The Revelations of Karma
GA 127
11 February 1911, Munich
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Die Mission der neuen Geistesoffenbarung
4. Die Beziehung der Menschlichen Wesensglieder zur Menschheitsentwickelung und zum Lebenslauf Gottessohn und Menschensohn
4. Die Beziehung der Menschlichen Wesensglieder zur Menschheitsentwickelung und zum Lebenslauf Gottessohn und Menschensohn
[ 1 ] Im Verlauf unserer geisteswissenschaftlichen Studien werden wir zunächst bekanntgemacht mit der sogenannten Gliederung des Menschen und unterscheiden dann am Menschen seinen physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib, das Ich und so weiter. Nun könnte es vielen scheinen, als ob wir, wenn wir nun wissen: der Mensch besteht aus diesen Wesensgliedern — dann schon sozusagen auch die Wesenheit des Menschen einigermaßen erfaßt hätten. Und viele glauben in der Tat, das Wesentlichste vom Menschen zu wissen, wenn sie nun diese verschiedenen menschlichen Wesensglieder aufzählen können, allenfalls noch anzugeben wissen, wie sich das eine oder andere verhält beim Durchgang durch verschiedene Verkörperungen hindurch. In Wirklichkeit ist es auf der einen Seite durchaus notwendig, daß man bei der Betrachtung des Menschen von diesen Wesensgliedern ausgeht, aber dann muß man sich klarmachen, daß man damit im Grundegenommen nur etwas sehr Vorläufiges getan hat, wenn man sich damit bekanntgemacht hat. Denn es kommt durchaus nicht bloß darauf an, daß der Mensch nun aus diesen sieben oder neun Gliedern besteht, sondern es kommt auf das Verhältnis dieser verschiedenen Wesensglieder des Menschen an, wie das eine oder andere wiederum zu dem einen oder anderen steht. Nun ist dieses Verhältnis aber durchaus nicht etwa für alle Menschen und alle Zeiten gleich, sondern es ist verschieden, und vor allen Dingen ändert sich im Verlauf der Zeiten der menschlichen Entwickelung dieses Verhältnis der Glieder zueinander, so daß wir sagen können: Wenn wir auf die Menschheit blicken in einem Zeitraum, der vier bis fünftausend Jahre hinter uns liegt, so waren diese Glieder anders miteinander verbunden als heute, und in der Zukunft werden sie ganz anders miteinander verbunden sein. Die Art der Zusammenfügung, das Verhältnis der Wesensglieder, das ändert sich im Laufe der Zeit. Das Immer-wieder-Erscheinen des Menschen im Verlauf seiner Inkarnationen hat dadurch seinen bedeutungsvollen Sinn, daß, während der Mensch sozusagen durchmacht seine eigene individuelle Entwickelung von Verkörperung zu Verkörperung, im Verlauf der Erdenentwickelung dieser Komplex von physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib seine Entwickelung durchmacht in bezug auf das Verhältnis dieser Glieder, so daß der Mensch mit jeder neuen Verkörperung gewissermaßen auf eine neue Zusammensetzung stößt. — Dadurch erlebt der Mensch immer Neues, daß er auf eine solche verschiedene Zusammenfügung stößt. Wir brauchen nur in bezug auf einen Punkt zunächst alte Zeiten mit unserer Zeit zu vergleichen und werden dann einen Einblick gewinnen können in das, was gemeint ist.
[ 1 ] Im Verlauf unserer geisteswissenschaftlichen Studien werden wir zunächst bekanntgemacht mit der sogenannten Gliederung des Menschen und unterscheiden dann am Menschen seinen physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib, das Ich und so weiter. Nun könnte es vielen scheinen, als ob wir, wenn wir nun wissen: der Mensch besteht aus diesen Wesensgliedern — dann schon sozusagen auch die Wesenheit des Menschen einigermaßen erfaßt hätten. Und viele glauben in der Tat, das Wesentlichste vom Menschen zu wissen, wenn sie nun diese verschiedenen menschlichen Wesensglieder aufzählen können, allenfalls noch anzugeben wissen, wie sich das eine oder andere verhält beim Durchgang durch verschiedene Verkörperungen hindurch. In Wirklichkeit ist es auf der einen Seite durchaus notwendig, daß man bei der Betrachtung des Menschen von diesen Wesensgliedern ausgeht, aber dann muß man sich klarmachen, daß man damit im Grundegenommen nur etwas sehr Vorläufiges getan hat, wenn man sich damit bekanntgemacht hat. Denn es kommt durchaus nicht bloß darauf an, daß der Mensch nun aus diesen sieben oder neun Gliedern besteht, sondern es kommt auf das Verhältnis dieser verschiedenen Wesensglieder des Menschen an, wie das eine oder andere wiederum zu dem einen oder anderen steht. Nun ist dieses Verhältnis aber durchaus nicht etwa für alle Menschen und alle Zeiten gleich, sondern es ist verschieden, und vor allen Dingen ändert sich im Verlauf der Zeiten der menschlichen Entwickelung dieses Verhältnis der Glieder zueinander, so daß wir sagen können: Wenn wir auf die Menschheit blicken in einem Zeitraum, der vier bis fünftausend Jahre hinter uns liegt, so waren diese Glieder anders miteinander verbunden als heute, und in der Zukunft werden sie ganz anders miteinander verbunden sein. Die Art der Zusammenfügung, das Verhältnis der Wesensglieder, das ändert sich im Laufe der Zeit. Das Immer-wieder-Erscheinen des Menschen im Verlauf seiner Inkarnationen hat dadurch seinen bedeutungsvollen Sinn, daß, während der Mensch sozusagen durchmacht seine eigene individuelle Entwickelung von Verkörperung zu Verkörperung, im Verlauf der Erdenentwickelung dieser Komplex von physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib seine Entwickelung durchmacht in bezug auf das Verhältnis dieser Glieder, so daß der Mensch mit jeder neuen Verkörperung gewissermaßen auf eine neue Zusammensetzung stößt. — Dadurch erlebt der Mensch immer Neues, daß er auf eine solche verschiedene Zusammenfügung stößt. Wir brauchen nur in bezug auf einen Punkt zunächst alte Zeiten mit unserer Zeit zu vergleichen und werden dann einen Einblick gewinnen können in das, was gemeint ist.
[ 2 ] Wenn wir zurückblickten in das 4. und 5. Jahrtausend, in die ägyptische Kultur, und uns die Menschen betrachteten, so würden wir sehen, daß bei diesen Menschen ein viel loseres Verhältnis von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib vorhanden war, als es heute der Fall ist. Es waren sozusagen der Astralleib und Ätherleib loser nur an den physischen Leib gekettet in diesen alten Zeiten, als das heute der Fall ist, und gerade das ist die Tendenz unserer heutigen Entwickelung, daß der Astral- und Ätherleib sich immer dichter und dichter, fester und fester mit dem physischen Leib des Menschen verbinden wollen. Das ist sehr bedeutsam, denn indem mit fortschreitender menschlicher Entwickelung in die Zukunft hinein der Astralleib und Ätherleib die Tendenz haben, immer mehr sich an den physischen Leib zu ketten, hat der Mensch von seiner Seele aus nicht mehr in derselben Art Einfluß auf seinen physischen Leib, wie er das in alten Zeiten hatte. In alten Zeiten waren der Astralleib und der Ätherleib freier, in sie wirkten nicht so energisch hinein die Gesetze des physischen Leibes wie heute. Wenn der Mensch ein Gefühl faßte in alten Zeiten, irgendeine Idee, so setzte sich die Kraft dieses Gefühls, dieser Idee in den Astralleib und Ätherleib hinein rasch fort, und von da aus war der Mensch in der Lage, weil er Herr war seines Äther- und Astralleibes, auch wiederum von der Seele aus den physischen Leib zu beherrschen. Diese Möglichkeit, von der Seele aus den physischen Leib zu beherrschen, nimmt immer mehr ab, weil sich der Astral- und Atherleib immer mehr hineinsetzen in den physischen Leib. Dies hat aber eine andere Folge noch. Es hat die Folge, daß der Mensch im Laufe der Zeiten vermöge seiner natürlichen Beschaffenheit immer unzugänglicher wird denjenigen Kräften und Mächten, die aus der geistigen Welt auf ihn herunterwirken. Deshalb haben wir in alten Zeiten eine gleichsam natürliche Inspiration und Imagination, ein altes Hellsehen, weil Ätherleib und Astralleib freier waren bei den Menschen der alten Zeiten. In diesen freien Astralleib und freien Ätherleib strömten die Kräfte der übermenschlichen Hierarchien ein, konnten in den Ätherleib und Astralleib hineinwirken. Nun entreißt im Verlauf des Menschheitsprozesses der physische Leib dem eigentlichen Inneren des Menschen den Äther- und Astralleib, nimmt sie für sich in Anspruch, und die Folge ist, daß der direkte Einfluß aus den spirituellen Welten immer geringer wird, immer weniger und weniger hereingelangen kann in den Ätherleib und Astralleib des Menschen.
[ 2 ] Wenn wir zurückblickten in das 4. und 5. Jahrtausend, in die ägyptische Kultur, und uns die Menschen betrachteten, so würden wir sehen, daß bei diesen Menschen ein viel loseres Verhältnis von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib vorhanden war, als es heute der Fall ist. Es waren sozusagen der Astralleib und Ätherleib loser nur an den physischen Leib gekettet in diesen alten Zeiten, als das heute der Fall ist, und gerade das ist die Tendenz unserer heutigen Entwickelung, daß der Astral- und Ätherleib sich immer dichter und dichter, fester und fester mit dem physischen Leib des Menschen verbinden wollen. Das ist sehr bedeutsam, denn indem mit fortschreitender menschlicher Entwickelung in die Zukunft hinein der Astralleib und Ätherleib die Tendenz haben, immer mehr sich an den physischen Leib zu ketten, hat der Mensch von seiner Seele aus nicht mehr in derselben Art Einfluß auf seinen physischen Leib, wie er das in alten Zeiten hatte. In alten Zeiten waren der Astralleib und der Ätherleib freier, in sie wirkten nicht so energisch hinein die Gesetze des physischen Leibes wie heute. Wenn der Mensch ein Gefühl faßte in alten Zeiten, irgendeine Idee, so setzte sich die Kraft dieses Gefühls, dieser Idee in den Astralleib und Ätherleib hinein rasch fort, und von da aus war der Mensch in der Lage, weil er Herr war seines Äther- und Astralleibes, auch wiederum von der Seele aus den physischen Leib zu beherrschen. Diese Möglichkeit, von der Seele aus den physischen Leib zu beherrschen, nimmt immer mehr ab, weil sich der Astral- und Atherleib immer mehr hineinsetzen in den physischen Leib. Dies hat aber eine andere Folge noch. Es hat die Folge, daß der Mensch im Laufe der Zeiten vermöge seiner natürlichen Beschaffenheit immer unzugänglicher wird denjenigen Kräften und Mächten, die aus der geistigen Welt auf ihn herunterwirken. Deshalb haben wir in alten Zeiten eine gleichsam natürliche Inspiration und Imagination, ein altes Hellsehen, weil Ätherleib und Astralleib freier waren bei den Menschen der alten Zeiten. In diesen freien Astralleib und freien Ätherleib strömten die Kräfte der übermenschlichen Hierarchien ein, konnten in den Ätherleib und Astralleib hineinwirken. Nun entreißt im Verlauf des Menschheitsprozesses der physische Leib dem eigentlichen Inneren des Menschen den Äther- und Astralleib, nimmt sie für sich in Anspruch, und die Folge ist, daß der direkte Einfluß aus den spirituellen Welten immer geringer wird, immer weniger und weniger hereingelangen kann in den Ätherleib und Astralleib des Menschen.
[ 3 ] Das können wir selbst verfolgen in der äußeren Gestaltung des Menschen. Wenn wir weit, weit zurückgehen würden in der alten, sagen wir ägyptischen Menschheit, würden wir finden: So wie der Mensch beschaffen war in seiner Seele, etwa wenn er diese oder jene Leidenschaften oder Triebe hatte, wirkte das fort in den Astralleib und Ätherleib hinein, und dieser Astralleib und Ätherleib drückten dann die Triebe und Leidenschaften im physischen Leib ab. Daher würden wir finden, daß in sehr alten Zeiten der ägyptischen Kultur, aber überhaupt in den Zeiten der alten Kulturen das Äußere des Menschen eine Art Abdruck seiner Seele war. Man konnte an der Stirne lesen, in der Physiognomie lesen, was in der Seele lebte. Es war eine Art von voller Analogie zwischen dem äußeren Physischen und dem Seelischen. Dann kam die Zeit der griechisch-lateinischen Kultur, kam dieses merkwürdige, wie in der Mitte der nachatlantischen Zeit stehende Griechenvolk. Das steht so in der Mitte, daß noch im allgemeinen die Kräfte der spirituellen Welt zur Seele strömen und sich ausdrücken in der Körperlichkeit. Daher jener merkwürdige Einklang bei den Griechen zwischen der äußeren Körperlichkeit, der Schönheit der äußeren Körperlichkeit und der Schönheit der Seele. Diese schöne Seele war, weil sie frei war vom physischen Leib, dadurch fähig sich zu öffnen nach oben, nach den Hierarchien. Die Hierarchien sandten ihre Kräfte herein. Dies drückte sich aus im physischen Leib, und dadurch wurde der ganze physische Leib des Griechen zum Ausdruck der schönen Seele. So finden wir, daß in hohem Maße ein Übermenschliches sich ausdrückte im menschlichen Körper in der griechischen Zeit, ein Allgemein-Menschliches.
[ 3 ] Das können wir selbst verfolgen in der äußeren Gestaltung des Menschen. Wenn wir weit, weit zurückgehen würden in der alten, sagen wir ägyptischen Menschheit, würden wir finden: So wie der Mensch beschaffen war in seiner Seele, etwa wenn er diese oder jene Leidenschaften oder Triebe hatte, wirkte das fort in den Astralleib und Ätherleib hinein, und dieser Astralleib und Ätherleib drückten dann die Triebe und Leidenschaften im physischen Leib ab. Daher würden wir finden, daß in sehr alten Zeiten der ägyptischen Kultur, aber überhaupt in den Zeiten der alten Kulturen das Äußere des Menschen eine Art Abdruck seiner Seele war. Man konnte an der Stirne lesen, in der Physiognomie lesen, was in der Seele lebte. Es war eine Art von voller Analogie zwischen dem äußeren Physischen und dem Seelischen. Dann kam die Zeit der griechisch-lateinischen Kultur, kam dieses merkwürdige, wie in der Mitte der nachatlantischen Zeit stehende Griechenvolk. Das steht so in der Mitte, daß noch im allgemeinen die Kräfte der spirituellen Welt zur Seele strömen und sich ausdrücken in der Körperlichkeit. Daher jener merkwürdige Einklang bei den Griechen zwischen der äußeren Körperlichkeit, der Schönheit der äußeren Körperlichkeit und der Schönheit der Seele. Diese schöne Seele war, weil sie frei war vom physischen Leib, dadurch fähig sich zu öffnen nach oben, nach den Hierarchien. Die Hierarchien sandten ihre Kräfte herein. Dies drückte sich aus im physischen Leib, und dadurch wurde der ganze physische Leib des Griechen zum Ausdruck der schönen Seele. So finden wir, daß in hohem Maße ein Übermenschliches sich ausdrückte im menschlichen Körper in der griechischen Zeit, ein Allgemein-Menschliches.
[ 4 ] In der Zukunft nun - und das ist das Wichtige, daß wir uns das in die Seele schreiben — wird das ganz anders werden. In der Zukunft wird der physische Leib des Menschen anspruchsvoller, kettet Astralund Ätherleib an sich, und nur dadurch, daß der Mensch bewußt herantritt an die spirituelle Welt, aufnimmt die Ideen, Begriffe, Gefühle der spirituellen Welt, wie wir jetzt beginnen in den spirituellen Bewegungen, kann er selber jene starken Kräfte entwickeln, welche ihm früher von den Hierarchien hereingegossen worden sind in den physischen und Ätherleib. Und der Mensch kann gegen die Zukunft hin, wenn er noch Herr bleiben will seines physischen Leibes, starke Kräfte in bewußter Weise aus der spirituellen Welt heraus beziehen, um die widerstrebenden Kraftmassen des Ätherleibes zu überwinden, der an den physischen Leib gebunden ist.
[ 4 ] In der Zukunft nun - und das ist das Wichtige, daß wir uns das in die Seele schreiben — wird das ganz anders werden. In der Zukunft wird der physische Leib des Menschen anspruchsvoller, kettet Astralund Ätherleib an sich, und nur dadurch, daß der Mensch bewußt herantritt an die spirituelle Welt, aufnimmt die Ideen, Begriffe, Gefühle der spirituellen Welt, wie wir jetzt beginnen in den spirituellen Bewegungen, kann er selber jene starken Kräfte entwickeln, welche ihm früher von den Hierarchien hereingegossen worden sind in den physischen und Ätherleib. Und der Mensch kann gegen die Zukunft hin, wenn er noch Herr bleiben will seines physischen Leibes, starke Kräfte in bewußter Weise aus der spirituellen Welt heraus beziehen, um die widerstrebenden Kraftmassen des Ätherleibes zu überwinden, der an den physischen Leib gebunden ist.
[ 5 ] Wir können also sagen: In alten vorchristlichen Zeiten wurde den Menschen die Möglichkeit von selbst gegeben, in den physischen Leib hineinzuwirken. In der Zukunft wird den Menschen diese Möglichkeit nur gegeben werden, wenn sie etwas dazu tun. - Dadurch aber wird in der Zukunft der Menschheit immer mehr zutage treten, daß ein Unterschied deutlich zwischen den Menschen auftreten wird, die sich sträuben gegen die spirituellen Lehren und Erkenntnisse, und solchen, die gerne und willig und instinktgemäß herankommen an die spirituellen Erkenntnisse. Wir wissen, daß die letzteren heute noch ein kleines Häuflein bilden. Aber diese Scheidung wird sich vollziehen zwischen solchen Menschen, die immer mehr sich sträuben werden aus Haß und Abneigung gegen das Spirituelle, und solchen, die willig, durch einen gewissen Instinkt zunächst getrieben, an die spirituellen Bewegungen herankommen. Diejenigen Menschen, die sich sträuben, werden das immer mehr in ihrem Antlitz zeigen. Sie werden zeigen, daß sie keine Gewalt haben über ihre Gesten, über ihr Physisches, daß ihr Physisches überall stärker ist als sie selber. Diejenigen, die an die spirituellen Lehren herankommen, werden zeigen, daß sie starke Kräfte bekommen, um das widerstrebende Physische zu überwinden.
[ 5 ] Wir können also sagen: In alten vorchristlichen Zeiten wurde den Menschen die Möglichkeit von selbst gegeben, in den physischen Leib hineinzuwirken. In der Zukunft wird den Menschen diese Möglichkeit nur gegeben werden, wenn sie etwas dazu tun. - Dadurch aber wird in der Zukunft der Menschheit immer mehr zutage treten, daß ein Unterschied deutlich zwischen den Menschen auftreten wird, die sich sträuben gegen die spirituellen Lehren und Erkenntnisse, und solchen, die gerne und willig und instinktgemäß herankommen an die spirituellen Erkenntnisse. Wir wissen, daß die letzteren heute noch ein kleines Häuflein bilden. Aber diese Scheidung wird sich vollziehen zwischen solchen Menschen, die immer mehr sich sträuben werden aus Haß und Abneigung gegen das Spirituelle, und solchen, die willig, durch einen gewissen Instinkt zunächst getrieben, an die spirituellen Bewegungen herankommen. Diejenigen Menschen, die sich sträuben, werden das immer mehr in ihrem Antlitz zeigen. Sie werden zeigen, daß sie keine Gewalt haben über ihre Gesten, über ihr Physisches, daß ihr Physisches überall stärker ist als sie selber. Diejenigen, die an die spirituellen Lehren herankommen, werden zeigen, daß sie starke Kräfte bekommen, um das widerstrebende Physische zu überwinden.
[ 6 ] Das wird sich so ausdrücken, daß die Menschen in bezug auf ihre äußere Bildung und Entwickelung ganz andere Dinge zeigen werden als in alten Zeiten. Zurückgehend noch einmal in alte Zeiten, können wir sagen: Wenn wir zu den Ägyptern hinaufsehen, wie sie vier- bis fünftausend Jahre vor unserer Zeitrechnung waren, dann können wir die Kindheitsentwickelung nach der Geburt so sehen, daß das Kind gar nicht recht menschlich aussah. Es sah aus, wie wenn ein Engel hineingefahren wäre, wie wenn es aus der spirituellen Welt heraus seine weichen, das Spirituelle im Physischen unmittelbar ausdrückenden Körperformen erhalten hätte. Und je mehr es heranwuchs, desto mehr wurde es menschlich. Es entwickelte sich herunter zum Menschentum. Ein großer Gleichklang zwischen der ersten und späteren Menschheit war bei den Griechen. Da zeigte sich schon im ersten Kindheitsalter der Abdruck des Allgemein-Menschlichen, und der blieb dann; daher man das Griechenvolk mit Recht als eine Art kindlichen Volkes ansieht. In der Zukunft wird immer mehr die Tatsache auftreten, daß der Mensch und gerade der bedeutendste Mensch als kleines Kind nach der Geburt häßlich ist, richtig häßlich ist im Sinne des griechischen Schönheitsideals. Aber je mehr der Mensch sich bekanntmacht mit spirituellen Ideen, desto mehr wird seine Gestalt und Figur etwas Charakteristisches bekommen, wird das, was zuerst verschwommene, unbestimmte, ja häßliche Züge sind, beim Kind sich umwandeln, daß man den Gesichtszügen anmerken wird: sie sind der Ausdruck der Ideen und Begriffe aus der spirituellen Welt. Das wird immer mehr so der Fall sein.
[ 6 ] Das wird sich so ausdrücken, daß die Menschen in bezug auf ihre äußere Bildung und Entwickelung ganz andere Dinge zeigen werden als in alten Zeiten. Zurückgehend noch einmal in alte Zeiten, können wir sagen: Wenn wir zu den Ägyptern hinaufsehen, wie sie vier- bis fünftausend Jahre vor unserer Zeitrechnung waren, dann können wir die Kindheitsentwickelung nach der Geburt so sehen, daß das Kind gar nicht recht menschlich aussah. Es sah aus, wie wenn ein Engel hineingefahren wäre, wie wenn es aus der spirituellen Welt heraus seine weichen, das Spirituelle im Physischen unmittelbar ausdrückenden Körperformen erhalten hätte. Und je mehr es heranwuchs, desto mehr wurde es menschlich. Es entwickelte sich herunter zum Menschentum. Ein großer Gleichklang zwischen der ersten und späteren Menschheit war bei den Griechen. Da zeigte sich schon im ersten Kindheitsalter der Abdruck des Allgemein-Menschlichen, und der blieb dann; daher man das Griechenvolk mit Recht als eine Art kindlichen Volkes ansieht. In der Zukunft wird immer mehr die Tatsache auftreten, daß der Mensch und gerade der bedeutendste Mensch als kleines Kind nach der Geburt häßlich ist, richtig häßlich ist im Sinne des griechischen Schönheitsideals. Aber je mehr der Mensch sich bekanntmacht mit spirituellen Ideen, desto mehr wird seine Gestalt und Figur etwas Charakteristisches bekommen, wird das, was zuerst verschwommene, unbestimmte, ja häßliche Züge sind, beim Kind sich umwandeln, daß man den Gesichtszügen anmerken wird: sie sind der Ausdruck der Ideen und Begriffe aus der spirituellen Welt. Das wird immer mehr so der Fall sein.
[ 7 ] Dasjenige, was in der äußeren Menschheit auftritt, zeigt sich manchmal wie zusammengeschoben in der Kunst. In der Tat ist das Material zu derjenigen Menschheit, die der Zukunft entgegengehen soll, sozusagen aus den europäischen Völkermassen heraus genommen, während das Material zu der Menschheit, welche die alte Herrschaft über den physischen Leib gehabt hat, dem Süden entsprang. So haben wir auch in der Kunst, in der griechischen Kunst den Ausdruck des allgemeinen schönen Menschen. Selbst seinen Göttergestalten prägt der Grieche den Ausdruck des schönen Menschen auf, und das setzt sich bis in die Renaissance des europäischen Südens hinein fort. Vergleichen Sie eine Madonna von Raffael dagegen mit einer des Nordens, so werden Sie sehen, daß die Kunst vorausnimmt, was wirklich eintritt. Da haben Sie die mehr charakteristische Gestalt, das Charakteristische überwiegt. Die Nachklänge des griechischen Künstlertums wirkten so, wie wenn es das Schöne ohne sein Zutun hätte. Ein starkes Inneres, ein kraftvolles seelisches Inneres ist das, worauf die Menschheit in der nächsten Zukunft angewiesen sein wird. Solch einem Zeitalter gehen wir entgegen, und gerade diese Tatsache müssen wir in Zusammenhang bringen mit der anderen, daß diese verschiedenen Wesensglieder des Menschen zu den verschiedenen Zeiten der Menschheitsentwickelung einen verschiedenen Zusammenhang haben. Sie waren früher lockerer, und es streben immer mehr die unteren Glieder, dicht aneinander zu kommen.
[ 7 ] Dasjenige, was in der äußeren Menschheit auftritt, zeigt sich manchmal wie zusammengeschoben in der Kunst. In der Tat ist das Material zu derjenigen Menschheit, die der Zukunft entgegengehen soll, sozusagen aus den europäischen Völkermassen heraus genommen, während das Material zu der Menschheit, welche die alte Herrschaft über den physischen Leib gehabt hat, dem Süden entsprang. So haben wir auch in der Kunst, in der griechischen Kunst den Ausdruck des allgemeinen schönen Menschen. Selbst seinen Göttergestalten prägt der Grieche den Ausdruck des schönen Menschen auf, und das setzt sich bis in die Renaissance des europäischen Südens hinein fort. Vergleichen Sie eine Madonna von Raffael dagegen mit einer des Nordens, so werden Sie sehen, daß die Kunst vorausnimmt, was wirklich eintritt. Da haben Sie die mehr charakteristische Gestalt, das Charakteristische überwiegt. Die Nachklänge des griechischen Künstlertums wirkten so, wie wenn es das Schöne ohne sein Zutun hätte. Ein starkes Inneres, ein kraftvolles seelisches Inneres ist das, worauf die Menschheit in der nächsten Zukunft angewiesen sein wird. Solch einem Zeitalter gehen wir entgegen, und gerade diese Tatsache müssen wir in Zusammenhang bringen mit der anderen, daß diese verschiedenen Wesensglieder des Menschen zu den verschiedenen Zeiten der Menschheitsentwickelung einen verschiedenen Zusammenhang haben. Sie waren früher lockerer, und es streben immer mehr die unteren Glieder, dicht aneinander zu kommen.
[ 8 ] Nun hängt mit einer solchen Tatsache manches zusammen, was in unserer Zeit dem aufmerksamen Lebensbeobachter sehr greifbar entgegentreten kann, zum Beispiel die Unmöglichkeit gewisser Menschen, irgendwie nur noch den Tatsachen der Welt angemessene Begriffe zu fassen. Es gibt heute schon zahlreiche Menschen, welche die Begriffe, die ihnen eingedrillt worden sind, so fest haben, daß es ihnen rein unmöglich ist, später noch einen neuen Begriff aufzunehmen. Woher kommt das? Ein Ätherleib, welcher wenig stark verknüpft ist mit dem physischen Leib, kann immer mehr neue Begriffe aufnehmen, weil er elastisch ist. Ein Ätherleib, der fest mit dem physischen Leib verbunden ist, lernt eine gewisse Summe von Begriffen, dann hat der physische Leib eine bestimmte Form erhalten, die zwingt er dem Ätherleib auf. Und so kommt es, daß viele Persönlichkeiten in unseren gebildeten und gelehrten Kreisen heute das, was sie eingeprägt haben dem Gehirn, in späteren Lebensaltern nicht mehr ändern können und steif und unelastisch sind in bezug auf ihre Begriffe. Ihr Ätherleib kann nicht mehr heraus, wird nicht mehr losgelassen vom physischen Leib. Es ist dann nur die Stärke und Gewalt und Eindringlichkeit der spirituellen Begriffe und Ideen, die es möglich machen, daß der Mensch diese Tendenz überwindet. Denn der Mensch muß durch sich hier eine kosmische Tendenz überwinden. Das ist gerade die Mission des Menschen, daß er durch sich eine kosmische Tendenz überwinder. Man kann im wesentlichen durch einen Vergleich die Sache klarmachen. Stellen Sie sich einfach eine Pflanze vor, die durchzogen ist von Flüssigkeit und dadurch frisch und grün ist. Stellen Sie sich unter der Feuchtigkeit den Ätherleib vor und unter dem anderen den physischen Leib des Menschen. Dieser physische Leib des Menschen wird mächtig, sagte ich, dadurch daß er den Ätherleib an sich zieht und auch den Astralleib an sich zieht; er bekommt Übermacht. Dadurch werden Äther- und Astralleb ohnmächtig, wie wenn der Pflanze Feuchtigkeit entzogen wird und sie trocken wird, verholzt. Der physische Leib des Menschen beginnt nach und nach zu verholzen, weil die Kräfte des Ätherleibes und Astralleibes verarmen. Ein Gehirn, welches also verholzt, kann nur wenig Begriffe aufnehmen, weil es bei seinen Begriffen bleiben will. Wir müssen uns unseren Astralleib und Ätherleib beleben durch Aufnahme von spirituellen Ideen und Begriffen.
[ 8 ] Nun hängt mit einer solchen Tatsache manches zusammen, was in unserer Zeit dem aufmerksamen Lebensbeobachter sehr greifbar entgegentreten kann, zum Beispiel die Unmöglichkeit gewisser Menschen, irgendwie nur noch den Tatsachen der Welt angemessene Begriffe zu fassen. Es gibt heute schon zahlreiche Menschen, welche die Begriffe, die ihnen eingedrillt worden sind, so fest haben, daß es ihnen rein unmöglich ist, später noch einen neuen Begriff aufzunehmen. Woher kommt das? Ein Ätherleib, welcher wenig stark verknüpft ist mit dem physischen Leib, kann immer mehr neue Begriffe aufnehmen, weil er elastisch ist. Ein Ätherleib, der fest mit dem physischen Leib verbunden ist, lernt eine gewisse Summe von Begriffen, dann hat der physische Leib eine bestimmte Form erhalten, die zwingt er dem Ätherleib auf. Und so kommt es, daß viele Persönlichkeiten in unseren gebildeten und gelehrten Kreisen heute das, was sie eingeprägt haben dem Gehirn, in späteren Lebensaltern nicht mehr ändern können und steif und unelastisch sind in bezug auf ihre Begriffe. Ihr Ätherleib kann nicht mehr heraus, wird nicht mehr losgelassen vom physischen Leib. Es ist dann nur die Stärke und Gewalt und Eindringlichkeit der spirituellen Begriffe und Ideen, die es möglich machen, daß der Mensch diese Tendenz überwindet. Denn der Mensch muß durch sich hier eine kosmische Tendenz überwinden. Das ist gerade die Mission des Menschen, daß er durch sich eine kosmische Tendenz überwinder. Man kann im wesentlichen durch einen Vergleich die Sache klarmachen. Stellen Sie sich einfach eine Pflanze vor, die durchzogen ist von Flüssigkeit und dadurch frisch und grün ist. Stellen Sie sich unter der Feuchtigkeit den Ätherleib vor und unter dem anderen den physischen Leib des Menschen. Dieser physische Leib des Menschen wird mächtig, sagte ich, dadurch daß er den Ätherleib an sich zieht und auch den Astralleib an sich zieht; er bekommt Übermacht. Dadurch werden Äther- und Astralleb ohnmächtig, wie wenn der Pflanze Feuchtigkeit entzogen wird und sie trocken wird, verholzt. Der physische Leib des Menschen beginnt nach und nach zu verholzen, weil die Kräfte des Ätherleibes und Astralleibes verarmen. Ein Gehirn, welches also verholzt, kann nur wenig Begriffe aufnehmen, weil es bei seinen Begriffen bleiben will. Wir müssen uns unseren Astralleib und Ätherleib beleben durch Aufnahme von spirituellen Ideen und Begriffen.
[ 9 ] So sehen wir, daß es sich bei der spirituellen Bewegung der Gegenwart um eine in der Mission des Menschen liegende Notwendigkeit für die Zukunft handelt, etwas, das ebenso notwendig ist wie irgendwelche Ereignisse, die ohne menschliches Zutun über das Menschengeschlecht gekommen sind. Man wird sich gegen solche Wahrheiten allerdings noch lange heftig sträuben, aber all dieses Sträuben wird nichts helfen. Die Menschen werden an der Art und Weise des Kulturganges, wie er immer mehr hervortreten wird in den nächsten Zeiten, wahrnehmen, daß die Sachen so sind. Tatsachen werden es den Menschen beweisen.
[ 9 ] So sehen wir, daß es sich bei der spirituellen Bewegung der Gegenwart um eine in der Mission des Menschen liegende Notwendigkeit für die Zukunft handelt, etwas, das ebenso notwendig ist wie irgendwelche Ereignisse, die ohne menschliches Zutun über das Menschengeschlecht gekommen sind. Man wird sich gegen solche Wahrheiten allerdings noch lange heftig sträuben, aber all dieses Sträuben wird nichts helfen. Die Menschen werden an der Art und Weise des Kulturganges, wie er immer mehr hervortreten wird in den nächsten Zeiten, wahrnehmen, daß die Sachen so sind. Tatsachen werden es den Menschen beweisen.
[ 10 ] Nun ist das nicht nur so für die ganze menschliche Entwickelung, daß dieses Verhältnis der einzelnen menschlichen Wesensglieder sich ändert, sondern auch für das einzelne Menschenleben. Es ist keineswegs dasselbe Verhältnis zwischen Ätherleib und Astralleib und Ich für die erste Kindheit und für das spätere Alter des Menschen. Auch beim Menschen selber, bei der einzelnen menschlichen Entwickelung müssen wir darauf Rücksicht nehmen, daß das Verhältnis sich ändert. Wir haben namentlich als eine sehr wichtige Zeit im Verlauf des menschlichen Einzellebens jene Zeit, welche die drei ersten Lebensjahre ungefähr umfaßt. Im Grunde ist jeder Mensch da ein ganz anderes Wesen als später. Wir wissen, daß diese drei ersten Jahre und die spätere Zeit scharf voneinander abgegrenzt sind durch zwei Tatsachen. Die eine ist diese, daß der Mensch erst nach Verlauf dieser Zeit lernt, das Ich zu erfassen, zu sich Ich zu sagen, seine Ichheit zu verstehen. Das andere ist, daß der Mensch, wenn er sich später zurückerinnert, sich nur bis an diesen Zeitpunkt höchstens zurückerinnert, der diesen Zeitraum von dem späteren Leben trennt. Kein Mensch weiß im normalen Zustand irgend etwas, was diesem Zeitpunkt vorangeht. Der Mensch ist da ein ganz anderes Wesen in einer gewissen Beziehung. Und wenn auch wiederum heutige Psychologen die unglaublichsten Kindereien sagen, müssen wir dennoch an dieser Erkenntnis festhalten, daß in der Tat der Mensch zu einem Bewußtsein seiner Ichheit erst nach Verlauf dieser Zeit kommt. Es gibt heute schon sogar Psychologien, in denen man lesen kann, der Mensch lernte zuerst denken und dann sprechen. Nun, solches Blech, wie es heute geschrieben wird in populären psychologischen Schriften, ist nur möglich in einem Zeitalter, in dem diejenigen Menschen, die heute an den offiziellen Stellen Psychologie treiben, als ernsthafte Wissenschafter angesehen werden. Diese Tatsache gehört zu den wichtigsten, daß wir die Scheidung dieser ersten Lebensjahre von den späteren ins Auge fassen und sozusagen die ersten Lebensjahre hindurch den Menschen als ein ganz anderes Wesen ansehen als später. Später erst tritt das Ich des Menschen, dasjenige, woran alles gebunden ist, auf. Aber kein Mensch sollte behaupten, daß dieses Ich vorher untätig war. Es war natürlich nicht untätig. Es wird nicht erst geboren im dritten Jahre; es war da, es hatte nur eine andere Aufgabe als in die Tätigkeit des Bewußtseins einzugreifen.
[ 10 ] Nun ist das nicht nur so für die ganze menschliche Entwickelung, daß dieses Verhältnis der einzelnen menschlichen Wesensglieder sich ändert, sondern auch für das einzelne Menschenleben. Es ist keineswegs dasselbe Verhältnis zwischen Ätherleib und Astralleib und Ich für die erste Kindheit und für das spätere Alter des Menschen. Auch beim Menschen selber, bei der einzelnen menschlichen Entwickelung müssen wir darauf Rücksicht nehmen, daß das Verhältnis sich ändert. Wir haben namentlich als eine sehr wichtige Zeit im Verlauf des menschlichen Einzellebens jene Zeit, welche die drei ersten Lebensjahre ungefähr umfaßt. Im Grunde ist jeder Mensch da ein ganz anderes Wesen als später. Wir wissen, daß diese drei ersten Jahre und die spätere Zeit scharf voneinander abgegrenzt sind durch zwei Tatsachen. Die eine ist diese, daß der Mensch erst nach Verlauf dieser Zeit lernt, das Ich zu erfassen, zu sich Ich zu sagen, seine Ichheit zu verstehen. Das andere ist, daß der Mensch, wenn er sich später zurückerinnert, sich nur bis an diesen Zeitpunkt höchstens zurückerinnert, der diesen Zeitraum von dem späteren Leben trennt. Kein Mensch weiß im normalen Zustand irgend etwas, was diesem Zeitpunkt vorangeht. Der Mensch ist da ein ganz anderes Wesen in einer gewissen Beziehung. Und wenn auch wiederum heutige Psychologen die unglaublichsten Kindereien sagen, müssen wir dennoch an dieser Erkenntnis festhalten, daß in der Tat der Mensch zu einem Bewußtsein seiner Ichheit erst nach Verlauf dieser Zeit kommt. Es gibt heute schon sogar Psychologien, in denen man lesen kann, der Mensch lernte zuerst denken und dann sprechen. Nun, solches Blech, wie es heute geschrieben wird in populären psychologischen Schriften, ist nur möglich in einem Zeitalter, in dem diejenigen Menschen, die heute an den offiziellen Stellen Psychologie treiben, als ernsthafte Wissenschafter angesehen werden. Diese Tatsache gehört zu den wichtigsten, daß wir die Scheidung dieser ersten Lebensjahre von den späteren ins Auge fassen und sozusagen die ersten Lebensjahre hindurch den Menschen als ein ganz anderes Wesen ansehen als später. Später erst tritt das Ich des Menschen, dasjenige, woran alles gebunden ist, auf. Aber kein Mensch sollte behaupten, daß dieses Ich vorher untätig war. Es war natürlich nicht untätig. Es wird nicht erst geboren im dritten Jahre; es war da, es hatte nur eine andere Aufgabe als in die Tätigkeit des Bewußtseins einzugreifen.
[ 11 ] Was hatte es für eine Aufgabe? Es ist der wichtigste spirituelle Faktor bei der Bildung der drei Hüllen des Kindes, des Astralleibes, Ätherleibes und physischen Leibes. Die physische Hülle des Gehirns wird fortwährend umgebildet. Da haben wir fortwährend das Ich an der Arbeit. Es kann nicht bewußt werden, weil es eine ganz andere Aufgabe hat: es muß erst das Werkzeug des Bewußtseins formen. Dasselbe, was uns später bewußt wird, arbeitet erst an unserem physischen Gehirn in den ersten Lebensjahren. Es ist sozusagen nur eine Änderung der Aufgabe des Ich. Erst arbeitet es an uns, dann in uns. Es ist wirklich ein Plastiker zuerst, dieses Ich, und es ist unsagbar, was dieses Ich an der Formung selbst dieses physischen Gehirns leistet. Ein gewaltiger Künstler ist dieses Ich. Aber wer gibt ihm die Kraft? Diese Kraft hat es aus dem Grunde, weil in das Ich in den ersten drei Lebensjahren die Kräfte der nächsthöheren Hierarchie, der Engel einströmen. In der Tat arbeitet — das ist kein Bild, das ist kein Gleichnis, sondern tatsächlich eine Wahrheit - im Menschen durch das Ich des Menschen Engel, das heißt eine Wesenheit der nächsthöheren Hierarchie. Diese Wesenheit arbeitet in dem Ich und durch das Ich an dem Menschen, ihn plastisch ausgestaltend. Es ist, wie wenn der Mensch den ganzen Strom des spirituellen Lebens hätte, als ob er zu den höheren Hierarchien hinaufflösse und da die Kräfte der höheren Hierarchien auf ihn hereinströmten. Und in dem Augenblick, wo er lernt Ich zu sagen, ist es so, als ob etwas von der Kraft abgetrennt würde, wie wenn er dazu berufen würde, etwas zu tun von dem, was der Engel vorher tat.
[ 11 ] Was hatte es für eine Aufgabe? Es ist der wichtigste spirituelle Faktor bei der Bildung der drei Hüllen des Kindes, des Astralleibes, Ätherleibes und physischen Leibes. Die physische Hülle des Gehirns wird fortwährend umgebildet. Da haben wir fortwährend das Ich an der Arbeit. Es kann nicht bewußt werden, weil es eine ganz andere Aufgabe hat: es muß erst das Werkzeug des Bewußtseins formen. Dasselbe, was uns später bewußt wird, arbeitet erst an unserem physischen Gehirn in den ersten Lebensjahren. Es ist sozusagen nur eine Änderung der Aufgabe des Ich. Erst arbeitet es an uns, dann in uns. Es ist wirklich ein Plastiker zuerst, dieses Ich, und es ist unsagbar, was dieses Ich an der Formung selbst dieses physischen Gehirns leistet. Ein gewaltiger Künstler ist dieses Ich. Aber wer gibt ihm die Kraft? Diese Kraft hat es aus dem Grunde, weil in das Ich in den ersten drei Lebensjahren die Kräfte der nächsthöheren Hierarchie, der Engel einströmen. In der Tat arbeitet — das ist kein Bild, das ist kein Gleichnis, sondern tatsächlich eine Wahrheit - im Menschen durch das Ich des Menschen Engel, das heißt eine Wesenheit der nächsthöheren Hierarchie. Diese Wesenheit arbeitet in dem Ich und durch das Ich an dem Menschen, ihn plastisch ausgestaltend. Es ist, wie wenn der Mensch den ganzen Strom des spirituellen Lebens hätte, als ob er zu den höheren Hierarchien hinaufflösse und da die Kräfte der höheren Hierarchien auf ihn hereinströmten. Und in dem Augenblick, wo er lernt Ich zu sagen, ist es so, als ob etwas von der Kraft abgetrennt würde, wie wenn er dazu berufen würde, etwas zu tun von dem, was der Engel vorher tat.
[ 12 ] Damit aber haben wir in den ersten Lebensjahren tatsächlich etwas gegeben, was uns wie ein letzter Nachklang dessen erscheint, was durch das ganze menschliche Leben auch noch in einem gewissen Grade da war in der ersten nachatlantischen Zeit. So wie der Mensch ungefähr in den ersten Lebensjahren ist, so war der Mensch fast sein ganzes Leben hindurch, mindestens die erste Hälfte seines Lebens, unmittelbar nach der großen atlantischen Katastrophe. Das können wir uns deutlich an der ersten indischen Kultur vergegenwärtigen. Die kindlichsten Menschen in der ersten indischen Kultur waren die großen Lehrer des indischen Volkes, die heiligen Rishis. Ich habe öfter auf sie aufmerksam gemacht. Wenn man sie sich vorstellen würde nach dem Muster eines heutigen Gelehrten, würde man sehr fehl gehen. Wenn ein heutiger Mensch sie treffen würde, würde er sie überhaupt nicht für erhebliche Menschen betrachten. Sie würden ihm einfach kindlich naive Bauern sein. Es gibt vielleicht heute solche Kindlichkeit gar nicht mehr, wie sie bei den Rishis vorhanden war. Dann aber, wenn sie ihre Zeiten hatten, sprach durch sie das, was als Strom der Inspiration hereinströmte, dann sagten sie Dinge, welche die Geheimnisse der höheren Welten waren, weil sie ihr ganzes Leben hindurch eigentlich niemals das Wort Ich im Sinne der heutigen Menschen über ihre Lippen brachten. Sie haben nie Ich gesagt. Sie unterschieden sich also von dem Kind dadurch, daß das Kind das primitive Vorstellen hat. Aber in dieselbe Form des Seelenlebens flossen herein die höchsten Weisheitsschätze, wie wenn heute ein Kind in den ersten drei Jahren die größte Weisheit sagen würde. Die sagt es im Grunde nicht - aber vielleicht doch nur für einen Teil der Menschen nicht. Vielleicht darf ich Sie daran erinnern, daß ich öfter den Satz ausgesprochen habe: Der Weiseste kann vielleicht am meisten von dem Kinde lernen. — Und wenn tatsächlich derjenige, der selber in die geistigen Welten hineinschauen kann, das Kind vor sich hat mit dem Strom, der in die geistige Welt hinaufgeht, dann ist das so — verzeihen Sie den trivialen Ausdruck -, dann hat derjenige, der in die geistigen Welten hineinzusehen vermag, in dem Kinde etwas wie einen Telephonanschluß in die geistigen Welten. Durch das Kind spricht die geistige Welt. Die Menschen wissen es nur nicht. Der Weiseste kann am meisten von dem Kinde lernen. Das Kind spricht nicht, sondern der Engel aus dem Kinde.
[ 12 ] Damit aber haben wir in den ersten Lebensjahren tatsächlich etwas gegeben, was uns wie ein letzter Nachklang dessen erscheint, was durch das ganze menschliche Leben auch noch in einem gewissen Grade da war in der ersten nachatlantischen Zeit. So wie der Mensch ungefähr in den ersten Lebensjahren ist, so war der Mensch fast sein ganzes Leben hindurch, mindestens die erste Hälfte seines Lebens, unmittelbar nach der großen atlantischen Katastrophe. Das können wir uns deutlich an der ersten indischen Kultur vergegenwärtigen. Die kindlichsten Menschen in der ersten indischen Kultur waren die großen Lehrer des indischen Volkes, die heiligen Rishis. Ich habe öfter auf sie aufmerksam gemacht. Wenn man sie sich vorstellen würde nach dem Muster eines heutigen Gelehrten, würde man sehr fehl gehen. Wenn ein heutiger Mensch sie treffen würde, würde er sie überhaupt nicht für erhebliche Menschen betrachten. Sie würden ihm einfach kindlich naive Bauern sein. Es gibt vielleicht heute solche Kindlichkeit gar nicht mehr, wie sie bei den Rishis vorhanden war. Dann aber, wenn sie ihre Zeiten hatten, sprach durch sie das, was als Strom der Inspiration hereinströmte, dann sagten sie Dinge, welche die Geheimnisse der höheren Welten waren, weil sie ihr ganzes Leben hindurch eigentlich niemals das Wort Ich im Sinne der heutigen Menschen über ihre Lippen brachten. Sie haben nie Ich gesagt. Sie unterschieden sich also von dem Kind dadurch, daß das Kind das primitive Vorstellen hat. Aber in dieselbe Form des Seelenlebens flossen herein die höchsten Weisheitsschätze, wie wenn heute ein Kind in den ersten drei Jahren die größte Weisheit sagen würde. Die sagt es im Grunde nicht - aber vielleicht doch nur für einen Teil der Menschen nicht. Vielleicht darf ich Sie daran erinnern, daß ich öfter den Satz ausgesprochen habe: Der Weiseste kann vielleicht am meisten von dem Kinde lernen. — Und wenn tatsächlich derjenige, der selber in die geistigen Welten hineinschauen kann, das Kind vor sich hat mit dem Strom, der in die geistige Welt hinaufgeht, dann ist das so — verzeihen Sie den trivialen Ausdruck -, dann hat derjenige, der in die geistigen Welten hineinzusehen vermag, in dem Kinde etwas wie einen Telephonanschluß in die geistigen Welten. Durch das Kind spricht die geistige Welt. Die Menschen wissen es nur nicht. Der Weiseste kann am meisten von dem Kinde lernen. Das Kind spricht nicht, sondern der Engel aus dem Kinde.
[ 13 ] Nun ist die Frage diese: Wie verhält sich zum späteren Leben die ganze Konstitution des Menschen dann, wenn sein Ich nicht bloß das vierte Glied ist, sondern zugleich das unterste Glied eines Engels ist? Wir könnten geradezu die Glieder des Engels für diese Zeit anführen, das Kindes-Ich als das unterste Glied des Engels aufzählen. Die Beziehungen sind ganz anders als später zwischen den Wesensgliedern. Es fragt sich also, wie verwandelt sich das später beim Menschen? Was geht da später vor? - Es wird so etwas wie die lebendige Strömung abgeschnürt, der Mensch verliert den lebendigen Zusammenhang mit der geistigen Welt. Daher sind auch in diesen ersten Lebensjahren am Menschen am intensivsten bemerkbar diejenigen Kräfte, die er aus seinen früheren Inkarnationen mitbringt. Da arbeitet am intensivsten der Wesenskern der geistigen Teile, so die Körperlichkeit herauszugestalten, daß sie geeignet ist für die Inkarnation. Wie verhält sich das spätere normale Bewußtsein dazu? So, daß der Mensch heute eben nicht mehr jenen Leib hat, jenen Ätherleib und seine Beziehungen zum physischen Leib, wie sie bei den heiligen Rishis vorhanden waren. Da blieb das ganze Leben hindurch jenes Vererbungsverhältnis für den Ätherleib und Astralleib, welches möglich machte, daß dieses Ich plastisch arbeiten konnte an der äußeren Hülle des Menschen. Heute erben wir schon mit der Geburt einen so dichten und anspruchsvollen physischen Leib, daß nur ein geringer Teil der Arbeit von dem Ich geleistet werden kann, der früher geleistet worden ist. Unser physischer Leib ist nicht mehr geeignet für das, was wir in den ersten drei Jahren sind. Wir erben jenen physischen Leib, den wir für die späteren Lebensjahre brauchen, und der ist nicht geeignet, das Auge hinaufzurichten in die geistigen Welten. Das Kind weiß nicht, was herunterströmt, und die Umstehenden erst recht nicht, denn es hat sich der physische Leib geändert, er ist dichter, trockener geworden. Wir werden geboren mit einer Seele, die noch in den ersten drei Jahren in die geistigen Welten hinaufragt, aber wir werden mit einem Leib geboren, der dazu berufen ist, das Bewußtsein, in dem das Ich lebt, unser ganzes übriges Leben hindurch zu entwickeln. Hätten wir nicht diesen dichten physischen Leib, so würden wir allerdings kindlich bleiben vermöge des heutigen Menschheitszyklus. Aber weil wir ihn haben, kann das Zusammenleben mit der spirituellen Welt während der drei ersten Jahre nicht zum vollen Bewußtsein kommen.
[ 13 ] Nun ist die Frage diese: Wie verhält sich zum späteren Leben die ganze Konstitution des Menschen dann, wenn sein Ich nicht bloß das vierte Glied ist, sondern zugleich das unterste Glied eines Engels ist? Wir könnten geradezu die Glieder des Engels für diese Zeit anführen, das Kindes-Ich als das unterste Glied des Engels aufzählen. Die Beziehungen sind ganz anders als später zwischen den Wesensgliedern. Es fragt sich also, wie verwandelt sich das später beim Menschen? Was geht da später vor? - Es wird so etwas wie die lebendige Strömung abgeschnürt, der Mensch verliert den lebendigen Zusammenhang mit der geistigen Welt. Daher sind auch in diesen ersten Lebensjahren am Menschen am intensivsten bemerkbar diejenigen Kräfte, die er aus seinen früheren Inkarnationen mitbringt. Da arbeitet am intensivsten der Wesenskern der geistigen Teile, so die Körperlichkeit herauszugestalten, daß sie geeignet ist für die Inkarnation. Wie verhält sich das spätere normale Bewußtsein dazu? So, daß der Mensch heute eben nicht mehr jenen Leib hat, jenen Ätherleib und seine Beziehungen zum physischen Leib, wie sie bei den heiligen Rishis vorhanden waren. Da blieb das ganze Leben hindurch jenes Vererbungsverhältnis für den Ätherleib und Astralleib, welches möglich machte, daß dieses Ich plastisch arbeiten konnte an der äußeren Hülle des Menschen. Heute erben wir schon mit der Geburt einen so dichten und anspruchsvollen physischen Leib, daß nur ein geringer Teil der Arbeit von dem Ich geleistet werden kann, der früher geleistet worden ist. Unser physischer Leib ist nicht mehr geeignet für das, was wir in den ersten drei Jahren sind. Wir erben jenen physischen Leib, den wir für die späteren Lebensjahre brauchen, und der ist nicht geeignet, das Auge hinaufzurichten in die geistigen Welten. Das Kind weiß nicht, was herunterströmt, und die Umstehenden erst recht nicht, denn es hat sich der physische Leib geändert, er ist dichter, trockener geworden. Wir werden geboren mit einer Seele, die noch in den ersten drei Jahren in die geistigen Welten hinaufragt, aber wir werden mit einem Leib geboren, der dazu berufen ist, das Bewußtsein, in dem das Ich lebt, unser ganzes übriges Leben hindurch zu entwickeln. Hätten wir nicht diesen dichten physischen Leib, so würden wir allerdings kindlich bleiben vermöge des heutigen Menschheitszyklus. Aber weil wir ihn haben, kann das Zusammenleben mit der spirituellen Welt während der drei ersten Jahre nicht zum vollen Bewußtsein kommen.
[ 14 ] Was muß jetzt eintreten im Laufe der Menschheitsentwickelung? Was ist das einzig Gesunde? Wir können am leichtesten dieses Gesunde aussprechen, wenn wir die beiden Begriffe der alten Zeit gebrauchen für diese zwei Menschen, die in uns leben. Der eine Mensch ist der geistig-seelische in den ersten drei Kindheitsjahren, der nicht mehr recht zum äußeren Menschen paßt, aber kein Ich-Bewußtsein entwickeln kann. Diesen Menschen nannte man in alten Zeiten den Gottessohn. Und den, der heute seinen physischen Leib so hat, daß das IchBewußtsein darin leben kann, nannte man den Menschensohn. So daß der Gottessohn im Menschensohn lebt. Heute ist es so, daß der Gottessohn sich nicht mehr bewußt werden kann im Menschensohn, sondern erst abgeschnürt werden soll, wenn das heutige Ich-Bewußtsein auftreten soll. Aber des Menschen Aufgabe ist es, den Menschensohn, die äußeren Hüllen, durch bewußte Aufnahme der spirituellen Welt so umzugestalten, so zu überwinden, so sich über das zum Herrn zu machen, daß nach und nach der Menschensohn wiederum ganz durchdrungen wird vom Gottessohn. Wenn die Erde am Ende ihrer Entwickelung angelangt sein wird, muß der Mensch bewußt gemacht haben, was er unbewußt von der Kindheit herauf nicht mehr machen kann. Mit seinem göttlichen Teil muß er seinen Menschensohn ganz durchdrungen haben. Was muß den Menschen ganz durchdringen und durchgießen, was muß sich in alle Glieder des physischen, Äther- und Astralleibes hineingießen, damit der Mensch seinen ganzen Menschensohn mit dem ganzen Gottessohn durchdringt? Da muß - vom Ich durchdrungen, vollbewußt -, was in den drei ersten Lebensjahren lebt, den ganzen Menschen durchdringen, das muß sich ergießen.
[ 14 ] Was muß jetzt eintreten im Laufe der Menschheitsentwickelung? Was ist das einzig Gesunde? Wir können am leichtesten dieses Gesunde aussprechen, wenn wir die beiden Begriffe der alten Zeit gebrauchen für diese zwei Menschen, die in uns leben. Der eine Mensch ist der geistig-seelische in den ersten drei Kindheitsjahren, der nicht mehr recht zum äußeren Menschen paßt, aber kein Ich-Bewußtsein entwickeln kann. Diesen Menschen nannte man in alten Zeiten den Gottessohn. Und den, der heute seinen physischen Leib so hat, daß das IchBewußtsein darin leben kann, nannte man den Menschensohn. So daß der Gottessohn im Menschensohn lebt. Heute ist es so, daß der Gottessohn sich nicht mehr bewußt werden kann im Menschensohn, sondern erst abgeschnürt werden soll, wenn das heutige Ich-Bewußtsein auftreten soll. Aber des Menschen Aufgabe ist es, den Menschensohn, die äußeren Hüllen, durch bewußte Aufnahme der spirituellen Welt so umzugestalten, so zu überwinden, so sich über das zum Herrn zu machen, daß nach und nach der Menschensohn wiederum ganz durchdrungen wird vom Gottessohn. Wenn die Erde am Ende ihrer Entwickelung angelangt sein wird, muß der Mensch bewußt gemacht haben, was er unbewußt von der Kindheit herauf nicht mehr machen kann. Mit seinem göttlichen Teil muß er seinen Menschensohn ganz durchdrungen haben. Was muß den Menschen ganz durchdringen und durchgießen, was muß sich in alle Glieder des physischen, Äther- und Astralleibes hineingießen, damit der Mensch seinen ganzen Menschensohn mit dem ganzen Gottessohn durchdringt? Da muß - vom Ich durchdrungen, vollbewußt -, was in den drei ersten Lebensjahren lebt, den ganzen Menschen durchdringen, das muß sich ergießen.
[ 15 ] Nehmen wir an, es sollte vor uns auftreten wie ein Muster dessen, was der Mensch werden soll, ein Wesen wie ein Ideal. Was muß sich bei diesem Wesen erfüllen? Dasjenige, was als Seele in diesem Wesen drinnen sitzt, kann man nicht brauchen, das kann die äußeren Hüllen nicht durchdringen. Ein gewöhnlicher Mensch der heutigen Entwickelung würde nicht das menschliche Erdenideal verwirklichen können, würde es nicht darstellen können. Wir müßten die Seele herausreißen, sozusagen ihn vor uns stehen haben wie er als Menschensohn die Seele herausreißt, und eine solche Seele in diesen Menschen hineinsenken, die wie die Seele in den drei ersten Lebensjahren ist, nur von vollem Ich-Bewußtsein durchdrungen. Auf keine andere Weise könnten wir ein Ideal der Erdenentwickelung vor uns hinstellen als einen Menschen, dem wir ausreißen seine Seele und dem wir eine Seele einpflanzen wie in den drei ersten Jahren, und diese kindliche Seele müßte das volle Ich-Bewußtsein haben. Die müßten wir einpflanzen. Und wie lange würde dann in einem physischen Menschenleben es eine solche Seele aushalten können? Der physische Leib kann nur drei Jahre hindurch eine solche Seele tragen, dann muß er eine solche Seele unterjochen. Also bei einem solchen Menschen muß der physische Leib nach drei Jahren zerbrechen. Es müßte das ganze Karma der Erde so ein ‚erichtet sein, daß der physische Leib nach drei Jahren zerbricht. Denn beim Menschen, wie er heute ist, ist es so, daß das, was in drei Jahren lebt, unterjocht wird. Bleibt es aber, so müßte es umgekehrt den physischen Leib unterjochen und zersprengen. Also ein Ideal dessen, was die Menschen-Erdenmission ist, würde sich nur erfüllen, wenn in einem Menschen physischer Leib, Atherleib und Astralleib für sich blieben, die gewöhnliche Seelenhaftigkeit herausgerissen würde, die Seelenhaftigkeit der drei ersten Jahre mit vollem Ich-Bewußtsein hineingesenkt würde. Dann würde die Seele den Menschenleib zersprengen, aber während dieser Jahre würde es darleben ein volles Musterbild dessen, was der Mensch erreichen kann.
[ 15 ] Nehmen wir an, es sollte vor uns auftreten wie ein Muster dessen, was der Mensch werden soll, ein Wesen wie ein Ideal. Was muß sich bei diesem Wesen erfüllen? Dasjenige, was als Seele in diesem Wesen drinnen sitzt, kann man nicht brauchen, das kann die äußeren Hüllen nicht durchdringen. Ein gewöhnlicher Mensch der heutigen Entwickelung würde nicht das menschliche Erdenideal verwirklichen können, würde es nicht darstellen können. Wir müßten die Seele herausreißen, sozusagen ihn vor uns stehen haben wie er als Menschensohn die Seele herausreißt, und eine solche Seele in diesen Menschen hineinsenken, die wie die Seele in den drei ersten Lebensjahren ist, nur von vollem Ich-Bewußtsein durchdrungen. Auf keine andere Weise könnten wir ein Ideal der Erdenentwickelung vor uns hinstellen als einen Menschen, dem wir ausreißen seine Seele und dem wir eine Seele einpflanzen wie in den drei ersten Jahren, und diese kindliche Seele müßte das volle Ich-Bewußtsein haben. Die müßten wir einpflanzen. Und wie lange würde dann in einem physischen Menschenleben es eine solche Seele aushalten können? Der physische Leib kann nur drei Jahre hindurch eine solche Seele tragen, dann muß er eine solche Seele unterjochen. Also bei einem solchen Menschen muß der physische Leib nach drei Jahren zerbrechen. Es müßte das ganze Karma der Erde so ein ‚erichtet sein, daß der physische Leib nach drei Jahren zerbricht. Denn beim Menschen, wie er heute ist, ist es so, daß das, was in drei Jahren lebt, unterjocht wird. Bleibt es aber, so müßte es umgekehrt den physischen Leib unterjochen und zersprengen. Also ein Ideal dessen, was die Menschen-Erdenmission ist, würde sich nur erfüllen, wenn in einem Menschen physischer Leib, Atherleib und Astralleib für sich blieben, die gewöhnliche Seelenhaftigkeit herausgerissen würde, die Seelenhaftigkeit der drei ersten Jahre mit vollem Ich-Bewußtsein hineingesenkt würde. Dann würde die Seele den Menschenleib zersprengen, aber während dieser Jahre würde es darleben ein volles Musterbild dessen, was der Mensch erreichen kann.
[ 16 ] Dieses Ideal ist das Christus-Ideal, und was in der Jordan-Taufe geschehen ist, ist die Realität dessen, was geschildert worden ist. Es wurde tatsächlich dieses vor die Erdenmenschheit hingestellt, was wir als das menschliche Ideal begreifen müssen. Es kann gar nicht anders sein. Was wir da einsehen, ist geschehen. Es ist geschehen, daß durch die Jordan-Taufe die Seele, an die wir gebannt werden während unserer drei ersten Kindheitsjahre, aber nun voll durchdrungen vom menschlichen Ich, in vollem Zusammenhang mit der spirituellen Welt nach oben, in einen menschlichen Leib, aus dem die frühere Seele herausging, hineinversetzt worden ist, und daß nach drei Jahren diese Seele aus den spirituellen Welten die Leiber zersprengt hat. So haben wir in den drei ersten Lebensjahren ein schwaches Abbild dessen vor uns, gleichsam ein ganz entblößtes Abbild dessen, was als Christus-Wesenheit drei Jahre lang im Leib des Jesus auf der Erde gelebt hat. Und wenn wir eine solche Menschenwesenheit in uns selber auszubilden versuchen, die wie die Kindheitsseele ist, aber voll durchdrungen von allem Inhalt der spirituellen Welt, dann haben wir eine Vorstellung jener Ichheit, jener Christusheit, von der Paulus spricht, als er die Forderung an die Menschen stellt: Nicht ich, sondern der Christus in mir —: die mit der vollen Ichheit erfüllte kindliche Seele. Dadurch wird der Mensch so, daß er seinen Menschensohn durchdringen kann mit seinem Gottessohn und imstande sein wird, sein Erdenideal zu erfüllen, zu überwinden alle äußere Wesenheit und den Zusammenhang wieder zu finden mit der spirituellen Welt.
[ 16 ] Dieses Ideal ist das Christus-Ideal, und was in der Jordan-Taufe geschehen ist, ist die Realität dessen, was geschildert worden ist. Es wurde tatsächlich dieses vor die Erdenmenschheit hingestellt, was wir als das menschliche Ideal begreifen müssen. Es kann gar nicht anders sein. Was wir da einsehen, ist geschehen. Es ist geschehen, daß durch die Jordan-Taufe die Seele, an die wir gebannt werden während unserer drei ersten Kindheitsjahre, aber nun voll durchdrungen vom menschlichen Ich, in vollem Zusammenhang mit der spirituellen Welt nach oben, in einen menschlichen Leib, aus dem die frühere Seele herausging, hineinversetzt worden ist, und daß nach drei Jahren diese Seele aus den spirituellen Welten die Leiber zersprengt hat. So haben wir in den drei ersten Lebensjahren ein schwaches Abbild dessen vor uns, gleichsam ein ganz entblößtes Abbild dessen, was als Christus-Wesenheit drei Jahre lang im Leib des Jesus auf der Erde gelebt hat. Und wenn wir eine solche Menschenwesenheit in uns selber auszubilden versuchen, die wie die Kindheitsseele ist, aber voll durchdrungen von allem Inhalt der spirituellen Welt, dann haben wir eine Vorstellung jener Ichheit, jener Christusheit, von der Paulus spricht, als er die Forderung an die Menschen stellt: Nicht ich, sondern der Christus in mir —: die mit der vollen Ichheit erfüllte kindliche Seele. Dadurch wird der Mensch so, daß er seinen Menschensohn durchdringen kann mit seinem Gottessohn und imstande sein wird, sein Erdenideal zu erfüllen, zu überwinden alle äußere Wesenheit und den Zusammenhang wieder zu finden mit der spirituellen Welt.
[ 17 ] Wie müssen wir aber werden? Jeder Ausspruch hat einen mehrfachen Sinn in den religiösen Urkunden. Wir müssen werden wie die Kinder, wenn wir hineinschauen wollen in die Reiche der Himmel, aber mit der vollen Reife des Ich. Das steht uns in Aussicht bis zur Zeit, wo die Erde ihre Mission erfüllt haben wird. Es ist etwas, was uns sehr, sehr eigentümlich berühren kann, wenn wir sozusagen auf der einen Seite darauf blicken, wie im Grunde unser physischer Leib einem Vertrocknungsprozefßß entgegengeht, und auf der anderen Seite sich der Spiritualisierungsprozeß hineinsetzt, indem er überwindet das, was der Vertrocknung entgegengeht gegen die Zukunft hin. Aus den spirituellen Welten heraus muß das Innere so stark werden, daß das widerstrebende Äußere sich in seinem Charakter anpaßt. Damit stehen wir als Menschen im Einklang mit unserer Erdenentwickelung. Es sagt uns die spirituelle Wissenschaft über unsere Erde, daß wir längst über den Punkt hinaus sind, wo das mineralische Reich, das den Boden bildet, vom Granit durch Gneis, Schiefer bis zu unserer Ackererde, seine frischen Aufbaukräfte hat, sondern daß das alles in einem fortwährenden Zerstörungsprozeß begriffen ist. Wir gehen nicht auf einem Boden herum, der in Neubildung begriffen ist, sondern, weil die Erde über die Mitte ihrer Entwickelung hinausgelangt ist, auf einem Boden, der bereits sich auflöst, der bereits in Zerstörung begriffen ist. Wir stehen mit unserer Bildung ganz im Einklang mit unserer Planetenbildung. Wir haben einen physischen Leib in uns, der nach und nach vertrocknet und den wir überwinden, aber wir haben auch in dem Boden etwas, was im Zerfall begriffen ist, und wie sich Täler und Gebirge bilden, ist Zerfall der Erdenrinde.
[ 17 ] Wie müssen wir aber werden? Jeder Ausspruch hat einen mehrfachen Sinn in den religiösen Urkunden. Wir müssen werden wie die Kinder, wenn wir hineinschauen wollen in die Reiche der Himmel, aber mit der vollen Reife des Ich. Das steht uns in Aussicht bis zur Zeit, wo die Erde ihre Mission erfüllt haben wird. Es ist etwas, was uns sehr, sehr eigentümlich berühren kann, wenn wir sozusagen auf der einen Seite darauf blicken, wie im Grunde unser physischer Leib einem Vertrocknungsprozefßß entgegengeht, und auf der anderen Seite sich der Spiritualisierungsprozeß hineinsetzt, indem er überwindet das, was der Vertrocknung entgegengeht gegen die Zukunft hin. Aus den spirituellen Welten heraus muß das Innere so stark werden, daß das widerstrebende Äußere sich in seinem Charakter anpaßt. Damit stehen wir als Menschen im Einklang mit unserer Erdenentwickelung. Es sagt uns die spirituelle Wissenschaft über unsere Erde, daß wir längst über den Punkt hinaus sind, wo das mineralische Reich, das den Boden bildet, vom Granit durch Gneis, Schiefer bis zu unserer Ackererde, seine frischen Aufbaukräfte hat, sondern daß das alles in einem fortwährenden Zerstörungsprozeß begriffen ist. Wir gehen nicht auf einem Boden herum, der in Neubildung begriffen ist, sondern, weil die Erde über die Mitte ihrer Entwickelung hinausgelangt ist, auf einem Boden, der bereits sich auflöst, der bereits in Zerstörung begriffen ist. Wir stehen mit unserer Bildung ganz im Einklang mit unserer Planetenbildung. Wir haben einen physischen Leib in uns, der nach und nach vertrocknet und den wir überwinden, aber wir haben auch in dem Boden etwas, was im Zerfall begriffen ist, und wie sich Täler und Gebirge bilden, ist Zerfall der Erdenrinde.
[ 18 ] Die spirituelle Wissenschaft sagt aus: Du gehst über eine zerfallende Erde. Wenn du über ein Gebirge steigst, mußt du dir bewußt sein, daß da etwas zerbrochen, geborsten ist und daß der Bruch nicht ein Fortbildungsprozeß ist. Über der Mitte der Erdenentwickelung sind wir seit Mitte der atlantischen Zeit hinweg. Seither sind wir auf einer zerstörten Erde, die einst als Leichnam von uns fallen wird. — Es ist eines der schönsten Beispiele, wie diese spirituelle Erkenntnis im vollen Einklang steht mit der wirklichen Wissenschaft der Gegenwart. Denn Anthroposophen sollten unterscheiden lernen zwischen dem, was wirkliche Wissenschaft ist, und alledem, was sich heute durch unzählige populäre Kanäle als Wissenschaft gebärdet, aber nichts ist als eine Summe von Vorurteilen und dergleichen mehr. Wenn man zu den wirklichen Quellen der einzelnen Wissenschaften geht, erlangt man die Einsicht, daß spirituelle Erkenntnis in vollem Einklang mit der Wissenschaft steht. Hier ist eines der schönsten Beispiele. Denn es gibt keinen gründlicheren Geologen als Eduard Sueß, und es ist gewiß richtig, was ein anderer Geologe sagt, daß das Werk von Sueß «Das Antlitz der Erde», die geologische Epopöe der Erde ist, Es wurde allerdings ganz besonders sorgfältig durchgearbeitet. Dieses Werk ist dasjenige, in dem man als in einem monumentalen Werk das finden kann, was man heute, mit aller Vorsicht und ohne durch Theorien sich voreinnehmen zu lassen, auf Grundlage der geologischen Tatsachen behaupten kann. Sueß untersucht nicht etwa, wie es selbst noch Buch oder Humboldt getan haben, nach vorgefaßten Ideen, sondern einfach, was Tatsache ist. Und da ist ja eines interessant, was Sueß über die eigentliche Bildung des Erdbodens zu sagen weiß, aus sorgfältigen Tatsachen heraus. Für ihn ist tatsächlich in der Bildung des Erdbodens genau das, was für die spirituelle Wissenschaft der heutige Erdboden ist, nur daß er nichts weiß von der spirituellen Wissenschaft, sondern aus den reinen physischen Tatsachen seine Schlüsse zieht. Für ihn sind Täler dadurch entstanden, daß gewisse Kräfte so gewirkt haben, daß Fels- und Gesteinsmaterial abstürzte und dadurch Vertiefung entstand, während eine Erhöhung blieb und so weiter. Das alles ist durch Zusammensturz, Überwerfung und Überfaltung gebildet, in dem nur noch die zerstörenden Kräfte wirken. Eine Stelle darf ich Ihnen vorführen aus seinem großen Werk. So werden Sie sehen, wie das hier, wo wir es mit wirklicher Wissenschaft zu tun haben, im Einklang steht mit dem, was spirituelle Erkenntnis ist. Er sagt an einer Stelle seines Werkes: «Der Zusammenbruch des Erdballes ist es, dem wir beiwohnen. Er hat freilich schon vor sehr langer Zeit begonnen, und die Kurzlebigkeit des menschlichen Geschlechtes läßt uns dabei guten Mutes bleiben. Nicht nur im Hochgebirge sind die Spuren vorhanden. Es sind große Schollen hunderte, ja in einzelnen Fällen viele tausende von Fuß tief gesunken, und nicht die geringste Stufe an der Oberfläche, sondern nur die Verschiedenheit der Felsarten oder tiefer Bergbau verraten das Dasein des Bruches. Die Zeit hat alles geebnet. In Böhmen, in der Pfalz, in Belgien, in Pennsylvanien, an zahlreichen Orten zieht der Pflug ruhig seine Furchen über die gewaltigsten Brüche.»
[ 18 ] Die spirituelle Wissenschaft sagt aus: Du gehst über eine zerfallende Erde. Wenn du über ein Gebirge steigst, mußt du dir bewußt sein, daß da etwas zerbrochen, geborsten ist und daß der Bruch nicht ein Fortbildungsprozeß ist. Über der Mitte der Erdenentwickelung sind wir seit Mitte der atlantischen Zeit hinweg. Seither sind wir auf einer zerstörten Erde, die einst als Leichnam von uns fallen wird. — Es ist eines der schönsten Beispiele, wie diese spirituelle Erkenntnis im vollen Einklang steht mit der wirklichen Wissenschaft der Gegenwart. Denn Anthroposophen sollten unterscheiden lernen zwischen dem, was wirkliche Wissenschaft ist, und alledem, was sich heute durch unzählige populäre Kanäle als Wissenschaft gebärdet, aber nichts ist als eine Summe von Vorurteilen und dergleichen mehr. Wenn man zu den wirklichen Quellen der einzelnen Wissenschaften geht, erlangt man die Einsicht, daß spirituelle Erkenntnis in vollem Einklang mit der Wissenschaft steht. Hier ist eines der schönsten Beispiele. Denn es gibt keinen gründlicheren Geologen als Eduard Sueß, und es ist gewiß richtig, was ein anderer Geologe sagt, daß das Werk von Sueß «Das Antlitz der Erde», die geologische Epopöe der Erde ist, Es wurde allerdings ganz besonders sorgfältig durchgearbeitet. Dieses Werk ist dasjenige, in dem man als in einem monumentalen Werk das finden kann, was man heute, mit aller Vorsicht und ohne durch Theorien sich voreinnehmen zu lassen, auf Grundlage der geologischen Tatsachen behaupten kann. Sueß untersucht nicht etwa, wie es selbst noch Buch oder Humboldt getan haben, nach vorgefaßten Ideen, sondern einfach, was Tatsache ist. Und da ist ja eines interessant, was Sueß über die eigentliche Bildung des Erdbodens zu sagen weiß, aus sorgfältigen Tatsachen heraus. Für ihn ist tatsächlich in der Bildung des Erdbodens genau das, was für die spirituelle Wissenschaft der heutige Erdboden ist, nur daß er nichts weiß von der spirituellen Wissenschaft, sondern aus den reinen physischen Tatsachen seine Schlüsse zieht. Für ihn sind Täler dadurch entstanden, daß gewisse Kräfte so gewirkt haben, daß Fels- und Gesteinsmaterial abstürzte und dadurch Vertiefung entstand, während eine Erhöhung blieb und so weiter. Das alles ist durch Zusammensturz, Überwerfung und Überfaltung gebildet, in dem nur noch die zerstörenden Kräfte wirken. Eine Stelle darf ich Ihnen vorführen aus seinem großen Werk. So werden Sie sehen, wie das hier, wo wir es mit wirklicher Wissenschaft zu tun haben, im Einklang steht mit dem, was spirituelle Erkenntnis ist. Er sagt an einer Stelle seines Werkes: «Der Zusammenbruch des Erdballes ist es, dem wir beiwohnen. Er hat freilich schon vor sehr langer Zeit begonnen, und die Kurzlebigkeit des menschlichen Geschlechtes läßt uns dabei guten Mutes bleiben. Nicht nur im Hochgebirge sind die Spuren vorhanden. Es sind große Schollen hunderte, ja in einzelnen Fällen viele tausende von Fuß tief gesunken, und nicht die geringste Stufe an der Oberfläche, sondern nur die Verschiedenheit der Felsarten oder tiefer Bergbau verraten das Dasein des Bruches. Die Zeit hat alles geebnet. In Böhmen, in der Pfalz, in Belgien, in Pennsylvanien, an zahlreichen Orten zieht der Pflug ruhig seine Furchen über die gewaltigsten Brüche.»
[ 19 ] Das ist nur gesagt hier, um Ihnen zu zeigen, wie unser Erdenplanet erst im Sinne spiritueller Weisheit diesen Verdorrungs- und Vertrocknungs- und Zerstörungsprozeß zeigt gleich dem physischen Leibe. Die Menschen, die heute Weltanschauungen aufstellen, gehen nicht zu wirklicher Wissenschaft. Denn es gehört viel dazu, das Riesenwerk von Eduard Sueß auch nur durchzustudieren. Aber das würde nichts helfen, wenn man nicht bekannt wäre mit der ganzen geologischen Wissenschaft der Gegenwart, insofern sie lehrt, ein solches Werk zu lesen. Wo der Mensch an die wirklichen Wissensquellen herangeht, da findet er überall die absoluten Tatsachen.
[ 19 ] Das ist nur gesagt hier, um Ihnen zu zeigen, wie unser Erdenplanet erst im Sinne spiritueller Weisheit diesen Verdorrungs- und Vertrocknungs- und Zerstörungsprozeß zeigt gleich dem physischen Leibe. Die Menschen, die heute Weltanschauungen aufstellen, gehen nicht zu wirklicher Wissenschaft. Denn es gehört viel dazu, das Riesenwerk von Eduard Sueß auch nur durchzustudieren. Aber das würde nichts helfen, wenn man nicht bekannt wäre mit der ganzen geologischen Wissenschaft der Gegenwart, insofern sie lehrt, ein solches Werk zu lesen. Wo der Mensch an die wirklichen Wissensquellen herangeht, da findet er überall die absoluten Tatsachen.
[ 20 ] Hier aber gibt es eine spirituelle Wissenschaft, sie sagt uns: Die Sachen sind so — zum Beispiel über den Fortgang unserer Erdenentwikkelung -, daß die Erde einst, ehe Organismen waren, sich nicht in jenem phantastischen Zustand befand, wo der Granit feuerflüssig war, sondern wo die ganze Erde durchzogen war von ähnlicher Tätigkeit wie zum Beispiel beim Menschen, wenn er denkt. Dieser Zersetzungsprozeß wurde einst eingeleitet, und dadurch kam das zustande, daß man sagen kann: Von dem Erdenorganismus fielen wie ein Regen heraus die chemischen Stoffe, die heute der Organismus nicht mehr enthält, also zum Beispiel die Stoffe, aus denen der Granit besteht. Das sickerte herunter, und im wesentlichen waren es diese Zerstörungsprozesse, die im Verein mit dem Chemismus der Erde jene Möglichkeit hervorriefen, daß der Granit entstand als fester Mutterboden der Erde. — Aber damals wurde schon ein Zersetzungsprozeß eingeleitet, und was heute ist, muß die Folge sein. Unsere mineralischen Prozesse sind Folgen jenes Zersetzungsprozesses, der in gerader Linie fortgeht. Was muß uns die wirkliche Naturwissenschaft zeigen? Daß wirklich jene Prozesse vorhanden sind, die da sein müssen. Überall zeigt sich uns das in der wirklichen Naturwissenschaft. Nirgends widerspricht wirkliche Naturwissenschaft dem, was Geisteswissenschaft fordert, überall ist es nur Bestätigung.
[ 20 ] Hier aber gibt es eine spirituelle Wissenschaft, sie sagt uns: Die Sachen sind so — zum Beispiel über den Fortgang unserer Erdenentwikkelung -, daß die Erde einst, ehe Organismen waren, sich nicht in jenem phantastischen Zustand befand, wo der Granit feuerflüssig war, sondern wo die ganze Erde durchzogen war von ähnlicher Tätigkeit wie zum Beispiel beim Menschen, wenn er denkt. Dieser Zersetzungsprozeß wurde einst eingeleitet, und dadurch kam das zustande, daß man sagen kann: Von dem Erdenorganismus fielen wie ein Regen heraus die chemischen Stoffe, die heute der Organismus nicht mehr enthält, also zum Beispiel die Stoffe, aus denen der Granit besteht. Das sickerte herunter, und im wesentlichen waren es diese Zerstörungsprozesse, die im Verein mit dem Chemismus der Erde jene Möglichkeit hervorriefen, daß der Granit entstand als fester Mutterboden der Erde. — Aber damals wurde schon ein Zersetzungsprozeß eingeleitet, und was heute ist, muß die Folge sein. Unsere mineralischen Prozesse sind Folgen jenes Zersetzungsprozesses, der in gerader Linie fortgeht. Was muß uns die wirkliche Naturwissenschaft zeigen? Daß wirklich jene Prozesse vorhanden sind, die da sein müssen. Überall zeigt sich uns das in der wirklichen Naturwissenschaft. Nirgends widerspricht wirkliche Naturwissenschaft dem, was Geisteswissenschaft fordert, überall ist es nur Bestätigung.
[ 21 ] Solche Bestätigung wird der Mensch auch finden in bezug auf Reinkarnation und Karma. Nur muß die Menschheit einmal hinauskommen über all die Theorien, Vorurteile und dergleichen. Die Tatsachen sind überall zu brauchen, wo sie Tatsachen sind, nicht konfuse Hypothesen wie die Annahme, daß einmal existiert hat, was die geologischen Theoretiker als den Zustand der Erde zur Granitzeit denken, ganz abgesehen von den philosophischen Theorien der Gegenwart, in denen wir etwas vor uns haben, was von aller Geistigkeit ziemlich verlassen ist. Wir dürfen uns nicht imponieren lassen von solcher Rederei wie zum Beispiel, wenn jemand kommt und sagt: Die menschliche Einzelentwickelung, die wir begründen auf Reinkarnation und Karma, stammt aus den Unendlichkeiten der geistigen Entwickelung. — Es ist möglich, daß heute ein Mensch weltberühmt werden kann und sagen kann, die menschliche Einzelentwickelung stammt aus der Unendlichkeit der geistigen Entwickelung -, was nichts ist als ausgewalztes Blech, wenn es auch als offizielle Philosophie verkündet wird und an den Namen Wundt gebunden ist. Hier stehen wir in der Tat an der Grenzscheide zweier Geisteswelten, und dessen müssen wir uns bewußt sein. Das eine ist die tatsächliche, überall die Geisteswissenschaft nur bestätigende Naturwissenschaft, insofern sie auf Tatsachen fußt. Das andere sind die verschiedenen philosophischen Theorien, Hypothesen und allerlei «geistvolles» Zeug über das, was zugrunde liegen soll den äußeren Vorgängen. Davon soll sich wirklich Geisteswissenschaft streng scheiden. Dann werden wir schon auch sehen, wie es immer mehr möglich wird zu begreifen, daß dasjenige, was wir uns durch spirituelle Erkenntnis aneignen — diese Zusammensetzung des Menschen und die Beziehungen der Glieder zu den verschiedenen Epochen der Menschheitsentwickelung, auch der einzelnen Menschenentwickelung — uns tief hineinweist in die Geheimnisse der Welt, und daß in so etwas wie einer richtigen Betrachtung der drei ersten Kindheitsjahre, die erste Stufe gegeben ist, um das Mysterium von Golgatha in seiner Wahrheit zu erkennen und ein solches Schriftwort wirklich zu verstehen, wie das ist: So ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnet ihr nicht hineinkommen in die Reiche der Himmel!
[ 21 ] Solche Bestätigung wird der Mensch auch finden in bezug auf Reinkarnation und Karma. Nur muß die Menschheit einmal hinauskommen über all die Theorien, Vorurteile und dergleichen. Die Tatsachen sind überall zu brauchen, wo sie Tatsachen sind, nicht konfuse Hypothesen wie die Annahme, daß einmal existiert hat, was die geologischen Theoretiker als den Zustand der Erde zur Granitzeit denken, ganz abgesehen von den philosophischen Theorien der Gegenwart, in denen wir etwas vor uns haben, was von aller Geistigkeit ziemlich verlassen ist. Wir dürfen uns nicht imponieren lassen von solcher Rederei wie zum Beispiel, wenn jemand kommt und sagt: Die menschliche Einzelentwickelung, die wir begründen auf Reinkarnation und Karma, stammt aus den Unendlichkeiten der geistigen Entwickelung. — Es ist möglich, daß heute ein Mensch weltberühmt werden kann und sagen kann, die menschliche Einzelentwickelung stammt aus der Unendlichkeit der geistigen Entwickelung -, was nichts ist als ausgewalztes Blech, wenn es auch als offizielle Philosophie verkündet wird und an den Namen Wundt gebunden ist. Hier stehen wir in der Tat an der Grenzscheide zweier Geisteswelten, und dessen müssen wir uns bewußt sein. Das eine ist die tatsächliche, überall die Geisteswissenschaft nur bestätigende Naturwissenschaft, insofern sie auf Tatsachen fußt. Das andere sind die verschiedenen philosophischen Theorien, Hypothesen und allerlei «geistvolles» Zeug über das, was zugrunde liegen soll den äußeren Vorgängen. Davon soll sich wirklich Geisteswissenschaft streng scheiden. Dann werden wir schon auch sehen, wie es immer mehr möglich wird zu begreifen, daß dasjenige, was wir uns durch spirituelle Erkenntnis aneignen — diese Zusammensetzung des Menschen und die Beziehungen der Glieder zu den verschiedenen Epochen der Menschheitsentwickelung, auch der einzelnen Menschenentwickelung — uns tief hineinweist in die Geheimnisse der Welt, und daß in so etwas wie einer richtigen Betrachtung der drei ersten Kindheitsjahre, die erste Stufe gegeben ist, um das Mysterium von Golgatha in seiner Wahrheit zu erkennen und ein solches Schriftwort wirklich zu verstehen, wie das ist: So ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnet ihr nicht hineinkommen in die Reiche der Himmel!
