Life Between Death and Rebirth
in Relation to Cosmic Realities
GA 141
22 December 1912, Berlin
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Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt, 7th ed.
Fünfter Vortrag
Fünfter Vortrag
[ 1 ] Nicht wie in den verflossenen Jahren soll heute von mir über das Weihnachtsfest im allgemeinen gesprochen werden; das möchte ich für Dienstag aufbewahren. Dafür möchte ich Sie bitten, dasjenige, was ich heute vorzubringen haben werde, als eine Art Weihnachtsgabe zu betrachten; als etwas, was ich für Ihre Seelen gern unter den Weihnachtsbaum legen möchte als eine allerdings anthroposophische Weihnachtsbetrachtung, die aber vielleicht durch das Bedeutsame, das wir durch sie aufnehmen können, wenn wir sie in richtiger Weise mit unserer Seele vereinigen, uns noch längere Zeit nachsinnend, meditierend wird beschäftigen können. Dürfen wir doch gewiß in der Weihnachtszeit derjenigen Wesenheit gedenken, die ja allerdings für manchen mythisch oder mystisch sich ausnehmen mag, mit deren Namen wir aber doch verbinden — wenigstens uns gewöhnt haben, in einer gewissen Weise zu verbinden — die spirituellen Impulse des abendländischen Kulturlebens. Gemeint ist die Wesenheit des Christian Rosenkreutz.
[ 1 ] Nicht wie in den verflossenen Jahren soll heute von mir über das Weihnachtsfest im allgemeinen gesprochen werden; das möchte ich für Dienstag aufbewahren. Dafür möchte ich Sie bitten, dasjenige, was ich heute vorzubringen haben werde, als eine Art Weihnachtsgabe zu betrachten; als etwas, was ich für Ihre Seelen gern unter den Weihnachtsbaum legen möchte als eine allerdings anthroposophische Weihnachtsbetrachtung, die aber vielleicht durch das Bedeutsame, das wir durch sie aufnehmen können, wenn wir sie in richtiger Weise mit unserer Seele vereinigen, uns noch längere Zeit nachsinnend, meditierend wird beschäftigen können. Dürfen wir doch gewiß in der Weihnachtszeit derjenigen Wesenheit gedenken, die ja allerdings für manchen mythisch oder mystisch sich ausnehmen mag, mit deren Namen wir aber doch verbinden — wenigstens uns gewöhnt haben, in einer gewissen Weise zu verbinden — die spirituellen Impulse des abendländischen Kulturlebens. Gemeint ist die Wesenheit des Christian Rosenkreutz.
[ 2 ] Mit dieser Individualität des Christian Rosenkreutz und ihrem Wirken seit dem 13. Jahrhundert — wir haben das oftmals charakterisiert — verbinden wir alles dasjenige, was uns einschließt die Fortführung des Impulses, der gegeben worden ist durch die Erscheinung des Christus Jesus auf Erden und durch die Vollbringung des Mysteriums von Golgatha. Auseinandergesetzt wurde einmal das, was wir nennen können die letzte Initiation des Christian Rosenkreutz im 13. Jahrhundert. Heute soll gesprochen werden von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die da fällt so gegen das Ende des 16. Jahrhunderts; von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die deshalb so bedeutsam ist für den Christus-Impuls, weil sie mit demselben das verband, was eine wichtigste Tat in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit war in den letzten Zeiten, bevor das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat.
[ 2 ] Mit dieser Individualität des Christian Rosenkreutz und ihrem Wirken seit dem 13. Jahrhundert — wir haben das oftmals charakterisiert — verbinden wir alles dasjenige, was uns einschließt die Fortführung des Impulses, der gegeben worden ist durch die Erscheinung des Christus Jesus auf Erden und durch die Vollbringung des Mysteriums von Golgatha. Auseinandergesetzt wurde einmal das, was wir nennen können die letzte Initiation des Christian Rosenkreutz im 13. Jahrhundert. Heute soll gesprochen werden von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die da fällt so gegen das Ende des 16. Jahrhunderts; von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die deshalb so bedeutsam ist für den Christus-Impuls, weil sie mit demselben das verband, was eine wichtigste Tat in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit war in den letzten Zeiten, bevor das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat.
[ 3 ] Zu all den Dingen, welche uns so recht begreiflich machen können, wie einschneidend für die irdische Menschheitsgeschichte das Mysterium von Golgatha war, zu all dem vielen gehört die Tat eines anderen Religionsstifters, die Tat des Gautama Buddha. Die morgenländische Weltanschauung überliefert uns, wie Gautama Buddha in jenem Leben, von dem eben als dem Buddhaleben gewöhnlich erzählt wird, aufgestiegen ist im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens von einem Bodhisattva zu einem Buddha. Und wir wissen, was es heißt, daß ein Bodhisattva aufsteigt zu einem Buddha. Wir haben auch oftmals die ganze Bedeutung, die Weltbedeutung desjenigen hervorgehoben, was zu uns herüberklingt als die erste Tat des Buddha, der aus einem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, haben hervorgehoben die ganze Bedeutung der «Predigt von Benares». Das alles ist in unsere Seelen wohl tief eingeschrieben. Nur einer Sache wollen wir am heutigen Tage besonders gedenken: was es im großen Weltenzusammenhange unter anderem bedeutet, ein Bodhisattva sei zu einem Buddha aufgestiegen. So ist die morgenländische Lehre, und so ist auch alles das, was uns der abendländische Okkultismus über dieses Phänomen lehrt: daß eine menschliche Wesenheit, wenn sie von einem Bodhisattva zu einem Buddha aufsteigt, fortan nicht mehr in einen menschlichen fleischlichen Leib auf unsere Erde zurückzukehren braucht, sondern daß eine solche, zur Buddha-Würde aufgestiegene Wesenheit fortan in rein spirituellen Welten weiterwirken kann. Und so erkennen wir voll an als eine für uns geltende Wahrheit, daß jene Menschenindividualität, die zum letzten Male auf der Erde der Gautama Buddha war, seitdem fortlebt in spirituellen Höhen, zunächst aus diesen spirituellen Höhen weiter in die Entwickelung der Menschheit hereinwirkend, von jenen spirituellen Höhen in die Entwickelung der Menschheit hereinsendend ihre Impulse, ihre Kräfte zur weiteren Fortentwickelung, Fortgestaltung der Menschheit.
[ 3 ] Zu all den Dingen, welche uns so recht begreiflich machen können, wie einschneidend für die irdische Menschheitsgeschichte das Mysterium von Golgatha war, zu all dem vielen gehört die Tat eines anderen Religionsstifters, die Tat des Gautama Buddha. Die morgenländische Weltanschauung überliefert uns, wie Gautama Buddha in jenem Leben, von dem eben als dem Buddhaleben gewöhnlich erzählt wird, aufgestiegen ist im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens von einem Bodhisattva zu einem Buddha. Und wir wissen, was es heißt, daß ein Bodhisattva aufsteigt zu einem Buddha. Wir haben auch oftmals die ganze Bedeutung, die Weltbedeutung desjenigen hervorgehoben, was zu uns herüberklingt als die erste Tat des Buddha, der aus einem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, haben hervorgehoben die ganze Bedeutung der «Predigt von Benares». Das alles ist in unsere Seelen wohl tief eingeschrieben. Nur einer Sache wollen wir am heutigen Tage besonders gedenken: was es im großen Weltenzusammenhange unter anderem bedeutet, ein Bodhisattva sei zu einem Buddha aufgestiegen. So ist die morgenländische Lehre, und so ist auch alles das, was uns der abendländische Okkultismus über dieses Phänomen lehrt: daß eine menschliche Wesenheit, wenn sie von einem Bodhisattva zu einem Buddha aufsteigt, fortan nicht mehr in einen menschlichen fleischlichen Leib auf unsere Erde zurückzukehren braucht, sondern daß eine solche, zur Buddha-Würde aufgestiegene Wesenheit fortan in rein spirituellen Welten weiterwirken kann. Und so erkennen wir voll an als eine für uns geltende Wahrheit, daß jene Menschenindividualität, die zum letzten Male auf der Erde der Gautama Buddha war, seitdem fortlebt in spirituellen Höhen, zunächst aus diesen spirituellen Höhen weiter in die Entwickelung der Menschheit hereinwirkend, von jenen spirituellen Höhen in die Entwickelung der Menschheit hereinsendend ihre Impulse, ihre Kräfte zur weiteren Fortentwickelung, Fortgestaltung der Menschheit.
[ 4 ] Und eine wichtige Tat, die der Buddha getan hat als den Beitrag, den er zum Mysterium von Golgatha zu bringen hatte, wir haben sie hervorgehoben. Wir haben erinnert an die schöne Legende, an die schöne Erzählung, die wir im Lukas-Evangelium finden: Daß die Hirten sich versammelten, als der in diesem Evangelium beschriebene Jesus geboren worden war. Wir wissen, daß die Legende von einem Engelsgesang erzählt, der bei jener Geburt ertönte und den die Hirten in ihre gläubigen, in ihre ahnungsvollen Seelen aufnahmen. Wir haben dann darauf hingewiesen, woher jener Gesang kam: Die Offenbarungen sollen erzählen von dem Göttlichen in den Höhen, und Friede soll werden den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind. — Der Gesang ist es von der Offenbarung der göttlich-geistigen Kräfte in den spirituellen Welten und von ihrem Widerglanze in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. Wir haben hervorgehoben, daß dieses, was damals als Friedensgesang erklang, eben der Beitrag des Buddha aus den spirituellen Höhen zu dem Mysterium von Golgatha war. Denn der Buddha vereinigte sich mit dem astralischen Leibe jenes Jesus, der uns im Lukas-Evangelium entgegentritt. Und das, was das Evangelium als Engelsgesang vermittelt, ist das Einströmen des Friedens-Evangeliums des Buddha in die Tat, die dann durch den Christus Jesus vollbracht werden sollte. Der Buddha sprach damals bei der Geburt des Jesus, und was den Hirten wie Engelsgesang erschien, das war das, was aus alten vorchristlichen Zeiten als die Botschaft vom Frieden und von der allmenschlichen Liebe auch in die Mission des Christus Jesus hinein aufgenommen werden sollte.
[ 4 ] Und eine wichtige Tat, die der Buddha getan hat als den Beitrag, den er zum Mysterium von Golgatha zu bringen hatte, wir haben sie hervorgehoben. Wir haben erinnert an die schöne Legende, an die schöne Erzählung, die wir im Lukas-Evangelium finden: Daß die Hirten sich versammelten, als der in diesem Evangelium beschriebene Jesus geboren worden war. Wir wissen, daß die Legende von einem Engelsgesang erzählt, der bei jener Geburt ertönte und den die Hirten in ihre gläubigen, in ihre ahnungsvollen Seelen aufnahmen. Wir haben dann darauf hingewiesen, woher jener Gesang kam: Die Offenbarungen sollen erzählen von dem Göttlichen in den Höhen, und Friede soll werden den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind. — Der Gesang ist es von der Offenbarung der göttlich-geistigen Kräfte in den spirituellen Welten und von ihrem Widerglanze in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. Wir haben hervorgehoben, daß dieses, was damals als Friedensgesang erklang, eben der Beitrag des Buddha aus den spirituellen Höhen zu dem Mysterium von Golgatha war. Denn der Buddha vereinigte sich mit dem astralischen Leibe jenes Jesus, der uns im Lukas-Evangelium entgegentritt. Und das, was das Evangelium als Engelsgesang vermittelt, ist das Einströmen des Friedens-Evangeliums des Buddha in die Tat, die dann durch den Christus Jesus vollbracht werden sollte. Der Buddha sprach damals bei der Geburt des Jesus, und was den Hirten wie Engelsgesang erschien, das war das, was aus alten vorchristlichen Zeiten als die Botschaft vom Frieden und von der allmenschlichen Liebe auch in die Mission des Christus Jesus hinein aufgenommen werden sollte.
[ 5 ] Dann blieb aber immer auch das, was die Wesenheit des Buddha genannt werden darf, wirksam in dem fortgehenden Strome der christlichen Entwickelung des Abendlandes. Insbesondere darf eine Tat jenes Buddha hervorgehoben werden, der nicht mehr in einem menschlichen Leibe fortan wirkte, der aber in einem geistigen Leibe wirkte, wie er gewirkt hat bei der Geburt des Jesus; der fortwirkte, vernehmbar für diejenigen, die durch irgendwelche Art von Initiation in der Lage sind, nicht nur zu physischen Menschen in ein Verhältnis zu treten, sondern auch zu den großen, rein in geistigen Leibern an die Menschen herantretenden hohen Führern und Lehrern.
[ 5 ] Dann blieb aber immer auch das, was die Wesenheit des Buddha genannt werden darf, wirksam in dem fortgehenden Strome der christlichen Entwickelung des Abendlandes. Insbesondere darf eine Tat jenes Buddha hervorgehoben werden, der nicht mehr in einem menschlichen Leibe fortan wirkte, der aber in einem geistigen Leibe wirkte, wie er gewirkt hat bei der Geburt des Jesus; der fortwirkte, vernehmbar für diejenigen, die durch irgendwelche Art von Initiation in der Lage sind, nicht nur zu physischen Menschen in ein Verhältnis zu treten, sondern auch zu den großen, rein in geistigen Leibern an die Menschen herantretenden hohen Führern und Lehrern.
[ 6 ] Einige Jahrhunderte, eine Reihe von Jahrhunderten, nachdem das Mysterium von Golgatha vollbracht war, blühte eine Mysterienschule im Süden von Rußland, so in der Gegend des Schwarzen Meeres. Bedeutsame Lehrer waren in jener Mysterienschule. Nur angedeutet kann hier werden — und halb bildlich angedeutet —, was dort eigentlich geschah. Unter den Lehrern, die im physischen Leibe dort wirkten, war auch einer, der nicht im physischen Leibe wirkte, sondern nur an diejenigen Schüler und Zöglinge herantreten konnte, die in ein Verhältnis und in eine Beziehung auch zu jenen Führern und Lehrern treten konnten, die nicht in einem physischen Leibe verkörpert waren, sondern die nur in einem Geistleibe in den Mysterien auftraten. Und unter diesen Lehrern, die damals im Geistleibe in der genannten Mysterienstätte auftraten, war dieselbe Wesenheit, von der uns erzählt wird als von dem Gautama Buddha. Und einen bedeutenden Schüler hatte damals diese Wesenheit im 7., 8. Jahrhundert nach dem Mysterium von Golgatha. Der Buddha war damals in seiner wirklichen Wesenheit nicht etwa darauf bedacht, das, was man Buddhismus nennt, in alter Form etwa fortzupflanzen, sondern er war mitgegangen mit aller Evolution der Zeit, mit aller Entwickelung. Er hatte aufgenommen den Christus-Impuls, hatte selber, wie wir gesehen haben, mitgewirkt beim Christus-Impuls. Und nur in der Stimmung, im Grundcharakter desjenigen, was er zu geben hatte in der angedeuteten Mysterienstätte, drückte sich aus, was noch herüberkormmen sollte aus der alten Buddha-Strömung. Aber es drückte sich so aus, daß es ganz gekleidet war in christliche Stimmung, in christliches Gewand. Man darf in einer gewissen Weise sagen: Nachdem der Buddha ein Wesen geworden ist, das sich nicht mehr in einem menschlichen Leibe inkarnieren braucht, war er ein Mithelfer der christlichen Evolution von der spirituellen Welt aus geworden. — Und ein getreuer Schüler hatte dazumal tief das aufgenommen, was der Buddha in jener Zeit geben konnte, hatte tief aufgenommen etwas, was ja nicht allgemeines Menschheitsgut werden konnte, was aber wie eine Vereinigung der Buddha-Lehre mit der Christus-Lehre war: die absolute Hingabe an das, was am Menschen übersinnlich ist, das Hinweggehobensein über die unmittelbare Verbindung mit dem Sinnlich-Irdischen, das Sichganz-Widmen — und zwar nicht mit dem Verstande, mit der Vernunft, sondern mit dem Herzen, mit der Seele-sich-Widmen dem SeelischGeistigen der Welt, das Sich-Zurückziehen von den Äußerlichkeiten der Welt, das mit ganzer Seele Hingegebensein an das Geistige und seine Geheimnisse. Und als jene Seele, welche da eine BuddhaChristus-Schülerseele war, die sozusagen durch den Buddha von dem Christus gehört hatte, wieder auf der Erde erschien, da ward sie verkörpert in demjenigen Menschen, den wir in der Geschichte der Menschheitsentwickelung kennen als Franz von Assisi. Und wer die Gestalt des Franz von Assisi seelisch in ihrer ganzen Eigenart kennenlernen will aus den okkulten Tiefen der Menschheitsentwickelung heraus, der schaue hin auf die vorhergehende Inkarnation des Franz von Assisi, der mache sich bekannt — wenn man bei Franz von Assisi die eigentümliche Art seines Lebens verstehen will, besonders mit dem, was uns groß und gewaltig bei ihm entgegentritt, weil es zugleich so weltfremd und so fern von allem unmittelbar sinnlich Erlebten ist —, der mache sich damit bekannt, daß Franz von Assisi in seiner vorhergehenden Inkarnation, wie es angedeutet ist, ein ChristusSchüler des Buddha war in der angedeuteten Mysterienstätte.
[ 6 ] Einige Jahrhunderte, eine Reihe von Jahrhunderten, nachdem das Mysterium von Golgatha vollbracht war, blühte eine Mysterienschule im Süden von Rußland, so in der Gegend des Schwarzen Meeres. Bedeutsame Lehrer waren in jener Mysterienschule. Nur angedeutet kann hier werden — und halb bildlich angedeutet —, was dort eigentlich geschah. Unter den Lehrern, die im physischen Leibe dort wirkten, war auch einer, der nicht im physischen Leibe wirkte, sondern nur an diejenigen Schüler und Zöglinge herantreten konnte, die in ein Verhältnis und in eine Beziehung auch zu jenen Führern und Lehrern treten konnten, die nicht in einem physischen Leibe verkörpert waren, sondern die nur in einem Geistleibe in den Mysterien auftraten. Und unter diesen Lehrern, die damals im Geistleibe in der genannten Mysterienstätte auftraten, war dieselbe Wesenheit, von der uns erzählt wird als von dem Gautama Buddha. Und einen bedeutenden Schüler hatte damals diese Wesenheit im 7., 8. Jahrhundert nach dem Mysterium von Golgatha. Der Buddha war damals in seiner wirklichen Wesenheit nicht etwa darauf bedacht, das, was man Buddhismus nennt, in alter Form etwa fortzupflanzen, sondern er war mitgegangen mit aller Evolution der Zeit, mit aller Entwickelung. Er hatte aufgenommen den Christus-Impuls, hatte selber, wie wir gesehen haben, mitgewirkt beim Christus-Impuls. Und nur in der Stimmung, im Grundcharakter desjenigen, was er zu geben hatte in der angedeuteten Mysterienstätte, drückte sich aus, was noch herüberkormmen sollte aus der alten Buddha-Strömung. Aber es drückte sich so aus, daß es ganz gekleidet war in christliche Stimmung, in christliches Gewand. Man darf in einer gewissen Weise sagen: Nachdem der Buddha ein Wesen geworden ist, das sich nicht mehr in einem menschlichen Leibe inkarnieren braucht, war er ein Mithelfer der christlichen Evolution von der spirituellen Welt aus geworden. — Und ein getreuer Schüler hatte dazumal tief das aufgenommen, was der Buddha in jener Zeit geben konnte, hatte tief aufgenommen etwas, was ja nicht allgemeines Menschheitsgut werden konnte, was aber wie eine Vereinigung der Buddha-Lehre mit der Christus-Lehre war: die absolute Hingabe an das, was am Menschen übersinnlich ist, das Hinweggehobensein über die unmittelbare Verbindung mit dem Sinnlich-Irdischen, das Sichganz-Widmen — und zwar nicht mit dem Verstande, mit der Vernunft, sondern mit dem Herzen, mit der Seele-sich-Widmen dem SeelischGeistigen der Welt, das Sich-Zurückziehen von den Äußerlichkeiten der Welt, das mit ganzer Seele Hingegebensein an das Geistige und seine Geheimnisse. Und als jene Seele, welche da eine BuddhaChristus-Schülerseele war, die sozusagen durch den Buddha von dem Christus gehört hatte, wieder auf der Erde erschien, da ward sie verkörpert in demjenigen Menschen, den wir in der Geschichte der Menschheitsentwickelung kennen als Franz von Assisi. Und wer die Gestalt des Franz von Assisi seelisch in ihrer ganzen Eigenart kennenlernen will aus den okkulten Tiefen der Menschheitsentwickelung heraus, der schaue hin auf die vorhergehende Inkarnation des Franz von Assisi, der mache sich bekannt — wenn man bei Franz von Assisi die eigentümliche Art seines Lebens verstehen will, besonders mit dem, was uns groß und gewaltig bei ihm entgegentritt, weil es zugleich so weltfremd und so fern von allem unmittelbar sinnlich Erlebten ist —, der mache sich damit bekannt, daß Franz von Assisi in seiner vorhergehenden Inkarnation, wie es angedeutet ist, ein ChristusSchüler des Buddha war in der angedeuteten Mysterienstätte.
[ 7 ] So wirkte die Buddha-Wesenheit weiter — unsichtbar, übersinnlich in der Strömung, die durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheitsentwickelung eingetreten war. Gerade aber an Franz von Assisi kann sich uns so recht zeigen, wie diese Buddha-Wirkung für alle folgenden Zeiten gewesen wäre, wenn nichts anderes geschehen wäre, als daß der Buddha so fortgewirkt hätte, wie er in jener Tat gewirkt hat, die wir eben charakterisiert haben, und durch welche er Franz von Assisi für seine Mission vorbereitet hat. Hätte er so fortgewirkt — viele, viele Menschen würden erstanden sein von der Gesinnung und Stimmung des Franz von Assisi. Sie wären innerhalb des Christentums Buddha-Schüler geworden, wären Buddha-Bekenner geworden. Was als Buddha-Stimmung etwa in denjenigen fortgelebt hat, welche Bekenner des Franz von Assisi geworden waren, das wäre aber unmöglich mit alledem zu vereinigen gewesen, was die moderne Zeit, die Zeit seit der Morgenröte des neueren Geisteslebens, an Anforderungen an die Menschheit zu stellen hatte.
[ 7 ] So wirkte die Buddha-Wesenheit weiter — unsichtbar, übersinnlich in der Strömung, die durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheitsentwickelung eingetreten war. Gerade aber an Franz von Assisi kann sich uns so recht zeigen, wie diese Buddha-Wirkung für alle folgenden Zeiten gewesen wäre, wenn nichts anderes geschehen wäre, als daß der Buddha so fortgewirkt hätte, wie er in jener Tat gewirkt hat, die wir eben charakterisiert haben, und durch welche er Franz von Assisi für seine Mission vorbereitet hat. Hätte er so fortgewirkt — viele, viele Menschen würden erstanden sein von der Gesinnung und Stimmung des Franz von Assisi. Sie wären innerhalb des Christentums Buddha-Schüler geworden, wären Buddha-Bekenner geworden. Was als Buddha-Stimmung etwa in denjenigen fortgelebt hat, welche Bekenner des Franz von Assisi geworden waren, das wäre aber unmöglich mit alledem zu vereinigen gewesen, was die moderne Zeit, die Zeit seit der Morgenröte des neueren Geisteslebens, an Anforderungen an die Menschheit zu stellen hatte.
[ 8 ] Erinnern wir uns einmal, wie wir den Durchgang der Menschenseele durch die verschiedenen Regionen der Welt zwischen dem Tode und der neuen Geburt dargestellt haben. Erinnern wir uns, daß diese Menschenseele zwischen Tod und neuer Geburt durch das durchzugehen hat, was wir die planetarischen Sphären nennen, daß sie sich zu bewegen hat bis hinaus in die Weiten des Weltenraumes. Erinnern wir uns, daß wir in der Tat zwischen Tod und neuer Geburt nacheinander Mond-, Venus-, Merkur-, Sonnen-, Mars-, Jupiter- und Saturnbewohner werden, Bewohner des Sternenhimmels werden, um uns dann wieder aus diesen Welten zusammenzuziehen, um uns durch irgendein Elternpaar wieder neu zu verkörpern und um das durchzumachen, was man auf dem Schauplatze der Erde durchmachen kann, während wir außerhalb des Erdenraumes das absolvieren, was wir als Bewohner anderer Welten durchzumachen haben. Von jeder Seele, die durch die Geburt ins Dasein tritt, können wir sagen, daß sie seit dem letzten Tode die verschiedenen Erlebnisse durchgemacht hat, die draußen im Sternenhimmel durchgemacht werden können. Wir bringen uns durch die Geburt die Kräfte ins Dasein herein, die wir in den verschiedenen Gebieten des Sternenhimmels erleben.
[ 8 ] Erinnern wir uns einmal, wie wir den Durchgang der Menschenseele durch die verschiedenen Regionen der Welt zwischen dem Tode und der neuen Geburt dargestellt haben. Erinnern wir uns, daß diese Menschenseele zwischen Tod und neuer Geburt durch das durchzugehen hat, was wir die planetarischen Sphären nennen, daß sie sich zu bewegen hat bis hinaus in die Weiten des Weltenraumes. Erinnern wir uns, daß wir in der Tat zwischen Tod und neuer Geburt nacheinander Mond-, Venus-, Merkur-, Sonnen-, Mars-, Jupiter- und Saturnbewohner werden, Bewohner des Sternenhimmels werden, um uns dann wieder aus diesen Welten zusammenzuziehen, um uns durch irgendein Elternpaar wieder neu zu verkörpern und um das durchzumachen, was man auf dem Schauplatze der Erde durchmachen kann, während wir außerhalb des Erdenraumes das absolvieren, was wir als Bewohner anderer Welten durchzumachen haben. Von jeder Seele, die durch die Geburt ins Dasein tritt, können wir sagen, daß sie seit dem letzten Tode die verschiedenen Erlebnisse durchgemacht hat, die draußen im Sternenhimmel durchgemacht werden können. Wir bringen uns durch die Geburt die Kräfte ins Dasein herein, die wir in den verschiedenen Gebieten des Sternenhimmels erleben.
[ 9 ] Nun sehen wir einmal hin, wie auf unserer Erde schon das Leben verfließt, wie der Mensch bei jeder neuen Inkarnation, bei jeder neuen Verkörperung hier auf der Erde die Erde verändert findet, wie er Neues durchmacht. Erinnern wir uns, wie der Mensch in seinen verschiedenen Inkarnationen durchgemacht hat die vorchristlichen Zeiten, wie er wieder inkarniert war, nachdem in der Menschheitsentwikkelung das Mysterium von Golgatha Platz gegriffen hatte und als Impuls in der weiteren Entwickelung der Menschheit fortzuwirken hatte. Schreiben wir es uns recht stark vor die Seele hin, wie da die Erde eine Entwickelung durchmacht, von göttlich-geistigen Höhen heruntersteigend bis zu einem gewissen tiefsten Punkt; wie sich dann mit der Erdentwickelung das verband, was wir nennen können den Impuls des Mysteriums von Golgatha, und wie von da an wieder eine Aufwärtsentwickelung der Erde stattfindet, die jetzt erst am Anfange ist, die aber weiter fortgehen wird, wenn die Menschen die Impulse aus diesem Mysterium in die Seelen aufnehmen werden, so daß sie später bis zu jener Stufe wieder hinaufsteigen werden, wo sie standen, bevor die Verführung durch Luzifer stattgefunden hat. Machen wir uns klar, daß wir so — gerade aus ihren tiefsten Entwickelungsbedingungen heraus — die Erdentwickelung immer anders finden, wenn wir durch die Geburt hier ins irdische Dasein zurückkehren.
[ 9 ] Nun sehen wir einmal hin, wie auf unserer Erde schon das Leben verfließt, wie der Mensch bei jeder neuen Inkarnation, bei jeder neuen Verkörperung hier auf der Erde die Erde verändert findet, wie er Neues durchmacht. Erinnern wir uns, wie der Mensch in seinen verschiedenen Inkarnationen durchgemacht hat die vorchristlichen Zeiten, wie er wieder inkarniert war, nachdem in der Menschheitsentwikkelung das Mysterium von Golgatha Platz gegriffen hatte und als Impuls in der weiteren Entwickelung der Menschheit fortzuwirken hatte. Schreiben wir es uns recht stark vor die Seele hin, wie da die Erde eine Entwickelung durchmacht, von göttlich-geistigen Höhen heruntersteigend bis zu einem gewissen tiefsten Punkt; wie sich dann mit der Erdentwickelung das verband, was wir nennen können den Impuls des Mysteriums von Golgatha, und wie von da an wieder eine Aufwärtsentwickelung der Erde stattfindet, die jetzt erst am Anfange ist, die aber weiter fortgehen wird, wenn die Menschen die Impulse aus diesem Mysterium in die Seelen aufnehmen werden, so daß sie später bis zu jener Stufe wieder hinaufsteigen werden, wo sie standen, bevor die Verführung durch Luzifer stattgefunden hat. Machen wir uns klar, daß wir so — gerade aus ihren tiefsten Entwickelungsbedingungen heraus — die Erdentwickelung immer anders finden, wenn wir durch die Geburt hier ins irdische Dasein zurückkehren.
[ 10 ] So ist es aber auch, wenn wir die anderen Weltenkörper zwischen Tod und neuer Geburt betreten. Ja, diese Weltenkörper machen auch eine Entwickelung durch. Sie machen geradeso eine Evolution durch, einen Niederstieg und einen Aufstieg in ihrer Entwickelung wie unsere Erde selber. Und jedes Mal, wenn wir nach einem Tode irgendeinen der Weltenkörper draußen — Mars, Venus oder Merkur — betreten, treffen wir andere Verhältnisse, und wenn wir solche andere Verhältnisse treffen, nehmen wir auch andere Erlebnisse, andere Impulse aus diesen Weltenkörpern auf und bringen andere Impulse jedes Mal zurück, sagen wit, vom Merkur, von der Venus und so weiter; denn wir nehmen alle die Impulse dort auf, die wir dann durch die Geburt wieder ins Dasein zurückbringen. Wir bringen, weil die anderen Weltenkörper auch ihre Evolutionen durchmachen, jedes Mal andere innere Kräfte in der Seele mit.
[ 10 ] So ist es aber auch, wenn wir die anderen Weltenkörper zwischen Tod und neuer Geburt betreten. Ja, diese Weltenkörper machen auch eine Entwickelung durch. Sie machen geradeso eine Evolution durch, einen Niederstieg und einen Aufstieg in ihrer Entwickelung wie unsere Erde selber. Und jedes Mal, wenn wir nach einem Tode irgendeinen der Weltenkörper draußen — Mars, Venus oder Merkur — betreten, treffen wir andere Verhältnisse, und wenn wir solche andere Verhältnisse treffen, nehmen wir auch andere Erlebnisse, andere Impulse aus diesen Weltenkörpern auf und bringen andere Impulse jedes Mal zurück, sagen wit, vom Merkur, von der Venus und so weiter; denn wir nehmen alle die Impulse dort auf, die wir dann durch die Geburt wieder ins Dasein zurückbringen. Wir bringen, weil die anderen Weltenkörper auch ihre Evolutionen durchmachen, jedes Mal andere innere Kräfte in der Seele mit.
[ 11 ] Heute, da wir sozusagen durch die tiefe Bedeutung des Weihnachtsfestes hingewiesen werden in das Wesen des Weltenraumes, das geistige Wesen des Weltenraumes selber, heute wollen wir insbesondere einer Entwickelung gedenken, die sich der okkulten Forschung darbietet, wenn diese okkulte Forschung wirklich bis zu einer gewissen Tiefe in das eindringt, worin sie eindringen kann: in das Wesen anderer Welten, die so verknüpft sind mit anderen Planeten, anderen Planetensystemen, wie das geistige Leben der Erde mit dem Erdplaneten verknüpft ist. Wie im geistigen Leben der Erde eine absteigende Entwickelung bis zum Mysterium von Golgatha und von da aus ein Aufschwung stattfindet, der jetzt nur maskiert, kaschiert ist, weil der Christus-Impuls immer mehr und mehr verstanden werden muß, und weil die Menschen dann schon eine aufsteigende Entwickelung durchmachen werden, so fand — das wollen wir ins Auge fassen eine aufsteigende und eine absteigende Entwickelung auch statt auf dem Mars, dessen Schauplatz wir auch zwischen dem Tode und der neuen Geburt betreten. Es war gerade bis in das 15., 16. Jahrhundert hinein, da machte der Mars eine solche Entwickelung durch, daß das, was ihm von Anfang an aus den spirituellen Welten gegeben war, in absteigender Entwickelung war. Wie bis zum Anfange unserer Zeitrechnung die Erdentwickelung eine absteigende war, so war bis zum 15., 16. Jahrhundert die Entwickelung des Mars eine absteigende. Sie sollte eine aufsteigende werden, mußte eine aufsteigende werden, denn jene absteigende Entwickelung hatte sich in ihren Folgen oben gezeigt. Wir bringen ja als Menschen die Impulse, die Kräfte aus den Sternenwelten mit, wenn wir wieder durch die Geburt ins irdische Dasein treten, und unter den verschiedenen Kräften auch die Marskräfte. An einer Individualität können wir insbesondere deutlich sehen, wie verändert das war, was man vom Mars mitbringt auf die Erde herein.
[ 11 ] Heute, da wir sozusagen durch die tiefe Bedeutung des Weihnachtsfestes hingewiesen werden in das Wesen des Weltenraumes, das geistige Wesen des Weltenraumes selber, heute wollen wir insbesondere einer Entwickelung gedenken, die sich der okkulten Forschung darbietet, wenn diese okkulte Forschung wirklich bis zu einer gewissen Tiefe in das eindringt, worin sie eindringen kann: in das Wesen anderer Welten, die so verknüpft sind mit anderen Planeten, anderen Planetensystemen, wie das geistige Leben der Erde mit dem Erdplaneten verknüpft ist. Wie im geistigen Leben der Erde eine absteigende Entwickelung bis zum Mysterium von Golgatha und von da aus ein Aufschwung stattfindet, der jetzt nur maskiert, kaschiert ist, weil der Christus-Impuls immer mehr und mehr verstanden werden muß, und weil die Menschen dann schon eine aufsteigende Entwickelung durchmachen werden, so fand — das wollen wir ins Auge fassen eine aufsteigende und eine absteigende Entwickelung auch statt auf dem Mars, dessen Schauplatz wir auch zwischen dem Tode und der neuen Geburt betreten. Es war gerade bis in das 15., 16. Jahrhundert hinein, da machte der Mars eine solche Entwickelung durch, daß das, was ihm von Anfang an aus den spirituellen Welten gegeben war, in absteigender Entwickelung war. Wie bis zum Anfange unserer Zeitrechnung die Erdentwickelung eine absteigende war, so war bis zum 15., 16. Jahrhundert die Entwickelung des Mars eine absteigende. Sie sollte eine aufsteigende werden, mußte eine aufsteigende werden, denn jene absteigende Entwickelung hatte sich in ihren Folgen oben gezeigt. Wir bringen ja als Menschen die Impulse, die Kräfte aus den Sternenwelten mit, wenn wir wieder durch die Geburt ins irdische Dasein treten, und unter den verschiedenen Kräften auch die Marskräfte. An einer Individualität können wir insbesondere deutlich sehen, wie verändert das war, was man vom Mars mitbringt auf die Erde herein.
[ 12 ] Es ist ja allen Okkultisten bekannt, daß dieselbe Seele, die in Ni%oJaus Kopernikus auftrat, um sozusagen die Morgenröte der neueren Zeit herbeizuführen, vorher verkörpert war von dem Jahre 1401 bis 1464 in dem Kardinal Nikolaus von Kues, Nikolaus Cusanus. Wie verschieden sind aber diese beiden Persönlichkeiten, welche in einer gewissen Hinsicht dieselbe Seele in sich bargen! Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert ganz, ganz hingegeben den spirituellen Welten, in seinen Betrachtungen in den spirituellen Welten wurzelnd — und als er wieder erschien, jene gewaltige Umwälzung hervorrufend, die nur dadurch hervorgerufen werden konnte, daß sozusagen aus der Weltanschauung des Raumes, des Planetensystems, alles herausgeworfen war, was spirituell war, und man nur die äußeren Bewegungen und die äußeren Verhältnisse der Himmelskörper ins Auge faßte! Warum konnte denn dieselbe Seele, die als Nikolaus von Kues auf der Erde war und noch ganz den spirituellen Welten hingegeben war, als sie in der nächsten Verkörperung wieder erschien, nun abstrakt, mathematisch, rein räumlich-geometrisch die Himmelsverhältnisse denken? Man konnte es, weil man, wenn man in der Zwischenzeit zwischen dem Dasein des Nikolaus von Kues und dem des Kopernikus die Mars-Sphäre passiert hatte, gerade hineingekommen war in den Niedergang des Mars. Man brachte sich vom Mars keine Kräfte mit, welche die Seelen im Leben so inspirierten, daß man einen Höhenflug in die geistigen Welten hinauf nahm. Was nur im Physisch-Sinnlichen war, das allein lebte in solchen Seelen, die gerade in jener Zeit den Mars passiert hatten. Wäre nun alles auf dem Mars so weiter vor sich gegangen, wäre der Mars in seinem Niedergange drinnen geblieben, so würden sich die Seelen aus diesem Weltenkörper nur das mitgebracht haben, was sie hier auf der Erde für eine rein materielle Auffassung der Welt fähig gemacht hätte. Durch das aber, was aus dem Niedergange des Mars stammte, ist die moderne Naturwissenschaft geworden; das hat sich in die Seelen so ergossen, daß es auf dem Gebiete der materiellen Welterkenntnis von Triumph zu Triumph führte, und das würde in der weiteren Menschheitsentwickelung nur fortwirken im Sinne alles dessen, was materielle Naturwissenschaft werden kann, was die Grundlage für Industrie und Handel, für die äußere Gestaltung der Erdenkultur werden kann.
[ 12 ] Es ist ja allen Okkultisten bekannt, daß dieselbe Seele, die in Ni%oJaus Kopernikus auftrat, um sozusagen die Morgenröte der neueren Zeit herbeizuführen, vorher verkörpert war von dem Jahre 1401 bis 1464 in dem Kardinal Nikolaus von Kues, Nikolaus Cusanus. Wie verschieden sind aber diese beiden Persönlichkeiten, welche in einer gewissen Hinsicht dieselbe Seele in sich bargen! Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert ganz, ganz hingegeben den spirituellen Welten, in seinen Betrachtungen in den spirituellen Welten wurzelnd — und als er wieder erschien, jene gewaltige Umwälzung hervorrufend, die nur dadurch hervorgerufen werden konnte, daß sozusagen aus der Weltanschauung des Raumes, des Planetensystems, alles herausgeworfen war, was spirituell war, und man nur die äußeren Bewegungen und die äußeren Verhältnisse der Himmelskörper ins Auge faßte! Warum konnte denn dieselbe Seele, die als Nikolaus von Kues auf der Erde war und noch ganz den spirituellen Welten hingegeben war, als sie in der nächsten Verkörperung wieder erschien, nun abstrakt, mathematisch, rein räumlich-geometrisch die Himmelsverhältnisse denken? Man konnte es, weil man, wenn man in der Zwischenzeit zwischen dem Dasein des Nikolaus von Kues und dem des Kopernikus die Mars-Sphäre passiert hatte, gerade hineingekommen war in den Niedergang des Mars. Man brachte sich vom Mars keine Kräfte mit, welche die Seelen im Leben so inspirierten, daß man einen Höhenflug in die geistigen Welten hinauf nahm. Was nur im Physisch-Sinnlichen war, das allein lebte in solchen Seelen, die gerade in jener Zeit den Mars passiert hatten. Wäre nun alles auf dem Mars so weiter vor sich gegangen, wäre der Mars in seinem Niedergange drinnen geblieben, so würden sich die Seelen aus diesem Weltenkörper nur das mitgebracht haben, was sie hier auf der Erde für eine rein materielle Auffassung der Welt fähig gemacht hätte. Durch das aber, was aus dem Niedergange des Mars stammte, ist die moderne Naturwissenschaft geworden; das hat sich in die Seelen so ergossen, daß es auf dem Gebiete der materiellen Welterkenntnis von Triumph zu Triumph führte, und das würde in der weiteren Menschheitsentwickelung nur fortwirken im Sinne alles dessen, was materielle Naturwissenschaft werden kann, was die Grundlage für Industrie und Handel, für die äußere Gestaltung der Erdenkultur werden kann.
[ 13 ] Es würde ja möglich sein, daß jener Menschenklasse, die dadurch sich herausbildet, daß sie ganz unter dem Einfluß des Fehlens gewisser alter Marskräfte steht, welche nicht mehr vorhanden waren, daß dieser Menschenklasse, die also nur der äußeren Kultur hingegeben wäre, eine andere Menschenklasse gegenüberstände, eine Menschenklasse von lauter Bekennern des Franz von Assisi oder des ins Christentum übertragenen Buddhismus. Es würde eine Wesenheit wie die des Buddha — wie sie in der heute angedeuteten Weise bis zu Franz von Assisi fortgewirkt hat — auf der Erde ein Gegengewicht selber haben bilden können gegen die bloß materialistische Auffassung der Welt, indem sie starke Kräfte in die Seelen gegossen hätte. Aber diese Kräfte hätten dazu geführt, daß sich eine Klasse von Menschen hätte bilden können, die nur ein mönchisches Leben führen können wie Franz von Assisi, und daß nur diese Klasse in die spirituellen Höhen hätte aufsteigen können.
[ 13 ] Es würde ja möglich sein, daß jener Menschenklasse, die dadurch sich herausbildet, daß sie ganz unter dem Einfluß des Fehlens gewisser alter Marskräfte steht, welche nicht mehr vorhanden waren, daß dieser Menschenklasse, die also nur der äußeren Kultur hingegeben wäre, eine andere Menschenklasse gegenüberstände, eine Menschenklasse von lauter Bekennern des Franz von Assisi oder des ins Christentum übertragenen Buddhismus. Es würde eine Wesenheit wie die des Buddha — wie sie in der heute angedeuteten Weise bis zu Franz von Assisi fortgewirkt hat — auf der Erde ein Gegengewicht selber haben bilden können gegen die bloß materialistische Auffassung der Welt, indem sie starke Kräfte in die Seelen gegossen hätte. Aber diese Kräfte hätten dazu geführt, daß sich eine Klasse von Menschen hätte bilden können, die nur ein mönchisches Leben führen können wie Franz von Assisi, und daß nur diese Klasse in die spirituellen Höhen hätte aufsteigen können.
[ 14 ] Wäre nun alles so geblieben, so wäre die Menschheit immer mehr und mehr in zwei Klassen geteilt worden: auf der einen Seite die, welche dem materiellen Leben hingegeben wären, weil diese Klasse schon einmal notwendig geworden ist auf der Erde für die Fortpflanzung der äußeren materiellen Erdenkultur, und herausgehoben worden durch den fortwirkenden Buddha-Impuls wären Schätzer und Pfleger und Bewahrer der spirituellen Kultur. Aber diese letzteren hätten nicht mitmachen dürfen — wie es Franz von Assisi nicht hat mitmachen dürfen — die äußere materielle Kultur, und immer schärfer und schärfer wären diese zwei Menschenkategorien getrennt worden. Und als man prophetisch vorausschauen konnte, daß so etwas hätte kommen müssen, da war es die Aufgabe jener Individualität, die wir unter dem Namen Christian Rosenkreutz verehren, nicht die Erdentwickelung so vor sich gehen zu lassen, daß eine solche Zweispaltung der Erdentwickelung vor sich gehe. Sondern Christian Rosenkreutz fühlte die Mission, für jede Menschenseele, die da oder dort auf irgendeinem Plan im neueren Leben steht, die Möglichkeit zu bieten, daß jede Seele aufsteigen kann in spirituelle Höhen. Haben wir es ja immer betont, und ist es doch betont in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», daß es unser Ziel in der abendländischen okkultistischen Geistesentwickelung ist, nicht durch Absonderung vom Leben, durch eine asketische Absonderung vom Leben den Aufstieg in die spirituellen Welten zu erreichen, sondern die Möglichkeit zu geben, daß eine jede Seele, wo sie auch steht, von sich aus den Aufstieg in die geistige Welt findet. Daß der Aufstieg in die geistigen Welten vereinbar sei mit jeder andern Lebensposition, daß es so kommen könne, daß die Menschheit nicht auseinanderfalle in zwei auseinandergetrennte Kategorien, von denen die eine nur der äußeren industriellen, kommerziellen, materiellen Kultur hingegeben wäre und dadurch zwar immer geistreicher, aber doch immer tierischer und materialistischer geworden wäre, während die andere sich immer mehr und mehr absondern und ein Leben im Sinne von Franz von Assisi führen würde, daß dies nicht geschehe, das sollte die Sorge des Christian Rosenkreutz werden, als die neuere Zeit herannahte, welche die materialistische Kultur herbeiführen sollte, wo alle Seelen sich die Marskräfte, die im Niedergange waren, mitbringen mußten. Und weil nun nicht das in den Seelen sein konnte, was jene Zweispaltung verhindert hätte, so mußte auch von den Marskräften aus es dem Menschen zukommen, einzutreten mit seiner ganzen Seele für das Spirituelle, für das Geistige. Es mußte die Menschheit zum Beispiel dafür gewonnen werden, gut naturwissenschaftlich zu denken, die Welt naturwissenschaftlich anzuschauen, sich Ideen und Begriffe zu machen über die Welt, ganz nach dem Muster moderner naturwissenschaftlicher Gedanken, aber zugleich in der Seele die Möglichkeit zu haben, die Ideen spirituell zu vertiefen, spirituell auszubilden, so daß von einer naturwissenschaftlichen Anschauung der Weg zu einer spirituellen Höhe hinauf gefunden werde.
[ 14 ] Wäre nun alles so geblieben, so wäre die Menschheit immer mehr und mehr in zwei Klassen geteilt worden: auf der einen Seite die, welche dem materiellen Leben hingegeben wären, weil diese Klasse schon einmal notwendig geworden ist auf der Erde für die Fortpflanzung der äußeren materiellen Erdenkultur, und herausgehoben worden durch den fortwirkenden Buddha-Impuls wären Schätzer und Pfleger und Bewahrer der spirituellen Kultur. Aber diese letzteren hätten nicht mitmachen dürfen — wie es Franz von Assisi nicht hat mitmachen dürfen — die äußere materielle Kultur, und immer schärfer und schärfer wären diese zwei Menschenkategorien getrennt worden. Und als man prophetisch vorausschauen konnte, daß so etwas hätte kommen müssen, da war es die Aufgabe jener Individualität, die wir unter dem Namen Christian Rosenkreutz verehren, nicht die Erdentwickelung so vor sich gehen zu lassen, daß eine solche Zweispaltung der Erdentwickelung vor sich gehe. Sondern Christian Rosenkreutz fühlte die Mission, für jede Menschenseele, die da oder dort auf irgendeinem Plan im neueren Leben steht, die Möglichkeit zu bieten, daß jede Seele aufsteigen kann in spirituelle Höhen. Haben wir es ja immer betont, und ist es doch betont in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», daß es unser Ziel in der abendländischen okkultistischen Geistesentwickelung ist, nicht durch Absonderung vom Leben, durch eine asketische Absonderung vom Leben den Aufstieg in die spirituellen Welten zu erreichen, sondern die Möglichkeit zu geben, daß eine jede Seele, wo sie auch steht, von sich aus den Aufstieg in die geistige Welt findet. Daß der Aufstieg in die geistigen Welten vereinbar sei mit jeder andern Lebensposition, daß es so kommen könne, daß die Menschheit nicht auseinanderfalle in zwei auseinandergetrennte Kategorien, von denen die eine nur der äußeren industriellen, kommerziellen, materiellen Kultur hingegeben wäre und dadurch zwar immer geistreicher, aber doch immer tierischer und materialistischer geworden wäre, während die andere sich immer mehr und mehr absondern und ein Leben im Sinne von Franz von Assisi führen würde, daß dies nicht geschehe, das sollte die Sorge des Christian Rosenkreutz werden, als die neuere Zeit herannahte, welche die materialistische Kultur herbeiführen sollte, wo alle Seelen sich die Marskräfte, die im Niedergange waren, mitbringen mußten. Und weil nun nicht das in den Seelen sein konnte, was jene Zweispaltung verhindert hätte, so mußte auch von den Marskräften aus es dem Menschen zukommen, einzutreten mit seiner ganzen Seele für das Spirituelle, für das Geistige. Es mußte die Menschheit zum Beispiel dafür gewonnen werden, gut naturwissenschaftlich zu denken, die Welt naturwissenschaftlich anzuschauen, sich Ideen und Begriffe zu machen über die Welt, ganz nach dem Muster moderner naturwissenschaftlicher Gedanken, aber zugleich in der Seele die Möglichkeit zu haben, die Ideen spirituell zu vertiefen, spirituell auszubilden, so daß von einer naturwissenschaftlichen Anschauung der Weg zu einer spirituellen Höhe hinauf gefunden werde.
[ 15 ] Diese Möglichkeit mußte geschaffen werden! Und geschaffen wurde sie durch Christian Rosenkreutz, der von der Erde her, allüberall her seine Getreuen gegen das Ende des 16. Jahrhunderts um sich versammelte, um sie teilnehmen zu lassen an dem, was sich zwar äußerlich räumlich vollzieht von Stern zu Stern, aber dennoch vorbereitet wird in den heiligen Mysterienstätten, da wo gewirkt wird innerhalb der Weltenkörper über diese Weltenkörper hinaus zur Weltenkultur, nicht bloß zur Planetenkultur. Um sich versammelte Christian Rosenkreutz die, welche auch versammelt waren bei seiner Initiation im 13. Jahrhundert. Unter diesen war auch einer, der sein Schüler und Freund geworden war seit langer Zeit — der, der einstmals auf Erden inkarniert war, aber nun nicht mehr auf derErde zu erscheinen brauchte: Gautama Buddha als geistige Wesenheit, wie er eben war, nachdem er Buddha geworden war. So war er der Schüler des Christian Rosenkreutz! Und damit alles das, was durch den Buddha geschehen konnte, so gewendet werde, daß es in jene Mission ausläuft, die eben jetzt beschrieben worden ist als die des Christian Rosenkreutz in der damaligen Zeit, deshalb kam zustande, als eine gemeinschaftliche Tat des Christian Rosenkreutz und der Wesenheit des Buddha, das Hinaussenden des Buddha von bloß irdischer Wirksamkeit zu kosmischer Wirksamkeit. Der Gautama Buddha, oder eigentlich die Individualität des Gautama Buddha, wurde durch das, was sie aus den Impulsen des Christian Rosenkreutz aufnehmen konnte, zu folgendem fähig — wir werden später einmal über die Beziehungen zwischen Gautama Buddha und Christian Rosenkreutz genauer sprechen, jetzt soll nur angedeutet werden, daß durch diese Beziehungen in der Tat die Individualität des Buddha nicht weiterwirkte auf Erden, so wie sie einstmals in der Mysterienstätte am Schwarzen Meer lehrte, — sondern dieser Buddha verließ die unmittelbare Wirkungssphäre der Erde und verlegte seine Wirkungssphäre auf den Mars. So daß im Anfange des 17. Jahrhunderts in der Marsevolution etwas Ähnliches stattfand, wie es sich im Beginne der aufsteigenden Erdentwickelung in dem Mysterium von Golgatha vollzogen hat. Bewirkt wurde durch Christian Rosenkreutz, was man nennen kann: die Erscheinung des Buddha auf dem Mars. Dadurch wurde eingeleitet die aufsteigende Marskultur. Von da ab begann für den Mars die aufsteigende Marsentwickelung, wie für die Erde die aufsteigende Kultur mit dem Mysterium von Golgatha begonnen hat.
[ 15 ] Diese Möglichkeit mußte geschaffen werden! Und geschaffen wurde sie durch Christian Rosenkreutz, der von der Erde her, allüberall her seine Getreuen gegen das Ende des 16. Jahrhunderts um sich versammelte, um sie teilnehmen zu lassen an dem, was sich zwar äußerlich räumlich vollzieht von Stern zu Stern, aber dennoch vorbereitet wird in den heiligen Mysterienstätten, da wo gewirkt wird innerhalb der Weltenkörper über diese Weltenkörper hinaus zur Weltenkultur, nicht bloß zur Planetenkultur. Um sich versammelte Christian Rosenkreutz die, welche auch versammelt waren bei seiner Initiation im 13. Jahrhundert. Unter diesen war auch einer, der sein Schüler und Freund geworden war seit langer Zeit — der, der einstmals auf Erden inkarniert war, aber nun nicht mehr auf derErde zu erscheinen brauchte: Gautama Buddha als geistige Wesenheit, wie er eben war, nachdem er Buddha geworden war. So war er der Schüler des Christian Rosenkreutz! Und damit alles das, was durch den Buddha geschehen konnte, so gewendet werde, daß es in jene Mission ausläuft, die eben jetzt beschrieben worden ist als die des Christian Rosenkreutz in der damaligen Zeit, deshalb kam zustande, als eine gemeinschaftliche Tat des Christian Rosenkreutz und der Wesenheit des Buddha, das Hinaussenden des Buddha von bloß irdischer Wirksamkeit zu kosmischer Wirksamkeit. Der Gautama Buddha, oder eigentlich die Individualität des Gautama Buddha, wurde durch das, was sie aus den Impulsen des Christian Rosenkreutz aufnehmen konnte, zu folgendem fähig — wir werden später einmal über die Beziehungen zwischen Gautama Buddha und Christian Rosenkreutz genauer sprechen, jetzt soll nur angedeutet werden, daß durch diese Beziehungen in der Tat die Individualität des Buddha nicht weiterwirkte auf Erden, so wie sie einstmals in der Mysterienstätte am Schwarzen Meer lehrte, — sondern dieser Buddha verließ die unmittelbare Wirkungssphäre der Erde und verlegte seine Wirkungssphäre auf den Mars. So daß im Anfange des 17. Jahrhunderts in der Marsevolution etwas Ähnliches stattfand, wie es sich im Beginne der aufsteigenden Erdentwickelung in dem Mysterium von Golgatha vollzogen hat. Bewirkt wurde durch Christian Rosenkreutz, was man nennen kann: die Erscheinung des Buddha auf dem Mars. Dadurch wurde eingeleitet die aufsteigende Marskultur. Von da ab begann für den Mars die aufsteigende Marsentwickelung, wie für die Erde die aufsteigende Kultur mit dem Mysterium von Golgatha begonnen hat.
[ 16 ] So wurde der Buddha für den Mars in ähnlicher Weise ein Erlöser, ein Heiland, wie es der Christus Jesus für die Erde geworden ist. Die Vorbereitung dazu war für den Buddha das, was er als Buddha zu lehren hatte: die Lehre des Nirwana, des Nichtbefriedigtseins von der Erde, des Freiwerdens von den Erdeninkarnationen. Was er so lehrte vorbereitet war es von außerhalb der Erde her, auf die Erdenziele hin. Man sehe in die Seele des Buddha hinein, begreife die «Predigt von Benares», begreife, wie in dieser sich in der Vorbereitung zeigt eine andere Wirksamkeit als die bloß auf der Erde sich abspielende, und man begreift, wie weise der Vertrag zwischen Christian Rosenkreutz und dem Buddha war, in dessen Folge im Beginne des 17. Jahrhunderts der Buddha seine Wirkungsstätte auf der Erde verließ, wo er in der Erdensphäre auf die Menschenseelen zwischen Geburt und Tod, aber eben von den geistigen Welten aus, hätte wirken können, um fortan auf dem Schauplatze des Mars für die Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt zu wirken. Das ist das Bedeutsame, was bewirkt worden ist, man möchte sagen durch die Übertragung des Weihnachtsfestes von der Erde auf den Mars. So daß fortan die Menschenseelen alle in einem gewissen Sinne eine Art Bekennerschaft des Franz von Assisi durchmachen und dadurch indirekt zu Buddha; aber die Menschen machen sie nicht auf der Erde durch, sondern alle Menschen machen — wenn wir das paradoxe Wort gebrauchen wollen ihr Mönchtum, eine Bekennerschaft zu Franz von Assisi, auf dem Mars durch und bringen sich von dort die Kräfte herein auf die Erde. Dadurch können sie das, was sie sich dort errungen haben, in ihren Seelen als schlummernde Kräfte haben, wo sie auch immer hingestellt werden, und brauchen nicht in ein besonderes Mönchtum hineingestellt zu werden, um etwas durchzumachen, wie etwa die besonderen Zöglinge des Franz von Assisi. Das letztere wurde dadurch verhindert, daß der Buddha hinausgesendet wurde in kosmische Welten in Übereinstimmung mit Christian Rosenkreutz, der nun ohne Buddha auf der Erde wirkte. Hätte der Buddha in der Erden-Sphäre weiter gewirkt, so hätte er nur das erreichen können, daß er buddhistische oder franziskanische Mönche hätte hervorbringen können, und die anderen Seelen wären dann der materiellen Kultur hingegeben gewesen. Dadurch aber, daß das stattgefunden hat, was man eine Art «Mysterium von Golgatha» für den Mars nennen kann, machen die Menschenseelen außerhalb der Erde — in einer Sphäre, wo sie nicht in einer irdischen Inkarnation sind — das durch, was sie für das weitere Erdenleben brauchen, was aufgenommen werden muß als echtes BuddhaElement in die Seelen, und was in der nachchristlichen Zeit nur zwischen Tod und Geburt aufgenommen werden kann.
[ 16 ] So wurde der Buddha für den Mars in ähnlicher Weise ein Erlöser, ein Heiland, wie es der Christus Jesus für die Erde geworden ist. Die Vorbereitung dazu war für den Buddha das, was er als Buddha zu lehren hatte: die Lehre des Nirwana, des Nichtbefriedigtseins von der Erde, des Freiwerdens von den Erdeninkarnationen. Was er so lehrte vorbereitet war es von außerhalb der Erde her, auf die Erdenziele hin. Man sehe in die Seele des Buddha hinein, begreife die «Predigt von Benares», begreife, wie in dieser sich in der Vorbereitung zeigt eine andere Wirksamkeit als die bloß auf der Erde sich abspielende, und man begreift, wie weise der Vertrag zwischen Christian Rosenkreutz und dem Buddha war, in dessen Folge im Beginne des 17. Jahrhunderts der Buddha seine Wirkungsstätte auf der Erde verließ, wo er in der Erdensphäre auf die Menschenseelen zwischen Geburt und Tod, aber eben von den geistigen Welten aus, hätte wirken können, um fortan auf dem Schauplatze des Mars für die Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt zu wirken. Das ist das Bedeutsame, was bewirkt worden ist, man möchte sagen durch die Übertragung des Weihnachtsfestes von der Erde auf den Mars. So daß fortan die Menschenseelen alle in einem gewissen Sinne eine Art Bekennerschaft des Franz von Assisi durchmachen und dadurch indirekt zu Buddha; aber die Menschen machen sie nicht auf der Erde durch, sondern alle Menschen machen — wenn wir das paradoxe Wort gebrauchen wollen ihr Mönchtum, eine Bekennerschaft zu Franz von Assisi, auf dem Mars durch und bringen sich von dort die Kräfte herein auf die Erde. Dadurch können sie das, was sie sich dort errungen haben, in ihren Seelen als schlummernde Kräfte haben, wo sie auch immer hingestellt werden, und brauchen nicht in ein besonderes Mönchtum hineingestellt zu werden, um etwas durchzumachen, wie etwa die besonderen Zöglinge des Franz von Assisi. Das letztere wurde dadurch verhindert, daß der Buddha hinausgesendet wurde in kosmische Welten in Übereinstimmung mit Christian Rosenkreutz, der nun ohne Buddha auf der Erde wirkte. Hätte der Buddha in der Erden-Sphäre weiter gewirkt, so hätte er nur das erreichen können, daß er buddhistische oder franziskanische Mönche hätte hervorbringen können, und die anderen Seelen wären dann der materiellen Kultur hingegeben gewesen. Dadurch aber, daß das stattgefunden hat, was man eine Art «Mysterium von Golgatha» für den Mars nennen kann, machen die Menschenseelen außerhalb der Erde — in einer Sphäre, wo sie nicht in einer irdischen Inkarnation sind — das durch, was sie für das weitere Erdenleben brauchen, was aufgenommen werden muß als echtes BuddhaElement in die Seelen, und was in der nachchristlichen Zeit nur zwischen Tod und Geburt aufgenommen werden kann.
[ 17 ] Wir stehen hier unmittelbar vor der Schwelle eines großen Geheimnisses, des Geheimnisses, das einen Impuls gebracht hat, der in der Menschheitsentwickelung fortwirkt. Oh, wer diese Menschheitsentwickelung wirklich versteht, der weiß, daß das, was auf unserer Erde jemals sich geltend gemacht hat, in seiner richtigen Weise fortwährend sich einfügt dem Gesamtstrom der Menschheitsentwickelung. Anders war das Mysterium von Golgatha des Mars als jenes auf der Erde: nicht so gewaltig, nicht so einschneidend, nicht zum Tode führend. Aber eine Vorstellung können Sie sich davon machen, wenn Sie überlegen, was es heißt, daß derjenige, welcher der größte Friedens- und Liebefürst, der Träger des Mitleids auf der Erde war, versetzt wurde auf den Mars, um an der Spitze der ganzen Marsevolution zu wirken. Es ist keine Mythologie, sondern der Mars hat schon seinen Namen daraus erhalten, daß er der Planet ist, in welchem die Kräfte, die dort sind, am meisten im Kriege miteinander sind. Und die Mission des Buddha ist es, daß er sich zu «kreuzigen» hatte auf dem Schauplatze dieses Planeten, wo die meisten kriegerischen Kräfte sind, wenn auch die Kräfte dort durchaus psychisch-spiritueller Natur sind.
[ 17 ] Wir stehen hier unmittelbar vor der Schwelle eines großen Geheimnisses, des Geheimnisses, das einen Impuls gebracht hat, der in der Menschheitsentwickelung fortwirkt. Oh, wer diese Menschheitsentwickelung wirklich versteht, der weiß, daß das, was auf unserer Erde jemals sich geltend gemacht hat, in seiner richtigen Weise fortwährend sich einfügt dem Gesamtstrom der Menschheitsentwickelung. Anders war das Mysterium von Golgatha des Mars als jenes auf der Erde: nicht so gewaltig, nicht so einschneidend, nicht zum Tode führend. Aber eine Vorstellung können Sie sich davon machen, wenn Sie überlegen, was es heißt, daß derjenige, welcher der größte Friedens- und Liebefürst, der Träger des Mitleids auf der Erde war, versetzt wurde auf den Mars, um an der Spitze der ganzen Marsevolution zu wirken. Es ist keine Mythologie, sondern der Mars hat schon seinen Namen daraus erhalten, daß er der Planet ist, in welchem die Kräfte, die dort sind, am meisten im Kriege miteinander sind. Und die Mission des Buddha ist es, daß er sich zu «kreuzigen» hatte auf dem Schauplatze dieses Planeten, wo die meisten kriegerischen Kräfte sind, wenn auch die Kräfte dort durchaus psychisch-spiritueller Natur sind.
[ 18 ] So stehen wir vor einer Tat desjenigen, der die Aufgabe hatte, den Christus-Impuls in der richtigen Weise aufzunehmen und fortzusetzen und der große Diener des Christus Jesus zu sein. So stehen wir vor dem Geheimnis des Christian Rosenkreutz, finden ihn so weise, daß er die anderen Impulse, die für das Mysterium von Golgatha vorbereitend waren, die sich gleichsam in der Menschheitsentwickelung herumreihen um das Mysterium von Golgatha, soweit es an ihm ist, in der strengen Weise einfügt in die ganze Menschheitsentwickelung.
[ 18 ] So stehen wir vor einer Tat desjenigen, der die Aufgabe hatte, den Christus-Impuls in der richtigen Weise aufzunehmen und fortzusetzen und der große Diener des Christus Jesus zu sein. So stehen wir vor dem Geheimnis des Christian Rosenkreutz, finden ihn so weise, daß er die anderen Impulse, die für das Mysterium von Golgatha vorbereitend waren, die sich gleichsam in der Menschheitsentwickelung herumreihen um das Mysterium von Golgatha, soweit es an ihm ist, in der strengen Weise einfügt in die ganze Menschheitsentwickelung.
[ 19 ] Eine solche Sache, wie sie jetzt dargestellt worden ist, kann man nicht etwa bloß mit Worten und Ideen aufnehmen, sondern man muß sie in ihrer Tiefe und ihrer ganzen Weite mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Herzen fühlen. Man muß fühlen, was es heißt, zu wissen: Mit den Kräften, die wir jetzt in unsern gegenwärtigen Menschheitszyklus hereinbringen, wenn wir durch die Geburt zur Erdeninkarnation schreiten, sind auch die Kräfte des Buddha. Dahin wurden sie verlegt, wo wir das Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchmachen, damit wir in der richtigen Weise in das Erdenleben eintreten; denn innerhalb des Erdenlebens, zwischen Geburt und Tod, ist es unsere Aufgabe, das richtige Verhältnis zu dem Christus-Impuls, zu dem Mysterium von Golgatha zu gewinnen. Das können wir nur, wenn alle Impulse in der richtigen Weise zusammenwirken. Der Christus ist aus anderen Welten herabgestiegen und hat sich mit der Erdenevolution vereinigt. Er soll hier den Menschen das Größte geben, was sich mit der Menschenseele als ein Impuls vereinigen kann. Aber das kann nur geschehen, wenn die Kräfte, die mit der Menschheitsentwickelung zusammenhängen, alle an ihrem richtigen Orte in diese Menschheitsentwickelung eingreifen. Der große Lehrer des Nirwana, der die Menschen ermahnte, ihre Seelen freizumachen von dem Trieb und Drang nach Wiederverkörperung, sollte nicht dort wirken, wo der Mensch in die Wiederverkörperung hineinzugehen hat, sondern nach dem großen Plane, der von den Göttern gewoben wird, aber an dem die Menschen teilnehmen müssen, weil sie den Göttern dienen, nach diesem Plane sollte jener große Lehrer in dem Leben, das immer jenseits von Geburt und Tod steht, weiterwirken.
[ 19 ] Eine solche Sache, wie sie jetzt dargestellt worden ist, kann man nicht etwa bloß mit Worten und Ideen aufnehmen, sondern man muß sie in ihrer Tiefe und ihrer ganzen Weite mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Herzen fühlen. Man muß fühlen, was es heißt, zu wissen: Mit den Kräften, die wir jetzt in unsern gegenwärtigen Menschheitszyklus hereinbringen, wenn wir durch die Geburt zur Erdeninkarnation schreiten, sind auch die Kräfte des Buddha. Dahin wurden sie verlegt, wo wir das Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchmachen, damit wir in der richtigen Weise in das Erdenleben eintreten; denn innerhalb des Erdenlebens, zwischen Geburt und Tod, ist es unsere Aufgabe, das richtige Verhältnis zu dem Christus-Impuls, zu dem Mysterium von Golgatha zu gewinnen. Das können wir nur, wenn alle Impulse in der richtigen Weise zusammenwirken. Der Christus ist aus anderen Welten herabgestiegen und hat sich mit der Erdenevolution vereinigt. Er soll hier den Menschen das Größte geben, was sich mit der Menschenseele als ein Impuls vereinigen kann. Aber das kann nur geschehen, wenn die Kräfte, die mit der Menschheitsentwickelung zusammenhängen, alle an ihrem richtigen Orte in diese Menschheitsentwickelung eingreifen. Der große Lehrer des Nirwana, der die Menschen ermahnte, ihre Seelen freizumachen von dem Trieb und Drang nach Wiederverkörperung, sollte nicht dort wirken, wo der Mensch in die Wiederverkörperung hineinzugehen hat, sondern nach dem großen Plane, der von den Göttern gewoben wird, aber an dem die Menschen teilnehmen müssen, weil sie den Göttern dienen, nach diesem Plane sollte jener große Lehrer in dem Leben, das immer jenseits von Geburt und Tod steht, weiterwirken.
[ 20 ] Nun versuchen Sie das innerlich Berechtigte einer solchen Vorstellung zu fühlen, versuchen Sie mit dieser Idee den Gang der Menschheitsentwickelung zu verfolgen, um einzusehen, warum der Buddha vorangehen mußte dem Christus Jesus, und wie er wirkte, nachdem der Christus-Impuls in die Menschheitsevolution eingeflossen ist. Versuchen Sie das zu verarbeiten, dann werden Sie die neue Menschheitsentwickelung, die neuere Geistesentwickelung, vom 17. Jahrhundert angefangen, in der Sie selbst stehen, im rechten Lichte sehen, weil Sie sehen, wie die Menschenseelen die Kräfte, die sie weiterbringen sollen, aufnehmen, bevor sie durch die Geburt ins Dasein schreiten.
[ 20 ] Nun versuchen Sie das innerlich Berechtigte einer solchen Vorstellung zu fühlen, versuchen Sie mit dieser Idee den Gang der Menschheitsentwickelung zu verfolgen, um einzusehen, warum der Buddha vorangehen mußte dem Christus Jesus, und wie er wirkte, nachdem der Christus-Impuls in die Menschheitsevolution eingeflossen ist. Versuchen Sie das zu verarbeiten, dann werden Sie die neue Menschheitsentwickelung, die neuere Geistesentwickelung, vom 17. Jahrhundert angefangen, in der Sie selbst stehen, im rechten Lichte sehen, weil Sie sehen, wie die Menschenseelen die Kräfte, die sie weiterbringen sollen, aufnehmen, bevor sie durch die Geburt ins Dasein schreiten.
[ 21 ] Das ist es, was ich heute an einem bedeutungsvollen Festtage nicht wie einen direkten Weihnachtsvortrag, aber als eine Art Christ-Gabe, die ich Ihnen über Christian Rosenkreutz zu machen habe, unter den Weihnachtsbaum legen will. Vielleicht nehmen es einige, oder viele von Ihnen so auf, wie es gemeint ist: als eine Stärkung des Herzens, als eine Stärkung der Kräfte der Seele, welche Stärkung wir brauchen, wenn wir mit unserer Seele sicher leben wollen innerhalb desjenigen, was uns das Leben an Harmonie und Disharmonie bietet. Und wenn wir gerade um die Weihnachtstage herum solche Stärkung und Kräftigung der Seele aufnehmen können durch das Bewußtsein, wie wir mit den großen Weltenkräften zusammenhängen, dann nehmen wir vielleicht doch auch durch eine solche Festesgabe, die unter den Weihnachtsbaum gelegt wird, aus einer solchen anthroposophischen Arbeitsstätte das mit, was lebendig bleibt durch das ganze Jahr hindurch und was wir durchbilden müssen, was wir aber besser durchbilden können, wenn wir mit einer solchen Aufmunterung zwischen einem solchen Weihnachtsabend und dem nächsten das Leben weiterleben können.
[ 21 ] Das ist es, was ich heute an einem bedeutungsvollen Festtage nicht wie einen direkten Weihnachtsvortrag, aber als eine Art Christ-Gabe, die ich Ihnen über Christian Rosenkreutz zu machen habe, unter den Weihnachtsbaum legen will. Vielleicht nehmen es einige, oder viele von Ihnen so auf, wie es gemeint ist: als eine Stärkung des Herzens, als eine Stärkung der Kräfte der Seele, welche Stärkung wir brauchen, wenn wir mit unserer Seele sicher leben wollen innerhalb desjenigen, was uns das Leben an Harmonie und Disharmonie bietet. Und wenn wir gerade um die Weihnachtstage herum solche Stärkung und Kräftigung der Seele aufnehmen können durch das Bewußtsein, wie wir mit den großen Weltenkräften zusammenhängen, dann nehmen wir vielleicht doch auch durch eine solche Festesgabe, die unter den Weihnachtsbaum gelegt wird, aus einer solchen anthroposophischen Arbeitsstätte das mit, was lebendig bleibt durch das ganze Jahr hindurch und was wir durchbilden müssen, was wir aber besser durchbilden können, wenn wir mit einer solchen Aufmunterung zwischen einem solchen Weihnachtsabend und dem nächsten das Leben weiterleben können.
