Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

The Fateful Year of 1923 in the History of the Anthroposophical Society
GA 259

5 October 1923, Dornach

Translated by Steiner Online Library

Brief Report on the Vienna Conference

Words of Introduction before the Lecture

The conference in Vienna that I have just come from went very satisfactorily. Two public lectures were held on September 26 and 29, which were very well attended: the first lecture on Anthroposophy as a contemporary challenge, the second lecture on the moral-religious significance of Anthroposophy. I was then able to give four branch lectures at the conference, in which I dealt in particular with the relationship between anthroposophy and the human soul, incorporating some of the material that has already been discussed here from a wide variety of perspectives: the significance and possible renewal of the Feast of St. Michael.

Then, on Sunday, September 30th, there was a very well-attended eurythmy performance at the Vienna New City Theater. The success of this eurythmy performance has given rise to the fact that next Sunday, the day after tomorrow, another such eurythmy performance will take place in Vienna. The eurythmy performances have also been given a further impetus by the fact that just this evening, while I am speaking to you here, one is taking place in Gmunden in the Salzkammergut. It is possible that other eurythmy performances will follow in Austria.

On Monday, October 1, a meeting of the Austrian members of the Anthroposophical Society took place. The Austrian Anthroposophical Society will now join the other national societies, so that the Austrian Anthroposophical Society will also be present among the national societies at the founding of the International Anthroposophical Society at Christmas in Dornach.

On Tuesday evening, thanks to the extremely valuable suggestion of Dr. Wegman, our medical friend Dr. Glas in Vienna was able to give a lecture and hold a very detailed discussion with a number of Viennese doctors, scientists and medical students at the home of Mr. van Leer. We can already say that just like the similar one in London at the beginning of September, went very well, so we can hope that a lot can be done for this medical-therapeutic side of anthroposophical endeavor.

Kurzbericht Über Die Wiener Tage

Einleitungsworte vor dem Vortrag

Die Wiener Tagung, die eben abgelaufen ist, von der ich komme, ist ja in einer ganz befriedigenden Weise verlaufen. Es hat sich darum gehandelt, daß zwei öffentliche Vorträge gehalten worden sind am 26. und 29. September, die recht gut besucht waren: der erste Vortrag über Anthroposophie als Zeitforderung, der zweite Vortrag über die moralisch-religiöse Bedeutung der Anthroposophie. Dann war ich in der Lage, vier Zweigvorträge im Rahmen dieser Tagung zu halten, in denen ich namentlich die Beziehung der Anthroposophie zum menschlichen Gemüte behandelt habe, wobei einiges von dem eingeflossen ist, was hier schon von den verschiedensten Gesichtspunkten aus erörtert worden ist: von der Bedeutung und der möglichen Erneuerung des Michaelfestes.

Dann hat am Sonntag, den 30. September, eine sehr gut besuchte Eurythmievorstellung stattgefunden im Wiener Neuen Stadttheater. Der erfolgreiche Ablauf dieser Eurythmievorstellung hat die Veranlassung gegeben, daß am nächsten Sonntag, übermorgen, noch einmal in Wien eine solche Eurythmievorstellung stattfinden wird. Die Eurythmievorstellungen haben ja auch noch eine Einschiebung dadurch erhalten, daß eben gerade am heutigen Abend, während ich hier zu Ihnen spreche, in Gmunden im Salzkammergut eine solche stattfindet. Es ist möglich, daß sich noch andere Eurythmievorstellungen in Österreich an die Sache anschließen. []

Am Montag, den 1. Oktober, fand eine Versammlung der österreichischen Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft statt. Zu den anderen Landesgesellschaften wird nun auch die österreichische Anthroposophische Gesellschaft hinzukommen, so daß unter den Landesgesellschaften, welche bei der Begründung der Internationalen Anthroposophischen Gesellschaft zu Weihnachten in Dornach sein werden, eben auch diese österreichische Anthroposophische Gesellschaft sich einfinden wird.

Dann konnte noch am Dienstag Abend auf die außerordentlich verdienstvolle Anregung von Frau Dr. Wegman hin durch unsern ärztlichen Freund, den Dr. Glas in Wien, ein Vortrag und eine ganz ausführliche Besprechung mit einer Anzahl von Wiener Ärzten, Naturwissenschaftlern, Medizin-Studierenden stattfinden im Hause von Herrn van Leer, die, wie wir schon sagen dürfen, ebenso wie die ähnlichen im Beginne des Septembers in London, einen sehr befriedigenden Verlauf genommen haben, so daß wir hoffen dürfen, daß gerade auf diesem Wege manches getan werden kann auch für diese medizinisch-therapeutische Seite des anthroposophischen Strebens.