From the Akashic Records
GA 11
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VI. Die letzten Zeiten vor der Geschlechter-Trennung
[ 1 ] Es soll nunmehr die Beschaffenheit des Menschen vor seiner Spaltung in Männliches und Weibliches geschildert werden. Der Leib bestand damals aus einer weichen bildsamen Masse. Über diese hatte der Wille eine viel höhere Gewalt, als dies beim späteren Menschen der Fall war. Der Mensch erschien, wenn er sich von seinem Elternwesen loslöste, zwar schon als gegliederter Organismus, aber unvollkommen. Die Fortentwickelung der Organe fand außerhalb des Elternwesens statt. Vieles von dem, was später innerhalb des Mutterwesens zur Reife gebracht wurde, War damals außerhalb desselben durch eine Kraft vervollkommnet, die mit unserer Willenskraft verwandt ist. Um solche äußere Reifung zu bewirken, war die Pflege von seiten des Vorfahrenwesens nötig. Der Mensch brachte gewisse Organe mit zur Welt, die er dann später abwarf. Andere, die noch ganz unvollkommen waren bei seinem ersten Erscheinen, bildeten sich aus. Der ganze Vorgang hatte etwas, das man vergleichen kann mit dem Herausarbeiten aus einer Eiform und dem Ablegen einer Eihülle; doch darf man nicht an eine feste Eischale denken.
[ 2 ] Der Körper des Menschen war warmblütig. Das muß ausdrücklich gesagt werden, denn es war in noch früheren Zeiten anders, wie später gezeigt werden wird. Die außer dem Mutterwesen stattfindende Reifung geschah unter dem Einfluß von erhöhter Wärme, die ebenfalls von außen zugeführt wurde. Doch darf man durchaus nicht an ein Bebrüten des Eimenschen — so soll er der Kürze halber genannt werden — denken. Die Wärme- und Feuerverhältnisse auf der damaligen Erde waren anders. als später. Der Mensch vermochte durch seine Kräfte das Feuer, beziehungsweise die Wärme in einen gewissen Raum zu bannen. Er konnte — sozusagen — Wärme zusammenziehen (konzentrieren). Dadurch war er in der Lage, dem jungen Wesen die Wärme zuzuführen, die es zu seiner Reifung brauchte.
[ 3 ] Die ausgebildetsten Organe des Menschen waren damals die Bewegungsorgane. Die heutigen Sinnesorgane waren noch ganz unentwickelt. Am weitesten vorgeschritten waren das Gehörorgan, die Wahrnehmungsorgane für kalt und warm (Gefühlssinn), weit zurück war noch die Lichtwahrnehmung. Mit Gehör und Gefühl kam der Mensch zur Welt; die Lichtwahrnehmung entwickelte sich dann etwas später.
[ 4 ] Alles, was hier gesagt wird, entspricht den letzten Zeiten vor der Geschlechtertrennung. Diese ging langsam und allmählich vonstatten. Lange Zeit vor ihrem eigentlichen Auftreten entwickelten sich die Menschen schon so, daß das eine Individuum mehr mit männlichen, das andere mehr mit weiblichen Charakteren geboren wurde. Doch waren bei jedem Menschen auch die entgegengesetzten Geschlechtscharaktere vorhanden, so daß Selbstbefruchtung möglich war. Diese war aber nicht immer möglich, sondern hing von den Einflüssen der äußeren Verhältnisse in gewissen Jahreszeiten ab. Der Mensch hing überhaupt in vielen Dingen von solchen äußeren Verhältnissen in hohem Grade ab. Daher mußte er auch alle seine Einrichtungen nach solchen äußeren Verhältnissen regeln, zum Beispiel nach dem Laufe von Sonne und Mond. Diese Regelung geschah aber nicht etwa im heutigen Sinne bewußt, sondern sie wurde in einer Art vollzogen, die man mehr instinktiv nennen muß. Und damit ist schon auf das Seelenleben des damaligen Menschen gewiesen.
[ 5 ] Dieses Seelenleben kann man nicht als ein eigentliches Innenleben bezeichnen. Leibliche und seelische Tätigkeiten und Eigenschaften waren noch nicht streng voneinander geschieden. Das äußere Naturleben wurde von der Seele noch mitgelebt. Vor allem war es der Gehörsinn, auf den jede einzelne Erschütterung in der Umgebung mächtig wirkte. Jede Lufterschütterung, jede Bewegung in der Umgebung wurde «gehört». Wind und Wasser in ihren Bewegungen führten für den Menschen eine «beredte Sprache». Es war ein Wahrnehmen des geheimnisvollen Webens und Treibens in der Natur, die auf diese Art auf den Menschen eindrangen. Und dieses Weben und Treiben klang auch in seiner Seele nach. Seine Tätigkeit war ein Widerhall dieser Einwirkungen. Er setzte die Tonwahrnehmungen in seine Tätigkeit um. Er lebte in solchen Klangbewegungen und brachte sie durch seinen Willen zum Ausdruck. Er wurde auf solche Art zu all seinem Tagewerk gebracht. — Schon in etwas geringerem Grade war er beeinflußt von den Wirkungen, die sich dem Gefühle mitteilten. Doch spielten auch diese eine bedeutungsvolle Rolle. Er «spürte» in seinem Leibe die Umgebung und verhielt sich darnach. Er wußte aus solchen Gefühlswirkungen, wann und wie er zu arbeiten hatte. Er wußte daraus, wo er sich niederzulassen hatte. Er erkannte daraus Gefahren, die sich für sein Leben ergaben, und vermied sie. Er regelte darnach seine Nahrungsaufnahme.
[ 6 ] Ganz anders als später verlief das übrige Seelenleben. In der Seele lebten Bilder, nicht Vorstellungen von äußeren Dingen. Wenn der Mensch zum Beispiel von einem kälteren in einen wärmeren Raum trat, so stieg in der Seele ein bestimmtes Farbenbild auf. Aber dieses Farbenild hatte nichts zu tun mit irgendeinem äußeren Gegenstande. Es entsprang aus einer inneren mit dem Willen verwandten Kraft. Solche Bilder erfüllten fortwährend die Seele. Man kann das Ganze nur vergleichen mit den auf- und abwogenden Traumvorstellungen des Menschen. Nur waren damals die Bilder nicht regellos, sondern gesetzmäßig. Man soll deshalb nicht von einem Traumbewußtsein, sondern von einem Bilderbewußtsein auf dieser Stufe der Menschheit sprechen. In der Hauptsache waren es Farbenbilder, welche dieses Bewußtsein erfüllten. Doch waren diese nicht die einzige Art. So wandelte der Mensch durch die Welt dahin und lebte durch sein Gehör und Gefühl die Vorgänge dieser Welt mit, durch sein Seelenleben spiegelte sich aber diese Welt in ihm in Bildern, die sehr unähnlich dem waren, was sich in der äußeren Welt befand. In viel geringerem Grade verbanden sich mit diesen Seelenbildern Lust und Leid, als dies heute bei den Vorstellungen des Menschen der Fall ist, welche die Wahrnehmungen der äußeren Welt wiedergeben. Allerdings bereitete das eine Bild Freude, das andere Unlust, das eine Haß, das andere Liebe; aber diese Gefühle trugen einen viel blasseren Charakter. — Dagegen wurden starke Gefühle durch etwas anderes bewirkt. Der Mensch war damals viel regsamer, tätiger als später. Alles in seiner Umgebung und auch die Bilder in seiner Seele regten ihn zu Tätigkeit, zu Bewegung an. Nun empfand er dann, wenn sich seine Tätigkeit ungehindert ausleben konnte, Wohlgefühl; wenn aber diese Tätigkeit nach irgendeiner Seite gehemmt wurde, befiel ihn Unlust und Mißbehagen. Die Abwesenheit oder das Vorhandensein von Hemmungen seines Willens bestimmte den Inhalt seines Gefühlslebens, seine Lust und seinen Schmerz. Und diese Lust, beziehungsweise dieser Schmerz entluden sich in seiner Seele selbst wieder in einer lebendigen Bilderwelt. Lichte, helle, schöne Bilder lebten in ihm, wenn er sich ganz frei entfalten konnte; finstere, mißgestaltete stiegen in seiner Seele auf, wenn er in seiner Beweglichkeit gehemmt wurde.
[ 7 ] Es ist bisher die Durchschnittsmenschheit beschrieben worden. Anders war das Seelenleben bei denjenigen, welche sich zu einer Art übermenschlicher Wesen entwickelt hatten (siehe Seite 32). Bei ihnen hatte dieses Seelenleben nicht den instinktiven Charakter. Was sie durch ihren Gehör- und Gefühlssinn wahrnahmen, waren tiefere Geheimnisse der Natur, die sie bewußt deuten konnten. Im Brausen des Windes, im Rauschen der Bäume enthüllten sich ihnen die Gesetze, die Weisheit der Natur. Und in den Bildern ihrer Seele waren nicht bloß Spiegelungen der Außenwelt gegeben, sondern Abbilder der geistigen Mächte in der Welt. Nicht sinnliche Dinge nahmen sie wahr, sondern geistige Wesenheiten. Der Durchschnittsmensch empfand zum Beispiel Furcht, und ein häßliches, finsteres Bild stieg in seiner Seele auf. Das übermenschliche Wesen erhielt durch solche Bilder Mitteilung, Offenbarung von den geistigen Wesenheiten der Welt. Ihm erschienen die Naturvorgänge nicht von toten Naturgesetzen abhängig wie dem heutigen Wissenschaftler, sondern sie erschienen ihm als die Taten geistiger Wesen. Die äußere Wirklichkeit war noch nicht vorhanden, denn es gab keine äußeren Sinne. Aber die geistige Wirklichkeit erschloß sich den höheren Wesen. Es strahlte der Geist in sie ein, wie in das leibliche Auge des Menschen von heute die Sonne einstrahlt. Es war in diesen Wesen die Erkenntnis in vollstem Sinne das, was man intuitives Wissen nennt. Kein Kombinieren und Spekulieren gab es bei ihnen, sondern ein unmittelbares Anschauen des Schaffens geistiger Wesenheiten. Diese übermenschlichen Individualitäten konnten daher die Mitteilungen aus der geistigen Welt unmittelbar in ihren Willen aufnehmen. Sie leiteten bewußt die anderen Menschen. Sie empfingen ihre Mission aus der Geisterwelt und handelten darnach.
[ 8 ] Als nun die Zeit kam, in der sich die Geschlechter trennten, da mußten es diese Wesen als ihre Aufgabe betrachten, auf das neue Leben im Sinne ihrer Mission einzuwirken. Von ihnen ging die Regelung des Geschlechtslebens aus. Alle Einrichtungen, die sich auf die Fortpflanzung der Menschheit bezogen, haben von ihnen den Ursprung genommen. Sie handelten dabei durchaus bewußt; aber die anderen Menschen konnten diese Einwirkung nur als einen ihnen eingepflanzten Instinkt empfinden. Die Geschlechtsliebe wurde durch unmittelbare Gedankenübertragung in den Menschen gepflanzt. Und alle ihre Äußerungen waren zunächst von der edelsten Art. Alles, was auf diesem Gebiete einen häßlichen Charakter angenommen hat, rührt aus späteren Zeiten her, in denen der Mensch selbständiger geworden ist und in denen er einen ursprünglichen reinen Trieb verdorben hat. Es gab in diesen älteren Zeiten keine Befriedigung des Geschlechtstriebes um seiner selbst willen. Alles war hier Opferdienst zur Fortführung des menschlichen Daseins. Die Fortpflanzung wurde als eine heilige Sache betrachtet, als ein Dienst, den der Mensch der Welt zu leisten hat. Und Opferpriester waren die Lenker und Regler auf diesem Gebiete.
[ 9 ] Anders geartet waren die Einflüsse der halbübermenschlichen Wesen (siehe Seite 32). Diese waren nicht bis zu der Stufe entwickelt, daß sie völlig rein die Offenbarungen der geistigen Welt hätten empfangen können. In ihren Seelenbildern stiegen neben diesen Eindrücken der geistigen Welt auch die Wirkungen der sinnlichen Erde auf. Die im vollen Sinne übermenschlichen Wesen fühlten nichts von Lust und Schmerz durch die äußere Welt. Sie waren ganz hingegeben den Offenbarungen der geistigen Mächte. Die Weisheit floß ihnen zu wie Sinnenwesen das Licht; ihr Wille war auf nichts anderes gelenkt, als im Sinne dieser Weisheit zu handeln. Und in diesem Handeln lag ihre höchste Lust. Weisheit, Wille und Tätigkeit machten ihr Wesen aus. Anders war es bei den halbübermenschlichen Wesenheiten. Sie empfanden den Trieb, von außen Eindrücke zu empfangen, und verbanden mit der Befriedigung dieses Triebes Lust, mit der Nichtbefriedigung Unlust. Dadurch unterschieden sie sich von. Den übermenschlichen Wesenheiten. Diesen waren die Eindrücke von außen nichts weiter als Bestätigungen der geistigen Offenbarungen. Sie konnten in die Welt hinausschauen und empfingen nichts weiter als ein Spiegelbild dessen, was sie aus dem Geiste schon erhalten hatten. Die halbübermenschlichen Wesen erfuhren etwas ihnen Neues, und deswegen konnten sie die Führer der Menschen werden, als diesen sich ihre bloßen Bilder in der Seele verwandelten in Abbilder, Vorstellungen äußerer Gegenstände. Das geschah, als ein Teil der früheren Fortpflanzungskraft der Menschen sich nach innen wandte, als sich Gehirnwesen entwickelten. Mit dem Gehirn entwickelte dann auch der Mensch die Fähigkeit, die äußeren Sinneseindrücke zu Vorstellungen umzuwandeln.
[ 10 ] Man muß also sagen, daß der Mensch durch halbübermenschliche Wesen dazu gebracht worden ist, sein Inneres auf die sinnliche Außenwelt zu lenken. Ihm war es ja versagt, seine Seelenbilder unmittelbar den reinen geistigen Einflüssen auszusetzen. Er hat von den übermenschlichen Wesen die Fähigkeit, sein Dasein fortzupflanzen, als einen instinktiven Trieb eingepflanzt erhalten. Geistig hätte er zunächst nun eine Art Traumdasein weiterzuführen gehabt, wenn nicht die halbübermenschlichen Wesen eingegriffen hätten. Durch ihren Einfluß wurden seine Seelenbilder auf die sinnliche Außenwelt gelenkt. Er wurde ein Wesen, das sich in der Sinnenwelt seiner selbst bewußt ist. Und damit war das erreicht, daß sich der Mensch in seinen Handlungen bewußt richten konnte nach den Wahrnehmungen der Sinnenwelt. Früher hat er aus einer Art Instinkt gehandelt, er hat im Banne seiner äußeren Umgebung und der auf ihn einwirkenden Kräfte höherer Individualitäten gestanden. Jetzt fing er an, den Antrieben, Anlockungen seiner Vorstellungen zu folgen. Und damit war die Willkür des Menschen in die Welt gekommen. Das war der Anfang von «Gut und Böse».
[ 11 ] Bevor in dieser Richtung weitergeschritten wird, soll nun erst einiges gesagt werden über die Umgebung des Menschen auf der Erde. Neben dem Menschen waren Tiere vorhanden, die in ihrer Art auf derselben Entwickelungsstufe standen wie er. Man würde sie nach heutigen Begriffen zu den Reptilien rechnen. Außer ihnen gab es niedrigere Formen der Tierwelt. Nun war zwischen den Menschen und den Tieren ein wesentlicher Unterschied. Der Mensch konnte wegen seines noch bildsamen Leibes nur auf den Gebieten der Erde leben, die selbst noch nicht in die derbste stoffliche Form übergegangen waren. Und in diesen Gegenden wohnten mit ihm tierische Wesen, die von einem ähnlich plastischen Leib waren. In anderen Gegenden lebten jedoch Tiere, welche bereits dichte Leiber hatten und welche auch schon die Eingeschlechtlichkeit und die Sinne ausgebildet hatten. Woher sie gekommen waren, werden spätere Mitteilungen zeigen. Sie konnten sich nicht mehr weiterentwickeln, weil ihre Leiber zu früh die dichtere Stofflichkeit angenommen hatten. Einige Arten von ihnen sind dann untergegangen; einige haben sich in ihrer Art bis zu den heutigen Formen gebildet. Der Mensch konnte dadurch zu höheren Formen gelangen, daß er in den Gebieten geblieben ist, die seiner damaligen Beschaffenheit entsprochen haben. Dadurch blieb sein Leib so biegsam und weich, daß er die Organe aus sich auszusondern vermochte, welche vom Geiste befruchtet werden konnten. Dann war sein äußerer Leib so weit, daß er in die dichtere Stofflichkeit übergehen und den feineren Geistorganen eine schützende Hülle werden konnte. — Aber es waren nicht alle menschlichen Leiber so weit. Es gab wenig vorgeschrittene. Diese wurden zunächst vom Geiste belebt. Andere wurden nicht belebt. Wäre auch in sie der Geist eingedrungen, so hätte er sich wegen der noch unvollkommenen inneren Organe nur mangelhaft entfalten können. So mußten sich denn diese Menschenwesen zunächst in einer geistlosen Art weiterbilden. Eine dritte Art war so weit, daß sich schwache geistige Einflüsse in ihnen geltend machen konnten. Sie standen zwischen den beiden anderen Arten. Ihre Geistestätigkeit blieb eine dumpfe. Sie mußten von höheren geistigen Mächten geführt werden. Zwischen diesen drei Arten gab es alle möglichen Übergänge. Eine Weiterentwickelung war jetzt nur dadurch möglich, daß sich ein Teil der Menschenwesen auf Kosten der anderen höher hinauf bildete. Zunächst mußten die ganz geistlosen preisgegeben werden. Eine Vermischung mit ihnen zum Zwecke der Fortpflanzung hätte auch die besser entwickelten auf ihre Stufe hinabgedrängt. Alles, was Geist empfangen hatte, wurde daher von ihr abgesondert. Dadurch fielen sie immer mehr auf die Stufe der Tierheit hinunter. Es bildeten sich also neben den Menschen menschenähnliche Tiere. Der Mensch ließ sozusagen auf seiner Bahn einen Teil seiner Brüder zurück, um selbst höher zu steigen. Dieser Vorgang war nun keineswegs abgeschlossen. Auch von den Menschen mit dumpfem Geistesleben konnten diejenigen, die etwas höher standen, nur dadurch weiterkommen, daß sie in die Gemeinschaft mit höheren gezogen wurden und sich von den minder geisterfüllten absonderten. Nur dadurch konnten sie Leiber entwickeln, die dann zur Aufnahme des ganzen menschlichen Geistes geeignet waren. Erst nach einer gewissen Zeit war die physische Entwickelung so weit, daß nach dieser Richtung hin eine Art Stillstand eintrat, indem alles, was über einer gewissen Grenze lag, sich innerhalb des menschlichen Gebietes hielt. Die Lebensverhältnisse der Erde hatten sich mittlerweile so verändert, daß weiteres Hinabstoßen nicht tierähnliche, sondern überhaupt nicht mehr lebensfähige Geschöpfe ergeben hätte. Was aber in die Tierheit hinabgestoßen worden ist, das ist entweder ausgestorben, oder es lebt in den verschiedenen höheren Tieren fort. In diesen Tieren hat man also Wesen zu sehen, welche auf einer früheren Stufe der Menschenentwickelung stehenbleiben mußten. Nur haben sie nicht dieselbe Form behalten, die sie bei ihrer Abgliederung hatten, sondern sind zurückgegangen von höherer zu tieferer Stufe. So sind die Affen rückgebildete Menschen einer vergangenen Epoche. So wie der Mensch einstmals unvollkommener war als heute, so waren sie einmal vollkommener, als sie heute sind. — Was aber im Gebiet des Menschlichen geblieben ist, hat einen ähnlichen Prozeß, nur innerhalb dieses Menschlichen, durchgemacht. Auch in mancher wilden Völkerschaft haben wir die heruntergekommenen Nachfahren einstmals höher stehender Menschenformen zu sehen. Sie sanken nicht bis zur Stufe der Tierheit, sondern nur bis zur Wildheit.
[ 12 ] Das Unsterbliche im Menschen ist der Geist. Es wurde gezeigt, wann der Geist in den Leib eingezogen ist. Vorher gehörte der Geist anderen Regionen an. Er konnte sich mit dem Leibe erst verbinden, als dieser eine gewisse Stufe der Entwickelung erlangt hatte. Erst wenn man ganz versteht, wie diese Verbindung zustande gekommen ist, kann man sich über die Bedeutung von Geburt und Tod aufklären, sowie auch das Wesen des ewigen Geistes erkennen.
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Atlantis and Lemuria 1911, tr. Max Gysi
VII. The Beginnings of Sex Duality
A description of the constitution of man before the division into male and female sexes must now be given. The body consisted then of a soft, plastic mass. Over it the will-power was far more potent than was the case with mankind subsequently. On his separation from the parent being, man appeared, it is true, as an organism with members, but incomplete. His organs continued their further development apart from the parent body. Much of that which at a later period ripened within the maternal organism was then brought to perfection by an external force akin to our will-power. The parent's fostering care was necessary to promote such a ripening from without. Man brought with him into the world certain organs which he afterwards discarded. Others, still quite imperfect at his first appearance, completed their development. The whole process permits of a comparison with liberation from an egg-form and the casting off of an outer covering; but we must here not think of a hard and egg-like shell.
Man's body was warm-blooded. This must be distinctly stated, for in former times it was otherwise, as will afterwards be shown. The process of maturing apart from the mother-entity was accomplished under the influence of increased warmth, conveyed in like manner from without. But by no means must we imagine a hatching-out of the egg-shaped man—so named for the sake of brevity. The conditions of warmth and fire on the earth were different then from those of later times. By means of his own force a man could constrain and confine within a certain space fire or warmth. In short, he could concentrate heat. He was thus in a position to supply warmth to the young creature that required it for his development.
The organs of motion were at that time man's most highly developed organs. The sense-organs of to-day were then quite unevolved. The most advanced were the organ of hearing and the organs for the perception of cold and heat (the sense of feeling); still far behind was the perception of light. Man was born with the senses of hearing and of touch, and then, somewhat later, the light-perception was evolved.
All that is stated here refers to the latest period before the separation of the sexes. The latter proceeded slowly and gradually. For a long time before its actual appearance, mankind began to develop in such a way that one individual was born with more of the masculine, the other with more of the feminine character. Nevertheless, the characteristics of the opposite sex were present in every individual, so that spontaneous generation was possible, though not at all times, for it was dependent upon the influences of external conditions at certain seasons of the year. In diverse matters mankind as a whole depended to a large extent on such external circumstances. For that reason he had to regulate all his undertakings in accordance with such outer conditions; in accordance, for example, with the course of sun and moon. This regulation did not, however, take place consciously, in the present sense of the term, but was carried out in a manner which must rather be called instinctive, a term indicating the mental life of the man of that time.
This mental life cannot be described as an actual inner life. Bodily and mental activities and qualities were not as yet rigidly separated from one another. The outer life of Nature was still experienced by the soul. It was above all on the sense of hearing that every single vibration from without made a powerful impression. Every quiver in the air, every movement in his surroundings was “heard.” The wind and the water expressed in their motions what to man was an “eloquent language.” It was a perception of the mysterious weaving and working in Nature which thus penetrated man. And this weaving and working resounded again in his soul. His activity was an echo of these influences. He transformed the perception of sound into his own activity. He lived amid those surgings of sound, and brought them into expression by means of his own will. In like manner was he impelled to accomplish all his daily work. To a somewhat less degree, indeed, he was affected by the energy playing upon his feelings. Nevertheless these too acted an important part. The surroundings were sensed by him within his own body and he acted accordingly. By the activities of his feelings he knew when and how he ought to work. By these he knew where to settle, or recognised the dangers threatening his life, and so avoided them. He regulated the taking of sustenance accordingly.
Altogether different from that of later times was the course taken by the rest of his mental life. Pictures lived in his soul, but not as representations of external things. When, for example, the man moved from a colder into a warmer place, there arose in his soul a definite colour-picture, but this colour-picture had nothing to do with any external object. It sprang from an inner force akin to the will. Pictures like these continually filled the soul. The whole can only be compared with the rising and falling dream-visions of man. Only at that time the pictures were not unregulated, but in conformity with laws; and for that reason we must not speak, at this stage of humanity, of a dream-consciousness, but rather of a picture-consciousness. In the main it was colour-pictures with which this consciousness was filled, but these were not the only kind. Thus man wandered through the world, experiencing its events by means of his senses of hearing and feeling, but in his inner life this world was reflected in pictures, very unlike those existing in the outer world. Pleasure and pain were bound up with these soul-pictures in a much smaller degree than is the case with man's ideas to-day, which reflect his perceptions in the world outside. Doubtless one picture caused him pleasure, another disgust; the one hatred, and the other love; but these sensations bore a much fainter character. On the other hand strong feelings were produced by something else. Man was then much more agile, much more active than later. Everything in his surroundings, as well as the pictures in his soul, stirred him to activity, to movement. Now when his activity, unhindered, had free play, he experienced a sensation of well-being; when, however, this activity was checked in any direction, he was overcome by unhappiness and discomfort. The absence or presence of opposition to his will determined the content of his life of feeling, his pleasure and his pain. And this pleasure or this pain discharged itself again in his own soul as a living world of pictures. Clear, bright, beautiful pictures lived within him when he was able to expand unhindered; gloomy and misshapen were those which appeared in his soul when his movements were hampered.
So far the average man has been described. In the case of those who had developed into a kind of superhuman state, the inner life was different. With them the soul-life was not of this instinctive character. What they perceived through their senses of hearing and of feeling were Nature's deeper secrets, and these they could consciously interpret. In the roaring of the wind, in the rustling of the trees, the laws and the wisdom of Nature were disclosed; and in their soul-pictures these were not mere reflections of an outer world, but images of the spiritual powers in the world. It was not the things of sense which they perceived, but spiritual intelligences. If the average man, for example, experienced a sensation of fear, a hideous sinister picture would arise in his soul. The superhuman being received by means of such pictures information, revelation from the spiritual beings of the world. The processes of Nature did not appear to him as they do to the naturalist of to-day, dependent on lifeless natural laws, but rather as the deeds of spiritual beings. The outer reality did not as yet exist, for there were no outer senses, but to the higher beings the inner reality revealed itself. The spirit poured its rays into them as the sunlight streams into the physical eye of the man of to-day. In these beings was knowledge in its fullest sense, that which is called intuitive knowledge. There was no such thing as combining and speculating among them, but a direct contemplation of the working of spiritual beings. These superhuman individualities could thus absorb directly, into their wills, communications coming from the spiritual world. Consciously they led the others. They received their mission from the spiritual world and acted in accordance with it.
Now when the time arrived at which the sexes separated, these beings naturally considered it their task to influence the new life in conformity with their mission. The regulation of sexual life originated with them. All arrangements which had to do with the generation of mankind had their source in them. In this they acted with perfect consciousness, but the other human beings were sensible of the impulse only as an instinct implanted in them. Sexual love was implanted in man by direct thought-transference; and all its expressions were at first of the noblest kind. Everything in this domain which has taken on an ugly character dates from a later period, when man had become more independent, and when he had sullied a desire originally pure. In these early times there was no such thing as a satisfaction of sexual desire for its own sake. Everything then was a service of sacrifice for the continuance of human existence. Generation was regarded as a sacred thing, as a service which man owed to the world, and sacrificial priests were the leaders and rulers in this domain.
Of another kind were the influences of the semi-superhuman beings. The latter were not developed to the stage at which they could receive the revelations of the spiritual world in all their purity. In their soul-pictures there arose besides the impressions of the spiritual world the activities also of the world of sense. Those who were in the fullest sense superhuman beings had no sensation of either pleasure or pain from the external world. They abandoned themselves entirely to the revelations of the spiritual powers. Wisdom flowed into them as light flows into the creatures of sense. Their will was directed towards nothing else but to action in accordance with this wisdom, and in action of this kind lay their highest pleasure. Wisdom, Will, and Activity composed their very being. It was otherwise with the semi-superhuman beings. They felt the desire to receive impressions from without, and connected pleasure with the satisfaction of this desire, disappointment with its lack. They were thus distinguishable from the superhuman beings. For the latter, impressions from without were nothing more than confirmation of spiritual revelations. They might behold the outer world and receive nothing more than a reflection of that which they had already received through the spirit. The semi-superhuman beings experienced something new to them, and on that account they were able to be the leaders of mankind, when the latter began to change the mere pictures in the soul into images, into representations of outer objects. This happened when a part of the earlier human generative force turned inwards and when beings possessing a brain were evolved. For with the brain man also developed the capacity to change external sense-impressions into mind-conceptions. It must be said, therefore, that man was impelled by semi-superhuman beings to turn his soul towards the external world of sense. It was, indeed, denied him to expose his own soul-pictures directly to pure spiritual influences. The ability to generate his kind was implanted in him as an instinctive impulse by the superhuman beings. Mentally he would have had to lead a sort of dream-existence at first, had not the semi-superhuman beings interfered. Swayed by them, his soul-pictures were directed to the world outside. He became a being self-conscious in the world of sense. And thus man achieved the ability to guide his actions consciously and according to his perceptions in the world of sense. Once he had acted from a kind of instinct, under the sway of his external surroundings and the energizing forces playing upon him from higher individualities. Now he began to follow the urgings, the allurements, of his own conceptions. And with this the free will of mankind appeared in the world. That was the beginning of “Good and Evil.”
Before advancing further in this direction something must be said about man's environment on the earth. Side by side with man there existed animals as well, which according to their kind were at the same stage of development as he was. In accordance with our present conceptions they would be counted as reptiles. Besides these there were lower forms of the animal world. Now there was an essential difference between man and the animals. On account of his still plastic body, man could only live in those regions of the earth which had not as yet reached the densest material form, and in these regions animals possessing a like plastic body lived with him. In other regions, however, animals lived which had already dense bodies and which had also already developed unisexuality and their sense organs. Whence they came will be shown later. They could develop no farther because their bodies had taken on the denser matter too soon. Some species among them have disappeared, some have developed further after their kind into the present forms. Man was able to reach higher forms because he remained in those regions which at that time suited his structure. On that account his body remained so flexible and soft that he was able to single out of himself those organs which were capable of fructification by the mind. His external body had then advanced so far that it could densify and become a protecting sheath for the finer mental organs. But all human bodies were not so far developed. Those that were so advanced were few. These were first of all vivified by the mind. Others were not vivified. Had the mind entered the latter as well, it would only have been able partially to evolve, because of the imperfect inner organs. And so these human personalities had for the time being to continue their development as a kind of mindless creature. A third kind had proceeded so far that feeble mental impulses could make themselves felt. These stood between the other two kinds. Their mental activity remained dull. They had to be led by higher mental powers. Between these three kinds were all possible grades of transition. Further development was now only possible if one part of mankind should educate itself more highly at the cost of another part. First of all, the absolutely mindless had to be sacrificed. An intermingling with them for the purpose of propagation would only have dragged the more advanced down to their level. And so all who had received the mind principle were singled out from among them. Therefore they fell more and more to the level of animality. Thus, side by side with mankind, animals resembling man evolved themselves further.
Man left, as it were, a portion of his brothers behind him on the path, so that he might himself mount higher. This process was, however, by no means at an end here. Those men also of dull mentality, who stood rather higher, could only advance further by being drawn into association with higher beings and by separating themselves from the less mentally gifted. Only by these means could they develop bodies afterwards suited for the reception of the entire human intelligence. Not until after the lapse of a certain time had physical evolution advanced so far that, in this direction, a sort of pause set in, during which all lying beyond a fixed limit belonged to the human domain. The conditions of life on the earth had meantime so changed that a further rejection would have resulted in the production, not of animal-like beings, but of such as were not even fit to live. But what was thrust down into a state of animality has either died out or lives on in the various higher animals. In such therefore we must recognize creatures which had to remain behind, at an earlier stage of human development. Only they have not retained the same form which they had at the time of their separation, but have degenerated from a higher to a lower type. Thus monkeys are retrograde human beings of a bygone age. Just as man was at one time less perfect than he is to-day, so were these at one time more perfect than at present. And that which remained within the domain of man has undergone a like process, within its own limits. In many a savage tribe we may see the degraded descendants of human forms which were at one time more exalted. These have not sunk to the level of the brute, but only to that of the savage.
That which in man is eternal is the mind. It has been shown at what period the mind entered the body. Before that time the mind belonged to other regions. It could not unite itself with the body till the latter had attained a certain stage of development. Only when there is a perfect comprehension of the way in which this union took place can the meaning of birth and death be understood, or the character of the everlasting mind become known.
