Christ and the Spiritual World
The Search for the Holy Grail
GA 149
2 January 1914, Leipzig
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Christus und die geistige Welt
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Ich habe gestern versucht, das, was ich vorzubringen hatte über das Mysterium des Gral und was damit zusammenhängt, so darzustellen, daß anschaulich würde, wie die Dinge nach und nach sich der suchenden Seele ergeben. Ich habe nicht zurückgehalten mit den verschiedenerlei Dingen, die dabei durchzumachen sind, bevor die suchende Seele das findet, was man das Forschungsresultat aus der geistigen Welt nennen kann. Ich weiß natürlich sehr gut, daß gerade die so sehr an der Oberfläche bleibende moderne Seelenkunde oder Psychologie, wenn sie solchen Darstellungen begegnet, das Allermöglichste oder vielmehr Allerunmöglichste wird einzuwenden haben. Und ich kenne ganz gut alles das, was an Bedenken von dieser Seite erhoben werden kann, weiß sehr gut, welche kuriosen Behauptungen über allerlei Gesetze und Ideenassoziationen und unterbewußte Vorstellungen vorgebracht werden können. Dennoch habe ich, gerade im Bewußtsein von alledem, einmal ungeschminkt diese Darstellung gegeben, weil für Sie, meine lieben anthroposophischen Freunde, gerade wichtig sein soll, sich klarzumachen, daß die Resultate, zu denen man da in der Geistesforschung zu kommen hat, erst nach Überwindung all der Dinge zu erreichen sind, von denen ich gestern gesagt habe, daß sie sich in den Weg stellen. Und das letzte Resultat der Geistesforschung, das ja nach dem oftmals erwähnten Lebensgesetz sehr wohl als Wirklichkeit sich ergeben kann, ist kein Ergebnis zusammengedachter Ideen, wie einer glauben könnte, sondern diese Ideen sind das, was wie die Boten hinführt zum letzten Resultate und was nichts zu tun hat mit diesem Resultate selbst. Ich wollte diese Worte nur vorausschicken, weil ja die neuesten Publikationen zeigen, daß es immer wieder vorkommt, daß selbst diese Darstellungen, wenn sie in der Weise gedruckt werden wie unsere Zyklen, Außenstehenden in die Hände gegeben werden und diese dann die allerunsinnigsten Bemerkungen über solche Darstellungen machen, dabei natürlich weidlich davon Gebrauch machen, die Dinge aus dem Zusammenhang heraus zu zitieren und dergleichen. Es ist ja — lassen Sie mich das auch sagen, ohne im geringsten unbescheiden sein zu wollen — es ist ja schon einmal durch unsere anthroposophische Bewegung der Zeitpunkt gekommen, wo der eine oder der andere glauben kann, mit der Bekämpfung unserer Sache Geschäfte machen zu können. Und da ist ja bekanntlich gar manches Mittel recht, wenn es sich um solches handelt.
[ 1 ] Ich habe gestern versucht, das, was ich vorzubringen hatte über das Mysterium des Gral und was damit zusammenhängt, so darzustellen, daß anschaulich würde, wie die Dinge nach und nach sich der suchenden Seele ergeben. Ich habe nicht zurückgehalten mit den verschiedenerlei Dingen, die dabei durchzumachen sind, bevor die suchende Seele das findet, was man das Forschungsresultat aus der geistigen Welt nennen kann. Ich weiß natürlich sehr gut, daß gerade die so sehr an der Oberfläche bleibende moderne Seelenkunde oder Psychologie, wenn sie solchen Darstellungen begegnet, das Allermöglichste oder vielmehr Allerunmöglichste wird einzuwenden haben. Und ich kenne ganz gut alles das, was an Bedenken von dieser Seite erhoben werden kann, weiß sehr gut, welche kuriosen Behauptungen über allerlei Gesetze und Ideenassoziationen und unterbewußte Vorstellungen vorgebracht werden können. Dennoch habe ich, gerade im Bewußtsein von alledem, einmal ungeschminkt diese Darstellung gegeben, weil für Sie, meine lieben anthroposophischen Freunde, gerade wichtig sein soll, sich klarzumachen, daß die Resultate, zu denen man da in der Geistesforschung zu kommen hat, erst nach Überwindung all der Dinge zu erreichen sind, von denen ich gestern gesagt habe, daß sie sich in den Weg stellen. Und das letzte Resultat der Geistesforschung, das ja nach dem oftmals erwähnten Lebensgesetz sehr wohl als Wirklichkeit sich ergeben kann, ist kein Ergebnis zusammengedachter Ideen, wie einer glauben könnte, sondern diese Ideen sind das, was wie die Boten hinführt zum letzten Resultate und was nichts zu tun hat mit diesem Resultate selbst. Ich wollte diese Worte nur vorausschicken, weil ja die neuesten Publikationen zeigen, daß es immer wieder vorkommt, daß selbst diese Darstellungen, wenn sie in der Weise gedruckt werden wie unsere Zyklen, Außenstehenden in die Hände gegeben werden und diese dann die allerunsinnigsten Bemerkungen über solche Darstellungen machen, dabei natürlich weidlich davon Gebrauch machen, die Dinge aus dem Zusammenhang heraus zu zitieren und dergleichen. Es ist ja — lassen Sie mich das auch sagen, ohne im geringsten unbescheiden sein zu wollen — es ist ja schon einmal durch unsere anthroposophische Bewegung der Zeitpunkt gekommen, wo der eine oder der andere glauben kann, mit der Bekämpfung unserer Sache Geschäfte machen zu können. Und da ist ja bekanntlich gar manches Mittel recht, wenn es sich um solches handelt.
[ 2 ] Ich habe davon gesprochen, daß die Schrift am Himmel wirklich zu finden ist, welche nicht etwa der Gral selbst ist, welche auch nicht den Gral selbst gibt. Ich habe ausdrücklich betont — und solche Betonungen bitte ich durchaus ernst zu nehmen —, der Name des Gral wird durch die Schrift am Himmel gefunden, nicht der Gral selber. Ich habe darauf hingewiesen, daß sich ergibt in der goldglänzenden Mondessichel, die am Himmel steht und aus der sich heraushebt, wie jeder durch genaue Beobachtung sehen kann, der dunkle Teil des übrigen Mondes, von dem die goldglänzende Sichel wie abgegrenzt ist —, daß sich da in okkulter Schrift der Name Parzival ergibt.
[ 2 ] Ich habe davon gesprochen, daß die Schrift am Himmel wirklich zu finden ist, welche nicht etwa der Gral selbst ist, welche auch nicht den Gral selbst gibt. Ich habe ausdrücklich betont — und solche Betonungen bitte ich durchaus ernst zu nehmen —, der Name des Gral wird durch die Schrift am Himmel gefunden, nicht der Gral selber. Ich habe darauf hingewiesen, daß sich ergibt in der goldglänzenden Mondessichel, die am Himmel steht und aus der sich heraushebt, wie jeder durch genaue Beobachtung sehen kann, der dunkle Teil des übrigen Mondes, von dem die goldglänzende Sichel wie abgegrenzt ist —, daß sich da in okkulter Schrift der Name Parzival ergibt.
[ 3 ] Nun muß ich, bevor wir in unserer Betrachtung weiterschreiten und versuchen werden, diese Figur am Himmel zu interpretieren, auf ein wichtiges Gesetz aufmerksam machen, auf eine wichtige Tatsache. Dasjenige, was hier als die goldglänzende Sichel entsteht, entsteht ja dadurch, daß die physischen Sonnenstrahlen auf den Mond auftreffen. Weil die Sonne von hierher scheint, beleuchtet sie den Mond auf dieser Seite, und der beleuchtete Teil erscheint als die goldglänzende Schale. In ihr ruht die dunkle Hostie: physisch, der unbeleuchtete Teil, der dunkel bleibende Teil, wohin die Sonnenstrahlen nicht dringen können; geistig noch etwas anderes. Wenn die Sonnenstrahlen auf den einen Teil des Mondes auffallen und goldglänzend zurückgeworfen werden, so geht trotzdem etwas durch die physische Materie durch. Das, was durchgeht, ist das in den Sonnenstrahlen lebende Geistige. Die geistige Kraft der Sonne wird nicht so wie die physische Kraft der Sonne aufgehalten und strahlt zurück. Sie geht durch, und indem sie durch die Kraft des Mondes aufgehalten wird, sehen wir gerade in dem, was hier in der Goldschale ruht, in Wirklichkeit die geistige Kraft der Sonne. So daß wir sagen können: In dem dunklen Teile des Mondes, den wir da sehen, schauen wir die geistige Kraft der Sonne. In dem goldglänzenden Teil, in dem Schalenteil, sehen wir die physische Kraft der Sonne, die als Strahlenkraft zurückgeworfen wird. Der Geist der Sonne ruht in der Schale der physischen Kraft der Sonne, wenn wir die Sonne also ansehen. So daß der Sonnengeist in Wahrheit ruht in der Mondenschale. Und jetzt nehmen wir alles zusammen, was wir über diesen Sonnengeist und seine Beziehung zum Christus jemals gesprochen haben, und es wird uns das als ein wichtiges Symbolum erscheinen, was der Mond physisch tut. Dadurch, daß er die Sonnenstrahlen zurückwirft und so die goldglänzende Schale hervorbringt, erscheint er uns als der Träger des Sonnengeistes: dieser ist drinnen in Form der hostienartigen Scheibe.
[ 3 ] Nun muß ich, bevor wir in unserer Betrachtung weiterschreiten und versuchen werden, diese Figur am Himmel zu interpretieren, auf ein wichtiges Gesetz aufmerksam machen, auf eine wichtige Tatsache. Dasjenige, was hier als die goldglänzende Sichel entsteht, entsteht ja dadurch, daß die physischen Sonnenstrahlen auf den Mond auftreffen. Weil die Sonne von hierher scheint, beleuchtet sie den Mond auf dieser Seite, und der beleuchtete Teil erscheint als die goldglänzende Schale. In ihr ruht die dunkle Hostie: physisch, der unbeleuchtete Teil, der dunkel bleibende Teil, wohin die Sonnenstrahlen nicht dringen können; geistig noch etwas anderes. Wenn die Sonnenstrahlen auf den einen Teil des Mondes auffallen und goldglänzend zurückgeworfen werden, so geht trotzdem etwas durch die physische Materie durch. Das, was durchgeht, ist das in den Sonnenstrahlen lebende Geistige. Die geistige Kraft der Sonne wird nicht so wie die physische Kraft der Sonne aufgehalten und strahlt zurück. Sie geht durch, und indem sie durch die Kraft des Mondes aufgehalten wird, sehen wir gerade in dem, was hier in der Goldschale ruht, in Wirklichkeit die geistige Kraft der Sonne. So daß wir sagen können: In dem dunklen Teile des Mondes, den wir da sehen, schauen wir die geistige Kraft der Sonne. In dem goldglänzenden Teil, in dem Schalenteil, sehen wir die physische Kraft der Sonne, die als Strahlenkraft zurückgeworfen wird. Der Geist der Sonne ruht in der Schale der physischen Kraft der Sonne, wenn wir die Sonne also ansehen. So daß der Sonnengeist in Wahrheit ruht in der Mondenschale. Und jetzt nehmen wir alles zusammen, was wir über diesen Sonnengeist und seine Beziehung zum Christus jemals gesprochen haben, und es wird uns das als ein wichtiges Symbolum erscheinen, was der Mond physisch tut. Dadurch, daß er die Sonnenstrahlen zurückwirft und so die goldglänzende Schale hervorbringt, erscheint er uns als der Träger des Sonnengeistes: dieser ist drinnen in Form der hostienartigen Scheibe.
[ 4 ] Und nun erinnern wir uns daran, daß in der Parzivalsage betont wird, daß an jedem Karfreitag, also zum ÖOsterfeste, vom Himmel herunterkommt die Hostie, in den Gral versenkt wird, erneuert wird, wie eine Verjüngungsnahrung in den Gral versenkt wird am Osterfest, wo von neuem auch Parzival durch den Klausner hingewiesen wird zum Gral, durch den Einsiedler, — am Österfest, dessen Bedeutung für den Gral auch durch Wagners Parzival der Menschheit wiederum nahegelegt worden ist.
[ 4 ] Und nun erinnern wir uns daran, daß in der Parzivalsage betont wird, daß an jedem Karfreitag, also zum ÖOsterfeste, vom Himmel herunterkommt die Hostie, in den Gral versenkt wird, erneuert wird, wie eine Verjüngungsnahrung in den Gral versenkt wird am Osterfest, wo von neuem auch Parzival durch den Klausner hingewiesen wird zum Gral, durch den Einsiedler, — am Österfest, dessen Bedeutung für den Gral auch durch Wagners Parzival der Menschheit wiederum nahegelegt worden ist.
[ 5 ] Nun erinnern wir uns, daß in Gemäßheit einer alten Tradition, einer jener Traditionen, welche zu dem gehören, was ich gestern angedeutet habe: zu dem in den Untergründen der Seele vor sich gehenden Fortwirken des Christus-Impulses, — daß in Gemäßheit dieser Tradition die Festsetzung des Osterfestes geschieht. Auf welchen Tag ist denn das Osterfest festgesetzt? Wenn die Frühlingssonne, also die in ihrer Kraft zunehmende Sonne — unser Symbolum für den Christus — ihren Tag, ihren Sonntag hat nach dem Frühlingsvollmond. Wie steht denn nun der Frühlingsvollmond am Himmel zum Osterfest? Wie muß er immer am Himmel stehen zum Österfest? Nun, er muß beginnen, zum mindesten ein wenig, wenn er Vollmond war, Sichel zu werden. Etwas muß sichtbar werden von diesem dunklen Teile, etwas von dem Sonnengeiste, der seine Frühlingskraft bekommen hat, muß drinnen sein. Das heißt: nach einer alten Tradition muß am Osterfest dieses Bild des heiligen Gral am Himmel erscheinen. So muß es sein. Es kann also jeder das Bild des heiligen Gral am Osterfest schauen. Dazu ist das Osterfest nach einer uralten Tradition in entsprechender Weise eingesetzt.
[ 5 ] Nun erinnern wir uns, daß in Gemäßheit einer alten Tradition, einer jener Traditionen, welche zu dem gehören, was ich gestern angedeutet habe: zu dem in den Untergründen der Seele vor sich gehenden Fortwirken des Christus-Impulses, — daß in Gemäßheit dieser Tradition die Festsetzung des Osterfestes geschieht. Auf welchen Tag ist denn das Osterfest festgesetzt? Wenn die Frühlingssonne, also die in ihrer Kraft zunehmende Sonne — unser Symbolum für den Christus — ihren Tag, ihren Sonntag hat nach dem Frühlingsvollmond. Wie steht denn nun der Frühlingsvollmond am Himmel zum Osterfest? Wie muß er immer am Himmel stehen zum Österfest? Nun, er muß beginnen, zum mindesten ein wenig, wenn er Vollmond war, Sichel zu werden. Etwas muß sichtbar werden von diesem dunklen Teile, etwas von dem Sonnengeiste, der seine Frühlingskraft bekommen hat, muß drinnen sein. Das heißt: nach einer alten Tradition muß am Osterfest dieses Bild des heiligen Gral am Himmel erscheinen. So muß es sein. Es kann also jeder das Bild des heiligen Gral am Osterfest schauen. Dazu ist das Osterfest nach einer uralten Tradition in entsprechender Weise eingesetzt.
[ 6 ] Nun versuchen wir uns noch weiter zu orientieren darüber, wie zustande gekommen sein mag — mehr auch durch den Verlauf, der in den Untergründen des Seelenlebens vor sich geht — alles dasjenige, was mit der Parzivalsage zusammenhängt. Wir haben schon gestern erwähnt: Die Kraft, die in den Sibyllen zum Vorschein kommt, sie muß gemildert werden, muß durchdrungen werden von dem Christus-Impuls, und in solch gemilderter Form muß sie nach und nach wieder heraufkommen, damit sie die Trägerin der geistigen Kultur der neueren Zeit werde. In gemilderter Form muß sie heraufkommen. Stellen wir die Frage auf: Hat Perceval — so wurde er ja bei Chrestien de Troyes genannt — etwas vernehmen können in sich selber von jener gleichsam in den Untergründen der Seele wirksamen Christus-Kraft?
[ 6 ] Nun versuchen wir uns noch weiter zu orientieren darüber, wie zustande gekommen sein mag — mehr auch durch den Verlauf, der in den Untergründen des Seelenlebens vor sich geht — alles dasjenige, was mit der Parzivalsage zusammenhängt. Wir haben schon gestern erwähnt: Die Kraft, die in den Sibyllen zum Vorschein kommt, sie muß gemildert werden, muß durchdrungen werden von dem Christus-Impuls, und in solch gemilderter Form muß sie nach und nach wieder heraufkommen, damit sie die Trägerin der geistigen Kultur der neueren Zeit werde. In gemilderter Form muß sie heraufkommen. Stellen wir die Frage auf: Hat Perceval — so wurde er ja bei Chrestien de Troyes genannt — etwas vernehmen können in sich selber von jener gleichsam in den Untergründen der Seele wirksamen Christus-Kraft?
[ 7 ] Wenn wir noch einmal zurückblicken auf den Utcharakter der althebräischen Geologie, dann tritt uns ja eines da immer wieder und wiederum entgegen. Den Geist der althebräischen Geologie begreifen wir nur, wenn wir gehörig ins Auge fassen, daß das ganze althebräische Altertum kraftvoll festzuhalten suchte an dem geologischen Charakter seiner Offenbarung. Ich habe schon charakterisiert in diesem Vortragszyklus, daß überall verfolgt werden kann, wie die Offenbarungen des althebräischen Altertums in den Tätigkeiten der Erde, in der geistigen Beweglichkeit der Erde gesucht werden müssen. Es ist das Streben zum Zurückweichen zu bringen, was in den Elementen von den Sternen her tätig ist und was so wirkt, daß der Einfluß der Sterne in den Elementen das zuerst hervorbringt, was dann die Sibyllenkraft geistig anregt. Berechtigt war das noch in der alten Astrologie des dritten nachatlantischen Zeitraumes; da hatte die Menschheit noch so viel vom Erbgut der alten Geistigkeit in sich, daß sie, indem sie sich den Elementen mit der Seele hingab, das Gute aufnahm durch die Offenbarungen der Sternenschrift. Im vierten nachatlantischen Zeitraum war gleichsam die Kraft der Sterne zurückgewichen vor den Elementen, die in die Erde, in die Atmosphäre und so weiter eindrangen, und der Einfluß der Elemente wurde so empfunden, daß der, welcher den Geist der Zeit verstand, namentlich als der vierte Zeitraum immer weiter vorrückte, sich sagen mußte: Hüten wir uns vor dem, was aus den Sternen kommt in die Elemente herein; denn das bewirkt so etwas wie die unrechten Sibyllenkräfte. Dadurch, daß der Christus-Impuls sich über die Erdenaura ergossen hat, sollten die Sibyllenkräfte wiederum harmonisiert, wiederum zu dem gemacht werden, was berechtigte Offenbarungen ergeben kann. Nicht gerne hat der wirklich Kundige des althebräischen Altertums hinaufgeschaut zu den Sternen, wenn er das Geistige geoffenbart haben wollte. Er hat sich an den Jahvegott gehalten, der zur Erdenentwickelung, zur Erdenevolution gehört und nur um diese zu befördern, ein Mondgott geworden ist, so daß er — wie ich das in der «Geheimwissenschaft» dargestellt habe — diese Funktion des Mondgottes übernommen hat. In den Mondfesten der Juden ist deutlich ausgedrückt, daß der «Herr der Erde» in seinem Abglanz symbolisch vom Mond herab erscheint. Aber gehe ja nicht weiter — so war die Stimmung des Althebräertums dem Schüler gegenüber — gehe ja nicht weiter! Begnüge dich mit dem, was Jahve in seinem Mondsymbolum offenbart, gehe ja nicht weiter, denn es ist nicht die Zeit da, um etwas anderes, als was durch das Mondsymbolum zum Ausdruck kommt, aus den Elementen aufzunehmen. Das werden sonst ungerechte Sibyllenkräfte! — Wenn man alles das, was mitgebracht worden ist von der Saturn-, Sonnen-, Mondenentwickelung her für die Erdenentwickelung, zusammenfaßt in seinem natürlichen Aspekt, so tritt es uns entgegen durch das althebräische Altertum symbolisiert in Eva. Eve — die Vokale sind ja niemals klar genannt im Hebräischen — Eve! Fügen Sie dazu das Zeichen für jene göttliche Wesenheit des althebräischen Altertums, welche der Lenker der Erdengeschicke ist, so haben Sie eine Form, die ebenso richtig ist wie jede andere: Jeve-Jahve, der im Mond sein Symbol habende Lenker der Erde. Mit dem verbunden, was von der Mondenentwickelung herübergekommen ist, mit dem Ergebnis der Mondenentwickelung für die Erdenentwickelung: der Erdenherr, verbunden mit der Erdenmutter, die in ihren Kräften ein Ergebnis der Mondenentwickelung ist... Jahve! Es geht also herüber aus dem althebräischen Altertum die geheimnisvolle Verbindung der Mondenkräfte, die ihren Rest zurückgelassen haben in dem uns astronomisch erscheinenden Mond und die ihre menschheitlichen Kräfte zurückgelassen haben in dem weiblichen Elemente des Menschendaseins. Die Verbindung des Erdenherrn mit der Mondenmutter kommt uns schon in dem Namen Jahve entgegen.
[ 7 ] Wenn wir noch einmal zurückblicken auf den Utcharakter der althebräischen Geologie, dann tritt uns ja eines da immer wieder und wiederum entgegen. Den Geist der althebräischen Geologie begreifen wir nur, wenn wir gehörig ins Auge fassen, daß das ganze althebräische Altertum kraftvoll festzuhalten suchte an dem geologischen Charakter seiner Offenbarung. Ich habe schon charakterisiert in diesem Vortragszyklus, daß überall verfolgt werden kann, wie die Offenbarungen des althebräischen Altertums in den Tätigkeiten der Erde, in der geistigen Beweglichkeit der Erde gesucht werden müssen. Es ist das Streben zum Zurückweichen zu bringen, was in den Elementen von den Sternen her tätig ist und was so wirkt, daß der Einfluß der Sterne in den Elementen das zuerst hervorbringt, was dann die Sibyllenkraft geistig anregt. Berechtigt war das noch in der alten Astrologie des dritten nachatlantischen Zeitraumes; da hatte die Menschheit noch so viel vom Erbgut der alten Geistigkeit in sich, daß sie, indem sie sich den Elementen mit der Seele hingab, das Gute aufnahm durch die Offenbarungen der Sternenschrift. Im vierten nachatlantischen Zeitraum war gleichsam die Kraft der Sterne zurückgewichen vor den Elementen, die in die Erde, in die Atmosphäre und so weiter eindrangen, und der Einfluß der Elemente wurde so empfunden, daß der, welcher den Geist der Zeit verstand, namentlich als der vierte Zeitraum immer weiter vorrückte, sich sagen mußte: Hüten wir uns vor dem, was aus den Sternen kommt in die Elemente herein; denn das bewirkt so etwas wie die unrechten Sibyllenkräfte. Dadurch, daß der Christus-Impuls sich über die Erdenaura ergossen hat, sollten die Sibyllenkräfte wiederum harmonisiert, wiederum zu dem gemacht werden, was berechtigte Offenbarungen ergeben kann. Nicht gerne hat der wirklich Kundige des althebräischen Altertums hinaufgeschaut zu den Sternen, wenn er das Geistige geoffenbart haben wollte. Er hat sich an den Jahvegott gehalten, der zur Erdenentwickelung, zur Erdenevolution gehört und nur um diese zu befördern, ein Mondgott geworden ist, so daß er — wie ich das in der «Geheimwissenschaft» dargestellt habe — diese Funktion des Mondgottes übernommen hat. In den Mondfesten der Juden ist deutlich ausgedrückt, daß der «Herr der Erde» in seinem Abglanz symbolisch vom Mond herab erscheint. Aber gehe ja nicht weiter — so war die Stimmung des Althebräertums dem Schüler gegenüber — gehe ja nicht weiter! Begnüge dich mit dem, was Jahve in seinem Mondsymbolum offenbart, gehe ja nicht weiter, denn es ist nicht die Zeit da, um etwas anderes, als was durch das Mondsymbolum zum Ausdruck kommt, aus den Elementen aufzunehmen. Das werden sonst ungerechte Sibyllenkräfte! — Wenn man alles das, was mitgebracht worden ist von der Saturn-, Sonnen-, Mondenentwickelung her für die Erdenentwickelung, zusammenfaßt in seinem natürlichen Aspekt, so tritt es uns entgegen durch das althebräische Altertum symbolisiert in Eva. Eve — die Vokale sind ja niemals klar genannt im Hebräischen — Eve! Fügen Sie dazu das Zeichen für jene göttliche Wesenheit des althebräischen Altertums, welche der Lenker der Erdengeschicke ist, so haben Sie eine Form, die ebenso richtig ist wie jede andere: Jeve-Jahve, der im Mond sein Symbol habende Lenker der Erde. Mit dem verbunden, was von der Mondenentwickelung herübergekommen ist, mit dem Ergebnis der Mondenentwickelung für die Erdenentwickelung: der Erdenherr, verbunden mit der Erdenmutter, die in ihren Kräften ein Ergebnis der Mondenentwickelung ist... Jahve! Es geht also herüber aus dem althebräischen Altertum die geheimnisvolle Verbindung der Mondenkräfte, die ihren Rest zurückgelassen haben in dem uns astronomisch erscheinenden Mond und die ihre menschheitlichen Kräfte zurückgelassen haben in dem weiblichen Elemente des Menschendaseins. Die Verbindung des Erdenherrn mit der Mondenmutter kommt uns schon in dem Namen Jahve entgegen.
[ 8 ] Nun möchte ich zwei Tatsachen vor Ihre Seele hinstellen, die Sie aufmerksam darauf machen können, wie die Sibyllenkräfte sich verwandelt haben unter dem Einfluß des Christus-Impulses, sich verwandelt haben eben in den unterbewußten Tiefen des Seelenlebens. Auf eine Erscheinung, auf die ich vor drei Jahren — es ist ungefähr drei Jahre, fast auf den Tag hin — aufmerksam gemacht habe, möchte ich auch hier hinweisen, gleichsam auf eine unter dem Einfluß des Christus-Impulses verwandelte Sibylle. Ich habe in den Vorträgen, die Sie auch gedruckt finden unter dem Titel: «Okkulte Geschichte, Persönlichkeiten und Ereignisse der Weltgeschichte im Lichte der Geisteswissenschaft», hingewiesen auf die Erscheinung der Jungfrau von Orleans, habe darauf hingewiesen, wie tatsächlich von größtem Einflusse auf die Geschicke Europas in der Folgezeit das war, was die Jungfrau von Orleans geleistet hat unter dem Einfluß ihrer Inspirationen, ihrer ganz vom Christus-Impuls durchdrungenen Inspirationen, die vom Herbste 1428 ab begannen. Man kann sich ja aus der äußeren Geschichte unterrichten, daß die Geschicke Europas ganz anders hätten verlaufen müssen ohne das Eingreifen der Jungfrau von Orléans dazumal; und nur ein ganz vorurteilsvoller Materialist, wie etwa Anatole France, kann das Mysterienhafte, das dazumal in die Geschichte eingegriffen hat, ableugnen. Ich will hier nicht hinweisen auf das, was in der Geschichte überall zu lesen ist und was den, der diese Vorträge angehört hat, denn doch darauf verweisen kann, wie etwas von einer modernen Sibylle in der Jungfrau von Orleans erscheint. Es ist ja die Zeit — wir sind im 15. Jahrhundert —, wo der fünfte nachatlantische Zeitraum herauftritt, wo die Christus-Kraft immer mehr und mehr dazu kommen muß, aus den unterbewußten Seelengründen heraufzukommen. Wir sehen, wie milde, wie zart, wie eingetaucht in edelstes menschliches Seelenhaftes die Sibyllenkraft der Jungfrau von Orleans erscheint. Und ich möchte auch bei dieser Gelegenheit jenen Brief vorlesen, den ein Mann, der die Dinge miterlebt hat, geschrieben hat, weil aus diesem Briefe hervorgeht, welchen Eindruck die Sibyllennatur der Jungfrau von Orleans auf diejenigen machte, die Herz und Sinn dafür hatten. Ein Mann aus der Umgebung des Königs, den ja die Jungfrau von Orleans befreit hat, schreibt, nachdem er ausgeführt hat, was die Jungfrau von Orleans vollbracht hat:
[ 8 ] Nun möchte ich zwei Tatsachen vor Ihre Seele hinstellen, die Sie aufmerksam darauf machen können, wie die Sibyllenkräfte sich verwandelt haben unter dem Einfluß des Christus-Impulses, sich verwandelt haben eben in den unterbewußten Tiefen des Seelenlebens. Auf eine Erscheinung, auf die ich vor drei Jahren — es ist ungefähr drei Jahre, fast auf den Tag hin — aufmerksam gemacht habe, möchte ich auch hier hinweisen, gleichsam auf eine unter dem Einfluß des Christus-Impulses verwandelte Sibylle. Ich habe in den Vorträgen, die Sie auch gedruckt finden unter dem Titel: «Okkulte Geschichte, Persönlichkeiten und Ereignisse der Weltgeschichte im Lichte der Geisteswissenschaft», hingewiesen auf die Erscheinung der Jungfrau von Orleans, habe darauf hingewiesen, wie tatsächlich von größtem Einflusse auf die Geschicke Europas in der Folgezeit das war, was die Jungfrau von Orleans geleistet hat unter dem Einfluß ihrer Inspirationen, ihrer ganz vom Christus-Impuls durchdrungenen Inspirationen, die vom Herbste 1428 ab begannen. Man kann sich ja aus der äußeren Geschichte unterrichten, daß die Geschicke Europas ganz anders hätten verlaufen müssen ohne das Eingreifen der Jungfrau von Orléans dazumal; und nur ein ganz vorurteilsvoller Materialist, wie etwa Anatole France, kann das Mysterienhafte, das dazumal in die Geschichte eingegriffen hat, ableugnen. Ich will hier nicht hinweisen auf das, was in der Geschichte überall zu lesen ist und was den, der diese Vorträge angehört hat, denn doch darauf verweisen kann, wie etwas von einer modernen Sibylle in der Jungfrau von Orleans erscheint. Es ist ja die Zeit — wir sind im 15. Jahrhundert —, wo der fünfte nachatlantische Zeitraum herauftritt, wo die Christus-Kraft immer mehr und mehr dazu kommen muß, aus den unterbewußten Seelengründen heraufzukommen. Wir sehen, wie milde, wie zart, wie eingetaucht in edelstes menschliches Seelenhaftes die Sibyllenkraft der Jungfrau von Orleans erscheint. Und ich möchte auch bei dieser Gelegenheit jenen Brief vorlesen, den ein Mann, der die Dinge miterlebt hat, geschrieben hat, weil aus diesem Briefe hervorgeht, welchen Eindruck die Sibyllennatur der Jungfrau von Orleans auf diejenigen machte, die Herz und Sinn dafür hatten. Ein Mann aus der Umgebung des Königs, den ja die Jungfrau von Orleans befreit hat, schreibt, nachdem er ausgeführt hat, was die Jungfrau von Orleans vollbracht hat:
[ 9 ] «Dieses und vieles andere hat die Jungfrau (von Orleans) vollführt und mit Gottes Hilfe wird sie noch Größeres verrichten. Das Mägdlein ist von anmutiger Schönheit und besitzt männliche Haltung, es spricht wenig und zeigt eine wunderbare Klugheit; in seinen Reden hat es eine gefällige feine Stimme nach Frauenart. Es ißt mäßig, noch mäßiger trinkt es Wein. An schönen Rossen und Waffen hat es sein Gefallen. Bewaffnete und edle Männer liebt es sehr. Die Zusammenkunft und das Gespräch mit vielen ist der Jungfrau zuwider; sie fließt oft von Tränen über, liebt ein fröhliches Gesicht, erduldet unerhörte Arbeit, und in der Führung und Ertragung der Waffen ist sie so beharrlich, daß sie sechs Tage lang Tag und Nacht ohne Unterlaß vollständig gewappnet bleibt. Sie spricht: die Englischen hätten kein Recht an Frankreich, und darum habe sie, wie sie sagt, Gott gesandt, auf daß sie jene austreibe und überwinde, jedoch erst nach vorher geschehener Mahnung. Dem Könige erweist sie die höchste Verehrung; sie sagt, er sei von Gott geliebt und in besonderem Schutze, weshalb er auch erhalten werden würde. Vom Herzog von Orleans, Euerem Neffen, sagt sie, er werde auf wunderbare Weise befreit werden, jedoch erst, nachdem zuvor eine Mahnung an die Englischen, die ihn gefangen halten, zu seiner Befreiung geschehen sein werde.
[ 9 ] «Dieses und vieles andere hat die Jungfrau (von Orleans) vollführt und mit Gottes Hilfe wird sie noch Größeres verrichten. Das Mägdlein ist von anmutiger Schönheit und besitzt männliche Haltung, es spricht wenig und zeigt eine wunderbare Klugheit; in seinen Reden hat es eine gefällige feine Stimme nach Frauenart. Es ißt mäßig, noch mäßiger trinkt es Wein. An schönen Rossen und Waffen hat es sein Gefallen. Bewaffnete und edle Männer liebt es sehr. Die Zusammenkunft und das Gespräch mit vielen ist der Jungfrau zuwider; sie fließt oft von Tränen über, liebt ein fröhliches Gesicht, erduldet unerhörte Arbeit, und in der Führung und Ertragung der Waffen ist sie so beharrlich, daß sie sechs Tage lang Tag und Nacht ohne Unterlaß vollständig gewappnet bleibt. Sie spricht: die Englischen hätten kein Recht an Frankreich, und darum habe sie, wie sie sagt, Gott gesandt, auf daß sie jene austreibe und überwinde, jedoch erst nach vorher geschehener Mahnung. Dem Könige erweist sie die höchste Verehrung; sie sagt, er sei von Gott geliebt und in besonderem Schutze, weshalb er auch erhalten werden würde. Vom Herzog von Orleans, Euerem Neffen, sagt sie, er werde auf wunderbare Weise befreit werden, jedoch erst, nachdem zuvor eine Mahnung an die Englischen, die ihn gefangen halten, zu seiner Befreiung geschehen sein werde.
[ 10 ] Und damit ich, erlauchter Fürst, meinem Bericht ein Ende mache: Noch Wunderbareres geschieht und ist geschehen, als ich Euch schreiben oder mit Worten ausdrücken kann. Während ich dies schreibe, ist die genannte Jungfrau schon nach der Gegend der Stadt Reims in Champagne gezogen, wohin der König eilends zu seiner Salbung und Krönung unter Gottes Beistand aufgebrochen ist. Erlauchtester und großmächtigster Fürst und mein höchst zu verehrender Herr! Ich empfehle mich Euch sehr demütig, indem ich den Allerhöchsten bitte, daß er Euch behüte und Eure Wünsche erfülle. Geschrieben Biteromis, am 21. Tage des Monats Junius.
[ 10 ] Und damit ich, erlauchter Fürst, meinem Bericht ein Ende mache: Noch Wunderbareres geschieht und ist geschehen, als ich Euch schreiben oder mit Worten ausdrücken kann. Während ich dies schreibe, ist die genannte Jungfrau schon nach der Gegend der Stadt Reims in Champagne gezogen, wohin der König eilends zu seiner Salbung und Krönung unter Gottes Beistand aufgebrochen ist. Erlauchtester und großmächtigster Fürst und mein höchst zu verehrender Herr! Ich empfehle mich Euch sehr demütig, indem ich den Allerhöchsten bitte, daß er Euch behüte und Eure Wünsche erfülle. Geschrieben Biteromis, am 21. Tage des Monats Junius.
Euer demütiger Diener Percival,
Herr von Bonlamiulk, Rat und Kämmerer
des Königs der Franzosen und des Herrn Herzogs von Orléans.
Seneschal des Königs, gebürtig aus Berry.»
Euer demütiger Diener Percival,
Herr von Bonlamiulk, Rat und Kämmerer
des Königs der Franzosen und des Herrn Herzogs von Orléans.
Seneschal des Königs, gebürtig aus Berry.»
[ 11 ] So schreibt ein Percival über die Jungfrau an den Herzog von Mailand. Derjenige, der diese Percivalkundschaft, diesen Percivalbrief durchliest, der wird empfinden, wie hier eine durchchristete Sibylle beschrieben wird.
[ 11 ] So schreibt ein Percival über die Jungfrau an den Herzog von Mailand. Derjenige, der diese Percivalkundschaft, diesen Percivalbrief durchliest, der wird empfinden, wie hier eine durchchristete Sibylle beschrieben wird.
[ 12 ] Das ist das eine; das andere, worauf ich aufmerksam machen möchte, ist auch eine Tatsache aus der aufkommenden neueren Zeit im fünften nachatlantischen Zeitraum. Ich möchte aufmerksam darauf machen, was ein Mann schreibt, der, man möchte sagen, dazumal sich durchdrungen fühlte mit dem, was als neue Zeit heraufkam, und sich durchdrungen fühlen durfte. So fühlte er sich durchdrungen, da er empfand, man darf wohl sagen, unbewußt empfand: Ja, es kommt wieder eine Zeit herauf, wo die alte Astrologie in neuer Gestalt, in durchchristeter Gestalt aufleben darf, wo man wiederum, wenn man es nur recht macht, wenn man es macht durchdrungen von dem Christus-Impuls, aufblicken darf zu den Sternen und sie fragen darf um ihre geistige Schrift. Es ist das zugleich ein Mann, wie Sie gleich sehen werden, der es tief empfindet, daß die Erde nicht bloß das ist, was uns die heutige materialistische Geologie vormachen will, etwas rein Physisches, Mineralogisches, sondern der fühlt, daß die Erde ein lebendiges Wesen ist, etwas, was nicht nur Körper hat, wie der heutige Materialist glauben machen will, sondern was Seele hat. Der Mann, von dem ich rede, er wußte es so, daß er fühlen durfte — wenn er auch, da es dazumal noch nicht die heutige Geisteswissenschaft gegeben hat, es nicht aussprechen konnte —: Der Christus-Impuls ist von der Seele der Erde in ihre Aura aufgenommen worden, und da darf der Mensch, der sich nun fühlt in der Erdenaura mit seiner Seele und den Christus-Impuls mitfühlt, wiederum zu dem, was in den Sternen geschrieben ist, hinaufblicken. Man tat es ja auch, man blickte auch hinauf. Wenn auch jede solche Annäherung viel Aberglaube mit sich brachte und gerade die alten Astronomen, durchdrungen von vielem Aberglauben, in jener Zeit auftraten, so sehen wir doch einen Mann, der tief verknüpft ist mit dem geistigen Leben der neueren Zeit, so sprechen:
[ 12 ] Das ist das eine; das andere, worauf ich aufmerksam machen möchte, ist auch eine Tatsache aus der aufkommenden neueren Zeit im fünften nachatlantischen Zeitraum. Ich möchte aufmerksam darauf machen, was ein Mann schreibt, der, man möchte sagen, dazumal sich durchdrungen fühlte mit dem, was als neue Zeit heraufkam, und sich durchdrungen fühlen durfte. So fühlte er sich durchdrungen, da er empfand, man darf wohl sagen, unbewußt empfand: Ja, es kommt wieder eine Zeit herauf, wo die alte Astrologie in neuer Gestalt, in durchchristeter Gestalt aufleben darf, wo man wiederum, wenn man es nur recht macht, wenn man es macht durchdrungen von dem Christus-Impuls, aufblicken darf zu den Sternen und sie fragen darf um ihre geistige Schrift. Es ist das zugleich ein Mann, wie Sie gleich sehen werden, der es tief empfindet, daß die Erde nicht bloß das ist, was uns die heutige materialistische Geologie vormachen will, etwas rein Physisches, Mineralogisches, sondern der fühlt, daß die Erde ein lebendiges Wesen ist, etwas, was nicht nur Körper hat, wie der heutige Materialist glauben machen will, sondern was Seele hat. Der Mann, von dem ich rede, er wußte es so, daß er fühlen durfte — wenn er auch, da es dazumal noch nicht die heutige Geisteswissenschaft gegeben hat, es nicht aussprechen konnte —: Der Christus-Impuls ist von der Seele der Erde in ihre Aura aufgenommen worden, und da darf der Mensch, der sich nun fühlt in der Erdenaura mit seiner Seele und den Christus-Impuls mitfühlt, wiederum zu dem, was in den Sternen geschrieben ist, hinaufblicken. Man tat es ja auch, man blickte auch hinauf. Wenn auch jede solche Annäherung viel Aberglaube mit sich brachte und gerade die alten Astronomen, durchdrungen von vielem Aberglauben, in jener Zeit auftraten, so sehen wir doch einen Mann, der tief verknüpft ist mit dem geistigen Leben der neueren Zeit, so sprechen:
[ 13 ] «Diese und unzählige andere Veränderungen und Phänomene, die in und auf der Erde vorgehen, sind so regelmäßig und abgemessen, daß man sie keiner blinden Ursache zuschreiben kann, und da die Planeten selbst nichts von den Winkeln wissen, welche ihre Strahlen auf der Erde bilden, so muß die Erde eine Seele haben. Die Erde ist ein Tier.»
[ 13 ] «Diese und unzählige andere Veränderungen und Phänomene, die in und auf der Erde vorgehen, sind so regelmäßig und abgemessen, daß man sie keiner blinden Ursache zuschreiben kann, und da die Planeten selbst nichts von den Winkeln wissen, welche ihre Strahlen auf der Erde bilden, so muß die Erde eine Seele haben. Die Erde ist ein Tier.»
[ 14 ] Aber er meint nicht ein Tier in gewöhnlichem Sinne, sondern einen lebendigen Organismus.
[ 14 ] Aber er meint nicht ein Tier in gewöhnlichem Sinne, sondern einen lebendigen Organismus.
[ 15 ] «Man wird an ihr alles wahrnehmen, was den Teilen des tierischen Körpers analog ist. Pflanzen und Bäume sind ihr Haar, Metalle ihre Adern, das Meerwasser ihr Getränke. Die Erde hat eine bildende Kraft, eine Art Imagination, Bewegung, gewisse Krankheiten, und die Ebbe und Flut sind das Atemholen der Tiere. Die Seele der Erde scheint eine Art von Flamme zu sein, daher die unterirdische Wärme und daher keine Fortpflanzung ohne Wärme. Ein gewisses Bild des Tierkreises und des ganzen Firmamentes ist von Gott in die Seele der Erde gedrückt.»
[ 15 ] «Man wird an ihr alles wahrnehmen, was den Teilen des tierischen Körpers analog ist. Pflanzen und Bäume sind ihr Haar, Metalle ihre Adern, das Meerwasser ihr Getränke. Die Erde hat eine bildende Kraft, eine Art Imagination, Bewegung, gewisse Krankheiten, und die Ebbe und Flut sind das Atemholen der Tiere. Die Seele der Erde scheint eine Art von Flamme zu sein, daher die unterirdische Wärme und daher keine Fortpflanzung ohne Wärme. Ein gewisses Bild des Tierkreises und des ganzen Firmamentes ist von Gott in die Seele der Erde gedrückt.»
[ 16 ] «Dies ist das Band des Himmlischen und des Irdischen, die Ursache der Sympathie zwischen Himmel und Erde; die Urbilder aller ihrer Bewegungen und Verrichtungen sind ihr von Gott, dem Schöpfer, eingepflanzt.»
[ 16 ] «Dies ist das Band des Himmlischen und des Irdischen, die Ursache der Sympathie zwischen Himmel und Erde; die Urbilder aller ihrer Bewegungen und Verrichtungen sind ihr von Gott, dem Schöpfer, eingepflanzt.»
[ 17 ] «Die Seele ist im Mittelpunkt der Erde, sendet Gestalten oder Abdrücke von sich nach allen Richtungen aus und empfindet auf diese Art alle harmonischen Veränderungen und Gegenstände außer ihr. — Wie es mit der Seele der Erde ist, ist es auch mit der Seele des Menschen. Alle mathematischen Ideen und Beweise zum Beispiel erzeugt die Seele aus sich selbst, sonst könnte sie nicht diesen hohen Grad von Gewißheit und Bestimmtheit haben.»
[ 17 ] «Die Seele ist im Mittelpunkt der Erde, sendet Gestalten oder Abdrücke von sich nach allen Richtungen aus und empfindet auf diese Art alle harmonischen Veränderungen und Gegenstände außer ihr. — Wie es mit der Seele der Erde ist, ist es auch mit der Seele des Menschen. Alle mathematischen Ideen und Beweise zum Beispiel erzeugt die Seele aus sich selbst, sonst könnte sie nicht diesen hohen Grad von Gewißheit und Bestimmtheit haben.»
[ 18 ] «Die Planeten und ihre Aspekten haben Einfluß auf die Seelenkräfte des Menschen. Sie erregen Gemütsbewegungen und Leidenschaften aller Art und dadurch oft die schrecklichsten Handlungen und Begebenheiten. Sie haben Einfluß auf die Konzeption der Geburt und dadurch auf das Temperament und den Charakter des Menschen, und darauf beruht ein großer Teil der Astrologie. — Wahrscheinlich verbreitet sich von der Sonne nicht nur Licht und Wärme in das ganze Weltall, sondern sie ist auch der Mittelpunkt und Sitz des reinen Verstandes und die Quelle der Harmonie im ganzen Weltall — und alle Planeten sind beseelt.»
[ 18 ] «Die Planeten und ihre Aspekten haben Einfluß auf die Seelenkräfte des Menschen. Sie erregen Gemütsbewegungen und Leidenschaften aller Art und dadurch oft die schrecklichsten Handlungen und Begebenheiten. Sie haben Einfluß auf die Konzeption der Geburt und dadurch auf das Temperament und den Charakter des Menschen, und darauf beruht ein großer Teil der Astrologie. — Wahrscheinlich verbreitet sich von der Sonne nicht nur Licht und Wärme in das ganze Weltall, sondern sie ist auch der Mittelpunkt und Sitz des reinen Verstandes und die Quelle der Harmonie im ganzen Weltall — und alle Planeten sind beseelt.»
[ 19 ] «In der ganzen Schöpfung findet sich eine herrliche wundervolle Harmonie, und zwar sowohl im Sinnlichen als im Übersinnlichen, in Ideen sowohl als in Sachen, im Reiche der Natur und der Gnade. Diese Harmonie findet sowohl in den Dingen selbst als auch in ihren Verhältnissen zueinander statt. Die höchste Harmonie ist Gott, und er hat allen Seelen eine innere Harmonie als sein Bild eingedrückt. Die Zahlen, die Figuren, die Gestirne, die Natur überhaupt harmonieren mit gewissen Geheimnissen der christlichen Religion. Wie es zum Exempel in dem Weltall drei ruhende Dinge: Sonne, Fixsterne und das Intermedium, gibt und alles übrige beweglich ist, so ist in dem einigen Gott: Vater, Sohn und Geist. Die Kugel stellt gleichfalls die Dreieinigkeit dar (der Vater ist das Zentrum, der Sohn die Oberfläche, der Geist die Gleichheit der Distanz des Zentrums von der Oberfläche — der Radius) sowie noch andere Geheimnisse. Ohne Geister und Seelen würde überall keine Harmonie sein. In den menschlichen Seelen finden sich harmonische Prädispositionen von unendlich mannigfaltiger Art. Die ganze Erde ist beseelt, und dadurch wird die große Harmonie sowohl auf der Erde als auch zwischen ihr und den Gestirnen hervorgebracht. Diese Seele wirkt durch den ganzen Erdkörper, hat aber in einem gewissen Teile derselben, so wie die menschliche Seele in dem Herzen, ihren Sitz; und von da gehen, wie von einem Fokus oder einer Quelle, ihre Wirkungen in den Ozean und die Atmosphäre der Erde aus. Daher die Sympathie zwischen der Erde und den Gestirnen, daher die regelmäßigen Naturwirkungen. Daß die Erde wirklich eine Seele habe, zeigt die Beobachtung der Witterung und der Aspekten, durch welche sie jedesmal hervorgebracht wird, am deutlichsten. Unter gewissen Aspekten und Konstellationen wird die Luft immer unruhig; gibt es derselben keine oder wenige oder schnell vorübergehende, so bleibt sie ruhig.»
[ 19 ] «In der ganzen Schöpfung findet sich eine herrliche wundervolle Harmonie, und zwar sowohl im Sinnlichen als im Übersinnlichen, in Ideen sowohl als in Sachen, im Reiche der Natur und der Gnade. Diese Harmonie findet sowohl in den Dingen selbst als auch in ihren Verhältnissen zueinander statt. Die höchste Harmonie ist Gott, und er hat allen Seelen eine innere Harmonie als sein Bild eingedrückt. Die Zahlen, die Figuren, die Gestirne, die Natur überhaupt harmonieren mit gewissen Geheimnissen der christlichen Religion. Wie es zum Exempel in dem Weltall drei ruhende Dinge: Sonne, Fixsterne und das Intermedium, gibt und alles übrige beweglich ist, so ist in dem einigen Gott: Vater, Sohn und Geist. Die Kugel stellt gleichfalls die Dreieinigkeit dar (der Vater ist das Zentrum, der Sohn die Oberfläche, der Geist die Gleichheit der Distanz des Zentrums von der Oberfläche — der Radius) sowie noch andere Geheimnisse. Ohne Geister und Seelen würde überall keine Harmonie sein. In den menschlichen Seelen finden sich harmonische Prädispositionen von unendlich mannigfaltiger Art. Die ganze Erde ist beseelt, und dadurch wird die große Harmonie sowohl auf der Erde als auch zwischen ihr und den Gestirnen hervorgebracht. Diese Seele wirkt durch den ganzen Erdkörper, hat aber in einem gewissen Teile derselben, so wie die menschliche Seele in dem Herzen, ihren Sitz; und von da gehen, wie von einem Fokus oder einer Quelle, ihre Wirkungen in den Ozean und die Atmosphäre der Erde aus. Daher die Sympathie zwischen der Erde und den Gestirnen, daher die regelmäßigen Naturwirkungen. Daß die Erde wirklich eine Seele habe, zeigt die Beobachtung der Witterung und der Aspekten, durch welche sie jedesmal hervorgebracht wird, am deutlichsten. Unter gewissen Aspekten und Konstellationen wird die Luft immer unruhig; gibt es derselben keine oder wenige oder schnell vorübergehende, so bleibt sie ruhig.»
[ 20 ] Das schreibt ein Mann 1607, in dem lebt und pulsiert, als die neue Zeit heraufkommt, die durchchristete Astrologie, die nur ihren Schatten, den astrologischen Aberglauben, nach sich zieht. Das schreibt ein Mann, man darf sagen, aus dem allerfrömmsten Gemüt heraus, ein Mann, der es weiß, daß man ehemals die Kräfte, die aus der elementarischen Welt kommen, mit Recht — später mit Unrecht —, wir würden heute sagen, als Sibyllenkräfte verwendet hat. Denn der Mann sagt: Es kann nicht geleugnet werden, daß solche Geister — Geister meint er, die die Kommunikation bilden zwischen den Gestirnen und der Erde — sich festsetzen in den Elementen der Erde, was als Atmosphäre die Erde umgibt.
[ 20 ] Das schreibt ein Mann 1607, in dem lebt und pulsiert, als die neue Zeit heraufkommt, die durchchristete Astrologie, die nur ihren Schatten, den astrologischen Aberglauben, nach sich zieht. Das schreibt ein Mann, man darf sagen, aus dem allerfrömmsten Gemüt heraus, ein Mann, der es weiß, daß man ehemals die Kräfte, die aus der elementarischen Welt kommen, mit Recht — später mit Unrecht —, wir würden heute sagen, als Sibyllenkräfte verwendet hat. Denn der Mann sagt: Es kann nicht geleugnet werden, daß solche Geister — Geister meint er, die die Kommunikation bilden zwischen den Gestirnen und der Erde — sich festsetzen in den Elementen der Erde, was als Atmosphäre die Erde umgibt.
[ 21 ] «Es kann nicht geleugnet werden, daß solche Geister ehemals den Menschen durch Idole, Eichen, aus Hainen, Höhlen, durch Tiere und so weiter Orakel erteilt haben; und das Wahrsagen aus dem Vogelfluge war nicht bloß eine Kunst, Schwache zu betrügen. Jene Geister waren in der Direktion der Vögel durch die Luft tätig, durch welche dann mit Gottes Zulassung den Menschen vieles vorher angedeutet wurde. Noch heutzutage hört man Beispiele ominöser Vögel, wie der Eulen, Geier, Adler, Raben, nur daß die Beispiele desto seltener sind, je mehr sie verachtet werden. Denn jene Geister können es nicht leiden, daß sie verachtet werden, wie sie es nach Gottes Gesetz und der christlichen Lehre allerdings verdienen: sondern alsdann fliehen sie und schweigen. Da der Lügner von Anfang noch durch Tiere sprechen durfte und durch die Schlange mit der Eva redete, so verführte er das menschliche Geschlecht. Dies war auch seitdem immer ihre Sitte: So oft sie in Stimmen oder Vorbedeutungen, durch die Körper und Bewegungen der Tiere mit den Menschen reden konnten, so mißbrauchten sie diese Macht, eigneten sich göttliche Verehrung zu und verführten die armen Menschen. Ob nun gleich Christus deswegen kam, um die Werke des Teufels zu zerstören, und diesen Geistern Stillschweigen auferlegte, und ob sie gleich ihre Tempel, Statuen, Haine, Höhlen und die lange besessene Erde verloren haben, so sind sie doch immer noch hier und da in der leeren Luft vorhanden und schreien unter Gottes Zulassung umher; öfters sind sie Zuchtruten Gottes, öfter läßt er den Menschen durch sie gewisse Dinge verkündigen.»
[ 21 ] «Es kann nicht geleugnet werden, daß solche Geister ehemals den Menschen durch Idole, Eichen, aus Hainen, Höhlen, durch Tiere und so weiter Orakel erteilt haben; und das Wahrsagen aus dem Vogelfluge war nicht bloß eine Kunst, Schwache zu betrügen. Jene Geister waren in der Direktion der Vögel durch die Luft tätig, durch welche dann mit Gottes Zulassung den Menschen vieles vorher angedeutet wurde. Noch heutzutage hört man Beispiele ominöser Vögel, wie der Eulen, Geier, Adler, Raben, nur daß die Beispiele desto seltener sind, je mehr sie verachtet werden. Denn jene Geister können es nicht leiden, daß sie verachtet werden, wie sie es nach Gottes Gesetz und der christlichen Lehre allerdings verdienen: sondern alsdann fliehen sie und schweigen. Da der Lügner von Anfang noch durch Tiere sprechen durfte und durch die Schlange mit der Eva redete, so verführte er das menschliche Geschlecht. Dies war auch seitdem immer ihre Sitte: So oft sie in Stimmen oder Vorbedeutungen, durch die Körper und Bewegungen der Tiere mit den Menschen reden konnten, so mißbrauchten sie diese Macht, eigneten sich göttliche Verehrung zu und verführten die armen Menschen. Ob nun gleich Christus deswegen kam, um die Werke des Teufels zu zerstören, und diesen Geistern Stillschweigen auferlegte, und ob sie gleich ihre Tempel, Statuen, Haine, Höhlen und die lange besessene Erde verloren haben, so sind sie doch immer noch hier und da in der leeren Luft vorhanden und schreien unter Gottes Zulassung umher; öfters sind sie Zuchtruten Gottes, öfter läßt er den Menschen durch sie gewisse Dinge verkündigen.»
[ 22 ] Leise deutet der Mann an, wie die geistigen Offenbarungen durchchristet werden; denn er tut es in einer Gesinnung, die ja wahrhaftig durchchristet genannt werden kann. 1607 spricht dieser Mann so von den Umschwüngen, die in der geistigen Welt stattgefunden haben. Wer ist der Mann? Ist es ein Mann, der keine Berechtigung hat mitzureden, den man überhören darf? Nein, es ist ein Mann, ohne den es keine heutige Astronomie und Physik gäbe: es ist Johannes Kepler. Und raten möchte man den Menschen, die heute zugleich Materialisten oder Monisten sich nennen und auf Johannes Kepler als auf einen derjenigen hinweisen, die ihre Abgötter sein sollen, raten sollte man ihnen, daß sie diese Stelle bei Kepler sich einmal zu Gemüte führen. Die größten astronomischen Gesetze, die drei Keplerschen Gesetze, die die ganze heutige Astronomie beherrschen, sind von ihm. Aber so spricht er über das, was nach und nach heraufkommt mit dem fünften nachatlantischen Zeitraum, in die Erdenentwickelung hinein. Man muß sich nach und nach wiederum gewöhnen — und jetzt durchdrungen, durchsetzt mit dem neuen Impuls —, die geistigen Wirkungen, die mit den Sternen zusammenhängen, ein wenig zu erkennen.
[ 22 ] Leise deutet der Mann an, wie die geistigen Offenbarungen durchchristet werden; denn er tut es in einer Gesinnung, die ja wahrhaftig durchchristet genannt werden kann. 1607 spricht dieser Mann so von den Umschwüngen, die in der geistigen Welt stattgefunden haben. Wer ist der Mann? Ist es ein Mann, der keine Berechtigung hat mitzureden, den man überhören darf? Nein, es ist ein Mann, ohne den es keine heutige Astronomie und Physik gäbe: es ist Johannes Kepler. Und raten möchte man den Menschen, die heute zugleich Materialisten oder Monisten sich nennen und auf Johannes Kepler als auf einen derjenigen hinweisen, die ihre Abgötter sein sollen, raten sollte man ihnen, daß sie diese Stelle bei Kepler sich einmal zu Gemüte führen. Die größten astronomischen Gesetze, die drei Keplerschen Gesetze, die die ganze heutige Astronomie beherrschen, sind von ihm. Aber so spricht er über das, was nach und nach heraufkommt mit dem fünften nachatlantischen Zeitraum, in die Erdenentwickelung hinein. Man muß sich nach und nach wiederum gewöhnen — und jetzt durchdrungen, durchsetzt mit dem neuen Impuls —, die geistigen Wirkungen, die mit den Sternen zusammenhängen, ein wenig zu erkennen.
[ 23 ] Was war es denn für eine Zeit, als Parzival hineintrat in die Gralsburg, noch unwissend, nicht zum Fragen bereit — nach der späteren Überlieferung, nach der Überlieferung, die Wolfram von Eschenbach aufgenommen hat? Was war es denn für eine Zeit, als Parzival hineintritt in die Gralsburg, Amfortas daliegt mit der Wunde und beim Eintritt des Parzival die Wunde unendliche Schmerzen bewirkt? In welcher Zeit trat Parzival ein in die Gralsburg? Die Sage erzählt uns: Es war Saturnzeit; der Saturn und die Sonne standen zugleich im Krebs, kulminierten. Da sehen wir, wie in die intimsten Wirkungen hinein gesucht wird dasjenige, was der Zusammenhang ist zwischen der Erde und den Sternen. Es war Saturnzeit!
[ 23 ] Was war es denn für eine Zeit, als Parzival hineintrat in die Gralsburg, noch unwissend, nicht zum Fragen bereit — nach der späteren Überlieferung, nach der Überlieferung, die Wolfram von Eschenbach aufgenommen hat? Was war es denn für eine Zeit, als Parzival hineintritt in die Gralsburg, Amfortas daliegt mit der Wunde und beim Eintritt des Parzival die Wunde unendliche Schmerzen bewirkt? In welcher Zeit trat Parzival ein in die Gralsburg? Die Sage erzählt uns: Es war Saturnzeit; der Saturn und die Sonne standen zugleich im Krebs, kulminierten. Da sehen wir, wie in die intimsten Wirkungen hinein gesucht wird dasjenige, was der Zusammenhang ist zwischen der Erde und den Sternen. Es war Saturnzeit!
[ 24 ] Und wenn wir nun forschen, wie und auf welche Weise Parzival nach und nach zu seinem Wissen kommt, was erfahren wir da? Wie ist er, dieser Parzival? Unwissend ist er über gewisse Dinge! Unwissend wird er erhalten. Über was für Dinge wird er unwissend erhalten? Nun, wir haben es ja gehört: Der Christus-Impuls fließt gleichsam unterirdisch in den Untergründen der Seelen fort; oben geht das theologische Gezänk vor sich und bringt das hervor, was dann traditionelles Christentum wird. Verfolgen wir die Person des Parzival, wie sie die Sage schildert: Nirgends weiß er von alledem etwas. Gerade von dem wird er ferngehalten, was da an der Oberfläche sich abgespielt hat. Das soll er alles nicht wissen. So ist er bewahrt vor alledem, was sich an der Oberfläche abgespielt hat. Das lernt er kennen aus Quellen, die aus den Untergründen der Seele schöpfen, wie wir gestern gehört haben: Zuerst, als er hinausreitet, unwissend, aus der Gralsburg, von dem Weibe, das den verstorbenen und in ihrem Schoße liegenden Bräutigam beweint; von dem Klausner, der mit mystischen Kräften in Zusammenhang gebracht ist; und von der Kraft des Gral —, denn am Karfreitag ist es, wo er zum Klausner hinkommt: ihm noch unbewußt wirkt schon die Kraft des Gral in ihn hinein.
[ 24 ] Und wenn wir nun forschen, wie und auf welche Weise Parzival nach und nach zu seinem Wissen kommt, was erfahren wir da? Wie ist er, dieser Parzival? Unwissend ist er über gewisse Dinge! Unwissend wird er erhalten. Über was für Dinge wird er unwissend erhalten? Nun, wir haben es ja gehört: Der Christus-Impuls fließt gleichsam unterirdisch in den Untergründen der Seelen fort; oben geht das theologische Gezänk vor sich und bringt das hervor, was dann traditionelles Christentum wird. Verfolgen wir die Person des Parzival, wie sie die Sage schildert: Nirgends weiß er von alledem etwas. Gerade von dem wird er ferngehalten, was da an der Oberfläche sich abgespielt hat. Das soll er alles nicht wissen. So ist er bewahrt vor alledem, was sich an der Oberfläche abgespielt hat. Das lernt er kennen aus Quellen, die aus den Untergründen der Seele schöpfen, wie wir gestern gehört haben: Zuerst, als er hinausreitet, unwissend, aus der Gralsburg, von dem Weibe, das den verstorbenen und in ihrem Schoße liegenden Bräutigam beweint; von dem Klausner, der mit mystischen Kräften in Zusammenhang gebracht ist; und von der Kraft des Gral —, denn am Karfreitag ist es, wo er zum Klausner hinkommt: ihm noch unbewußt wirkt schon die Kraft des Gral in ihn hinein.
[ 25 ] Es ist also einer, der von alledem, was oberbewußt vor sich gegangen ist, nichts gewußt hat; einer, der in Zusammenhang gebracht wird mit den gegen die neuere Zeit heraufkommenden unterbewußten Quellen; der aus diesen Quellen schöpfen soll. Einer ist es, dessen Herz und Seele in Unschuld unberührt von dem, was die Außenwelt an den Menschen heranbringt im menschlichen Leben, entgegennehmen soll das Geheimnis des Gral. Mit den höchsten, reinsten, edelsten Seelenkräften soll er das Geheimnis des Gral entgegennehmen. Er muß einem begegnen, der nicht gewachsen ist jenen Seelenkräften, die das Geheimnis des Gral vollständig erleben sollen: er muß dem Amfortas begegnen. Wir wissen es: Amfortas ist zwar zum Hüter des Gral ausersehen, aber er verfiel in die niederen Kräfte der menschlichen Natur. Und wie er in die niederen Kräfte der menschlichen Natur verfallen ist, um das handelt es sich dabei, denn das bringt er in Zusammenhang mit der Gralshüterschaft: aus Wollust und Eifersucht hat er seinen Gegner getötet. Diese Dinge alle sind selbstverständlich; und da immer wieder und wiederum die Dinge mißverstanden werden, so muß hingewiesen werden darauf, daß die Anthroposophie keinen Asketismus lehren will. Viel Tieferes steckt dahinter.
[ 25 ] Es ist also einer, der von alledem, was oberbewußt vor sich gegangen ist, nichts gewußt hat; einer, der in Zusammenhang gebracht wird mit den gegen die neuere Zeit heraufkommenden unterbewußten Quellen; der aus diesen Quellen schöpfen soll. Einer ist es, dessen Herz und Seele in Unschuld unberührt von dem, was die Außenwelt an den Menschen heranbringt im menschlichen Leben, entgegennehmen soll das Geheimnis des Gral. Mit den höchsten, reinsten, edelsten Seelenkräften soll er das Geheimnis des Gral entgegennehmen. Er muß einem begegnen, der nicht gewachsen ist jenen Seelenkräften, die das Geheimnis des Gral vollständig erleben sollen: er muß dem Amfortas begegnen. Wir wissen es: Amfortas ist zwar zum Hüter des Gral ausersehen, aber er verfiel in die niederen Kräfte der menschlichen Natur. Und wie er in die niederen Kräfte der menschlichen Natur verfallen ist, um das handelt es sich dabei, denn das bringt er in Zusammenhang mit der Gralshüterschaft: aus Wollust und Eifersucht hat er seinen Gegner getötet. Diese Dinge alle sind selbstverständlich; und da immer wieder und wiederum die Dinge mißverstanden werden, so muß hingewiesen werden darauf, daß die Anthroposophie keinen Asketismus lehren will. Viel Tieferes steckt dahinter.
[ 26 ] Es waren gleichsam natürliche Elementarkräfte, die sich nicht äußerten oder die nicht so in Betracht gezogen wurden, wie sie sich im gewöhnlichen Leben äußerten, sondern wie sie sich in ihrem Zusammenhang mit den geistigen Welten noch im dritten nachatlantischen Zeitraum äußerten. Das, was gleichsam im menschlichen Blut- und Nervensystem durch die Elemente pulsierte, erhob sich und empfing die Geheimnisse. Nicht um sinnliche Askese handelt es sich, sondern um das Gewahrwerden der heiligen Geheimnisse. Man konnte sie noch in der dritten nachatlantischen Kulturperiode entgegennehmen mit denselben Kräften, die sonst den Menschen auf der Erde beherrschen. Nun war die Zeit gekommen, wo sich die heiligen Geheimnisse nur den reinen unschuldigen Seelenkräften enthüllen, wenn der Mensch die Möglichkeit findet, sich zu erheben von dem, was ihn verbindet mit seinem Erdenberufe, von dem ihn auch die Anthroposophie nicht entfremden will. Aber erheben muß er sich von diesem Erdenberufe, von dem, was wirksam sein durfte in ihm in der Zeit der alten Astrologie. Erheben muß er sich, wenn er sich zu den alten Geheimnissen nach neuer Art hinfinden will. Das muß er mit den Kräften der unschuldigen Seele tun, die frei geworden ist von allem Irdischen. Gegenüber dem Gegensatz, den das althebräische Altertum geschaffen hat, muß ein anderer Gegensatz geschaffen werden. Das althebräische Altertum hat mit Strenge darauf hingewiesen: Nichts von den Sibyllenkräften, die berechtigt waren noch in der Astrologie, nichts von ihnen! Halten wir uns an den Erdengott Jahve!
[ 26 ] Es waren gleichsam natürliche Elementarkräfte, die sich nicht äußerten oder die nicht so in Betracht gezogen wurden, wie sie sich im gewöhnlichen Leben äußerten, sondern wie sie sich in ihrem Zusammenhang mit den geistigen Welten noch im dritten nachatlantischen Zeitraum äußerten. Das, was gleichsam im menschlichen Blut- und Nervensystem durch die Elemente pulsierte, erhob sich und empfing die Geheimnisse. Nicht um sinnliche Askese handelt es sich, sondern um das Gewahrwerden der heiligen Geheimnisse. Man konnte sie noch in der dritten nachatlantischen Kulturperiode entgegennehmen mit denselben Kräften, die sonst den Menschen auf der Erde beherrschen. Nun war die Zeit gekommen, wo sich die heiligen Geheimnisse nur den reinen unschuldigen Seelenkräften enthüllen, wenn der Mensch die Möglichkeit findet, sich zu erheben von dem, was ihn verbindet mit seinem Erdenberufe, von dem ihn auch die Anthroposophie nicht entfremden will. Aber erheben muß er sich von diesem Erdenberufe, von dem, was wirksam sein durfte in ihm in der Zeit der alten Astrologie. Erheben muß er sich, wenn er sich zu den alten Geheimnissen nach neuer Art hinfinden will. Das muß er mit den Kräften der unschuldigen Seele tun, die frei geworden ist von allem Irdischen. Gegenüber dem Gegensatz, den das althebräische Altertum geschaffen hat, muß ein anderer Gegensatz geschaffen werden. Das althebräische Altertum hat mit Strenge darauf hingewiesen: Nichts von den Sibyllenkräften, die berechtigt waren noch in der Astrologie, nichts von ihnen! Halten wir uns an den Erdengott Jahve!
[ 27 ] Dadurch entstand eine Abneigung gegen alle Offenbarung von oben, ein Hinnehmen aller Offenbarungen von unten, eine Furcht vor dem, was sich von den Himmeln offenbarte. Das mußte eine Zeitlang auf der Erde herrschen; es mußte eine Zeitlang auf der Erde ein gewisser Gegensatz gegen das sich geltend machen, was von oben kam. Und in solchen Kräften, wie die Sibyllenkräfte, sah man das unberechtigte Luziferische, das von oben kam. Jetzt aber, nachdem die Christus-Wesenheit sich niedergesenkt hatte in den Leib des Jesus von Nazareth, jetzt war das, was von oben kam, durchchristet; jetzt durfte man wiederum nach oben schauen, jetzt war etwas anderes geworden aus der Verbindung des Erdenherrtn mit der Mondenmutter. Denn zum Erdenherrn, zum Erdengeist war der Christus geworden, der in die Erdenaura sich ergossen hatte. Weltenangelegenheiten, wie sie besorgt wurden vom Hof des Königs Artus aus, konnte man sich nahen mit den Kräften der Erde; den eigenen Angelegenheiten des Gral durfte man sich nicht nähern mit dem, was Wirkung der Erdenkräfte war, wie bei Amfortas es der Fall war. Schmerzlich mußte der Mensch berührt werden, der sich mit solchen Kräften den Geheimnissen des Gral näherte. Und da die Gestirnwirkungen durchchristet waren, durfte ein solcher Mensch, der zwar von dem, was an der äußeren Oberfläche gezankt wurde, nichts in sich hereinbekommen hat, der aber durch sein Karma auf einem Punkt stand, wo seine Seele von Christus entgegengenommen werden konnte, — ein solcher Mensch durfte wiederum in Zusammenhang gedacht werden mit den Kräften, wie sie angedeutet sind in dem Symbolum Saturnzeit; das ist: Saturn und Sonne stehen gleichzeitig im Zeichen des Krebses. Der, in dem noch unterirdisch, noch in den unterbewußten Seelengründen, der Christus-Impuls wirkt, der Parzival kommt mit der Saturnkraft, und die Wunde brennt, wie sie noch nie gebrannt hat.
[ 27 ] Dadurch entstand eine Abneigung gegen alle Offenbarung von oben, ein Hinnehmen aller Offenbarungen von unten, eine Furcht vor dem, was sich von den Himmeln offenbarte. Das mußte eine Zeitlang auf der Erde herrschen; es mußte eine Zeitlang auf der Erde ein gewisser Gegensatz gegen das sich geltend machen, was von oben kam. Und in solchen Kräften, wie die Sibyllenkräfte, sah man das unberechtigte Luziferische, das von oben kam. Jetzt aber, nachdem die Christus-Wesenheit sich niedergesenkt hatte in den Leib des Jesus von Nazareth, jetzt war das, was von oben kam, durchchristet; jetzt durfte man wiederum nach oben schauen, jetzt war etwas anderes geworden aus der Verbindung des Erdenherrtn mit der Mondenmutter. Denn zum Erdenherrn, zum Erdengeist war der Christus geworden, der in die Erdenaura sich ergossen hatte. Weltenangelegenheiten, wie sie besorgt wurden vom Hof des Königs Artus aus, konnte man sich nahen mit den Kräften der Erde; den eigenen Angelegenheiten des Gral durfte man sich nicht nähern mit dem, was Wirkung der Erdenkräfte war, wie bei Amfortas es der Fall war. Schmerzlich mußte der Mensch berührt werden, der sich mit solchen Kräften den Geheimnissen des Gral näherte. Und da die Gestirnwirkungen durchchristet waren, durfte ein solcher Mensch, der zwar von dem, was an der äußeren Oberfläche gezankt wurde, nichts in sich hereinbekommen hat, der aber durch sein Karma auf einem Punkt stand, wo seine Seele von Christus entgegengenommen werden konnte, — ein solcher Mensch durfte wiederum in Zusammenhang gedacht werden mit den Kräften, wie sie angedeutet sind in dem Symbolum Saturnzeit; das ist: Saturn und Sonne stehen gleichzeitig im Zeichen des Krebses. Der, in dem noch unterirdisch, noch in den unterbewußten Seelengründen, der Christus-Impuls wirkt, der Parzival kommt mit der Saturnkraft, und die Wunde brennt, wie sie noch nie gebrannt hat.
[ 28 ] So sehen wir, wie die neuere Zeit sich ankündigt. Parzivals Seele steht im Zusammenhang mit den unterbewußten, von der ChristusAura durchzogenen geschichtlichen Impulsen, mit den ChristusImpulsen, auch als er es noch nicht weiß. Aber aufsteigen soll das nach und nach, was da unten gewaltet hat, was die Menschheitsgeschichte geführt hat. Daher muß er nach und nach verstehen lernen, was niemals wird verstanden werden, wenn man sich ihm nicht mit den unschuldigen, reinen Seelenkräften naht, was auch nie verstanden werden kann, wenn man sich ihm naht mit traditionellem Wissen, mit Gelehrsamkeit. Man kann es dann sehen — denn es ist ja heraufgekommen und fast so alltäglich geworden wie der Himmelsgral selber, der den Namen ausspricht —, aber es ist doch die Erneuerung, die Andersgestaltung dessen, wofür in seiner Zeit das althebräische Altertum gekämpft hat.
[ 28 ] So sehen wir, wie die neuere Zeit sich ankündigt. Parzivals Seele steht im Zusammenhang mit den unterbewußten, von der ChristusAura durchzogenen geschichtlichen Impulsen, mit den ChristusImpulsen, auch als er es noch nicht weiß. Aber aufsteigen soll das nach und nach, was da unten gewaltet hat, was die Menschheitsgeschichte geführt hat. Daher muß er nach und nach verstehen lernen, was niemals wird verstanden werden, wenn man sich ihm nicht mit den unschuldigen, reinen Seelenkräften naht, was auch nie verstanden werden kann, wenn man sich ihm naht mit traditionellem Wissen, mit Gelehrsamkeit. Man kann es dann sehen — denn es ist ja heraufgekommen und fast so alltäglich geworden wie der Himmelsgral selber, der den Namen ausspricht —, aber es ist doch die Erneuerung, die Andersgestaltung dessen, wofür in seiner Zeit das althebräische Altertum gekämpft hat.
[ 29 ] Stellen wir uns hin vor die jungfräulich gedachte Mutter mit dem Christus im Schoß, und sprechen wir es dann aus: Wer heilig empfinden kann diesem Bilde gegenüber, der hat eine Empfindung von dem Gral. Alle anderen Lichter, alle anderen Götter überstrahlt die heilige Schale, die jetzt von dem Christus berührte Mondenmutter, die neue Eva, die Trägerin des Sonnengeistes Christus. Das «Was» bedenke, mehr bedenke «Wie»! Und schauen wir hinein in die Seele Parzivals, wie er, hinausreitend aus der Gralsburg, das Bild der Braut und des Bräutigams hat, das ihn in Zusammenhang bringt mit den unterbewußten Christus-Kräften; schauen wir hin, wie der Klausner zur Osterzeit, wo das Bild des Gral durch Sternenschrift an den Himmel geschrieben sein muß, seine unschuldige Seele unterrichtet; verfolgen wir ihn, wie er hinreitet — ich habe ausdrücklich gestern betont — durch Tag und Nacht, bei Tag die Natur anschauend, bei Nacht oftmals vor sich habend das Himmelszeichen des heiligen Gral, wie er. hinreitet, vor sich die Mondessichel goldglänzend mit der Oblate, mit dem Christus-Geist, dem Sonnengeist darinnen; schauen wir, wie er vorbereitet wird auf seinen Weg, durch den Zusammenklang des Bildes der jungfräulichen Mutter mit dem Bräutigam-Sohn und des Zeichens der Himmelsschrift, zu verstehen das Geheimnis vom heiligen Gral; schauen wir, wie in seiner Seele zusammenwirkt das, was die Geschicke der Erde durchdrungen hat als der ChristusImpuls, mit der zu erneuernden Sternenschrift; schauen wir, wie verwandt alles ist, was durchchristet ist, mit den Sternenkräften ... er mußte, da er zur Saturnzeit hat eintreten müssen, auch die Wunden desjenigen stärker brennen machen, der nicht in der richtigen Weise am Gral verweilte, des Amfortas.
[ 29 ] Stellen wir uns hin vor die jungfräulich gedachte Mutter mit dem Christus im Schoß, und sprechen wir es dann aus: Wer heilig empfinden kann diesem Bilde gegenüber, der hat eine Empfindung von dem Gral. Alle anderen Lichter, alle anderen Götter überstrahlt die heilige Schale, die jetzt von dem Christus berührte Mondenmutter, die neue Eva, die Trägerin des Sonnengeistes Christus. Das «Was» bedenke, mehr bedenke «Wie»! Und schauen wir hinein in die Seele Parzivals, wie er, hinausreitend aus der Gralsburg, das Bild der Braut und des Bräutigams hat, das ihn in Zusammenhang bringt mit den unterbewußten Christus-Kräften; schauen wir hin, wie der Klausner zur Osterzeit, wo das Bild des Gral durch Sternenschrift an den Himmel geschrieben sein muß, seine unschuldige Seele unterrichtet; verfolgen wir ihn, wie er hinreitet — ich habe ausdrücklich gestern betont — durch Tag und Nacht, bei Tag die Natur anschauend, bei Nacht oftmals vor sich habend das Himmelszeichen des heiligen Gral, wie er. hinreitet, vor sich die Mondessichel goldglänzend mit der Oblate, mit dem Christus-Geist, dem Sonnengeist darinnen; schauen wir, wie er vorbereitet wird auf seinen Weg, durch den Zusammenklang des Bildes der jungfräulichen Mutter mit dem Bräutigam-Sohn und des Zeichens der Himmelsschrift, zu verstehen das Geheimnis vom heiligen Gral; schauen wir, wie in seiner Seele zusammenwirkt das, was die Geschicke der Erde durchdrungen hat als der ChristusImpuls, mit der zu erneuernden Sternenschrift; schauen wir, wie verwandt alles ist, was durchchristet ist, mit den Sternenkräften ... er mußte, da er zur Saturnzeit hat eintreten müssen, auch die Wunden desjenigen stärker brennen machen, der nicht in der richtigen Weise am Gral verweilte, des Amfortas.
[ 30 ] Das «Was» bedenke, mehr bedenke «Wie»! Denn nicht darum handelt es sich, daß wir solche Dinge mit diesen Worten, die ich jetzt gebraucht habe, oder mit anderen Worten charakterisieren. Dem Gral nähert man sich niemals ganz mit irgendwelchen Worten oder gar mit philosophischer Spekulation. Dem Gral nähert man sich, wenn man vermag, alle diese Worte in Empfindung zu verwandeln, und wenn man eben zu empfinden vermag, daß man die Summe alles Heiligen an diesem heiligen Gral zu fühlen hat: Daß man zu fühlen hat den Zusammenfluß dessen, was herübergekommen ist vom Mond, was erst auftrat in der Erdenmutter Eva, dann erneuert erscheint in der jungfräulichen Mutter, was Erdenherr geworden ist im Jahvegott, was als neuer Erdenherr erscheint in dem Christus-Wesen, das in die Erdenaura sich ergossen hat. Man fühlt den Zusammenfluß desjenigen, was nun aus den Sternen herunterwirkt, durch die Sternenschrift symbolisiert, mit dieser irdischen Entwickelung der Menschheit. Wenn man das alles in Betracht zieht und es dann durchfühlt als den Zusammenklang der Menschheitsgeschichte mit der Sternenschrift, dann begreift man auch das Geheimnis, das ausgedrückt werden soll mit den Worten, die ja dem Parzival anvertraut worden sind, die in der Sage nachklingen: Daß jedesmal, wenn ein Gralskönig, ein wirklich berufener Hüter des Gral stirbt, auf dem heiligen Gral der Name seines würdigen Nachfolgers erscheint. Da soll er gelesen werden, das heißt aufgefordert werden dazu, die Sternenschrift in neuer Gestalt wieder lesen zu lernen.
[ 30 ] Das «Was» bedenke, mehr bedenke «Wie»! Denn nicht darum handelt es sich, daß wir solche Dinge mit diesen Worten, die ich jetzt gebraucht habe, oder mit anderen Worten charakterisieren. Dem Gral nähert man sich niemals ganz mit irgendwelchen Worten oder gar mit philosophischer Spekulation. Dem Gral nähert man sich, wenn man vermag, alle diese Worte in Empfindung zu verwandeln, und wenn man eben zu empfinden vermag, daß man die Summe alles Heiligen an diesem heiligen Gral zu fühlen hat: Daß man zu fühlen hat den Zusammenfluß dessen, was herübergekommen ist vom Mond, was erst auftrat in der Erdenmutter Eva, dann erneuert erscheint in der jungfräulichen Mutter, was Erdenherr geworden ist im Jahvegott, was als neuer Erdenherr erscheint in dem Christus-Wesen, das in die Erdenaura sich ergossen hat. Man fühlt den Zusammenfluß desjenigen, was nun aus den Sternen herunterwirkt, durch die Sternenschrift symbolisiert, mit dieser irdischen Entwickelung der Menschheit. Wenn man das alles in Betracht zieht und es dann durchfühlt als den Zusammenklang der Menschheitsgeschichte mit der Sternenschrift, dann begreift man auch das Geheimnis, das ausgedrückt werden soll mit den Worten, die ja dem Parzival anvertraut worden sind, die in der Sage nachklingen: Daß jedesmal, wenn ein Gralskönig, ein wirklich berufener Hüter des Gral stirbt, auf dem heiligen Gral der Name seines würdigen Nachfolgers erscheint. Da soll er gelesen werden, das heißt aufgefordert werden dazu, die Sternenschrift in neuer Gestalt wieder lesen zu lernen.
[ 31 ] Versuchen wir, meine lieben Freunde, uns würdig zu machen, diese Sternenschrift in neuer Gestalt wieder lesen zu lernen; versuchen wir es, sie so lesen zu lernen, wie sie uns jetzt gegeben werden muß. Denn im Grunde ist es nichts anderes als ein Lesen der Sternenschrift, wenn wir versuchen, uns die menschliche Evolution in Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden- bis zur Vulkanentwickelung auseinanderzulegen. Aber erkennen müssen wir, in welchen Zusammenhängen wir die Sternenschrift in unserer Zeit entziffern wollen. Machen wir uns dessen würdig! Denn nicht umsonst ist erzählt, daß der Gral zunächst wiederum hinweggetragen worden ist von seinem Ort, daß er für die nächste Zeit nicht äußerlich wahrnehmbar war. Betrachten wir es als ein erneuertes Suchen nach dem Gral, was wir in unserer Anthroposophie pflegen dürfen, und versuchen wir, die Bedeutung dessen kennenzulernen, was dazumal wie aus unterbewußten Seelengründen heraufsprach, was nach und nach erst herauftrat in das Bewußtsein der Menschen. Versuchen wir das allmählich in eine immer mehr bewußte Sprache umzuwandeln! Versuchen wir, eine Weisheit zu ergründen, die uns den Zusammenhang des Irdischen und des Himmlischen wiederum enthüllen kann, enthüllen kann ohne alte Tradition, so, wie wir sie versuchen zu finden, wie sie in der Gegenwart geoffenbart werden kann.
[ 31 ] Versuchen wir, meine lieben Freunde, uns würdig zu machen, diese Sternenschrift in neuer Gestalt wieder lesen zu lernen; versuchen wir es, sie so lesen zu lernen, wie sie uns jetzt gegeben werden muß. Denn im Grunde ist es nichts anderes als ein Lesen der Sternenschrift, wenn wir versuchen, uns die menschliche Evolution in Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden- bis zur Vulkanentwickelung auseinanderzulegen. Aber erkennen müssen wir, in welchen Zusammenhängen wir die Sternenschrift in unserer Zeit entziffern wollen. Machen wir uns dessen würdig! Denn nicht umsonst ist erzählt, daß der Gral zunächst wiederum hinweggetragen worden ist von seinem Ort, daß er für die nächste Zeit nicht äußerlich wahrnehmbar war. Betrachten wir es als ein erneuertes Suchen nach dem Gral, was wir in unserer Anthroposophie pflegen dürfen, und versuchen wir, die Bedeutung dessen kennenzulernen, was dazumal wie aus unterbewußten Seelengründen heraufsprach, was nach und nach erst herauftrat in das Bewußtsein der Menschen. Versuchen wir das allmählich in eine immer mehr bewußte Sprache umzuwandeln! Versuchen wir, eine Weisheit zu ergründen, die uns den Zusammenhang des Irdischen und des Himmlischen wiederum enthüllen kann, enthüllen kann ohne alte Tradition, so, wie wir sie versuchen zu finden, wie sie in der Gegenwart geoffenbart werden kann.
[ 32 ] Und dann lassen wir uns durchdrungen sein, meine lieben Freunde, mit alledem, was in uns Empfindung werden kann durch den Hinblick auf die Art, wie Parzival zu dem Gralsgeheimnis gekommen ist. Verschlossen blieb es dann wiederum, weil die Menschen zunächst im alleräußerlichsten Felde, im Felde der alleräußerlichsten Wissenschaft die Verbindung der Erde mit den kosmischen Mächten suchen mußten, Verstehen wir auch eine solche Erscheinung, daß ein Geist wie Kepler inzwischen Verständnis gefunden hat für das, was er mit seinen mathematisch-mechanischen Himmelsgesetzen sagen konnte, — aber wiederum mußte in unterbewußte Seelengründe hinuntertauchen das, was er, wahrhaftig durchdrungen mit dem Christus-Impuls, hinzugefügt hat. Wenn wir heute sagen, was wir zu sagen wissen über unsere Erdenevolution und wie sie zusammenhängt mit dem Kosmos, so reden wir in seinem Sinne. Er sagt uns ja:
[ 32 ] Und dann lassen wir uns durchdrungen sein, meine lieben Freunde, mit alledem, was in uns Empfindung werden kann durch den Hinblick auf die Art, wie Parzival zu dem Gralsgeheimnis gekommen ist. Verschlossen blieb es dann wiederum, weil die Menschen zunächst im alleräußerlichsten Felde, im Felde der alleräußerlichsten Wissenschaft die Verbindung der Erde mit den kosmischen Mächten suchen mußten, Verstehen wir auch eine solche Erscheinung, daß ein Geist wie Kepler inzwischen Verständnis gefunden hat für das, was er mit seinen mathematisch-mechanischen Himmelsgesetzen sagen konnte, — aber wiederum mußte in unterbewußte Seelengründe hinuntertauchen das, was er, wahrhaftig durchdrungen mit dem Christus-Impuls, hinzugefügt hat. Wenn wir heute sagen, was wir zu sagen wissen über unsere Erdenevolution und wie sie zusammenhängt mit dem Kosmos, so reden wir in seinem Sinne. Er sagt uns ja:
[ 33 ] «Wie es zum Exempel in dem Weltall drei ruhende Dinge: Sonne, Fixsterne und das Intermedium, gibt und alles übrige beweglich ist, so ist in dem einigen Gott: Vater, Sohn und Geist. Die Kugel stellt gleichfalls die Dreieinigkeit dar (der Vater ist das Zentrum, der Sohn die Oberfläche, der Geist die Gleichheit der Distanz des Zentrums von der Oberfläche — der Radius) sowie noch andere Geheimnisse. Ohne Geister und Seelen würde überall keine Harmonie sein. In den menschlichen Seelen finden sich harmonische Prädispositionen von unendlich mannigfaltiger Art. Die ganze Erde ist beseelt, und dadurch wird die große Harmonie sowohl auf der Erde als auch zwischen ihr und den Gestirnen hervorgebracht. Diese Seele wirkt durch den ganzen Erdkörper, hat aber in einem gewissen Teile derselben, so wie die menschliche Seele in dem Herzen, ihren Sitz; und von da gehen, wie von einem Fokus oder einer Quelle, ihre Wirkungen in den Ozean und die Atmosphäre der Erde aus. Daher die Sympathie zwischen der Erde und den Gestirnen, daher die regelmäßigen Naturwirkungen. Daß die Erde wirklich eine Seele habe, zeigt die Beobachtung der Witterung und der Aspekten, durch welche sie jedesmal hervorgebracht wird, am deutlichsten. Unter gewissen Aspekten und Konstellationen wird die Luft immer unruhig, gibt es derselben keine, oder wenige, oder schnell vorübergehende, so bleibt sie ruhig.»
[ 33 ] «Wie es zum Exempel in dem Weltall drei ruhende Dinge: Sonne, Fixsterne und das Intermedium, gibt und alles übrige beweglich ist, so ist in dem einigen Gott: Vater, Sohn und Geist. Die Kugel stellt gleichfalls die Dreieinigkeit dar (der Vater ist das Zentrum, der Sohn die Oberfläche, der Geist die Gleichheit der Distanz des Zentrums von der Oberfläche — der Radius) sowie noch andere Geheimnisse. Ohne Geister und Seelen würde überall keine Harmonie sein. In den menschlichen Seelen finden sich harmonische Prädispositionen von unendlich mannigfaltiger Art. Die ganze Erde ist beseelt, und dadurch wird die große Harmonie sowohl auf der Erde als auch zwischen ihr und den Gestirnen hervorgebracht. Diese Seele wirkt durch den ganzen Erdkörper, hat aber in einem gewissen Teile derselben, so wie die menschliche Seele in dem Herzen, ihren Sitz; und von da gehen, wie von einem Fokus oder einer Quelle, ihre Wirkungen in den Ozean und die Atmosphäre der Erde aus. Daher die Sympathie zwischen der Erde und den Gestirnen, daher die regelmäßigen Naturwirkungen. Daß die Erde wirklich eine Seele habe, zeigt die Beobachtung der Witterung und der Aspekten, durch welche sie jedesmal hervorgebracht wird, am deutlichsten. Unter gewissen Aspekten und Konstellationen wird die Luft immer unruhig, gibt es derselben keine, oder wenige, oder schnell vorübergehende, so bleibt sie ruhig.»
[ 34 ] «Diese und unzählige andere Veränderungen und Phänomene, die in und auf der Erde vorgehen, sind so regelmäßig und abgemessen, daß man sie keiner blinden Ursache zuschreiben kann, und da die Planeten selbst nichts von den Winkeln wissen, welche ihre Strahlen auf der Erde bilden, so muß die Erde eine Seele haben. Die Erde ist ein Tier. Man wird an ihr alles wahrnehmen, was den Teilen des tierischen Körpers analog ist. Pflanzen und Bäume sind ihr Haar, Metalle ihre Adern, das Meerwasser ihr Getränke. Die Erde hat eine bildende Kraft, eine Art Imagination, Bewegung, gewisse Krankheiten, und die Ebbe und Flut sind das Atemholen der Tiere. Die Seele der Erde scheint eine Art von Flamme zu sein, daher die unterirdische Wärme und daher keine Fortpflanzung ohne Wärme. Ein gewisses Bild des Tierkreises und des ganzen Firmamentes ist von Gott in die Seele der Erde gedrückt.»
[ 34 ] «Diese und unzählige andere Veränderungen und Phänomene, die in und auf der Erde vorgehen, sind so regelmäßig und abgemessen, daß man sie keiner blinden Ursache zuschreiben kann, und da die Planeten selbst nichts von den Winkeln wissen, welche ihre Strahlen auf der Erde bilden, so muß die Erde eine Seele haben. Die Erde ist ein Tier. Man wird an ihr alles wahrnehmen, was den Teilen des tierischen Körpers analog ist. Pflanzen und Bäume sind ihr Haar, Metalle ihre Adern, das Meerwasser ihr Getränke. Die Erde hat eine bildende Kraft, eine Art Imagination, Bewegung, gewisse Krankheiten, und die Ebbe und Flut sind das Atemholen der Tiere. Die Seele der Erde scheint eine Art von Flamme zu sein, daher die unterirdische Wärme und daher keine Fortpflanzung ohne Wärme. Ein gewisses Bild des Tierkreises und des ganzen Firmamentes ist von Gott in die Seele der Erde gedrückt.»
[ 35 ] Und wir sehen es heute, wie dieses Bild des Tierkreises in die Seele der Erde, in die Aura der Erde gedrückt worden ist, und arbeiten uns allmählich durch bis zu dem anderen Teil der Keplerschen Weltanschauung: bis zu demjenigen Teile, der auch noch bleiben mußte in den unterbewußten Seelengründen, der aber deutlich zeigt, daß dasjenige, was wir heute als eine Kosmologie geben können, eine Erfüllung ist. So tief begründet ist das in der Menschheitsevolution, was unsere Anthroposophie uns sein soll, so innig hängt es zusammen mit jener Mahnung, die vom heiligen Gral zu uns herübertönt. Und wenn wir Europa, das Abendland der alten Zeiten, betrachten und schauen in vor- und nachatlantische Zeiten, was in der nachatlantischen Zeit aufgelebt ist von Erinnerungen an atlantische Zeiten, wenn wir schauen, wie im Griechentum, im Apollodienst ein letzter Nachklang auftönt, dahingehend, daß er zeigte, wie durchchristet einstmals in den oberen Welten der spätere nathanische Jesus war, der dann heruntergestiegen ist, das Mysterium von Golgatha verrichtet hat — der durchchristete nathanische Jesus —, wenn wir das verfolgen und uns dann fragen: Woher kam er denn, der Christus? Wie zog er da, indem er von oben nach unten zog, um Erdenherr zu werden, wie zog er? Er zog von Westen nach dem Osten, vom Osten zog er wiederum nach dem Westen. Aus dem Bereiche der höheren Hierarchien selbst ist er in seine äußere Umhüllung heruntergekommen. Die Wesen der höheren Hierarchien haben ihn herabgetragen, ihnen gehörte er an. Schön erinnert uns die Parzivalsage daran, daß das so ist, indem sie sagt: Eine Engelschar brachte zu Titurel den heiligen Gral, das wahre Geheimnis von dem Christus Jesus, von dem Zusammenhang des Erdenherrn mit der jungfräulichen Mutter, und eine Engelschar wartet seiner wiederum im Bereich der höheren Hierarchien. Suchen wir ihn da, dann verstehen wir das Suchen unserer anthroposophischen Weltanschauung, dann dringen wir allmählich immer weiter und weiter vor zu einem Gefühl, zu einer Empfindung von dem Gestirnaspekt des heiligen Gral zu dem menschlichen Aspekt des heiligen Gral, zur Mutter mit dem Jesus, mit dem Christus.
[ 35 ] Und wir sehen es heute, wie dieses Bild des Tierkreises in die Seele der Erde, in die Aura der Erde gedrückt worden ist, und arbeiten uns allmählich durch bis zu dem anderen Teil der Keplerschen Weltanschauung: bis zu demjenigen Teile, der auch noch bleiben mußte in den unterbewußten Seelengründen, der aber deutlich zeigt, daß dasjenige, was wir heute als eine Kosmologie geben können, eine Erfüllung ist. So tief begründet ist das in der Menschheitsevolution, was unsere Anthroposophie uns sein soll, so innig hängt es zusammen mit jener Mahnung, die vom heiligen Gral zu uns herübertönt. Und wenn wir Europa, das Abendland der alten Zeiten, betrachten und schauen in vor- und nachatlantische Zeiten, was in der nachatlantischen Zeit aufgelebt ist von Erinnerungen an atlantische Zeiten, wenn wir schauen, wie im Griechentum, im Apollodienst ein letzter Nachklang auftönt, dahingehend, daß er zeigte, wie durchchristet einstmals in den oberen Welten der spätere nathanische Jesus war, der dann heruntergestiegen ist, das Mysterium von Golgatha verrichtet hat — der durchchristete nathanische Jesus —, wenn wir das verfolgen und uns dann fragen: Woher kam er denn, der Christus? Wie zog er da, indem er von oben nach unten zog, um Erdenherr zu werden, wie zog er? Er zog von Westen nach dem Osten, vom Osten zog er wiederum nach dem Westen. Aus dem Bereiche der höheren Hierarchien selbst ist er in seine äußere Umhüllung heruntergekommen. Die Wesen der höheren Hierarchien haben ihn herabgetragen, ihnen gehörte er an. Schön erinnert uns die Parzivalsage daran, daß das so ist, indem sie sagt: Eine Engelschar brachte zu Titurel den heiligen Gral, das wahre Geheimnis von dem Christus Jesus, von dem Zusammenhang des Erdenherrn mit der jungfräulichen Mutter, und eine Engelschar wartet seiner wiederum im Bereich der höheren Hierarchien. Suchen wir ihn da, dann verstehen wir das Suchen unserer anthroposophischen Weltanschauung, dann dringen wir allmählich immer weiter und weiter vor zu einem Gefühl, zu einer Empfindung von dem Gestirnaspekt des heiligen Gral zu dem menschlichen Aspekt des heiligen Gral, zur Mutter mit dem Jesus, mit dem Christus.
[ 36 ] Damit haben wir versucht, meine lieben Freunde, ein wenig hinzuweisen in das Gebiet der Menschheitsgeschichte, insofern diese Menschheitsgeschichte von geistigen Kräften getragen ist. Und wenn Sie etwas empfunden haben von dem, was ich durch meine Worte nicht bloß in Ihrem Denken, sondern in Ihrem Gemüte habe anregen wollen, dann ist erreicht, was durch diesen Vortragszyklus hat gesagt sein wollen. Ich hätte ebensogut diesen Zyklus nennen können: «Von der Suche nach dem heiligen Gral.» Dem eigenen Urteil eines jeglichen Menschen mag es überlassen bleiben, ob mit dem, was hier gemeint ist unter dem Zusammenklang aller Religionen, wirklich die über die Erde hin verbreiteten Bekenntnisse sich einmal finden werden. Jedem Menschen mag es überlassen bleiben, für sich selbst das zu entscheiden. Und überlassen bleiben mag auch jeder Seele das Urteil darüber, ob das, was man Einheit der Religionen nennt, mit dem, was wir zu charakterisieren versuchten als die Aufsuchung des heiligen Gral, besser getroffen ist als manches andere, was von der Einheit der Religionen spricht, aber vielleicht etwas ganz anderes ist.
[ 36 ] Damit haben wir versucht, meine lieben Freunde, ein wenig hinzuweisen in das Gebiet der Menschheitsgeschichte, insofern diese Menschheitsgeschichte von geistigen Kräften getragen ist. Und wenn Sie etwas empfunden haben von dem, was ich durch meine Worte nicht bloß in Ihrem Denken, sondern in Ihrem Gemüte habe anregen wollen, dann ist erreicht, was durch diesen Vortragszyklus hat gesagt sein wollen. Ich hätte ebensogut diesen Zyklus nennen können: «Von der Suche nach dem heiligen Gral.» Dem eigenen Urteil eines jeglichen Menschen mag es überlassen bleiben, ob mit dem, was hier gemeint ist unter dem Zusammenklang aller Religionen, wirklich die über die Erde hin verbreiteten Bekenntnisse sich einmal finden werden. Jedem Menschen mag es überlassen bleiben, für sich selbst das zu entscheiden. Und überlassen bleiben mag auch jeder Seele das Urteil darüber, ob das, was man Einheit der Religionen nennt, mit dem, was wir zu charakterisieren versuchten als die Aufsuchung des heiligen Gral, besser getroffen ist als manches andere, was von der Einheit der Religionen spricht, aber vielleicht etwas ganz anderes ist.
[ 37 ] Wer an eng begrenztem Konfessionellem wird festhalten wollen, wird ja durch das, was gesagt worden ist, zunächst gewiß nicht überzeugt werden können. Das rührt davon her, daß er sein Ohr leiht dem, wovon wir gesehen haben, daß es sich nur an der Oberfläche zugetragen hat, daß es nur die Außenseite ist von den eigentlichen Christus-Taten, die geistiger Art sind. Wie einer durch sein Karma hingeführt worden ist zu diesen Geistestaten des Christus und deshalb als ein großes Vorbild für die Religionseinigung der Erde dasteht, wie Parzival dahingetrieben worden ist, das wollten wir uns vor die Seele führen und gedenken jener Fortsetzung der Parzivalsage, die da sagt, daß der Gral für die Zeit, für die er in Europa dann unsichtbar geworden ist, in das Gebiet des Priesters Johannes getragen worden ist, der sein Reich jenseits der Gebiete hatte, die von den Kreuzzüglern erreicht worden sind. Man verehrte in der Zeit der Kreuzzüge noch das Gebiet des Priesters Johannes, des Nachtfolgers des Parzival, und nach der Art, wie man es suchte, muß man sagen: Wenn auch alles das in irdisch-geographischen Formeln ausgesprochen wurde, der Ort des Johannes ist im Grunde genommen nicht recht auf der Erde zu finden.
[ 37 ] Wer an eng begrenztem Konfessionellem wird festhalten wollen, wird ja durch das, was gesagt worden ist, zunächst gewiß nicht überzeugt werden können. Das rührt davon her, daß er sein Ohr leiht dem, wovon wir gesehen haben, daß es sich nur an der Oberfläche zugetragen hat, daß es nur die Außenseite ist von den eigentlichen Christus-Taten, die geistiger Art sind. Wie einer durch sein Karma hingeführt worden ist zu diesen Geistestaten des Christus und deshalb als ein großes Vorbild für die Religionseinigung der Erde dasteht, wie Parzival dahingetrieben worden ist, das wollten wir uns vor die Seele führen und gedenken jener Fortsetzung der Parzivalsage, die da sagt, daß der Gral für die Zeit, für die er in Europa dann unsichtbar geworden ist, in das Gebiet des Priesters Johannes getragen worden ist, der sein Reich jenseits der Gebiete hatte, die von den Kreuzzüglern erreicht worden sind. Man verehrte in der Zeit der Kreuzzüge noch das Gebiet des Priesters Johannes, des Nachtfolgers des Parzival, und nach der Art, wie man es suchte, muß man sagen: Wenn auch alles das in irdisch-geographischen Formeln ausgesprochen wurde, der Ort des Johannes ist im Grunde genommen nicht recht auf der Erde zu finden.
[ 38 ] Sollte das eine Ahnung in der europäischen Sage sein, die die Parzivalsage fortsetzen wollte, eine Ahnung davon, daß der Christus, in uns unbewußt, seit jener Zeit auch in den Untergründen des Orients wirkt und daß vielleicht das, was sich im Orient als Religionsstreitereien im Oberbewußtsein abspielt, ebenso überholt werden könnte von den Ausflüssen und Offenbarungen des wahren Christus-Impulses, wie das im Abendlande gemäß der Parzival-Offenbarung angefangen hat zu geschehen? Sollte das Sonnenlicht des Gral berufen sein, über alle Götter der Erde zu leuchten, wie es symbolisch angedeutet ist dadurch, daß, als die Jungfrau hereinbringt die goldglänzende Schale mit dem Geheimnisse des Gral darinnen, der Glanz des Gral die anderen Lichter überstrahlt? Sollten wir erwarten dürfen, daß — im Gegensatz zu dem, was man heute glaubt — die noch unbewußt wirkenden Christus-Kräfte in einer veränderten Form hinzukommen werden zu dem, was heute als Licht im Abendlande erschienen ist, gemäß dem alten Wort: Ex oriente lux? Sollte das Licht mit Licht sich verbinden können? Dazu aber wird notwendig sein, daß wir vorbereitet sind, wir, die durch unser Karma gestellt sind auf den Boden jener geographischen, jener Kulturströmungen, über die hingegangen ist der Zug des Christus, schon als er durchchristet hat den Jesus von Nazareth in überirdischen Regionen, um nach dem Orient zu ziehen. Blicken wir hinauf und ahnen wir, daß durch unsere Höhen der Zug des Christus schon in seinen vorirdischen Offenbarungen gegangen ist. Machen wir uns fähig, ihn so zu verstehen, daß wir das nicht mißverstehen, was er vielleicht einmal zu uns sprechen kann, wenn es an der Zeit ist, daß andere Bekenntnisse der Erde von seinen Impulsen durchflossen sein werden!
[ 38 ] Sollte das eine Ahnung in der europäischen Sage sein, die die Parzivalsage fortsetzen wollte, eine Ahnung davon, daß der Christus, in uns unbewußt, seit jener Zeit auch in den Untergründen des Orients wirkt und daß vielleicht das, was sich im Orient als Religionsstreitereien im Oberbewußtsein abspielt, ebenso überholt werden könnte von den Ausflüssen und Offenbarungen des wahren Christus-Impulses, wie das im Abendlande gemäß der Parzival-Offenbarung angefangen hat zu geschehen? Sollte das Sonnenlicht des Gral berufen sein, über alle Götter der Erde zu leuchten, wie es symbolisch angedeutet ist dadurch, daß, als die Jungfrau hereinbringt die goldglänzende Schale mit dem Geheimnisse des Gral darinnen, der Glanz des Gral die anderen Lichter überstrahlt? Sollten wir erwarten dürfen, daß — im Gegensatz zu dem, was man heute glaubt — die noch unbewußt wirkenden Christus-Kräfte in einer veränderten Form hinzukommen werden zu dem, was heute als Licht im Abendlande erschienen ist, gemäß dem alten Wort: Ex oriente lux? Sollte das Licht mit Licht sich verbinden können? Dazu aber wird notwendig sein, daß wir vorbereitet sind, wir, die durch unser Karma gestellt sind auf den Boden jener geographischen, jener Kulturströmungen, über die hingegangen ist der Zug des Christus, schon als er durchchristet hat den Jesus von Nazareth in überirdischen Regionen, um nach dem Orient zu ziehen. Blicken wir hinauf und ahnen wir, daß durch unsere Höhen der Zug des Christus schon in seinen vorirdischen Offenbarungen gegangen ist. Machen wir uns fähig, ihn so zu verstehen, daß wir das nicht mißverstehen, was er vielleicht einmal zu uns sprechen kann, wenn es an der Zeit ist, daß andere Bekenntnisse der Erde von seinen Impulsen durchflossen sein werden!
