geschichtsschreiber im Abendlande gibt, die Geschichte so geschrieben haben, daß man den Christus herausgelassen hat, daß man den Christus nicht in die Historie mit hineingenommen hat. Das ist eine fundamental wichtige, eine bedeutsame Tatsache! Wohin hat die abendländische Kultur geführt? Die abendländische Entwickelung hat dazu geführt, daß hier nicht immer zu einem Wesen aufgeschaut wird, das wie eine Mittelpunktfigur der ganzen Geschichte dastehen würde, wenn man daran anknüpfen würde. Wissenschaft hat nicht dazu geführt! Warum kam das? Beleuchten wir diese Tatsache von einem anderen Gesichtspunkt aus.

[ 7 ] Welche Rolle spielt das religiöse Leben bei einem Orientalen in bezug auf seinen Religionsstifter, wenn er den Zusammenhang seiner Rassen- oder nationalen Evolution in Betracht zieht? Untersuchen Sie einmal, ob ein Orientale oder irgendein Nichtabendländer so leicht geschichtlich denken kann über den geschichtlichen Verlauf, in den er hineingestellt ist, ohne dieses geschichtliche Leben anzuknüpfen an Krishna, Buddha, Mahomet, Konfuzius oder dergleichen? Überall sehen wir ganz selbstverständlich das, was im religiösen Leben sich abspielt, mit dem verbunden, was im profanen äußeren Leben geschieht und in den Gemütern der Leute fließt. Man kann sich eine Geschichtsschreibung eines Buddhisten zum Beispiel nicht denken, ohne daß er in den Mittelpunkt derselben den Buddha stellt. Das sei nicht als eine Kritik gesagt, sondern weil es für diese Menschen richtig ist, die solchen Kulturentwickelungen angehören. Jetzt gehen wir ins Abendland und sehen nicht auf Dogmen, sondern auf Tatsachen. Ich greife heraus einen anerkannten Geschichtsschreiber des Abendlandes: Leopold von Ranke, der in aller Welt bekannt ist durch seine Objektivität, seine ruhige Würdigung, seine ganz besondere Art, sich objektiv zu den Dingen zu stellen. Ranke hat manches Kapitel der geschichtlichen Entwickelung geschrieben. Doch von Ranke ist etwas sehr Merkwürdiges bekannt geworden. Einem Freunde gegenüber hat er sich darüber geäußert, daß er doch den geschichtlichen Verlauf so dargestellt hat, daß er nirgends in Betracht zieht den Christus und die Tatsachen, die sich unmittelbar an den Christus anschließen! Ranke hat sich bemüht, durch seine Objektivität eine Geschichte des Abendlandes zu schreiben, ohne daß er den Christus hat hineinspielen lassen. Und es hat ihm manche schwere Gewissenspein im Alter gemacht, daß er sich sagen mußte: Ja, wenn nun doch in das Geschehen jene Taten hineinfließen würden, über die keine Dokumente und Urkunden vorhanden sind, ist dann diese Geschichte wahr? — Nicht darum soll das hier angeführt werden, um auseinanderzusetzen, ob sie wahr oder falsch ist — denn ich halte sie in hohem Maße für berechtigt —, sondern weil es eine der besten Geschichten eines der anerkannten Geschichtsschreiber im Abendlande gibt, die Geschichte so geschrieben haben, daß man den Christus herausgelassen hat, daß man den Christus nicht in die Historie mit hineingenommen hat. Das ist eine fundamental wichtige, eine bedeutsame Tatsache! Wohin hat die abendländische Kultur geführt? Die abendländische Entwickelung hat dazu geführt, daß hier nicht immer zu einem Wesen aufgeschaut wird, das wie eine Mittelpunktfigur der ganzen Geschichte dastehen würde, wenn man daran anknüpfen würde. Wissenschaft hat nicht dazu geführt! Warum kam das? Beleuchten wir diese Tatsache von einem anderen Gesichtspunkt aus.

[ 8 ] Wo haben die großen Religionsstifter gelebt, welche die großen Initiierten waren, die ihren Völkern aus ihren Völkersubstanzen heraus das gaben, was sie brauchten? Ist es denkbar, daß zum Beispiel Hermes aus einer anderen Volkssubstanz heraus auf seine Epoche gewirkt hätte, oder ist es denkbar, daß Buddha in einer anderen Weise gewirkt hätte als aus der Rasseneigentümlichkeit heraus, in die er hineingestellt war und in diese Rasseneigentümlichkeit hinein seine Kräfte gesendet hat? Und jetzt wenden wir den Blick zu dem, den wir keinen Initiierten nennen, sondern den wir kennen als die Persönlichkeit, auf welche die Welten-Initiation, die kosmische Initiation gewirkt hat. Gehört er irgendeinem Volke an? — In einem unbekannten Winkel der Welt, fern der großen Reiche, ist er geboren. Da spielten sich die Ereignisse ab. Und da man die Evangelien wie die anderen Urkunden des Neuen Testamentes als historische Urkunden bezweifeln kann, so kann man sagen: Von allen diesen Ereignissen wird nichts bezeugt durch irgendein historisches Dokument. Und die, welche sich zu ihm als seine Jünger und Schüler gefunden haben, haben sich zu ihm gewendet ohne Unterschied von Stamm, Rasse, Geschlecht und so weiter. So ist der Unterschied! Während sich vorher die Völker zu ihren Rassen-Initiierten gewendet haben, haben sie sich hier zu einem gewendet, der keinem Volke angehört — ja, der sogar gerade seine größten Kulturtaten bei einem Volke verrichtet hat, bei dem er nicht gelebt hat. Das ist der große Fortschritt aus dem Lebensdunkel zum Geisteslicht, den man nicht verkennen sollte, wenn man es ehrlich meint mit der Evolution der Menschheit. Das sind Dinge, die durchaus in Betracht kommen, Dinge, auf welche diejenige Wissenschaft kräftig hinzuweisen hat, die aus der wirklichen Betrachtung der übersinnlichen Welten entnommen werden kann.

[ 8 ] Wo haben die großen Religionsstifter gelebt, welche die großen Initiierten waren, die ihren Völkern aus ihren Völkersubstanzen heraus das gaben, was sie brauchten? Ist es denkbar, daß zum Beispiel Hermes aus einer anderen Volkssubstanz heraus auf seine Epoche gewirkt hätte, oder ist es denkbar, daß Buddha in einer anderen Weise gewirkt hätte als aus der Rasseneigentümlichkeit heraus, in die er hineingestellt war und in diese Rasseneigentümlichkeit hinein seine Kräfte gesendet hat? Und jetzt wenden wir den Blick zu dem, den wir keinen Initiierten nennen, sondern den wir kennen als die Persönlichkeit, auf welche die Welten-Initiation, die kosmische Initiation gewirkt hat. Gehört er irgendeinem Volke an? — In einem unbekannten Winkel der Welt, fern der großen Reiche, ist er geboren. Da spielten sich die Ereignisse ab. Und da man die Evangelien wie die anderen Urkunden des Neuen Testamentes als historische Urkunden bezweifeln kann, so kann man sagen: Von allen diesen Ereignissen wird nichts bezeugt durch irgendein historisches Dokument. Und die, welche sich zu ihm als seine Jünger und Schüler gefunden haben, haben sich zu ihm gewendet ohne Unterschied von Stamm, Rasse, Geschlecht und so weiter. So ist der Unterschied! Während sich vorher die Völker zu ihren Rassen-Initiierten gewendet haben, haben sie sich hier zu einem gewendet, der keinem Volke angehört — ja, der sogar gerade seine größten Kulturtaten bei einem Volke verrichtet hat, bei dem er nicht gelebt hat. Das ist der große Fortschritt aus dem Lebensdunkel zum Geisteslicht, den man nicht verkennen sollte, wenn man es ehrlich meint mit der Evolution der Menschheit. Das sind Dinge, die durchaus in Betracht kommen, Dinge, auf welche diejenige Wissenschaft kräftig hinzuweisen hat, die aus der wirklichen Betrachtung der übersinnlichen Welten entnommen werden kann.

[ 9 ] Aus mancherlei von dem, was ich Ihnen sagen durfte, sehen Sie, daß es darauf ankommt, etwas von jenem Urteil zu verstehen, das des Johannes Thomasius Doppelgänger sagt — im «Hüter der Schwelle» —: Das Denken hat eine läuternde Kraft. Diese läuternde Kraft des Denkens wirkt aber auch so, daß sie wirklich aus dem Lebensdunkel in das Geisteslicht herausführt, daß sie wirklich von dem Augenblick zur Ewigkeit hinwegführt. Man will nur nicht gern dem Denken seine läuternde Kraft zugestehen. Denn es ist etwas Eigentümliches um die okkulte Natur dieses Denkens. Eine materialistische Wissenschaft glaubt, daß der Mensch etwa mit seinem Gehirn denke. Er denkt nicht mit seinem Gehirn; das ist einfach ein Irrtum. Und wenn Sie den ganzen Sinn dessen kennenlernen, was in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» gesagt ist, so werden Sie auch begreifen, daß der Vorgang des Denkens, die Tätigkeit des Denkens, die Verbindung und Lösung von Ideen nicht im physischen Leibe abläuft, sondern im ätherischen oder elementarischen Leibe. In Wahrheit denkt auch der Mensch, der im gewöhnlichen Leben steht, mit seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, nur bewirkt das Stehen im gewöhnlichen Leben, daß der Mensch kein Wissen haben kann von jener Tätigkeit, die in ihm vorgeht, wenn er denkt, aber nur im ätherischen Leibe vorgeht. Im Grunde genommen denkt der Mensch fortwährend, und fortwährend ist der ätherische Leib in Bewegung, und diese Bewegung bedeutet denken. Aber was kommt von alledem zum Bewußtsein, was so im ätherischen Leibe vorgeht? Es kommt nur das zum Bewußtsein, was davon gespiegelt wird. Sie müssen sich ein gewisses Verhältnis des elementarischen Leibes zum physischen Leibe in folgender Art vorstellen.

[ 9 ] Aus mancherlei von dem, was ich Ihnen sagen durfte, sehen Sie, daß es darauf ankommt, etwas von jenem Urteil zu verstehen, das des Johannes Thomasius Doppelgänger sagt — im «Hüter der Schwelle» —: Das Denken hat eine läuternde Kraft. Diese läuternde Kraft des Denkens wirkt aber auch so, daß sie wirklich aus dem Lebensdunkel in das Geisteslicht herausführt, daß sie wirklich von dem Augenblick zur Ewigkeit hinwegführt. Man will nur nicht gern dem Denken seine läuternde Kraft zugestehen. Denn es ist etwas Eigentümliches um die okkulte Natur dieses Denkens. Eine materialistische Wissenschaft glaubt, daß der Mensch etwa mit seinem Gehirn denke. Er denkt nicht mit seinem Gehirn; das ist einfach ein Irrtum. Und wenn Sie den ganzen Sinn dessen kennenlernen, was in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» gesagt ist, so werden Sie auch begreifen, daß der Vorgang des Denkens, die Tätigkeit des Denkens, die Verbindung und Lösung von Ideen nicht im physischen Leibe abläuft, sondern im ätherischen oder elementarischen Leibe. In Wahrheit denkt auch der Mensch, der im gewöhnlichen Leben steht, mit seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, nur bewirkt das Stehen im gewöhnlichen Leben, daß der Mensch kein Wissen haben kann von jener Tätigkeit, die in ihm vorgeht, wenn er denkt, aber nur im ätherischen Leibe vorgeht. Im Grunde genommen denkt der Mensch fortwährend, und fortwährend ist der ätherische Leib in Bewegung, und diese Bewegung bedeutet denken. Aber was kommt von alledem zum Bewußtsein, was so im ätherischen Leibe vorgeht? Es kommt nur das zum Bewußtsein, was davon gespiegelt wird. Sie müssen sich ein gewisses Verhältnis des elementarischen Leibes zum physischen Leibe in folgender Art vorstellen.

[ 10 ] Nehmen Sie an, Sie gingen in diesem Saale längs dieser Fensterreihe entlang. Nun denken Sie sich, überall an den Wänden zwischen den Fenstern hingen Spiegel. Indem Sie an jedem Spiegel vorbeigehen, zum Beispiel dreimal, sehen Sie Ihr Antlitz; wo kein Spiegel ist, sehen Sie von Ihrem Antlitz nichts. Wenn Sie wieder weitergehen zum nächsten Spiegel, sehen Sie es wieder. Da ist wieder ein Spiegel, der wirft Ihnen das Bild Ihres Antlitzes zurück. Ihr Antlitz ist immer vorhanden auf dem ganzen Wege, aber Sie sehen es nur, wenn es sich spiegelt. Der Ätherleib ist in fortwährendem Gedankenfluß. Aber wann nur wird dieser Gedankenfluß Wahrnehmung? Wenn das, was im physischen Leibe ist, das Gehirn, dasjenige spiegelt, was im ätherischen Leibe vorgeht. Was sonst immer da ist und wovon der Mensch gewöhnlich nichts weiß, das wird gespiegelt vom Gehirn, das wie ein Spiegelungsapparat aufzufassen ist. Und in all den Fällen, wo das Leben gespiegelt wird, wird es bewußt. Daher muß der physische Leib da sein, damit der ätherische Leib, der eigentlich denkt, von seinem Denken etwas wissen kann. Aber es denkt nicht das Gehirn, und es denkt nicht der physische Leib. Sowenig als das, was im Spiegel erscheint, Sie sind, so wenig ist das, was der Mensch wahrnimmt im Gehirn, sein Denken, denn dieses Denken sitzt im elementarischen oder ätherischen Leibe. Und wenn der Mensch die ersten Schritte zur Initiation machen will, ist es im Grunde genommen so, wie wenn Sie vor der Spiegelung überall vorbeigingen und versuchten in sich selbst zu sein — und dann fähig würden zu empfinden, wie Ihre Form ist, so daß Sie sich dann von innen heraus wahrnehmen würden.

[ 10 ] Nehmen Sie an, Sie gingen in diesem Saale längs dieser Fensterreihe entlang. Nun denken Sie sich, überall an den Wänden zwischen den Fenstern hingen Spiegel. Indem Sie an jedem Spiegel vorbeigehen, zum Beispiel dreimal, sehen Sie Ihr Antlitz; wo kein Spiegel ist, sehen Sie von Ihrem Antlitz nichts. Wenn Sie wieder weitergehen zum nächsten Spiegel, sehen Sie es wieder. Da ist wieder ein Spiegel, der wirft Ihnen das Bild Ihres Antlitzes zurück. Ihr Antlitz ist immer vorhanden auf dem ganzen Wege, aber Sie sehen es nur, wenn es sich spiegelt. Der Ätherleib ist in fortwährendem Gedankenfluß. Aber wann nur wird dieser Gedankenfluß Wahrnehmung? Wenn das, was im physischen Leibe ist, das Gehirn, dasjenige spiegelt, was im ätherischen Leibe vorgeht. Was sonst immer da ist und wovon der Mensch gewöhnlich nichts weiß, das wird gespiegelt vom Gehirn, das wie ein Spiegelungsapparat aufzufassen ist. Und in all den Fällen, wo das Leben gespiegelt wird, wird es bewußt. Daher muß der physische Leib da sein, damit der ätherische Leib, der eigentlich denkt, von seinem Denken etwas wissen kann. Aber es denkt nicht das Gehirn, und es denkt nicht der physische Leib. Sowenig als das, was im Spiegel erscheint, Sie sind, so wenig ist das, was der Mensch wahrnimmt im Gehirn, sein Denken, denn dieses Denken sitzt im elementarischen oder ätherischen Leibe. Und wenn der Mensch die ersten Schritte zur Initiation machen will, ist es im Grunde genommen so, wie wenn Sie vor der Spiegelung überall vorbeigingen und versuchten in sich selbst zu sein — und dann fähig würden zu empfinden, wie Ihre Form ist, so daß Sie sich dann von innen heraus wahrnehmen würden.

[ 11 ] So ist das Hinaufrücken vom Sinnensein zum Geistessein. Während der Mensch sonst nur das wahrnehmen kann, was in seinem Spiegelungsapparat vorgeht, was er als die Spiegelung in seinem Gehirn sieht, kommt er durch die Initiation zum direkten Erleben und Erfühlen im elementarischen Leibe. Wenn er aber zu diesem inneren Erleben und Erfühlen kommt, dann kommt er zum Beispiel mit einer ganz anderen Welt in Berührung: mit der Welt des Wesenhaften. Dann erweitert sich sein Sein, sein Erleben, sein Erfühlen über die objektive Welt hinüber. Aber was er dann erlebt, ist eine Welt geistigen Seins, das ist eine Welt, die er in bezug auf den Umfang des Erlebten auch im Sinnensein erleben kann. Aber da erst kann er dann hinaufsteigen, um im geistigen Sein etwas zu erfassen von dem, dessen Abbild nur im Sinnenbilde vorhanden ist. Und dann kann er begreifen, daß die Impulse der Initiierten nicht bloß aus dem Erdenwissen geflossen sind, sondern daf) den großen Initiierten die größten Impulse, die moralischen Impulse und so weiter deshalb zukommen und mit so gewaltiger Kraft wirken, weil sie das, was sie haben, nicht bloß von der Erde nehmen, sondern von dem mitnehmen, was über die Erde hinausgeht. Denn sobald man über die Erde hinauskommt, kommt man auch zu dem, was mit dem Erdensein über die Erde hinaus verbunden ist. Und kommt man durch die Initiation vom Erdensein zum kosmischen Sein, dann kommt man dazu, daß, wenn man einen Initiierten wie zum Beispiel Buddha von diesem Gesichtspunkte aus studiert, man sagt: Er hat in vielen Inkarnationen als Bodhisattva auf der Erde gelebt. Und wer in dieser Beziehung den Buddhismus verstehen gelernt hat, der ist notwendigerweise ebenso gläubig wie ein Buddhist und weiß, daß in der Persönlichkeit des Gotama Buddha diese Individualität zum letzten Male in einem physischen Leibe lebte, in dieser Inkarnation aber der «Buddha» wurde und dann hinaufgestiegen ist in die geistigen Welten zum geistigen Wirken, so daß der geistige Blick hingelenkt werden kann auf den Übergang der Buddha-Individualität vom Erdensein zum Geistessein, zu Zusammenhängen mit dem Geistessein. Und wenn man nun diese Individualität zurückverfolgt, so sieht man zwar, wie der Bodhisattva durch viele Inkarnationen geht, aber man kommt dann in eine frühere Zeit zurück, für welche man nicht mehr sagen kann: Wir haben es mit einer Individualität zu tun, die auf der Erde lebt. Denn da muß man sie auf einem früheren Wohnplatz verfolgen, und es stellt sich die Wandlung dieser eigenartigen Individualität so dar, daß sie hinauswächst über das Erdendasein. Wir sehen den Buddha zu einer bestimmten Zeit herabkommen von einem anderen Planeten unseres Sonnensystems, wo er vorher gewirkt hat, sehen ihn dort wirken und sich für seine Erdenlaufbahn vorbereiten. Wir verfolgen ihn dann als Bodhisattva und zuletzt als Buddha während seiner irdischen Laufbahn weiter bis zu dem Punkt, da er aus dem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, und finden, daß sein Wirken während der Erdeninkarnationen allerdings mit der Erde zusammengewachsen war, daß er aber in ein großes kosmisches Ganzes hineinwächst. Wir sehen ihn hinaufsteigen zu einem anderen Planeten unseres Planetensystems, zum Mars, und dort eine neue Mission unternehmen, die sich anschließt an das, was seine Erdenmission war. Und wunderbar ist es zu verfolgen, wie sich auf diese Weise ein Ganzes herausstellt. Zuerst sehen wir den Buddha wirksam auf einem anderen Planeten, dann kommt er auf die Erde, und man muß sagen: Diese Individualität des Initiierten Gotama Buddha wirkte eine Weile auf der Erde, dann aber, wenn man sie weiter verfolgen will, muß man zu einem anderen Planeten hinaufsteigen. So bekommt man eine geschlossene Linie. Für Buddha ist es möglich zu sagen, daß er von einem anderen Planeten heruntergestiegen ist, und daß er nach seinem Wirken auf der Erde wieder hinaufgestiegen ist zu einem anderen Planeten, dessen Bevölkerung für die Erdenmenschheit wenig Sinn hat, um dort weiterzuwirken, weil dieses Weiterwirken gerade einen Sinn ergibt.

[ 11 ] So ist das Hinaufrücken vom Sinnensein zum Geistessein. Während der Mensch sonst nur das wahrnehmen kann, was in seinem Spiegelungsapparat vorgeht, was er als die Spiegelung in seinem Gehirn sieht, kommt er durch die Initiation zum direkten Erleben und Erfühlen im elementarischen Leibe. Wenn er aber zu diesem inneren Erleben und Erfühlen kommt, dann kommt er zum Beispiel mit einer ganz anderen Welt in Berührung: mit der Welt des Wesenhaften. Dann erweitert sich sein Sein, sein Erleben, sein Erfühlen über die objektive Welt hinüber. Aber was er dann erlebt, ist eine Welt geistigen Seins, das ist eine Welt, die er in bezug auf den Umfang des Erlebten auch im Sinnensein erleben kann. Aber da erst kann er dann hinaufsteigen, um im geistigen Sein etwas zu erfassen von dem, dessen Abbild nur im Sinnenbilde vorhanden ist. Und dann kann er begreifen, daß die Impulse der Initiierten nicht bloß aus dem Erdenwissen geflossen sind, sondern daf) den großen Initiierten die größten Impulse, die moralischen Impulse und so weiter deshalb zukommen und mit so gewaltiger Kraft wirken, weil sie das, was sie haben, nicht bloß von der Erde nehmen, sondern von dem mitnehmen, was über die Erde hinausgeht. Denn sobald man über die Erde hinauskommt, kommt man auch zu dem, was mit dem Erdensein über die Erde hinaus verbunden ist. Und kommt man durch die Initiation vom Erdensein zum kosmischen Sein, dann kommt man dazu, daß, wenn man einen Initiierten wie zum Beispiel Buddha von diesem Gesichtspunkte aus studiert, man sagt: Er hat in vielen Inkarnationen als Bodhisattva auf der Erde gelebt. Und wer in dieser Beziehung den Buddhismus verstehen gelernt hat, der ist notwendigerweise ebenso gläubig wie ein Buddhist und weiß, daß in der Persönlichkeit des Gotama Buddha diese Individualität zum letzten Male in einem physischen Leibe lebte, in dieser Inkarnation aber der «Buddha» wurde und dann hinaufgestiegen ist in die geistigen Welten zum geistigen Wirken, so daß der geistige Blick hingelenkt werden kann auf den Übergang der Buddha-Individualität vom Erdensein zum Geistessein, zu Zusammenhängen mit dem Geistessein. Und wenn man nun diese Individualität zurückverfolgt, so sieht man zwar, wie der Bodhisattva durch viele Inkarnationen geht, aber man kommt dann in eine frühere Zeit zurück, für welche man nicht mehr sagen kann: Wir haben es mit einer Individualität zu tun, die auf der Erde lebt. Denn da muß man sie auf einem früheren Wohnplatz verfolgen, und es stellt sich die Wandlung dieser eigenartigen Individualität so dar, daß sie hinauswächst über das Erdendasein. Wir sehen den Buddha zu einer bestimmten Zeit herabkommen von einem anderen Planeten unseres Sonnensystems, wo er vorher gewirkt hat, sehen ihn dort wirken und sich für seine Erdenlaufbahn vorbereiten. Wir verfolgen ihn dann als Bodhisattva und zuletzt als Buddha während seiner irdischen Laufbahn weiter bis zu dem Punkt, da er aus dem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, und finden, daß sein Wirken während der Erdeninkarnationen allerdings mit der Erde zusammengewachsen war, daß er aber in ein großes kosmisches Ganzes hineinwächst. Wir sehen ihn hinaufsteigen zu einem anderen Planeten unseres Planetensystems, zum Mars, und dort eine neue Mission unternehmen, die sich anschließt an das, was seine Erdenmission war. Und wunderbar ist es zu verfolgen, wie sich auf diese Weise ein Ganzes herausstellt. Zuerst sehen wir den Buddha wirksam auf einem anderen Planeten, dann kommt er auf die Erde, und man muß sagen: Diese Individualität des Initiierten Gotama Buddha wirkte eine Weile auf der Erde, dann aber, wenn man sie weiter verfolgen will, muß man zu einem anderen Planeten hinaufsteigen. So bekommt man eine geschlossene Linie. Für Buddha ist es möglich zu sagen, daß er von einem anderen Planeten heruntergestiegen ist, und daß er nach seinem Wirken auf der Erde wieder hinaufgestiegen ist zu einem anderen Planeten, dessen Bevölkerung für die Erdenmenschheit wenig Sinn hat, um dort weiterzuwirken, weil dieses Weiterwirken gerade einen Sinn ergibt.

[ 12 ] So würde man bei vielen Inituerten finden, wie sie aus dem Kosmos das hereintragen, was bei der Erde selbst mit dem Kosmischen in Zusammenhang steht, und man würde dadurch die kosmische Wandlung der Initiierten ins Auge fassen. Wenn man überall den Dingen auf den Grund zu kommen versucht, dann sieht man zum Beispiel auch etwas, was uns das Lebensdunkel aus einer wirklichen okkulten Betrachtung heraus aufhellt.

[ 12 ] So würde man bei vielen Inituerten finden, wie sie aus dem Kosmos das hereintragen, was bei der Erde selbst mit dem Kosmischen in Zusammenhang steht, und man würde dadurch die kosmische Wandlung der Initiierten ins Auge fassen. Wenn man überall den Dingen auf den Grund zu kommen versucht, dann sieht man zum Beispiel auch etwas, was uns das Lebensdunkel aus einer wirklichen okkulten Betrachtung heraus aufhellt.

[ 13 ] Es ist sonderbar, wenn manchmal die Frage aufgeworfen wird: Ist es nicht ungerecht, daß eine solche Individualität wie der Christus etwas Besonderes in die Welt gebracht hat? Und wenn das der Fall ist — so möchten manche sagen —, dann würden ja die, welche nach dem Christus gelebt haben, etwas ganz Besonderes vor der Welt voraus haben! Sogar Theosophen haben diese Frage aufgeworfen! Aber es sind ja dieselben Seelen, welche in der Zeit nach der Erscheinung des Christus leben, wie die, welche vorher da waren, so daß von Ungerechtigkeit dabei nicht die Rede sein kann. Nur eine Ausnahme ist in dieser Beziehung zu verzeichnen, und eine solche scheint der Buddha zu sein. Er hat eine Inkarnation durchgemacht, die in der vorchristlichen Zeit verlaufen war, hat also nicht auf irgendeine Art mitgemacht, was durch das Ereignis von Golgatha auf die Erde gekommen ist. Wenn wir nun dem dort nachgehen, wo sich uns ein Dunkel ergibt, wo wir nicht verstehen können, wie doch eine Seele in einem bestimmten Zeitpunkt Abschied nimmt von der Erde, auf der Erde nicht miterlebt das Mysterium von Golgatha — wer meine früheren Vorträge gehört hat, wird wissen, daß der Buddha es in anderen Welten miterlebte, aber es handelt sich hier um das irdische Miterleben —, wenn wir uns das alles vor die Seelenaugen halten und dem nachgehen, dann stellt sich heraus, daß der Buddha auf den Planeten, wo er in seiner vorirdischen planetarischen Tätigkeit gewirkt hat, von der Zentralindividualität des ganzen Planetensystems geschickt war, von dem Mittelpunktsgeist, von dem, was wir den kosmischen Christus nennen. In uralten Zeiten war der Buddha ausgesendet worden, um auf einem anderen Planeten zu wirken, um dann — infolge dieses Wirkens — auf der Erde zu wirken. Und während die Erde der Planet ist, der zum Schauplatz des Mysteriums von Golgatha geworden ist, ist Mars der Planet, auf dem der Buddha ein ähnliches Ereignis zu vollbringen hatte nach dem, was er auf der Erde zu wirken hatte.

[ 13 ] Es ist sonderbar, wenn manchmal die Frage aufgeworfen wird: Ist es nicht ungerecht, daß eine solche Individualität wie der Christus etwas Besonderes in die Welt gebracht hat? Und wenn das der Fall ist — so möchten manche sagen —, dann würden ja die, welche nach dem Christus gelebt haben, etwas ganz Besonderes vor der Welt voraus haben! Sogar Theosophen haben diese Frage aufgeworfen! Aber es sind ja dieselben Seelen, welche in der Zeit nach der Erscheinung des Christus leben, wie die, welche vorher da waren, so daß von Ungerechtigkeit dabei nicht die Rede sein kann. Nur eine Ausnahme ist in dieser Beziehung zu verzeichnen, und eine solche scheint der Buddha zu sein. Er hat eine Inkarnation durchgemacht, die in der vorchristlichen Zeit verlaufen war, hat also nicht auf irgendeine Art mitgemacht, was durch das Ereignis von Golgatha auf die Erde gekommen ist. Wenn wir nun dem dort nachgehen, wo sich uns ein Dunkel ergibt, wo wir nicht verstehen können, wie doch eine Seele in einem bestimmten Zeitpunkt Abschied nimmt von der Erde, auf der Erde nicht miterlebt das Mysterium von Golgatha — wer meine früheren Vorträge gehört hat, wird wissen, daß der Buddha es in anderen Welten miterlebte, aber es handelt sich hier um das irdische Miterleben —, wenn wir uns das alles vor die Seelenaugen halten und dem nachgehen, dann stellt sich heraus, daß der Buddha auf den Planeten, wo er in seiner vorirdischen planetarischen Tätigkeit gewirkt hat, von der Zentralindividualität des ganzen Planetensystems geschickt war, von dem Mittelpunktsgeist, von dem, was wir den kosmischen Christus nennen. In uralten Zeiten war der Buddha ausgesendet worden, um auf einem anderen Planeten zu wirken, um dann — infolge dieses Wirkens — auf der Erde zu wirken. Und während die Erde der Planet ist, der zum Schauplatz des Mysteriums von Golgatha geworden ist, ist Mars der Planet, auf dem der Buddha ein ähnliches Ereignis zu vollbringen hatte nach dem, was er auf der Erde zu wirken hatte.

[ 14 ] Diese Dinge liegen scheinbar weitab und scheinen dem zu widersprechen, wenn gesagt wird, man könne mit dem gesunden Menschenverstand das begreifen, was aus der Initiation herausgeholt wird. Man soll aber nur einmal alles zusammennehmen, was die Geschichte bietet, und alle Zusammenhänge auffassen, dann wird man sehen, daß der äußere Verlauf der Geschichte eine Bestätigung alles dessen bietet. Und wenn jemand sagt, daß darin keine Bestätigung dieser Dinge liegt, so wendet er nur die gesunde Urteilskraft nicht genügend an. Das tun ja allerdings viele Menschen in unserer Zeit.

[ 14 ] Diese Dinge liegen scheinbar weitab und scheinen dem zu widersprechen, wenn gesagt wird, man könne mit dem gesunden Menschenverstand das begreifen, was aus der Initiation herausgeholt wird. Man soll aber nur einmal alles zusammennehmen, was die Geschichte bietet, und alle Zusammenhänge auffassen, dann wird man sehen, daß der äußere Verlauf der Geschichte eine Bestätigung alles dessen bietet. Und wenn jemand sagt, daß darin keine Bestätigung dieser Dinge liegt, so wendet er nur die gesunde Urteilskraft nicht genügend an. Das tun ja allerdings viele Menschen in unserer Zeit.

[ 15 ] Ich wollte mit alledem, was gerade in diesem Vortragszyklus gesagt worden ist, auch davon eine Vorstellung hervorrufen und wollte schon durch die Dramen zeigen, wie in der Tat ganz anders, gewaltig und groß die Welten sind, in die wir eintreten, wenn wir die Pforte zu den übersinnlichen Welten durchschreiten, und ich wollte eine umfassendere Vorstellung davon hervorrufen, als es durch bloße Theorien und Dogmen geschehen kann. Ich wollte manches nicht bloß durch Wortcharakteristiken darstellen und beschreiben, sondern ich wollte eine Empfindung von dem hervorrufen, was hinter der Schwelle ist, wo der Hüter der Schwelle steht. Wenn jemand in unserer heutigen Zeit das Geistesleben überblickt, so geht ihm vielleicht besonders in die Seele herein, was über den Hüter der Schwelle zu sagen ist. Der Hüter steht an der Schwelle, weil die im gewöhnlichen Sinnensein drinnenstehende Menschenseele nicht reif ist zu erleben und zu erfahren, was in den übersinnlichen Welten vorgeht. Er steht zum Schutze da. Das ist ebenso wahr, wie es wahr ist, daß die in die Zukunft hinein lebende Menschenseele mehr und mehr wird erfahren müssen von den übersinnlichen Welten. Warum steht der Hüter da? Weil die Menschenseele, wenn sie unreif den Schritt in die übersinnlichen Welten hinein machen würde was niemals auf einem gerechten okkultistischen Wege geschehen kann —, sich unendlicher Furchtsamkeit, unendlichem Schrecken verfallen glauben würde, weil die Menschen aus ihrer Kleinheit, aus ihrer Unreife, aus ihrer Liebe und ihrem Hang zur Sinneswelt nicht ertragen würden, was alles mit dem Eintritt in die übersinnlichen Welten zusammenhängt. Kann man doch nicht einmal denen gegenüber, die fortgeschritten sein wollen, mit dem kommen, was Anspruch erhebt an unsere Zeit! Von der Stätte aus, von der wir bis jetzt noch die übersinnlichen Wahrheiten verkünden dürfen, mußten wir darauf hinweisen, wie ein übersinnliches Ereignis mit dem übersinnlichen Leib des Menschen im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts eintreten wird, indem die Menschen — wie durch ein Naturereignis — den wiedererscheinenden Christus finden werden. Darauf konnten wir hinweisen. Aber dieser wiedererscheinende Christus wird nicht auf Schiffen über Meere oder in Eisenbahnen fahren, wird auch nicht im Luftballon fahren, sondern er wird im Individuellen des Menschen — in dem, was von Menschenseele zu Menschenseele geht, und je nachdem, wie die Menschenseelen selbst beschaffen sind — mit den Mitteln erkannt werden, die im Ätherischen gegeben sind. Was wir so sagen dürfen, wie die Erscheinung des wiedererscheinenden Christus sein werde, erweist es sich schwach gegenüber dem, was rein aus der übersinnlichen Welt heraus an die Menschenseele herankommen wird. Denn die Menschen lieben es, mit sinnlichen Augen zu sehen den Großen, der da kommen soll; sie lieben es, sich vorzustellen, daß er im Aeroplan fährt, daß er über die Meere fährt, lieben es, sinnlich greifen und fassen zu können den, der da kommen soll. Warum ist das? Weil es sie in Angst versetzt, wirklich mit den übersinnlichen Welten in Berührung zu kommen. Dem Okkultisten stellen sich auch solche Dinge, wie sie geschehen, als maskierte Furcht und Angst vor dem Wahren dar. Das sei ohne Emotion gesagt, nur als eine Hinstellung des Objektiven. Da wird dann der Okkultist, der den Hüter an der Grenze zwischen Sinnensein und Geistessein erkennt, merken, daß die, welche draußen im gewöhnlichen Leben stehen, es nicht fassen können, daß überhaupt ein Anfang gemacht werden soll mit dem Schreiten in die übersinnliche Welt. Denn furchtsame Persönlichkeiten sind sie im Grunde genommen alle. Ihre Furchtsamkeit ist ihnen unbekannt, aber sie maskiert sich ihnen als die besondere Art von Wahrheitssinn, als ein materialistischer Wahrheitssinn. Als ein gewisser Haß, eine Wut, ein Entbranntsein der Kleinheit gegen die andern, die übersinnlichen Welten, erscheint sie bei denen, die sich entgegenstellen der Erkenntnis der übersinnlichen Welt und der übersinnlichen Wesenheiten. So mag es kommen, daß auf der einen Seite die stehen, welche die übersinnlichen Welten erkennen wollen, und auf der anderen Seite die, welche nichts davon wissen wollen, oder die sagen werden: die objektive Wissenschaft sagt nichts von den übersinnlichen Welten, denn man kann sie nicht beweisen. Und dasselbe ist es, was auch andere Menschen abhalten wird, hinzugehen “ zu dem Hüter der Schwelle, nämlich die populären Nachtreter der Wissenschaft, welche da sagen, daß sie die übersinnlichen Welten ablehnen, weil es bei ihnen Wahrheitssinn, persönliche wissenschaftliche Überzeugung sei. Es ist aber die Furcht, die sie nicht an den Hüter der Schwelle herankommen läßt, und es ist die ganze Kraft dieser Furcht dahinein maskiert, was sich heute als ein Kampf auftun möchte gegen das Herankommen dessen, was aus den übersinnlichen Welten als das Geisteslicht gegenüber dem Lebensdunkel kommen soll. Das ist eine Vorstellung, welche der empfindet, der den Hüter an der Schwelle des Geistesseins kennt und der da weiß, welche Bedeutung die übersinnlichen Erkenntnisse für das ganze Geistesleben der Gegenwart haben.

[ 15 ] Ich wollte mit alledem, was gerade in diesem Vortragszyklus gesagt worden ist, auch davon eine Vorstellung hervorrufen und wollte schon durch die Dramen zeigen, wie in der Tat ganz anders, gewaltig und groß die Welten sind, in die wir eintreten, wenn wir die Pforte zu den übersinnlichen Welten durchschreiten, und ich wollte eine umfassendere Vorstellung davon hervorrufen, als es durch bloße Theorien und Dogmen geschehen kann. Ich wollte manches nicht bloß durch Wortcharakteristiken darstellen und beschreiben, sondern ich wollte eine Empfindung von dem hervorrufen, was hinter der Schwelle ist, wo der Hüter der Schwelle steht. Wenn jemand in unserer heutigen Zeit das Geistesleben überblickt, so geht ihm vielleicht besonders in die Seele herein, was über den Hüter der Schwelle zu sagen ist. Der Hüter steht an der Schwelle, weil die im gewöhnlichen Sinnensein drinnenstehende Menschenseele nicht reif ist zu erleben und zu erfahren, was in den übersinnlichen Welten vorgeht. Er steht zum Schutze da. Das ist ebenso wahr, wie es wahr ist, daß die in die Zukunft hinein lebende Menschenseele mehr und mehr wird erfahren müssen von den übersinnlichen Welten. Warum steht der Hüter da? Weil die Menschenseele, wenn sie unreif den Schritt in die übersinnlichen Welten hinein machen würde was niemals auf einem gerechten okkultistischen Wege geschehen kann —, sich unendlicher Furchtsamkeit, unendlichem Schrecken verfallen glauben würde, weil die Menschen aus ihrer Kleinheit, aus ihrer Unreife, aus ihrer Liebe und ihrem Hang zur Sinneswelt nicht ertragen würden, was alles mit dem Eintritt in die übersinnlichen Welten zusammenhängt. Kann man doch nicht einmal denen gegenüber, die fortgeschritten sein wollen, mit dem kommen, was Anspruch erhebt an unsere Zeit! Von der Stätte aus, von der wir bis jetzt noch die übersinnlichen Wahrheiten verkünden dürfen, mußten wir darauf hinweisen, wie ein übersinnliches Ereignis mit dem übersinnlichen Leib des Menschen im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts eintreten wird, indem die Menschen — wie durch ein Naturereignis — den wiedererscheinenden Christus finden werden. Darauf konnten wir hinweisen. Aber dieser wiedererscheinende Christus wird nicht auf Schiffen über Meere oder in Eisenbahnen fahren, wird auch nicht im Luftballon fahren, sondern er wird im Individuellen des Menschen — in dem, was von Menschenseele zu Menschenseele geht, und je nachdem, wie die Menschenseelen selbst beschaffen sind — mit den Mitteln erkannt werden, die im Ätherischen gegeben sind. Was wir so sagen dürfen, wie die Erscheinung des wiedererscheinenden Christus sein werde, erweist es sich schwach gegenüber dem, was rein aus der übersinnlichen Welt heraus an die Menschenseele herankommen wird. Denn die Menschen lieben es, mit sinnlichen Augen zu sehen den Großen, der da kommen soll; sie lieben es, sich vorzustellen, daß er im Aeroplan fährt, daß er über die Meere fährt, lieben es, sinnlich greifen und fassen zu können den, der da kommen soll. Warum ist das? Weil es sie in Angst versetzt, wirklich mit den übersinnlichen Welten in Berührung zu kommen. Dem Okkultisten stellen sich auch solche Dinge, wie sie geschehen, als maskierte Furcht und Angst vor dem Wahren dar. Das sei ohne Emotion gesagt, nur als eine Hinstellung des Objektiven. Da wird dann der Okkultist, der den Hüter an der Grenze zwischen Sinnensein und Geistessein erkennt, merken, daß die, welche draußen im gewöhnlichen Leben stehen, es nicht fassen können, daß überhaupt ein Anfang gemacht werden soll mit dem Schreiten in die übersinnliche Welt. Denn furchtsame Persönlichkeiten sind sie im Grunde genommen alle. Ihre Furchtsamkeit ist ihnen unbekannt, aber sie maskiert sich ihnen als die besondere Art von Wahrheitssinn, als ein materialistischer Wahrheitssinn. Als ein gewisser Haß, eine Wut, ein Entbranntsein der Kleinheit gegen die andern, die übersinnlichen Welten, erscheint sie bei denen, die sich entgegenstellen der Erkenntnis der übersinnlichen Welt und der übersinnlichen Wesenheiten. So mag es kommen, daß auf der einen Seite die stehen, welche die übersinnlichen Welten erkennen wollen, und auf der anderen Seite die, welche nichts davon wissen wollen, oder die sagen werden: die objektive Wissenschaft sagt nichts von den übersinnlichen Welten, denn man kann sie nicht beweisen. Und dasselbe ist es, was auch andere Menschen abhalten wird, hinzugehen “ zu dem Hüter der Schwelle, nämlich die populären Nachtreter der Wissenschaft, welche da sagen, daß sie die übersinnlichen Welten ablehnen, weil es bei ihnen Wahrheitssinn, persönliche wissenschaftliche Überzeugung sei. Es ist aber die Furcht, die sie nicht an den Hüter der Schwelle herankommen läßt, und es ist die ganze Kraft dieser Furcht dahinein maskiert, was sich heute als ein Kampf auftun möchte gegen das Herankommen dessen, was aus den übersinnlichen Welten als das Geisteslicht gegenüber dem Lebensdunkel kommen soll. Das ist eine Vorstellung, welche der empfindet, der den Hüter an der Schwelle des Geistesseins kennt und der da weiß, welche Bedeutung die übersinnlichen Erkenntnisse für das ganze Geistesleben der Gegenwart haben.

[ 16 ] Warum sitzen Sie hier? Weil ein Strahl des Geisteslichtes in Ihre Seele gezogen ist, der Ihnen sagt, daß übersinnliches Wissen die Menschenseele ergreifen muß. Und weil immer lebendiger und lebendiger geworden ist, was dieser Strahl des Geisteslichtes sagt, deshalb vermehrt sich die Zuschauerschaft und Zuhörerschaft bei unseren Veranstaltungen. Wird man dem natürlichen Sprechen des Geisteslichtes zu den Seelen freien Lauf lassen, so wird es einstrahlen können in die Seelen. Wird man bei den Gegnern der übersinnlichen Erkenntnis draußen siegen, dann wird sich vielleicht das Geisteslicht für eine Weile verdunkeln müssen, wird sich zurückziehen müssen, gezwungenerweise, das heißt es müßte zurückgezogen werden, um diesen törichten Ausdruck zu gebrauchen. Dann wird die Welt eine Weile den Zusammenhang zwischen dem Lebensdunkel und dem Geisteslicht entbehren müssen. Allerdings ist es auch wieder notwendig, daß die, welche etwas von dem Geisteslichte wissen sollen, noch etwas lernen: daß sie lernen, mit Wahrhaftigkeit auf dasjenige zu schauen, was schon hier in der äußeren Welt aus der geistigen Welt geboten wird. Wer sich heute noch blenden läßt von dem, was pro und contra in bezug auf übersinnliche Erkenntnis gesagt wird, wer nicht in der Seele den festen Impuls aus der übersinnlichen Welt sucht, der nur aus der übersinnlichen Welt selber kommen kann, der wird nicht diesen Impuls finden können.

[ 16 ] Warum sitzen Sie hier? Weil ein Strahl des Geisteslichtes in Ihre Seele gezogen ist, der Ihnen sagt, daß übersinnliches Wissen die Menschenseele ergreifen muß. Und weil immer lebendiger und lebendiger geworden ist, was dieser Strahl des Geisteslichtes sagt, deshalb vermehrt sich die Zuschauerschaft und Zuhörerschaft bei unseren Veranstaltungen. Wird man dem natürlichen Sprechen des Geisteslichtes zu den Seelen freien Lauf lassen, so wird es einstrahlen können in die Seelen. Wird man bei den Gegnern der übersinnlichen Erkenntnis draußen siegen, dann wird sich vielleicht das Geisteslicht für eine Weile verdunkeln müssen, wird sich zurückziehen müssen, gezwungenerweise, das heißt es müßte zurückgezogen werden, um diesen törichten Ausdruck zu gebrauchen. Dann wird die Welt eine Weile den Zusammenhang zwischen dem Lebensdunkel und dem Geisteslicht entbehren müssen. Allerdings ist es auch wieder notwendig, daß die, welche etwas von dem Geisteslichte wissen sollen, noch etwas lernen: daß sie lernen, mit Wahrhaftigkeit auf dasjenige zu schauen, was schon hier in der äußeren Welt aus der geistigen Welt geboten wird. Wer sich heute noch blenden läßt von dem, was pro und contra in bezug auf übersinnliche Erkenntnis gesagt wird, wer nicht in der Seele den festen Impuls aus der übersinnlichen Welt sucht, der nur aus der übersinnlichen Welt selber kommen kann, der wird nicht diesen Impuls finden können.

[ 17 ] Ich habe es öfter gesagt, was an Literatur nunmehr vorhanden ist, was durch die Gnade der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen in manchem Literaturwerke gegeben werden durfte, das enthält im Grunde genommen das, wovon man sagen darf, daß es in Gnade den Menschen mitgeteilt werden durfte. Und wenn ich von diesem Augenblicke an nichts weiter schreiben und sprechen könnte: wenn man nur das Vorhandene ausbaut wenn ich auch selber nicht dabei sein könnte —, wenn man sucht, was mit allem gemeint ist, so wird man finden, was man braucht. Und damit ist — wenn ich jetzt am Schlusse dieser Vorträge von dem Zusammenhange des persönlichen Karma mit dem Karma dieser Geistesbewegung sprechen darf — auch die Möglichkeit gegeben, daß in einer gewissen Beziehung das nicht mehr ausgelöscht werden kann, was — nicht als «Steinerische Richtung», denn die gibt es nicht, sondern als objektiver Okkultismus in die Welt gekommen ist. Mag noch soviel von Gegnerschaft herankommen, das kann sich nicht beziehen auf das Auslöschen des Okkultismus für die Zukunft, denn es wird doch bleiben, was da ist. Dafür sehe ich denn doch einen Beweis darin, daß unsere Zeit eine spirituelle Bewegung braucht und daß doch eine Spanne Zeit gegeben ist, wo durch die Gnade unserer spirituellen Hüter dieses Geistesgut in die Sinneswelt hat herabgebracht werden können. Mögen sich Gegner ergeben! Vielleicht wird gerade durch diese Gegnerschaft das Nötige getan! Und verzeihen Sie den Ausdruck: Gar mancher, der heute willig das theosophische Geistesgut hinnimmt, der davon beglückt ist: gegenüber dem, was er in der Gegenwart sehen sollte, ist er doch unaufmerksam, da hat er doch die Schlafmütze auf! Da verpflichtet sich mancher nicht gegenüber der Wahrheit zu der Unterscheidung, was die alleinige Wahrheit sein soll. Vielleicht wird gerade ein klein wenig Verfolgung, die auch nicht schaden kann, dazu beitragen, daß mancher,der die Schlafmütze nicht nur über den Kopf, sondern auch über Augen und Ohren gezogen hat, sie sich dann vom Kopfe herunterziehen wird. Vielleicht wird auch das notwendig sein.

[ 17 ] Ich habe es öfter gesagt, was an Literatur nunmehr vorhanden ist, was durch die Gnade der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen in manchem Literaturwerke gegeben werden durfte, das enthält im Grunde genommen das, wovon man sagen darf, daß es in Gnade den Menschen mitgeteilt werden durfte. Und wenn ich von diesem Augenblicke an nichts weiter schreiben und sprechen könnte: wenn man nur das Vorhandene ausbaut wenn ich auch selber nicht dabei sein könnte —, wenn man sucht, was mit allem gemeint ist, so wird man finden, was man braucht. Und damit ist — wenn ich jetzt am Schlusse dieser Vorträge von dem Zusammenhange des persönlichen Karma mit dem Karma dieser Geistesbewegung sprechen darf — auch die Möglichkeit gegeben, daß in einer gewissen Beziehung das nicht mehr ausgelöscht werden kann, was — nicht als «Steinerische Richtung», denn die gibt es nicht, sondern als objektiver Okkultismus in die Welt gekommen ist. Mag noch soviel von Gegnerschaft herankommen, das kann sich nicht beziehen auf das Auslöschen des Okkultismus für die Zukunft, denn es wird doch bleiben, was da ist. Dafür sehe ich denn doch einen Beweis darin, daß unsere Zeit eine spirituelle Bewegung braucht und daß doch eine Spanne Zeit gegeben ist, wo durch die Gnade unserer spirituellen Hüter dieses Geistesgut in die Sinneswelt hat herabgebracht werden können. Mögen sich Gegner ergeben! Vielleicht wird gerade durch diese Gegnerschaft das Nötige getan! Und verzeihen Sie den Ausdruck: Gar mancher, der heute willig das theosophische Geistesgut hinnimmt, der davon beglückt ist: gegenüber dem, was er in der Gegenwart sehen sollte, ist er doch unaufmerksam, da hat er doch die Schlafmütze auf! Da verpflichtet sich mancher nicht gegenüber der Wahrheit zu der Unterscheidung, was die alleinige Wahrheit sein soll. Vielleicht wird gerade ein klein wenig Verfolgung, die auch nicht schaden kann, dazu beitragen, daß mancher,der die Schlafmütze nicht nur über den Kopf, sondern auch über Augen und Ohren gezogen hat, sie sich dann vom Kopfe herunterziehen wird. Vielleicht wird auch das notwendig sein.

[ 18 ] Wie aber die Dinge gehen mögen: jetzt, wo wir am Ende dieses Zyklus stehen — wo so manches an uns herangetreten ist, notwendigerweise, zwangsweise herangetreten ist, was im Grunde genommen widerwärtig ist —, jetzt wollen wir, wie wir es sonst immer tun, daran denken, daß wir wieder einiges von dem spirituellen Leben aufgenommen haben. Jetzt gehen wir wieder auseinander, einer dahin, der andere dorthin, aber das Geisteslicht, nach dem wir alle streben und suchen innerhalb des Lebensdunkels, das läßt uns zusammensein überall, wo wir auch örtlich getrennt sein mögen. Die Seelen, die hier sitzen, mögen sie ihre Zusammengehörigkeit fühlen im Nacherleben, im Nachmeditieren des Gehörten oder in bezug auf das, was sich an gegenseitiger Liebe gezeigt hat, im Nachleben. Physisch waren wir zusammen, physisch werden wir nicht immer so zusammensein können. Übersinnlich sind wir zusammen. Lernen wir übersinnlich zusammensein, damit wir das Dasein der übersinnlichen, der überphysischen Welt beweiskräftig machen können! Wenn wir solche Gefühle mitnehmen, nachdem wir solange zusammen waren, dann werden die Seelen das mitnehmen, was Theosophie als das Beste den Menschen mitgeben kann: die Liebe, die aus der spirituellen Wahrheit selber herauskommt. Und wenn auch zwischen jetzt und derjenigen Gelegenheit, bei der wir wieder so zusammensein möchten, das eine oder andere geschehen mag: das kann doch geschehen unter allen Umständen, daß sich unser physisches Zusammensein in das rechte spirituelle Zusammensein bei örtlichem Auseinander verwandeln werde, damit wirke, lebe und gedeihe in uns das spirituelle Geistesgut. Wir haben doch auch Menschen der allverschiedensten Denkweisen in unserer Mitte gehabt, aber auch solche Menschen, über deren Erscheinen wir uns immer auch dann freuen, wenn sie etwa gegensätzliche Meinungen in unsere Mitte hineinbringen. Doch nicht um Meinungen und um Gegensätze der Meinungen handelt es sich, sondern um ehrliches, aufrichtiges Wahrheitsgefühl, um, man möchte sagen, ein Verschworensein zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit schon im Sinnensein. Daß ich dieses sage, betrachten Sie nicht als etwas, was notwendig erfolgen muß aus dem Thema unseres Vortragszyklus. Was aber notwendig ist, das ist, daß wir auf mancherlei Gebieten das Wahrheitssuchen in unserer Zeit, überhaupt in unserer Gegenwart, haben erleben können.

[ 18 ] Wie aber die Dinge gehen mögen: jetzt, wo wir am Ende dieses Zyklus stehen — wo so manches an uns herangetreten ist, notwendigerweise, zwangsweise herangetreten ist, was im Grunde genommen widerwärtig ist —, jetzt wollen wir, wie wir es sonst immer tun, daran denken, daß wir wieder einiges von dem spirituellen Leben aufgenommen haben. Jetzt gehen wir wieder auseinander, einer dahin, der andere dorthin, aber das Geisteslicht, nach dem wir alle streben und suchen innerhalb des Lebensdunkels, das läßt uns zusammensein überall, wo wir auch örtlich getrennt sein mögen. Die Seelen, die hier sitzen, mögen sie ihre Zusammengehörigkeit fühlen im Nacherleben, im Nachmeditieren des Gehörten oder in bezug auf das, was sich an gegenseitiger Liebe gezeigt hat, im Nachleben. Physisch waren wir zusammen, physisch werden wir nicht immer so zusammensein können. Übersinnlich sind wir zusammen. Lernen wir übersinnlich zusammensein, damit wir das Dasein der übersinnlichen, der überphysischen Welt beweiskräftig machen können! Wenn wir solche Gefühle mitnehmen, nachdem wir solange zusammen waren, dann werden die Seelen das mitnehmen, was Theosophie als das Beste den Menschen mitgeben kann: die Liebe, die aus der spirituellen Wahrheit selber herauskommt. Und wenn auch zwischen jetzt und derjenigen Gelegenheit, bei der wir wieder so zusammensein möchten, das eine oder andere geschehen mag: das kann doch geschehen unter allen Umständen, daß sich unser physisches Zusammensein in das rechte spirituelle Zusammensein bei örtlichem Auseinander verwandeln werde, damit wirke, lebe und gedeihe in uns das spirituelle Geistesgut. Wir haben doch auch Menschen der allverschiedensten Denkweisen in unserer Mitte gehabt, aber auch solche Menschen, über deren Erscheinen wir uns immer auch dann freuen, wenn sie etwa gegensätzliche Meinungen in unsere Mitte hineinbringen. Doch nicht um Meinungen und um Gegensätze der Meinungen handelt es sich, sondern um ehrliches, aufrichtiges Wahrheitsgefühl, um, man möchte sagen, ein Verschworensein zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit schon im Sinnensein. Daß ich dieses sage, betrachten Sie nicht als etwas, was notwendig erfolgen muß aus dem Thema unseres Vortragszyklus. Was aber notwendig ist, das ist, daß wir auf mancherlei Gebieten das Wahrheitssuchen in unserer Zeit, überhaupt in unserer Gegenwart, haben erleben können.

[ 19 ] Und wozu sich im Anfange des Vortragszyklus für mich selbst weniger Gelegenheit gefunden hat, das sei hier am Ende berührt: der Dank gegenüber denjenigen Persönlichkeiten, die vor allen Dingen auch als offizielle Persönlichkeiten innerhalb unserer unoffiziellen Veranstaltungen erschienen sind. Ich kann nicht alle im einzelnen nennen. Sie haben gestern selber gehört die freundliche Einladung für den nächsten Kongreß der europäischen Sektionen der Theosophischen Gesellschaft unseres lieben Generalsekretärs der Skandinavischen Sektion, und es haben einige von Ihnen vielleicht auch die Worte des Generalsekretärs der Ungarischen Sektion vernommen. Diesen Persönlichkeiten, worauf wir besonders hinzuweisen haben, ist der Gruß schon an dem ersten Vortrage dargebracht worden, und die, welche ungenannt bleiben mußten, sollen wissen, daß sie in unseren Herzen das aufrichtigste Willkommen gefunden haben, und daß wir ihr Hiersein als eine Bekräftigung dessen auffassen, daß sie doch noch nicht der Anschauung sind, daß wir so schlimme Menschen sind, wie es jetzt beginnt in der Welt dargestellt zu werden. Wie wir also auch im nächsten Jahre beisammen sein mögen, wie sich die Dinge auch gestalten mögen, fassen wir das diesjährige Zusammensein als den Keim zu etwas auf, was uns vielleicht durch alles, was da kommen mag, doch nicht genommen werden kann. Was Ihre Seelen selber aus freiem inneren Erleben als Nachklang empfinden können, womit Sie zurückblicken auf diese Tage von München, das ist es, woran ich in diesem Augenblicke appellieren möchte, eines jeden Freundes einzelne Seele herzlich begrüßend zum Abschied und zum Wiedertreffen in dem Sinne, wie sich Leute, die sich durch Erkenntnis lieben gelernt haben, immer zusammenfinden und zur rechten Zeit immer wieder treffen müssen.

[ 19 ] Und wozu sich im Anfange des Vortragszyklus für mich selbst weniger Gelegenheit gefunden hat, das sei hier am Ende berührt: der Dank gegenüber denjenigen Persönlichkeiten, die vor allen Dingen auch als offizielle Persönlichkeiten innerhalb unserer unoffiziellen Veranstaltungen erschienen sind. Ich kann nicht alle im einzelnen nennen. Sie haben gestern selber gehört die freundliche Einladung für den nächsten Kongreß der europäischen Sektionen der Theosophischen Gesellschaft unseres lieben Generalsekretärs der Skandinavischen Sektion, und es haben einige von Ihnen vielleicht auch die Worte des Generalsekretärs der Ungarischen Sektion vernommen. Diesen Persönlichkeiten, worauf wir besonders hinzuweisen haben, ist der Gruß schon an dem ersten Vortrage dargebracht worden, und die, welche ungenannt bleiben mußten, sollen wissen, daß sie in unseren Herzen das aufrichtigste Willkommen gefunden haben, und daß wir ihr Hiersein als eine Bekräftigung dessen auffassen, daß sie doch noch nicht der Anschauung sind, daß wir so schlimme Menschen sind, wie es jetzt beginnt in der Welt dargestellt zu werden. Wie wir also auch im nächsten Jahre beisammen sein mögen, wie sich die Dinge auch gestalten mögen, fassen wir das diesjährige Zusammensein als den Keim zu etwas auf, was uns vielleicht durch alles, was da kommen mag, doch nicht genommen werden kann. Was Ihre Seelen selber aus freiem inneren Erleben als Nachklang empfinden können, womit Sie zurückblicken auf diese Tage von München, das ist es, woran ich in diesem Augenblicke appellieren möchte, eines jeden Freundes einzelne Seele herzlich begrüßend zum Abschied und zum Wiedertreffen in dem Sinne, wie sich Leute, die sich durch Erkenntnis lieben gelernt haben, immer zusammenfinden und zur rechten Zeit immer wieder treffen müssen.