Spiritual Entities
in Heavenly Bodies and Nature Realms
GA 136
14 April 1912, Helsinki
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Spiritual Entities in Heavenly Bodies and Nature Realms, tr. SOL
Zehnter Vortrag
Tenth Lecture
[ 1 ] Aus der Darstellung, die gestern gegeben werden konnte über das Zusammenwirken der verschiedenen Geister der einzelnen Hierarchien in den Naturreichen, ist uns zunächst noch geblieben eine Betrachtung des mineralischen Reiches. Wir erinnern uns daran, daß wir das mineralische Reich so charakterisieren konnten, daß auf dem physischen Plan, in der physischen Welt von ihm nur der physische Leib vorhanden ist, daß wir dagegen dasjenige, was als ätherischer Leib dem Mineral entspricht, zu suchen haben in der sogenannten astralischen Welt, den astralischen Leib in der niederen devachanischen Welt und das eigentliche Gruppen-Ich des Mineralreiches auf dem höheren Devachanplan. So bildet das mineralische Reich einen merkwürdigen Gegensatz zum Menschen. Während wir sagen mußten, daß beim Menschen auf dem physischen Plan alle vier Glieder seiner Wesenheit wirksam sind, sowohl der physische wie der ätherische, der astralische Leib und das Ich, so müssen wir gleichsam auseinanderschälen dasjenige, was der Mensch auf dem einen Plan hat, und sagen: Auf dem astralischen Plan haben wir beim Mineral das zu suchen, was dem ätherischen Leib des Menschen entspricht, auf dem Devachanplan den astralischen Leib und auf dem höheren Devachanplan das Gruppen-Ich des Mineralreichs. So ist in bezug auf seine Wirkungsweise für das Mineralreich in verschiedene Welten verteilt, was beim Menschen in der physischen Welt zusammengefaßt ist. Wenn wir mit dem okkulten Blick wiederum verfolgen, um was es sich real dabei handelt, so stellt sich uns folgendes heraus. Wir müssen im Sinne des Okkultismus auf dem physischen Plan von dem Mineralreich zunächst überhaupt nur dasjenige suchen, was wirklich physisch wahrnehmbar ist, was also für die äußeren Sinne vom Mineralreich wahrnehmbar ist. Wir müssen uns klar sein darüber, daß vom Mineralreich zunächst wahrnehmbar ist dasjenige, was wir die Formen, die Gestalten nennen. Wir wissen ja — das kann hier nur berührt werden —, daß uns die mineralische Welt, teilweise wenigstens, in einer solchen Weise geformt, gestaltet entgegentritt, daß wir diese Gestaltung als etwas der mineralischen Natur Angemessenes empfinden. Wenn wir einen Körper in Würfelform erblicken und einen anderen in einer anderen Form, so wissen wir, daß diese Formen nichts Zufälliges sind, sondern daß sie in einer gewissen Weise mit der Natur des Minerals zusammenhängen.
[ 1 ] From the description given yesterday of the interaction of the various spirits of the individual hierarchies within the kingdoms of nature, we are left, for the time being, with a consideration of the mineral kingdom. We recall that we were able to characterize the mineral kingdom in such a way that, on the physical plane, in the physical world, only its physical body is present; whereas, on the other hand, we must seek what corresponds to the mineral as an etheric body in the so-called astral world, the astral body in the lower devachanic world, and the actual group-I of the mineral kingdom on the higher devachanic plane. Thus the mineral kingdom forms a remarkable contrast to the human being. While we had to say that in the human being, on the physical plane, all four members of his being are active—the physical, the etheric, the astral body, and the I—we must, as it were, peel away what the human being has on one plane and say: On the astral plane, we must look for in the mineral what corresponds to the human etheric body; on the Devachan plane, the astral body; and on the higher Devachan plane, the group-I of the mineral kingdom. Thus, in terms of its mode of operation, what is concentrated in the physical world in the human being is distributed across different worlds in the mineral kingdom. If we again observe with the occult eye what this actually entails, the following becomes clear to us. In the sense of occultism, on the physical plane we must initially seek in the mineral kingdom only that which is truly physically perceptible—that is, what is perceptible to the outer senses from the mineral kingdom. We must be clear that what is initially perceptible in the mineral kingdom is what we call the forms, the shapes. We know, of course—and this can only be touched upon here—that the mineral world, at least in part, presents itself to us in such a formed, shaped manner that we perceive this shaping as something appropriate to the nature of the mineral. When we see one body in the shape of a cube and another in a different form, we know that these forms are not random, but that they are connected in a certain way to the nature of the mineral.
[ 2 ] Es lehrt uns nun die okkulte Forschung, daß diese Formen im Mineralreich, die wir ja auch als Kristallformen bezeichnen, zunächst auf die Wirkungsweise der Geister der Form zurückzuführen sind. Eben weil der Okkultismus überall auf die Realität ausgeht und sucht, woher dieses oder jenes rührt, so wird auch die Namengebung im Okkultismus so getroffen, daß der Name irgendwo auf etwas Charakteristisches hinweist. Und der Name Geist der Form ist aus dem Grunde gewählt worden, weil in dem Reiche, das wir auf der Erde als das mineralische Reich ansprechen, wirksam sich erweisen die Geister der Form, und ferner vor allen Dingen die Nachkommen der Geister der Form in dem Sinne, wie wir von Nachkommen der Geister höherer Hierarchien im Laufe dieser Vorträge gesprochen haben. Wir müssen, wenn wir die Natur des Minerals verstehen wollen, uns jetzt klar darüber sein, daß eigentlich in der Hauptsache für das physische Wahrnehmen diese Formen des Minerals vorhanden sind; dann allerdings gewisse Kräfte, die sich im Mineralreich äußern, zum Beispiel Kräfte der Elektrizität, des Magnetismus, Kräfte, die da bewirken, daß die Mineralien uns in gewissen Farben erscheinen. Kurz, wir müssen uns klar sein darüber, daß eigentlich von dem Mineralreich in der Hauptsache nur die Form auf dem physischen Plan zu beobachten ist. Lassen wir zunächst die anderen Eigenschaften unberücksichtigt, betrachten wir die Form, die uns wenigstens bei einem großen Teil des Mineralreiches entgegentritt, und seien wir uns klar, daß diese reine Form zunächst von der Wirkungsweise der Geister der Form oder von ihren Nachkommen herrührt.
[ 2 ] Occult research teaches us that these forms in the mineral kingdom—which we also refer to as crystal forms—are primarily attributable to the workings of the spirits of form. Precisely because occultism is always grounded in reality and seeks to determine the origin of this or that, the naming conventions in occultism are chosen such that the name points to something characteristic. And the name “Spirit of Form” has been chosen for the reason that in the realm we refer to on Earth as the mineral kingdom, the Spirits of Form prove to be active, and furthermore, above all, the descendants of the Spirits of Form in the sense that we have spoken of the descendants of the spirits of higher hierarchies in the course of these lectures. If we wish to understand the nature of the mineral, we must now be clear that, for the purposes of physical perception, these forms of the mineral are essentially what exist; then, of course, certain forces that manifest in the mineral kingdom, such as forces of electricity and magnetism—forces that cause the minerals to appear to us in certain colors. In short, we must be clear that, in the mineral kingdom, it is essentially only the form that can be observed on the physical plane. Let us initially leave the other properties aside, consider the form that presents itself to us in at least a large part of the mineral kingdom, and be clear that this pure form derives, first and foremost, from the activity of the spirits of form or their descendants.
[ 3 ] Nun kommen wir zu dem, was wir als zweites Glied eines Wesens des Mineralreiches anzusprechen haben, zum sogenannten ätherischen Leib. Der okkulte Forscher findet das, was er als den ätherischen Leib bei einem Mineral anzusprechen hat, nicht in der physischen Welt, er findet es in demselben Gebiete, in dem er suchen muß, wenn er zum Beispiel den astralischen Leib der Pflanze oder das Gruppen-Ich der Tiere ins Auge faßt. Und wir haben gestern gesehen, er braucht keine anderen Veranstaltungen in seiner Seele zu machen als diejenigen, die notwendig sind, um die Gruppen-Iche der Tiere zu finden: mit denselben Bewußtseinszuständen, mit denen er die Gruppen-Iche der Tiere wahrnimmt, findet er auch die astralischen Wesenheiten der Pflanzen und das, was als Ätherisches dem Mineralreich zugrunde liegt. Nun hat sich uns gezeigt, daß wir dazu mit unserer Beobachtung bis in die Region der Planeten eines Planetensystems gehen müssen; also bei unserem Planetensystem zu denjenigen Planeten, die außerhalb der Erde vorhanden sind. Und wir haben gezeigt, wie sozusagen unmittelbar von diesen Planetenorten her die entsprechenden Kräfte wirken, welche sich in den Gruppen-Ichen der Tiere, in den Astralleibern der Pflanzen äußern. Dahin müssen wir aber auch gehen, wenn wir suchen wollen, was ätherisch hineinwirkt in die Mineralien. Wie ein Mineral umspült wird von Lebenskräften, das zeigt sich uns erst, wenn wir bis zu jenem allgemeinen Leben gehen, welches gleichartig ist von der Erde bis zu den übrigen Planeten unseres Planetensystems. So haben wir also das Prinzip, durch welches das Mineralische belebt wird, das Leben des Minerals, nicht in der physischen Welt zu suchen, nicht im Bereich dessen, was unsere Erde unmittelbar uns darbietet, sondern in den Lebensströmungen, die von den Planeten herunterströmen. Angeregt allerdings von der Sonne, aber unmittelbar eben doch von den Planeten herunterströmend und lebendig unseren Erdplaneten durchdringend, um da drinnen mit ihren Nachkommen, den ätherischen Naturgeistern, von denen wir gesprochen haben, zu durchdringen dasjenige, was Form ist, so daß also dasjenige, was Form ist, Innerlichkeit hat; mit anderen Worten, daß die Form des Minerals, als einzig und allein vom physischen Plan herrührend, nicht durchdringlich ist, sondern uns Widerstand entgegensetzt. Würde im Mineral zunächst nichts wirksam sein als das, was auf dem physischen Plan wirksam ist, dann würde das Mineral uns eben bloß die Form wahrnehmbar machen, aber es ist diese Form ausgefüllt mit Innerlichkeit. Das Mineral hat doch auch Innerlichkeit, es hat die Innerlichkeit der verschiedenen Mineralsubstanzen. Es hat nicht nur Form, es hat Materie, es hat Substanz. Wenn wir diese Substanz unmittelbar in der physischen Welt gewahr werden, so ist sie allerdings eine erstorbene, eine tote Substanz; für den Weltenraum ist sie nicht tot, für den Planetenraum wenigstens ist sie etwas, was zu seinem Leben gehört, was das Leben des Planetensystems ausscheidet. So wie der menschliche oder tierische Organismus, sagen wir, auch Härteprodukte ausscheidet, die Nägel zum Beispiel, so wird ausgeschieden die mineralische Substanz. Aber die wirksamen Kräfte, durch welche diese ausgeschieden werden, sind nicht auf der Erde selber zu suchen, und daher erscheinen sie uns für die Erde tot. Es sind diese Lebensströmungen, diese Lebenskräfte, es ist dieses Ätherische als herabströmend von den einzelnen Planeten zu suchen. Und so wie wir beim Betrachten der Gruppen-Iche der Tiere sagen konnten: es werden eigentlich nur allgemeine Formen geschaffen durch die Gruppen-Iche der Tiere, die dann weiter ausgebaut werden, so müssen wir auch sagen: die Lebensströmungen, welche von den einzelnen Planeten herunterströmen und die Erde allseitig durchdringen, sie schaffen für die Mineralien nicht die Formen, denn die werden geschaffen durch die Geister der Form, sondern es werden durch diese Strömungen die Mineralien durchdrungen mit Innerlichkeit, aber zunächst so, daß diese Innerlichkeit gewisse Haupttypen, Hauptinnerlichkeiten, Hauptsubstanzen gibt, und eine jede Substanz hängt mit irgendeiner Strömung, die von einem Planeten ausgeht, zusammen. Nur werden von diesen Planeten aus beim mineralischen Reich, weil die Mineralien gleich feste Formen bekommen, durch diese planetarischen Strömungen nicht Typen geschaffen, die in Beweglichkeit sind, sondern gleich eindeutige Typen, und es werden dann durch die verschiedenen Stellungen der Planeten, wie ich das gestern für die Gruppenseelen der Tiere geschildert habe, außer den Haupttypen, außer den Hauptsubstanzen andere Typen, Nebensubstanzen geschaffen, die wiederum von der Konstellation der einzelnen Planeten abhängen; aber das, was die Planeten durch ihre ursprüngliche Eigenheit schaffen, das drückt sich in den Hauptsubstanzen des Erdorganismus aus.
[ 3 ] Now we come to what we must address as the second aspect of a being in the mineral kingdom: the so-called etheric body. The occult researcher does not find what he must address as the etheric body in a mineral in the physical world; he finds it in the same realm where he must search, for example, when he considers the astral body of the plant or the group-I of the animals. And we saw yesterday that he needs to make no other mental preparations than those necessary to find the group-I’s of animals: with the same states of consciousness with which he perceives the group-I’s of animals, he also finds the astral entities of plants and that which underlies the mineral kingdom as the etheric. Now it has become clear to us that to do this, we must extend our observation into the region of the planets of a planetary system; that is, in our own planetary system, to those planets that lie beyond the Earth. And we have shown how, so to speak, the corresponding forces act directly from these planetary locations, forces that manifest in the group-Ics of animals and in the astral bodies of plants. But we must also go there if we wish to seek what acts etherically within the minerals. How a mineral is surrounded by life forces becomes apparent to us only when we go as far as that general life which is the same from Earth to the other planets of our planetary system. Thus, we must not seek the principle through which the mineral realm is enlivened—the life of the mineral—in the physical world, nor in the realm of what our Earth immediately presents to us, but rather in the life currents that flow down from the planets. Stimulated, of course, by the Sun, but flowing down directly from the planets and permeating our Earth with life, in order to penetrate, together with their offspring—the ethereal nature spirits of whom we have spoken—that which is form, so that what is form possesses inner life; in other words, that the form of the mineral, as originating solely from the physical plane, is not permeable, but rather offers us resistance. If nothing were active in the mineral other than what is active on the physical plane, then the mineral would merely make the form perceptible to us, but this form is filled with inner life. The mineral does indeed have inner life; it possesses the inner life of the various mineral substances. It has not only form, it has matter, it has substance. When we perceive this substance directly in the physical world, it is indeed a decayed, a dead substance; for the cosmos it is not dead; for the planetary realm, at least, it is something that belongs to its life, something that the life of the planetary system excretes. Just as the human or animal organism, let us say, also excretes hard products—nails, for example—so is the mineral substance excreted. But the active forces through which these are excreted are not to be found on Earth itself, and therefore they appear dead to us in relation to Earth. It is these life currents, these life forces, it is this etheric that must be sought as flowing down from the individual planets. And just as we could say when considering the group-I of animals: the group-I of animals actually creates only general forms, which are then further developed—so we must also say: the life currents that flow down from the individual planets and permeate the Earth on all sides do not create the forms for the minerals, for these are created by the Spirits of Form; rather, through these currents, the minerals are imbued with inner life, but initially in such a way that this inner life gives rise to certain main types, main inner lives, and main substances, and each substance is connected to a particular current emanating from a planet. However, in the mineral kingdom, because the minerals immediately take on fixed forms, these planetary currents do not create types that are in a state of flux, but rather distinct types; and then, through the various positions of the planets—as I described yesterday regarding the group souls of the animals—other types, sub-substances, which in turn depend on the constellation of the individual planets; but what the planets create through their original characteristics is expressed in the main substances of the Earth organism.
[ 4 ] Wir haben also gewisse mineralische Hauptsubstanzen des Erdorganismus, von denen wir sagen können: Hier ist eine Substanz, die ist so, wie sie ist, dadurch, daß sie mit einer ätherischen Strömung von dem einen Planeten durchzogen wird; eine andere wird von einer Strömung von einem anderen Planeten her durchzogen. So daß wir die Natur der mineralischen Substanzen zurückzuführen haben auf Tätigkeiten innerhalb des Planetensystems, auf Tätigkeiten, die sich innerhalb des Erdenorganismus als ätherische Strömungen äußern. Und deshalb haben die okkulten Schulen, die solche Sachen zu untersuchen haben, wirklich auch die Hauptsubstanzen unseres Erdenorganismus so auf die Planeten bezogen, daß sie diejenigen Substanzen, die ganz unmittelbar, nicht erst durch Konstellation, sondern durch die Haupttätigkeit der Planeten bewirkt sind, mit denselben oder ähnlichen Namen bezeichnet haben wie die Planeten; oder wenigstens haben sie diese Substanzen in Zusammenhang gebracht mit den entsprechenden Planeten, und zwar so, daß dabei wirklich die okkulte Beobachtung eingehalten worden ist. Nehmen wir innerhalb unseres Planetensystems den Saturn, so hängt mit der Strömung, die gerade unmittelbar von ihm als Lebensströmung die Erde durchzieht, die Substanz zusammen, die wir als Blei bezeichnen. Wir haben da also eine Grundsubstanz, die innerlich belebt ist vom Saturn aus. Vom Jupiter aus haben wir als Hauptsubstanz das Zinn, vom Mars das Eisen, von der Venus — also jetzt im okkulten Sinn gemeint — das Kupfer. Bei dem Merkur hat man ja zu berücksichtigen, daß er später mit der Venus verwechselt worden ist. Was nun die Lebenstätigkeit des Merkur, im Sinne der eigentlichen okkulten Namengebung, substantiell schaffend bewirkt hat, indem sie eindrang in den Erdenorganismus, das zeigte durch die größere Nähe noch mehr Ähnlichkeit mit dem Planeten selbst, denn der Merkur steht ja der Erde näher als die anderen Planeten. Darum hat man der Substanz denselben Namen gegeben wie dem Weltenkörper selbst, nämlich Merkur oder Quecksilber. Das sind die Hauptsubstanzen, die in ihrem Ätherleib zusammenhängen mit den entsprechenden Planeten des Planetensystems. Und wenn wir uns erinnern, wie wir von dem, was überhaupt von dem Planetensystem aus wirkt, sprechen mußten in bezug auf die Gruppenseelen der Tiere, in bezug auf die Astralleiber der Pflanzen, so handelte es sich immer um Wesenheiten, die im Zusammenhang stehen mit den Geistern der Bewegung, entweder mit ihnen selbst oder ihren Nachkommen, und die von den Planeten des Planetensystems in ihrer Gesamtheit auf die Erde wirken. So müssen wir dasjenige wiederum zur Sphäre der Geister der Bewegung rechnen, was ätherisch die mineralischen Substanzen durchdringt.
[ 4 ] We thus have certain primary mineral substances of the Earth organism about which we can say: Here is a substance that is as it is because it is permeated by an etheric current from one planet; another is permeated by a current from a different planet. Thus we must trace the nature of the mineral substances back to activities within the planetary system, to activities that manifest within the Earth organism as etheric currents. And that is why the occult schools, which are tasked with investigating such matters, have indeed related the principal substances of our Earth organism to the planets in such a way that they have designated those substances—which are brought about quite directly, not merely through constellations but through the primary activity of the planets—with the same or similar names as the planets; or at least they have associated these substances with the corresponding planets, and in such a way that occult observation has truly been adhered to. If we take Saturn within our planetary system, the substance we call lead is connected to the current that flows directly from it as a life current through the Earth. We thus have a fundamental substance that is internally animated by Saturn. From Jupiter we have tin as the main substance, from Mars iron, and from Venus—meaning this in the occult sense—copper. In the case of Mercury, one must take into account that it was later confused with Venus. As for what the life activity of Mercury—in the sense of the actual occult naming—substantially created by penetrating the Earth’s organism, this showed even greater similarity to the planet itself due to its greater proximity, for Mercury is, after all, closer to Earth than the other planets. That is why the substance was given the same name as the celestial body itself, namely Mercury or quicksilver. These are the principal substances that, in their etheric bodies, are connected with the corresponding planets of the planetary system. And if we recall how we had to speak of what acts from the planetary system in general in relation to the group souls of animals, in relation to the astral bodies of plants, it always concerned beings connected with the spirits of movement, either with them themselves or their descendants, and who act upon the Earth from the planets of the planetary system in their entirety. Thus, we must again count among the sphere of the spirits of movement that which permeates mineral substances in the etheric realm.
[ 5 ] Nur um eine Welt höher, sozusagen, haben wir zu steigen, wenn wir in Betracht ziehen wollen, was als astralischer Leib zu dem mineralischen Reich gehört. Im Sinne unserer gepflogenen Betrachtung wird es Ihnen klar sein, daß wir, so wie wir von dem astralischen Leib der Pflanzen zu dem Gruppen-Ich der Pflanzen aufsteigen mußten, von den Planeten zur Sonne, zum Fixstern hin, so beim mineralischen Reich, wenn wir von dem ätherischen Leib zum astralischen Leib gehen, wiederum zum Fixstern hin aufsteigen müssen. Das heißt, wir können verstehen, daß der okkulte Blick uns sagt, daß das Astralische des Minerals in der Reihe der Wesenheiten der Hierarchie von dem aus wirkt, was wahrnehmbar ist unmittelbar von der Sonne her, von dem, was wir Geister der Weisheit nennen oder was zusammenhängt mit der Sphäre dieser Geister der Weisheit. Also es kommt alles in Betracht, auch was Nachkommen der Geister der Weisheit sind. Das, was da im Mineral wirkt, zeigt sich für die okkulte Forschung allerdings abgesondert, außerhalb des Minerals. Aber es zeigt sich so, daß allerdings das Leben, das jetzt eben geschildert worden ist als im Mineral sich befindend, als das Ätherische des Minerals, von außen hereingedrängt wird. Während der astralische Leib, sagen wir, beim Menschen oder Tier das Ätherische von innen zusammenhält, wird beim Mineral das Ätherische vom astralischen Leib, der außerhalb des Minerals ist, gleichsam zusammengeschoben, nicht zusammengezogen wie beim Menschen oder Tier. Wir könnten sagen: Wenn wir das Verhältnis des astralischen Leibes des Menschen zu dem ätherischen Leib betrachten, so wird das, was als ätherischer Leib wirkt, durch anziehende Kräfte zusammengehalten; bei dem Mineral ist das so, daß das Ätherische von außen durch Kräfte zusammengeschoben wird, so daß also in die Form des Minerals durch astralische Wirkungskräfte hineingeschoben wird der Inhalt, die Innerlichkeit, die sich in der ätherischen Strömung zum Ausdruck bringt. Das Mineral wird astralisch von außen zusammengehalten, und zwar dadurch, daß dieses Mineral in bezug auf dieses astralische Zusammendrängen bestimmt wird durch die verschiedenen Stellungen, die die Sonne zur Erde hat. Man könnte sagen: Von dem Punkte aus, von dem die Sonne auf die Erde scheint, wird die ätherische Substanz in das Mineral hineingeschoben. Während also dieses Ätherische selber von dem Planeten dirigiert wird, wird es hineingeschoben und zusammengehalten im Mineral oder Kristall von der Sonne aus, von jenen Kräften aus, die zur Sphäre der Geister der Weisheit gehören.
[ 5 ] We need only ascend one level higher, so to speak, if we wish to consider what belongs to the mineral kingdom as the astral body. In the context of our customary line of thought, it will be clear to you that just as we had to ascend from the astral body of plants to the group-I of plants, and from the planets to the Sun and the fixed stars, so too in the mineral kingdom, when we move from the etheric body to the astral body, we must again ascend toward the fixed stars. This means we can understand that the occult gaze tells us that the astral aspect of the mineral acts, within the hierarchy of beings, from that which is perceptible directly from the Sun, from what we call the Spirits of Wisdom or what is connected with the sphere of these Spirits of Wisdom. Thus everything comes into consideration, including the descendants of the Spirits of Wisdom. What is at work there in the mineral, however, appears to occult research as separate, outside the mineral. But it appears in such a way that the life just described as being within the mineral—the mineral’s etheric body—is, as it were, pressed in from the outside. While the astral body, let us say, in humans or animals holds the etheric body together from within, in the mineral the etheric body is, as it were, pushed together by the astral body, which is outside the mineral, rather than drawn together as in humans or animals. We could say: When we consider the relationship of the human astral body to the etheric body, what functions as the etheric body is held together by attractive forces; in the case of the mineral, the etheric is pushed together from the outside by forces, so that the content, the inner essence, which expresses itself in the etheric current, is pushed into the form of the mineral by astral forces. The mineral is held together astralically from the outside, specifically because this mineral is determined in relation to this astral compression by the various positions the Sun occupies in relation to the Earth. One could say: From the point from which the Sun shines upon the Earth, the etheric substance is pushed into the mineral. Thus, while this etheric substance itself is directed by the planet, it is pushed into and held together within the mineral or crystal by the Sun, by those forces belonging to the sphere of the spirits of wisdom.


[ 6 ] Nun zeigt sich da aber etwas sehr Merkwürdiges. Wenn wir diese Wirkung, die als astralische Kraft von der Sonne aus auf die Mineralien wirkt, okkult durchforschen, so erkennen wir gerade an diesem Punkt am allerdeutlichsten eine außerordentlich wichtige Tatsache: Wir lernen nämlich hier kennen, daß, während alle ätherischen Kräfte, die auf die Mineralien wirken und eigentlich ihre Grundsubstanzen bilden, von den Planeten herrühren, auch von der Sonne aus solche ätherische Strömungen auf die Erde heruntergehen. Also während im allgemeinen für die normale Bildung der Mineralien das substantiell Ätherische von den Planeten her kommt und nur die ätherische Substanz von außen zusammengezogen, zusammengeschoben wird durch die Kräfte, die von der Sonne ausgehen, ist es doch wiederum nicht so, daß von der Sonne gar keine ätherischen Strömungen herunterkämen, sondern es kommt tatsächlich eine solche Strömung von ihr herunter. Woher rührt das nun? Warum kommt da von der Sonne eine ätherische Strömung herunter, die gleichsam das Mineral doch innerlich beleben kann? Warum geschieht das?
[ 6 ] But here something very curious comes to light. When we investigate this effect—which acts as an astral force from the Sun upon the minerals—from an occult perspective, it is precisely at this point that we most clearly recognize an extraordinarily important fact: Namely, we learn here that while all the etheric forces acting upon the minerals—and which actually constitute their basic substances—originate from the planets, such etheric currents also descend from the Sun onto the Earth. So while, in general, the substantial etheric component for the normal formation of minerals comes from the planets, and only the etheric substance is drawn together and compressed from the outside by the forces emanating from the Sun, it is not the case that no etheric currents at all descend from the Sun; rather, such a current does indeed descend from it. Where does this come from? Why does an etheric current descend from the Sun that can, as it were, animate the mineral from within? Why does this happen?
[ 7 ] Das geschieht aus dem Grunde, weil da hinein wirkt dasjenige, was ich bezeichnet habe als das luziferische Prinzip. Diejenigen Geister, die aus der Reihe der höheren Hierarchien heraus astralisch auf die Mineralien wirken, sind, wie wir eben erwähnt haben, die Geister der Weisheit, während die Geister der Bewegung ätherisch wirken. Es gibt nun solche Geister der Weisheit, von der Sonne aus wirksam, die ihren normalen Entwickelungsprozeß durchgemacht haben; die wirken so, wie das eben beschrieben worden ist, sie wirken astralisch auf das Mineralische. Es sind aber Geister der Weisheit luziferisch geworden. Wir haben dieses Luziferischwerden von gewissen geistigen Wesenheiten einer Hierarchie wie eine Art Rebellentum im Weltall bezeichnen können. Dieses Rebellentum wird dadurch bewirkt, daß sich gewisse Geister einer hierarchischen Stufe gegen ihresgleichen auflehnen und dadurch ihnen entgegenwirken, etwas anderes wirken. Erreicht wird dieses Auflehnen dadurch, daß sie einfach die Entwickelung nicht mitmachen, die die anderen machen. Sie bleiben einfach zurück auf einer früheren Stufe. So wie wir es in unserer eigenen Seele erleben, daß wir fortwollen, aber die Vorstellungen und Gewohnheiten, die wir uns angeeignet haben, uns nicht fortlassen, weil sie auch dasein wollen. Unsere Gewohnheiten sind oftmals die Rebellen gegen das, was wir uns in einer neuen Lebensepoche erworben haben. So sind die geistigen Wesenheiten, die auf einer früheren Stufe zurückbleiben, die Rebellen im Weltenall. Die luziferischen Geister, die Weisheitsgeister aus der zweiten Hierarchie, welche nicht mitgemacht haben die Entwickelung, die strömen nun, statt daß sie von der Sonne auf die Mineralien astralische Strömungen aussenden, ätherische Ströme herunter auf die Erde. Dadurch aber geschah es, daß eine gewisse mineralische Grundsubstanz gebildet wurde, die direkt von der Sonne her ihre Innerlichkeit erhielt. Also nicht von den Planeten, sondern von der Sonne her hat diese Grundsubstanz ihre Innerlichkeit erhalten, und das ist das Gold. Der Okkultist hat deshalb der Sonne direkt zugeteilt das Gold. Das Gold ist jenes luziferische Mineral, welches in bezug auf seine Innerlichkeit nicht von den Planeten ätherisch bewirkt wird, sondern von der Sonne aus. Dadurch ist gerade dieses Metall in einer gewissen Beziehung etwas anderes als die anderen Metalle.
[ 7 ] This happens because what I have referred to as the Luciferic principle is at work there. The spirits who act astralistically on the minerals from within the higher hierarchies are, as we have just mentioned, the spirits of wisdom, while the spirits of movement act etherically. There are now such spirits of wisdom, active from the Sun, who have undergone their normal process of development; they act as has just been described, they act astral upon the mineral realm. However, some spirits of wisdom have become Luciferic. We have been able to describe this Luciferic transformation of certain spiritual beings within a hierarchy as a kind of rebellion in the cosmos. This rebellion is brought about by certain spirits of a hierarchical level rebelling against their peers and thereby counteracting them, working in a different way. This rebellion is achieved by their simply not participating in the development that the others are undergoing. They simply remain behind at an earlier stage. Just as we experience it in our own soul: we want to move forward, but the mental images and habits we have acquired do not let us go, because they too want to exist. Our habits are often the rebels against what we have acquired in a new epoch of life. Thus, the spiritual beings who remain at an earlier stage are the rebels in the cosmos. The Luciferic spirits, the spirits of wisdom from the second hierarchy, who did not participate in the development, now send down etheric currents to Earth instead of sending astral currents from the Sun to the minerals. Through this, however, a certain fundamental mineral substance was formed that received its inner nature directly from the Sun. Thus, this fundamental substance received its inner nature not from the planets but from the Sun, and that is gold. The occultist has therefore directly attributed gold to the Sun. Gold is that Luciferic mineral whose inner nature is not etherically influenced by the planets, but by the Sun. Consequently, this metal is, in a certain sense, something different from the other metals.
[ 8 ] Nun können Sie leicht begreifen, daß dadurch, daß ätherische Strömungen von der Sonne kommen und etwas in der Erde bewirken, was eigentlich innerhalb der Erde ein Rebellenptinzip ist, das Gleichgewicht der Erde gestört ist. Das Gleichgewicht der Erde in bezug auf das Mineralreich wäre dann vorhanden, wenn alle ätherischen Einflüsse auf die Mineralien von den Planeten kämen und nur die astralischen Einflüsse von der Sonne. So aber gibt es auch von der Sonne her direkte ätherische Einflüsse, die das Gleichgewicht stören. Dieses Gleichgewicht mußte nun durch die weisen Weltenführer wiederum hergestellt werden. Die Erde konnte ihre Evolution nicht in solchem Zustande durchführen. Das Zusammenwirken der Hierarchien mußte so geschehen, daß wiederum Gleichgewicht bewirkt wurde. Den stärkeren luziferischen Ätherkräften mußten entgegengestellt werden Kräfte, die diese Wirkung in einer gewissen Weise paralysieren, aufheben. Das konnte nur dadurch geschehen, daß der Ätherströmung, welche von der Sonne kam, eine andere entgegengestellt worden ist, die mit ihr in ein Wechselspiel tritt und ihre Wirkungen in einer gewissen Weise ausgleicht. Während sich also Geister der Weisheit luziferisch erwiesen haben und von der Sonne in das Mineralreich der Erde schickten Ätherströmungen, haben andere Geister dafür gesorgt, daß diesen Strömungen andere Strömungen entgegengesetzt werden. Diese entgegengesetzten Ströme, die das Gleichgewicht wieder herstellen, sind nun dadurch geschaffen worden, daß aus der gestörten Gleichgewichtssubstanz der Erde ein Teil abgesondert wurde und als Mond die Erde umkreiste. So kommen den Ätherströmungen von der Sonne her jene Ätherströme entgegen, die nun von dem Mond von der ganz anderen Seite her auf die Erde fließen und das Gleichgewicht wieder herstellen. Es mußten also, weil luziferische Geister der Weisheit auf der Sonne die Möglichkeit gewonnen hatten, Ätherströme auszusenden, andere Geister der Weisheit darauf verzichten, von der Sonne aus zu wirken, vielmehr sich herbeilassen, ihre Kräfte dazu zu verwenden, um das Gleichgewicht herzustellen. Das heißt: eine Weltenkolonie, eine Planetenkolonie wurde begründet auf dem Monde, von dem nun ausströmten ätherische Strömungen nach der Erde hin, so daß eine Substanz erzeugt wurde, die in der Erde sein mußte, damit die direkte Goldkraft abgeschwächt wurde. Das geschah dadurch, daß der Mond von der Erde getrennt wurde. Und von den Geistern der Weisheit her, die den Mond abgetrennt haben und jetzt gewissermaßen die Gegner der luziferischen Geister der Weisheit von der Sonne geworden sind, durchströmen die Erde diejenigen Ätherkräfte, die nun zum Silber als Substanz geführt haben. Sie sehen daraus, daß in dem Weltall, in dem Kosmos gewisse Dinge so wirken, daß man, ich möchte sagen, mit einem gewissen Schema zurechtkommen kann, aber das Eigenartige ist, daß dieses Schema überall durchbrochen wird. Wenn jemand schematisch behaupten wollte, alle Ätherkräfte für die Mineralien kämen von den Planeten, so würde er sich irren, denn in Wahrheit kommen zwei Ätherströme von anderen Seiten her, die eine von der Sonne, die andere vom Monde, und dadurch werden auf andere Weise gerade zwei Grundsubstanzen gebildet.
[ 8 ] Now you can easily understand that because ethereal currents come from the Sun and cause something within the Earth—which is actually a rebellious principle—the Earth’s balance is disrupted. The Earth’s balance with regard to the mineral kingdom would exist if all etheric influences on the minerals came from the planets and only the astral influences came from the Sun. But as it is, there are also direct etheric influences from the Sun that disturb the balance. This balance then had to be restored by the wise world leaders. The Earth could not carry out its evolution in such a state. The cooperation of the hierarchies had to take place in such a way that balance was restored. The stronger Luciferic etheric forces had to be countered by forces that would, in a certain way, paralyze or neutralize this effect. This could only be achieved by setting another etheric current against the one coming from the Sun—one that would interact with it and, in a certain way, balance out its effects. So while spirits of wisdom proved to be Luciferic and sent etheric currents from the Sun into the Earth’s mineral kingdom, other spirits ensured that these currents were countered by other currents. These opposing currents, which restore the balance, were created by a portion being separated from the Earth’s disturbed equilibrium substance and orbiting the Earth as the Moon. Thus, the etheric currents from the Sun are met by those etheric currents that now flow from the Moon toward the Earth from a completely different direction, restoring the balance. Thus, because Luciferic spirits of wisdom on the Sun had gained the ability to send out etheric currents, other spirits of wisdom had to refrain from acting from the Sun, but rather consent to use their powers to restore the balance. This means: a world colony, a planetary colony, was established on the Moon, from which etheric currents now flowed out toward the Earth, so that a substance was produced that had to be present in the Earth in order to weaken the direct power of gold. This came about through the Moon being separated from the Earth. And from the spirits of wisdom who separated the Moon and have now, so to speak, become the opponents of the Luciferic spirits of wisdom from the Sun, those etheric forces flow through the Earth that have now led to silver as a substance. You can see from this that in the universe, in the cosmos, certain things operate in such a way that one can, I would say, make sense of them with a certain pattern, but the peculiar thing is that this pattern is broken everywhere. If someone were to claim schematically that all etheric forces for the minerals come from the planets, they would be mistaken, for in truth two etheric streams come from other directions, one from the Sun, the other from the Moon, and through this, precisely two basic substances are formed in a different way.
[ 9 ] Wenn wir uns einmal vergegenständlichen wollen, versinnlichen wollen, wie sich das, was ich eben erzählt habe, äußerlich zum Ausdruck bringt im Weltenall, so können wir dazu den folgenden Weg einschlagen. Wir müssen uns zuerst klarwerden darüber, was es denn eigentlich ist, was wir sehen, wenn wir zur Sonne hinaufschauen. Wir haben ja vor einigen Tagen gezeigt, wie von den höheren Hierarchien eine eigene Entwickelung auf dem Fixstern eigentlich nur durchmachen die Geister, die heruntergehen bis zu den Geistern der Weisheit. So daß wir sagen können: Wenn wir den Blick hinausrichten auf einen Fixstern, so ist das, was da drinnen ist im Fixstern, eigentlich Inhaltssubstanz der Geister der Weisheit. Das ist der wahre Inhalt des Fixsterns. Ja, der Mensch kann sich eigentlich zunächst von dem, was diese Substanz der Geister der Weisheit ist, nur dann eine Vorstellung bilden, wenn er das nimmt, was in ihm selber wenigstens als Bild dieser Substanz vorhanden ist. Was ist in uns selber, im Menschen, in der menschlichen Seele ein Bild der Substanz der Geister der Weisheit? Unsere Gedanken. Aber unsere Gedanken sehen wir nicht mit physischen Augen. Das ist das Wesentliche, daß auch die Fixsterne, insofern sie der Schauplatz sind der echten Geister der Weisheit, auch nicht zu sehen sind mit physischen Augen. Hier stehen wir an einem Punkt, wo wir wiederum hinweisen können auf das ungeheuer Bedeutungsvolle, das uns in den religiösen Urkunden, die auf Okkultismus gebaut sind, entgegentritt. Sie wissen ja, daß in der biblischen Urkunde, in der Genesis, die Menschen auf eine ganz eigenartige Weise geschaffen werden. Es wird uns gesagt, daß zur Eva Luzifer hinzutrat und ihr sagte, wenn sie das tut, was er will, werden ihr die Augen aufgetan werden. Wer den ursprünglichen Text kennt, wird auch da nicht mit einer symbolischen Erklärung bei der Hand sein. Denn wie das Gute und Böse in der Bibel gemeint ist, ist es nicht auf das moralische Gute und Böse bezogen — das gehört einer ganz anderen Kulturentwickelungsschichte an —, was dort als gut und böse bezeichnet wird, ist das, was außen gesehen wird, also etwas, das nicht geistig-seelisch geschaut wird, sondern mit Sinnesaugen. «Eure Augen werden aufgetan werden!» Vorher waren sie nicht aufgetan. Das ist buchstäblich zu nehmen. Bevor Luzifer herangetreten ist an den Menschen, konnte der Mensch hinausschauen; er sah mit einem ursprünglichen, den Menschen zuteil gewordenen Hellsehen die Fixsterne, aber er sah sie so, wie sie sind in ihrer Substanz als der Substanz der Geister der Weisheit: er sah sie geistig. Und er fing an, sie physisch zu schauen, das heißt, es strahlte ihm erst für seine physischen Augen wahrnehmbares Licht entgegen, als er selber, der Mensch, der luziferischen Versuchung unterlegen war. Das heißt, so wie die Fixsterne zunächst dirigiert werden von den Geistern der Weisheit, so sind sie physisch nicht sichtbar, so verbreiten sie nicht physisches Licht. Physisches Licht kann nur verbreitet werden, wenn etwas zugrunde liegt, was dem Lichte wie ein Träger unterliegt, wenn das Licht gleichsam gefesselt wird durch einen Träger. Daß ein Fixstern sichtbar werden kann, dazu ist noch etwas anderes notwendig, als daß bloß die geistigen Wesen der Weisheit in dem Fixstern wirken. Dazu ist notwendig, daß in diesem Fixstern luziferische Geister wirken, die sich auflehnen gegen die bloße Substanz der Weisheit, die diese bloße Substanz der Weisheit durchsetzen mit ihrem Prinzip. Und so ist innerhalb des Fixsterns dasjenige, was nur geistig sichtbar ist, untermischt mit dem, was sich gegen diese bloß geistige Sichtbarkeit auflehnt als Luziferisches in den Fixsternen, was das Licht bis zur physischen Erscheinung herausträgt.
[ 9 ] If we wish to visualize, to make tangible, how what I have just described manifests itself outwardly in the universe, we can take the following approach. We must first clarify for ourselves what it actually is that we see when we look up at the sun. We showed a few days ago that, within the higher hierarchies, only the spirits who descend as far as the spirits of wisdom actually undergo a distinct development on a fixed star. So we can say: When we direct our gaze toward a fixed star, what is contained within that fixed star is actually the substance of the spirits of wisdom. That is the true content of the fixed star. Indeed, human beings can initially form a mental image of what this substance of the spirits of wisdom is only by taking what exists within themselves, at least as an image of this substance. What is within us, within human beings, within the human soul, that serves as an image of the substance of the spirits of wisdom? Our thoughts. But we do not see our thoughts with physical eyes. This is the essential point: that the fixed stars, insofar as they are the stage for the true spirits of wisdom, are likewise not visible to physical eyes. Here we stand at a point where we can once again point to the immensely significant fact that confronts us in the religious texts founded on occultism. You know, of course, that in the biblical text, in Genesis, human beings are created in a very peculiar way. We are told that Lucifer approached Eve and told her that if she did what he wanted, her eyes would be opened. Anyone familiar with the original text will not be quick to offer a symbolic explanation here either. For the way good and evil are meant in the Bible does not refer to moral good and evil—that belongs to an entirely different cultural-historical context—what is described there as good and evil is what is seen externally, that is, something perceived not spiritually or psychologically, but with the eyes of the senses. “Your eyes will be opened!” Before, they were not opened. This is to be taken literally. Before Lucifer approached humanity, humanity could look out; with a primal clairvoyance bestowed upon humanity, they saw the fixed stars, but they saw them as they are in their substance—as the substance of the spirits of wisdom: they saw them spiritually. And he began to see them physically, that is, light perceptible to his physical eyes first shone upon him only when he himself, the human being, had succumbed to the Luciferic temptation. That is to say, just as the fixed stars are initially directed by the spirits of wisdom, so they are not physically visible; thus they do not radiate physical light. Physical light can only be emitted if there is something underlying it that serves as a medium for the light, if the light is, as it were, bound to a medium. For a fixed star to become visible, something else is necessary besides the mere activity of the spiritual beings of wisdom within the fixed star. It is necessary that Luciferic spirits act within this fixed star, rebelling against the mere substance of wisdom, permeating this mere substance of wisdom with their own principle. And so, within the fixed star, that which is only spiritually visible is intermingled with that which rebels against this purely spiritual visibility as the Luciferic element in the fixed stars, which carries the light out to the point of physical manifestation.
[ 10 ] Der Fixstern wäre nicht sichtbar, wenn er nicht in sich zu den Geistern der Weisheit, die normal fortgeschritten sind, auch solche hätte, die nicht ihr Ziel erreicht haben, die auf untergeordneter Stufe stehengeblieben sind, entweder auf der Stufe der Geister der Bewegung oder der Geister der Form. Stehengebliebene Geister der Weisheit, die nicht ihr Ziel erreicht haben, die haben wir als die Träger des Lichtes in der lichtlosen Geistsubstanz der Fixsterne anzuerkennen. Und wenn wir uns nun darüber klar sind, daß uns also eigentlich von den Fixsternen, somit auch von unserer Sonne, physisch Leuchtendes nur entgegendringt, weil sich den normalen Geistern der Weisheit die zurückgebliebenen beigesellen und zu Trägern des Lichtes, zu Luzifer, zu Phosphoros werden, so werden wir uns jetzt auch klar darüber sein, daß derselbe Grund, der die Sonne sichtbar macht, der uns von dem Fixstern das Licht zusendet, auch der ist, der die ätherischen Lebensströme nach der Erde schickt und das Gold bewirkt. Deshalb war es notwendig, daß eben von dem Monde aus die anderen Kräfte entgegenwirken, welche — als Ätherströme nimmt der okkulte Blick das wahr — zum Silber führen. Wenn es nun aber wirklich Geister der Weisheit gibt, welche den Mond der Sonne entgegenstellen, um einen Ausgleich zu schaffen, so müssen wir uns sagen: Diese Geister der Weisheit auf dem Monde können nicht leuchten, denn Geister der Weisheit leuchten nicht. Wenn daher der okkulte Blick die Geister auf dem Monde sucht, so findet er sie nicht leuchtend. Aber ausschließen müssen diese Geister der Weisheit, die auf dem Monde eine Kolonie begründeten, die luziferischen Geister gerade vom Monde, sonst würde ja keine Waage gehalten werden.
[ 10 ] A fixed star would not be visible if it did not contain, among the spirits of wisdom that have progressed normally, also those who have not reached their goal, who have remained at a lower level—either at the level of the spirits of movement or the spirits of form. We must recognize these spirits of wisdom who have remained at a lower level—those who have not reached their goal—as the bearers of light within the lightless spiritual substance of the fixed stars. And now that we are clear that what actually reaches us from the fixed stars—and thus also from our Sun—as physical light is only because the spirits of wisdom who have remained behind join the normal ones and become bearers of light, becoming Lucifer and Phosphorus, then we will now also be clear that the very same principle that makes the Sun visible, that sends us light from the fixed star, is also the one that sends the ethereal life-streams toward the Earth and brings about gold. Therefore, it was necessary that precisely from the Moon the other forces counteract, which—as ethereal streams, the occult eye perceives—lead to silver. But if there really are spirits of wisdom who set the Moon against the Sun to create a balance, then we must say to ourselves: These spirits of wisdom on the Moon cannot shine, for spirits of wisdom do not shine. Therefore, when the occult gaze seeks the spirits on the Moon, it does not find them shining. But these spirits of wisdom, who established a colony on the moon, must exclude the Luciferic spirits from the moon itself; otherwise, no balance would be maintained.
[ 11 ] Daher darf vom Mond kein Eigenlicht ausströmen, sondern nur das Licht, das als Sonnenlicht zurückgeworfen wird. Auf dem Mond haben ganz normale Geister der Weisheit wie durch ein Opfer ihren Sitz aufgeschlagen, um von da aus die Erde zu versorgen mit den nötigen Strömen, die das Gleichgewicht halten gegenüber den luziferischen Strömungen, die von der Sonne ausgehen. Daher ist vom Mond das Eigenlicht ausgeschlossen. Und es ist jetzt nicht schwer, in dem äußeren Tatbestand, der uns in der physischen Welt entgegentritt, ein Symbolum zu sehen für einen tiefen okkulten Zusammenhang. Von der Sonne erscheint uns Eigenlicht, von dem Monde nicht, und das zurückgeworfene Licht, das uns vom Monde zustrahlt und von dem Luzifer der Träger ist, Luzifer, Phosphoros kündigt uns an, daß dieses Licht ausgeschlossen ist von dem Mond. Das, was Luzifer ist, kann nur dadurch in einem Bild, in einer Maja vom Monde herein erscheinen, daß Sonnenlicht zurückgestrahlt wird. Wenn also zum Beispiel die Mondsichel Sonnenlicht zurückstrahlt, so ist zunächst auf dem Mond selber nichts von luziferischen Geistern der Weisheit, sondern das, was von der Sonne herströmt von den luziferischen Geistern der Weisheit, das wird als Licht zurückgeworfen. Richtet man nun den okkulten Blick nach dem Mond hinauf, dann verschwindet das, was der physische Blick sieht, dann verschwindet die leuchtende Mondsichel, denn die ist nur für physische Augen da; aber an der Stelle, wo die Mondsichel ist, da zeigt sich dem okkulten Blick das reale Wesen, das dem Lichtschein im Kosmos zugrunde liegt, zeigt sich das Bild des Luzifer, allerdings wie ein Spiegelbild. Denken Sie sich also das Bild des Luzifer für den okkulten Blick an die Stelle der Mondsichel gesetzt, dann müssen Sie sagen: Dieser Mond verdankt seine Entstehung dem Umstand, daß normale Geister der Weisheit Verzicht geleistet haben auf ihren Wohnplatz auf der Sonne, aufgeschlagen haben ihren Wohnplatz auf dieser Kolonie und dort bändigen, was von den luziferischen Geistern ausstrahlt. Daher zeigt sich für den okkulten Blick der Geist der Weisheit hier oberhalb der Mondsichel, bändigend das luziferische Prinzip. Wie ein guter Geist der Weisheit, der da bändigt das luziferische Prinzip unter sich, so zeigt der okkulte Tarbestand sich symbolisch vor der Imagination.
[ 11 ] Therefore, no light of its own may emanate from the Moon, but only the light that is reflected back as sunlight. On the Moon, ordinary spirits of wisdom have taken up residence, as it were through a sacrifice, in order to supply the Earth from there with the necessary currents that maintain balance against the Luciferic currents emanating from the Sun. Therefore, the Moon is devoid of its own light. And it is not difficult now to see in the external facts that confront us in the physical world a symbol of a deep occult connection. The Sun appears to us to have its own light, the Moon does not, and the reflected light that shines upon us from the Moon—of which Lucifer is the bearer—Lucifer, Phosphoros, announces to us that this light is excluded from the Moon. That which is Lucifer can only appear in an image, in a maya, from the moon through the reflection of sunlight. So, for example, when the crescent moon reflects sunlight, there is initially nothing of the Luciferic spirits of wisdom on the moon itself; rather, what streams down from the sun—from the Luciferic spirits of wisdom—is reflected back as light. If one now directs the occult gaze upward toward the moon, then what the physical gaze sees disappears; the luminous crescent moon vanishes, for it exists only for physical eyes; but in the place where the crescent moon is, the real being underlying the radiance in the cosmos reveals itself to the occult gaze—the image of Lucifer appears, albeit as a mirror image. So imagine the image of Lucifer, as seen by the occult gaze, placed in the place of the crescent moon, and you must say: This moon owes its origin to the fact that normal spirits of wisdom have renounced their dwelling place on the sun, have established their dwelling place on this colony, and there subdue what radiates from the Luciferic spirits. Therefore, to the occult eye, the spirit of wisdom appears here above the crescent moon, subduing the Luciferic principle. Just as a good spirit of wisdom subdues the Luciferic principle beneath itself, so the occult tarot image appears symbolically before the imagination.
[ 12 ] Die Okkultisten haben daher eine Gestalt hingestellt, die man gewöhnlich auffaßt als einen Erzboten des höheren Geistes der Weisheit, der Luzifer bezähmt, und an Stelle der Mondsichel ist hingestellt der Luzifer, der gefesselt, der gebändigt wird. Das ist ein okkultes Bild. Sie finden auch unter unseren okkulten Bildern eines, das darstellt, wie der Erzbote bändigt Luzifer. Das weist eben auf tiefe okkulte Geheimnisse hin. Das, was äußerlich in der Maja erscheint, ist in Wahrheit zuzuschreiben dem Zusammenwirken der Geister der Hierarchien. Wenn wir die Mondsichel mit physischen Augen sehen, silbererglänzend, und oben noch wie einen Schatten dadrinnen das Finstere, das manchmal zu erblicken ist, so verwandelt sich vor dem okkulten Blick die Mondsichel in ein lebendiges Lebewesen mit dem bändigenden Geist darüber, der das Gleichgewicht vom Mond aus herstellt. Sie sehen also, daß schon, um eine solche Erscheinung hervorzubringen, wie unser Erdenmond ist, mancherlei Veranstaltungen im Kosmos nötig sind. Das Zusammenwirken der verschiedenen Hierarchien im Kosmos ist ein sehr kompliziertes, und man würde auch in einer längeren Reihe von Vorträgen immer nur Andeutungen geben können. Wir können nur das Prinzip, wie diese geistigen Hierarchien zusammenwirken, klarmachen.
[ 12 ] The occultists have therefore depicted a figure who is generally understood to be an archangel of the higher spirit of wisdom, subduing Lucifer; and in place of the crescent moon is depicted Lucifer, bound and subdued. This is an occult image. Among our occult images, you will also find one depicting how the archangel subdues Lucifer. This points precisely to profound occult mysteries. What appears outwardly in maya is in truth attributable to the interplay of the spirits of the hierarchies. When we see the crescent moon with our physical eyes, shining silver, and at the top, like a shadow within it, the darkness that is sometimes visible, then to the occult eye the crescent moon transforms into a living being with the subduing spirit above it, which establishes the balance from the moon. You see, then, that even to bring about a phenomenon such as our Earth’s moon, various events in the cosmos are necessary. The interaction of the various hierarchies in the cosmos is a very complex one, and even in a longer series of lectures one could only ever offer hints. We can only clarify the principle of how these spiritual hierarchies interact.
[ 13 ] Halten Sie bitte diesen Gedanken fest, der jetzt ausgeführt worden ist in Anknüpfung an den astralischen Leib der Mineralien. Wir haben ja jetzt noch das Gruppen-Ich der Mineralien zu betrachten. Wenn wir dieses Gruppen-Ich ins Auge fassen, so ist das zunächst in einer noch höheren übersinnlichen Welt zu suchen, das heißt in einer Welt, die wir nicht innerhalb der Gebiete finden, wo die Gruppen-Iche der Tiere oder die der Pflanzen sind. Wir können es deshalb auch nicht auf der Sonne finden. Wo zeigt sich denn nun dem okkulten Blick das Gruppen-Ich der Mineralien? Ja, sehen Sie, das ist das Eigentümliche, daß dieses Gruppen-Ich der Mineralien eigentlich nirgends so recht sein Ende hat, wenn wir in den Weltenraum hinausgehen: daß es im ganzen weiten Weltenraum ist und von da hereinwirkt. Da kommen wir dazu, einzusehen: Wir müssen das Gruppen-Ich des Mineralreiches eigentlich außerhalb des Planetensystems suchen, wir müssen es als etwas ansehen, das von außen her in das Planetenteich hereinwirkt. Das stimmt ja insofern auch mit dem, was Sie aus der «Akasha-Chronik» wissen: daß die nächsthöhere Klasse von Wesenheiten nach den Geistern der Weisheit die Geister des Willens oder die Throne sind. Diese Geister des Willens, die der ersten Hierarchie angehören — ihre Nachkommen bringen es aber nicht so weit, daß sie der ersten Hierarchie beizuzählen sind —, diese Geister des Willens oder ihre Nachkommen geben dasjenige ab, was zum Gruppen-Ich der Mineralien führt und was im Grunde genommen von außen in das Planetensystem hereinwirkt. Das stimmt ja auch damit überein, daß gleich mit der Ausgießung der Geister des Willens die Bildung des Planetensystems beginnt mit dem alten Saturn, der bewirkt wird von den Geistern des Willens. So wie diese dazumal aus dem Weltenall die erste Verkörperung unserer Erde aufgebaut haben, so wirken sie auch jetzt noch. Sehen können wir diese Geister des Willens eigentlich nur dadurch, daß sie, wenn sie luziferisch werden, in einer gewissen Weise sich in jenen Erscheinungen zeigen, die wir als Meteore im Bereich der Erde finden und die wie aus dem Weltenraum hereinkommen. Es zeigt sich uns, man möchte sagen, der kosmische Ursprung, der außerirdische Ursprung dessen, was da in Betracht kommt, dadurch daß, wenn diese Geister des Willens hereinwirken, sie sich angliedern, leicht, leicht angliedern an das, was in das Planetensystem hereinwirkt als kometarische und meteotische Wesenheiten, kometarisches oder meteorisches Leben.
[ 13 ] Please keep in mind the idea that has just been presented in connection with the astral body of minerals. We must now consider the group-I of the minerals. When we contemplate this group-I, we must first seek it in an even higher supersensible world—that is, in a world not found within the realms where the group-I’s of animals or plants reside. We cannot, therefore, find it on the Sun either. Where, then, does the group-I of the minerals reveal itself to the occult gaze? Yes, you see, this is the peculiar thing: that this group-I of the minerals actually has no real end anywhere when we go out into the vastness of space—that it is present throughout the entire vastness of space and works in from there. This leads us to realize: We must actually seek the group-I of the mineral kingdom outside the planetary system; we must regard it as something that works into the planetary system from the outside. This also corresponds, in a sense, to what you know from the “Akashic Records”: that the next higher class of beings after the Spirits of Wisdom are the Spirits of Will or the Thrones. These Spirits of Will, who belong to the first hierarchy—though their descendants do not advance far enough to be counted among the first hierarchy—these Spirits of Will or their descendants impart that which leads to the group-I of the minerals and which, in essence, acts upon the planetary system from the outside. This also corresponds to the fact that, with the outpouring of the Spirits of Will, the formation of the planetary system begins with the ancient Saturn, which is brought about by the Spirits of Will. Just as they once built up the first embodiment of our Earth from the cosmic space, so do they still work today. We can actually only perceive these spirits of will in that, when they become Luciferic, they manifest themselves in a certain way in those phenomena we find as meteors in the vicinity of the Earth and which seem to come in from outer space. It appears to us, one might say, that the cosmic origin, the extraterrestrial origin of what is at stake here, is revealed in that when these spirits of will work their way in, they attach themselves—lightly, very lightly—to what works its way into the planetary system as cometary and meteoric entities, as cometary or meteoric life.
[ 14 ] Wir haben gezeigt, was dieses Leben für einen Sinn hat innerhalb des Planetensystems. Andeutend möchte ich wenigstens bemerken, daß tatsächlich der Komet etwas ist, was von außen hereinkommt, was sich aber in gewisser Weise das Mineralische angliedert. Indem der Komet das Planetensystem durchfährt, gliedert sich an, was auch von den Geistern des Willens herstammt, das Mineralische. Und die Folge kann sein, daß, indem der Komet das Planetensystem durchsaust, sich Mineralisches angliedert, das dann von der Erde angezogen wird und hinunterfällt. Das ist natürlich nicht der Komet; es verhält sich vielmehr so, daß er in irgendeiner Weise durch Meteorsteinauswürfe sich auf der Erde ankündigt. Die Dinge sind durchaus sachgemäß, und wenn sich bei einer Betrachtung gewisse Widersprüche herausstellen zu dem, was früher dargestellt wurde, so darf man immer gewärtig sein, daß diese Widersprüche sich einfach lösen, wenn man alles, was in Betracht kommt, wirklich berücksichtigt.
[ 14 ] We have shown what purpose this life serves within the planetary system. I would at least like to suggest that the comet is indeed something that comes in from outside, but which, in a certain sense, becomes attached to the mineral realm. As the comet passes through the planetary system, the mineral realm—which also originates from the spirits of will—becomes attached. And the result may be that, as the comet races through the planetary system, mineral matter becomes attached, which is then drawn to the Earth and falls down. This is, of course, not the comet itself; rather, it is the case that it announces its presence on Earth in some way through meteorite showers. The facts are entirely accurate, and if, upon closer examination, certain contradictions emerge with respect to what was previously described, one should always be prepared for these contradictions to simply resolve themselves when all relevant factors are truly taken into account.
[ 15 ] Das war nur eine Andeutung, die zeigen sollte, daß wir es im Planetensystem wirklich mit Dingen zu tun haben, die aus dem Kosmos hereinwirken. Diese Gruppenseelen der Mineralien wirken strahlenförmig von außen nach innen. Und da ja von den verschiedenen Seiten her der Raum uns verschiedene Wirkungsweisen darbietet, da es ja nicht ein gleichartiger Raum ist, strahlen uns diese Gruppenseelen der Mineralien, die dem Bereich der Geister des Willens angehören, von den verschiedenen Seiten her in der verschiedensten Weise entgegen. Durch das Zusammenwirken nun dessen, was für die Mineralien von den Planeten kommt, was von der Sonne kommt und was aus dem Weltenall hereinströmt in den verschiedensten Richtungen, durch alles das entsteht die Möglichkeit, daß nicht nur jene Grundtypen, die wir heute erwähnt haben, im Mineralreich vorhanden sind, sondern daß alle möglichen anderen Formen und alle möglichen anders modifizierten Substanzen des Mineralreiches sich bilden. Welche Substanz ein Mineral aufweist, das hängt lediglich davon ab, in welcher Weise die Kräfte, die von den Planeten aus wirken, wiederum beeinflußt werden von anderen Kräften, die entweder astralisch von der Sonne her oder aber aus dem Weltenraum herein in verschiedenen Richtungen auf die Erde zuströmen. Die ganze Mannigfaltigkeit des Mineralreiches kann damit also begriffen werden.
[ 15 ] That was merely a hint intended to show that, within the planetary system, we are indeed dealing with forces that act upon us from the cosmos. These group souls of the minerals radiate from the outside in. And since space presents us with different modes of action from various sides—since it is not a uniform space—these group souls of the minerals, which belong to the realm of the spirits of will, radiate toward us from various sides in the most diverse ways. Through the interaction of what comes to the minerals from the planets, what comes from the Sun, and what flows in from the cosmos in the most diverse directions—through all of this arises the possibility that not only those basic types we have mentioned today are present in the mineral kingdom, but that all manner of other forms and all manner of differently modified substances of the mineral kingdom are formed. The substance a mineral possesses depends solely on the way in which the forces acting from the planets are in turn influenced by other forces that flow toward the Earth from various directions—either astral forces from the Sun or forces from outer space. The entire diversity of the mineral kingdom can thus be understood.
[ 16 ] Wenn wir unseren heutigen Saturn betrachten, so stellt er sich zunächst für den okkulten Blick als der äußerste Planet unseres Planetensystems dar. Warum? Weil eigentlich der Saturn als Planet geradeso wie der alte Saturn, welcher die erste für uns verfolgbare Verkörperung unseres Erdenzustandes ist, mitbewirkt wird von den äußeren Strömungen, die aus dem Weltenraum hereinkommen. Und wenn wir in einem sehr frühen Zustand unserer Erdenentwickelung den Saturn hätten beobachten können, so würden wir gesehen haben, daß er in seiner Bahn wie eine Art von Kern hat und eine Art Kometenschweif, welcher hinausgeht in die Weltenweiten. Der Saturn würde sich für alte Zeiten durchaus so gezeigt haben, daß er einen Kern hat und einen richtigen Kometenschweif, der in die Weiten hinausgeht. Das heißt, der Saturn würde sich in Urzeiten unserer Erde als ein in der Saturnbahn fortgehender, den Schweif nach außen gerichteter Komet gezeigt haben.
[ 16 ] When we look at Saturn today, it initially appears to the occult eye as the outermost planet in our solar system. Why? Because Saturn, as a planet, is actually influenced just as much as the ancient Saturn—which is the first traceable embodiment of our Earthly state—by the outer currents flowing in from outer space. And if we had been able to observe Saturn in a very early stage of our Earth’s development, we would have seen that in its orbit it has a sort of core and a sort of comet’s tail that extends out into the vastness of space. In ancient times, Saturn would certainly have appeared to have a core and a true comet’s tail extending out into the vastness of space. That is to say, in the primeval days of our Earth, Saturn would have appeared as a comet moving along the Saturn orbit, with its tail pointing outward.


[ 17 ] So war er früher, so zeigen ihn die Tatsachen der Akasha-Chronik. Dieser Schweif des alten Saturn, der gab die verschiedensten Richtungen in den Raum hinaus an, welche den Strömungen entsprachen, die vom Weltenraum hereinkamen, dirigiert von den Geistern des Willens, die die Gruppenseelen der Mineralien sind. In einer späteren Zeit, als durch die Geister der anderen Hierarchien das Planetensystem in sich geschlossen worden ist, da hat sich das, was sonst in den Weltenraum hinausging, so zusammengezogen, daß aus dem Schweif ein in sich geschlossener Ring wurde. Durch die Anziehung des Planetensystems formierte es sich zu dem Ring. Der Ring des Saturns ist nichts anderes vor dem okkulten Blick als genau dieselbe Erscheinung wie ein Kometenschweif. Wenn Sie den Ring des Saturns nehmen würden, wie er den Saturn umkreist, und ihn auflösten, so hätten Sie den Kometenschweif.
[ 17 ] This is how it used to be, as the facts of the Akashic Records show. This tail of ancient Saturn pointed in various directions out into space, corresponding to the currents flowing in from outer space, directed by the spirits of will, who are the group souls of the minerals. At a later time, when the planetary system was made self-contained by the spirits of the other hierarchies, what had previously extended out into outer space contracted to such an extent that the tail became a self-contained ring. Through the gravitational pull of the planetary system, it formed into the ring. To the occult eye, Saturn’s ring is nothing other than exactly the same phenomenon as a comet’s tail. If you were to take Saturn’s ring, as it orbits Saturn, and dissolve it, you would have the comet’s tail.
[ 18 ] Wir haben also die Möglichkeit, auf das Hereinströmen der Gruppenseelen der Mineralien in unser planetarisches System noch zurückzusehen. Wiederum geben uns die einzelnen Stationen in der Hauptsache die Zeichen des Tierkreises an. Zu bemerken ist, daß die beiden äußersten Planeten, die heute von der physischen Astronomie zu unserem System gezählt werden, Uranus und Neptun, ursprünglich nicht zu unserem Sonnensystem gehörten, sondern daß diese viel später zugeflogen und in den Anziehungsbereich unseres Systems gekommen sind. Dann wurden sie Genossen und blieben bei dem Sonnensystem. Also nicht in demselben Sinn können sie zu unserem System zugezählt werden wie die anderen Planeten vom Saturn an, die sozusagen vom Anfang an zu unserem System gehörten. So haben wir im Saturn, namentlich wenn wir ihn in seiner alten Gestalt betrachten, einen Planeten zu sehen, der, indem er seine eigene von seiner Mitte ausgehende ätherische Strömung unserer Erde zuschickt, die Substanz des Bleies, wir können sogar sagen, schafft. Wir sehen aber zugleich, wie die Gruppenseelen der Mineralien hereinströmen, wie diese Gruppenseelen ergriffen werden, indem auf sie eine Anziehung ausgeübt wird von der Sonne, von der aus der astralische Leib des Minerals ausströmt. Von der Sonne strömt in den Raum hinaus der astralische Leib des Minerals, vom Weltenraum herein strömt das Ich des Minerals. Indem sie zusammenströmen, wird etwas bewirkt, was modifiziert gleichsam sich ausdrückt in einer Befruchtung des Gruppen-Ichs mit dem astralischen Leib und wodurch erst das Mineral in seiner Vollständigkeit zustande kommt.
[ 18 ] We thus have the opportunity to look back on the influx of the group souls of the minerals into our planetary system. Once again, the individual stations are indicated to us primarily by the signs of the zodiac. It should be noted that the two outermost planets, Uranus and Neptune, which are today counted as part of our system by physical astronomy, did not originally belong to our solar system, but rather flew in much later and entered the gravitational field of our system. They then became part of it and remained with the solar system. Thus, they cannot be counted as part of our system in the same sense as the other planets from Saturn onward, which, so to speak, belonged to our system from the very beginning. Thus, in Saturn—especially when we consider it in its ancient form—we see a planet that, by sending its own etheric current emanating from its center toward our Earth, creates the substance of lead; we might even say it creates it. At the same time, however, we see how the group souls of the minerals flow in, how these group souls are drawn in by an attraction exerted upon them by the Sun, from which the astral body of the mineral flows out. From the Sun, the astral body of the mineral flows out into space; from outer space, the I of the mineral flows in. As they flow together, something is brought about that, in a modified sense, expresses itself in a fertilization of the group-I with the astral body, and through which the mineral first comes into being in its entirety.
[ 19 ] So haben wir aber auch, wenn wir noch einmal auf die Kometen zurückgehen, in den Kometen etwas zu sehen, was im Grunde genommen aus dem Weltenraum herein mit einer ähnlichen Art von Wesenheit strömt wie die Gruppenseelen der Mineralien. Die Gruppenseelen der Mineralien gehören dem Bereich der Geister des Willens an. Über sie hinaus liegen nun die Wesenheiten, die dem Kometenleben wesentlich zugrunde liegen. Aber überall gibt es luziferische Wesenheiten; so auch in den Kometen drinnen, welche auf der Stufe der Throne, nicht der Seraphim oder Cherubim stehen. Dadurch bekommt der Komet eine mineralische Natur, erscheint also als ein mineralischer Einschlag im Planetensystem, und wir haben, mit anderen Worten, in den Kometen Weltenkörper zu sehen, die aus dem Kosmos hereinfliegen zu einer Zeit, als das Planetensystem schon gebildet ist, und die daher nicht so weit kommen wie die Körper innerhalb des Planetensystems selbst, sondern auf einer wesentlich früheren Stufe zurückbleiben.
[ 19 ] But if we return once more to the comets, we can also see in them something that, in essence, streams in from outer space with a kind of being similar to the group souls of the minerals. The group souls of the minerals belong to the realm of the spirits of will. Beyond them lie the beings that essentially underlie cometary life. But Luciferic beings are everywhere; this is also true within the comets, where they stand on the level of the Thrones, not the Seraphim or Cherubim. This gives the comet a mineral nature, so that it appears as a mineral impact within the planetary system; in other words, we must regard comets as world bodies that fly in from the cosmos at a time when the planetary system has already been formed, and which therefore do not reach as far as the bodies within the planetary system itself, but remain at a significantly earlier stage.
[ 20 ] Es würde nun allerdings reizvoll sein, die Stufen des Weltenwerdens zu verfolgen, wie sie sich bilden durch das Zusammenwvirken der Geister der Hierarchien innerhalb eines Fixsternsystems, wie diese selben Geister uns im Grunde genommen erscheinen, wenn wir den Blick hinausrichten auf Weltennebel und auf ferne Fixsterne. Wo immer wir den okkulten Blick auf einen Fixstern richten, überall begegnen wir zunächst normalen Geistern der Weisheit. Es würde unsichtbar bleiben der ganze Himmel für die physischen Augen und sichtbar nur für ein hellsichtiges Bewußtsein, wenn nur diese normalen Geister der Weisheit wirkten. Aber überall sind in die normalen Geister der Weisheit hineingemischt luziferische Geister, die physisches Eigenlicht in die Fixsternwelten hineinbringen. Wenn uns der nächtliche Sternenhimmel entgegenleuchtet, wirkt eigentlich Phosphoros aus unzähligen Punkten her, und überall im Weltall finden wir die Möglichkeit der Gestaltung nur durch das Zusammenwirken von Gegensätzen, durch das Zusammenwirken von den normalen Geistern der Hierarchien mit denen, die Rebellen geworden, das heißt zurückgeblieben sind. Unleuchtend dem physischen Auge, aber dem geistigen Auge sichtbar, ist der Sternenhimmel durch die normalen Geister der Weisheit; leuchtend wurde er dem physischen Auge, in Maja zeigt er sich durch Luzifer oder durch die luziferischen Geister, die überall tätig sind und sein müssen.
[ 20 ] It would now be fascinating, however, to trace the stages of world-formation as they arise through the interaction of the spirits of the hierarchies within a fixed-star system—as these very spirits essentially appear to us when we gaze out at nebulae and distant fixed stars. Wherever we direct our occult gaze toward a fixed star, we encounter first and foremost the normal spirits of wisdom. The entire sky would remain invisible to the physical eyes and visible only to a clairvoyant consciousness if only these normal spirits of wisdom were at work. But everywhere, mingled with the normal spirits of wisdom, are Luciferic spirits that bring physical light into the fixed-star worlds. When the night sky shines upon us, it is actually Phosphoros working from countless points, and everywhere in the universe we find the possibility of creation only through the interplay of opposites, through the interplay of the normal spirits of the hierarchies with those who have become rebels—that is, who have remained behind. Invisible to the physical eye but visible to the spiritual eye, the starry sky is created by the normal spirits of wisdom; it becomes luminous to the physical eye; in maya it reveals itself through Lucifer or through the Luciferic spirits, who are active everywhere and must be so.
[ 21 ] So haben wir, meine lieben Freunde, auch im Mineralreich etwas Merkwürdiges gesehen. Wir haben sozusagen heute abgefangen den Mond als einen Schauplatz, von dem aus ein Weisheitsgeist wirkt, der Luzifer bändigt, weil ein Ort geschaffen werden mußte, von dem aus durch den Gegensatz das Gleichgewicht gegenüber der luziferischen Wirksamkeit hergestellt werden konnte. Welche Bedeutung hat das nun für den Menschen? Wir haben gesehen, wie beim Menschen alles zusammengedrängt ist auf den physischen Plan, was gleichsam verteilt ist über die Welten für das Mineral. Wir haben Gruppenseelen gefunden für die Mineralien, Pflanzen, Tiere. Gibt es auch für den Menschen eine Art Gruppenseele? O ja. Die Gruppenseelen der Mineralien finden wir im Reich der Throne, die Gruppenseelen der Pflanzen in der Sphäre der Geister der Weisheit, die Gruppenseelen der Tiere in der Sphäre der Geister der Bewegung; der Mensch aber hat seine Gruppenseele so erhalten, daß mit dem Einflößen seines Ich eine Gruppenseele ursprünglich als der Ausfluß der Geister der Form gegeben war. Und was diese Gruppenseele des Menschen, die eigentlich durch die Geister der Form dazu bestimmt war, eine einheitliche Seele in der ganzen Menschheit zu sein, was diese Gruppenseele differenziert, gegliedert hat in solche Verschiedenheiten, daß Rassenverschiedenheiten, Stammesverschiedenheiten auftraten, das ist nun durch das Wirken der anderen Geister geschehen. Wir haben einiges davon gestern andeuten können. Der Mensch ist über die Erde hin als eine Einheit geschaffen worden, durch die sich geltend machen sollte das gemeinsame, das Ur-Ich der Menschen wie eine Gruppenseele, die in allen Menschen lebt, die eben bis zum physischen Plan heruntergestiegen ist. So wie für die Mineralien nur die äußere Form von den Geistern der Form zustande gebracht werden kann, so wird von denselben Geistern der Form für den Menschen das GruppenIch geschaffen, das dann durch die anderen Wesenheiten der verschiedenen Hierarchien differenziert wird. Was nun für das mineralische Reich durch die Bildung des Mondes an Gleichgewicht geschaffen worden ist, es ist auch für den Menschen an Gleichgewicht geschaffen worden, und zwar so, daß, während für das mineralische Reich im Mond auch der physische Ausgleich da ist, nun auch für den Menschen genau in derselben Weise ein Mondprinzip vorhanden ist, das dem luziferischen Einfluß auf die menschliche Natur ebenso entgegenwirkt wie im Mineralreich das dunkle Mondprinzip dem luziferischen Prinzip. Wie in der mineralischen Welt im Monde etwas wirksam ist, was das Gleichgewicht hält dem von der Sonne ausströmenden luziferischen Prinzip, so wirkt ein geistiges Mondprinzip vom Mond aus der Versuchung des Luzifer entgegen, die an den Menschen herangetreten ist im Verlaufe der Erdenentwickelung. Und wie wir gesehen haben, daß alle Planeten, alle Himmelskörper in Zusammenhang stehen mit Wesenheiten der höheren Hierarchien, so auch der Mond. Die Geister der Weisheit begründeten eine Kolonie auf dem Monde, um das Gleichgewicht zu retten, und so wirken auch in der Richtung vom Mond her auf den Menschen ausgleichende Geister, zunächst gegen Luzifer, der versuchend an den Menschen herantrat und, wie er das Licht verbreitete, so auch seine geistigen Prinzipien in die Menschenseele hineinsenkte. So daß wir damit auch hinweisen können auf den Mond als den Träger des Gegners des Luzifer, als den Wohnsitz von finsteren Geistern, die aber da sein müssen, damit den vorwärtsdrängenden Lichtträgern, die zugleich die versuchenden Geister der Menschheit sind, das Gleichgewicht gehalten werde.
[ 21 ] So, my dear friends, we have also seen something remarkable in the mineral kingdom. We have, so to speak, intercepted the Moon today as a stage from which a spirit of wisdom works to restrain Lucifer, because a place had to be created from which, through contrast, a balance could be established against Luciferic activity. What significance does this have for human beings? We have seen how, in the case of human beings, everything is concentrated on the physical plane, whereas for the mineral kingdom it is, as it were, distributed across the worlds. We have found group souls for the minerals, plants, and animals. Is there also a kind of group soul for human beings? Oh yes. We find the group souls of the minerals in the realm of the Thrones, the group souls of the plants in the sphere of the Spirits of Wisdom, the group souls of the animals in the sphere of the Spirits of Movement; but human beings received their group soul in such a way that, with the instillation of their ego, a group soul was originally given as the outflow of the Spirits of Form. And what has differentiated this group soul of humanity—which was actually destined by the Spirits of Form to be a unified soul throughout all of humanity—and divided it into such diversities that racial and tribal differences arose, this has now come about through the activity of the other spirits. We were able to hint at some of this yesterday. Humanity was created across the Earth as a unity through which the common, the primordial I of humanity was to assert itself—like a group soul living in all human beings, which has descended all the way down to the physical plane. Just as for the minerals only the outer form can be brought about by the spirits of form, so too is the group-I created for humanity by the same spirits of form, which is then differentiated by the other beings of the various hierarchies. What has now been created for the mineral kingdom through the formation of the Moon as a state of equilibrium, has also been created for human beings, in such a way that, just as there is a physical counterbalance in the Moon for the mineral kingdom, there is now also a lunar principle for human beings in exactly the same way, which counteracts the Luciferic influence on human nature just as the dark lunar principle in the mineral kingdom counteracts the Luciferic principle. Just as something is at work in the mineral world on the Moon that maintains a balance against the Luciferic principle radiating from the Sun, so a spiritual lunar principle works from the Moon to counteract the temptation of Lucifer that has approached humanity in the course of Earth’s evolution. And just as we have seen that all planets, all celestial bodies, are connected with beings of the higher hierarchies, so too is the Moon. The spirits of wisdom established a colony on the Moon to preserve the balance, and thus balancing spirits also act upon humanity from the direction of the Moon, primarily against Lucifer, who approached humanity with temptation and, just as he spread the light, so too instilled his spiritual principles into the human soul. Thus we can also point to the Moon as the bearer of the adversary of Lucifer, as the abode of dark spirits, who must, however, be there so that balance may be maintained for the forward-pressing bearers of light, who are at the same time the tempting spirits of humanity.
[ 22 ] Im hebräischen Altertum wurde im Grunde genommen das Geheimnis vom Mond und seinem geistigen Prinzip zuerst der Menschheit enthüllt, und was wir physisch am Mond gefunden haben, ist in seinem geistigen Aspekt das, was das hebräische Altertum als das Jahveprinzip bezeichnet. Es ist damit sozusagen der Mond als der Ausgangspunkt der Wirkungskräfte des Gegners des Luzifer auf den Menschen bezeichnet. Jahve oder Jehova ist der Gegner des Luzifer. Die althebräische Geheimlehre schaut hin auf die Sonne und sagt sich: In der Sonne wirken die unsichtbären Geister der Weisheit, die nur für den geistigen Blick sichtbar sind, nicht aber für den physischen Blick. Für diesen strahlt herunter das Prinzip des Luzifer. Was äußerlich zu sehen ist an dem Sonnenprinzip, ist Luzifer; darinnen aber wirkt geheimnisvoll, unsichtbar für den physischen Blick alles das, was erreichbar ist durch die Geister der Weisheit, die das Tor dazu bilden. Abgetrennt und geopfert hat sich einer dieser Geister der Weisheit und seinen Platz auf dem Mond aufgeschlagen, um von da aus so zu wirken, daß das Licht gebändigt, aber auch das Geistige des Luzifer getilgt wird. — Einen Abgesandten jener wahren, höheren geistigen Wesenheiten, zu denen sich der Blick eröffnet durch die Geister der Weisheit, wenn geistig auf die Sonne geschaut wird, sah das hebräische Altertum in Jahve oder Jehova. So lange — das stellte sich mit Recht das althebräische Altertum vor —, so lange muß Jahve vom Mond her wirken, bis die Menschen reif geworden sind, innerlich wenigstens zunächst, zu ahnen, zu empfinden, was nach und nach im weiteren Verlauf die Menschheit auch erkennend schauen wird: daß nicht nur das Physische des Luzifer von der Sonne her kommt, sondern von der Sonne aus die Verbreitung desjenigen geschieht, wozu die Geister der Weisheit das Tor sind.
[ 22 ] In ancient Hebrew times, the mystery of the moon and its spiritual principle was essentially first revealed to humanity, and what we have physically found in the moon is, in its spiritual aspect, what ancient Hebrew tradition refers to as the Yahweh principle. Thus, the moon is, so to speak, designated as the point of origin of the forces of the adversary of Lucifer acting upon humanity. Yahweh or Jehovah is the adversary of Lucifer. Ancient Hebrew esoteric teaching looks to the sun and says: In the sun work the invisible spirits of wisdom, which are visible only to the spiritual eye, but not to the physical eye. For him, the principle of Lucifer shines down. What is outwardly visible in the solar principle is Lucifer; but within it, working mysteriously and invisible to the physical eye, is all that is accessible through the spirits of wisdom, who form the gateway to it. One of these spirits of wisdom has separated and sacrificed itself, taking up residence on the moon in order to work from there so that the light is tamed, but also the spiritual aspect of Lucifer is eradicated. — The Hebrew ancients saw in Yahweh or Jehovah an emissary of those true, higher spiritual beings to whom the gaze opens through the spirits of wisdom when one looks spiritually upon the sun. As long as—so the ancient Hebrews rightly imagined— as long as this is the case, Yahweh must work from the moon until humanity has matured—at least inwardly at first—to sense and feel what, in the further course of events, humanity will also come to see with clear recognition: that not only does the physical aspect of Lucifer come from the sun, but from the sun also comes the dissemination of that to which the spirits of wisdom are the gateway.
[ 23 ] So erschien dem hebräischen Altertum in Jahve das, was gleichartig ist mit den Geistern der Weisheit der Sonne, und wir können sagen: Wie das Sonnenlicht vom Mond im Raum zurückgeworfen wird, so war für die wirklichen Kenner des hebräischen Altertums Jahve die Zurückstrahlung jener geistigen Wesenheit, die einstmals, wenn die Menschen reif werden, von der Sonne herstrahlen wird, deren Erscheinen die Rischis und Zarathustra und die Osirisdiener vorausgesagt haben. Wie im Raum das Sonnenlicht vom Mond zurückgestrahlt ist, so zeigte sich in Jahve oder Jehova wie eine Reflexion das Prinzip des Sonnengeistes, den Sie mit einem Namen, wie Sie wollen, bezeichnen können: mit Vischvakarman, wie ihn die alten Inder, mit Ahura Mazdao, wie ihn Zarathustra, mit Osiris, wie ihn die alten Ägypter, oder mit Christus, wie ihn die vierte nachatlantische Kulturperiode bezeichnet hat. Das ist die esoterische Auffassung des Jahve: es ist der vom Mondenprinzip zurückgestrahlte und, weil in der Zeit zurückgestrahlte, vorher angekündigte Christus. Daher uns auch im Johannesevangelium eine Stelle entgegentritt, die sonst niemals verstanden werden kann, da wo darauf hingewiesen wird, daß bei Moses die Rede ist von dem Christus. Es ist in Wahrheit die Rede von Jahve; aber es ist der Christus, der vorher verkündigt wurde. Es wird auf eine solche Stelle hingewiesen, wo von Jahve die Rede ist, weil der Träger des Christus damit die Tatsache andeutet, daß Jahve nur der in der Vorzeit angekündigte Christus ist.
[ 23 ] Thus, to the ancient Hebrews, Yahweh appeared as that which is akin to the spirits of the sun’s wisdom, and we may say: Just as sunlight is reflected by the moon in space, so, for the true connoisseurs of ancient Hebrew times, Yahweh was the reflection of that spiritual entity which will one day, when humanity has matured, radiate from the sun—an event foretold by the Rishis, Zarathustra, and the servants of Osiris. Just as sunlight is reflected from the moon in space, so did the principle of the solar spirit manifest itself in Yahweh or Jehovah as a reflection; you may designate it by any name you wish: Vishvakarman, as the ancient Indians called him; Ahura Mazda, as Zarathustra called him; Osiris, as the ancient Egyptians called him; or Christ, as the fourth post-Atlantean cultural period designated him. This is the esoteric conception of Yahweh: he is the Christ reflected back by the lunar principle and, because reflected back in time, foretold. Hence we also encounter a passage in the Gospel of John that can otherwise never be understood, where it is pointed out that Moses speaks of the Christ. In truth, the text speaks of Yahweh; but it is the Christ who was foretold. Reference is made to such a passage where Yahweh is mentioned because the bearer of the Christ thereby alludes to the fact that Yahweh is merely the Christ foretold in ancient times.
[ 24 ] So sehen wir, wie diese Dinge in sich selber zusammenstimmen und wie sich uns zusammenschließt die heutige Betrachtung mit der gestrigen; wie wir nunmehr in dem, was wir äußeres Licht und seinen Träger nennen, etwas zu sehen haben, was im Kampfe liegt mit einem geistigen Prinzip, das auf dem normalen Punkt seiner Entwickelung ist und das uns zunächst als der geistige Mittelpunkt unseres Planetensystems so erscheint, wie wir das gestern und heute dargestellt haben. Auf Namen kommt es dabei nicht an, sondern darauf, daß wir die ganze Bedeutung dieses Prinzips erkennen. Wir müssen erkennen, daß wir auf geistigem Gebiete sprechen vom Christus, wie wir sprechen auf physischem Gebiete von der Sonne; daß wir auf geistigem Gebiete von den Planetengeistern und den Planeten sprechen, wie wir sprechen in der Entwickelung der Erdenkultur etwa von dem Prinzip des Buddha. Hier haben Sie wiederum einen Punkt, wo Sie eine der bedeutenden Offenbarungen finden, die Ihnen entgegentreten bei H.P.Blavatsky. Was für große Offenbarungen in der «Geheimlehre» sind, ersehen Sie auch wiederum aus der Behandlung, die Blavatsky dem Jahvebegriff zuteil werden läßt. Wir brauchen uns nicht daran zu stoßen, daß sie den Dingen nicht gerecht wird, weil sie eine gewisse Antipathie gegen Christus und Jahve hat; aber das Wahre dringt doch durch, und die Charakteristik des Jahve als einer Mondgottheit und die Darstellung, daß Luzifer sein Gegner ist, bei H.P. Blavatsky, das erweist sich als etwas wie, man möchte sagen, der gebrochene Ausdruck eines Wahren. Und die Darstellung, die da bei Blavatsky gegeben ist aus der Inspiration, sie erhält nur bei ihr eine subjektive Färbung, weil sie die Empfindung hatte, daß Luzifer eigentlich eine gute Gottheit ist. Sie empfand ihn als eine gute Gottheit. Sie zog ihn in gewisser Beziehung dem Mondgott vor, weil Luzifer für sie ein Sonnengott war. Das ist er auch, aber wir mußten den wahren Zusammenhang hinstellen, damit wir den Ausspruch, der früher figurierte, begreifen können: Christus ist der wahre Luzifer. «Christus verus Luciferus.» Heute klingt das nicht mehr gut für die Menschen. Damals hat es noch gut geklungen, als man aus den alten Geheimlehren wußte: In dem äußeren physischen Licht offenbart sich Luzifer, der Lichtträger, aber wenn wir durch das physische Licht durchdringen zu den Geistern der Weisheit, durchdringen zum geistigen Licht, dann gelangen wir zu dem Lichtträger des geistigen Lichtes: Christus verus Luciferus.
[ 24 ] Thus we see how these things harmonize within themselves and how today’s consideration merges with yesterday’s; how we must now perceive, in what we call the outer light and its bearer, something that is in conflict with a spiritual principle which is at the normal point of its development and which, as the spiritual center of our planetary system, appears to us as we have described it yesterday and today. Names are not important here, but rather that we recognize the full significance of this principle. We must recognize that in the spiritual realm we speak of the Christ just as we speak of the Sun in the physical realm; that in the spiritual realm we speak of the planetary spirits and the planets just as we speak, for example, of the principle of the Buddha in the development of earthly culture. Here again you have a point where you find one of the significant revelations that confront you in H.P. Blavatsky. You can also see what great revelations are contained in The Secret Doctrine from the treatment Blavatsky gives to the concept of Yahweh. We need not take offense at the fact that she does not do justice to these matters because she harbors a certain antipathy toward Christ and Yahweh; yet the truth still shines through, and the characterization of Yahweh as a lunar deity and the portrayal of Lucifer as his adversary in H.P. Blavatsky’s work prove to be something like, one might say, the fragmented expression of a truth. And the portrayal given by Blavatsky, which is inspired, takes on a subjective hue only in her case, because she felt that Lucifer is actually a good deity. She perceived him as a good deity. In a certain sense, she preferred him to the moon god, because for her, Lucifer was a sun god. He is indeed, but we had to establish the true context so that we might understand the saying that appeared earlier: Christ is the true Lucifer. “Christus verus Luciferus.” Today that no longer sounds good to people. Back then it still sounded good, when people knew from the ancient secret teachings: In the outer physical light, Lucifer, the bearer of light, reveals himself; but when we penetrate through the physical light to the spirits of wisdom, penetrate to the spiritual light, then we arrive at the bearer of the spiritual light: Christus verus Luciferus.
[ 25 ] Ich denke, meine lieben Freunde, daß trotz all der Unvollkommenheit, mit der dieses umfassende Thema hat ausgeführt werden können, dennoch vor Ihre Seelen getreten ist, was wir ja auf geisteswissenschaftlichem Gebiet immer erreichen wollen: daß uns die Behandlung eines jeglichen Themas dahin bringt, aus dem Sinnlichen ins Geistige aufzuschauen. Bei den Himmelskörpern, die uns als die Abdrücke der Weltenwunder hereinleuchten aus dem Raum, wird das ja in vieler Beziehung ganz besonders schwer, weil wir in den Himmelskörpern ein kompliziertes Zusammenwirken der Wesenheiten der verschiedenen Hierarchien haben und weil wir alles das, was im Weltenraum geschieht, doch nur begreifen können, wenn wir auch hier hinter aller Materie, selbst hinter der Lichtmaterie, den Geist oder die Geister finden. Hinter all diesem Geistigen liegt ja das gemeinsame, das väterliche, göttliche Leben. Dieses eine allüberall und immer wirkende, allgöttliche Leben gliedert sich, bevor es im Physischen zum Ausdruck kommt, in zahlreiche Welten geistiger Hierarchien. Wir aber blicken auf zu diesen Welten und sehen in ihnen das, was den Wundern des Himmels zugrunde liegt und herunterwirkt bis in unsere Naturreiche hinein. Denn auch in unseren Naturreichen zeigen sich die Hierarchien selber oder ihre Nachkommen. Wenn wir so in den Himmelsraum hinausblicken, dann können wir durch eine solche Betrachtung doch auch einen moralischen Eindruck bekommen, einen moralischen Eindruck, der darin bestehen muß, daß, wenn wir die gewaltigen Wirkungen der Hierarchien am Himmelsraum auf uns ein wenig Einfluß gewinnen lassen, wir dann abgezogen werden von den Leidenschaften, von den Trieben, Begierden, Vorstellungen, die das physische Erdenleben zeitigt. Diese Vorstellungen, diese Triebe, Begierden und Leidenschaften, die das physische Erdenleben zeitigt, sie sind es im wesentlichen, welche über die Erdenentwickelung das hinwerfen, was die Menschen in Parteiungen spaltet, was die Menschen über die Erde hin zu Gegnern und Anhängern der verschiedensten Richtungen macht. Man kommt in einem höheren moralischen Sinn zu einer Freiheit, wenn man wenigstens für kurze Momente von der Betrachtung des Irdischen sich losreißt und die Welten der Geister im Weltenraum betrachtet. Da werden wir frei von dem, was sonst hereinspielt in unsere egoistischen Triebe, die doch nur die Ursachen aller Erdenkämpfe und aller Erdenkleinigkeiten sind. Daher ist es wohl das sicherste Mittel, gerade die hohen Ideale des anthroposophischen Lebens zu erreichen, wenn wir zuweilen den Blick hinaufrichten zu den Sternenwelten und ihren geistigen Lenkern und Leitern, den Hierarchien. Wenn wir da oben, so wie wir es gestern und heute versucht haben, Kulturströmungen ergründen und die Bedeutung der inspirierenden Geister für die Religionen und Weisheitsträger der Menschheit, dann wird es uns vergehen, Streit zu führen auf der Erde wie die Bekenner einzelner Systeme. Wir werden uns nicht an Namen hängen, nicht an Bekenntnisse einzelner Gruppen von Menschen auf der Erde. Wenn die Menschen dort ihre Erkenntnisse suchen werden, wohin die Blicke aller Menschen der Erde sich richten können und wo sie gemeinsame Erkenntnisse finden — Erkenntnisse, welche einen und nicht entzweien —, wenn die Menschen wirklich vordringen werden bis zu dem, was als Himmelssprache ausspricht die Bedeutung der verschiedenen Religionsstifter und Inspiratoren der Menschheit, dann wird das geisteswissenschaftliche Ideal einer toleranten und unbefangenen Betrachtung aller Religionen und Weltanschauungen wirklich eintreten können. Es werden sich die Menschen nicht mehr streiten, wenn sie nicht mehr für eine Gruppe diesen oder jenen Träger religiöser oder sonstiger Kulturströmungen in Anspruch nehmen, sondern wenn sie die Ursprünge dieser Träger draußen im Himmelsraum suchen. In diesem Sinn kann auch eine solche Betrachtung eine große moralische Bedeutung gewinnen, indem für mancherlei, was sonst auf der Erde Entzweiungen, Disharmonien bringt, Friede, Harmonie gestiftet wird. Nur müssen wir lernen, die gewaltige, in den Formen und Bewegungen der Himmelskörper gegebene Schrift zu lesen, lesen wie wahrhaftig nicht verschiedene Geister, sondern dieselben Geister für alle einzelnen Menschen auf der Erde wirken, allen Menschen angehören. Man möchte mit einem physischen Bild diese Tatsache erklären: Solange wir auf der Erde bleiben, kann eine Gruppe von Menschen oben oder unten, im Westen oder Osten wohnen. Dann aber schauen wir auf die Bewegungen der Erde, wie sie ihr Antlitz zukehrt den Sternen, indem sie ihre Stellung ändert, sei es in kurzen Zeiträumen oder im Laufe von Jahrmillionen, wie die südliche Hälfte nach der nördlichen gewendet und unseres nördlichen Sternenhimmels ansichtig wird, und dann die nördliche Erdhälfte dem Süden zu sich wendet und des südlichen Sternenhimmels ansichtig wird. Und so wie die Erde im Laufe der Zeiten ihr Antlitz sozusagen allen Sternen, die aus dem Weltenraum uns entgegenglänzen, hinwendet, so möge die Menschheit lernen durch die Ideale der Geisteswissenschaft unbefangen zu blicken auf alles, was geistig von dem Weltenraum herein spricht. Durch ein solches positives Betrachten der Tatsachen wird am besten dieses anthroposophische Ideal erreicht werden, nicht durch ein sentimentales Betonen von Liebe und Frieden. In realer Weise werden wir Liebe und Frieden und innere Harmonie erlangen, wenn wir von den Angelegenheiten unserer Erde, welche die Menschen in Rassen, Nationen, Religionen teilen, den Blick hinaufwenden zu den Sternenwelten, wo Geister zu uns sprechen, die für alle Menschenseelen, für jedes Menschenherz die gleiche Sprache sprechen durch alle Zeiten, ja durch alle Ewigkeiten, wenn wir sie nur richtig verstehen.
[ 25 ] I believe, my dear friends, that despite all the imperfections with which this comprehensive topic has been presented, what we always strive to achieve in the field of Spiritual Science has nevertheless come before your souls: that the treatment of any given topic leads us to look up from the sensory realm toward the spiritual. In the case of the celestial bodies, which shine upon us from space as the imprints of the wonders of the worlds, this becomes particularly difficult in many respects, because within the celestial bodies we have a complex interplay of beings from the various hierarchies, and because we can can only be understood if we find the Spirit or the spirits behind all matter, even behind the light-matter. Behind all this spiritual lies the common, the fatherly, divine life. This one all-pervading, ever-active, all-divine life is structured, before it finds expression in the physical, into numerous worlds of spiritual hierarchies. But we look up to these worlds and see in them that which underlies the wonders of the heavens and works its way down into our natural realms. For even in our natural realms the hierarchies themselves or their descendants make themselves known. When we look out into the heavens in this way, such contemplation can also impart a moral impression—an impression that must consist in this: that if we allow the mighty effects of the hierarchies in the heavens to exert a little influence upon us, we are then drawn away from the passions, the drives, desires, and mental images that physical earthly life brings forth. These mental images, these instincts, desires, and passions that physical earthly life brings forth—it is essentially these that cast over the development of the Earth what divides people into factions, what turns people across the Earth into opponents and followers of the most diverse directions. One attains a higher moral freedom when, at least for brief moments, one breaks away from contemplating the earthly and looks upon the worlds of the spirits in the cosmos. There we become free from what otherwise plays into our selfish impulses, which are, after all, only the causes of all earthly struggles and all earthly trivialities. Therefore, the surest way to attain the high ideals of the anthroposophical life is surely to lift our gaze from time to time to the starry worlds and their spiritual guides and leaders, the hierarchies. When we explore cultural currents up there, as we have attempted yesterday and today, and the significance of the inspiring spirits for the religions and bearers of wisdom of humanity, then we will lose the desire to engage in strife on Earth like the adherents of individual systems. We will not cling to names, nor to the creeds of individual groups of people on Earth. When people there seek their insights—where the gaze of all people on Earth can turn and where they find shared insights —insights that unite rather than divide—, when people truly penetrate to what, as the language of heaven, expresses the significance of the various founders of religions and inspirers of humanity, then the ideal of Spiritual Science for a tolerant and unbiased consideration of all religions and worldviews will truly be able to come to pass. People will no longer quarrel when they no longer claim this or that bearer of religious or other cultural currents for a particular group, but when they seek the origins of these bearers out in the heavens. In this sense, such a perspective can also take on great moral significance by bringing peace and harmony to many things that otherwise cause division and disharmony on Earth. We must only learn to read the mighty script inscribed in the forms and movements of the celestial bodies—to see how truly not different spirits, but the same spirits, work for every single person on Earth and belong to all people. One might explain this fact with a physical image: As long as we remain on Earth, a group of people may dwell above or below, in the West or the East. But then we look at the movements of the Earth as it turns its face toward the stars by changing its position, whether over short periods or over millions of years—how the southern hemisphere turns toward the northern one and beholds our northern starry sky, and then the northern hemisphere turns toward the south and beholds the southern starry sky. And just as the Earth, over the course of time, turns its face, so to speak, toward all the stars that shine upon us from outer space, so may humanity learn, through the ideals of Spiritual Science, to look impartially upon everything that speaks to us spiritually from outer space. This anthroposophical ideal will best be achieved through such a positive consideration of the facts, not through a sentimental emphasis on love and peace. We will attain love, peace, and inner harmony in a real sense when we turn our gaze away from the affairs of our Earth—which divide people into races, nations, and religions—and look up to the starry worlds, where spirits speak to us, speaking the same language to all human souls, to every human heart, through all times, indeed through all eternities, if only we understand them correctly.
[ 26 ] In diesem Sinne möchte ich, da wir jetzt am Schlusse dieses Vortragszyklus stehen, auch hingedeutet haben auf die moralische Wirkung einer jeden geisteswissenschaftlichen Betrachtung, wenn wir uns bemühen, die Tatsachen des Okkultismus kennenzulernen. Wenn wir sie im echten okkulten Sinn kennenlernen, so strömen sie zuletzt in unser Herz ein, daß das Gelernte in uns Kraft des Lebens, Hoffnung des Lebens, daß es vor allen Dingen moralische Energie wird und uns wirklich zu dem macht, was wir nennen können einen Bürger der Himmelswelten. Dann trägt der Mensch den Himmel durch sein geistiges Leben in die Angelegenheiten der Erde herein und bewirkt im Verlaufe des Kulturprozesses das, was wir im höchsten Sinne als Harmonie, als Frieden bezeichnen können. Und mehr und mehr wird es ihm dann auch zum Bewußtsein kommen, daß wirklich am Ausgangspunkt wie am Ende der Kulturentwickelung ein Einheitsgeist waltet, ein Geist der Form, der einheitlich durch die Menschen hindurch wirkt und sich anregen läßt durch seine Brüder, die anderen Geister der Form, die ihm Dienst leisten, um ein einheitliches Wirken durch die ganze Menschheit hindurch zu senden. So wird durch die wahre Himmelswissenschaft etwas Einheitliches in alle Menschen gebracht und damit das intellektuelle und moralische Verstehen der Menschheit auf der Erde gefördert. So wollen wir nicht bloß Abstraktes, Theoretisches betrachten, sondern jede solche Betrachtung soll zugleich zu einer Kraftquelle, vor allen Dingen zu einer moralischen Kraftquelle in uns werden, und dann werden auch alle Kapitel uns dazu dienen, auch diejenigen, die scheinbar sehr weit hergeholt sind, um die unmittelbaren Ziele und Ideale der Geisteswissenschaft zu verfolgen. Mit diesen Worten, die in einer Empfindungsnuance Geist und Gesinnung dieser Vorträge zusammenfassen sollten, möchte ich mich von Ihnen, meine lieben Freunde, am Ende dieses Vortragszyklus verabschieden.
[ 26 ] In this sense, as we now come to the end of this series of lectures, I would also like to have pointed out the moral impact of every consideration of Spiritual Science when we strive to understand the facts of occultism. If we come to know them in the true occult sense, they ultimately flow into our hearts, so that what we have learned becomes within us a life force, a hope for life—above all, moral energy—and truly makes us what we might call a citizen of the heavenly worlds. Then, through their spiritual life, human beings bring heaven into the affairs of the earth and, in the course of the cultural process, bring about what we can describe in the highest sense as harmony and peace. And more and more it will then also come to his consciousness that truly, at the starting point as well as at the end of cultural development, a spirit of unity reigns, a spirit of form that works uniformly through human beings and allows itself to be inspired by its brothers, the other spirits of form who serve it, in order to send a unified effect throughout all of humanity. Thus, through true celestial science, something unifying is brought into all human beings, thereby promoting the intellectual and moral understanding of humanity on Earth. Thus, let us not merely consider abstract, theoretical matters, but let every such consideration also become a source of strength within us—above all, a source of moral strength—and then all the chapters will serve us, even those that seem far-fetched, in pursuing the immediate goals and ideals of Spiritual Science. With these words, which are intended to capture in a subtle nuance the spirit and attitude of these lectures, I would like to take my leave of you, my dear friends, at the end of this lecture series.
