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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Mission of Individual Folk-souls
in their Connection with Germanic-Norse Mythology
GA 121

10 June 1918, Oslo

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Vierter Vortrag

4. The Evolution of Races and Civilization

[ 1 ] Will man zu dem Verhältnis der Menschenrassen zu einander vordringen, welche ja die Grundlage sind, aus welcher sich die einzelnen Volksgemeinschaften herausheben, dann muß man berücksichtigen, daß der Mensch, den wir vor uns haben, der wir selber sind, eigentlich ein recht kompliziertes Wesen ist und nur durch das Zusammenwirken vieler, vieler Wesenheiten des Weltalls in seiner heutigen Form und Wesenheit hat entstehen können. Wir wissen ja aus der Betrachtung der «AkashaChronik» und aus anderen Betrachtungen, die über die Entwickelung des Menschen gepflogen worden sind, daß unsere Erde selbst früher — bevor sie den jetzigen Zustand erreicht hat — drei Zustände hat durchmachen müssen. Im Verlaufe dieser drei Zustände sind nach und nach veranlagt und bis zu ihrem heutigen Grade ausgebildet worden die drei sogenannten Glieder des Menschen: der physische Leib, der Ather- oder Lebensleib und der Astralleib. Während der jetzigen Erdenverkörperung ist erst der Mensch fähig geworden, ein viertes Glied, ein Ich in sich aufzunehmen. Diese vier Glieder seiner Wesenheit zeigen uns alles das, was durch die drei oder vier Verkörperungen unserer Erde hindurch geschehen ist, durch die Verkörperung als Saturn, Sonne, Mond und durch die Erdenzeit selbst, soweit sie bis jetzt verlaufen ist. Wenn Sie vorüberziehen lassen vor Ihrem Blick alle die Wesenheiten, die da zusammengewirkt haben, diese Geister des Willens oder 'Throne, die Geister der Weisheit, Geister der Bewegung, Geister der Form, Geister der Persönlichkeit, Erzengel, bis herunter zu den Engeln, und über den Geistern des Willens oder Thronen die Cherubime und Seraphime, so werden Sie sich sagen können, daß aus einem ganz komplizierten Zusammenwirken erst hervorgehen konnte, was des Menschen heutige Organisation möglich macht. Wir haben gesehen, daß nicht nur notwendig war, daß so viele Wesenheiten und Naturkräfte zusammenwirkten im Kosmos, sondern daß zum Zustandekommen des Menschen auch noch nötig war, daß zu gewissen Epochen gewisse Wesenheiten auf den normalen Gang ihrer Entwickelung verzichteten, zurückgeblieben sind, so daß sie in anderer Weise, als es bei ihrem normalen Entwickelungsgange möglich gewesen wäre, in die menschliche Organisation eingreifen konnten.

[ 1 ] If we wish to understand the relationship of the races of mankind to one another and the origins of the individual folk communities, we must realize that man as we know him today is a highly complex being and that his present form and inner being could only have arisen through the cooperation of countless numbers of cosmic Beings.1See Special Note regarding Rudolf Steiner's use of the term ‘race’. From the study of the ‘Akashic Record’ and other observations on the evolution of man we know that in prehistoric times our Earth, before reaching its present condition, had to pass through three conditions, in the course of which the three so-called members or vehicles of man, the physical body, the etheric body and the astral body were prefigured, gradually realized and developed until they reached their present state. It is only during his present Earth incarnation that man has been able to develop a fourth member, an ego. These four members testify to the activity of the spiritual Beings during the three or four incarnations of our Earth—Old Saturn, Old Sun, Old Moon and the Earth period itself up to the present moment. If you will call to mind all the Beings who worked together during those incarnations, the Spirits of Will or Thrones, the Spirits of Wisdom, of Movement, of Form, of Personality, the Archangels down to the Angels—and above the Thrones, the Cherubim and Seraphim—it is clear that man's present organization could only have been created through a complex interplay of spiritual forces. We have seen that not only was the cooperation of many Beings and nature-forces in the Cosmos a necessity, but that for the creation of man it was also necessary that at certain epochs, certain Beings should renounce the normal course of their evolution and remain behind in order to be able to participate in the organization of man in a way that would have been impossible in the normal course of their evolution.

[ 2 ] Also wir sehen in ein wunderbar vielgestaltiges und mannigfaltiges Gewebe hinein, wenn wir den Menschen, so wie er uns heute vor Augen tritt, eigentlich verstehen wollen. Wir müssen uns auch klar sein darüber, daß wir nur dann, wenn wir gewissermaßen dieses Gewebe auseinanderhalten und die einzelnen Wesen in ihrer Tätigkeit belauschen, verstehen lernen, wie durch das Zusammenwirken dieser Wesenheiten der Mensch erst zustande gekommen ist. Da können wir nun sagen: Die hauptsächlichste Wesenheit, welche für den heutigen Menschen in Betracht kommt, ist diejenige, welche ihm die Möglichkeit gegeben hat, zu sich «Ich» zu sagen, nach und nach zu dem Bewußtsein des Ich zu kommen. Und wir wissen, daß diese Möglichkeit zuerst von den Geistern der Form, von denjenigen Wesenheiten gegeben worden ist, die wir Gewalten, Exusiai nennen. Wenn wir gerade diese Wesenheiten bei ihrer Tätigkeit, welche sie dem Menschen zuwenden, belauschen und uns gewissermaßen fragen: Wie würde es mit dem Menschen werden, wenn bloß diese Wesenheiten, und zwar nur diejenige Art dieser Wesenheiten, die in normaler Entwickelung sich befindet, in der Hauptsache im Menschen tätig wäre? — so werden wir finden: Sie sind die Verleiher der Ich-Organisation. Damit ist aber schon gesagt, daß sie eigentlich, wenn wir sie ihrer eigenen Natur nach betrachten, ihr Hauptinteresse daran haben, den Menschen zu seinem Ich zu bringen. Nun aber ist das, was diese Wesenheiten eigentlich im Menschen zu verrichten haben, im heutigen Menschenleben erst in einem bestimmten Lebensalter aktuell, tritt erst in einem bestimmten Lebensalter zutage.

[ 2 ] And so when we seek to understand man as he is today, we find a richly varied and much patterned fabric. Only when we examine this fabric closely and watch the activity of the several Beings do we begin to understand how man first came into existence through the cooperation of these Beings. The chief Being who is of importance for contemporary man is the one who has gradually made ego-consciousness possible. The opportunity to develop ego-consciousness was first provided by the Spirits of Form, the Beings whom we call Powers or Exusiai. If we follow the activity of these Beings alone and ask ourselves how man would fare if the normal Spirits alone were predominantly active in him, we shall find that they are the donors of the ego-organization. And this implies that their chief interest is to further man's ego-development, which can only be realized in the man of today at a certain age.

[ 3 ] Wenn Sie sich an das erinnern, was über die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft gesagt worden ist, so werden Sie sich sagen: Der Mensch entwickelt hauptsächlich zwischen seiner physischen Geburt und dem Zahnwechsel, also bis zum siebenten Jahre hin, den physischen Leib. An der Entwickelung dieses physischen Leibes haben diese Geister der Form gar kein besonderes Interesse, denn diese ist im Grunde genommen eine Wiederholung dessen, was auf dem alten Saturn mit dem Menschen geschah, was sich schon oftmals wiederholt hat, und was sich nach der letzten physischen Geburt bis zum siebenten Lebensjahre vorläufig zum letzten Male in einer besonderen Art wiederholt hat. Dann kommt die Zeit vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre, also bis zur Geschlechtsreife. Auch das ist eine Zeit, an der die Geister der Form kein besonderes Interesse haben; es ist eine Wiederholung der alten Sonnenzeit, und die Geister der Form wollten eigentlich mit ihrer Haupttätigkeit, mit der Verleihung des Ich, erst im Zustande des Erdenlebens eingreifen. Wir kommen dann zu dem dritten Lebensalter, das zwischen dem fünfzehnten und dem ein- oder zweiundzwanzigsten Lebensjahre abläuft. In dieser Zeit wird der Astralleib, der in normaler Weise der Mondentwickelung zugehört, wiederholentlich entwickelt im Menschen. Da haben die Geister der Form, die sich normal entwickeln, noch immer kein Interesse am Menschen, so daß wir sagen müssen: Die drei Lebensalter des Menschen, die der eigentlichen Geburt des Ich vorangehen, die erst um das zwanzigste Jahr herum eintritt, bieten kein unmittelbares Interesse für die Geister der Form. Sie greifen - man möchte sagen, aus ihrer eigenen Natur heraus— erst um das zwanzigste Lebensjahr herum ein, so daß, wenn Sie das bedenken, Sie es nicht mehr so ganz sonderbar finden werden, wenn gesagt wird: Nach der eigentlichen Intention der Geister der Form würde der Mensch erst in dem Zustande, in welchem er sich um das zwanzigste Lebensjahr herum befindet, da zu sein brauchen. Das, was sich im Menschen bis dahin entwickelt, ist im Grunde genommen für diese Geister der Form eine Art Embryonal-, eine Art Keimzustand. Und wenn ich etwas bildlich sprechen darf, so möchte ich sagen: Den Geistern der Form, welche sich normal entwickelt haben, wäre es am liebsten, wenn alles mit einer gewissen Regelmäßigkeit herginge, wenn ihnen bis dahin niemand ins Handwerk pfuschte. Wenn niemand diesen Geistern der Form bis zum zwanzigsten Jahre dazwischen käme, so würde der Mensch während der ersten sieben Jahre der Entwickelung das Bewußtsein haben, das dem physischen Leibe zukommt; das ist nämlich ein sehr dumpfes Bewußtsein, wie es die Mineralwelt hat. Im zweiten Stadium — in der Zeit vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre — würde er ein Schlafbewußtsein haben. Vom vierzehnten bis zwanzigsten Jahre würde er in intensiver Weise im Inneren wirksam sein, aber eine Art von Traumdasein führen. Nach diesem Bewußtsein als Mondenwesenheit, etwa im einundzwanzigsten Jahre, würde der Mensch erst eigentlich erwachen. Da würde er erst zu dem Ichbewußtsein kommen. Wenn es nach der normalen Entwickelung ginge, dann würde er da erst aus sich herausgehen und die Außenwelt in dem Weltbilde überblicken, das heute unser bekanntes Weltbild ist.

[ 3 ] If you recall the teachings of Spiritual Science on the subject of the education of the child you will know that in the first seven-year period of life, between birth and the change of teeth, man develops principally the physical body. The Spirits of Form have no particular interest in the development of the physical body since this is really a recapitulation of what man underwent on Old Saturn (which has often been repeated) and which from the last physical birth up to the age of seven has for the time being been recapitulated in a particular way for the last time. The second seven-years period of life from the ages of seven to fourteen, the age of puberty) is also a period which holds little interest for the Spirits of Form since it is a recapitulation of what man underwent on Old Sun. In reality the Spirits of Form only wished to embark on their chief activity, the bestowal of an ego, during man's life on Earth. The third seven-year period covers the years between fifteen and twenty-one. During this period man recapitulates the development of the astral body that normally belongs to the Old Moon epoch. And again the normal Spirits of Form show no interest. The three life-periods, then, that precede the actual birth of the ego at the age of twenty approximately, have no immediate appeal. The Spirits of Form only intervene on their own initiative at the age of twenty approximately. On reflection, therefore, you will not be surprised to learn that the Spirits of Form intended, in fact, that man should incarnate only at the normal developmental stage of twenty or thereabouts. In the eyes of these Spirits of Form all that has been developed in man hitherto is, in reality, a kind of embryonic state, a sort of germinal condition. And if I may speak somewhat figuratively I might say that the Spirits of Form who have developed normally would far prefer it if things proceeded with almost clock-work regularity, if hitherto no-one encroached upon their province. If these Spirits of Form had free rein until man's twentieth year, then in the first seven years of his life man would have the consciousness pertaining to the physical body, namely, the very dim consciousness of the mineral kingdom. In the second seven years, between the ages of seven and fourteen, he would have a sleep-consciousness. From the fourteenth to the twentieth year he would be very active inwardly, but would live in a kind of dreamlike consciousness of the Old Moon evolution. Not until the age of twenty-one approximately would he awaken to ego-consciousness. If he followed the normal course of development therefore he would only awaken to ego-consciousness at that age and perceive the external world in the form that is familiar to us today.

[ 4 ] So also sehen Sie, daß im Grunde genommen, wenn wir nur die Tätigkeit der Geister der Form in Betracht ziehen, der Mensch sehr verfrüht zu seinem Bewußtsein kommt, wie er es heute hat, denn Sie wissen, daß dieses Bewußtsein beim heutigen Menschen in gewissem Grade bald nach der physischen Geburt erwacht. Es würde nicht in der Form erwachen, daß es klar und deutlich die physische Außenwelt sieht, wenn nicht andere Geister, die eigentlich Geister der Bewegung sind, zurückgeblieben wären und verzichtet hätten auf die Entwickelung gewisser Fähigkeiten, die sie bis zur Erdenentwickelung hätten erlangen können, wenn sie nicht stehengeblieben wären in ihrer Entwickelung, so daß sie jetzt während der Erdenentwickelung in die Entwickelung des Menschen in besonderer Weise eingreifen können. Weil sie ihre Entwickelung in einer anderen Weise durchgemacht haben, sind sie in der Lage, dem Menschen schon früher das beizubringen, was: er erst um das zwanzigste Jahr herum erringen sollte. So also sind das: geistige Wesenheiten, welche verzichtet haben auf die Möglichkeit, ihre Entwickelung bis zur Erdenentwickelung in normaler Weise weiterzutreiben, geistige Wesenheiten, die während der Erdenentwickelung Geister der Bewegung hätten sein können, die aber stehen geblieben sind auf der Stufe der Geister der Form und die nun in der Erdenentwickelung als Geister der Form wirken. So können sie während der Erdenentwickelung dem Menschen, der eigentlich noch gar nicht reif ist dazu und der manches aus der früheren Zeit noch nachzuholen hat, das verleihen, was die normale Entwickelungsform erst um das zwanzigste Jahr herum verleihen würde. So tritt der Mensch in das Dasein und erhält von den abnormen Geistern der Form Fähigkeiten, die er sonst erst um das zwanzigste Jahr herum erhalten würde.

[ 4 ] If we only take into account the activity of the Spirits of Form it is clear that man attains his present-day consciousness much too early. Now in modern man this consciousness, as you know, awakens to some extent soon after birth. He would not develop a clear and distinct perception of the external world if other Spirits, in reality Spirits of Movement, had not remained behind and renounced the development of certain capacities which they could otherwise have acquired up to the time of the Earth-evolution, so that they could intervene in man's development in a particular way during this present Earth-evolution. Because their evolution followed a different path they are in a position to bestow upon man prematurely that which he ought to acquire only in his twentieth year approximately. These are spiritual Beings who renounced the possibility of continuing their evolution normally up to the stage of their Earth-evolution Beings who might have been Spirits of Movement during the Earth-evolution, but who remained at the stage of the Spirits of Form and are now active in the Earth-evolution as Spirits of Form. Thus they are able, during the Earth-evolution, to bestow upon man, who is by no means mature enough to receive it and has much to redeem from an earlier epoch, the ego-consciousness that would normally be his only around the age of twenty. Hence the abnormal Spirits of Form endow man with capacities which otherwise he would have received about his twentieth year only.

[ 5 ] Das alles hat ganz bedeutsame Folgen. Denken Sie sich einmal, es wäre nicht so. Wenn es nicht so wäre, wenn diese Geister mit abnormer Entwickelung nicht eingreifen würden, dann würde der Mensch überhaupt erst für die physische Welt in Betracht kommen in dem Zustande, den er um das zwanzigste Jahr herum hat, das heißt, er müßte in diesem Zustande als physisches Wesen geboren werden, er müßte ganz andere Keimzustände durchmachen. In der Tat wird durch dieseabnormen Geister der Form die menschliche Entwickelung schon von der Geburt an bis zum zwanzigsten Jahre in die physische Welt hinausgestellt; das ist ungefähr das erste Drittel unseres Erdenlebens. Wir müssen also sagen: Das erste Drittel unseres Erdenlebens wird nicht durch die den Erdenzustand beherrschenden geistigen Wesenheiten, sondern durch andere, abnorme geistige Wesenheiten regiert, und weil diese teilnehmen an der Entwickelung, so haben wir Menschen auch nicht die Gestalt, die wir hätten, wenn wir in dem Zustande geboren würden, den wir um das zwanzigste Jahr herum haben. Das muß der Mensch damit bezahlen, daß er ein Drittel seines Lebens — die Zeit bis zu seinem zwanzigsten Jahre hin — so zubringt, daß er dem großen Einfluß dieser abnormen Wesenheiten hingegeben ist. Sein ganzes Wachstum macht der Mensch eigentlich unter den Einflüssen der abnormen Wesenheiten durch. Er muß es dadurch bezahlen, daß, nachdem das mittlere Drittel abgelaufen ist — das im Grunde nur den normalen Geistern der Form gehört —, die absteigende Bahn, ein Zurückgehen beginnt, und seine Äther- und Astralorganisation zerfallen, so daß das Leben in drei Glieder oder Abteilungen zerfällt: in ein aufsteigendes, ein mittleres und ein absteigendes Drittel. In dem mittleren Teil wird der Mensch während seines Erdenlebens eigentlich erst Mensch, und im letzten Drittel muß er das zurückgeben, was er während des ersten, aufsteigenden Drittels empfangen hat, muß er die entsprechende Abschlagszahlung leisten. Wäre der Mensch in der Tat ausschließlich den Einflüssen der normalen Geister der Form hingegeben gewesen, dann würde alles das, was heute bis ins zwanzigste Jahr hinein geschieht, ein ganz anderes Antlitz, eine ganz andere Gestalt haben. Es wäre alles ganz anders verlaufen, so daß alles das, was mit des Menschen heutiger Entwickelung zusammenhängt in der ersten der drei Lebensepochen, im Grunde genommen ein Dasein ist, das vieles von den späteren Lebensepochen vorausnimmt. Dadurch ist der Mensch bis zu der zweiten Epoche seines Lebens ein materielleres Wesen geworden, als er sonst geworden wäre. Der Mensch hätte sonst bis zu diesem Momente seines Lebens nur geistige Zustände durchgemacht und würde bis zur jetzigen materiellen Verdichtung erst herabgestiegen sein in dem Zeitpunkte der Entwickelung, den er erst im zwanzigsten oder einundzwanzigsten Lebensjahre durchmacht, wo er sich selber an die Erde gebunden vorfände. Es sagt uns also die Geisteswissenschaft, daß, wenn diese Entwickelung so vorwärts gegangen wäre, der Mensch erst in dem Zustande so recht eigentlich auf die Erde herabgestiegen wäre, den er heute im zwanzigsten oder einundzwanzigsten Lebensjahre erreicht; er würde die vorangehenden Zustände nicht auf der Erde haben durchmachen können. Er hätte sie erhöht über der Erde, im Umkreis der Erde durchmachen müssen. Und jetzt begreifen Sie den ganzen Gang der menschlichen Kindheit und Jugendentwickelung.

[ 5 ] The consequences are highly significant. Let us assume for a moment that evolution had followed its normal course. If these abnormal Spirits had not intervened, man would have incarnated on the physical plane in the condition which is natural to him at the age of twenty approximately and would have to go through a totally different embryonic development. Indeed through these abnormal Spirits of Form, man's development from birth to the age of twenty, that is, for about the first third of his life, is subject to the forces of the external world. The first third of our Earth-life therefore is not controlled by spiritual Beings who determine Earth conditions, but by other abnormal spiritual Beings. And because these abnormal Beings participate in evolution, we do not possess therefore the form that we should have if we had incarnated in the condition natural to us at the age of twenty. To compensate for this man must spend the first third of his life (up to the age of twenty) under the powerful influence of these abnormal Beings. In the course of his whole development man is subject to the influence of these abnormal Beings. And the penalty he has to pay for this is that after the middle third of life which is under the influence of normal Spirits of Form only, a progressive decline sets in and the etheric and astral organizations begin to disintegrate. Life therefore is divided into three periods or thirds—an ascending third, a middle third and a descending third. It is only in the middle third that man is a fully integrated person in his Earth-life. In the last third of his life man has to give back what he received during the first, the ascending third; he must repay the debt in kind. If man had been wholly subject to the influence of the normal Spirits of Form all that he experiences today up to the twentieth year would take on a different complexion, a totally different form. The situation would have been totally different, so that everything associated with the development of man during the first of his three life-periods is fundamentally an anticipation of much that belongs to the later epochs. In consequence, up to the second life-period man has become a more material being than he would otherwise have been. He would have experienced up to this time purely spiritual conditions and would have incarnated on Earth only at that period of his development which he undergoes in his twentieth or twenty-first year when he would find himself Earth-bound. We learn from Spiritual Science that if his development had proceeded in this way man would have incarnated only in the condition which he now attains in his twentieth or twenty-first year. He would not have been able to go through the preceding conditions on Earth; he would have been obliged to go through them in the spiritual spheres surrounding the Earth.

[ 6 ] Wir können sehen, wenn wir diese gerade Linie B C als Erdenweg bezeichnen, so wären es die Geister der Form, die den Menschen dazu bestimmt hätten, herunterzusteigen erst in diesem Punkte, (20/21 der Zeichnung). Hier würde der Mensch also erst die Erde erreicht haben, und er würde wieder hinaufsteigen nach dem vierzigsten Jahre und das letzte Drittel seines Lebens in einem vergeistigten Zustande durchmachen. Durch die abnormen Wesenheiten wurde der Mensch gedrängt, schon hier (bei A der Zeichnung) herabzusteigen und das Leben auf der Erde aufzunehmen. Das ist das Geheimnis unseres Daseins. So sehen wir, daß wir durch die uns eigentlich dirigierenden normalen Wesenheiten nur in dem mittleren Drittel unseres Lebens ganz beherrscht sind, während unsere Wachstums- und unsere Niedergangsperiode unter dem Einfluß ganz anderer Wesenheiten stehen, die in irgendeiner Weise auf ihre normale Entwickelung verzichtet haben. Wenn das alles so geworden wäre, wie es nicht geworden ist, wenn der Mensch erhöht im Umkreis der Erde das erste und dritte Drittel seines Lebens durchgemacht und nur im mittleren Teile die Erde berührt hätte, also im Grunde genommen ein ganz anderes Wesen geworden wäre, dann würde der Mensch nicht in dem Grade an die Erde gebunden sein, in dem er tatsächlich heute an dieselbe gebunden ist. Wenn das eingetreten wäre, dann würden alle Menschen, welche die Erde betreten, von gleicher Gestalt und Wesenheit sein; dann würden alle Menschen, die über die Erde hingegangen sind, gleich gestaltet gewesen sein. Eine Menschheit gäbe es nur. Dasjenige, was uns zu einem solchen Wesen macht, daß sich daraus die spezifischen Eigenschaften der Rassen ergeben, die im Menschentum zum Ausdruck kommen, das ist nicht im mittleren Drittel des Lebens enthalten. Durch alles das, was in der Zeit vorher liegt, was im ersten Drittel des Lebens sich vollzieht, sind wir mehr mit allen unseren Kräften an die Erde gebunden, als es die normalen Geister der Form für uns bestimmt haben. Dadurch aber ist der Mensch mehr von der Erde, auf der er lebt, abhängig geworden, als er es sonst geworden wäre. Er ist abhängig geworden von dem Orte der Erde, auf dem er lebt. Dadurch, daß der Mensch — sozusagen gegen die Intentionen der Geister der Form — früher auf die Erde heruntersteigt, wird er abhängig von dem Orte, weil er sich in einem Zustande mit der Erde verbindet, der ihm gar nicht vorgezeichnet ist. Unabhängig wäre der Mensch geworden davon, ob er im Norden oder Süden, im Osten oder Westen die Erde betreten hätte, wenn er sie nur im mittleren Drittel seines Lebens betreten hätte. Dadurch aber, daß er abhängig wird von der Erde, dadurch, daß er eine Jugend durchmacht in der Weise, wie wir es charakterisiert haben, wird er erdgebunden, wird er ein mit dem Gebiete, auf dem er geboren ist, zusammenhängendes, zu ihm gehörendes Wesen. Dadurch wird er abhängig von all den Verhältnissen der Erde, die diesem Orte zugehören, von dem Einfallen der Sonnenstrahlen, von dem Umstand, ob die Gegend nahe dem Aquator in der heißen Zone oder in einem mehr gemäßigten Gebiete sich befindet, ob er auf einem niedrig gelegenen Gebiet oder auf einem Hochplateau geboren ist. Man atmet ja ganz verschiedenartig in der Ebene oder im Gebirge. Der Mensch wird also ganz abhängig von den irdischen Verhältnissen, von dem Ort, an dem er geboren ist. So sehen wir, daß der Mensch förmlich mit seiner Erdenmutter zusammengewachsen ist dadurch, daß er so eng zusammenhängt mit dem Orte, mit dem Gebiete der Erde, auf dem er jeweils geboren wird, und daß er bestimmt wird durch diejenigen Eigenschaften, die er dadurch erhält, daß diese Kräfte der Erde, die durch den betreffenden Ort bestimmt sind, in ihm wirken. Das alles bestimmt seinen Rassencharakter, und auf diesem Umwege sind die abnormen Geister der Form — diejenigen Geister der Form oder Gewalten, die zu einer anderen Zeit als zwischen dem einundzwanzigsten bis dreiundvierzigsten Jahre dem Menschen das geben, was wir heutiges Erdenbewußtsein nennen — die Verursacher der Rassenverschiedenheit des Menschen über die ganze Erde hin, die also von dem Orte auf der Erde abhängt, auf dem der Mensch geboren wird.

[ 6 ] The whole course of human development through childhood and adolescence should now be clear to you. If the line BC represents life on Earth between twenty and forty, it would have been the intention of the Spirits of Form that man should incarnate only at B (the age of twenty to twenty-one). Having come down to Earth at this age he would have left it again after his fortieth year (at C) and have spent the last third of his life in a spiritualized state. Through the abnormal Beings man was forced to descend upon the Earth at A and begin his life cycle. That is the secret of our existence. Thus it is only in the middle third of life that we are wholly under the influence of these Beings who actually control us; the periods of our maturity and decline are subject to entirely different Beings who in one way or another have renounced their normal development. If man had lived through the first and last thirds of his life in the spiritual sphere surrounding the Earth and had incarnated only during the second third, thereby becoming a totally different being, he would not have become Earth-bound to the extent that he is today. If man's development had followed this course, then all those incarnating on Earth would be alike in (physical) form and inner being, they would be standardized. Only a single, uniform humanity would exist. That which determines the racial types with their specific characteristics is unrelated to the middle third of life. Through the circumstances of the earlier years, through the influences of the first third of life, we, with all our forces, are more Earth-bound than the normal Spirits of Form had intended. In consequence man has become more dependent upon the Earth than he would otherwise have been; he has become dependent on the locality where he lives. Because of his premature incarnation—in opposition to the intentions of the Spirits of Form, so to speak—he becomes dependent upon the locality of his birth, he unites with his physical environment in a condition which is not designed for him. It would have been of no consequence whether he had incarnated in the middle third of his life or whether he had been born in the north, south, east or west. But because he has become dependent on his environment, because his youth is lived in the way I have described, he becomes Earth-bound, he becomes closely associated with, and an integral part of the geographical area where he was born. He cannot escape the environmental conditions of that locality—the incidence of the sun's rays, the proximity of the region to the Equator or to a more temperate zone, whether he is born in the lowlands or on a high plateau. The rate of respiration in the plains is different from that in the mountains. Man therefore becomes wholly dependent upon the environmental conditions of his birthplace. He becomes wholly identified with his native soil through his close association with the locality of his birth. He is moulded by those attributes which he thus receives because these etheric formative forces of the Earth associated with the particular locality where he is born are active in him. All these factors determine his racial character, and the abnormal Spirits of Form, those Spirits or Powers who are responsible for our present consciousness—not between the ages of twenty-one and twenty-three but at some other time—are indirectly the source of the racial differences in mankind everywhere, for these differences depend upon the particular locality where a man is born.

[ 7 ] Nun erlangt der Mensch während dieser Zeit — die also im Grunde genommen unter der Herrschaft der abnormen Geister der Form steht — auch die Möglichkeit, die Fähigkeit, seinesgleichen hervorzubringen. Auch diese Fähigkeit wird während der Zeit erworben, in welcher der Mensch gar nicht rein von den normalen Geistern der Form dirigiert wird. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, daß der Mensch nicht nur in der geschilderten Weise abhängig wird von dem Orte, auf dem er geboren ist, sondern daß die Eigenschaften, die er dadurch erhält, auch auf seine Nachkommen vererbt werden können, daß also die Rassenzusammengehörigkeit nicht nur sich ausspricht in den Einflüssen des Wohnplatzes, sondern auch in dem, was durch die Rasse vererbt ist. Darin haben Sie die Erklärung dafür, warum die Rasse dasjenige ist, was vererbbar ist, und wir werden verstehen, was die Geisteswissenschaft zeigt: daß nur in der Vergangenheit die Rassenmerkmale durch den Ort hervorgebracht sind, an dem die Menschen geboren wurden. Das war in der letzten lemurischen und in der ersten atlantischen Zeit der Fall, als der Mensch direkt von der irdischen Umgebung abhängig war. In späterer Zeit beginnt die Rasse den Charakter zu haben, daß sie an die Vererbung gebunden ist und nicht mehr an den Ort. So sehen wir in der Rasse etwas, was ursprünglich an einen bestimmten Ort der Erde gebunden war und das sich dann in der Menschheit durch die Vererbung fortpflanzte, aber vom Orte immer unabhängiger wurde. Aus dem, was ich jetzt gesagt habe, werden Sie erkennen, in welchem Zeitraume der Evolution es erst einen Sinn hat, von dem Rassenbegriff zu sprechen. Es hat keinen Sinn — im eigentlichen Sinne des Wortes—, vor der lemurischen Zeit von einem Rassenbegriff zu sprechen, denn in dieser Zeit steigt der Mensch erst auf die Erde herab. Vorher war er im Umkreis der Erde; dann kam er auf die Erde, und es vererbten sich die Rassenmerkmale in der atlantischen Zeit und bis herein in unsere nachatlantische Epoche. Wir werden sehen, wie in unserer Zeit die Volksmerkmale das sind, was die Rassencharaktere wieder auseinander bringt, was sie wieder auszulöschen beginnt. Das alles werden wir noch später sehen. Wir müssen uns jetzt nur hüten, die Welt so zu betrachten, als ob die Evolution nur wie ein Rad wäre, das anfang- und endlos um sich herumrollte; die Vorstellung von dem rollenden Rad, die in mancher mystischen Weltanschauung so breit ausgeführt wird, bringt eine furchtbare Verwirrung in den Begriff der eigentlichen Menschheitsevolution. Wenn man sich den Vorgang so vorstellt, daß sich alles sozusagen wie um ein bleibendes Zentrum herum bewegt, wobei es in so- und soviele Rassen gegliedert ist, dann hat man eigentlich keinen Begriff davon, daß alles sich in Entwickelung befindet, und daß auch die Rassen sich entwickeln. Die Rassen sind entstanden und werden einmal vergehen, werden einmal nicht mehr da sein. Sie wiederholen sich nicht etwa immer in der gleichen Art, wie es bei Sinnett falsch im «Esoterischen Buddhismus» dargestellt wird. In der alten lemurischen Zeit müssen wir das Aufgehen der Rassenmerkmale, der Rasseneigentümlichkeiten suchen; wir müssen dann deren Sich-Fortpflanzen bis in unsere Zeit verfolgen, müssen uns dabei aber klar sein, daß, wenn unsere gegenwärtige fünfte Entwickelungsepoche von der sechsten und siebenten abgelöst wird, keine Rede mehr sein kann von einem Zustande, den wir als Rasse werden bezeichnen können. Wenn wir uns diese Entwickelung aber so vorstellen, als ob sie immer nur gleichmäßig so fortrollte, dann haben wir nur eine Art Mühlrad im Kopfe, sind aber weit entfernt von dem Verständnisse dessen, was in der Welt wirklich vor sich geht.

[ 7 ] During the first third of life when, in effect, he is under the dominion of the abnormal Spirits of Form, man reaches sexual maturity and develops his capacity for reproduction. His reproductive capacity is acquired during the period when he is not wholly under the direction of the normal Spirits of Form. It is possible therefore that a man is not only dependent on the locality of his birth, but that the characteristics thus acquired may also be inherited by his descendants. Thus racial homogeneity is reflected not only in the influence of the habitat, but also in the racial inheritance. This explains why racial characteristics can be inherited and why, as we shall learn from Spiritual Science, it was only in the past that racial characteristics were determined by the locality where man was born. In the latter part of the Lemurian epoch and in the early Atlantean epoch, for example, man was directly dependent upon his physical environment. In later times race was no longer associated with locality, but was bound up with heredity. In race therefore we see something that was originally associated with a particular geographical region, was later passed on via inheritance, but became increasingly independent of a particular locality. The period of evolution when one can justifiably speak of the idea of race will be clear to you from what I have just said. One cannot speak of race in the true sense of the term before the Lemurian epoch, for only then did man incarnate on Earth. Before that time he lived in the spiritual environment of the Earth. He then incarnated and racial characteristics were hereditary from the beginning of the Atlantean epoch up to our post-Atlantean epoch. We shall learn later how, in our own time, the national characteristics prepare in their turn the break-down of the racial characteristics and begin to eradicate them. We must carefully avoid seeing evolution in the form of a perpetually revolving wheel, for this idea which is widely canvassed in many a mystical world-view serves only to confuse the true picture of evolution. If one pictures evolution as a wheel, revolving round a fixed centre and divided into so many races, then we fail to grasp that everything is in a state of evolution and that the races are evolving too. Races are born and will at some future time cease to exist. They do not repeat themselves in the same way as Sinnett mistakenly claims in his Esoteric Buddhism. We must look for the origin of racial characteristics in the old Lemurian epoch; we must follow their propagation down to our own day; at the same time we must realize that when our fifth post-Atlantean epoch is superseded by the sixth and seventh, race as such will have ceased to exist. But if we picture evolution as the mechanical, steady, continuous revolution of a wheel, then we carry the picture of a mill wheel in our mind and have not the slightest understanding of evolutionary processes.

[ 8 ] Wir sehen also, wie die Rassenentwickelung erst beginnt in der lemurischen Zeit durch das Hineinwirken der abnormen Geister der Form. Da lassen diese Geister die Kräfte unseres Erdenplaneten eingreifen an dem Orte, wo der Mensch seine erste Lebenszeit zu verbringen hat, und das überträgt sich in gewisser Weise auch wieder auf das spätere Leben, weil der Mensch ein Gedächtnis hat, durch das er sich erinnert an die eigentlich abnormerweise vor dem einundzwanzigsten Jahre auf der Erde zugebrachte Zeit auch in dem späteren Leben. Der Mensch würde ein ganz anderes Wesen sein, wenn nur die normalen Geister der Form wirkten. Durch die abnormen Geister der Form ist der Mensch abhängig von dem Punkte der Erde, auf dem er lebt. Die Abweichung von den Gesetzen der normalen Geister der Form ist auf die eben geschilderte Weise entstanden, so daß bedeutsam wurde für den Menschen der Punkt der Erde, auf dem er in einer bestimmten Verkörperung lebt.

[ 8 ] The evolution of races begins therefore only in the Lemurian epoch through the activity of the abnormal Spirits of Form, who permit the etheric forces from the soil to intervene at the locality where man has to spend the first years of his life. And this influence is carried over to some extent into his later life because man is endowed with a memory, through which he still remembers even in his later life, the time spent under the influence of the abnormal Spirits before his twenty-first year on Earth. Man would be a totally different being if he were subject only to the influence of the normal Spirits of Form. Through the influence of the abnormal Spirits of Form he is dependent upon the particular locality in which he lives. I have already described how man departed from the laws of the normal Spirits of Form, with the result that the locality of his birth during a particular incarnation was of importance to him.

[ 9 ] Wir werden diese Verhältnisse noch genauer begreifen durch die folgende Betrachtung. Da können wir in gewisser Weise angeben, wie der Untergrund, der Bodengrund, sein Wesen nach oben strahlt und die menschliche Organisation durchdringt, so daß der Mensch abhängig wird von diesem Erdenuntergrund. In dieser Beziehung können wir also bestimmte Punkte der Erde angeben, die mit der menschlichen Wesenheit entwickelungsgeschichtlich zusammenhängen. Wir werden auf diese Verhältnisse noch genauer eingehen. Ich will sie jetzt in abstracto charakterisieren.

[ 9 ] These relationships will become clearer to us if we take into account the following factor. To a certain extent the etheric forces emanating from the soil permeate the human organism so that man becomes dependent upon the soil of a particular geographical area. In this connection I should like to refer to certain regions of the Earth that are connected with the historical development of the human being. We shall discuss these relationships in more detail later on. I now propose to describe them in general.

[ 10 ] Da haben Sie zum Beispiel (siehe Figur) einen Punkt, der im Innern von Afrika liegt. An diesem Punkte wirken gleichsam von der Erde ausstrahlend alle diejenigen Kräfte, welche den Menschen namentlich während seiner ersten Kindheitszeit ergreifen können. Später wird der Einfluß solcher Kräfte auf den Menschen geringer; er ist dann diesen Kräften weniger ausgesetzt, aber sie prägen sich ihm mit dem, was aus ihnen kommt, doch in der stärksten Weise auf. So also wirkt jener Punkt auf der Erde, auf dem der Mensch lebt, am allerstärksten in der ersten Kindheitszeit und bestimmt dadurch diejenigen Menschen, die ganz abhängig sind von diesen Kräften, ihr ganzes Leben hindurch so, daß jener Punkt ihnen die ersten Kindheitsmerkmale bleibend aufprägt. Das ist ungefähr eine Charakteristik aller derjenigen Menschen — in bezug auf ihren Rassencharakter —, die sozusagen um diesen Erdenpunkt herum die bestimmenden Kräfte aus der Erde heraus erhalten. Das, was wir schwarze Rasse nennen, ist im wesentlichen durch diese Eigenschaften bedingt.

[ 10 ] Here is for example a point or a centre of cosmic influence situated in the interior of Africa. At this centre are active all those terrestrial forces emanating from the soil which can influence man especially during his early childhood. Later on their influence diminishes; man is less subject to these forces. Nevertheless their formative influences make a powerful impression upon him. The locality where a man lives exercises its most potent influence in early childhood and thereby determines for their whole life those who are completely dependent on these forces’ so that the particular locality impresses the characteristics of their early childhood permanently upon them. This is more or less typical of all those who, in respect of their racial character, are determined by the etheric formative forces of the Earth in the neighbourhood of that particular locality. The black or Negro race is substantially determined by these childhood characteristics.

[ 11 ] Wenn Sie nun weiter nach Asien hinübergehen, da haben Sie einen Punkt auf der Erdoberfläche, wo die späteren Jugendmerkmale dem Menschen aus den Erdenkräften heraus bleibend aufgedrückt werden, wo das, was die besonderen Eigenschaften des späteren Jugendzeitalters sind, aus der Erden wesenheit heraus auf den Menschen übertragen wird und ihm den Rassencharakter gibt. Die hier in Betracht kommenden Rassen sind die gelben und bräunlichen Rassen unserer Zeit.

[ 11 ] If we now cross over to Asia, we find a point or centre where the formative forces of the Earth impress permanently on man the particular characteristics of later youth or adolescence and determine his racial character. Such races are the yellow and brown races of our time.

[ 12 ] Wenn wir dann weiter von Osten nach Westen gehen, so finden wir einen Punkt, der von Asien her gegen Europa zu liegt und der die spätesten Merkmale, diejenigen Merkmale, welche gerade in dem späteren, auf die erste Jugendzeit folgenden Lebensalter dem Menschen zukommen, dem Menschen bleibend aufdrückt, den Punkt, wo der Mensch nicht schon in der Kindheit von den Erdenkräften ergriffen wird, sondern dann, wenn die Jugend in das spätere Lebensalter übergeht. In dieser Art wird der Mensch von den Kräften ergriffen, die von der Erde aus bestimmend für ihn sind, so daß wir, wenn wir diese einzelnen Punkte ins Auge fassen, eine merkwürdig verlaufende Linie erhalten. Diese Linie besteht auch für unsere Zeit. Der afrikanische Punkt entspricht denjenigen Kräften der Erde, welche dem Menschen die ersten Kindheitsmerkmale aufdrücken, der asiatische Punkt denjenigen, welche dem Menschen die Jugendmerkmale geben, und die reifsten Merkmale drückt dem Menschen der entsprechende Punkt im europäischen Gebiete auf. Das ist einfach eine Gesetzmäßigkeit. Da alle Menschen in verschiedenen Reinkarnationen durch die verschiedenen Rassen durchgehen, so besteht, obgleich man uns entgegenhalten kann, daß der Europäer gegen die schwarze und die gelbe Rasse einen Vorsprung hat, doch keine eigentliche Benachteiligung. Hier ist die Wahrheit zwar manchmal verschleiert, aber Sie schen, man kommt mit Hilfe der Geheimwissenschaft doch auf merkwürdige Erkenntnisse.

[ 12 ] If we continue northward and then turn in a westerly direction towards Europe, a third point or centre is reached which permanently impresses upon man the characteristics of his adult life. In this way man is determined by the etheric forces emanating from the Earth. When we look more closely into these separate points or centres we find that they follow a line which takes an unusual direction. These centres still exist today. The centre in Africa corresponds to those terrestrial forces which imprint on man the characteristics of early childhood; the centre in Asia corresponds to those which give man the characteristics of youth, and the corresponding centre in Europe imprints upon man the characteristics of maturity. This is simply a universal law. Since all men in their different incarnations pass through the various races the claim that the European is superior to the black and yellow races has no real validity. In such cases the truth is sometimes veiled, but you see that with the help of Spiritual Science we do after all light upon remarkable truths.

[ 13 ] Wenn wir dann diese Linie weiterziehen, so kommen wir weiter nach Westen nach den amerikanischen Gebieten hinüber, in jene Gebiete, wo diejenigen Kräfte wirksam sind, die jenseits des mittleren Lebensdrittels liegen. Und da kommen wir — ich bitte das nicht mißzuverstehen, was eben gesagt wird; es bezieht sich nur auf den Menschen, insofern er von den physisch-organisatorischen Kräften abhängig ist, von den Kräften, die nicht sein Wesen als Menschen ausmachen, sondern in denen er lebt —, da kommen wir zu den Kräften, die sehr viel zu tun haben mit dem Absterben des Menschen, mit demjenigen im Menschen, was dem letzten Lebensdrittel angehört. Diese gesetzmäßig verlaufende Linie gibt es durchaus; sie ist eine Wahrheit, eine reale Kurve, und drückt die Gesetzmäßigkeit im Wirken unserer Erde auf den Menschen aus. Diesen Gang nehmen die Kräfte, die auf den Menschen rassebestimmend wirken. Nicht etwa deshalb, weil es den Europäern gefallen hat, ist die indianische Bevölkerung ausgestorben, sondern weil die indianische Bevölkerung die Kräfte erwerben mußte, die sie zum Aussterben führten. Von der Eigentümlichkeit dieser Linie hängt das ab, was auf der Oberfläche unserer Erde mit den Rassen sich abspielt, was von den Kräften, die nicht unter dem Einfluß der normalen Geister der Form stehen, bewirkt wird. Wo Rassencharaktere in Betracht kommen, da wirken sie in dieser Weise. In unserer Zeit wird der Rassencharakter aber allmählich überwunden.

[ 13 ] If we continue this line (see diagram) still further westward we come to America, where the forces of old age, of the final third of life, are active. These forces—I beg you not to misunderstand what I am about to say, it only refers to man in so far as he is dependent upon the forces which determine his physical organism, the terrestrial forces of his environment, forces unrelated to his fundamental being—these forces are associated with the decline of man. This line which in reality describes a curve obeys a cosmic law and does in fact exist; it is a reality and expresses the law according to which our Earth acts upon man. The forces, which determine man's racial character, follow this cosmic pattern. The American Indians died out, not because of European persecutions, but because they were destined to succumb to those forces which hastened their extinction. The destiny of the races and the changes wrought by the forces which are not under the influence of the normal Spirits of Form are determined by the peculiar characteristics of these different centres of cosmic influence. When determining racial characteristics these Spirits work in this way; but in our age the racial character is gradually being overcome.

[ 14 ] So recht vorgebildet hat sich das schon in der allerfrühesten Erdenzeit. Wenn wir bis in die alte lemurische Zeit zurückgehen würden, so könnten wir die allerersten Ausgangspunkte der Rassenentwickelung in der Gegend des heutigen Afrika und Asien finden. Dann sehen wir später eine Herüberbewegung des Menschen nach der westlichen Richtung, und in der Verfolgung der rassebestimmenden Kräfte nach Westen können wir dann das Absterben in den Indianern beobachten. Nach Westen mußte die Menschheit gehen, um als Rasse zu sterben. Um aufzufrischen die Menschheit mit neuer Jugendkraft, findet der Zug nach Osten statt, der Zug, der von Atlantis herüber über Europa nach Asien sich bewegt. Dann geschieht eine Wiederholung des Zuges nach dem Westen. Es wiederholt sich aber jetzt nicht die Bewegung der Rassen, sondern gleichsam eine höhere Stufe der Rassenentwickelung, die Entwickelung der Kulturen. In gewisser Weise kann man sehen, daß die Entwickelung der Kulturen durchaus den Charakter annimmt, der im Sinne einer Fortsetzung der Rassenlinie liegt. So haben wir zum Beispiel diejenige Kultur, welche wir auch schon in dieser Betrachtung mit genügender Bewunderung charakterisiert haben, die uralt-indische Kultur, die als erste nachatlantische Kultur erschien, zu bezeichnen als die dem ersten Kindesalter entsprechende Epoche, wo der Mensch in Beziehung auf die Wertschätzung der physischen Natur noch schläft, und in seine Seele wirken hinein die Offenbarungen einer geistigen Welt. In der Tat ist die erste, indische Kultur eine Offenbarung von oben, eine Offenbarung aus spirituellen Höhen, und sie konnte nur aus dem Grunde in die Menschen hineinwirken, weil der Mensch unter den Einfluß der indischen Erde kam, unter dem er in weit zurückliegender Zeit schon gestanden hatte. Damals in urferner Vergangenheit wurde der physische Rassecharakter aus der Erde heraus bestimmt; jetzt bei wiederholter Anwesenheit an demselben Erdenorte wurde mehr eine Seelenbeschaffenheit, die des altindischen Menschen bestimmt. Durch den Zug von Westen nach Osten ist eine solche Jugendfrische aufgetreten, daß durch diesen Vorgang die eigentümliche Geisteskonfiguration hervorgehen konnte, welche die ursprüngliche indische Kultur charakterisiert. Sie werden sehen, daß eine sehr alte indische Kultur, die noch nicht erforscht worden ist, und von der nur ein Abkömmling ist, was heute die Wissenschaft indische Kultur nennt, in dieser Weise ihre Erklärung findet, nämlich dadurch, daß die atlantische Kultur sich in gewisser Beziehung in der uralt-indischen wiederholt.

[ 14 ] The first steps in this direction were undertaken for the most part in the earliest period of the Earth's history. If we were to go back to the old Lemurian epoch we would find that the very first indications of racial development could be traced back to the regions of present-day Africa and Asia. Later, a migration westward sets in and as we follow westward the forces which determine race we note their decline amongst the American Indians. The death of races begins with their westward migration. In order to seek the rejuvenating forces, races migrate eastward, from Atlantis across Europe to Asia. Then the westward migration is repeated, but on this occasion we witness, not the movement of races but, as it were, a higher stage of racial development of civilizations. Thus in a certain way we see that the evolution of civilizations is characterized by a continuation of the racial development on a higher plane. For instance, the old Indian civilization, the first post-Atlantean civilization, to which we have already given due recognition in this lecture, corresponds to early childhood, the period when man's response to physical nature is still dormant, when he is receptive to the manifestations of a spiritual world. The first Indian civilization is in fact a revelation from spiritual worlds and could only manifest in man because he came under the influence of the terrestrial forces of India to which he had already been subject from earliest times. In the primeval past men owed their racial characteristics to the etheric formative forces of the soil; now, they owed that disposition of soul peculiar to the ancient Indians to their continuous presence in the same geographical region. Through the migration from West to East they received those fresh, youthful forces which made possible the emergence of that peculiar spiritual configuration so typical of the original Indian civilization. Thus a very ancient Indian civilization which has not yet been studied and of which the Indian civilization now known to science is only an offshoot, can be explained by the fact that the Atlantean civilization is repeated to a certain extent in the primeval Indian civilization.

[ 15 ] Wenn wir nunmehr die Kulturen, die sich in der nachatlantischen Zeit gefolgt sind, betrachten, so können wir sehen, daß sie die aufeinanderfolgende Wiederholung früherer im physischen Leibe durchgemachter, aber wieder durch Verjüngung ganz anders gewordener Verhältnisse darstellen. So sehen wir in der persischen Kultur eine solche, welche in gewisser Weise mit dem zusammenhängt, was wir nennen können ein Sich-Durchringen desjenigen Menschen, der vorzugsweise in der ersten menschlichen Lebenskraft lebt, wo er noch den Einflüssen der abnormen Geister der Form hingegeben ist, mit den Kräften, die von den normalen Geistern der Form stammen. Dieser Gegensatz ist in der persischen Kultur in dem Bewußtsein und in der Gestalt von Licht und Finsternis, von Ormuzd und Ahriman enthalten.

[ 15 ] When we consider the successive civilizations of the post-Atlantean epoch, we can see that they represent successive recapitulations of conditions experienced earlier in the physical body, but which have been transformed through the forces of rejuvenation. Thus the Persian civilization shows a conflict between the virile forces of early manhood, when man is still subject to the influences of the abnormal Spirits of Form, and the forces which stem from the normal Spirits of Form. In the Persian civilization this dualism is reflected in the polarity of light and darkness, of Ormuzd and Ahriman.

[ 16 ] Je weiter wir herüber kommen nach Westen, desto mehr sehen wir, wie die Eigenschaften eines reiferen Alters der Kultur aufgedrückt werden. Wenn wir auch zugeben müssen, daß bis zur heutigen Gegenwart die Schöpfungen der Menschen in höherem Grade noch abhängig sind von den abnormen Kräften und Wesenheiten des Weltalls, so werden wir es doch begreiflich finden, wenn gesagt wird, daß nicht mehr ausschließlich mit Eigenschaften der Rasse die Menschen nach Westen gehen. Auch können wir verstehen, daß in gewisser Weise der Zug der Kultur ein solcher ist, daß die volle Jugendfrische der Kultur, das produktive Element derselben immer mehr erstirbt, je weiter sie nach Westen kommt.

[ 16 ] The farther we move westward the more we see that the civilization bears the impress of the characteristics of a more mature age. We must admit that up to the present time the creations of man are still dependent to a large extent upon the abnormal forces and Beings of the universe. Nevertheless we can now understand that racial characteristics are no longer decisive factors as man moves westward and also that, to a certain extent, the tendency of civilization is such that its youthful vigour, its creative potentialities, decline more and more the further it moves towards the West.

[ 17 ] Wer objektiv betrachtet, kann aus vielen Verhältnissen ersehen, daß auch unsere Zeitkultur in dieser Weise gesetzmäßig bestimmt ist. Man ist aber nicht geneigt, objektiv zu sehen. Wenn Sie aber das, was sich ergibt, betrachten, das betrachten, daß in der Tat alle Kultur im Flusse ist, da sehen Sie, daß, je weiter wir nach Westen kommen, die Kultur immer unproduktiver wird. Sie nähert sich also als Kultur dem Absterben. Je weiter nach Westen, desto mehr werden nur die äußeren Teile der Kultur blühen, die, welche nicht Auffrischung durch Jugendkraft erleben, sondern sich in gewisser Weise in das Greisenhafte hinein ausleben. Daher wird der Mensch im Westen für die Menschheit noch Großes und Gewaltiges leisten können in bezug auf physikalische, chemische und astronomische Entdeckungen, für alles, was unabhängig ist von der erfrischenden Jugendkraft. Das aber, was produktive Kraft benötigt, das braucht in der Tat eine andere Konfiguration der auf den Menschen wirkenden Kräfte.

[ 17 ] To the unprejudiced observer a variety of factors serves to show that our contemporary civilization is also determined in this way in accordance with a fixed law. But people are not disposed to be objective. If you bear in mind that, in reality, all civilization is in a state of flux, you will then realize that the further we move westward, the less productive civilization becomes. As civilization it is already moribund. The further West one goes, the more civilization becomes externalized; it is no longer vitalized by the forces of youth, but is given over to the hardening forces of old age. Western man will still be able to benefit mankind by making valuable and important contributions in physics, chemistry and astronomy and in all fields which are independent of the rejuvenating forces of youth. But that which calls for creative energy requires a different configuration of those forces which work upon man.

[ 18 ] Nehmen wir an, der Mensch wächst von der Kindheit bis zu einer gewissen Stufe; dann erblüht eigentlich erst sein Geistiges. Zuerst ist der Mensch ein physisch wachsendes Wesen. Es muß sich das, was bei einem kleinen Knirps in einem engen Raume zusammengedrängt ist, erst physisch ausdehnen. Dann wird die Menschenbildung in das Innere zusammengedrängt. — So ist es aber auch mit der Menschheit im großen. Wir sehen ein eigentümliches Gesetz, wenn wir die charakterisierte Kurve verfolgen. Wir finden es sogar in den Kontinenten ausgedrückt. Wir sehen, daß zunächst eine Art ursprünglicher Anfangspunkt der physischen Menschenentwickelung in Afrika vorliegt, daß dann der Raum, auf dem sich die Menschheit ausbildet, sich ins Weite ausdehnt. Das finden wir dann in den weiten Flächen der asiatischen Bildung. Große, mächtige Flächen bewohnt der Mensch da.

[ 18 ] Let us take the example of a man growing up from childhood to the stage when his spiritual life matures. He first develops physically. The forces concentrated within the youthful organism must be allowed to expand physically. Later, when growth is completed, these physical forces are turned inwards. Mankind in general undergoes a similar process. The curve of development which we have already described reveals a remarkable law which applies even to the continents. First of all we observe the first signs of man's development in Africa; then his native territory expands far afield. Characteristic of this expansion is the wide-open spaces of Asia where man inhabits vast tracts of country.

[ 19 ] Schauen wir nun auf die Wiederholung der Rassenbildung in den nachatlantischen Kulturen. Wie der Mensch in der Jugend gleichsam neugierig mit den Augen hinschaut in die Umgebung, so blickt der Mensch der alten indischen Kultur in die Welt. Das hängt durchaus mit den jugendfrischen Kräften zusammen, die den Menschen ausdehnen und in seinem Wachstum in die Weite organisieren. Dann muß das Geistige beginnen und muß sich das Physische zusammendrängen; da sehen wir, daß, indem die Kultur in Europa fortschreitet, in merkwürdiger Weise der Raum, auf dem diese Menschheit ausgebreitet ist, zusammengedrängt wird in kleinere Dimensionen. Wir sehen, daß Europa der kleinste Erdteil ist, und je weiter der Mensch nach Westen fortschreitet, desto mehr strebt er nach einem Zusammendrängen. Er strebt in Halbinseln hinaus ins Meer und schnürt sich immer mehr zusammen nach dem Westen hin.

[ 19 ] Let us now glance at the repetition of race development in the post-Atlantean civilizations. Just as in his youth man looks out with curiosity upon his environment, so does the man of the old Indian civilization look out into the world. This is associated with the fresh, youthful forces which help man to grow until he reaches his full stature when the spiritual life must begin to unfold and the physical must be compressed. As civilization advances westward into Europe it is remarkable that the geographical area which mankind inhabits is narrowed down to smaller and smaller lands. We observe that Europe is the smallest continent, and the further civilization moves westward the more it tends towards delimitation, and finally in its westward course is confined to peninsulas and islands.

[ 20 ] Dies hängt alles mit dem geistigen Gang der Entwickelung zusammen. Sie sehen hier in eigenartiger Weise in die Mysterien der geistigen Entwickelung hinein. Aber mit dem Zusammendrängen nach Westen hin ist eine Krisis gegeben. Da ist eine Krisis, durch welche ein mehr unproduktives Element zu wirken beginnt. Die Produktivität stirbt in den Halbinselgebieten nach dem Westen hin in einer gewissen Weise ab. Diese Unproduktivität zeigt sich in dem, was vorhin charakterisiert worden ist, daß nämlich sozusagen selbst die Kultur, je weiter sie nach Westen geht, ein starres, greisenhaftes, nach dem Absterben hin gehendes Element annimmt. Das ist etwas, was in den Geheimschulen immer bekannt war. Sie werden nun begreifen, daß ich sagte, das, was ich mitteilen werde, könnte etwas gefährlich werden, weil die Menschen entrüstet werden könnten. Und es darf noch lange nicht alles gesagt werden, was dazu diente, den Menschen in bezug auf die höheren Gebiete seines Wesens unabhängig zu machen, damit er wahrnimmt, was aus der Erde rassebestimmend aufsteigt, was später den Kulturcharakter bestimmt, und was in noch späterer Zeit wieder unbedeutend werden wird, wenn der Mensch zum Geistigen wieder zurückkehrt. Sie werden daher begreifen, daß mit diesem ganzen Gang der Menschheitsentwickelung der Gang der geistigen Entwicklung, den diejenigen immer gekannt haben, die tiefer in die Geheimnisse des Daseins eingeweiht waren, zusammenhängt. Die Richtigkeit des Gesagten hängt nicht davon ab, ob man für das eine mehr, für das andere weniger begeistert ist; die hängt von der Notwendigkeit in der Entwickelung ab. Wer gegen die Notwendigkeit sprechen würde, der könnte nichts erreichen. Gegen sie sprechen, heißt ihr Hindernisse in den Weg schieben. Daher ist es nur natürlich, daß in gewisser Weise die Menschen, die in das Gebiet ziehen, das mehr nach Westen liegt, sich eine Auffrischung wieder vom Osten holen müssen, einen Einschlag vom Osten erhalten müssen, daß aber das mitteleuropäische Gebiet sich auf die eigene Produktivität, wie sie vor der Halbinselbildung bestanden hat, besinnen muß. Das ist der Grund, warum in Europa gerade — ich meine in dem Strich, der unser gemeinsames Gebiet umfaßt: Skandinavien und Deutschland — die Menschen sich auf ihr eigenes Seelisches besinnen müssen, und warum dagegen gerade im Westen aufgesucht werden muß der Teil der Menschheit, der etwas von Osten übertragen erhalten soll. Das ist tief durch den Gesamtcharakter der Erdenmenschheit bedingt. Sie sehen, daß selbst in der theosophischen Entwicklung das sich noch wiederholt. Auch tritt uns das entgegen in der vierten nachatlantischen Kultur bei dem Römer- und Griechentum. Es ist Tatsache, daß die Römer in gewisser Beziehung weiter sind als die Griechen, daß sie aber von dem von ihnen eroberten Volke, welches weiter östlich wohnt, das Geistesleben nehmen.

[ 20 ] All this is connected with the spiritual course of evolution. Here we have a unique insight into the mysteries of spiritual evolution. But with this narrowing of the geographical area a critical situation arises; on account of this crisis a more unproductive element begins to operate. Creative activity dies out to some extent in the peninsulas the further westward one goes. This creative impoverishment is illustrated in what I have already described, namely that civilization itself, the further it moves westward, becomes progressively more rigid and senile, and slowly declines. This was always known in the Mystery Schools. You will now understand why I said that what I had to communicate might be somewhat dangerous because people might take offence. By no means everything can be revealed that would enable man to command the higher members of his being so that he may perceive the terrestrial forces that determine the race, forces that later on determine the character of the civilization and which in a still later epoch will have lost their significance when man rediscovers his spiritual vision. Thus you will understand that the whole process of the evolution of mankind is connected with the spiritual evolution which has always been known to those who were initiated into the deeper secrets of existence. The truth of what I have just said does not depend upon whether one approves or disapproves; it depends upon evolutionary necessity. To deny this necessity is pointless; it serves only to put obstacles in the way of understanding. Therefore it is only natural that those w ho migrate to areas lying more to the West must seek rejuvenating power, spiritual substance, from the East; but Central Europe must call to mind its own creative activity as it existed before the formation of peninsulas and islands. That is why precisely in Europe—in the region embracing our two countries, Scandinavia and Germany—man has to draw upon the resources of his own soul-life and why, on the other hand, we must look especially in the West for that part of humanity which is to receive spiritual nourishment from the East. This urge is deeply rooted in the nature of all mankind. You see this repeated in the development of Spiritual Science. We witness it again in the fourth post-Atlantean civilization, amongst the Greeks and Romans. The Romans, it is true, are in certain respects more advanced than the Greeks, but they took their spiritual life from the people they conquered, who lived more towards the East.

[ 21 ] Das hier zutage tretende Gesetz wird immer mehr und mehr sich bewahrheiten, je weiter die Gebiete nach Westen gelegen sind. Diese großen Wahrheiten kann man im Grunde genommen nur andeutungsweise sagen. Sie geben uns dasjenige, was dem inneren Charakter unserer Mission für jedes Stück der Erdoberfläche entspricht. Sie sehen, daß wir begreifen müssen dasjenige, was wir zu tun haben, um uns zu dem Gemeinsamkeitscharakter der Menschheit zu erheben. Da liegt die große Verantwortlichkeit, die man hat, wenn man eingreifen will in die große Bewegung der Menschheit. Wo die große Bewegung der Menschheit in Betracht kommt, da darf keine persönliche Sympathie und kein persönlicher Enthusiasmus mitspielen. Denn nicht darauf kommt es an, sondern darauf, was in den großen Gesetzen des Menschentums bedingt ist. Das muß man aus den großen Gesetzen heraus erkennen und sich nicht beeinflussen lassen durch Voreingenommenheit für dieses oder jenes. So ist im Grunde genommen der Charakter des ganzen Rosenkreuzertums. Rosenkreuzertum ist, zu wirken im Sinne der ganzen Menschheitsentwickelung. Wenn man den Boden, auf dem man steht, erkennt bis zur Insel- und Halbinselbildung, dann wird man fühlen, welche Empfindung einen überkommen muß, wenn man im Sinne der Menschheitsentwickelung wirken will.

[ 21 ] The further countries lie to the West the more is the law thus revealed to us confirmed. Now these important truths can only be indicated; they reveal what accords with the inner nature of the future mission of mankind in every corner of the globe. We must understand therefore the task that lies before us if we wish to raise ourselves to the level of the all-human. Here lies the great responsibility which we take upon ourselves if we wish to participate in the spiritual evolution of mankind. In this realm neither personal sympathy nor personal enthusiasm may play a part. They are of no consequence; only what is determined by the great laws of humanity is decisive. The great laws themselves must apprise us of this; we must not allow ourselves to be prejudiced in favour of any particular law. That is the fundamental characteristic of Rosicrucianism. Rosicrucianism implies acting in accordance with the evolution of all mankind. If we are aware of the configuration of the landscape we inhabit, including islands and peninsulas, then we shall realize what sentiments must fill our hearts if we seek to work for the benefit of the evolution of humanity.

[ 22 ] Einstmals wurde der Mensch durch die abnormen Geister der Form heruntergeführt auf die Erde, gebunden an die verschiedenen Punkte der Erdoberfläche; dadurch wurde die Grundlage der Rassenentwikkelung geschaffen. Dann aber sehen wir immer mehr die Rassen sich vermischen. Wir sehen eingreifen in die Rassenentwickelung, das heißt sich aus ihr erheben die Volksentwickelung. Wir sehen sie hineingreifen bis in die Entwickelung des einzelnen Menschen. Es ist ein großes Mysterium damit ausgesprochen, wenn man etwa sagt: Wer war Plato in bezug auf seine äußere Wesenheit, in bezug auf das Hineingeborensein in die Menschheit? Das war ein Mensch, der hineingewachsen war in das Geschlecht der Soloniden, angehörte dem Stamme der Ionier, dem Volke der Griechen, der ganzen kaukasischen Rasse. — Das Verstehen, daß Plato ein Solonide, ein Ionier, ein Grieche, ein Kaukasier war, das spricht, wenn man es in seiner Gesetzmäßigkeit durchschaut, ein tiefes Mysterium aus. Es spricht das Mysterium aus, das uns zeigt, wie auf der weiten Basis des ganzen Erdenplaneten zusammenwirken die normalen und abnormen Geister der Form, die eigentlich das größte Interesse daran haben, den Menschen zum Erdenmenschen zu machen. Es spricht sich darin aus, wie sich durch dieses Zusammenwirken das Menschentum spezifiziert, wie dann die anderen Wesenheiten eingreifen, von denen wir bei der Charakteristik der einzelnen Völkerschaften schon gesprochen haben. Jeder Mensch ist mit seiner Wesenheit an den Vorgängen beteiligt, durch die alle die höheren Wesenheiten, diese höheren Geister zusammenwirkend die Weltentwickelung gestalten.

[ 22 ] In the remote past man descended to Earth under the guidance of the abnormal Spirits of Form and was associated with his particular geographical region. Thus the foundations were laid for the development of the races. Then a progressive intermingling of the races takes place. The evolution of races is interrupted to make way for the evolution of nations; i.e. nations develop out of races. And the development of nations enters even into the evolution of the individual human being. Behind the question, who was Plato, what was his origin and ancestry, a great mystery is concealed. He was an individual who grew up in the lineage of Solon, was a member of the Ionian tribe, the Greek nation and the whole Caucasian race. The realization that Plato was a descendant of Solon, an Ionian, a Greek, a Caucasian, expresses a profound mystery if we understand the law behind it. It shows us how the normal and abnormal Spirits of Form whose major concern is to prepare man's incarnation on Earth work in concert over the whole Earth, how, by this cooperative activity, the human race is subdivided and how then those other Beings intervene of whom we have already spoken when describing the characteristics of the several peoples. Each individual is intimately associated with these processes by means of which all these higher Beings, these higher Spirits, determine the evolution of the world by their cooperative activity.

[ 23 ] Man versteht den einzelnen Menschen nicht, wenn man nicht sieht, wie er in seiner Gesamtentwickelung dadurch, daß diese Wesenheiten zusammenwirken, geworden ist. Dadurch, daß auf unserem Erdenplaneten durch das geheimnisvolle Zusammenwirken der Geister der Form, die die normale Entwickelung durchgemacht haben, und der Geister der Form, die die abnorme Entwickelung durchgemacht haben, einmal eine kaukasische Rasse geschaffen wurde, dadurch wurde der Grund und Boden dafür geschaffen, daß ein Plato überhaupt werden konnte. Dadurch, daß wir die abnormen und normalen Erzengel bis zu den Engeln eingreifen sehen, sehen wir den Weg, der notwendig war, um einen Plato hervorzubringen, der uns als menschliche Wesenheit, mit menschlichem Antlitz, mit ganz bestimmten Verstandes-, Gefühls- und Willenseigenschaften entgegentreten konnte. Zwischen der Rasse und der Individualität liegt das Volkstum mitten darinnen.

[ 23 ] We cannot understand the individual if we do not see how he owes his whole development to the cooperation of these Beings. Because a Caucasian race was once created on Earth through the mysterious interplay of the normal and abnormal Spirits of Form the stage was set for the incarnation of a Plato. And because we are aware of the intervention of the normal and abnormal Archangels down to the Angels, we realize the steps which were necessary to bring forth a Plato whom we could recognize as a human being endowed with the specific human attributes of thinking, feeling and willing. The nation occupies an intermediate position between the race and the individual.

[ 24 ] Darum mußten wir heute die Grundbedingungen der Rasse im allgemeinen charakterisieren. Morgen wollen wir das Herauswachsen des Volkstumes aus den Rassen, das Eingreifen anderer Geister der Hierarchien und insbesondere deren Eingreifen in das Wirken der Geister der Form betrachten.

[ 24 ] It was first necessary therefore to outline the conditions fundamental to the evolution of race. Tomorrow we shall discuss the emergence of nations out of races, the intervention of other Spirits of the Hierarchies and especially their intervention in the activity of the Spirits of Form.