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The Rudolf Steiner Archive

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Spiritual Entities
in Heavenly Bodies and Nature Realms
GA 136

13 April 1912, Helsinki

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Neunter Vortrag

Ninth Lecture

[ 1 ] In unserer letzten Betrachtung haben wir andeutend darauf hingewiesen, wie das Verhältnis der geistigen Kräfte, die in den Wesen der Naturreiche der Erde wirken, zu dem ist, was man äußerlich sieht. Wir wollen uns heute kurz ins Gedächtnis zurückrufen, wie das ausgeführt worden ist, weil es notwendig erscheint, diese Dinge, die einen wesentlichen Teil unseres Themas bilden, noch genauer zu beleuchten, denn sie werden uns zu dem führen, worin eigentlich unsere Vorträge gipfeln sollen: zu einer Erfassung des lebendigen Zusammenwirkens der Wesen der verschiedenen Hierarchien und ihrer Nachkommen in den Himmelskörpern und Naturreichen. Wir haben ausgeführt, daß der Mensch auf dem physischen Plan die vier Glieder seiner Wesenheit wirksam ‚hat, den physischen, den ätherischen, den astralischen Leib und das Ich. Wir haben dann weiter geltend gemacht, daß für das Tier im wesentlichen die drei Glieder, physischer, ätherischer und astralischer Leib, wirksam sind auf dem physischen Plan, das Gruppen-Ich dagegen auf dem astralischen Plan. Wir haben weiterhin gesehen, daß für die Pflanzen auf dem physischen Plan wirksam sind der physische und ätherische Leib, auf dem astralischen Plan der astralische Leib und auf dem devachanischen Plan das Gruppen-Ich. Dann haben wir für das Mineral den physischen Leib allein auf dem physischen Plan gefunden, den ätherischen Leib auf dem astralischen Plan, den astralischen Leib auf dem Devachanplan, und das, was wir als einen höheren Devachanplan bezeichnen wollen, das bewohnt das Gruppen-Ich des Minerals.

[ 1 ] In our last discussion, we briefly touched upon the relationship between the spiritual forces at work within the beings of the Earth’s natural kingdoms and what is visible on the outside. Let us briefly recall today how this was explained, because it seems necessary to shed even more light on these matters, which form an essential part of our topic; for they will lead us to what our lectures are actually intended to culminate in: an understanding of the living interplay of the beings of the various hierarchies and their descendants in the celestial bodies and natural kingdoms. We have explained that on the physical plane, the human being has the four members of his being active: the physical, the etheric, the astral body, and the I. We have further maintained that for the animal, essentially the three members—the physical, etheric, and astral bodies—are active on the physical plane, whereas the group-I is active on the astral plane. We have further seen that for plants, the physical and etheric bodies are active on the physical plane, the astral body on the astral plane, and the group-I on the devachanic plane. Then, for the mineral, we found the physical body alone on the physical plane, the etheric body on the astral plane, the astral body on the devachanic plane, and what we might call a higher devachanic plane, which is inhabited by the group-I of the mineral.

[ 2 ] Wir wollen nun im genaueren darauf eingehen, was das alles eigentlich in der Realität heißt. Bisher konnte ja eben nur gesagt werden, daß der okkulte Blick, der sich bis zu der ersten, uns zunächst liegenden übersinnlichen Welt erhebt, innerhalb der physischen Welt beim Tier nicht das findet, was er noch beim Menschen in der physischen Welt findet, das Ich, sondern daß das, was wir beim Menschen Ich nennen, für das Tier erst gefunden werden kann auf dem astralischen Plan, in der übersinnlichen Welt und dort erst den Angriffspunkt seines Wirkens hat. Wir sehen daraus, daß die okkulte Wissenschaft innerhalb des physischen Planes dem Tier nicht das Ich zusprechen kann. Sie spricht dem Tier das Ich nicht ab, sagt aber, daß das, was als Ich beim Tier anzusprechen ist, erst in der astralischen Welt zu finden ist.

[ 2 ] Let us now examine in more detail what all this actually means in reality. Up to now, it has only been possible to say that the occult gaze, which rises to the first supersensible world immediately accessible to us, does not find within the physical world in animals what it still finds in human beings within the physical world, the ‘I,’ but rather that what we call the ‘I’ in human beings can only be found in animals on the astral plane, in the supersensible world, and only there does it have a point of action. We see from this that occult science cannot attribute the ego to the animal within the physical plane. It does not deny the animal an ego, but says that what can be addressed as the ego in the animal is to be found only in the astral world.

[ 3 ] Es kann ja leicht der Einwand erhoben werden, daß damit den Tieren, auch den höheren Tieren, abgesprochen werde ein Ich auf dem physischen Plan, während man doch sagen müsse, daß die Tiere in bezug auf viele ihrer Verrichtungen eine außerordentliche Intelligenz zeigen, einen ganz wunderbaren Verstand, so daß man manches von dem, was das Tier auf dem physischen Plan tut, wohl vergleichen könne mit demjenigen, was der Mensch auf dem physischen Plan tut. Nun muß gesagt werden, daß der, welcher so sich ausspricht, nicht das eigentliche Grundprinzip dieser Sache erfaßt hat. Niemandem, der in diese Dinge eindringt, wird es einfallen, das, was wir die menschlichen Seelenkräfte nennen, der Tierheit auf dem physischen Plane abzusprechen. Darum handelt es sich gar nicht. Hier auf diesem Gebiet liegt der Grund zu den allermannigfaltigsten Irrtümern und Mißverständnissen. So finden wir gleich ein Mißverständnis, wenn ein gewisser materialistischer Darwinismus unserer Zeit etwa sagen wollte: Ja, da seht ihr Anthroposophen die Sache so an, als wenn der Mensch unbedingt auf einer höheren Stufe der Geistigkeit zu suchen sei als das Tier, während man doch beobachten kann, wie das Tier Intelligenz entwickelt. So viel Intelligenz, auch so viel von einer gewissen instinktiven Moral ist im Tierreich vorhanden, daß sich ganz gut das, was der Mensch in seinen Seelenkräften hat, als eine Art höherer Stufe ergeben kann von dem, was man schon im Tierreich antrifft. — Da ist der Gesichtspunkt, um den es sich dabei handelt, ganz verschoben. Einer unbefangenen Betrachtung wird es gar nicht einfallen, Verstand, Vernunft selbst dem Tierreich abzusprechen. Man braucht sich nur solche Tatsachen klarzumachen wie die eine, daß die Menschheit in ihrer Entwickelung verhältnismäßig spät aus ihrem Kulturprozeß heraus zu der Erfindung des Papiers gekommen ist. Wie wird doch in unseren geschichtlichen Beschreibungen diese Erfindung des Papiers durch den menschlichen Verstand als eine große Errungenschaft hingestellt, und sie ist in einer gewissen Beziehung ja auch ein Zeichen für den menschlichen Fortschritt. Aber die Wespen haben Jahrmillionen vorher dieselbe Kunst schon gekannt, denn was die Wespe in ihrem Nest macht, ist richtiges Papier. So daß wir sagen können: Das, was da der menschliche Verstand als Verstand zuwege bringt, das haben wir im Tierreich da unten, weit, weit unten schon. Es fällt dem unbefangenen Betrachter gar nicht ein, die menschlichen Seelenkräfte als solche der Tierheit abzusprechen. Ja, wir sind auf dem Gebiete des Okkultismus sogar überzeugt, daß Verstand und Vernunft bei der Tierheit viel sicherer, viel präziser, viel irrtumsfreier wirken als im Menschen. Das Wesentliche, um das es sich handelt, ist, daß beim Menschen in der physischen Welt alle diese Seelenkräfte bezogen sind auf ein Ich, das sich innerhalb dieser physischen Welt selbständig entwickelt, das selbständige Entwickelung zunächst schon in der Erziehung durchmacht. Wenn wir den Angehörigen irgendeiner tierischen Gruppe haben, so wissen wir, daß einfach durch die Spezies, durch die Art, zu welcher das Tier gehört, der Kreis seiner Entwickelung bedingt ist, also in ganz anderer Art, als das beim Menschen der Fall ist, der sich individuell entwickelt.

[ 3 ] One might easily object that this denies animals—including higher animals—a sense of self on the physical plane, whereas one must acknowledge that animals display extraordinary intelligence and a truly remarkable intellect in many of their activities, so that much of what the animal does on the physical plane could well be compared to what humans do on the physical plane. Now it must be said that whoever expresses such a view has not grasped the actual fundamental principle of this matter. It would never occur to anyone who delves into these matters to deny that what we call the human soul forces exist in the animal realm on the physical plane. That is not the issue at all. It is in this very area that the root of the most manifold errors and misunderstandings lies. We encounter a misunderstanding right away when a certain materialistic Darwinism of our time might say, for example: “Yes, you anthroposophists view the matter as if human beings must necessarily be placed on a higher level of spirituality than animals, whereas one can observe how animals develop intelligence.” There is so much intelligence, and indeed so much of a certain instinctive morality, present in the animal kingdom that what human beings possess in their soul powers can quite well be seen as a kind of higher stage than what is already found in the animal kingdom. — The perspective at issue here is completely skewed. An unbiased observer would never think to deny that the animal kingdom possesses intellect and reason. One need only consider facts such as the one that humanity, in its development, arrived at the invention of paper relatively late in its cultural process. How, in our historical accounts, is this invention of paper by the human intellect presented as a great achievement—and in a certain sense it is indeed a sign of human progress. But wasps had already known this same art millions of years earlier, for what the wasp makes in its nest is genuine paper. So that we can say: What the human intellect accomplishes as intellect, we already have in the animal kingdom down there, far, far below. It does not even occur to the unbiased observer to deny the animal kingdom the same spiritual powers as those of humanity. Indeed, in the realm of occultism, we are even convinced that intellect and reason function much more reliably, much more precisely, and with far fewer errors in the animal kingdom than in humans. The essential point at issue is that in humans in the physical world, all these soul forces are related to an “I” that develops independently within this physical world, an “I” that undergoes this independent development initially through upbringing. When we consider a member of any animal group, we know that the scope of its development is determined simply by the species to which the animal belongs—that is, in a manner entirely different from that of human beings, who develop individually.

[ 4 ] Richten wir nun einmal den Blick auf den Kreis des Tierreiches, so finden wir innerhalb der tierischen Welt die mannigfaltigsten Formen, die sehr weit voneinander verschieden sind, ganz anders als etwa die menschlichen Rassen. Wir finden über den Erdball hin allerdings auch eine große Verschiedenheit der menschlichen Rassen, aber vergleichen Sie damit die große Verschiedenheit der Tiere von den unvollkommeneren zu den vollkommeneren Arten herauf, dann werden Sie gleich merken, wie gewaltig die Differenzierung innerhalb des Tierreiches ist; ganz anders als beim Menschen. Woher rührt denn das? Wir kommen einer Antwort darauf näher, wenn wir uns erst einmal fragen: Was bewirkt denn die verschiedenen Gruppen des Tierreiches, die verschiedenen Arten, die wir da über den Erdball hin charakteristisch ausgebreitet finden?

[ 4 ] If we now turn our attention to the animal kingdom, we find within the animal world the most diverse forms, which differ greatly from one another—quite unlike, for example, the human races. We do indeed find a great diversity of human races across the globe, but if you compare this with the vast diversity of animals—from the less perfect to the more perfect species—you will immediately notice how immense the differentiation within the animal kingdom is; quite unlike that among humans. Where does this come from? We come closer to an answer when we first ask ourselves: What causes the various groups of the animal kingdom, the various species, that we find characteristically distributed across the globe?

[ 5 ] Da zeigt uns der okkulte Blick, daß das, was die Verschiedenheit der tierischen Arten bewirkt, nicht bloß von der Erde herrührt, daß die tierischen Arten vielmehr ihre Formen vom Himmelsraum herunter erhalten, und zwar so, daß die Kräfte, welche zu der einen Art führen, von einem anderen Ort des Himmelsraumes sind als die Kräfte, welche zu der anderen Art führen. Die Kräfte, welche die verschiedenen tierischen Formen bilden, strömen nämlich auf unseren Erdplaneten her von den anderen Planeten unseres Planetensystems. Wir können das ganze Tierreich eigentlich einteilen in sechs bis sieben verschiedene Hauptgruppen, und diese Hauptgruppen haben die obersten Gruppen-Iche. Diese obersten GruppenIche haben ihre Wirkungsimpulse innerhalb der sechs bis sieben zu unserem Planetensystem gehörigen Hauptplaneten, so daß geistig die Kräfte, welche die Hauptgruppen der Tiere bilden, von den Planeten her wirken. Damit aber haben wir zugleich real angegeben, was es denn eigentlich heißt, bei den Tieren von GruppenIchen zu sprechen. Es heißt, daß im Tiere geistige Kräfte leben, deren Wesenheit wir gar nicht auf der Erde selber zu suchen haben, sondern deren Wesenheit wir zu suchen haben außerhalb der Erde im Himmelsraum, und zwar zunächst in der planetarischen Welt. Gleichsam die Regenten der Gruppenhauptformen der Tiere leben auf unseren Planeten, und sie mußten sich auf diese Planeten zurückziehen, um mit ihren Kräften aus den richtigen Entfernungen, von der richtigen Seite her auf die Erde zu wirken. Denn nur von diesen Seiten her kann in der richtigen Weise das bewirkt werden, was die tierischen Hauptformen ausmacht. Nun sehen Sie, wenn die Planeten nur solche Kräfte herniederströmen ließen auf unsere Erde, dann würden wir in der Tat nicht eine solche Mannigfaltigkeit des Tierreichs haben, wie wir sie jetzt haben, sondern wir würden sieben Hauptformen haben. Es gab auch einmal in einer sehr fernen Urzeit nur sieben Hauptformen des Tierreichs. Aber diese sieben Hauptformen waren sehr beweglich, bestimmbar, so daß sie gleichsam in ihrer Bildung weich, plastisch waren, leicht umgebildet werden konnten, die eine Form zu einer solchen speziellen Form, die andere zu einer anderen, und das wurde in einer späteren Zeit auch zustande gebracht. Die sieben Hauptformen liegen weit, weit zurück. Dann aber traten andere Kräfte, die gleichsam unterstützend oder hemmend wirkten auf die Kräfte der Planeten, hinzu.

[ 5 ] Here the occult view shows us that what causes the diversity of animal species does not originate solely from the Earth; rather, animal species receive their forms from outer space, in such a way that the forces leading to one species originate from a different part of outer space than the forces leading to another species. The forces that form the various animal forms, in fact, stream down onto our Earth from the other planets of our solar system. We can actually divide the entire animal kingdom into six to seven different main groups, and these main groups have their supreme group-Iches. These supreme group-Iches have their active impulses within the six to seven main planets belonging to our planetary system, so that spiritually the forces that form the main groups of animals act from the planets. But in doing so, we have at the same time clearly indicated what it actually means to speak of group-Iches in connection with animals. It means that spiritual forces live within the animals whose essence we do not have to seek on Earth itself, but whose essence we must seek outside of Earth in outer space, and specifically, first and foremost, in the planetary world. As it were, the rulers of the main animal groups live on our planets, and they had to withdraw to these planets in order to act upon the Earth with their forces from the correct distances and from the correct direction. For only from these directions can that which constitutes the main animal forms be brought about in the right way. Now you see, if the planets were to allow only such forces to stream down upon our Earth, then we would indeed not have such a diversity of the animal kingdom as we have now, but we would have seven principal forms. Once, in a very distant primeval time, there were indeed only seven main forms of the animal kingdom. But these seven main forms were very malleable and adaptable, so that they were, as it were, soft and plastic in their formation, easily transformed—one form into such a specific form, another into another—and this was also brought about in a later time. The seven main forms lie far, far back in time. But then other forces came into play that acted, as it were, to support or inhibit the forces of the planets.

[ 6 ] Nun werde ich zunächst davon zu sprechen haben, wie diese anderen Kräfte zustande kommen. Wenn man den gewöhnlichen Blick hinausrichtet in die Himmelsweiten, so glaubt man sehr leicht, daß draußen eigentlich alles gleichförmig sei. So ist es aber nicht. Wenn wir nach irgendeiner gewissen Richtung den Blick in den Raum hinein lenken, dann ist für den okkulten Blick etwas ganz anderes wahrzunehmen, als wenn man nach einer anderen Richtung des Raumes den Blick lenkt. Der Raum ist durchaus keine homogene Sache, nicht etwas, was nach allen Seiten hin gleich ist, sondern von den verschiedenen Richtungen des Raumes wirken aus dem Weltenall wiederum verschiedene Kräfte herein. Der ganze Weltenraum ist mit geistigen Wesenheiten der verschiedenen Hierarchien ausgefüllt, welche aus den verschiedenen Richtungen her auf die Erde verschieden wirken. In denjenigen Zeiten, als die Menschen ein gewisses ursprüngliches primitives Hellsehen hatten, war es den Menschen klar: Wenn ich zu einer bestimmten Tageszeit den Blick nach der einen Richtung gegen den Himmel richte, dann kommen gewisse Kräfte mir entgegen, und auf einer anderen Seite finde ich andere Kräfte. Und die Menschen nahmen auch wahr, daß von gewissen Punkten aus besonders präzise und bestimmte Kräfte herkamen aus dem Himmelsraum, die für die Erde ganz besonders wichtig waren. Die liegen alle angeordnet in dem Sternenkreise am Himmelsraum, den man seit alten Zeiten den Tierkreis genannt hat. Man hat wahrhaftig nicht umsonst in alten Zeiten von dem Tierkreis gesprochen, sondern man hat gewußt, warum man das tut. In dem Himmelsraum verhält es sich so, daß, sagen wir, die Kräfte, die vom Planeten Mars herunterwirkten und in dem noch weichen Tierischen die eine der sieben Hauptformen für sich zustande brachten, verschieden wirken, wenn der Mars über dem einen Teil des Tierkreises steht oder über dem anderen. Man hat dann den Tierkreis eingeteilt nach zwölf Zeichen, die sich naturgemäß ergeben als die Sternbilder, und je nachdem die Marskräfte, die für eine Tierheitsform maßgebend sind, über dem Widder oder Stier oder über einem anderen Sternbild stehen, je nachdem wirken sie anders. Danach spezifizieren sich die sieben Hauptformen. Daraus entsteht eine ganze Menge von Möglichkeiten für verschiedene Tierformen. Und wenn Sie daran denken, wie dazu noch kommt, daß zum Beispiel der Mars bestimmend wirken kann, indem er sich über den Löwen stellt, so daß er den Löweneinfluß verdrängt in bezug auf die Erde, oder daß er von der anderen Seite her sich bestimmend stellt, indem die Erde zu stehen kommt zwischen die Sonne und den Mars, so gibt es eine noch größere Anzahl von Möglichkeiten. Das alles sind Kräfte, die zusammengewirkt haben, um die sieben Hauptgruppen des Tierreichs weiter zu differenzieren. So ist die ganze Mannigfaltigkeit unserer Tierformen auf der Erde dadurch entstanden, daß die Kräfte der Planeten eigentlich die Sitze der Gruppenseelen, der Gruppen-Iche der Tiere sind und daß diese Gruppen-Iche ihre Aufgabe erfüllen von diesen Sitzen aus, weil sie nur von dort aus diese Aufgabe erfüllen können. Denn nur dadurch, daß sich jenes Gruppen-Ich einer Tierform, das vom Mars herunterwirken soll, gerade diesen Ort am Himmel ausgewählt hat, kann es die entsprechende Wirkung auf die Erde herunter ausüben. Hier liegen die Kräfte, welche die Mannigfaltigkeit unserer Tierformen gebildet haben, und wenn wir den Ausdruck gebrauchen: Das tierische Gruppen-Ich ist auf dem Astralplan zu finden, so heißt das real: Wenn der okkulte Blick das Gruppen-Ich irgendeiner tierischen Form suchen will, so muß er nicht auf der Erde suchen, sondern auf einem Planeten. Was er beim Menschen auf der Erde findet, das findet der okkulte Blick für das Tier erst im Himmelstaum draußen bei den Planeten. Und so wie, sagen wir, derjenige Mensch, der eine Arbeit auf der Erde auszuführen hat, die verschiedene Standpunkte notwendig macht, sich eben zu diesen verschiedenen Standpunkten begeben muß, so muß das GruppenIch, das auf dem Planeten sitzt, durchlaufen den Himmelsraum über dem Tierkreis, um von da aus seine Kräfte zu differenzieren.

[ 6 ] Now I must first speak of how these other forces come into being. When one casts one’s ordinary gaze out into the vastness of the heavens, it is very easy to believe that everything out there is actually uniform. But that is not the case. When we direct our gaze into space in a certain direction, the occult eye perceives something quite different than when we direct our gaze in another direction of space. Space is by no means a homogeneous entity, not something that is the same in all directions, but rather, different forces act upon us from the various directions of space throughout the universe. The entire cosmos is filled with spiritual beings of the various hierarchies, who act upon the Earth in different ways from the various directions. In those times when people possessed a certain original, primitive clairvoyance, it was clear to them: If I direct my gaze toward the sky in one particular direction at a certain time of day, then certain forces come toward me, and on another side I find other forces. And people also perceived that from certain points in the heavens came particularly precise and specific forces that were of special importance to the Earth. These are all arranged in the circle of stars in the heavens that has been called the zodiac since ancient times. It was certainly not for nothing that people spoke of the zodiac in ancient times; rather, they knew why they did so. In the heavens, it is the case that, let us say, the forces that worked down from the planet Mars and brought about one of the seven main forms within the still-malleable animal realm act differently depending on whether Mars is positioned over one part of the zodiac or another. The zodiac was then divided into twelve signs, which naturally correspond to the constellations, and depending on whether the forces of Mars—which are decisive for a particular animal form—are positioned above Aries, Taurus, or another constellation, they act differently. This is how the seven main forms are specified. From this arises a whole range of possibilities for various animal forms. And when you consider how, in addition, Mars can exert a determining influence by standing above Leo, so that it displaces the influence of Leo in relation to the Earth, or how it exerts a determining influence from the other side, with the Earth coming to stand between the Sun and Mars, there is an even greater number of possibilities. All these are forces that have worked together to further differentiate the seven main groups of the animal kingdom. Thus, the entire diversity of our animal forms on Earth has arisen because the forces of the planets are actually the seats of the group souls, the group-I’s of the animals, and because these group-I’s fulfill their task from these seats, since they can only fulfill this task from there. For it is only because that group-I of an animal form, which is to work down from Mars, has chosen precisely this location in the heavens that it can exert the corresponding effect down upon the Earth. Here lie the forces that have formed the diversity of our animal forms, and when we use the expression: “The animal group-I is to be found on the astral plane,” this actually means: If the occult gaze seeks the group-I of any animal form, it must not look on Earth, but on a planet. What the occult gaze finds in humans on Earth, it finds for the animal only in the celestial realm out among the planets. And just as, let us say, a human being who has a task to perform on Earth that requires different perspectives must go to those very different perspectives, so the Group-I, which resides on the planet, must traverse the celestial space above the zodiac in order to differentiate its forces from there.

[ 7 ] Wenn wir diese Tatsache, die wir eben hingestellt haben, damit in Zusammenhang bringen, daß man heute so häufig die Impulse der tierischen Formen in irgendwelchen Prinzipien der Erde selbst sucht, zum Beispiel im Kampf ums Dasein, in irgendeiner natürlichen Zuchtwahl und dergleichen, dann erscheinen wahrhaftig auf der einen Seite die Tatsachen, die zustande gekommen sind durch diese Bestrebungen, wie sie zum Beispiel Darwin angeführt hat, großartig, insoweit Darwin bei den Tatsachen stehengeblieben ist. Denn unbewußt hat der Darwinismus geschildert, wie die Beweglichkeit der tierischen Formen besteht, wie in der Tat da geschaffen wird aus den Grundformen heraus. Aber nach der ganzen Anlage unserer Zeit hat man abgesehen davon, daß die Kräfte, welche diese Formen schaffen, aus dem Himmelsraum hereinwirken, daß also die Schöpfer der tierischen Formen in der Welt der Planeten zu suchen sind, die zu unserem Planetensystem gehören, aber außerhalb unserer Erde sind.

[ 7 ] If we relate this fact, which we have just stated, to the fact that people today so often seek the origins of animal forms in some principle inherent in the Earth itself—for example, in the struggle for existence, in some form of natural selection, and the like— then, on the one hand, the facts that have come about through these endeavors—as Darwin, for example, has described them—truly appear magnificent, insofar as Darwin remained confined to the facts. For unconsciously, Darwinism has described how the mobility of animal forms exists, how creation actually takes place from the basic forms. But in accordance with the whole outlook of our time, one has disregarded the fact that the forces which create these forms act from outer space, that is, that the creators of animal forms are to be sought in the world of the planets belonging to our planetary system but located outside our Earth.

[ 8 ] Wenn wir uns nun fragen: Wie steht dieselbe Sache in bezug auf den Menschen? — da bekommen wir erst dann eine Antwort, wenn wir uns vorher auch noch die andere Frage beantworten, welcher Art diese Geister sind, die wir jetzt als Gruppenseelen der Tiere angesprochen haben und die ihren Wohnsitz auf den verschiedenen Planeten haben. Da zeigt sich, daß diese Gruppen-Iche der Tiere Nachkommen sind jener Kategorie von geistigen Wesenheiten, die angeführt worden sind von mir im Laufe dieser Vorträge als die Geister der Bewegung. Also wir müssen die Gruppen-Iche der Tiere als Nachkommen der Geister der Bewegung auffassen. Die Geister der Bewegung haben nämlich aus ihrer eigenen Substanz heraus während des alten Mondzustandes dem Menschen seinen astralischen Leib gegeben. Wir können also, um die Sache zu ergänzen, so sagen: Dieser Erde ist der Mondenzustand vorausgegangen; da haben während dieses Mondenzustandes die Menschen von den Geistern der Bewegung ihren astralischen Leib bekommen. Das heißt mit anderen Worten: Als die Erde Mond war — der alte Mond, nicht der jetzige; der jetzige ist ja nur ein abgelöstes Stück der Erde selber, während der alte Mond etwas ist wie eine vorhergehende Verkörperung unserer Erde —, während die Erde in diesem alten Mondzustand war, da umschwebten die Geister der Bewegung diesen alten Mond und ließen gleichsam einträufeln, einströmen in das, was der Mensch herüberbrachte aus noch früheren Zuständen, ihre eigene Substanz. So daß das, was der Mensch als astralischen Leib bekam, der für ihn neu war, denn er hatte damals nur physischen Leib und ätherischen Leib, herstammt von den Geistern der Bewegung. Der alte Mond ist verschwunden, die Erde hat sich gebildet, die Geister der Bewegung haben außer ihrer eigenen Fortentwickelung auch noch Nachkommen entwickelt. Diese Nachkommen der Geister der Bewegung, das sind diejenigen Wesenheiten, die wir als die Gruppen-Iche der Tiere bezeichnen und die nun ihre Wohnsitze nicht auf der Erde aufgeschlagen haben, sondern auf den anderen Planeten, um von da aus auf die Erde so zu wirken, daß sie die tierischen Formen hervorbringen in der geschilderten Art. Das ist das Spezielle von dem, was ich gesagt habe, daß wir Gruppen-Iche in einer gewissen Weise als Nachkommen der Wesenheiten der zweiten Hierarchie charakterisieren können.

[ 8 ] If we now ask ourselves: How does the same apply to human beings? — we will only find an answer once we have first answered the other question: What kind of spirits are these that we have just referred to as the group souls of animals, and which have their abode on the various planets? It turns out that these group-I’s of the animals are descendants of that category of spiritual beings whom I have referred to in the course of these lectures as the spirits of movement. So we must regard the group-I’s of the animals as descendants of the spirits of movement. For it was the spirits of movement who, out of their own substance, gave human beings their astral body during the old lunar state. To summarize, we can say: This Earth was preceded by the lunar state; during this lunar state, human beings received their astral bodies from the spirits of movement. In other words: When the Earth was the Moon—the ancient Moon, not the present one; the present one is, after all, merely a detached fragment of the Earth itself, whereas the ancient Moon is something like a previous incarnation of our Earth—while the Earth was in this ancient lunar state, the spirits of movement circled this ancient Moon and, as it were, infused their own substance into what humanity had brought over from even earlier states. So that what the human being received as an astral body—which was new to him, for at that time he had only a physical body and an etheric body—originates from the spirits of movement. The old Moon has disappeared, the Earth has formed, and the spirits of movement have, in addition to their own further development, also developed descendants. These descendants of the spirits of movement are those beings we refer to as the group-I’s of the animals, who have now established their abodes not on Earth but on other planets, in order to work from there upon Earth in such a way as to bring forth the animal forms in the manner described. This is the specific point of what I have said: that we can characterize group-I’s in a certain sense as descendants of the beings of the second hierarchy.

[ 9 ] Wir müssen nun einmal die folgende Frage stellen: Auf die Tiere also wirken von den Planeten herunter diese Nachkommen der Geister der Bewegung — wirken nun ähnliche geistige Wesenheiten auch auf den Menschen, auf das Menschengeschlecht, das über die Erde hin ausgebreitet ist? Das können wir nicht behaupten von denjenigen geistigen Wesenheiten, welche wir angeführt haben als die normalen Glieder der einzelnen Hierarchien. Aber wir haben ja die besondere Kategorie angeführt, die wir die luziferischen Geister genannt haben, und wir haben charakterisiert, wie diese luziferischen Geister sich verhalten zu den normalen Geistern. Für jede Kategorie der verschiedenen Hierarchien gibt es nun in unserem Zeitenzyklus auch die luziferischen Geister. Während die Tiergruppenseelen ganz normale Nachkommen, richtige Nachkommen der Geister der Bewegung sind, sind die luziferischen Geister, welche den Geistern der Bewegung entsprechen, solche, welche sich aufgelehnt haben gegen den normalen Weg der Geister der Bewegung, welche sich entgegengestellt haben diesen normalen Geistern der Bewegung. Diese luziferischen Geister der Bewegung sind ebenso gruppiert auf den verschiedenen Planeten im Verhältnis zur Erde wie die richtigen Nachkommen der Geister der Bewegung, sie haben auch gleichsam ihre Rolle so verteilt, daß sie ihre Wohnsitze aufgeschlagen haben auf den verschiedenen Planeten. Wie nun die Gruppenseelen der Tiere auf den Planeten wohnen, so wohnen auch gewisse luziferische Geister der Bewegung auf den Planeten. Sie haben sich die Aufgabe gestellt, die den Geistern der Bewegung schon einmal entspricht: von den Planeten herein formend zu wirken, so daß Gruppen der entsprechenden Wesen auf der Erde entstehen. Wie sieben Haupttiergruppen sich bildeten, die nur durch die geschilderten Verhältnisse spezifiziert worden sind, so wirkten die luziferischen Wesenheiten der Bewegung von den Planeten auf die Erde herein, indem sie das Menschengeschlecht, das eigentlich in einer gewissen Weise nach einem einzigen Plan gedacht ist, spezifizierten. Während also der Mensch so gedacht war im ganzen Weltenplan, daß eine Menschenform über die Erde hin hätte Platz greifen sollen, wirkten von den verschiedenen Planeten herein diese luziferischen Geister der Bewegung und spezifizierten die Menschenform so, daß die Formen für die einzelnen menschlichen Hauptrassen über die Erde hin entstehen konnten. Das Genauere ist ja zu finden in meinen Vorträgen, die ich in Christiania gehalten habe über die besondere, spezielle Art, wie diese luziferischen Geister der Bewegung rassenbildend wirken.

[ 9 ] We must now ask the following question: Just as these descendants of the spirits of movement act upon the animals from the planets—do similar spiritual beings also act upon human beings, upon the human race spread across the Earth? We cannot say this of those spiritual beings whom we have cited as the normal members of the individual hierarchies. But we have, of course, cited the special category that we have called the Luciferic spirits, and we have described how these Luciferic spirits relate to the normal spirits. For every category of the various hierarchies, there are also the Luciferic spirits in our present age. While the group souls of the animals are quite normal descendants, true descendants of the spirits of movement, the Luciferic spirits corresponding to the spirits of movement are those who have rebelled against the normal path of the spirits of movement, who have opposed these normal spirits of movement. These Luciferic spirits of movement are just as grouped on the various planets in relation to Earth as the true descendants of the spirits of movement; they have also, so to speak, distributed their roles in such a way that they have established their abodes on the various planets. Just as the group souls of the animals dwell on the planets, so too do certain Luciferic spirits of movement dwell on the planets. They have set themselves the task that once corresponded to the spirits of movement: to work formatively from the planets inward, so that groups of the corresponding beings arise on Earth. Just as seven main animal groups were formed, which were specified only by the conditions described, so the Luciferic beings of movement worked from the planets into the Earth by specifying the human race, which is actually conceived in a certain way according to a single plan. Thus, while humanity was conceived within the overall world plan such that a single human form was to have taken hold across the Earth, these Luciferic spirits of movement acted from the various planets and specified the human form in such a way that the forms for the individual major human races could emerge across the Earth. More details can be found in the lectures I gave in Christiania on the particular, specific way in which these Luciferic spirits of movement work to shape races.

[ 10 ] So haben wir zu unterscheiden Nachkommen der Geister der Bewegung und luziferische Geister der Bewegung. Aber jetzt noch etwas. Wir werden nun naturgemäß die Frage aufwerfen müssen: Wo sind denn nun die normalen Geister der Bewegung, welche während der alten Mondenzeit dem Menschen seinen astralischen Leib gegeben haben? Also diejenigen, die das Ziel ihrer Entwickelung erreicht haben in jener Zeit, die abgelaufen ist beim Übergang von der Mondenbildung zur Erdenbildung, diese ganz reif gewordenen Geister der Bewegung, wo sind sie? Auch diese Geister der Bewegung haben das Eigentümliche, daß sie ihren eigentlichen Wohnsitz oder vielmehr, besser gesagt, das Angriffsfeld ihres Wirkens auf den Planeten unseres Planetensystems haben, so daß sie zum Beispiel nicht direkt als Geister der Bewegung von der Sonne her wirken, wo sie sozusagen doch ihren Hauptversammlungsort haben, sondern daß sie erst ihre Strahlen aussenden nach den Planeten und von da zurückwirken auf die Erde. Insofern wir es mit den richtigen Geistern der Bewegung zu tun haben, kommt ihre unmittelbare Wirksamkeit von den Planeten unseres Planetensystems her. Aber das alles, wie da von den Planeten her diese geistigen Wesenheiten wirken, gehört natürlich der übersinnlichen, unsichtbaren Welt als solcher an. Nur die Wirkungen selbst äußern sich sehr wohl auf der Erde, die Wirkungen kommen auf der Erde zustande. Was tun denn für den Menschen diese Geister der Bewegung, die ihm einstmals auf dem alten Mond aus ihrer eigenen Substanz heraus seinen astralischen Leib gegeben haben? Dieser astralische Leib war als ein Keim im Erdensein enthalten, und nachdem der alte Mond verschwunden und eine Zwischenzeit vergangen war und die Erde sich wieder neu gebildet hatte, da hatte auch dieser astralische Leib sich aus dem Keim wieder herausentwickelt. Die Geister der Bewegung aber haben sich weiterentwickelt zu einer höheren Tätigkeit. Von ihren Nachkommen wissen wir, daß sie tierische Gruppenseelen geworden sind; von denjenigen, die sich gegen sie empört haben, wissen wir, daß sie mitbildend waren an der Differenzierung der Menschenrassen. Wo zeigen sich nun diese fortgeschrittenen echten, normal entwickelten Geister der Bewegung? An einem Beispiel soll es anschaulich gemacht werden, wie sie sich zeigen.

[ 10 ] Thus, we must distinguish between the descendants of the spirits of movement and the Luciferic spirits of movement. But now, one more thing. We must now naturally raise the question: Where, then, are the normal spirits of movement who gave human beings their astral bodies during the ancient Lunar period? That is, those who reached the goal of their development in that era, which came to an end with the transition from the formation of the Moon to the formation of the Earth—these fully matured spirits of movement—where are they? These spirits of movement, too, have the peculiarity that they have their actual abode—or rather, to put it better, the sphere of their activity—on the planets of our solar system, so that they do not, for example, act directly as spirits of movement from the Sun, where they have, so to speak, their main gathering place, but rather first send out their rays to the planets and from there act back upon the Earth. Insofar as we are dealing with the true spirits of movement, their immediate activity originates from the planets of our solar system. But all of this—how these spiritual beings act from the planets—naturally belongs to the supersensible, invisible world as such. Only the effects themselves manifest very clearly on Earth; the effects come to pass on Earth. What, then, do these spirits of movement do for human beings, who once, on the ancient Moon, gave them their astral body out of their own substance? This astral body was contained as a seed within earthly existence, and after the ancient Moon had vanished and an intervening period had passed and the Earth had reformed anew, this astral body had also developed anew from the seed. The spirits of movement, however, have evolved toward a higher activity. We know that their descendants have become animal group souls; we know that those who rebelled against them played a part in the differentiation of the human races. Where, then, do these advanced, genuine, normally developed spirits of movement manifest themselves? Let an example illustrate how they reveal themselves.

[ 11 ] Wir wissen, daß der einzelne Mensch zunächst geführt wird von dem, was wir seinen Engel nennen. Wir wissen, daß Völker geistig zunächst von ihren Völkergeistern oder Erzengeln geführt werden, — Völker sind etwas anderes als Rassen. Wir wissen, daß die aufeinanderfolgenden Zeitkulturen von den Geistern der Zeit, den Archai, geführt werden. Wir wissen dann, daß über den Archai diejenige Kategorie der Hierarchien steht, die wir da nennen die Geister der Form, und über ihnen die Geister der Bewegung. Wir wollen sie in jenem Zustand fassen, wie sie auf der Erde sind, wo schon hinter ihnen liegt, daß sie den Menschen den astralischen Leib gegeben haben und daß sie selbst ihren richtigen Fortschritt genommen haben. Es gibt nun in der menschlichen Evolution etwas, was über die Charaktere der bloßen Zeitgeister hinausgeht, was bedeutungsvoller, gewaltiger ist für die gesamte Menschheit als die Sphäre der einzelnen Zeitgeister. Die Zeitgeister wirken auf der Erde durch eine bestimmte Zeit hindurch. Aber es gibt geistige Entwickelungen innerhalb der gesamten Menschheitsentwickelung, welche größere Sphären umfassen als die der bloßen Zeitgeister. Solche größeren Menschheitsepochen, die über die Sphäre der bloßen Zeitgeister hinausgehen, die haben nun zu ihren Regenten die normal entwickelten Geister der Bewegung. Diese normal entwickelten Geister der Bewegung zeigen sich also in ihrer Wirkung im Menschenwerdeprozeß so, daß sie die großen Kulturimpulse geben. Und wenn wir nun die Menschengeschichte, die Menschenkulturgeschichte überblicken, dann sehen wir, daß die einzelnen Menschen geleitet werden von Engeln, Angeloi; Völker von den Erzengeln, Archangeloi; gewisse Zeiten hindurch werden Kulturen geleitet von Zeitgeistern und auch gewisse Sphären, wie wir noch sehen werden, von den Geistern der Form. Dann aber haben wir den gesamten Kulturverlauf der Menschenentwickelung so, daß gewisse lange Zeiten hindurch, die viel länger sind als die, die ein Zeitgeist umspannt, in größeren Sphären inspirierend sich betätigen das eine Mal der Geist der Bewegung, der von dem einen Planeten herunterwirkt, und das andere Mal der Geist der Bewegung, der von dem anderen Planeten herunterwirkt. Und so wirken diese Geister der Bewegung, die normale Entwickelung haben, so von den Planeten herunter, daß sie sich nun im Menschenwerdeprozeß ablösen und sich in den großen über die Sphären der Zeitgeister hinausgehenden Kulturimpulsen der Erdenentwickelung zeigen. So kam zum Beispiel der Kulturimpuls des Geistes der Bewegung, der von dem Planeten herunterwirkt, welchen die heutige Astronomie die Venus nennt und den die alte Astronomie Merkur genannt hat — diese zwei Namen sind verwechselt worden -, dieser Kulturimpuls, er kam ursprünglich von jenem Geist der Bewegung, der sich in dem Buddhismus ausdrückte. Andere Kulturimpulse, die über die bloßen Zeitgeister hinauswirken, kamen von Geistern der Bewegung, die von anderen Planeten herrühren. Während also von den Nachkommen der Geister der Bewegung die Gruppenseelen der Tiere kommen und von den luziferischen Geistern der Bewegung die Rassenform der Menschen, kommen diese großen Kulturimpulse von den Geistern der Bewegung, die ihre normale Entwickelung erreicht haben. Es kommen noch mancherlei andere Impulse von dieser Seite her, aber es ist zunächst wichtig, auch von diesem Gesichtspunkte aus einmal die Kulturimpulse zu betrachten.

[ 11 ] We know that the individual human being is guided, first and foremost, by what we call his angel. We know that nations are spiritually guided, first and foremost, by their national spirits or archangels—nations are distinct from races. We know that successive historical cultures are guided by the spirits of the age, the Archai. We know, then, that above the Archai stands that category of hierarchies which we call the Spirits of Form, and above them the Spirits of Movement. We wish to consider them in the state in which they exist on Earth, having already accomplished the task of giving human beings the astral body and having themselves made their proper progress. There is now in human evolution something that goes beyond the characters of the mere Spirits of Time, something that is more significant, more powerful for all of humanity than the sphere of the individual Spirits of Time. The Spirits of Time work on Earth for a specific period of time. But there are spiritual developments within the entire course of human evolution that encompass greater spheres than those of the mere Spirits of Time. Such greater epochs of humanity, which transcend the sphere of mere zeitgeists, have as their rulers the normally developed spirits of movement. These normally developed spirits of movement thus manifest themselves in their effect on the process of human becoming in such a way that they provide the great cultural impulses. And when we now survey human history, the history of human culture, we see that individual human beings are guided by angels, angeloi; peoples by archangels, archangeloi; throughout certain periods, cultures are guided by time spirits, and also, as we shall yet see, certain spheres by the spirits of form. But then we have the entire cultural course of human development such that, throughout certain long periods—which are much longer than those spanned by a single time spirit—the Spirit of Movement, which works down from one planet, and the Spirit of Movement, which works down from another planet, are active in larger spheres as inspiring forces. And so these Spirits of Movement, which have a normal development, work down from the planets in such a way that they now alternate in the process of human becoming and manifest themselves in the great cultural impulses of Earth’s development that extend beyond the spheres of the time spirits. For example, the cultural impulse of the Spirit of Movement that works down from the planet which modern astronomy calls Venus and which ancient astronomy called Mercury—these two names have been confused—this cultural impulse originally came from that Spirit of Movement which expressed itself in Buddhism. Other cultural impulses that work beyond the mere time spirits came from spirits of movement originating from other planets. Thus, while the group souls of animals come from the descendants of the spirits of movement and the racial form of humanity from the Luciferic spirits of movement, these great cultural impulses come from the spirits of movement that have reached their normal stage of development. There are many other impulses coming from this source, but for now it is important to consider the cultural impulses from this perspective as well.

[ 12 ] Sehen Sie, hier haben Sie zum Beispiel jetzt, ich möchte sagen, aus unserem ganzen Planetensystem heraus entwickelt etwas, was Sie angedeutet finden unter den großen Wahrheiten, die, wie jeder Kundige weiß, in der «Geheimlehre» von A. P. Blavatsky stehen. Kundige finden sie dort angedeutet. Da steht auf einer Zeile: Buddha - Merkur. Buddha ist gleich Merkur, das heißt, die tonangebende Individualität für den Buddhismus wird zurückgeführt im Okkultismus auf jenen Geist der Bewegung, der von diesem Planeten herunterwirkt. Der ist der Inspirator, von ihm kommt jener Einfluß, der sich in dieser Kulturströmung zum Ausdruck bringt. Es ist schon einmal so, daß gerade dieses merkwürdige Buch, die Blavatskysche Geheimlehre, große Wahrheiten birgt, die man nur in der richtigen Weise erkennen muß. Man darf dieses Buch nicht einfach wie ein Dogmenbuch hinnehmen, sondern man muß allen einzelnen Dingen nachgehen. Dann wird man erst die Größe dieses Buches erkennen. Von all den großen Wahrheiten, die der wirkliche Okkultist lehrt, finden Sie zuweilen bedeutsame Andeutungen gerade in der Blavatskyschen Geheimlehre. Und als dies niedergeschrieben worden ist durch den Inspirator der Blavatskyschen Geheimlehre, Buddha ist gleich Merkur, da wirkte die große Wahrheit mit, daß der Inspirator der H.P.Blavatsky wußte: Jene Individualität, die im neunundzwanzigsten Jahre ihres Lebens der Buddha wurde, die konnte in dem Zeitpunkt, der uns symbolisch angedeutet wird durch das Sitzen unter dem Bodhibaum, anfangen, sich von dem Geist der Bewegung, der auf dem Merkur thront, inspirieren zu lassen. Damit war diese Individualität aus einem Bodhisattva ein Buddha geworden, das heißt einer der Geister, welche das, was sie erfüllt, hereininspiriert bekommen nicht aus der Erdensphäre, sondern aus dem Weltenraume her, aus dem Kosmos. Damit war er der Erdensphäre entrückt nach Nirwana, das heißt in das Gebiet, wo die Erdensphäre nicht mehr hineinspielt. — H.P. Blavatsky wußte in ihrem gewöhnlichen Bewußtsein von vielen dieser Dinge nichts, aber ihr Inspirator wußte es. Diese Dinge müssen eben aus den Tiefen des Okkultismus herausgeholt werden, und es darf in diesen subtilen und auch großen Wahrheiten nicht etwa alles durcheinandergeworfen werden. Nun ist meine Behauptung nicht, daß in dem Augenblicke, wo ein Bodhisattva zum Buddha erhoben wurde, nur der Geist der Bewegung inspirierend wirkte, sondern dutch ihn wirkten die Wesenheiten der höheren Hierarchien dann herein. Das Wesentliche ist, daß von dem Zeitpunkte an die anderen Geister, der unteren Hierarchien, wegfielen, daß er unmittelbar sozusagen zu jenen Wesenheiten hinkommen konnte, welche man als die normal entwickelten Geister der Bewegung bezeichnet.

[ 12 ] You see, here, for example, you have something that has developed, I would say, from our entire planetary system—something you will find alluded to among the great truths which, as every expert knows, are contained in A. P. Blavatsky’s *The Secret Doctrine*. Experts will find them alluded to there. There is a line that reads: Buddha—Mercury. Buddha is equal to Mercury; that is to say, the leading individuality for Buddhism is traced back in occultism to that spirit of movement which works down from this planet. He is the inspirer; from him comes that influence which finds expression in this cultural current. It is certainly the case that this very remarkable book, Blavatsky’s Esoteric Doctrine, contains great truths that one must simply learn to recognize in the right way. One must not simply accept this book as a book of dogmas, but must investigate every single detail. Only then will one recognize the greatness of this book. Of all the great truths taught by the true occultist, you will occasionally find significant hints precisely in Blavatsky’s The Secret Doctrine. And when this was written down by the inspirer of Blavatsky’s The Secret Doctrine—Buddha is like Mercury—the great truth was at work that the inspirer of H.P. Blavatsky knew: That individuality, who became the Buddha in the twenty-ninth year of her life, was able at that moment—symbolically indicated to us by her sitting beneath the Bodhi tree—to begin to be inspired by the Spirit of Movement enthroned upon Mercury. Thus this individuality had become a Buddha from a Bodhisattva, that is, one of the spirits who receive the inspiration that fills them not from the earthly sphere, but from outer space, from the cosmos. Thus he was transported from the earthly sphere to Nirvana, that is, into the realm where the earthly sphere no longer plays a part. — H.P. Blavatsky knew nothing of many of these things in her ordinary consciousness, but her inspirer knew them. These things must be drawn from the depths of occultism, and in these subtle and also great truths, everything must not be thrown into confusion. Now, my claim is not that at the moment a Bodhisattva was elevated to the status of a Buddha, only the Spirit of Movement was acting as an inspiration, but rather that through him the Beings of the higher Hierarchies then began to act. The essential point is that from that moment on, the other spirits of the lower hierarchies were no longer involved, so that he could, so to speak, reach directly those beings whom one designates as the normally developed spirits of the movement.

[ 13 ] Nun wollen wir, bevor wir den menschlichen Kulturprozeß noch in bezug auf einen anderen Punkt in Betracht ziehen, übergehen zu dem Pflanzenreich. Bei dem Pflanzenreich sehen wir, daß schon der astralische Leib auf dem astralischen Plan zu finden ist, dort wo zu finden ist das tierische Gruppen-Ich. Das führt wiederum auf die reale Tatsache zurück, die sich dem okkulten Blick zeigt, daß für die Pflanzen nicht nur im Gruppen-Ich, sondern schon in dem astralischen Leib der Pflanze Kräfte wirken, welche nun auch von dem Planetensystem, von den Sternen her wirken. Während beim Tier also erst in den Gruppenkräften, in den Kräften, die die Gruppenformen schaffen, die Geister der Bewegung wirken, wirkt schon auf den pflanzlichen astralischen Leib dasselbe, was zur Sphäre der Geister der Bewegung gehört. Nachkommen der Geister der Bewegung sind auch solche, nur unterscheiden sie sich dadurch von den anderen Nachkommen, daß sie sich zu einer etwas anderen Zeit gebildet haben, aber sie wirken ebenso als Nachkommen der Geister der Bewegung auf den astralischen Leib der Pflanzen, nicht bloß auf das Ich. Wiederum können wir nämlich sagen, daß auf den astralischen Leib der Pflanzen von den Planeten des Planetensystems her die Kräfte der Geister der Bewegung oder ihrer Nachkommen wirken. Der astralische Leib ist nämlich bei jedem Wesen dasjenige, was den Impuls gibt zur Bewegung. Auf dem physischen Plan haben wir von der Pflanze den physischen und Ätherleib. Wenn auf die Pflanze irgendwelche Kräfte aus der Sphäre der Geister der Bewegung wirkten, so würden diese Kräfte, weil der astralische Leib nicht in der Pflanze drinnen ist, sondern sie umspült, die Pflanze zur Bewegung bringen, aber jetzt nicht so, wie Menschen und Tiere sich bewegen, sondern so, daß sie die Pflanze, wie sie zuerst entsteht, von der Erde wegholen. Wenn Sie sehen, wie sich an einer Pflanze die Kräfte wie in Spiralen von Blattansatz zu Blattansatz weiterentwickeln, dann haben Sie die Tätigkeit dieser Kräfte, welche von den Planeten hereinwirken. Und je nachdem von diesem oder jenem Planeten herein die Kräfte der Nachkommen der Geister der Bewegung wirken, wird diese eigentümliche Linie, welche die Blätter ansetzt, anders.

[ 13 ] Now, before we consider the human cultural process in relation to another point, let us turn to the plant kingdom. In the plant kingdom, we see that the astral body is already to be found on the astral plane, where the animal group-I is located. This in turn leads back to the real fact, visible to the occult eye, that forces are at work for plants not only in the group-I but already in the plant’s astral body—forces that now also act from the planetary system, from the stars. While in the animal kingdom the spirits of movement act only within the group forces—the forces that create the group forms—the same forces belonging to the sphere of the spirits of movement are already at work on the plant’s astral body. The descendants of the spirits of movement are also such, but they differ from the other descendants in that they formed at a somewhat different time; yet they act just as much as descendants of the spirits of movement upon the astral body of plants, not merely upon the ego. For we can say once again that the forces of the spirits of movement or their descendants act upon the astral body of plants from the planets of the planetary system. For the astral body is, in every being, that which provides the impulse for movement. On the physical plane, we have the physical and etheric bodies of the plant. If any forces from the sphere of the spirits of movement were to act upon the plant, these forces—because the astral body is not inside the plant but surrounds it—would set the plant in motion, but not in the way that humans and animals move, but rather in such a way that they lift the plant, as it first emerges, away from the earth. When you observe how the forces in a plant develop in spirals from leaf base to leaf base, you are witnessing the activity of these forces that act upon the plant from the planets. And depending on whether the forces of the descendants of the spirits of movement act from this or that planet, this distinctive line where the leaves attach takes on a different form.

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[ 14 ] Es gibt ein gewisses Mittel, die wirklichen Bahnen der einzelnen Planeten in ihrem Abbild zu studieren; und wenn man einmal in der äußeren Wissenschaft diese Tatsache erkannt haben wird, dann wird man noch manches an den bisherigen astronomischen Systemen zu korrigieren haben. Gewisse Pflanzen sind zugeteilt den Kräften der Geister der Bewegung, die auf dem Mars sind, andere denen, die auf der Venus, andere denen, die auf dem Merkur sind. Da wirken sie herein, und je nachdem sie von dem einen oder anderen Planeten her wirken, erteilen sie der Pflanze die in ihrem spiralen Blättergewinde zum Ausdruck kommende Bewegung: dieselbe Bewegung, die der entsprechende Planet macht, die absolute Bewegung, die er im Himmelsraum macht. Wenn Sie eine gewöhnliche Ackerwinde nehmen, noch dazu, wo der Stengel selbst gedreht ist, da haben Sie in den spiralen Bewegungen des Stengels sogar nachgeahmt planetarische Bewegungen, die von den Geistern der Bewegung herrühren. Da wo der Stengel feststeht, da haben Sie in den Blattansätzen Abbilder jener Kräfte, die von den Geistern der Bewegung aus den Planeten des Planetensystems herrühren. Diese Kräfte wirken bei der Pflanze zusammen mit den eigentlichen Gruppen-Ichen, und diese Gruppen-Iche der Pflanzen, die wirken nun alle so, daß wir die Richtung ihrer Kräfte finden können, wenn wir einfach die Sonne mit dem Mittelpunkt der Erde verbinden, das heißt, es wirken zusammen mit den Kräften, die aus den Geistern der Bewegung kommen, andere Kräfte, welche in der Richtung des Pflanzenstengels gehen, der ja immer nach dem Mittelpunkt der Erde hin wirkt. Wir haben also die gesamte Pflanze zusammenzusetzen aus dem, was gegen die Sonne oder gegen den Mittelpunkt der Erde hin wächst, und dem, was sich herumwindet und in den Blattansätzen nachbildet die Bewegungen der Planeten. Dem aber entspricht die reale Tatsache, daß wir die unmittelbaren Wirkungsimpulse für die Gruppen-Iche der Pflanzen in der Richtung von der Erde zur Sonne hin zu suchen haben. Das heißt, wenn wir den okkulten Blick jetzt nicht nach den Planeten richten, sondern nach der Sonne, da bekommen wir die einzelnen GruppenIche für die Pflanzen. Diese Gruppen-Iche der Pflanzen, die sind nun ebenso Nachkommen der Geister der Weisheit, wie die Gruppen-Iche der Tiere Nachkommen der Geister der Bewegung sind. Also wir haben in den Gruppen-Ichen der Pflanzen Nachkommen der Geister der Weisheit zu sehen.

[ 14 ] There is a certain method for studying the actual orbits of the individual planets as reflected in their images; and once this fact has been recognized in conventional science, there will be much to correct in the existing astronomical systems. Certain plants are assigned to the forces of the spirits of motion that are on Mars, others to those on Venus, and still others to those on Mercury. This is where they exert their influence, and depending on whether they act from one planet or another, they impart to the plant the movement expressed in the spiral coiling of its leaves: the very same movement that the corresponding planet makes, the absolute movement it makes in the heavens. If you take an ordinary field bindweed, especially one where the stem itself is twisted, you will find in the spiral movements of the stem even imitations of planetary movements that originate from the spirits of movement. Where the stem stands firm, you will find in the leaf bases reflections of those forces that originate from the spirits of movement of the planets in the solar system. These forces act in the plant together with the actual group-Iches, and these group-Iches of the plants all act in such a way that we can determine the direction of their forces simply by connecting the sun with the center of the Earth; that is, acting together with the forces that come from the spirits of movement are other forces that run in the direction of the plant stem, which always acts toward the center of the Earth. We must therefore compose the entire plant from that which grows toward the sun or toward the center of the Earth, and that which winds its way around and reproduces the movements of the planets in the leaf bases. This corresponds to the real fact that we must seek the immediate impulses of action for the group-Iches of the plants in the direction from the Earth toward the sun. That is to say, if we now direct our occult gaze not toward the planets but toward the Sun, we obtain the individual group-I’s for the plants. These group-I’s of the plants are now just as much descendants of the spirits of wisdom as the group-I’s of the animals are descendants of the spirits of movement. So in the group-I’s of the plants we must see descendants of the spirits of wisdom.

[ 15 ] Nun habe ich im Verlaufe dieser Vorträge ausgeführt, daß wir in den Naturgeistern zu sehen haben Nachkommen der dritten Hierarchie, daß wir zu sehen haben in den Gruppen-Ichen Nachkommen der zweiten Hierarchie. Dazu kommt jetzt das Hinzutreten der Geister der Umlaufszeiten, welche die Zeiten regeln. Hier sind wir an einer Stelle, wo wir hinweisen können auf die Funktion einer gewissen Kategorie solcher Geister der Umlaufszeiten. Wir können an dieser Stelle nämlich darauf hinweisen, daß gewisse Geister der Umlaufszeiten für die Pflanze die Wirkungen der von den Planeten herkommenden Bewegungskräfte, die spiralig wirken, und der Kräfte, welche von der Sonne her kommen, miteinander verbinden. Die werden zu einer bestimmten Zeit verbunden durch Geister der Umlaufszeiten, und zwar, wenn der Zeitpunkt des Jahres eintritt, wo die Pflanze zu ihrer Befruchtung schreitet. Da verbindet sich das spiralige Bewegungsprinzip mit dem Prinzip, das im Stengel wächst. Daher haben wir ja auch das Prinzip, welches spiralig wirkt, in den Staubgefäßen und das Prinzip, das die direkte Fortsetzung des Stengels ist, in dem Fruchtknoten in der Mitte der Pflanze. Wenn der Kreislauf der Pflanze abgelaufen ist, das heißt, wenn die Geister der Umlaufszeiten für die Pflanze die Tätigkeit der Planetengeister mit der Tätigkeit des Sonnengeistes verbinden, dann ordnen sich bei der Pflanze, die also vollständig ist, diejenigen Organe, die bis dahin spiralig den Planeten folgten, hübsch in einem Kreis an wie die Staubgefäße ringsherum, und der Stengel wächst und schließt sich ab im Fruchtknoten. Die beiden werden verbunden. Es wird das Pflanzenwachstum abgeschlossen, indem hinzutritt zu den beiden geistigen Tätigkeiten der Geister der Bewegung und der Geister der Weisheit, respektive ihrer Nachkommen, die Tätigkeit der Geister der Umlaufszeiten, welche die beiden geistigen Wesenheiten zu einer Art von Ehe verbinden.

[ 15 ] Now, in the course of these lectures, I have explained that we must regard the nature spirits as descendants of the third hierarchy, and the group-Ics as descendants of the second hierarchy. To this we must now add the spirits of the cycles, who govern the cycles of time. Here we have reached a point where we can point out the function of a certain category of such spirits of the cycles. For at this point we can point out that certain spirits of the cycles connect for the plant the effects of the spiral-acting forces of motion coming from the planets with the forces coming from the sun. These are connected at a specific time by the spirits of the cycles, namely when the time of year arrives when the plant proceeds to its fertilization. There the spiral principle of movement combines with the principle that grows in the stem. Hence we also have the principle that acts spirally in the stamens and the principle that is the direct continuation of the stem in the ovary at the center of the plant. When the plant’s cycle has run its course—that is, when the spirits of the cycles connect the activity of the planetary spirits with that of the Sun spirit for the plant—then in the plant, which is now complete, those organs that until then had followed the planets in a spiral arrange themselves neatly in a circle, like the stamens all around, and the stem grows and culminates in the ovary. The two are united. Plant growth is completed when the activity of the spirits of the cycles—which unite the two spiritual entities in a kind of marriage—is added to the two spiritual activities of the spirits of movement and the spirits of wisdom, or rather their descendants.

[ 16 ] So haben wir in dem Pflanzenreich eine Gelegenheit gehabt, Nachkommen der Geister der Weisheit kennenzulernen. Wir müssen wiederum voraussetzen, daß diese Nachkommen der Geister der Weisheit — und Sie können das ja auch noch nachlesen in meiner «Geheimwissenschaft» oder in der «Akasha-Chronik» — eben sich gebildet haben aus diesen Geistern der Weisheit seit jener Zeit her, da die Geister der Weisheit selber aus ihrer eigenen Substanz heraus dem Menschen seinen ätherischen Leib gegeben haben. Das geschah, während die Erde in dem Zustand der alten Sonne war. Da wurde der menschliche Ätherleib aus den Geistern der Weisheit heraus entlehnt. Nun ist aber seit jener Zeit die alte Sonne fortgeschritten zum Mondenzustand, dann wiederum der Mondenzustand fortgeschritten zu unserem Erdenzustand. Schon während des Mondenzustandes waren die Geister der Weisheit, die einstmals während der alten Sonne die Fähigkeit hatten, aus ihrer eigenen Substanz heraus dem Menschen seinen ätherischen Leib zu geben, so weit fortgeschritten, daß sie nicht mehr unmittelbar aus sich heraus die Fähigkeit zu entwickeln brauchten, dem Menschen etwas zu geben. Sie waren auf der Erde zu höheren Tätigkeiten fortgeschritten. Nun ist es nicht nur charakteristisch für die Nachkommen der Geister der Weisheit, die wir gefunden haben als Gruppen-Iche für das Pflanzenreich, daß sie ihren unmittelbaren Impuls von der Sonne her geben, so daß er also nicht nur von den Planeten zu kommen scheint, sondern von der Sonne her; es ist auch den eigentlichen Geistern der Weisheit eigen, daß sie sich unmittelbar von der Sonne auf die Erde herkommend zeigen. Wie zeigen sich nun die Impulse, welche von den Geistern der Weisheit, die ihre normale Entwickelung durchgemacht haben, herkommen?

[ 16 ] Thus, in the plant kingdom, we have had the opportunity to become acquainted with the descendants of the Spirits of Wisdom. We must again assume that these descendants of the spirits of wisdom—and you can read more about this in my *Secret Science* or in the *Akashic Records*—have developed from these spirits of wisdom ever since the time when the spirits of wisdom themselves, out of their own substance, gave humanity its etheric body. This occurred while the Earth was in the state of the Old Sun. At that time, the human etheric body was derived from the Spirits of Wisdom. Since then, however, the Old Sun has progressed to the Lunar state, and the Lunar state has in turn progressed to our present Earth state. Even during the lunar state, the spirits of wisdom—who once, during the old Sun, had the ability to give humanity its etheric body from their own substance—had advanced so far that they no longer needed to develop the ability to give anything to humanity directly from themselves. They had advanced to higher activities on Earth. Now it is not only characteristic of the descendants of the spirits of wisdom, whom we have found as group-I’s for the plant kingdom, that they give their immediate impulse from the Sun, so that it thus seems to come not only from the planets but from the Sun; it is also characteristic of the actual spirits of wisdom that they manifest themselves as coming directly from the Sun to the Earth. How, then, do the impulses manifest that come from the Spirits of Wisdom who have undergone their normal development?

[ 17 ] Wir haben gesehen, daß in solchen Geistern wie dem den Buddha inspirierenden zunächst ein normal entwickelter Geist der Bewegung von einem Planeten her wirkt. Nun kommen wir dazu, die normalen Geister der Weisheit aufzusuchen. Wir müssen sie nach dem ganzen Geist der bisherigen Betrachtungen auf der Sonne suchen. Wir müssen sie im selben Sinne auf der Sonne suchen, wie wir die normalen Geister der Bewegung von den Planeten her wirkend zu suchen haben, wenn sie auch ihren eigentlichen Wohnsitz auf der Sonne haben. Unmittelbar von der Sonne ausgehend, haben wir die Impulse der normal entwickelten Geister der Weisheit zu suchen. Nun tritt uns aber hier etwas Eigentümliches entgegen. Zwar können wir für die Pflanzen, weil wir es mit Nachkommen der Geister der Weisheit zu tun haben, wenn wir okkult recht genau vorgehen, Differenzierungen unterscheiden, aber wenn wir die Pflanzen auf der Erde in ihrer Beziehung zu den Geistern der Weisheit auf der Sonne anschauen, dann erscheinen uns ihre Bewegungen alle mehr oder weniger als Vertikalverbindung von der Sonne mit dem Mittelpunkt der Erde. Wir können unterscheiden das, was in der Pflanzenform von den Geistern, die auf den Planeten ihren Sitz haben, herrührt, aber es fließt uns in die eine Vertikale zusammen dasjenige, was wir als von den Geistern der Weisheit herrührend empfinden. In einer ähnlichen Weise verhält es sich, und davon wird ihnen jeder, der die okkulten Tatsachen auf diesem Gebiete kennt, genau denselben Bericht geben können, daß wir auf dem Gebiete, das wir da betreten, wenn wir den Blick nach der Sonne richten — denn dort müssen wir die normalen Geister der Weisheit suchen —, nicht mehr Differenzierungen unterscheiden können. Da empfinden wir eine Einheit. Es fließt uns das, was von den normalen Geistern ausgeht, in eine Einheit zusammen. Und wenn wir nun fragen, wo zeigt sich das, was von dieser Einheit der Geister der Weisheit, die auf der Sonne unmittelbar ihren Sitz haben, wo zeigt sich das in der Erdenwirksamkeit, dann kommen wir zu einer noch weitergehenden Sphäre.

[ 17 ] We have seen that in spirits such as the one that inspired the Buddha, a normally developed spirit of motion initially acts from a planet. Now we come to the task of seeking out the normal spirits of wisdom. In light of all our previous considerations, we must seek them on the Sun. We must seek them on the Sun in the same sense that we must seek the normal spirits of motion acting from the planets, even though their actual abode is on the Sun. We must seek the impulses of the normally developed spirits of wisdom emanating directly from the Sun. Here, however, we encounter something peculiar. True, we can distinguish differences in the case of plants—since we are dealing with the descendants of the spirits of wisdom—if we proceed with occult precision; but when we view the plants on Earth in their relationship to the spirits of wisdom on the Sun, their movements all appear to us, more or less, as a vertical connection from the Sun to the center of the Earth. We can distinguish what in the plant form originates from the spirits that have their seat on the planets, but what we perceive as originating from the spirits of wisdom flows together for us into a single vertical line. The situation is similar, and anyone familiar with the occult facts in this field will be able to give you exactly the same account: that in the realm we are entering when we turn our gaze toward the Sun—for that is where we must seek the normal spirits of wisdom—we can no longer distinguish any further differentiations. There we perceive a unity. What emanates from the normal spirits flows together into a unity for us. And when we now ask, where does that which emanates from this unity of the spirits of wisdom, who have their seat directly in the sun, where does that manifest in the earth’s activity, then we enter an even more far-reaching sphere.

[ 18 ] Die Sphäre eines solchen Geistes, wie er den Buddha inspiriert hat, der also der Geist der Bewegung auf dem Merkur ist, sie ist eben noch klein im Verhältnis zu der weit umfassenderen Sphäre, die da im Menschenwerdeprozeß dirigiert wird von der als Einheit empfundenen geistigen Wesenheit der Weisheit, die auf der Sonne aufzusuchen ist. Wenn wir zurückgehen in die Kultur des alten Indiens, da finden wir, daß die sieben heiligen Rischis von dem sprachen, was sie aus ihren okkulten Gründen heraus ein jeglicher der Menschheit zu geben hatten. Sie waren sich bewußt, daß sie das bewahrt hatten, was durch sieben lange Kulturzeiträume dirigiert war von den Geistern der Bewegung. Und wie wenn sieben hintereinanderliegende Zeiträume in der Erdenentwickelung dadurch auf einmal wirken sollten, daß sie nebeneinander in ein Kollegium große Individualitäten hineinstellten, so geschah es, daß diese sieben aufeinanderfolgenden Wirksamkeiten von den Geistern der Planeten zutage traten in demjenigen, was die heiligen sieben Rischis der Menschheit zu sagen hatten, ein jeder von sich aus. Sie behaupteten damit nicht etwa, das, was sie zu geben hatten, sei ein unmittelbarer Ausfluß eines Geistes der Bewegung, sondern sie sagten, daß es wie eine Erinnerung in eines jeden Seele sei für das, was früher die Geister der Bewegung gegeben hatten. Denn die hohen Weistümer, welche die heiligen Rischis der Erdenmenschheit gaben, waren die großen Erinnerungen an die altatlantischen Kulturen, nur neu gestaltet. Aber diese sieben heiligen Rischis sagten zugleich: Über dem, was wir zu geben haben als Kulturen der aufeinanderfolgenden Zeiträume, liegt etwas anderes, was über unserer Sphäre lebt. Vischvakarman nannten die heiligen Rischis das, was über ihrer Sphäre lag. Sie wiesen also hin auf etwas, was über ihrer Sphäre liegt, was eine größere Erdensphäre umfaßt als die der einzelnen Geister der Bewegung. Wie diese Sphären der Zeitgeister, so wiesen die heiligen Rischis auf Kulturepochen hin, die über den Sphären der einzelnen Geister der Bewegung liegen.

[ 18 ] The sphere of a spirit such as that which inspired the Buddha—that is, the spirit of movement on Mercury—is still small in comparison to the far more comprehensive sphere that is directed in the process of human evolution by the spiritual entity of wisdom, perceived as a unity, which is to be found on the Sun. If we go back to the culture of ancient India, we find that the seven holy Rishis spoke of what each of them, for their own occult reasons, had to give to humanity. They were aware that they had preserved what had been guided through seven long cultural epochs by the spirits of movement. And just as if seven successive periods in the Earth’s development were to take effect at once by placing great individualities side by side in a college, so it came to pass that these seven successive influences of the spirits of the planets were revealed in what the seven holy Rishis had to say to humanity, each in his own right. They did not thereby claim that what they had to give was a direct outflow of a Spirit of Movement, but they said that it was like a remembrance in each soul of what the Spirits of Movement had given earlier. For the high wisdom that the holy Rishis gave to Earth’s humanity was the great remembrance of the ancient Atlantean cultures, only newly shaped. But these seven holy Rishis also said: Above what we have to offer as the cultures of successive epochs lies something else that exists beyond our sphere. The holy Rishis called that which lay beyond their sphere Vischvakarman. They thus pointed to something that lies beyond their sphere, something that encompasses a greater earthly sphere than that of the individual spirits of the movement. Just as with these spheres of the spirits of the age, the holy Rishis pointed to cultural epochs that lie above the spheres of the individual spirits of the movement.

[ 19 ] Dann kam die Zarathustra-Kultur, und Zarathustra wies wiederum hin auf dasselbe, was die heiligen Rischis Vischvakarman genannt haben. Nur wies er in seiner Art darauf hin. Ahura Mazdao nannte er es. Sowohl die heiligen Rischis wie auch Zarathustra wußten, daß dasjenige, was mit Vischvakarman gemeint ist, den Geist der Weisheit darstellt, der umfassend auf die Erde strömt und größere Sphären hat als die Sphäre der einzelnen Geister der Bewegung. Auch Zarathustra meinte, daß Ahura Mazdao größere Sphären hat als die Geister der Bewegung.

[ 19 ] Then came the Zarathustrian culture, and Zarathustra, in turn, pointed to the very same thing that the holy Rishis had called Vishvakarman. Only he pointed to it in his own way. He called it Ahura Mazdao. Both the holy Rishis and Zarathustra knew that what is meant by Vischvakarman represents the spirit of wisdom, which flows comprehensively over the earth and has greater spheres than the sphere of the individual spirits of movement. Zarathustra, too, believed that Ahura Mazdao has greater spheres than the spirits of movement.

[ 20 ] Und es kam die ägyptische Kultur und sah aus gewissen Gründen die Notwendigkeit ein, zu sagen: Die Gegenwart, das heißt die damalige ägyptische Gegenwart, ist nicht geeignet, so den Blick hinaufzurichten zu jenem Sonnengeist der Weisheit, den der Zarathustra in seiner Art geahnt hat. — Daher kleidete die ägyptische Kultur ihre Anschauung von dem Wesen dieses Geistes in die Legende, daß dieser Geist, als er der Erde sich mitteilen wollte, sogleich zerstückelt wurde. Osiris, der von seinem Bruder zerstückelt wird, er ist ein Hinweis auf das, worauf schon die heiligen Rischis hingewiesen hatten mit ihrem Vischvakarman. Und dann kam die vierte nachatlantische Kulturperiode und wies darauf hin, daß dasjenige, worauf jede Kulturepoche hingewiesen hatte, durch die besonderen Verhältnisse gerade für diese vierte nachatlantische Kulturperiode in unmittelbarer Anschauung zu erreichen sei; das heißt, daß durch besondere Vorgänge der vierten nachatlantischen Kulturperiode die Möglichkeit gegeben sei, daß eine Wesenheit von ihr inspiriert werden konnte.

[ 20 ] And then came Egyptian culture, which, for certain reasons, recognized the need to say: The present—that is, the Egyptian present of that time—is not suited to raising its gaze to that solar spirit of wisdom which Zarathustra, in his own way, had sensed. — Therefore, Egyptian culture clothed its conception of the nature of this spirit in the legend that this spirit, when it sought to reveal itself to the earth, was immediately dismembered. Osiris, who is dismembered by his brother, is a reference to what the holy Rishis had already pointed to with their Vishvakarman. And then came the fourth post-Atlantean cultural epoch, which indicated that what every cultural epoch had pointed toward could be attained through direct perception precisely because of the special conditions of this fourth post-Atlantean cultural epoch; that is to say, that through the special processes of the fourth post-Atlantean cultural epoch, the possibility was given for a being to be inspired by it.

[ 21 ] Die sieben Rischis wiesen darauf hin, daß diese Wesenheit vorhanden ist, Zarathustra, daß der okkulte Blick, der auf die Sonne’ gerichtet ist, diese Wesenheit schaut, die ägyptische Kultur, daß diese Wesenheit der Erde noch so fremd ist, daß der Mensch sie erst antrifft nach dem Tode; die vierte Kulturperiode durfte darauf hinweisen, daß innerhalb unserer Erdenentwickelung die Bedingungen eingetreten waren, daß drei Jahre hindurch eine menschliche Wesenheit unmittelbar inspiriert werden konnte von diesem Geist der Weisheit. Und es war dadurch möglich, zu erkennen, daß tatsächlich die Sphäre dieses Sonnengeistes der Weisheit umfassender ist als die Sphäre der Geister der Bewegung, weil sie nun den gesamten Kulturprozeß der Erde umfaßt. Das heißt, dasjenige, was man in der Sprache der heiligen Rischis als Vischvakarman bezeichnet, in der des Zarathustra als Ahura Mazdao, in der der ägyptischen Kultur, wenn man wirklich versteht, was hinter dem Namen steckt, als Osiris, und was man bezeichnete in der Sprache des vierten Kulturzeitraumes mit dem Wort Christus, das hat hereingeleuchtet durch das Tor des Sonnengeistes der Weisheit. — Ebensowenig als ich gesagt habe, daß es nur der Geist der Bewegung ist, der durch den Buddha hereingeleuchter hat, sowenig sage ich, daß es nur der Sonnengeist der Weisheit ist, der durch den Christus hereingeleuchtet hat. Er war das Tor, um hinauszurichten den okkulten Blick in unendliche Sphären, worin die Geister der höheren Hierarchien vorhanden sind; aber der Einlaß war der Geist der Weisheit, der Sonnengeist der Weisheit. Wie die Sonne sich zu den Planeten verhält, so verhält sich der Sonnengeist der Weisheit zu den Geistern der Bewegung, die ihrerseits in solchen Geistern zum Ausdruck kommen wie der, der den Buddha inspiriert hat. So hat es in ihrer guten alten Theorie H. P. Blavatsky gemeint. Ihr ist es niemals eingefallen, den Christus mit irgendeinem der Planetengeister der Bewegung etwa zu identifizieren.

[ 21 ] The seven Rishis pointed out that this being exists, Zarathustra, that the occult gaze directed toward the Sun beholds this being; Egyptian culture, that this being is still so foreign to the Earth that human beings encounter it only after death; the fourth cultural epoch was able to point out that, within the course of Earth’s development, the conditions had arisen whereby, for three years, a human being could be directly inspired by this Spirit of Wisdom. And it was thereby possible to recognize that the sphere of this Solar Spirit of Wisdom is indeed more comprehensive than the sphere of the Spirits of Movement, because it now encompasses the entire cultural process of the Earth. That is to say, that which is called Vischvakarman in the language of the holy Rishis, Ahura Mazdao in that of Zarathustra, and—if one truly understands what lies behind the name—Osiris in Egyptian culture, and what was designated in the language of the fourth cultural epoch by the word Christ—this has shone in through the gate of the Sun Spirit of Wisdom. —Just as I have not said that it is only the Spirit of Movement that has shone in through the Buddha, so I do not say that it is only the Sun Spirit of Wisdom that has shone in through the Christ. He was the gateway through which the occult gaze was directed out into infinite spheres where the spirits of the higher hierarchies are present; but the entrance was the Spirit of Wisdom, the Sun Spirit of Wisdom. Just as the Sun relates to the planets, so does the Solar Spirit of Wisdom relate to the spirits of motion, which in turn find expression in such spirits as the one who inspired the Buddha. This is what H. P. Blavatsky meant in her good old theory. It never occurred to her to identify the Christ with any of the planetary spirits of motion.

[ 22 ] Es wäre ein arger Abfall von dem ursprünglichen Geist der theosophischen Bewegung, in dem so viel Großes und Richtiges und Bedeutsames an tiefen okkulten Wahrheiten geherrscht hat, wenn man zu der Verwechselung dessen kommen sollte, was uns durch den Okkultismus über solche Geister gelehrt werden kann, die da gipfeln in einem Namen wie Buddha, von dem H.P. Blavatsky in ihrer einfachen Anführung so deutlich gezeigt hat, daß er dem Merkurgeist entspricht — es wäre ein Bruch mit allen ursprünglichen Ausgangspunkten der theosophischen Verkündigung, mit dieser Lehre, die dazumal richtig verstanden worden ist und aus der heraus niemals der Buddha-Geist mit dem ChristusGeist verwechselt worden wäre —, wenn man heute diese einzelnen Wesenheiten durcheinanderwerfen würde; wenn man aus den Grundelementen der okkulten Lehre heraus nicht den Unterschied zu machen wüßte zwischen jenen Geistern, welche das Menschenwerden im Laufe aufeinanderfolgender Zeitensphären leiten und die ihren Gipfel haben in Geistern wie Buddha, und jenem Geist, auf den alle anderen, auch der Buddha selber, hingewiesen haben, der der Einheitsgeist der Erdenkultur ist, so wie das Sonnenhafte der Einheitskörper für das Planetensystem ist. Und dieser Einheitsgeist muß im Sinne der vierten nachatlantischen Kulturperiode als der Christus bezeichnet werden. Innerhalb des Sonnensystems kann man nicht in dem gewöhnlichen Sinn von zwei Sonnen sprechen und etwa sagen, das wäre eine andere Sonne, die den Widder bedeckt das eine Mal, und eine andere Sonne, die den Steinbock bedeckt das andere Mal. Man muß sich klar sein, daß es dieselbe Sonne ist, die durch den ganzen 'Tierkreis geht, und daß es verschiedene Planeten sind, die durch die Tierkreisbilder gehen. So aber auch muß man sich klarsein, wenn man von dem Christus spricht, der durch die Kultursphären der ganzen Menschheitsentwickelung der Erde hindurch geht, wie zu allen Zeiten von allen Religionen anerkannt worden ist, da wo diese Religionen ihre Gipfel erreichten. Dann muß man unterscheiden diesen ChristusGeist von den Geistern der einzelnen Sphären, die etwa so in ihren großen Individualitäten gipfeln, wie der Buddhismus in seinem Buddha gipfelt. Das zeigt uns, wie das Objektive in diesen Dingen erst zu finden ist. |

[ 22 ] It would be a grave departure from the original spirit of the Theosophical Movement—in which so much that is great, true, and significant regarding profound occult truths has prevailed—if one were to confuse what occultism can teach us about such spirits, which culminate in a name like Buddha, whom H.P. Blavatsky so clearly demonstrated in her simple exposition that he corresponds to the spirit of Mercury—it would be a break with all the original starting points of the Theosophical proclamation, with this teaching that was correctly understood at the time and from which the spirit of Buddha would never have been confused with the spirit of Christ—if one were to confuse these individual entities today; if, based on the fundamental elements of occult teaching, one were unable to distinguish between those spirits who guide the process of becoming human across successive spheres of time and who reach their pinnacle in spirits such as Buddha, and that Spirit to whom all others, including the Buddha himself, have pointed—who is the Spirit of Unity for Earth’s culture, just as the Solar Being is the unifying body for the planetary system. And this Spirit of Unity must be designated as the Christ in the sense of the fourth post-Atlantean cultural epoch. Within the solar system, one cannot speak in the ordinary sense of two suns and say, for example, that there is one sun that covers Aries at one time and another sun that covers Capricorn at another time. One must be clear that it is the same sun that passes through the entire zodiac, and that it is different planets that pass through the zodiacal signs. But one must also be clear of this when speaking of the Christ who passes through the cultural spheres of the entire human development of the Earth, as has been recognized by all religions at all times, wherever these religions reached their zeniths. Then one must distinguish this Christ Spirit from the spirits of the individual spheres, which culminate in their great individualities much as Buddhism culminates in its Buddha. This shows us how the objective aspect in these things is to be found. |

[ 23 ] Es darf, wenn der abendländische Okkultist auf diese Tatsache hinweisen muß, ihm nicht etwa zum Vorwurf gemacht werden, daß er etwas vertreten wolle, was intolerant wäre gegen andere Religionssysteme, während die Theosophie die Aufgabe habe, jedes Religionssystem zu seinem Rechte kommen zu lassen. Bei einem solchen Vorwurf darf man nicht vergessen, daß das, was da von dem abendländischen Okkultisten gefordert wird, schon geleistet ist. Ist der Christus-Impuls aus dem Abendland heraus geworden? Hat irgendein Volk des Abendlandes den Christus-Impuls aus seinem Volkstum, aus seinem Rassentum herausgeboren? Nein, es hat den Christus-Impuls als einen Impuls, der der ganzen Menschheit gilt, angenommen, trotzdem dieser Christus-Impuls in bezug auf sein äußeres Auftreten den Völkern des Abendlandes fremd war. Es hat die abendländische Kultur damit zuerst gezeigt, daß sie Verständnis hat für jene Entäußerung, welche notwendig ist in bezug auf das Eigene. Indem das Abendland sich des Geistes der Bewegung auf dem Mars als unmittelbaren Inspirators entschlagen hat, damals, als es vertauschte diesen Inspirator mit dem Christus-Geist, mit dem Inspirator, der da entspricht dem Geist der Weisheit auf der Sonne, da hat das Abendland eine historische, eine wichtige Tat geleistet. Und es ist unangemessen, wenn etwa von anderer religiöser Seite gerade um dieser Sache willen dem Abendland Intoleranz vorgeworfen würde. Die großen Führer der anderen Religionen zeigen überall, daß sie über den Geistern der Bewegung den Geist der Weisheit anerkennen. Bloß diejenigen, die ihren eigenen Geist der Bewegung unter einem anderen Namen zu einer Art führendem Geist machen wollen, die selber den Schritt nicht unternehmen wollen, von ihrem Geist aufzusteigen zu dem Sonnengeist, die können davon sprechen, daß eine Intoleranz bei denjenigen vorliegt, die das Tolerante schon geleistet haben. Man leiste auf anderen Gebieten erst jene Toleranz, welche das Abendland geleistet hat, indem es vertauscht hat seinen Geist der Bewegung mit dem Geist der Weisheit.

[ 23 ] When the Western occultist is compelled to point out this fact, he must not be accused of advocating something that is intolerant toward other religious systems, whereas theosophy has the task of allowing every religious system to have its due. In making such a reproach, one must not forget that what is demanded of the Western occultist has already been accomplished. Did the Christ impulse originate in the West? Did any Western people give birth to the Christ impulse from within their own national character or racial heritage? No, it has accepted the Christ impulse as an impulse that applies to all of humanity, even though this Christ impulse was foreign to the peoples of the West in terms of its outward appearance. Western culture has thus first demonstrated that it has an understanding of that self-renunciation which is necessary in relation to one’s own. By renouncing the spirit of the movement on Mars as its immediate inspirer—at the time when it exchanged this inspirer for the Christ spirit, for the inspirer corresponding to the spirit of wisdom on the Sun—the West accomplished a historic, significant deed. And it is inappropriate for other religious groups to accuse the West of intolerance precisely because of this matter. The great leaders of other religions demonstrate everywhere that they recognize the Spirit of Wisdom above the spirits of movement. Only those who wish to make their own Spirit of Movement, under a different name, into a kind of guiding spirit—those who themselves do not wish to take the step of ascending from their own spirit to the Sun Spirit—can speak of intolerance on the part of those who have already achieved tolerance. Let us first practice in other areas the very tolerance that the West has achieved by exchanging its spirit of movement for the spirit of wisdom.

[ 24 ] So ist mit dieser Tat schon vortheosophisch die theosophische Tat vollführt, den einzelnen Religionen zu ihrem Recht zu verhelfen, indem kein einzelner, zu irgendeiner einzelnen Menschengruppe gehöriger Impuls beansprucht wird für den Christus, sondern nur das, was auch die Theosophie beansprucht: jenen Impuls zu suchen, welcher ein Menschheitsimpuls ist im Unterschied zu den speziellen Religionen, wie der Sonnenimpuls für alle Planeten. Es geschieht aus den Tiefen des Okkultismus heraus, wenn diese Tatsache objektiv so dargestellt wird, und es wäre, wenn jemals gesagt würde, daß diese Darstellung des Christus-Impulses irgendeinem besonderen nationalen oder Völkerinteresse oder abendländischen Interesse entspringt, es wäre das nur möglich aus einem Nichtwissen der faktischen Verhältnisse heraus oder aus einem Entstellen derselben. Es kommt in allen Dingen darauf an, daß wir ungeschminkt und kühn den objektiven Tatsachen ins Auge schauen. Wir können dies nur, wenn wir in die Tiefen des Weltenwerdens hineinschauen. Alle okkulten Wahrheiten zeigen uns zuletzt, wie das Weltenwerden geschieht. Aber wir müssen den Mut, wir müssen auch die Unbefangenheit haben, uns diesem Weltenwerden gegenüberzustellen. Was gehen uns Namen an, ob sie aus dern Orient oder aus dem Okzident entlehnt sind, ob sie von diesen oder jenen persönlichen Geistern getragen werden; die gehen uns nichts an. Das, was in der Welt wirkt, das geht uns an, das müssen wir bekennen. Und Geisteswissenschaft führt uns dazu, das zu schauen, das zu sehen, was in der Welt wirkt. Haben wir es ja im Grunde genommen auf dem geisteswissenschaftlichen Felde so leicht schon aus dem Instinkt heraus, möchte ich sagen, das Richtige zu finden. Wir müssen nicht immer lechzen nach neuen Sensationen, sondern ein wenig zu verstehen suchen, was in den ersten Impulsen der theosophischen Bewegung liegt. Indem H. P. Blavatsky identifiziert hat den Buddha mit dem Merkur, war eine große Wahrheit ausgesprochen, die um so besser erkannt wird, je mehr man auf okkultem Gebiet das Verhältnis des Buddha zum Christus erkennt, so wie man die kosmischen Verhältnisse besser erkennt, wenn man das Verhältnis des Planeten Merkur zum Fixstern Sonne erkennt. Die Dinge lassen sich nicht durch Menschenvorurteile aus den Angeln heben. Sie wirken nur das Richtige im Kulturprozeß, wenn wir ihnen unbefangen ins Auge schauen.

[ 24 ] Thus, even before theosophy emerged, this act had already accomplished the theosophical task of doing justice to the various religions, in that no impulse belonging to any particular group of people is claimed for Christ, but only that which theosophy itself claims: to seek that impulse which is a human impulse, in contrast to the specific religions, just as the solar impulse is for all the planets. This arises from the depths of occultism when this fact is presented objectively, and if it were ever said that this presentation of the Christ impulse springs from any particular national or ethnic interest or Western interest, it would be possible only out of ignorance of the factual circumstances or out of a distortion of them. In all things, it is essential that we look the objective facts in the eye, unvarnished and boldly. We can do this only if we look into the depths of the unfolding of the world. All occult truths ultimately show us how the world unfolds. But we must have the courage, we must also have the impartiality, to confront this world-becoming. What do names matter to us, whether they are borrowed from the East or the West, whether they are carried by this or that personal spirit; they are of no concern to us. What works in the world—that concerns us; that we must acknowledge. And Spiritual Science leads us to observe, to see, what is at work in the world. After all, in the field of Spiritual Science, we have it so easy—I would say—to find the right path simply by instinct. We need not always crave new sensations, but rather seek to understand a little of what lies in the first impulses of the theosophical movement. In identifying the Buddha with Mercury, H. P. Blavatsky expressed a great truth that is all the more clearly recognized the more one understands, in the occult realm, the relationship of the Buddha to the Christ—just as one understands cosmic relationships better when one understands the relationship of the planet Mercury to the fixed star Sun. Things cannot be thrown off balance by human prejudices. They only have the right effect in the cultural process when we look at them with an open mind.

[ 25 ] Diese Betrachtung durfte angefügt werden gerade : an dasjenige, was heute über die in den Planeten und in der Sonne wirksamen Geister gesagt wurde, denn diese Geister erstrecken ihre Wirksamkeit auf die Erde, und von vielem, was in populären Vorträgen gelehrt werden muß, ahnt die Welt nicht, wie tief es in okkulten Gründen wurzelt. Wie tief begründet ist das Verhältnis der aufeinanderfolgenden Kultursphären, das jetzt gegeben werden darf, von denen die eine im Buddha kulminiert, die andere in dem, nennen Sie es, wie Sie wollen, die vierte Kulturepoche nannte es: Christus. Wie sich das eine von dem anderen unterscheidet, kann nur aus den Tiefen des Okkultismus heraus gelernt werden. Der Okkultismus aber bezeugt uns auch, wie, richtig angesehen, der Kosmos uns überall Zeichen bietet für das, was tief in unsere Herzen sich einspricht. So daß wir sagen können: Lernen wir die Schrift, die ausgebreitet ist im Kosmos, in den Sternen, in ihrer Anordnung und Bewegung kennen, so spricht überall aus dem Kosmos dasjenige, was unsere Herzen durchdringt mit der Wahrheit, mit der Liebe und mit jener Frömmigkeit, die die Menschheitsentwickelung fortträgt von Epoche zu Epoche.

[ 25 ] This observation may be added precisely to what was said today about the spirits active in the planets and the Sun, for these spirits extend their influence to the Earth, and the world has no inkling of how deeply rooted in occult causes much of what must be taught in popular lectures truly is. How deeply grounded is the relationship between the successive cultural spheres that may now be revealed, one of which culminates in the Buddha, the other in what you may call, if you will, the fourth cultural epoch—Christ. How one differs from the other can only be learned from the depths of occultism. But occultism also testifies to us how, when viewed correctly, the cosmos offers us signs everywhere of what speaks deeply into our hearts. So that we can say: If we come to know the scripture that is spread out in the cosmos, in the stars, in their arrangement and movement, then what speaks from the cosmos everywhere is that which permeates our hearts with truth, with love, and with that piety that carries the development of humanity forward from epoch to epoch.