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The Rudolf Steiner Archive

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Kosmologie und menschliche Evolution
Innere und Äussere Evolution
GA 91

6 September 1904, Graal

13. Von den Arhats bis zu den Mahatmas

[ 1 ] Betrachten wir noch einmal die Entwicklungslinien, die zusammengeflossen sind in der Zeit, von der wir gesprochen haben. Entwicklung geht nicht geradlinig, sodass, wenn man eine Stufe hat, man nur zurückzuverfolgen hatte, sondern /Lücke in der Mitschrift]

[ 2 ] Es will jemand die elektrische Uhr begreifen, wenn er nur ein mechanisches Pendel verfolgt, so würde er nicht begreifen, sondern er muss El /Lücke in der Mitschrift] ... So im W/Lücke in der Mitschrift]

[ 3 ] In der Mitte der lemurischen Rasse haben wir ein Zusammenfließen von verschiedenen Strömen. Vor allem war das Seelische des Menschen schon da. War auf anderem Plan. Hat dort sieben Rassen und Runden durchgemacht. Was Besitz ergriff vom Leibe dazumal, war nach langer Entwicklung auf einem bestimmten Punkt der Reife. Dieses Seelische, das damals Besitz ergriff, von dem stellen wir probeweise Fragen. Die erste und zweite Wurzelrasse waren noch seelenlos. Seelen konnten nicht Besitz ergreifen, weil Erde nicht so reif war.

[ 4 ] Wenn die Seele im damaligen Standpunkt der Reife hätte Besitz ergreifen wollen vom Leibe, wäre es so, wie wenn sehr schlechter Klavierspieler /Lücke in der Mitschrift]

[ 5 ] Es musste erst die Erde so reife Leiber hervorbringen, dass ihr Reifegrad dem der Seelen entsprach. Da haben wir zwei Entwicklungsströme, die zusammenfließen. Erde entwickelt Leiber, und der andere Strom war die seelische Entwicklung, die in anderen Welten sich vollzogen hat, und jetzt zusammenfällt mit erstem Strom. Das müssen wir berücksichtigen, dass Entwicklung nicht so glatt fortgeht.

[ 6 ] Wenn wir den irdischen Strom berücksichtigen. Es war nur eine bestimmte Anzahl Leiber so weit reif, dass sie damals von Seelen bewohnt werden konnten, nicht alles hat ge/Lücke in der Mitschrift] Sch/Lücke in der Mitschrift] gr/Lücke in der Mitschrift]. Außerdem war die ganze Leibentwicklung so weit, dass nur fortgeschrittenste Seelen etwas anzufangen wussten mit diesen Leibern. So haben wir zunächst eine Gruppe von Menschen mit fortgeschrittenen Seelen. Das ist eine besondere menschliche Rasse: hochentwickelte Arhats, eine kleine Schar. Die Seelen dieser Arhats waren über den Strom der damaligen Entwicklung schon hinaus. Das heißt, sie sahen schon das voraus, was die andern in längerer Entwicklung erst erreichen konnten. Sie konnten also wirklich Führer des Menschen sein, weil sie voraussahen. Nun war durch sie die Zahl der vorzüglichen Leiber erschöpft. Die andern mussten sich mit minderwertigen begnügen. Manas konnte nur in ungelenker Weise sich dieser Werkzeuge begnügen. Diese Leiber konnten sich nur so weit entwickeln, als es die atlantische war; dann mussten sie nach und nach aussterben. Die Ursemiten waren Grundlage für die fünfte Wurzelrasse. Diese hatten reifere Leiber vorgefunden, und waren hinterher nachgerückt. Das ist die dritte Gruppe.

[ 7 ] Erste Gruppe: besonders vorgeschrittene Arhats.

[ 8 ] Zweite Gruppe: die nur dumpfen Geist bekamen und aussterben mussten.

[ 9 ] Dritte Gruppe: die immer nachkommen, je nachdem die Leiber bereit sind.

[ 10 ] Aus denen rekrutieren sich diejenigen, die fähig sind, bis in die fünfte Rasse hinüber und weitere künftige Rassen zu bilden.

[ 11 ] Die Arhats sind hochentwickelte Wesenheiten, die da, wo sie sich inkarnieren, höher stehen, als ein normaler Mensch kann. Daher die Fähigkeit, auf höheren Planen zu leben und höheren Verkehr zu haben. Daher imstande, hohe Befehle entgegenzunehmen: Götterboten, Könige und Führer waren diese Arhats. Höchstens, dass sie sich einige heranziehen konnten, aber im Ganzen wurden diese Menschen ziemlich unbewusst gelenkt. Das dauerte noch durch die ganze atlantische Zeit hindurch. Erst das Geschlecht, das sich herausentwickelt aus den Ursemiten, liefert diejenigen, die fähig sind, ihr Geschick in die Hand zu nehmen. Und diese waren daher fähig, von den Götterboten unterrichtet zu werden. Daher richtig genannt: Heroen.

[ 12 ] Also auch im Mythos haben wir die Sache wörtlich zu nehmen. Bis zu einem gewissen Grade konnten nun diese Menschen eingeweiht werden, und das hat die Sage festgehalten, und auch Gefahr: Tantalos durfte mit den Göttern essen. Er war Mensch und durfte an den Entschlüssen der Götter mit beraten. Daher Verführung groß. Für Menschen, die sterblich — konnten Karma auf sich laden. Was Tantalos als eigenen Sohn hervorgebracht hat, ist das Endliche. Es ist das größte Vergehen, was ein Einzuweihender begehen kann, endliche Entschlüsse mit ewigen zu vermischen. Und leicht ist es, Götter zu täuschen, denn für sie ist auch das Endliche, das in den Schleier der Maya gehüllt ist, ewig. In gewisser Beziehung ist es leicht, Eingeweihte zu täuschen. Tantalos tut es und bringt das Furchtbarste über sich und seine Nachkommen. Aus alledem ersehen wir, dass Menschen bis Ende der vierten Rasse nicht fähig waren, sich selbst zu lenken; jene höheren Wesen lenkten sie noch hinein in die fünfte.

[ 13 ] Auch im Anfang der fünften Rasse brauchten sie noch den Führer Manu. Er trennte die Allerfähigsten ab von den Übrigen und lenkte sie in die Gegend Gobi; einige hundert Familien, die entzogen waren den Übrigen und lediglich erzogen durch Unterweisung des Manu. Er lehrte die ursprünglichen religiösen Vorstellungen der fünften Rasse, Künste, Gebrauch des Feuers, vorzugsweise. Dann Astronomie, Alchemie, diese grundlegenden Wissenschaften. Vor allem strenge Moral. Früher, als die Menschen geführt wurden, hatten sie Moralgrundsätze nicht nötig; das begann jetzt. Selbstständig sollen die Menschen werden. Daher war es notwendig, in Freiheit zu erziehen; sonst wäre Zweck nicht erreicht, wenn gezwungen. Und weil frei, folgten viele nicht. Deswegen sehr durchgesiebt, diese Ursemiten. Die wenigen waren völlig frei gefolgt.

[ 14 ] Erste Kolonie ging hin gegen Vorderindien: erste Unterrasse, indisch-arische. Bis jetzt waren Menschen Kinder unter Führung der Arhats; jetzt fangen sie allmählich an, die Fähigkeiten benutzen zu können, um sich selbst hinaufzuarbeiten, eingeweiht zu werden. Diese ersten Rishis waren die ersten eingeweihten Menschen, die früheren waren hinuntergestiegene Götter. Ganz neue Wesen treten auf. Eingeweihte, die von der Erde selbst abstammen, die Führer werden konnten; vor ungefähr fünfzehn bis sechzehn Millionen Jahren. Seitdem immer inkarniert, und dies sind die Wesenheiten, die man Meister nennt. Erst die sechste Wurzelrasse wird aus der Menschheit selbst entsprossene Wesenheiten haben, die Menschen leiten werden, als Manu. Übergang von Götterboten zu menschlichen Meistern, Mahatmas.

[ 15 ] Und nun ist dieser Manu an der Spitze der theosophischen Bewegung und schafft Vorbereitung für die sechste Wurzelrasse, sodass innerhalb der theosophischen Bewegung das geschieht, was in der atlantischen Zeit geschehen ist. Meister Morya ist der erste menschliche Manu, der die sechste Wurzelrasse begründen wird, während es früher Götterboten waren, göttliche Arhats waren, die in der lemurischen Zeit inkarniert und gest [Abkürzung nicht auflösbar sind], und die man auch Söhne des Feuernebels nennt, weil die Erde damals in diesem Zustand war.

[ 16 ] Dritte Wurzelrasse ist untergegangen durch Feuer.

[ 17 ] Vierte Wurzelrasse ist untergegangen durch Wasser.

[ 18 ] Fünfte Wurzelrasse ist untergegangen durch Unmoralität.

[ 19 ] Und zwar wird am Ende der Egoismus in noch stärkerer Form, in Form eines wütenden Kampfes ums Dasein auftreten, mit Willen; während bis jetzt unbewusst, und nur diejenigen, die gelernt haben, selbstlos zu sein, die sechste Rasse bilden. Diese wird als selbstlosere Rasse mit Auflebung des Christusprinzips, wieder Entstehung [Lücke in der Mitschrift]

[ 20 ] Untergang durch Feuer

[ 21 ] Untergang durch Wasser

[ 22 ] Untergang durch Wille In dieser Voraussicht des Kampfes aller gegen alle, will die Theosophische Gesellschaft den Kern allgemeiner Bruderschaft legen. Es ist nicht willkürlich herausgedacht, sondern aus dem Weltenplan heraus.

[ 23 ] Die Meister haben zum ersten Mal gesprochen, weil den Meistern es obliegt, das Material zu schaffen für die sechste Rasse.

[ 24 ] Die aufhaltenden Kräfte nennt man Mammon, und nur in sekundärer Bedeutung hat das Geld diesen Namen bekommen; Mammon ist der Gott der Fortschrittshemmung.