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The Rudolf Steiner Archive

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Life Between Death and Rebirth
in Relation to Cosmic Realities
GA 141

22 December 1912, Berlin

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Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

[ 1 ] Nicht wie in den verflossenen Jahren soll heute von mir über das Weihnachtsfest im allgemeinen gesprochen werden; das möchte ich für Dienstag aufbewahren. Dafür möchte ich Sie bitten, dasjenige, was ich heute vorzubringen haben werde, als eine Art Weihnachtsgabe zu betrachten; als etwas, was ich für Ihre Seelen gern unter den Weihnachtsbaum legen möchte als eine allerdings anthroposophische Weihnachtsbetrachtung, die aber vielleicht durch das Bedeutsame, das wir durch sie aufnehmen können, wenn wir sie in richtiger Weise mit unserer Seele vereinigen, uns noch längere Zeit nachsinnend, meditierend wird beschäftigen können. Dürfen wir doch gewiß in der Weihnachtszeit derjenigen Wesenheit gedenken, die ja allerdings für manchen mythisch oder mystisch sich ausnehmen mag, mit deren Namen wir aber doch verbinden — wenigstens uns gewöhnt haben, in einer gewissen Weise zu verbinden — die spirituellen Impulse des abendländischen Kulturlebens. Gemeint ist die Wesenheit des Christian Rosenkreutz.

[ 1 ] Unlike in previous years, I will not be speaking today about Christmas in general; I would like to save that for Tuesday. Instead, I would ask you to regard what I have to say today as a kind of Christmas gift; as something I would like to place under the Christmas tree for your souls—a Christmas reflection that is certainly anthroposophical, but which, through the significance we can draw from it if we unite it properly with our souls, may keep us engaged in contemplation and meditation for a long time to come. Surely we may, during the Christmas season, commemorate that being who may indeed seem mythical or mystical to some, but whose name we nevertheless associate—or at least have become accustomed to associating in a certain way—with the spiritual impulses of Western cultural life. I am referring to the being of Christian Rosenkreutz.

[ 2 ] Mit dieser Individualität des Christian Rosenkreutz und ihrem Wirken seit dem 13. Jahrhundert — wir haben das oftmals charakterisiert — verbinden wir alles dasjenige, was uns einschließt die Fortführung des Impulses, der gegeben worden ist durch die Erscheinung des Christus Jesus auf Erden und durch die Vollbringung des Mysteriums von Golgatha. Auseinandergesetzt wurde einmal das, was wir nennen können die letzte Initiation des Christian Rosenkreutz im 13. Jahrhundert. Heute soll gesprochen werden von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die da fällt so gegen das Ende des 16. Jahrhunderts; von einer Tat des Christian Rosenkreutz, die deshalb so bedeutsam ist für den Christus-Impuls, weil sie mit demselben das verband, was eine wichtigste Tat in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit war in den letzten Zeiten, bevor das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat.

[ 2 ] With this individuality of Christian Rosenkreutz and its influence since the 13th century—as we have often described—we associate everything that encompasses us: the continuation of the impulse given by the appearance of Christ Jesus on earth and by the fulfillment of the Mystery of Golgotha. We have previously discussed what we might call the final initiation of Christian Rosenkreutz in the 13th century. Today we shall speak of an act of Christian Rosenkreutz that took place toward the end of the 16th century; of an act of Christian Rosenkreutz that is so significant for the Christ impulse because it linked to it what was one of the most important acts in the history of human development in recent times, before the Mystery of Golgotha took place.

[ 3 ] Zu all den Dingen, welche uns so recht begreiflich machen können, wie einschneidend für die irdische Menschheitsgeschichte das Mysterium von Golgatha war, zu all dem vielen gehört die Tat eines anderen Religionsstifters, die Tat des Gautama Buddha. Die morgenländische Weltanschauung überliefert uns, wie Gautama Buddha in jenem Leben, von dem eben als dem Buddhaleben gewöhnlich erzählt wird, aufgestiegen ist im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens von einem Bodhisattva zu einem Buddha. Und wir wissen, was es heißt, daß ein Bodhisattva aufsteigt zu einem Buddha. Wir haben auch oftmals die ganze Bedeutung, die Weltbedeutung desjenigen hervorgehoben, was zu uns herüberklingt als die erste Tat des Buddha, der aus einem Bodhisattva ein Buddha geworden ist, haben hervorgehoben die ganze Bedeutung der «Predigt von Benares». Das alles ist in unsere Seelen wohl tief eingeschrieben. Nur einer Sache wollen wir am heutigen Tage besonders gedenken: was es im großen Weltenzusammenhange unter anderem bedeutet, ein Bodhisattva sei zu einem Buddha aufgestiegen. So ist die morgenländische Lehre, und so ist auch alles das, was uns der abendländische Okkultismus über dieses Phänomen lehrt: daß eine menschliche Wesenheit, wenn sie von einem Bodhisattva zu einem Buddha aufsteigt, fortan nicht mehr in einen menschlichen fleischlichen Leib auf unsere Erde zurückzukehren braucht, sondern daß eine solche, zur Buddha-Würde aufgestiegene Wesenheit fortan in rein spirituellen Welten weiterwirken kann. Und so erkennen wir voll an als eine für uns geltende Wahrheit, daß jene Menschenindividualität, die zum letzten Male auf der Erde der Gautama Buddha war, seitdem fortlebt in spirituellen Höhen, zunächst aus diesen spirituellen Höhen weiter in die Entwickelung der Menschheit hereinwirkend, von jenen spirituellen Höhen in die Entwickelung der Menschheit hereinsendend ihre Impulse, ihre Kräfte zur weiteren Fortentwickelung, Fortgestaltung der Menschheit.

[ 3 ] Among all the things that can truly help us understand just how profoundly the Mystery of Golgotha shaped the history of humanity on earth, one of the most significant is the work of another religious founder: the work of Gautama Buddha. The Eastern worldview tells us how Gautama Buddha, in that life commonly referred to as the Buddha’s life, ascended from a Bodhisattva to a Buddha at the age of twenty-nine. And we know what it means for a Bodhisattva to ascend to a Buddha. We have also often emphasized the full significance, the world-historical significance, of what resonates with us as the first act of the Buddha—who became a Buddha from a Bodhisattva—and we have emphasized the full significance of the “Sermon at Benares.” All of this is surely deeply inscribed in our souls. There is only one thing we wish to commemorate in particular today: what it means, among other things, in the great context of the world, for a Bodhisattva to have ascended to become a Buddha. Such is the Eastern teaching, and such is also everything that Western occultism teaches us about this phenomenon: that when a human being ascends from a Bodhisattva to a Buddha, they no longer need to return to our Earth in a human physical body, but that such a being, having ascended to the dignity of a Buddha, can henceforth continue to work in purely spiritual worlds. And so we fully recognize as a truth applicable to us that the human individuality which was, for the last time, the Gautama Buddha on Earth, has since lived on in spiritual heights, initially continuing to work from these spiritual heights into the development of humanity, sending from those spiritual heights into the development of humanity its impulses, its forces for the further development and shaping of humanity.

[ 4 ] Und eine wichtige Tat, die der Buddha getan hat als den Beitrag, den er zum Mysterium von Golgatha zu bringen hatte, wir haben sie hervorgehoben. Wir haben erinnert an die schöne Legende, an die schöne Erzählung, die wir im Lukas-Evangelium finden: Daß die Hirten sich versammelten, als der in diesem Evangelium beschriebene Jesus geboren worden war. Wir wissen, daß die Legende von einem Engelsgesang erzählt, der bei jener Geburt ertönte und den die Hirten in ihre gläubigen, in ihre ahnungsvollen Seelen aufnahmen. Wir haben dann darauf hingewiesen, woher jener Gesang kam: Die Offenbarungen sollen erzählen von dem Göttlichen in den Höhen, und Friede soll werden den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind. — Der Gesang ist es von der Offenbarung der göttlich-geistigen Kräfte in den spirituellen Welten und von ihrem Widerglanze in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. Wir haben hervorgehoben, daß dieses, was damals als Friedensgesang erklang, eben der Beitrag des Buddha aus den spirituellen Höhen zu dem Mysterium von Golgatha war. Denn der Buddha vereinigte sich mit dem astralischen Leibe jenes Jesus, der uns im Lukas-Evangelium entgegentritt. Und das, was das Evangelium als Engelsgesang vermittelt, ist das Einströmen des Friedens-Evangeliums des Buddha in die Tat, die dann durch den Christus Jesus vollbracht werden sollte. Der Buddha sprach damals bei der Geburt des Jesus, und was den Hirten wie Engelsgesang erschien, das war das, was aus alten vorchristlichen Zeiten als die Botschaft vom Frieden und von der allmenschlichen Liebe auch in die Mission des Christus Jesus hinein aufgenommen werden sollte.

[ 4 ] And we have highlighted an important deed that the Buddha performed as his contribution to the Mystery of Golgotha. We recalled the beautiful legend, the beautiful story found in the Gospel of Luke: that the shepherds gathered together when the Jesus described in that Gospel was born. We know that the legend tells of an angelic song that rang out at that birth and which the shepherds took into their believing, intuitive souls. We then pointed out where that song came from: The revelations are meant to speak of the Divine in the heights, and peace shall be upon those on earth who are of good will. — It is the song of the revelation of the divine-spiritual forces in the spiritual worlds and of their reflection in the hearts of people who are of good will. We have emphasized that what resounded then as a song of peace was precisely the Buddha’s contribution from the spiritual heights to the Mystery of Golgotha. For the Buddha united with the astral body of that Jesus who appears to us in the Gospel of Luke. And what the Gospel conveys as the song of angels is the influx of the Buddha’s Gospel of Peace into the deed that was then to be accomplished through Christ Jesus. The Buddha spoke at the time of Jesus’ birth, and what appeared to the shepherds as an angel’s song was that which, from ancient pre-Christian times, was to be incorporated into the mission of Christ Jesus as the message of peace and universal love.

[ 5 ] Dann blieb aber immer auch das, was die Wesenheit des Buddha genannt werden darf, wirksam in dem fortgehenden Strome der christlichen Entwickelung des Abendlandes. Insbesondere darf eine Tat jenes Buddha hervorgehoben werden, der nicht mehr in einem menschlichen Leibe fortan wirkte, der aber in einem geistigen Leibe wirkte, wie er gewirkt hat bei der Geburt des Jesus; der fortwirkte, vernehmbar für diejenigen, die durch irgendwelche Art von Initiation in der Lage sind, nicht nur zu physischen Menschen in ein Verhältnis zu treten, sondern auch zu den großen, rein in geistigen Leibern an die Menschen herantretenden hohen Führern und Lehrern.

[ 5 ] Yet what might be called the essence of the Buddha remained active in the ongoing stream of Christian development in the West. In particular, one deed of that Buddha may be highlighted, who no longer worked in a human body thereafter, but who worked in a spiritual body, just as he had worked at the birth of Jesus; who continued to work, perceptible to those who, through some form of initiation, are able to enter into a relationship not only with physical human beings, but also with the great, high-ranking guides and teachers who approach humanity in purely spiritual bodies.

[ 6 ] Einige Jahrhunderte, eine Reihe von Jahrhunderten, nachdem das Mysterium von Golgatha vollbracht war, blühte eine Mysterienschule im Süden von Rußland, so in der Gegend des Schwarzen Meeres. Bedeutsame Lehrer waren in jener Mysterienschule. Nur angedeutet kann hier werden — und halb bildlich angedeutet —, was dort eigentlich geschah. Unter den Lehrern, die im physischen Leibe dort wirkten, war auch einer, der nicht im physischen Leibe wirkte, sondern nur an diejenigen Schüler und Zöglinge herantreten konnte, die in ein Verhältnis und in eine Beziehung auch zu jenen Führern und Lehrern treten konnten, die nicht in einem physischen Leibe verkörpert waren, sondern die nur in einem Geistleibe in den Mysterien auftraten. Und unter diesen Lehrern, die damals im Geistleibe in der genannten Mysterienstätte auftraten, war dieselbe Wesenheit, von der uns erzählt wird als von dem Gautama Buddha. Und einen bedeutenden Schüler hatte damals diese Wesenheit im 7., 8. Jahrhundert nach dem Mysterium von Golgatha. Der Buddha war damals in seiner wirklichen Wesenheit nicht etwa darauf bedacht, das, was man Buddhismus nennt, in alter Form etwa fortzupflanzen, sondern er war mitgegangen mit aller Evolution der Zeit, mit aller Entwickelung. Er hatte aufgenommen den Christus-Impuls, hatte selber, wie wir gesehen haben, mitgewirkt beim Christus-Impuls. Und nur in der Stimmung, im Grundcharakter desjenigen, was er zu geben hatte in der angedeuteten Mysterienstätte, drückte sich aus, was noch herüberkormmen sollte aus der alten Buddha-Strömung. Aber es drückte sich so aus, daß es ganz gekleidet war in christliche Stimmung, in christliches Gewand. Man darf in einer gewissen Weise sagen: Nachdem der Buddha ein Wesen geworden ist, das sich nicht mehr in einem menschlichen Leibe inkarnieren braucht, war er ein Mithelfer der christlichen Evolution von der spirituellen Welt aus geworden. — Und ein getreuer Schüler hatte dazumal tief das aufgenommen, was der Buddha in jener Zeit geben konnte, hatte tief aufgenommen etwas, was ja nicht allgemeines Menschheitsgut werden konnte, was aber wie eine Vereinigung der Buddha-Lehre mit der Christus-Lehre war: die absolute Hingabe an das, was am Menschen übersinnlich ist, das Hinweggehobensein über die unmittelbare Verbindung mit dem Sinnlich-Irdischen, das Sichganz-Widmen — und zwar nicht mit dem Verstande, mit der Vernunft, sondern mit dem Herzen, mit der Seele-sich-Widmen dem SeelischGeistigen der Welt, das Sich-Zurückziehen von den Äußerlichkeiten der Welt, das mit ganzer Seele Hingegebensein an das Geistige und seine Geheimnisse. Und als jene Seele, welche da eine BuddhaChristus-Schülerseele war, die sozusagen durch den Buddha von dem Christus gehört hatte, wieder auf der Erde erschien, da ward sie verkörpert in demjenigen Menschen, den wir in der Geschichte der Menschheitsentwickelung kennen als Franz von Assisi. Und wer die Gestalt des Franz von Assisi seelisch in ihrer ganzen Eigenart kennenlernen will aus den okkulten Tiefen der Menschheitsentwickelung heraus, der schaue hin auf die vorhergehende Inkarnation des Franz von Assisi, der mache sich bekannt — wenn man bei Franz von Assisi die eigentümliche Art seines Lebens verstehen will, besonders mit dem, was uns groß und gewaltig bei ihm entgegentritt, weil es zugleich so weltfremd und so fern von allem unmittelbar sinnlich Erlebten ist —, der mache sich damit bekannt, daß Franz von Assisi in seiner vorhergehenden Inkarnation, wie es angedeutet ist, ein ChristusSchüler des Buddha war in der angedeuteten Mysterienstätte.

[ 6 ] Several centuries, indeed a number of centuries, after the Mystery of Golgotha had been accomplished, a school of mysteries flourished in southern Russia, in the region of the Black Sea. There were significant teachers at that school of mysteries. Only a hint can be given here—and a half-figurative one at that—of what actually took place there. Among the teachers who worked there in physical bodies was also one who did not work in a physical body, but could only approach those students and pupils who were able to enter into a relationship with those guides and teachers who were not incarnated in physical bodies, but who appeared in the mysteries only in spiritual bodies. And among these teachers who appeared in spirit bodies at the aforementioned mystery site at that time was the very same being of whom we are told as the Gautama Buddha. And this being had a significant disciple at that time, in the 7th and 8th centuries after the Mystery of Golgotha. The Buddha, in his true essence at that time, was not concerned with perpetuating what is called Buddhism in its old form, but rather he had gone along with the entire evolution of the age, with all development. He had taken up the Christ impulse; he himself, as we have seen, had participated in the Christ impulse. And only in the mood, in the fundamental character of what he had to give at the indicated place of the mysteries, was expressed what was still to come from the old Buddha stream. But it was expressed in such a way that it was entirely clothed in a Christian mood, in a Christian garment. One might say, in a certain sense: After the Buddha had become a being who no longer needed to incarnate in a human body, he had become a helper of Christian evolution from the spiritual world. — And a faithful disciple had at that time deeply absorbed what the Buddha could offer in that era; had deeply absorbed something that could not become the common heritage of humanity, but which was like a union of the Buddha’s teaching with the Christ’s teaching: the absolute devotion to that which is supersensory in the human being, the being lifted above the immediate connection with the sensuous — and not with the intellect, with reason, but with the heart, with the soul devoting itself to the soul-spiritual of the world, the withdrawal from the externalities of the world, the devotion with one’s whole soul to the spiritual and its mysteries. And when that soul, which had been a Buddha-Christ disciple—having, so to speak, heard of the Christ through the Buddha—reappeared on Earth, it was incarnated in the human being whom we know in the history of human development as Francis of Assisi. And whoever wishes to get to know the figure of Francis of Assisi spiritually in all his uniqueness from the occult depths of human development, let him look to the preceding incarnation of Francis of Assisi; let him familiarize himself—if one wishes to understand the peculiar nature of Francis of Assisi’s life, especially with what confronts us as great and mighty in him, because it is at once so unworldly and so far removed from all that is immediately sensually experienced—let them familiarize themselves with the fact that Francis of Assisi, in his previous incarnation, as has been indicated, was a disciple of the Buddha at the indicated place of mystery.

[ 7 ] So wirkte die Buddha-Wesenheit weiter — unsichtbar, übersinnlich in der Strömung, die durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheitsentwickelung eingetreten war. Gerade aber an Franz von Assisi kann sich uns so recht zeigen, wie diese Buddha-Wirkung für alle folgenden Zeiten gewesen wäre, wenn nichts anderes geschehen wäre, als daß der Buddha so fortgewirkt hätte, wie er in jener Tat gewirkt hat, die wir eben charakterisiert haben, und durch welche er Franz von Assisi für seine Mission vorbereitet hat. Hätte er so fortgewirkt — viele, viele Menschen würden erstanden sein von der Gesinnung und Stimmung des Franz von Assisi. Sie wären innerhalb des Christentums Buddha-Schüler geworden, wären Buddha-Bekenner geworden. Was als Buddha-Stimmung etwa in denjenigen fortgelebt hat, welche Bekenner des Franz von Assisi geworden waren, das wäre aber unmöglich mit alledem zu vereinigen gewesen, was die moderne Zeit, die Zeit seit der Morgenröte des neueren Geisteslebens, an Anforderungen an die Menschheit zu stellen hatte.

[ 7 ] Thus the Buddha-essence continued to work—invisibly, supernaturally—within the current that had entered human evolution through the Mystery of Golgotha. But it is precisely in Francis of Assisi that we can truly see what this Buddha influence would have been like for all subsequent ages, had nothing else happened except that the Buddha had continued to work as he did in that act we have just described, and through which he prepared Francis of Assisi for his mission. Had he continued to work in this way—many, many people would have been inspired by the spirit and mood of Francis of Assisi. They would have become disciples of the Buddha within Christianity, would have become followers of the Buddha. But what lived on as a Buddha-like spirit, for example, in those who had become followers of Francis of Assisi, would have been impossible to reconcile with all that modern times—the era since the dawn of the new spiritual life—have demanded of humanity.

[ 8 ] Erinnern wir uns einmal, wie wir den Durchgang der Menschenseele durch die verschiedenen Regionen der Welt zwischen dem Tode und der neuen Geburt dargestellt haben. Erinnern wir uns, daß diese Menschenseele zwischen Tod und neuer Geburt durch das durchzugehen hat, was wir die planetarischen Sphären nennen, daß sie sich zu bewegen hat bis hinaus in die Weiten des Weltenraumes. Erinnern wir uns, daß wir in der Tat zwischen Tod und neuer Geburt nacheinander Mond-, Venus-, Merkur-, Sonnen-, Mars-, Jupiter- und Saturnbewohner werden, Bewohner des Sternenhimmels werden, um uns dann wieder aus diesen Welten zusammenzuziehen, um uns durch irgendein Elternpaar wieder neu zu verkörpern und um das durchzumachen, was man auf dem Schauplatze der Erde durchmachen kann, während wir außerhalb des Erdenraumes das absolvieren, was wir als Bewohner anderer Welten durchzumachen haben. Von jeder Seele, die durch die Geburt ins Dasein tritt, können wir sagen, daß sie seit dem letzten Tode die verschiedenen Erlebnisse durchgemacht hat, die draußen im Sternenhimmel durchgemacht werden können. Wir bringen uns durch die Geburt die Kräfte ins Dasein herein, die wir in den verschiedenen Gebieten des Sternenhimmels erleben.

[ 8 ] Let us recall how we have described the human soul’s passage through the various regions of the world between death and rebirth. Let us recall that between death and rebirth, the human soul must pass through what we call the planetary spheres, that it must journey out into the vastness of outer space. Let us recall that between death and rebirth, we indeed successively become inhabitants of the Moon, Venus, Mercury, the Sun, Mars, Jupiter, and Saturn, become inhabitants of the starry heavens, only to gather together again from these worlds, to reincarnate anew through some parental couple, and to undergo what can be experienced on the stage of Earth, while we complete outside the Earth’s sphere what we must undergo as inhabitants of other worlds. Of every soul that enters existence through birth, we can say that since its last death it has undergone the various experiences that can be undergone out there in the starry heavens. Through birth, we bring into existence the forces that we experience in the various realms of the starry heavens.

[ 9 ] Nun sehen wir einmal hin, wie auf unserer Erde schon das Leben verfließt, wie der Mensch bei jeder neuen Inkarnation, bei jeder neuen Verkörperung hier auf der Erde die Erde verändert findet, wie er Neues durchmacht. Erinnern wir uns, wie der Mensch in seinen verschiedenen Inkarnationen durchgemacht hat die vorchristlichen Zeiten, wie er wieder inkarniert war, nachdem in der Menschheitsentwikkelung das Mysterium von Golgatha Platz gegriffen hatte und als Impuls in der weiteren Entwickelung der Menschheit fortzuwirken hatte. Schreiben wir es uns recht stark vor die Seele hin, wie da die Erde eine Entwickelung durchmacht, von göttlich-geistigen Höhen heruntersteigend bis zu einem gewissen tiefsten Punkt; wie sich dann mit der Erdentwickelung das verband, was wir nennen können den Impuls des Mysteriums von Golgatha, und wie von da an wieder eine Aufwärtsentwickelung der Erde stattfindet, die jetzt erst am Anfange ist, die aber weiter fortgehen wird, wenn die Menschen die Impulse aus diesem Mysterium in die Seelen aufnehmen werden, so daß sie später bis zu jener Stufe wieder hinaufsteigen werden, wo sie standen, bevor die Verführung durch Luzifer stattgefunden hat. Machen wir uns klar, daß wir so — gerade aus ihren tiefsten Entwickelungsbedingungen heraus — die Erdentwickelung immer anders finden, wenn wir durch die Geburt hier ins irdische Dasein zurückkehren.

[ 9 ] Now let us take a look at how life unfolds on our Earth, how, with every new incarnation, with every new embodiment here on Earth, human beings find the Earth changed, and how they experience new things. Let us recall how, in their various incarnations, human beings lived through the pre-Christian era, how they were reincarnated after the Mystery of Golgotha had taken place in the course of human development and was to continue to work as an impulse in the further development of humanity. Let us engrave this deeply upon our souls: how the Earth undergoes a development, descending from divine-spiritual heights to a certain lowest point; how this was then linked to Earth’s development by what we may call the impulse of the Mystery of Golgotha, and how, from that point onward, an upward development of the Earth takes place, which is only just beginning now, but which will continue as long as human beings take the impulses from this Mystery into their souls, so that they will later ascend again to that stage where they stood before the temptation by Lucifer took place. Let us realize that in this way—precisely because of its deepest conditions of development—we always find the development of the Earth to be different when we return to earthly existence through birth.

[ 10 ] So ist es aber auch, wenn wir die anderen Weltenkörper zwischen Tod und neuer Geburt betreten. Ja, diese Weltenkörper machen auch eine Entwickelung durch. Sie machen geradeso eine Evolution durch, einen Niederstieg und einen Aufstieg in ihrer Entwickelung wie unsere Erde selber. Und jedes Mal, wenn wir nach einem Tode irgendeinen der Weltenkörper draußen — Mars, Venus oder Merkur — betreten, treffen wir andere Verhältnisse, und wenn wir solche andere Verhältnisse treffen, nehmen wir auch andere Erlebnisse, andere Impulse aus diesen Weltenkörpern auf und bringen andere Impulse jedes Mal zurück, sagen wit, vom Merkur, von der Venus und so weiter; denn wir nehmen alle die Impulse dort auf, die wir dann durch die Geburt wieder ins Dasein zurückbringen. Wir bringen, weil die anderen Weltenkörper auch ihre Evolutionen durchmachen, jedes Mal andere innere Kräfte in der Seele mit.

[ 10 ] But this is also the case when we enter the other celestial bodies between death and rebirth. Yes, these celestial bodies also undergo a process of development. They undergo an evolution, a descent and an ascent in their development, just as our Earth itself does. And every time we enter one of the celestial bodies out there—Mars, Venus, or Mercury—we encounter different conditions, and when we encounter these different conditions, we also absorb different experiences and different impulses from these celestial bodies and bring back different impulses each time, say, from Mercury, from Venus, and so on; for we absorb all the impulses there, which we then bring back into existence through birth. Because the other celestial bodies also undergo their own evolutions, we bring back different inner forces in our souls each time.

[ 11 ] Heute, da wir sozusagen durch die tiefe Bedeutung des Weihnachtsfestes hingewiesen werden in das Wesen des Weltenraumes, das geistige Wesen des Weltenraumes selber, heute wollen wir insbesondere einer Entwickelung gedenken, die sich der okkulten Forschung darbietet, wenn diese okkulte Forschung wirklich bis zu einer gewissen Tiefe in das eindringt, worin sie eindringen kann: in das Wesen anderer Welten, die so verknüpft sind mit anderen Planeten, anderen Planetensystemen, wie das geistige Leben der Erde mit dem Erdplaneten verknüpft ist. Wie im geistigen Leben der Erde eine absteigende Entwickelung bis zum Mysterium von Golgatha und von da aus ein Aufschwung stattfindet, der jetzt nur maskiert, kaschiert ist, weil der Christus-Impuls immer mehr und mehr verstanden werden muß, und weil die Menschen dann schon eine aufsteigende Entwickelung durchmachen werden, so fand — das wollen wir ins Auge fassen eine aufsteigende und eine absteigende Entwickelung auch statt auf dem Mars, dessen Schauplatz wir auch zwischen dem Tode und der neuen Geburt betreten. Es war gerade bis in das 15., 16. Jahrhundert hinein, da machte der Mars eine solche Entwickelung durch, daß das, was ihm von Anfang an aus den spirituellen Welten gegeben war, in absteigender Entwickelung war. Wie bis zum Anfange unserer Zeitrechnung die Erdentwickelung eine absteigende war, so war bis zum 15., 16. Jahrhundert die Entwickelung des Mars eine absteigende. Sie sollte eine aufsteigende werden, mußte eine aufsteigende werden, denn jene absteigende Entwickelung hatte sich in ihren Folgen oben gezeigt. Wir bringen ja als Menschen die Impulse, die Kräfte aus den Sternenwelten mit, wenn wir wieder durch die Geburt ins irdische Dasein treten, und unter den verschiedenen Kräften auch die Marskräfte. An einer Individualität können wir insbesondere deutlich sehen, wie verändert das war, was man vom Mars mitbringt auf die Erde herein.

[ 11 ] Today, as we are, so to speak, guided by the profound meaning of Christmas into the essence of the cosmos—the spiritual essence of the cosmos itself—today we wish to commemorate in particular a development that presents itself to occult research when this research truly penetrates to a certain depth into that which it can penetrate: into the essence of other worlds that are linked to other planets and other planetary systems in the same way that the spiritual life of the Earth is linked to the Earth itself. Just as in the spiritual life of the Earth there is a descending development leading up to the Mystery of Golgotha, and from there an ascent that is now merely masked and concealed—because the Christ impulse must be understood more and more, and because humanity will then already be undergoing an ascending development— so—let us bear this in mind—an ascending and a descending development also took place on Mars, whose stage we also enter between death and new birth. It was precisely up into the 15th and 16th centuries that Mars underwent such a development that what had been given to it from the beginning from the spiritual worlds was in a state of descending development. Just as the Earth’s development was a descending one up to the beginning of our era, so too was the development of Mars a descending one up to the 15th and 16th centuries. It was to become an ascending one, it had to become an ascending one, for the consequences of that descending development had become apparent above. After all, as human beings, we bring with us the impulses, the forces from the starry worlds, when we enter earthly existence again through birth, and among the various forces, the forces of Mars as well. In an individual, we can see particularly clearly how what one brings from Mars onto Earth has been transformed.

[ 12 ] Es ist ja allen Okkultisten bekannt, daß dieselbe Seele, die in Ni%oJaus Kopernikus auftrat, um sozusagen die Morgenröte der neueren Zeit herbeizuführen, vorher verkörpert war von dem Jahre 1401 bis 1464 in dem Kardinal Nikolaus von Kues, Nikolaus Cusanus. Wie verschieden sind aber diese beiden Persönlichkeiten, welche in einer gewissen Hinsicht dieselbe Seele in sich bargen! Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert ganz, ganz hingegeben den spirituellen Welten, in seinen Betrachtungen in den spirituellen Welten wurzelnd — und als er wieder erschien, jene gewaltige Umwälzung hervorrufend, die nur dadurch hervorgerufen werden konnte, daß sozusagen aus der Weltanschauung des Raumes, des Planetensystems, alles herausgeworfen war, was spirituell war, und man nur die äußeren Bewegungen und die äußeren Verhältnisse der Himmelskörper ins Auge faßte! Warum konnte denn dieselbe Seele, die als Nikolaus von Kues auf der Erde war und noch ganz den spirituellen Welten hingegeben war, als sie in der nächsten Verkörperung wieder erschien, nun abstrakt, mathematisch, rein räumlich-geometrisch die Himmelsverhältnisse denken? Man konnte es, weil man, wenn man in der Zwischenzeit zwischen dem Dasein des Nikolaus von Kues und dem des Kopernikus die Mars-Sphäre passiert hatte, gerade hineingekommen war in den Niedergang des Mars. Man brachte sich vom Mars keine Kräfte mit, welche die Seelen im Leben so inspirierten, daß man einen Höhenflug in die geistigen Welten hinauf nahm. Was nur im Physisch-Sinnlichen war, das allein lebte in solchen Seelen, die gerade in jener Zeit den Mars passiert hatten. Wäre nun alles auf dem Mars so weiter vor sich gegangen, wäre der Mars in seinem Niedergange drinnen geblieben, so würden sich die Seelen aus diesem Weltenkörper nur das mitgebracht haben, was sie hier auf der Erde für eine rein materielle Auffassung der Welt fähig gemacht hätte. Durch das aber, was aus dem Niedergange des Mars stammte, ist die moderne Naturwissenschaft geworden; das hat sich in die Seelen so ergossen, daß es auf dem Gebiete der materiellen Welterkenntnis von Triumph zu Triumph führte, und das würde in der weiteren Menschheitsentwickelung nur fortwirken im Sinne alles dessen, was materielle Naturwissenschaft werden kann, was die Grundlage für Industrie und Handel, für die äußere Gestaltung der Erdenkultur werden kann.

[ 12 ] It is well known to all occultists that the same soul that appeared in Nicolaus Copernicus to usher in, so to speak, the dawn of the modern era, had previously been incarnated from 1401 to 1464 in Cardinal Nicholas of Cusa, Nicholas Cusanus. Yet how different are these two personalities, who in a certain sense harbored the same soul within them! Nicholas of Cusa in the 15th century, wholly, wholly devoted to the spiritual worlds, rooted in his contemplations of the spiritual worlds—and when he reappeared, bringing about that tremendous upheaval that could only be brought about by, so to speak, casting out from the worldview of space, of the planetary system, and one focused only on the external movements and external relationships of the celestial bodies! Why, then, was the same soul who had been on Earth as Nicholas of Cusa and was still wholly devoted to the spiritual worlds able, when it reappeared in its next incarnation, to conceive of celestial relationships in an abstract, mathematical, purely spatial-geometric way? One could do so because, having passed through the sphere of Mars in the interval between the lives of Nicholas of Cusa and Copernicus, one had just entered the decline of Mars. One did not bring back from Mars any forces that inspired the soul in life to such an extent that one soared up into the spiritual worlds. Only what was physical and sensory lived in such souls who had just passed through Mars at that time. If everything on Mars had continued in that way, if Mars had remained in its decline, then the souls would have brought back from this celestial body only what would have enabled them here on Earth to have a purely material conception of the world. But through what arose from the decline of Mars, modern natural science came into being; this poured into the souls in such a way that it led from triumph to triumph in the realm of material knowledge of the world, and this would continue to work in the further development of humanity in the sense of all that material natural science can become—that which can form the basis for industry and commerce, for the external shaping of earthly culture.

[ 13 ] Es würde ja möglich sein, daß jener Menschenklasse, die dadurch sich herausbildet, daß sie ganz unter dem Einfluß des Fehlens gewisser alter Marskräfte steht, welche nicht mehr vorhanden waren, daß dieser Menschenklasse, die also nur der äußeren Kultur hingegeben wäre, eine andere Menschenklasse gegenüberstände, eine Menschenklasse von lauter Bekennern des Franz von Assisi oder des ins Christentum übertragenen Buddhismus. Es würde eine Wesenheit wie die des Buddha — wie sie in der heute angedeuteten Weise bis zu Franz von Assisi fortgewirkt hat — auf der Erde ein Gegengewicht selber haben bilden können gegen die bloß materialistische Auffassung der Welt, indem sie starke Kräfte in die Seelen gegossen hätte. Aber diese Kräfte hätten dazu geführt, daß sich eine Klasse von Menschen hätte bilden können, die nur ein mönchisches Leben führen können wie Franz von Assisi, und daß nur diese Klasse in die spirituellen Höhen hätte aufsteigen können.

[ 13 ] It would indeed be possible that the class of people who have developed under the influence of the absence of certain ancient Mars forces—forces that no longer exist—that this class of people, who are thus devoted solely to external culture, might be counterbalanced by another class of people, a class consisting entirely of followers of Francis of Assisi or of Buddhism as it has been adapted to Christianity. A being such as the Buddha—as he continued to work in the manner indicated today up to Francis of Assisi—could have formed a counterweight on Earth against the purely materialistic view of the world by pouring strong forces into the souls. But these forces would have led to the formation of a class of people capable of leading only a monastic life like that of Francis of Assisi, and only this class would have been able to ascend to the spiritual heights.

[ 14 ] Wäre nun alles so geblieben, so wäre die Menschheit immer mehr und mehr in zwei Klassen geteilt worden: auf der einen Seite die, welche dem materiellen Leben hingegeben wären, weil diese Klasse schon einmal notwendig geworden ist auf der Erde für die Fortpflanzung der äußeren materiellen Erdenkultur, und herausgehoben worden durch den fortwirkenden Buddha-Impuls wären Schätzer und Pfleger und Bewahrer der spirituellen Kultur. Aber diese letzteren hätten nicht mitmachen dürfen — wie es Franz von Assisi nicht hat mitmachen dürfen — die äußere materielle Kultur, und immer schärfer und schärfer wären diese zwei Menschenkategorien getrennt worden. Und als man prophetisch vorausschauen konnte, daß so etwas hätte kommen müssen, da war es die Aufgabe jener Individualität, die wir unter dem Namen Christian Rosenkreutz verehren, nicht die Erdentwickelung so vor sich gehen zu lassen, daß eine solche Zweispaltung der Erdentwickelung vor sich gehe. Sondern Christian Rosenkreutz fühlte die Mission, für jede Menschenseele, die da oder dort auf irgendeinem Plan im neueren Leben steht, die Möglichkeit zu bieten, daß jede Seele aufsteigen kann in spirituelle Höhen. Haben wir es ja immer betont, und ist es doch betont in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», daß es unser Ziel in der abendländischen okkultistischen Geistesentwickelung ist, nicht durch Absonderung vom Leben, durch eine asketische Absonderung vom Leben den Aufstieg in die spirituellen Welten zu erreichen, sondern die Möglichkeit zu geben, daß eine jede Seele, wo sie auch steht, von sich aus den Aufstieg in die geistige Welt findet. Daß der Aufstieg in die geistigen Welten vereinbar sei mit jeder andern Lebensposition, daß es so kommen könne, daß die Menschheit nicht auseinanderfalle in zwei auseinandergetrennte Kategorien, von denen die eine nur der äußeren industriellen, kommerziellen, materiellen Kultur hingegeben wäre und dadurch zwar immer geistreicher, aber doch immer tierischer und materialistischer geworden wäre, während die andere sich immer mehr und mehr absondern und ein Leben im Sinne von Franz von Assisi führen würde, daß dies nicht geschehe, das sollte die Sorge des Christian Rosenkreutz werden, als die neuere Zeit herannahte, welche die materialistische Kultur herbeiführen sollte, wo alle Seelen sich die Marskräfte, die im Niedergange waren, mitbringen mußten. Und weil nun nicht das in den Seelen sein konnte, was jene Zweispaltung verhindert hätte, so mußte auch von den Marskräften aus es dem Menschen zukommen, einzutreten mit seiner ganzen Seele für das Spirituelle, für das Geistige. Es mußte die Menschheit zum Beispiel dafür gewonnen werden, gut naturwissenschaftlich zu denken, die Welt naturwissenschaftlich anzuschauen, sich Ideen und Begriffe zu machen über die Welt, ganz nach dem Muster moderner naturwissenschaftlicher Gedanken, aber zugleich in der Seele die Möglichkeit zu haben, die Ideen spirituell zu vertiefen, spirituell auszubilden, so daß von einer naturwissenschaftlichen Anschauung der Weg zu einer spirituellen Höhe hinauf gefunden werde.

[ 14 ] Had everything remained as it was, humanity would have become increasingly divided into two classes: on the one hand, those devoted to material life, because this class had once become necessary on Earth for the propagation of the outer, material Earth culture; and, raised up by the continuing Buddha impulse, would be the guardians, nurturers, and preservers of spiritual culture. But the latter would not have been allowed to participate—just as Francis of Assisi was not allowed to participate—in the outer material culture, and these two categories of people would have become increasingly and increasingly separated. And when it could be prophetically foreseen that such a thing would have to come to pass, it was the task of that individuality whom we revere under the name of Christian Rosenkreutz not to allow earthly development to proceed in such a way that such a division of earthly development would take place. Rather, Christian Rosenkreutz felt it was his mission to offer every human soul, wherever it may stand on any plane in modern life, the possibility that every soul might ascend to spiritual heights. We have always emphasized this, and it is indeed emphasized in my work *How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?*, that our goal in Western occult spiritual development is not to achieve ascent into the spiritual worlds through separation from life, through an ascetic withdrawal from life, but to provide the possibility that every soul, wherever it may be, may find its own way up into the spiritual world. That the ascent into the spiritual worlds is compatible with every other life position, that it could come to pass that humanity would not split into two separate categories, one of which would be devoted solely to external industrial, commercial, and material culture and thereby, while becoming ever more spiritually sophisticated, yet increasingly animalistic and materialistic, while the other would separate itself more and more and lead a life in the spirit of Francis of Assisi—that this might not happen was to become the concern of Christian Rosenkreutz as the modern era approached, which was to bring about materialistic culture, where all souls would have to bring with them the Mars forces that were in decline. And since what would have prevented that division could not be found within the souls, it was necessary for the forces of Mars to impel humanity to commit itself with its whole soul to the spiritual, to the intellectual. Humanity had to be won over, for example, to think scientifically, to view the world scientifically, to form ideas and concepts about the world entirely according to the pattern of modern scientific thought, but at the same time to have the possibility within the soul to deepen these ideas spiritually, to develop them spiritually, so that the path from a scientific view might be found leading upward to a spiritual height.

[ 15 ] Diese Möglichkeit mußte geschaffen werden! Und geschaffen wurde sie durch Christian Rosenkreutz, der von der Erde her, allüberall her seine Getreuen gegen das Ende des 16. Jahrhunderts um sich versammelte, um sie teilnehmen zu lassen an dem, was sich zwar äußerlich räumlich vollzieht von Stern zu Stern, aber dennoch vorbereitet wird in den heiligen Mysterienstätten, da wo gewirkt wird innerhalb der Weltenkörper über diese Weltenkörper hinaus zur Weltenkultur, nicht bloß zur Planetenkultur. Um sich versammelte Christian Rosenkreutz die, welche auch versammelt waren bei seiner Initiation im 13. Jahrhundert. Unter diesen war auch einer, der sein Schüler und Freund geworden war seit langer Zeit — der, der einstmals auf Erden inkarniert war, aber nun nicht mehr auf derErde zu erscheinen brauchte: Gautama Buddha als geistige Wesenheit, wie er eben war, nachdem er Buddha geworden war. So war er der Schüler des Christian Rosenkreutz! Und damit alles das, was durch den Buddha geschehen konnte, so gewendet werde, daß es in jene Mission ausläuft, die eben jetzt beschrieben worden ist als die des Christian Rosenkreutz in der damaligen Zeit, deshalb kam zustande, als eine gemeinschaftliche Tat des Christian Rosenkreutz und der Wesenheit des Buddha, das Hinaussenden des Buddha von bloß irdischer Wirksamkeit zu kosmischer Wirksamkeit. Der Gautama Buddha, oder eigentlich die Individualität des Gautama Buddha, wurde durch das, was sie aus den Impulsen des Christian Rosenkreutz aufnehmen konnte, zu folgendem fähig — wir werden später einmal über die Beziehungen zwischen Gautama Buddha und Christian Rosenkreutz genauer sprechen, jetzt soll nur angedeutet werden, daß durch diese Beziehungen in der Tat die Individualität des Buddha nicht weiterwirkte auf Erden, so wie sie einstmals in der Mysterienstätte am Schwarzen Meer lehrte, — sondern dieser Buddha verließ die unmittelbare Wirkungssphäre der Erde und verlegte seine Wirkungssphäre auf den Mars. So daß im Anfange des 17. Jahrhunderts in der Marsevolution etwas Ähnliches stattfand, wie es sich im Beginne der aufsteigenden Erdentwickelung in dem Mysterium von Golgatha vollzogen hat. Bewirkt wurde durch Christian Rosenkreutz, was man nennen kann: die Erscheinung des Buddha auf dem Mars. Dadurch wurde eingeleitet die aufsteigende Marskultur. Von da ab begann für den Mars die aufsteigende Marsentwickelung, wie für die Erde die aufsteigende Kultur mit dem Mysterium von Golgatha begonnen hat.

[ 15 ] This possibility had to be created! And it was created by Christian Rosenkreutz, who, toward the end of the 16th century, gathered his faithful followers from all over the Earth to share in what, although it takes place outwardly and spatially from star to star, but is nevertheless prepared in the sacred mystery sites, where work is carried out within the world bodies, beyond these world bodies, toward world culture—not merely planetary culture. Christian Rosenkreutz gathered around him those who had also been gathered at his initiation in the 13th century. Among them was also one who had long since become his disciple and friend—he who had once incarnated on Earth but now no longer needed to appear on Earth: Gautama Buddha as a spiritual being, just as he was after he had become the Buddha. Thus he was the disciple of Christian Rosenkreutz! And so that everything that could be accomplished through the Buddha might be directed in such a way that it culminates in that mission which has just been described as that of Christian Rosenkreutz in that time, the sending forth of the Buddha from merely earthly activity to cosmic activity came about as a joint act of Christian Rosenkreutz and the being of the Buddha. The Gautama Buddha, or rather the individuality of the Gautama Buddha, was enabled by what it could absorb from the impulses of Christian Rosenkreutz to accomplish the following—we will speak more precisely later about the relationship between Gautama Buddha and Christian Rosenkreutz, but for now it suffices to note that through these relationships, the individuality of the Buddha did indeed cease to work on Earth as it once taught at the Mystery Center on the Black Sea—instead, this Buddha left the immediate sphere of activity of the Earth and transferred his sphere of activity to Mars. Thus, at the beginning of the 17th century, something similar took place in the evolution of Mars as had occurred at the beginning of the ascending development of the Earth in the Mystery of Golgotha. What was brought about by Christian Rosenkreutz is what one might call: the appearance of the Buddha on Mars. This initiated the ascending culture of Mars. From that point on, the ascending development of Mars began, just as the ascending culture on Earth began with the Mystery of Golgotha.

[ 16 ] So wurde der Buddha für den Mars in ähnlicher Weise ein Erlöser, ein Heiland, wie es der Christus Jesus für die Erde geworden ist. Die Vorbereitung dazu war für den Buddha das, was er als Buddha zu lehren hatte: die Lehre des Nirwana, des Nichtbefriedigtseins von der Erde, des Freiwerdens von den Erdeninkarnationen. Was er so lehrte vorbereitet war es von außerhalb der Erde her, auf die Erdenziele hin. Man sehe in die Seele des Buddha hinein, begreife die «Predigt von Benares», begreife, wie in dieser sich in der Vorbereitung zeigt eine andere Wirksamkeit als die bloß auf der Erde sich abspielende, und man begreift, wie weise der Vertrag zwischen Christian Rosenkreutz und dem Buddha war, in dessen Folge im Beginne des 17. Jahrhunderts der Buddha seine Wirkungsstätte auf der Erde verließ, wo er in der Erdensphäre auf die Menschenseelen zwischen Geburt und Tod, aber eben von den geistigen Welten aus, hätte wirken können, um fortan auf dem Schauplatze des Mars für die Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt zu wirken. Das ist das Bedeutsame, was bewirkt worden ist, man möchte sagen durch die Übertragung des Weihnachtsfestes von der Erde auf den Mars. So daß fortan die Menschenseelen alle in einem gewissen Sinne eine Art Bekennerschaft des Franz von Assisi durchmachen und dadurch indirekt zu Buddha; aber die Menschen machen sie nicht auf der Erde durch, sondern alle Menschen machen — wenn wir das paradoxe Wort gebrauchen wollen ihr Mönchtum, eine Bekennerschaft zu Franz von Assisi, auf dem Mars durch und bringen sich von dort die Kräfte herein auf die Erde. Dadurch können sie das, was sie sich dort errungen haben, in ihren Seelen als schlummernde Kräfte haben, wo sie auch immer hingestellt werden, und brauchen nicht in ein besonderes Mönchtum hineingestellt zu werden, um etwas durchzumachen, wie etwa die besonderen Zöglinge des Franz von Assisi. Das letztere wurde dadurch verhindert, daß der Buddha hinausgesendet wurde in kosmische Welten in Übereinstimmung mit Christian Rosenkreutz, der nun ohne Buddha auf der Erde wirkte. Hätte der Buddha in der Erden-Sphäre weiter gewirkt, so hätte er nur das erreichen können, daß er buddhistische oder franziskanische Mönche hätte hervorbringen können, und die anderen Seelen wären dann der materiellen Kultur hingegeben gewesen. Dadurch aber, daß das stattgefunden hat, was man eine Art «Mysterium von Golgatha» für den Mars nennen kann, machen die Menschenseelen außerhalb der Erde — in einer Sphäre, wo sie nicht in einer irdischen Inkarnation sind — das durch, was sie für das weitere Erdenleben brauchen, was aufgenommen werden muß als echtes BuddhaElement in die Seelen, und was in der nachchristlichen Zeit nur zwischen Tod und Geburt aufgenommen werden kann.

[ 16 ] Thus, in a similar way, the Buddha became a savior, a redeemer, for Mars, just as Christ Jesus became for Earth. The preparation for this was, for the Buddha, what he had to teach as the Buddha: the teaching of Nirvana, of dissatisfaction with the Earth, of liberation from earthly incarnations. What he taught in this way was prepared from outside the Earth, directed toward earthly goals. Look into the soul of the Buddha, comprehend the “Sermon at Benares,” understand how, in this preparation, a different kind of activity is revealed than that which takes place merely on Earth, and one understands how wise the agreement between Christian Rosenkreutz and the Buddha was, as a result of which, at the beginning of the 17th century, the Buddha left his sphere of activity on Earth, where he had been working in the earthly sphere on human souls between birth and death, but could have worked from the spiritual worlds, in order to work henceforth on the stage of Mars for human souls between death and new birth. This is the significant thing that has been brought about, one might say through the transfer of the Christmas festival from Earth to Mars. So that from now on, all human souls undergo, in a certain sense, a kind of devotion to Francis of Assisi and thereby indirectly to the Buddha; but people do not undergo this on Earth, rather all people—if we may use the paradoxical term—undergo their monastic life, a devotion to Francis of Assisi, on Mars, and bring the powers from there back to Earth. Through this, they can have what they have attained there as dormant powers in their souls, wherever they may be placed, and need not be placed into a special monastic life in order to undergo a process, as was the case with the special disciples of Francis of Assisi. The latter was prevented by the fact that the Buddha was sent out into the cosmic worlds in accordance with Christian Rosenkreutz, who now worked on Earth without the Buddha. Had the Buddha continued to work in the Earth sphere, he would have been able to achieve only that he could have produced Buddhist or Franciscan monks, and the other souls would then have been devoted to material culture. But because what took place—what might be called a kind of “Mystery of Golgotha” for Mars—the human souls outside of Earth—in a sphere where they are not in an earthly incarnation—undergo what they need for their future earthly life, what must be absorbed as a genuine Buddha-element into the souls, and which, in the post-Christian era, can only be absorbed between death and birth.

[ 17 ] Wir stehen hier unmittelbar vor der Schwelle eines großen Geheimnisses, des Geheimnisses, das einen Impuls gebracht hat, der in der Menschheitsentwickelung fortwirkt. Oh, wer diese Menschheitsentwickelung wirklich versteht, der weiß, daß das, was auf unserer Erde jemals sich geltend gemacht hat, in seiner richtigen Weise fortwährend sich einfügt dem Gesamtstrom der Menschheitsentwickelung. Anders war das Mysterium von Golgatha des Mars als jenes auf der Erde: nicht so gewaltig, nicht so einschneidend, nicht zum Tode führend. Aber eine Vorstellung können Sie sich davon machen, wenn Sie überlegen, was es heißt, daß derjenige, welcher der größte Friedens- und Liebefürst, der Träger des Mitleids auf der Erde war, versetzt wurde auf den Mars, um an der Spitze der ganzen Marsevolution zu wirken. Es ist keine Mythologie, sondern der Mars hat schon seinen Namen daraus erhalten, daß er der Planet ist, in welchem die Kräfte, die dort sind, am meisten im Kriege miteinander sind. Und die Mission des Buddha ist es, daß er sich zu «kreuzigen» hatte auf dem Schauplatze dieses Planeten, wo die meisten kriegerischen Kräfte sind, wenn auch die Kräfte dort durchaus psychisch-spiritueller Natur sind.

[ 17 ] We stand here on the very threshold of a great mystery, the mystery that has given rise to an impulse which continues to shape the course of human development. Oh, whoever truly understands the development of humanity knows that whatever has ever asserted itself on our Earth continually fits into the overall current of human development in its proper way. The Mystery of Golgotha on Mars was different from that on Earth: not so powerful, not so decisive, not leading to death. But you can form a mental image of it if you consider what it means that the one who was the greatest prince of peace and love, the bearer of compassion on Earth, was transferred to Mars to work at the head of the entire Martian evolution. This is not mythology; rather, Mars has derived its name from the fact that it is the planet where the forces present there are most at war with one another. And the Buddha’s mission is that he had to “crucify” himself on the stage of this planet, where the most warlike forces are found, even though the forces there are entirely of a psychic-spiritual nature.

[ 18 ] So stehen wir vor einer Tat desjenigen, der die Aufgabe hatte, den Christus-Impuls in der richtigen Weise aufzunehmen und fortzusetzen und der große Diener des Christus Jesus zu sein. So stehen wir vor dem Geheimnis des Christian Rosenkreutz, finden ihn so weise, daß er die anderen Impulse, die für das Mysterium von Golgatha vorbereitend waren, die sich gleichsam in der Menschheitsentwickelung herumreihen um das Mysterium von Golgatha, soweit es an ihm ist, in der strengen Weise einfügt in die ganze Menschheitsentwickelung.

[ 18 ] Thus we stand before the work of the one who was tasked with receiving and carrying forward the Christ impulse in the proper way, and with being the great servant of Christ Jesus. Thus we stand before the mystery of Christian Rosenkreutz, finding him so wise that he rigorously integrates the other impulses—which served as a preparation for the Mystery of Golgotha and which, as it were, are arrayed throughout human evolution around the Mystery of Golgotha—into the entire course of human evolution, insofar as it is his task to do so.

[ 19 ] Eine solche Sache, wie sie jetzt dargestellt worden ist, kann man nicht etwa bloß mit Worten und Ideen aufnehmen, sondern man muß sie in ihrer Tiefe und ihrer ganzen Weite mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Herzen fühlen. Man muß fühlen, was es heißt, zu wissen: Mit den Kräften, die wir jetzt in unsern gegenwärtigen Menschheitszyklus hereinbringen, wenn wir durch die Geburt zur Erdeninkarnation schreiten, sind auch die Kräfte des Buddha. Dahin wurden sie verlegt, wo wir das Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchmachen, damit wir in der richtigen Weise in das Erdenleben eintreten; denn innerhalb des Erdenlebens, zwischen Geburt und Tod, ist es unsere Aufgabe, das richtige Verhältnis zu dem Christus-Impuls, zu dem Mysterium von Golgatha zu gewinnen. Das können wir nur, wenn alle Impulse in der richtigen Weise zusammenwirken. Der Christus ist aus anderen Welten herabgestiegen und hat sich mit der Erdenevolution vereinigt. Er soll hier den Menschen das Größte geben, was sich mit der Menschenseele als ein Impuls vereinigen kann. Aber das kann nur geschehen, wenn die Kräfte, die mit der Menschheitsentwickelung zusammenhängen, alle an ihrem richtigen Orte in diese Menschheitsentwickelung eingreifen. Der große Lehrer des Nirwana, der die Menschen ermahnte, ihre Seelen freizumachen von dem Trieb und Drang nach Wiederverkörperung, sollte nicht dort wirken, wo der Mensch in die Wiederverkörperung hineinzugehen hat, sondern nach dem großen Plane, der von den Göttern gewoben wird, aber an dem die Menschen teilnehmen müssen, weil sie den Göttern dienen, nach diesem Plane sollte jener große Lehrer in dem Leben, das immer jenseits von Geburt und Tod steht, weiterwirken.

[ 19 ] Something like this, as it has now been described, cannot simply be grasped through words and ideas; rather, one must feel it in all its depth and breadth with one’s whole soul and heart. One must feel what it means to know: Along with the forces we now bring into our present human cycle as we proceed through birth into earthly incarnation are also the forces of the Buddha. They have been transferred to the place where we pass through the life between death and new birth, so that we may enter earthly life in the right way; for within earthly life, between birth and death, it is our task to gain the right relationship to the Christ impulse, to the Mystery of Golgotha. We can do this only if all the impulses work together in the right way. Christ descended from other worlds and united with Earth’s evolution. Here He is to give humanity the greatest thing that can unite with the human soul as an impulse. But this can only happen if the forces connected with human evolution all intervene in this human evolution from their proper places. The great Teacher of Nirvana, who exhorted people to free their souls from the urge and impulse toward reincarnation, was not meant to work where human beings must enter into reincarnation, but according to the great plan woven by the gods, but in which human beings must participate because they serve the gods; according to this plan, that great teacher should continue to work in the life that always stands beyond birth and death.

[ 20 ] Nun versuchen Sie das innerlich Berechtigte einer solchen Vorstellung zu fühlen, versuchen Sie mit dieser Idee den Gang der Menschheitsentwickelung zu verfolgen, um einzusehen, warum der Buddha vorangehen mußte dem Christus Jesus, und wie er wirkte, nachdem der Christus-Impuls in die Menschheitsevolution eingeflossen ist. Versuchen Sie das zu verarbeiten, dann werden Sie die neue Menschheitsentwickelung, die neuere Geistesentwickelung, vom 17. Jahrhundert angefangen, in der Sie selbst stehen, im rechten Lichte sehen, weil Sie sehen, wie die Menschenseelen die Kräfte, die sie weiterbringen sollen, aufnehmen, bevor sie durch die Geburt ins Dasein schreiten.

[ 20 ] Now try to sense the inner validity of such a mental image; try to use this idea to trace the course of human development, in order to understand why the Buddha had to precede Christ Jesus, and how he worked after the Christ impulse had been incorporated into human evolution. Try to process this, and you will see the new development of humanity—the more recent spiritual development beginning in the 17th century, in which you yourself are living—in its proper light, because you will see how human souls take in the forces meant to carry them forward before they enter existence through birth.

[ 21 ] Das ist es, was ich heute an einem bedeutungsvollen Festtage nicht wie einen direkten Weihnachtsvortrag, aber als eine Art Christ-Gabe, die ich Ihnen über Christian Rosenkreutz zu machen habe, unter den Weihnachtsbaum legen will. Vielleicht nehmen es einige, oder viele von Ihnen so auf, wie es gemeint ist: als eine Stärkung des Herzens, als eine Stärkung der Kräfte der Seele, welche Stärkung wir brauchen, wenn wir mit unserer Seele sicher leben wollen innerhalb desjenigen, was uns das Leben an Harmonie und Disharmonie bietet. Und wenn wir gerade um die Weihnachtstage herum solche Stärkung und Kräftigung der Seele aufnehmen können durch das Bewußtsein, wie wir mit den großen Weltenkräften zusammenhängen, dann nehmen wir vielleicht doch auch durch eine solche Festesgabe, die unter den Weihnachtsbaum gelegt wird, aus einer solchen anthroposophischen Arbeitsstätte das mit, was lebendig bleibt durch das ganze Jahr hindurch und was wir durchbilden müssen, was wir aber besser durchbilden können, wenn wir mit einer solchen Aufmunterung zwischen einem solchen Weihnachtsabend und dem nächsten das Leben weiterleben können.

[ 21 ] That is what I wish to place under the Christmas tree today, on this significant holiday—not as a direct Christmas sermon, but as a kind of Christmas gift that I have to offer you through Christian Rosenkreutz. Perhaps some, or many, of you will take it as it is meant: as a strengthening of the heart, as a strengthening of the soul’s powers—a strengthening we need if we wish to live securely with our soul within whatever harmony and disharmony life offers us. And if, especially around the Christmas season, we can take in such strengthening and fortification of the soul through the awareness of how we are connected to the great world forces, then perhaps through such a festive gift placed under the Christmas tree, we also take with us from such an anthroposophical center that which remains alive throughout the entire year and which we must shape—but which we can shape better if we can continue living our lives with such encouragement between one Christmas Eve and the next.