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Experiences of the Supernatural
The Three Paths of the Soul to Christ
GA 143

17 April 1912, Stockholm

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8. Die drei Wege der Seele zu Christus: Der Weg der Initiation

8. Die drei Wege der Seele zu Christus: Der Weg der Initiation

[ 1 ] Wenn mit einigen Worten noch einmal kurz hingewiesen werden darf auf dasjenige, worin die gestrigen Darstellungen gipfelten, so möchte ich sagen, daß aus ihnen für jeden Menschen die Möglichkeit hervorgehen sollte, durch eine entsprechende Vertiefung seines Wesens, durch ein in die geistigen Welten gefaßtes Vertrauen eine solche Seelenstimmung, eine solche Seelenverfassung in sich aufkommen zu lassen, die ihm sagt: In den Menschen fließen nicht nur diejenigen Dinge ein, die in dem Umkreise der Erde vorhanden sind, nicht nur die Dinge, welche aus der Evolution der Erde selbst stammen, sondern es ist dem Menschen möglich, seine Seele so zu stimmen, daß er aus den geistigen Welten heraus Hilfskräfte erhält, die in ihn einfließen können, die einen Ausgleich herbeiführen zwischen dem einzelnen egoistischen Ich und der Gesamtheit unserer Organisation, wenn er dieser Möglichkeit sich öffnet, die in die Erdenmission eingeflossen ist. Wer erringen kann das Vertrauen an diesen Zufluß aus den geistigen Welten, der hat — wie er dies innere Ereignis, dies innere Erlebnis auch nennen mag — die persönliche Christus-Erfahrung im Inneren erlebt. Alles übrige über diese Sache wird sich uns ergeben, wenn wir heute einmal ausgehen von dem dritten Wege zu Christus, von dem Wege der Initiation.

[ 1 ] Wenn mit einigen Worten noch einmal kurz hingewiesen werden darf auf dasjenige, worin die gestrigen Darstellungen gipfelten, so möchte ich sagen, daß aus ihnen für jeden Menschen die Möglichkeit hervorgehen sollte, durch eine entsprechende Vertiefung seines Wesens, durch ein in die geistigen Welten gefaßtes Vertrauen eine solche Seelenstimmung, eine solche Seelenverfassung in sich aufkommen zu lassen, die ihm sagt: In den Menschen fließen nicht nur diejenigen Dinge ein, die in dem Umkreise der Erde vorhanden sind, nicht nur die Dinge, welche aus der Evolution der Erde selbst stammen, sondern es ist dem Menschen möglich, seine Seele so zu stimmen, daß er aus den geistigen Welten heraus Hilfskräfte erhält, die in ihn einfließen können, die einen Ausgleich herbeiführen zwischen dem einzelnen egoistischen Ich und der Gesamtheit unserer Organisation, wenn er dieser Möglichkeit sich öffnet, die in die Erdenmission eingeflossen ist. Wer erringen kann das Vertrauen an diesen Zufluß aus den geistigen Welten, der hat — wie er dies innere Ereignis, dies innere Erlebnis auch nennen mag — die persönliche Christus-Erfahrung im Inneren erlebt. Alles übrige über diese Sache wird sich uns ergeben, wenn wir heute einmal ausgehen von dem dritten Wege zu Christus, von dem Wege der Initiation.

[ 2 ] Wenn wir so angeführt haben den Weg der Evangelien und den Weg der inneren Erfahrung, so haben wir die beiden Wege, die einem jeden Menschen zum Christus hin zugänglich sind; ich sage ausdrücklich: einem jeden Menschen. Zu dem Wege der Initiation gehört eine gewisse Vorbereitung, wie es jedem verständlich sein sollte. In unserer Zeit gehört zunächst dazu ein wirkliches, nicht nur theoretisches Vertiefen in die wahre, echte Geisteswissenschaft, die zunächst, wenigstens in unserer Gegenwart, immer der Ausgangspunkt sein muß, wenn wir verstehen wollen, was das ist: der Weg der Initiation. Nun ist es gut, wenn wir einige Worte über das Wesen der Initiation in einer gewissen Richtung vorausschicken. Die Initiation ist das Höchste, was der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung zuletzt erlangen kann; denn sie führt den Menschen zu einem gewissen Verständnis, in eine wirkliche Einsicht in die Geheimnisse der geistigen Welt. Was vorgeht in den geistigen Welten, das ist ja der Inhalt, der Gegenstand der Initiation, und ein wirkliches Wissen, ein unmittelbares Wahrnehmen von Vorgängen in den geistigen Welten wird auf dem Wege der Initiation erreicht. Schon wenn in einer solchen Weise die Initiation charakterisiert wird, so muß einem jeden, der diese Charakteristik auf seine Seele wirken läßt, etwas ganz Besonderes auffallen. Es ist im Grunde genommen damit schon gesagt, daß die Initiation ein, gestatten Sie den Ausdruck, überreligiöser Weg ist. Nun sind die großen Religionen, welche über den Erdenkreis im Laufe der Menschheitsepochen sich verbreitet haben und heute noch in der Menschheit sind, alle, wenn wir sie bei ihrem Ausgangspunkte studieren, ursprünglich gestiftet von der Initiation, von den Initiierten aus. Sie sind aus dem geflossen, was große Eingeweihte den Menschen haben geben können. Aber die Religionen sind den Menschen so gegeben worden, daß in den Inhalten dieser Religionen die Menschen dasjenige empfingen, was für sie, je nach der Zeitepoche, in der sie lebten, je nach der Rasse, der sie angehörten, ja wohl gar nach dem Erdenstriche, in dem sie lebten, diesen Beziehungen angemessen war.

[ 2 ] Wenn wir so angeführt haben den Weg der Evangelien und den Weg der inneren Erfahrung, so haben wir die beiden Wege, die einem jeden Menschen zum Christus hin zugänglich sind; ich sage ausdrücklich: einem jeden Menschen. Zu dem Wege der Initiation gehört eine gewisse Vorbereitung, wie es jedem verständlich sein sollte. In unserer Zeit gehört zunächst dazu ein wirkliches, nicht nur theoretisches Vertiefen in die wahre, echte Geisteswissenschaft, die zunächst, wenigstens in unserer Gegenwart, immer der Ausgangspunkt sein muß, wenn wir verstehen wollen, was das ist: der Weg der Initiation. Nun ist es gut, wenn wir einige Worte über das Wesen der Initiation in einer gewissen Richtung vorausschicken. Die Initiation ist das Höchste, was der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung zuletzt erlangen kann; denn sie führt den Menschen zu einem gewissen Verständnis, in eine wirkliche Einsicht in die Geheimnisse der geistigen Welt. Was vorgeht in den geistigen Welten, das ist ja der Inhalt, der Gegenstand der Initiation, und ein wirkliches Wissen, ein unmittelbares Wahrnehmen von Vorgängen in den geistigen Welten wird auf dem Wege der Initiation erreicht. Schon wenn in einer solchen Weise die Initiation charakterisiert wird, so muß einem jeden, der diese Charakteristik auf seine Seele wirken läßt, etwas ganz Besonderes auffallen. Es ist im Grunde genommen damit schon gesagt, daß die Initiation ein, gestatten Sie den Ausdruck, überreligiöser Weg ist. Nun sind die großen Religionen, welche über den Erdenkreis im Laufe der Menschheitsepochen sich verbreitet haben und heute noch in der Menschheit sind, alle, wenn wir sie bei ihrem Ausgangspunkte studieren, ursprünglich gestiftet von der Initiation, von den Initiierten aus. Sie sind aus dem geflossen, was große Eingeweihte den Menschen haben geben können. Aber die Religionen sind den Menschen so gegeben worden, daß in den Inhalten dieser Religionen die Menschen dasjenige empfingen, was für sie, je nach der Zeitepoche, in der sie lebten, je nach der Rasse, der sie angehörten, ja wohl gar nach dem Erdenstriche, in dem sie lebten, diesen Beziehungen angemessen war.

[ 3 ] Nun leben wir heute innerhalb der Menschheitsentwickelung in einer ganz besonderen Zeitepoche, und es ist gerade die Aufgabe der Geisteswissenschaft, zu verstehen, daß wir in einer besonderen Zeit leben. So wie heute Geisteswissenschaft für unsere Mitmenschen vorgetragen und verbreitet werden kann, so war das innerhalb der verflossenen Zeitepochen nirgends noch möglich. Anthroposophie als solche konnte nicht in der Öffentlichkeit gelehrt werden. Wir beginnen erst in unserer Zeit Anthroposophie zu lehren. Die Religionen waren eben die Wege, um in die Menschheit einfließen zu lassen die Geheimnisse der Initiation in einer jeweilig einer Gruppe von Menschen angemessenen Art. Aber heute sind wir in der Lage, durch Anthroposophie etwas zu geben, was nicht einer einzelnen Rasse, nicht einem einzelnen Erdstrich, nicht einer einzelnen Gruppe von Menschen angemessen ist, sondern was jedem Menschen, wo er sich auch findet auf der Erde, etwas bringen kann über jene Geheimnisse des Daseins, nach deren Erkenntnis die Seelen sich sehnen, die sie haben müssen, wenn die Herzen stark sein sollen in ihrem Wirken auf der Erde. Damit zeigt sich aber schon, daß durch Anthroposophie etwas gegeben sein soll, was einen höheren Standpunkt einnimmt als die religiösen Standpunkte waren und heute noch sind, da, wo diese religiösen Standpunkte geltend gemacht werden. Es ist Anthroposophie gewissermaßen dasjenige, was die Geheimnisse der Initiation allgemein menschlich heute auszubreiten hat, während in den verschiedenen alten Religionssystemen der Erde immer auf eine besondere Art, in einer differenzierten Weise, angemessen den einzelnen Menschengruppen, die Geheimnisse der Initiation ausgesprochen wurden.

[ 3 ] Nun leben wir heute innerhalb der Menschheitsentwickelung in einer ganz besonderen Zeitepoche, und es ist gerade die Aufgabe der Geisteswissenschaft, zu verstehen, daß wir in einer besonderen Zeit leben. So wie heute Geisteswissenschaft für unsere Mitmenschen vorgetragen und verbreitet werden kann, so war das innerhalb der verflossenen Zeitepochen nirgends noch möglich. Anthroposophie als solche konnte nicht in der Öffentlichkeit gelehrt werden. Wir beginnen erst in unserer Zeit Anthroposophie zu lehren. Die Religionen waren eben die Wege, um in die Menschheit einfließen zu lassen die Geheimnisse der Initiation in einer jeweilig einer Gruppe von Menschen angemessenen Art. Aber heute sind wir in der Lage, durch Anthroposophie etwas zu geben, was nicht einer einzelnen Rasse, nicht einem einzelnen Erdstrich, nicht einer einzelnen Gruppe von Menschen angemessen ist, sondern was jedem Menschen, wo er sich auch findet auf der Erde, etwas bringen kann über jene Geheimnisse des Daseins, nach deren Erkenntnis die Seelen sich sehnen, die sie haben müssen, wenn die Herzen stark sein sollen in ihrem Wirken auf der Erde. Damit zeigt sich aber schon, daß durch Anthroposophie etwas gegeben sein soll, was einen höheren Standpunkt einnimmt als die religiösen Standpunkte waren und heute noch sind, da, wo diese religiösen Standpunkte geltend gemacht werden. Es ist Anthroposophie gewissermaßen dasjenige, was die Geheimnisse der Initiation allgemein menschlich heute auszubreiten hat, während in den verschiedenen alten Religionssystemen der Erde immer auf eine besondere Art, in einer differenzierten Weise, angemessen den einzelnen Menschengruppen, die Geheimnisse der Initiation ausgesprochen wurden.

[ 4 ] Was folgt daraus? Daraus folgt, daß wir die verschiedensten Religionen über die Erde hin verbreitet finden, die alle zurückweisen auf diesen oder jenen Religionsstifter. Wir finden erstens die KrishnaReligion auf Krishna zurückführend, zweitens die Buddha-Religion auf den Buddha zurückführend, drittens die althebräische Religion auf Moses zurückführend, und wir finden das Christentum auf Jesus von Nazareth zurückführend. Da die Religionen aus der Initiation geflossen sind, so müssen wir uns klarmachen, daß wir heute nicht auf dem Boden stehen können, der etwa von den aufgeklärt sein wollenden Religionsphilosophen eingenommen wird. Die vergleichenden Religionsphilosophen haben eine geheime Anschauung über die Religionen: sie sehen sie nämlich alle für falsch an oder für kindliche Stufen der Menschheitsentwickelung. Wir stehen aber als Anthroposophen, da wir erkennen lernen, daß die Religionen nur differenzierte Ausbildungen der Initiationswahrheiten sind, auf dem Boden, das Wahre und nicht das Falsche in den verschiedenen Religionssystemen zu verstehen. Wir lassen den Religionssystemen ihr volles Recht nebeneinander widerfahren. Wir sehen sie an als gleichberechtigte Offenbarungen der großen Initiationswahrheiten.

[ 4 ] Was folgt daraus? Daraus folgt, daß wir die verschiedensten Religionen über die Erde hin verbreitet finden, die alle zurückweisen auf diesen oder jenen Religionsstifter. Wir finden erstens die KrishnaReligion auf Krishna zurückführend, zweitens die Buddha-Religion auf den Buddha zurückführend, drittens die althebräische Religion auf Moses zurückführend, und wir finden das Christentum auf Jesus von Nazareth zurückführend. Da die Religionen aus der Initiation geflossen sind, so müssen wir uns klarmachen, daß wir heute nicht auf dem Boden stehen können, der etwa von den aufgeklärt sein wollenden Religionsphilosophen eingenommen wird. Die vergleichenden Religionsphilosophen haben eine geheime Anschauung über die Religionen: sie sehen sie nämlich alle für falsch an oder für kindliche Stufen der Menschheitsentwickelung. Wir stehen aber als Anthroposophen, da wir erkennen lernen, daß die Religionen nur differenzierte Ausbildungen der Initiationswahrheiten sind, auf dem Boden, das Wahre und nicht das Falsche in den verschiedenen Religionssystemen zu verstehen. Wir lassen den Religionssystemen ihr volles Recht nebeneinander widerfahren. Wir sehen sie an als gleichberechtigte Offenbarungen der großen Initiationswahrheiten.

[ 5 ] Und daraus folgt etwas ungeheuer Wichtiges für das praktische Gefühl und die praktische Betätigung. Und was ist dieses Wichtige? Daß aus der anthroposophischen Stimmung das volle Verständnis, die innige Achtung und die volle Anerkennung des Wahrheitskernes aller Religionen folgen wird, und daß diejenigen, die aus anthroposophischer Gesinnung heraus über die Welt und ihren Entwickelungsgang denken, respektieren werden die Wahrheiten, die in den einzelnen Religionssystemen vorhanden sind. Es wird die höchste Achtung sich ergeben und der höchste Respekt wird Platz greifen. Ja, meine lieben Freunde, das wird sich ergeben aus der anthroposophischen Geistesströmung für die einzelnen Religionsbekenntnisse auf Erden: Man wird hingehen zu den Bekennern der einzelnen Religionssysteme der Erde und man wird nicht glauben, ihnen aufpfropfen, einimpfen zu können andere Bekenntnisse. Wir werden vielmehr zu ihnen gehen und aus unserem eigenen Religionsbekenntrnisse heraus werden wir entwickeln, was in ihrem Bekenntnisse an Wahrheit ist. Und man wird, wenn man herausgeboren ist aus einer Gegend, wo eine bestimmte Religion herrscht, aus dieser Religion heraus nicht intolerant abweisen die anderen Religionen, sondern wird doch eingehen können auf das, was als Wahrheit in den verschiedenen Religionen enthalten ist. Nehmen wir ein Beispiel. Solch ein Beispiel kann nur verstanden werden von denen, die in ihrer tiefsten Seele Ernst machen mit der anthroposophischen Gesinnung, mit dem, was folgen muß aus der Erkenntnis der Grundbedingungen des Wesens der Initiation. Nehmen wir an, ein Abendländer sei aufgewachsen innerhalb des Christentums. Er wird das Christentum vielleicht dadurch kennengelernt haben, daß er die großen Wahrheiten seiner Evangelien in sich aufgenommen hat. Vielleicht ist er auch schon zu dem gelangt, was genannt wird der Weg der inneren Erfahrung zu dem Christus Jesus, vielleicht hat er schon in seiner inneren Erfahrung den Christus erlebt. Nehmen wir an, er lernt nun eine andere Religion kennen, zum Beispiel den Buddhismus. Er lernt bei denjenigen, welche ganz in den heiligen Wahrheiten und Erkenntnissen des Buddhismus darinnenstehen, kennen dasjenige, was dem materialistischen Abendländer ein Ärgernis ist, was wir Anthroposophen aber verstehen können, er lernt kennen, daß der Stifter ihrer Religion, nachdem er viele Inkarnationen auf Erden als Bodhisattva gelebt hat, wiedergeboren wurde als Königssohn, als Sohn des Shuddhodana; er lernt weiter erkennen, daß er im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens als Bodhisattva zum Buddha aufgerückt ist, daß mit diesem Aufsteigen zum Buddha gegeben ist in dieser Religion, da sie aus der Initiation stammt, die eine große Wahrheit, die nicht nur für den Buddhismus, die für alle Menschen gilt, die jeder Initiierte anerkennen wird, und die alle Menschen anerkennen, die den Buddhismus verstehen, er lernt erkennen, daß der Bekenner des Buddhismus mit Recht sagt: Wenn der Bodhisattva in einer menschlichen Inkarnation zum Buddha wird, so ist diese Inkarnation, die der Buddha auf Erden durchzumachen hat, die letzte; dann kommt er nicht wieder in einen menschlichen Leib zurück.

[ 5 ] Und daraus folgt etwas ungeheuer Wichtiges für das praktische Gefühl und die praktische Betätigung. Und was ist dieses Wichtige? Daß aus der anthroposophischen Stimmung das volle Verständnis, die innige Achtung und die volle Anerkennung des Wahrheitskernes aller Religionen folgen wird, und daß diejenigen, die aus anthroposophischer Gesinnung heraus über die Welt und ihren Entwickelungsgang denken, respektieren werden die Wahrheiten, die in den einzelnen Religionssystemen vorhanden sind. Es wird die höchste Achtung sich ergeben und der höchste Respekt wird Platz greifen. Ja, meine lieben Freunde, das wird sich ergeben aus der anthroposophischen Geistesströmung für die einzelnen Religionsbekenntnisse auf Erden: Man wird hingehen zu den Bekennern der einzelnen Religionssysteme der Erde und man wird nicht glauben, ihnen aufpfropfen, einimpfen zu können andere Bekenntnisse. Wir werden vielmehr zu ihnen gehen und aus unserem eigenen Religionsbekenntrnisse heraus werden wir entwickeln, was in ihrem Bekenntnisse an Wahrheit ist. Und man wird, wenn man herausgeboren ist aus einer Gegend, wo eine bestimmte Religion herrscht, aus dieser Religion heraus nicht intolerant abweisen die anderen Religionen, sondern wird doch eingehen können auf das, was als Wahrheit in den verschiedenen Religionen enthalten ist. Nehmen wir ein Beispiel. Solch ein Beispiel kann nur verstanden werden von denen, die in ihrer tiefsten Seele Ernst machen mit der anthroposophischen Gesinnung, mit dem, was folgen muß aus der Erkenntnis der Grundbedingungen des Wesens der Initiation. Nehmen wir an, ein Abendländer sei aufgewachsen innerhalb des Christentums. Er wird das Christentum vielleicht dadurch kennengelernt haben, daß er die großen Wahrheiten seiner Evangelien in sich aufgenommen hat. Vielleicht ist er auch schon zu dem gelangt, was genannt wird der Weg der inneren Erfahrung zu dem Christus Jesus, vielleicht hat er schon in seiner inneren Erfahrung den Christus erlebt. Nehmen wir an, er lernt nun eine andere Religion kennen, zum Beispiel den Buddhismus. Er lernt bei denjenigen, welche ganz in den heiligen Wahrheiten und Erkenntnissen des Buddhismus darinnenstehen, kennen dasjenige, was dem materialistischen Abendländer ein Ärgernis ist, was wir Anthroposophen aber verstehen können, er lernt kennen, daß der Stifter ihrer Religion, nachdem er viele Inkarnationen auf Erden als Bodhisattva gelebt hat, wiedergeboren wurde als Königssohn, als Sohn des Shuddhodana; er lernt weiter erkennen, daß er im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens als Bodhisattva zum Buddha aufgerückt ist, daß mit diesem Aufsteigen zum Buddha gegeben ist in dieser Religion, da sie aus der Initiation stammt, die eine große Wahrheit, die nicht nur für den Buddhismus, die für alle Menschen gilt, die jeder Initiierte anerkennen wird, und die alle Menschen anerkennen, die den Buddhismus verstehen, er lernt erkennen, daß der Bekenner des Buddhismus mit Recht sagt: Wenn der Bodhisattva in einer menschlichen Inkarnation zum Buddha wird, so ist diese Inkarnation, die der Buddha auf Erden durchzumachen hat, die letzte; dann kommt er nicht wieder in einen menschlichen Leib zurück.

[ 6 ] Demjenigen, der im Buddhismus drinnensteht, würde tiefer Schmerz zugefügt, wenn man behaupten wollte, daß der Buddha wiederkehren würde in einem fleischlichen Leibe. Tiefes Leid würde einem solchen Bekenner des Buddha zugefügt, wenn ihm von irgendeiner Macht bestritten würde diese Wahrheit, daß der Bodhisattva, der zum Buddha geworden ist, niemals wieder in einem physischen Leibe auf Erden erscheinen könnte. Wir Anthroposophen aber, wir erkennen den Wahrheitsgehalt der Religionen, wir stehen auf dem Boden, zu suchen die Wahrheit der verschiedenen Religionen und nicht ihren Irrtum. So gehen wir zu denen, die den Buddhismus verstehen, und lernen erkennen, oder lernen aus der Initiation erkennen, daß es wahr ist: Jene Individualität, welche als Bodhisattva gelebt hat auf der Erde und zum Buddha wurde, sie hat seit jener Zeit die geistigen Höhen erreicht, aus denen sie nicht wieder herabzusteigen hat auf dieses physische Erdenrund. Von dem Augenblicke an werden wir nicht mehr einem Buddhisten, wenn wir auf dem Boden der Reinkarnationslehre stehen, die Behauptung entgegenhalten, daß der Buddha in einem physischen Leibe wiederkehren könnte. Wahre, echte Erkenntnis wird ein Verständnis für eine jede aus der Iniitiation hervorgehende Religionsform schaffen. Wir respektieren die Religionsformen, die sich auf Erden entwickelt haben, indem wir erkennen, was sie als Wahrheit zu geben haben. Ja, ich bekenne es aufrichtig und ehrlich, so wie der strengste Buddhist sich zu dieser Wahrheit bekennen kann: daß der Bodhisattva, der auf Erden war und zum Buddha aufstieg, damit eine Höhe der menschlichen Entwickelung erreicht hat, die es ihm möglich macht, nicht mehr herunterzusteigen auf die Erde. Das heißt Verständnis haben für die verschiedenen Religionsformen der Erde.

[ 6 ] Demjenigen, der im Buddhismus drinnensteht, würde tiefer Schmerz zugefügt, wenn man behaupten wollte, daß der Buddha wiederkehren würde in einem fleischlichen Leibe. Tiefes Leid würde einem solchen Bekenner des Buddha zugefügt, wenn ihm von irgendeiner Macht bestritten würde diese Wahrheit, daß der Bodhisattva, der zum Buddha geworden ist, niemals wieder in einem physischen Leibe auf Erden erscheinen könnte. Wir Anthroposophen aber, wir erkennen den Wahrheitsgehalt der Religionen, wir stehen auf dem Boden, zu suchen die Wahrheit der verschiedenen Religionen und nicht ihren Irrtum. So gehen wir zu denen, die den Buddhismus verstehen, und lernen erkennen, oder lernen aus der Initiation erkennen, daß es wahr ist: Jene Individualität, welche als Bodhisattva gelebt hat auf der Erde und zum Buddha wurde, sie hat seit jener Zeit die geistigen Höhen erreicht, aus denen sie nicht wieder herabzusteigen hat auf dieses physische Erdenrund. Von dem Augenblicke an werden wir nicht mehr einem Buddhisten, wenn wir auf dem Boden der Reinkarnationslehre stehen, die Behauptung entgegenhalten, daß der Buddha in einem physischen Leibe wiederkehren könnte. Wahre, echte Erkenntnis wird ein Verständnis für eine jede aus der Iniitiation hervorgehende Religionsform schaffen. Wir respektieren die Religionsformen, die sich auf Erden entwickelt haben, indem wir erkennen, was sie als Wahrheit zu geben haben. Ja, ich bekenne es aufrichtig und ehrlich, so wie der strengste Buddhist sich zu dieser Wahrheit bekennen kann: daß der Bodhisattva, der auf Erden war und zum Buddha aufstieg, damit eine Höhe der menschlichen Entwickelung erreicht hat, die es ihm möglich macht, nicht mehr herunterzusteigen auf die Erde. Das heißt Verständnis haben für die verschiedenen Religionsformen der Erde.

[ 7 ] Nehmen wir den entgegengesetzten Fall: daß ein Bekenner des Buddhismus sich aufschwingt zur anthroposophischen Erkenntnis. Er würde es in sich zur Klarheit bringen lassen, entweder aus der wirklichen Erkenntnis des Christentums oder aus dem Einweihungsprinzipe heraus, daß es für ein anderes Gebiet der Erde eine andere Religionsform gibt, wo diejenigen, die diese Religionsform verstehen, sich klar darüber sind, daß einstmals gelebt hat eine Persönlichkeit, die eigentlich keiner Nation angehört hat, am allerwenigsten dem Abendlande, daß von dem dreißigsten bis drerunddreißigsten Jahre gelebt hat in dieser Persönlichkeit ein solcher Impuls, eine solche Kraft des geistigen Lebens, auf welche wir schon gestern hinweisen konnten, auf welche hingewiesen haben die sieben heiligen Rishis in ihrem Vishvakarman, auf welche hingewiesen hat Zarathustra in seinem Ahura Mazdao, auf welche hingewiesen haben die Ägypter als auf ihren Osiris und welche die vierte nachatlantische Kulturperiode den Christus genannt hat. Aber darauf kommt es nicht an; es kommt darauf an, in dem Christus dasjenige zu erkennen, was drei Jahre lang als Impuls gelebt hat in der Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, was vorher nicht da war auf Erden, was aus geistigen Höhen herabgestiegen ist in die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, was in dieser Persönlichkeit durchgemacht hat das Mysterium von Golgatha und was als solcher Christus-Impuls für die Erde ein einmaliger Impuls ist und nicht zusammenfällt mit irgendeiner gewöhnlichen Inkarnation der Menschheit; was also als Christus einmal da war und in keinem Menschen wiederkehren kann, sondern, wie die Bibel es nennt, kommen wird in den Wolken des Himmels, das heißt, als geistige Offenbarung sich der Menschheit zeigen wird. Das ist christliches Bekenntnis.

[ 7 ] Nehmen wir den entgegengesetzten Fall: daß ein Bekenner des Buddhismus sich aufschwingt zur anthroposophischen Erkenntnis. Er würde es in sich zur Klarheit bringen lassen, entweder aus der wirklichen Erkenntnis des Christentums oder aus dem Einweihungsprinzipe heraus, daß es für ein anderes Gebiet der Erde eine andere Religionsform gibt, wo diejenigen, die diese Religionsform verstehen, sich klar darüber sind, daß einstmals gelebt hat eine Persönlichkeit, die eigentlich keiner Nation angehört hat, am allerwenigsten dem Abendlande, daß von dem dreißigsten bis drerunddreißigsten Jahre gelebt hat in dieser Persönlichkeit ein solcher Impuls, eine solche Kraft des geistigen Lebens, auf welche wir schon gestern hinweisen konnten, auf welche hingewiesen haben die sieben heiligen Rishis in ihrem Vishvakarman, auf welche hingewiesen hat Zarathustra in seinem Ahura Mazdao, auf welche hingewiesen haben die Ägypter als auf ihren Osiris und welche die vierte nachatlantische Kulturperiode den Christus genannt hat. Aber darauf kommt es nicht an; es kommt darauf an, in dem Christus dasjenige zu erkennen, was drei Jahre lang als Impuls gelebt hat in der Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, was vorher nicht da war auf Erden, was aus geistigen Höhen herabgestiegen ist in die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, was in dieser Persönlichkeit durchgemacht hat das Mysterium von Golgatha und was als solcher Christus-Impuls für die Erde ein einmaliger Impuls ist und nicht zusammenfällt mit irgendeiner gewöhnlichen Inkarnation der Menschheit; was also als Christus einmal da war und in keinem Menschen wiederkehren kann, sondern, wie die Bibel es nennt, kommen wird in den Wolken des Himmels, das heißt, als geistige Offenbarung sich der Menschheit zeigen wird. Das ist christliches Bekenntnis.

[ 8 ] Wer nun innerhalb des Buddhismus steht, durchdrungen von geisteswissenschaftlichem Ernste und geisteswissenschaftlicher Würde, wird bekennen müssen, daß er auch dies christliche Bekenntnis achten und respektieren muß, wie der Christ das seine zu respektieren hat. Derjenige Buddhist, der aufgestiegen ist zur Geisteswissenschaft und Ernst mit ihr macht, wird sagen: Wie du als Christ Vertrauen entgegenbringst der Lehre, daß der zum Buddha gewordene Bodhisattva nicht mehr zurückkehrt auf die Erde, wie es mir angemessen erscheint, daß du weißt, daß der Buddha nicht wiederkehren kann, so erkenne ich als Buddhist an, daß dasjenige, was ihr den Christus nennt, nicht wiederkehren kann in einer physischen Inkarnation, sondern als einmaliger Impuls nur während drei Jahren in einem physischen Menschenleib gelebt hat. — Finden wir in der Anthroposophie das gegenseitige Verständnis der Religionen so, daß das Initiationsprinzip eindringen kann in die Herzen der Menschen, daß der eine Mensch dem anderen keine fremde Sphäre auferlegen soll, dann bringen wir es zu einem Verständnis, das über die ganze Erde die Menschen vereint, dann stiften wir den Frieden unter den einzelnen Religionsbekenntnissen auf Erden.

[ 8 ] Wer nun innerhalb des Buddhismus steht, durchdrungen von geisteswissenschaftlichem Ernste und geisteswissenschaftlicher Würde, wird bekennen müssen, daß er auch dies christliche Bekenntnis achten und respektieren muß, wie der Christ das seine zu respektieren hat. Derjenige Buddhist, der aufgestiegen ist zur Geisteswissenschaft und Ernst mit ihr macht, wird sagen: Wie du als Christ Vertrauen entgegenbringst der Lehre, daß der zum Buddha gewordene Bodhisattva nicht mehr zurückkehrt auf die Erde, wie es mir angemessen erscheint, daß du weißt, daß der Buddha nicht wiederkehren kann, so erkenne ich als Buddhist an, daß dasjenige, was ihr den Christus nennt, nicht wiederkehren kann in einer physischen Inkarnation, sondern als einmaliger Impuls nur während drei Jahren in einem physischen Menschenleib gelebt hat. — Finden wir in der Anthroposophie das gegenseitige Verständnis der Religionen so, daß das Initiationsprinzip eindringen kann in die Herzen der Menschen, daß der eine Mensch dem anderen keine fremde Sphäre auferlegen soll, dann bringen wir es zu einem Verständnis, das über die ganze Erde die Menschen vereint, dann stiften wir den Frieden unter den einzelnen Religionsbekenntnissen auf Erden.

[ 9 ] In dem Christentum lebt als Religionsstifter Jesus von Nazareth. Das christliche Initiationsprinzip hat mit dem Religionsstifter Jesus von Nazareth nur als mit einer Tatsache zu tun, einer Tatsache, die von den Okkultisten als eine Tatsache untersucht werden kann. Mit der gleichen Liebe, mit der gleichen Sorgfalt, wie untersucht wird das Leben des Buddha oder eines anderen Religionsstifters, wird von denen, die das Initiationsprinzip kennen, untersucht das Leben des Jesus von Nazareth. Wie sich dieses Leben des Jesus von Nazareth rein auf dem Boden des Okkultismus ergibt, das finden Sie dargestellt in meiner kleinen Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit». Das eigentliche christliche Initiationsprinzip bezieht sich aber darauf, den Christus zu erkennen, bezieht sich auf den Weg zum Christus. Und dieses christliche Religionsprinzip bereitete seit vielen Jahrhunderten das vor, was jetzt charakterisiert worden ist als ein Friedensprinzip über die ganze Erde hin, indem es überhaupt nicht ausgeht von einem Religionsstifter als solchem, sondern von einer Tatsache, die einmal geschehen ist in der Welt.

[ 9 ] In dem Christentum lebt als Religionsstifter Jesus von Nazareth. Das christliche Initiationsprinzip hat mit dem Religionsstifter Jesus von Nazareth nur als mit einer Tatsache zu tun, einer Tatsache, die von den Okkultisten als eine Tatsache untersucht werden kann. Mit der gleichen Liebe, mit der gleichen Sorgfalt, wie untersucht wird das Leben des Buddha oder eines anderen Religionsstifters, wird von denen, die das Initiationsprinzip kennen, untersucht das Leben des Jesus von Nazareth. Wie sich dieses Leben des Jesus von Nazareth rein auf dem Boden des Okkultismus ergibt, das finden Sie dargestellt in meiner kleinen Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit». Das eigentliche christliche Initiationsprinzip bezieht sich aber darauf, den Christus zu erkennen, bezieht sich auf den Weg zum Christus. Und dieses christliche Religionsprinzip bereitete seit vielen Jahrhunderten das vor, was jetzt charakterisiert worden ist als ein Friedensprinzip über die ganze Erde hin, indem es überhaupt nicht ausgeht von einem Religionsstifter als solchem, sondern von einer Tatsache, die einmal geschehen ist in der Welt.

[ 10 ] Das ist der Grundunterschied zwischen dem Christentum und den anderen Religionen: Dasjenige, was das Initiationsprinzip, das zum Christus führt, als Aufgabe hat in der Welt, ist verschieden von den Kulturen, die von den anderen Religionsprinzipien ausgegangen sind. Das, was das christliche Initiationsprinzip als Aufgabe innerhalb der Weltenmission hat, ging aus von einer Tatsache, von einem Geschehnis, nicht von einer Persönlichkeit. Zu verstehen wird das sein, wenn wir einige Vorbedingungen vorausschicken. Man kann ja einen einzigen Satz hinstellen, eine einzige Angabe machen, dann hat man, obwohl äußerlich, charakterisiert den Ausgangspunkt des esoterischen Christentums, der christlichen Initiation: Es ist der Tod, der erlebt worden ist in der Vereinigung des Christus mit dem Jesus von Nazareth. Die Tatsache jenes Todes, die wir nennen das Mysterium von Golgatha, ist das, was verstanden werden soll aus dem Prinzip der christlichen Initiation. Nun kann man ein wirkliches Verständnis dieses Todes nur dann gewinnen, wenn man sich die Mission des Todes innerhalb unserer Erdenentwickelung überhaupt klarmacht. Gestern wiesen wir darauf hin, daß Gebrechlichkeit, Siechtum, Krankheit und Tod zusammenhängen mit dem Nichtübereinstimmen unseres von dem luziferischen Prinzipe durchzogenen Ich mit unserer Organisation. Letzten Endes hängt der Tod zusammen mit dem luziferischen Prinzip, und zwar auf eine sehr besondere Weise. Es wäre eine ganz falsche Auffassung, wenn man annehmen würde, daß Luzifer den Tod gebracht hat. Luzifer hat nicht den Tod gebracht. Er hat gebracht, was wir nennen können die Möglichkeit des Irrtums, auch des moralischen, die Differenzierung der Menschen in Rassen und die Möglichkeit der Freiheit. Das hat Luzifer gebracht. Wenn alles das, was Luzifer gebracht hat, allein wirksam gewesen wäre in der Menschheit, wenn ihm nichts entgegengesetzt worden wäre, dann hätte dieses luziferische Prinzip dazu geführt, daß die Menschheit aus der fortlaufenden göttlichen Evolution herausgefallen, herausgebrochen wäre. Die Menschheit hätte sich zwar vergeistigt, aber nach einer ganz anderen Seite hin, als wohin die fortschreitende göttliche Evolution ging. Um die Menschheit innerhalb dieser göttlichen Evolution zu erhalten, um sie nicht verlorengehen zu lassen für die göttliche Evolution, mußte eine besondere Einrichtung getroffen werden: daß der Mensch immerfort daran gemahnt wird, was es für Folgen hat, wenn er die Möglichkeit des Irrtums und der Freiheit mißbraucht. Alle Krankheit, Gebrechlichkeit, Siechtum und Tod sind Mahnungen, daß der Mensch sich entfernen müßte von der fortlaufenden göttlichen Evolution, wenn er zu der Möglichkeit der luziferischen Freiheit auch noch gesund und kraftvoll wäre. So sind Krankheit, Siechtum und Tod nicht Gaben des Luzifer, sondern Gaben der guten, weisheitsvollen göttlichen Mächte, die damit einen Damm vorgesetzt haben den Einflüssen des Luzifer.

[ 10 ] Das ist der Grundunterschied zwischen dem Christentum und den anderen Religionen: Dasjenige, was das Initiationsprinzip, das zum Christus führt, als Aufgabe hat in der Welt, ist verschieden von den Kulturen, die von den anderen Religionsprinzipien ausgegangen sind. Das, was das christliche Initiationsprinzip als Aufgabe innerhalb der Weltenmission hat, ging aus von einer Tatsache, von einem Geschehnis, nicht von einer Persönlichkeit. Zu verstehen wird das sein, wenn wir einige Vorbedingungen vorausschicken. Man kann ja einen einzigen Satz hinstellen, eine einzige Angabe machen, dann hat man, obwohl äußerlich, charakterisiert den Ausgangspunkt des esoterischen Christentums, der christlichen Initiation: Es ist der Tod, der erlebt worden ist in der Vereinigung des Christus mit dem Jesus von Nazareth. Die Tatsache jenes Todes, die wir nennen das Mysterium von Golgatha, ist das, was verstanden werden soll aus dem Prinzip der christlichen Initiation. Nun kann man ein wirkliches Verständnis dieses Todes nur dann gewinnen, wenn man sich die Mission des Todes innerhalb unserer Erdenentwickelung überhaupt klarmacht. Gestern wiesen wir darauf hin, daß Gebrechlichkeit, Siechtum, Krankheit und Tod zusammenhängen mit dem Nichtübereinstimmen unseres von dem luziferischen Prinzipe durchzogenen Ich mit unserer Organisation. Letzten Endes hängt der Tod zusammen mit dem luziferischen Prinzip, und zwar auf eine sehr besondere Weise. Es wäre eine ganz falsche Auffassung, wenn man annehmen würde, daß Luzifer den Tod gebracht hat. Luzifer hat nicht den Tod gebracht. Er hat gebracht, was wir nennen können die Möglichkeit des Irrtums, auch des moralischen, die Differenzierung der Menschen in Rassen und die Möglichkeit der Freiheit. Das hat Luzifer gebracht. Wenn alles das, was Luzifer gebracht hat, allein wirksam gewesen wäre in der Menschheit, wenn ihm nichts entgegengesetzt worden wäre, dann hätte dieses luziferische Prinzip dazu geführt, daß die Menschheit aus der fortlaufenden göttlichen Evolution herausgefallen, herausgebrochen wäre. Die Menschheit hätte sich zwar vergeistigt, aber nach einer ganz anderen Seite hin, als wohin die fortschreitende göttliche Evolution ging. Um die Menschheit innerhalb dieser göttlichen Evolution zu erhalten, um sie nicht verlorengehen zu lassen für die göttliche Evolution, mußte eine besondere Einrichtung getroffen werden: daß der Mensch immerfort daran gemahnt wird, was es für Folgen hat, wenn er die Möglichkeit des Irrtums und der Freiheit mißbraucht. Alle Krankheit, Gebrechlichkeit, Siechtum und Tod sind Mahnungen, daß der Mensch sich entfernen müßte von der fortlaufenden göttlichen Evolution, wenn er zu der Möglichkeit der luziferischen Freiheit auch noch gesund und kraftvoll wäre. So sind Krankheit, Siechtum und Tod nicht Gaben des Luzifer, sondern Gaben der guten, weisheitsvollen göttlichen Mächte, die damit einen Damm vorgesetzt haben den Einflüssen des Luzifer.

[ 11 ] So müssen wir sagen: Alles, was uns entgegentritt in der Welt als von außen kommendes fortgesetztes menschliches Übel, als Krankheit und Tod, das ist da, damit wir Menschen an das Erdendasein so lange gefesselt bleiben, bis wir Gelegenheit haben zum Gutmachen, damit wir eine Erziehung haben, uns an unsere Organisation anzupassen. Wir leiden, damit wir aus unserem Leid heraus die Erfahrungen schöpfen, den Ausgleich zu finden für unser von Luzifer durchzogenes Ich und unsere göttlich durchzogene Organisation. Unsere Organisation entfällt uns so oft, bis wir uns ganz durchdrungen haben in unserem Ich von den Gesetzen der im göttlichen Sinne fortschreitenden Evolution. Jeder Tod ist damit der Ausgangspunkt für erwas anderes. Es kann der Mensch nicht sterben, ohne daß er mitnimmt das, was ihm die Möglichkeit gibt, einstmals den Tod zu überwinden in seinen fortlaufenden Inkarnationen. Alle Schmerzen sind da, damit wir aus den Leiden heraus die Erfahrungen schöpfen, wie wir uns unserer fortlaufenden göttlichen Organisation anzupassen haben. Diese Frage kann aber nicht ohne weiteres außer dem Zusammenhange mit der ganzen Evolution behandelt werden.

[ 11 ] So müssen wir sagen: Alles, was uns entgegentritt in der Welt als von außen kommendes fortgesetztes menschliches Übel, als Krankheit und Tod, das ist da, damit wir Menschen an das Erdendasein so lange gefesselt bleiben, bis wir Gelegenheit haben zum Gutmachen, damit wir eine Erziehung haben, uns an unsere Organisation anzupassen. Wir leiden, damit wir aus unserem Leid heraus die Erfahrungen schöpfen, den Ausgleich zu finden für unser von Luzifer durchzogenes Ich und unsere göttlich durchzogene Organisation. Unsere Organisation entfällt uns so oft, bis wir uns ganz durchdrungen haben in unserem Ich von den Gesetzen der im göttlichen Sinne fortschreitenden Evolution. Jeder Tod ist damit der Ausgangspunkt für erwas anderes. Es kann der Mensch nicht sterben, ohne daß er mitnimmt das, was ihm die Möglichkeit gibt, einstmals den Tod zu überwinden in seinen fortlaufenden Inkarnationen. Alle Schmerzen sind da, damit wir aus den Leiden heraus die Erfahrungen schöpfen, wie wir uns unserer fortlaufenden göttlichen Organisation anzupassen haben. Diese Frage kann aber nicht ohne weiteres außer dem Zusammenhange mit der ganzen Evolution behandelt werden.

[ 12 ] Wir können eine solche Sache besonders gut studieren, wenn wir okkult prüfen die Beziehungen des Menschen zu dem nächst niederen Reiche, dem Tierreiche. Wir wissen, daß im Laufe der Entwickelung der Mensch immer den Tieren Schmerz zugefügt hat, daß er Tiere getötet hat. Derjenige, der für das Menschenleben Karma zu erkennen lernt, findet es oft sehr ungerecht, daß das Tier, das sich doch nicht reinkarniert, leiden sollte, Schmerzen ertragen sollte und sogar, was die höheren Tiere betrifft, mit einem gewissen Bewußtsein durch den Tod gehen sollte. Da soll kein karmischer Ausgleich stattfinden! Der Mensch hat natürlich karmischen Ausgleich im Kamaloka für die Schmerzen, die er den Tieren zugefügt hat, aber darüber will ich jetzt nicht sprechen, ich spreche von dem Ausgleich für die Tiere. Machen wir uns einen Gedanken klar. Wenn wir die Menschheitsentwickelung betrachten, so sehen wir, wie viele Schmerzen der Mensch über das Tierreich ausgestreut hat und wieviel Tiere er getötet hat. Was bedeuten diese Schmerzen, diese Tode im Laufe der Evolution?

[ 12 ] Wir können eine solche Sache besonders gut studieren, wenn wir okkult prüfen die Beziehungen des Menschen zu dem nächst niederen Reiche, dem Tierreiche. Wir wissen, daß im Laufe der Entwickelung der Mensch immer den Tieren Schmerz zugefügt hat, daß er Tiere getötet hat. Derjenige, der für das Menschenleben Karma zu erkennen lernt, findet es oft sehr ungerecht, daß das Tier, das sich doch nicht reinkarniert, leiden sollte, Schmerzen ertragen sollte und sogar, was die höheren Tiere betrifft, mit einem gewissen Bewußtsein durch den Tod gehen sollte. Da soll kein karmischer Ausgleich stattfinden! Der Mensch hat natürlich karmischen Ausgleich im Kamaloka für die Schmerzen, die er den Tieren zugefügt hat, aber darüber will ich jetzt nicht sprechen, ich spreche von dem Ausgleich für die Tiere. Machen wir uns einen Gedanken klar. Wenn wir die Menschheitsentwickelung betrachten, so sehen wir, wie viele Schmerzen der Mensch über das Tierreich ausgestreut hat und wieviel Tiere er getötet hat. Was bedeuten diese Schmerzen, diese Tode im Laufe der Evolution?

[ 13 ] Da zeigt uns das okkulte Studium, daß jeder Schmerz, der einem schmerzempfindenden Wesen außer dem Menschen zugefügt wird, daß jeder Tod eine Aussaat ist für die Zukunft. So wie die Tiere gewollt sind durch die fortschreitende göttliche Entwickelung, sind sie nicht bestimmt, Inkarnationen zu haben wie die Menschen. Aber wenn eine Änderung eintritt in diesem weisheitsvollen Weltenplan, wenn der Mensch eingreift und die Evolution der Tiere nicht sein läßt, wie sie sein sollte ohne den Menschen, was geschieht dann? Nun, die okkulte Forschung lehrt uns, daß jeder Schmerz, jeder Tod, den der Mensch den Tieren zufügt, daß diese alle doch wiederkehren und auferstehen, nicht durch Reinkarnation, sondern weil den Tieren Schmerzen und Leiden zugefügt wurden. Diese Schmerzen, diese Leiden rufen die Tierheit wieder hervor. Die Tiere, denen Schmerz zugefügt wurde, werden zwar nicht in derselben Form wiedererstehen, aber das, was in ihnen Schmerz fühlt, das kommt wieder. Es kommt so wieder, daß die Schmerzen der Tiere ausgeglichen werden, so daß jedem Schmerze sein gegenteiliges Gefühl hinzugefügt wird. Diese Schmerzen, diese Leiden, dieser Tod, sie sind die Saat, die der Mensch gestreut hat; sie kommen so wieder, daß jedem Schmerze sein gegenteiliges Gefühl zugefügt wird in der Zukunft. Um ein konkretes Beispiel zu gebrauchen: Wenn die Erde vom Jupiter ersetzt sein wird, dann werden die Tiere in ihrer heutigen Form zwar nicht erscheinen, aber ihre Schmerzen und Leiden werden auferwecken die Empfindungskräfte der Schmerzen. Sie werden leben in den Menschen und sich in den Menschen verkörpern als parasitäre Tiere. Aus den Empfindungen und Gefühlen dieser Menschen heraus wird der Ausgleich geschaffen werden zu ihren Schmerzen. Das ist die okkulte Wahrheit, die man objektiv und ungeschminkt sagen kann, wenn es auch dem heutigen Menschen nicht angenehm ist. Der Mensch wird es einmal erleiden, und das Tier wird in einem bestimmten Wohlgefühl, in einer guten Empfindung den Ausgleich seiner Schmerzen haben. Das geschieht auch langsam und allmählich schon im Laufe des gegenwärtigen Erdenlebens, so sonderbar es scheint. Warum werden denn die Menschen gequält von Wesen, die eigentlich weder Tiere noch Pflanzen sind, sondern zwischen beiden stehen, die ein Wohlgefühl daran haben, wenn der Mensch leidet, von Bazillenarten und dergleichen Geschöpfen? Dieses Schicksal haben sie in früheren Inkarnationen dadurch, daß sie Leiden und Tod den Tieren zugefügt haben, sich geschaffen. Denn das Wesen, wenn es auch nicht in derselben Form erscheint, das empfindet hinüber über die Zeiten und empfindet den Ausgleich der Schmerzen in den Leiden, die der Mensch erfahren muß. So ist alles dasjenige, was an Leiden und Schmerzen geschieht, durchaus nicht ohne Folgen. Es ist eine Aussaat, aus der dasjenige hervorgeht, was durch Schmerz und Leid und Tod bewirkt worden ist. Es kann kein Leid, kein Schmerz, kein Tod geschehen, ohne daß dadurch etwas bewirkt wird, was später aufgeht.

[ 13 ] Da zeigt uns das okkulte Studium, daß jeder Schmerz, der einem schmerzempfindenden Wesen außer dem Menschen zugefügt wird, daß jeder Tod eine Aussaat ist für die Zukunft. So wie die Tiere gewollt sind durch die fortschreitende göttliche Entwickelung, sind sie nicht bestimmt, Inkarnationen zu haben wie die Menschen. Aber wenn eine Änderung eintritt in diesem weisheitsvollen Weltenplan, wenn der Mensch eingreift und die Evolution der Tiere nicht sein läßt, wie sie sein sollte ohne den Menschen, was geschieht dann? Nun, die okkulte Forschung lehrt uns, daß jeder Schmerz, jeder Tod, den der Mensch den Tieren zufügt, daß diese alle doch wiederkehren und auferstehen, nicht durch Reinkarnation, sondern weil den Tieren Schmerzen und Leiden zugefügt wurden. Diese Schmerzen, diese Leiden rufen die Tierheit wieder hervor. Die Tiere, denen Schmerz zugefügt wurde, werden zwar nicht in derselben Form wiedererstehen, aber das, was in ihnen Schmerz fühlt, das kommt wieder. Es kommt so wieder, daß die Schmerzen der Tiere ausgeglichen werden, so daß jedem Schmerze sein gegenteiliges Gefühl hinzugefügt wird. Diese Schmerzen, diese Leiden, dieser Tod, sie sind die Saat, die der Mensch gestreut hat; sie kommen so wieder, daß jedem Schmerze sein gegenteiliges Gefühl zugefügt wird in der Zukunft. Um ein konkretes Beispiel zu gebrauchen: Wenn die Erde vom Jupiter ersetzt sein wird, dann werden die Tiere in ihrer heutigen Form zwar nicht erscheinen, aber ihre Schmerzen und Leiden werden auferwecken die Empfindungskräfte der Schmerzen. Sie werden leben in den Menschen und sich in den Menschen verkörpern als parasitäre Tiere. Aus den Empfindungen und Gefühlen dieser Menschen heraus wird der Ausgleich geschaffen werden zu ihren Schmerzen. Das ist die okkulte Wahrheit, die man objektiv und ungeschminkt sagen kann, wenn es auch dem heutigen Menschen nicht angenehm ist. Der Mensch wird es einmal erleiden, und das Tier wird in einem bestimmten Wohlgefühl, in einer guten Empfindung den Ausgleich seiner Schmerzen haben. Das geschieht auch langsam und allmählich schon im Laufe des gegenwärtigen Erdenlebens, so sonderbar es scheint. Warum werden denn die Menschen gequält von Wesen, die eigentlich weder Tiere noch Pflanzen sind, sondern zwischen beiden stehen, die ein Wohlgefühl daran haben, wenn der Mensch leidet, von Bazillenarten und dergleichen Geschöpfen? Dieses Schicksal haben sie in früheren Inkarnationen dadurch, daß sie Leiden und Tod den Tieren zugefügt haben, sich geschaffen. Denn das Wesen, wenn es auch nicht in derselben Form erscheint, das empfindet hinüber über die Zeiten und empfindet den Ausgleich der Schmerzen in den Leiden, die der Mensch erfahren muß. So ist alles dasjenige, was an Leiden und Schmerzen geschieht, durchaus nicht ohne Folgen. Es ist eine Aussaat, aus der dasjenige hervorgeht, was durch Schmerz und Leid und Tod bewirkt worden ist. Es kann kein Leid, kein Schmerz, kein Tod geschehen, ohne daß dadurch etwas bewirkt wird, was später aufgeht.

[ 14 ] Betrachten wir in diesem Lichte den Tod auf Golgatha, der folgte aus der Vereinigung des Christus mit dem Jesus von Nazareth. Das erste, was demjenigen, der die entsprechende Initiation durchmacht, klar wird, ist, daß dieser Tod auf Golgatha kein gewöhnlicher Tod auf Erden war wie ein gewöhnlicher menschlicher oder ein anderer Tod. Diejenigen Menschen, die noch nicht an das Übersinnliche glauben, können sich überhaupt von diesem Tod auf Golgatha keinen Begriff machen. Denn schon äußerlich hat dieses Mysterium von Golgatha etwas sehr Eigentümliches, etwas, woraus für die Menschen viel zu erlernen ist. Von dem Mysterium von Golgatha nämlich erzählt keine Geschichtsschreibung, und die Evangelienkritiker behaupten, daß die Evangelien als historische Urkunden gar nicht maßgebend sind. Es sind Initiationsprinzipien auf das angewandt, was nicht aus historischer Beobachtung geschrieben worden ist. Was auf Golgatha geschehen ist, das können die Initiierten heute noch wahrnehmen, das können die Menschen, die das Initiationsprinzip durchmachen, noch heute sehen in der Akasha-Chronik. Die Evangelienschreiber haben es auch nur aus der Akasha-Chronik heraus geschrieben. Ein Ereignis ist beschrieben, aber die ursprünglichen Evangelienschreiber haben nicht daran gedacht, die Wahrnehmungen des physischen Planes dabei zu Rate zu ziehen. So stark war damals schon das Bewußtsein, daß man es zu tun habe mit etwas, das in Beziehung steht zu den übersinnlichen Welten, und daß es das Wichtigste sei, ein Verhältnis zu gewinnen zu den übersinnlichen Welten. Von der sinnlichen Welt aus kann ein richtiges Verhältnis zu diesen Ereignissen nicht gewonnen werden. Was geschehen ist, wird durch die Initiation klar. Man könnte sagen: Im Beginne unserer Zeitrechnung habe ein Mensch gelebt, Jesus von Nazareth, er hätte im dreißigsten Jahre seines Lebens eine bestimmte Veränderung erfahren durch die Aufnahme des Christus und wäre nach drei Jahren gekreuzigt worden — das würde ein Ereignis der fortlaufenden Menschheitsgeschichte bedeuten. Wenn man das sagen würde, so wäre es das Gegenteil von dem, was der Initiierte kennenlernt; es wäre eine Angelegenheit der Menschheit auf der Erde, wenn man es auch noch so sehr vergeistigte. Darauf kommt es bei dem Initiationsprinzip nicht an.

[ 14 ] Betrachten wir in diesem Lichte den Tod auf Golgatha, der folgte aus der Vereinigung des Christus mit dem Jesus von Nazareth. Das erste, was demjenigen, der die entsprechende Initiation durchmacht, klar wird, ist, daß dieser Tod auf Golgatha kein gewöhnlicher Tod auf Erden war wie ein gewöhnlicher menschlicher oder ein anderer Tod. Diejenigen Menschen, die noch nicht an das Übersinnliche glauben, können sich überhaupt von diesem Tod auf Golgatha keinen Begriff machen. Denn schon äußerlich hat dieses Mysterium von Golgatha etwas sehr Eigentümliches, etwas, woraus für die Menschen viel zu erlernen ist. Von dem Mysterium von Golgatha nämlich erzählt keine Geschichtsschreibung, und die Evangelienkritiker behaupten, daß die Evangelien als historische Urkunden gar nicht maßgebend sind. Es sind Initiationsprinzipien auf das angewandt, was nicht aus historischer Beobachtung geschrieben worden ist. Was auf Golgatha geschehen ist, das können die Initiierten heute noch wahrnehmen, das können die Menschen, die das Initiationsprinzip durchmachen, noch heute sehen in der Akasha-Chronik. Die Evangelienschreiber haben es auch nur aus der Akasha-Chronik heraus geschrieben. Ein Ereignis ist beschrieben, aber die ursprünglichen Evangelienschreiber haben nicht daran gedacht, die Wahrnehmungen des physischen Planes dabei zu Rate zu ziehen. So stark war damals schon das Bewußtsein, daß man es zu tun habe mit etwas, das in Beziehung steht zu den übersinnlichen Welten, und daß es das Wichtigste sei, ein Verhältnis zu gewinnen zu den übersinnlichen Welten. Von der sinnlichen Welt aus kann ein richtiges Verhältnis zu diesen Ereignissen nicht gewonnen werden. Was geschehen ist, wird durch die Initiation klar. Man könnte sagen: Im Beginne unserer Zeitrechnung habe ein Mensch gelebt, Jesus von Nazareth, er hätte im dreißigsten Jahre seines Lebens eine bestimmte Veränderung erfahren durch die Aufnahme des Christus und wäre nach drei Jahren gekreuzigt worden — das würde ein Ereignis der fortlaufenden Menschheitsgeschichte bedeuten. Wenn man das sagen würde, so wäre es das Gegenteil von dem, was der Initiierte kennenlernt; es wäre eine Angelegenheit der Menschheit auf der Erde, wenn man es auch noch so sehr vergeistigte. Darauf kommt es bei dem Initiationsprinzip nicht an.

[ 15 ] Im Grunde genommen könnte man sagen — aber Sie müssen mich nicht mißverstehen —, radikal könnte man sagen: Zunächst war das, was auf Golgatha geschah, kein Ereignis, das die Menschen etwa angeht, insofern sie auf dem physischen Plan sind. Zunächst! Nicht so, daß man erzählt, daß ein Mensch gelebt habe, Jesus von Nazareth, im Beginne unserer Zeitrechnung, der im dreißigsten Jahre seines Lebens eine bestimmte Veränderung erfahren habe durch die Aufnahme des Christus und dann gekreuzigt worden ist in seinem dreiunddreißigsten Jahre, nicht so erzählt man die Initiationswahrheit des Christentums. Man muß ungefähr so sagen: Der in das christliche Prinzip zu Initiierende erfährt das Folgende. Der Erde ging voran ein Mondenzustand. Während dieses Mondenzustandes blieben die luziferischen Wesenheiten zurück. Diese luziferischen Wesenheiten entwickelten sich neben den fortlaufenden göttlich-geistigen Wesenheiten weiter. In der lemurischen Zeit kam Luzifer an die Menschen heran, fügte sich in die menschliche Erdenentwickelung ein und bewirkte dasjenige, was gestern charakterisiert worden ist. So war Luzifer drinnen in der ganzen menschlichen Entwickelung. Wäre die Menschheitsevolution mit dem Luzifer so fortgegangen, so wäre es allmählich geschehen, daß die Mission der Erde nicht an ihr Ziel gekommen wäre. Die Menschheit wäre vertrocknet, das menschliche Ich hätte sich losgelöst, wäre herausgebrochen aus der göttlich-geistigen Evolution. Auf dem alten Monde haben eine Reihe von Wesenheiten, die den übersinnlichen Welten angehören, sozusagen erfahren, daß Luzifer abgefallen ist, sich ihnen feindlich gegenübergestellt hat. So mußten die Götter sehen, daß Luzifer der Gegner der fortschreitenden göttlichen Entwickelung geworden ist. Vollständig kann man zunächst außer acht lassen, was den Menschen dabei angeht. Betrachten wir das als eine Angelegenheit der Götter und ihrer Gegner, der luziferischen Wesenheiten, und betrachten wir das Menschengeschlecht wie eine Schöpfung der Götter. So war die Situation.

[ 15 ] Im Grunde genommen könnte man sagen — aber Sie müssen mich nicht mißverstehen —, radikal könnte man sagen: Zunächst war das, was auf Golgatha geschah, kein Ereignis, das die Menschen etwa angeht, insofern sie auf dem physischen Plan sind. Zunächst! Nicht so, daß man erzählt, daß ein Mensch gelebt habe, Jesus von Nazareth, im Beginne unserer Zeitrechnung, der im dreißigsten Jahre seines Lebens eine bestimmte Veränderung erfahren habe durch die Aufnahme des Christus und dann gekreuzigt worden ist in seinem dreiunddreißigsten Jahre, nicht so erzählt man die Initiationswahrheit des Christentums. Man muß ungefähr so sagen: Der in das christliche Prinzip zu Initiierende erfährt das Folgende. Der Erde ging voran ein Mondenzustand. Während dieses Mondenzustandes blieben die luziferischen Wesenheiten zurück. Diese luziferischen Wesenheiten entwickelten sich neben den fortlaufenden göttlich-geistigen Wesenheiten weiter. In der lemurischen Zeit kam Luzifer an die Menschen heran, fügte sich in die menschliche Erdenentwickelung ein und bewirkte dasjenige, was gestern charakterisiert worden ist. So war Luzifer drinnen in der ganzen menschlichen Entwickelung. Wäre die Menschheitsevolution mit dem Luzifer so fortgegangen, so wäre es allmählich geschehen, daß die Mission der Erde nicht an ihr Ziel gekommen wäre. Die Menschheit wäre vertrocknet, das menschliche Ich hätte sich losgelöst, wäre herausgebrochen aus der göttlich-geistigen Evolution. Auf dem alten Monde haben eine Reihe von Wesenheiten, die den übersinnlichen Welten angehören, sozusagen erfahren, daß Luzifer abgefallen ist, sich ihnen feindlich gegenübergestellt hat. So mußten die Götter sehen, daß Luzifer der Gegner der fortschreitenden göttlichen Entwickelung geworden ist. Vollständig kann man zunächst außer acht lassen, was den Menschen dabei angeht. Betrachten wir das als eine Angelegenheit der Götter und ihrer Gegner, der luziferischen Wesenheiten, und betrachten wir das Menschengeschlecht wie eine Schöpfung der Götter. So war die Situation.

[ 16 ] Nun gibt es ein gewisses Eigenartiges in den geistigen, den übersinnlichen Welten. Da ist eines nicht vorhanden, was auf der Erde vorhanden ist, da gibt es den Tod in allen seinen Formen nicht. In den übersinnlichen Welten verwandelt man sich, man stirbt aber nicht. Metamorphose, nicht Geburt und Tod ist da vorhanden. Zum Beispiel die Gruppenseelen, die in den übersinnlichen Welten sind, sie sterben nicht, sondern sie verwandeln, metamorphosieren sich. Geburt und Tod bestehen dort nicht, wo die physische Welt niemals hineingewirkt hat. Nur dort, wo die Eigenschaften der physischen Welt schon einigermaßen übergegangen sind in die Wesenheiten der übersinnlichen Welt, da ist etwas, was man als analog dem Tode betrachten kann, so wie bei den Naturgeistern; aber darauf können wir uns heute nicht einlassen. Bei der eigentlichen übersinnlichen Welt ist nicht Geburt und Tod, sondern nur Verwandlung, Metamorphose.

[ 16 ] Nun gibt es ein gewisses Eigenartiges in den geistigen, den übersinnlichen Welten. Da ist eines nicht vorhanden, was auf der Erde vorhanden ist, da gibt es den Tod in allen seinen Formen nicht. In den übersinnlichen Welten verwandelt man sich, man stirbt aber nicht. Metamorphose, nicht Geburt und Tod ist da vorhanden. Zum Beispiel die Gruppenseelen, die in den übersinnlichen Welten sind, sie sterben nicht, sondern sie verwandeln, metamorphosieren sich. Geburt und Tod bestehen dort nicht, wo die physische Welt niemals hineingewirkt hat. Nur dort, wo die Eigenschaften der physischen Welt schon einigermaßen übergegangen sind in die Wesenheiten der übersinnlichen Welt, da ist etwas, was man als analog dem Tode betrachten kann, so wie bei den Naturgeistern; aber darauf können wir uns heute nicht einlassen. Bei der eigentlichen übersinnlichen Welt ist nicht Geburt und Tod, sondern nur Verwandlung, Metamorphose.

[ 17 ] Bei den göttlich-geistigen Wesenheiten, die als die Schöpfer der Menschen zu bezeichnen sind, kommen Geburt und Tod nicht in Betracht. Luzifer inkarniert sich auch nicht als menschliches Wesen auf der physischen Welt. Er wirkt im Menschen, durch den Menschen, gebraucht die Menschen gleichsam als sein Vehikel. So haben wir es zu tun mit den Göttern und mit den luziferischen Wesenheiten, die auf ihre Schöpfungen sozusagen hinunterschauen. Wäre die Evolution so fortgegangen, wäre nichts geschehen in der Welt der Götter, so wäre die Absicht der Götter mit den Menschen nicht erfüllt worden. Dann hätte Luzifer den Plan der Götter durchkreuzt. Es mußten die Götter ein Opfer bringen — das war ihre Angelegenheit —, sie mußten etwas erleben, das in ihre Sphäre so hineinspielte, daß es eigentlich Götter gar nicht erleben können, wenn sie in ihrer Sphäre bleiben. Sie mußten aus ihren Reihen ein Wesen auf den physischen Plan schicken, das etwas erlebte, was sonst Götter in den geistigen Welten gar nicht erleben können. Die Götter mußten den Christus auf die Erde herunterschicken zur Bekämpfung des luziferischen Prinzips. Im Laufe der Zeit, als die Zeit erfüllet war, da schickten die Götter, die man unter dem Namen der göttlichen Vaterwelt zusammenfaßt, den Christus herab, daß er kennenlernte die unendlichen Schmerzen der Menschen, die für einen Gott noch etwas ganz anderes bedeuten als für einen Menschen. Eingetreten sind damit die Götter in die Erdensphäre zur Bekämpfung der luziferischen Geister. Erleiden mußte ein Gott den Tod am Kreuze, den schimpflichsten menschlichen Tod, wie Paulus besonders betont. Wir durften einmal in der Erdenentwickelung Zeugen werden, indem wir wie durch ein Fenster hineinschauten in die geistigen Welten, von einer Angelegenheit der Götter.

[ 17 ] Bei den göttlich-geistigen Wesenheiten, die als die Schöpfer der Menschen zu bezeichnen sind, kommen Geburt und Tod nicht in Betracht. Luzifer inkarniert sich auch nicht als menschliches Wesen auf der physischen Welt. Er wirkt im Menschen, durch den Menschen, gebraucht die Menschen gleichsam als sein Vehikel. So haben wir es zu tun mit den Göttern und mit den luziferischen Wesenheiten, die auf ihre Schöpfungen sozusagen hinunterschauen. Wäre die Evolution so fortgegangen, wäre nichts geschehen in der Welt der Götter, so wäre die Absicht der Götter mit den Menschen nicht erfüllt worden. Dann hätte Luzifer den Plan der Götter durchkreuzt. Es mußten die Götter ein Opfer bringen — das war ihre Angelegenheit —, sie mußten etwas erleben, das in ihre Sphäre so hineinspielte, daß es eigentlich Götter gar nicht erleben können, wenn sie in ihrer Sphäre bleiben. Sie mußten aus ihren Reihen ein Wesen auf den physischen Plan schicken, das etwas erlebte, was sonst Götter in den geistigen Welten gar nicht erleben können. Die Götter mußten den Christus auf die Erde herunterschicken zur Bekämpfung des luziferischen Prinzips. Im Laufe der Zeit, als die Zeit erfüllet war, da schickten die Götter, die man unter dem Namen der göttlichen Vaterwelt zusammenfaßt, den Christus herab, daß er kennenlernte die unendlichen Schmerzen der Menschen, die für einen Gott noch etwas ganz anderes bedeuten als für einen Menschen. Eingetreten sind damit die Götter in die Erdensphäre zur Bekämpfung der luziferischen Geister. Erleiden mußte ein Gott den Tod am Kreuze, den schimpflichsten menschlichen Tod, wie Paulus besonders betont. Wir durften einmal in der Erdenentwickelung Zeugen werden, indem wir wie durch ein Fenster hineinschauten in die geistigen Welten, von einer Angelegenheit der Götter.

[ 18 ] Vorher — so sagt das Initiationsprinzip — mußte der Mensch unter allen Umständen hinaufsteigen in die göttlich-geistigen Welten, um des Initiationsprinzipes teilhaftig zu werden. Vor der ganzen Menschheit steht da das Initiationsprinzip in dem Mysterium von Golgatha, ein Ereignis, das zugleich sinnlich auf dem physischen Plane — wenn die Menschen es nur sehen wollen — und übersinnlich ist, eine eigentliche Angelegenheit der Götter. Das ist das Wesentliche, daß einmal ein Gott durch den Tod gegangen ist, als Ausgleich für Luzifer, und die Menschen dabei haben zusehen dürfen. Das ist dasjenige, was das Initiationsprinzip als christliche Weisheit gibt, und was der eigentliche Ursprung des Vertrauens ist zu der Tatsache, daß den Menschen als Menschen etwas als Kraft zufließen kann, was sie über die Erdensphäre und über den Tod hinausbringen kann: weil einmal die Götter ihre Angelegenheit auf Erden ausgemacht haben und die Menschen dabei haben zusehen lassen. Deshalb ist dasjenige, was vom Mysterium von Golgatha ausströmt, etwas Allgemein-Menschliches. Und wenn schon jeder Schmerz, ein jedes Leid, ein jeder Tod seine Wirkung hat — sogar diejenigen, die die Menschen den Tieren zufügen —, so hat auch dieser Tod seine Wirkung. Dieser Tod war eine Saat, die von den Göttern ausgesät war, war etwas, was mit der Erde verbunden blieb und seitdem verbunden geblieben ist, so verbunden geblieben ist, daß jeder Mensch durch das Vertrauen, durch die Liebe zu den geistigen Welten es finden wird. Er findet es! Der Initiierte erkennt, daß es so ist; der gläubig-vertrauende Mensch fühlt, daß ihm aus den geistigen Welten Hilfe werden kann für sein Streben, wenn er nur genug Glauben und Vertrauen entwickeln kann. In einer ganz bestimmten Weise wird sich das entwickeln.

[ 18 ] Vorher — so sagt das Initiationsprinzip — mußte der Mensch unter allen Umständen hinaufsteigen in die göttlich-geistigen Welten, um des Initiationsprinzipes teilhaftig zu werden. Vor der ganzen Menschheit steht da das Initiationsprinzip in dem Mysterium von Golgatha, ein Ereignis, das zugleich sinnlich auf dem physischen Plane — wenn die Menschen es nur sehen wollen — und übersinnlich ist, eine eigentliche Angelegenheit der Götter. Das ist das Wesentliche, daß einmal ein Gott durch den Tod gegangen ist, als Ausgleich für Luzifer, und die Menschen dabei haben zusehen dürfen. Das ist dasjenige, was das Initiationsprinzip als christliche Weisheit gibt, und was der eigentliche Ursprung des Vertrauens ist zu der Tatsache, daß den Menschen als Menschen etwas als Kraft zufließen kann, was sie über die Erdensphäre und über den Tod hinausbringen kann: weil einmal die Götter ihre Angelegenheit auf Erden ausgemacht haben und die Menschen dabei haben zusehen lassen. Deshalb ist dasjenige, was vom Mysterium von Golgatha ausströmt, etwas Allgemein-Menschliches. Und wenn schon jeder Schmerz, ein jedes Leid, ein jeder Tod seine Wirkung hat — sogar diejenigen, die die Menschen den Tieren zufügen —, so hat auch dieser Tod seine Wirkung. Dieser Tod war eine Saat, die von den Göttern ausgesät war, war etwas, was mit der Erde verbunden blieb und seitdem verbunden geblieben ist, so verbunden geblieben ist, daß jeder Mensch durch das Vertrauen, durch die Liebe zu den geistigen Welten es finden wird. Er findet es! Der Initiierte erkennt, daß es so ist; der gläubig-vertrauende Mensch fühlt, daß ihm aus den geistigen Welten Hilfe werden kann für sein Streben, wenn er nur genug Glauben und Vertrauen entwickeln kann. In einer ganz bestimmten Weise wird sich das entwickeln.

[ 19 ] Da waren diejenigen, die Zeitgenossen der ägyptischen Eingeweihten waren. Diese Eingeweihten haben durch Initiation den Schülern die ganze Tragik des Konfliktes der Götter mit Luzifer klargemacht, indem sie in ihren Mysterien symbolisch die Osiris-Seth-Mythe vor die Menschen hinstellten. Schon gestern haben wir betrachtet, was für Empfindungen bei den Ägyptern die Osiris-Seth-Mythe hervorrief. Da lebte das Göttlich-Geistige, zu dem die Menschen gelangen wollten; das nannte man Osiris. Aber auf der Erde kann der Mensch sich mit Osiris nicht vereinigen, er muß erst durch die Pforte des Todes gehen. Auf der Erde konnte Osiris nicht leben, er wurde gleich zerstückelt; hier war nicht der Platz für das in Osiris Verkörperte. Wie zu einem Jenseits sah die letzte Kulturepoche vor der griechischlateinischen zu dem Christus, zu dem Osiris-Prinzip auf. Dann kam die griechische Zeit, die so ganz durchdrungen war von der Empfindung, daß es besser sei, ein Bettler zu sein auf der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. In der Zeit, in der dies noch innerhalb Griechenlands gefühlt wurde, in der alten Heroenzeit, da fühlte man die ganze Diskrepanz des vom luziferischen Prinzip durchzogenen Ich mit der fortlaufenden menschlichen Organisation. Da fühlten die Menschen, daß die vierte nachatlantische Kulturperiode so ablief, daß sie viel hineinzudrängen hatten von dem, was man gerade auf dem Erdenrund erleben kann. Daher das Abnorme, das Sonderbare dieses Zeitraumes. In keinen anderen Zeitraum fallen so viel merkwürdige Inkarnationsfolgen, wie in diesen vierten Zeitraum. Da müssen die Menschen hier auf der Erde viel austragen, weil sie mehr auf die Erde schauen als auf die jenseitige Welt, wie noch die dritte Kulturepoche getan hatte. Die Griechen schätzten diese Einverleibung in den Osiris nicht, sie sahen mehr darauf, soviel wie möglich in die menschlichen Inkarnationen selbst hineinzulegen, sie wollten in den Inkarnationen möglichst viel ausleben. Daher die merkwürdige Tatsache, daß Pythagoras, der große Initiator einer gewissen Richtung der griechischen Kultur, in einer früheren Inkarnation als Trojanerheld mitgekämpft hat auf seiten der Trojaner, so wie er selbst sagt, daß er der trojanische Held war, der im Homer entsprechend angeführt wird, und daß er sich als Gegner der Griechen wiedererkannte, weil er seinen Schild wiedererkennt. Wenn Pythagoras erzählt, daß er Euphorbos gewesen ist, so lehrt Anthroposophie dies Bekenntnis voll verstehen. Die Griechen haben besonderen Wert gelegt auf das, was die einzelnen physischen Inkarnationen für sie bedeuten, auch die größten unter ihnen.

[ 19 ] Da waren diejenigen, die Zeitgenossen der ägyptischen Eingeweihten waren. Diese Eingeweihten haben durch Initiation den Schülern die ganze Tragik des Konfliktes der Götter mit Luzifer klargemacht, indem sie in ihren Mysterien symbolisch die Osiris-Seth-Mythe vor die Menschen hinstellten. Schon gestern haben wir betrachtet, was für Empfindungen bei den Ägyptern die Osiris-Seth-Mythe hervorrief. Da lebte das Göttlich-Geistige, zu dem die Menschen gelangen wollten; das nannte man Osiris. Aber auf der Erde kann der Mensch sich mit Osiris nicht vereinigen, er muß erst durch die Pforte des Todes gehen. Auf der Erde konnte Osiris nicht leben, er wurde gleich zerstückelt; hier war nicht der Platz für das in Osiris Verkörperte. Wie zu einem Jenseits sah die letzte Kulturepoche vor der griechischlateinischen zu dem Christus, zu dem Osiris-Prinzip auf. Dann kam die griechische Zeit, die so ganz durchdrungen war von der Empfindung, daß es besser sei, ein Bettler zu sein auf der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. In der Zeit, in der dies noch innerhalb Griechenlands gefühlt wurde, in der alten Heroenzeit, da fühlte man die ganze Diskrepanz des vom luziferischen Prinzip durchzogenen Ich mit der fortlaufenden menschlichen Organisation. Da fühlten die Menschen, daß die vierte nachatlantische Kulturperiode so ablief, daß sie viel hineinzudrängen hatten von dem, was man gerade auf dem Erdenrund erleben kann. Daher das Abnorme, das Sonderbare dieses Zeitraumes. In keinen anderen Zeitraum fallen so viel merkwürdige Inkarnationsfolgen, wie in diesen vierten Zeitraum. Da müssen die Menschen hier auf der Erde viel austragen, weil sie mehr auf die Erde schauen als auf die jenseitige Welt, wie noch die dritte Kulturepoche getan hatte. Die Griechen schätzten diese Einverleibung in den Osiris nicht, sie sahen mehr darauf, soviel wie möglich in die menschlichen Inkarnationen selbst hineinzulegen, sie wollten in den Inkarnationen möglichst viel ausleben. Daher die merkwürdige Tatsache, daß Pythagoras, der große Initiator einer gewissen Richtung der griechischen Kultur, in einer früheren Inkarnation als Trojanerheld mitgekämpft hat auf seiten der Trojaner, so wie er selbst sagt, daß er der trojanische Held war, der im Homer entsprechend angeführt wird, und daß er sich als Gegner der Griechen wiedererkannte, weil er seinen Schild wiedererkennt. Wenn Pythagoras erzählt, daß er Euphorbos gewesen ist, so lehrt Anthroposophie dies Bekenntnis voll verstehen. Die Griechen haben besonderen Wert gelegt auf das, was die einzelnen physischen Inkarnationen für sie bedeuten, auch die größten unter ihnen.

[ 20 ] Aber der vierte nachatlantische Zeitraum sollte auch die Menschen dazu führen, die geistigen Welten in ihrer vollen Bedeutung zu empfinden, denn in jene Zeit fiel das Mystertum von Golgatha. Während im Griechentum die Menschen die äußere Welt am meisten schätzten, da ereignete sich in einem unbekannten Winkel der Erde das Mysterium von Golgatha, da machten die Götter auf dem irdischen Schauplatze, wo die Menschen sonst ihre menschlichen Angelegenheiten ausmachen, ihre eigenen Angelegenheiten aus.

[ 20 ] Aber der vierte nachatlantische Zeitraum sollte auch die Menschen dazu führen, die geistigen Welten in ihrer vollen Bedeutung zu empfinden, denn in jene Zeit fiel das Mystertum von Golgatha. Während im Griechentum die Menschen die äußere Welt am meisten schätzten, da ereignete sich in einem unbekannten Winkel der Erde das Mysterium von Golgatha, da machten die Götter auf dem irdischen Schauplatze, wo die Menschen sonst ihre menschlichen Angelegenheiten ausmachen, ihre eigenen Angelegenheiten aus.

[ 21 ] Sah der Ägypter zum Tode hinauf, wenn er an seinen Osiris dachte, so lernte man in dem vierten nachatlantischen Zeitraume kennen, wie eine zeitgenössische Religionsform da war, in welcher der Impuls lebte, der den Menschen die Empfindung bringen konnte, daß in dieser physischen Welt sich etwas abspielt, was eigentlich eine göttliche Angelegenheit ist, die lebendige Widerlegung dessen, was die Griechen bis jetzt geglaubt hatten: Es ist besser, ein Bettler zu sein auf der Oberwelt, als ein König im Reiche der Schatten. — Denn nun lernten die Griechen den kennen, der als König aus dem Reiche der Götter herabgestiegen war und als Bettler sein Schicksal auf der Erde unter den Menschen ausgelebt hatte. Das war die Antwort auf die Empfindung des vierten nachatlantischen Zeitraumes. Das ist aber auch jener Empfindungskomplex, von dem die Strahlen für die zukünftige Erdenentwickelung ausgehen können. Der Ägypter hatte aufgeschaut zu Osiris, der für ihn der Christus war, um sich mit ihm zu vereinigen nach dem Tode; im vierten nachatlantischen Zeitraume sah man auf das Mysterium von Golgatha als auf den zeitgenössischen Akt, der die Menschen lehrte, daß auf der physischen Welt ein Ereignis sich abgespielt hat, das eine Angelegenheit der Götter war.

[ 21 ] Sah der Ägypter zum Tode hinauf, wenn er an seinen Osiris dachte, so lernte man in dem vierten nachatlantischen Zeitraume kennen, wie eine zeitgenössische Religionsform da war, in welcher der Impuls lebte, der den Menschen die Empfindung bringen konnte, daß in dieser physischen Welt sich etwas abspielt, was eigentlich eine göttliche Angelegenheit ist, die lebendige Widerlegung dessen, was die Griechen bis jetzt geglaubt hatten: Es ist besser, ein Bettler zu sein auf der Oberwelt, als ein König im Reiche der Schatten. — Denn nun lernten die Griechen den kennen, der als König aus dem Reiche der Götter herabgestiegen war und als Bettler sein Schicksal auf der Erde unter den Menschen ausgelebt hatte. Das war die Antwort auf die Empfindung des vierten nachatlantischen Zeitraumes. Das ist aber auch jener Empfindungskomplex, von dem die Strahlen für die zukünftige Erdenentwickelung ausgehen können. Der Ägypter hatte aufgeschaut zu Osiris, der für ihn der Christus war, um sich mit ihm zu vereinigen nach dem Tode; im vierten nachatlantischen Zeitraume sah man auf das Mysterium von Golgatha als auf den zeitgenössischen Akt, der die Menschen lehrte, daß auf der physischen Welt ein Ereignis sich abgespielt hat, das eine Angelegenheit der Götter war.

[ 22 ] Wir leben im fünften nachatlantischen Zeitraume. In unserem fünften nachatlantischen Zeitraume werden die Menschen hinzufügen die großen Lehren von Karma zu dem anderen, sie werden lernen ihr Karma verstehen. In unserem fünften nachatlantischen Zeitraume erleben die Menschen den dritten Akt, der sich konsequent anschließt an den Osiris-Akt und an den Akt des Mysteriums von Golgatha. Sie werden lernen zu begreifen die Vorstellung: Ich bin auf die Erde durch die Geburt hineingestellt; mein Schicksal ist auf der Erde, ich erlebe Freude und Leid, ich muß verstehen, daß das, was ich erlebe als Freude und Leid, nicht umsonst an mich herantritt, daß es mein Karma ist und daß es zu mir kommt, weil es mein Karma ist, mein großer Erzieher. Ich blicke auf das, was vor meiner Geburt war, was mich in diese Inkarnation hineingestellt hat, weil dieses mein Schicksal für meine Weiterentwickelung notwendig ist. Wer hat mich hergeschickt? Wer wird mich so lange hineinstellen in mein Schicksal auf dieser Erde, bis ich mein Karma abgetragen habe? Ich werde dies danken dem Christus, daß die Menschen immer wieder berufen werden können zum Erleiden der Schicksale, bis sie ihr Karma auf Erden ausgetragen haben. Deshalb konnte Jesus von Nazareth, aus dem der Christus sprach, nicht zu den Menschen sagen: Versucht, so schnell wie möglich aus dem physischen Leibe herauszukommen —, sondern er mußte zu den Menschen sagen: Ich werde euch so lange in euer Schicksal auf diese Erde hineinstellen, bis ihr euer Karma abgetragen habt. Ihr müßt euer Karma austragen. — Die Menschen werden, je mehr wir uns der Zukunft nähern, lernen, daß sie mit dem Christus vereinigt waren vor der Geburt, daß sie von ihm die Gnade erlebt haben, ihr altes Karma in den Inkarnationen abzutragen.

[ 22 ] Wir leben im fünften nachatlantischen Zeitraume. In unserem fünften nachatlantischen Zeitraume werden die Menschen hinzufügen die großen Lehren von Karma zu dem anderen, sie werden lernen ihr Karma verstehen. In unserem fünften nachatlantischen Zeitraume erleben die Menschen den dritten Akt, der sich konsequent anschließt an den Osiris-Akt und an den Akt des Mysteriums von Golgatha. Sie werden lernen zu begreifen die Vorstellung: Ich bin auf die Erde durch die Geburt hineingestellt; mein Schicksal ist auf der Erde, ich erlebe Freude und Leid, ich muß verstehen, daß das, was ich erlebe als Freude und Leid, nicht umsonst an mich herantritt, daß es mein Karma ist und daß es zu mir kommt, weil es mein Karma ist, mein großer Erzieher. Ich blicke auf das, was vor meiner Geburt war, was mich in diese Inkarnation hineingestellt hat, weil dieses mein Schicksal für meine Weiterentwickelung notwendig ist. Wer hat mich hergeschickt? Wer wird mich so lange hineinstellen in mein Schicksal auf dieser Erde, bis ich mein Karma abgetragen habe? Ich werde dies danken dem Christus, daß die Menschen immer wieder berufen werden können zum Erleiden der Schicksale, bis sie ihr Karma auf Erden ausgetragen haben. Deshalb konnte Jesus von Nazareth, aus dem der Christus sprach, nicht zu den Menschen sagen: Versucht, so schnell wie möglich aus dem physischen Leibe herauszukommen —, sondern er mußte zu den Menschen sagen: Ich werde euch so lange in euer Schicksal auf diese Erde hineinstellen, bis ihr euer Karma abgetragen habt. Ihr müßt euer Karma austragen. — Die Menschen werden, je mehr wir uns der Zukunft nähern, lernen, daß sie mit dem Christus vereinigt waren vor der Geburt, daß sie von ihm die Gnade erlebt haben, ihr altes Karma in den Inkarnationen abzutragen.

[ 23 ] So schauten die Menschen des vierten nachatlantischen Zeitraumes zu dem Jesus von Nazareth auf als zu dem Träger des Christus. So werden die Menschen unserer Zeit lernen, daß der Christus immer übersinnlicher sich offenbaren wird und immer mehr regieren wird die Karmafäden in den Angelegenheiten der Erde. Sie werden kennenlernen jene geistige Macht als jenes Schicksal, das die Griechen noch nicht erkennen konnten: das die Menschen dazu bringen wird, auf die angemessenste Weise in den nächstfolgenden Inkarnationen ihr Karma auszutragen. Als zu einem Richter, als zu einem Herrn des Karma werden die Menschen in der Aufeinanderfolge der Inkarnationen aufschauen zu dem Christus, wenn sie ihr Schicksal erleben. So werden die Menschen zu ihrem Schicksal stehen, daß sie dadurch angeregt werden, ihre Seelen immer mehr zu vertiefen, bis sie sich sagen können: Mir wird dies Schicksal nicht zuerteilt durch eine unpersönliche Macht, mir wird dies Schicksal zugeteilt durch dasjenige, mit dem ich mich verwandt fühle in meinem innersten Wesen. Im Karma selbst nehme ich wahr, was mit meinem Wesen verwandt ist. Mein Karma habe ich gern, weil es mich besser und besser macht. — So lernt man Karma lieben, und dann ist dies der Impuls, den Christus zu erkennen. Ihr Karma lieben, lernten die Menschen erst durch das Mysterium von Golgatha. Und immer weiter und weiter wird dies gehen und immer mehr werden die Menschen lernen, daß unter Luzifers Einfluß allein die Erde niemals an ihr Ziel hätte kommen können, daß die Menschheitsentwickelung immer mehr hätte verderben müssen ohne den Christus.

[ 23 ] So schauten die Menschen des vierten nachatlantischen Zeitraumes zu dem Jesus von Nazareth auf als zu dem Träger des Christus. So werden die Menschen unserer Zeit lernen, daß der Christus immer übersinnlicher sich offenbaren wird und immer mehr regieren wird die Karmafäden in den Angelegenheiten der Erde. Sie werden kennenlernen jene geistige Macht als jenes Schicksal, das die Griechen noch nicht erkennen konnten: das die Menschen dazu bringen wird, auf die angemessenste Weise in den nächstfolgenden Inkarnationen ihr Karma auszutragen. Als zu einem Richter, als zu einem Herrn des Karma werden die Menschen in der Aufeinanderfolge der Inkarnationen aufschauen zu dem Christus, wenn sie ihr Schicksal erleben. So werden die Menschen zu ihrem Schicksal stehen, daß sie dadurch angeregt werden, ihre Seelen immer mehr zu vertiefen, bis sie sich sagen können: Mir wird dies Schicksal nicht zuerteilt durch eine unpersönliche Macht, mir wird dies Schicksal zugeteilt durch dasjenige, mit dem ich mich verwandt fühle in meinem innersten Wesen. Im Karma selbst nehme ich wahr, was mit meinem Wesen verwandt ist. Mein Karma habe ich gern, weil es mich besser und besser macht. — So lernt man Karma lieben, und dann ist dies der Impuls, den Christus zu erkennen. Ihr Karma lieben, lernten die Menschen erst durch das Mysterium von Golgatha. Und immer weiter und weiter wird dies gehen und immer mehr werden die Menschen lernen, daß unter Luzifers Einfluß allein die Erde niemals an ihr Ziel hätte kommen können, daß die Menschheitsentwickelung immer mehr hätte verderben müssen ohne den Christus.

[ 24 ] Aber das Christentum sieht nicht auf den Christus als auf eine Persönlichkeit, als auf den Stifter eines abstrakten Religionssystems. In unserer heutigen Zeit stiftet ein Religionsstifter nach den Anforderungen unserer Zeit nur Unfrieden. Nicht von einer Persönlichkeit geht die christliche Initiation aus, sondern von einer Tatsache, einem unpersönlichen Götterakt, der sich abgespielt hat vor den Augen der Menschen. Daher ist dies Geheimnis von Golgatha, von dem, was sich abgespielt hat am Anfange unserer Zeitrechnung, wovon ausgegangen ist die Saat dieses einzigartigen Todes, die nun aufgeht als die Liebe des Menschen zu seinem Schicksal, zu seinem Karma, in einer besonderen Art der Menschheit überliefert worden.

[ 24 ] Aber das Christentum sieht nicht auf den Christus als auf eine Persönlichkeit, als auf den Stifter eines abstrakten Religionssystems. In unserer heutigen Zeit stiftet ein Religionsstifter nach den Anforderungen unserer Zeit nur Unfrieden. Nicht von einer Persönlichkeit geht die christliche Initiation aus, sondern von einer Tatsache, einem unpersönlichen Götterakt, der sich abgespielt hat vor den Augen der Menschen. Daher ist dies Geheimnis von Golgatha, von dem, was sich abgespielt hat am Anfange unserer Zeitrechnung, wovon ausgegangen ist die Saat dieses einzigartigen Todes, die nun aufgeht als die Liebe des Menschen zu seinem Schicksal, zu seinem Karma, in einer besonderen Art der Menschheit überliefert worden.

[ 25 ] Wir haben gesehen, daß der Tod, den die Menschen den Tieren zufügen, eine gewisse Folge hat. Der Tod auf Golgatha wirkt wie ein Same in der menschlichen Seele, die da fühlt ihre Beziehung zum Christus. So war es mit dem Mysterium von Golgatha: Der Eine ist gestorben, so wie wir den einen Samen nehmen können und ihn in die Erde legen können, daß er aufsprießt auf dem Acker und dasjenige sich vermehrt, was aus dem einen Samen aufgegangen ist. So wurde der Tod eines Gottes am Kreuze realisiert. Das Samenkorn wurde ausgestreut auf Golgatha, der Boden war die menschliche Seele; was aufsprießt, sind die Beziehungen des Menschen zum übersinnlichen Christus, der nie mehr verschwinden wird aus der Evolution der Erde, der immer auf die allerverschiedenste Weise den Menschen erscheinen wird. So wie die Menschen ihn physisch geschaut haben in der Zeit des Mysteriums von Golgatha, so werden sie in einer nahen Zukunft sich erheben zu einem ätherischen Christus-Bilde: sie werden den Christus schauen, wie Paulus ihn geschaut hat.

[ 25 ] Wir haben gesehen, daß der Tod, den die Menschen den Tieren zufügen, eine gewisse Folge hat. Der Tod auf Golgatha wirkt wie ein Same in der menschlichen Seele, die da fühlt ihre Beziehung zum Christus. So war es mit dem Mysterium von Golgatha: Der Eine ist gestorben, so wie wir den einen Samen nehmen können und ihn in die Erde legen können, daß er aufsprießt auf dem Acker und dasjenige sich vermehrt, was aus dem einen Samen aufgegangen ist. So wurde der Tod eines Gottes am Kreuze realisiert. Das Samenkorn wurde ausgestreut auf Golgatha, der Boden war die menschliche Seele; was aufsprießt, sind die Beziehungen des Menschen zum übersinnlichen Christus, der nie mehr verschwinden wird aus der Evolution der Erde, der immer auf die allerverschiedenste Weise den Menschen erscheinen wird. So wie die Menschen ihn physisch geschaut haben in der Zeit des Mysteriums von Golgatha, so werden sie in einer nahen Zukunft sich erheben zu einem ätherischen Christus-Bilde: sie werden den Christus schauen, wie Paulus ihn geschaut hat.

[ 26 ] Dasjenige, was die christliche Initiation birgt, ist bewahrt worden im Sinnbilde des Heiligen Grales, es ist gebracht worden in diejenige Gemeinschaft, die die christliche Initiation erteilt. Für diejenigen, die die christliche Initiation erhalten, ist das, was hier gesagt ist, nicht eine abstrakte Theorie, nicht eine Hypothese, sondern eine Tatsache der übersinnlichen Welten. Die Pflege der christlichen Initiation, sie wurde übertragen denen, die Pfleger waren des Heiligen Grals und später den Pflegern der Gemeinschaft des Rosenkreuzes. Unpersönlich sollte wirken seiner ganzen Natur nach, was von der christlichen Initiation ausgeht. Alles Persönliche sollte dabei ausgeschlossen sein; denn das Persönliche hat nur Streit und Hader in die Menschheit gebracht und wird es in der Zukunft immer mehr bringen. Daher ist es ein strenges Gesetz für diejenigen, die — symbolisch gesprochen — dem Heiligen Gral dienen, oder — wirklich gesprochen — der Pflege der christlichen Initiation dienen, daß keiner von denen, die eine führende Rolle erster Ordnung zu spielen haben innerhalb der Brüderschaft des Heiligen Grals oder der Gemeinschaft des Rosenkreuzes, weder sie noch die in ihrer Umgebung leben, von den Geheimnissen, die in ihnen walten, sprechen dürfen, bevor hundert Jahre nach ihrem Tode verflossen sind. Es gibt keine Möglichkeit, zu erfahren, was es für eine Bewandtnis mit einer führenden Persönlichkeit erster Ordnung hat, bevor hundert Jahre nach ihrem Tode verflossen sind.

[ 26 ] Dasjenige, was die christliche Initiation birgt, ist bewahrt worden im Sinnbilde des Heiligen Grales, es ist gebracht worden in diejenige Gemeinschaft, die die christliche Initiation erteilt. Für diejenigen, die die christliche Initiation erhalten, ist das, was hier gesagt ist, nicht eine abstrakte Theorie, nicht eine Hypothese, sondern eine Tatsache der übersinnlichen Welten. Die Pflege der christlichen Initiation, sie wurde übertragen denen, die Pfleger waren des Heiligen Grals und später den Pflegern der Gemeinschaft des Rosenkreuzes. Unpersönlich sollte wirken seiner ganzen Natur nach, was von der christlichen Initiation ausgeht. Alles Persönliche sollte dabei ausgeschlossen sein; denn das Persönliche hat nur Streit und Hader in die Menschheit gebracht und wird es in der Zukunft immer mehr bringen. Daher ist es ein strenges Gesetz für diejenigen, die — symbolisch gesprochen — dem Heiligen Gral dienen, oder — wirklich gesprochen — der Pflege der christlichen Initiation dienen, daß keiner von denen, die eine führende Rolle erster Ordnung zu spielen haben innerhalb der Brüderschaft des Heiligen Grals oder der Gemeinschaft des Rosenkreuzes, weder sie noch die in ihrer Umgebung leben, von den Geheimnissen, die in ihnen walten, sprechen dürfen, bevor hundert Jahre nach ihrem Tode verflossen sind. Es gibt keine Möglichkeit, zu erfahren, was es für eine Bewandtnis mit einer führenden Persönlichkeit erster Ordnung hat, bevor hundert Jahre nach ihrem Tode verflossen sind.

[ 27 ] Das ist ein strenges Gesetz innerhalb der Rosenkreuzergemeinschaft seit ihrer Gründung. Wer ein Führer innerhalb der Rosenkreuzergemeinschaft ist, davon erfährt exoterisch nie jemand etwas, bevor nicht hundert Jahre verflossen sind nach seinem Tode. Dann ist das, was er gegeben hat, schon übergegangen in die Menschheit, ist ein objektives Gut der Menschheit geworden. Daher ist alles Persönliche ausgeschlossen. Niemals wird es möglich sein, auf eine Persönlichkeit im irdischen Leibe hinzuweisen als Träger des christlichen Geheimnisses. Erst hundert Jahre nach dem Tode einer solchen Persönlichkeit würde dieses möglich sein. Das ist ein Gesetz, das alle Brüder des Rosenkreuzes wohl beobachten. Nie wird ein Rosenkreuzerbruder hinweisen auf eine lebende Persönlichkeit als auf einen Führer erster Ordnung in bezug auf dasjenige, was als christliche Initiation einfließen soll in die Menschheit. So wie in den alten Zeiten schon prophetisch hingewiesen werden konnte auf diejenigen, die da kommen würden, so wie den Propheten ihre Vorläufer vorangingen, ihre Propheten, so wie diese Propheten hinwiesen auf die Religionsstifter, die später kommen sollten, so wie in der Zeit des Jesus von Nazareth die Zeitgenossen, zum Beispiel der Täufer, hinwiesen auf denjenigen, der ihr Zeitgenosse war, so wurde die geistige Organisation der Menschheit notwendigerweise nach dem Mysterium von Golgatha in der Weise verändert, daß es Prophetenart nicht mehr sein kann, hinzuweisen auf eine Persönlichkeit, die kommen wird oder da ist. Sondern es wird auf eine Persönlichkeit, die Träger war des christlichen Geheimnisses, jener geistigen Tatsache, die geprüft ist von den Menschenherzen, erst hundert Jahre nachdem sie durch die Pforte des Todes vom physischen Plane geschritten ist, hingewiesen werden.

[ 27 ] Das ist ein strenges Gesetz innerhalb der Rosenkreuzergemeinschaft seit ihrer Gründung. Wer ein Führer innerhalb der Rosenkreuzergemeinschaft ist, davon erfährt exoterisch nie jemand etwas, bevor nicht hundert Jahre verflossen sind nach seinem Tode. Dann ist das, was er gegeben hat, schon übergegangen in die Menschheit, ist ein objektives Gut der Menschheit geworden. Daher ist alles Persönliche ausgeschlossen. Niemals wird es möglich sein, auf eine Persönlichkeit im irdischen Leibe hinzuweisen als Träger des christlichen Geheimnisses. Erst hundert Jahre nach dem Tode einer solchen Persönlichkeit würde dieses möglich sein. Das ist ein Gesetz, das alle Brüder des Rosenkreuzes wohl beobachten. Nie wird ein Rosenkreuzerbruder hinweisen auf eine lebende Persönlichkeit als auf einen Führer erster Ordnung in bezug auf dasjenige, was als christliche Initiation einfließen soll in die Menschheit. So wie in den alten Zeiten schon prophetisch hingewiesen werden konnte auf diejenigen, die da kommen würden, so wie den Propheten ihre Vorläufer vorangingen, ihre Propheten, so wie diese Propheten hinwiesen auf die Religionsstifter, die später kommen sollten, so wie in der Zeit des Jesus von Nazareth die Zeitgenossen, zum Beispiel der Täufer, hinwiesen auf denjenigen, der ihr Zeitgenosse war, so wurde die geistige Organisation der Menschheit notwendigerweise nach dem Mysterium von Golgatha in der Weise verändert, daß es Prophetenart nicht mehr sein kann, hinzuweisen auf eine Persönlichkeit, die kommen wird oder da ist. Sondern es wird auf eine Persönlichkeit, die Träger war des christlichen Geheimnisses, jener geistigen Tatsache, die geprüft ist von den Menschenherzen, erst hundert Jahre nachdem sie durch die Pforte des Todes vom physischen Plane geschritten ist, hingewiesen werden.

[ 28 ] Alle diese Dinge geschehen nicht aus menschlicher Willkür heraus, sondern aus dem Grunde, weil sie geschehen müssen. Sie müssen geschehen, weil die Menschheit jetzt vor einer Zeit steht, wo Liebe, Friede und Verständnis sich verbreiten müssen in dem Prozesse der Menschheitsentwickelung. Sie werden sich aber nur verbreiten, wenn wir das, was da ist, unpersönlich nehmen lernen, wenn wir das vertreten lernen, was der Menschheit gegeben worden ist im Laufe der Menschheitsentwickelung, worinnen die Wahrheit gewirkt hat. Nicht mehr werden wir jemals, wenn wir als Abendländer einem Buddhisten entgegentreten, ihn überredend oder zwangsweise zu einem Christen machen wollen, weil wir glauben, daß das, was ihm selbst gegeben ist und was als das Tiefste in seiner Religion enthalten ist, ihn schon zum Christus hinführen wird. Wir glauben vor allen Dingen seiner eigenen Wahrheit. Wir verletzen nicht das Gefühl des Buddhisten, indem wir sagen, es sei nicht wahr, daß sein Religionsstifter, nachdem er als Bodhisattva unter den Menschen gelebt hat, als Buddha keine Anwartschaft mehr hat auf physische Inkarnationen. Dadurch stiften wir Frieden innerhalb der Religionsbekenntnisse. So wird in Zukunft der Christ den Buddhisten, so wird der Buddhist den Christen verstehen. Der Buddhist, der das Christentum verstehen wird, wird sagen: Ich begreife, daß der Christ ein Unpersönliches zu seinem Religionsprinzip macht, eine unpersönliche Tatsache, die Tatsache des Mysteriums von Golgatha, eine Götterangelegenheit, wo der Mensch zusehen und aufnehmen darf, was ihn mit dem Göttlichen verbinden kann. — Kein verständiger Buddhist wird kommen und dem Christen sagen, daß der Christus verkörpert werden kann in einem physischen Leibe. Er wird vielmehr darin eine Übertretung des wahren Religionsprinzips sehen. Kein neues, Unfrieden stiftendes Bekenntnis mit einem religiösen Führer persönlicher Art wird auf diese Weise in die Welt gestellt werden, sondern das Einweihungsprinzip selbst mit seinem Frieden, seiner Harmonie, seiner Verständnis stiftenden Art, wird allen Religionen belebendes Verständnis entgegenbringen und nicht die Wahrheit einer Religion der anderen aufdrängen wollen. So wie der morgenländische Buddhist dem Abendländer, der ihm sagen würde, daß der Buddha im fleischlichen Leibe erscheinen könne, antworten würde: Dann verstehst du nichts davon, dann weißt du eben nicht, was ein Buddha ist —, so würde der Buddhist, der den wahren Nerv des Christentums erfaßt hat und Geist-Erkenntnis in Ernst und Würde vertritt, demjenigen, der ihm sprechen würde von einem im Fleische verkörperten Christus, antworten: Du verstehst das Christentum nicht, wenn du glaubst, daß der Christus wiederkommt im fleischlichen Leibe, du verstehst das Christentum ebensowenig, wie derjenige den Buddhismus versteht, der glauben würde, daß der Buddha in einem fleischlichen Leibe erscheinen könnte. — Was der Christ, wenn er Anthroposoph ist, dem Buddhisten immer zubilligen wird, das wird der Buddhist, wenn er Anthroposoph ist, dem Christen auch zubilligen. Und so jeder Bekenner jedes Religionsbekenntnisses der Erde. So wird Anthroposophie die große, verständnisvolle Vereinigung, die Synthese der religiösen Bekenntnisse auf der Erde bringen.

[ 28 ] Alle diese Dinge geschehen nicht aus menschlicher Willkür heraus, sondern aus dem Grunde, weil sie geschehen müssen. Sie müssen geschehen, weil die Menschheit jetzt vor einer Zeit steht, wo Liebe, Friede und Verständnis sich verbreiten müssen in dem Prozesse der Menschheitsentwickelung. Sie werden sich aber nur verbreiten, wenn wir das, was da ist, unpersönlich nehmen lernen, wenn wir das vertreten lernen, was der Menschheit gegeben worden ist im Laufe der Menschheitsentwickelung, worinnen die Wahrheit gewirkt hat. Nicht mehr werden wir jemals, wenn wir als Abendländer einem Buddhisten entgegentreten, ihn überredend oder zwangsweise zu einem Christen machen wollen, weil wir glauben, daß das, was ihm selbst gegeben ist und was als das Tiefste in seiner Religion enthalten ist, ihn schon zum Christus hinführen wird. Wir glauben vor allen Dingen seiner eigenen Wahrheit. Wir verletzen nicht das Gefühl des Buddhisten, indem wir sagen, es sei nicht wahr, daß sein Religionsstifter, nachdem er als Bodhisattva unter den Menschen gelebt hat, als Buddha keine Anwartschaft mehr hat auf physische Inkarnationen. Dadurch stiften wir Frieden innerhalb der Religionsbekenntnisse. So wird in Zukunft der Christ den Buddhisten, so wird der Buddhist den Christen verstehen. Der Buddhist, der das Christentum verstehen wird, wird sagen: Ich begreife, daß der Christ ein Unpersönliches zu seinem Religionsprinzip macht, eine unpersönliche Tatsache, die Tatsache des Mysteriums von Golgatha, eine Götterangelegenheit, wo der Mensch zusehen und aufnehmen darf, was ihn mit dem Göttlichen verbinden kann. — Kein verständiger Buddhist wird kommen und dem Christen sagen, daß der Christus verkörpert werden kann in einem physischen Leibe. Er wird vielmehr darin eine Übertretung des wahren Religionsprinzips sehen. Kein neues, Unfrieden stiftendes Bekenntnis mit einem religiösen Führer persönlicher Art wird auf diese Weise in die Welt gestellt werden, sondern das Einweihungsprinzip selbst mit seinem Frieden, seiner Harmonie, seiner Verständnis stiftenden Art, wird allen Religionen belebendes Verständnis entgegenbringen und nicht die Wahrheit einer Religion der anderen aufdrängen wollen. So wie der morgenländische Buddhist dem Abendländer, der ihm sagen würde, daß der Buddha im fleischlichen Leibe erscheinen könne, antworten würde: Dann verstehst du nichts davon, dann weißt du eben nicht, was ein Buddha ist —, so würde der Buddhist, der den wahren Nerv des Christentums erfaßt hat und Geist-Erkenntnis in Ernst und Würde vertritt, demjenigen, der ihm sprechen würde von einem im Fleische verkörperten Christus, antworten: Du verstehst das Christentum nicht, wenn du glaubst, daß der Christus wiederkommt im fleischlichen Leibe, du verstehst das Christentum ebensowenig, wie derjenige den Buddhismus versteht, der glauben würde, daß der Buddha in einem fleischlichen Leibe erscheinen könnte. — Was der Christ, wenn er Anthroposoph ist, dem Buddhisten immer zubilligen wird, das wird der Buddhist, wenn er Anthroposoph ist, dem Christen auch zubilligen. Und so jeder Bekenner jedes Religionsbekenntnisses der Erde. So wird Anthroposophie die große, verständnisvolle Vereinigung, die Synthese der religiösen Bekenntnisse auf der Erde bringen.