The Gospel of John
and the Three Other Gospels
GA 117a
7 January 1910, Stockholm
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Das Johannes-Evangelium und die drei anderen Evangelien, 1st ed.
Vierter Vortrag
Vierter Vortrag
[ 1 ] Wir haben gesehen, wie kompliziert die Persönlichkeit sein musste, die in eine höhere Strömung alle früheren geistigen Strömungen in die Welt fließen lassen musste. Es waren berufen zwei Kinder: der salomonische und der nathanische [Jesusknabe]. Wir haben gesehen, wie im zwölften Jahr jenes merkwürdige Ereignis eintrat, dass das Zarathustra-Ich hinübergezogen ist in den Leib des nathanischen Knaben. So haben wir vor uns einen Jesusknaben, der in sich trägt das Ich des Zoroaster [und der] im Astralleib birgt alles, was der Buddha geworden ist seit seiner letzten Verkörperung, und [der] im Ätherleib jenen reinen Ätherleib [trägt], der aufbewahrt war aus jener Zeit, bevor die luziferischen Einflüsse sich geltend gemacht haben, die den Menschen immer tiefer und tiefer hinuntergeführt haben in die irdische Welt.
[ 1 ] Wir haben gesehen, wie kompliziert die Persönlichkeit sein musste, die in eine höhere Strömung alle früheren geistigen Strömungen in die Welt fließen lassen musste. Es waren berufen zwei Kinder: der salomonische und der nathanische [Jesusknabe]. Wir haben gesehen, wie im zwölften Jahr jenes merkwürdige Ereignis eintrat, dass das Zarathustra-Ich hinübergezogen ist in den Leib des nathanischen Knaben. So haben wir vor uns einen Jesusknaben, der in sich trägt das Ich des Zoroaster [und der] im Astralleib birgt alles, was der Buddha geworden ist seit seiner letzten Verkörperung, und [der] im Ätherleib jenen reinen Ätherleib [trägt], der aufbewahrt war aus jener Zeit, bevor die luziferischen Einflüsse sich geltend gemacht haben, die den Menschen immer tiefer und tiefer hinuntergeführt haben in die irdische Welt.
[ 2 ] [Es stellt sich vielleicht nun die] Frage: Wozu war es notwendig, dass zwei Jesuskinder geboren wurden? Hätte nicht genügt eines? Da es ein Extrakt war alles dessen, was im hebräischen Volk entwickelt werden musste? Dennoch war es notwendig. Damit alle Eigenschaften herauskamen im Leibe, die der Christus Jesus brauchte, mussten die verschiedensten Stufen der Menschenentwicklung durchgemacht werden. Der salomonische Knabe hatte das Vorzüglichste, was an vollkommenen physischen Werkzeugen entstehen konnte.
[ 2 ] [Es stellt sich vielleicht nun die] Frage: Wozu war es notwendig, dass zwei Jesuskinder geboren wurden? Hätte nicht genügt eines? Da es ein Extrakt war alles dessen, was im hebräischen Volk entwickelt werden musste? Dennoch war es notwendig. Damit alle Eigenschaften herauskamen im Leibe, die der Christus Jesus brauchte, mussten die verschiedensten Stufen der Menschenentwicklung durchgemacht werden. Der salomonische Knabe hatte das Vorzüglichste, was an vollkommenen physischen Werkzeugen entstehen konnte.
[ 3 ] Von der physischen Geburt bis zum siebten Jahre bringt der Mensch hervor, was die besten Eigenschaften des physischen Leibes sind; bis vierzehn, was Eigenschaften des Ätherleibes sind; dann bis etwa zum einundzwanzigsten Jahre diejenigen des astralischen Leibes. Dann erst werden die besten Eigenschaften des Ich entwickelt. Was wir im physischen [Leib] und im Ätherleib haben — mit Ausnahme jener Essenz, die nach dem Tode mitgenommen wird in die devachanische Welt hinein —, erbt der Mensch von seinen Vorfahren. So konnte der salomonische Knabe nur erben das, was im physischen [Leib] und im Ätherleib heranwachsen konnte. Bis zum zwölften Jahre war das Ich des Zarathustra in jenen äußeren Gliedern, die man vollkommen durch Vererbung erhalten kann. Vom zwölften Jahre an hätte die Entwicklung des astralischen Leibes begonnen. Der wird aber nicht vererbt, er wird an die Individualität noch in der geistigen Welt angegliedert. Damit das Ich des Zarathustra im vollkommensten Astralleibe sich entwickeln konnte, musste er eben den vollkommensten erhalten. Dazu waren nötig die Erfahrungen, die gemacht hatte der Buddha, der aus der vom Irdischen abgewendeten geistigen Kultur Indiens stammte. Hätte aber das Ich des Zarathustra gleich im nathanischen Kinde sich verkörpert, dann hätte es nicht den vollkommenen physischen und ätherischen Leibe erhalten, den [es] brauchte, der nicht nur das Innerliche, sondern alles Äußere aufgenommen haben musste, wie es nur in der königlichen, nicht in der priesterlichen Linie geschehen konnte.
[ 3 ] Von der physischen Geburt bis zum siebten Jahre bringt der Mensch hervor, was die besten Eigenschaften des physischen Leibes sind; bis vierzehn, was Eigenschaften des Ätherleibes sind; dann bis etwa zum einundzwanzigsten Jahre diejenigen des astralischen Leibes. Dann erst werden die besten Eigenschaften des Ich entwickelt. Was wir im physischen [Leib] und im Ätherleib haben — mit Ausnahme jener Essenz, die nach dem Tode mitgenommen wird in die devachanische Welt hinein —, erbt der Mensch von seinen Vorfahren. So konnte der salomonische Knabe nur erben das, was im physischen [Leib] und im Ätherleib heranwachsen konnte. Bis zum zwölften Jahre war das Ich des Zarathustra in jenen äußeren Gliedern, die man vollkommen durch Vererbung erhalten kann. Vom zwölften Jahre an hätte die Entwicklung des astralischen Leibes begonnen. Der wird aber nicht vererbt, er wird an die Individualität noch in der geistigen Welt angegliedert. Damit das Ich des Zarathustra im vollkommensten Astralleibe sich entwickeln konnte, musste er eben den vollkommensten erhalten. Dazu waren nötig die Erfahrungen, die gemacht hatte der Buddha, der aus der vom Irdischen abgewendeten geistigen Kultur Indiens stammte. Hätte aber das Ich des Zarathustra gleich im nathanischen Kinde sich verkörpert, dann hätte es nicht den vollkommenen physischen und ätherischen Leibe erhalten, den [es] brauchte, der nicht nur das Innerliche, sondern alles Äußere aufgenommen haben musste, wie es nur in der königlichen, nicht in der priesterlichen Linie geschehen konnte.
[ 4 ] Nachdem das Zarathustra-Ich hatte alles aufgenommen, was man mit so vollkommenen Werkzeugen erlebt, konnte es das andere erleben, was vom vollkommenen ätherischen und astralischen Leibe herrührt, [es konnte] alle innerlichsten Eigenschaften des Menschen entwickeln.
[ 4 ] Nachdem das Zarathustra-Ich hatte alles aufgenommen, was man mit so vollkommenen Werkzeugen erlebt, konnte es das andere erleben, was vom vollkommenen ätherischen und astralischen Leibe herrührt, [es konnte] alle innerlichsten Eigenschaften des Menschen entwickeln.
[ 5 ] Nun reifte er heran, um zu einer noch höheren vollkommeneren Stufe aufzusteigen. Das geschah durch jenes Ereignis, welches durch die Johannes-Taufe im Jordan beschrieben wird. Was ist sie? Wir müssen besprechen, um sie zu verstehen, die Mission Johannes des Täufers. Wozu war er in die Welt gesandt? Man muss sich daran halten, dass die Menschheit verschiedene Epochen durchmacht. Es gab eine Epoche, in der innere Offenbarung und Inspiration geherrscht haben; am vollkommensten im indischen Volke. [Für dieses war die Welt eine Illusion.] Die so zu innerer Offenbarung kamen, waren die vorgeschrittensten Menschen der Zeit.
[ 5 ] Nun reifte er heran, um zu einer noch höheren vollkommeneren Stufe aufzusteigen. Das geschah durch jenes Ereignis, welches durch die Johannes-Taufe im Jordan beschrieben wird. Was ist sie? Wir müssen besprechen, um sie zu verstehen, die Mission Johannes des Täufers. Wozu war er in die Welt gesandt? Man muss sich daran halten, dass die Menschheit verschiedene Epochen durchmacht. Es gab eine Epoche, in der innere Offenbarung und Inspiration geherrscht haben; am vollkommensten im indischen Volke. [Für dieses war die Welt eine Illusion.] Die so zu innerer Offenbarung kamen, waren die vorgeschrittensten Menschen der Zeit.
[ 6 ] Es entwickelt sich alles langsam. Von zwei Seiten hat sich ergeben:
[ 6 ] Es entwickelt sich alles langsam. Von zwei Seiten hat sich ergeben:
[ 7 ] Erstens, dass man zwar noch Inspirationen hatte, aber dass sie immer unvollkommener wurden. So bei den Ägyptern.
[ 7 ] Erstens, dass man zwar noch Inspirationen hatte, aber dass sie immer unvollkommener wurden. So bei den Ägyptern.
[ 8 ] Zweitens, dass den Menschen nach und nach aufging der Sinn für die äußere Welt; dass die Welt ein äußerer Ausdruck für den Geist sei. Das hatte Zarathustra dem persischen Volk beizubringen, [das hatte er] als Mission gehabt. Das war der Sinn seiner Sonnenlehre; [die] Maya ist [der] Ausdruck für spirituelle Wesenheit[en]. Nicht bloß im Innern kann der Mensch Geist wahrnehmen, sondern auch durch den Schleier der äußeren Illusion. So brachte der Zarathustra seinem Volke die Lehre des Lichtes in dieser Welt bei. Die Stimmung seiner Lehre war ungefähr diese: Oh, wir Menschen sind in Bezug auf unsere Sinne und [unseren] Verstand jetzt noch unvollkommen. Aber wir werden allmählich uns heranbilden. Hinter der Illusion ist der spirituelle Sinn der Welt, und wir werden uns so entwickeln, dass dieser Geist an uns herankommt.
[ 8 ] Zweitens, dass den Menschen nach und nach aufging der Sinn für die äußere Welt; dass die Welt ein äußerer Ausdruck für den Geist sei. Das hatte Zarathustra dem persischen Volk beizubringen, [das hatte er] als Mission gehabt. Das war der Sinn seiner Sonnenlehre; [die] Maya ist [der] Ausdruck für spirituelle Wesenheit[en]. Nicht bloß im Innern kann der Mensch Geist wahrnehmen, sondern auch durch den Schleier der äußeren Illusion. So brachte der Zarathustra seinem Volke die Lehre des Lichtes in dieser Welt bei. Die Stimmung seiner Lehre war ungefähr diese: Oh, wir Menschen sind in Bezug auf unsere Sinne und [unseren] Verstand jetzt noch unvollkommen. Aber wir werden allmählich uns heranbilden. Hinter der Illusion ist der spirituelle Sinn der Welt, und wir werden uns so entwickeln, dass dieser Geist an uns herankommt.
[ 9 ] Es war eine Lehre der Zuversicht, der Hoffnung auf ein in der Welt erscheinendes Licht, was Zarathustra seinem Volk brachte. Weil Zarathustra mit einem besonderen Volk es zu tun hatte, konnte er dies tun.
[ 9 ] Es war eine Lehre der Zuversicht, der Hoffnung auf ein in der Welt erscheinendes Licht, was Zarathustra seinem Volk brachte. Weil Zarathustra mit einem besonderen Volk es zu tun hatte, konnte er dies tun.
[ 10 ] [Es gab] zwei Völkerzüge: Als die atlantische Katastrophe kam, fingen die Menschen an, von Westen nach Osten zu ziehen. Zwei Züge: [Einer ging] durch Europa bis nach Asien hinüber. Nord-, Mittel- und Südeuropa wurden durchzogen von dem nördlichen Volksstrom, um zum Teil hier zurückzubleiben. [Ein zweiter Strom ging] durch Afrika hinüber nach Asien. Es gab zwei Volksströme, weil diese verschieden veranlagt waren. Der nördliche war veranlagt, Verstand, Vernunft zu entwickeln, nach außen zu schauen. Die durch Afrika zogen, waren veranlagt, mehr nach innen zu schauen, die Kräfte des stillen Nachsinnens zu entwickeln, nicht so in die Außenwelt hinauszusehen. [Das vorgeschobenste Volk des nördlichen Volksstromes], war das urpersische, wo Zarathustra wirkte. Folgende Stimmung war vorwiegend im anderen, im afrikanischen Volksstrom: «Wenn ihr auch noch so sehr arbeitet, die äußere Welt ist nicht dazu da, um in ihr den Geist zu finden. Er ist zerstückelt, nur zu finden nach dem Tode» — Osiris.
[ 10 ] [Es gab] zwei Völkerzüge: Als die atlantische Katastrophe kam, fingen die Menschen an, von Westen nach Osten zu ziehen. Zwei Züge: [Einer ging] durch Europa bis nach Asien hinüber. Nord-, Mittel- und Südeuropa wurden durchzogen von dem nördlichen Volksstrom, um zum Teil hier zurückzubleiben. [Ein zweiter Strom ging] durch Afrika hinüber nach Asien. Es gab zwei Volksströme, weil diese verschieden veranlagt waren. Der nördliche war veranlagt, Verstand, Vernunft zu entwickeln, nach außen zu schauen. Die durch Afrika zogen, waren veranlagt, mehr nach innen zu schauen, die Kräfte des stillen Nachsinnens zu entwickeln, nicht so in die Außenwelt hinauszusehen. [Das vorgeschobenste Volk des nördlichen Volksstromes], war das urpersische, wo Zarathustra wirkte. Folgende Stimmung war vorwiegend im anderen, im afrikanischen Volksstrom: «Wenn ihr auch noch so sehr arbeitet, die äußere Welt ist nicht dazu da, um in ihr den Geist zu finden. Er ist zerstückelt, nur zu finden nach dem Tode» — Osiris.
[ 11 ] Beide Strömungen sollten zusammenfließen, die innere und äuRere. Das von innen Vollkommenste als Offenbarung war das AltIndische — das Ägyptische war unvollkommener: Schauen im Seelenleben. Persisch: nach außen schauen. Eines aber war charakteristisch für alle Menschen. Zum vollkommenen Ichbewusstsein, Selbstbewusstsein konnten sie noch nicht kommen; sie lebten im Geiste, wenn sie abdämpften, hinunterschraubten ihr Bewusstsein, es hingaben. Auch die Zarathustra-Menschen mussten in Ekstase geraten, sich hingeben an Blitz, Donner, [Sonne]. Erst nach langer Evolution wurden die Menschen reif, die Innen- und Außenoffenbarung zu verbinden. Jene Zeit, in der dies möglich wurde, war gekommen als Johannes der Täufer und der Christus Jesus erschienen. Es gab vorher keine solchen Menschen, die mit Aufrechterhaltung des Ich, des Selbstbewusstseins, die Offenbarung des Geistes erleben konnten. Wie waren die Menschen vorher? Sie konnten sich sagen: Wir können zum Geiste kommen, aber unser Bestes, unser Ich müssen wir verlassen. Unser Selbstbewusstsein müssen wir aufgeben und in ein Jenseits entrückt werden; in unserm irdischen Menschen können wir die himmlischen Reiche nicht erleben.
[ 11 ] Beide Strömungen sollten zusammenfließen, die innere und äuRere. Das von innen Vollkommenste als Offenbarung war das AltIndische — das Ägyptische war unvollkommener: Schauen im Seelenleben. Persisch: nach außen schauen. Eines aber war charakteristisch für alle Menschen. Zum vollkommenen Ichbewusstsein, Selbstbewusstsein konnten sie noch nicht kommen; sie lebten im Geiste, wenn sie abdämpften, hinunterschraubten ihr Bewusstsein, es hingaben. Auch die Zarathustra-Menschen mussten in Ekstase geraten, sich hingeben an Blitz, Donner, [Sonne]. Erst nach langer Evolution wurden die Menschen reif, die Innen- und Außenoffenbarung zu verbinden. Jene Zeit, in der dies möglich wurde, war gekommen als Johannes der Täufer und der Christus Jesus erschienen. Es gab vorher keine solchen Menschen, die mit Aufrechterhaltung des Ich, des Selbstbewusstseins, die Offenbarung des Geistes erleben konnten. Wie waren die Menschen vorher? Sie konnten sich sagen: Wir können zum Geiste kommen, aber unser Bestes, unser Ich müssen wir verlassen. Unser Selbstbewusstsein müssen wir aufgeben und in ein Jenseits entrückt werden; in unserm irdischen Menschen können wir die himmlischen Reiche nicht erleben.
[ 12 ] Johannes der Täufer konnte verkündigen, dass jetzt die Zeit gekommen war, in der der Mensch mit Aufrechterhaltung seines Selbstbewusstseins — unter Wahrung seines Ich — die himmlischen Reiche erleben konnte. Das war die Verkündigung des Johannes: Die Reiche des Himmels sind herbeigekommen!
[ 12 ] Johannes der Täufer konnte verkündigen, dass jetzt die Zeit gekommen war, in der der Mensch mit Aufrechterhaltung seines Selbstbewusstseins — unter Wahrung seines Ich — die himmlischen Reiche erleben konnte. Das war die Verkündigung des Johannes: Die Reiche des Himmels sind herbeigekommen!
[ 13 ] Wie konnte er zeigen, dass es so ist? Hätte man den Menschen bloß gesagt, ihr seid reif, mit eurem Ich euch zu versetzen ins Geistige, so hätten sie es nicht verstanden. Wie konnte er es ihnen beibringen? Nur durch die Johannes-Taufe. Sie bestand in einem vollständigen Untertauchen ins Wasser. Was geschah? Sie wissen, wie es beim Ertrinken ist ... Es wird der Ätherleib herausgezogen für eine Weile ... frei werden die Menschen in diesem Augenblick von den Hindernissen des physischen Leibes.
[ 13 ] Wie konnte er zeigen, dass es so ist? Hätte man den Menschen bloß gesagt, ihr seid reif, mit eurem Ich euch zu versetzen ins Geistige, so hätten sie es nicht verstanden. Wie konnte er es ihnen beibringen? Nur durch die Johannes-Taufe. Sie bestand in einem vollständigen Untertauchen ins Wasser. Was geschah? Sie wissen, wie es beim Ertrinken ist ... Es wird der Ätherleib herausgezogen für eine Weile ... frei werden die Menschen in diesem Augenblick von den Hindernissen des physischen Leibes.
[ 14 ] Die Tatsache, dass der innere Mensch jetzt reif ist, mit Aufrechterhaltung seines Ichbewusstseins das Geistige zu erleben, wird in dem Symbolum der Jordan-Taufe ausgedrückt. Was waren es für Menschen, die getauft wurden? Die Ersten, die da sagten: Unser Ich ist jetzt so beschaffen, dass es nach und nach mit dem Selbstbewusstsein hinaufsteigen kann. [Lücke in der Mitschrift] So gab es einige Menschen, die da wussten, was die Weltenuhr geschlagen hatte. So hat diese kleine Gruppe sich sagen können: In jedem Menschen ist ein Ich-Mittelpunkt, der hinaufsteigen kann. — Sie wussten das aus Erfahrung. Die größten Lehrer hätten das lehren können, ohne verstanden zu werden.
[ 14 ] Die Tatsache, dass der innere Mensch jetzt reif ist, mit Aufrechterhaltung seines Ichbewusstseins das Geistige zu erleben, wird in dem Symbolum der Jordan-Taufe ausgedrückt. Was waren es für Menschen, die getauft wurden? Die Ersten, die da sagten: Unser Ich ist jetzt so beschaffen, dass es nach und nach mit dem Selbstbewusstsein hinaufsteigen kann. [Lücke in der Mitschrift] So gab es einige Menschen, die da wussten, was die Weltenuhr geschlagen hatte. So hat diese kleine Gruppe sich sagen können: In jedem Menschen ist ein Ich-Mittelpunkt, der hinaufsteigen kann. — Sie wussten das aus Erfahrung. Die größten Lehrer hätten das lehren können, ohne verstanden zu werden.
[ 15 ] Früher konnte man nur lehren: Wenn der Mensch sein Ich hingibt, objektiv macht, schafft er sich die Bedingungen, um hinaufzusteigen. Wenn ihr aufgeht im ganzen Volke, [euch] nicht fühlt als einzelne Menschen, sondern eingetaucht seid in dem Volks-Ich, wenn ihr euch das sagt und das fühlt: Ich will eins sein mit Abraham, dann könnt ihr durch dieses Selbstvergessen des Ich hoffen, zu finden die geistige Welt.
[ 15 ] Früher konnte man nur lehren: Wenn der Mensch sein Ich hingibt, objektiv macht, schafft er sich die Bedingungen, um hinaufzusteigen. Wenn ihr aufgeht im ganzen Volke, [euch] nicht fühlt als einzelne Menschen, sondern eingetaucht seid in dem Volks-Ich, wenn ihr euch das sagt und das fühlt: Ich will eins sein mit Abraham, dann könnt ihr durch dieses Selbstvergessen des Ich hoffen, zu finden die geistige Welt.
[ 16 ] Aber es ist nicht richtig, das, was für eine Epoche gut war, zu behalten für eine andere. Johannes der Täufer musste jetzt anders lehren: Im Ich sei das Element [zu finden, um] aufzusteigen. Das war seine neue Lehre.
[ 16 ] Aber es ist nicht richtig, das, was für eine Epoche gut war, zu behalten für eine andere. Johannes der Täufer musste jetzt anders lehren: Im Ich sei das Element [zu finden, um] aufzusteigen. Das war seine neue Lehre.
[ 17 ] Als die alten Lehrer hinan kamen, wie sprach sie der Täufer an? Die Konservativen, die die uralten Lehren fortpflanzen wollten im astralischen Untertauchen ... Für das Astralische wurde immer das Schlangensymbolum gewählt. [Er sprach:] Ihr Bekenner der Schlangenlehre, wozu kommt ihr, die ihr nicht anerkennen wollt, was jetzt die Weltenuhr zeigt? ...
[ 17 ] Als die alten Lehrer hinan kamen, wie sprach sie der Täufer an? Die Konservativen, die die uralten Lehren fortpflanzen wollten im astralischen Untertauchen ... Für das Astralische wurde immer das Schlangensymbolum gewählt. [Er sprach:] Ihr Bekenner der Schlangenlehre, wozu kommt ihr, die ihr nicht anerkennen wollt, was jetzt die Weltenuhr zeigt? ...
[ 18 ] Nun kam heraus derjenige, der das Ich des Zarathustra in sich trug, im astralischen Leib den Nirmanakaya des Buddha, im Ätherleibe das vom luziferischen Prinzip Unbeeinflusste. Der Jesus kam und ließ sich taufen. Untergetaucht war er [Lücke in der Mitschrift].
[ 18 ] Nun kam heraus derjenige, der das Ich des Zarathustra in sich trug, im astralischen Leib den Nirmanakaya des Buddha, im Ätherleibe das vom luziferischen Prinzip Unbeeinflusste. Der Jesus kam und ließ sich taufen. Untergetaucht war er [Lücke in der Mitschrift].
[ 19 ] Da zog sich zurück vom physischen Leibe jener vorzügliche, große, reine Ätherleib, zog sich zurück alles, was im Gautama Buddha gelebt hatte. Die Bilder all des Vorangegangenen, Erlebten standen vor ihm. So erlebte der Jesus von Nazareth, was in ihm war, was nach und nach eingezogen war in ihn. Er sah alles das in sich selber. Das war der größte Erdenaugenblick, der überhaupt je erlebt worden ist. Am Ätherleib stellte sich dar, was aus der Menschheit geworden wäre, wenn sie nicht hinuntergestiegen wäre zu den luziferischen Einflüssen: das Bild des vollkommenen reinen Menschen. Und was stellte sich dar in seinem Astralleibe? Das stand vor seiner Seele, was der Gautama Buddha erlebt hatte. Der Gautama Buddha hatte geschaut als ein Erleuchteter zurück in die ganze Erdentwicklung. Er hatte gesehen, wie der Mensch mit jeder Inkarnation immer materieller geworden war. Daher konnte Buddha nur nachsinnen über das, was den Menschen hinausbringen kann über die physische Inkarnation. Eine Lehre des Schmerzes: Alles ist Leiden. Die Lehre von der Befreiung vom Erdenleibe. Daher gab er eine Anleitung in der Lehre von Mitleid und Liebe: das zu erlangen, was die Menschen befreien konnte. Erlösung wäre erreicht worden vom Leide. Aber es wäre das Erdendasein verloren gegangen für die Menschen. Eine Erlösungsreligion ist der Buddhismus. Eine Auferstehungsreligion ist das Christentum. Nichts soll verloren gehen. Alles soll hinübergeführt werden in den Geist. Ihr sollt euch als Schüler betrachten, alles hereinbringen in die geistigen Welten, um es im höheren Sinne auferstehen zu lassen. — Eine Auferweckungs- und Auferstehungsreligion ist das Christentum. Befreiung von den Schmerzen ist der letzte Sinn des Buddha. Verwandlung des Schmerzes in Seligkeit ist letzter Sinn des Christentums.
[ 19 ] Da zog sich zurück vom physischen Leibe jener vorzügliche, große, reine Ätherleib, zog sich zurück alles, was im Gautama Buddha gelebt hatte. Die Bilder all des Vorangegangenen, Erlebten standen vor ihm. So erlebte der Jesus von Nazareth, was in ihm war, was nach und nach eingezogen war in ihn. Er sah alles das in sich selber. Das war der größte Erdenaugenblick, der überhaupt je erlebt worden ist. Am Ätherleib stellte sich dar, was aus der Menschheit geworden wäre, wenn sie nicht hinuntergestiegen wäre zu den luziferischen Einflüssen: das Bild des vollkommenen reinen Menschen. Und was stellte sich dar in seinem Astralleibe? Das stand vor seiner Seele, was der Gautama Buddha erlebt hatte. Der Gautama Buddha hatte geschaut als ein Erleuchteter zurück in die ganze Erdentwicklung. Er hatte gesehen, wie der Mensch mit jeder Inkarnation immer materieller geworden war. Daher konnte Buddha nur nachsinnen über das, was den Menschen hinausbringen kann über die physische Inkarnation. Eine Lehre des Schmerzes: Alles ist Leiden. Die Lehre von der Befreiung vom Erdenleibe. Daher gab er eine Anleitung in der Lehre von Mitleid und Liebe: das zu erlangen, was die Menschen befreien konnte. Erlösung wäre erreicht worden vom Leide. Aber es wäre das Erdendasein verloren gegangen für die Menschen. Eine Erlösungsreligion ist der Buddhismus. Eine Auferstehungsreligion ist das Christentum. Nichts soll verloren gehen. Alles soll hinübergeführt werden in den Geist. Ihr sollt euch als Schüler betrachten, alles hereinbringen in die geistigen Welten, um es im höheren Sinne auferstehen zu lassen. — Eine Auferweckungs- und Auferstehungsreligion ist das Christentum. Befreiung von den Schmerzen ist der letzte Sinn des Buddha. Verwandlung des Schmerzes in Seligkeit ist letzter Sinn des Christentums.
[ 20 ] Auf dieser Welt sollen wir etwas erleben, was wir sonst nirgends erleben können. Das grobe Metall in das Gold des Geistes umzuwandeln, das ist unsere Aufgabe. Wir werden uns so verwandeln, wenn wir nach und nach besiegen das, was als Schmerzbegriff in uns lebt. Die Krankheit besiegen: Überwindung gibt Kraft. [Der] Tod ist [die] stärkste Illusion, Maya. Wenn alles täuscht, wenn allem Maya beigemischt ist, ist der Tod nur Lüge, ist nur Maya. Wir schreiten zur Überwindung des Todes. Golgatha ist die einzige Stelle, wo uns der Tod in seiner Wahrheit erscheint: als Bringer neuen Lebens.
[ 20 ] Auf dieser Welt sollen wir etwas erleben, was wir sonst nirgends erleben können. Das grobe Metall in das Gold des Geistes umzuwandeln, das ist unsere Aufgabe. Wir werden uns so verwandeln, wenn wir nach und nach besiegen das, was als Schmerzbegriff in uns lebt. Die Krankheit besiegen: Überwindung gibt Kraft. [Der] Tod ist [die] stärkste Illusion, Maya. Wenn alles täuscht, wenn allem Maya beigemischt ist, ist der Tod nur Lüge, ist nur Maya. Wir schreiten zur Überwindung des Todes. Golgatha ist die einzige Stelle, wo uns der Tod in seiner Wahrheit erscheint: als Bringer neuen Lebens.
[ 21 ] Nur innerhalb der Maya ist man getrennt von dem, was man liebt. Überwindet man die Sinnenwelt, so ist umso intensiver die Vereinigung. Es ist unmöglich durch den Fortschritt im Geist getrennt zu sein von dem, was man liebt. Vereinigt mit dem, was man nicht liebt? Man lernt alles lieben. Nicht erreichen, was man begehrt? Wir erlangen so geläuterte Begierden, dass Hindernisse des Physischen sich uns nicht in den Weg legen. So stellt sich der große Fortschritt dar von der Buddha- zur Christuslehre. Nicht fliehen, nicht verlassen, sondern mitnehmen sollen wir die Welt. Sich erlösen von der Welt will der Buddha. Die Welt miterlösen will Christus.
[ 21 ] Nur innerhalb der Maya ist man getrennt von dem, was man liebt. Überwindet man die Sinnenwelt, so ist umso intensiver die Vereinigung. Es ist unmöglich durch den Fortschritt im Geist getrennt zu sein von dem, was man liebt. Vereinigt mit dem, was man nicht liebt? Man lernt alles lieben. Nicht erreichen, was man begehrt? Wir erlangen so geläuterte Begierden, dass Hindernisse des Physischen sich uns nicht in den Weg legen. So stellt sich der große Fortschritt dar von der Buddha- zur Christuslehre. Nicht fliehen, nicht verlassen, sondern mitnehmen sollen wir die Welt. Sich erlösen von der Welt will der Buddha. Die Welt miterlösen will Christus.
[ 22 ] Im Jordan erlebte Jesus von Nazareth jenes unendliche Maß des Schmerzes, das der Gautama Buddha einst auf seine Seele geladen; dies musste der Jesus erleben. All die Herrlichkeit, zu der die Menschheit berufen, stand einerseits als Bild vor ihm, als das Leid auf der anderen Seite. Er konnte sich sagen: «Da ist das Bild, das aus dem reinen Ätherleib kommt, die Menschen haben es verscherzt, um zum physischen Leib zu kommen. Was im andern Bilde ist, das ist, was die Besten empfunden haben, das Leid, den Schmerz um die Menschen.»
[ 22 ] Im Jordan erlebte Jesus von Nazareth jenes unendliche Maß des Schmerzes, das der Gautama Buddha einst auf seine Seele geladen; dies musste der Jesus erleben. All die Herrlichkeit, zu der die Menschheit berufen, stand einerseits als Bild vor ihm, als das Leid auf der anderen Seite. Er konnte sich sagen: «Da ist das Bild, das aus dem reinen Ätherleib kommt, die Menschen haben es verscherzt, um zum physischen Leib zu kommen. Was im andern Bilde ist, das ist, was die Besten empfunden haben, das Leid, den Schmerz um die Menschen.»
[ 23 ] So stand jenes Bewusstsein in Jesus allein gegenüber der ganzen Menschheit. Was musste er sich sagen? Unmöglich ist es, mit dem, was bis jetzt die Menschheit an Bewusstsein errungen hat, aufzusteigen in die geistigen Welten. Alles das muss hingegeben werden, und ein völlig Neues muss geschaffen werden: Ein neuer Ätherleib, der zu immer vollkommeneren Stufen hinaufführt. Dazu war nötig, dass das, was die Menschen bis jetzt errungen hatten, zersprengt würde im Moment, wo dieses Bewusstsein aufstieg.
[ 23 ] So stand jenes Bewusstsein in Jesus allein gegenüber der ganzen Menschheit. Was musste er sich sagen? Unmöglich ist es, mit dem, was bis jetzt die Menschheit an Bewusstsein errungen hat, aufzusteigen in die geistigen Welten. Alles das muss hingegeben werden, und ein völlig Neues muss geschaffen werden: Ein neuer Ätherleib, der zu immer vollkommeneren Stufen hinaufführt. Dazu war nötig, dass das, was die Menschen bis jetzt errungen hatten, zersprengt würde im Moment, wo dieses Bewusstsein aufstieg.
[ 24 ] Das alles spielte sich ab in dieser Seele. Im Moment, in dem der Ätherleib und der Astralleib zurückkamen, wie wirkten sie? So, dass all jene großen Empfindungen, Ideen tötend, auflösend auf den physischen Leib wirkten. Es war zu groß für diesen physischen Leib. Zweierlei trat ein: Das Ich des Zarathustra gehörte zu diesem Leib. Jetzt war eine neue Aufgabe gestellt. Das Ich des Zarathustra verließ ihn und ein neues Ich, das jenem Bewusstsein entsprach, zog als ein neues, als das Christus-Ich in den Leib, der begonnen hatte ein Hinsterben, weil das Bewusstsein zu groß geworden war. Das Christus-Bewusstsein zog ein in diesen Leib.
[ 24 ] Das alles spielte sich ab in dieser Seele. Im Moment, in dem der Ätherleib und der Astralleib zurückkamen, wie wirkten sie? So, dass all jene großen Empfindungen, Ideen tötend, auflösend auf den physischen Leib wirkten. Es war zu groß für diesen physischen Leib. Zweierlei trat ein: Das Ich des Zarathustra gehörte zu diesem Leib. Jetzt war eine neue Aufgabe gestellt. Das Ich des Zarathustra verließ ihn und ein neues Ich, das jenem Bewusstsein entsprach, zog als ein neues, als das Christus-Ich in den Leib, der begonnen hatte ein Hinsterben, weil das Bewusstsein zu groß geworden war. Das Christus-Bewusstsein zog ein in diesen Leib.
[ 25 ] Damit haben wir das Geheimnis des größten Momentes der Erdentwicklung berührt. Sehet, dies ist das Lamm Gottes!, konnte Johannes sagen, «das alle Leiden der Menschheit in seiner Seele durchlebt hab. Wir müssen dieses Ereignis nicht nur als ein kosmisches, sondern auch als ein menschliches bezeichnen. Das war das Bedeutungsvolle dieser Seele, dass sie nicht nur verlangte nach Erlösung, nach Befreiung, sondern [dass sie] beschloss, eine neue Zeitentwicklung herbeizuführen. Ein freier Entschluss war es in der Seele des Christus-Jesus, diese drei Jahre zu durchleben.
[ 25 ] Damit haben wir das Geheimnis des größten Momentes der Erdentwicklung berührt. Sehet, dies ist das Lamm Gottes!, konnte Johannes sagen, «das alle Leiden der Menschheit in seiner Seele durchlebt hab. Wir müssen dieses Ereignis nicht nur als ein kosmisches, sondern auch als ein menschliches bezeichnen. Das war das Bedeutungsvolle dieser Seele, dass sie nicht nur verlangte nach Erlösung, nach Befreiung, sondern [dass sie] beschloss, eine neue Zeitentwicklung herbeizuführen. Ein freier Entschluss war es in der Seele des Christus-Jesus, diese drei Jahre zu durchleben.
[ 26 ] Da ist das Bedeutende, dass in diesem Moment der JohannesTaufe es freier Entschluss war, das ganze Schicksal der Menschheit auf sich zu laden.
[ 26 ] Da ist das Bedeutende, dass in diesem Moment der JohannesTaufe es freier Entschluss war, das ganze Schicksal der Menschheit auf sich zu laden.
