Human Development and Christ-Knowledge
GA 100
24 June 1907, Kassel
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Human Development and Christ-Knowledge, tr. SOL
Theosophie und Rosenkreuzertum IX
Theosophy and Rosicrucianism IX
[ 1 ] Wir werden heute, in der Ausführung der gestern über die Planetenentwickelung gegebene Skizze, weitere Betrachtungen anstellen. Gesagt wurde, daß unsere Erde vorher einen Saturn-, Sonnen- und Mondenzustand durchgemacht hat. Heute möchte ich Ihnen, so wie es im Okkultismus üblich ist, diese aufeinanderfolgenden Zustände beschreiben. Sie werden dann, wenn wir über die Entwickelung der Seele auf dem Erkenntnispfad sprechen, von manchem, was heute hypothetisch hingestellt wird, sehen, wie es gemeint ist. Wenn wir nun ohne weiteres eingehen auf den Saturnzustand, also jenen Millionen und Millionen Jahre vor unserer Zeit liegenden Zustand unserer Erde, so nimmt sich dieser ganz anders aus, als nach unseren heutigen physikalischen Verhältnissen angenommen wird. Vor allem müssen wir uns klar sein, daß das vollkommenste Wesen, das wir kennen, der Mensch selbst, die längste Reihe der Entwickelung hinter sich hat. Sie werden also eine Entwickelungsgeschichte hören, von der man sagen könnte, sie weicht sehr weit ab von der Haeckel-Darwinschen Entwickelungsgeschichte. Die Vorzüge vor dieser rein materialistischen Theorie werden Sie ja in meinem Buche ersehen.
[ 1 ] Today, as a continuation of the outline given yesterday on planetary evolution, we will make further observations. It was stated that our Earth previously went through a Saturn, Sun, and Moon phase. Today I would like to describe these successive phases to you, as is customary in occultism. When we speak of the development of the soul on the path of knowledge, you will then see the meaning behind much of what is presented hypothetically today. If we now proceed directly to the Saturn state—that is, the state of our Earth millions and millions of years before our time—it appears quite different from what is assumed according to our current physical conditions. Above all, we must be clear that the most perfect being we know, the human being itself, has the longest series of development behind it. You will therefore hear a history of development of which one could say that it deviates very far from the Haeckel-Darwinian history of development. You will, of course, see the advantages over this purely materialistic theory in my book.
[ 2 ] Zunächst handelt es sich darum, zu verstehen, daß das Vollkommenste die längste Entwickelung hinter sich hat. Das vollkommenste Wesen ist nun der Mensch, und zunächst der physische Menschenleib. Alle Wesen, die sonst um uns herum sind, sind unvollkommener als der physische Menschenleib, der die längste Zeit brauchte, um sich zu entwickeln. Daher finden wir, wenn wir geistig schauend zurückblicken, die ersten Anlagen dazu schon im Saturnzustand vorhanden. Der ganze Weltenraum mit allen Wesen und Dingen, die darinnen waren, haben auf den ersten Zustand der Erde gewirkt. Sie haben noch alle die Organe in sich, die damals gebildet worden sind als das Vollkommenste unseres physischen Körpers; das sind die Sinnesorgane, die Apparate, die man rein physikalisch begreifen kann, die zunächst damals in der Anlage entstanden sind. Zwar dürfen Sie sich nicht vorstellen, daß das Auge schon damals so vorhanden war, wie es heute ist. Aber die erste Anlage zum Auge, zum Ohr, zu allen Sinnesorganen und zu allen sonst rein physikalischen Apparaten am Menschen ist auf dem Saturn entstanden. Nur jene Wirkungen gab es auf dem Saturn, die heute noch in dem Mineralreich herauskommen. DerMensch war damals in der ersten Anlage seines physischen Leibes vorhanden; alles andere, Blut, Gewebe und so weiter war nicht da. Als physikalische Apparate waren die ersten Anlagen zum Menschenleib vorhanden. Wie der Smaragd, Glimmer und so weiter durch physikalische Gesetze entstehen und sich ausbilden als Würfel, Hexaeder und so weiter, so bildeten sich apparatartige Gestalten aus, die so auf dem Saturnkörper vorhanden waren wie heute die Kristalle im Erdkörper. Und die Wirkungsweise der Saturnoberfläche war wesentlich die einer Art Spiegelung in den Weltenraum hinein. Die Wesen, die den Saturn umgaben, die im Weltenraum zerstreut sind, warfen ihre Wirkungen hinunter. Namentlich war damals auch stark ausgebildet, was man das Weltenaroma nennt. Ein Gefühl für das, was damals auf dem Saturn geschah, können Sie heute nur noch bei einigen Erscheinungen bekommen: wenn Sie in der Natur draußen ein Echo hören, würden Sie in dem Ton des Echos etwas haben, was auf dem Saturn hinausgeströmt wurde von den Eindrücken her, die auf ihn gewirkt hatten. Diese Apparate, die solche Bilder zurückwarfen in den Weltenraum, sind die erste Anlage zu dem, was sich später zum Beispiel als Auge ausgebildet hat. Und so könnten wir alles einzelne verfolgen. Was Sie heute im Leibe tragen, war damals ein physisches Reich des Saturn, das in mannigfaltiger Weise das ganze Weltbild zurückwarf in den Raum.
[ 2 ] First and foremost, we must understand that the most perfect beings have undergone the longest process of development. The most perfect being is the human being, and specifically the physical human body. All other beings around us are less perfect than the physical human body, which took the longest time to develop. Therefore, when we look back with spiritual vision, we find the first seeds of this already present in the Saturn state. The entire cosmos, with all the beings and things within it, influenced the Earth’s earliest state. They still possess within themselves all the organs that were formed back then as the most perfect aspects of our physical body; these are the sense organs, the apparatus that can be understood purely in physical terms, which first arose in embryonic form at that time. You must not form a mental image of the eye back then as it does today. But the first rudiments of the eye, the ear, all the sense organs, and all other purely physical apparatus in the human being arose on Saturn. Only those forces existed on Saturn that still manifest in the mineral kingdom today. The human being existed at that time in the first rudiments of his physical body; everything else—blood, tissue, and so on—was not present. The first rudiments of the human body existed as physical apparatuses. Just as emerald, mica, and so on arise through physical laws and form as cubes, hexahedrons, and so on, so apparatus-like forms took shape that existed on the body of Saturn just as crystals exist today in the Earth’s body. And the mode of action of the surface of Saturn was essentially that of a kind of reflection into outer space. The beings surrounding Saturn, scattered throughout outer space, cast their effects downward. In particular, what is called the world aroma was also strongly developed at that time. You can only get a sense of what happened on Saturn back then through certain phenomena today: when you hear an echo in nature outdoors, you would find in the tone of the echo something that flowed out from Saturn in response to the impressions that had acted upon it. These organs, which cast such images back into outer space, are the first rudiments of what later developed, for example, into the eye. And so we could trace every single detail. What you carry within your body today was, back then, a physical realm of Saturn that cast the entire world picture back into space in manifold ways.
[ 3 ] Mythen und Sagen haben diese Erscheinung viel klarer erhalten, als man ahnt. So hat zum Beispiel die griechische Mythe, die noch entlehnt ist aus den Eleusinischen Mysterien, etwas bewahrt in dem Bilde des Zusammenwirkens von Kronos und Rhea, wobei nur eine große Verschiebung der Tatsachen vorgekommen ist durch die Art,wie damals die Weltenzusammenhänge gedacht waren. Es wird uns da gesagt, daß Kronos seinen Strahl hinunterwirft und er ihm in der mannigfaltigsten Weise wieder zurückkommt; daher jenes Bild: er verschlingt seine Kinder.
[ 3 ] Myths and legends have preserved this phenomenon much more clearly than one might suspect. For example, the Greek myth, which is itself derived from the Eleusinian Mysteries, has preserved something of this in the image of the interaction between Cronus and Rhea, although there has been a significant shift in the facts due to the way the structure of the universe was conceived at that time. We are told there that Cronus casts down his ray, and it returns to him in the most manifold ways; hence that image: he devours his children.
[ 4 ] Nun müssen Sie sich nicht vorstellen, daß die Saturnmasse so etwas Festes war wie die heutigen physischen Körper; selbst wenn Sie Wasser oder Luft nähmen, würden Sie noch keine Vorstellung bekommen von der Grundsubstanz des Saturn. Im Okkultismus redet man, wenn man von den Körpern redet, von den festen, den wasserförmigen, den luftförmigen Körpern. Wenn man im alten Stile von Elementen spricht, so entsprechen diese dem, was man heute in der Chemie Aggregatzustände nennt; Sie müssen nicht glauben, daß die Alten mit Elementen dasselbe gemeint haben wie wir. Dann aber gibt es noch einen höheren Aggregatzustand, den man im alten Okkultismus das «Feuer» nannte; man würde den Sinn besser treffen mit «Wärme». Auch die Physik wird gedrängt werden, anzuerkennen, daß das, was man Wärme nennt, sich wirklich vergleichen läßt mit einer Art vierten Aggregatzustands, einer andern Art Materie als Luft und Wasser. Also noch nicht einmal zur Luft verdichtet war die Saturnmasse; sie war geläuterte Wärme. Sie wirkte ähnlich wie heute die Wärme in Ihrem Blute wirkt, und sie war verknüpft mit inneren Lebensvorgängen, denn diese physikalischen Vorgänge waren wirkliche Lebensvorgänge. Aus Wärmestoff bestand der Saturn, eine ungeheuer feine Masse, die in bezug auf unsere Stoffe neutral genannt werden könnte.
[ 4 ] Now, you must not imagine that the mass of Saturn was something as solid as today’s physical bodies; even if you were to think of water or air, you would still not have a proper mental image of the fundamental substance of Saturn. In occultism, when speaking of bodies, one speaks of solid, watery, and airy bodies. When speaking of elements in the old sense, these correspond to what is today called states of matter in chemistry; you must not believe that the ancients meant the same thing by elements as we do. But then there is also a higher state of matter, which in ancient occultism was called “fire”; the term “heat” would better capture its meaning. Physics, too, will be compelled to acknowledge that what we call heat can truly be compared to a kind of fourth state of matter, a different kind of matter than air and water. Thus, the Saturn mass was not even condensed into air; it was purified warmth. It acted similarly to how warmth acts in your blood today, and it was linked to inner life processes, for these physical processes were actual life processes. Saturn consisted of warmth-substance, an immensely fine mass that could be called neutral in relation to our substances.
[ 5 ] Wenn wir nun die Wesen betrachten wollen, die den Saturn bewohnten, müssen wir uns erstens klar sein, daß das, was heute auf der Erde herumwandelt, dort selbst die erste Anlage zum physischen Leibe war; ein Ich oder Astralleib war nicht darinnen. Andere Wesen aber, die heute viel höher sind als der Mensch, belebten den Saturn, nur gingen sie dort auch nicht in physischen Leibern herum: sie waren im Wärmestoff verkörpert, und sie wirkten wie ein Wärmestrom, der sich dahinbewegte. Solche Wärmeströmungen bildeten die Taten der Wesen, die den Saturn belebten. Wie Sie heute einen Tisch formen, so taten diese Wesen ihre Arbeit, indem sie Wärmeströmungen verursachten. Sonst war nichts von ihnen zu bemerken. Wie wenn sich zwei Wärmeströmungen hin und her bewegten und sich gegenseitig austauschten, so begrüßte man sich sozusagen auf dem Saturn. Die Wesen, die auf dem Saturn ihre Menschheitsstufe durchmachten, hatten nicht einen physischen Leib als ihr niederstes Glied; sie stiegen nicht so weit in die Materie hinab, daß sie einen physischen Leib nötig gehabt hätten. Ihr niederstes Glied war das Ich, wie Sie heute als niederstes Glied den physischen Leib haben; dann kam ihr Geistselbst oder Manas, ihr Lebensgeist oder Buddhi, der Geistesmensch oder Atma. Aber dafür hatten sie noch ein achtes, neuntes und zehntes Glied entwickelt, die wir also bei ihnen mit aufzählen müssen.
[ 5 ] If we now wish to consider the beings who inhabited Saturn, we must first realize that what walks the earth today was itself the earliest rudiment of a physical body there; it did not contain an ego or an astral body. Other beings, however, who are much higher than humans today, animated Saturn; yet they did not walk about there in physical bodies either: they were embodied in the heat substance, and they acted like a stream of heat moving along. Such heat currents constituted the actions of the beings who animated Saturn. Just as you shape a table today, so these beings did their work by causing heat currents. Otherwise, nothing of them was to be perceived. Just as when two heat currents moved back and forth and exchanged with one another, so did they greet one another, so to speak, on Saturn. The beings who passed through their human stage on Saturn did not have a physical body as their lowest member; they did not descend so far into matter that they would have needed a physical body. Their lowest member was the I, just as you today have the physical body as your lowest member; then came their Spirit-Self or Manas, their Life-Spirit or Buddhi, the Spirit-Man or Atma. But in addition, they had developed an eighth, ninth, and tenth member, which we must therefore include in our account of them.
[ 6 ] Die theosophische Literatur nennt diese Glieder, die der Mensch heute noch nicht entwickelt, die «drei Logoi»; im Christentum heißen sie: der Heilige Geist, der Sohn oder das Wort, und der Vater. Also kann man sagen: Wie der Mensch heute aus physischem Leib, Äther-, Astralleib und Ich, Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch besteht, so bestanden diese Wesen, die den Saturn bewohnten, die wir mit dem heutigen Erdenmenschen in seinem Verhältnis zur Erde vergleichen können, aus dem Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch, dem Heiligen Geist, dem Wort oder dem Sohn, und dem Vater. Die theosophische Sprache nennt sie «Asuras». Sie sind diejenigen, die von Anfang an dieser physischen Anlage des Menschenleibes eingepflanzt haben die Selbständigkeit, das Ich-Bewußtsein und Ich-Gefühl. Sie könnten Ihr Auge gar nicht im Dienste des Ich verwenden, wenn Ihre Anlage damals nicht schon so vorbereitet worden wäre, daß Sie sie in den Dienst des Ich stellen konnten. So sind diese Glieder vorbereitet worden durch die Geister des Ich — auch die Geister des Egoismus genannt. Sie haben uns gegeben, was das Weiseste ist, wenn es richtig ausgebildet wird. Aber alles Höchste wird in sein Gegenteil verkehrt, wirkt am schädlichsten und verderblichsten, wenn es nicht richtig ausgebildet wird. Niemals könnte der Mensch jene hohe Stufe erreichen, die wir als die selbständige Menschenwürde bezeichnen, wenn nicht diese Geister ihm das Ich-Gefühl eingepflanzt hätten. Immer hat es auch Wesen gegeben, welche die böse Bahn eingeschlagen haben. Daher muß gesagt werden: Diese Wesenheiten, welche die Einpflanzer der Ichheit waren, die heute weit über den Menschen erhaben sind, zu denen wir aufschauen als zu den erhabensten, die es geben kann, sie haben die Ichheit in den Dienst der Selbstverleugnung, des Opfers gestellt; die andern haben ihre Ichheit selbstsüchtig weiterverfolgt.
[ 6 ] Theosophical literature refers to these aspects, which humans have not yet developed, as the “three Logoi”; in Christianity, they are called the Holy Spirit, the Son or the Word, and the Father. Thus, one can say: Just as human beings today consist of a physical body, an etheric body, an astral body, and the I, the Spirit-Self, the Life-Spirit, and the Spirit-Man, so did these beings who inhabited Saturn—whom we can compare to modern human beings in their relationship to the Earth—consist of the I, the Spirit-Self, the Life-Spirit, the Spirit-Man, the Holy Spirit, the Word or the Son, and the Father. Theosophical terminology calls them “Asuras.” They are the ones who, from the very beginning, implanted into this physical constitution of the human body the independence, the ego-consciousness, and the sense of self. You would not be able to use your eye in the service of the ego at all if your constitution had not already been prepared back then in such a way that you could place it in the service of the ego. Thus, these faculties have been prepared by the spirits of the “I”—also called the spirits of egoism. They have given us what is wisest, when properly developed. But everything highest is turned into its opposite, becomes most harmful and destructive, if it is not properly developed. Humanity could never have reached that high level we call independent human dignity if these spirits had not implanted the sense of the ego within them. There have always been beings who have taken the path of evil. Therefore, it must be said: These beings, who were the instillers of the sense of self, who today are far above humanity, whom we look up to as the most exalted that can exist, have placed the sense of self in the service of self-denial and sacrifice; the others have selfishly pursued their sense of self.
[ 7 ] Wir tragen in uns die Wirkungen jener Geister des Ich, die den guten Weg eingeschlagen haben, in dem Streben nach Freiheit und Menschenwürde, und wir tragen den Keim des Bösen in uns, weil fortgewirkt haben die damals abgefallenen Wesenheiten. Diesen Gegensatz hat man immer empfunden. Das Christentum selbst unterscheidet zwischen dem Vatergott, den das Christentum ansieht als den höchstgestiegenen Geist des Saturn, und seinem Widersacher, dem Geist aller bösen Iche und alles radikal Unmoralischen, der damals auf dem Saturn abgefallen ist. Das sind die beiden Repräsentanten des Saturn.
[ 7 ] We carry within us the effects of those spirits of the ego that have taken the right path in the pursuit of freedom and human dignity, and we carry the seed of evil within us because the beings who fell away at that time have continued to exert their influence. This contrast has always been felt. Christianity itself distinguishes between the Father God, whom Christianity regards as the highest ascended spirit of Saturn, and his adversary, the spirit of all evil egos and all that is radically immoral, who fell away on Saturn at that time. These are the two representatives of Saturn.
[ 8 ] Geradeso wie Sie nach dem Tode andere Daseinsformen antreffen, so geht ein solcher Weltenkörper, bevor er in einen neuen Zustand hineinkommt, eine Art Zwischenzustand, eine Art Schlafzustand durch, ein Pralaya, im Gegensatze zu einem Manvantara, so daß zwischen dem Saturn und dem Sonnenzustand eine Art Ruhe, Latenz des Planeten liegt. Dann tritt aus diesem Schlafzustand, der aber ein geistiger Zustand ist und nicht etwa ein Ruhezustand, der ganze Planet in einer neuen Form wieder heraus. Der Saturn kam also als Sonne wieder heraus. Eine beträchtliche Veränderung vollzog sich nun. Eine große Anzahl derjenigen Anlagen, welche sich schon auf dem Saturn entwickelt haben und die heute in uns im Heranwachsen sind, wurden jetzt auf der Sonne von einem Ätherleib durchdrungen. Bei einem solchen Planetenübergang geschieht etwas, was man damit vergleichen kann, daß man von einer Pflanze die Frucht nimmt und sie in den Boden legt: sie verfault, aber es bildet sich die Anlage zu einer neuen Pflanze aus. So ging alles, was auf dem Saturn sich herausgebildet hatte, als Neuanlage auf der Sonne auf und durchdrang sich mit einem Ätherleib. Nicht alles — einiges blieb zurück in der Weise, daß, was früher Anlage zu dem Menschenleib war, sich gespalten hat in zwei Reiche. Ein Teil ist aufgestiegen zu einer Art von Pflanzenmenschen; wie die Pflanze heute ihren Äther- und physischen Leib hat, so hatten die damaligen Sonnenmenschen einen physischen und ÄÄtherleib. Und auf der mineralischphysischen Stufe sind zurückgeblieben andere Wesenheiten, die sich vergleichen ließen mit dem heutigen Mineralreich. Dieses schloß die Sonne als ein untergeordnetes Naturreich in sich ein, und ein anderes hatte sie als ein Pflanzen-Menschenreich hinaufgeschoben. Eine richtige Vorstellung von der Sonnenluft bekommen Sie, wenn Sie sich ein chemisch dichtes Gas vorstellen, das nicht mehr einen bloß spiegelnden Körper vorstellt, sondern jetzt alles, was es zugestrahlt erhielt, in sich aufgenommen hat und erst nachdem es das in sich verändert hat, wieder zurückwirft, wie es heute mit der Farbe der Pflanze ist. Die Pflanze bildet ihren grünen Farbstoff und anderes aus, und gibt das, was sie ausgebildet hat, wieder an den Weltenraum zurück.
[ 8 ] Just as you encounter other forms of existence after death, so too does such a world body, before entering a new state, pass through a kind of intermediate state, a kind of dormant state—a Pralaya, in contrast to a Manvantara—so that between the Saturn and the Solar states there lies a kind of rest, a latency of the planet. Then, from this state of sleep—which is, however, a spiritual state and not merely a state of rest—the entire planet re-emerges in a new form. Saturn thus re-emerged as the Sun. A considerable change now took place. A large number of those capacities that had already developed on Saturn and are now growing within us were now permeated by an etheric body on the Sun. During such a planetary transition, something happens that can be compared to taking the fruit of a plant and placing it in the soil: it rots, but the seed for a new plant forms. Thus, everything that had developed on Saturn sprouted anew on the Sun and became permeated with an etheric body. Not everything—some things remained behind in such a way that what had previously been the germ of the human body split into two realms. One part ascended to become a kind of plant-human; just as the plant today has its etheric and physical bodies, so the Sun-people of that time had a physical and etheric body. And on the mineral-physical level, other beings remained behind that could be compared to today’s mineral kingdom. The Sun encompassed this as a subordinate natural kingdom within itself, and another it had elevated as a plant-human kingdom. You can get a proper mental image of the solar atmosphere by imagining a chemically dense gas that no longer merely reflects light, but has now absorbed everything that has been radiated upon it and only reflects it back after transforming it within itself, just as is the case today with the color of the plant. The plant forms its green pigment and other substances, and returns what it has formed back to the cosmos.
[ 9 ] Wir können das, was im Sonnenkörper lebte, nicht mehr vergleichen mit einem Echo oder Spiegelbild wie beim Saturn, sondern eine eigentümliche Erscheinung für die Wesen, die auf der Sonne verkörpert waren, tritt auf, die sich nur vergleichen läßt mit einer Art Fata Morgana, mit Luftspiegelungen, die eine Art farbiger Bilder sind. Solche Erscheinungen, die heute nur in gewissen Gegenden unserer Erdoberfläche wahrzunehmen sind, würden Ihnen versinnlichen können, wie die Pflanzenleiber damals sichtbar geworden sind. Sie müssen sich vorstellen, daß Ihre eigenen Leiber fatamorganartige Vorgänger hatten, durch die ein heutiger Körper einfach hindurchgehen kann. Sie waren so fein wie Luftspiegelungen, aber es war das nicht nur eine LichtFata Morgana, sondern zu gleicher Zeit Ton- und Geruchswirkungen, die den Sonnengasball durchschwirrten. Während nun alle Wesenheiten, die auf der Sonne waren, leuchtend waren, wie heute alles, was Fixstern ist, wirkte das alte Saturnreich derjenigen Wesenheiten, die zurückgeblieben waren, wie ein dunkler Einschluß, wie finstere Stellen dem Licht gegenüber, wie dumpfe Höhlen innerhalb des Sonnenleibes, die seine Harmonie störten. Namentlich in bezug auf das Weltenaroma mischten sich von den zurückgebliebenen Wesenheiten Empfindungen ein, die allerlei Mißgerüche verbreiteten. Das hat unsere Mythe behalten, indem sie sagt, daß der Teufel stinkt und einen bösen Geruch zurückläßt. Bei dem Fortschritt der Sonne ist wirklich auch ein dunkler Einschluß zurückgeblieben, und die heutigen Sonnenflecken sind wirklich die Nachzügler des alten Saturnreiches auf der Sonne. Deshalb sind sie aber hypothetisch genau doch so zu erklären, wie es heute geschieht; das gilt alles.
[ 9 ] We can no longer compare what lived within the solar body to an echo or a reflection, as in the case of Saturn; rather, a peculiar phenomenon arises for the beings embodied in the Sun, one that can only be compared to a kind of mirage—to mirages that are a sort of colored image. Such phenomena, which today can only be perceived in certain regions of our Earth’s surface, could help you visualize how the plant bodies became visible back then. You must create a mental image of your own bodies having mirage-like predecessors through which a present-day body can simply pass. They were as fine as mirages, but it was not merely a light mirage; at the same time, there were sound and odor effects that swirled through the gaseous ball of the Sun. While all the beings that were on the Sun were luminous, just as today everything that is a fixed star is, the ancient Saturn realm of those beings who had remained behind appeared as a dark inclusion, like dark spots in contrast to the light, like gloomy caves within the body of the Sun that disturbed its harmony. Particularly with regard to the world’s aroma, sensations from the entities that had remained behind mingled in, spreading all manner of foul odors. Our myth has preserved this by saying that the devil stinks and leaves behind a foul odor. As the Sun progressed, a dark inclusion did indeed remain behind, and today’s sunspots are truly the stragglers of the old Saturn realm on the Sun. That is why, hypothetically, they must be explained exactly as they are today; all of this holds true.
[ 10 ] So haben wir das Sonnendasein der Erde sozusagen in einer kleinen Skizze seiner materiellen Seite nach gemalt. Wir wollen nun sehen, welche Wesenheiten dazumal die Stufe der Menschen erstiegen hatten. Diese müßten wir so beschreiben, daß wir sagen: Ihr unterster Leib ist der Astralleib, dann kam ihr Ich, Geistselbst, Lebensgeist, ihr Geistesmensch oder Atma, dann im christlichen Sinne der Heilige Geist und dann der Sohn oder das Wort. Der Vater war etwas, was sie nicht hatten, was nur in der Saturnzeit ausgebildet war. Diese Geister sind inzwischen höher gestiegen und stehen heute weit über dem Menschen. Und der Anführer der Sonnengeister, insofern er auf die Erde den höchsten Einfluß ausgeübt hat, der Repräsentant dieser Geister, die als höchstes den Sohn oder das Wort hatten, ist der Christus im esoterischen Sinne des Christentums, der eigentliche Regent der Erde, insofern die Erde das Sonnendasein zur Voraussetzung hat. Nicht auf der Sonne schon würde man ihn Christus genannt haben. Im alten Christentum wurde das immer so gelehrt, und gerade der Unterschied des wirklichen Christentums von dem vielfach auf Mißverständnissen beruhenden exoterischen Christentum ist der, daß das alte Christentum alles Denken und alle Anschauungen anwenden wollte, um zu begreifen, welches jenes hohe Wesen war, das damals Menschengestalt angenommen hatte in dem Jesus von Nazareth. Was da eigentlich zugrunde lag, darüber wollte das alte Christentum eine Anschauung haben und dafür war ihm keine Weisheit zu hoch und zu umständlich, und so hat es die Wesenheit des Christus in dem Jesus von Nazareth geschildert. Manches Wort des Johannes-Evangeliums kann Ihnen erst verständlich werden, wenn Sie es von diesem Gesichtspunkte aus auffassen. Man braucht nur auf eines hinzuweisen: Wenn Sie den Ausspruch «Ich bin das Licht der Welt» wörtlich nehmen, so liegt darin angedeutet, daß Er der große Sonnenheld ist, daß Er das Licht, das der Sonne angehört, zu seiner Wesenheit hat. Wir nennen das ganze Heer der Geister, deren Anführer der Christus ist, die «Feuergeister», und wir sagen: Auf der Menschenstufe standen zur Zeit des Saturn die Asuras oder Ich-Geister, während des Sonnendaseins die Feuergeister oder die Logoi, deren höchsten Repräsentanten man als Logos oder Wort bezeichnet. Daher wird der Christus selbst als das «Wort» bezeichnet, das am Anfang, im Urbeginne war; «Urbeginn» bezeichnet in der Bibel einen ganz bestimmten Ausgangspunkt in der kosmischen Entwickelung.
[ 10 ] We have thus, so to speak, sketched the Earth’s solar existence from its material perspective. Let us now see which beings had by then ascended to the human level. We would have to describe them as follows: Their lowest body is the astral body, then came their I, Spirit-Self, Life-Spirit, their Spirit-Man or Atma, then, in the Christian sense, the Holy Spirit, and then the Son or the Word. The Father was something they did not possess, something that had only been developed during the Saturnic epoch. These spirits have since ascended higher and now stand far above humanity. And the leader of the solar spirits, insofar as he has exerted the highest influence on Earth, the representative of these spirits who had the Son or the Word as their highest being, is the Christ in the esoteric sense of Christianity, the actual ruler of the Earth, insofar as the Earth requires a solar existence as a prerequisite. One would not have called him Christ on the Sun itself. In early Christianity, this was always taught in this way, and the very difference between true Christianity and exoteric Christianity—which is often based on misunderstandings—is that early Christianity sought to apply all thought and all perspectives to understand what that high being was who had taken human form at that time in Jesus of Nazareth. Ancient Christianity sought to gain an understanding of what actually lay at the foundation of this, and for this purpose no wisdom was too lofty or too intricate for it; and thus it described the essence of the Christ in Jesus of Nazareth. Many a word in the Gospel of John can only become comprehensible to you if you view it from this perspective. One need only point out one thing: If you take the saying “I am the light of the world” literally, it implies that He is the great Sun Hero, that He has as His essence the light that belongs to the Sun. We call the entire host of spirits, whose leader is the Christ, the “fire spirits,” and we say: On the human level, during the Saturn era, there were the Asuras or I-spirits, while during the Sun era there were the Fire Spirits or Logoi, whose highest representative is called the Logos or Word. Therefore, Christ Himself is called the “Word” that was in the beginning, in the Primordial Beginning; “Primordial Beginning” denotes in the Bible a very specific starting point in cosmic evolution.
[ 11 ] Wiederum kommt ein Zwischenzustand, eine Art Schlafzustand des ganzen Weltenkörpers, dann leuchtet er auf als alter Mond. Sie müssen sich denken, daß im Anfang durchaus die heutige Erde und der heutige Mond mit der Sonne einen Körper bildeten. Erst als die Sonne neu aufleuchtete, schnürte sich ein Teil der Wesenheiten mit einem Teil der Umgebung ab, so daß zwei Weltenkörper entstanden. Der eine, die Sonne, fängt an, Fixstern zu werden und wird umkreist von dem, was sich abgespalten hat. Es teilte sich also die alte Sonne in zwei Glieder; höher gearbeitetes Stoffliches blieb auf der Sonne zurück, und das — weniger Vollkommene wurde ausgeschieden, so daß, was früher einen Weg ging, weil nur ein Körper da war, nun zwei Wege ging: den Sonnenweg und den Mondenweg. Der Sonnenweg war derjenige, der sich da auf dem Sonnenkörper ausbildete; der Mond bildete seine eigene Welt aus. Den alten Mond würden Sie bekommen, wenn Sie die heutige Erde mit dem Mond zusammenrühren würden; daraus können Sie sich schon einen Schluß bilden auf die Art der Beschaffenheit des Mondes. Der heutige Mond ist in seiner ganzen Qualität physisch und geistig weit unter der Erde stehend, und die Erde trennte sich gerade deshalb vom Mond, um für ihre Wesen bessere Daseinsbedingungen zu haben. Die Erde hat sich schon wieder weiter gebildet als sie dazumal war in ihrem Mondenzustand. Das Beste blieb ja auf der Sonne zurück.
[ 11 ] Once again, an intermediate state occurs—a sort of dormant state of the entire world body—and then it glows as the old moon. You must imagine that in the beginning, the Earth and the Moon of today, together with the Sun, formed a single body. Only when the Sun shone anew did a portion of the beings separate themselves from a portion of the surrounding environment, so that two celestial bodies came into being. One, the Sun, begins to become a fixed star and is orbited by that which has split off. Thus the old Sun divided into two parts; the more highly evolved material remained on the Sun, and the less perfect was cast off, so that what had previously followed a single path—because there was only one body—now followed two paths: the path of the Sun and the path of the Moon. The path of the Sun was the one that developed on the solar body; the Moon formed its own world. You would obtain the ancient Moon if you were to mix today’s Earth with the Moon; from this you can already draw a conclusion about the nature of the Moon. The present-day Moon, in all its qualities, stands far below the Earth physically and spiritually, and the Earth separated from the Moon precisely in order to have better conditions of existence for its beings. The Earth has already developed further than it was back then in its lunar state. The best, after all, remained behind on the Sun.
[ 12 ] Wie sah es nun auf dem Mond aus? Diejenigen Wesen, welche auf dem Saturn sich vorbereitet hatten durch die physische Anlage der Sinnesorgane, hatten diese auf der Sonne so umgestaltet, daß ihnen ein Ätherleib eingegliedert worden war; dadurch hatten sich die Sinnesorgane zentralisiert, und die erste Anlage zu allen Wachstumsorganen bis zu den Drüsen hin hatte sich auf der alten Sonne unter dem Einfluß des Ätherleibes ausbilden können. Es war das ein letztes Produkt des Sonnenzustandes. — Auf dem Mond wurde in ähnlicher Weise der Astralleib eingegliedert. Alles Astrale war ja zuerst in der Umgebung vorhanden — die Feuergeister hatten den Astralleib als das unterste Glied ausgebildet; daher bildeten diese Wesen wirklich eine Art Pflanzen; sie hatten zum Beispiel einen festen Standort. Obwohl der ganze Sonnenkörper gasig war, müssen Sie sich da dichtere Luftschichten denken, die für die Menschenpflanzen Leiber waren. Nun gliederte sich der Astralleib des Menschen ein: dadurch entstand die erste Anlage zu einem Nervensystem. Das Reich, das sich durch den Pflanzenzustand der Sonne hinaufentwickelt hatte, ging über in ein Tierartiges. So hatten die physischen Menschenvorfahren des Mondes die drei Leiber: physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, aber sie waren um gut einen Grad höher als die heutigen höchsten Affen; es waren Menschentiere, die Ihnen keine Biologie mehr nachweisen kann, ein Zwischenreich zwischen Mensch und Tier. Unser heutiges Pflanzen-, Tier- und Mineralreich hat sich überhaupt erst später ausgebildet. Aber wie es Menschentiere gegeben hat, so müssen wir auch ein Zwischenreich zwischen Pflanze und Tier annehmen: Pflanzen, die eine halbe Empfindungsfähigkeit hatten, die tatsächlich gequietscht haben, wenn man sie angerührt hat. Diese Pflanzentiere hätten niemals auf einem solchen mineralischen Boden wachsen können, wie der heutige Boden der Erde ist; den gab es aber auch nicht. Der Mond bestand seiner Masse nach nicht aus dem heutigen Mineral, auch nicht einmal so etwas wie Ackererde war vorhanden. Der Mondgrund bestand, wenn man vergleichsweise spricht, aus so etwas, wie wenn man Salat oder Spinat kochen und einen Brei davon machen würde; darin war eine Art Mineralpflanze, und so war der ganze Mondgrund ein pflanzliches Wesen. Wenn Sie heute an Torfmoor denken, so gleicht es dem, was damals ein natürliches Reich zwischen unseren Pflanzen und Mineralien war. Felsen gab es auch nicht; wer über die Erde gewandelt wäre, würde über solchen Torfmoor- oder Pflanzenboden gegangen sein, und für die Felsen können Sie sich als Analoges verholzte Einlagen denken. Aus diesem ganzen Grunde heraus wuchsen die Pflanzentiere, und darüber bewegten sich dann diejenigen Wesenheiten, die Menschentiere waren, in dem Umkreis des Mondes, den man mit «Feuerluft» bezeichnet. Denken Sie sich die ganze Luft ausgefüllt mit Salpeter-, Kohlen- und Schwefelsäuredämpfen; in dieser feurigen Luft, die Sie so bekommen würden, lebten die Mondenmenschen. Der Okkultist kannte immer diese Feuerluft; und unter den alten Erdverhältnissen gab es sogar die Möglichkeit, chemisch solche Feuerluft herzustellen, was heute nur in ganz kleinem Kreise geschehen kann. Das Wissen davon hat sich die echte Alchimie bewahrt. Wenn Sie daher im «Faust» lesen: «ich will ein wenig Feuerluft machen», so ist das ein Anklang an die Tiefen des Okkultismus. Feuerluft umhüllte den Mond, das war seine Atmosphäre.
[ 12 ] What was the situation on the Moon? Those beings who had prepared themselves on Saturn through the physical structure of the sense organs had transformed these on the Sun in such a way that an etheric body had been incorporated into them; as a result, the sense organs had become centralized, and the first rudiments of all growth organs, including the glands, had been able to develop on the ancient Sun under the influence of the etheric body. This was the final product of the solar state. — On the Moon, the astral body was incorporated in a similar manner. Everything astral was, after all, initially present in the surroundings—the fire spirits had formed the astral body as the lowest link; therefore, these beings truly constituted a kind of plant; they had, for example, a fixed location. Although the entire solar body was gaseous, you must imagine denser layers of air there, which served as bodies for the human plants. Now the astral body of the human being became integrated: this gave rise to the first rudiments of a nervous system. The realm that had developed upward through the plant state of the Sun transitioned into an animal-like state. Thus, the physical human ancestors of the Moon possessed the three bodies: physical body, etheric body, and astral body, but they were a good degree higher than today’s highest apes; they were human-animals that modern biology can no longer prove to you, an intermediate realm between human and animal. Our present-day plant, animal, and mineral kingdoms only developed later. But just as there were human-animals, we must also assume an intermediate realm between plant and animal: plants that possessed a half-sensory capacity, that actually squeaked when touched. These plant-animals could never have grown on mineral soil such as that of the Earth today; but such soil did not exist either. The Moon, in terms of its mass, did not consist of today’s minerals; not even something like topsoil was present. The surface of the Moon consisted, to speak comparatively, of something like what you would get if you cooked lettuce or spinach and made a porridge out of it; within it was a kind of mineral plant, and so the entire surface of the Moon was a plant-like entity. If you think of a peat bog today, it resembles what was then a natural realm between our plants and minerals. There were no rocks either; anyone walking across the surface would have walked over such peat bog or plant soil, and as an analogy for the rocks, you can imagine lignified deposits. From this entire ground grew the plant-animals, and above them moved the beings that were human-animals, within the sphere of the Moon known as “fire-air.” Imagine the entire air filled with vapors of nitric, carbonic, and sulfuric acids; in this fiery air, which you would thus obtain, the lunar beings lived. The occultist has always known this fiery air; and under the ancient conditions of the Earth, it was even possible to produce such fiery air chemically, something that today can only be done in very small circles. True alchemy has preserved this knowledge. Therefore, when you read in *Faust*: “I will make a little fiery air,” this is an allusion to the depths of occultism. Fiery air enveloped the Moon; that was its atmosphere.
[ 13 ] Dieses Monddasein werden wir vielleicht noch besser verstehen, wenn wir noch etwas hinzu erwähnen. Ein Reich von Pflanzenmineralien hatten wir, von Tierpflanzen, die aus dem Pflanzenmineralboden herauswuchsen, und dann Tiermenschen, die sich darauf herumbewegten. Auf jeder Stufe gibt es aber nun solche Wesen, die zurückbleiben; nennen Sie es meinetwegen sitzenbleiben. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der großen Entwickelung gibt es so etwas wie ein Sitzenbleiben, wo ein Schüler noch einmal dieselbe Klasse durchmachen muß. Solche Sitzengebliebenen erscheinen in ganz merkwürdigen Verhältnissen in den späteren Entwickelungsstadien. Wir haben die sitzengebliebenen Nachzügler der Tierpflanzen in den Parasiten, zum Beispiel in der Mistel. Sie kann deshalb nicht in mineralischem Boden wachsen, weil sie gewohnt war, im Pflanzenmineralboden zu wachsen. Sie ist ein Zeugnis für das, was so etwas wie einen sitzengebliebenen Schüler darstellt; nur geht es den Wesen, die in der Weltentwickelung zurückbleiben, noch viel schlimmer. Das hat wiederum die Mythe gerade in den nördlichen Gegenden zum Ausdruck gebracht. Sie kennen in der nordischen Mythe die Erzählung von Baldur und seinem Tod durch Loki.
[ 13 ] We may come to understand this lunar existence even better if we add a few more details. We had a realm of plant-minerals, of animal-plants that grew out of the plant-mineral soil, and then animal-humans that moved about upon it. At every stage, however, there are beings who lag behind; call it repeating a grade, if you will. Not only in school, but also in the great process of evolution, there is something akin to repeating a grade, where a student must go through the same class again. Such laggards appear in quite remarkable circumstances in the later stages of evolution. We find the held-back stragglers of the animal-plants in the parasites, for example in mistletoe. It cannot grow in mineral soil because it was accustomed to growing in the plant-mineral soil. It is a testament to what constitutes something like a held-back student; only, the beings that lag behind in the world’s evolution fare much worse. This, in turn, has found expression in the myths, particularly in the northern regions. In Norse mythology, you are familiar with the tale of Baldur and his death at the hands of Loki.
[ 14 ] Einst trieben die Götter Lustbarkeiten im Asenheim, und sie warfen im Himmel spielend herum mit den verschiedensten Gegenständen. Aber vorher hatte Baldur Träume, die auf seinen baldigen Untergang hindeuteten; deshalb waren die Götter ängstlich, daß sie ihn verlieren könnten. Die Göttermutter hatte darauf allen Wesen Eide abgenommen, daß sie nie Baldur verletzen würden; denn die Götter hatten sich den Spaß gemacht, mit allen möglichen Dingen nach Baldur zu werfen. Loki, welcher der Gegner der Götter war, hatte erfahren, daß einem Wesen, das man für unschädlich hielt, dieser Eid nicht abgenommen war, der Mistel, die fern irgendwo verborgen war. Da verschaffte er sich die Mistel und gab sie dem blinden Gotte Hödur, der damit nach Baldur warf; die Mistel verwundete Baldur, da ihr der Eid nicht abgenommen war, und so starb Baldur. — Es soll in dieser Mythe angedeutet werden, daß dasjenige, was auf der Erde unverletzlich ist, durch nichts geschädigt werden kann als allein durch das, was als nun Schlechtes von einem andern Dasein zurückgeblieben ist. In der Mistel wurde etwas empfunden, was aus einem früheren Dasein in das jetzige hereingebracht worden ist. Alle die Wesen, die heute auf der Erde sind, haben ein Verhältnis zu Baldur. Auf dem Monde war es anders; daher ist das Wesen, das vom Monde zurückgeblieben ist, fähig, Baldur zu töten. Auch sonst sind die verschiedenen Bräuche, die an die Mistel anknüpfen, daraus entstanden.
[ 14 ] Once upon a time, the gods were reveling in Asgard, and they were playfully tossing all sorts of objects about in the sky. But beforehand, Baldur had had dreams that foreshadowed his imminent demise; therefore, the gods were afraid that they might lose him. The mother of the gods had then made all beings swear an oath that they would never harm Baldur; for the gods had amused themselves by throwing all manner of things at Baldur. Loki, who was the enemy of the gods, had learned that this oath had not been taken from one being considered harmless: the mistletoe, which was hidden far away. So he obtained the mistletoe and gave it to the blind god Hödur, who threw it at Baldur; the mistletoe wounded Baldur, since the oath had not been taken from it, and thus Baldur died. — This myth is meant to suggest that that which is invulnerable on Earth can be harmed by nothing other than that which has been left behind from another existence as something now evil. In the mistletoe, something was sensed that had been brought into the present existence from a former one. All beings on Earth today have a connection to Baldur. On the Moon, things were different; therefore, the being that remained from the Moon is capable of killing Baldur. The various customs associated with the mistletoe also originated from this.
[ 15 ] Dieses Mondendasein müssen wir noch nach einer andern, nach der geistigen Seite hin betrachten. Seine Wesenheiten, die damals Menschenstufe hatten, müssen wir beschreiben als Wesen, die als unterstes Glied den Ätherleib hatten, als zweites den Astralleib, dann das Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch oder Atma, und dann hatten sie noch den Heiligen Geist. Sie hatten nicht mehr das neunte Glied, das nur noch den Sonnen-Feuergeistern eigen war. Den höchsten dieser Geister des Mondes, die damals Menschenstufe hatten, nennt man in der christlichen Esoterik den Heiligen Geist. So ist also die dreistufige Gottwesenheit in dem ursprünglichen Christentum in innerlichen Zusammenhang gebracht mit der Erdenentwickelung, und der Heilige Geist ist der über dem Menschen stehende Geist, der ihn unmittelbar inspirieren kann.
[ 15 ] We must also consider this lunar existence from another perspective—the spiritual one. We must describe its beings, who at that time were at the human level, as beings who had the etheric body as their lowest member, the astral body as the second, then the I, the Spirit-Self, the Life-Spirit, the Spirit-Man, or Atma, and then they also had the Holy Spirit. They no longer had the ninth member, which was unique to the solar fire spirits. The highest of these spirits of the Moon, who at that time had attained the human stage, is called the Holy Spirit in Christian esotericism. Thus, in early Christianity, the threefold divine being is brought into an inner connection with the development of the Earth, and the Holy Spirit is the spirit standing above humanity, capable of directly inspiring it.
[ 16 ] So sehen Sie, daß die Geister des Mondes heute über dem Menschen stehen. Man nennt sie auch «lunarische Pitris», Mondväter, auch Geister des Zwielichts. Die ganze Schar aber, die zum Heiligen Geist gehörte, wird in der christlichen Esoterik die Schar der Engel genannt. Die Engel sind nichts anderes als diejenigen Geister, die unmittelbar über den Menschen stehen und die auf dem Monde ihr Menschendasein hatten.
[ 16 ] Thus you see that the spirits of the moon stand above human beings today. They are also called “lunar Pitris,” moon fathers, or spirits of twilight. However, the entire host that belonged to the Holy Spirit is called the host of angels in Christian esotericism. The angels are nothing other than those spirits who stand directly above humanity and who lived their human lives on the moon.
[ 17 ] Das Leben der Tiermenschen und der Pflanzentiere auf dem Monde war anders als das Leben der Wesenheiten, die sich aus ihnen auf der Erde entwickelt haben. Die Bewegung des Mondes, der ja schon von der Sonne abgeschnürt war, war eine ganz andere als die Bewegung der heutigen Erde um die Sonne. Jener Mond drehte sich um die Sonne so herum, daß er ihr immer dieselbe Seite zuwendete, wie auch heute noch der Mond der Erde, so daß also der Mond sich nur einmal um sich selbst drehte, während er um die Sonne kreiste. Daher waren alle Wesenheiten in ganz anderer Weise von dem Sonnendasein abhängig, als sie es heute auf der Erde sind. Während der ganzen Umlaufzeit des Mondes um die Sonne war es auf der einen Seite immer Tag, auf der andern eine Art Nacht. Die Wesen, die damals schon ihren Ort verlassen konnten, wanderten in einer Art von Kreis um den Mond herum, so daß sie eine Zeit hatten, in der sie unter den Einfluß des Mondes kamen. Die Zeit, in der sie unter dem Einfluß der Sonne standen, war die Zeit, in der sie sich fortpflanzten. Es gab schon damals eine Fortpflanzung. Bei den Mondmenschen gab es noch nicht die Möglichkeit, daß sie durch Töne ihren Schmerz, ihre Lust ausgedrückt hätten; was sie ausdrückten, hatte eine mehr kosmische Bedeutung. Die Sonnenzeit war die Zeit der Brunst, die aber, wenn sie durchlebt wurde, verknüpft war mit einem furchtbaren Geschrei der Wesen, und das hat sich heute noch erhalten bei den Tieren.
[ 17 ] The life of the animal-men and plant-animals on the Moon was different from that of the beings that evolved from them on Earth. The Moon’s motion—since it had already been separated from the Sun—was quite different from the Earth’s current motion around the Sun. That Moon revolved around the Sun in such a way that it always presented the same side to it, just as the Moon still does today with respect to the Earth, so that the Moon rotated on its own axis only once while orbiting the Sun. Consequently, all beings were dependent on the Sun’s presence in a completely different way than they are today on Earth. Throughout the entire period of the Moon’s orbit around the Sun, it was always day on one side and a kind of night on the other. The beings who were already able to leave their dwelling at that time wandered in a sort of circle around the Moon, so that they had a time when they came under the influence of the Moon. The time when they were under the influence of the Sun was the time when they reproduced. Reproduction already existed back then. The moon people did not yet have the ability to express their pain or pleasure through sounds; what they expressed had a more cosmic significance. The sun period was the time of mating, which, however, when experienced, was accompanied by a terrible cry from the beings, and this has been preserved to this day among animals.
[ 18 ] Noch manches andere von diesen Dingen ist zurückgeblieben. Sie wissen, wie man nachforscht nach dem Grund des Zuges der Vögel, die auch in gewisser Weise den Erdball umkreisen. Viele der Dinge, die heute geheimnisvoll verborgen sind, verstehen wir, wenn wir den ganzen Werdegang unseres Erdendaseins betrachten. Es gab eine Zeit, wo sich die Wesen nur dann zur Fortpflanzung anschiickten, wenn sie zur Sonne hin wanderten; man kann das die Periode des Geschlechtslebens nennen. Allgemeine Vorgänge des lunarischen Lebens drückten sich aus in Tönen, die zu gewissen Jahreszeiten auftraten; in den anderen Zeiten des Jahres war es stumm auf dem Monde.
[ 18 ] Many other such things have been left behind. You know how to investigate the reason behind the migration of birds, which in a certain sense circle the globe. We can understand many of the things that are mysteriously hidden today when we consider the entire course of our existence on Earth. There was a time when beings only set out to reproduce when they migrated toward the sun; one might call this the period of sexual life. General processes of lunar life expressed themselves in sounds that occurred at certain times of the year; during the other times of the year, the moon was silent.
[ 19 ] So haben wir kennengelernt den Durchgang der Erde durch ihre drei früheren Zustände: Saturn, Sonne und Mond.
[ 19 ] This is how we came to understand the Earth’s passage through its three earlier states: Saturn, Sun, and Moon.
