Makrokosmos und Mikrokosmos
Die große und die kleine Welt Seelenfragen, Lebensfragen, Geistesfragen
GA 119
26 März 1910, Wien
Sechster Vortrag
[ 1 ] Wir haben gestern zum Schlusse der Darstellung, die den eigentlichen tieferen mystischen Weg des Menschen gegeben hat, hinweisen müssen auf die Hauptgefahr, welche mit diesem mystischen Weg bei demjenigen verbunden war, der ihn in alten Zeiten ohne Führung gegangen wäre, in Zeiten, in denen es ja noch nicht diejenigen Methoden der Einweihung gegeben hat, die es jetzt gibt, und von denen wir später sprechen werden. Um Ihnen noch einen genaueren Hinweis zu geben, wie groß diese Schwierigkeiten waren, möchte ich folgendes erwähnen. Wir haben gesehen, daß die Schwierigkeiten hauptsächlich davon herkommen, daß der Mensch, wenn er in sein eigenes Innere hineinsteigt, von seinem egoistischen Wesen, von seinem selbstsüchtigen Ich fast ganz ausgefüllt wird, so daß dieses Ich mit einer Stärke erwacht, welche alles, was der Mensch sonst wahrnimmt, was er sonst erkennen kann, in den Dienst des Ich stellen und alles nur in der Färbung sehen würde, welche durch dieses verstärkte Licht der egoistischen Seele bewirkt wird. Gerade aus diesem Grunde mußte in der alten Einweihung die Stärke des IchGefühls und des Ich-Bewußtseins ganz herabgestimmt werden, und es mußte das Ich sozusagen übertragen werden auf den geistigen Führer, wie wir es gestern beschrieben haben. Diese Herabstimmung des Ich wurde zunächst so bewirkt, daß durch die Kraft, welche ausging von dem geistigen Führer, das Ich-Bewußtsein des Betreffenden, der da eingeweiht werden sollte, auf ein Drittel der gewöhnlichen Stärke heruntergestimmt wurde. Das ist schon sehr, sehr viel, denn wir können sagen, daß unser Bewußtsein im Schlatzustande, wenn nicht ganz tiefer Schlaf vorhanden ist, ungefähr auf ein Drittel herabgestimmt ist. In den alten ägyptischen Mysterien wurde diese Herabstimmung noch weiter getrieben. Es wurde jenes Drittel des Bewußtseins nochmals auf ein Viertel reduziert, also auf ein Zwölftel des gewöhnlichen Bewußtseins herabgestimmt, so daß der betreffende Mensch zuletzt wirklich in einem todesähnlichen Zustande war. Vollständig ähnlich einem Toten war er für die äußere Beobachtung.
[ 2 ] Worauf ich aber hinweisen möchte, das ist, daß diese elf Zwölftel des Bewußtseins nicht etwa ins Nichts verschwanden. Das war durchaus nicht der Fall. Im Gegenteil, man konnte dann erst durch geistige Wahrnehmung sehen, wie intensiv der menschliche Egoismus ist, denn mit jedem Zwölftel des menschlichen Ich-Bewußtseins kam aus dem Menschen geistig etwas heraus, was ein kräftiges Stück seines Egoismus war. Und so sonderbar es Ihnen klingen mag, es war aber doch so: Um diese aus dem Menschen herausströmenden Egoismen im Zaume zu halten, gleichsam um den Menschen geistig zu halten, wenn er sein Ich heruntergestimmt bekam, waren für den Führer zwölf Gehilfen notwendig. Das ist eines der Geheimnisse der höheren Einweihung des Altertums. Es soll hier nur angeführt werden, um zu zeigen, was der Mensch findet, wenn er in sein Inneres hinuntersteigt. Der Mensch würde, wenn er sich selbst überlassen ohne weiteres in sein Inneres hineingeführt würde, sich in der Tat so gebärden, daß er Eigenschaften bekommen würde, welche zwölfmal schlechter wären als diejenigen, die er im gewöhnlichen Leben hat. Diese Eigenschaften des Menschen, die im gewöhnlichen Leben niedergehalten oder verdeckt werden durch Konvention, durch Sitten, Gewohnheiten oder Gesetze, wurden bei der Einweihung in den alten ägyptischen Mysterien im Zaume gehalten durch die Gehilfen des Hermespriesters. Das sollte, wie gesagt, nur eine nebenhergehende Bemerkung sein, um das zu verstärken, was gestern am Schlusse erwähnt worden ist.
[ 3 ] Heute obliegt es uns, den anderen Weg zu zeigen, den der Mensch nehmen kann, wenn er nun nicht in sein Inneres hinuntersteigt, wenn er also nicht durchmacht mit einem Hineinschauen in sein Inneres den Moment des Aufwachens, sondern wenn er in bewußter Weise durchmacht den Moment des Einschlafens und das Verweilen in jenem Zustande, in dem der Mensch ist, wenn er dem Schlafe hingegeben ist. Wir haben in den vorhergehenden Vorträgen gesehen, daß der Mensch dann gleichsam ausgeflossen ist in den Makrokosmos, während er während seines tagwachenden Zustandes in seine eigene Wesenheit, in den Mikrokosmos, untergetaucht ist. Es ist auch erwähnt worden, daß das, was der Mensch erleben würde, wenn sein Ich sich ergiefßen würde in den Makrokosmos, in die große Welt, für den Menschen so blendend, so niederschmetternd wäre, daß es eben als eine weise Einrichtung bezeichnet werden muß, daß der Mensch beim Einschlafen, in dem Moment, wo er, wenn sein Bewußtsein wach bleiben würde, von dem Makrokosmos geblendet würde, alles und sich selber vergißt, das heißt, daß sein Bewußtsein eigentlich aufhört. Was nun der Mensch erleben kann, wenn bis zu einem gewissen Grade eine Art Bewußtsein erhalten wird, das haben wir ja dargestellt in jenem Aufgehen im Makrokosmos, das wir genannt haben die Ekstase. Aber wir haben zu gleicher Zeit gezeigt, daß diese Ekstase etwas ist, wodurch das Ich wie aufgesogen würde, etwa wie ein Tröpfchen einer Flüssigkeit, das mit einer großen Menge Wasser vermischt wird. Durch die Ekstase käme der Mensch in einen Zustand, den man bezeichnen könnte als Außersichsein, außer seinem gewöhnlichen Wesen seiend. So kann diese Ekstase durchaus nicht als das bezeichnet werden, was etwa wünschenswert ist für den Menschen, um in die Welt des Makrokosmos hineinzukommen, denn der Mensch würde sich ja dann selber verlieren; sein Ich würde aufhören, ihn zu beherrschen. Dennoch gab es in älteren Zeiten, namentlich in den europäischen Gegenden, durchaus einen Zustand, der mit der Ekstase sich vergleichen läßt, in den derjenige versetzt wurde, welcher eingeweiht werden sollte in die Geheimnisse des Makrokosmos, einen Zustand, der doch ähnlich war der Ekstase. Heute ist das nicht mehr der Fall, aber in älteren Zeiten war es, namentlich in den nordischen und westlichen Gegenden Europas, auch in unserer Gegend, der Entwickelung der in diesen Gegenden wohnenden Menschen durchaus angemessen, durch eine Art Ekstase in die Geheimnisse der großen Welt eingeführt zu werden. Aber damit waren sie auch ausgesetzt dem, was man Verlust des Ich nennen könnte. Doch war dieser Zustand nicht so gefährlich für die damaligen Menschen, weil sie mit einer gewissen ursprünglichen elementaren, gesunden Kraft behaftet waren und noch nicht so geschwächt waren in bezug auf ihre ursprünglichen Seelenkäfte, wie es die gegenwärtige Menschheit durch ihre hochgradige Intellektualität ist. So wie diese Menschen waren, haben sie alle diese gesteigerten Gefühle, die Hoffnungen des Frühlings, das Aufjauchzen des Sommers, die Wehmut des Herbstes, die Todesschauer des Winters durchmachen können und haben dennoch bis zu einem gewissen Grade ihr Ich behalten. Es mußte aber Vorsorge getroffen werden für diejenigen, welche Lehrer werden sollten für die heutige Menschheit, daß die Einweihung, das Hineinführen in den Makrokosmos in einer anderen Weise noch geschehen konnte. Worauf es ankommt, werden Sie begreifen können, wenn Sie sich vorstellen, daß ja die Hauptsache bei diesem Hinausleben in den Makrokosmos der Verlust des Ich ist. Das Ich wird immer schwächer und schwächer; der Mensch kommt schließlich in einen Zustand, wo er sich selber als menschliche Wesenheit verliert.
[ 4 ] Was mußte geschehen, damit der Mensch sich nicht verlor? Es mußte ihm gerade die Kraft zugeführt werden, die man als die Kraft des Ich bezeichnet. Die Kraft, die schwächer wurde in seiner eigenen Seele, die Kraft des Ich, die mußte von außen zugeführt werden. Und das geschah dadurch, daß diese nordischen Mysterien immer so verliefen, daß derjenige, der eingeweiht werden sollte, die Unterstützung genoß von Gehilfen, die den einweihenden geistigen Führer unterstützten. Ein geistiger Führer mußte da sein, aber es mußten auch Gehilfen da sein, die diesen geistigen Führer unterstützten. Und diese Gehilfen kamen auf folgende Weise zustande. Es wurden Menschen besonders erzogen, besonders vorbereitet in der Art, daß der eine Mensch zum Beispiel diejenigen inneren Erlebnisse und Empfindungen besonders stark durchmachte, die man durchmacht, wenn man sich hingibt alle dem, was man nennen kann die aufsprießende Natur des Frühlings. Es ist früher gesagt worden, daß der Einzuweihende das nicht in genügend starkem Maße selber tun kann. Deshalb wurden Menschen besonders erzogen, welche alle ihre Seelenkräfte so in den Dienst dieser nordischen Mysterien stellen mußten, daß sie auf alles übrige verzichteten, also auf das, was Herbst, Sommer und Winter erleben lassen. Sie sollten alle ihre Seelenkräfte dazu verwenden, um die Eigenart der aufsprießenden Frühlingsnatur gefühlsmäßig zu erleben. Andere wurden wiederum dazu veranlaßt, zu erleben das volle Leben des Sommers, andere wurden veranlaßt, zu erleben das volle Leben des Herbstes, andere dasjenige des Winters. Es wurde also auf verschiedene Menschen das verteilt, was ein Mensch im Laufe des Jahres erleben kann. Dadurch hatte man Menschen, die ihr Ich in der verschiedensten Weise gestählt, gestärkt hatten. Sie hatten dadurch, daß sie dieses Ich verstärkt einseitig hatten, Überfluß an Ich-Kraft. Und nun wurden sie nach gewissen Regeln mit demjenigen, der eingeweiht werden sollte, so in Verbindung gebracht, daß sie ihre überschüssige Ich-Kraft ihm hingaben, daß diese auf ihn zuströmte. So daß der Einzuweihende, der den Jahreslauf durchmachen sollte, das Jahr so durchlebte, daß er zu gewissen höheren Erkenntnissen des Makrokosmos hinaufgeführt wurde, während seinem Ich die Ich-Kräfte des Einweihungspriesters und seiner Gehilfen zuströmten. Es ergoß sich in die Seele des Einzuweihenden das, was die anderen ihm geben konnten. Wenn man einen solchen Vorgang verstehen will, dann muß man sich allerdings einen Begriff davon machen können, mit welcher Hingabe und Aufopferung in jenen alten Zeiten in den Mysterien gearbeitet worden war. Von jener Hingabe, von jener Aufopferung ist in der heutigen exoterischen Welt nicht viel zu finden. Früher haben sich Menschen willig dazu hergegeben, einseitig ihr Ich zu verstärken, damit sie die Kraft dieses Ich abgeben konnten an den einen, der eingeweiht werden sollte und von ihm dann erfahren konnten, was er erlebt hatte, indem er hinaufstieg in eine Ekstase, die aber jetzt keine Ekstase mehr war, weil ihm fremde Ich-Kräfte zugeströmt sind, sondern es war ein bewußtes Hinaufsteigen in den Makrokosmos. Es waren zwölf Menschen, drei Frühlings-, drei Sommer-, drei Herbst-, drei Wintermenschen notwendig, welche verschieden ausgebildete Ich-Kräfte dem Einzuweihenden zusandten, der sich so in die höheren Welten hinauflebte und der dann aus den Erfahrungen heraus, die er da machte, mitteilen konnte, wie es in den höheren Welten aussieht. Ein solches Kollegium von zwölf Menschen, welche zusammenwirkten mit ihrer Kraft, um einen in den Makrokosmos hineinwachsenden Eingeweihten hervorzubringen, war in den Mysterien vorhanden, und die Erinnerung daran ist in mancherlei heute selbstverständlich in der Dekadenz befindlichen Gesellschaften noch vorhanden, welche in der Regel auch eine Gemeinschaft von zwölf Mitgliedern zeigen, die gewisse Funktionen haben. Aber das alles ist nur mehr wie eine letzte und noch dazu mißverstandene Erinnerung an das, was bei der Einweihung in alten Zeiten in den nordischen Mysterien vorhanden war.
[ 5 ] Wenn nun der Mensch so mit einer ihm künstlich aufrechterhaltenen Ich-Kraft sich in den Makrokosmos hineinlebte, stieg er tatsächlich in höhere Welten hinauf. Die erste Welt, durch die er zu gehen hatte, war diejenige Welt, welche sich dem Menschen zeigen würde, wenn er im Einschlafen nicht das Bewußtsein verlöre. Wir wollen, damit wir uns recht genau in dieser Beziehung verstehen, einmal diesen Moment des Einschlafens ebenso ins Auge fassen, wie vorher den Moment des Aufwachens. In der Tat ist ja das Einschlafen ein Hinaufleben in den Makrokosmos. Im gewöhnlichen normalen Leben können besondere abnorme Verhältnisse eintreten, durch die der Mensch in die Lage kommt, ein gewisses Bewußtsein von dem Vorgang des Einschlafens zu haben. Wenn er dies hat, dann zeigt sich ihm ungefähr das Folgende. Er empfindet eine Art von Seligkeit. Diese kann er ganz genau unterscheiden von seinem Tagesbewußtsein. Es ist ein Leichterwerden, ein Hinaufschweben, wie ein Aus-sich-Herauswachsen. Aber dieser Moment ist verbunden mit einem gewissen peinigenden Gefühl der Erinnerung an die im Leben dem Charakter anhaftenden Fehler und Schwächen. Was da als eine peinigende Erinnerung an die persönlichen Fehler auftaucht, das ist ein ganz abgeschwächter Abglanz des Gefühls, das der Mensch hart, wie wir ja schon beschrieben haben, wenn er vorbeikommt an dem kleinen Hüter der Schwelle und wahrnimmt, wie unvollkommen er ist mit seiner kleinen Seele gegenüber den großen Tatsachen und großen Wesenheiten des Makrokosmos. Dann folgt eine Art Zukken. Das ist das Herausgehen des eigentlichen inneren Menschen in den Makrokosmos. Es sind das seltene Erlebnisse, aber immerhin solche, die manche Menschen haben, wenn sie mehr oder weniger bewußt waren im Momente des Finschlafens. Aber derjenige, welcher nur das gewöhnliche normale Bewußtsein hat, der verliert ja dieses Bewußtsein in dem Momente des Einschlafens. Alle Eindrücke des Tages, wie Farben-, Licht-, Toneindrücke und so weiter, schwinden hinunter aus dem Bewußtsein und der Mensch ist nun umgeben mit finsterer Dunkelheit, statt mit all den Farben- und sonstigen Eindrücken des Tages. Wenn der Mensch nun das Bewufßstsein aufrechterhalten würde, so wie es der vorbereitete Eingeweihte aufrechterhält, so würde er in dem Moment, wo die äußeren Eindrücke des Tages verschwinden, nicht nichts sehen, das heißt, er würde nicht schwarze Finsternis um sich herum haben, sondern er würde das wahrnehmen, was man in der Geisteswissenschaft nennt die elementarische Welt, die Welt der Elemente.
[ 6 ] Diese Welt der Elemente ist also das, was sich zunächst dem einschlafenden Menschen verbirgt. Geradeso wie das Innere des Menschen sich beim Aufwachen dadurch verbirgt, daß der Mensch gleich abgelenkt wird auf die Eindrücke der Außenwelt, so verbirgt sich beim Einschlafen die nächste Welt, der der Mensch angehört, die erste Stufe des Makrokosmos, die elementarische Welt. In diese elementarische Welt lernt der Mensch hineinschauen, wenn er in der angedeuteten Weise wirklich hinaufsteigt in den Makrokosmos. Diese elementarische Welt gibt ihm zunächst ein Bewußtsein davon, wie alles das, was in unserer Umgebung ist, was sich da ausbreitet an sinnlichen Wahrnehmungseindrücken, doch ein Ausfluß, eine Offenbarung ist von Geistigem, wie hinter dem Sinnlichen Geistiges steckt. Wenn der Mensch als ein Einzuweihender diese elementarische Welt wahrnimmt, also nicht dadurch, daß er ins Unbewußte hineinschläft, dann ist für ihn gar kein Zweifel mehr darüber vorhanden, daß hinter der sinnlichen Welt geistige Wesenheiten, geistige Tatsachen stehen. Nur solange der Mensch nur die sinnliche Welt wahrnimmt, träumt er davon, daß da hinter dieser sinnlich-physischen Welt allerlei weiteres abstraktes Sinnliches sei, etwa wirbelnde Atome oder dergleichen. Von solchen wirbelnden Atomen, von solchen, man möchte sagen, von den gewöhnlichen sinnlichen Wahrnehmungen ausgepreßten Stoffatomen kann für denjenigen nicht mehr die Rede sein, der eindringt in die elementarische Welt. Nicht das, was man im Materialismus als Stoff sich vorstellt, steckt hinter der Farbe, hinter dem Ton und so weiter, sondern es steckt dahinter Geistiges. Nur zeigt sich allerdings das Geistige auf dieser ersten Stufe der geistigen Welt, die da betreten wird, noch nicht in seiner Gestalt als Geist selber, sondern es zeigt sich noch so, daß der Mensch nicht geistige Eindrücke vor sich hat, sondern andere Eindrücke. Es ist noch nicht irgend etwas, was man eine wahre geistige Welt nennen kann, in die man da eintritt, sondern es ist in erheblichem Grade etwas, was man als eine Art von neuem Schleier der geistigen Tatsachen und geistigen Wesenheiten bezeichnen muß.
[ 7 ] Diese elementarische Welt zeigt sich uns so, daß auf sie nun wirklich anwendbar sind die Bezeichnungen, welche seit alters her gewählt worden sind für die Welt der Elemente. Man kann das, was man da sieht, dadurch bezeichnen, daß man die Worte wählt: das Feste, das Flüssige, das Luft- oder Gasförmige und die Wärme, oder Erde, Wasser, Luft, Feuer. Doch seien wir uns klar, daß diese Worte der sinnlichen Welt entnommen sind, sie sind für die sinnliche Welt geprägt. Unsere Sprache ist ja ganz ein Ausdrucksmittel für die sinnliche Welt. Wenn wir irgendein Wort gebrauchen, so bedeutet es dieses oder jenes in der sinnlichen Welt. Soll also der Geisteswissenschafter die höheren Welten beschreiben, so muß er in Worten reden, welche der gewöhnlichen Sprache entnommen sind, so daß er daher, namentlich in diesen Gebieten, in die wir jetzt kommen, nur vergleichsweise reden kann. Er kann sich nur bemühen, die Worte so zu wählen, daß nach und nach eine Vorstellung hervorgerufen wird von dem, was da in geistigem Anschauen wahrgenommen wird. Wir dürfen, wenn wir diese elementarische Welt beschreiben wollen, nicht die Ausdrücke wählen von den begrenzten Dingen, die um uns herum sind im Tagesleben, sondern wir müssen die Worte wählen von gewissen Eigenschaften, welche die Dinge im Tagesleben haben, von Eigenschaften, die immer einer ganzen Reihe von Dingen gemeinschaftlich sind. Sonst kommen wir nicht zurecht. Und da haben wir im Tagesleben gewisse Dinge, die wir als fest bezeichnen; wir haben andere Dinge, die wir als flüssig bezeichnen, wieder andere, die wir als luft-, als gasförmig bezeichnen, und dann kennen wir noch das, was wir wahrnehmen, wenn wir die Oberfläche der Dinge empfinden oder einen Luftzug empfinden, die Wärme. Wenn wir um uns herum während des Tageslebens wahrnehmen, so zeigen sich uns alle Dinge, wie sie sonst auch sein mögen, in solchen Zuständen: in festem, in flüssigem Zustande, in luft- oder gasförmigem Zustande und als Wärme. Ein Körper kann aber durch alle diese Zustände hindurchgehen. Das Wasser zum Beispiel kann fest sein wie das Eis, kann aber auch flüssig sein, dann, wenn das Eis . schmilzt, kann gasförmig sein, wenn es verdunstet. Dabei sind alle diese Zustände durchsetzt von dem, was wir Wärme nennen. So ist es im Grunde genommen bei jedem Ding und Wesen in der äußeren sinnlichen Welt.
[ 8 ] In der elementarischen Welt ist es nun nicht so, daß wir Gegenstände darinnen haben, wie sie uns in der sinnlichen Welt entgegentreten; hier haben wir das wirklich darin, was in der sinnlichen Welt bloß Eigenschaften sind. Wir nehmen da etwas wahr, wogegen man sozusagen nicht an kann. Man könnte es etwa so beschreiben: Bei «fest» steht etwas vor mir, sei es ein Wesen, sei es ein Ding, in das ich nicht eindringen kann; ich kann es nur dadurch betrachten, daß ich ringsherum gehe; es hat noch ein Inneres und ein Äußeres. Solche Wesenheiten und Dinge der elementarischen Welt nennt man «erdig». Dann gibt es Dinge und Wesenheiten der elementarischen Welt, die man bezeichnen kann mit dem Wort «flüssig». Da ist es so, daß) man sie in der elementarischen Welt bis zu einem gewissen Grade durchschauen kann. Man dringt in das Innere; man hat so ein Gefühl, ähnlich dem Gefühl, das man in der physischen Welt hat, wenn man die Hand in Wasser taucht. Man kann in das Innere dieser Dinge und Wesenheiten eintauchen, während man bei «Erde» etwas hat, woran man sich stößt wie an etwas Hartem. Das bezeichnet man also in der elementarischen Welt als Wasser. Wenn in geisteswissenschaftlichen Büchern von Erde und Wasser geredet wird, so ist das gemeint, was ich Ihnen eben beschrieben habe, nicht physisches Wasser. Physisches Wasser ist nur ein äußeres Gleichnis für das, was man sieht, wenn man diese Stufe der Entwickelung erreicht hat. In der elementarischen Welt ist Wasser etwas, was sich sozusagen ergießt, was durch greifbar ist, natürlich nicht für die physischen Sinne, sondern für die höheren Sinne des Eingeweihten, für das geistige Wahrnehmungsvermögen.
[ 9 ] Dann gibt es etwas, was sich vergleichen läßt mit dem, was in der physischen Welt gas- oder luftförmige Dinge sind, das bezeichnet man mit «Luft» in der elementarischen Welt. Und dann gibt es das, was man als Wärme oder Feuer bezeichnet. Da müssen Sie sich, wenn von elementarischem Feuer die Rede ist, auch wiederum klarmachen, daß das, was man in der physischen Welt mit dem Wort «Feuer» bezeichnet, nur ein Gleichnis ist. Was man in der elementarischen Welt Feuer nennt, ist schon leichter zu beschreiben als die anderen drei Zustände. Die anderen drei Zustände der elementarischen Welt kann man wirklich eigentlich nur dadurch beschreiben, daß man sagt, Wasser, Luft und Erde sind Gleichnisse für diese drei Zustände. Das Feuer des elementarischen Lebens läßt sich schon leichter beschreiben, denn es ist verwandt mit dem, was der Mensch als innere Seelenwärme kennt, jenes eigentümliche Gefühl von Wärme, welche man zum Beispiel wahrnimmt, wenn man mit einem geliebten Menschen zusammen ist. Was sich da in die Seele ergießt an Wärme, das Erglühen in Begeisterung oder Freude, das muß man natürlich unterscheiden von dem gewöhnlichen Feuer, das die Finger verbrennt, wenn man hinlangt. Auch im gewöhnlichen Leben fühlt der Mensch, daß das physische Feuer eine Art Gleichnis dieses Seelenfeuers ist. Dieses Seelenfeuer, welches, wenn es uns wirklich ergreift, unseren Enthusiasmus entfacht, ist also etwas, was wir schon besser kennen als die anderen Zustände. Und wenn Sie sich nun vergegenwärtigen eine Art Vergleich zwischen dem äußeren Feuer, das die Finger verbrennt, und diesem seelischen Feuer, sozusagen etwas, was in der Mitte zwischen beiden steht, dann bekommen Sie eine Vorstellung von dem, was man elementarisches Feuer nennt. Wenn der Mensch als Einzuweihender sich hinauferhebt in die elementarische Welt, so fühlt er in der Tat, wie wenn von gewissen Gebieten etwas zu ihm hinströmen würde, das ihn innerlich befeuert, ihn innerlich mit Feuer durchdringt, und von einem anderen Orte der elementarischen Welt hat er den Eindruck, daß es ihn weniger mit Feuer erfüllt. Er hat das Gefühl, als stecke er in dem betreffenden Wesen darin, das ihm das Feuer zusendet, er ist mit ihm vereinigt, er fühlt sein inneres Feuer als Feuer der elementarischen Wesenheit.
[ 10 ] So also sehen Sie, daß der Mensch in eine höhere Welt eintritt, welche ihm Eindrücke gibt, die er allerdings vorher in der sinnlichen Welt nicht gekannt hat. Diese elementarische Welt ist es nun, vor der sich sozusagen das Tor zuschließt, wenn man im gewöhnlichen normalen Bewußtsein einschläft. Und das muß aus dem Grunde so sein, weil der Mensch ja, wie wir gesehen haben, ganz hinausfließt in diese elementarische Welt; er ist in allem darinnen. Er trägt aber, dadurch, daß er in diese Welt hinausfließt, sein eigenes Wesen in diese Welt hinein. Er verliert sein Ich; es ergießt sich in diese Welt hinein. Das, was nicht Ich ist, seine astralischen Eigenschaften, seine Begierden oder Leidenschaften, sein Wahrheits- oder Lügensinn, alle seelischen Eigenschaften trägt der Mensch in diese Welt hinein; sein Ich verliert er. Gerade das Ich ist es aber, das uns im gewöhnlichen Leben zügelt, das Ordnung und Harmonie in unser Astralisches bringt. Indem das Ich sich verliert, machen sich ungeordnet alle möglichen Triebe, Begierden und Leidenschaften, die der Mensch noch in der Seele hat, geltend und dringen jetzt mit hinein in jene Wesen, die der Mensch in der elementarischen Welt findet. Der Mensch durchdringt nicht nur sich mit alle dem, was er da draußen erlebt, sondern er trägt tatsächlich von sich in die Wesen der elementarischen Welt das hinein, was er selber in seiner Seele hat. Dieses Hineintragen ist eine Wirklichkeit; es ist nicht etwa so, daß sich der Mensch das bloß vorstellt, sondern es ist so, daß der Mensch, wenn er zum Beispiel eine schlechte Eigenschaft hat, diese seine schlechte Eigenschaft wirklich an ein entsprechendes Wesen der elementarischen Welt überträgt; sie ist dann in dem betreffenden Wesen darin. Hat der Mensch also eine besondere schlechte Eigenschaft, dann wird er angezogen von einem solchen Wesen der elementarischen Welt, welches sich gerade zu dieser Eigenschaft hingezogen fühlt. Durch den Verlust des Ich würde der Mensch also im Hinausdringen in den Makrokosmos sein ganzes astralisches Wesen hingießen an solche Wesenheiten, welche die elementarische Welt als schlechte Wesenheiten durchsetzen. Und die Folge davon würde sein, daß der Mensch, weil er mit diesen Wesen zusammenkommt, aber schwächer ist als diese Wesen — denn er hat ja sein Ich verloren, diese haben aber ein starkes Ich —, ihnen Nahrung zuführt mit seinen Eigenschaften, wofür sie ihn in negativem Sinne belohnen würden. Er gibt ihnen geradezu Nahrung aus seinem astralischen Wesen, sie aber geben ihm, was ihnen von seinen Eigenschaften besonders eigen ist; und daß er in ihnen gelebt hat, das zeigt sich, wenn beim Erwachen sein Ich zurückkehrt, in einem verstärkten Hang zum Schlechten, zum Bösen.
[ 11 ] So sehen wir, daß es eine weise Einrichtung ist, daß der Mensch das Bewußtsein verliert, wenn er in die elementarische Welt eintritt, daß er sich nicht mit seinem Ich in diese Welt hineinlebt, sondern im normalen Schlafe davor behütet wird. Daher mußte derjenige, der in den alten Mysterien in die elementarische Welt hineingeführt worden ist, vorher sorgfältig vorbereitet werden, indem ihm von den Gehilfen des Einweihenden Kraft zugeführt wurde, bevor er in diese Welt eintrat. Die Vorbereitung für diese Welt geschah dadurch, daß dem betreffenden Menschen vorher starke Prüfungen auferlegt wurden, durch die er namentlich befähigt wurde zu der moralischen Kraft der Überwindung. Darauf wurde besonderer Wert gelegt. In ähnlicher Weise, wie bei dem angehenden Mystiker Wert gelegt wurde auf die Eigenschaft der Demut, wurde bei demjenigen, der sich hinausleben wollte in den Makrokosmos, besonderer Wert darauf gelegt, daß er stark war in der Kraft des inneren Überwindens. Daher wurden einem Menschen, der zugelassen werden sollte zu solcher Mysterieneinweihung, Prüfungen auferlegt, durch die er alle möglichen Widerwärtigkeiten des Lebens schon im physischen Dasein überwinden sollte. Starke Gefahren wurden ihm in den Weg gebracht, und durch die Überwindung dieser Gefahren sollte er seinen Willen stärken. Ein Überwinder sollte er werden, der von starker Seele ist und dadurch vorbereitet, daß er dann, wenn diese Wesenheiten ihm gegenübertreten, stark genug ist, um keine Anfechtungen zu erleben, um sie zurückdrängen zu können und nicht sich an sie zu verlieren. In Furchtlosigkeit und in Überwindung wurde der auferzogen, der zu solchen Mysterien zugelassen werden sollte.
[ 12 ] Noch einmal soll hier als Einschaltung gesagt werden, daß niemand zu erschrecken braucht vor der Schilderung dieser Mysterien, denn es ist ja so, daß diese Dinge jetzt nicht mehr gepflogen werden, jetzt auch nicht mehr notwendig sind, weil andere Wege möglich sind. Aber wir werden die ganze Tragweite auch der modernen Methode der Einweihung viel besser verstehen, wenn wir zuerst das schildern, was früher viele, viele Menschen durchgemacht haben, um in den Makrokosmos sich hineinzuleben, um in diesem Sinne Eingeweihte des Makrokosmos zu werden.
[ 13 ] Dann, wenn der Betreffende dadurch, daß er längere Zeit solche Erlebnisse gehabt hatte, fähig geworden war einzusehen, daß alles, was er wahrnehmen kann in der äußeren Sinneswelt, Erde, Wasser, Luft und Feuer, Offenbarungen sind von geistigen Wesenheiten, die dahinter sind, wenn er gelernt hatte, diese Dinge zu unterscheiden, in der elementarischen Welt sich zurechtzufinden, dann konnte er um eine Stufe weitergeführt werden, geführt werden dazu, nun kennenzulernen, wie das aussieht, was hinter diesen Elementen der elementarischen Welt steckt. Und da wurde der Einzuweihende dann geführt in die eigentliche geistige Welt. In der geistigen Welt, die hinter der elementarischen ist, in dieser geistigen Welt, in die man hineinreift, nachdem man die elementarische Welt eine Zeitlang so kennengelernt hat, daß man Unterscheidungsvermögen in ihr gewonnen hat, da erlebt man nun — das kann ja wiederum nur als Mitteilung der Erlebnisse der Eingeweihten geschildert werden —, daß tatsächlich Wesenheiten da sind, die hinter unserer sinnlichen und hinter der elementarischen Welt stehen. Aber diese Wesenheiten, in deren Welt man sich da hineinlebt, sind ganz unähnlich den Wesenheiten, die wir als unseresgleichen, als Menschen kennen. Während die Menschen auf der Erde in sozialen Ordnungen, in bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen zusammenleben, vollkommenen oder unvollkommenen, lebt sich der Einzuweihende ein in eine geistige Welt, in der geistige Wesenheiten sind, die selbstverständlich keine äußeren Körper haben, sondern geistige Wesenheiten sind, die miteinander in Beziehung stehen durch Ordnung und Harmonie. Und nun wird dem Einzuweihenden gezeigt, daß er dasjenige, was da an Ordnung und Harmonie in dieser geistigen Welt ist, nur verstehen kann, wenn er für das, was die geistigen Wesenheiten tun, als einen äußeren Ausdruck nimmt die Welt der Gestirne, namentlich die Bewegungen der Planeten in unserem Sonnensystem. Wie sich die Planeten zur Sonne stellen und wie sie in ihren Bewegungen und Stellungen zueinander sich verhalten, dadurch drücken sie aus, was die Wesenheiten der geistigen Welten tun.
[ 14 ] Wir haben in der vorangegangenen Darstellung gesagt, man könne die Welt unseres Sonnensystems so betrachten wie eine große Weltenuhr. Wie man bei einer Uhr aus der Stellung der Zeiger schließen kann, daß etwas außerhalb der Uhr geschieht, worauf die Zeiger hindeuten, so kann man aus dem Verhältnis der Stellungen der Sterne zueinander schließen, daß etwas dahintersteht. Wer eine Uhr ansieht und sagt, es sei soundsoviel Uhr, den interessiert natürlich nicht die Stellung der Zeiger, sondern ihn interessiert das, worauf die Stellung der Zeiger hindeutet, zum Beispiel die Tagesstunde, zu der in Wien jetzt etwas vorgeht, oder ob es Zeit ist, zu seiner Berufsarbeit zu gehen. Die Stellung der Uhrzeiger ist also Ausdruck von etwas, was dahintersteht. So können wir auch im Sonnensystem, dieser mächtigen Weltenuhr, den Ausdruck sehen für geistige Vorgänge und für geistige Wesenheiten, die dahinterstehen. Der Einzuweihende lernt nun die geistigen Wesenheiten und ihre Taten kennen. Diese reale Welt des Geistes, die hinter unserer Sinneswelt steht, wird am besten verstanden, wenn man sie beschreibt mit Bezeichnungen, die genommen sind aus der Ordnung unseres Sonnensystems, denn dadurch hat man ein äußeres Gleichnis für diese geistige Welt. Für die elementarische Welt müssen die Gleichnisse genommen werden von der irdischen Welt, von irdischen Dingen, die um uns herum sind, Luft, Wasser und so weiter. Für die Welt des Geistes aber müssen andere Gleichnisse dienen, Gleichnisse, die wir herunterholen aus dem Sternenhimmel. Und Sie können sehen, daß der Vergleich mit der Uhr auch im tieferen Sinne gar nicht einmal so töricht ist. Wie das physische Wasser ein Gleichnis, ein Ausdruck ist für das, was wir in der elementarischen Welt als «Wasser» bezeichnen, so ist unser Sonnensystem ein Ausdruck der Wirksamkeit von geistigen Wesenheiten, welche wir mit den Namen unserer Planeten und Sternbilder des Tierkreises bezeichnen. Nehmen Sie die zwölf Sternbilder des Tierkreises und betrachten Sie den Lauf der sieben Planeten — von den übrigen wird auch noch gesprochen werden —, wie der eine vor dieses, der andere vor jenes Sternbild sich stellt, dann sehen wir in dem Lauf der Planeten die Taten der geistigen Wesenheiten und in den zwölf Sternbildern des Tierkreises die geistigen Wesenheiten selber. So wie wir im Sonnensystem unterscheiden die Planeten, die wandeln, und die Sternbilder, die dahinterstehen wie ruhend, so können wir die Welt der geistigen Wesenheiten und ihre Taten uns vorstellen als zwölf Gruppen von Wesenheiten, deren Wirken sich ausdrückt im Wandeln der Planeten. Wir dürfen das aber nicht äußerlich betrachten. Wir dürfen nicht, wenn wir die Konstellationen im Tierkreis beschreiben, die Sternbilder nehmen als die geistigen Wesenheiten selber; da bliebe man immer noch im Äußerlichen. Die Sternbilder selbst sind auch wieder nur ein Ausdruck der höheren Welten und der in diesen wirkenden hohen Wesenheiten. Diese Wesenheiten drücken sich in der Zwölfzahl aus, und das, was sich auf ihre Taten bezieht, drückt sich aus in der Siebenzahl. Nur genügen die Namen der zwölt Tierkreissternbilder nicht für die dahinterstehenden geistigen Wesenheiten. Diese Wesenheiten, deren Namen in den verschiedenen Ländern und Zeiten gewechselt haben, werden in der christlichen Esoterik bezeichnet als Seraphim, Cherubim, Throne und als Herrschaften, Mächte, Gewalten oder Kyriotetes, Dynamis, Exusiai. Das sind sechs; dann kommen die Urkräfte oder Geister der Persönlichkeit, Archai, dann die Erzengel und die Engel. Die zehnte Stufe ist der Mensch auf seiner jetzigen Entwickelungsstufe. Der Mensch wird sich aber weiter entwickeln und später Stufen erreichen, die andere Wesenheiten schon errungen haben. Diese müßten hinzugerechnet werden, so daß wir zwölf Stufen von Wesenheiten hätten. Man müßte also, wenn man die geistige Welt beschreiben will, zwölf Wesenheiten in ihrem gegenseitigen Zusammenwirken zuschreiben das Zustandekommen der Welt. Wenn man beschreiben will, was diese geistigen Wesenheiten tun, dann müßte das in Ausdrücken geschehen, die den räumlichen Verhältnissen der Tierkreisbilder und der Planetenbewegungen entnommen sind, denn die Bahnen der Planeten bedeuten die Taten dieser geistigen Wesenheiten.
[ 15 ] Diese Wesenheiten wirken nun zusammen in der Zeit. Nehmen wir an, es wirken zusammen die Geister, die wir die Geister des Willens oder die Throne nennen, mit den Geistern der Persönlichkeit, so bewirken sie das, was wir alten Saturn nennen. Durch das Zusammenwirken wieder anderer Wesenheiten entsteht das, was wir als alte Sonne bezeichnen, wieder durch andere das, was wir als alten Mond bezeichnen. Damit drücken wir aus die Taten dieser Wesenheiten. Wollen wir das so beschreiben, wie es dem erscheint, der sich in den Makrokosmos hineinlebt, dann müssen wir zunächst die Wesenheiten der geistigen Welt beschreiben, die Hierarchien, als zweites ihre Taten, die zum Ausdruck kommen durch den Gang der Planeten, und als drittes muß noch das hinzugenommen werden, wie sie sich hineinoffenbaren in die elementarische Welt, die wir beschrieben haben mit den Ausdrücken, die der physisch-sinnlichen Welt entnommen sind: Feuer, Luft, Wasser, Erde. Man nennt dies auch die planetarische Entwickelung.
[ 16 ] Wenn Sie in meinem Buch «Die Geheimwissenschaft» das Kapitel «Die Weltentwickelung und der Mensch» aufschlagen, finden Sie diesen Gang genau beschrieben. Da haben Sie die Wesenheiten beschrieben, die geistigen Hierarchien, die im Raume ihr Gleichnis haben in den Tierkreisbildern; Sie haben mit den Ausdrücken, die an die Planeten anknüpfen, das beschrieben, was ihre Taten sind, und Sie haben beschrieben ihr Hereinwirken in die elementarische Welt. Hier haben Sie den tieferen Grund, aus dem heraus dieses Kapitel so geschrieben ist. Nur darf man nicht glauben, wenn irgend jemand nur ein Gleichnis beschreibt, wenn er also zum Beispiel von den Tierkreisbildern redet anstatt von den Hierarchien, daß er damit schon etwas getan hat. Derjenige, der wirklich etwas beschreiben will, muß auf die Wesenheiten zurückgehen. Denn nur den Himmelsraum mit den Sternbildern zu beschreiben wäre dasselbe, wie wenn man das Äußere einer Uhr beschreibt. Das aber beschreiben, was als geistige Welt dahintersteht, das heißt, ins Geisteswissenschaftliche übertragen, eben so beschreiben, wie es Ihnen jetzt charakterisiert worden ist. Damit versuchte ich, Ihnen eine Art von Leitfaden zu geben für eine jede im echten Stile gehaltene Beschreibung der geistigen Welt, wie sie angetroffen wird durch ein wirkliches Hinausgehen in den Makrokosmos.
[ 17 ] Nun kann aber dieses Hinausleben in den Makrokosmos allerdings noch weiter gehen. Denn mit alle dem, was als geistige Welt eben beschrieben worden ist, ist der Makrokosmos noch nicht erschöpft; man kann hinaufkommen in noch höhere Welten. Nur wird es natürlich um so schwieriger, Vorstellungen zu geben von diesen höheren Welten, je höher man hinaufkommt, und es ist daher notwendig, wenn wir von einer noch höheren Welt eine Vorstellung geben wollen, dies in einer noch anderen Weise zu tun. Von der noch höheren Welt, in die man dann hinaufkommen kann, wenn man die geistige Welt überschreitet, können Sie sich auf folgende Art einen Begriff machen. Wenn wir den Menschen so beschreiben, wie er vor uns steht, so können wir sagen: Der Mensch konnte nur dadurch zustande kommen, daß es diese anderen Welten gibt. — Nur ein phantastischer Materialist kann glauben, daß aus dem Kant-Laplaceschen Weltennebel jemals der Mensch sich hätte zusammenkombinieren können. Da hätte nichts anderes hervorgehen können als ein menschlicher Automat. Das, wie der Mensch ist, das ist nur möglich geworden dadurch, daß sich der Mensch aus der ganzen Welt, nicht nur aus der physisch-sinnlichen Welt, sondern vor allen Dingen aber aus der geistigen Welt heraus entwickelt hat. Der Mensch ist geboren worden aus der geistigen Welt heraus. Wenn man die Welten in Betracht zieht, die um uns herum sind, so haben wir zunächst unsere physisch-sinnliche Welt. So wie wir diese wahrnehmen, so nehmen wir ja auch den physischen Leib des Menschen wahr. Wir haben ihn gestern von innen in einer bestimmten Weise kennengelernt. Mit dem gewöhnlichen Bewußtsein nimmt man ihn nur von außen wahr. Da gehört der physische Leib des Menschen durchaus der Welt an, die wir mit Augen sehen, die wir außen wahrnehmen mit unseren Sinnen. Welcher Welt gehört nun das an, was tiefer im Menschen liegt, die unsichtbaren Glieder der menschlichen Natur? Alles das, was unsichtbare Glieder der menschlichen Natur sind, gehört den höheren Welten an. Und so wie man, wenn man einen Menschen ansieht, nur das sinnliche Äußere sieht, so sieht man auch an der großen äußeren Welt nur die sinnliche Außenseite und nicht jene übersinnlichen Welten, von denen jetzt zwei, die elementarische und die geistige Welt, beschrieben worden sind. Der Mensch ist aber auch aus diesen Welten mit seiner inneren Organisation herausgegliedert. Nun ist aber alles das, was überhaupt am Menschen ist, auch sein äußerlich Körperliches, nur dadurch möglich geworden, daß gewisse unsichtbare geistige Wesensglieder an ihm arbeiten. Am menschlichen physischen Leib arbeitet nicht bloß ein Äther- oder Lebensleib. Würde bloß ein Ätherleib an ihm arbeiten, dann wäre der Mensch eine Pflanze, denn die Pflanze hat im physischen Leib, so wie wir sie sehen, physischen Leib und Äther- oder Lebensleib. Da der Mensch aber keine Pflanze ist, so hat er nicht nur Äther- oder Lebensleib und physischen Leib, sondern dazu noch das dritte, den astralischen Leib. Aber das haben auch die Tiere. Hätte der Mensch nur diese drei Glieder, so wäre er ein Tier. Weil der Mensch nun auch noch sein Ich hat, so ragt er über diese niedereren Geschöpfe der drei Naturreiche, über Mineral-, Pflanzen- und Tierreich hinaus. Alles das aber, was die höheren Glieder der Menschennatur sind, das arbeitet ja wiederum an des Menschen physischem Leib. Der menschliche physische Leib könnte nicht so sein, wie er ist, wenn er nicht diese höheren Glieder hätte. Eine Pflanze wäre ein Mineral, wenn sie keinen Äther- oder Lebensleib hätte. Der Mensch hätte kein Nervensystem, wenn er keinen Astralleib hätte, und der Mensch könnte nicht ein Wesen mit aufrechtem Gang und mit einem denkenden Gehirn sein, wenn er nicht ein Ich hätte. Wenn der Mensch nicht aus höheren Welten seine unsichtbaren Wesensglieder hätte, dann könnte er uns nicht als dieses so geformte Wesen gegenübertreten, das er ist.
[ 18 ] Nun sind aber die verschiedenen Glieder der menschlichen Organisation aus verschiedenen geistigen Welten heraus gebildet. Wenn wir das verstehen wollen, dann können wir uns am besten erinnern an einen schönen, aus tiefer Weltweisheit herauskommenden Goethe-Spruch: Das Auge ist am Licht für das Licht gebildet. — Es gibt heute eine Philosophie, die an Schopenhauer, auch an Kant anknüpft, die die ganze Welt für eine Vorstellung des Menschen erklären möchte, die namentlich betont, daß wir ohne Auge kein Licht wahrnehmen würden, daß ohne Auge um uns Finsternis wäre. Gewiß, so etwas ist wahr; aber es kommt nicht allein darauf an, daß eine Sache wahr ist, sondern darauf, daß die Wahrheiten, die uns im Leben entgegentreten, immer einseitige Wahrheiten sind, und wenn wir nicht das andere hinzufügen, was sie erst zu einer vollen Wahrheit macht, dann gehen wir manchmal gerade mit unseren Wahrheiten am allermeisten in die Irre. Denn das ist das Schlimmste nicht, wenn der Mensch irrt, wenn er etwas sagt, was nicht richtig ist; da setzt ihm die Welt schon den Kopf zurecht. Wenn er aber eine einseitige Wahrheit als eine absolute ansieht und wenn er dabei bleibt, dann läßt er sich von der Wahrheit beirren. So ist es eine Wahrheit, aber eine einseitige, daß wir ohne Auge kein Licht sehen können. Aber ebenso ist es eine Wahrheit, daß, wenn die Welt immer mit Dunkelheit angefüllt gewesen wäre, niemals ein Auge entstanden wäre. Denn das Auge ist etwas, was aus der noch undifferenzierten Leiblichkeit herausgezogen worden ist. Wir können das aus dem umgekehrten Vorgang sehen. Bei gewissen Tieren, die in finsteren Höhlen leben mußten, bildeten sich die Augen zurück; die Tiere verloren das Sehen. Es ist auf der einen Seite wahr, daß wir ohne Auge kein Licht sehen können, aber ebenso wahr ist es auf der anderen Seite, daß das Auge wirklich am Lichte für das Licht gebildet ist. Immer kommt es bei Wahrheiten darauf an, daß man sie nicht bloß von der einen Seite ansieht, sondern auch von der anderen. Und die meisten Philosophien kranken gerade an dem Fehler — nicht daß sie Falsches sagen, viele können nicht widerlegt werden, weil sie eben die Wahrheit sagen —, daß sie einseitige Wahrheiten sagen, die nur von einer Seite angesehen werden und nicht auch von der anderen. Wenn Sie den Satz im rechten Sinne nehmen: Das Auge ist am Licht für das Licht gebildet —, dann werden Sie sich sagen können: Also muß im Lichte etwas stecken, was das Auge erst herausgebildet hat aus einem Organismus, der noch keine Augen hatte. Hinter dem Lichte ist also noch etwas Höheres verborgen; sozusagen die augenbildende Kraft steckt in jedem Sonnenstrahl darinnen.
[ 19 ] Das wurde gesagt, damit wir erkennen können, daß in alle dem, was um uns herum ist, wirklich das verborgen ist, was uns gemacht hat. Denn ebenso wie unsere Augen von etwas gemacht sind, was im Lichte drinnen ist, so sind alle unsere Organe geformt von etwas, was allen Dingen zugrunde liegt, von denen wir nur die äußere Oberfläche sehen.
[ 20 ] Nun hat der Mensch so etwas, was man Verstand nennen kann. Der Mensch hat Verstand, Intelligenz. Im physischen Leben kann er sich dieses Verstandes, dieser Intelligenz dadurch bedienen, daß er ein Werkzeug dazu hat, das Gehirn. Wie er das Auge zum Sehen hat, so hat er ein Werkzeug, um in der physischen Welt den Verstand zu entwickeln, um denken zu können. Wohlgemerkt, wir reden jetzt von dem Denken in der sinnlich-physischen Welt, nicht davon, was aus unserem Denken wird, wenn wir uns mit dem Tode von unserem Leibe befreien, sondern davon, wie wir durch das Instrument des Gehirns hier auf Erden denken. Wenn wir morgens aufwachen, so sehen wir durch das Auge das Licht; da steht hinter dem Lichte etwas, was unser Auge gebildet hat. Wir denken durch das Instrument des Gehirns; also muß es in der Welt etwas geben, was dieses Gehirn zuerst geformt hat, so daß es ein Werkzeug für das Denken in der physischen Welt werden konnte. Das ist es, was wir uns genau vor die Seele stellen wollen. Das Gehirn ist ein Denkorgan für die physische Welt, aber es mußte erst ein solches werden, aus der Kraft heraus, die sich äußerlich kundgibt in unserer Intelligenz. Wie das Licht, das wir mit dem Auge wahrnehmen, eine augenbildende Kraft ist, so gibt es etwas, was unser Gehirn bildet, etwas, was gehirnbildende Kraft ist. Unser Gehirn ist herausgebaut aus der geistigen Welt. Das lernt der Einzuweihende kennen, daß, wenn es nur die elementarische und die geistige Welt geben würde, niemals das hätte zustande kommen können, was das menschliche Organ der Intelligenz ist. Zwar ist die Welt des Geistes eine hohe, eine bedeutend hohe Welt. Aber aus einer noch höheren Welt heraus müssen dem Menschen die Kräfte zuströmen, die sein physisches Denkorgan hier in der physischen Welt geformt haben, damit sich dann äußerlich in der physischen Welt das kundgeben kann, was wir Verstand, Intelligenz nennen.
[ 21 ] Die Geisteswissenschaft hat nicht mit Unrecht die Grenzscheide der geistigen Welt, die wir eben beschrieben haben als die Hierarchienwelt, im Gleichnis ausgedrückt durch das Wort «Tierkreis». Denn wir hätten den Menschen nur so weit vor uns, als er noch nicht ein intelligentes Wesen ist, sozusagen auf der Tierheitsstufe, wenn nur diese Welten da wären. Damit der Mensch dieses Wesen werden konnte, das aufrecht geht und mit dem Gehirn denkt und Intelligenz entwickelt, dazu war das Finströmen von höheren Kräften notwendig, von Kräften, die in einer Welt noch über der als geistigen Welt geschilderten liegen. Und da kommen wir in eine Welt hinauf, welche in der Geisteswissenschaft mit einem Wort bezeichnet wird, das heute ganz mißbraucht wird; aber in früheren Zeiten man braucht gar nicht weit zurückzugehen — hatte es noch seine ursprüngliche Bedeutung. Was der Mensch hier in der physischen Welt entwickelt, wenn er denkt, nennt man Intelligenz. Was als Kräfte, als Realitäten in einer noch höheren Welt lebt, als die geistige ist, was da herunterströmt durch die geistige und elementarische Welt hindurch, um unser Gehirn zu formen, das nannte man immer in der Geisteswissenschaft die «Vernunftwelt». Es ist jene Welt, in welcher solche geistige Wesenheiten sind, die durch ihre starke Kraft hinunterwirken können in die physische Welt, um in der physischen Welt ein Schattenbild des Geistigen hervorzubringen in der Verstandestätigkeit des Menschen.
[ 22 ] Sie sehen, wie arm unsere Sprache geworden ist. Das Wort Vernunft ist in der Zeit des Materialismus ganz mißbraucht worden. Vor dieser Zeit würde niemand das Wort «Vernunft» gebraucht haben für das Denken in der physischen Welt. Da würde man von «Intelligenz», von «Verstand» gesprochen haben. Von Vernunft hat man dann gesprochen, wenn die Eingeweihten sich durch die geistige Welt hinauflebten in eine noch höhere Welt und da unmittelbar vernommen haben eine hohe Welt, die noch über der geistigen Welt liegt. Vernunft hängt in der deutschen Sprache mit «Vernehmen» zusammen, mit dem also, was aus einer höheren als der geistigen Welt heraus unmittelbar angeschaut, «vernommen» wird. Damit haben wir uns auf eine besondere Art erhoben zu einer noch höheren Welt, als die war, welche wir als geistige bezeichnen konnten. Damit haben wir das erschöpft, wofür wir noch ein Gleichnis im Menschen haben. Ein ganz schattenhaftes Gleichnis für die Vernunftwelt haben wir in dem menschlichen Verstande. Gleichsam die Werkmeister, die Bauleute unseres Verstandesorgans müssen wir in der Vernunftwelt suchen. Wenn wir eine noch höhere Welt ersteigen wollen, so können wir von dieser überhaupt nur sprechen, wenn wir zu einem noch höheren Geistesvermögen uns erheben, zu einem Geistesvermögen, das über den sinnlich-physischen Verstand hinausgeht. Wie wir gesehen haben, daß die aus der Vernunftwelt kommende Kraft im Menschen das Organ für den Verstand, das Gehirn aufgebaut hat, so können wir nun fragen: Wir wissen doch aber, daß der Mensch ein noch höheres Vermögen hat als den Verstand, nämlich die Fähigkeit zu hellsichtigem Bewußtsein; muß nicht auch diese Fähigkeit Ausdruck oder Gleichnis von Kräften sein, welche aus entsprechenden noch höheren Welten kommen? In der geisteswissenschaftlichen Methode, von der wir noch ausführlicher sprechen werden, nennt man die erste Stufe dieses Bewußtseins, das als hellsichtiges Bewußtsein entwickelt werden kann, das imaginative Bewußtsein. Es ist eine Art Bilderbewußtsein. Dieses Bilderbewußtsein, das imaginative Bewußtsein, bleibt so lange eine bloße Einbildung, bloße Phantasie, als nicht das Organ für dieses Bilderbewußtsein, für das imaginative Bewußtsein wirklich aus einer höheren Welt herunter gebildet wird, so wie das Gehirn als Organ für das menschliche Denken aus der Vernunftwelt herunter gebildet worden ist. In dem Augenblick, wo wir sagen, daß es in der Welt hellsichtiges Bewußtsein gibt, müssen wir auch sagen: Also muß es auch eine Welt geben, aus welcher die Kräfte fließen für das Hellseherorgan. Diese Welt nennt man in der Geisteswissenschaft die Welt der Urbilder. Das, was uns als Imagination vor Augen treten kann, ist ein Abbild der Urbilderwelt.
[ 23 ] So haben wir vier höhere Welten, zu denen wir aufsteigen können von Stufe zu Stufe: die elementarische Welt, die geistige Welt, die Vernunftwelt und die Welt der Urbilder. Wir werden nun von morgen ab diese höheren Welten, namentlich die Vernunftwelt zu beschreiben haben und dann übergehen können zu einer Beschreibung der Methode, welche angewendet werden muß im Sinne unserer heutigen Bildung, wenn die Kräfte aus der Urbilderwelt wirklich heruntergeholt werden sollen, um in dem Sinne unseres heutigen Geisteslebens das herbeizuführen, was man hellsichtiges Bewußtsein nennt.
