Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Kosmologie und menschliche Evolution
Innere und Äussere Evolution
GA 91

4 September 1904, Graal

11. Die innere Evolution seit der lemurischen Zeit

[ 1 ] Manas war draußen, der Tierkörper stülpt sich darüber, schließt sich beim Menschen, um von innen heraus zu gehen. Das Innere des Menschen fängt erst zu leben an seit der dritten Unterrasse der lemurischen Wurzelrasse.

[ 2 ] Die erste Form, in der Manas aufleuchtet, ist die Vorstellung. Solange es keine [Vorstellung] gibt, gibt es kein Innenleben. Das erste von einer Widerspiegelung des Äußeren im Inneren ist die Vorstellung - zwanzig Millionen Jahre ungefähr. Die Menschen, die übrig geblieben sind von ihnen, haben noch kein Gedächtnis und behalten nicht die erhaltene Vorstellung.

[ 3 ] Bei den Atlantiern leuchtet im Innern Manas als Gedächtnis auf. In der dritten Rasse Vorstellung; in der vierten Rasse Gedächtnis; in der fünften Rasse die Denkkraft. In der sechsten Rasse wird Manas nicht nur Denkkraft sein, sondern Intuition. Der Unterschied zwischen gedächtnismäßigem Behalten und Kombinieren ist ungefähr so: Bohnen nebeneinandergereiht [Lücke in der Mitschrift]

[ 4 ] Der Mensch der sechsten Rasse wird eine innere Erleuchtung haben, als Durchschnittsmensch; nicht nur kombinieren. Vorgeschrittene Menschen haben schon jetzt die Gabe, dass ihnen innere Wahrheiten aufgehen. Was in gewissem Maße der Dichter hat und in höherem Maße der Magier. Magier - Imago - Maya — Mahat. Wer aber ein solches Bild entwerfen kann, ist noch nicht auf der höchsten Stufe angelangt, sondern wer diesem bewussterweise bleibende Wirklichkeit geben kann. Das Bild wird im geistigen Raume wirklich da sein. Er ist ein Schaffender, ein Produktiver. — Raffael ohne Hände: Wenn er Bilder erschafft, hat er zugleich etwas wirklich Vorhandenes geschaffen.

[ 5 ] Der Mensch der dritten Rasse bildet Vorstellung.

[ 6 ] Der Mensch der vierten Rasse behält Vorstellung.

[ 7 ] Der Mensch der fünften Rasse behält [Vorstellungen] nicht nur, sondern verbindet sie miteinander.

[ 8 ] Der Mensch der sechsten Rasse bildet schon Bilder, aber sie vergehen mit ihm.

[ 9 ] Der Mensch der siebten Rasse bildet Bilder, die schon bleiben — Evolution, Involution.

[ 10 ] Innerhalb des Überganges vom äußeren in den inneren Manas, was ist da an die Stelle getreten? Die Liebe umgibt die manasischen Wesen, wie früher Manas die kamischen Wesen, und die Liebe wird innerhalb der nächsten Runde in dem Menschen sein, wie sie ihn jetzt umschwebt.

[ 11 ] Manas ist zuerst eingeflossen; als Nächstes wird die Liebe einfließen; jetzt ist sie draußen. Liebe, Manas, und dann das menschliche Wesen. Wenn sie hinten so schwebt, noch nicht heran kann an die einzelnen Wesen, nennt man sie das «göttliche Feuer. Das ist es auch, als was sich diejenigen Wesen offenbaren können, die eine Stufe über dem Menschen stehen. Das finden wir wieder in alten Religionen. Zehn Gebote im brennenden Busch. Gott, verzehrendes Feuer. Zoroaster hat das Feuer die «göttliche Wesenheit genannt.

[ 12 ] Das Tier hat Kama in sich, Manas äußerlich. Der Mensch hat Kama-Manas in sich, das heißt Manas in Kama, äußerlich die Liebe, das heißt das Feuer, das Göttliche, wenn wir uns die Liebe als Wesenheit vorstellen.

[ 13 ] In der nächsten Runde wird dasjenige, was dem Menschen außen erscheint, innerlich sein. In ihm selbst wird das Feuer sein. Das Göttliche wird sich in ihm offenbaren, wie es sich jetzt außen offenbart. Und dasjenige, was noch um eine Etappe höher liegt, das ist, was wir im Okkultismus als das Wort bezeichnen. Wenn wir uns überlegen, dass das Feuer eine Kundgebung ist, die auf anderes wirkt, gleichsam der Vermittler ist, können wir uns vorstellen, dass das Feuer die ruhige Kundgebung ist. Wenn wir uns vorstellen, dass das göttliche Wesen sich zuerst im Feuer offenbart, haben wir ein Manas gewordenes Feuer, das ist das göttliche Gebot.

[ 14 ] Wenn wir uns vorstellen das noch Höhere, das sich kundgibt, so haben wir das Wort, das eine Stufe tiefer dringt, in Kama oder in das Fleisch. Fleisch gewordenes Wort — der Christus.

[ 15 ] Erstens: Mensch ursprünglich: Kama.

[ 16 ] Zweitens: Manas nimmt Besitz von Kama.

[ 17 ] Drittens: Feuer wird sich in Manas kundgeben.

[ 18 ] In der weiteren Runde: das Wort im Feuer. Wenn das Feuer in Manas sich kundgibt, entsteht göttliches Denken. Gibt sich das Feuer ihm kund, wird sein Gedanke göttlich. Göttlicher Gedanke waren die Zehn Gebote - wenn wir in okkulter Weise die Gebote charakterisieren. Das Feuer ist Gedanke geworden — Gebot.

[ 19 ] Wenn der Mensch nun geläutert und gereinigt wird innerhalb dieser Rasse, sodass er das Feuer aufnehmen kann, nimmt er in der nächsten Runde das Wort auf, und das dringt hinunter bis nach Kama. Der Gedanke ist durchlässig geworden. Das Wort ist Kama geworden oder Fleisch, Es ist genau dasselbe wie für ein früheres Stadium das Gebot.

[ 20 ] In der fünften Runde wird die Gesamtmenschheit die Gebote erfüllen. In der sechsten Runde wird die Gesamtmenschheit Genosse Christi sein. Das Fleisch gewordene Wort ist aber Christus.

[ 21 ] Nun müssen wir uns vorstellen, dass alles, was langsam geschieht, in der Menschheit vorausgenommen wird durch einzelne menschliche Wesenheiten. Sodass die Offenbarung der Gebote eine Vorausnahme dessen war, was sich in langsamer Weise erfüllt. Sodass das Fleisch gewordene Wort auch eine Vorausnahme ist, die sich noch langsamer erfüllt.

[ 22 ] Fünfte Runde: Die Gesamtmenschheit wird den Geboten folgen.

[ 23 ] Sechste Runde: Die Gesamtmenschheit wird mit Christus leben.

[ 24 ] Was im Christentum als der erste Funke veranlagt ist, ist die große Perspektive für die sechste Runde. Die bereitet sich nun vor innerhalb unserer Runde.

Lemurier 4 + 3 = 7 - 2 beginnt Vorstellung.
Atlantier 7
Arier 7
Sechste Wurzelrasse 7
Siebte Wurzelrasse 7

[ 25 ] Aus der [vierten] lemurischen Unterrasse geht die erste atlantische hervor. Die vier ersten atlantischen Rassen sind Wiederholungen. Aus der fünften atlantischen Rasse geht die erste arische hervor. Fünf arische müssen sich vorbereiten. Wir sind die letzten Wiederholer. Aus der sechsten arischen Rasse bildet sich die sechste Wurzelrasse. Aus der siebten Unterrasse der sechsten Wurzelrasse geht die siebte Wurzelrasse hervor.

[ 26 ] Was ausgebildet wird, ist Manas. Und zwar während der lemurischen Zeit die Vorstellung, während der atlantischen Zeit das Gedächtnis, während der arischen Zeit die Denkkraft. Während der sechsten Rasse die Intuition, während der siebten Rasse die Imagination.

[ 27 ] Sodass, wenn die siebte Rasse ihr Ziel erreicht hat, wird das, was im Menschen lebt, imaginiert. Dann ist der physische Globus an sein Ziel gelangt. Der physische Globus geht über in den astralischen Globus. Manas hat es dahin gebracht, Bilder zu machen, die leben im Geistesraume; das Ganze ist astralisch geworden; die Bilder werden das ganze Mineralische in sich aufnehmen; und der Mensch wird das mineralische Reich in sich aufsaugen können, was früher abgesondert worden ist.

[ 28 ] Wenn der Rupa-Globus kommt, gibt es ein eigentliches Mineral nicht mehr, aber Pflanzen und Tiere hätten es in sich; die Bilder werden nun fähig sein, das Mineralische aus den Pflanzen in sich aufzunehmen.

[ 29 ] Arupa-Globus — da wird von der Imagination alles, was an Mineralischem im Tier ist, aufgesogen. — Nun hat der Mensch verdaut alles Mineralische und tritt ins Pralaya ein.