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Life Between Death and Rebirth
in Relation to Cosmic Realities
GA 141

20 November 1912, Berlin

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Zweiter Vortrag

Zweiter Vortrag

[ 1 ] Wie bereits angedeutet worden ist, sollen an diesen Zweigabenden unsere Betrachtungen im Verlaufe des Winters einer Besprechung des Lebens zwischen dem Tode und der neuen Geburt gewidmet sein. Es liegt in der Natur der Sache, daß alles, was die Auseinandersetzungen, die jetzt von einem gewissen, hier noch nicht so berührten Standpunkte aus gepflogen werden sollen, verständlich, begreiflich und, man möchte sagen, beweisbar machen kann, erst wird überschaut werden können, wenn das Ganze dieser Wintervorträge vorliegen wird. Es muß natürlich manches vorausgenommen werden, was Mitteilung ist über Ergebnisse von Forschungen, die im Laufe der letzten Monate haben angestellt werden können. Das, was dann dazu dienen kann, um das Verständnis, das Begreifen vollständig zu machen, das kann sich eben nur durch den Fortgang der Betrachtungen ergeben. Damit wir aber von vornherein uns leichter über diese wichtigen Dinge verständigen können, sei heute mit einer kleinen Betrachtung des Menschen begonnen, wie sie jeder im Leben leicht anstellen kann.

[ 1 ] Wie bereits angedeutet worden ist, sollen an diesen Zweigabenden unsere Betrachtungen im Verlaufe des Winters einer Besprechung des Lebens zwischen dem Tode und der neuen Geburt gewidmet sein. Es liegt in der Natur der Sache, daß alles, was die Auseinandersetzungen, die jetzt von einem gewissen, hier noch nicht so berührten Standpunkte aus gepflogen werden sollen, verständlich, begreiflich und, man möchte sagen, beweisbar machen kann, erst wird überschaut werden können, wenn das Ganze dieser Wintervorträge vorliegen wird. Es muß natürlich manches vorausgenommen werden, was Mitteilung ist über Ergebnisse von Forschungen, die im Laufe der letzten Monate haben angestellt werden können. Das, was dann dazu dienen kann, um das Verständnis, das Begreifen vollständig zu machen, das kann sich eben nur durch den Fortgang der Betrachtungen ergeben. Damit wir aber von vornherein uns leichter über diese wichtigen Dinge verständigen können, sei heute mit einer kleinen Betrachtung des Menschen begonnen, wie sie jeder im Leben leicht anstellen kann.

[ 2 ] Wenn wir das menschliche Leben betrachten, wird uns zunächst als die bedeutsamste, hervorragendste Tatsache bei einer unbefangenen Betrachtung doch das menschliche Ich selber erscheinen. Wir müssen nun unterscheiden zwischen dem wahren menschlichen Ich und zwischen dem Bewußtsein dieses menschlichen Ich. Denn jedem muß ja auffällig sein, daß ganz gewiß dieses menschliche Ich zum mindesten schon da tätig ist, wo der Mensch durch die Geburt ins Dasein tritt, und besonders in jenen Zeiten, in denen das Kind noch lange kein Bewußtsein von dem Ich hat, in jenen Zeiten, die ja schon äußerlich sprachlich dadurch charakterisiert sind, daß das Kind von sich wie von einer andern Person redet. Wir haben diese Dinge öfter betrachtet. Wir wissen, daß ungefähr um das dritte Lebensjahr herum — selbstverständlich gibt es Kinder, bei denen dies früher der Fall ist — das Kind beginnt ein Bewußtsein von sich zu haben, daß es beginnt von sich in der ersten Person zu reden; und wir wissen, daß dieses Jahr die äußerste Grenze bildet — obwohl es sich bei manchen Menschen herausschiebt — in bezug darauf, wie weit sich der Mensch später an das zurückerinnern kann, was seine Seele erlebt hat. So haben wir in dem Leben des Menschen einen deutlichen Einschnitt: vorher liegt keine Möglichkeit vor, klar und deutlich sich selber in seinem Ich zu erleben; nachher erlebt der Mensch sich in seinem Ich, findet sich gewissermaßen in seinem Ich so zu Hause, daß er die Erlebnisse dieses Ich aus dem Gedächtnisse immer wieder heraufholen kann. Was kann nun eine unbefangene Betrachtung des Lebens darüber lehren, warum das Kind nach und nach übergeht gewissermaßen von einem Nichtwissen vom Ich zu einem Wissen vom Ich?

[ 2 ] Wenn wir das menschliche Leben betrachten, wird uns zunächst als die bedeutsamste, hervorragendste Tatsache bei einer unbefangenen Betrachtung doch das menschliche Ich selber erscheinen. Wir müssen nun unterscheiden zwischen dem wahren menschlichen Ich und zwischen dem Bewußtsein dieses menschlichen Ich. Denn jedem muß ja auffällig sein, daß ganz gewiß dieses menschliche Ich zum mindesten schon da tätig ist, wo der Mensch durch die Geburt ins Dasein tritt, und besonders in jenen Zeiten, in denen das Kind noch lange kein Bewußtsein von dem Ich hat, in jenen Zeiten, die ja schon äußerlich sprachlich dadurch charakterisiert sind, daß das Kind von sich wie von einer andern Person redet. Wir haben diese Dinge öfter betrachtet. Wir wissen, daß ungefähr um das dritte Lebensjahr herum — selbstverständlich gibt es Kinder, bei denen dies früher der Fall ist — das Kind beginnt ein Bewußtsein von sich zu haben, daß es beginnt von sich in der ersten Person zu reden; und wir wissen, daß dieses Jahr die äußerste Grenze bildet — obwohl es sich bei manchen Menschen herausschiebt — in bezug darauf, wie weit sich der Mensch später an das zurückerinnern kann, was seine Seele erlebt hat. So haben wir in dem Leben des Menschen einen deutlichen Einschnitt: vorher liegt keine Möglichkeit vor, klar und deutlich sich selber in seinem Ich zu erleben; nachher erlebt der Mensch sich in seinem Ich, findet sich gewissermaßen in seinem Ich so zu Hause, daß er die Erlebnisse dieses Ich aus dem Gedächtnisse immer wieder heraufholen kann. Was kann nun eine unbefangene Betrachtung des Lebens darüber lehren, warum das Kind nach und nach übergeht gewissermaßen von einem Nichtwissen vom Ich zu einem Wissen vom Ich?

[ 3 ] Eine unbefangene Betrachtung des Lebens kann uns darüber das Folgende lehren. Wenn das Kind niemals von den ersten Zeiten nach der Geburt an in irgendeine Kollision kommen würde mit der äußeren Welt, so würde es nicht zu einem Bewußtsein seines Ich kommen können. Sie können selber beobachten, wie Sie im Leben gar manchmal gewissermaßen Ihr Ich später noch bemerken. Sie brauchen sich nur an einer Schrankkante tüchtig zu stoßen, dann werden Sie durch dieses Stoßen vor allen Dingen Ihr Ich gewahr. Es sagt Ihnen die Kollision mit der äußeren Welt, daß Sie ein Ich sind, und Sie werden kaum vergessen, an Ihr Ich zu denken, wenn Sie sich eine ordentliche Beule geschlagen haben. Diese Zusammenstöße mit der Außenwelt brauchen ja für das Kind nicht immer so zu sein, daß Beulen geschlagen werden, aber sie sind in gewissen Nuancen immer vorhanden. Wenn das Kind sein Händchen ausstreckt und irgend etwas von der Außenwelt berührt, so ist eine leise Kollision mit der Außenwelt vorhanden. Wenn das Kind das Auge aufschlägt und Licht in das Auge fällt, ist eine leise Kollision mit der Außenwelt vorhanden. An der Außenwelt lernt das Kind sich selbst kennen, und das ganze Leben besteht eigentlich in den ersten Jahren darin, daß das Kind sich von der Außenwelt unterscheiden und an der Außenwelt sich selber kennenlernt. Und das Ergebnis genügender Kollisionen mit der Außenwelt faßt sich in der Seele zusammen in dem Bewußtsein des Kindes von sich selber. Man kann sagen: Wenn das Kind genügend viele solcher Stöße mit der Außenwelt erlebt hat, ergibt sich das als Resultat, daß es sich «Ich» nennt. Wenn das Kind so weit ist, daß es sein Ich-Bewußtsein erfaßt hat, dann beginnt die Notwendigkeit, dieses Ich-Bewußtsein nun durch das ganze Leben hindurch aufrecht und rege zu erhalten. Es kann aber dieses Ich-Bewußtsein durch nichts anderes aufrecht und rege erhalten werden als dadurch, daß Kollisionen stattfinden. Die Kollisionen mit der Außenwelt haben gewissermaßen ihre Aufgabe erschöpft, wenn das Kind dazu gekommen ist, zu sich «Ich » zu sagen; aus denen kann also sozusagen für das Entwickeln des Ich-Bewußtseins nichts mehr gelernt werden. Aber aus einer unbefangenen Betrachtung zum Beispiel des Momentes des Aufwachens schon kann der Mensch erfahren, wie das Ich-Bewußtsein doch nur rege erhalten werden kann durch Kollisionen.

[ 3 ] Eine unbefangene Betrachtung des Lebens kann uns darüber das Folgende lehren. Wenn das Kind niemals von den ersten Zeiten nach der Geburt an in irgendeine Kollision kommen würde mit der äußeren Welt, so würde es nicht zu einem Bewußtsein seines Ich kommen können. Sie können selber beobachten, wie Sie im Leben gar manchmal gewissermaßen Ihr Ich später noch bemerken. Sie brauchen sich nur an einer Schrankkante tüchtig zu stoßen, dann werden Sie durch dieses Stoßen vor allen Dingen Ihr Ich gewahr. Es sagt Ihnen die Kollision mit der äußeren Welt, daß Sie ein Ich sind, und Sie werden kaum vergessen, an Ihr Ich zu denken, wenn Sie sich eine ordentliche Beule geschlagen haben. Diese Zusammenstöße mit der Außenwelt brauchen ja für das Kind nicht immer so zu sein, daß Beulen geschlagen werden, aber sie sind in gewissen Nuancen immer vorhanden. Wenn das Kind sein Händchen ausstreckt und irgend etwas von der Außenwelt berührt, so ist eine leise Kollision mit der Außenwelt vorhanden. Wenn das Kind das Auge aufschlägt und Licht in das Auge fällt, ist eine leise Kollision mit der Außenwelt vorhanden. An der Außenwelt lernt das Kind sich selbst kennen, und das ganze Leben besteht eigentlich in den ersten Jahren darin, daß das Kind sich von der Außenwelt unterscheiden und an der Außenwelt sich selber kennenlernt. Und das Ergebnis genügender Kollisionen mit der Außenwelt faßt sich in der Seele zusammen in dem Bewußtsein des Kindes von sich selber. Man kann sagen: Wenn das Kind genügend viele solcher Stöße mit der Außenwelt erlebt hat, ergibt sich das als Resultat, daß es sich «Ich» nennt. Wenn das Kind so weit ist, daß es sein Ich-Bewußtsein erfaßt hat, dann beginnt die Notwendigkeit, dieses Ich-Bewußtsein nun durch das ganze Leben hindurch aufrecht und rege zu erhalten. Es kann aber dieses Ich-Bewußtsein durch nichts anderes aufrecht und rege erhalten werden als dadurch, daß Kollisionen stattfinden. Die Kollisionen mit der Außenwelt haben gewissermaßen ihre Aufgabe erschöpft, wenn das Kind dazu gekommen ist, zu sich «Ich » zu sagen; aus denen kann also sozusagen für das Entwickeln des Ich-Bewußtseins nichts mehr gelernt werden. Aber aus einer unbefangenen Betrachtung zum Beispiel des Momentes des Aufwachens schon kann der Mensch erfahren, wie das Ich-Bewußtsein doch nur rege erhalten werden kann durch Kollisionen.

[ 4 ] Wir wissen ja, daß dieses Ich-Bewußtsein mit allen übrigen Inhalten, auch denen des astralischen Leibes, während des Schlafes entschwindet und daß es wieder erwacht am Morgen mit dem Aufwachen. Warum erwacht es da? Es erwacht aus dem Grunde, weil der Mensch mit seiner geistig-seelischen Wesenheit wieder zurückkehrt in seinen physischen Leib oder auch in seinen Ätherleib. Da hat er wieder seine Kollisionen, seine Zusammenstöße mit physischem Leib und Ätherleib. Wer genau das seelische Leben auch schon ohne okkulte Erkenntnisse zu beobachten in der Lage ist, der kann das Folgende bemerken. Wenn er am Morgen aufwacht, wird er finden, daß Mannigfaltiges von dem, was sein Gedächtnis bewahrt, eben wieder heraufkommt in sein Bewußtsein: erlebte Vorstellungen, erlebte Empfindungen, anderes Erlebtes kommt herauf in sein Bewußtsein; das taucht gleichsam aus den Untergründen des Bewußtseins auf. Wenn man das alles wirklich genau untersucht — schon ganz ohne okkulte Kenntnisse kann man es untersuchen, man muß sich nur wirklich einiges Beobachtungsvermögen für das seelische Erleben angeeignet haben —, dann findet man: Was da herauftaucht, hat einen gewissen unpersönlichen Charakter. — Und man kann sogar beobachten, wie dieser Charakter unpersönlicher wird, je weiter die Ereignisse hinter uns liegen, das heißt je weniger wir noch mit unserem unmittelbaren Ich-Bewußtsein daran beteiligt sind. Sie können sich an Dinge erinnern, die sehr weit in Ihrem Leben zurückliegen, und die Sie so ins Gedächtnis heraufholen, daß Sie doch an diesen Ereignissen so wenig Anteil nehmen wie an etwas, was Sie in der Außenwelt erleben und was Sie nicht besonders angeht. Was sonst in unserem Gedächtnis bewahrt wird, hat die fortwährende Tendenz, sich loszulösen von unserem Ich. Und daß wir unser Ich trotzdem jeden Morgen mit aller Deutlichkeit wieder in unser Bewußtsein hereinkommen sehen, das rührt davon her, daß wir jeden Morgen in denselben Leib untertauchen. Der erweckt uns durch die Kollision, in die wir mit ihm kommen, jeden Morgen unser Ich-Bewußtsein von neuem. Während also das Kind nach außen sich stößt und dadurch zum Ich-Bewußtsein kommt, halten wir das Ich-Bewußtsein rege, indem wir uns an dem eigenen Innern stoßen. Und wir stoßen uns ja nicht nur am Morgen, sondern drängen uns ein und sind den ganzen wachen Tageszustand hindurch in das eigene Innere hineingeschoben, und an dem Gegendruck unseres Leibes entzündet sich unser IchBewußtsein. Unser Ich steckt eben im physischen Leib, Ätherleib und im Astralleib und hat fortwährend die Kollisionen mit diesen. So also können wir sagen, daß wir unser Ich-Bewußtsein dem Umstande verdanken, daß wir innerlich hineingedrängt sind in unsere Leiblichkeit und von ihr den Gegendruck erleben. Wir stoßen mit unserer Leiblichkeit zusammen.

[ 4 ] Wir wissen ja, daß dieses Ich-Bewußtsein mit allen übrigen Inhalten, auch denen des astralischen Leibes, während des Schlafes entschwindet und daß es wieder erwacht am Morgen mit dem Aufwachen. Warum erwacht es da? Es erwacht aus dem Grunde, weil der Mensch mit seiner geistig-seelischen Wesenheit wieder zurückkehrt in seinen physischen Leib oder auch in seinen Ätherleib. Da hat er wieder seine Kollisionen, seine Zusammenstöße mit physischem Leib und Ätherleib. Wer genau das seelische Leben auch schon ohne okkulte Erkenntnisse zu beobachten in der Lage ist, der kann das Folgende bemerken. Wenn er am Morgen aufwacht, wird er finden, daß Mannigfaltiges von dem, was sein Gedächtnis bewahrt, eben wieder heraufkommt in sein Bewußtsein: erlebte Vorstellungen, erlebte Empfindungen, anderes Erlebtes kommt herauf in sein Bewußtsein; das taucht gleichsam aus den Untergründen des Bewußtseins auf. Wenn man das alles wirklich genau untersucht — schon ganz ohne okkulte Kenntnisse kann man es untersuchen, man muß sich nur wirklich einiges Beobachtungsvermögen für das seelische Erleben angeeignet haben —, dann findet man: Was da herauftaucht, hat einen gewissen unpersönlichen Charakter. — Und man kann sogar beobachten, wie dieser Charakter unpersönlicher wird, je weiter die Ereignisse hinter uns liegen, das heißt je weniger wir noch mit unserem unmittelbaren Ich-Bewußtsein daran beteiligt sind. Sie können sich an Dinge erinnern, die sehr weit in Ihrem Leben zurückliegen, und die Sie so ins Gedächtnis heraufholen, daß Sie doch an diesen Ereignissen so wenig Anteil nehmen wie an etwas, was Sie in der Außenwelt erleben und was Sie nicht besonders angeht. Was sonst in unserem Gedächtnis bewahrt wird, hat die fortwährende Tendenz, sich loszulösen von unserem Ich. Und daß wir unser Ich trotzdem jeden Morgen mit aller Deutlichkeit wieder in unser Bewußtsein hereinkommen sehen, das rührt davon her, daß wir jeden Morgen in denselben Leib untertauchen. Der erweckt uns durch die Kollision, in die wir mit ihm kommen, jeden Morgen unser Ich-Bewußtsein von neuem. Während also das Kind nach außen sich stößt und dadurch zum Ich-Bewußtsein kommt, halten wir das Ich-Bewußtsein rege, indem wir uns an dem eigenen Innern stoßen. Und wir stoßen uns ja nicht nur am Morgen, sondern drängen uns ein und sind den ganzen wachen Tageszustand hindurch in das eigene Innere hineingeschoben, und an dem Gegendruck unseres Leibes entzündet sich unser IchBewußtsein. Unser Ich steckt eben im physischen Leib, Ätherleib und im Astralleib und hat fortwährend die Kollisionen mit diesen. So also können wir sagen, daß wir unser Ich-Bewußtsein dem Umstande verdanken, daß wir innerlich hineingedrängt sind in unsere Leiblichkeit und von ihr den Gegendruck erleben. Wir stoßen mit unserer Leiblichkeit zusammen.

[ 5 ] Nun wird Ihnen leicht verständlich sein, daß dies eine Folge haben muß. Die Folge hat es, die Stöße immer haben: wenn Sie irgendwo anstoßen, wenn es auch nicht gleich bemerkt wird, wird eine Verletzung, eine Beschädigung hervorgerufen. In der Tat werden durch die Kollisionen des Ich mit der Leiblichkeit fortwährend Beschädigungen, gewissermaßen kleine Zerstörungen in unserer Leiblichkeit hervorgerufen. Es ist einmal so, daß wir fortwährend unsere Leiblichkeit zerstören. Unser ganzes Ich-Bewußtsein könnte sich nicht entwickeln, wenn wir nicht mit der Leiblichkeit zusammenstoßen würden und diese dadurch zerstörten. Und die Summe dieser Zerstörungen ist auch in Wahrheit nichts anderes als das, was den Tod in der physischen Welt hervorruft. Wir müssen sagen: Dem Umstande, daß wir in der Lage sind, unsern Organismus fortwährend zu zerstören, also unserer zerstörenden Tätigkeit verdanken wir das Rege-Erhalten unseres IchBewußtseins.

[ 5 ] Nun wird Ihnen leicht verständlich sein, daß dies eine Folge haben muß. Die Folge hat es, die Stöße immer haben: wenn Sie irgendwo anstoßen, wenn es auch nicht gleich bemerkt wird, wird eine Verletzung, eine Beschädigung hervorgerufen. In der Tat werden durch die Kollisionen des Ich mit der Leiblichkeit fortwährend Beschädigungen, gewissermaßen kleine Zerstörungen in unserer Leiblichkeit hervorgerufen. Es ist einmal so, daß wir fortwährend unsere Leiblichkeit zerstören. Unser ganzes Ich-Bewußtsein könnte sich nicht entwickeln, wenn wir nicht mit der Leiblichkeit zusammenstoßen würden und diese dadurch zerstörten. Und die Summe dieser Zerstörungen ist auch in Wahrheit nichts anderes als das, was den Tod in der physischen Welt hervorruft. Wir müssen sagen: Dem Umstande, daß wir in der Lage sind, unsern Organismus fortwährend zu zerstören, also unserer zerstörenden Tätigkeit verdanken wir das Rege-Erhalten unseres IchBewußtseins.

[ 6 ] Nun sind wir also auf diese Art die Zerstörer unseres Astralleibes, unseres Ätherleibes und physischen Leibes. Insofern wir das sind, verhalten wir uns zum Astralleib, Ätherleib und physischen Leib doch etwas anders als zum Ich selber. Daß wir an unserem Ich Zerstörer werden können, lehrt uns ja schon das gewöhnliche Leben. Wir wollen uns jetzt nur einmal vorläufig klarmachen, wie wir gewissermaßen an unserem Ich Zerstörer werden können.

[ 6 ] Nun sind wir also auf diese Art die Zerstörer unseres Astralleibes, unseres Ätherleibes und physischen Leibes. Insofern wir das sind, verhalten wir uns zum Astralleib, Ätherleib und physischen Leib doch etwas anders als zum Ich selber. Daß wir an unserem Ich Zerstörer werden können, lehrt uns ja schon das gewöhnliche Leben. Wir wollen uns jetzt nur einmal vorläufig klarmachen, wie wir gewissermaßen an unserem Ich Zerstörer werden können.

[ 7 ] Unser Ich ist etwas — gleichgültig jetzt, was es ist —, und insofern es etwas in der Welt ist, hat es einen bestimmten Wert. Das fühlt ja der Mensch, daß sein Ich im Gesamthaushalte der Welt einen bestimmten Wert hat. Aber der Mensch kann diesen Wert verringern. Wie verringern wir den Wert unseres Ich? Wenn wir zum Beispiel jemandem etwas zuleide tun, dem wir vielleicht Liebe schuldig wären, so haben wir in diesem Augenblicke den Wert unseres Ich tatsächlich verringert. Wir sind in unserem Ich weniger wert, nachdem wir jemandem unverdientes Leid zugefügt haben; unser Ich ist wertloser geworden. Das ist eine Tatsache, die jeder vor sich selber einsehen kann. Doch ebenso kann er einsehen, daß eigentlich das Ich fortwährend im Leben, da der Mensch niemals das Ideal seines Wertzustandes erfüllt, damit beschäftigt ist, sich immer wertloser und wertloser zu machen, also an seiner eigenen Entwertung, an seiner eigenen Zerstörung gewissermaßen arbeitet. Aber solange wir in unserem Ich stehenbleiben, haben wir es doch im Leben immer und immer wieder in der Hand, die Zerstörung fortzuschaffen. Wir können es, wenn wir es auch nicht immer tun. Ehe wir durch die Pforte des Todes geschritten sind, können wir es immer tun. Wir können, wenn wir jemandem unverdientes Leid zugefügt haben, das wieder in irgendeiner Form, die möglich ist, innerhalb des Lebens ausgleichen. Wenn Sie nachdenken, werden Sie darauf kommen, daß der Mensch zwischen Geburt und Tod die Möglichkeit hat, sein Ich zu beeinträchtigen, an der Entwertung, an der Zerstörung des Ich zu arbeiten, aber auch die Zerstörung des Ich wieder auszugleichen, fortzuschaffen.

[ 7 ] Unser Ich ist etwas — gleichgültig jetzt, was es ist —, und insofern es etwas in der Welt ist, hat es einen bestimmten Wert. Das fühlt ja der Mensch, daß sein Ich im Gesamthaushalte der Welt einen bestimmten Wert hat. Aber der Mensch kann diesen Wert verringern. Wie verringern wir den Wert unseres Ich? Wenn wir zum Beispiel jemandem etwas zuleide tun, dem wir vielleicht Liebe schuldig wären, so haben wir in diesem Augenblicke den Wert unseres Ich tatsächlich verringert. Wir sind in unserem Ich weniger wert, nachdem wir jemandem unverdientes Leid zugefügt haben; unser Ich ist wertloser geworden. Das ist eine Tatsache, die jeder vor sich selber einsehen kann. Doch ebenso kann er einsehen, daß eigentlich das Ich fortwährend im Leben, da der Mensch niemals das Ideal seines Wertzustandes erfüllt, damit beschäftigt ist, sich immer wertloser und wertloser zu machen, also an seiner eigenen Entwertung, an seiner eigenen Zerstörung gewissermaßen arbeitet. Aber solange wir in unserem Ich stehenbleiben, haben wir es doch im Leben immer und immer wieder in der Hand, die Zerstörung fortzuschaffen. Wir können es, wenn wir es auch nicht immer tun. Ehe wir durch die Pforte des Todes geschritten sind, können wir es immer tun. Wir können, wenn wir jemandem unverdientes Leid zugefügt haben, das wieder in irgendeiner Form, die möglich ist, innerhalb des Lebens ausgleichen. Wenn Sie nachdenken, werden Sie darauf kommen, daß der Mensch zwischen Geburt und Tod die Möglichkeit hat, sein Ich zu beeinträchtigen, an der Entwertung, an der Zerstörung des Ich zu arbeiten, aber auch die Zerstörung des Ich wieder auszugleichen, fortzuschaffen.

[ 8 ] Diese Möglichkeit hat der Mensch, wie er in dem gegenwärtigen Menschheitszyklus ist, mit seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib zunächst nicht. Er kann nicht so, wie er es durch bewußte Tätigkeit an dem Ich tut, an seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib arbeiten, denn er ist ja nicht mit Bewußtsein in diesen Gliedern seiner Wesenheit drinnen. Es bleibt das, was der Mensch fortwährend an Zerstörung leistet, in seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib bestehen. Er zerstört sie fortwährend, ist aber nicht in der Lage, irgend etwas zu deren Ausbesserung zu tun. Und es ist leicht begreiflich: wenn man in eine neue Inkarnation kommen würde mit den Kräften, die unserm physischen Leib, Ätherleib und Astralleib entsprechen, wie wir sie am Ende unserer vorhergehenden Inkarnation praktiziert haben, so würden wir recht unbrauchbare Astralleiber, Ätherleiber und physische Leiber haben. Was im Seelischen ist, das ist ja immer Ursprung und Kräfte-Inhalt für das, was sich in der Leiblichkeit ausdrückt. Daß wir am Ende eines Lebens sozusagen einen brüchigen Organismus haben, ist der Beweis dafür, daß unsere Seele nicht die Kräfte hat, den Organismus frisch zu halten. Um das Bewußtsein zu erhalten und es rege zu halten, haben wir fortwährend unsere leibliche Umhüllung zerstört. Mit den Kräften, die wir am Ende einer Inkarnation noch haben, könnten wir in der nächsten Inkarnation nichts machen. Es müssen uns die Kräfte wieder zukommen, die imstande sind, in der nächsten Inkarnation unsern Astralleib, Ätherleib und physischen Leib so zu bearbeiten, daß diese frisch und gesund sind in gewissen Grenzen, brauchbar für eine neue Inkarnation. Innerhalb des Erdendaseins — das zeigt sich wieder schon für eine äußerliche Betrachtung — findet der Mensch die Möglichkeit, seine drei Leiber zu zerstören; aber er findet nicht die Möglichkeit, diese drei Leiber von sich aus auch völlig in gesunder Art zu gliedern, zu bearbeiten, herzustellen. Da zeigt uns nun die okkulte Forschung, daß in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt aus den außerirdischen Verhältnissen, die wir dann durchleben, uns die Kräfte kommen, die zur Wiederherstellung der abgebrauchten menschlichen Umhüllungen dienen. Zwischen Tod und neuer Geburt leben wir uns hinaus in das Universum, in den Kosmos, und die Kräfte, die wir nicht aus dem Erdreich beziehen können, müssen wir beziehen aus den zunächst zum Erdreich hinzugehörigen andern Himmelskörpern. In ihnen sind die Kräftereservoire für unsere menschlichen Umhüllungen. Auf der Erde gibt es für den Menschen nur die Möglichkeit, die Kräfte zu immerwährender Wiederherstellung des Ich zu gewinnen; die andern Glieder der Menschennatur müssen ihre Kräfte aus andern Welten holen, als die Erde ist.

[ 8 ] Diese Möglichkeit hat der Mensch, wie er in dem gegenwärtigen Menschheitszyklus ist, mit seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib zunächst nicht. Er kann nicht so, wie er es durch bewußte Tätigkeit an dem Ich tut, an seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib arbeiten, denn er ist ja nicht mit Bewußtsein in diesen Gliedern seiner Wesenheit drinnen. Es bleibt das, was der Mensch fortwährend an Zerstörung leistet, in seinem Astralleib, Ätherleib und physischen Leib bestehen. Er zerstört sie fortwährend, ist aber nicht in der Lage, irgend etwas zu deren Ausbesserung zu tun. Und es ist leicht begreiflich: wenn man in eine neue Inkarnation kommen würde mit den Kräften, die unserm physischen Leib, Ätherleib und Astralleib entsprechen, wie wir sie am Ende unserer vorhergehenden Inkarnation praktiziert haben, so würden wir recht unbrauchbare Astralleiber, Ätherleiber und physische Leiber haben. Was im Seelischen ist, das ist ja immer Ursprung und Kräfte-Inhalt für das, was sich in der Leiblichkeit ausdrückt. Daß wir am Ende eines Lebens sozusagen einen brüchigen Organismus haben, ist der Beweis dafür, daß unsere Seele nicht die Kräfte hat, den Organismus frisch zu halten. Um das Bewußtsein zu erhalten und es rege zu halten, haben wir fortwährend unsere leibliche Umhüllung zerstört. Mit den Kräften, die wir am Ende einer Inkarnation noch haben, könnten wir in der nächsten Inkarnation nichts machen. Es müssen uns die Kräfte wieder zukommen, die imstande sind, in der nächsten Inkarnation unsern Astralleib, Ätherleib und physischen Leib so zu bearbeiten, daß diese frisch und gesund sind in gewissen Grenzen, brauchbar für eine neue Inkarnation. Innerhalb des Erdendaseins — das zeigt sich wieder schon für eine äußerliche Betrachtung — findet der Mensch die Möglichkeit, seine drei Leiber zu zerstören; aber er findet nicht die Möglichkeit, diese drei Leiber von sich aus auch völlig in gesunder Art zu gliedern, zu bearbeiten, herzustellen. Da zeigt uns nun die okkulte Forschung, daß in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt aus den außerirdischen Verhältnissen, die wir dann durchleben, uns die Kräfte kommen, die zur Wiederherstellung der abgebrauchten menschlichen Umhüllungen dienen. Zwischen Tod und neuer Geburt leben wir uns hinaus in das Universum, in den Kosmos, und die Kräfte, die wir nicht aus dem Erdreich beziehen können, müssen wir beziehen aus den zunächst zum Erdreich hinzugehörigen andern Himmelskörpern. In ihnen sind die Kräftereservoire für unsere menschlichen Umhüllungen. Auf der Erde gibt es für den Menschen nur die Möglichkeit, die Kräfte zu immerwährender Wiederherstellung des Ich zu gewinnen; die andern Glieder der Menschennatur müssen ihre Kräfte aus andern Welten holen, als die Erde ist.

[ 9 ] Wenn wir da zunächst den Astralleib betrachten, so zeigt sich uns, daß der Mensch nach dem Tode sich hinauslebt — wirklich buchstäblich sich hinauslebt, indem er sozusagen immer größer und größer wird, in alle die Planeten-Sphären hinein. Der Mensch wird durch die Ausdehnung seines geistig-seelischen Wesens zunächst während der Kamaloka-Zeit ein so großes Wesen — verschiedene Wesen durchdringen sich dabei —, daß er bis zu der Grenze kommt, die der Kreis angibt, welchen der Mond um die Erde beschreibt. Dann dehnt er sich aus bis zur Merkur-Sphäre — was hier im Okkultismus mit Merkur gemeint ist —, dann bis zur Venus-Sphäre, darauf weiter bis zur MarsSphäre, Jupiter-Sphäre und Saturn-Sphäre. Der Mensch erweitert sich immer mehr und mehr. Mit der Wesenheit, die er durch die Pforte des Todes getragen hat, lebt er im richtigen Sinne so, daß er ein Merkurbewohner, ein Venusbewohner, Marsbewohner und so weiter wird, und er muß in einer gewissen Weise die Fähigkeit haben, in diesen andern planetarischen Welten heimisch zu werden. Wie wird er dort heimisch oder nicht heimisch?

[ 9 ] Wenn wir da zunächst den Astralleib betrachten, so zeigt sich uns, daß der Mensch nach dem Tode sich hinauslebt — wirklich buchstäblich sich hinauslebt, indem er sozusagen immer größer und größer wird, in alle die Planeten-Sphären hinein. Der Mensch wird durch die Ausdehnung seines geistig-seelischen Wesens zunächst während der Kamaloka-Zeit ein so großes Wesen — verschiedene Wesen durchdringen sich dabei —, daß er bis zu der Grenze kommt, die der Kreis angibt, welchen der Mond um die Erde beschreibt. Dann dehnt er sich aus bis zur Merkur-Sphäre — was hier im Okkultismus mit Merkur gemeint ist —, dann bis zur Venus-Sphäre, darauf weiter bis zur MarsSphäre, Jupiter-Sphäre und Saturn-Sphäre. Der Mensch erweitert sich immer mehr und mehr. Mit der Wesenheit, die er durch die Pforte des Todes getragen hat, lebt er im richtigen Sinne so, daß er ein Merkurbewohner, ein Venusbewohner, Marsbewohner und so weiter wird, und er muß in einer gewissen Weise die Fähigkeit haben, in diesen andern planetarischen Welten heimisch zu werden. Wie wird er dort heimisch oder nicht heimisch?

[ 10 ] Zuerst muß er, wenn seine Kamaloka-Zeit vorüber ist, in sich selber etwas haben, was ihn fähig macht, eine Verwandtschaft zu haben zu den Kräften, die in der Merkur-Sphäre sind, in die er dann versetzt ist. Nun erweist sich, wenn man verschiedene Menschen in ihrem Leben zwischen Tod und neuer Geburt untersucht, daß die Menschen für dieses Leben verschieden sind. Und zwar finden wir einen deutlichen Unterschied darin, je nachdem ein Mensch mit moralischer Seelenverfassung, mit dem Ergebnis eines moralischen Lebens in die Merkur-Sphäre hineinwächst, oder mit dem Ergebnis eines unmoralischen Lebens. Dabei sind natürlich alle möglichen Nuancen gemeint. Der Mensch mit moralischer Seelenstimmung und Seelenverfassung, mit einem moralischen Ergebnis seines Lebens, ist in der Merkur-Sphäre das, was man ein geistig geselliges Wesen nennen könnte; er hat die Möglichkeit, mit andern Wesen — entweder mit früher hingestorbenen Menschen oder auch mit Wesen der MerkurSphäre — in Beziehung zu kommen, mit ihnen sozusagen Lebensbeziehungen auszutauschen. Der unmoralische Mensch wird ein Einsiedler, fühlt sich ausgeschlossen aus der Gemeinschaft der übrigen Bewohner dieser Sphäre. Das ist dasjenige, was das Moralische oder Unmoralische in der Seelenverfassung nach sich zieht in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Es ist wesentlich, daß wir verstehen, daß Moralität in dieser Sphäre unsern Anschluß und Zusammenschluß bewirkt mit den in dieser Sphäre lebenden Wesen, und daß unsere unmoralische Seelenstimmung unser eigenes Wesen wie in ein Gefängnis einschließt, so daß wir dann zwar das Wissen haben: die andern Wesen sind da, aber wir sind gleichsam in einer Schale drinnen und können nicht zu ihnen hin. Das Sich-Vereinsamen ist ein Ergebnis, sagen wir eines unsozialen, unmoralischen menschlichen Erdenlebens.

[ 10 ] Zuerst muß er, wenn seine Kamaloka-Zeit vorüber ist, in sich selber etwas haben, was ihn fähig macht, eine Verwandtschaft zu haben zu den Kräften, die in der Merkur-Sphäre sind, in die er dann versetzt ist. Nun erweist sich, wenn man verschiedene Menschen in ihrem Leben zwischen Tod und neuer Geburt untersucht, daß die Menschen für dieses Leben verschieden sind. Und zwar finden wir einen deutlichen Unterschied darin, je nachdem ein Mensch mit moralischer Seelenverfassung, mit dem Ergebnis eines moralischen Lebens in die Merkur-Sphäre hineinwächst, oder mit dem Ergebnis eines unmoralischen Lebens. Dabei sind natürlich alle möglichen Nuancen gemeint. Der Mensch mit moralischer Seelenstimmung und Seelenverfassung, mit einem moralischen Ergebnis seines Lebens, ist in der Merkur-Sphäre das, was man ein geistig geselliges Wesen nennen könnte; er hat die Möglichkeit, mit andern Wesen — entweder mit früher hingestorbenen Menschen oder auch mit Wesen der MerkurSphäre — in Beziehung zu kommen, mit ihnen sozusagen Lebensbeziehungen auszutauschen. Der unmoralische Mensch wird ein Einsiedler, fühlt sich ausgeschlossen aus der Gemeinschaft der übrigen Bewohner dieser Sphäre. Das ist dasjenige, was das Moralische oder Unmoralische in der Seelenverfassung nach sich zieht in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Es ist wesentlich, daß wir verstehen, daß Moralität in dieser Sphäre unsern Anschluß und Zusammenschluß bewirkt mit den in dieser Sphäre lebenden Wesen, und daß unsere unmoralische Seelenstimmung unser eigenes Wesen wie in ein Gefängnis einschließt, so daß wir dann zwar das Wissen haben: die andern Wesen sind da, aber wir sind gleichsam in einer Schale drinnen und können nicht zu ihnen hin. Das Sich-Vereinsamen ist ein Ergebnis, sagen wir eines unsozialen, unmoralischen menschlichen Erdenlebens.

[ 11 ] Für die nächste Sphäre, die wir vorläufig die Venus-Sphäre nennen wollen — im Sinne des Okkultismus wird sie ja immer so genannt —, ist für die Art, wie der Mensch Anschluß findet, die religiöse Seelenstimmung maßgebend. Menschen, die sich im Leben auf der Erde die Empfindung dafür erworben haben, daß alles Vergängliche in den Dingen und im Menschen selber in Zusammenhang steht mit einem Unvergänglichen, und eine Empfindung dafür, daß das Einzelleben mit seiner Seelenstimmung hinneigen soll zu einem Göttlich-Geistigen, solche Menschen finden den Anschluß an die Wesen dieser Sphäre. Dagegen ist zum Beispiel der materialistisch Gesinnte, der seine Seele nicht dem Ewigen und Unvergänglichen, dem Göttlichen zukehren kann, wie in dem Gefängnis seines eigenen Wesens, in Einsamkeit gebannt, innerhalb dieser Sphäre. Gerade innerhalb dieser Sphäre können wir am besten durch die okkulten Untersuchungen sehen, wie wir uns für diese Sphäre in unserm Astralleibe hier auf der Erde die Lebensbedingungen schaffen durch die Art, wie wir auf der Erde leben. Wir müssen uns in einer gewissen Weise schon hier auf der Erde Verständnis, Hinneigung schaffen zu dem, womit wir dort den Anschluß finden wollen. Nehmen wir nur einmal die Tatsache, daß die Menschen auf der Erde in den verschiedensten Epochen zu den verschiedensten Zeiten — wie es so sein mußte und ganz richtig ist — die Vermittelung mit dem göttlich-geistigen Leben in den verschiedenen Religionsbekenntnissen und Weltanschauungen erhalten haben. Die menschliche Entwickelung konnte ja nur so fortschreiten, daß aus dem einheitlichen Quell, zum Beispiel des religiösen Lebens, zu den verschiedensten Zeiten und für die verschiedensten Völker, je nach ihren Anlagen, je nach ihren klimatischen und anderen Verhältnissen die verschiedenen Religionsbekenntnisse gegeben worden sind von denen, die dazu berufen worden waren durch die Weltenverhältnisse. Es stammen also diese religiösen Bekenntnisse aus einer einheitlichen Quelle; aber sie sind verschieden abgestuft je nach den Bedingungen der einzelnen Völker. Und bis in unsere Zeiten herein unterscheiden sich die Menschen nach Gruppen auf der Erde in bezug auf ihre religiösen Bekenntnisse, in bezug auf ihre Weltauffassung. Durch das aber, was ein religiöses Bekenntnis, eine Weltauffassung in unserer Seele bildet, bereiten wir uns das Verständnis und die Anschlußfähigkeit für die Venus-Sphäre. Die religiösen Empfindungen des Hinduisten, die religiösen Empfindungen des Chinesen, des Muselmanen, des Christen, sie bereiten seine Seele so, daß diese Seele in der Venus-Sphäre vor allen Dingen Verständnis, Hinneigung und Sympathie hat für diejenigen Wesenheiten, welche die gleichen Empfindungen haben, und die ihre Seelen aus den gleichen Bekenntnissen heraus gebildet haben. Man darf wirklich sagen: Es ist klar ausgesprochen für die okkulte Forschung, während die Menschen auf der Erde heute noch — obwohl das für die Zukunft ja durchkreuzt werden wird und schon beginnt, durchkreuzt zu werden — nach Rassen, Stämmen und so weiter abgeteilt sind, und wir sie nach diesen Merkmalen unterscheiden können, ist in der Venus-Sphäre, die wir da mit andern Menschen und andern Wesen durchleben, keine solche Rasseneinteilung. Da gliedern sich die Menschen so, daß einzig ihre religiösen Bekenntnisse, ihre Weltanschauungen maßgebend sind. Eine gewisse Gliederung ist da aus dem Grunde noch vorhanden, weil ja gerade diese irdische Gliederung, auch der Religionen, in gewisser Beziehung abhängig ist von Stammes- und Rassenverhältnissen. Aber es ist nicht das Rassenelement maßgebend, sondern maßgebend ist, was die Seele dadurch erlebt, daß sie ein bestimmtes Religionsbekenntnis hat.

[ 11 ] Für die nächste Sphäre, die wir vorläufig die Venus-Sphäre nennen wollen — im Sinne des Okkultismus wird sie ja immer so genannt —, ist für die Art, wie der Mensch Anschluß findet, die religiöse Seelenstimmung maßgebend. Menschen, die sich im Leben auf der Erde die Empfindung dafür erworben haben, daß alles Vergängliche in den Dingen und im Menschen selber in Zusammenhang steht mit einem Unvergänglichen, und eine Empfindung dafür, daß das Einzelleben mit seiner Seelenstimmung hinneigen soll zu einem Göttlich-Geistigen, solche Menschen finden den Anschluß an die Wesen dieser Sphäre. Dagegen ist zum Beispiel der materialistisch Gesinnte, der seine Seele nicht dem Ewigen und Unvergänglichen, dem Göttlichen zukehren kann, wie in dem Gefängnis seines eigenen Wesens, in Einsamkeit gebannt, innerhalb dieser Sphäre. Gerade innerhalb dieser Sphäre können wir am besten durch die okkulten Untersuchungen sehen, wie wir uns für diese Sphäre in unserm Astralleibe hier auf der Erde die Lebensbedingungen schaffen durch die Art, wie wir auf der Erde leben. Wir müssen uns in einer gewissen Weise schon hier auf der Erde Verständnis, Hinneigung schaffen zu dem, womit wir dort den Anschluß finden wollen. Nehmen wir nur einmal die Tatsache, daß die Menschen auf der Erde in den verschiedensten Epochen zu den verschiedensten Zeiten — wie es so sein mußte und ganz richtig ist — die Vermittelung mit dem göttlich-geistigen Leben in den verschiedenen Religionsbekenntnissen und Weltanschauungen erhalten haben. Die menschliche Entwickelung konnte ja nur so fortschreiten, daß aus dem einheitlichen Quell, zum Beispiel des religiösen Lebens, zu den verschiedensten Zeiten und für die verschiedensten Völker, je nach ihren Anlagen, je nach ihren klimatischen und anderen Verhältnissen die verschiedenen Religionsbekenntnisse gegeben worden sind von denen, die dazu berufen worden waren durch die Weltenverhältnisse. Es stammen also diese religiösen Bekenntnisse aus einer einheitlichen Quelle; aber sie sind verschieden abgestuft je nach den Bedingungen der einzelnen Völker. Und bis in unsere Zeiten herein unterscheiden sich die Menschen nach Gruppen auf der Erde in bezug auf ihre religiösen Bekenntnisse, in bezug auf ihre Weltauffassung. Durch das aber, was ein religiöses Bekenntnis, eine Weltauffassung in unserer Seele bildet, bereiten wir uns das Verständnis und die Anschlußfähigkeit für die Venus-Sphäre. Die religiösen Empfindungen des Hinduisten, die religiösen Empfindungen des Chinesen, des Muselmanen, des Christen, sie bereiten seine Seele so, daß diese Seele in der Venus-Sphäre vor allen Dingen Verständnis, Hinneigung und Sympathie hat für diejenigen Wesenheiten, welche die gleichen Empfindungen haben, und die ihre Seelen aus den gleichen Bekenntnissen heraus gebildet haben. Man darf wirklich sagen: Es ist klar ausgesprochen für die okkulte Forschung, während die Menschen auf der Erde heute noch — obwohl das für die Zukunft ja durchkreuzt werden wird und schon beginnt, durchkreuzt zu werden — nach Rassen, Stämmen und so weiter abgeteilt sind, und wir sie nach diesen Merkmalen unterscheiden können, ist in der Venus-Sphäre, die wir da mit andern Menschen und andern Wesen durchleben, keine solche Rasseneinteilung. Da gliedern sich die Menschen so, daß einzig ihre religiösen Bekenntnisse, ihre Weltanschauungen maßgebend sind. Eine gewisse Gliederung ist da aus dem Grunde noch vorhanden, weil ja gerade diese irdische Gliederung, auch der Religionen, in gewisser Beziehung abhängig ist von Stammes- und Rassenverhältnissen. Aber es ist nicht das Rassenelement maßgebend, sondern maßgebend ist, was die Seele dadurch erlebt, daß sie ein bestimmtes Religionsbekenntnis hat.

[ 12 ] Immer bringen wir gewisse Zeiten nach unserm Tode innerhalb dieser Sphären zu; dann erweitern wir uns und dringen bis zur nächsten Sphäre weiter.

[ 12 ] Immer bringen wir gewisse Zeiten nach unserm Tode innerhalb dieser Sphären zu; dann erweitern wir uns und dringen bis zur nächsten Sphäre weiter.

[ 13 ] Das nächste, was der Mensch nach der Venus-Sphäre erlebt, ist die Sonnen-Sphäre. Wir werden als Seelen tatsächlich zwischen dem Tode und der neuen Geburt Sonnenbewohner. Für die Sonnen-Sphäre ist noch etwas anderes notwendig als für die Venus-Sphäre. Für die Sonnen-Sphäre liegt die deutliche, die eminente Notwendigkeit vor, wenn wir in ihr zwischen dem Tode und der neuen Geburt gedeihen wollen, nicht bloß eine gewisse Gruppe von Menschen zu verstehen, sondern alle menschlichen Seelen zu verstehen, zu allen Seelen gewissermaßen Anknüpfungspunkte gewinnen zu können. Und in der Sonnen-Sphäre fühlen wir uns schon als Einsiedler, als Vereinsamte, wenn wir durch die Vorurteile irgendeines Religionsbekenntnisses eingeschnürt sind und nicht in der Lage sind, denjenigen zu verstehen, der von einem andern Bekenntnisse seine Seele durchdrungen hat. Wer auf der Erde zum Beispiel nur die Möglichkeit gewonnen hat, alles Vortreffliche zu empfinden bei irgendeinem religiösen Bekenntnis, der versteht — können wir jetzt sagen — alle Bekenner anderer Religionsbekenntnisse während der Sonnen-Sphäre nicht. Aber dieses Nichtverstehen ist nicht so wie auf der Erde. Hier können die Menschen nebeneinander gehen, ohne sich bis in die Seele hinein zu verstehen, können sich spalten in verschiedene Religionsbekenntnisse und Weltanschauungen. In der Sonnen-Sphäre — da wir uns alle bis dahin ausdehnen und durchdringen, sind wir zugleich zusammen und durch unser Inneres getrennt —, da ist jede Trennung und jedes Nichtverstehen zugleich ein Quell furchtbaren Leidens. Ein Vorwurf, den wir nicht überbrücken können, weil wir uns auf der Erde nicht dazu erzogen haben, und der immerdar auf uns lastet, ist die Begegnung mit einem jeden Angehörigen eines anderen Bekenntnisses.

[ 13 ] Das nächste, was der Mensch nach der Venus-Sphäre erlebt, ist die Sonnen-Sphäre. Wir werden als Seelen tatsächlich zwischen dem Tode und der neuen Geburt Sonnenbewohner. Für die Sonnen-Sphäre ist noch etwas anderes notwendig als für die Venus-Sphäre. Für die Sonnen-Sphäre liegt die deutliche, die eminente Notwendigkeit vor, wenn wir in ihr zwischen dem Tode und der neuen Geburt gedeihen wollen, nicht bloß eine gewisse Gruppe von Menschen zu verstehen, sondern alle menschlichen Seelen zu verstehen, zu allen Seelen gewissermaßen Anknüpfungspunkte gewinnen zu können. Und in der Sonnen-Sphäre fühlen wir uns schon als Einsiedler, als Vereinsamte, wenn wir durch die Vorurteile irgendeines Religionsbekenntnisses eingeschnürt sind und nicht in der Lage sind, denjenigen zu verstehen, der von einem andern Bekenntnisse seine Seele durchdrungen hat. Wer auf der Erde zum Beispiel nur die Möglichkeit gewonnen hat, alles Vortreffliche zu empfinden bei irgendeinem religiösen Bekenntnis, der versteht — können wir jetzt sagen — alle Bekenner anderer Religionsbekenntnisse während der Sonnen-Sphäre nicht. Aber dieses Nichtverstehen ist nicht so wie auf der Erde. Hier können die Menschen nebeneinander gehen, ohne sich bis in die Seele hinein zu verstehen, können sich spalten in verschiedene Religionsbekenntnisse und Weltanschauungen. In der Sonnen-Sphäre — da wir uns alle bis dahin ausdehnen und durchdringen, sind wir zugleich zusammen und durch unser Inneres getrennt —, da ist jede Trennung und jedes Nichtverstehen zugleich ein Quell furchtbaren Leidens. Ein Vorwurf, den wir nicht überbrücken können, weil wir uns auf der Erde nicht dazu erzogen haben, und der immerdar auf uns lastet, ist die Begegnung mit einem jeden Angehörigen eines anderen Bekenntnisses.

[ 14 ] Es wird in einer gewissen Weise noch verständlicher werden, was hier zu sagen ist, wenn, von diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt ausgehend, etwas auf die Initiation hingewiesen wird. Denn das, was der Initiierte erlebt, wenn er die geistigen Welten betritt, ist in einer gewissen Weise etwas durchaus Ähnliches wie in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Der Initiierte muß sich in dieselben Sphären hineinleben, und er würde, wenn er in den Vorurteilen einer einseitigen Weltanschauung leben würde, in dieser Sonnen-Sphäre dieselben Qualen durchmachen. Daher ist es notwendig, daß der Initiation ein völliges, restloses Verstehen jedes Bekenntnisses, das auf unserer Erde verbreitet ist, vorhergehe, ein Verstehen dessen, was in jeder einzelnen Seele lebt, gleichgültig, welcher Weltanschauung sie angehört. Sonst ist alles andere, dem man ein solches Verständnis nicht entgegenbringt, etwas, was einem entgegenkommt qualvoll, wie unendlich hohe Berge, die sich auf einen stürzen wollen, wie explosionsartige Erscheinungen, die einem entgegenkommen, so daß man die ganze Gewalt solcher Explosionen sich auf sich entladen fühlt. Alles Unverständnis, das man den Menschen entgegenbringt, weil man sich selbst darin einschnürt, wirkt so in den geistigen Welten. Das war nicht immer so. In den vorchristlichen Zeiten war die Entwickelung der Menschheit nicht so, daß sich die Menschen erst hinentwickeln sollten zu einem solchen Verständnis jeder einzelnen Menschenseele. Die Menschheit mußte die Einseitigkeit durchmachen. Aber die, welche zu einer gewissen Führerschaft der Welt hinaufgeführt wurden, sie mußten immer mehr oder weniger bewußt das in sich aufnehmen, was Verständnis geben kann für alles, ohne Unterschied. Und selbst wenn irgendeine menschliche Wesenheit nur der Führer eines Volkes war, mußte sie in einer gewissen Weise in das Verständnis einer jeden menschlichen Seele eingeführt werden. Das wird so grandios im Alten Testament an der Stelle angedeutet, wo Abraham dem Melchisedek entgegentritt, dem Priester des Allerhöchsten. Wer diese Stelle versteht, der weiß, daß Abraham, der der Führer seines Volkes werden sollte, in diesem Momente gleichsam initiiert wurde — wenn auch nicht vollbewußt, wie es in späteren Initiationen der Fall ist — in bezug auf das Verständnis desjenigen Göttlichen, das in alle menschlichen Seelen hineinspielen kann. An der Stelle, wo von der Begegnung des Abraham mit Melchisedek die Rede ist, verbirgt sich überhaupt ein tiefes Geheimnis für die Entwickelung der Menschheit. Aber nach und nach mußte die Menschheit vorbereitet werden, um immer mehr und mehr die Möglichkeit zu haben, wirklich durch die Sonnen-Sphäre fruchtbringend durchzugehen. Wie geschah das?

[ 14 ] Es wird in einer gewissen Weise noch verständlicher werden, was hier zu sagen ist, wenn, von diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt ausgehend, etwas auf die Initiation hingewiesen wird. Denn das, was der Initiierte erlebt, wenn er die geistigen Welten betritt, ist in einer gewissen Weise etwas durchaus Ähnliches wie in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Der Initiierte muß sich in dieselben Sphären hineinleben, und er würde, wenn er in den Vorurteilen einer einseitigen Weltanschauung leben würde, in dieser Sonnen-Sphäre dieselben Qualen durchmachen. Daher ist es notwendig, daß der Initiation ein völliges, restloses Verstehen jedes Bekenntnisses, das auf unserer Erde verbreitet ist, vorhergehe, ein Verstehen dessen, was in jeder einzelnen Seele lebt, gleichgültig, welcher Weltanschauung sie angehört. Sonst ist alles andere, dem man ein solches Verständnis nicht entgegenbringt, etwas, was einem entgegenkommt qualvoll, wie unendlich hohe Berge, die sich auf einen stürzen wollen, wie explosionsartige Erscheinungen, die einem entgegenkommen, so daß man die ganze Gewalt solcher Explosionen sich auf sich entladen fühlt. Alles Unverständnis, das man den Menschen entgegenbringt, weil man sich selbst darin einschnürt, wirkt so in den geistigen Welten. Das war nicht immer so. In den vorchristlichen Zeiten war die Entwickelung der Menschheit nicht so, daß sich die Menschen erst hinentwickeln sollten zu einem solchen Verständnis jeder einzelnen Menschenseele. Die Menschheit mußte die Einseitigkeit durchmachen. Aber die, welche zu einer gewissen Führerschaft der Welt hinaufgeführt wurden, sie mußten immer mehr oder weniger bewußt das in sich aufnehmen, was Verständnis geben kann für alles, ohne Unterschied. Und selbst wenn irgendeine menschliche Wesenheit nur der Führer eines Volkes war, mußte sie in einer gewissen Weise in das Verständnis einer jeden menschlichen Seele eingeführt werden. Das wird so grandios im Alten Testament an der Stelle angedeutet, wo Abraham dem Melchisedek entgegentritt, dem Priester des Allerhöchsten. Wer diese Stelle versteht, der weiß, daß Abraham, der der Führer seines Volkes werden sollte, in diesem Momente gleichsam initiiert wurde — wenn auch nicht vollbewußt, wie es in späteren Initiationen der Fall ist — in bezug auf das Verständnis desjenigen Göttlichen, das in alle menschlichen Seelen hineinspielen kann. An der Stelle, wo von der Begegnung des Abraham mit Melchisedek die Rede ist, verbirgt sich überhaupt ein tiefes Geheimnis für die Entwickelung der Menschheit. Aber nach und nach mußte die Menschheit vorbereitet werden, um immer mehr und mehr die Möglichkeit zu haben, wirklich durch die Sonnen-Sphäre fruchtbringend durchzugehen. Wie geschah das?

[ 15 ] Der erste Anstoß in unserer Erdentwickelung zu einem solchen richtigen Durchgehen durch die Sonnen-Sphäre wurde gegeben, nachdem die Vorbereitungen dazu durch das alttestamentliche Volk geschaffen waren — wir werden auch noch darüber zu sprechen haben —, durch das Mysterium von Golgatha. Es kommt jetzt in diesem Augenblicke nicht darauf an, die Frage zu behandeln, ob das Christentum in seiner bisherigen Entwickelung alle seine Ziele, alle seine Entwickelungsmöglichkeiten schon aus sich herausgesetzt habe. Es ist ja ganz selbstverständlich, daß das Christentum in seinen religiösen Bekenntnissen nur Einseitigkeiten des gesamtchristlichen Prinzipes herausgebildet hat und in Einzelheiten in seinen positiven Bekenntnissen durchaus zurücksteht gegenüber anderen Bekenntnissen. Darauf aber kommt es an, was es für Entwickelungsmöglichkeiten in sich hat, was es dem Menschen geben kann, der immer tiefer in sein Wesen eindringt.

[ 15 ] Der erste Anstoß in unserer Erdentwickelung zu einem solchen richtigen Durchgehen durch die Sonnen-Sphäre wurde gegeben, nachdem die Vorbereitungen dazu durch das alttestamentliche Volk geschaffen waren — wir werden auch noch darüber zu sprechen haben —, durch das Mysterium von Golgatha. Es kommt jetzt in diesem Augenblicke nicht darauf an, die Frage zu behandeln, ob das Christentum in seiner bisherigen Entwickelung alle seine Ziele, alle seine Entwickelungsmöglichkeiten schon aus sich herausgesetzt habe. Es ist ja ganz selbstverständlich, daß das Christentum in seinen religiösen Bekenntnissen nur Einseitigkeiten des gesamtchristlichen Prinzipes herausgebildet hat und in Einzelheiten in seinen positiven Bekenntnissen durchaus zurücksteht gegenüber anderen Bekenntnissen. Darauf aber kommt es an, was es für Entwickelungsmöglichkeiten in sich hat, was es dem Menschen geben kann, der immer tiefer in sein Wesen eindringt.

[ 16 ] Nun haben wir schon darzustellen versucht, was uns von diesen Entwickelungsmöglichkeiten sprechen kann. Unendlich vieles ist da zu sagen, aber nur eines soll jetzt berührt werden, was uns den Punkt, den wir im Augenblicke nötig haben, beleuchten kann. Wenn wir die verschiedenen Religionsbekenntnisse wirklich innerlich verstehen, so finden wir einen charakteristischen Punkt, um die religiösen Bekenntnisse hervorzuheben. Das ist, daß doch für die ältere Erdentwickelung die einzelnen Bekenntnisse abgestimmt sind für die einzelnen Rassen, Stämme, für die einzelnen Volksgliederungen der Erde. Solche Dinge haben sich ja noch erhalten. Wir wissen, daß der Hindureligion wahrhaftig heute noch nur der angehören kann, der auch als Hindu geboren worden ist. In gewisser Beziehung sind die älteren Religionen Stammesreligionen, Volksreligionen. Nehmen Sie den Ausdruck nicht als eine Herabwürdigung, sondern nur als eine Charakterisierung. Die einzelnen Religionen, die den Völkern von den Initiierten gegeben worden sind, herausgenommen allerdings aus dem Urquell einer allgemeinen Weltenteligion, aber angepaßt den einzelnen Völkern, Stämmen und so weiter, diese einzelnen Religionen haben, man möchte sagen, etwas Religiös-Egoistisches. Immer haben die Völker das geliebt, was ihnen aus ihrem eigenen Fleisch und Blut religiös erwachsen ist. Ja, wir wissen sogar, wenn in den alten Zeiten, von den Mysterienstätten herrührend, irgendwelche Religion bei den Völkern des Altertums begründet worden ist, dann ist nicht der, welcher leiblich ein Fremdling war, hingegangen und hat dort eine Religion begründet, sondern er hat ein zweites Mysterium begründet, das dahin getragen wurde, wo schon ein anderes war; dem Volke aber wurde ein Angehöriger seines Volkes, seines Stammes zum Führer gegeben.

[ 16 ] Nun haben wir schon darzustellen versucht, was uns von diesen Entwickelungsmöglichkeiten sprechen kann. Unendlich vieles ist da zu sagen, aber nur eines soll jetzt berührt werden, was uns den Punkt, den wir im Augenblicke nötig haben, beleuchten kann. Wenn wir die verschiedenen Religionsbekenntnisse wirklich innerlich verstehen, so finden wir einen charakteristischen Punkt, um die religiösen Bekenntnisse hervorzuheben. Das ist, daß doch für die ältere Erdentwickelung die einzelnen Bekenntnisse abgestimmt sind für die einzelnen Rassen, Stämme, für die einzelnen Volksgliederungen der Erde. Solche Dinge haben sich ja noch erhalten. Wir wissen, daß der Hindureligion wahrhaftig heute noch nur der angehören kann, der auch als Hindu geboren worden ist. In gewisser Beziehung sind die älteren Religionen Stammesreligionen, Volksreligionen. Nehmen Sie den Ausdruck nicht als eine Herabwürdigung, sondern nur als eine Charakterisierung. Die einzelnen Religionen, die den Völkern von den Initiierten gegeben worden sind, herausgenommen allerdings aus dem Urquell einer allgemeinen Weltenteligion, aber angepaßt den einzelnen Völkern, Stämmen und so weiter, diese einzelnen Religionen haben, man möchte sagen, etwas Religiös-Egoistisches. Immer haben die Völker das geliebt, was ihnen aus ihrem eigenen Fleisch und Blut religiös erwachsen ist. Ja, wir wissen sogar, wenn in den alten Zeiten, von den Mysterienstätten herrührend, irgendwelche Religion bei den Völkern des Altertums begründet worden ist, dann ist nicht der, welcher leiblich ein Fremdling war, hingegangen und hat dort eine Religion begründet, sondern er hat ein zweites Mysterium begründet, das dahin getragen wurde, wo schon ein anderes war; dem Volke aber wurde ein Angehöriger seines Volkes, seines Stammes zum Führer gegeben.

[ 17 ] In dieser Beziehung besteht ein großer Unterschied in bezug auf das, was man das wahre Christentum nennen kann. Diejenige Individualität, zu welcher der Christ hinschaut, der Christus Jesus, er hat gerade am wenigsten in demjenigen Volke, an der Stätte der Erde gewirkt, wo er unmittelbar hineingeboren war.

[ 17 ] In dieser Beziehung besteht ein großer Unterschied in bezug auf das, was man das wahre Christentum nennen kann. Diejenige Individualität, zu welcher der Christ hinschaut, der Christus Jesus, er hat gerade am wenigsten in demjenigen Volke, an der Stätte der Erde gewirkt, wo er unmittelbar hineingeboren war.

[ 18 ] Wenn wir nun die abendländischen Verhältnisse betrachten: Sind sie in religiöser Beziehung gleich zu achten den indischen, den chinesischen Verhältnissen, das heißt den Verhältnissen, wo noch die Volksreligionen fortdauern? Sie sind es nicht! Unsere Gegenden wären nur dann dem Indertum, dem Chinesentum gleich zu achten, wenn wir hier in Mitteleuropa zum Beispiel gute Wotan-Gläubige wären. Dann wären wir in derselben Lage; dann würde das Religiös-Egoistische auch hier zum Vorschein kommen. Aber innerhalb des Abendlandes ist das Religiös-Egoistische verschwunden, und angenommen wurde die Religion eines Stifters, die gar nicht in irgendeiner Volksgemeinschaft liegt, sondern die außerhalb derselben liegt. Diese Tatsache muß man ins Auge fassen. Was Blut zu Blut führte und mitwirkte bei der Begründung der alten Religionsgemeinschaften, das wirkte nicht mit bei der Verbreitung des Christentums. Das Seelische war es, was da im wesentlichen wirkte, und angenommen wurde eine Religion, die außerhalb der Volksgemeinschaft zum Beispiel für das Abendland lag. Warum ist das? Es ist deshalb, ‚weil das Christentum in seiner tiefsten Wurzel von allem Anfange an darauf zugeschnitten war, ein Bekenntnis zu sein für alle Menschen, ohne Unterschied des Glaubens, der Nationalität, des Stammes, der Rasse und alles dessen, was sonst die Menschen voneinander trennt. Richtig wird das Christentum nur verstanden, wenn es so verstanden wird, daß es nur das Menschliche im Menschen berührt, dasjenige Menschliche, das in allen Menschen ist. Und dem tut es keinen Abbruch, daß das Christentum in seinen ersten Phasen und auch zu unserer Zeit Einzelbekenntnisse herausgebildet hat; denn die Entwickelungsmöglichkeit des allgemein Menschlichen liegt in dem Christentum. Es wird sich sogar auch innerhalb der christlichen Welt ein großer Umschwung vollziehen müssen, wenn das Christentum in seiner Wurzel richtig verstanden werden soll. Man wird einen gewissen Unterschied machen müssen zwischen der Erkenntnis des Christentums und der Realität des Christentums.

[ 18 ] Wenn wir nun die abendländischen Verhältnisse betrachten: Sind sie in religiöser Beziehung gleich zu achten den indischen, den chinesischen Verhältnissen, das heißt den Verhältnissen, wo noch die Volksreligionen fortdauern? Sie sind es nicht! Unsere Gegenden wären nur dann dem Indertum, dem Chinesentum gleich zu achten, wenn wir hier in Mitteleuropa zum Beispiel gute Wotan-Gläubige wären. Dann wären wir in derselben Lage; dann würde das Religiös-Egoistische auch hier zum Vorschein kommen. Aber innerhalb des Abendlandes ist das Religiös-Egoistische verschwunden, und angenommen wurde die Religion eines Stifters, die gar nicht in irgendeiner Volksgemeinschaft liegt, sondern die außerhalb derselben liegt. Diese Tatsache muß man ins Auge fassen. Was Blut zu Blut führte und mitwirkte bei der Begründung der alten Religionsgemeinschaften, das wirkte nicht mit bei der Verbreitung des Christentums. Das Seelische war es, was da im wesentlichen wirkte, und angenommen wurde eine Religion, die außerhalb der Volksgemeinschaft zum Beispiel für das Abendland lag. Warum ist das? Es ist deshalb, ‚weil das Christentum in seiner tiefsten Wurzel von allem Anfange an darauf zugeschnitten war, ein Bekenntnis zu sein für alle Menschen, ohne Unterschied des Glaubens, der Nationalität, des Stammes, der Rasse und alles dessen, was sonst die Menschen voneinander trennt. Richtig wird das Christentum nur verstanden, wenn es so verstanden wird, daß es nur das Menschliche im Menschen berührt, dasjenige Menschliche, das in allen Menschen ist. Und dem tut es keinen Abbruch, daß das Christentum in seinen ersten Phasen und auch zu unserer Zeit Einzelbekenntnisse herausgebildet hat; denn die Entwickelungsmöglichkeit des allgemein Menschlichen liegt in dem Christentum. Es wird sich sogar auch innerhalb der christlichen Welt ein großer Umschwung vollziehen müssen, wenn das Christentum in seiner Wurzel richtig verstanden werden soll. Man wird einen gewissen Unterschied machen müssen zwischen der Erkenntnis des Christentums und der Realität des Christentums.

[ 19 ] Zwar hat schon Paulus mit diesem Unterschiede begonnen, und wer Paulus versteht, kann von diesem Unterschiede etwas wissen; aber es ist dieser Unterschied bis heute wenig verstanden worden. Indem Paulus das christliche Bekenntnis zu dem Christus Jesus dem bloßen Judentume entrissen hat und das Wort geprägt hat: «Christus ist gestorben nicht bloß für die Juden, sondern auch für die Heiden », hat er etwas Ungeheures getan für die richtige Auffassung des Christentums. Denn es wäre durchaus falsch, wenn jemand behaupten wollte, das Mysterium von Golgatha hätte sich nur vollzogen für die, welche sich Christen nennen. Es hat sich vollzogen für alle Menschen! Das meint auch Paulus, wenn er sagt, es sei Christus auch gestorben für die Heiden, nicht bloß für die Juden. Denn was durch das Mysterium von Golgatha in alles Erdenleben übergegangen ist, das hat auch Bedeutung für alles Erdenleben. Und so grotesk es heute noch für die klingen mag, welche die gleich anzuführende Unterscheidung nicht machen, so muß man doch sagen: Derjenige versteht erst die Wurzel des Christentums, der zum Beispiel einen Bekenner eines anderen Religionssystems — gleichgültig, ob er sich Inder oder Chinese oder sonstwie nennt — so anzusehen vermag, daß er sich fragt: Wieviel ist in ihm denn Christliches? — Nicht darauf, daß dieser das weiß, kommt es an, sondern daß er kennt, was die Realität des Christentums ist — ebenso wie es nicht darauf ankommt, ob der Mensch Physiologie kennt, wenn zugegeben werden soll, daß er die Tatsache des Verdauens kennt. Wer aus seinem Religionssystem heute noch kein bewußtes Verhältnis hat zu dem Mysterium von Golgatha, der hat sich eben noch kein Verständnis dafür erworben; das gibt aber dem andern kein Recht, die Realität des Christentums für ihn zu leugnen. Erst wenn die Christen soweit Christen sein werden, daß sie das Christliche in allen Erdenseelen aufsuchen — und nicht, wenn sie es erst durch irgendwelche Bekehrungsversuche den andern Seelen eingeimpft haben —, dann erst wird die Wurzel des Christentums richtig verstanden werden. Aber alles das liegt in dem richtig verstandenen Christentum. Man muß den Unterschied machen zwischen der Realität und dem Verständnisse des Christentums. Zu verstehen, was da seit dem Mysterium von Golgatha auf der Erde ist, das ist ein großes Ideal, ein Ideal einer wichtigen Erkenntnis für die Erde, einer Erkenntnis, die sich nach und nach die Menschen aneignen werden. Aber die Realität ist geschehen, die ist einmal da, indem sich das Mysterium von Golgatha vollzogen hat.

[ 19 ] Zwar hat schon Paulus mit diesem Unterschiede begonnen, und wer Paulus versteht, kann von diesem Unterschiede etwas wissen; aber es ist dieser Unterschied bis heute wenig verstanden worden. Indem Paulus das christliche Bekenntnis zu dem Christus Jesus dem bloßen Judentume entrissen hat und das Wort geprägt hat: «Christus ist gestorben nicht bloß für die Juden, sondern auch für die Heiden », hat er etwas Ungeheures getan für die richtige Auffassung des Christentums. Denn es wäre durchaus falsch, wenn jemand behaupten wollte, das Mysterium von Golgatha hätte sich nur vollzogen für die, welche sich Christen nennen. Es hat sich vollzogen für alle Menschen! Das meint auch Paulus, wenn er sagt, es sei Christus auch gestorben für die Heiden, nicht bloß für die Juden. Denn was durch das Mysterium von Golgatha in alles Erdenleben übergegangen ist, das hat auch Bedeutung für alles Erdenleben. Und so grotesk es heute noch für die klingen mag, welche die gleich anzuführende Unterscheidung nicht machen, so muß man doch sagen: Derjenige versteht erst die Wurzel des Christentums, der zum Beispiel einen Bekenner eines anderen Religionssystems — gleichgültig, ob er sich Inder oder Chinese oder sonstwie nennt — so anzusehen vermag, daß er sich fragt: Wieviel ist in ihm denn Christliches? — Nicht darauf, daß dieser das weiß, kommt es an, sondern daß er kennt, was die Realität des Christentums ist — ebenso wie es nicht darauf ankommt, ob der Mensch Physiologie kennt, wenn zugegeben werden soll, daß er die Tatsache des Verdauens kennt. Wer aus seinem Religionssystem heute noch kein bewußtes Verhältnis hat zu dem Mysterium von Golgatha, der hat sich eben noch kein Verständnis dafür erworben; das gibt aber dem andern kein Recht, die Realität des Christentums für ihn zu leugnen. Erst wenn die Christen soweit Christen sein werden, daß sie das Christliche in allen Erdenseelen aufsuchen — und nicht, wenn sie es erst durch irgendwelche Bekehrungsversuche den andern Seelen eingeimpft haben —, dann erst wird die Wurzel des Christentums richtig verstanden werden. Aber alles das liegt in dem richtig verstandenen Christentum. Man muß den Unterschied machen zwischen der Realität und dem Verständnisse des Christentums. Zu verstehen, was da seit dem Mysterium von Golgatha auf der Erde ist, das ist ein großes Ideal, ein Ideal einer wichtigen Erkenntnis für die Erde, einer Erkenntnis, die sich nach und nach die Menschen aneignen werden. Aber die Realität ist geschehen, die ist einmal da, indem sich das Mysterium von Golgatha vollzogen hat.

[ 20 ] Nun hängt aber allerdings unser Leben in der Sonnen-Sphäre davon ab, welches Verhältnis wir zu dem Mysterium von Golgatha gewonnen haben. Es hängt unser Leben in der Sonnen-Sphäre so ab von diesem Verhältnis, daß das, was in der Sonnen-Sphäre verspürt werden kann — ein Verhältnis zu gewinnen zu allen Menschen —, nur möglich ist durch ein solches Verhältnis zum Mysterium von Golgatha, wie es eben jetzt charakterisiert worden ist: durch ein Verhältnis zum Mysterium von Golgatha, das uns auch nicht mehr einschnürt in eine noch unvollkommene Ausgestaltung des Christentums in diesem oder jenem Bekenntnis. Sonst machen wir uns unter allen Umständen in der Sonnen-Sphäre zu einsamen Menschen, die nicht die Seelen, die Gemüter anderer Menschen finden können. — Es gibt einen Ausspruch, der seine Kraft bis in die Sonnen-Sphäre hinein bewährt: wo wir als Wesen innerhalb der Sonnen-Sphäre zu einem andern menschlichen Wesen kommen, da können wir mit diesem andern menschlichen Wesen gesellig sein und nicht gleichsam durch unsere eigene Wesenheit uns von ihm zurückstoßen, wenn sich an unserer Seele der Ausspruch bewährt: Wo zwei in meinem Namen sich vereinen wollen, kann ich mitten unter ihnen sein. — In der wirklichen Erkenntnis des Christus können sich innerhalb der SonnenSphäre alle Menschen zusammenfinden. Und dieses Finden ist von einer ungeheuren Wichtigkeit, von einer großen Bedeutung. Denn eine Entscheidung geschieht innerhalb der Sonnen-Sphäre für den Menschen: er muß innerhalb der Sonnen-Sphäre ein gewisses Verständnis haben. Und wir können uns dieses Verständnis am besten an einer außerordentlich bedeutungsvollen Tatsache klarmachen, die eigentlich vor jeder Seele liegen könnte, die sich aber die menschlichen Seelen nur nicht immer klarmachen.

[ 20 ] Nun hängt aber allerdings unser Leben in der Sonnen-Sphäre davon ab, welches Verhältnis wir zu dem Mysterium von Golgatha gewonnen haben. Es hängt unser Leben in der Sonnen-Sphäre so ab von diesem Verhältnis, daß das, was in der Sonnen-Sphäre verspürt werden kann — ein Verhältnis zu gewinnen zu allen Menschen —, nur möglich ist durch ein solches Verhältnis zum Mysterium von Golgatha, wie es eben jetzt charakterisiert worden ist: durch ein Verhältnis zum Mysterium von Golgatha, das uns auch nicht mehr einschnürt in eine noch unvollkommene Ausgestaltung des Christentums in diesem oder jenem Bekenntnis. Sonst machen wir uns unter allen Umständen in der Sonnen-Sphäre zu einsamen Menschen, die nicht die Seelen, die Gemüter anderer Menschen finden können. — Es gibt einen Ausspruch, der seine Kraft bis in die Sonnen-Sphäre hinein bewährt: wo wir als Wesen innerhalb der Sonnen-Sphäre zu einem andern menschlichen Wesen kommen, da können wir mit diesem andern menschlichen Wesen gesellig sein und nicht gleichsam durch unsere eigene Wesenheit uns von ihm zurückstoßen, wenn sich an unserer Seele der Ausspruch bewährt: Wo zwei in meinem Namen sich vereinen wollen, kann ich mitten unter ihnen sein. — In der wirklichen Erkenntnis des Christus können sich innerhalb der SonnenSphäre alle Menschen zusammenfinden. Und dieses Finden ist von einer ungeheuren Wichtigkeit, von einer großen Bedeutung. Denn eine Entscheidung geschieht innerhalb der Sonnen-Sphäre für den Menschen: er muß innerhalb der Sonnen-Sphäre ein gewisses Verständnis haben. Und wir können uns dieses Verständnis am besten an einer außerordentlich bedeutungsvollen Tatsache klarmachen, die eigentlich vor jeder Seele liegen könnte, die sich aber die menschlichen Seelen nur nicht immer klarmachen.

[ 21 ] Einer der schönsten Aussprüche des Neuen Testamentes ist der, den wir so charakterisieren können, daß der Christus Jesus im Menschen das Bewußtsein hervorrufen will von dem göttlich-geistigen Wesenskerne im menschlichen Innern, daß der «Gott» als Gottesfunke in jeder menschlichen Seele lebt, daß jeder Mensch eine Göttlichkeit in sich hat. Das hob der Christus Jesus besonders stark hervor, und mit aller Kraft und Gewalt betonte er: «Ihr seid Götter, alle!» Und so betonte er es, daß man dem Ausspruch ansieht: Er betrachtet diese Bezeichnung des Menschen, wenn der Mensch sie sich beilegt, als das Richtige. — Diesen Ausspruch hat noch ein anderes Wesen getan. Bei welcher Gelegenheit, das drückt symbolisch das Alte Testament aus. Luzifer, am Beginne der Menschheitsentwickelung, tut den Ausspruch: «Ihr werdet sein wie die Götter!» Eine solche Tatsache muß man bemerken. Zwei Wesen tun den inhaltlich gleichen Ausspruch: Ihr werdet oder sollt sein wie die Götter — Luzifer und Christus! Und was will die Bibel sagen, indem sie beides gar wohl betont? Sie will sagen, daß aus Luzifers Wesen dieser Ausspruch zum Unsegen gedeihe — aus Christi Wesenheit zum höchsten Segen. Verbirgt sich darin nicht ein wunderbares Geheimnis? Was Luzifer als Versucherstimme in die Menschheit hineinwarf — als den höchsten Weisheitsgehalt durfte es Christus zu den Menschen sprechen. Mit eindringlichen Lettern steht hineingeschrieben in das entsprechende Dokument, wie es nicht bloß auf den Inhalt irgendeines Ausspruches ankommt, sondern im wesentlichen darauf, von wem der Ausspruch kommt. Fühlen wir es aus einer solchen Sache, daß wir die Dinge zunächst immer tief genug nehmen und daß wir recht viel lernen können aus dem, was uns äußerlich exoterisch schon vorliegt!

[ 21 ] Einer der schönsten Aussprüche des Neuen Testamentes ist der, den wir so charakterisieren können, daß der Christus Jesus im Menschen das Bewußtsein hervorrufen will von dem göttlich-geistigen Wesenskerne im menschlichen Innern, daß der «Gott» als Gottesfunke in jeder menschlichen Seele lebt, daß jeder Mensch eine Göttlichkeit in sich hat. Das hob der Christus Jesus besonders stark hervor, und mit aller Kraft und Gewalt betonte er: «Ihr seid Götter, alle!» Und so betonte er es, daß man dem Ausspruch ansieht: Er betrachtet diese Bezeichnung des Menschen, wenn der Mensch sie sich beilegt, als das Richtige. — Diesen Ausspruch hat noch ein anderes Wesen getan. Bei welcher Gelegenheit, das drückt symbolisch das Alte Testament aus. Luzifer, am Beginne der Menschheitsentwickelung, tut den Ausspruch: «Ihr werdet sein wie die Götter!» Eine solche Tatsache muß man bemerken. Zwei Wesen tun den inhaltlich gleichen Ausspruch: Ihr werdet oder sollt sein wie die Götter — Luzifer und Christus! Und was will die Bibel sagen, indem sie beides gar wohl betont? Sie will sagen, daß aus Luzifers Wesen dieser Ausspruch zum Unsegen gedeihe — aus Christi Wesenheit zum höchsten Segen. Verbirgt sich darin nicht ein wunderbares Geheimnis? Was Luzifer als Versucherstimme in die Menschheit hineinwarf — als den höchsten Weisheitsgehalt durfte es Christus zu den Menschen sprechen. Mit eindringlichen Lettern steht hineingeschrieben in das entsprechende Dokument, wie es nicht bloß auf den Inhalt irgendeines Ausspruches ankommt, sondern im wesentlichen darauf, von wem der Ausspruch kommt. Fühlen wir es aus einer solchen Sache, daß wir die Dinge zunächst immer tief genug nehmen und daß wir recht viel lernen können aus dem, was uns äußerlich exoterisch schon vorliegt!

[ 22 ] In der Sonnen-Sphäre, zwischen Tod und neuer Geburt ist es, wo wir vor allen Dingen immer wieder und wieder die ganze Gewalt der Worte zu unserer menschlichen Seele sprechen hören: Du bist ein Gott, du sollst ein Gott sein! — Und wir wissen da eines immer ganz sicher, wenn wir in der Sonnen-Sphäre ankommen: wir wissen, daß Luzifer uns dort wieder begegnet und uns diesen Ausspruch recht eindringlich zur Seele führt. Luzifer beginnen wir von da ab recht gut zu verstehen — den Christus nur dann, wenn wir uns auf der Erde allmählich vorbereitet haben, ihn zu verstehen. Wir bringen in die Sonnen-Sphäre kein Verständnis mit für den Ausspruch, insofern er aus Christi Wesenheit tönt, wenn wir auf der Erde uns nicht dieses Verständnis durch unser Verhältnis zu dem Mysterium von Golgatha erworben haben. — Mit einem trivialen Worte möchte ich folgendes sagen. In der Sonnen-Sphäre begegnen wir zwei Thronen. Dem Thron des Luzifer: Da tönt uns verführerisch das Wort von unserer Göttlichkeit entgegen, und dieser Thron ist immer besetzt. Der andere Thron erscheint uns, oder besser gesagt, er erscheint vielen Menschen noch recht leer, denn auf diesem andern Throne in der Sonnen-Sphäre müssen wir in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt dasjenige auffinden, was man nennen kann das Akasha-Bild von dem Christus. Und können wir dieses Akasha-Bild des Christus in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt in der Sonnen-Sphäre auffinden, so ist das — wie wir in den weiteren Ausführungen sehen werden — zu unserem Heil. Aber wir können es nur finden, weil der Christus von der Sonne herabgestiegen ist und sich mit der ErdenSphäre vereinigt hat, und weil wir unser geistiges Auge durch das Verständnis für das Mysterium von Golgatha auf der Erde schärfen können, damit uns der Thron Christi auf der Sonne nicht leer erscheint, sondern damit seine Taten für uns sichtbar werden, die er verrichtet hat, als er noch selber die Sonne bewohnte. — Es ist ja gewiß so — ich sagte sogar, ich muß mich trivial ausdrücken, wenn ich von diesen zwei Thronen sprechen will —, daß man von diesen erhabenen Verhältnissen nur immer mehr oder weniger bildlich sprechen kann; abet wer sich immer mehr zu einem Verstehen aufschwingt, der wird begreifen, daß die Worte, die auf der Erde geprägt werden, nicht ausreichen, und daß man, um sich verständlich zu machen, schon zum Bilde greifen muß.

[ 22 ] In der Sonnen-Sphäre, zwischen Tod und neuer Geburt ist es, wo wir vor allen Dingen immer wieder und wieder die ganze Gewalt der Worte zu unserer menschlichen Seele sprechen hören: Du bist ein Gott, du sollst ein Gott sein! — Und wir wissen da eines immer ganz sicher, wenn wir in der Sonnen-Sphäre ankommen: wir wissen, daß Luzifer uns dort wieder begegnet und uns diesen Ausspruch recht eindringlich zur Seele führt. Luzifer beginnen wir von da ab recht gut zu verstehen — den Christus nur dann, wenn wir uns auf der Erde allmählich vorbereitet haben, ihn zu verstehen. Wir bringen in die Sonnen-Sphäre kein Verständnis mit für den Ausspruch, insofern er aus Christi Wesenheit tönt, wenn wir auf der Erde uns nicht dieses Verständnis durch unser Verhältnis zu dem Mysterium von Golgatha erworben haben. — Mit einem trivialen Worte möchte ich folgendes sagen. In der Sonnen-Sphäre begegnen wir zwei Thronen. Dem Thron des Luzifer: Da tönt uns verführerisch das Wort von unserer Göttlichkeit entgegen, und dieser Thron ist immer besetzt. Der andere Thron erscheint uns, oder besser gesagt, er erscheint vielen Menschen noch recht leer, denn auf diesem andern Throne in der Sonnen-Sphäre müssen wir in unserem Leben zwischen Tod und neuer Geburt dasjenige auffinden, was man nennen kann das Akasha-Bild von dem Christus. Und können wir dieses Akasha-Bild des Christus in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt in der Sonnen-Sphäre auffinden, so ist das — wie wir in den weiteren Ausführungen sehen werden — zu unserem Heil. Aber wir können es nur finden, weil der Christus von der Sonne herabgestiegen ist und sich mit der ErdenSphäre vereinigt hat, und weil wir unser geistiges Auge durch das Verständnis für das Mysterium von Golgatha auf der Erde schärfen können, damit uns der Thron Christi auf der Sonne nicht leer erscheint, sondern damit seine Taten für uns sichtbar werden, die er verrichtet hat, als er noch selber die Sonne bewohnte. — Es ist ja gewiß so — ich sagte sogar, ich muß mich trivial ausdrücken, wenn ich von diesen zwei Thronen sprechen will —, daß man von diesen erhabenen Verhältnissen nur immer mehr oder weniger bildlich sprechen kann; abet wer sich immer mehr zu einem Verstehen aufschwingt, der wird begreifen, daß die Worte, die auf der Erde geprägt werden, nicht ausreichen, und daß man, um sich verständlich zu machen, schon zum Bilde greifen muß.

[ 23 ] Nun finden wir für das, was wir während der Sonnen-Sphäre nötig haben, nur Verständnis, Anlehnung, wenn wir uns auf der Erde etwas angeeignet haben, was nicht nur in die astralen Kräfte hineinspielt, sondern auch in die Ätherkräfte. Verfolgen Sie, was ich dargestellt habe, so werden Sie wissen, daß die Religionen in die Ätherkräfte hineinspielen, den Ätherleib des Menschen bearbeiten. Es bleibt uns allen ein gutes geistiges Erbstück, indem in unsere Seele Kräfte aus der Sonnen-Sphäre hineingebracht sind, wenn wir ein Verständnis für das Mysterium von Golgatha gewonnen haben. Denn aus der SonnenSphäre müssen wir diejenigen Kräfte herausziehen, die wir nötig haben, damit wir für die nächste Inkarnation unsern Ätherleib in der richtigen Weise wiederbekommen können. Dagegen holen wir uns aus den andern Planeten-Sphären die Kräfte, welche wir brauchen, damit wir in der nächsten Inkarnation unsern Astralleib in der richtigen Weise bekommen können.

[ 23 ] Nun finden wir für das, was wir während der Sonnen-Sphäre nötig haben, nur Verständnis, Anlehnung, wenn wir uns auf der Erde etwas angeeignet haben, was nicht nur in die astralen Kräfte hineinspielt, sondern auch in die Ätherkräfte. Verfolgen Sie, was ich dargestellt habe, so werden Sie wissen, daß die Religionen in die Ätherkräfte hineinspielen, den Ätherleib des Menschen bearbeiten. Es bleibt uns allen ein gutes geistiges Erbstück, indem in unsere Seele Kräfte aus der Sonnen-Sphäre hineingebracht sind, wenn wir ein Verständnis für das Mysterium von Golgatha gewonnen haben. Denn aus der SonnenSphäre müssen wir diejenigen Kräfte herausziehen, die wir nötig haben, damit wir für die nächste Inkarnation unsern Ätherleib in der richtigen Weise wiederbekommen können. Dagegen holen wir uns aus den andern Planeten-Sphären die Kräfte, welche wir brauchen, damit wir in der nächsten Inkarnation unsern Astralleib in der richtigen Weise bekommen können.

[ 24 ] Nun soll niemand glauben, daß dasjenige, was ich eben gesagt habe, in einem andern Sinne und Stil gemeint ist als in dem Stil und Sinne menschlicher Entwickelung. Ich habe Ihnen vorhin gesagt: Schon in der vorchristlichen Zeit war es einem solchen Menschheitsführer, wie dem Abraham, in der Begegnung mit Melchisedek, oder Malekzadik, gegeben, sich diese Kräfte für die Sonnen-Sphäre anzueignen. Nicht eine intolerante Behauptung soll getan werden, als ob sich der Mensch nur durch ein orthodoxes Christentum die Kräfte aneignen könne, um sich zu den Wesen in der Sonnen-Sphäre in das richtige Verhältnis zu stellen, sondern eine Entwickelungstatsache soll ausgesprochen werden. Und zwar die, daß die Möglichkeiten der alten Zeiten, in denen durch andere Mittel das Akasha-Bild des Christus zu schauen war, immer mehr und mehr schwinden mit dem Fortschreiten der Erdentwickelung. Die geistigen Augen des Abraham waren vollständig aufgetan für das Akasha-Bild des Christus in der Sonnen-Sphäre. Das ist durchaus richtig. Es ist kein Einwand dagegen, daß das Mysterium von Golgatha noch nicht geschehen war und daß da der Christus noch auf der Sonne war; er war während dieser Zeit mit anderen planetarischen Sphären in seiner Realität vereinigt. Es war durchaus so, daß damals und bis in unsere Zeiten die Menschen das, was da zu sehen war, schauen konnten. Und wenn wir noch weiter zurückgehen, in jene Urzeiten zurückgehen, in welchen die ersten Lehrer des alten Indiens, die heiligen Rishis die Führer ihres Volkes waren, so waren . das auch durchaus solche Menschheitsführer, die wohl bekannt waren mit dem Christus, der ja damals noch in der Sonne war, und die auch denjenigen, die sich zu ihnen bekannten, ein solches Verständnis, allerdings nicht mit den späteren Namen, beibrachten. Wenn auch in die Erkenntnis-Sphäre dieser alten Zeiten noch nicht das Mysterium von Golgatha hineingewirkt hat, so war es für diejenigen, die aus den Tiefen des Seins heraus die intimen Wahrheiten holten, durchaus möglich, auch das zu gewinnen, was es den Menschen möglich machte, aus der Sonne das zu holen, was ihre Ätherleiber in der entsprechenden Weise erneuern konnte. Aber diese Möglichkeiten hörten mit der weiteren Entwickelung der Menschheit auf; und sie müssen aufhören, weil immer neue Kräfte in die Menschheit hineingefügt werden müssen.

[ 24 ] Nun soll niemand glauben, daß dasjenige, was ich eben gesagt habe, in einem andern Sinne und Stil gemeint ist als in dem Stil und Sinne menschlicher Entwickelung. Ich habe Ihnen vorhin gesagt: Schon in der vorchristlichen Zeit war es einem solchen Menschheitsführer, wie dem Abraham, in der Begegnung mit Melchisedek, oder Malekzadik, gegeben, sich diese Kräfte für die Sonnen-Sphäre anzueignen. Nicht eine intolerante Behauptung soll getan werden, als ob sich der Mensch nur durch ein orthodoxes Christentum die Kräfte aneignen könne, um sich zu den Wesen in der Sonnen-Sphäre in das richtige Verhältnis zu stellen, sondern eine Entwickelungstatsache soll ausgesprochen werden. Und zwar die, daß die Möglichkeiten der alten Zeiten, in denen durch andere Mittel das Akasha-Bild des Christus zu schauen war, immer mehr und mehr schwinden mit dem Fortschreiten der Erdentwickelung. Die geistigen Augen des Abraham waren vollständig aufgetan für das Akasha-Bild des Christus in der Sonnen-Sphäre. Das ist durchaus richtig. Es ist kein Einwand dagegen, daß das Mysterium von Golgatha noch nicht geschehen war und daß da der Christus noch auf der Sonne war; er war während dieser Zeit mit anderen planetarischen Sphären in seiner Realität vereinigt. Es war durchaus so, daß damals und bis in unsere Zeiten die Menschen das, was da zu sehen war, schauen konnten. Und wenn wir noch weiter zurückgehen, in jene Urzeiten zurückgehen, in welchen die ersten Lehrer des alten Indiens, die heiligen Rishis die Führer ihres Volkes waren, so waren . das auch durchaus solche Menschheitsführer, die wohl bekannt waren mit dem Christus, der ja damals noch in der Sonne war, und die auch denjenigen, die sich zu ihnen bekannten, ein solches Verständnis, allerdings nicht mit den späteren Namen, beibrachten. Wenn auch in die Erkenntnis-Sphäre dieser alten Zeiten noch nicht das Mysterium von Golgatha hineingewirkt hat, so war es für diejenigen, die aus den Tiefen des Seins heraus die intimen Wahrheiten holten, durchaus möglich, auch das zu gewinnen, was es den Menschen möglich machte, aus der Sonne das zu holen, was ihre Ätherleiber in der entsprechenden Weise erneuern konnte. Aber diese Möglichkeiten hörten mit der weiteren Entwickelung der Menschheit auf; und sie müssen aufhören, weil immer neue Kräfte in die Menschheit hineingefügt werden müssen.

[ 25 ] Also was gesagt ist, das ist als Entwickelungstatsache gemeint. Wir leben einer Zukunft entgegen, in welcher die Menschen sich immer mehr und mehr die Möglichkeit nehmen werden, die Sonnen-Sphäre in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt richtig zu durchleben, wenn sie sich von dem Christus-Ereignis entfernen. Wahr ist es: Wir müssen das Christliche in jeder Seele suchen. Wir müssen, wenn wir die Wurzel des Christentums verstehen wollen, bei jedem Menschen, dem wir gegenüberstehen, uns fragen: Wieviel ist in ihm Christliches? — Aber wahr ist es auch, daß sich der Mensch von demChristentum ausschließen kann dadurch, daß er sich nicht zum Bewußtsein bringt, was es in der Realität ist. Und wenn wir das Wort des Paulus noch einmal wiederholen: «Christus ist gestorben nicht bloß für die Juden, sondern auch für die Heiden», so kann hinzugefügt werden: Wenn aber im weiteren Fortschritt der Menschheit die Menschen sich ausschließen und immer mehr und mehr bewußt das Mysterium von Golgatha ablehnen würden, so würde das verhindern, daß das auch an sie herankommt, was für sie geschehen ist. Geschehen ist die Wohltat des Mysteriums von Golgatha für alle Menschen. Frei steht es jedem Menschen, diese Wohltat auf sich wirken zu lassen. Davon aber, wie er es auf sich wirken läßt, wird es in der Zukunft immer mehr und mehr abhängen, wie weit er in der Lage ist, aus der Sonnen-Sphäre heraus die Kräfte zu suchen, die notwendig sind, damit sich seine ätherische Leiblichkeit in der nächsten Inkarnation in der rechten Weise herstellen kann. Was das für eine unermeßliche Folge für die ganze Zukunft des Menschengeschlechtes auf der Erde hat, davon wollen wir in den nächsten Zeiten sprechen.

[ 25 ] Also was gesagt ist, das ist als Entwickelungstatsache gemeint. Wir leben einer Zukunft entgegen, in welcher die Menschen sich immer mehr und mehr die Möglichkeit nehmen werden, die Sonnen-Sphäre in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt richtig zu durchleben, wenn sie sich von dem Christus-Ereignis entfernen. Wahr ist es: Wir müssen das Christliche in jeder Seele suchen. Wir müssen, wenn wir die Wurzel des Christentums verstehen wollen, bei jedem Menschen, dem wir gegenüberstehen, uns fragen: Wieviel ist in ihm Christliches? — Aber wahr ist es auch, daß sich der Mensch von demChristentum ausschließen kann dadurch, daß er sich nicht zum Bewußtsein bringt, was es in der Realität ist. Und wenn wir das Wort des Paulus noch einmal wiederholen: «Christus ist gestorben nicht bloß für die Juden, sondern auch für die Heiden», so kann hinzugefügt werden: Wenn aber im weiteren Fortschritt der Menschheit die Menschen sich ausschließen und immer mehr und mehr bewußt das Mysterium von Golgatha ablehnen würden, so würde das verhindern, daß das auch an sie herankommt, was für sie geschehen ist. Geschehen ist die Wohltat des Mysteriums von Golgatha für alle Menschen. Frei steht es jedem Menschen, diese Wohltat auf sich wirken zu lassen. Davon aber, wie er es auf sich wirken läßt, wird es in der Zukunft immer mehr und mehr abhängen, wie weit er in der Lage ist, aus der Sonnen-Sphäre heraus die Kräfte zu suchen, die notwendig sind, damit sich seine ätherische Leiblichkeit in der nächsten Inkarnation in der rechten Weise herstellen kann. Was das für eine unermeßliche Folge für die ganze Zukunft des Menschengeschlechtes auf der Erde hat, davon wollen wir in den nächsten Zeiten sprechen.

[ 26 ] So ist das Christentum, wie es sich — zwar wenig verstanden — aber doch immerhin an das Mysterium von Golgatha anschloß, die erste Vorbereitung der Menschheit, um zu der Sonnen-Sphäre wieder in die richtige Beziehung zu kommen. Ein zweiter Impuls soll sein das richtige anthroposophische Verständnis des Mysteriums von Golgatha. Man kann eine richtige Beziehung zur Sonnen-Sphäre gewinnen, wenn man das Mysterium von Golgatha immer mehr und mehr durchdringen lernt. Aber der Mensch lebt, wenn er in die Sonnen-Sphäre sich hineingelebt hat, weiter hinaus, lebt sich zum Beispiel in die Mars-Sphäre hinein. Es handelt sich darum, daß er nicht bloß in der Sonnen-Sphäre zu den Sonnenkräften ein richtiges Verhältnis gewinnt, sondern dieses auch mitträgt beim weiteren Hinausleben in die Mars-Sphäre. Damit sich sein Bewußtsein nicht verdämmert, damit es nach der Sonnen-Sphäre nicht aufhört, sondern damit er es hineintragen kann in die Mars-Sphäre, in die JupiterSphäre, die er dann zu durchleben hat, dafür ist für unsern Menschheitszyklus notwendig, daß in den Menschenseelen Platz greife das spirituelle Verständnis für das, was in unsern Religionen und Weltanschauungen lebt. Daher das Suchen des Verständnisses für das, was in Religionen und Weltanschauungen lebt. An die Stelle des geisteswissenschaftlichen Verständnisses wird noch ein ganz anderes Verständnis kommen, von dem sich heute der Mensch kaum einen Traum bilden kann. Denn so wahr eine Wahrheit richtig ist in einer Epoche, wenn sie von Wahrheitssinn durchdrungen ist, so wahr ist es auch, daß immer neue und neue Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinkommen werden. Es ist durchaus wahr, daß das, was die Anthroposophie zu geben hat, nur für eine bestimmte Epoche gilt, damit die Menschheit, wenn sie die Anthroposophie aufnimmt, diese als verarbeitete Impulse in die weitere Zeit hineinträgt, um mit den verarbeiteten Kräften auch die späteren Kräfte aufzunehmen.

[ 26 ] So ist das Christentum, wie es sich — zwar wenig verstanden — aber doch immerhin an das Mysterium von Golgatha anschloß, die erste Vorbereitung der Menschheit, um zu der Sonnen-Sphäre wieder in die richtige Beziehung zu kommen. Ein zweiter Impuls soll sein das richtige anthroposophische Verständnis des Mysteriums von Golgatha. Man kann eine richtige Beziehung zur Sonnen-Sphäre gewinnen, wenn man das Mysterium von Golgatha immer mehr und mehr durchdringen lernt. Aber der Mensch lebt, wenn er in die Sonnen-Sphäre sich hineingelebt hat, weiter hinaus, lebt sich zum Beispiel in die Mars-Sphäre hinein. Es handelt sich darum, daß er nicht bloß in der Sonnen-Sphäre zu den Sonnenkräften ein richtiges Verhältnis gewinnt, sondern dieses auch mitträgt beim weiteren Hinausleben in die Mars-Sphäre. Damit sich sein Bewußtsein nicht verdämmert, damit es nach der Sonnen-Sphäre nicht aufhört, sondern damit er es hineintragen kann in die Mars-Sphäre, in die JupiterSphäre, die er dann zu durchleben hat, dafür ist für unsern Menschheitszyklus notwendig, daß in den Menschenseelen Platz greife das spirituelle Verständnis für das, was in unsern Religionen und Weltanschauungen lebt. Daher das Suchen des Verständnisses für das, was in Religionen und Weltanschauungen lebt. An die Stelle des geisteswissenschaftlichen Verständnisses wird noch ein ganz anderes Verständnis kommen, von dem sich heute der Mensch kaum einen Traum bilden kann. Denn so wahr eine Wahrheit richtig ist in einer Epoche, wenn sie von Wahrheitssinn durchdrungen ist, so wahr ist es auch, daß immer neue und neue Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinkommen werden. Es ist durchaus wahr, daß das, was die Anthroposophie zu geben hat, nur für eine bestimmte Epoche gilt, damit die Menschheit, wenn sie die Anthroposophie aufnimmt, diese als verarbeitete Impulse in die weitere Zeit hineinträgt, um mit den verarbeiteten Kräften auch die späteren Kräfte aufzunehmen.

[ 27 ] So haben wir zeigen können, wie der Zusammenhang ist des Lebens auf der Erde mit dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Niemandem kann entgehen, daß der Mensch wahrhaftig ebenso notwendig hat ein Wissen, ein Gefühl und eine Empfindung für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt wie für das irdische Leben selber, weil, wenn er ins irdische Leben hereintritt, dieses irdischen Lebens Heil, Zuversicht, Stärke und Hoffnung davon abhängen, welche Kräfte er sich mitbringt aus dem Leben zwischen dem letzten Tode und der diesmaligen Geburt. Welche Kräfte wir uns aber dort holen können, das hängt wieder davon ab, wie wir uns in der früheren Inkarnation verhalten haben; was wir für eine moralische Verfassung, was für eine religiöse Verfassung oder was für eine allgemeine menschliche Seelenverfassung wir uns angeeignet haben. So müssen wir uns denken, daß wir mit dem Übersinnlichen, in dem wir zwischen Tod und neuer Geburt leben, schaffend mitarbeiten entweder an der Fortentwickelung des ganzen Menschengeschlechtes oder an der Zerstörung des Menschengeschlechtes. Denn würden sich die Menschen nicht die Kräfte aneignen, die ihnen gesunde Astralleiber geben können, so würden die Kräfte in den menschlichen Astralleibern leer und öde werden, und die Menschheit sänke moralisch und religiös auf dem Erdenrunde dahin. Und würden sie sich nicht die Kräfte holen für die Ätherleiber, so würden sie hinsiechen als Menschengeschlecht auf der Erde. Jeder kann sich die Vorstellung bilden: Wieweit muß ich mitarbeiten, daß nicht bloß sieche Leiber über das Erdenrund hingehen? Nicht bloß ein Wissen, sondern eine Verantwottlichkeit ist die Anthroposophie, die uns mit dem ganzen Wesen der Erde in Zusammenhang bringt und in Zusammenhang erhält.

[ 27 ] So haben wir zeigen können, wie der Zusammenhang ist des Lebens auf der Erde mit dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Niemandem kann entgehen, daß der Mensch wahrhaftig ebenso notwendig hat ein Wissen, ein Gefühl und eine Empfindung für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt wie für das irdische Leben selber, weil, wenn er ins irdische Leben hereintritt, dieses irdischen Lebens Heil, Zuversicht, Stärke und Hoffnung davon abhängen, welche Kräfte er sich mitbringt aus dem Leben zwischen dem letzten Tode und der diesmaligen Geburt. Welche Kräfte wir uns aber dort holen können, das hängt wieder davon ab, wie wir uns in der früheren Inkarnation verhalten haben; was wir für eine moralische Verfassung, was für eine religiöse Verfassung oder was für eine allgemeine menschliche Seelenverfassung wir uns angeeignet haben. So müssen wir uns denken, daß wir mit dem Übersinnlichen, in dem wir zwischen Tod und neuer Geburt leben, schaffend mitarbeiten entweder an der Fortentwickelung des ganzen Menschengeschlechtes oder an der Zerstörung des Menschengeschlechtes. Denn würden sich die Menschen nicht die Kräfte aneignen, die ihnen gesunde Astralleiber geben können, so würden die Kräfte in den menschlichen Astralleibern leer und öde werden, und die Menschheit sänke moralisch und religiös auf dem Erdenrunde dahin. Und würden sie sich nicht die Kräfte holen für die Ätherleiber, so würden sie hinsiechen als Menschengeschlecht auf der Erde. Jeder kann sich die Vorstellung bilden: Wieweit muß ich mitarbeiten, daß nicht bloß sieche Leiber über das Erdenrund hingehen? Nicht bloß ein Wissen, sondern eine Verantwottlichkeit ist die Anthroposophie, die uns mit dem ganzen Wesen der Erde in Zusammenhang bringt und in Zusammenhang erhält.