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Initiation from Eternity and the Present
GA 138

31 August 1912, Munich

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Siebenter Vortrag

Seventh Lecture

[ 1 ] Die gestrige Betrachtung konnten wir damit schließen, daß ein Hinweis gegeben wurde auf die Stellung des einzelnen Menschen zu dem, was Beschreibung der übersinnlichen Welt genannt werden kann, was aus den Forschungen, aus den Beobachtungen, aus den Erlebnissen der Initiation kommt. Und es ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß sehr leicht das Urteil zustande kommen könnte, ein Wert und eine Bedeutung für das Seelenleben mit den Ergebnissen der Initiation könnte doch eigentlich nur für denjenigen verbunden sein, der selber die ersten Schritte zur Initiation gemacht hat und imstande ist, durch eigenes Schauen in das Erleben, in die Beobachtung der höheren Welten hineinzudringen. Es ist schon öfter betont worden, daß dies nicht so ist, daß man allerdings nur dann anschauen, beobachten, erkunden und erforschen kann, was in den höheren Welten vorgeht, wenn man das eigene Selbst, die eigene Seele so umgestaltet hat, daß man in jene anderen Welten hineinblicken kann, die zwar ganz anders sind als unser Sinnensein, die aber mit unserem Sinnensein — wie gestern erwähnt worden ist doch in dieser oder jener Beziehung zusammenhängen, vor allem aber als seine Grundlage anzusehen sind. Was dagegen das Begreifen, das Verstehen dieser anderen Welten betrifft, so wäre es ein falsches Urteil, wenn man behaupten wollte, zu dem Verstehen, zu dem Begreifen, zu dem Entgegennehmen dessen, was derjenige geben kann, der die ersten oder die weiteren Schritte zur Initiation gemacht hat, gehöre selber Erleben. Vielmehr muß immer wieder und wieder betont werden, daß jeder Mensch, der nur unbefangen sich dem hingibt, was von den eigentlichen Geistesforschern in den übersinnlichen Welten erkundet wird, der unbefangen ihre Beschreibungen, Erfahrungen und Mitteilungen aufnimmt und wirklich unbefangenes Urteil, unbefangene Verstandestätigkeit walten läßt, alles, was ihm gegeben werden kann, auch begreifen kann. Für das Sinnensein sind wir in einem ganz anderen Fall. Es ist durchaus berechtigt zu sagen, daß kaum ein Mensch aus einer Beschreibung heraus begreifen wird, was die Sixtinische Madonna ist oder was eine ferne, fremde Landschaft ist. Man wird sich, wenn man eine lebendige Phantasie hat, aus einer solchen Beschreibung eine Vorstellung bilden können, aber berechtigt bleibt doch der Ausspruch, daß der erst das, was im Sinnensein ist, begreift, der selbst zum Anschauen kommen kann, so daß für das Sinnensein das Begreifen dem Anschauen nachfolgen muß. Das ist für die höheren Welten durchaus nicht so. Da kann durch die Forscher, was sie erkunden, aus den höheren Welten herausgeholt werden, kann in die Formen und Begriffe menschl:cher Ideen gebracht werden und so der Welt gegeben werden. Da kann man dann selbstverständlich in matertalistischen oder sonstigen Dogmen befangen sein, oder man kann überhaupt keinen Willen haben zur unbefangenen Hingabe an das, was da mitgeteilt wird; dann wird man es nicht begreifen. Es kann durchaus sein, daß man gar keine Schuld daran hat, daß man es nicht begreifen kann, weil einem das bisherige Leben und die bisherige Erziehung nicht die Möglichkeit gegeben haben, sich unbefangen diesen Dingen hinzugeben. Aber jeder, der in der Lage ist, sich diesen Dingen unbefangen hinzugeben, unbefangen alles zusammenzuhalten, was gesunde Vernunft und gesundes Urteil gibt, wird sich zuletzt sagen: wenn auch die Dinge zuerst noch so unglaublich scheinen, gerade gesundes, umfassendes und allseitiges Denken führt zum Begreifen derselben, wenn man auch noch nicht das Allergeringste aus den höheren Welten zu schauen vermag.

[ 1 ] We concluded yesterday’s discussion by pointing out the individual’s relationship to what might be called a description of the supersensible world—a description derived from research, observations, and the experiences of initiation. And attention was drawn to the fact that one might very easily come to the conclusion that the results of initiation could actually only hold value and significance for the soul life of those who have themselves taken the first steps toward initiation and are capable of penetrating into the experience and observation of the higher worlds through their own insight. It has often been emphasized that this is not the case, that one can indeed only gaze upon, observe, explore, and investigate what takes place in the higher worlds if one has transformed one’s own self, one’s own soul, in such a way that one can look into those other worlds, which, though quite different from our sensory existence, are nevertheless — as was mentioned yesterday — are connected in one way or another, but above all must be regarded as its foundation. As for the comprehension and understanding of these other worlds, however, it would be a mistaken judgment to claim that personal experience is a prerequisite for understanding, comprehending, or receiving what can be given by one who has taken the first or further steps toward initiation. Rather, it must be emphasized again and again that every person who simply opens themselves without prejudice to what is explored in the supersensible worlds by genuine spiritual researchers, who accepts their descriptions, experiences, and communications without prejudice, and who allows truly unbiased judgment and unbiased intellectual activity to prevail, can also comprehend everything that can be given to them. The situation is quite different when it comes to sensory perception. It is entirely justified to say that hardly anyone will be able to grasp from a description alone what the Sistine Madonna is or what a distant, foreign landscape is. If one has a vivid imagination, one will be able to form a mental image from such a description, but the statement remains valid that only the one who can come to see for themselves comprehends what is in sensory perception, so that for sensory perception, comprehension must follow seeing. This is by no means the case for the higher worlds. There, what the researchers explore can be brought forth from the higher worlds, can be cast into the forms and concepts of human ideas, and thus presented to the world. There, one may of course be bound by materialistic or other dogmas, or one may have no will at all for an unbiased devotion to what is being communicated; then one will not comprehend it. It may well be that one is not at all to blame for not being able to understand it, because one’s life and upbringing up to that point have not given one the opportunity to devote oneself to these things with an open mind. But anyone who is able to devote themselves to these things with an open mind, to hold together with an open mind everything that sound reason and sound judgment provide, will ultimately say to themselves: even if things seem so unbelievable at first, it is precisely sound, comprehensive, and all-encompassing thinking that leads to an understanding of them, even if one is not yet able to perceive the very slightest thing from the higher worlds.

[ 2 ] Wie ich Ihnen in diesen Tagen mitteilen konnte, daß der, welcher zu einem Schauen der geistigen Welt kommt, in seinem Innensein die Abbilder dessen trägt, was er selbst in seinem Innern hat, ja, zuerst geführt wird durch das, was er in sich zuerst als Bilder hat, so ist es mit dem Begreifen der Dinge der übersinnlichen Welten: das Begreifen geht dem Schauen voran und ist in keiner Weise beeinflußt vom Schauen, noch beeinflußt es selbst das Schauen. Das vorherige Begreifen braucht nicht im geringsten Maße zu beeinflussen, was den Menschen dann zum völlig unbefangenen, wahrheitsgetreuen Schauen bringt. Ein vorheriges Begreifen, ein Erfassen mit allseitiger Urteilskraft — zu dem allerdings unsere Zeit in den weitesten Kreisen durchaus keine Neigung hat — wird dagegen die Seele, das Gemüt vorbereiten, um auch in der entsprechenden Art in das Schauen eintreten zu können. Daher muß immer wieder und wieder gesagt werden: Wahrer Okkultismus, wahre Geisteswissenschaft, die es ernst und ehrlich meint, wird sich niemals zurückziehen vor der Aufforderung, man begreife, man verstehe unbefangen das, was gesagt ist. Man suche darin einzudringen mit dem gesunden Menschenverstand, mit der sich in alle Gebiete frei ergießenden Urteilskraft, und man wird es können. Mancherlei über diese Sachen finden Sie in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen», in der manches zur Ergänzung dieser Vorträge enthalten sein wird. Aber insbesondere soll es erwähnt werden, daß ein Bedeutendes beigetragen werden kann zur Läuterung, zur Reinigung der Seele, wenn vor allen Dingen diejenigen, welche den Weg zur Geisteswissenschaft aus dem Lebensdunkel heraus suchen, objektiv zu verstehen, objektiv zu begreifen versuchen mit dem, was jedem Menschen, wenn er nur will, als eine gesunde Urteilskraft zur Verfügung stehen kann. Dieser Weg des gesunden Begreifens, des Ablehnens einer jeglichen Autorität und eines jeglichen Autoritätenglaubens gewinnt noch dazu ein besonderes Licht, wenn man eingeht auf gewisse Feinheiten der okkulten Beobachtung.

[ 2 ] As I have been able to tell you in recent days, just as one who comes to see the spiritual world carries within himself the images of what he himself possesses within, and is indeed guided first by the images he already holds within, so it is with the comprehension of the things of the supersensible worlds: understanding precedes vision and is in no way influenced by vision, nor does it itself influence vision. Prior understanding need not in the least influence what then leads the human being to a completely unbiased, truthful vision. Prior comprehension, a grasping with all-round discernment—toward which, however, our time in the broadest circles has absolutely no inclination—will, on the other hand, prepare the soul, the mind, to be able to enter into seeing in the appropriate manner. Therefore, it must be said again and again: True occultism, true Spiritual Science, which is serious and honest, will never shy away from the demand that one grasp, that one understand impartially what is said. Let one seek to penetrate it with common sense, with the power of judgment that flows freely into all areas, and one will be able to do so. You will find much about these matters in the book A Path to Self-Knowledge, which contains material to supplement these lectures. But it should be mentioned in particular that a significant contribution can be made to the purification of the soul if, above all, those who seek the path to Spiritual Science out of the darkness of life strive to understand and grasp objectively what is available to every human being—if only they will—as sound judgment. This path of sound understanding, of rejecting all authority and all belief in authority, gains a special light when one delves into certain subtleties of occult observation.

[ 3 ] Aus dem ganzen Sinn und Geist dieser Vorträge ist ja hervorgegangen, daß es sich bei den Schritten, die zur Initiation gemacht werden, immer mehr und mehr für jeden Menschen darum handelt, daß er unabhängig wird in seinem Erleben von dem, wozu ihm sein physischer Leib als Werkzeug dienen kann, daß er zu erleben lernt in seinen höheren Leibern, in seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, in seinem astralischen Leibe, auch in dem, was man seinen Ich- oder Gedankenleib nennen kann. Auf dieses Sich-Fähigmachen, um in seinen höheren Leibern wahrzunehmen, kommt es insbesondere bei allen Schritten der Initiation an. Dabei ist es aber notwendig, daß der Mensch etwas dazu tut, um sich freizumachen vom sinnlich-physischen Leibe, daß er bewußt alles dasjenige von sich abstreift, von sich abzieht, was ihn so mit der Welt in Zusammenhang hält, wie dieser Zusammenhang sich nur durch das Werkzeug des physischen Leibes ergibt. Das ist natürlich namentlich in einem Zeitalter, das so materialistisch ist wie das heutige, nicht für alle Menschen möglich, besonders für die, welche sich heute auch ein Urteil über die Weltenrätsel, über die Weltenerscheinungen zuschreiben, und die durch die sonderbare heutige Erziehungsweise zu dem Glauben verzogen werden, daß man in frühester Jugend schon ein umfassendes Urteil — nicht bloß ein Streben — über die Welterscheinungen gewinnen könne. Warum wird heute durch unreife, durch rein aus der Leidenschaft und Emotion herausgeborene Urteile in der Welt soviel Unheil angerichtet? Wenn man die Welterscheinungen überschaut, dann sieht man, daß der Druckmarkt mit den unreifsten Dingen überschwemmt wird, die aus nichts anderem herausgeboren sind als aus Sympathien und Antipathien. Warum das? Man kann die Frage aufwerfen: Hat es nicht früher auch Menschen gegeben, die den reinen Errungenschaften übersinnlicher Forschung mit Haß und Abscheu aus ihrem Lebensdunkel heraus gegenüberstanden wie in unserer Zeit? Hat es nicht Dunkelmänner gegeben, wie es die heutigen Materialisten sind, die alle möglichen Mittel, welche Haß, Unwissenheit und Finsternis eingeben, anwandten? Ja, die hat es immer gegeben. Aber in der Weise, wie sie heute wirken, haben sie nicht gewirkt. Warum nicht? Solche Dinge muß man sich auch manchmal ins Gewissen schreiben. Die Menschen waren da, die die höheren Welten und unbefangenes Eindringen in diese Welten gehaßt haben, weil eben das unbefangene Eindringen in die höheren Welten zuweilen für die Menschen recht unangenehme Tatsachen zutage bringt. Aber diese Menschen haben oftmals nicht schreiben und lesen gekonnt. Ihr Bildungsniveau entsprach dem Nichtschreiben- und Nichtlesenkönnen. Heute müssen die, welche so denken, vermöge ihrer Bildung schreiben und lesen können, und das große Publikum hat kein Unterscheidungsvermögen, um das, was auf dem Büchermarkt erscheint, wirklich richtig auffassen zu können, und es ist auch nicht viel Wille vorhanden zu einem solchen Unterscheidungsvermögen, um erkennen zu können, daß hier sichtend und klärend das Urteil einer okkultistisch-geisteswissenschaftlichen Bewegung in unserer Zeit eingreifen muß. Man wird da manches lernen müssen, was den Menschen hart ist zu lernen. Einfach aus den Tatsachen, die sich aus der übersinnlichen Welt heraus ergeben, wird man manches lernen müssen.

[ 3 ] The overall meaning and spirit of these lectures has made it clear that the steps leading to initiation increasingly and increasingly for every human being is about becoming independent in their experience from that which their physical body can serve as a tool for, that they learn to experience in their higher bodies—in their elemental or etheric body, in their astral body, and also in what can be called their ego or mental body. This ability to perceive through one’s higher bodies is of particular importance in all the steps of initiation. However, it is necessary for the human being to take active steps to free themselves from the sensory-physical body, to consciously shed and cast off everything that binds them to the world in the way that this connection arises solely through the instrument of the physical body. Of course, this is not possible for everyone, especially in an age as materialistic as our own, particularly for those who today presume to form judgments about the mysteries of the world and its phenomena, and who, through today’s peculiar upbringing, are led to believe that one can already form a comprehensive judgment—not merely an aspiration—regarding worldly phenomena in the earliest years of youth. Why is so much harm being done in the world today by immature judgments born purely of passion and emotion? When one surveys the phenomena of the world, one sees that the printing press is flooded with the most immature things, born of nothing other than sympathies and antipathies. Why is that? One might ask: Were there not people in the past, too, who, from the darkness of their own lives, regarded the pure achievements of supersensible research with hatred and loathing, just as in our time? Were there not dark-minded people, such as today’s materialists, who employed every possible means inspired by hatred, ignorance, and darkness? Yes, there have always been such people. But they did not act in the way they do today. Why not? One must sometimes take such things to heart. There were people who hated the higher worlds and the uninhibited penetration into these worlds, precisely because such uninhibited penetration into the higher worlds sometimes brings to light facts that are quite unpleasant for people. But these people often could not read or write. Their level of education corresponded to their inability to read and write. Today, those who think this way are, by virtue of their education, able to read and write, and the general public lacks the discernment to truly understand what appears on the book market, nor is there much willingness to develop such discernment to recognize that the clarifying and discerning judgment of an occult-Spiritual Science movement must intervene in our time. People will have to learn many things that are difficult for them to learn. Simply from the facts that emerge from the supersensible world, people will have to learn many things.

[ 4 ] So wird man zum Beispiel lernen müssen, daß — auch dann, wenn man in die höheren Welten eindringt durch gewisse partielle Schulung oder Zubereitung seines seelischen und sonstigen Organismus — noch mancherlei zurückbleiben kann in bezug auf jenen Zusammenhang mit der Außenwelt, der nur auf dem Umwege durch den physisch-sinnlichen Leib zustande kommt. Alles, was so in einem geistigen Schauer, wenn man die Grenze überschritten hat, die zwischen dem Sinnensein und dem Geistessein so fest gezogen ist, von gewissen berechtigten Schwächen des Sinnenseins zurückbleibt, hüllt uns in Finsternis und Maja, wenn wir es erleben beim höheren geistigen Schauen. Nur wer unablässig mit sich zu Rate geht, wie er das, was er im Sinnensein haben muß, weil er ein Wesen der Sinneswelt ist, für jene Zeiten, da er geistig schauen muß, völlig ausschalten kann, und wie er es dazu bringen kann, daß beim geistigen Schauen nichts von dem hereinspielt, was ihn in der Sinneswelt umgibt, nur der kann wirklich rein und majalos die geistige übersinnliche Welt schauen.

[ 4 ] For example, one will have to learn that—even when one enters the higher worlds through certain partial training or preparation of one’s soul and other organisms—much may still remain behind with regard to that connection with the external world which comes about only indirectly through the physical-sensory body. Everything that, in a spiritual vision—once one has crossed the boundary so firmly drawn between sensory existence and spiritual existence—is left behind due to certain legitimate weaknesses of sensory existence, shrouds us in darkness and maya when we experience it during higher spiritual vision. Only those who ceaselessly consult within themselves—how to completely set aside, for those times when they must gaze spiritually, that which they must possess in sensory existence because they are beings of the sensory world, and how to ensure that nothing from what surrounds them in the sensory world intrudes upon their spiritual vision—only they can truly gaze upon the spiritual, supersensory world in a pure and maya-free manner.

[ 5 ] Nehmen wir einen bestimmten Fall, ohne daß dabei auf irgend etwas angespielt werden soll. Irgend jemand, der die Schritte zur Initiation durchmachen will oder schon durchgemacht hat, habe ein persönliches, auf unmittelbare persönliche Gefühle, persönliche Emotionen beruhendes Verhältnis zu einem anderen Menschen. Nehmen wir an, in einem solchen Verhältnis eines geistigen Erschauers, eines erst zu Initiierenden oder schon mit gewissen Schritten der Initiation Ausgestatteten wäre es so, daß er von Mensch zu Mensch ein bestimmtes persönliches Verhältnis hätte, ein Verhältnis, das auf Zuneigung beruht, auf solcher Zuneigung, welche im Sinnensein geschlossen wird, sagen wir auf einer zutraulichen Liebe, die im Sinnensein erwacht, die von Leib zu Leib spielt — im höheren Sinne, nicht nur im niederen Sinne, denke ich dabei. Nehmen wir an, so etwas wäre vorhanden und ein solcher geistiger Schauer würde nun etwas erforschen wollen von der Persönlichkeit, zu der er eine persönliche Zuneigung hat, die sich im Sinnensein gebildet hat, und nehmen wir an, er wäre nicht in der Lage, alles von sich abzustreifen, was von im Sinnensein erschaffener Liebe zu der betreffenden Persönlichkeit da ist, dann ist es fast ganz unmöglich, die Wahrheit in bezug auf das übersinnliche Sein einer solchen Persönlichkeit zu erfahren. Oh, es ist notwendig, auf Schritt und Tritt zu versuchen — und wenn man noch so sehr liebt und noch so sehr persönliche Zuneigung hat im Sinnensein —, alles abzustreifen für die Zeiten, wo man das übersinnliche Dasein betrachten will. Es ist möglich, daß man eine solche persönliche Zuneigung hat und nicht abstreift, daß man in der Weise, wie es im Sinnensein ist, die betreffende Persönlichkeit gern hat. Dann stellen sich einem solchen geistigen Schauer zum Beispiel über Vergangenheit und Zukunft dieser Persönlichkeit Bilder vor Augen, die unter allen Umständen falsch sein müssen, dann kann eine ganze Fülle von Maja auftauchen. Darum kann der, welcher es ernst und verantwortungsvoll mit dem nimmt, was der Welt auf dem Felde geistiger Weisheit gegeben werden soll, nicht vorsichtig genug sein, vor allen Dingen etwas der Welt zu verkünden, was im Umkreise des Familiären, des unmittelbar Bekannten stattfindet. Man kann sich überall sichern in der Weise, daß, wenn auf okkulte Ergebnisse hingewiesen wird, die sich auf etwas beziehen, das den unmittelbar persönlichen Umkreis des Untersuchers betrifft, diese im höchsten Maße demjenigen zweifelhaft erscheinen sollten, der sie entgegennehmen soll.

[ 5 ] Let us consider a specific case, without implying anything in particular. Suppose someone who wishes to undergo the steps of initiation—or has already undergone them—has a personal relationship with another person based on immediate personal feelings and emotions. Let us assume that in such a relationship—between a spiritual seeker, someone about to be initiated, or someone who has already undergone certain steps of initiation—it would be the case that they have a specific personal relationship from one human being to another, a relationship based on affection, on the kind of affection that is formed in the realm of the senses, let us say on a trusting love that awakens in the sensory realm, that plays out from body to body—in the higher sense, not merely in the lower sense, I mean. Let us assume that such a thing were present and that such a spiritual seeker would now wish to explore something of the personality toward whom he has a personal affection formed in the sensory realm, and let us assume it were unable to strip away from itself everything that exists there of love for the personality in question, created within the realm of the senses, then it is almost entirely impossible to discover the truth regarding the supersensible being of such a personality. Oh, it is necessary to try at every turn—no matter how much one loves or how much personal affection one has in the sensory realm—to cast off everything for those times when one wishes to contemplate the supersensory existence. It is possible that one has such personal affection and does not cast it aside, that one likes the personality in question in the way it is in the sensory realm. Then, for example, when such a spiritual shudder arises regarding the past and future of this personality, mental images appear before one’s eyes that must be false under all circumstances; then a whole abundance of maya can arise. That is why anyone who takes seriously and responsibly what is to be given to the world in the field of spiritual wisdom cannot be too cautious, above all, about proclaiming to the world anything that takes place within the sphere of the family or one’s immediate acquaintances. One can safeguard oneself everywhere in such a way that, when occult findings are pointed out that relate to something concerning the investigator’s immediate personal sphere, these should appear highly dubious to the one who is to receive them.

[ 6 ] Das ist nicht etwas, was mit Anspielung auf diese oder jene Tatsache gesagt werden soll, sondern was gesagt werden soll, weil es eine objektive Tatsache für jeden Okkultisten ist. Damit hängen aber Dinge zusammen, welche durchaus, man möchte sagen, in höhere Gebiete hinaufspielen. Damit hängt zusammen, daß der, welcher in den übersinnlichen Welten forschen will, wenig geeignet ist, eine gewisse Grundvorstellung richtiger Art in bezug auf religiöse Fragen zu erhalten, wenn er mit seinen Vorurteilen, mit seinen persönliichen Gefühlen irgendeiner besonderen Religionsgemeinschaft zugetan ist, wenn er eine Religionsgemeinschaft mehr liebt als die andere oder sich gar zum propagandistischen Träger einer Religionsgemeinschaft macht. Wer zur persönlichen Propaganda neigt, kann nicht zugleich objektiver Okkultist sein! Das ist ein Satz, der auch einmal in aller Schärfe ausgesprochen werden muß. Es sind Bedingungen da, die wir mit unserem Karma der abendländischen Kultur in Zusammenhang bringen dürfen, Bedingungen, welche es in einer gewissen Weise dem Abendländer, wenn er sich ein wenig bekannt macht mit den Grundanforderungen des übersinnlichen Lebens, doch nicht gar zu schwer machen, ein objektives Urteil zu gewinnen gerade über die Hineinstellung des größten Ereignisses in die Menschheitsevolution, das wir das Mysterium von Golgatha nennen. Wodurch kommt denn in das religiöse Leben und in seine Auffassung so manches Lebensdunkel hinein? Wodurch kommt das hinein, was nur mit dem Augenblick zu tun haben will und sich nicht zu Geisteslicht und Ewigkeit gerade im religiösen Leben erheben will’ Das kommt davon her, weil mit alledem, was menschliche Egoismen sind — und nun nicht bloß Egoismen der einzelnen, sondern auch Egoismen der Stämme, der Rassen, der Völker —, dasjenige innig zusammenhängt, was sich auf das religiöse Leben bezieht. Von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie auf eine Erscheinung aufmerksam machen, denn notwendig ist es, daß man diese Dinge völlig unbefangen betrachtet.

[ 6 ] This is not something that should be said merely as an allusion to this or that fact, but rather because it is an objective fact for every occultist. However, there are matters connected with this that, one might say, extend into higher realms. This is connected to the fact that anyone who wishes to explore the supersensible worlds is ill-suited to forming a certain fundamental understanding of the right kind regarding religious questions if they are attached to a particular religious community through their prejudices and personal feelings, if they love one religious community more than another, or if they even make themselves a propagandist for a religious community. Anyone who is inclined toward personal propaganda cannot at the same time be an objective occultist! This is a statement that must also be made with the utmost clarity. There are conditions here that we may associate with the karma of Western culture—conditions that, in a certain way, do not make it too difficult for the Westerner, once he has become somewhat acquainted with the basic requirements of the supersensible life, to arrive at an objective judgment precisely regarding the significance of the greatest event in human evolution, which we call the Mystery of Golgotha. How, then, does so much darkness enter into religious life and its understanding? How does that enter which wants to have to do only with the moment and does not wish to rise to spiritual light and eternity, especially in religious life? This arises because everything that constitutes human egoism—and here I mean not merely the egoism of individuals, but also the egoism of tribes, races, and peoples—is intimately connected with that which pertains to religious life. From this perspective, I would like to draw your attention to a phenomenon, for it is essential that these matters be viewed with complete impartiality.

[ 7 ] Welche Rolle spielt das religiöse Leben bei einem Orientalen in bezug auf seinen Religionsstifter, wenn er den Zusammenhang seiner Rassen- oder nationalen Evolution in Betracht zieht? Untersuchen Sie einmal, ob ein Orientale oder irgendein Nichtabendländer so leicht geschichtlich denken kann über den geschichtlichen Verlauf, in den er hineingestellt ist, ohne dieses geschichtliche Leben anzuknüpfen an Krishna, Buddha, Mahomet, Konfuzius oder dergleichen? Überall sehen wir ganz selbstverständlich das, was im religiösen Leben sich abspielt, mit dem verbunden, was im profanen äußeren Leben geschieht und in den Gemütern der Leute fließt. Man kann sich eine Geschichtsschreibung eines Buddhisten zum Beispiel nicht denken, ohne daß er in den Mittelpunkt derselben den Buddha stellt. Das sei nicht als eine Kritik gesagt, sondern weil es für diese Menschen richtig ist, die solchen Kulturentwickelungen angehören. Jetzt gehen wir ins Abendland und sehen nicht auf Dogmen, sondern auf Tatsachen. Ich greife heraus einen anerkannten Geschichtsschreiber des Abendlandes: Leopold von Ranke, der in aller Welt bekannt ist durch seine Objektivität, seine ruhige Würdigung, seine ganz besondere Art, sich objektiv zu den Dingen zu stellen. Ranke hat manches Kapitel der geschichtlichen Entwickelung geschrieben. Doch von Ranke ist etwas sehr Merkwürdiges bekannt geworden. Einem Freunde gegenüber hat er sich darüber geäußert, daß er doch den geschichtlichen Verlauf so dargestellt hat, daß er nirgends in Betracht zieht den Christus und die Tatsachen, die sich unmittelbar an den Christus anschließen! Ranke hat sich bemüht, durch seine Objektivität eine Geschichte des Abendlandes zu schreiben, ohne daß er den Christus hat hineinspielen lassen. Und es hat ihm manche schwere Gewissenspein im Alter gemacht, daß er sich sagen mußte: Ja, wenn nun doch in das Geschehen jene Taten hineinfließen würden, über die keine Dokumente und Urkunden vorhanden sind, ist dann diese Geschichte wahr? — Nicht darum soll das hier angeführt werden, um auseinanderzusetzen, ob sie wahr oder falsch ist — denn ich halte sie in hohem Maße für berechtigt —, sondern weil es eine der besten Geschichten eines der anerkannten Geschichtsschreiber im Abendlande gibt, die Geschichte so geschrieben haben, daß man den Christus herausgelassen hat, daß man den Christus nicht in die Historie mit hineingenommen hat. Das ist eine fundamental wichtige, eine bedeutsame Tatsache! Wohin hat die abendländische Kultur geführt? Die abendländische Entwickelung hat dazu geführt, daß hier nicht immer zu einem Wesen aufgeschaut wird, das wie eine Mittelpunktfigur der ganzen Geschichte dastehen würde, wenn man daran anknüpfen würde. Wissenschaft hat nicht dazu geführt! Warum kam das? Beleuchten wir diese Tatsache von einem anderen Gesichtspunkt aus.

[ 7 ] What role does religious life play for an Oriental in relation to the founder of his religion, when he considers the context of his racial or national evolution? Consider whether an Oriental or any non-Western person can so easily think historically about the historical course in which he is placed without linking this historical life to Krishna, Buddha, Muhammad, Confucius, or the like? Everywhere we see, quite naturally, that what takes place in religious life is connected to what happens in secular, external life and flows through people’s minds. One cannot conceive of a Buddhist’s historiography, for example, without him placing the Buddha at its center. This is not meant as a criticism, but because it is true for these people who belong to such cultural developments. Now let us turn to the West and look not at dogmas but at facts. I will single out a renowned Western historian: Leopold von Ranke, who is known throughout the world for his objectivity, his calm assessment, and his very particular way of approaching things objectively. Ranke has written many chapters on historical development. Yet something very curious has come to light about Ranke. He confided to a friend that he had, after all, presented the course of history in such a way that he never took into account Christ and the facts directly connected to Christ! Ranke strove, through his objectivity, to write a history of the West without allowing Christ to play a role in it. And it caused him much anguish of conscience in his old age that he had to ask himself: Yes, if those deeds were to flow into the events—deeds for which no documents or records exist—is this history then true? — This is not to be cited here to debate whether it is true or false—for I consider it highly justified—but because it is one of the finest histories written by a recognized historian in the West who has written history in such a way that Christ has been left out, that Christ has not been included in the narrative. This is a fundamentally important, a significant fact! Where has Western culture led? Western development has led to a situation where one does not always look up to a being who would stand as a central figure of the entire story, if one were to build upon it. Science has not led to this! Why did this happen? Let us shed light on this fact from a different perspective.

[ 8 ] Wo haben die großen Religionsstifter gelebt, welche die großen Initiierten waren, die ihren Völkern aus ihren Völkersubstanzen heraus das gaben, was sie brauchten? Ist es denkbar, daß zum Beispiel Hermes aus einer anderen Volkssubstanz heraus auf seine Epoche gewirkt hätte, oder ist es denkbar, daß Buddha in einer anderen Weise gewirkt hätte als aus der Rasseneigentümlichkeit heraus, in die er hineingestellt war und in diese Rasseneigentümlichkeit hinein seine Kräfte gesendet hat? Und jetzt wenden wir den Blick zu dem, den wir keinen Initiierten nennen, sondern den wir kennen als die Persönlichkeit, auf welche die Welten-Initiation, die kosmische Initiation gewirkt hat. Gehört er irgendeinem Volke an? — In einem unbekannten Winkel der Welt, fern der großen Reiche, ist er geboren. Da spielten sich die Ereignisse ab. Und da man die Evangelien wie die anderen Urkunden des Neuen Testamentes als historische Urkunden bezweifeln kann, so kann man sagen: Von allen diesen Ereignissen wird nichts bezeugt durch irgendein historisches Dokument. Und die, welche sich zu ihm als seine Jünger und Schüler gefunden haben, haben sich zu ihm gewendet ohne Unterschied von Stamm, Rasse, Geschlecht und so weiter. So ist der Unterschied! Während sich vorher die Völker zu ihren Rassen-Initiierten gewendet haben, haben sie sich hier zu einem gewendet, der keinem Volke angehört — ja, der sogar gerade seine größten Kulturtaten bei einem Volke verrichtet hat, bei dem er nicht gelebt hat. Das ist der große Fortschritt aus dem Lebensdunkel zum Geisteslicht, den man nicht verkennen sollte, wenn man es ehrlich meint mit der Evolution der Menschheit. Das sind Dinge, die durchaus in Betracht kommen, Dinge, auf welche diejenige Wissenschaft kräftig hinzuweisen hat, die aus der wirklichen Betrachtung der übersinnlichen Welten entnommen werden kann.

[ 8 ] Where did the great founders of religions live—those who were the great Initiates and who gave their peoples what they needed, drawing from the very essence of their peoples? Is it conceivable, for example, that Hermes might have worked upon his epoch from the substance of a different people, or is it conceivable that Buddha might have worked in a manner other than from the racial characteristics into which he was placed, and into which he sent his powers? And now let us turn our gaze to the one whom we do not call an Initiate, but whom we know as the personality upon whom world Initiation, cosmic Initiation, has acted. Does he belong to any particular people? — He was born in an unknown corner of the world, far from the great empires. That is where the events took place. And since one may doubt the Gospels, like the other documents of the New Testament, as historical records, one can say: Of all these events, nothing is attested to by any historical document. And those who found their way to him as his disciples and students turned to him without distinction of tribe, race, gender, and so on. Such is the difference! Whereas previously the peoples turned to their racial initiates, here they turned to one who belongs to no people—indeed, who even accomplished his greatest cultural deeds among a people with whom he did not live. This is the great progress from the darkness of life to the light of the spirit, which one should not overlook if one is sincere about the evolution of humanity. These are matters that must certainly be taken into account, matters to which that science—which can be derived from the genuine observation of the supersensible worlds—must strongly draw attention.

[ 9 ] Aus mancherlei von dem, was ich Ihnen sagen durfte, sehen Sie, daß es darauf ankommt, etwas von jenem Urteil zu verstehen, das des Johannes Thomasius Doppelgänger sagt — im «Hüter der Schwelle» —: Das Denken hat eine läuternde Kraft. Diese läuternde Kraft des Denkens wirkt aber auch so, daß sie wirklich aus dem Lebensdunkel in das Geisteslicht herausführt, daß sie wirklich von dem Augenblick zur Ewigkeit hinwegführt. Man will nur nicht gern dem Denken seine läuternde Kraft zugestehen. Denn es ist etwas Eigentümliches um die okkulte Natur dieses Denkens. Eine materialistische Wissenschaft glaubt, daß der Mensch etwa mit seinem Gehirn denke. Er denkt nicht mit seinem Gehirn; das ist einfach ein Irrtum. Und wenn Sie den ganzen Sinn dessen kennenlernen, was in der Schrift «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» gesagt ist, so werden Sie auch begreifen, daß der Vorgang des Denkens, die Tätigkeit des Denkens, die Verbindung und Lösung von Ideen nicht im physischen Leibe abläuft, sondern im ätherischen oder elementarischen Leibe. In Wahrheit denkt auch der Mensch, der im gewöhnlichen Leben steht, mit seinem elementarischen oder ätherischen Leibe, nur bewirkt das Stehen im gewöhnlichen Leben, daß der Mensch kein Wissen haben kann von jener Tätigkeit, die in ihm vorgeht, wenn er denkt, aber nur im ätherischen Leibe vorgeht. Im Grunde genommen denkt der Mensch fortwährend, und fortwährend ist der ätherische Leib in Bewegung, und diese Bewegung bedeutet denken. Aber was kommt von alledem zum Bewußtsein, was so im ätherischen Leibe vorgeht? Es kommt nur das zum Bewußtsein, was davon gespiegelt wird. Sie müssen sich ein gewisses Verhältnis des elementarischen Leibes zum physischen Leibe in folgender Art vorstellen.

[ 9 ] From some of what I have been able to tell you, you can see that it is essential to understand something of the judgment expressed by Johannes Thomasius’s doppelgänger—in The Guardian of the Threshold—: Thinking has a purifying power. But this purifying power of thought also works in such a way that it truly leads out of the darkness of life into the light of the spirit, that it truly leads from the moment to eternity. People are simply reluctant to acknowledge the purifying power of thought. For there is something peculiar about the occult nature of this thinking. A materialistic science believes that human beings think with their brains, so to speak. He does not think with his brain; that is simply a mistake. And when you come to understand the full meaning of what is said in the treatise “A Path to Self-Knowledge for Humanity,” you will also realize that the process of thinking, the activity of thinking, the connection and resolution of ideas, does not take place in the physical body, but in the etheric or elemental body. In truth, even a person living an ordinary life thinks with their elemental or etheric body; it is only that living an ordinary life means that a person cannot be aware of the activity taking place within them when they think—an activity that occurs solely in the etheric body. Essentially, a person thinks continuously, and the etheric body is constantly in motion, and this motion is what constitutes thinking. But what of all this reaches consciousness—what actually takes place in the etheric body? Only that which is reflected from it reaches consciousness. You must create a mental image of the relationship between the elemental body and the physical body in the following way.

[ 10 ] Nehmen Sie an, Sie gingen in diesem Saale längs dieser Fensterreihe entlang. Nun denken Sie sich, überall an den Wänden zwischen den Fenstern hingen Spiegel. Indem Sie an jedem Spiegel vorbeigehen, zum Beispiel dreimal, sehen Sie Ihr Antlitz; wo kein Spiegel ist, sehen Sie von Ihrem Antlitz nichts. Wenn Sie wieder weitergehen zum nächsten Spiegel, sehen Sie es wieder. Da ist wieder ein Spiegel, der wirft Ihnen das Bild Ihres Antlitzes zurück. Ihr Antlitz ist immer vorhanden auf dem ganzen Wege, aber Sie sehen es nur, wenn es sich spiegelt. Der Ätherleib ist in fortwährendem Gedankenfluß. Aber wann nur wird dieser Gedankenfluß Wahrnehmung? Wenn das, was im physischen Leibe ist, das Gehirn, dasjenige spiegelt, was im ätherischen Leibe vorgeht. Was sonst immer da ist und wovon der Mensch gewöhnlich nichts weiß, das wird gespiegelt vom Gehirn, das wie ein Spiegelungsapparat aufzufassen ist. Und in all den Fällen, wo das Leben gespiegelt wird, wird es bewußt. Daher muß der physische Leib da sein, damit der ätherische Leib, der eigentlich denkt, von seinem Denken etwas wissen kann. Aber es denkt nicht das Gehirn, und es denkt nicht der physische Leib. Sowenig als das, was im Spiegel erscheint, Sie sind, so wenig ist das, was der Mensch wahrnimmt im Gehirn, sein Denken, denn dieses Denken sitzt im elementarischen oder ätherischen Leibe. Und wenn der Mensch die ersten Schritte zur Initiation machen will, ist es im Grunde genommen so, wie wenn Sie vor der Spiegelung überall vorbeigingen und versuchten in sich selbst zu sein — und dann fähig würden zu empfinden, wie Ihre Form ist, so daß Sie sich dann von innen heraus wahrnehmen würden.

[ 10 ] Suppose you were walking down this hall along this row of windows. Now imagine that mirrors were hanging on the walls everywhere between the windows. As you pass each mirror—say, three times—you see your face; where there is no mirror, you see nothing of your face. When you continue on to the next mirror, you see it again. There is another mirror that reflects the image of your face back to you. Your face is always present along the entire path, but you only see it when it is reflected. The etheric body is in a constant flow of thought. But when does this flow of thought become perception? When what is in the physical body—the brain—reflects what is taking place in the etheric body. What is otherwise always there and of which the human being is usually unaware is reflected by the brain, which must be understood as a mirroring apparatus. And in all cases where life is reflected, it becomes conscious. Therefore, the physical body must be present so that the etheric body, which actually thinks, can be aware of its own thinking. But it is not the brain that thinks, nor is it the physical body. Just as what appears in the mirror is not you, so too is what a person perceives in the brain not their thinking, for this thinking resides in the elemental or etheric body. And when a person wishes to take the first steps toward initiation, it is essentially as if you were to walk past the reflection everywhere and try to be within yourself—and then become able to sense what your form is like, so that you would then perceive yourself from within.

[ 11 ] So ist das Hinaufrücken vom Sinnensein zum Geistessein. Während der Mensch sonst nur das wahrnehmen kann, was in seinem Spiegelungsapparat vorgeht, was er als die Spiegelung in seinem Gehirn sieht, kommt er durch die Initiation zum direkten Erleben und Erfühlen im elementarischen Leibe. Wenn er aber zu diesem inneren Erleben und Erfühlen kommt, dann kommt er zum Beispiel mit einer ganz anderen Welt in Berührung: mit der Welt des Wesenhaften. Dann erweitert sich sein Sein, sein Erleben, sein Erfühlen über die objektive Welt hinüber. Aber was er dann erlebt, ist eine Welt geistigen Seins, das ist eine Welt, die er in bezug auf den Umfang des Erlebten auch im Sinnensein erleben kann. Aber da erst kann er dann hinaufsteigen, um im geistigen Sein etwas zu erfassen von dem, dessen Abbild nur im Sinnenbilde vorhanden ist. Und dann kann er begreifen, daß die Impulse der Initiierten nicht bloß aus dem Erdenwissen geflossen sind, sondern daf) den großen Initiierten die größten Impulse, die moralischen Impulse und so weiter deshalb zukommen und mit so gewaltiger Kraft wirken, weil sie das, was sie haben, nicht bloß von der Erde nehmen, sondern von dem mitnehmen, was über die Erde hinausgeht. Denn sobald man über die Erde hinauskommt, kommt man auch zu dem, was mit dem Erdensein über die Erde hinaus verbunden ist. Und kommt man durch die Initiation vom Erdensein zum kosmischen Sein, dann kommt man dazu, daß, wenn man einen Initiierten wie zum Beispiel Buddha von diesem Gesichtspunkte aus studiert, man sagt: Er hat in vielen Inkarnationen als Bodhisattva auf der Erde gelebt. Und wer in dieser Beziehung den Buddhismus verstehen gelernt hat, der ist notwendigerweise ebenso gläubig wie ein Buddhist und weiß, daß in der Persönlichkeit des Gotama Buddha diese Individualität zum letzten Male in einem physischen Leibe lebte, in dieser Inkarnation aber der «Buddha» wurde und dann hinaufgestiegen ist in die geistigen Welten zum geistigen Wirken, so daß der geistige Blick hingelenkt werden kann auf den Übergang der Buddha-Individualität vom Erdensein zum Geistessein, zu Zusammenhängen mit dem Geistessein. Und wenn man nun diese Individualität zurückverfolgt, so sieht man zwar, wie der Bodhisattva durch viele Inkarnationen geht, aber man kommt dann in eine frühere Zeit zurück, für welche man nicht mehr sagen kann: Wir haben es mit einer Individualität zu tun, die auf der Erde lebt. Denn da muß man sie auf einem früheren Wohnplatz verfolgen, und es stellt sich die Wandlung dieser eigenartigen Individualität so dar, daß sie hinauswächst über das Erdendasein. Wir sehen den Buddha zu einer bestimmten Zeit herabkommen von einem anderen Planeten unseres Sonnensystems, wo er vorher gewirkt hat, sehen ihn dort wirken und sich für seine Erdenlaufbahn vorbereiten. Wir verfolgen ihn dann als Bodhisattva und zuletzt als Buddha während seiner irdischen Laufbahn weiter bis zu dem Punkt, da er aus dem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, und finden, daß sein Wirken während der Erdeninkarnationen allerdings mit der Erde zusammengewachsen war, daß er aber in ein großes kosmisches Ganzes hineinwächst. Wir sehen ihn hinaufsteigen zu einem anderen Planeten unseres Planetensystems, zum Mars, und dort eine neue Mission unternehmen, die sich anschließt an das, was seine Erdenmission war. Und wunderbar ist es zu verfolgen, wie sich auf diese Weise ein Ganzes herausstellt. Zuerst sehen wir den Buddha wirksam auf einem anderen Planeten, dann kommt er auf die Erde, und man muß sagen: Diese Individualität des Initiierten Gotama Buddha wirkte eine Weile auf der Erde, dann aber, wenn man sie weiter verfolgen will, muß man zu einem anderen Planeten hinaufsteigen. So bekommt man eine geschlossene Linie. Für Buddha ist es möglich zu sagen, daß er von einem anderen Planeten heruntergestiegen ist, und daß er nach seinem Wirken auf der Erde wieder hinaufgestiegen ist zu einem anderen Planeten, dessen Bevölkerung für die Erdenmenschheit wenig Sinn hat, um dort weiterzuwirken, weil dieses Weiterwirken gerade einen Sinn ergibt.

[ 11 ] This is the ascent from sensory existence to spiritual existence. Whereas human beings can normally perceive only what takes place within their reflective apparatus—what they see as the reflection in their brain—through initiation they come to experience and feel directly within the elemental body. But when they attain this inner experience and feeling, they come into contact, for example, with an entirely different world: the world of the essential. Then their being, their experience, and their feeling expand beyond the objective world. Yet what they then experience is a world of spiritual being—a world that, in terms of the scope of the experience, they can also experience within sensory existence. But only then can he ascend to grasp, within spiritual being, something of which the image exists only in the sensory image. And then he can understand that the impulses of the Initiates did not flow merely from earthly knowledge, but that the greatest impulses—the moral impulses and so on—come to the great Initiates and work with such tremendous power because they do not take what they have merely from the earth, but bring with them that which goes beyond the earth. For as soon as one goes beyond the earth, one also comes to that which is connected to earthly existence beyond the earth. And if, through initiation, one moves from earthly existence to cosmic existence, then one comes to the point where, when studying an Initiate such as Buddha from this perspective, one says: He has lived on earth in many incarnations as a Bodhisattva. And whoever has come to understand Buddhism in this regard is necessarily just as devout as a Buddhist and knows that in the personality of Gotama Buddha this individuality lived for the last time in a physical body, but in this incarnation became the “Buddha” and then ascended into the spiritual worlds for spiritual work, so that the spiritual gaze can be directed toward the transition of the Buddha-individuality from earthly existence to spiritual existence, to connections with spiritual existence. And if one now traces this individuality back, one does indeed see how the Bodhisattva passes through many incarnations, but one then arrives at an earlier time for which one can no longer say: We are dealing with an individuality that lives on Earth. For there one must trace it to an earlier place of abode, and the transformation of this unique individuality presents itself in such a way that it grows beyond earthly existence. We see the Buddha descending at a certain time from another planet in our solar system, where he had previously worked, see him working there and preparing for his earthly career. We then follow him as a Bodhisattva and finally as a Buddha throughout his earthly career up to the point where he has become a Buddha from a Bodhisattva, and we find that while his work during his earthly incarnations had indeed become intertwined with the Earth, he is growing into a great cosmic whole. We see him ascending to another planet in our solar system, to Mars, and undertaking a new mission there that follows on from what his earthly mission was. And it is wonderful to observe how a whole emerges in this way. First we see the Buddha active on another planet, then he comes to Earth, and one must say: This individuality of the Initiate Gotama Buddha was active on Earth for a while, but then, if one wishes to follow it further, one must ascend to another planet. Thus one obtains a continuous line. In the case of the Buddha, it is possible to say that he descended from another planet, and that after his work on Earth he ascended again to another planet, whose population makes little sense to Earth humanity, in order to continue his work there, because this continuation of his work makes perfect sense.

[ 12 ] So würde man bei vielen Inituerten finden, wie sie aus dem Kosmos das hereintragen, was bei der Erde selbst mit dem Kosmischen in Zusammenhang steht, und man würde dadurch die kosmische Wandlung der Initiierten ins Auge fassen. Wenn man überall den Dingen auf den Grund zu kommen versucht, dann sieht man zum Beispiel auch etwas, was uns das Lebensdunkel aus einer wirklichen okkulten Betrachtung heraus aufhellt.

[ 12 ] Thus, one would find that many initiates bring into the world from the cosmos that which is connected to the cosmic realm on Earth itself, and one would thereby come to understand the cosmic transformation of the initiates. If one tries to get to the bottom of things everywhere, then one sees, for example, something that illuminates the darkness of life from a truly occult perspective.

[ 13 ] Es ist sonderbar, wenn manchmal die Frage aufgeworfen wird: Ist es nicht ungerecht, daß eine solche Individualität wie der Christus etwas Besonderes in die Welt gebracht hat? Und wenn das der Fall ist — so möchten manche sagen —, dann würden ja die, welche nach dem Christus gelebt haben, etwas ganz Besonderes vor der Welt voraus haben! Sogar Theosophen haben diese Frage aufgeworfen! Aber es sind ja dieselben Seelen, welche in der Zeit nach der Erscheinung des Christus leben, wie die, welche vorher da waren, so daß von Ungerechtigkeit dabei nicht die Rede sein kann. Nur eine Ausnahme ist in dieser Beziehung zu verzeichnen, und eine solche scheint der Buddha zu sein. Er hat eine Inkarnation durchgemacht, die in der vorchristlichen Zeit verlaufen war, hat also nicht auf irgendeine Art mitgemacht, was durch das Ereignis von Golgatha auf die Erde gekommen ist. Wenn wir nun dem dort nachgehen, wo sich uns ein Dunkel ergibt, wo wir nicht verstehen können, wie doch eine Seele in einem bestimmten Zeitpunkt Abschied nimmt von der Erde, auf der Erde nicht miterlebt das Mysterium von Golgatha — wer meine früheren Vorträge gehört hat, wird wissen, daß der Buddha es in anderen Welten miterlebte, aber es handelt sich hier um das irdische Miterleben —, wenn wir uns das alles vor die Seelenaugen halten und dem nachgehen, dann stellt sich heraus, daß der Buddha auf den Planeten, wo er in seiner vorirdischen planetarischen Tätigkeit gewirkt hat, von der Zentralindividualität des ganzen Planetensystems geschickt war, von dem Mittelpunktsgeist, von dem, was wir den kosmischen Christus nennen. In uralten Zeiten war der Buddha ausgesendet worden, um auf einem anderen Planeten zu wirken, um dann — infolge dieses Wirkens — auf der Erde zu wirken. Und während die Erde der Planet ist, der zum Schauplatz des Mysteriums von Golgatha geworden ist, ist Mars der Planet, auf dem der Buddha ein ähnliches Ereignis zu vollbringen hatte nach dem, was er auf der Erde zu wirken hatte.

[ 13 ] It is curious when the question is sometimes raised: Isn’t it unfair that a figure as unique as Christ brought something special into the world? And if that is the case—as some might say—then those who lived after Christ would have a distinct advantage over the rest of the world! Even Theosophists have raised this question! But the souls living in the time after Christ’s appearance are the very same as those who were there before, so there can be no question of injustice here. There is only one exception to note in this regard, and that seems to be the Buddha. He underwent an incarnation that took place in pre-Christian times, and thus did not in any way participate in what came to Earth through the event of Golgotha. If we now investigate where darkness arises for us, where we cannot understand how a soul could take leave of the Earth at a certain point in time without having experienced the Mystery of Golgotha on Earth—those who have heard my earlier lectures will know that the Buddha experienced it in other worlds, but here we are concerned with the earthly experience—if we hold all this before the eyes of the soul and investigate it, then it turns out that the Buddha was sent to the planet where he had worked in his pre-earthly planetary activity by the central individuality of the entire planetary system, by the central spirit, by what we call the Cosmic Christ. In ancient times, the Buddha had been sent out to work on another planet, and then—as a result of this work—to work on Earth. And while Earth is the planet that became the scene of the Mystery of Golgotha, Mars is the planet on which the Buddha had to accomplish a similar event following what he had to accomplish on Earth.

[ 14 ] Diese Dinge liegen scheinbar weitab und scheinen dem zu widersprechen, wenn gesagt wird, man könne mit dem gesunden Menschenverstand das begreifen, was aus der Initiation herausgeholt wird. Man soll aber nur einmal alles zusammennehmen, was die Geschichte bietet, und alle Zusammenhänge auffassen, dann wird man sehen, daß der äußere Verlauf der Geschichte eine Bestätigung alles dessen bietet. Und wenn jemand sagt, daß darin keine Bestätigung dieser Dinge liegt, so wendet er nur die gesunde Urteilskraft nicht genügend an. Das tun ja allerdings viele Menschen in unserer Zeit.

[ 14 ] These things seem far removed and appear to contradict the idea that one can understand, through common sense, what is derived from initiation. But if one were to take everything that history offers and grasp all the connections, one would see that the outward course of history provides confirmation of all this. And if someone says that there is no confirmation of these things in it, they are simply not applying sound judgment sufficiently. Indeed, many people do this in our time.

[ 15 ] Ich wollte mit alledem, was gerade in diesem Vortragszyklus gesagt worden ist, auch davon eine Vorstellung hervorrufen und wollte schon durch die Dramen zeigen, wie in der Tat ganz anders, gewaltig und groß die Welten sind, in die wir eintreten, wenn wir die Pforte zu den übersinnlichen Welten durchschreiten, und ich wollte eine umfassendere Vorstellung davon hervorrufen, als es durch bloße Theorien und Dogmen geschehen kann. Ich wollte manches nicht bloß durch Wortcharakteristiken darstellen und beschreiben, sondern ich wollte eine Empfindung von dem hervorrufen, was hinter der Schwelle ist, wo der Hüter der Schwelle steht. Wenn jemand in unserer heutigen Zeit das Geistesleben überblickt, so geht ihm vielleicht besonders in die Seele herein, was über den Hüter der Schwelle zu sagen ist. Der Hüter steht an der Schwelle, weil die im gewöhnlichen Sinnensein drinnenstehende Menschenseele nicht reif ist zu erleben und zu erfahren, was in den übersinnlichen Welten vorgeht. Er steht zum Schutze da. Das ist ebenso wahr, wie es wahr ist, daß die in die Zukunft hinein lebende Menschenseele mehr und mehr wird erfahren müssen von den übersinnlichen Welten. Warum steht der Hüter da? Weil die Menschenseele, wenn sie unreif den Schritt in die übersinnlichen Welten hinein machen würde was niemals auf einem gerechten okkultistischen Wege geschehen kann —, sich unendlicher Furchtsamkeit, unendlichem Schrecken verfallen glauben würde, weil die Menschen aus ihrer Kleinheit, aus ihrer Unreife, aus ihrer Liebe und ihrem Hang zur Sinneswelt nicht ertragen würden, was alles mit dem Eintritt in die übersinnlichen Welten zusammenhängt. Kann man doch nicht einmal denen gegenüber, die fortgeschritten sein wollen, mit dem kommen, was Anspruch erhebt an unsere Zeit! Von der Stätte aus, von der wir bis jetzt noch die übersinnlichen Wahrheiten verkünden dürfen, mußten wir darauf hinweisen, wie ein übersinnliches Ereignis mit dem übersinnlichen Leib des Menschen im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts eintreten wird, indem die Menschen — wie durch ein Naturereignis — den wiedererscheinenden Christus finden werden. Darauf konnten wir hinweisen. Aber dieser wiedererscheinende Christus wird nicht auf Schiffen über Meere oder in Eisenbahnen fahren, wird auch nicht im Luftballon fahren, sondern er wird im Individuellen des Menschen — in dem, was von Menschenseele zu Menschenseele geht, und je nachdem, wie die Menschenseelen selbst beschaffen sind — mit den Mitteln erkannt werden, die im Ätherischen gegeben sind. Was wir so sagen dürfen, wie die Erscheinung des wiedererscheinenden Christus sein werde, erweist es sich schwach gegenüber dem, was rein aus der übersinnlichen Welt heraus an die Menschenseele herankommen wird. Denn die Menschen lieben es, mit sinnlichen Augen zu sehen den Großen, der da kommen soll; sie lieben es, sich vorzustellen, daß er im Aeroplan fährt, daß er über die Meere fährt, lieben es, sinnlich greifen und fassen zu können den, der da kommen soll. Warum ist das? Weil es sie in Angst versetzt, wirklich mit den übersinnlichen Welten in Berührung zu kommen. Dem Okkultisten stellen sich auch solche Dinge, wie sie geschehen, als maskierte Furcht und Angst vor dem Wahren dar. Das sei ohne Emotion gesagt, nur als eine Hinstellung des Objektiven. Da wird dann der Okkultist, der den Hüter an der Grenze zwischen Sinnensein und Geistessein erkennt, merken, daß die, welche draußen im gewöhnlichen Leben stehen, es nicht fassen können, daß überhaupt ein Anfang gemacht werden soll mit dem Schreiten in die übersinnliche Welt. Denn furchtsame Persönlichkeiten sind sie im Grunde genommen alle. Ihre Furchtsamkeit ist ihnen unbekannt, aber sie maskiert sich ihnen als die besondere Art von Wahrheitssinn, als ein materialistischer Wahrheitssinn. Als ein gewisser Haß, eine Wut, ein Entbranntsein der Kleinheit gegen die andern, die übersinnlichen Welten, erscheint sie bei denen, die sich entgegenstellen der Erkenntnis der übersinnlichen Welt und der übersinnlichen Wesenheiten. So mag es kommen, daß auf der einen Seite die stehen, welche die übersinnlichen Welten erkennen wollen, und auf der anderen Seite die, welche nichts davon wissen wollen, oder die sagen werden: die objektive Wissenschaft sagt nichts von den übersinnlichen Welten, denn man kann sie nicht beweisen. Und dasselbe ist es, was auch andere Menschen abhalten wird, hinzugehen “ zu dem Hüter der Schwelle, nämlich die populären Nachtreter der Wissenschaft, welche da sagen, daß sie die übersinnlichen Welten ablehnen, weil es bei ihnen Wahrheitssinn, persönliche wissenschaftliche Überzeugung sei. Es ist aber die Furcht, die sie nicht an den Hüter der Schwelle herankommen läßt, und es ist die ganze Kraft dieser Furcht dahinein maskiert, was sich heute als ein Kampf auftun möchte gegen das Herankommen dessen, was aus den übersinnlichen Welten als das Geisteslicht gegenüber dem Lebensdunkel kommen soll. Das ist eine Vorstellung, welche der empfindet, der den Hüter an der Schwelle des Geistesseins kennt und der da weiß, welche Bedeutung die übersinnlichen Erkenntnisse für das ganze Geistesleben der Gegenwart haben.

[ 15 ] With everything that has just been said in this series of lectures, I also wanted to evoke a mental image of this, and I wanted to show—through the dramas themselves—just how vastly different, powerful, and grand the worlds are that we enter when we pass through the gateway to the supersensible worlds, and I wanted to evoke a more comprehensive mental image of this than can be achieved through mere theories and dogmas. I did not want to merely portray and describe certain things through verbal characteristics, but I wanted to evoke a sense of what lies beyond the threshold, where the Guardian of the Threshold stands. When someone in our present age surveys spiritual life, what is said about the Keeper of the Threshold may perhaps strike a particular chord in their soul. The Keeper stands at the threshold because the human soul, still immersed in ordinary sensory existence, is not yet ripe to experience and perceive what takes place in the supersensible worlds. He stands there for protection. This is just as true as it is true that the human soul, living into the future, will have to experience more and more of the supersensible worlds. Why does the Guardian stand there? Because the human soul, if it were to take the step into the supersensible worlds while still immature—which can never happen on a proper occult path—would fall prey to infinite fear, endless terror, because human beings, out of their smallness, their immaturity, their love of and attachment to the sensory world, would not be able to bear all that is connected with entering the supersensible worlds. After all, we cannot even present to those who wish to advance what is demanded of our time! From the place from which we are still permitted to proclaim the supersensible truths, we had to point out how a supersensible event will occur with the supersensible body of the human being in the course of the twentieth century, in that human beings—as if through a natural event—will find the reappearing Christ. We were able to point this out. But this reappearing Christ will not travel by ship across the seas or by train, nor will he travel by hot-air balloon; rather, he will be recognized within the individual human being—in that which passes from human soul to human soul, and depending on the nature of the human souls themselves—through the means provided in the etheric realm. What we may say about how the appearance of the returning Christ will be pales in comparison to what will reach the human soul purely from the supersensible world. For people love to see with their physical eyes the Great One who is to come; they love to create a mental image of him traveling by airplane, of him traveling across the seas; they love to be able to grasp and hold with their senses the one who is to come. Why is that? Because it fills them with fear to truly come into contact with the supersensible worlds. To the occultist, even such things, as they happen, appear as masked fear and dread of the Truth. Let this be said without emotion, merely as a presentation of the objective. Then the occultist, who recognizes the guardian at the boundary between the sensory and the spiritual, will realize that those who stand outside in ordinary life cannot grasp that a start should even be made at stepping into the supersensible world. For, fundamentally speaking, they are all fearful personalities. Their timidity is unknown to them, but it masks itself to them as a particular kind of sense of truth, as a materialistic sense of truth. It appears as a certain hatred, a rage, an inflamed pettiness against the other, the supersensible worlds, in those who oppose the knowledge of the supersensible world and the supersensible beings. Thus it may come to pass that on one side stand those who wish to recognize the supersensible worlds, and on the other side those who want to know nothing of them, or who will say: objective science says nothing about the supersensible worlds, for they cannot be proven. And it is the same thing that will also prevent other people from going “to the Keeper of the Threshold,” namely the popular followers of science who say that they reject the supersensible worlds because they claim to have a sense of truth and personal scientific conviction. But it is fear that prevents them from approaching the Keeper of the Threshold, and the full force of this fear is masked in what today seeks to unfold as a struggle against the approach of that which is to come from the supersensible worlds as the light of the spirit in contrast to the darkness of life. This is a mental image held by those who know the Guardian at the Threshold of spiritual existence and who understand the significance of supersensible knowledge for the entire spiritual life of the present day.

[ 16 ] Warum sitzen Sie hier? Weil ein Strahl des Geisteslichtes in Ihre Seele gezogen ist, der Ihnen sagt, daß übersinnliches Wissen die Menschenseele ergreifen muß. Und weil immer lebendiger und lebendiger geworden ist, was dieser Strahl des Geisteslichtes sagt, deshalb vermehrt sich die Zuschauerschaft und Zuhörerschaft bei unseren Veranstaltungen. Wird man dem natürlichen Sprechen des Geisteslichtes zu den Seelen freien Lauf lassen, so wird es einstrahlen können in die Seelen. Wird man bei den Gegnern der übersinnlichen Erkenntnis draußen siegen, dann wird sich vielleicht das Geisteslicht für eine Weile verdunkeln müssen, wird sich zurückziehen müssen, gezwungenerweise, das heißt es müßte zurückgezogen werden, um diesen törichten Ausdruck zu gebrauchen. Dann wird die Welt eine Weile den Zusammenhang zwischen dem Lebensdunkel und dem Geisteslicht entbehren müssen. Allerdings ist es auch wieder notwendig, daß die, welche etwas von dem Geisteslichte wissen sollen, noch etwas lernen: daß sie lernen, mit Wahrhaftigkeit auf dasjenige zu schauen, was schon hier in der äußeren Welt aus der geistigen Welt geboten wird. Wer sich heute noch blenden läßt von dem, was pro und contra in bezug auf übersinnliche Erkenntnis gesagt wird, wer nicht in der Seele den festen Impuls aus der übersinnlichen Welt sucht, der nur aus der übersinnlichen Welt selber kommen kann, der wird nicht diesen Impuls finden können.

[ 16 ] Why are you sitting here? Because a ray of spiritual light has entered your soul, telling you that supersensible knowledge must take hold of the human soul. And because what this ray of spiritual light says has become ever more vivid, the number of people attending and listening to our events is growing. If one allows the natural speech of the Spirit Light to the souls to have free rein, it will be able to shine into the souls. If one prevails over the opponents of supersensible knowledge out there, then perhaps the Spirit Light will have to dim for a while, will have to withdraw, by necessity—that is, it would have to be withdrawn, to use this foolish expression. Then the world will have to do without the connection between the darkness of life and the light of the spirit for a while. However, it is also necessary once again that those who are to know something of the light of the spirit learn something more: that they learn to look with truthfulness at that which is already offered here in the outer world from the spiritual world. Whoever today still allows themselves to be blinded by what is said for and against supersensible knowledge, whoever does not seek in their soul the firm impulse from the supersensible world—which can come only from the supersensible world itself—will not be able to find this impulse.

[ 17 ] Ich habe es öfter gesagt, was an Literatur nunmehr vorhanden ist, was durch die Gnade der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen in manchem Literaturwerke gegeben werden durfte, das enthält im Grunde genommen das, wovon man sagen darf, daß es in Gnade den Menschen mitgeteilt werden durfte. Und wenn ich von diesem Augenblicke an nichts weiter schreiben und sprechen könnte: wenn man nur das Vorhandene ausbaut wenn ich auch selber nicht dabei sein könnte —, wenn man sucht, was mit allem gemeint ist, so wird man finden, was man braucht. Und damit ist — wenn ich jetzt am Schlusse dieser Vorträge von dem Zusammenhange des persönlichen Karma mit dem Karma dieser Geistesbewegung sprechen darf — auch die Möglichkeit gegeben, daß in einer gewissen Beziehung das nicht mehr ausgelöscht werden kann, was — nicht als «Steinerische Richtung», denn die gibt es nicht, sondern als objektiver Okkultismus in die Welt gekommen ist. Mag noch soviel von Gegnerschaft herankommen, das kann sich nicht beziehen auf das Auslöschen des Okkultismus für die Zukunft, denn es wird doch bleiben, was da ist. Dafür sehe ich denn doch einen Beweis darin, daß unsere Zeit eine spirituelle Bewegung braucht und daß doch eine Spanne Zeit gegeben ist, wo durch die Gnade unserer spirituellen Hüter dieses Geistesgut in die Sinneswelt hat herabgebracht werden können. Mögen sich Gegner ergeben! Vielleicht wird gerade durch diese Gegnerschaft das Nötige getan! Und verzeihen Sie den Ausdruck: Gar mancher, der heute willig das theosophische Geistesgut hinnimmt, der davon beglückt ist: gegenüber dem, was er in der Gegenwart sehen sollte, ist er doch unaufmerksam, da hat er doch die Schlafmütze auf! Da verpflichtet sich mancher nicht gegenüber der Wahrheit zu der Unterscheidung, was die alleinige Wahrheit sein soll. Vielleicht wird gerade ein klein wenig Verfolgung, die auch nicht schaden kann, dazu beitragen, daß mancher,der die Schlafmütze nicht nur über den Kopf, sondern auch über Augen und Ohren gezogen hat, sie sich dann vom Kopfe herunterziehen wird. Vielleicht wird auch das notwendig sein.

[ 17 ] I have said it often: what literature now exists—what, through the grace of the masters of wisdom and the harmony of feelings, has been permitted to be given in many literary works—essentially contains what may be said to have been graciously communicated to humanity. And even if from this moment on I could write and speak no more—even if one were to build upon what already exists, even if I myself could not be present—if one seeks the meaning behind it all, one will find what one needs. And with that—if I may now, at the conclusion of these lectures, speak of the connection between personal karma and the karma of this spiritual movement—the possibility is also given that, in a certain sense, what has come into the world—not as a “Steinerian movement,” for there is no such thing, but as objective occultism—can no longer be eradicated. No matter how much opposition may arise, it cannot lead to the eradication of occultism for the future, for what is there will remain. I see proof of this in the fact that our time needs a spiritual movement and that a period of time has been granted in which, through the grace of our spiritual guardians, this spiritual heritage has been able to be brought down into the sensory world. May the opponents surrender! Perhaps it is precisely through this opposition that what is necessary will be accomplished! And forgive the expression: quite a few who today willingly accept theosophical spiritual heritage, who are delighted by it—in the face of what they ought to see in the present, they remain inattentive; they still have their nightcaps on! Many do not commit themselves to the truth in distinguishing what the sole truth should be. Perhaps a little persecution, which can do no harm, will contribute to some who have pulled their nightcap not only over their heads but also over their eyes and ears, finally pulling it down from their heads. Perhaps that, too, will be necessary.

[ 18 ] Wie aber die Dinge gehen mögen: jetzt, wo wir am Ende dieses Zyklus stehen — wo so manches an uns herangetreten ist, notwendigerweise, zwangsweise herangetreten ist, was im Grunde genommen widerwärtig ist —, jetzt wollen wir, wie wir es sonst immer tun, daran denken, daß wir wieder einiges von dem spirituellen Leben aufgenommen haben. Jetzt gehen wir wieder auseinander, einer dahin, der andere dorthin, aber das Geisteslicht, nach dem wir alle streben und suchen innerhalb des Lebensdunkels, das läßt uns zusammensein überall, wo wir auch örtlich getrennt sein mögen. Die Seelen, die hier sitzen, mögen sie ihre Zusammengehörigkeit fühlen im Nacherleben, im Nachmeditieren des Gehörten oder in bezug auf das, was sich an gegenseitiger Liebe gezeigt hat, im Nachleben. Physisch waren wir zusammen, physisch werden wir nicht immer so zusammensein können. Übersinnlich sind wir zusammen. Lernen wir übersinnlich zusammensein, damit wir das Dasein der übersinnlichen, der überphysischen Welt beweiskräftig machen können! Wenn wir solche Gefühle mitnehmen, nachdem wir solange zusammen waren, dann werden die Seelen das mitnehmen, was Theosophie als das Beste den Menschen mitgeben kann: die Liebe, die aus der spirituellen Wahrheit selber herauskommt. Und wenn auch zwischen jetzt und derjenigen Gelegenheit, bei der wir wieder so zusammensein möchten, das eine oder andere geschehen mag: das kann doch geschehen unter allen Umständen, daß sich unser physisches Zusammensein in das rechte spirituelle Zusammensein bei örtlichem Auseinander verwandeln werde, damit wirke, lebe und gedeihe in uns das spirituelle Geistesgut. Wir haben doch auch Menschen der allverschiedensten Denkweisen in unserer Mitte gehabt, aber auch solche Menschen, über deren Erscheinen wir uns immer auch dann freuen, wenn sie etwa gegensätzliche Meinungen in unsere Mitte hineinbringen. Doch nicht um Meinungen und um Gegensätze der Meinungen handelt es sich, sondern um ehrliches, aufrichtiges Wahrheitsgefühl, um, man möchte sagen, ein Verschworensein zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, zur Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit schon im Sinnensein. Daß ich dieses sage, betrachten Sie nicht als etwas, was notwendig erfolgen muß aus dem Thema unseres Vortragszyklus. Was aber notwendig ist, das ist, daß wir auf mancherlei Gebieten das Wahrheitssuchen in unserer Zeit, überhaupt in unserer Gegenwart, haben erleben können.

[ 18 ] But however things may turn out: now that we stand at the end of this cycle—where so many things have come upon us, have come upon us out of necessity, out of compulsion, things that are, in essence, repulsive—now, as we always do, let us remember that we have once again absorbed something of the spiritual life. Now we go our separate ways again, one here, the other there, but the light of the spirit, which we all strive for and seek within the darkness of life, allows us to be together wherever we may be physically separated. May the souls sitting here feel their togetherness in the afterlife, in the after-meditation on what was heard, or in relation to what has manifested as mutual love, in the afterlife. Physically we were together; physically we will not always be able to be together like this. Supernaturally we are together. Let us learn to be together in the spiritual realm, so that we may give convincing proof of the existence of the spiritual, the superphysical world! If we take such feelings with us after having been together for so long, then the souls will take with them what Theosophy can best give to humanity: the love that springs from spiritual truth itself. And even if one thing or another may happen between now and the occasion when we wish to be together again in this way: it can still happen under all circumstances that our physical togetherness will transform into true spiritual togetherness even when we are physically apart, so that the spiritual heritage may work, live, and flourish within us. After all, we have had people of the most diverse ways of thinking in our midst, but also those whose presence we always rejoice in, even when they bring opposing views into our midst. Yet it is not a matter of opinions or the contrast of opinions, but of an honest, sincere sense of truth, of, one might say, a commitment to truthfulness and honesty, to truthfulness and honesty already in our inner being. Do not regard my saying this as something that necessarily follows from the theme of our lecture series. What is necessary, however, is that we have been able to experience the search for truth in our time, indeed in our present, in various fields.

[ 19 ] Und wozu sich im Anfange des Vortragszyklus für mich selbst weniger Gelegenheit gefunden hat, das sei hier am Ende berührt: der Dank gegenüber denjenigen Persönlichkeiten, die vor allen Dingen auch als offizielle Persönlichkeiten innerhalb unserer unoffiziellen Veranstaltungen erschienen sind. Ich kann nicht alle im einzelnen nennen. Sie haben gestern selber gehört die freundliche Einladung für den nächsten Kongreß der europäischen Sektionen der Theosophischen Gesellschaft unseres lieben Generalsekretärs der Skandinavischen Sektion, und es haben einige von Ihnen vielleicht auch die Worte des Generalsekretärs der Ungarischen Sektion vernommen. Diesen Persönlichkeiten, worauf wir besonders hinzuweisen haben, ist der Gruß schon an dem ersten Vortrage dargebracht worden, und die, welche ungenannt bleiben mußten, sollen wissen, daß sie in unseren Herzen das aufrichtigste Willkommen gefunden haben, und daß wir ihr Hiersein als eine Bekräftigung dessen auffassen, daß sie doch noch nicht der Anschauung sind, daß wir so schlimme Menschen sind, wie es jetzt beginnt in der Welt dargestellt zu werden. Wie wir also auch im nächsten Jahre beisammen sein mögen, wie sich die Dinge auch gestalten mögen, fassen wir das diesjährige Zusammensein als den Keim zu etwas auf, was uns vielleicht durch alles, was da kommen mag, doch nicht genommen werden kann. Was Ihre Seelen selber aus freiem inneren Erleben als Nachklang empfinden können, womit Sie zurückblicken auf diese Tage von München, das ist es, woran ich in diesem Augenblicke appellieren möchte, eines jeden Freundes einzelne Seele herzlich begrüßend zum Abschied und zum Wiedertreffen in dem Sinne, wie sich Leute, die sich durch Erkenntnis lieben gelernt haben, immer zusammenfinden und zur rechten Zeit immer wieder treffen müssen.

[ 19 ] And what I had less opportunity to address at the beginning of this lecture series, I will touch upon here at the end: my gratitude to those individuals who, above all, attended our unofficial events in their official capacities. I cannot name them all individually. You yourselves heard yesterday the kind invitation to the next congress of the European sections of the Theosophical Society from our dear General Secretary of the Scandinavian Section, and some of you may also have heard the words of the General Secretary of the Hungarian Section. To these individuals, whom we must particularly mention, greetings were already extended at the very first lecture, and those who had to remain unnamed should know that they have found the most sincere welcome in our hearts, and that we regard their presence here as confirmation that they do not yet hold the view that we are as bad as people are now beginning to portray us in the world. So however we may be together next year, however things may turn out, let us regard this year’s gathering as the seed of something that perhaps, through all that may come, cannot be taken from us. Whatever your souls themselves may perceive as an echo from your own free inner experience, whatever you may look back upon from these days in Munich—that is what I wish to appeal to at this moment, warmly greeting the individual soul of each friend as we take our leave and look forward to meeting again, in the sense that people who have come to love one another through understanding always find their way back to one another and must meet again at the right time.