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The Rudolf Steiner Archive

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Anthroposophy, Psychosophy
and Pneumatosophy
GA 115

26 October 1909, Berlin

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Anthroposophie Psychosophie Pneumatosophie, 5th ed.
  1. Anthroposophy, Psychosophy, Pneumatosophy, tr. SOL

Anthroposophie III

Anthroposophie III

[ 1 ] Wir sind in unseren Betrachtungen aufgestiegen bis zu dem, was wir den Sprachsinn genannt haben, und wollen jetzt ins Auge fassen zunächst dasjenige, was wir genannt haben den Begriffssinn. Selbstverständlich dürfen Sie das Wort hier nicht in dem Sinne des reinen Begriffes nehmen, sondern in dem Sinne, wie man im gewöhnlichen Leben spricht; daß man sich, wenn irgend jemand einem etwas sagt, irgendein Wort sagt, eine Vorstellung davon machen kann, was dieses Wort bedeutet. Ebensogut hätte also Vorstellungssinn gesagt werden können. Nun werden wir uns aber erst begreiflich machen müssen, wie dieser Vorstellungssinn zustande kommt. Dazu müssen wir noch einmal zurückgreifen auf die beiden vorhergehenden Sinne, auf den Tonsinn, den Gehörsinn, und auf den Sprachsinn, und uns die Frage einmal vorlegen: Was heißt denn das überhaupt, Sprachsinn haben, Lautsinn haben? Wie kommt denn die Wahrnehmung des Lautes, wie wir sie charakterisiert haben, eigentlich zustande? — Ich werde Ihnen jetzt also zuerst zu charakterisieren haben, was da Besonderes geschieht, wenn der Mensch einen Laut wahrnimmt, A oder I oder einen andern Laut. Wir müssen uns sozusagen den Apparat des Laut-Wahrnehmens klarmachen. Ich werde Ihnen allerdings, da ich nicht über eine solche Sache eine ganze Stunde sprechen kann, nur einige Angaben machen können, welche Sie dann bewahrheitet finden können durch dieses oder jenes, was Sie selber durch Nachdenken oder Erforschen im Leben gewinnen.

[ 1 ] Wir sind in unseren Betrachtungen aufgestiegen bis zu dem, was wir den Sprachsinn genannt haben, und wollen jetzt ins Auge fassen zunächst dasjenige, was wir genannt haben den Begriffssinn. Selbstverständlich dürfen Sie das Wort hier nicht in dem Sinne des reinen Begriffes nehmen, sondern in dem Sinne, wie man im gewöhnlichen Leben spricht; daß man sich, wenn irgend jemand einem etwas sagt, irgendein Wort sagt, eine Vorstellung davon machen kann, was dieses Wort bedeutet. Ebensogut hätte also Vorstellungssinn gesagt werden können. Nun werden wir uns aber erst begreiflich machen müssen, wie dieser Vorstellungssinn zustande kommt. Dazu müssen wir noch einmal zurückgreifen auf die beiden vorhergehenden Sinne, auf den Tonsinn, den Gehörsinn, und auf den Sprachsinn, und uns die Frage einmal vorlegen: Was heißt denn das überhaupt, Sprachsinn haben, Lautsinn haben? Wie kommt denn die Wahrnehmung des Lautes, wie wir sie charakterisiert haben, eigentlich zustande? — Ich werde Ihnen jetzt also zuerst zu charakterisieren haben, was da Besonderes geschieht, wenn der Mensch einen Laut wahrnimmt, A oder I oder einen andern Laut. Wir müssen uns sozusagen den Apparat des Laut-Wahrnehmens klarmachen. Ich werde Ihnen allerdings, da ich nicht über eine solche Sache eine ganze Stunde sprechen kann, nur einige Angaben machen können, welche Sie dann bewahrheitet finden können durch dieses oder jenes, was Sie selber durch Nachdenken oder Erforschen im Leben gewinnen.

[ 2 ] Sie wissen, daß man innerhalb des Musikalischen unterscheiden kann den einzelnen Ton, die Melodie und die Harmonie. Und Sie wissen, daß Harmonie beruht auf der Wahrnehmung gleichzeitiger Töne, Melodie auf dem Zusammenfassen aufeinanderfolgender Töne, und daß dann der einzelne Ton als solcher in Betracht kommt. Nun können Sie den Mechanismus des Laut-Wahrnehmens nur begreifen, wenn Sie die Beziehung des Tönenden, was im Laute ist, zu diesem Laute selbst ins Auge fassen. Nehmen wir einmal dasjenige, was eine Harmonie ist: wir haben ein gleichzeitiges Zusammenwirken von Tönen; und nehmen wir das, was eine Melodie ist: wir haben ein aufeinanderfolgendes Zusammenwirken von Tönen. Denken Sie sich nun, Sie könnten dasjenige bewußt machen, was Sie unbewußt im Laut-Wahrnehmen tun, so würde folgendes geschehen.

[ 2 ] Sie wissen, daß man innerhalb des Musikalischen unterscheiden kann den einzelnen Ton, die Melodie und die Harmonie. Und Sie wissen, daß Harmonie beruht auf der Wahrnehmung gleichzeitiger Töne, Melodie auf dem Zusammenfassen aufeinanderfolgender Töne, und daß dann der einzelne Ton als solcher in Betracht kommt. Nun können Sie den Mechanismus des Laut-Wahrnehmens nur begreifen, wenn Sie die Beziehung des Tönenden, was im Laute ist, zu diesem Laute selbst ins Auge fassen. Nehmen wir einmal dasjenige, was eine Harmonie ist: wir haben ein gleichzeitiges Zusammenwirken von Tönen; und nehmen wir das, was eine Melodie ist: wir haben ein aufeinanderfolgendes Zusammenwirken von Tönen. Denken Sie sich nun, Sie könnten dasjenige bewußt machen, was Sie unbewußt im Laut-Wahrnehmen tun, so würde folgendes geschehen.

[ 3 ] Sie müssen sich klar sein darüber, daß im Sinn eben etwas Unbewußtes — Unterbewußtes wenigstens — liegt. Würde das, was bei der Sinneswahrnehmung unbewußt vorliegt, bewußt gemacht werden, so würde es kein Sinn mehr sein, keine Sinneswahrnehmung, sondern man müßte sprechen von einem Urteil, einer Begriffsbildung und dergleichen. Sie müssen sich also denken, wie dasjenige vor sich ginge, was da im Unterbewußten sich vollzieht bei der Lautwahrnehmung, wenn Sie es bewußt ausführen könnten. Denken Sie einmal, Sie nehmen eine Melodie wahr. Wenn Sie diese Melodie wahrnehmen, nehmen Sie die Töne hintereinander wahr. Denken Sie nun, Sie könnten ohne weiteres die Töne einer Melodie so in der Zeitlinie zusammenschieben, daß Sie dieselben gleichzeitig wahrnehmen könnten. Dazu hätten Sie freilich nötig, Vergangenheit und Zukunft ineinanderzuschieben. Sie müßten vorzugsweise in der Mitte einer Melodie schon das Folgende wissen, um es aus der Zukunft in die Gegenwart hineinschieben zu können. Was so der Mensch bewußt nicht ausführen kann, das geschieht tatsächlich im Lautsinn unbewußt. Es wird, wenn wir A oder I oder einen andern Laut hören, immer durch eine unterbewußte Tätigkeit eine Melodie momentan in eine Harmonie verwandelt. Das ist das Geheimnis des Lautes. Diese wunderbare unterbewußte Tätigkeit wird etwa so ausgeführt auf einer geistigeren Stufe, wie innen im Auge die verschiedenen Strahlenbrechungen nach den regelrechten physikalischen Gesetzen ausgeführt werden, die Sie sich auch erst hinterher ins Bewußtsein bringen. Wir tun jetzt dasselbe, was der Physiker tut, wenn er zeigt, wie die Strahlenbrechung im Auge zustande kommt. Also eine Melodie wird momentan zur Harmonie gemacht. Das ist aber noch nicht genug. Wenn nur das geschähe, dann käme noch nicht der Laut heraus, sondern dazu muß noch etwas anderes hinzukommen.

[ 3 ] Sie müssen sich klar sein darüber, daß im Sinn eben etwas Unbewußtes — Unterbewußtes wenigstens — liegt. Würde das, was bei der Sinneswahrnehmung unbewußt vorliegt, bewußt gemacht werden, so würde es kein Sinn mehr sein, keine Sinneswahrnehmung, sondern man müßte sprechen von einem Urteil, einer Begriffsbildung und dergleichen. Sie müssen sich also denken, wie dasjenige vor sich ginge, was da im Unterbewußten sich vollzieht bei der Lautwahrnehmung, wenn Sie es bewußt ausführen könnten. Denken Sie einmal, Sie nehmen eine Melodie wahr. Wenn Sie diese Melodie wahrnehmen, nehmen Sie die Töne hintereinander wahr. Denken Sie nun, Sie könnten ohne weiteres die Töne einer Melodie so in der Zeitlinie zusammenschieben, daß Sie dieselben gleichzeitig wahrnehmen könnten. Dazu hätten Sie freilich nötig, Vergangenheit und Zukunft ineinanderzuschieben. Sie müßten vorzugsweise in der Mitte einer Melodie schon das Folgende wissen, um es aus der Zukunft in die Gegenwart hineinschieben zu können. Was so der Mensch bewußt nicht ausführen kann, das geschieht tatsächlich im Lautsinn unbewußt. Es wird, wenn wir A oder I oder einen andern Laut hören, immer durch eine unterbewußte Tätigkeit eine Melodie momentan in eine Harmonie verwandelt. Das ist das Geheimnis des Lautes. Diese wunderbare unterbewußte Tätigkeit wird etwa so ausgeführt auf einer geistigeren Stufe, wie innen im Auge die verschiedenen Strahlenbrechungen nach den regelrechten physikalischen Gesetzen ausgeführt werden, die Sie sich auch erst hinterher ins Bewußtsein bringen. Wir tun jetzt dasselbe, was der Physiker tut, wenn er zeigt, wie die Strahlenbrechung im Auge zustande kommt. Also eine Melodie wird momentan zur Harmonie gemacht. Das ist aber noch nicht genug. Wenn nur das geschähe, dann käme noch nicht der Laut heraus, sondern dazu muß noch etwas anderes hinzukommen.

[ 4 ] Sie müssen sich bewußt werden, daß ein jeder musikalische Ton kein einfacher Ton ist, sondern wenn irgendein Ton ein musikalischer Ton ist, so ist er das dadurch, daß, wenn auch in einer noch so schwachen Weise, immer die Obertöne mitklingen. Das ist das Besondere des musikalischen Tons gegenüber den andern Geräuschen, Knall oder dergleichen, daß immer die Obertöne gehört werden, wenn sie auch praktisch nicht hörbar sind. Wenn Sie eine Melodie haben, haben Sie nicht nur die einzelnen Töne, sondern Sie haben auch bei einem jeden Ton die Obertöne. Wenn Sie eine Melodie momentan in eine Harmonie zusammendrängen, so haben Sie nicht nur zusammengedrängt die einzelnen Grundtöne, sondern auch hineingedrängt von einem jeglichen Ton die Obertöne. Nun muß aber die unterbewußte Tätigkeit noch etwas ausführen: sie muß die Aufmerksamkeit abwenden von den Grundtönen, sie muß sie in gewisser Weise überhören. Das tut tatsächlich die Seele, wenn sie den Laut A oder I wahrnimmt. Nicht als ob die andern Töne nicht da wären, sondern es wird nur die Aufmerksamkeit von ihnen abgelenkt, und es wird nur jene Harmonie von Obertönen aufgefaßt. Das ist erst der Laut. Dadurch entsteht ein Laut, daß eine Melodie momentan in eine Harmonie umgewandelt wird, dann von den Grundtönen abgesehen wird und nur das System der Obertöne aufgefaßt wird. Was diese Obertöne dann geben, das ist der Sinn des Lautes, A oder I. Nun haben Sie dasjenige, was eigentlich Laut-Wahrnehmung ist, geradeso erklärt, wie man das Sehen im Auge physikalisch erklärt.

[ 4 ] Sie müssen sich bewußt werden, daß ein jeder musikalische Ton kein einfacher Ton ist, sondern wenn irgendein Ton ein musikalischer Ton ist, so ist er das dadurch, daß, wenn auch in einer noch so schwachen Weise, immer die Obertöne mitklingen. Das ist das Besondere des musikalischen Tons gegenüber den andern Geräuschen, Knall oder dergleichen, daß immer die Obertöne gehört werden, wenn sie auch praktisch nicht hörbar sind. Wenn Sie eine Melodie haben, haben Sie nicht nur die einzelnen Töne, sondern Sie haben auch bei einem jeden Ton die Obertöne. Wenn Sie eine Melodie momentan in eine Harmonie zusammendrängen, so haben Sie nicht nur zusammengedrängt die einzelnen Grundtöne, sondern auch hineingedrängt von einem jeglichen Ton die Obertöne. Nun muß aber die unterbewußte Tätigkeit noch etwas ausführen: sie muß die Aufmerksamkeit abwenden von den Grundtönen, sie muß sie in gewisser Weise überhören. Das tut tatsächlich die Seele, wenn sie den Laut A oder I wahrnimmt. Nicht als ob die andern Töne nicht da wären, sondern es wird nur die Aufmerksamkeit von ihnen abgelenkt, und es wird nur jene Harmonie von Obertönen aufgefaßt. Das ist erst der Laut. Dadurch entsteht ein Laut, daß eine Melodie momentan in eine Harmonie umgewandelt wird, dann von den Grundtönen abgesehen wird und nur das System der Obertöne aufgefaßt wird. Was diese Obertöne dann geben, das ist der Sinn des Lautes, A oder I. Nun haben Sie dasjenige, was eigentlich Laut-Wahrnehmung ist, geradeso erklärt, wie man das Sehen im Auge physikalisch erklärt.

[ 5 ] Was ist nun — und das ist eine ebenso schwierige, aber wichtige Frage — die Wahrnehmung der Vorstellung, was ist das Wahrnehmen des Sinnes allein, so daß Sie also das Wort hören und durch das Wort hindurch dessen Sinn vernehmen, begreifen? Wie kommt das zustande?

[ 5 ] Was ist nun — und das ist eine ebenso schwierige, aber wichtige Frage — die Wahrnehmung der Vorstellung, was ist das Wahrnehmen des Sinnes allein, so daß Sie also das Wort hören und durch das Wort hindurch dessen Sinn vernehmen, begreifen? Wie kommt das zustande?

[ 6 ] Daß das noch etwas ganz Besonderes ist, das mag Ihnen einfach aus der trivialen Erwägung hervorgehen, daß Sie irgendeine Sache in den verschiedenen Sprachen mit den verschiedensten Lauten bezeichnen können. Sie heißen eine Sache das eine Mal «Amor», das andere Mal «Liebe». So ist in diesen beiden verschiedenen Lautbildern etwas ausgedrückt, was in beiden Fällen dasselbe ist. Das weist hin auf den dahinterstehenden Vorstellungssinn. Während man also den Laut bei jedem Volke, in jeder Sprache anders hört, hört man durch den Laut hindurch überall dieselbe Vorstellung, dasjenige, was eigentlich dahintersteckt und was trotz aller Verschiedenheit der Lautbilder das gleiche ist. Das muß auch wahrgenommen werden. Und wie wird das wahrgenommen?

[ 6 ] Daß das noch etwas ganz Besonderes ist, das mag Ihnen einfach aus der trivialen Erwägung hervorgehen, daß Sie irgendeine Sache in den verschiedenen Sprachen mit den verschiedensten Lauten bezeichnen können. Sie heißen eine Sache das eine Mal «Amor», das andere Mal «Liebe». So ist in diesen beiden verschiedenen Lautbildern etwas ausgedrückt, was in beiden Fällen dasselbe ist. Das weist hin auf den dahinterstehenden Vorstellungssinn. Während man also den Laut bei jedem Volke, in jeder Sprache anders hört, hört man durch den Laut hindurch überall dieselbe Vorstellung, dasjenige, was eigentlich dahintersteckt und was trotz aller Verschiedenheit der Lautbilder das gleiche ist. Das muß auch wahrgenommen werden. Und wie wird das wahrgenommen?

[ 7 ] Wir wollen, um uns das klarzumachen, den Prozeß des Vorstellungswahrnehmens betrachten, und zwar — das bitte ich Sie, ins Auge zu fassen — unter der Voraussetzung, daß die Vorstellung uns auf dem Wege des Lautes zukommt. Wenn wir nun in dem Laut-Wahrnehmen eine Melodie haben, die in eine Harmonie verwandelt ist, wobei abgesehen wird von den Grundtönen — was uns den Lautsinn oder Wortsinn gibt —, so ist es notwendig, damit der Vorstellungssinn herauskommt, daß nun auch von dem ganzen System der Obertöne die Aufmerksamkeit abgelenkt wird. Wenn Sie auch das noch seelisch ausführen, dann blicken Sie zurück zu dem, was sich in den Obertönen verkörpert hat, zu demjenigen, was Ihnen als Vorstellung zukommt. Damit ist aber zu gleicher Zeit nun auch das gegeben, daß der Mensch, wenn er die Laute und Worte seiner Sprache hört, dasjenige sozusagen etwas nuanciert, abgetönt erhält, was allgemein menschlich ist: die Vorstellung, welche durch alle Laute und alle Sprachen hindurchgeht.

[ 7 ] Wir wollen, um uns das klarzumachen, den Prozeß des Vorstellungswahrnehmens betrachten, und zwar — das bitte ich Sie, ins Auge zu fassen — unter der Voraussetzung, daß die Vorstellung uns auf dem Wege des Lautes zukommt. Wenn wir nun in dem Laut-Wahrnehmen eine Melodie haben, die in eine Harmonie verwandelt ist, wobei abgesehen wird von den Grundtönen — was uns den Lautsinn oder Wortsinn gibt —, so ist es notwendig, damit der Vorstellungssinn herauskommt, daß nun auch von dem ganzen System der Obertöne die Aufmerksamkeit abgelenkt wird. Wenn Sie auch das noch seelisch ausführen, dann blicken Sie zurück zu dem, was sich in den Obertönen verkörpert hat, zu demjenigen, was Ihnen als Vorstellung zukommt. Damit ist aber zu gleicher Zeit nun auch das gegeben, daß der Mensch, wenn er die Laute und Worte seiner Sprache hört, dasjenige sozusagen etwas nuanciert, abgetönt erhält, was allgemein menschlich ist: die Vorstellung, welche durch alle Laute und alle Sprachen hindurchgeht.

[ 8 ] Haben wir gesagt, daß sich durch die Sprache, insofern die Sprache ihre Laute hat, kundgeben hohe geistige Wesenheiten, die ihre besondere Mission haben im Zusammenhange des Erdenlebens, die Volksgeister, welche nicht nur in dem geheimnisvollen Raunen [der Sprachen], sondern in dem ebenso geheimnisvollen Bilden an den Säften des Menschen wirken, in dem, was da im System der Obertöne hineinerzittert in den menschlichen Organismus, so müssen wir sagen, daß dasjenige, was hinter dem Tönen der Obertöne liegt als das allgemein Menschliche, der gemeinsame Menschengeist ist, der über die ganze Erde hinüberwallt. Dieser über die ganze Erde hinüberwallende Menschengeist, er läßt sich daher nur dann erkennen, wenn ein jeder an seinem Orte sozusagen durch die Obertöne hindurch ins Unhörbare, ins bloß Vorstellungsmäßige hineinhorcht. Dadurch, daß die Menschen die Möglichkeit bekommen haben, sozusagen über die Nuancen hinwegzusehen, hinwegzuhören und ein Gemeinsames, das über die ganze Erde wallt, zu erkennen, dadurch haben sie erst die Fähigkeit erlangt im Laufe der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit, dasjenige, was allgemein menschlich ist, zu begreifen. Denn nur im Vorstellungsleben läßt sich der Christus-Geist in seiner wahren Gestalt zuerst erfassen, im allgemein Menschlichen. Diejenigen geistigen Wesenheiten, welche ihn in den verschiedensten Formen verkündigen und verkündigen sollen, die von ihm ausgeschickt sind, jeder an seinen Ort, wie Sie das zum Beispiel so schön dargestellt finden in dem Goetheschen Gedicht «Die Geheimnisse», diese Geister, dieSendboten des Christus, die von ihm ihre Aufgabe erhalten haben, das sind die einzelnen Volksgeister, die Geister der einzelnen Völkerindividualitäten.

[ 8 ] Haben wir gesagt, daß sich durch die Sprache, insofern die Sprache ihre Laute hat, kundgeben hohe geistige Wesenheiten, die ihre besondere Mission haben im Zusammenhange des Erdenlebens, die Volksgeister, welche nicht nur in dem geheimnisvollen Raunen [der Sprachen], sondern in dem ebenso geheimnisvollen Bilden an den Säften des Menschen wirken, in dem, was da im System der Obertöne hineinerzittert in den menschlichen Organismus, so müssen wir sagen, daß dasjenige, was hinter dem Tönen der Obertöne liegt als das allgemein Menschliche, der gemeinsame Menschengeist ist, der über die ganze Erde hinüberwallt. Dieser über die ganze Erde hinüberwallende Menschengeist, er läßt sich daher nur dann erkennen, wenn ein jeder an seinem Orte sozusagen durch die Obertöne hindurch ins Unhörbare, ins bloß Vorstellungsmäßige hineinhorcht. Dadurch, daß die Menschen die Möglichkeit bekommen haben, sozusagen über die Nuancen hinwegzusehen, hinwegzuhören und ein Gemeinsames, das über die ganze Erde wallt, zu erkennen, dadurch haben sie erst die Fähigkeit erlangt im Laufe der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit, dasjenige, was allgemein menschlich ist, zu begreifen. Denn nur im Vorstellungsleben läßt sich der Christus-Geist in seiner wahren Gestalt zuerst erfassen, im allgemein Menschlichen. Diejenigen geistigen Wesenheiten, welche ihn in den verschiedensten Formen verkündigen und verkündigen sollen, die von ihm ausgeschickt sind, jeder an seinen Ort, wie Sie das zum Beispiel so schön dargestellt finden in dem Goetheschen Gedicht «Die Geheimnisse», diese Geister, dieSendboten des Christus, die von ihm ihre Aufgabe erhalten haben, das sind die einzelnen Volksgeister, die Geister der einzelnen Völkerindividualitäten.

[ 9 ] Dies alles gibt Ihnen erst ein Bild von dem, was eigentlich Vorstellungssinn ist. Damit aber haben wir einen ganz besonderen Weg zurückgelegt. Wir haben sozusagen dasjenige, was im gewöhnlichen Menschenleben Sinn an uns ist, zunächst erschöpft. Wir haben es dadurch erschöpft, daß wir hingeschaut haben auf diejenige unterbewußte seelische Fähigkeit im Menschen, die imstande ist, das System der Obertöne gleichsam zurückzuschieben. Was wird nun eine noch höhere Fähigkeit sein? Was schiebt denn dieses System der Obertöne zurück? Was ist es denn im Menschen, was da hinauswirkt wie Fangarme und das System der Obertöne zurückschiebt? — Das ist des Menschen astralischer Leib. Erlangt des Menschen astralischer Leib die Fähigkeit, die Obertöne zurückzuschieben, was in trivialer Sprache ausgedrückt nichts anderes heißt, als die Aufmerksamkeit von ihnen abzuwenden, dann bedeutet das eine höhere Macht des astralischen Leibes, als wenn er sozusagen weniger zurückschieben kann. Wann wird dieser astralische Leib nun noch stärker sein? Er wird noch stärker sein, wenn er nicht nur die Obertöne zurückschieben kann, nicht nur die Vorstellungen dadurch erreicht, daß er die Obertöne zurückschiebt und dadurch an die Grenze der äußeren Welt kommt und sie an ihrer Grenze als Vorstellung beobachten kann, sondern wenn er sich fähig macht, ohne daß erst ein Widerstand da ist, durch eine eigene, innere Kraft seine astralische Substanz herauszustoßen. Um zur Vorstellung zu kommen, haben Sie immer noch nötig, einen Widerstand zurückzuschieben: das System der Obertöne. Wenn Sie nun in der Lage sind, ohne daß eine äußere Veranlassung da ist, Ihre astralischen Fangarme herauszustrecken, so tritt das ein, was man im höheren Sinne das geistige Wahrnehmen nennen kann. Es bilden sich die eigentlichen geistigen Wahrnehmungsorgane. In dem Augenblick, wo der Mensch die Fähigkeit erlangt, nicht nur mit seiner Aufmerksamkeit das System der Obertöne zurückzuschieben, sondern wo er an einer gewissen Stelle des Vorderhirns — zwischen den Augenbrauen seine astralische Substanz herausschieben kann wie zwei Fangarme, da bildet er an dieser Stelle das, was man die zweiblättrige Lotusblume nennt, das erste geistige Organ, was man auch nennen kann den imaginativen Sinn. Das ist nun der elfte der Sinne. Und in demselben Maße, als der Mensch immer fähiger und fähiger wird, so aus sich selbst heraus, ohne daß er durch die Außenwelt gezwungen wird, seine astralische Substanz herauszustrecken, in demselben Maße bildet er weitere höhere Sinne aus. In der Gegend des Kehlkopfes bildet er aus durch diese Arbeit einen sehr komplizierten Sinn, die sechzehnblättrige Lotusblume, den inspirierenden Sinn; weiter in der Herzgegend den Sinn, den man auch den intuitiven Sinn nennen kann, die zwölfblättrige Lotusblume, und dann noch weitere höhere Sinne, die man aber nun, weil man da ins rein Geistige kommt, nicht mehr Sinn nennen kann im gewöhnlichen Sinne. Es genügt ja, daß wir zu den physischen, eigentlichen Sinnen hinzuzufügen haben den imaginativen Sinn, den inspirierenden Sinn und den intuitiven Sinn.

[ 9 ] Dies alles gibt Ihnen erst ein Bild von dem, was eigentlich Vorstellungssinn ist. Damit aber haben wir einen ganz besonderen Weg zurückgelegt. Wir haben sozusagen dasjenige, was im gewöhnlichen Menschenleben Sinn an uns ist, zunächst erschöpft. Wir haben es dadurch erschöpft, daß wir hingeschaut haben auf diejenige unterbewußte seelische Fähigkeit im Menschen, die imstande ist, das System der Obertöne gleichsam zurückzuschieben. Was wird nun eine noch höhere Fähigkeit sein? Was schiebt denn dieses System der Obertöne zurück? Was ist es denn im Menschen, was da hinauswirkt wie Fangarme und das System der Obertöne zurückschiebt? — Das ist des Menschen astralischer Leib. Erlangt des Menschen astralischer Leib die Fähigkeit, die Obertöne zurückzuschieben, was in trivialer Sprache ausgedrückt nichts anderes heißt, als die Aufmerksamkeit von ihnen abzuwenden, dann bedeutet das eine höhere Macht des astralischen Leibes, als wenn er sozusagen weniger zurückschieben kann. Wann wird dieser astralische Leib nun noch stärker sein? Er wird noch stärker sein, wenn er nicht nur die Obertöne zurückschieben kann, nicht nur die Vorstellungen dadurch erreicht, daß er die Obertöne zurückschiebt und dadurch an die Grenze der äußeren Welt kommt und sie an ihrer Grenze als Vorstellung beobachten kann, sondern wenn er sich fähig macht, ohne daß erst ein Widerstand da ist, durch eine eigene, innere Kraft seine astralische Substanz herauszustoßen. Um zur Vorstellung zu kommen, haben Sie immer noch nötig, einen Widerstand zurückzuschieben: das System der Obertöne. Wenn Sie nun in der Lage sind, ohne daß eine äußere Veranlassung da ist, Ihre astralischen Fangarme herauszustrecken, so tritt das ein, was man im höheren Sinne das geistige Wahrnehmen nennen kann. Es bilden sich die eigentlichen geistigen Wahrnehmungsorgane. In dem Augenblick, wo der Mensch die Fähigkeit erlangt, nicht nur mit seiner Aufmerksamkeit das System der Obertöne zurückzuschieben, sondern wo er an einer gewissen Stelle des Vorderhirns — zwischen den Augenbrauen seine astralische Substanz herausschieben kann wie zwei Fangarme, da bildet er an dieser Stelle das, was man die zweiblättrige Lotusblume nennt, das erste geistige Organ, was man auch nennen kann den imaginativen Sinn. Das ist nun der elfte der Sinne. Und in demselben Maße, als der Mensch immer fähiger und fähiger wird, so aus sich selbst heraus, ohne daß er durch die Außenwelt gezwungen wird, seine astralische Substanz herauszustrecken, in demselben Maße bildet er weitere höhere Sinne aus. In der Gegend des Kehlkopfes bildet er aus durch diese Arbeit einen sehr komplizierten Sinn, die sechzehnblättrige Lotusblume, den inspirierenden Sinn; weiter in der Herzgegend den Sinn, den man auch den intuitiven Sinn nennen kann, die zwölfblättrige Lotusblume, und dann noch weitere höhere Sinne, die man aber nun, weil man da ins rein Geistige kommt, nicht mehr Sinn nennen kann im gewöhnlichen Sinne. Es genügt ja, daß wir zu den physischen, eigentlichen Sinnen hinzuzufügen haben den imaginativen Sinn, den inspirierenden Sinn und den intuitiven Sinn.

[ 10 ] Nun fragen wir uns: Sind nun diese drei Sinne nur tätig im hellsichtigen Menschen oder gibt es auch beim gewöhnlichen Menschen etwas, was er als eine Tätigkeit dieser Sinne auffassen kann? — Ja, auch beim gewöhnlichen Menschen gibt es etwas, was als eine Tätigkeit dieser Sinne aufzufassen ist, des imaginativen, des inspirierenden und des intuitiven Sinnes. Wenn Sie genau aufgefaßt haben, wie diese Sinne beim hellsichtigen Menschen wirken, so werden Sie sich sagen, sie wirken, indem sie sich wie Fangarme nach außen erstrecken. Beim gewöhnlichen Menschen sind sie auch vorhanden, nur mit dem Unterschiede, daß sie sich da nicht nach außen, sondern daß sie sich nach innen strecken. Genau an der Stelle, wo die zweiblättrige Lotusblume beim hellsichtigen Menschen entsteht, da ist beim gewöhnlichen Menschen etwas vorhanden wie zwei solcher Fangarme, die nach innen gehen, die sich nur in der Gegend des Vorderhirns kreuzen. So wendet das gewöhnliche Bewußtsein einfach diese Fangarme, statt wie beim hellsichtigen Menschen nach außen, nach innen.

[ 10 ] Nun fragen wir uns: Sind nun diese drei Sinne nur tätig im hellsichtigen Menschen oder gibt es auch beim gewöhnlichen Menschen etwas, was er als eine Tätigkeit dieser Sinne auffassen kann? — Ja, auch beim gewöhnlichen Menschen gibt es etwas, was als eine Tätigkeit dieser Sinne aufzufassen ist, des imaginativen, des inspirierenden und des intuitiven Sinnes. Wenn Sie genau aufgefaßt haben, wie diese Sinne beim hellsichtigen Menschen wirken, so werden Sie sich sagen, sie wirken, indem sie sich wie Fangarme nach außen erstrecken. Beim gewöhnlichen Menschen sind sie auch vorhanden, nur mit dem Unterschiede, daß sie sich da nicht nach außen, sondern daß sie sich nach innen strecken. Genau an der Stelle, wo die zweiblättrige Lotusblume beim hellsichtigen Menschen entsteht, da ist beim gewöhnlichen Menschen etwas vorhanden wie zwei solcher Fangarme, die nach innen gehen, die sich nur in der Gegend des Vorderhirns kreuzen. So wendet das gewöhnliche Bewußtsein einfach diese Fangarme, statt wie beim hellsichtigen Menschen nach außen, nach innen.

[ 11 ] Dasjenige, was hier vorliegt, kann ich Ihnen nur durch einen Vergleich klarmachen. Sie müßten viel meditieren, wenn Sie über den Vergleich hinauskommen wollten zur Tatsache. Denn eine Tatsache ist es. Sie brauchen sich nur klarzumachen, daß der Mensch das, was er außer sich hat, sieht, und das, was er in sich hat, nicht sieht. Keiner hat noch sein eigenes Herz oder Gehirn gesehen. So ist es auch im Geistigen. Die Organe werden nicht nur nicht gesehen, sondern sie werden auch nicht bewußt, und sie können daher auch nicht angewendet werden. Aber sie wirken. Dadurch, daß etwas nicht bewußt ist, ist es noch nicht untätig. Das Bewußtsein entscheidet nicht über die Wirklichkeit. Sonst müßte alles dasjenige, was um uns ist in dieser Stadt Berlin und was Sie jetzt nicht sehen, nicht da sein. Allerdings ist das eine Logik, wonach diejenigen gehen, welche die höheren Welten ableugnen, weil sie sie nicht sehen. Tätig sind diese Sinne, aber ihre Tätigkeit richtet sich nach innen. Und diese Wirkung der Tätigkeit nach innen nimmt jetzt der Mensch wahr. Wie nimmt er sie wahr?

[ 11 ] Dasjenige, was hier vorliegt, kann ich Ihnen nur durch einen Vergleich klarmachen. Sie müßten viel meditieren, wenn Sie über den Vergleich hinauskommen wollten zur Tatsache. Denn eine Tatsache ist es. Sie brauchen sich nur klarzumachen, daß der Mensch das, was er außer sich hat, sieht, und das, was er in sich hat, nicht sieht. Keiner hat noch sein eigenes Herz oder Gehirn gesehen. So ist es auch im Geistigen. Die Organe werden nicht nur nicht gesehen, sondern sie werden auch nicht bewußt, und sie können daher auch nicht angewendet werden. Aber sie wirken. Dadurch, daß etwas nicht bewußt ist, ist es noch nicht untätig. Das Bewußtsein entscheidet nicht über die Wirklichkeit. Sonst müßte alles dasjenige, was um uns ist in dieser Stadt Berlin und was Sie jetzt nicht sehen, nicht da sein. Allerdings ist das eine Logik, wonach diejenigen gehen, welche die höheren Welten ableugnen, weil sie sie nicht sehen. Tätig sind diese Sinne, aber ihre Tätigkeit richtet sich nach innen. Und diese Wirkung der Tätigkeit nach innen nimmt jetzt der Mensch wahr. Wie nimmt er sie wahr?

[ 12 ] Indem sich der imaginative Sinn nach innen ergießt, entsteht das, was man im gewöhnlichen Leben die Empfindung irgendeiner Sache nennt, die äußere Empfindung, die äußere Wahrnehmung. Daß Sie die Dinge draußen sehen, das beruht darauf, daß nach innen hinein dieser Sinn arbeitet. Was Sie nach draußen als Empfindung, als Wahrnehmung haben, das können Sie nur dadurch haben, daß dasjenige in Sie hineinarbeitet, was im imaginativen Sinn zum Vorschein kommt. Unterscheiden Sie aber wohl, was hier Empfindung genannt ist, von dem, was zum Beispiel ein Ton ist. Es ist noch etwas anderes, einen Ton zu hören, eine Farbe zu sehen, oder eine Empfindung dabei zu haben. Eine Farbe zu sehen und zu sagen, sie ist rot, ist etwas anderes, als die Empfindung dabei zu haben: sie ist schön oder häßlich, angenehm oder unangenehm im unmittelbaren Eindruck.

[ 12 ] Indem sich der imaginative Sinn nach innen ergießt, entsteht das, was man im gewöhnlichen Leben die Empfindung irgendeiner Sache nennt, die äußere Empfindung, die äußere Wahrnehmung. Daß Sie die Dinge draußen sehen, das beruht darauf, daß nach innen hinein dieser Sinn arbeitet. Was Sie nach draußen als Empfindung, als Wahrnehmung haben, das können Sie nur dadurch haben, daß dasjenige in Sie hineinarbeitet, was im imaginativen Sinn zum Vorschein kommt. Unterscheiden Sie aber wohl, was hier Empfindung genannt ist, von dem, was zum Beispiel ein Ton ist. Es ist noch etwas anderes, einen Ton zu hören, eine Farbe zu sehen, oder eine Empfindung dabei zu haben. Eine Farbe zu sehen und zu sagen, sie ist rot, ist etwas anderes, als die Empfindung dabei zu haben: sie ist schön oder häßlich, angenehm oder unangenehm im unmittelbaren Eindruck.

[ 13 ] Auch der inspirierende Sinn ergießt seine Tätigkeit nach innen, und durch diese Tätigkeit entsteht das, was nun eine kompliziertere Empfindung ist: das Gefühl. Das ganze Gefühlsleben, das mehr Innerlichkeit hat als das bloße Empfindungsleben, ist eine Tätigkeit des inspirierenden Organes, das nur nach innen tätig ist statt nach außen. Und wenn der intuitive Sinn sich nach innen ergießt, dann entsteht das, was wir eigentlich jetzt das Denken nennen, das Gedankenbilden. Das ist der Erfolg der Tätigkeit des intuitiven Sinnes nach innen. Zuerst hat der Mensch eine Empfindung von der Sache, dann kommt das Gefühl, und zuletzt bildet er sich seine Gedanken darüber.

[ 13 ] Auch der inspirierende Sinn ergießt seine Tätigkeit nach innen, und durch diese Tätigkeit entsteht das, was nun eine kompliziertere Empfindung ist: das Gefühl. Das ganze Gefühlsleben, das mehr Innerlichkeit hat als das bloße Empfindungsleben, ist eine Tätigkeit des inspirierenden Organes, das nur nach innen tätig ist statt nach außen. Und wenn der intuitive Sinn sich nach innen ergießt, dann entsteht das, was wir eigentlich jetzt das Denken nennen, das Gedankenbilden. Das ist der Erfolg der Tätigkeit des intuitiven Sinnes nach innen. Zuerst hat der Mensch eine Empfindung von der Sache, dann kommt das Gefühl, und zuletzt bildet er sich seine Gedanken darüber.

[ 14 ] Damit werden Sie gesehen haben,:daß wir aus dem Sinnesleben bereits hineingestiegen sind in das Seelenleben. Wir haben von außen, aus der Sinnenwelt heraus, im Menschen selber die Seele ergriffen in Empfindungen, in Gefühlen, in Gedanken. Wenn wir nun weitergehen würden und die höheren Sinne, die wir nun nicht mehr gut Sinne nennen können, die den andern Lotusblumen entsprechen, in ihrer Wirkung nach innen betrachten, so würden wir das gesamte höhere Seelenleben finden. Wenn zum Beispiel die im Organismus weiter unten gelegene achtblättrige oder die zehnblättrige Lotusblume ihre Tätigkeit nach innen ergießt, dann entsteht eine noch feinere Seelentätigkeit. Und am Ende dieser Reihe finden wir jene allerfeinste Seelentätigkeit, die wir nun nicht mehr mit dem bloßen Gedanken bezeichnen, sondern als den reinen Gedanken, den bloß logischen Gedanken. Das ist das, was hervorgebracht wird durch das Hineinwirken ins Innere des Menschen durch die verschiedenen Lotusblumentätigkeiten. Wenn nun dieses Hineinarbeiten wiederum aufhört, bloßes Hineinarbeiten zu sein und, wie ich angedeutet habe, anfängt hinauszuarbeiten, wenn also jene Fangarme, die sich sonst nach innen erstrecken, sich überall kreuzen und nach außen sich als Lotusblumen ergießen, dann kommt jene höhere Tätigkeit zustande, durch die wir von der Seele aufsteigen zum Geiste, wo dasjenige, was uns sonst bloß als Innenleben erscheint in Denken, Fühlen und Wollen, nunmehr in der Außenwelt auftritt, getragen von geistigen Wesenheiten.

[ 14 ] Damit werden Sie gesehen haben,:daß wir aus dem Sinnesleben bereits hineingestiegen sind in das Seelenleben. Wir haben von außen, aus der Sinnenwelt heraus, im Menschen selber die Seele ergriffen in Empfindungen, in Gefühlen, in Gedanken. Wenn wir nun weitergehen würden und die höheren Sinne, die wir nun nicht mehr gut Sinne nennen können, die den andern Lotusblumen entsprechen, in ihrer Wirkung nach innen betrachten, so würden wir das gesamte höhere Seelenleben finden. Wenn zum Beispiel die im Organismus weiter unten gelegene achtblättrige oder die zehnblättrige Lotusblume ihre Tätigkeit nach innen ergießt, dann entsteht eine noch feinere Seelentätigkeit. Und am Ende dieser Reihe finden wir jene allerfeinste Seelentätigkeit, die wir nun nicht mehr mit dem bloßen Gedanken bezeichnen, sondern als den reinen Gedanken, den bloß logischen Gedanken. Das ist das, was hervorgebracht wird durch das Hineinwirken ins Innere des Menschen durch die verschiedenen Lotusblumentätigkeiten. Wenn nun dieses Hineinarbeiten wiederum aufhört, bloßes Hineinarbeiten zu sein und, wie ich angedeutet habe, anfängt hinauszuarbeiten, wenn also jene Fangarme, die sich sonst nach innen erstrecken, sich überall kreuzen und nach außen sich als Lotusblumen ergießen, dann kommt jene höhere Tätigkeit zustande, durch die wir von der Seele aufsteigen zum Geiste, wo dasjenige, was uns sonst bloß als Innenleben erscheint in Denken, Fühlen und Wollen, nunmehr in der Außenwelt auftritt, getragen von geistigen Wesenheiten.

[ 15 ] So haben Sie den Menschen sozusagen begriffen, indem Sie aufgestiegen sind von den Sinnen durch die Seele zu dem, was eigentlich nicht mehr im Menschen ist, sondern was als Geistiges von außen hereinwirkt und dem Menschen ebenso angehört wie der ganzen Natur und der ganzen übrigen Welt draußen. Wir sind aufgestiegen zum Geistigen.

[ 15 ] So haben Sie den Menschen sozusagen begriffen, indem Sie aufgestiegen sind von den Sinnen durch die Seele zu dem, was eigentlich nicht mehr im Menschen ist, sondern was als Geistiges von außen hereinwirkt und dem Menschen ebenso angehört wie der ganzen Natur und der ganzen übrigen Welt draußen. Wir sind aufgestiegen zum Geistigen.

[ 16 ] Was ich Ihnen jetzt geschildert habe in diesen heute gegebenen Andeutungen und in den beiden letzten Vorträgen, das ist der eigentliche Mensch; das ist der Mensch, sozusagen als ein Werkzeug, die Welt wahrzunehmen, seelisch durchzuerleben und geistig zu erfassen. So ist erst der Mensch. Und das, was dieser Mensch ist, das formt sich eigentlich erst seinen Leib. Ich habe Ihnen nicht das geschildert, was der Mensch ist, wenn er fertig vor Ihnen steht. Ich habe Ihnen geschildert, was da im Menschen drinnen tätiges Spiel ist. Das aber, was da tätiges Spiel ist, was da alles zusammenwirkt — sinnlich, seelisch und wiederum geistig —, das formt sich den Menschen so, wie er vor uns steht auf dem Erdenrund.

[ 16 ] Was ich Ihnen jetzt geschildert habe in diesen heute gegebenen Andeutungen und in den beiden letzten Vorträgen, das ist der eigentliche Mensch; das ist der Mensch, sozusagen als ein Werkzeug, die Welt wahrzunehmen, seelisch durchzuerleben und geistig zu erfassen. So ist erst der Mensch. Und das, was dieser Mensch ist, das formt sich eigentlich erst seinen Leib. Ich habe Ihnen nicht das geschildert, was der Mensch ist, wenn er fertig vor Ihnen steht. Ich habe Ihnen geschildert, was da im Menschen drinnen tätiges Spiel ist. Das aber, was da tätiges Spiel ist, was da alles zusammenwirkt — sinnlich, seelisch und wiederum geistig —, das formt sich den Menschen so, wie er vor uns steht auf dem Erdenrund.

[ 17 ] Wie formt es sich den Menschen? Da werde ich Ihnen zunächst auch nur sozusagen Hinweise geben können, Hinweise, die Sie aber überall, wenn Sie auf die positiven Resultate der äußeren Beobachtung eingehen, werden bewahrheitet finden. Dasjenige, was da draußen vor uns steht, wenn wir mit den äußeren Sinnen den Menschen anschauen, das ist bloß eine optische Täuschung. Das ist gar nicht vorhanden. Das nimmt sich vor einer vollständigen Betrachtung ganz anders aus. Denken Sie doch einmal daran — um sich ein Bild zu machen —, daß Sie sich selbst gar nicht ganz sinnlich wahrnehmen können. Wenn Sie Ihr Auge schweifen lassen über sich selber, so sehen Sie nur einen Teil von sich selber, nur einen Teil Ihrer Oberfläche. Sie können niemals Ihr eigenes Hinterhaupt oder Ihren Rücken selbst wahrnehmen. Dennoch wissen Sie, daß Sie sie haben. Sie wissen es durch die übrigen Sinne, durch den Gleichgewichtssinn, durch den Bewegungssinn und so weiter. Sie wissen sozusagen durch ein inneres Bewußtsein, daß etwas an Ihnen ist, was Sie nicht äußerlich an sich selber wahrnehmen können. So ist sehr viel am Menschen, was er nicht wahrnehmen kann, was zum Beispiel erst erfaßt werden kann, wenn die gesamten von mir charakterisierten höheren Wahrnehmungsorgane entwickelt sind.

[ 17 ] Wie formt es sich den Menschen? Da werde ich Ihnen zunächst auch nur sozusagen Hinweise geben können, Hinweise, die Sie aber überall, wenn Sie auf die positiven Resultate der äußeren Beobachtung eingehen, werden bewahrheitet finden. Dasjenige, was da draußen vor uns steht, wenn wir mit den äußeren Sinnen den Menschen anschauen, das ist bloß eine optische Täuschung. Das ist gar nicht vorhanden. Das nimmt sich vor einer vollständigen Betrachtung ganz anders aus. Denken Sie doch einmal daran — um sich ein Bild zu machen —, daß Sie sich selbst gar nicht ganz sinnlich wahrnehmen können. Wenn Sie Ihr Auge schweifen lassen über sich selber, so sehen Sie nur einen Teil von sich selber, nur einen Teil Ihrer Oberfläche. Sie können niemals Ihr eigenes Hinterhaupt oder Ihren Rücken selbst wahrnehmen. Dennoch wissen Sie, daß Sie sie haben. Sie wissen es durch die übrigen Sinne, durch den Gleichgewichtssinn, durch den Bewegungssinn und so weiter. Sie wissen sozusagen durch ein inneres Bewußtsein, daß etwas an Ihnen ist, was Sie nicht äußerlich an sich selber wahrnehmen können. So ist sehr viel am Menschen, was er nicht wahrnehmen kann, was zum Beispiel erst erfaßt werden kann, wenn die gesamten von mir charakterisierten höheren Wahrnehmungsorgane entwickelt sind.

[ 18 ] Nun wollen wir zunächst einmal ins Auge fassen dasjenige Stück vom Menschen, das er — nehmen wir an durch sein Auge — sinnlich an sich selber wahrnehmen kann. Begrenzen Sie zunächst das Stück, das der Mensch an sich selber sehen kann. Was ist denn eigentlich dieses Stück, das der Mensch da an sich selber wahrnimmt? Fassen Sie nur die Worte genau. Wodurch soll der Mensch denn dieses Stück, das er an sich selber sehen kann, wahrnehmen? Alles was man wahrnimmt, nimmt man wahr im Grunde genommen durch die Empfindungsseele. Denn wenn man nicht durch die Empfindungsseele irgendeine Nachricht bekommt von dem, was vorgeht, so wird man zu keiner Auffassung über etwas kommen. Würde der bloße Empfindungsleib eine solche Nachricht bekommen, so würde er es nicht auffassen können. Er würde davorstehen ohne Verständnis. Daß der Mensch aber etwas wahrnehmen kann, das macht die Empfindungsseele, welche dasjenige, was da vorgeht, auffaßt. Und was ist es, was da gegenübersteht dieser Empfindungsseele? Was ist das Stück, was dann der Empfindungsseele gegenübersteht, wenn das Auge es wahrnimmt? Das ist nichts anderes als der Schein des Empfindungsleibes, die äußere Illusion des Empfindungsleibes. Allerdings müssen Sie nun den Begriff etwas erweitern. Sie können sich nicht nur dadurch wahrnehmen, daß Sie Ihr Auge auf die Oberfläche Ihres Körpers richten, sondern Sie können auch mit Ihren Fingern dahin reichen. Da nehmen Sie es auch durch den Empfindungsleib wahr. Der Empfindungsleib erstreckt sich überall da, wo der. Mensch wahrgenommen werden kann durch Berührung, durch Empfindung. Das ist jedoch nicht der Empfindungsleib, was der Mensch da wahrnimmt. Würden Sie den Empfindungsleib wirklich sehen, dann würden Sie sehen, daß da, wo Sie Ihr eigenes Scheinbild sehen, Ihren physischen Leib, ein Astralisches sich herandrängt und zurückgeschoben wird. Wenn etwas zurückgeschoben wird, dann staut es sich. So haben Sie vorne ein Zusammenwirken von Empfindungsleib und Empfindungsseele. Von hinten her kommt die Strömung der Empfindungsseele, so daß sie sich stößt an Ihrer Haut am Vorderleibe, und von vorne stößt sich das hinein, was Ihr Empfindungsleib ist. Wenn zwei Strömungen sich stauen, dann kommt die Stauung zum Vorschein. Da ist es gerade so, wie wenn zwei Ströme aufeinanderprallen: dann kommt dabei etwas zum Vorschein. Da sehen Sie den einen Strom, und Sie sehen den andern Strom. Jetzt aber denken Sie sich, Sie könnten den einen und den andern Strom nicht sehen, sondern Sie könnten nur dasjenige sehen, was an dieser Stelle durch das Durcheinanderwirbeln der zwei Ströme zum Vorschein kommt. Das ist das Stück an Ihrer äußeren Leiblichkeit, was Ihr Auge oder sonst irgendein äußerer Sinn an Ihnen selber wahrnehmen kann. Sie können geradezu an Ihrer Haut begrenzen, wo dieses Zusammentreffen von Empfindungsseele und Empfindungsleib stattfindet. Hieraus sehen Sie an einem Beispiel, wie dasjenige, was wir geistig betrachtet haben, wie diese verschiedenen Glieder des Menschen an dem Menschen selber formen. Wir sehen, wie die Seele am Leibe selber formt. Nun gehen wir weiter.

[ 18 ] Nun wollen wir zunächst einmal ins Auge fassen dasjenige Stück vom Menschen, das er — nehmen wir an durch sein Auge — sinnlich an sich selber wahrnehmen kann. Begrenzen Sie zunächst das Stück, das der Mensch an sich selber sehen kann. Was ist denn eigentlich dieses Stück, das der Mensch da an sich selber wahrnimmt? Fassen Sie nur die Worte genau. Wodurch soll der Mensch denn dieses Stück, das er an sich selber sehen kann, wahrnehmen? Alles was man wahrnimmt, nimmt man wahr im Grunde genommen durch die Empfindungsseele. Denn wenn man nicht durch die Empfindungsseele irgendeine Nachricht bekommt von dem, was vorgeht, so wird man zu keiner Auffassung über etwas kommen. Würde der bloße Empfindungsleib eine solche Nachricht bekommen, so würde er es nicht auffassen können. Er würde davorstehen ohne Verständnis. Daß der Mensch aber etwas wahrnehmen kann, das macht die Empfindungsseele, welche dasjenige, was da vorgeht, auffaßt. Und was ist es, was da gegenübersteht dieser Empfindungsseele? Was ist das Stück, was dann der Empfindungsseele gegenübersteht, wenn das Auge es wahrnimmt? Das ist nichts anderes als der Schein des Empfindungsleibes, die äußere Illusion des Empfindungsleibes. Allerdings müssen Sie nun den Begriff etwas erweitern. Sie können sich nicht nur dadurch wahrnehmen, daß Sie Ihr Auge auf die Oberfläche Ihres Körpers richten, sondern Sie können auch mit Ihren Fingern dahin reichen. Da nehmen Sie es auch durch den Empfindungsleib wahr. Der Empfindungsleib erstreckt sich überall da, wo der. Mensch wahrgenommen werden kann durch Berührung, durch Empfindung. Das ist jedoch nicht der Empfindungsleib, was der Mensch da wahrnimmt. Würden Sie den Empfindungsleib wirklich sehen, dann würden Sie sehen, daß da, wo Sie Ihr eigenes Scheinbild sehen, Ihren physischen Leib, ein Astralisches sich herandrängt und zurückgeschoben wird. Wenn etwas zurückgeschoben wird, dann staut es sich. So haben Sie vorne ein Zusammenwirken von Empfindungsleib und Empfindungsseele. Von hinten her kommt die Strömung der Empfindungsseele, so daß sie sich stößt an Ihrer Haut am Vorderleibe, und von vorne stößt sich das hinein, was Ihr Empfindungsleib ist. Wenn zwei Strömungen sich stauen, dann kommt die Stauung zum Vorschein. Da ist es gerade so, wie wenn zwei Ströme aufeinanderprallen: dann kommt dabei etwas zum Vorschein. Da sehen Sie den einen Strom, und Sie sehen den andern Strom. Jetzt aber denken Sie sich, Sie könnten den einen und den andern Strom nicht sehen, sondern Sie könnten nur dasjenige sehen, was an dieser Stelle durch das Durcheinanderwirbeln der zwei Ströme zum Vorschein kommt. Das ist das Stück an Ihrer äußeren Leiblichkeit, was Ihr Auge oder sonst irgendein äußerer Sinn an Ihnen selber wahrnehmen kann. Sie können geradezu an Ihrer Haut begrenzen, wo dieses Zusammentreffen von Empfindungsseele und Empfindungsleib stattfindet. Hieraus sehen Sie an einem Beispiel, wie dasjenige, was wir geistig betrachtet haben, wie diese verschiedenen Glieder des Menschen an dem Menschen selber formen. Wir sehen, wie die Seele am Leibe selber formt. Nun gehen wir weiter.

[ 19 ] Wir können sagen: An dem Menschen ist ein Zusammenwirken von hinten und vorn, so daß Empfindungsseele und Empfindungsleib zusammenstoßen. Geradeso gibt es ein Zusammenstoßen von Strömungen, die von rechts und von links kommen. Von links her kommt diejenige Strömung an den Menschen heran, welche seinem physischen Leib angehört, von rechts diejenige, welche seinem Ätherleibe angehört. Ätherleib und physischer Leib ergießen sich ineinander, schieben sich ineinander, und wo die beiden sich ineinanderschieben, wo physischer Leib und Ätherleib gemeinschaftlich wirken, da ist dasjenige, was da entsteht, der eigentliche sinnlich wahrnehmbare Mensch. Sozusagen ein Blendwerk entsteht vor dem Menschen. Von links kommt die Strömung des physischen Leibes, von rechts die Strömung des Ätherleibes; die beiden dringen ineinander und bilden in der Mitte das, was uns erscheint als der sinnlich wahrnehmbare physische Mensch.

[ 19 ] Wir können sagen: An dem Menschen ist ein Zusammenwirken von hinten und vorn, so daß Empfindungsseele und Empfindungsleib zusammenstoßen. Geradeso gibt es ein Zusammenstoßen von Strömungen, die von rechts und von links kommen. Von links her kommt diejenige Strömung an den Menschen heran, welche seinem physischen Leib angehört, von rechts diejenige, welche seinem Ätherleibe angehört. Ätherleib und physischer Leib ergießen sich ineinander, schieben sich ineinander, und wo die beiden sich ineinanderschieben, wo physischer Leib und Ätherleib gemeinschaftlich wirken, da ist dasjenige, was da entsteht, der eigentliche sinnlich wahrnehmbare Mensch. Sozusagen ein Blendwerk entsteht vor dem Menschen. Von links kommt die Strömung des physischen Leibes, von rechts die Strömung des Ätherleibes; die beiden dringen ineinander und bilden in der Mitte das, was uns erscheint als der sinnlich wahrnehmbare physische Mensch.

[ 20 ] Und weiter. Ebenso wie es Strömungen von links und rechts, von vorn und hinten gibt, so gibt es eine Strömung von oben und eine von unten. Von unten herauf ergießt sich nämlich die Hauptströmung des astralischen Leibes und von oben herunter die Hauptströmung des Ich. Haben wir den Empfindungsleib vorhin so charakterisiert, daß er sich vorne abgrenzt, so ist es in Wahrheit so, daß der astralische Leib in seiner Strömung von unten herauf strömt, daß dann aber diese Strömung ergriffen wird von einer Strömung, die von hinten nach vorne geht, und dadurch in einer gewissen Weise begrenzt wird. Aber es ist nicht allein eine Strömung von unten nach oben und von rückwärts nach vorne in diesem astralischen Leibe, sondern es ist auch eine wirkliche Strömung von vorne nach rückwärts, so daß der astralische Leib durch diese Stromrichtungen zustande kommt: von unten nach oben und von vorne und rückwärts. Im Menschen fließen wirklich alle diese Strömungen ineinander: eine von oben nach unten, eine von unten nach oben, eine von rückwärts nach vorn, eine von vorn nach rückwärts, eine von rechts nach links, eine andere von links nach rechts.

[ 20 ] Und weiter. Ebenso wie es Strömungen von links und rechts, von vorn und hinten gibt, so gibt es eine Strömung von oben und eine von unten. Von unten herauf ergießt sich nämlich die Hauptströmung des astralischen Leibes und von oben herunter die Hauptströmung des Ich. Haben wir den Empfindungsleib vorhin so charakterisiert, daß er sich vorne abgrenzt, so ist es in Wahrheit so, daß der astralische Leib in seiner Strömung von unten herauf strömt, daß dann aber diese Strömung ergriffen wird von einer Strömung, die von hinten nach vorne geht, und dadurch in einer gewissen Weise begrenzt wird. Aber es ist nicht allein eine Strömung von unten nach oben und von rückwärts nach vorne in diesem astralischen Leibe, sondern es ist auch eine wirkliche Strömung von vorne nach rückwärts, so daß der astralische Leib durch diese Stromrichtungen zustande kommt: von unten nach oben und von vorne und rückwärts. Im Menschen fließen wirklich alle diese Strömungen ineinander: eine von oben nach unten, eine von unten nach oben, eine von rückwärts nach vorn, eine von vorn nach rückwärts, eine von rechts nach links, eine andere von links nach rechts.

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[ 21 ] Was kommt denn zustande durch das Aufeinanderströmen der von unten herauf und der von oben nach unten sich ergießenden Strömungen? Was da zustande kommt, das will ich Ihnen in der folgenden Weise klarmachen. Eine Strömung geht von oben nach unten. Sie kann sich nicht ungehindert ergießen, weil sie aufgehalten wird von der andern Strömung, welche von unten nach oben strömt. Ebenso ist es bei der Strömung, die von rechts nach links geht und so weiter. Jede wird aufgehalten, und das bietet in der Mitte das Scheinbild des physischen Leibes.

[ 21 ] Was kommt denn zustande durch das Aufeinanderströmen der von unten herauf und der von oben nach unten sich ergießenden Strömungen? Was da zustande kommt, das will ich Ihnen in der folgenden Weise klarmachen. Eine Strömung geht von oben nach unten. Sie kann sich nicht ungehindert ergießen, weil sie aufgehalten wird von der andern Strömung, welche von unten nach oben strömt. Ebenso ist es bei der Strömung, die von rechts nach links geht und so weiter. Jede wird aufgehalten, und das bietet in der Mitte das Scheinbild des physischen Leibes.

[ 22 ] Wenn wir die beiden Strömungen betrachten von rückwärts nach vorn und von vorn nach rückwärts, so müssen wir uns darüber klar sein, daß diese beiden Strömungen durchschnitten werden von den Strömungen von unten und von oben. Und durch dieses Durchschneiden entsteht in der Tat eine Dreigliederung im Menschen. So daß der untere Teil der einen Strömung zu bezeichnen ist als der Empfindungsleib im engeren Sinne. Dann entsteht durch die Stauung etwas, was demjenigen entspricht, was man nunmehr im engsten Sinne bezeichnen kann als die höchste Ausbildung des Empfindungsleibes, dort, wo sich die eigentlichen Sinne entwickeln, was Sie nicht mehr sehen können, weil die Augen selber dazugehören, was Sie nicht mehr riechen können, weil das Riechorgan selber dazugehört. Sie können nicht hineinsehen in das Innere des Auges, sondern Sie können nur herausschauen aus dem Auge.

[ 22 ] Wenn wir die beiden Strömungen betrachten von rückwärts nach vorn und von vorn nach rückwärts, so müssen wir uns darüber klar sein, daß diese beiden Strömungen durchschnitten werden von den Strömungen von unten und von oben. Und durch dieses Durchschneiden entsteht in der Tat eine Dreigliederung im Menschen. So daß der untere Teil der einen Strömung zu bezeichnen ist als der Empfindungsleib im engeren Sinne. Dann entsteht durch die Stauung etwas, was demjenigen entspricht, was man nunmehr im engsten Sinne bezeichnen kann als die höchste Ausbildung des Empfindungsleibes, dort, wo sich die eigentlichen Sinne entwickeln, was Sie nicht mehr sehen können, weil die Augen selber dazugehören, was Sie nicht mehr riechen können, weil das Riechorgan selber dazugehört. Sie können nicht hineinsehen in das Innere des Auges, sondern Sie können nur herausschauen aus dem Auge.

[ 23 ] Das ist die Ausgestaltung des gesamten Empfindungsleibes des Menschen. Warum aber habe ich Ihnen überhaupt zwei Glieder gezeichnet [siehe S. 62], wenn das alles Empfindungsleib ist? Das ist richtig aus dem Grunde, weil da unten hauptsächlich die Wirkung geschieht von außen, und da oben ist wiederum das physische Scheinbild dessen, was wir Empfindungsseele nennen. Im Antlitz zunächst haben Sie den Ausdruck der Empfindungsseele. Das Antlitz wird von der Empfindungsseele gebaut. Und da oben, das oberste Stück, das am wenigsten zurückgeschobene, das ist das, wo die Verstandesseele sich ihr Organ baut. Nun aber merken Sie, daß nicht nur diese Strömungen von unten und oben kommen, sondern daß auch Strömungen von rechts und von links kommen, so daß das Ganze wiederum durchschnitten wird. Wir haben da eine Strömung, die durch die Längsachse des Körpers verläuft. Diese Strömung bewirkt, daß wiederum eine Art von Spaltung da oben entsteht. Es wird ein Stück abgespaltet von der Form der Verstandesseele; und dieses abgespaltene Stück, ganz oben an der Grenze, das ist die Form der Bewußtseinsseele. Diese Bewußtseinsseele formt da oben bis ins Innerste des Menschen hinein, und sie formt da auch die Windungen des grauen Gehirns. Da haben Sie die Arbeit der Bewußtseinsseele an dem Menschen. Wenn Sie den Menschen so als eine geistige Wesenheit kennen, dann können Sie rundweg das, was im Menschen als Form ist, aus dieser geistigen Wesenheit heraus begreifen. So arbeitet der Geist an der Form des menschlichen Leibes. Alle einzelnen Organe werden aus dem Geistigen sozusagen plastisch herausgemeißelt. Der Mensch kann den Bau des Gehirnes erst dann begreifen, wenn er weiß, wie die einzelnen Strömungen im Gehirn durcheinander wirbeln.

[ 23 ] Das ist die Ausgestaltung des gesamten Empfindungsleibes des Menschen. Warum aber habe ich Ihnen überhaupt zwei Glieder gezeichnet [siehe S. 62], wenn das alles Empfindungsleib ist? Das ist richtig aus dem Grunde, weil da unten hauptsächlich die Wirkung geschieht von außen, und da oben ist wiederum das physische Scheinbild dessen, was wir Empfindungsseele nennen. Im Antlitz zunächst haben Sie den Ausdruck der Empfindungsseele. Das Antlitz wird von der Empfindungsseele gebaut. Und da oben, das oberste Stück, das am wenigsten zurückgeschobene, das ist das, wo die Verstandesseele sich ihr Organ baut. Nun aber merken Sie, daß nicht nur diese Strömungen von unten und oben kommen, sondern daß auch Strömungen von rechts und von links kommen, so daß das Ganze wiederum durchschnitten wird. Wir haben da eine Strömung, die durch die Längsachse des Körpers verläuft. Diese Strömung bewirkt, daß wiederum eine Art von Spaltung da oben entsteht. Es wird ein Stück abgespaltet von der Form der Verstandesseele; und dieses abgespaltene Stück, ganz oben an der Grenze, das ist die Form der Bewußtseinsseele. Diese Bewußtseinsseele formt da oben bis ins Innerste des Menschen hinein, und sie formt da auch die Windungen des grauen Gehirns. Da haben Sie die Arbeit der Bewußtseinsseele an dem Menschen. Wenn Sie den Menschen so als eine geistige Wesenheit kennen, dann können Sie rundweg das, was im Menschen als Form ist, aus dieser geistigen Wesenheit heraus begreifen. So arbeitet der Geist an der Form des menschlichen Leibes. Alle einzelnen Organe werden aus dem Geistigen sozusagen plastisch herausgemeißelt. Der Mensch kann den Bau des Gehirnes erst dann begreifen, wenn er weiß, wie die einzelnen Strömungen im Gehirn durcheinander wirbeln.

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[ 24 ] Nun wollen wir einmal auf eine Einzelheit eingehen, damit Sie sehen, wie diese Dinge einmal fruchtbar wirken können, wenn sie Gemeingut einer wahren Wissenschaft werden, anstelle der heutigen, äußeren Wissenschaft. Wir haben jetzt gesehen: Da oben entstehen durch die verschiedenen Strömungen die äußeren Organe für die Bewußtseinsseele, Verstandesseele, Empfindungsseele zum Beispiel. Zu zeigen, wie dann diese Organe im Innern sich fortsetzen, würde sehr weitläufige Erklärungen erfordern. Wir wollen aber eine andere Frage aufwerfen. Wir haben gesagt, daß das Ich von oben nach unten wirkt, und daß die Hauptmasse des astralischen Leibes von unten nach oben geht, so daß die Hauptmasse des astralischen Leibes und das Ich sich in einer Strömung berühren. Dadurch kommt eine Wechselwirkung zustande zwischen Ich und astralischem Leib, so daß sie sich ineinander stauen. Da, wo das Ich eine bewußte Tätigkeit ausführen soll, da muß etwas zustande kommen können, was durch die Empfindungsseele, was durch die Verstandesseele und was durch die Bewußtseinsseele entsteht. So etwas, was zum Beispiel durch die Verstandesseele zustande kommt, ist ein menschliches Urteil. Wo muß denn also ein menschliches Urteil lokalisiert sein? Natürlich muß es im Kopfe lokalisiert sein, weil dort die betreffenden lebendigen Kräfte und Wesensglieder des Menschen ihren Ausdruck gefunden haben. Nehmen wir jedoch als ein besonderes Beispiel an, es sollte im Menschen ein solches Organ zustande kommen, an dem die Verstandesseele keinen Anteil hat, in dem nicht geurteilt wird, sondern an dem nur Anteil haben sollen der physische Leib, der Ätherleib, das Ich und der astralische Leib als Träger von Lust und Leid, Freude und Schmerz und so weiter. Nehmen wir an, diese vier Glieder der menschlichen Wesenheit, der astralische Leib, das Ich — ohne jene feinere Tätigkeit des Urteilens und des Bewußtseins —, der physische Leib und der Ätherleib sollten zusammenwirken. Wie müßte sich dann ein Organ ausnehmen, worinnen diese vier Strömungen zusammenwirken? Ein solches Organ würde so sein, daß es nicht urteilen ließe, daß es sogleich folgen lassen würde auf den Eindruck des astralischen Leibes die Gegenwirkung. Physischer Leib und Ätherleib müssen zusammenwirken, denn sonst könnte dieses Organ nicht da sein. Astralischer Leib und Ich müssen zusammenwirken, sonst könnte dieses Organ nicht Gefühle haben, und es könnte auch nicht auf einen Eindruck hin irgendeine Sympathie oder Antipathie äußern. Wir wollen uns zusammenwirkend denken physischen Leib und Ätherleib, und wir wollen uns denken, daß es ein physisches Organ ist, und daß es natürlich einen entsprechenden Ätherleib haben muß, weil ja jedes physische Organ von einem Ätherleib aufgebaut werden muß. In diesem Falle müßte zusammenwirken eine Strömung von rechts des Ätherleibes dieses Organs, und eine Strömung von links, diejenige des physischen Leibes dieses Organs. Die würden sich in der Mitte stauen, würden sich nicht übereinanderschieben können und würden daher eine Verdickung hervorrufen. Dann würde es die beiden andern Strömungen geben, die des astralischen Leibes von unten und die des Ich von oben; die würden eine andere Stauung hervorrufen. Nun wollen wir uns einmal schematisch dieses Zusammenwirken der Strömungen in einem einzelnen Organ denken. Ich will nur schematisch die Sache zeichnen; die einzelnen Formen eines solchen Organes würden aus ganz andern Voraussetzungen folgen. Ich will sagen: Es gäbe ein Organ, irgendwie geformt; da gäbe es die eine Strömung, die den physischen Körper repräsentiert, und die andere Strömung, welche den ätherischen Leib repräsentiert. Die rufen in der Mitte eine Verdikkung hervor. Die beiden andern Strömungen von oben und von unten stauen sich ebenfalls und rufen auch ihrerseits eine Verdickung hervor. Da haben Sie das menschliche Herz gezeichnet: rechte Vorkammer, rechte Herzkammer, linke Vorkammer, linke Herzkammer. Wenn Sie sich alles, was das menschliche Herz kann, genau vergegenwärtigen, so werden Sie sich sagen müssen: Gerade so muß das menschliche Herz aus dem Geiste heraus gebaut sein! — So baut sich der menschliche Geist dieses Herz. Es kann gar nicht anders sein.

[ 24 ] Nun wollen wir einmal auf eine Einzelheit eingehen, damit Sie sehen, wie diese Dinge einmal fruchtbar wirken können, wenn sie Gemeingut einer wahren Wissenschaft werden, anstelle der heutigen, äußeren Wissenschaft. Wir haben jetzt gesehen: Da oben entstehen durch die verschiedenen Strömungen die äußeren Organe für die Bewußtseinsseele, Verstandesseele, Empfindungsseele zum Beispiel. Zu zeigen, wie dann diese Organe im Innern sich fortsetzen, würde sehr weitläufige Erklärungen erfordern. Wir wollen aber eine andere Frage aufwerfen. Wir haben gesagt, daß das Ich von oben nach unten wirkt, und daß die Hauptmasse des astralischen Leibes von unten nach oben geht, so daß die Hauptmasse des astralischen Leibes und das Ich sich in einer Strömung berühren. Dadurch kommt eine Wechselwirkung zustande zwischen Ich und astralischem Leib, so daß sie sich ineinander stauen. Da, wo das Ich eine bewußte Tätigkeit ausführen soll, da muß etwas zustande kommen können, was durch die Empfindungsseele, was durch die Verstandesseele und was durch die Bewußtseinsseele entsteht. So etwas, was zum Beispiel durch die Verstandesseele zustande kommt, ist ein menschliches Urteil. Wo muß denn also ein menschliches Urteil lokalisiert sein? Natürlich muß es im Kopfe lokalisiert sein, weil dort die betreffenden lebendigen Kräfte und Wesensglieder des Menschen ihren Ausdruck gefunden haben. Nehmen wir jedoch als ein besonderes Beispiel an, es sollte im Menschen ein solches Organ zustande kommen, an dem die Verstandesseele keinen Anteil hat, in dem nicht geurteilt wird, sondern an dem nur Anteil haben sollen der physische Leib, der Ätherleib, das Ich und der astralische Leib als Träger von Lust und Leid, Freude und Schmerz und so weiter. Nehmen wir an, diese vier Glieder der menschlichen Wesenheit, der astralische Leib, das Ich — ohne jene feinere Tätigkeit des Urteilens und des Bewußtseins —, der physische Leib und der Ätherleib sollten zusammenwirken. Wie müßte sich dann ein Organ ausnehmen, worinnen diese vier Strömungen zusammenwirken? Ein solches Organ würde so sein, daß es nicht urteilen ließe, daß es sogleich folgen lassen würde auf den Eindruck des astralischen Leibes die Gegenwirkung. Physischer Leib und Ätherleib müssen zusammenwirken, denn sonst könnte dieses Organ nicht da sein. Astralischer Leib und Ich müssen zusammenwirken, sonst könnte dieses Organ nicht Gefühle haben, und es könnte auch nicht auf einen Eindruck hin irgendeine Sympathie oder Antipathie äußern. Wir wollen uns zusammenwirkend denken physischen Leib und Ätherleib, und wir wollen uns denken, daß es ein physisches Organ ist, und daß es natürlich einen entsprechenden Ätherleib haben muß, weil ja jedes physische Organ von einem Ätherleib aufgebaut werden muß. In diesem Falle müßte zusammenwirken eine Strömung von rechts des Ätherleibes dieses Organs, und eine Strömung von links, diejenige des physischen Leibes dieses Organs. Die würden sich in der Mitte stauen, würden sich nicht übereinanderschieben können und würden daher eine Verdickung hervorrufen. Dann würde es die beiden andern Strömungen geben, die des astralischen Leibes von unten und die des Ich von oben; die würden eine andere Stauung hervorrufen. Nun wollen wir uns einmal schematisch dieses Zusammenwirken der Strömungen in einem einzelnen Organ denken. Ich will nur schematisch die Sache zeichnen; die einzelnen Formen eines solchen Organes würden aus ganz andern Voraussetzungen folgen. Ich will sagen: Es gäbe ein Organ, irgendwie geformt; da gäbe es die eine Strömung, die den physischen Körper repräsentiert, und die andere Strömung, welche den ätherischen Leib repräsentiert. Die rufen in der Mitte eine Verdikkung hervor. Die beiden andern Strömungen von oben und von unten stauen sich ebenfalls und rufen auch ihrerseits eine Verdickung hervor. Da haben Sie das menschliche Herz gezeichnet: rechte Vorkammer, rechte Herzkammer, linke Vorkammer, linke Herzkammer. Wenn Sie sich alles, was das menschliche Herz kann, genau vergegenwärtigen, so werden Sie sich sagen müssen: Gerade so muß das menschliche Herz aus dem Geiste heraus gebaut sein! — So baut sich der menschliche Geist dieses Herz. Es kann gar nicht anders sein.

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[ 25 ] Wollen wir ein anderes Beispiel nehmen. Wir haben gestern etwas Merkwürdiges gesagt. Wir haben gesagt, daß bei der Sehtätigkeit im Grunde genommen eine unterbewußte Denktätigkeit vorhanden ist. Denktätigkeit, wenn sie bewußt wird, kommt ja nur im Gehirn zustande. Nun wollen wir uns vergegenwärtigen, wie das Gehirn gebaut ist, damit eine bewußte Denktätigkeit zustande kommt.

[ 25 ] Wollen wir ein anderes Beispiel nehmen. Wir haben gestern etwas Merkwürdiges gesagt. Wir haben gesagt, daß bei der Sehtätigkeit im Grunde genommen eine unterbewußte Denktätigkeit vorhanden ist. Denktätigkeit, wenn sie bewußt wird, kommt ja nur im Gehirn zustande. Nun wollen wir uns vergegenwärtigen, wie das Gehirn gebaut ist, damit eine bewußte Denktätigkeit zustande kommt.

[ 26 ] Wir haben jetzt nicht Zeit dazu, um die einzelnen Formen des Gehirns herauszumeißeln. Wir könnten bei jedem einzelnen Organ zeigen, daß es so sein muß, wie es ist. Wir wollen das Schema des Gehirns, soweit wir es brauchen, von vornherein voraussetzen. Wir wollen sagen: In dem Gehirn haben wir gegeben — um von allem andern abzusehen — die äußere Haut, dann eine Art von Gefäßhaut; dann da drinnen, zwischen der Gefäßhaut und der netzförmigen Haut, haben wir so etwas wie die Rückenmarkstlüssigkeit.1Was im folgenden an der Tafel demonstriert wurde, ist in den Nachschriften nur ungenügend festgehalten. Von dort geht es dann in das Rückenmark hinein. Das Innere des Gehirns ist ausgefüllt mit der eigentlichen Gehirnmasse, mit Nervenmasse. Nervenmasse ist die äußere Form für die Denktätigkeit, so daß also, wenn durch irgendein Sinnesorgan ein Eindruck der Nervenmasse überliefert wird, das zustande kommt, was bewußte denkerische Verarbeitung dieses Eindruckes von außen ist. Das alles ist der Nervenmasse übertragen. Wenn der Eindruck kommt, wird er zuerst denkerisch verarbeitet, und nachdem er denkerisch verarbeitet ist, wird er von einem Nervensystem weiterverarbeitet zur Empfindung und so weiter.

[ 26 ] Wir haben jetzt nicht Zeit dazu, um die einzelnen Formen des Gehirns herauszumeißeln. Wir könnten bei jedem einzelnen Organ zeigen, daß es so sein muß, wie es ist. Wir wollen das Schema des Gehirns, soweit wir es brauchen, von vornherein voraussetzen. Wir wollen sagen: In dem Gehirn haben wir gegeben — um von allem andern abzusehen — die äußere Haut, dann eine Art von Gefäßhaut; dann da drinnen, zwischen der Gefäßhaut und der netzförmigen Haut, haben wir so etwas wie die Rückenmarkstlüssigkeit.1Was im folgenden an der Tafel demonstriert wurde, ist in den Nachschriften nur ungenügend festgehalten. Von dort geht es dann in das Rückenmark hinein. Das Innere des Gehirns ist ausgefüllt mit der eigentlichen Gehirnmasse, mit Nervenmasse. Nervenmasse ist die äußere Form für die Denktätigkeit, so daß also, wenn durch irgendein Sinnesorgan ein Eindruck der Nervenmasse überliefert wird, das zustande kommt, was bewußte denkerische Verarbeitung dieses Eindruckes von außen ist. Das alles ist der Nervenmasse übertragen. Wenn der Eindruck kommt, wird er zuerst denkerisch verarbeitet, und nachdem er denkerisch verarbeitet ist, wird er von einem Nervensystem weiterverarbeitet zur Empfindung und so weiter.

[ 27 ] Nehmen Sie nun einmal an, es soll keine bewußte denkerische Verarbeitung eines Eindruckes von außen geschehen. Da müßten Sie das zunächst in ähnlicher Weise machen. Es müßte also wiederum eine Art von, sagen wir, Umhüllung da sein; es müßte wiederum da sein an der Rückwand das, was man nennen könnte Gefäßhaut. Aus einem bestimmten Grunde — der auch ausgeführt werden könnte, was aber jetzt zu weit führen würde — würde die Rückenmarksflüssigkeit verkümmern. Damit es nun geschehen kann, daß eine unterbewußte Denktätigkeit möglich wird, müssen wir die Gehirnmasse zurückschieben: dadurch wird vorne Platz, so daß eine unterbewußte, von keinem Nervensystem durchgearbeitete Denktätigkeit zustande kommt. Da muß etwas geschehen mit dem, was sonst gleich von der Nervenmasse in Empfang genommen wird. Dafür aber muß die Nervenmasse zurückgeschoben werden. Würde die Nervenmasse nicht zurückgeschoben werden, so würde hier gedacht werden. Wird sie zurückgeschoben, so kann hier nicht gedacht werden, kann auch nicht empfunden werden. Sie haben ein Organ, das einer unterbewußten Denktätigkeit dienen soll, dann, wenn Sie alles, was Nervensystem ist, zurückschieben bis an die hintere Wand, und den Eindruck, statt ihn gleich von einer Nervenmasse verarbeiten zu lassen, von etwas verarbeiten lassen, was von keinem Nervensystem durchzogen ist. — Nun sehen Sie sich an, was wir gemacht haben: wir haben aus dem Gehirn ein Auge gemacht.

[ 27 ] Nehmen Sie nun einmal an, es soll keine bewußte denkerische Verarbeitung eines Eindruckes von außen geschehen. Da müßten Sie das zunächst in ähnlicher Weise machen. Es müßte also wiederum eine Art von, sagen wir, Umhüllung da sein; es müßte wiederum da sein an der Rückwand das, was man nennen könnte Gefäßhaut. Aus einem bestimmten Grunde — der auch ausgeführt werden könnte, was aber jetzt zu weit führen würde — würde die Rückenmarksflüssigkeit verkümmern. Damit es nun geschehen kann, daß eine unterbewußte Denktätigkeit möglich wird, müssen wir die Gehirnmasse zurückschieben: dadurch wird vorne Platz, so daß eine unterbewußte, von keinem Nervensystem durchgearbeitete Denktätigkeit zustande kommt. Da muß etwas geschehen mit dem, was sonst gleich von der Nervenmasse in Empfang genommen wird. Dafür aber muß die Nervenmasse zurückgeschoben werden. Würde die Nervenmasse nicht zurückgeschoben werden, so würde hier gedacht werden. Wird sie zurückgeschoben, so kann hier nicht gedacht werden, kann auch nicht empfunden werden. Sie haben ein Organ, das einer unterbewußten Denktätigkeit dienen soll, dann, wenn Sie alles, was Nervensystem ist, zurückschieben bis an die hintere Wand, und den Eindruck, statt ihn gleich von einer Nervenmasse verarbeiten zu lassen, von etwas verarbeiten lassen, was von keinem Nervensystem durchzogen ist. — Nun sehen Sie sich an, was wir gemacht haben: wir haben aus dem Gehirn ein Auge gemacht.

[ 28 ] Was ist das Auge? Das Auge ist ein kleines Gehirn, das von unserem Geiste so bearbeitet ist, daß der eigentliche Nervenapparat zurückgeschoben ist an die hintere Wand, wo sie zur Netzhaut des Auges geworden ist. So arbeiten die Baumeister der Natur, die Bildner der Formen. So formen sie. Im Grunde genommen herrscht ein Bauplan in allen menschlichen Organen, der nur im einzelnen, je nach Bedarf, abgeändert wird. Wenn ich wochenlang sprechen könnte, würde ich Ihnen zeigen, wie jedes Sinnesorgan nichts anderes ist als ein abgeändertes kleines Gehirn, und das Gehirn wiederum ein Sinnesorgan auf einer höheren Stufe. Aus dem Geiste heraus ist der ganze menschliche Organismus aufgebaut.

[ 28 ] Was ist das Auge? Das Auge ist ein kleines Gehirn, das von unserem Geiste so bearbeitet ist, daß der eigentliche Nervenapparat zurückgeschoben ist an die hintere Wand, wo sie zur Netzhaut des Auges geworden ist. So arbeiten die Baumeister der Natur, die Bildner der Formen. So formen sie. Im Grunde genommen herrscht ein Bauplan in allen menschlichen Organen, der nur im einzelnen, je nach Bedarf, abgeändert wird. Wenn ich wochenlang sprechen könnte, würde ich Ihnen zeigen, wie jedes Sinnesorgan nichts anderes ist als ein abgeändertes kleines Gehirn, und das Gehirn wiederum ein Sinnesorgan auf einer höheren Stufe. Aus dem Geiste heraus ist der ganze menschliche Organismus aufgebaut.

[ 29 ] Betrachten wir nun noch eine andere Einzelheit. Vorerst aber gestatten Sie mir eine Art erkenntnistheoretischer Vorbemerkung, um an dieser Vorbemerkung wiederum den Standpunkt der Anthroposophie klarzumachen.

[ 29 ] Betrachten wir nun noch eine andere Einzelheit. Vorerst aber gestatten Sie mir eine Art erkenntnistheoretischer Vorbemerkung, um an dieser Vorbemerkung wiederum den Standpunkt der Anthroposophie klarzumachen.

[ 30 ] Wir haben gesagt, daß unten in den Einzelheiten des Sinnenlebens die Anthropologie ihren Standpunkt hat, daß die Theosophie oben auf dem Bergesgipfel und daß die Anthroposophie in der Mitte ihren Standpunkt hat. Wenn Sie sich nun an den Unterschied klammern wollen, der darinnen besteht, wie sich der Mensch einerseits verhält zur äußeren Sinneswelt und andererseits zu der geistigen Welt und den Tatsachen, die aus der Geistesforschung heraus mitgeteilt werden, so können Sie sagen: Von dem Dasein der Sinnenwelt und ihren Gesetzen kann sich jeder überzeugen, der Sinne hat und der seinen Verstand, der an die Sinnenwelt gebunden ist, anwendet. Daher glauben die Menschen auch im allgemeinen leichter an dasjenige, was ähnlich ist dem, was sie in der Sinnenwelt wahrnehmen, als an das, was aus der Geistesforschung heraus mitgeteilt wird. Denn das schauen sie leichter. Man könnte aber sehr leicht zeigen, daß formal kein Unterschied besteht zwischen dem Glauben, den Sie entgegenbringen den Tatsachen, die Ihnen der Geistesforscher mitteilt, und dem Glauben daran, daß man Ihnen sagt, es hat einen Friedrich den Großen gegeben. Zu glauben, daß es Geister des Willens gibt und daß es einen Friedrich den Großen gegeben hat, dazwischen ist formal kein Unterschied. Der Unterschied ist nur der, daß aus dem, was in den Archiven vorhanden ist, erzählt wird: Das sind die Taten Friedrichs des Großen, die äußerlich geschehen sind! — Und wenn Ihnen jemand aus den äußeren Tatsachen heraus den ganzen Gang der geschichtlichen Geschehnisse aufbaut bis rückwärts, wo Friedrich der Große gelebt hat, so glauben Sie ihm aus dem Grunde, weil damals nicht eine Wesenheit gelebt hat, die anders ausgeschaut hat als ein Mensch. Aus dem Grunde glaubt es der Mensch, der nicht an geistige Welten glauben will, weil ihm hier etwas Ähnlicheserzählt wird, wie dasjenige ist, was er selber in seiner Umgebung hat. Der Geistesforscher ist ja zunächst nicht in der Lage, aus seiner Forschung heraus über solche Dinge zu reden, die ähnlich schauen den Wesenheiten und Dingen, die für den gewöhnlichen Menschen in seiner Umgebung sind. Daß trotzdem zwischen den beiden Arten kein Unterschied ist, und trotzdem dies absolut begründet ist, so ist das, was ich Jetzt gesagt habe, dennoch in einer gewissen Weise zu berücksichtigen. Nun kommt aber noch etwas anderes.

[ 30 ] Wir haben gesagt, daß unten in den Einzelheiten des Sinnenlebens die Anthropologie ihren Standpunkt hat, daß die Theosophie oben auf dem Bergesgipfel und daß die Anthroposophie in der Mitte ihren Standpunkt hat. Wenn Sie sich nun an den Unterschied klammern wollen, der darinnen besteht, wie sich der Mensch einerseits verhält zur äußeren Sinneswelt und andererseits zu der geistigen Welt und den Tatsachen, die aus der Geistesforschung heraus mitgeteilt werden, so können Sie sagen: Von dem Dasein der Sinnenwelt und ihren Gesetzen kann sich jeder überzeugen, der Sinne hat und der seinen Verstand, der an die Sinnenwelt gebunden ist, anwendet. Daher glauben die Menschen auch im allgemeinen leichter an dasjenige, was ähnlich ist dem, was sie in der Sinnenwelt wahrnehmen, als an das, was aus der Geistesforschung heraus mitgeteilt wird. Denn das schauen sie leichter. Man könnte aber sehr leicht zeigen, daß formal kein Unterschied besteht zwischen dem Glauben, den Sie entgegenbringen den Tatsachen, die Ihnen der Geistesforscher mitteilt, und dem Glauben daran, daß man Ihnen sagt, es hat einen Friedrich den Großen gegeben. Zu glauben, daß es Geister des Willens gibt und daß es einen Friedrich den Großen gegeben hat, dazwischen ist formal kein Unterschied. Der Unterschied ist nur der, daß aus dem, was in den Archiven vorhanden ist, erzählt wird: Das sind die Taten Friedrichs des Großen, die äußerlich geschehen sind! — Und wenn Ihnen jemand aus den äußeren Tatsachen heraus den ganzen Gang der geschichtlichen Geschehnisse aufbaut bis rückwärts, wo Friedrich der Große gelebt hat, so glauben Sie ihm aus dem Grunde, weil damals nicht eine Wesenheit gelebt hat, die anders ausgeschaut hat als ein Mensch. Aus dem Grunde glaubt es der Mensch, der nicht an geistige Welten glauben will, weil ihm hier etwas Ähnlicheserzählt wird, wie dasjenige ist, was er selber in seiner Umgebung hat. Der Geistesforscher ist ja zunächst nicht in der Lage, aus seiner Forschung heraus über solche Dinge zu reden, die ähnlich schauen den Wesenheiten und Dingen, die für den gewöhnlichen Menschen in seiner Umgebung sind. Daß trotzdem zwischen den beiden Arten kein Unterschied ist, und trotzdem dies absolut begründet ist, so ist das, was ich Jetzt gesagt habe, dennoch in einer gewissen Weise zu berücksichtigen. Nun kommt aber noch etwas anderes.

[ 31 ] Wir haben charakterisiert den Gesichtspunkt dessen, der zum Beispiel unten auf dem Standpunkt der Anthropologie steht, und den Gesichtspunkt dessen, der auf dem Standpunkt der Theosophie steht. Es ist vollbegründet — das hat Ihnen ja Dr. Unger bewiesen —, Vertrauen und Glauben in begründeter Weise zu haben zu dem, was aus der Geisteswissenschaft vorgebracht wird. Das ist durchaus eine voll begründete Art der Anerkennung geisteswissenschaftlicher Wahrheiten. Nun fragt es sich aber: Gibt es vielleicht nicht noch ein Drittes? — Gibt es nur diese zwei Dinge: etwas anzuerkennen, weil es ähnlich schaut dem, was man gewohnt ist zu sehen in der Sinnenwelt, oder bloß anzuerkennen das Geistige daraufhin, daß man es als eine Mitteilung empfängt aus den höheren Welten? Gibt es nicht doch noch ein Drittes? Mit andern Worten, kann der Mensch vernünftigerweise nur unterscheiden: Hier gibt es ein sinnlich Wahrnehmbares; ich glaube es, weil ich es sinnlich sehe. Dann gibt es ein geistig Wahrnehmbares; ich glaube es, weil der Geistesforscher es sieht. — Gibt es dazwischen nicht noch etwas?

[ 31 ] Wir haben charakterisiert den Gesichtspunkt dessen, der zum Beispiel unten auf dem Standpunkt der Anthropologie steht, und den Gesichtspunkt dessen, der auf dem Standpunkt der Theosophie steht. Es ist vollbegründet — das hat Ihnen ja Dr. Unger bewiesen —, Vertrauen und Glauben in begründeter Weise zu haben zu dem, was aus der Geisteswissenschaft vorgebracht wird. Das ist durchaus eine voll begründete Art der Anerkennung geisteswissenschaftlicher Wahrheiten. Nun fragt es sich aber: Gibt es vielleicht nicht noch ein Drittes? — Gibt es nur diese zwei Dinge: etwas anzuerkennen, weil es ähnlich schaut dem, was man gewohnt ist zu sehen in der Sinnenwelt, oder bloß anzuerkennen das Geistige daraufhin, daß man es als eine Mitteilung empfängt aus den höheren Welten? Gibt es nicht doch noch ein Drittes? Mit andern Worten, kann der Mensch vernünftigerweise nur unterscheiden: Hier gibt es ein sinnlich Wahrnehmbares; ich glaube es, weil ich es sinnlich sehe. Dann gibt es ein geistig Wahrnehmbares; ich glaube es, weil der Geistesforscher es sieht. — Gibt es dazwischen nicht noch etwas?

[ 32 ] Ich will Ihnen an einem Beispiel klarmachen, daß es doch noch etwas Drittes gibt. Denken Sie, hier liege ein Hammer. Meine Hand ergreift ihn und stellt ihn vertikal auf. Jetzt hat der Hammer eine Bewegung ausgeführt. Sie werden diese Bewegung darauf zurückführen, daß ein Wille da war, der den Hammer aufgerichtet hat. Das ist weiter nicht wunderbar, denn Sie sehen den dahinterstehenden Willen im Menschen verkörpert. Wenn Sie sehen, daß ein Mensch einen Hammer aufhebt, so werden Sie das nicht als etwas Besonderes betrachten, Aber nehmen Sie an, derselbe Hammer würde, ohne daß ein sichtbares Wesen ihn anrührt, selber sich vertikal aufrichten. Was würden Sie jetzt dazu sagen? Jetzt werden Sie sagen: Ich wäre sehr töricht, wenn ich glauben würde, daß dasjenige, was sich da aufgerichtet hat, ein Hammer wäre wie ein jeder andere Hammer, der nur aufgerichtet werden kann durch einen Menschen. — Was werden Sie jetzt sich sagen müssen? Sie werden sich jetzt sagen: Es ist doch selbstverständlich, daß das kein gewöhnlicher Hammer ist, sondern daß in diesem Hammer etwas unsichtbar darinnen ist, etwas, was ein Wille ist. — Wenn Sie sehen, daß der Hammer sich aufrichtet, können Sie ihn als keinen gewöhnlichen Hammer mehr nehmen, sondern Sie müssen ihn als etwas nehmen, was die Verkörperung eines andern Willens, eines andern Geistigen ist. Und Sie werden sich sagen: Sehe ich, daß ein Ding etwas tut, was es sonst nach den Eigenschaften, wie ich es als äußeres Ding kenne, nicht tun kann nach der Kenntnis der gewöhnlichen äußeren Sinnenbeobachtung, so muß ich sagen, zwar sehe ich nicht den Geist in dem Hammer, der sich aufgerichtet hat; aber in diesem Falle darf ich nicht bloß an den Geist glauben, sondern in diesem Falle wäre ich ein großer Tor, wenn ich nicht an den Geist im Hammer glauben würde.

[ 32 ] Ich will Ihnen an einem Beispiel klarmachen, daß es doch noch etwas Drittes gibt. Denken Sie, hier liege ein Hammer. Meine Hand ergreift ihn und stellt ihn vertikal auf. Jetzt hat der Hammer eine Bewegung ausgeführt. Sie werden diese Bewegung darauf zurückführen, daß ein Wille da war, der den Hammer aufgerichtet hat. Das ist weiter nicht wunderbar, denn Sie sehen den dahinterstehenden Willen im Menschen verkörpert. Wenn Sie sehen, daß ein Mensch einen Hammer aufhebt, so werden Sie das nicht als etwas Besonderes betrachten, Aber nehmen Sie an, derselbe Hammer würde, ohne daß ein sichtbares Wesen ihn anrührt, selber sich vertikal aufrichten. Was würden Sie jetzt dazu sagen? Jetzt werden Sie sagen: Ich wäre sehr töricht, wenn ich glauben würde, daß dasjenige, was sich da aufgerichtet hat, ein Hammer wäre wie ein jeder andere Hammer, der nur aufgerichtet werden kann durch einen Menschen. — Was werden Sie jetzt sich sagen müssen? Sie werden sich jetzt sagen: Es ist doch selbstverständlich, daß das kein gewöhnlicher Hammer ist, sondern daß in diesem Hammer etwas unsichtbar darinnen ist, etwas, was ein Wille ist. — Wenn Sie sehen, daß der Hammer sich aufrichtet, können Sie ihn als keinen gewöhnlichen Hammer mehr nehmen, sondern Sie müssen ihn als etwas nehmen, was die Verkörperung eines andern Willens, eines andern Geistigen ist. Und Sie werden sich sagen: Sehe ich, daß ein Ding etwas tut, was es sonst nach den Eigenschaften, wie ich es als äußeres Ding kenne, nicht tun kann nach der Kenntnis der gewöhnlichen äußeren Sinnenbeobachtung, so muß ich sagen, zwar sehe ich nicht den Geist in dem Hammer, der sich aufgerichtet hat; aber in diesem Falle darf ich nicht bloß an den Geist glauben, sondern in diesem Falle wäre ich ein großer Tor, wenn ich nicht an den Geist im Hammer glauben würde.

[ 33 ] Wenn Sie keine genaue Beobachtungsgabe haben, und Sie würden mit jemandem gehen, der hellsichtig ist, so könnte da jemand liegen, ein Mensch, der sich nicht rührt. Sie mit Ihrer ungenauen Beobachtungsgabe könnten gar nicht unterscheiden, ob das ein wirklicher Mensch ist oder ein Mensch aus Papiermache. Der andere aber sagt Ihnen: Das ist ein wirklicher Mensch; er hat einen astralischen Leib! — Da müssen Sie es glauben. Aber ein Drittes gibt es auch noch, und das wäre, daß derjenige, der da liegt, plötzlich aufstände. Dann werden Sie nicht mehr daran zweifeln, daß der hellsichtige Mensch vorher recht gehabt hat und daß da ein Geist und eine Seele drinnen ist, wenn der Betreffende aufgestanden ist. Das ist das Dritte.

[ 33 ] Wenn Sie keine genaue Beobachtungsgabe haben, und Sie würden mit jemandem gehen, der hellsichtig ist, so könnte da jemand liegen, ein Mensch, der sich nicht rührt. Sie mit Ihrer ungenauen Beobachtungsgabe könnten gar nicht unterscheiden, ob das ein wirklicher Mensch ist oder ein Mensch aus Papiermache. Der andere aber sagt Ihnen: Das ist ein wirklicher Mensch; er hat einen astralischen Leib! — Da müssen Sie es glauben. Aber ein Drittes gibt es auch noch, und das wäre, daß derjenige, der da liegt, plötzlich aufstände. Dann werden Sie nicht mehr daran zweifeln, daß der hellsichtige Mensch vorher recht gehabt hat und daß da ein Geist und eine Seele drinnen ist, wenn der Betreffende aufgestanden ist. Das ist das Dritte.

[ 34 ] Nun will ich Ihnen einen Fall zeigen, wo Sie im Leben das beobachten können, allerdings nicht in nächster Nähe, und doch wiederum in nächster Nähe. Wir haben gesagt: Von links nach rechts im Menschen wirkt die Strömung des physischen Leibes, von rechts nach links die Strömung des Ätherleibes, von vorn nach rückwärts die Strömung des Empfindungsleibes, von rückwärts nach vorne die Strömung der Empfindungsseele. Von unten nach oben und von oben nach unten wirken astralischer Leib und Ich einander entgegen. Diese Strömungen fließen also alle durcheinander. Das Ich, sagten wir, wirkt im Menschen von oben nach unten. Wie muß das äußere Organ daher liegen, damit es der Mensch als einen Apparat des Ich haben kann? Das äußere Organ für das Ich, das wissen Sie ja, ist das zirkulierende Blut. Das Ich könnte nicht wirken von oben nach unten, wenn es nicht im physischen Leibe sein Organ fände, das von oben nach unten in der vertikalen Richtung den menschlichen Leib durchzöge. Wo kann kein Ich sein, wie es der Mensch hat? Da, wo die Hauptblutrichtung nicht von oben nach unten geht, sondern wo sie horizontal liegt. Das ist in der Tierwelt der Fall. Das Gruppen-Ich der Tiere findet kein Organ, weil die Hauptblutlinie horizontal ist. Das ist der Unterschied, daß die Hauptblutlinie sich beim Menschen aufrichten mußte, damit in diese Hauptblutlinie das Ich des Menschen hineinkommen konnte. Da haben wir also die Tiere, bei denen das Ich das Blut nicht erfassen kann als sein Organ, weil die Hauptlinie des Blutes horizontal gerichtet ist, und da haben wir die Menschen, bei denen das Ich das Blut erfassen kann als sein Organ, weil die Hauptlinie dieses Blutes sich vertikal aufgerichtet hat. Nehmen wir nun einmal diejenige Anschauung, welche eine Verwandtschaft des Tieres mit dem Menschen aus bloß äußeren Gründen annimmt. Da müssen Sie sich sagen: Da sind tierische Formen; die sind erhalten aus früheren Zeiten. Jetzt aber mußte sich einmal die ganze Blutrichtungslinie aus der Horizontalen in die Vertikale aufrichten, damit der Mensch daraus werden konnte. — Hier haben Sie den geschichtlichen Fall: Sie haben etwas, was horizontal liegt. Das kann sich aber selbstverständlich aus den Eigenschaften, die Sie beobachten können an dem tierischen Blutcharakter, ebensowenig selber aufrichten, wie der Hammer sich selber aufrichten könnte, wenn er nicht von einem Geiste durchseelt wäre. Ebenso wie es töricht wäre zu leugnen, daß in dem, was sich selber aufrichtet, ein Geist ist, ebenso töricht wäre es zu denken, daß sich die horizontale Blutlinie des Tieres von selber aufrichtet zur vertikalen Blutlinie des Menschen. Nur wenn darinnen ein Geist ist, wenn ein Wille sie durchströmt, kann sie sich aufrichten von der Horizontalen in die Vertikale, kann die tierische Gruppenseele übergehen in die individuelle Menschenseele. Und wer sich nicht eingesteht auf der einen Seite: Ich wäre ein Tor, wenn ich glauben wollte, daß der Hammer, der sich selber aufrichtete, nichts anderes wäre wie ein gewöhnlicher Hammer —, der wäre ein ebenso großer Tor, wenn er annehmen wollte: Ich denke, daß das, was im Blute ist, sich von selber vertikal aufstellt.

[ 34 ] Nun will ich Ihnen einen Fall zeigen, wo Sie im Leben das beobachten können, allerdings nicht in nächster Nähe, und doch wiederum in nächster Nähe. Wir haben gesagt: Von links nach rechts im Menschen wirkt die Strömung des physischen Leibes, von rechts nach links die Strömung des Ätherleibes, von vorn nach rückwärts die Strömung des Empfindungsleibes, von rückwärts nach vorne die Strömung der Empfindungsseele. Von unten nach oben und von oben nach unten wirken astralischer Leib und Ich einander entgegen. Diese Strömungen fließen also alle durcheinander. Das Ich, sagten wir, wirkt im Menschen von oben nach unten. Wie muß das äußere Organ daher liegen, damit es der Mensch als einen Apparat des Ich haben kann? Das äußere Organ für das Ich, das wissen Sie ja, ist das zirkulierende Blut. Das Ich könnte nicht wirken von oben nach unten, wenn es nicht im physischen Leibe sein Organ fände, das von oben nach unten in der vertikalen Richtung den menschlichen Leib durchzöge. Wo kann kein Ich sein, wie es der Mensch hat? Da, wo die Hauptblutrichtung nicht von oben nach unten geht, sondern wo sie horizontal liegt. Das ist in der Tierwelt der Fall. Das Gruppen-Ich der Tiere findet kein Organ, weil die Hauptblutlinie horizontal ist. Das ist der Unterschied, daß die Hauptblutlinie sich beim Menschen aufrichten mußte, damit in diese Hauptblutlinie das Ich des Menschen hineinkommen konnte. Da haben wir also die Tiere, bei denen das Ich das Blut nicht erfassen kann als sein Organ, weil die Hauptlinie des Blutes horizontal gerichtet ist, und da haben wir die Menschen, bei denen das Ich das Blut erfassen kann als sein Organ, weil die Hauptlinie dieses Blutes sich vertikal aufgerichtet hat. Nehmen wir nun einmal diejenige Anschauung, welche eine Verwandtschaft des Tieres mit dem Menschen aus bloß äußeren Gründen annimmt. Da müssen Sie sich sagen: Da sind tierische Formen; die sind erhalten aus früheren Zeiten. Jetzt aber mußte sich einmal die ganze Blutrichtungslinie aus der Horizontalen in die Vertikale aufrichten, damit der Mensch daraus werden konnte. — Hier haben Sie den geschichtlichen Fall: Sie haben etwas, was horizontal liegt. Das kann sich aber selbstverständlich aus den Eigenschaften, die Sie beobachten können an dem tierischen Blutcharakter, ebensowenig selber aufrichten, wie der Hammer sich selber aufrichten könnte, wenn er nicht von einem Geiste durchseelt wäre. Ebenso wie es töricht wäre zu leugnen, daß in dem, was sich selber aufrichtet, ein Geist ist, ebenso töricht wäre es zu denken, daß sich die horizontale Blutlinie des Tieres von selber aufrichtet zur vertikalen Blutlinie des Menschen. Nur wenn darinnen ein Geist ist, wenn ein Wille sie durchströmt, kann sie sich aufrichten von der Horizontalen in die Vertikale, kann die tierische Gruppenseele übergehen in die individuelle Menschenseele. Und wer sich nicht eingesteht auf der einen Seite: Ich wäre ein Tor, wenn ich glauben wollte, daß der Hammer, der sich selber aufrichtete, nichts anderes wäre wie ein gewöhnlicher Hammer —, der wäre ein ebenso großer Tor, wenn er annehmen wollte: Ich denke, daß das, was im Blute ist, sich von selber vertikal aufstellt.

[ 35 ] Hier haben Sie die dritte Art, wie Sie sich alle geisteswissenschaftlichen Wahrheiten bewahrheiten können, indem es Ihnen einleuchtet, daß Dinge geschehen, bei denen anzunehmen, daß nur dasjenige daran beteiligt ist, was man mit äußeren Sinnen sieht, eine Torheit, ein Unding ist. Und je weiter man in die Dinge eindringt, desto mehr zeigt es sich, daß diese mittlere Art der Überzeugung für alles möglich ist, diese mittlere Art, die darin besteht, daß das gewöhnliche Denken befruchtet wird von der Geisteswissenschaft. Denn Sie müssen doch zugeben können, daß ein menschliches Herz nicht so gezeigt werden kann, wie wir es taten, ohne die vorherige geistige Forschung. Angeregt werden muß die Forschung von der Geisteswissenschaft. Dann aber, wenn die Resultate der Geisteswissenschaft gegeben sind, und wir betrachten dann die äußeren Erscheinungen, dann werden wir sehen, daß an diesen äußeren Erscheinungen etwas vorgeht, was unmöglich vorgehen könnte, wenn nicht die Dinge vorausgesetzt würden, die uns von der Geisteswissenschaft gesagt werden können. So gibt es eine Methode, die Dinge unbefangen zu beobachten, wenn Sie zum Beispiel sehen, wie die Blutlinie im Tier horizontal, im Menschen vertikal ist, und sich dann fragen: Was muß im Blute vorhanden sein, damit sich die ganze Hauptblutlinie aufrichten kann? und dann die Antwort aus der Geistesforschung erhalten: Im Blute herrschen geistige Wesenheiten! so daß Sie sich dann sagen: Zeigt mir das Blut nicht ebenso die Anwesenheit einer geistigen Wesenheit, so wie ein Hammer, der sich selber aufstellen würde, mir die Anwesenheit einer geistigen Wesenheit zeigen würde? Hier haben Sie den mittleren Standpunkt der Anthroposophie, der die Tatsachen unten beobachtet, die Tatsachen der geistigen Welt beobachtet, beide miteinander vergleicht — und dadurch dasjenige vollständig erklärt, was äußerlich in der Welt vorhanden ist.

[ 35 ] Hier haben Sie die dritte Art, wie Sie sich alle geisteswissenschaftlichen Wahrheiten bewahrheiten können, indem es Ihnen einleuchtet, daß Dinge geschehen, bei denen anzunehmen, daß nur dasjenige daran beteiligt ist, was man mit äußeren Sinnen sieht, eine Torheit, ein Unding ist. Und je weiter man in die Dinge eindringt, desto mehr zeigt es sich, daß diese mittlere Art der Überzeugung für alles möglich ist, diese mittlere Art, die darin besteht, daß das gewöhnliche Denken befruchtet wird von der Geisteswissenschaft. Denn Sie müssen doch zugeben können, daß ein menschliches Herz nicht so gezeigt werden kann, wie wir es taten, ohne die vorherige geistige Forschung. Angeregt werden muß die Forschung von der Geisteswissenschaft. Dann aber, wenn die Resultate der Geisteswissenschaft gegeben sind, und wir betrachten dann die äußeren Erscheinungen, dann werden wir sehen, daß an diesen äußeren Erscheinungen etwas vorgeht, was unmöglich vorgehen könnte, wenn nicht die Dinge vorausgesetzt würden, die uns von der Geisteswissenschaft gesagt werden können. So gibt es eine Methode, die Dinge unbefangen zu beobachten, wenn Sie zum Beispiel sehen, wie die Blutlinie im Tier horizontal, im Menschen vertikal ist, und sich dann fragen: Was muß im Blute vorhanden sein, damit sich die ganze Hauptblutlinie aufrichten kann? und dann die Antwort aus der Geistesforschung erhalten: Im Blute herrschen geistige Wesenheiten! so daß Sie sich dann sagen: Zeigt mir das Blut nicht ebenso die Anwesenheit einer geistigen Wesenheit, so wie ein Hammer, der sich selber aufstellen würde, mir die Anwesenheit einer geistigen Wesenheit zeigen würde? Hier haben Sie den mittleren Standpunkt der Anthroposophie, der die Tatsachen unten beobachtet, die Tatsachen der geistigen Welt beobachtet, beide miteinander vergleicht — und dadurch dasjenige vollständig erklärt, was äußerlich in der Welt vorhanden ist.

[ 36 ] So haben wir jetzt an einzelnen Beispielen, wie an der Umwandlung des Gehirns in das Auge und an der inneren schematischen Kontraktion des menschlichen Herzens, gezeigt, wie jedes Organ in seinen Formen begriffen werden kann. So könnten wir die einzelnen Formen jedes Organs konstruieren aus dem Geiste heraus. Überall würde sich Ihnen zeigen, wie der Geist am Menschen arbeitet, um die Organe und die Formen des Körpers zustandezubringen. Nur im Prinzip sollte das angedeutet werden. Aber Sie sollten durch solche Dinge, wie sie heute angedeutet sind, ein Gefühl davon erhalten, daß es doch vieles in der Welt gibt, wovon sich Gelehrtenweisheit gar nichts träumen läßt, weil sie nicht eingehen will auf die Sachen. Wenn Sie dieses Gefühl davontragen, so werden Sie sehen, daß es eine Möglichkeit gibt für den Menschen, die Welt unbefangen zu betrachten, wo das Ineinanderweben dessen, was der Geistesforscher aus der geistigen Welt heraus mitteilt, mit den irdischen Dingen, zwar nicht jeder gleich sehen kann, wo man sich aber doch sagt: Es ist ein Unding, für gewisse Erscheinungen nicht jene Tatsachen anzunehmen, welche der Geistesforscher erzählt.

[ 36 ] So haben wir jetzt an einzelnen Beispielen, wie an der Umwandlung des Gehirns in das Auge und an der inneren schematischen Kontraktion des menschlichen Herzens, gezeigt, wie jedes Organ in seinen Formen begriffen werden kann. So könnten wir die einzelnen Formen jedes Organs konstruieren aus dem Geiste heraus. Überall würde sich Ihnen zeigen, wie der Geist am Menschen arbeitet, um die Organe und die Formen des Körpers zustandezubringen. Nur im Prinzip sollte das angedeutet werden. Aber Sie sollten durch solche Dinge, wie sie heute angedeutet sind, ein Gefühl davon erhalten, daß es doch vieles in der Welt gibt, wovon sich Gelehrtenweisheit gar nichts träumen läßt, weil sie nicht eingehen will auf die Sachen. Wenn Sie dieses Gefühl davontragen, so werden Sie sehen, daß es eine Möglichkeit gibt für den Menschen, die Welt unbefangen zu betrachten, wo das Ineinanderweben dessen, was der Geistesforscher aus der geistigen Welt heraus mitteilt, mit den irdischen Dingen, zwar nicht jeder gleich sehen kann, wo man sich aber doch sagt: Es ist ein Unding, für gewisse Erscheinungen nicht jene Tatsachen anzunehmen, welche der Geistesforscher erzählt.

[ 37 ] Wenn dieses Gefühl besteht, dann ist schon genügend gewonnen durch diese anthroposophischen Vorträge; denn wir können nur langsam und allmählich aufsteigen in der geistigen Forschung.

[ 37 ] Wenn dieses Gefühl besteht, dann ist schon genügend gewonnen durch diese anthroposophischen Vorträge; denn wir können nur langsam und allmählich aufsteigen in der geistigen Forschung.