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Spiritual Entities
in Heavenly Bodies and Nature Realms
GA 136

7 April 1912, Helsinki

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Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

[ 1 ] Wir sind in unseren Betrachtungen bis zu der sogenannten zweiten Hierarchie der geistigen Wesenheiten gelangt, und wir haben gestern charakterisiert, wie die menschliche Seele sich verhalten muß, wenn sie eindringen will in das Wesen der zweiten Hierarchie. Ein noch schwierigerer Weg führt zu einer noch höheren Reihe von geistigen Wesenheiten, zu jenen Wesenheiten, welche der ersten, der obersten uns zunächst erreichbaren Hierarchie angehören. Es ist hervorgehoben worden, daß durch eine besondere Steigerung jener Erlebnisse, die wir schon im gewöhnlichen Leben in dem Mitleid und in der Liebe haben, dadurch daß diese Erlebnisse gesteigert werden bis zum okkulten Pfad, man dahin gelangt, das eigene Wesen gleichsam aus sich herauszuergießen und unterzutauchen in die Wesenheiten, die man dann betrachten will. Beachten Sie wohl, daß das Charakteristische dieses Untertauchens darin besteht, daß wir unser eigenes Wesen wie in Fangarmen ausstrecken und es hineinergießen in die fremde Wesenheit. Dabei aber bleiben wir immer neben den fremden Wesenheiten in unserem Bewußtsein, in unserem Innenleben noch bestehen. Das ist das Charakteristische der zweiten Stufe der Hellsichtigkeit, von der gesprochen worden ist. Wir wissen auf dieser zweiten Stufe der Hellsichtigkeit in jedem Augenblick, in dem wir uns eins wissen mit den anderen Wesenheiten noch, daß wir auch da sind, daß wir gleichsam neben den anderen Wesen da sind. Auch dieser letzte Rest von egoistischem Erleben muß aufhören, wenn die dritte Stufe der Hellsichtigkeit erstiegen werden soll.

[ 1 ] In our reflections, we have reached the so-called second hierarchy of spiritual beings, and yesterday we described how the human soul must conduct itself if it wishes to penetrate the essence of the second hierarchy. An even more difficult path leads to an even higher order of spiritual beings, to those beings who belong to the first, the highest hierarchy accessible to us at this stage. It has been emphasized that through a special intensification of those experiences we already have in ordinary life in compassion and love—by intensifying these experiences to the point of the occult path—one arrives at the point of, as it were, pouring one’s own being out of oneself and immersing oneself in the beings one then wishes to contemplate. Please note that the characteristic feature of this immersion consists in extending our own being as if in tentacles and pouring it into the foreign being. Yet in doing so, we still remain, in our consciousness and inner life, alongside the foreign beings. This is the characteristic feature of the second stage of clairvoyance that has been discussed. At this second stage of clairvoyance, even in every moment when we know ourselves to be one with the other beings, we still know that we are also there, that we are, as it were, present alongside the other beings. This last remnant of egoistic experience must also cease if the third stage of clairvoyance is to be attained.

[ 2 ] Da müssen wir ganz die Empfindung verlieren, als ob wir an irgendeinem Punkt der Welt als besondere Wesen vorhanden wären. Wir müssen dahin kommen, daß wir nicht nur uns ausgießen in die fremden Wesenheiten und nebenbei stehen mit unserem eigenen Erleben, sondern wir müssen die fremden Wesenheiten eigentlich als unser Selbst empfinden, müssen ganz aus uns herausgehen und das Gefühl verlieren, daß wir neben den fremden Wesenheiten stehen. Wenn wir dann so untertauchen in die fremden Wesenheiten, dann kommen wir dazu, uns selbst, wie wir vorher waren, wie wir im gewöhnlichen Leben sind, als fremde Wesenheit anzuschauen. Sagen wir zum Beispiel, wir tauchen so auf der dritten Stufe der Hellsichtigkeit in irgendein Wesen der Naturreiche unter, dann schauen wir nicht von uns aus auf dieses Wesen, wir tauchen nicht bloß unter wie auf der zweiten Stufe der Hellsichtigkeit, sondern wir wissen uns eins mit diesem Wesen und schauen zurück von diesem Wesen auf uns selbst. Wie wir sonst das fremde Wesen außer uns anschauen, so schauen wir jetzt auf der dritten Stufe der Hellsichtigkeit von dem fremden Wesen aus uns selber als ein fremdes Wesen an. Das ist der Unterschied zwischen der dritten Stufe und der zweiten Stufe. Erst wenn diese dritte Stufe erreicht ist, dann kommen wir dahin, außer den schon charakterisierten Wesenheiten der dritten und der zweiten Hierarchie noch andere 'Wesenheiten in unserer geistigen Umgebung wahrzunehmen.

[ 2 ] We must completely lose the sense that we exist as distinct beings at any point in the world. We must reach a point where we do not merely pour ourselves into the foreign entities while standing aside with our own experience, but rather we must actually perceive the foreign entities as our own self; we must step completely outside of ourselves and lose the feeling that we stand apart from the foreign entities. When we then immerse ourselves in this way in the other beings, we come to regard ourselves, as we were before, as we are in ordinary life, as a foreign being. Let us say, for example, that we immerse ourselves in this way, at the third stage of clairvoyance, into some being of the natural kingdoms; then we do not look at this being from our own perspective, we do not merely immerse ourselves as we do at the second stage of clairvoyance, but we know ourselves to be one with this being and look back at ourselves from this being. Just as we otherwise view the foreign being outside of ourselves, so now, on the third stage of clairvoyance, we view ourselves from the perspective of the foreign being as a foreign being. That is the difference between the third stage and the second stage. Only when this third stage is reached do we come to perceive, in addition to the already characterized beings of the third and second hierarchies, other beings in our spiritual environment.

[ 3 ] Die geistigen Wesenheiten, die wir dann wahrnehmen, gehören wiederum drei Kategorien an. Die erste Kategorie nehmen wir vorzugsweise wahr, wenn wir so, wie es jetzt geschildert worden ist, untertauchen in das Wesen anderer Menschen oder der höheren Tiere und uns dadurch erziehen. Nicht, was wir in anderen Menschen oder in den höheren Tieren wahrnehmen, ist das Wesentliche, sondern daß wir uns dadurch erziehen und hinter Menschen und Tieren die Geister wahrnehmen, welche der einen Kategorie der ersten Hierarchie angehören: die Geister des Willens oder, wie die abendländische Esoterik sagt, die Throne. Wir nehmen dann Wesenheiten wahr, die wir nicht anders charakterisieren können, als indem wir sagen: Sie bestehen nicht aus Fleisch und Blut, auch nicht aus Licht oder Luft, sondern sie bestehen aus dem, was wir nur in uns selber wahrnehmen können, wenn wir uns bewußt werden, daß wir einen Willen haben. Sie bestehen in bezug auf ihre niedrigste Substanz nur aus Wille.

[ 3 ] The spiritual beings we then perceive belong, in turn, to three categories. We perceive the first category primarily when, as has just been described, we immerse ourselves in the nature of other human beings or higher animals and thereby educate ourselves. What is essential is not what we perceive in other human beings or in higher animals, but rather that we thereby educate ourselves and perceive, behind human beings and animals, the spirits belonging to one category of the first hierarchy: the spirits of the will or, as Western esotericism says, the Thrones. We then perceive beings whom we can characterize in no other way than by saying: They do not consist of flesh and blood, nor of light or air, but they consist of that which we can perceive only within ourselves when we become aware that we have a will. In terms of their lowest substance, they consist solely of will.

[ 4 ] Dann, wenn wir uns dadurch erziehen, daß wir auf die geschilderte Weise untertauchen nun auch in niedrigere Tiere und deren Leben ins Auge fassen mit dem okkulten Blicke, oder auch wenn wir untertauchen in das Pflanzenleben, aber es nicht bloß so betrachten, wie wir das gestern schon charakterisiert haben, durch die Geste, durch die Mimik, sondern wenn wir eins werden mit den Pflanzen und von den Pflanzen aus uns selber anschauen, ja, dann werden wir zu einer Erfahrung, zu einem Erlebnis gebracht, für das es eigentlich keinen rechten Vergleich mehr gibt innerhalb der Welt, die wir sonst haben. Wir gewinnen höchstens einen Vergleich für die Eigenschaften jener Wesenheiten, zu denen wir uns dann als den Wesenheiten der zweiten Kategorie der ersten Hierarchie aufschwingen, wir gewinnen eine Möglichkeit, sie zu charakterisieren, wenn wir so recht auf unser Gemüt dasjenige wirken lassen, wozu es ernste, würdige Menschen gebracht haben, welche viele Schritte ihres Lebens dazu verwendet haben, Weisheit in sich anzusammeln, welche nach vielen Jahren reichen Erlebens so viel Weisheit angesammelt haben, daß wir uns sagen: Wenn solche Menschen ein Urteil aussprechen, so spricht nicht ein persönlicher Wille zu uns, sondern es spricht das Leben zu uns, das durch Jahre, durch Jahrzehnte in diesen Menschen sich angehäuft hat und durch das sie in einer gewissen Weise unpersönlich geworden sind. Menschen, welche auf uns einen solchen Eindruck machen, daß ihre Weisheit unpersönlich wirkt, daß ihre Weisheit wie die Blüte und Frucht eines reifen Lebens erscheint, die rufen in uns ein wenn auch nur ahnendes Empfinden von dem hervor, was aus unserer geistigen, aus unserer spirituellen Umgebung auf uns wirkt, wenn wir zu dieser Stufe des Hellsehens emporrücken, von der hier jetzt die Rede sein muß. Man nennt diese Kategorie in der abendländischen Esoterik die Cherubim. Es ist außerordentlich schwierig, die Wesenheiten dieser höheren Kategorien zu charakterisieren, denn je weiter wir hinaufsteigen, desto unmöglicher wird es, Eigenschaften des gewöhnlichen Lebens heranzuziehen, um eine Charakteristik von der Höhe und Größe und Erhabenheit der Wesenheiten dieser Hierarchien zu erwecken. Die Geister des Willens, die niederste Kategorie also der ersten Hierarchie, sie können wir noch dadurch charakterisieren, daß wir sagen, wir machen uns klar, was Wille ist, denn Wille ist die niederste Substanz, aus der sie bestehen. Aber es würde unmöglich sein, wenn wir nur auf den Willen, wie er uns beim Menschen oder bei den Tieren im normalen Leben entgegentritt, wenn wir nur auf die gewöhnlichen Gefühle und Gedanken des Menschen sehen würden, es würde unmöglich sein mit dem, was dem gewöhnlichen menschlichen Denken, Fühlen und Wollen entnommen ist, die Wesenheiten der zweiten Kategorie der ersten Hierarchie zu charakterisieren. Da müssen wir schon zu besonderen Menschen des Lebens gehen, die eben in der charakterisierten Weise überwältigende Macht der Weisheit in ihrer Seele aufgehäuft haben. Wenn wir diese Weisheit fühlen, dann fühlen wir ähnlich, wie der Okkultist fühlt, wenn er den Wesenheiten, die wir Cherubim nennen, gegenübersteht. Solche Weisheit, die nun nicht gesammelt ist in Jahrzehnten, wie die Weisheit hervorragender Menschen, sondern solche Weisheit, die in Jahrtausenden, in Jahrmillionen des Weltenwerdens gesammelt ist, die strömt uns entgegen in erhabener Macht aus den Wesenheiten, die wir Cherubim nennen.

[ 4 ] Then, when we train ourselves to immerse ourselves in the manner described—now also in lower animals—and to observe their lives with the occult gaze, or even when we immerse ourselves in plant life, but do not merely observe it as we characterized it yesterday—through gesture and facial expression—but rather when we become one with the plants and view ourselves from the perspective of the plants, then we are led to an experience, a profound insight, for which there is actually no proper comparison within the world we otherwise inhabit. At most, we gain a comparison for the qualities of those beings to which we then rise as the beings of the second category of the first hierarchy; we gain a way to characterize them when we truly allow that which serious, dignified people have attained—people who have devoted many stages of their lives to gathering wisdom within themselves, who after many years of rich experience have accumulated so much wisdom—to take effect upon our own minds, so that we say to ourselves: When such people pass judgment, it is not a personal will speaking to us, but rather the life that has accumulated within them over years and decades, through which they have, in a certain sense, become impersonal. People who make such an impression on us that their wisdom appears impersonal, that their wisdom appears like the blossom and fruit of a mature life, evoke in us—even if only a vague sense—of what acts upon us from our mental, from our spiritual environment, when we rise to that level of clairvoyance of which we must now speak here. In Western esotericism, this category is called the Cherubim. It is extraordinarily difficult to characterize the beings of these higher categories, for the higher we ascend, the more impossible it becomes to draw upon characteristics of ordinary life to evoke a sense of the height, greatness, and sublimity of the beings of these hierarchies. The spirits of the will—that is, the lowest category of the first hierarchy—we can still characterize by saying that we make clear to ourselves what will is, for will is the lowest substance of which they are composed. But it would be impossible, if we were to look only at the will as it presents itself to us in human beings or animals in ordinary life, if we were to look only at the ordinary feelings and thoughts of human beings; it would be impossible to characterize the beings of the second category of the first hierarchy using what is drawn from ordinary human thinking, feeling, and willing. We must turn to exceptional individuals who have accumulated an overwhelming power of wisdom in their souls in the manner described. When we feel this wisdom, we feel something akin to what the occultist feels when facing the beings we call cherubim. Such wisdom, which is not gathered over decades like the wisdom of outstanding human beings, but rather such wisdom gathered over millennia, over millions of years of the world’s evolution—this wisdom flows toward us in sublime power from the beings we call Cherubim.

[ 5 ] Und noch schwieriger sind zu charakterisieren diejenigen Wesenheiten, die nun die erste, die höchste Kategorie der ersten Hierarchie ausmachen und die man Seraphim nennt. Es würde nur möglich sein, sich eine Vorstellung von dem Eindruck, von der Impression, welche die Seraphim auf den okkulten Blick machen, zu verschaffen, wenn wir etwa folgenden Vergleich aus dem Leben nehmen. Wir setzen den Vergleich fort, den wir eben gebraucht haben. Wir betrachten einen Menschen, der durch Jahrzehnte Erlebnisse aufgehäuft hat, die ihn zu überwältigender Weisheit gebracht haben, und wir stellen uns vor, daß ein solcher weiser Mensch, aus dem unpersönlichste Lebensweisheit spricht, aus seiner unpersönlichsten Lebensweisheit heraus wie mit innerem Feuer sein ganzes Wesen derart durchdringt, daß er uns nichts zu sagen braucht, sondern sich nur vor uns hinzustellen braucht und das, was Jahrzehnte ihm an Lebensweisheit gegeben haben, in seinen Blick hineinlegt, so daß der Blick uns erzählen kann Leiden und Erfahrungen von Jahrzehnten und wir aus dem Blicke einen Eindruck davon haben können, daß dieser Blick spricht wie die Welt selber, die wir erleben. Wenn wir uns einen solchen Blick vorstellen, oder wenn wir uns vorstellen, daß ein solcher weiser Mensch dahin gekommen ist, uns nicht nur Worte zu sagen, sondern in dem Klang und in der eigentümlichen Färbung seiner Worte den Abdruck zu geben von reichen Lebenserfahrungen, so daß wir etwas wie einen Unterton hören in dem, was er sagt, weil er es mit einem gewissen Wie ausstattet und wir aus diesem Wie eine Welt von Lebenserfahrungen vernehmen, dann bekommen wir wiederum ein Gefühl, wie es der Okkultist hat, wenn er zu den Seraphim aufsteigt. Wie ein Blick, der am Leben herangereift ist, und aus dem Jahrzehnte von Erfahrungen sprechen oder wie ein Satz, der so ausgesprochen wird, daß wir nicht bloß seine Gedanken hören, sondern daß wir hören: der Satz ist, indem er mit solchem Klange ausgesprochen wird, in Schmerzen und in Erfahrungen des Lebens errungen, er ist keine Theorie, er ist erkämpft, er ist erlitten, er ist durch Lebensschlachten und Siege in das Herz gegangen — wenn wir all das durch einen Unterton hören, dann bekommen wir einen Begriff von der Impression, welche der geschulte Okkultist hat, wenn er sich aufschwingt zu den Wesenheiten, die wir Seraphim nennen.

[ 5 ] Even more difficult to characterize are those beings that constitute the first, the highest category of the first hierarchy, and which are called Seraphim. It would only be possible to form a mental image of the impression that the Seraphim make on the occult eye if we were to draw on the following comparison from everyday life. Let us continue the comparison we just used. We consider a person who, over decades, has accumulated experiences that have brought him to overwhelming wisdom, and we form the mental image that such a wise person, from whom the most impersonal wisdom of life speaks, from his most impersonal wisdom of life, permeates his entire being as with an inner fire to such an extent that he need not say anything to us, but only needs to stand before us and place into his gaze what decades have given him in wisdom, so that the gaze can tell us of the sufferings and experiences of decades, and we can gain an impression from the gaze that this gaze speaks like the world itself that we experience. When we have a mental image of such a gaze, or when we imagine that such a wise person has come to the point of not merely speaking words to us, but of imprinting, through the sound and the peculiar timbre of his words, the mark of rich life experiences, so that we hear something like an undertone in what he says, because he endows it with a certain “how,” and from this “how” we perceive a world of life experiences, then we in turn get a feeling like that of the occultist when he ascends to the seraphim. Like a gaze that has matured through life, and from which decades of experience speak, or like a sentence uttered in such a way that we do not merely hear his thoughts, but that we hear: the sentence, by being uttered with such a tone, has been won through the pains and experiences of life; it is no theory, it has been fought for, it has been suffered, it has entered the heart through life’s battles and victories—when we hear all this in an undertone, then we gain a sense of the impression that the trained occultist has when he soars up to the beings we call Seraphim.

[ 6 ] Wir konnten die Wesenheiten der dritten Hierarchie charakterisieren, indem wir sagten: Was bei den Menschen Wahrnehmung ist, das ist bei ihnen Offenbarung ihres Selbst, was bei den Menschen Innenleben, waches Bewußtsein ist, das ist bei ihnen GeistErfüllung. Wir konnten die Wesenheiten der zweiten Hierarchie charakterisieren, indem wir sagten: Was bei den Wesenheiten der dritten Hierarchie Offenbarung ihres Selbst ist, ist bei ihnen Selbstverwirklichung, Selbstschaffen, Abdrückeprägen von ihrem eigenen Wesen, und was bei den Wesenheiten der dritten Hierarchie Geist-Erfüllung ist, das ist bei ihnen Lebenserregung, so daß innere Lebenserregung entsteht in dem Absondern, in dem Selbstobjektivieren. Was nun bei den Wesenheiten der zweiten Hierarchie Selbstschaffen ist, das tritt uns auch noch bei den Wesenheiten der ersten Hierarchie entgegen, wenn wir sie mit dem okkulten Blick betrachten, aber es ist doch ein Unterschied. Der Unterschied besteht nämlich darin, daß das, was die Wesenheiten der zweiten Hierarchie objektivieren, was sie aus sich heraus schaffen, so lange vorhanden bleibt, als diese Wesenheiten mit dem Geschaffenen verbunden bleiben. Also wohlgemerkt, diese Wesenheiten der zweiten Hierarchie können so etwas wie ein Abbild von sich schaffen, das aber bleibt mit ihnen verbunden, und es kann sich nicht von ihnen trennen. Es bleibt in einer gewissen Weise mit ihnen verbunden. Bei den Wesenheiten der ersten Hierarchie ist es so, daß sie sich auch selbst objektivieren, daß sie ihr eigenes Wesen abprägen, absondern wie in einer Haut, in einer Schale, die aber ein Abdruck ihres eigenen Wesens ist. Das sondert sich jetzt von ihnen ab und bleibt in der Welt vorhanden, auch wenn sie sich davon trennen. Sie tragen also ihre Schöpfung nicht mit sich herum, sondern diese Schöpfung bleibt, auch wenn sie von ihr weggehen. Dadurch ist ein höherer Grad von Objektivität erreicht als der durch die zweite Hierarchie erreichte. Wo die Wesen der zweiten Hierarchie schaffen, da müssen sie, damit ihr Geschaffenes nicht zugrunde gehe, bei dem Geschaffenen bleiben. Das Geschaffene würde tot sein und zerfallen, wenn sie nicht selber damit verbunden blieben. Es hat eine selbständige, objektive Wesenheit, aber nur so lange, als das Wesen damit verbunden bleibt. Dasjenige, was abgesondert wird aus den Wesenheiten der ersten Hierarchie heraus, davon können diese Wesenheiten der ersten Hierarchie weggehen, und dennoch bleibt es als etwas Selbsttätiges, Objektives vorhanden.

[ 6 ] We were able to characterize the beings of the third hierarchy by saying: What is perception in human beings is, for them, the revelation of their self; what is inner life and waking consciousness in human beings is, for them, spiritual fulfillment. We were able to characterize the beings of the second hierarchy by saying: What is a revelation of the self for the beings of the third hierarchy is, for them, self-realization, self-creation, the imprinting of their own being; and what is spiritual fulfillment for the beings of the third hierarchy is, for them, the stirring of life, so that an inner stirring of life arises in the process of separation, in the objectification of the self. Now, what is self-creation for the beings of the second hierarchy also appears to us in the beings of the first hierarchy when we view them with the occult eye, but there is still a difference. The difference lies in the fact that what the beings of the second hierarchy objectify—what they create from within themselves—remains in existence as long as these beings remain connected to what they have created. So, mind you, these beings of the second hierarchy can create something like an image of themselves, but this remains connected to them and cannot separate from them. It remains connected to them in a certain way. With the beings of the first hierarchy, it is the case that they also objectify themselves, that they imprint their own being, separating it as in a skin, in a shell, which is, however, an imprint of their own being. This now separates from them and remains present in the world, even when they separate from it. Thus, they do not carry their creation with them, but this creation remains, even when they move away from it. Through this, a higher degree of objectivity is achieved than that attained by the second hierarchy. Where the beings of the second hierarchy create, they must remain with what they have created so that it does not perish. The creation would be dead and would disintegrate if they did not remain connected to it themselves. It has an independent, objective existence, but only as long as the being remains connected to it. That which is separated from the beings of the first hierarchy—these beings of the first hierarchy can walk away from it, and yet it remains as something self-acting and objective.

[ 7 ] Bei der dritten Hierarchie haben wir Offenbarung und GeistErfüllung, bei der zweiten Hierarchie Selbsterschaffen und Lebenserregung. Bei der ersten Hierarchie, die da besteht aus den Thronen, Cherubim und Seraphim, da haben wir ein solches Schaffen, daß das Geschaffene abgesondert wird, da haben wir statt des Selbstschaffens Weltschaffen: Eine abgesonderte Welt wird das, was hervorgeht aus den Wesenheiten der ersten Hierarchie, eine solche selbständige Welt, daß diese Welt Erscheinungen, Tatsachen zeigt, auch wenn die Wesenheiten nicht mehr dabei sind.

[ 7 ] In the third hierarchy, we have revelation and spiritual fulfillment; in the second hierarchy, self-creation and the stirring of life. In the first hierarchy, which consists of the Thrones, Cherubim, and Seraphim, we have a kind of creation in which the created is set apart; here, instead of self-creation, we have world-creation: What emerges from the beings of the first hierarchy becomes a separate world, a world so independent that it manifests phenomena and facts even when the beings are no longer present.

[ 8 ] Wir können uns jetzt noch fragen: Und wie ist denn das eigene Leben dieser ersten Hierarchie? Das eigene Leben der Wesenheiten der ersten Hierarchie ist so, daß es sich selber wahrnimmt, indem es solche objektive, selbständige, sich absondernde Wesen aus sich hervorgehen läßt. Im Schaffen, im Selbständigmachen von Wesenheiten liegt für diese Wesenheiten der ersten Hierarchie ihr innerer Bewußtseinszustand, ihr inneres Erleben. Wir können sagen, sie schauen hin auf das, was sie schaffen und was die Welt wird, und nicht indem sie in sich hineinschauen, sondern indem sie hinausschauen auf die Welt, auf ihre Geschöpfe, haben sie sich. Wesen schaffen, das ist ihr Innenleben. Andere Wesen schaffen, in anderen Wesen leben, das ist das innere Erleben dieser Wesenheiten der ersten Hierarchie. Weltschaffen ist ihr Außenleben, Wesenschaffen ihr Innenleben.

[ 8 ] We may now ask ourselves: What is the nature of the life of this first hierarchy? The life of the beings of the first hierarchy consists in their perceiving themselves by allowing such objective, independent, and self-separating beings to emerge from within themselves. In the act of creation, in the process of making beings independent, lies the inner state of consciousness of these beings of the first hierarchy, their inner experience. We can say that they look upon what they create and what the world becomes, and it is not by looking within themselves, but by looking out upon the world, upon their creatures, that they have themselves. Creating beings—that is their inner life. Creating other beings, living in other beings—that is the inner experience of these beings of the first hierarchy. Creating the world is their outer life; creating beings is their inner life.

[ 9 ] Wir haben nun im Laufe dieser Tage darauf aufmerksam gemacht, wie die verschiedenen Wesenheiten der einzelnen Hierarchien Nachkommen, sich abspaltende Wesenheiten haben, die sie herunterschicken in die Reiche der Natur, und wir haben kennengelernt, daß die Nachkommen der dritten Hierarchie die Naturgeister sind, daß die Nachkommen der zweiten Hierarchie die Gruppenseelen sind. Auch die Wesenheiten der ersten Hierarchie haben solche sich abspaltenden Nachkommen, und im Grunde genommen habe ich Ihnen bereits von einer anderen Seite her diese Wesenheiten beschrieben, welche die Nachkommen der ersten Hierarchie sind. Ich habe es Ihnen beschrieben in den allerersten Betrachtungen, als wir aufgestiegen sind zu den sogenannten Geistern der Umlaufszeiten, zu denjenigen Geistern, welche anordnen und dirigieren, was in den Naturreichen in rhythmischer Folge und Wiederholung geschieht. Die Wesenheiten der ersten Hierarchie spalten von sich ab diejenigen Wesenheiten, welche anordnen den Wechsel von Winter und Sommer, so daß die Pflanzen sprießen und wiederum verwelken; jene rhythmische Folge, wodurch zum Beispiel die Angehörigen einer gewissen tierischen Art eine bestimmte Lebenszeit haben, innerhalb welcher sie sich entwickeln von der Geburt bis zum Tod. Aber auch alles, was in den Naturreichen rhythmisch und sich wiederholend folgt, wie Tag und Nacht, wie Jahreswechsel, wie die vier Jahreszeiten — alles, was so rhythmisch folgt, alles, was auf sich wiederholendem Geschehen beruht, das wird geregelt von den Geistern der Umlaufszeiten, von den Nachkommen der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Man kann diese Geister der Umlaufszeiten von der einen Seite charakterisieren, wie wir das vor einigen Tagen gemacht haben, und man kann sie jetzt ihrer eigenen Abstammung nach charakterisieren, wie wir das heute taten. So können wir zusammenfassend das Wesen dieser drei Hierarchien wie folgt darstellen:

[ 9 ] Over the course of these days, we have pointed out how the various beings of the individual hierarchies have offspring—beings that split off from them—whom they send down into the realms of nature, and we have learned that the offspring of the third hierarchy are the nature spirits, and that the offspring of the second hierarchy are the group souls. The beings of the first hierarchy also have such offshoots, and in fact I have already described these beings—who are the offspring of the first hierarchy—to you from another perspective. I described them to you in the very first lectures, when we ascended to the so-called spirits of the cycles, to those spirits who arrange and direct what occurs in the natural realms in rhythmic succession and repetition. The beings of the first hierarchy split off from themselves those beings who govern the alternation of winter and summer, so that plants sprout and then wither again; that rhythmic sequence whereby, for example, members of a certain animal species have a specific lifespan within which they develop from birth to death. But also everything that follows rhythmically and repetitively in the natural realms, such as day and night, the changing of the seasons, the four seasons—everything that follows in this rhythmic manner, everything based on repetitive events—is governed by the spirits of the cycles of time, by the descendants of the beings of the first hierarchy. One can characterize these spirits of the cycles from one perspective, as we did a few days ago, and one can now characterize them according to their own lineage, as we did today. Thus, we can summarize the nature of these three hierarchies as follows:

Erste HierarchieWeltschaffenWesenschaffenGeister der Umlaufszeite
Zweite HierarchieSelbsterschaffenLebenserregungGruppenseelen
Dritte HierarchieOffenbarungGeist-ErfüllungNaturgeister
First HierarchyWorld-CreationBeing-CreationSpirits of the Cycle
Second HierarchySelf-CreationLife-StimulationGroup Souls
Third HierarchyRevelationSpiritual FulfillmentNature Spirits

[ 10 ] Wenn wir nun in der mir gestellten Aufgabe weiterschreiten wollen, da müssen wir uns bekannt machen mit Vorstellungen, zu denen sich der geschulte Blick des Okkultisten allmählich erhebt und die ja für den Anfang, wenn man zuerst mit ihnen bekannt wird, etwas schwierig sind. Aber wir werden sie schon heute vor unsere Seele hinstellen, diese Vorstellungen und Ideen, und indem wir das tun, bekommen wir die Möglichkeit, uns in den nächsten Vorträgen, wo uns das ganze Leben und die ganze Wesenheit der Naturreiche und der Himmelskörper vor Augen treten soll, immer mehr und mehr hineinzugewöhnen in die Art und Weise, wie die charakterisierten Wesenheiten mit den Naturreichen und mit den Himmelskörpern zusammenhängen. So werden wir immer bestimmtere Vorstellungen nach dieser Richtung hin erhalten können.

[ 10 ] If we now wish to proceed with the task set before us, we must familiarize ourselves with mental images to which the trained eye of the occultist gradually rises—mental images that are, admittedly, somewhat difficult at first when one first encounters them. But we will already set these mental images and ideas before our souls today, and in doing so, we will gain the opportunity, in the coming lectures where the entire life and essence of the natural kingdoms and the celestial bodies will be presented to us, to become increasingly accustomed to the way in which the characterized beings are connected to the natural kingdoms and the celestial bodies. In this way, we will be able to gain increasingly clear mental images in this direction.

[ 11 ] Wenn wir von dem Menschen sprechen, dann sprechen wir so, daß wir diesen Menschen charakterisieren, wie er sich dem okkulten Blick darbietet; Sie können das ja verfolgen in theosophischen Schriften, zum Beispiel in meiner «Theosophie» und in meiner «Geheimwissenschaft». Wenn wir den Menschen mit dem okkulten Blick betrachten, so sagen wir: Dasjenige, was zunächst das äußerste für Augen und Sinne überhaupt Wahrnehmbare am Menschen ist, das ist sein physischer Leib. Also den physischen Leib des Menschen betrachten wir als das erste menschliche Glied. Als das zweite menschliche Glied betrachten wir dann schon etwas Übersinnliches, schon etwas für das normale Bewußtsein Unsichtbares, den ätherischen Leib. Als drittes Glied betrachten wir den astralischen Leib. Wenn wir diese drei Glieder haben, dann haben wir ungefähr die Hüllennatur des Menschen. Wir kommen dann zu noch höheren Gliedern. Die sind dann seelenartiger Natur. Die nimmt man im gewöhnlichen Leben wahr als inneres Seelenleben, und ebenso wie wir von einer dreifachen äußeren Hülle sprechen, so können wir sprechen von einer dreifachen Seele: von der Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele. Diese Glieder der menschlichen Natur, von dem physischen Leib bis zur Bewußtseinsseele herauf, sind im Grunde genommen heute bei jedem Menschen schon vorhanden. Dazu kommt noch ein Hereinleuchten des nächsten Gliedes, das wir bezeichnen als Geistselbst oder, wie vielleicht viele von Ihnen gewohnt sind, es zu nennen, Manas. Dann haben wir das nächste Glied, das in der Zukunft für den Menschen eigentlich erst ausgebildet werden wird im rechten Maße; wir nennen das den Lebensgeist oder die Buddhi. Und dann haben wir das, was wir als den eigentlichen Geistesmenschen oder Atma bezeichnen, was zwar die innerste menschliche Natur ist, was aber in dem Menschen für sein Bewußtsein heute noch schlummert und erst in zukünftigen Erdentagen innerhalb des Bewußtseins als der eigentliche Mittelpunkt des Bewußtseins aufleuchten wird. Diese Glieder der menschlichen Natur sind so, daß wir von ihnen sprechen als Einheiten. In einer gewissen Weise haben wir in dem physischen Leib des Menschen eine Einheit, wir haben in dem ätherischen Leib des Menschen eine Einheit und so in den anderen Gliedern der menschlichen Natur. Der ganze Mensch ist eine Einheit, welche aus der Zusammenfügung und dem Ineinanderwirken dieser verschiedenen Glieder besteht.

[ 11 ] When we speak of human beings, we do so in a way that characterizes them as they appear to the occult eye; you can see this in theosophical writings, for example in my *Theosophy* and in my *The Secret Science*. When we view the human being through the occult gaze, we say: That which is initially the outermost aspect of the human being perceptible to the eyes and the senses in general is his physical body. So we regard the human physical body as the first human member. As the second human member, we then regard something supersensible, something already invisible to normal consciousness: the etheric body. As the third member, we regard the astral body. Once we have these three members, we have roughly the nature of the human sheaths. We then come to even higher members. These are of a soul-like nature. In ordinary life, we perceive them as inner soul life, and just as we speak of a threefold outer shell, so we can speak of a threefold soul: the feeling soul, the intellectual or emotional soul, and the conscious soul. These aspects of human nature, from the physical body up to the soul of consciousness, are essentially already present in every human being today. Added to this is a glimmer of the next member, which we call the Spirit-Self or, as many of you may be accustomed to calling it, Manas. Then we have the next member, which in the future will actually be developed in the right measure for human beings; we call this the Life-Spirit or the Buddhi. And then we have what we call the actual Spirit-Man or Atma, which is indeed the innermost human nature, but which still slumbers within the human being for the sake of their consciousness today and will only shine forth within consciousness in future earthly ages as the actual center of consciousness. These aspects of human nature are such that we speak of them as units. In a certain sense, we have a unity in the physical body of the human being, we have a unity in the etheric body of the human being, and so on in the other aspects of human nature. The whole human being is a unity consisting of the combination and interaction of these various aspects.

[ 12 ] Sie müssen sich nun vorstellen, wenn wir weiterkommen wollen in unseren Betrachtungen, daß es über dem Menschen stehende Wesenheiten gibt, welche so erhaben sind über die menschliche Natur, daß sie nicht bestehen aus Gliedern, die wir bezeichnen können als physischen Leib, Ätherleib und so weiter, sondern daß die Glieder dieser Wesenheiten selbst wiederum Wesenheiten sind. Während der Mensch also zu seinen einzelnen Gliedern das hat, was wir nicht als Wesenheit, sondern eben nur als einheitliche Glieder ansehen können, müssen wir aufsteigen zu solchen Wesenheiten, die nicht einen physischen Leib haben als ihren Teil, sondern welche ebenso, wie der Mensch seinen physischen Leib als einen Teil hat, zu ihrem Teil etwas haben, was wir jetzt genannt haben in unseren Betrachtungen die Geister der Form. Wenn wir sagen: Es gibt eine Wesenheit höherer Kategorie, welche nicht wie der Mensch zu seinem Gliede einen physischen Leib hat, sondern welche zu ihrem Glied eine Wesenheit selbst hat, einen Geist der Form, dann bekommen wir eine Vorstellung von einer Wesenheit, die wir bisher noch nicht charakterisiert haben, aber die wir jetzt charakterisieren wollen. Wollen wir sie charakterisieren, so müssen wir uns schon derjenigen Vorstellungen bedienen, zu denen wir uns aufgeschwungen haben im Laufe unserer Betrachtungen.

[ 12 ] If we are to make further progress in our considerations, you must now create a mental image of beings that are superior to human beings and that are so far above human nature that they do not consist of parts that we can describe as a physical body, an etheric body, and so on, but rather that the parts of these beings are themselves, in turn, beings. While human beings, then, have as their individual members what we cannot regard as entities but merely as unified members, we must ascend to such entities that do not have a physical body as a part of themselves, but which, just as human beings have their physical body as a part, have as a part of themselves what we have now called in our considerations the spirits of form. When we say: There is an entity of a higher category which, unlike the human being, does not have a physical body as its limb, but which has an entity itself as its limb, a Spirit of Form, then we gain a mental image of an entity that we have not yet characterized, but which we now wish to characterize. If we wish to characterize it, we must make use of the mental images to which we have risen in the course of our reflections.

[ 13 ] Ich sagte schon, es ist schwierig, zu diesen Vorstellungen zu kommen, aber Sie werden durch eine Analogie sich erheben können zu solchen Vorstellungen, wie wir sie hier brauchen. Betrachten Sie einen Bienenstock oder einen Ameisenhaufen und nehmen Sie die einzelnen \Wesenheiten, die einzelnen Bienen des Bienenstockes und seien Sie sich klar darüber, daß der Bienenstock einen realen Gesamtgeist hat, eine reale Gesamtwesenheit, und daß er in den einzelnen Bienen seine Teile hat, wie Sie Ihre Teile haben in Ihren einzelnen Gliedern. Da haben Sie eine Analogie für noch höhere Wesenheiten, als diejenigen sind, die wir bisher betrachtet haben, die zu ihrem Glied nicht so etwas haben, was wir nur als physischen Leib wie beim Menschen bezeichnen, sondern was wir selber als eine Wesenheit bezeichnen müssen, als Geist der Form. Wie wir in unserem physischen Leibe leben, so leben Wesenheiten von höherer Erhabenheit so, daß sie die Geister der Form, oder einen Geist der Form meinetwillen, zu ihrem untersten Gliede haben. Wir Menschen haben dann den ätherischen Leib, statt dessen haben diese Wesenheiten als zweites Glied Geister der Bewegung; statt des astralischen Leibes des Menschen haben diese Wesenheiten Geister der Weisheit; statt dessen, was wir Menschen als Empfindungsseele haben, haben diese Wesenheiten als ihr viertes Glied Throne oder Geister des Willens; statt unserer Verstandesseele haben diese Wesenheiten als fünftes Glied Cherubim; als sechstes haben sie, wie wir die Bewußtseinsseele haben, Seraphim. Und wie wir hinaufschauen zu demjenigen, was wir uns allmählich erst aneignen in zukünftigen Erdentagen, so schauen diese Wesenheiten hinauf zu dem, was überragt das Wesen der Hierarchien. Wie wir von unserem Manas, Buddhi, Atma oder Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmenschen sprechen, so schaut gleichsam aus seinem seraphischen Glied, wie wir aus unserer Bewußtseinsseele, diese Wesenheit hinauf zu einer Urgeistigkeit. Da erst haben diese Wesenheiten dann etwas dem Analoges, was wir unser geistiges Innenleben nennen. Es ist außerordentlich schwierig, von dem, was da oben über den Hierarchien gleichsam als die geistige Wesenheit höchster Geister selber vorhanden ist, Vorstellungen zu erwecken. Im Laufe der Menschheitsevolution haben die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen daher auch, man möchte sagen, mit einer gewissen ehrfürchtigen Vorsicht unterlassen, in deutlichen, an die Sinneswelt erinnernden Vorstellungen von dem zu sprechen, was da oben noch vorhanden ist über den Hierarchien. Mußten wir schon, um eine Vorstellung hervorzurufen, wie sie in der Seele des Okkultisten lebt, wenn er auf die Seraphim blickt, zu solchen Mitteln greifen, die uns nur in Analogien entgegentreten bei Menschen mit reicher Lebenserfahrung, so reicht auch alles das, was uns selbst bei solchen Menschen als reine Äußerung ihres Lebens entgegentritt, nicht mehr aus, um die Dreiheit zu charakterisieren, die gleichsam über den Seraphim als höchstes Wesen, als ihr Manas, Buddhi, Atma, figuriert.

[ 13 ] As I said, it is difficult to arrive at these mental images, but you will be able to rise to the level of the mental images we need here by means of an analogy. Consider a beehive or an anthill, and take the individual beings—the individual bees of the hive—and be clear that the beehive has a real collective spirit, a real collective being, and that it has its parts in the individual bees, just as you have your parts in your individual limbs. There you have an analogy for even higher beings than those we have considered so far, who do not have in their members something that we would call merely a physical body, as in humans, but rather what we ourselves must call a being, a spirit of form. Just as we live in our physical body, so do beings of higher sublimity live in such a way that they have the spirits of form—or, for my sake, a spirit of form—as their lowest limb. We humans have the etheric body; instead of that, these beings have spirits of movement as their second member; instead of the human astral body, these beings have spirits of wisdom; instead of what we humans have as the feeling soul, these beings have thrones, or spirits of will, as their fourth member; instead of our intellectual soul, these beings have cherubim as their fifth member; as their sixth, just as we have the conscious soul, they have seraphim. And just as we look up to that which we will gradually acquire in future earthly days, so these beings look up to that which towers above the being of the hierarchies. Just as we speak of our Manas, Buddhi, Spirit-Self, Life-Spirit, and Spirit-Man, so does this being, as it were, look up from its seraphic member—just as we look up from our consciousness soul—toward a primal spirituality. Only then do these beings possess something analogous to what we call our inner spiritual life. It is extraordinarily difficult to form mental images of what exists up there above the hierarchies, as it were, as the spiritual entity of the highest spirits themselves. In the course of human evolution, the various religions and worldviews have therefore, one might say, refrained with a certain reverent caution from speaking in clear mental images reminiscent of the sensory world about what still exists up there above the hierarchies. If, in order to evoke a mental image such as that which lives in the soul of the occultist when he looks upon the Seraphim, we had to resort to such means as those that meet us only in analogies in people with rich life experience, even all that which we encounter in such people as a pure expression of their lives is no longer sufficient to characterize the Trinity that figures, as it were, above the Seraphim as the highest being, as their Manas, Buddhi, Atma.

[ 14 ] Im Laufe der Menschheitsevolution ist über die vorsichtigen Ahnungen, mit denen der Menschengeist von dem, was da oben ist in den geistigen Regionen, gesprochen hat, sogar, man darf sagen leider, viel gestritten worden. Leider! darf man sagen, weil es dem Menschengeist viel angemessener wäre, nicht mit Vorstellungen, die er sich nun einmal aus dem gewöhnlichen Leben durch allerlei Analogien und Vergleiche gezimmert hat, Wesenhaftes von so hoher Gattung charakterisieren zu wollen; viel mehr geziemend wäre es für den Menschen, in tiefer Ehrfurcht immer mehr und mehr lernen zu wollen, um annähernde Vorstellungen von dem zu bekommen, was da oben ist. Annähernde Vorstellungen versuchten die Religionen und Weltanschauungen von dem, was da oben ist, zu geben, indem sie heranzogen vieldeutige und vielsagende Begriffe, Begriffe, welche gewissermaßen dadurch etwas Besonderes gewinnen, daß sie über das einzelne Leben des Menschen schon in der äußeren Sinneswelt hinausgehen. Mit solchen Begriffen kann man natürlich das erhabene Wesen, um das es sich hier handelt, auch nicht einmal annähernd charakterisieren, aber man kann gewissermaßen eine Vorstellung hervorrufen von dem, was man nicht zu sagen vermag, sondern was sich hüllen soll in ein heiliges Geheimnis, in ein heiliges Mysterium. Denn nicht sollte man mit menschlichen Verstandesbegriffen, die an der Außenwelt gewonnen sind, so ohne weiteres herankommen an diese Dinge. Daher versuchte man in den aufeinanderfolgenden Religionen und Weltanschauungen annähernd, ahnungsvoll diese Dinge dadurch zu charakterisieren, daß man das, was über den Menschen hinausragt und schon in der Natur mysteriös ist, zur Charakteristik oder, sagen wir besser, zur Namengebung heranzog.

[ 14 ] Throughout human evolution, there has been—and one might even say, unfortunately—much controversy surrounding the tentative intuitions with which the human spirit has spoken of what lies above in the spiritual realms. “Unfortunately!” one may say, because it would be far more fitting for the human spirit not to attempt to characterize beings of such a high order using mental images that it has cobbled together from ordinary life through all manner of analogies and comparisons; it would be far more fitting for human beings to seek, with deep reverence, to learn more and more in order to gain approximate mental images of what lies above. Religions and worldviews have attempted to provide approximate mental images of what lies above by drawing upon ambiguous and evocative terms—terms that, in a sense, gain a special significance precisely because they transcend the individual human life and extend beyond the external sensory world. Of course, such concepts cannot even begin to characterize the sublime being in question here, but they can, in a sense, evoke a mental image of what cannot be put into words, but must be shrouded in a sacred secret, in a sacred mystery. For one should not approach these things so readily with human intellectual concepts derived from the external world. Hence, in successive religions and worldviews, people have attempted to characterize these things approximately, intuitively, by drawing upon that which transcends the human being and is already mysterious in nature, using it as a characteristic or, let us say, as a basis for naming.

[ 15 ] Die alten Ägypter haben zur Namengebung herangezogen die Begriffe von Kind oder Sohn, von Mutter und Vater, also das, was über den einzelnen Menschen hinausragt. Das Christentum hat versucht, in der Aufeinanderfolge von Heiligem Geist, Sohn und Vater für diese Dreiheit eine Namengebung zu finden. So daß wir sagen können: Wir würden an die siebente Stelle zu setzen haben den Heiligen Geist, an die achte den Sohn und an die neunte den Vater. Wenn wir also ein Wesen, zu dem wir hinaufschauen und dessen oberster Inhalt uns wie in ein geistiges Mysterium verschwindet und wir andeutungsvoll dazu sagen: Geist, Sohn und Vater —, wenn wir ein solches Wesen mit dem okkulten Blick betrachten, so sagen wir uns: Wie wir uns zum Menschen verhalten, indem wir ihn äußerlich anschauen, wie wir seinen physischen Leib als sein unterstes Glied betrachten, so haben wir bei einem solchen Wesen, wenn wir es so betrachten, daß diese Betrachtung analog ist der Menschenbetrachtung, den Geist der Form vor uns, das heißt, einen Geist, der sich eine Form gibt, einen geformten Geist. Wir müßten also hinschauen können auf dasjenige, was von diesen Wesenheiten analog, ähnlich ist dem physischen Leib des Menschen, auf etwas Geformtes.

[ 15 ] The ancient Egyptians drew upon the concepts of child or son, mother, and father—that is, what transcends the individual human being—when naming their deities. Christianity has sought to name this Trinity through the sequence of Holy Spirit, Son, and Father. Thus, we can say: We would have to place the Holy Spirit in the seventh position, the Son in the eighth, and the Father in the ninth. So when we look up to a being whose highest essence vanishes into a spiritual mystery, and we refer to it suggestively as Spirit, Son, and Father—when we regard such a being with the occult gaze, we say to ourselves: Just as we relate to human beings by looking at them externally, just as we regard their physical body as their lowest member, so with such a being, when we regard it in a way analogous to our regard for human beings, we have before us the Spirit of Form—that is, a Spirit that gives itself a form, a formed Spirit. We would therefore have to be able to look at that which, in these beings, is analogous to, or similar to, the physical body of a human being—at something formed.

[ 16 ] Wie wir etwas Geformtes im physischen Leib des Menschen als sein unterstes Glied haben, und wie in diesem Geformten, das in Wahrheit, so wie es uns entgegentritt, selbstverständlich eine Maja ist, aber eben das lebt, was Geist der Form ist, so ist das, was uns erscheint, wenn wir den Blick hinausrichten in den Weltenraum und im Weltenraum einen Planeten erblicken — Merkur, Venus, Mars, Jupiter —, die äußere Form des Geistes der Form, das, was zu diesem Wesen, von dem wir jetzt gesprochen haben, gehört, wie der physische Leib des Menschen zu dem Menschen gehört. Wenn ein Mensch vor uns steht, dann drückt uns diese Form aus, was als höhere Glieder, als ätherischer Leib, astralischer Leib, Empfindungsseele und so weiter, in dem Menschen lebt; wenn wir einen Planeten sehen, drückt uns diese Form aus, was die Form der Geister der Form ausmacht. Und wie hinter der menschlichen Form, hinter dem physischen Leib der ätherische Leib, der astralische Leib, die Empfindungsseele und so weiter sind, so ist hinter dem Planeten als zu ihm gehörig dasjenige, was wir ansprechen als Geister der Bewegung, der Weisheit, des Willens, Seraphim, Cherubim und so weiter. Wenn wir also im Sinne der Geisteswissenschaft das vollständige Wesen eines Planeten uns vorhalten wollen, dann müssen wir sagen: Uns begegnet im Weltenraum für unsere Wahrnehmung der Planet, indem er uns sein Physisches, das der Geist der Form ihm gegeben hat, entgegenleuchtet, und er verbirgt, wie der Mensch seine höheren Glieder dem physischen Blick verbirgt, dasjenige, was als Wesenheiten der höheren Hierarchien in dem Planeten und um ihn waltet. Wir stellen uns also einen solchen Planeten wie den Mars oder den Merkur richtig vor, wenn wir ihn uns zunächst seiner physischen Form nach vorstellen und ihn umgeben und durchdrungen denken von einer geistigen Atmosphäre, die ins Endlose ausgreift, die in dem physischen Planeten eben ihre physische Form, die Schöpfung der Geister der Form, hat und die in ihrem geistigen Umkreis die Wesenheiten der anderen Hierarchien hat. Dann erst haben wir den vollständigen Planeten, wenn wir ihn so betrachten, daß er in der Mitte das Physische als einen Kern hat und um ihn herum geistige Umhüllungen, die aus den Wesenheiten der Hierarchien bestehen. Es soll das in den nächsten Vorträgen noch eingehender betrachtet werden. Damit wir aber gewissermaßen heute noch die Richtung unserer Betrachtung andeuten können, sei noch folgendes zunächst als Mitteilung, wie es die okkulte Forschung ergibt, gesagt.

[ 16 ] Just as we have something formed in the physical body of the human being as its lowest member, and just as in this formed thing—which, in truth, as it appears to us, is of course a maya, but in which precisely that which is the Spirit of Form lives—so too is that which appears to us when we cast our gaze out into space and behold a planet — Mercury, Venus, Mars, Jupiter —, the outer form of the spirit of form, that which belongs to this being of which we have just spoken, just as the physical body of the human being belongs to the human being. When a human being stands before us, this form expresses to us what lives within the human being as higher members—the etheric body, the astral body, the feeling soul, and so on; when we see a planet, this form expresses to us what constitutes the form of the Spirits of Form. And just as behind the human form, behind the physical body, lie the etheric body, the astral body, the soul of feeling, and so on, so too behind the planet, as belonging to it, lies that which we refer to as the spirits of movement, of wisdom, of will, the Seraphim, the Cherubim, and so on. So if we wish to hold before us the complete being of a planet in the sense of Spiritual Science, then we must say: In the vastness of space, the planet appears to our perception as its physical form—bestowed upon it by the Spirit of Form—shines out toward us, while it conceals, just as the human being conceals its higher members from physical sight, that which reigns within and around the planet as beings of the higher hierarchies. We therefore correctly form a mental image of a planet such as Mars or Mercury when we first imagine it in terms of its physical form and conceive of it as surrounded and permeated by a spiritual atmosphere that extends into infinity, which has its physical form—the creation of the spirits of form—within the physical planet itself, and which encompasses the beings of the other hierarchies within its spiritual sphere. Only then do we have the complete planet, when we view it as having the physical as a core at its center and, surrounding it, spiritual envelopes consisting of the beings of the hierarchies. This will be examined in greater detail in the coming lectures. However, so that we may, as it were, indicate the direction of our consideration today, the following should first be stated as a communication based on the findings of occult research.

[ 17 ] Wir haben schon angedeutet: Wenn wir das, was physische Planetenform ist, betrachten, so ist das ein Geschöpf des Geistes der Form. Auch unsere Erdenform ist Geschöpf des Geistes der Form. Nun aber wissen Sie von unserer Erde zunächst, daß sie in sich kein Ruhendes ist, daß diese Erde einer fortdauernden inneren Veränderung und Beweglichkeit unterliegt. Sie alle werden sich aus den Schilderungen der Akasha-Chronik erinnern, daß das äußere Antlitz unserer Erde heute anders aussieht, als es zum Beispiel ausgesehen hat während der Periode der Erdenentwickelung, die wir als die atlantische Zeit bezeichnen. In dieser uralten atlantischen Zeit war die Fläche unseres Erdballs, welche heute vom Atlantischen Ozean überflutet ist, mit einem mächtigen Kontinente bedeckt, während an der Stelle, wo heute Europa, Asien, Afrika sind, kaum erst Kontinente sich bildeten. So hat sich die Masse, die Substanz der Erde umgesetzt durch innere Beweglichkeit. Der Planet ist in einer fortwährenden inneren Beweglichkeit. Bedenken Sie nur, daß zum Beispiel das, was heute bekannt ist als die Insel Helgoland, nur ein kleiner Teil dessen ist, was noch im neunten, zehnten Jahrhundert von dieser Insel Helgoland ins Meer hinausragte. Wenn auch die Zeiten, in denen Umlagerungen, innere Veränderungen des Antlitzes der Erde stattfinden, verhältnismäßig groß sind, ohne viel auf diese Dinge einzugehen, kann jeder sich sagen, der Planet ist in einer fortwährenden inneren Beweglichkeit. Und gar, wenn der Mensch nicht nur zum Planeten das Feste der Erde rechnet, sondern auch Wasser und Luft, dann lehrt ja das alltägliche Leben, daß der Planet in innerer Beweglichkeit ist. In Wolkenbildung, in Regenbildung, in all den Witterungserscheinungen, im auf- und absteigenden Wasser, in alledem zeigt die planetarische Substanz die innere Beweglichkeit. Das ist ein Leben des Planeten. Innerhalb dieses Lebens des Planeten wirkt, wie im Leben des einzelnen Menschen der Ätherleib, dasjenige, was wir bezeichnen als die Geister der Bewegung. So daß wir sagen können: Äußere Gestalt des Planeten — Geister der Form als Schöpfer. Die innere Lebendigkeit, sie wird geregelt durch die Wesenheiten, die wir die Geister der Bewegung nennen.

[ 17 ] We have already hinted at this: When we consider what constitutes the physical form of a planet, it is a creation of the Spirit of Form. Our Earth’s form, too, is a creation of the Spirit of Form. But you know, first of all, that our Earth is not static in itself, that this Earth is subject to constant inner change and movement. You will all recall from the descriptions in the Akashic Records that the outer face of our Earth looks different today than it did, for example, during the period of Earth’s development that we call the Atlantean era. In this ancient Atlantean era, the area of our globe that is now flooded by the Atlantic Ocean was covered by a mighty continent, while in the place where Europe, Asia, and Africa are today, continents were barely beginning to form. Thus, the mass, the substance of the Earth, has been transformed through inner movement. The planet is in a state of constant inner movement. Just consider, for example, that what is known today as the island of Heligoland is only a small part of what still jutted out into the sea from this island of Heligoland in the ninth and tenth centuries. Even if the periods during which rearrangements and internal changes in the Earth’s surface occur are relatively long, without going into these matters in detail, anyone can say that the planet is in a state of constant internal movement. And indeed, if one counts not only the solid earth but also water and air as part of the planet, then everyday life teaches us that the planet is in a state of inner movement. In cloud formation, in the formation of rain, in all weather phenomena, in the rising and falling of water—in all of this, the planetary substance reveals its inner movement. This is the life of the planet. Within this life of the planet, just as the etheric body acts in the life of the individual human being, there is at work what we call the spirits of movement. So that we can say: The outer form of the planet—the spirits of form as creators. The inner vitality is governed by the beings we call the spirits of movement.

[ 18 ] Nun ist aber ein solcher Planet für den Okkultisten durchaus eine wirkliche Wesenheit, eine \Wesenheit, welche das, was in ihr vorgeht, nach Gedanken regelt. Nicht nur, daß innere Lebendigkeit, wie sie eben geschildert worden ist, im Planeten vorhanden ist, sondern auch Bewußtsein hat der Planet als ganzer Planet, denn er ist ja eine Wesenheit. Und dieses Bewußtsein, welches dem menschlichen Bewußtsein entspricht, insofern die niedere Bewußtseinsform, das Unterbewußtsein, im astralischen Leib ist, das wird geregelt beim Planeten durch die Geister der Weisheit. So daß wir sagen können: Das niederste Bewußtsein des Planeten wird geregelt durch die Geister der Weisheit. Wenn wir so den Planeten charakterisieren, dann bleiben wir noch immer innerhalb des Planeten. Wir schauen hinauf zum Planeten und sagen uns: Er hat eine gewisse Form, das entspricht den Geistern der Form; er hat eine innere Beweglichkeit, das entspricht den Geistern der Bewegung; das alles ist von Bewußtsein durchdrungen, das entspricht den Geistern der Weisheit. Aber nun verfolgen wir den Planeten weiter: Er geht durch den Raum, er hat einen inneren Impuls, der ihn treibt durch den Raum, wie der Mensch einen inneren Willensimpuls hat, der ihn treibt, seine Schritte zu machen, durch den Raum zu gehen. Das, was den Planeten durch den Raum führt, was seine Bewegung im Raum regelt, was da macht, daß er zum Beispiel um den Fixstern sich bewegt, das entspricht den Geistern des Willens. Sie geben dem Planeten den Impuls, hinzufliegen durch den Raum. Also, die Bewegung des Planeten im Raum entspricht den Geistern des Willens oder den Thronen. Wenn nun diese Geister des Willens nur die Bewegungsimpulse dem Planeten geben würden, so würde jeder Planet in der Welt seine eigenen Wege gehen. Das ist aber nicht der Fall, sondern ein jeder Planet richtet sich nach dem ganzen System. Es wird die Bewegung nicht nur so geregelt, daß der Planet sich bewegt, sondern es wird Ordnung hineingebracht in das ganze planetarische System. Wie Ordnung hineingebracht wird, wenn, sagen wir, eine Gruppe von Menschen, von denen der eine dahin, der andere dorthin ging, einem gemeinsamen Ziele zuzustreben beginnt, so werden die Bewegungen der Planeten geordnet, bis sie zusammenstimmen. Dieses Zusammenstimmen der Bewegungen des einen Planeten mit dem anderen, diese Tatsache, daß in der Bewegung des einen Planeten Rücksicht genommen wird auf die der anderen, das entspricht der Tätigkeit der Cherubim. Also die Regelung der gemeinsamen Bewegung des Systems entspricht der Tätigkeit der Cherubim. Und jedes Planetensystem mit seinem Fixstern, der gewissermaßen als der Hauptanführer dasteht unter der Leitung der Cherubim, hat seine Beziehung wiederum zu den anderen Planetensystemen, die anderen Fixsternen zugehören, verständigt sich über seinen Ort im Raum und über seine Bedeutung mit seinen Nachbarsystemen, wie die einzelnen Menschen sich untereinander verständigen, miteinander sich besprechen zu ihren gemeinsamen Taten. Wie die Menschen ein soziales System begründen dadurch, daß sie Gegenseitigkeit haben, so gibt es auch eine Gegenseitigkeit der Planetensysteme. Von Fixstern zu Fixstern waltet gegenseitige Verständigung. Dadurch kommt allein der Kosmos zustande. Das, was sozusagen die Planetensysteme durch den Weltenraum miteinander sprechen, um zum Kosmos zu werden, das wird geregelt durch diejenigen Geister, welche wir Seraphim nennen.

[ 18 ] For the occultist, however, such a planet is indeed a real entity—an entity that governs what takes place within it according to its own will. Not only is there an inner vitality, as just described, present within the planet, but the planet as a whole also possesses consciousness, for it is, after all, an entity. And this consciousness, which corresponds to human consciousness insofar as the lower form of consciousness—the subconscious—is located in the astral body, is governed on the planet by the Spirits of Wisdom. So that we can say: The lowest consciousness of the planet is governed by the Spirits of Wisdom. If we characterize the planet in this way, we are still remaining within the planet. We look up at the planet and say to ourselves: It has a certain form, which corresponds to the Spirits of Form; it has an inner mobility, which corresponds to the Spirits of Movement; all of this is permeated by consciousness, which corresponds to the Spirits of Wisdom. But now let us follow the planet further: It moves through space; it has an inner impulse that drives it through space, just as a human being has an inner impulse of will that drives him to take his steps, to walk through space. That which guides the planet through space, that which governs its movement in space, that which causes it, for example, to move around the fixed star—this corresponds to the spirits of will. They give the planet the impulse to fly through space. So, the planet’s movement through space corresponds to the spirits of will or the Thrones. If these spirits of will were to give the planet only the impulses of movement, then every planet in the world would go its own way. But that is not the case; rather, every planet aligns itself with the entire system. The movement is not merely regulated so that the planet moves, but order is brought into the entire planetary system. Just as order is brought about when, say, a group of people—some of whom went this way, others that way—begins to strive toward a common goal, so too are the movements of the planets ordered until they harmonize. This harmonization of the movements of one planet with another—the fact that the movement of one planet takes the others into account—corresponds to the activity of the Cherubim. Thus, the regulation of the system’s collective movement corresponds to the activity of the Cherubim. And every planetary system, with its fixed star—which stands, so to speak, as the chief leader under the guidance of the Cherubim—has its own relationship to the other planetary systems belonging to other fixed stars; it communicates with its neighboring systems regarding its place in space and its significance, just as individual human beings communicate with one another and discuss their joint actions. Just as human beings establish a social system through mutuality, so too is there a mutuality among the planetary systems. Mutual understanding prevails from fixed star to fixed star. It is through this alone that the cosmos comes into being. That which, so to speak, the planetary systems communicate with one another through space in order to become the cosmos is governed by those spirits whom we call Seraphim.

[ 19 ] Und nun haben wir gleichsam das erschöpft, was wir beim Menschen finden bis herauf in die Bewußtseinsseele. Wie wir dann beim Menschen kommen zu seinem höheren Geistesleben, zu dem, was dem ganzen System bis zur Bewußtseinsseele herauf erst Sinn gibt, so kommen wir, wenn wir über die Seraphim heraufkommen, zu dem, was wir vorhin versuchten, heute zunächst andeutungsweise als oberste Dreiheit der Weltenwesenheit zu charakterisieren: Wir kommen da zu dem, was im Weltenall waltet als das alldurchziehende, göttliche, dreifach göttliche Leben, das sich in den einzelnen Planetensystemen Hüllen schafft. Wie sich das, was im Menschen lebt als Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch — Manas, Buddhi, Atma — Hüllen schafft in Bewußtseinsseele, Verstandesseele, Empfindungsseele, astralischem, ätherischem und physischem Leibe, so wandeln durch den Raum die Fixsterne der Planetensysteme als die Körper der göttlichen Wesenheiten. Und indem wir das Leben der Sternenwelt betrachten, betrachten wir die Leiber der Götter und zuletzt des Göttlichen überhaupt.

[ 19 ] And now we have, as it were, exhausted what we find in human beings up to the soul of consciousness. Just as we then come, in the human being, to his higher spiritual life—to that which gives meaning to the entire system up to the soul of consciousness—so, when we ascend beyond the Seraphim, we come to that which we attempted earlier to characterize, for now only in outline, as the supreme Trinity of world existence: We arrive there at what reigns in the universe as the all-pervading, divine, thrice-divine life that creates veils for itself in the individual planetary systems. Just as that which lives in the human being as the Spirit-Self, the Life-Spirit, the Spirit-Man—Manas, Buddhi, Atma—creates veils in the soul of consciousness, the soul of understanding, the soul of feeling, and the astral, etheric, and physical bodies, so do the fixed stars of the planetary systems move through space as the bodies of the divine beings. And as we contemplate the life of the starry world, we contemplate the bodies of the gods and, ultimately, of the Divine itself.