The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109
4 June 1909, Budapest
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Das Prinzip der spirituellen Ökonomie, 4th ed.
11. Die verschiedene Art der Beseelung der uns umgebenden Welt
11. Die verschiedene Art der Beseelung der uns umgebenden Welt
[ 1 ] Wie bereits gestern in der einleitenden Betrachtung von mir gesagt worden ist, soll in diesem Zyklus wie in einer Überschau ein Bild theosophischer Weltanschauung gegeben werden. Es wird dabei notwendig sein, vieles zu erwähnen, was einem größeren Teil der Anwesenden schon bekannt ist. Aber nur dadurch, daß wir aus den Fundamenten heraus diese Wahrheiten kennenlernen, wird es möglich sein, daß wir uns in den späteren Vorträgen in höhere Gebiete erheben können. Bevor ich in die eigentliche Darstellung eintrete, möchte ich zuvor noch eine Frage von außerordentlicher Wichtigkeit zur Sprache bringen: Warum müssen wir uns denn eigentlich mit theosophischen Gedanken und Theorien beschäftigen, ehe wir selbst in der geistigen Welt etwas erleben können? Mancher wird sagen: Mitgeteilt werden uns die Resultate der seherischen Forschung; ich selbst kann aber noch nicht hineinschauen. Wäre es da nicht richtiger, wenn uns nicht hellseherische Forschungsergebnisse, sondern wenn vor allen Dingen uns nur gesagt würde, wie ich selbst mich zum Hellseher entwickeln kann? Dann könnte jeder ja selbst die weitere Entwickelung nachher durchmachen. - Wer außerhalb der okkulten Forschung steht, der mag glauben, daß es gut wäre, wenn nicht schon vorher von solchen Dingen und Tatsachen gesprochen würde. Aber es gibt in der geistigen Welt ein ganz bestimmtes Gesetz, dessen ganze Bedeutung wir uns durch ein Beispiel klarmachen wollen. Nehmen Sie einmal an, in irgendeinem Jahre hätte ein beliebiger, regelrecht geschulter Hellseher dies oder jenes in der geistigen Welt wahrgenommen. Nun stellen Sie sich vor, daß zehn oder zwanzig Jahre später ein anderer ebenso geschulter Hellseher dieselbe Sache wahrnehmen würde, auch dann, wenn er von den Resultaten des ersten Hellschers gar nichts erfahren hätte. Wenn Sie das glauben würden, wären Sie in einem großen Irrtum, denn in Wahrheit kann eine Tatsache der geistigen Welt, die einmal von einem Hellseher oder einer okkulten Schule gefunden worden ist, nicht zum zweiten Mal erforscht werden, wenn der, welcher sie erforschen will, nicht zuerst die Mitteilung erhalten hat, daß sie bereits erforscht ist. Wenn also ein Hellseher im Jahre 1900 eine Tatsache erforscht hat, und ein anderer im Jahre 1950 so weit ist, um dieselbe wahrnehmen zu können, so kann er das erst, wenn er zuvor gelernt und erfahren hat, daß einer sie schon gefunden und erforscht hat. Es können also selbst schon bekannte Tatsachen in der geistigen Welt nur geschaut werden, wenn man sich entschließt, sie auf gewöhnlichem Wege mitgeteilt zu erhalten und sie kennenzulernen. Das ist das Gesetz, das in der geistigen Welt für alle Zeiten hindurch die universelle Brüderlichkeit begründet. Es ist unmöglich, in irgendein Gebiet hineinzukommen, ohne sich zuerst zu verbinden mit dem, was schon von den älteren Brüdern der Menschheit erforscht und geschaut worden ist. Es ist in der geistigen Welt dafür gesorgt, daß keiner ein sogenannter Eigenbrötler werden und sagen kann: Ich kümmere mich nicht um das, was schon vorhanden ist, ich forsche für mich allein. - Alle die Tatsachen, die heute in der Theosophie mitgeteilt werden, würden von auch noch so sehr Ausgebildeten und Vorgeschrittenen nicht gesehen werden können, wenn man nicht vorher davon erfahren hätte. Weil dem so ist, weil man sich verbinden muß mit dem, was schon erforscht ist, deshalb mußte auch die theosophische Bewegung in dieser Form begründet werden.
[ 1 ] Wie bereits gestern in der einleitenden Betrachtung von mir gesagt worden ist, soll in diesem Zyklus wie in einer Überschau ein Bild theosophischer Weltanschauung gegeben werden. Es wird dabei notwendig sein, vieles zu erwähnen, was einem größeren Teil der Anwesenden schon bekannt ist. Aber nur dadurch, daß wir aus den Fundamenten heraus diese Wahrheiten kennenlernen, wird es möglich sein, daß wir uns in den späteren Vorträgen in höhere Gebiete erheben können. Bevor ich in die eigentliche Darstellung eintrete, möchte ich zuvor noch eine Frage von außerordentlicher Wichtigkeit zur Sprache bringen: Warum müssen wir uns denn eigentlich mit theosophischen Gedanken und Theorien beschäftigen, ehe wir selbst in der geistigen Welt etwas erleben können? Mancher wird sagen: Mitgeteilt werden uns die Resultate der seherischen Forschung; ich selbst kann aber noch nicht hineinschauen. Wäre es da nicht richtiger, wenn uns nicht hellseherische Forschungsergebnisse, sondern wenn vor allen Dingen uns nur gesagt würde, wie ich selbst mich zum Hellseher entwickeln kann? Dann könnte jeder ja selbst die weitere Entwickelung nachher durchmachen. - Wer außerhalb der okkulten Forschung steht, der mag glauben, daß es gut wäre, wenn nicht schon vorher von solchen Dingen und Tatsachen gesprochen würde. Aber es gibt in der geistigen Welt ein ganz bestimmtes Gesetz, dessen ganze Bedeutung wir uns durch ein Beispiel klarmachen wollen. Nehmen Sie einmal an, in irgendeinem Jahre hätte ein beliebiger, regelrecht geschulter Hellseher dies oder jenes in der geistigen Welt wahrgenommen. Nun stellen Sie sich vor, daß zehn oder zwanzig Jahre später ein anderer ebenso geschulter Hellseher dieselbe Sache wahrnehmen würde, auch dann, wenn er von den Resultaten des ersten Hellschers gar nichts erfahren hätte. Wenn Sie das glauben würden, wären Sie in einem großen Irrtum, denn in Wahrheit kann eine Tatsache der geistigen Welt, die einmal von einem Hellseher oder einer okkulten Schule gefunden worden ist, nicht zum zweiten Mal erforscht werden, wenn der, welcher sie erforschen will, nicht zuerst die Mitteilung erhalten hat, daß sie bereits erforscht ist. Wenn also ein Hellseher im Jahre 1900 eine Tatsache erforscht hat, und ein anderer im Jahre 1950 so weit ist, um dieselbe wahrnehmen zu können, so kann er das erst, wenn er zuvor gelernt und erfahren hat, daß einer sie schon gefunden und erforscht hat. Es können also selbst schon bekannte Tatsachen in der geistigen Welt nur geschaut werden, wenn man sich entschließt, sie auf gewöhnlichem Wege mitgeteilt zu erhalten und sie kennenzulernen. Das ist das Gesetz, das in der geistigen Welt für alle Zeiten hindurch die universelle Brüderlichkeit begründet. Es ist unmöglich, in irgendein Gebiet hineinzukommen, ohne sich zuerst zu verbinden mit dem, was schon von den älteren Brüdern der Menschheit erforscht und geschaut worden ist. Es ist in der geistigen Welt dafür gesorgt, daß keiner ein sogenannter Eigenbrötler werden und sagen kann: Ich kümmere mich nicht um das, was schon vorhanden ist, ich forsche für mich allein. - Alle die Tatsachen, die heute in der Theosophie mitgeteilt werden, würden von auch noch so sehr Ausgebildeten und Vorgeschrittenen nicht gesehen werden können, wenn man nicht vorher davon erfahren hätte. Weil dem so ist, weil man sich verbinden muß mit dem, was schon erforscht ist, deshalb mußte auch die theosophische Bewegung in dieser Form begründet werden.
[ 2 ] Es wird in verhältnismäßig kurzer Zeit viele Menschen geben, die hellsehend sein werden; diese würden nur Wesenloses, aber nicht die Wahrheit in der geistigen Welt schauen können, weil sie nicht das Wichtige, das schon erforscht ist in der geistigen Welt, sehen könnten. Erst muß man diese Wahrheiten, wie sie die Theosophie gibt, lernen, dann erst kann man sie wahrnehmen. Also selbst der Hellseher muß erst das lernen, was schon erforscht ist, und dann kann er bei gewissenhafter Schulung die Tatsachen selbst schauen. Man kann sagen: Befruchten nur einmal, für ein erstes Sehen, die göttlichen Wesenheiten eine Menschenseele, und hat diese einmalige, jungfräuliche Befruchtung sich vollzogen, dann ist es notwendig für die andern, den Blick erst auf das zu richten, was sich diese erste Menschenseele erworben hat, um ein Anrecht zu haben, sich ein gleiches zu erwerben und es zu schauen. — Dieses Gesetz begründet zuinnerst eine universelle Brüderlichkeit, eine wahre Menschenbruderschaft. Von Epoche zu Epoche ist so das Weisheitsgut durch die okkulten Schulen gewandert und von den Meistern treulich aufbewahrt worden. Und auch wir müssen diesen Schatz tragen helfen und Brüderlichkeit halten mit denen, die schon etwas erreicht haben, wenn wir hinauskommen wollen in die höheren Gebiete der geistigen Welt. Das, was als moralisches Gesetz auf dem physischen Plan angestrebt wird, das ist also ein Naturgesetz der geistigen, der spirituellen Welt.
[ 2 ] Es wird in verhältnismäßig kurzer Zeit viele Menschen geben, die hellsehend sein werden; diese würden nur Wesenloses, aber nicht die Wahrheit in der geistigen Welt schauen können, weil sie nicht das Wichtige, das schon erforscht ist in der geistigen Welt, sehen könnten. Erst muß man diese Wahrheiten, wie sie die Theosophie gibt, lernen, dann erst kann man sie wahrnehmen. Also selbst der Hellseher muß erst das lernen, was schon erforscht ist, und dann kann er bei gewissenhafter Schulung die Tatsachen selbst schauen. Man kann sagen: Befruchten nur einmal, für ein erstes Sehen, die göttlichen Wesenheiten eine Menschenseele, und hat diese einmalige, jungfräuliche Befruchtung sich vollzogen, dann ist es notwendig für die andern, den Blick erst auf das zu richten, was sich diese erste Menschenseele erworben hat, um ein Anrecht zu haben, sich ein gleiches zu erwerben und es zu schauen. — Dieses Gesetz begründet zuinnerst eine universelle Brüderlichkeit, eine wahre Menschenbruderschaft. Von Epoche zu Epoche ist so das Weisheitsgut durch die okkulten Schulen gewandert und von den Meistern treulich aufbewahrt worden. Und auch wir müssen diesen Schatz tragen helfen und Brüderlichkeit halten mit denen, die schon etwas erreicht haben, wenn wir hinauskommen wollen in die höheren Gebiete der geistigen Welt. Das, was als moralisches Gesetz auf dem physischen Plan angestrebt wird, das ist also ein Naturgesetz der geistigen, der spirituellen Welt.
[ 3 ] Theosophie lehrt uns, daß aus dem Geistigen heraus alles PhysischSinnliche geboren ist. Aber man darf in unserer Zeit sich nicht begnügen mit diesem Bewußtsein von einer geistigen Welt. Daß es das Wesentliche sei, daß hinter allem Sinnlichen, allem Physischen, ein Geistiges stehe, das ist ein abstraktes Bewußtsein von dem Geiste. Es ist notwendig, sich bestimmte Begriffe und Vorstellungen davon zu erwerben, wie das Geistige in seinen einzelnen Gebieten aussieht. Man kann heute nur so jemanden dahin geleiten, daß man ihn gewissenhaft alle die Schritte machen läßt von der äußeren Welt in die geistige hinein.
[ 3 ] Theosophie lehrt uns, daß aus dem Geistigen heraus alles PhysischSinnliche geboren ist. Aber man darf in unserer Zeit sich nicht begnügen mit diesem Bewußtsein von einer geistigen Welt. Daß es das Wesentliche sei, daß hinter allem Sinnlichen, allem Physischen, ein Geistiges stehe, das ist ein abstraktes Bewußtsein von dem Geiste. Es ist notwendig, sich bestimmte Begriffe und Vorstellungen davon zu erwerben, wie das Geistige in seinen einzelnen Gebieten aussieht. Man kann heute nur so jemanden dahin geleiten, daß man ihn gewissenhaft alle die Schritte machen läßt von der äußeren Welt in die geistige hinein.
[ 4 ] Das erste, was wir in den uns umgebenden physischen Reichen betrachten, ist das Mineralreich, die Welt der Gesteine. Wer dieses nur sinnlich anschaut, wird sagen: Das Reich der Mineralien unterscheidet sich von dem Reich der Menschen dadurch zum Beispiel, daß der Mensch weiß, wenn er einen andern hart gestoßen hat, so empfindet dieser einen Schmerz. Dem äußeren Anschein nach ist das nicht der Fall, daß ein Mineral beim Schlagen Schmerz empfindet. Daraus wird der Schluß gezogen: im Menschen ist eine Seele vorhanden, die Lust und Leid fühlt, dem Mineral ist das nicht gegeben. - Wir wollen nicht von vorneherein sagen, das Mineral hat aber auch eine Seele; nein, wir müssen da schon auf die Ergebnisse der hellseherischen Forschung genauer eingehen. Der Stein, so wie er zunächst vor uns liegt, er hat nichts Seelenhaftes an sich. Aber worauf es ankommt bei einer geistigen Weltanschauung, das ist, daß man an der richtigen Stelle mit seiner Betrachtung einsetzt und nicht an einer falschen. Denken Sie sich ein kleines Tier, das den Menschen betrachten würde und nur imstande wäre, die Fingernägel von ihm zu sehen. Es würde sagen, das sind Gegenstände für sich, denn das kleine Tier kann nicht überschauen, daß die Nägel zu einem Organismus gehören. Erst wenn es das überblickt, wenn es aufsteigt zum Anschauen des Ganzen, dann muß es zu einer richtigen Betrachtung kommen. So ist es für den Geistesforscher mit der Gesteinswelt. Schauen Sie den Stein als etwas für sich an, so sind Sie in der Lage des kleinen Tieres, das die Fingernägel oder Zähne für den ganzen Menschen hält, für ein selbständiges Wesen hält. Nehmen Sie die Felsen der Erde: sie sind nicht denkbar, ohne herausgewachsen zu sein aus dem ganzen Organismus. Wo ist nun aber das Wesen, von dem das alles Teile sind, zu dem das alles gehört? Es gibt geistige Wesenheiten, zu denen unsere ganze Gesteinswelt gehört. Sie empfinden Freude und Schmerz, Lust und Leid wie die Menschenseele, so daß wir tatsächlich sprechen können von einer Mineralseele. Nicht aus den bloßen Analogien heraus dürfen Sie aber da urteilen, sonst könnten Sie denken, daß wenn man einen Stein zerschlägt, die Mineralseele Schmerz empfindet. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil: der Mensch empfindet Schmerz, wenn ihm ein Finger verletzt wird, die Mineralseele empfindet im ähnlichen Falle Freude und Lust. Die größte Lust ist es für das Wesen, das zum Mineral gehört, wenn die Steine zerschlagen werden; dagegen bereitet es dem Mineral Schmerz, wenn die Steine, die einzelnen Teile davon, wieder zusammengesetzt werden. Weil nun in der Außenwelt alles so verläuft, daß fortwährend mineralische Teile aufgelöst und wieder zusammengepackt werden, entsteht, wie Sie begreifen werden, fortwährend Lust und Leid in den Seelen der Wesen, die zum Mineralreich gehören. Denken Sie sich, wir hätten hier Salz und ein Glas mit warmem Wasser. Was geschieht, wenn wir das Salz in das Wasser streuen? Bei hellseherischer Betrachtung lösen sich da nicht nur die Salzteile in dem Wasser auf, sondern Wollustgefühle entstehen, wirkliche Lust ist zu sehen, wenn jene das ganze Glas allmählich durchdringen. Dann, wenn sich das Wasser wieder abkühlt und ein Würfel des Salzes sich da herauskristallisiert, geschieht das unter Schmerz und Leid der Mineralseele. In Gebirgen, wo die Felsen entstanden sind, hat sich das so vollzogen. Und wenn in der Erde Kristalle sich herausformen, so ist das von Leid und Schmerzgefühl begleitet für die dem Mineral zugrunde liegenden Wesenheiten.
[ 4 ] Das erste, was wir in den uns umgebenden physischen Reichen betrachten, ist das Mineralreich, die Welt der Gesteine. Wer dieses nur sinnlich anschaut, wird sagen: Das Reich der Mineralien unterscheidet sich von dem Reich der Menschen dadurch zum Beispiel, daß der Mensch weiß, wenn er einen andern hart gestoßen hat, so empfindet dieser einen Schmerz. Dem äußeren Anschein nach ist das nicht der Fall, daß ein Mineral beim Schlagen Schmerz empfindet. Daraus wird der Schluß gezogen: im Menschen ist eine Seele vorhanden, die Lust und Leid fühlt, dem Mineral ist das nicht gegeben. - Wir wollen nicht von vorneherein sagen, das Mineral hat aber auch eine Seele; nein, wir müssen da schon auf die Ergebnisse der hellseherischen Forschung genauer eingehen. Der Stein, so wie er zunächst vor uns liegt, er hat nichts Seelenhaftes an sich. Aber worauf es ankommt bei einer geistigen Weltanschauung, das ist, daß man an der richtigen Stelle mit seiner Betrachtung einsetzt und nicht an einer falschen. Denken Sie sich ein kleines Tier, das den Menschen betrachten würde und nur imstande wäre, die Fingernägel von ihm zu sehen. Es würde sagen, das sind Gegenstände für sich, denn das kleine Tier kann nicht überschauen, daß die Nägel zu einem Organismus gehören. Erst wenn es das überblickt, wenn es aufsteigt zum Anschauen des Ganzen, dann muß es zu einer richtigen Betrachtung kommen. So ist es für den Geistesforscher mit der Gesteinswelt. Schauen Sie den Stein als etwas für sich an, so sind Sie in der Lage des kleinen Tieres, das die Fingernägel oder Zähne für den ganzen Menschen hält, für ein selbständiges Wesen hält. Nehmen Sie die Felsen der Erde: sie sind nicht denkbar, ohne herausgewachsen zu sein aus dem ganzen Organismus. Wo ist nun aber das Wesen, von dem das alles Teile sind, zu dem das alles gehört? Es gibt geistige Wesenheiten, zu denen unsere ganze Gesteinswelt gehört. Sie empfinden Freude und Schmerz, Lust und Leid wie die Menschenseele, so daß wir tatsächlich sprechen können von einer Mineralseele. Nicht aus den bloßen Analogien heraus dürfen Sie aber da urteilen, sonst könnten Sie denken, daß wenn man einen Stein zerschlägt, die Mineralseele Schmerz empfindet. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil: der Mensch empfindet Schmerz, wenn ihm ein Finger verletzt wird, die Mineralseele empfindet im ähnlichen Falle Freude und Lust. Die größte Lust ist es für das Wesen, das zum Mineral gehört, wenn die Steine zerschlagen werden; dagegen bereitet es dem Mineral Schmerz, wenn die Steine, die einzelnen Teile davon, wieder zusammengesetzt werden. Weil nun in der Außenwelt alles so verläuft, daß fortwährend mineralische Teile aufgelöst und wieder zusammengepackt werden, entsteht, wie Sie begreifen werden, fortwährend Lust und Leid in den Seelen der Wesen, die zum Mineralreich gehören. Denken Sie sich, wir hätten hier Salz und ein Glas mit warmem Wasser. Was geschieht, wenn wir das Salz in das Wasser streuen? Bei hellseherischer Betrachtung lösen sich da nicht nur die Salzteile in dem Wasser auf, sondern Wollustgefühle entstehen, wirkliche Lust ist zu sehen, wenn jene das ganze Glas allmählich durchdringen. Dann, wenn sich das Wasser wieder abkühlt und ein Würfel des Salzes sich da herauskristallisiert, geschieht das unter Schmerz und Leid der Mineralseele. In Gebirgen, wo die Felsen entstanden sind, hat sich das so vollzogen. Und wenn in der Erde Kristalle sich herausformen, so ist das von Leid und Schmerzgefühl begleitet für die dem Mineral zugrunde liegenden Wesenheiten.
[ 5 ] Wenn ein Planet entsteht, sich zusammenballt, sich verdichtet, so geschieht das unter Schmerz- und Leidempfinden der entsprechenden Geistwesen. Solch ein Planet wie unsere Erde entsteht unter Leid und Schmerz. Nun können Sie mich fragen: Wo sind denn die Wesenheiten, die das Auge nicht sieht, die Leid und Schmerz erdulden, und Lust und Freude empfinden, wenn zum Beispiel in einem Steinbruch die Steine von den Arbeitern zerschlagen werden? Wo sind diese Wesenheiten? - In einer verhältnismäßig sehr hohen geistigen Welt. Was das Auge als Mineral sieht, das ist eigentlich nurein Schattenbild von ihnen. Jene Wesen sind in der Welt, die wir die Welt der Formlosigkeit nennen. In unserer ganzen Mineralwelt leben geistige Wesenheiten, und die sind nach okkulter Forschung in der Welt der Formlosigkeit. Warum nennen wir diese Welt so? Sie werden das gleich begreifen, wenn wir heraufsteigen zu der Welt der Pflanzen. Auch die Pflanze ist der Ausdruck von bestimmten Seelenwesen. Auch hier wollen wir die Ergebnisse der hellseherischen Forschung betrachten. Diese weiß zu berichten, daß, wenn zum Beispiel im Herbst das Getreide abgemäht wird, die Sense auf den Feldern durch die Halme fährt, dann die Seelen, deren Körper die Pflanzen sind, kein Leid empfinden. O nein, an Leid dürfen Sie dabei nicht glauben; ganze Ströme von Freude und Seligkeit wehen darüber hin. Ebenso wenn das Tier auf der Wiese weidet und die Gräser abgrast: das ist Seligkeit für die Pflanzenseele, nicht Schmerz. Man kann es mit dem Gefühl vergleichen, welches das Säugetier empfindet, wenn das Junge an der Mutter die Milch saugt; es ist das ein gewisses Seligkeitsgefühl. Was unser Planet an seiner Oberfläche hergibt zur Nahrung für seine Insassen, das ist gleichsam die Milch der Wesenheiten, die zum Planeten gehören und die eigentlich im Mittelpunkt der Erde wohnen. Sie können mich fragen: Ja, haben sie dort denn auch alle Platz? - Gewiß, alle vertragen sich dorten gut, vermöge des Gesetzes der Durchdringlichkeit, der Durchlässigkeit. Es ist dieses Sich-Hingeben, wenn ein gewisser Reifezustand erreicht ist, Seligkeit für die Pflanzenseele. Schmerz bedeutet für sie alles das, was an Pflanzen aus dem Boden ausgerissen wird. Sie können nun sagen: Ja, wenn nun aber nichtsnutzige Jungens und Mädels die Blumen nutzlos abreißen, wie kann das der Pflanzenseele Lust sein? Wäre es da nicht doch viel besser, sie sorgfältig auszujäten? Wie kann sie das schmerzen? - Vom Gesichtspunkte aus, der sich für die physische Welt eignet, haben Sie wohl recht. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß diese Gesichtspunkte nicht immer die maßgebenden für die spirituellen Welten sind. Schöner mag ja jemand sein, wenn er sich die ersten grauen Haare ausreißt, aber weh tut es ihm doch. Es kommt eben auf den Gesichtspunkt an, und gegen das Gesetz der okkulten Welt können wir nicht mit moralischen Bedenken ankämpfen. Auch zu den Pflanzen gehören Wesen, Seelen, zu denen die Pflanzenwelt den Körper gibt. Wir wollen nun versuchen, uns vorzustellen, wie Lust und Leid verläuft in der Welt der Pflanzen.
[ 5 ] Wenn ein Planet entsteht, sich zusammenballt, sich verdichtet, so geschieht das unter Schmerz- und Leidempfinden der entsprechenden Geistwesen. Solch ein Planet wie unsere Erde entsteht unter Leid und Schmerz. Nun können Sie mich fragen: Wo sind denn die Wesenheiten, die das Auge nicht sieht, die Leid und Schmerz erdulden, und Lust und Freude empfinden, wenn zum Beispiel in einem Steinbruch die Steine von den Arbeitern zerschlagen werden? Wo sind diese Wesenheiten? - In einer verhältnismäßig sehr hohen geistigen Welt. Was das Auge als Mineral sieht, das ist eigentlich nurein Schattenbild von ihnen. Jene Wesen sind in der Welt, die wir die Welt der Formlosigkeit nennen. In unserer ganzen Mineralwelt leben geistige Wesenheiten, und die sind nach okkulter Forschung in der Welt der Formlosigkeit. Warum nennen wir diese Welt so? Sie werden das gleich begreifen, wenn wir heraufsteigen zu der Welt der Pflanzen. Auch die Pflanze ist der Ausdruck von bestimmten Seelenwesen. Auch hier wollen wir die Ergebnisse der hellseherischen Forschung betrachten. Diese weiß zu berichten, daß, wenn zum Beispiel im Herbst das Getreide abgemäht wird, die Sense auf den Feldern durch die Halme fährt, dann die Seelen, deren Körper die Pflanzen sind, kein Leid empfinden. O nein, an Leid dürfen Sie dabei nicht glauben; ganze Ströme von Freude und Seligkeit wehen darüber hin. Ebenso wenn das Tier auf der Wiese weidet und die Gräser abgrast: das ist Seligkeit für die Pflanzenseele, nicht Schmerz. Man kann es mit dem Gefühl vergleichen, welches das Säugetier empfindet, wenn das Junge an der Mutter die Milch saugt; es ist das ein gewisses Seligkeitsgefühl. Was unser Planet an seiner Oberfläche hergibt zur Nahrung für seine Insassen, das ist gleichsam die Milch der Wesenheiten, die zum Planeten gehören und die eigentlich im Mittelpunkt der Erde wohnen. Sie können mich fragen: Ja, haben sie dort denn auch alle Platz? - Gewiß, alle vertragen sich dorten gut, vermöge des Gesetzes der Durchdringlichkeit, der Durchlässigkeit. Es ist dieses Sich-Hingeben, wenn ein gewisser Reifezustand erreicht ist, Seligkeit für die Pflanzenseele. Schmerz bedeutet für sie alles das, was an Pflanzen aus dem Boden ausgerissen wird. Sie können nun sagen: Ja, wenn nun aber nichtsnutzige Jungens und Mädels die Blumen nutzlos abreißen, wie kann das der Pflanzenseele Lust sein? Wäre es da nicht doch viel besser, sie sorgfältig auszujäten? Wie kann sie das schmerzen? - Vom Gesichtspunkte aus, der sich für die physische Welt eignet, haben Sie wohl recht. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß diese Gesichtspunkte nicht immer die maßgebenden für die spirituellen Welten sind. Schöner mag ja jemand sein, wenn er sich die ersten grauen Haare ausreißt, aber weh tut es ihm doch. Es kommt eben auf den Gesichtspunkt an, und gegen das Gesetz der okkulten Welt können wir nicht mit moralischen Bedenken ankämpfen. Auch zu den Pflanzen gehören Wesen, Seelen, zu denen die Pflanzenwelt den Körper gibt. Wir wollen nun versuchen, uns vorzustellen, wie Lust und Leid verläuft in der Welt der Pflanzen.
[ 6 ] Die Pflanzenwelt ist eine Abschattung der geistigen Welt. Wo sind nun die zu ihr gehörenden Wesen? In der Welt der Form. Man benennt sie auch noch anders. Es leben also die geistigen Wesen des Mineralreichs in einem geistigen Reich, dem Reich der Formlosigkeit, diejenigen der Pflanzen leben in dem Reich der Form.
[ 6 ] Die Pflanzenwelt ist eine Abschattung der geistigen Welt. Wo sind nun die zu ihr gehörenden Wesen? In der Welt der Form. Man benennt sie auch noch anders. Es leben also die geistigen Wesen des Mineralreichs in einem geistigen Reich, dem Reich der Formlosigkeit, diejenigen der Pflanzen leben in dem Reich der Form.
[ 7 ] Reich der Formlosigkeit, Arupa oder oberes Devachan.
[ 7 ] Reich der Formlosigkeit, Arupa oder oberes Devachan.
[ 8 ] Reich der Form, Rupa oder unteres Devachan.
[ 8 ] Reich der Form, Rupa oder unteres Devachan.
[ 9 ] Zu einem bestimmten Gebiet der geistigen Welt, und zwar zu seinen oberen Partien, gehören die Seelen des Mineralreiches. Sie müssen sich nicht darüber wundern, denn die Seelen sind in einem um so höheren Reiche zu suchen, je mehr sie sich verbergen, je weniger sie sich äußern können. Warum nennt man das eine Gebiet ein Reich der Formlosigkeit, das andere ein Reich der Form?
[ 9 ] Zu einem bestimmten Gebiet der geistigen Welt, und zwar zu seinen oberen Partien, gehören die Seelen des Mineralreiches. Sie müssen sich nicht darüber wundern, denn die Seelen sind in einem um so höheren Reiche zu suchen, je mehr sie sich verbergen, je weniger sie sich äußern können. Warum nennt man das eine Gebiet ein Reich der Formlosigkeit, das andere ein Reich der Form?
[ 10 ] Wenn ein Kristall zerschlagen wird, so ist eben nur dessen Form zerstört; diese kann sich aber wiederum woanders, unabhängig von der zerstörten, ebenso bilden. Wenn in der Natur ein Salzkristall entsteht, so ist es nicht notwendig, daß er aus einem andern heraus entsteht. Er kann auch nur aus der Substanz des Salzes heraus entstehen und wieder verschwinden als Form: das ist die Eigenart der formlosen Substanz. Bei der Pflanze kann die Form nicht in derselben Weise aus der Substanz, aus dem Formlosen entstehen. Sie muß sich, und das ist das Charakteristische der Pflanze, aus einer Vorfahrenpflanze entwickeln. Vom Vorfahren auf den Nachkommen muß die Form übergehen. Da, wo wir die Seelen der Wesen in dem Reiche der Form haben, geschieht die Fortpflanzung durch Übertragung der Form. Nur die Form, sonst nichts, steckt in dem Samenkorn.
[ 10 ] Wenn ein Kristall zerschlagen wird, so ist eben nur dessen Form zerstört; diese kann sich aber wiederum woanders, unabhängig von der zerstörten, ebenso bilden. Wenn in der Natur ein Salzkristall entsteht, so ist es nicht notwendig, daß er aus einem andern heraus entsteht. Er kann auch nur aus der Substanz des Salzes heraus entstehen und wieder verschwinden als Form: das ist die Eigenart der formlosen Substanz. Bei der Pflanze kann die Form nicht in derselben Weise aus der Substanz, aus dem Formlosen entstehen. Sie muß sich, und das ist das Charakteristische der Pflanze, aus einer Vorfahrenpflanze entwickeln. Vom Vorfahren auf den Nachkommen muß die Form übergehen. Da, wo wir die Seelen der Wesen in dem Reiche der Form haben, geschieht die Fortpflanzung durch Übertragung der Form. Nur die Form, sonst nichts, steckt in dem Samenkorn.
[ 11 ] Es ist eine oberflächliche Betrachtung der Wissenschaft, daß sie glaubt, es bestehe kein großer Unterschied zwischen Pflanzensamen und Tiersamen. Im Tiersamen ist es die Form und das Leben, das vom Vorfahren auf den Nachkommen übergeht: das Leben geht über. Im Liliensamen ist nichts anderes konserviert als die Form, und die wird auf die neue Lilie übertragen. Beim Mineral ist es so, daß aus dem oberen Devachan heraus die Kräfte entstehen, die sozusagen die Form prägen. Beim Kristall schießt sozusagen die Formlosigkeit vor dem Auge in die Form. Wir müssen uns also sagen, daß der ganze Planet, auf dem ein Pflanzenleben sich entfaltet, von einem Gesamtleben umgeben ist, in welchem der Impuls liegt, daß das Leben der Pflanze daraus entstehen kann, und aus dem Samen nur die Form der Pflanze. Von dem Leben der alten Lilie geht nichts über auf das Beet oder den Blumentopf, in dem das Samenkorn ruht. Daß die neue Lilie belebt wird, rührt davon her, daß der Same aufgenommen worden ist in das All-Leben unserer Erde.
[ 11 ] Es ist eine oberflächliche Betrachtung der Wissenschaft, daß sie glaubt, es bestehe kein großer Unterschied zwischen Pflanzensamen und Tiersamen. Im Tiersamen ist es die Form und das Leben, das vom Vorfahren auf den Nachkommen übergeht: das Leben geht über. Im Liliensamen ist nichts anderes konserviert als die Form, und die wird auf die neue Lilie übertragen. Beim Mineral ist es so, daß aus dem oberen Devachan heraus die Kräfte entstehen, die sozusagen die Form prägen. Beim Kristall schießt sozusagen die Formlosigkeit vor dem Auge in die Form. Wir müssen uns also sagen, daß der ganze Planet, auf dem ein Pflanzenleben sich entfaltet, von einem Gesamtleben umgeben ist, in welchem der Impuls liegt, daß das Leben der Pflanze daraus entstehen kann, und aus dem Samen nur die Form der Pflanze. Von dem Leben der alten Lilie geht nichts über auf das Beet oder den Blumentopf, in dem das Samenkorn ruht. Daß die neue Lilie belebt wird, rührt davon her, daß der Same aufgenommen worden ist in das All-Leben unserer Erde.
[ 12 ] Dadurch ist schon der Übergang zum Tierreich geschaffen. Durch den Samen wird nur die Form vererbt; das Leben kommt hinein, weil der Same aufgenommen worden ist in das All-Leben unserer Erde. Die Seelenhaftigkeit beim Tier ist augenscheinlich, es ist daher selbstverständlich, daß wir von Lust und Leid, Freude und Schmerz beim Tiere sprechen. Wenn wir uns klarmachen wollen, was Lust und Leid im Pflanzenreich bedeutet, so müssen wir zur Betrachtung von andern Wesenheiten übergehen. Denn Lust und Leid wird außerhalb der einzelnen Pflanzen empfunden; der ganze Organismus der Erde empfindet das innerhalb unserer Erdensphäre gerade so, wie, wenn Sie sich in den Finger schneiden, es Ihnen nicht eigentlich weh tut im Finger: der Schmerz entsteht dadurch, daß er zum ganzen Organismus übergeführt wird. Wenn Sie den Schmerz der Pflanze begreifen wollen, müssen Sie zur ganzen Erde übergehen, um die Seele der Pflanze dort zu erfassen. Das Wesentliche ist folgende Unterscheidung: Wenn Sie ein Tier verletzen, ist es so, daß beim Tiere der Schmerz innerhalb der Haut sitzt, ebenso beim Menschen in bezug auf seine tierische Natur. Hier nähern wir uns immer mehr der Individualisierung: je weiter die Entwickelung der Naturreiche heraufsteigt, desto mehr kommen wir zu Wesen, die ihren Mittelpunkt in sich selbst haben, in sich Lust und Leid empfinden. Die Pflanze betrachten wir nur richtig, wenn wir sie im Zusammenhang mit der ganzen Erde betrachten. Das Tier hat eine Seele und empfindet allerdings Lust und Leid innerhalb seiner Haut. Diese Seele sehen Sie nicht, sie ist in jenem Reiche, das wir das astralische nennen. Wesen, die einen Mittelpunkt in sich selbst haben, deren Seelen leben im astralischen Reich. Sie sehen, daß wir zu gleicher Zeit eine gewisse Gliederung unserer Weltenidee haben: das Mineral verbirgt seine Seele sehr, die Pflanze weniger, das Tier noch weniger; es hat sein Zentrum in sich, das heißt da, wo das Unsichtbare ist. Die Seelen der Tiere müssen wir in einer andern als der physischen Welt suchen.
[ 12 ] Dadurch ist schon der Übergang zum Tierreich geschaffen. Durch den Samen wird nur die Form vererbt; das Leben kommt hinein, weil der Same aufgenommen worden ist in das All-Leben unserer Erde. Die Seelenhaftigkeit beim Tier ist augenscheinlich, es ist daher selbstverständlich, daß wir von Lust und Leid, Freude und Schmerz beim Tiere sprechen. Wenn wir uns klarmachen wollen, was Lust und Leid im Pflanzenreich bedeutet, so müssen wir zur Betrachtung von andern Wesenheiten übergehen. Denn Lust und Leid wird außerhalb der einzelnen Pflanzen empfunden; der ganze Organismus der Erde empfindet das innerhalb unserer Erdensphäre gerade so, wie, wenn Sie sich in den Finger schneiden, es Ihnen nicht eigentlich weh tut im Finger: der Schmerz entsteht dadurch, daß er zum ganzen Organismus übergeführt wird. Wenn Sie den Schmerz der Pflanze begreifen wollen, müssen Sie zur ganzen Erde übergehen, um die Seele der Pflanze dort zu erfassen. Das Wesentliche ist folgende Unterscheidung: Wenn Sie ein Tier verletzen, ist es so, daß beim Tiere der Schmerz innerhalb der Haut sitzt, ebenso beim Menschen in bezug auf seine tierische Natur. Hier nähern wir uns immer mehr der Individualisierung: je weiter die Entwickelung der Naturreiche heraufsteigt, desto mehr kommen wir zu Wesen, die ihren Mittelpunkt in sich selbst haben, in sich Lust und Leid empfinden. Die Pflanze betrachten wir nur richtig, wenn wir sie im Zusammenhang mit der ganzen Erde betrachten. Das Tier hat eine Seele und empfindet allerdings Lust und Leid innerhalb seiner Haut. Diese Seele sehen Sie nicht, sie ist in jenem Reiche, das wir das astralische nennen. Wesen, die einen Mittelpunkt in sich selbst haben, deren Seelen leben im astralischen Reich. Sie sehen, daß wir zu gleicher Zeit eine gewisse Gliederung unserer Weltenidee haben: das Mineral verbirgt seine Seele sehr, die Pflanze weniger, das Tier noch weniger; es hat sein Zentrum in sich, das heißt da, wo das Unsichtbare ist. Die Seelen der Tiere müssen wir in einer andern als der physischen Welt suchen.
[ 13 ] Wir unterscheiden also vier Reiche. Erstens: das Reich, wo das Sichtbare ist von Mineral, Pflanze und Tier; die physische Welt. Zweitens: das Reich, wo das Unsichtbare vom Tier ist, das astralische Reich. Drittens: das Reich der Pflanzen, deren Seelen sich verbergen im unteren Devachan. Viertens: das Reich, dessen Seelen sich verbergen im oberen Devachan.
[ 13 ] Wir unterscheiden also vier Reiche. Erstens: das Reich, wo das Sichtbare ist von Mineral, Pflanze und Tier; die physische Welt. Zweitens: das Reich, wo das Unsichtbare vom Tier ist, das astralische Reich. Drittens: das Reich der Pflanzen, deren Seelen sich verbergen im unteren Devachan. Viertens: das Reich, dessen Seelen sich verbergen im oberen Devachan.
[ 14 ] Diese Unterscheidung ergibt sich uns schon aus der Betrachtung der äußeren Welt. Jetzt wollen wir übergehen zu den Ergebnissen der hellseherischen Forschung. In dem Raum, den das Mineral selbst einnimmt, ist nichts von Seelenhaftigkeit vorhanden. Seelisch ist dieser Raum leer, schwarz, aber außen herum beginnt es zu leuchten, etwas weiter weg wird dieses Leuchten noch stärker. Was ist das? Es ist der im Kosmos wesende Ätherleib des Minerals, der da, wo das Mineral selbst nicht ist, ausgespart hat einen Teil des Äthers. Und die seelischkosmischen Kräfte des Minerals empfinden Lust und Leid in jenem Raum, wo der Ätherleib des Minerals ausgespart ist: da beginnt es zu schmerzen, oder es fliegt Freude zum Beispiel voran dem Splitter des Steines aus dem Steinbruch, wie ein geistiger Lichtstrahl. Der Ätherleib des Minerals ist das, was den physischen einsäumt. Da, wo das Mineral ist, könnte man sagen, hat der Ätherleib sich so verdichtet, daß er physisch geworden ist. Der Unterschied zwischen Mineral und Pflanze entsteht dadurch, daß der Ätherleib in der Pflanze darinnen ist, daß alle ihre Teile durchzogen sind von ihm, daß er sie ganz durchdringt. Alles das, was als Grünes die Pflanze durchzieht, das ist eben die Substanz, die wir vorher als Ätherleib des Minerals, außerhalb desselben, beschrieben haben.
[ 14 ] Diese Unterscheidung ergibt sich uns schon aus der Betrachtung der äußeren Welt. Jetzt wollen wir übergehen zu den Ergebnissen der hellseherischen Forschung. In dem Raum, den das Mineral selbst einnimmt, ist nichts von Seelenhaftigkeit vorhanden. Seelisch ist dieser Raum leer, schwarz, aber außen herum beginnt es zu leuchten, etwas weiter weg wird dieses Leuchten noch stärker. Was ist das? Es ist der im Kosmos wesende Ätherleib des Minerals, der da, wo das Mineral selbst nicht ist, ausgespart hat einen Teil des Äthers. Und die seelischkosmischen Kräfte des Minerals empfinden Lust und Leid in jenem Raum, wo der Ätherleib des Minerals ausgespart ist: da beginnt es zu schmerzen, oder es fliegt Freude zum Beispiel voran dem Splitter des Steines aus dem Steinbruch, wie ein geistiger Lichtstrahl. Der Ätherleib des Minerals ist das, was den physischen einsäumt. Da, wo das Mineral ist, könnte man sagen, hat der Ätherleib sich so verdichtet, daß er physisch geworden ist. Der Unterschied zwischen Mineral und Pflanze entsteht dadurch, daß der Ätherleib in der Pflanze darinnen ist, daß alle ihre Teile durchzogen sind von ihm, daß er sie ganz durchdringt. Alles das, was als Grünes die Pflanze durchzieht, das ist eben die Substanz, die wir vorher als Ätherleib des Minerals, außerhalb desselben, beschrieben haben.
[ 15 ] Wenn aber in der Pflanze nur das der Fall wäre, daß sie vom Ätherleib durchzogen ist, so würde sie nicht blühen, sondern immer nur grüne Blätter treiben. Fängt die Pflanze an zu blühen, so sieht das hellseherische Bewußtsein über der Pflanze sich etwas ausbreiten, das sie umspült: das ist das astralische Leben, das bringt diese Krönung des Wachstums hervor. Die grüne Pflanze wächst, und zum Abschluß breitet sich ein Neues über sie aus, das Astralische, das aber nie in sie hineingeht.
[ 15 ] Wenn aber in der Pflanze nur das der Fall wäre, daß sie vom Ätherleib durchzogen ist, so würde sie nicht blühen, sondern immer nur grüne Blätter treiben. Fängt die Pflanze an zu blühen, so sieht das hellseherische Bewußtsein über der Pflanze sich etwas ausbreiten, das sie umspült: das ist das astralische Leben, das bringt diese Krönung des Wachstums hervor. Die grüne Pflanze wächst, und zum Abschluß breitet sich ein Neues über sie aus, das Astralische, das aber nie in sie hineingeht.
[ 16 ] Das Tier hat geistig das in sich, wovon die Pflanze umspült wird. Wenn das, was die Pflanze umspült, innerhalb der Haut ist, dann ist das ein Tier. Das, was oberhalb der Pflanze schwebt, das Astralische, das umgibt die ganze Erde. Das ist die Gesamtastralität der Erde, die wie ein Rauch über der Pflanze schwebt, wenn sie zur Blüte ansetzt. Drinnen, in der Pflanze selbst, sitzt nicht Lust und Leid, sondern das wird von der Erde empfunden. Das Tier hat selbst Lust und Leid in sich; das, was im Tier als Astralleib drinnen ausgebreitet ist, das webt in unserer Gesamt-Erdenastralität. Das Mineralreich ist wie eingebettet in eine Ätherwelt, hat seinen Ätherleib um sich herum. Durchdrungen vom Ätherleib ist die Pflanze, und weil die Pflanzenwelt eingebettet ist in einen Astralleib, welcher der gesamten Astralität der Erde entspricht, deshalb ist Schmerz und Lust außerhalb der Pflanze. Und das Wesen, das nicht nur umspült ist vom Astralen, sondern dieses selbst in sich aufnehmen kann, das ist das Tier.
[ 16 ] Das Tier hat geistig das in sich, wovon die Pflanze umspült wird. Wenn das, was die Pflanze umspült, innerhalb der Haut ist, dann ist das ein Tier. Das, was oberhalb der Pflanze schwebt, das Astralische, das umgibt die ganze Erde. Das ist die Gesamtastralität der Erde, die wie ein Rauch über der Pflanze schwebt, wenn sie zur Blüte ansetzt. Drinnen, in der Pflanze selbst, sitzt nicht Lust und Leid, sondern das wird von der Erde empfunden. Das Tier hat selbst Lust und Leid in sich; das, was im Tier als Astralleib drinnen ausgebreitet ist, das webt in unserer Gesamt-Erdenastralität. Das Mineralreich ist wie eingebettet in eine Ätherwelt, hat seinen Ätherleib um sich herum. Durchdrungen vom Ätherleib ist die Pflanze, und weil die Pflanzenwelt eingebettet ist in einen Astralleib, welcher der gesamten Astralität der Erde entspricht, deshalb ist Schmerz und Lust außerhalb der Pflanze. Und das Wesen, das nicht nur umspült ist vom Astralen, sondern dieses selbst in sich aufnehmen kann, das ist das Tier.
[ 17 ] So haben wir uns einen Überblick verschafft über die drei Reiche der uns umgebenden Welt in ihrem Zusammenhang mit den höheren Welten.
[ 17 ] So haben wir uns einen Überblick verschafft über die drei Reiche der uns umgebenden Welt in ihrem Zusammenhang mit den höheren Welten.
[ 18 ] Der Mensch nun ist eine kleine Welt für sich. Ihn müssen wir aufbauen aus alledem, was ihn umgibt. Das, was wir heute gefunden haben, das wollen wir dann morgen zur Erfassung des Aufbaus des Menschen benützen.
[ 18 ] Der Mensch nun ist eine kleine Welt für sich. Ihn müssen wir aufbauen aus alledem, was ihn umgibt. Das, was wir heute gefunden haben, das wollen wir dann morgen zur Erfassung des Aufbaus des Menschen benützen.
