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The Rudolf Steiner Archive

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I
Theosophie, Christologie und Mythologie
GA 90a

8 July 1904, Berlin

42. Das Universum von Aussen

[ 1 ] Stellen wir uns auf den Standpunkt des Universums, und betrachten wir die Welt nach dem Gesichtspunkt des Bewusstseins, Lebens und Seins oder umgekehrt. Auch da hat man zu unterscheiden zwischen Leib, Seele und Geist. Leib würde dem Sein entsprechen, Seele dem Leben, Geist dem Bewusstsein. Dabei bekommen wir auch eine Dreifaltigkeit.

[ 2 ] Wenn wir kosmisch den Leib nehmen, diesen nennt die indische Philosophie: Adi-Buddha = All-Leib. Die christliche Esoterik bezeichnet dasselbe mit Kyriotetes - Reich. Die All-Seele bezeichnet die indische Philosophie mit Adi-Atma. Die christliche Esoterik bezeichnet dasselbe mit Dynamis- Macht. Dann All-Geist: indisch AdiDeva, christlich-esoterisch: Exusiai - Offenbarung oder Gewalt. Sodass wir vom Standpunkt des Mikrokosmos zu unterscheiden haben:

Adi-Buddha Adi-Atma Adi-Deva
Erstes Elementarreich Tieftrance Göttliche Gewalt
Zweites Elementarreich Schlafbewusstsein Äthergewalt
Drittes Elemetarreich Traumbewusstsein Feuergewalt
Mineralreich Tagesbewusstsein Lichtgewalt
Pflanzenreich Psychisches Bewusstsein Kraftgewalt
Tierreich Überpsychisches Bewusstsein Schöpferische Gewalt
Menschenreich Spirituelles Bewusstsein Selige Gewalt, Götter

[ 3 ] Die Götter umkreisen 7x7-mal die Achse/den Stab, und je sieben Kreise sind die sieben Reiche. Dabei aber rücken beim jedesmaligen Umkreise die Götter selbst um eine Stufe vor, sodass der Mensch in dem gegenwärtigen Mineralreiche von den Lichtgöttern, im Mineralreich der nächsten Runde aber schon von den Kraftgöttern regiert wird.

Adi-Buddha Kyriotetes Reich
Adi-Atma Dynamis Macht
Adi-Deva Exusiai Offenbarung, Gewalt

[ 4 ] Bei allen dreien haben wir sieben Stufen zu unterscheiden, sieben Regionen des Adi-Buddha, dann des Adi-Atman - sieben Stufen des lebendigen Bewusstseins. — Bei Adi-Deva haben wir auch sieben Stufen zu unterscheiden.

[ 5 ] Das 'Tagesbewusstsein offenbart sich in der vierten Runde der Erde im Mineralreich, und von außen offenbaren sich dabei die Gewalten des Lichtes.

[ 6 ] Wenn wir also die dreiteilige Welt vom Standpunkt des Universums betrachten, haben wir im Innern des Mineralreiches das helle Tagesbewusstsein. Wenn wir auf den Körper blicken, sehen wir, dass es sich [Lücke in der Mitschrift] Mineralreich [Lücke in der Mitschrift] und was sich in ihm offenbart, sind die Gewalten des Lichtes.

[ 7 ] Wenn sich das Licht auf dem physischen Plan offenbart, muss sich mit ihm die Finsternis offenbaren, denn die Gegen [Lücke in der Mitschrift] des Reiches stellen sich ihm entgegen und bewirken Trübungen.

[ 8 ] Auf dem Plane der Täuschung können sich die Gewalten nicht anders offenbaren als in der Zw /Lücke in der Mitschrift], sodass notwendig den Gewalten des Lichtes die Gewalten der Finsternis entgegenstehen.

[ 9 ] Wenn wir die Entstehung der Erde von diesem Gesichtspunkt betrachten, offenbaren sich zunächst die Gewalten des Lichtes und damit die der Finsternis. Betrachten wir zunächst die Gewalten des Lichtes: Elohim.

[ 10 ] Nun durchläuft die Erde, während sich eine Art Gewalt offenbart, alle Reiche: das erste, das zweite und das dritte Elementarreich, das mineralische, das pflanzliche Reich und das Tierreich.

[ 11 ] Adi-Atma macht sieben Stufen durch, und diese nennt man «Planetarische Entwicklungen» oder «Ketten.

Diagram

[ 12 ] Bei jedem dieser Reiche werden durchlaufen sieben Stufen. In jeder

[ 13 ] Runde wiederum sieben Globen; das sind die Gewalten. 343 Kreis läufe muss ein Atman durchgehen, um zum Ziele zu gelangen.

7 x 7 - 7 Stufen des Bewusstseins, 7 Runden, in jeder 7 Globen.
Planetarische Entwicklung
Runden-Entwicklung
Globen-Entwicklung
Früher waren die Gewalten der Wärme außer uns, jetzt in uns.
1. Die Seele erreicht 7 Bewusstseinsstufen. Jede Bewusstseinsstufe heißt ‹Planetenkette›.
2. Auf jeder Bewusstseinsstufe schreitet die Seele durch alle 7 Reiche - Buddhas. Jedes Reich heißt eine ‹Runde›.
3. In jeder Runde regiert eine Art der 7 verschiedenen Devas. Jede Regierungsart eines Devas ist ein ‹Globus› oder ein ‹Planet›.

[ 14 ] In christlichen Schriften werden die Devas «Engel der Umlaufzeiten» genannt. Die Menschen selber sind Manifestationen der Weltseele im Mineralreich.

[ 15 ] Vorher also, bevor unsere Erde zum Standpunkte kam, dass sich auf ihr die Elohim offenbarten, war sie umflutet von einem Meer von Wärme. Da hatten wir ein Organ, die Zirbeldrüse, herausgewachsen, sie war auch das eine Auge der Zyklopen; die waren die Menschen des Feuers. Ein großes Wärmeauge, mit dem würde er herumschwimmen in diesem Meere, was dann die Erde war, und überall wahrnehmen. Das war der Wärmeglobus. Noch früher der Ätherglobus und vorher der Globus, der nur Leben war.

[ 16 ] Hinter diesen Zustand zurückgehend würden wir auf die dritte Runde kommen. Bei der dritten Runde würden wiederum die verschiedenen Gewalten sieben Mal erscheinen. Gewalten der Wärme im Mineralreich. Bei der vorhergehenden zweiten Runde haben wir im Mineralreich herrschend die Gewalten des Feuers.

1. Die Arupa-Devas herrschen während der ersten Runde im Mineralreich.
2. Die Rupa-, Feuer-Devas herrschen während der zweiten Runde im Mineralreich.
3. Die Astral-Devas oder Wärmegeister herrschen während der dritten Runde im Mineralreich.
4. Die Lichtgeister herrschen während der vierten Runde im Mineralreich.
5. Die Kraftgeister herrschen während der fünften Runde im Mineralreich.
6. Schaffende Geister herrschen während der sechsten Runde im Mineralreich.
7. Göttliche Geister herrschen während der siebten Runde im Mineralreich.

[ 17 ] Wenn wir dies verfolgen, haben wir: «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde» - Arupa-Devas entstanden.

[ 18 ] «Es war die Erde wüst und leer» - Es entwickelt sich weiter von Globus zu Globus.

[ 19 ] «Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.»

[ 20 ] Beschreibung der ersten Runde. Die erste Runde ist der erste Schöpfungstag; die Finsternis ist Pralaya, die jetzt hinübergeht zur zweiten Runde.

[ 21 ] Nach den Licht-Geistern herrschen in der zweiten Runde die Kraft-Geister, die sollen hinübergehen zu der nächsten Runde. «Da machte Gott die Feste.»

[ 22 ] Wenn die dritte Runde zu Ende ist, entlässt sie ihre Gottheiten als schaffende Geister. Die vierte Runde wird gottselige Geister entlassen. Genau dasselbe, was früher involviert war, das ist jetzt evolutioniert. Dementsprechend wird die vierte Runde in der Bibel beschrieben:

[ 23 ] «Es sollen Leuchten entstehen» - Lichtgeister, Exusiai, Elohim.

[ 24 ] Der fünfte, sechste und siebente Tag stellen die Zukunft dar.